Austria · 11 Days · 67 Moments · April 2013

Gabriele Höckner, MSc

Sizilien - Sonne, Genuss und me(e)hr ...


18 April 2013

Gefahrene Kilometer und Autobahn-Maut Inklusive Anfahrtsweg von Tulln nach Genua und zurück (je 1000 Kilometer) haben wir mit dem Auto 3300 Kilometer zurück gelegt. Mit der Fähre sind wir auf dem Meer weitere 2x 1000 Kilometer gefahren. Wir können auf stolze 5300 Kilometer schauen. Dafür haben wir rund 100 Euro Autobahnmaut für die Brennerautobahn und Italiens Autobahnen investiert
Eine Elf-Tage-Reise - ein Resümee Voller neuer Eindrücke landen wir a späten Nachmittag wieder zu Hause. Wir haben unsere Genussreise mit allen SInnen aufgenommen. Herrliche Landschaften, köstliche Speisen kunstvoll zubereitet und wohlschmeckender Wein. Mosaike, Kirchen und Tempel - Ausdruck höchster Kunst mit dem Einfluss verschiedenster Kulturen. Die Temperaturen waren kühler, als ich es mir vorgestellt habe und die Zeit war zu kurz, um jeden sehenswerten Ort auf unsere langsame und genüssliche erkundet haben zu können. Sizilien wird mich wiedersehen!
Heimweg mit Zwischenstation Nach dem Frühstück fahren wir über den Brenner zurück nach Österreich. Wir nehmen die Ausfahrt Kramsach, besuchen - um uns ein wenig die Füße zu vertreten - den Museumsfriedhof in Kramsach und schmunzeln über die heiteren Grabinschriften. Danach fahren wir ins Nachbardorf und essen im Gasthaus Platzbräu in Rattenberg gut zu Mittag und schlendern ein wenig durch das für Glaskunst bekannte Städtchen. Danach fahren wir in einem durch nach Hause nach Tulln - dreißig Kilometer westlich von Wien. ...

17 April 2013

Übernachten in Brescia - Hotel "Della Volta" Müde geworden finden wir unterwegs über "booking.com." das Hotel "Della Volta" gleich bei der Autobahnausfahrt Brescia. Wir erhalten ein sauberes Zimmer mit ebensolcher Dusche. Wir schlafen uns aus und fahren am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück nach Hause. Der gute Schlaf ist die € 60,00 auf jeden Fall wert! Ich kann das Hotel nur jedem Durchreisenden empfehlen. Hotel Della Volta Via Della Volta 101, 25124 Brescia
Der Tag auf der Fähre nach Genua Wir verbringen - wie bei der Hinfahrt - zwanzig Stunden auf der Fähre ... Wir essen gut, kommen mit anderen Menschen ins Gespräch, lassen Sizilien nachwirken, ruhen uns aus ... Wir sehen in der Ferne Sardinien, Korsika und Elba und gegen Abend Genua. Wir legen um etwa 19.30 Uhr und verlassen den Hafen zirka eine Stunde später. Danach fahren wir noch 220 der 1000 zu fahrenden Kilometer in Richtung Heimat. In einem Hotel am Rand von Brescia übernachten wir.

16 April 2013

Von Palermo nach Genua - auf der Fähre Um 23.45 Uhr verlassen wir Palermo. Eine Nacht und ein Tag Fährenfahrt liegen vor uns - Zeit zum Genießen, Zeit zum Aufarbeiten der Reise. Ein Entschluss steht für mich fest: Sizilien wird mich wieder sehen: ich will länger in Taormina sein, ich will auf den Ätna fahren, ich möchte im Meer baden, ich möchte jenen Ort in der Nähe von Syrakus sehen, wo die Prima Vera Öle hergestellt werden. Und es gibt noch einige kulturelle Orte, die wir diesmal außer Acht gelassen haben. Und wir haben genießend erfahren - es wird nirgenwo so gut gekocht wie auf Sizilien ...
Enoteca - Vino e Pomodoro Von den Eindrücken der Reise müde und zufrieden landen wir in der Weinbar. Ein letztes Glas Nero d´Avola als Geschmacks-Anker. Im Vine-Shop - eine schöne Auswahl an sizilianischen Weinen zu Ab-Hof-Preisen. Eine Flasche Ceuso 2008 nehmen wir mit als Erinnerung ...
Das Opernhaus in Palermo - Teatro Massimo Sizilianischer Klassizismus. Das Teatro Massimo war einst nach der Pariser Oper das größte Opernhaus Europas. Unser Bedürfnis nach neuen Eindrücken ist allmählich gestillt - wir machen uns auf die Suche nach einem feinen Lokal ...
Autofahren in Palermo 2 Es hat sich seit unserer Ankunft nichts geändert: Autofahren in Palermo ist ein Abenteuer und ich bin froh, von Beifahrersitz aus das Treiben zu beobachten ... Das Navi führt uns durch enge und engste malerische Gassen mit hängender Wäsche und spielenden Kindern zu dem Bahnübergang, der durch Platten unüberwindlich gemacht war. Wir sind gezwungen im Rückwärtsgang einen halben Kilometer zurückzulegen, bis die Straße wieder breit genug zum Umdrehen ist ... Den Hafen finden wir leichter als in Genua und sehr schnell stellen wir das Auto ab und machen uns zu Fuß auf den Weg, ein kleines Stück Palermo zu sehen ...
Cafe Duomo Der Espresso und das Halbgefrorene im Café Duomo ... einer der letzten Erinnerungsanker von Sizilien. ... Herrlicher Blick auf den Dom, umgeben von Palmen, herrliche Eiscreme und italienischer Espresso. Herz - was willst du mehr ... Schon die göttlichen Mehlspeisen in der Auslage wirken anziehend wie ein Magnet ...
Mittagessen im "Da Nino" In wunderschöner Atmosphäre direkt am Meer an der Bucht von Cefalu nehmen wir unser letztes Mittagessen auf Sizilien ein. Heute in der Sonne und jeden köstlichen Bissen zelebrierend. ... Wir werden zuvorkommend bedient und die Preise sind moderat.
Der Dom von Cefalu Der Dom von Cefalu ist der älteste Normannendom Siziliens (Baubeginn - 12. Jahrhundert). Er wurde erst nach Jahrhunderten vollendet. Strenges Bogenportal, wuchtige Türme, archaischer Kreuzgang, gewaltiger Chor, schmales Querschiff ... Wenn das nicht Macht und Kraft symbolisiert ...
Zwischenstopp in Cefalu Auf dem Weg von Giardini Naxos zurück nach Palermo fahren wir über weite Strecken an der malerischen Küste. In Cefalu bleiben wir stehen, um den Ort kennenzulernen und Mittag zu essen. Die Häuser und selbst der Dom des Städtchen wirken am Fuße der mächtigen Steinmasse des Bergs Rupe wie Spielzeug. Wir wollen den Dom anschauen und Mittagessen und spazieren durch schmale Gassen - unsere Ziele und das Hier und Jetzt im Auge. ... Der Corso Rugero - die Hauptstraße - öffnet sich zum Domplatz. In der Altstadt sind die Gassen eng. Am Meer ist die Stadt von einer beeindruckenden Mauer geschützt. Hinter der weiten Bucht westlich der Altstadt freuen wir uns über die Uferpromenade ...
... und er zeigt sich doch ... der Ätna ... Am Abreisetag nach dem Frühstück haben wir blauen HImmel in Giardini Naxos. Die Koffer sind im Auto und wir gehen noch eine Runde: Hotelanlage, Meer und ein bisschen darüber hinaus. Und siehe da - der Ätna zeigt sich. Klar und ungetrübt. Etwas abseits der Spitze ein weißes Wölkchen und und ganz nah ein schwarzes Wölkchen. ... Und er bewegt sich doch ... Heute geht es über Cefalu zurück nach Palermo.

15 April 2013

Landestypisches Abendessen in Giardini Naxos im Hotelrestaurant "Hellenia Yachting" Unser letztes Abendessen nehmen wir in unserem Hotel ein. Wir wünschen uns landestypische Empfehlungen. Eine eigene Karte wird für uns erstellt. Hervorragend zubereitete Speisen werden vom freundlichen Kellner kredenzt. Der Nero d Avola - ein Gedicht. ... Dieser Abend wird - wie der gesamte Tag - ganz oben in der Hitliste unserer Erinnerungen platziert. Die Preise sind angemessen an die hohe Qualität des hervorragenden Dinners. Eine Empfehlung für Feinschmecker!
Mit der Seilbahn von Taormina nach Mazzaro zum Strand Mit der Seilbahn hat man die schnellste Verbindung von Taormina nach Mazzaro. Hier gibt es wie in Isola Bella einen grobkieseligen Strand. Letoianni im Norden und San Marco im Süden warten mit Stränden, die mehr Platz bieten. Busse verkehren häufig.
Aperitif auf der Piazza IX April in der "Wunderbar" Der Ausblick von der Piazza IX April - zum Weinen schön ... Die "Wunderbar" - bester Ausblick und teuer. Unbezahlbar, was die Schönheit des Ortes betrifft. Deswegen gönnen wir uns hier den Aperitif - berührt und glücklich und mit der Erkenntnis, dass auf den Kraftplätzen dieser Welt Platz für all die vielen Menschen ist, die herkommen und ein Gefühl wie das unsere erleben wollen.
Mittagessen im "La Cisterna del Moro" Nach dem Gewitter klart sich der Himmel, wir schlendern durch den Corso Umberto, ich bin begeistert von den vielen netten Geschäften. Unsere Stimmung ist hervorragend und dieser wunderschöne Ort tut das Seine dazu. Mit der Zeit spüren wir Hunger und landen in Restaurant "La Cisterna del Moro". Besser hätten wir es nicht treffen können! Wir finden einen Platz mit Aussicht auf das Meer. Die "Plastikfenster" wurden entfernt, da es nach dem Gewitter wieder klar und wärmer geworden ist. Das Essen ist hervorragend, das Personal besonders freundlich. Der Boss zelebriert selbst den Tischtuchwechsel, nachdem Gäste gegangen sind. Das macht eine ganz besondere Atmosphäre! Und wir genießen Caponata Siziliana, Parmigiana di Melanzane, Bruscettina und danach die Götterspeise Cassatina Siziliana. Mmhhh.
Taormina - Teatro Greco Romano Das antike Theater, das in natürlichen Stein gehauen wurde, bietet im Sommer Kulisse für klassische Musik- und Theatervorstellungen. Und außerdem ... bietet es einen beeindruckenden Blick auf die Küste und auf den Ätna, sofern er sich nicht - wie in unserem Fall - zwischen Wolken versteckt. Die € 8,00 für den Eintritt zahlen sich auf jeden Fall aus. Das überraschende Gewitter tut das seine, damit uns dieser Tag besonders in Erinnerung bleibt.
Taormina Wir wissen ja nicht, was uns erwartet. Auf jeden Fall - und das empfehlen wir jedem, der in Giardini Naxos oder einem anderen Ort in der Nähe stationiert ist - lassen wir das Auto stehen und nehmen den Bus, der uns über Serpentinen auf den Sporn der Peloritani-Berge hinauf führt. bereits während der Fahrt ahnen wir - trotz des bedeckten Himmels - die schöne Aussicht auf Meer und Ätna. Taormina ist mit gutem Grund der meistbesuchte Ferienort Siziliens. Der Stadtkern ist umgeben von Hotels und Villen des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Einkaufsstraße - Corso Umberto - zeigt ihr mittelaterliches Stadtbild mit kleinen Plätzen, vielen Treppen, die die Gassen verbinden und ... diesem herrlichen Platz, der den Corso in zwei Teile teilt - Piazza IX April - der die allerschönste Aussicht auf Meer und Ätna bietet.

14 April 2013

Abendessen im Cafe O´Neil Es ist noch nicht viel los in Giardini Naxos. Durch das schlechte Wetter und den starken Wind habe ich keine Lust weit zu gehen für das Abendessen. Mein Mann, der über einen hervorragenden Instinkt besitzt, was das Finden von guten Lokalen besitzt steuert das Café O´Neil an, das auch ein Restaurant beziehungsweise eine Pizzeria beherbergt. Wo viel los ist, gibt es gutes Essen. Wir kriegen gerade noch einen Tisch, essen gut - Pizza, Pasta, Fisch - und die Stimmung hier hat etwas Besonderes: der Wirt singt und Professore Salvadore macht Späße mit den Gästen ohne aufdringlich zu wirken. Und irgendwie lernten wir eine Gruppe Menschen kennen, mit denen wir die kühle Nacht mit guter Stimmung anreichern. Die Preise sind in Ordnung. Der richtige Ort, um auch einmal länger zu bleiben.
Im Hotel Hellenia Yachting Am Nachmittag landen wir im mondänen Hotel Hellenia Yachting. Der erste Eindruck zeigt uns eine ausladende Eingangshalle mit antiken Möbeln durch deren Glastür Meer und Swimmingpool zu sehen waren. Der zweite Eindruck machte uns mit mäßig freundlichem Personal bekannt, der dritte EIndruck zeigte unser Zimmer, das eine Suite war - ebenfalls barock ausgestattet - mit Schlaf- und Aufenthaltsraum sowie einem riesigen Badezimmer. Der vorgelagerte Balkon war in Richtung Meer und Swimmingpool gerichtet und zeigte in Richtung Osten, sodass ich mich am Morgen am Sonnenaufgang erfreute. Über den vierten Eindruck erzähle ich in einem der nächsten Tipps. Er handelt von hervorragendem Essen. Würde ich gefragt, ob ich wiederkommen würde, würde ich die Frage mit "Ja" beantworten, da ich mich in der mondänen Atmosphäre durchaus wohl gefühlt habe.
Giardini Naxos Giardini Naxos wird auch als Badevorstadt bezeichnet. Eng liegt sie zwischen Hauptstraßen und Eisenbahn eingeklemmt. Als wir die Touristenstadt erreichen, ist es sehr windig und kühl. Allein an den Hotels und dem Strand hinter dem Hotel erzählen, dass es hier Zeiten gibt, in denen die Sonne scheint, sich die Touristen tummeln und sehr viel los ist. Angeblich soll man von hier aus auch den Ätna sehen. Doch der versteckt sich beharrlich hinter einer dicken Wolke. ...
Acireale Die Stadt Acireale liegt auf einer Lavaterrasse über dem ionischen Meer. Ihren Reichtum verdankt sie dem Zitronenhandel und - seit der Antike - den Heilquellen. Barockfassaden säumen Straßen und die drei Hauptplätze, die ineinander übergehen. Die Straßen sind eng und die hier agierenden Menschen kreativ im Umgang damit. Wir wurden Zeugen einer Szene, in der ein Lastwagen an einer Ecke mit einem Auto verkeilt war. Der Laster-Fahrer und einige Passanten hoben den kleinen, verkeilten Smart einfach ein Stückchen weg - aus der Verteilung - und alle - auch der Laster-Fahrer - gingen wieder ihrer Wege. Der ordentliche Kratzer auf dem Smart macht das relativ neue Auto zu einem sizilianischen Auto. ...
Von Ragusa nach Giardini Naxos Nach dem Frühstück verlassen wir Ragusa und fahren knapp 150 Kilometer von Ragusa nach Giardini Naxos. Wir fahren wieder durch wunderschöne Landschaften - hügelig und fruchtbar, Weingärten, Oliven- und Mandelhaine sowie Zitronen und Orangenhaine. Die blühenden Zitrusfrüchte verströmen ihren frisch-süßen Duft. Damit uns das nicht entgeht, öffnen wir von Zeit zu Zeit das Autofenster. Zeitweise fahren wir entlang der Küste und erfreuen uns an der Weite des Meers. ... Der Zwischenstopp ist in Acireale vorgesehen. Unser Ziel ist das letzte Hotel dieser Reise "Hellenia Yachting".

13 April 2013

Majolika Majolika ist Keramik - mit einer deckenden weißen Zinnglasur überzogen und anschließend mit leuchtenden Farben bemalt. Im 15. Jahrhundert vor allem in Italien verbreitet, kann diese traditionsreiche und aufwendige Keramik Jahrhunderte überdauern, ohne dass die Farben ihren Glanz verlieren. Verwendung fand Majolika hauptsächlich für Töpferwaren, wurde aber auch für die Herstellung von Kacheln für Zimmeröfen und für Schmuckfliesen, früher auch für Bodenfliesen eingesetzt.
Die Trinacria Die Trinacria in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit drei laufenden Beinen ist ein uraltes Symbol für die Sonne oder den Lebensweg. Der Begriff wurde zum früheren Namen Siziliens, der Insel mit den drei Eckpunkten. Abbildungen der Trinacria gibt es seit der Antike. Der Kopf in der Mitte stellte zuerst das Haupt der Medusa dar. In späteren Versionen wurde der Kopf der Ceres, der römischen Göttin des Ackerbaus, abgebildet. Die Flügel erinnern an Hermes, den Götterboten . Uns begegnet das sizilianische Symbol in jedem Keramikladen und in den Auslagen vieler Schmuck- und Souvenirläden.
Hervorragendes Abendessen in Ragusa in der "Taberna dei Cinque Sensi" Geniales Lokal! Göttliches Essen! So eine köstliche pikante Melanzanivorspeise sollte mir auch einmal gelingen! Von den folgenden Gängen gar nicht zu reden! Beste Weinberatung und Bedienung! Wunderbare Atmosphäre im Lokal! Ein Höhepunkt der Reise! Das Lokal trägt zurecht die fünf Sinne in seinem Namen!
Caltagirone Kirchtürme und Kuppeln gibt es hier wie in vielen sizilianischen Städtchen. Die Keramikstadt Caltagirone zeichnet sich besonders aus durch die vielen Stufen. Die berühmteste Stiege ist jene mit den Majolikakacheln. Die große Treppe mit dem Keramikschmuck verbindet die Unterstadt mit dem Palazzo della Corte Capitaniale und den Hauptplatz mit der Hauptkirche im oberen Stadtteil. Die Treppe, deren einzelne Stufen von unterschiedlichen Künstlern mit Keramikkacheln verziert wurde, wird im Juli anlässlich des Jakobusfestes so beleuchtet, dass Lichtbilder entstehen und oben an der Treppe die Heilige Maria del Monte erscheint. Keramik ist bereits seit der Vorgeschichte ein bedeutendes Element der barock geprägten Stadt. Regionstypische Keramikarbeiten können in zahlreichen Kunsthandwerkläden bewundert und gekauft werden.
Villa Romana del Casale Etwa fünf Kilometer unterhalb von Piazza Armerina liegen die Ausgrabungen der Villa Romana del Casale. Die wunderschönen Bodenmosaike gehören zu den größten (auf 3500 m2) und schönsten aus der Antike erhaltenen Mosaike. Am berühmtesten sind die tanzenden Bikini-Mädchen. Der Eintritt zur Besichtigung des UNESCO-Welt-Kulturerbes kostet 14 Euro pro Person.
Piazza Armerina Das Städtchen mit den silbernen und bunten Kirchendächern liegt eingebettet in Eukalytuswälder und Obstgärten auf einem Bergrücken nicht ganz zwei Stunden entfernt von Ragusa. In das nette Städtchen hat uns die Villa Romana del Casale gelockt, das wir uns im Anschluss anschauen. Im Cafe A. Nannini nehmen wir köstlichen frisch gepressten Orangensaft ein, der hier sehr günstig zu haben ist.

12 April 2013

Nero d´Avola Der Nero d´Avola ist wohl die berühmteste Rebsorte Siziliens. Benannt ist die Rebe nach einer Kleinstadt an der südöstlichen Küste. Die Traubensorte liefert einfache Trinkweine genauso wie großartige Tropfen von Weltklasse. Es handelt sich um einen tiefdunkelroten Wein mit konzentrierter Struktur und feiner Säure. Komplex und samtig schmiegt er sich an den Gaumen an ...
Landestypisches Abendessen im Orfeo/Ragusa Dieser Tag steht unter wahrlich kulinarischen Sternen ... Am Abend essen wir im Orfeo in Ragusa und unser Gaumen darf sich über landestypische Köstlichkeiten freuen. Herrlich pikante Gemüsegerichte als Vorspeise, ein Fisch für mich und ein Steak für meinen Mann als Hauptspeise und die beste Nachspeise, die ich je zu mir genommen habe: Ricotta mit Honig und gerösteten Nüssen ... Mmmmhhh...
Weindegustation in der Cantina Antica Tenuta Nanfro Das Weingut Nanfro ist nicht ganz einfach zu finden. Mit ein paar Ehrenrunden und einer freundlichen Auskunft finden wir es schließlich. Wir werden durch das Weingut geführt, erfahren, dass man hier auch Feste feiern kann, Zimmer mieten kann und vor allem lernen wir einiges über den landestypischen Wein Nero d´ Avola und andere hier produzierte Weine. Theoretisch und gustatorisch ... In gemütlichem Rahmen warten auf uns Olivenöl, Käse und köstliches Weißbrot und die unterschiedlichen Weine - alle Produkte sind biologisch hergestellt! - der Cantina Antica Tenuta Nanfro. Damit Sie leichter hinkommen als wir: In Caltagirone von der Staatsstraße abfahren, etwa 4 Kilometer Richtung Niscemi auf der Landstraße S.P. 39 fahren, dann finden Sie linkerhand das Weingut. Es zu finden lohnt sich! Der Nachmittag war einer der Höhepunkte der Reise für uns.
Schloss Donnafugata Das Schloss Donnafugata liegt etwa 15 Kilometer von Ragusa entfernt. Es wurde im 19. Jahrhundert mit Türmen und Zinnen umgebaut und ist innen (angeblich) mit prächtigen Leuchtern, Spiegeln und antiken Fresken ausgestattet. Umgeben ist das Schloss von einem weitläufigen Park. Öffnungszeiten (die haben wir leider außer Acht gelassen und sahen so das Schloss nur von außen ...): Di, Do, So: 9.00 - 13.00 Uhr und 14.45 - 16.30 Uhr. Mi, Fr und Sa: 9.00 - 13.00 Uhr. Hier wurde Viscontis Spielfilm "Leopard" gedreht und in einer der Commissario Montalbone - Serien "Das Spiel des Patriarchen" dient das Schloss als Sitz des Patriarchen. Wunderschön ist auch die Gegend auf dem Weg zum Schloss: hügelig und fruchtbar.
Stärkung in der Caffetteria Donnafugata Nachdem wir uns satt gesehen haben in Ibla stärken wir uns in der Caffetteria Donnafugata bei Espresso und frisch gepresstem Orangensaft.
Spaziergang in den Stadtteil Ibla - ein Stadtteil von Ragusa Zwischen barocken Bauwerken und Palästen, die allesamt zum Abbröckeln tendieren, machen wir uns auf den Weg in den Stadtteil Ibla. Ragusa und Ibla sind über einen Felsrücken verbunden. Das heißt, wir steigen viele Stufen hinunter und viele Stufen hinauf, um unsere jeweiligen Ziele zu erreichen. Ganz malerisch zeigt sich Ibla - aus der Ferne wie auch in der Nähe. Wir spazieren durch enge Gassen, besichtigen den Dom San Giorgo und die Barockkirche San Giuseppe.

11 April 2013

Montag Abend - Ruhetag Achtung! Sehr wichtig! Am Montag Abend haben in Ragusa nahezu alle Lokale geschlossen. Zum Glück fanden wir letztendlich eine kleine Trattoria. Das Essen ist in Ordnung. Wein gibt es allerdings nur aus einem Fass und der schmeckt eher nach Essig als nach Wein. Sicher ist, dass dieses Abendmahl zum günstigsten Abendessen des gesamten Urlaubs geworden ist. Das Lokal heißt "Trattoria tippica Ragusa" und befindet sich in der Nähe des Doms. Zu wissen, dass am Montag geschlossen ist, ist vor allem deswegen ganz wichtig, da wir an den "offenen Tagen" bestmögliche Kulinarik in Ragusa erlebt/erfahren/genossen haben ...
Nachmittagskaffee im "Caffe Italia" Dieses Cafe ist unbedingt empfehlenswert! Mehlspeisen und Schokoladenkreationen waren eine Augenweide. Und was wir kosteten, war köstlich ...
Die Stadt Ragusa Ragusa ist die Hauptstadt der kleinsten und sehr wohlhabenden Provinz. 73000 leben Menschen hier. Die Stadt besteht aus zwei Stadtkernen: Ragusa, dessen schmale Straßen nicht ganz so schmal sind wie jene des kleineren Stadtteils Ibla. Die Barockstadt Ragusa gehört zu jenen Städten, die die Verfilmung der Romanreihe "Commissario Montalbone" zum Augenschmaus werden lässt, auch wenn die barocken Schönheiten ihre Glanzzeit längst hinter sich haben. ...
Das Hotel in Ragusa - La Dimora di Piazza Carmine Am Nachmittag kommen wir in Ragusa an. Dank Navigationssystem finden wir - nach abenteuerlicher Fahrt durch ziemlich enge Gassen unser Hotel auf der Piazza Carmens. Wir werden freundlich empfangen und in unser Zimmer geführt - ein Suite im 3. Stockwerk mit wunderbarer Terrasse und herrlichem Blick auf den malerischen Stadtteil Ibla und die gegenüber liegende Carmeliterkirche. In diesem Hotel passt alles: die Freundlichkeit, die Räume, das Frühstück. Dass der Aufzug - gerade in der Zeit, in der wir hier waren - nicht funktioniert, übersehen wir großzügig. ....
Von Agrigento nach Ragusa Zwischen Agrigento und Ragusa liegen 135 Kilometer. Während Agrigento nahe am Meer liegt, ist Ragusa im Landesinneren gelegen. Wir genießen die abwechslungsreiche vorbeiziehende Landschaft, die mit ihren unterschiedlichen Grün-Facetten erfreut und sind schon gespannt auf unser neues Hotel. ...
Valle dei Templi - das Tal der Tempel Zugegebenermaßen tat sich das Navigationssystem schwer, den Eingang zum Tal der Tempel zu finden. Großräumig umkreisten wir mehrmals das ganze Tal, bis wir endlich den Parkplatz fanden. Es lohnt sich also, eine Portion Geduld im Vorfeld mitzubringen - es zahlt sich aus: mit dem Taxi lassen wir uns zum Top des Temepeltales bringen, von wo aus wir sehr gemütlich zwischen den Tempeln spazierten und die antiken Sehenswürdigkeiten wie die herrliche Umgebung genießen: vom Tempel der Juno stehen die Hälfte der Säulen. Beeindruckend ist der Concordia-Tempel aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, der seinen guten Zustand der Tatsache verdankt, dass er eine Zeitlang in eine christliche Kirche umgewandelt worden ist. Das Grabdenkmal des Theron soll ebenfalls erwähnt sein. Vom Herakles-Tempel stehen noch acht Säulen. Und bereits in der Nähe des Parkplatzes ist der Tempel des Olympischen Zeus als Haufen riesiger Säulentrommeln und Steinblöcken zu finden.
Von Marsala nach Agrigento Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg von Marsala nach Agrigento. 135 Kilometer. Hier ist unser Zwischenstopp im Tal der Tempel vorgesehen, bevor wir nach Ragusa zu unserem nächsten Hotel fahren. Wir fahren durch wunderschöne Hügellandschaften, die sich fruchtbar vor uns verneigen: Wein, Oliven und Mandelbäume, Zitronen und Orangenhaine. Die Straßen sind durchaus in Ordnung und solange nicht ein Detail gesucht ist, führt das Navi auch gut. Berührt haben mich die vielen (hunderte!) Afrikaner, an denen wir vor Agrigento vorbeifuhren. Einheimische erzählen uns später, dass es in der Nähe ein Flüchtlingsheim gibt. Es macht mich betroffen, wenn ich mir vorstelle, welche Torturen die Menschen bereits hinter sich haben, bevor sie hier auf Sizilien zumindest Boden unter den Füßen haben, was noch lang nicht heißt, dass sie eine Möglichkeit sehen, Fuß zu fassen. ...

10 April 2013

Enomuseo in Marsala Im Weinmuseum in Marsala an der Straße 115 nach Mazara gibt es Informationen zu Geschichte und Alltag des Weinbaus inklusive Weinprobe. Öffnungszeiten: Täglich 8.30 bis 13.00 Uhr und 15.30 - 19.00 Uhr. Eintritt frei.
Genuss-Dinner im Ristorante I Bucanieri Nach dem schönen Tag und einer kleinen Pause freuen wir uns auf das Genussdinner im I Bucanieri. Schon in der Nähe des Eingangs finden wir in zwei Vitrinen diverse Köstlichkeiten fein sortiert und gekühlt von Obst zum Gemüse, vom Fleisch zum Fisch. Im Lokal wird gerade das Holzofenfeuer vorbereitet. Gedämpftes Licht und gelbe Wände sorgen für eine einladend warme Atmosphäre. Freundlichen Menschen beraten uns und sorgen sich um unsere Wünsche. So manche Köstlichkeit wartet laut Speisekarte auf uns. Wir wählen und beobachten, wie unsere Speisen auf dem Grill zubereitet werden. Auch ein gutes Glas Wein fehlt nicht. Wer gern gut und in sehr netter Umgebung speist und wem das gute Essen ein bisschen wert ist, der ist im I Bucanieri richtig!
Granita Eine Granita ist die sizilianische Variante des Sorbets. Der Begriff leitet sich vom Lateinischen granum für Korn ab und weist auf die körnige (kristallene) Substanz der Süßspeise hin. Granita ist eine Art Sorbet, das man wegen seiner appetitanregenden Wirkung zwischen zwei Gängen isst. Auf Sizilien wurde Granita erfunden. Es wird in verschiedenen Geschmacksrichtungen produziert und ist fast überall zu finden. Die gängigste Variante wird aus Zuckersirup und viel frisch gepresstem Zitronensaft zubereitet. Diese Mischung wird unter oftmaligem Rühren nach und nach eingefroren, wobei eine körnige Masse entsteht, die im Kelchglas mit Strohhalm und Löffel serviert wird. Schmeckt erfrischend köstlich und wird im Sommer mit Gebäck gern als Frühstück eingenommen.
Salzmuseum Gleich bei Mamma Caura gibt es ein kleines Salzmuseum, in der man sich über die Salzgewinnung durch Verdunstung informieren kann. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Salz bis Norwegen exportiert.
Sonntag Nachmittag im Mamma Caura Vor der Mini-Insel Mozia liegt das "Mamma Causa", ein malerisch gelegenes Lokal mit Blick auf die Windmühlen, in dem an diesem schönen (und windigen) Sonntag-Nachmittag einiges los ist. Wir lassen uns nieder, um eine Kleinigkeit zu essen. Was für ein Vergnügen zwischen einheimischen Genießern - Pärchen und junge Familien - dem eigenen Genuss zu frönen und die kulinarischen Sinnesfreuden der Tischnachbarn zu beobachten! Die Kellner bringen ständig frische Speisen, von der Pasta zum Fisch zu Gemüsespeisen. Früchte oder Granita als Nachspeise nicht zu vergessen. Die Luft ist erfüllt von lebensfroher italienischer Unterhaltung und den herrlichen Düften der aufgetischten Speisen!
Salinenfelder bei Marsala Zwischen Marsala und Trabani breiten sich riesige Salinenfelder aus. Wir nehmen die Küstenstraße - die Via del Sale und genießen die malerische Landschaft. Einige Windmühlen erinnern daran, dass das Gewinnen des Salzes durch Verdunstung seit dem 15. Jahrhundert der bedeutendste Wirtschaftszweig der Gegend war. Für meine Sinne ist es höchster Genuss, die malerische Landschaft vorbeiziehen zu sehen.
Marsala-Likör-Wein Dem Marsala-Likörwein wird immer zusätzlich Alkohol zugeführt. Er wird trocken oder süß produziert. Seine Entstehung verdankt der Wein dem Engländer John Woodhouse, der - abgeschnitten von anderen Lieblingsweinquellen - unter napoleonischer Herrschaft mit dem Marsala-Wein einen Ersatz für den portugisischen Portwein gefunden hat.
Marsala-Degustation in der "Cantina Martinez" Für 11.00 Uhr ist die Marsala-Degustation geplant. Laura empfängt uns. Sie führt uns durch die vollkommen neue Cantina. Die Familie Martinez produziert den Likörwein in der sechsten Generation. Laura sorgt dafür, dass im September das erste Mitglied der siebten Generation geboren wird. Wir sind beeindruckt von der Größe des Weinguts und lernen einiges über den Likörwein ...
Spaziergang in Marsala Wir verlassen unser Hotel und spazieren entlang der Hafenstraße RIchtung Innenstadt. Fischer kommen zurück von ihren Ausfahrten. Sie preisen ihre Ware auf dem Fischermarkt an. Gleich danach eröffnet sich der Sonntagsmarkt: Obst, Gemüse und Blumen sorgen für eine bunte Umgebung. Wir kommen nach etwa zwanzig Minuten zur historischen Altstadt, durchschreiten das Stadttor. Es ist Palmsonntag. Die Kirchen sind geschmückt. Altäre sind aufgebaut. Menschen verkaufen kleine Palmskulpturen zum Anstecken und Luftballons.
New Palace Hotel Im New Palace Hotel in Marsala fühlen wir uns willkommen: das durchwegs freundliches Personal beantwortet geduldig unsere Fragen und hat darüber hinaus gute Informationen für uns bereit. Das Hotel liegt direkt am touristischen Hafen, der uns einen malerischen Ausblick bietet. Die Räume sind großzügig angelegt, sehr gepflegt und stilvoll eingerichtet. Das Frühstück ist ausgiebig, delikat und vielfältig.
Die Stadt Marsala Die Stadt Marsala hat etwa 40000 Einwohner und liegt im Westen Siziliens. Sehenswert ist die weitgehend erhaltene Barock-Innenstadt. Das Marsala-Gebiet ist ein Weinbaugebiet. Die Stadt gibt dem Likörwein Marsala den Namen.

9 April 2013

Sizilien - die Mafia Im 19. Jahrhundert wurden der Mafia Robin Hood´sche Züge zugesprochen. Mussolini hat die Mafia "ausgerottet". Die Alliierten haben die Mafia in Gestalt von Lucky Luciano wieder eingeführt. Es war eine Geste des Danks für die Hilfe im Kampf gegen die Faschisten und eine Garantie für eine antikommunistische Position Siziliens. Seither besteht in der Region ein ständiger Kampf mit der Mafia. Die rohe Gewalt auf den Straßen hat nachgelassen und doch ist die Mafia im täglichen Leben Siziliens präsent. Die Bevölkerung hat von der Mafia genug. Sie wird als lästige Verbrecherbande gesehen.
Sizilien - die Insel - bittersüß wie gezuckerter Espresso Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer. Etwa 5 Millionen Menschen leben hier. Die größten Städte sind Palermo, Catania und Messina. Kulturelle Einflüsse der Phönizier, Karthager, Griechen, Römer, Araber, Byzantiner, Spanier und Normannen erzählen die Geschichte der Insel. Die Griechen haben eindeutig die wichtigsten Spuren hinterlassen. Sie haben Sizilien ab dem 8. Jahrhundert vor Christus kolonialisiert und bis heute gut erhaltene architektonische Meisterwerke hinterlassen.
Ankunft in Marsala - New Palace Hotel Zwischen dem Hafen von Palermo und Marsala liegen knapp 130 Kilometer und etwa zwei Stunden Fahrzeit. Erleichtert, Palermo unbeschadet verlassen zu haben, erreichen wir knapp vor 21.00 Uhr unser das New Palace Hotel in Marsala, wo wir herzlich empfangen werden.
Autofahren in Palermo Autofahren in Palermo ist ein Abenteuer. Hier fährt und parkt man, wie man will. Ampeln scheinen zur Zierde angebracht. Es kommt auch vor, dass wir angehupt werden, weil wir bei rot stehenbleiben. Auch, wenn wir davon schon gehört haben, ist es für uns ein unvorhergesehenes Erlebnis. Wer zögert oder zaudert, hat keine Chance. Ich bin froh, aufmerksame Mitfahrerin zu sein und nicht selbst am Steuer zu sitzen. ... Wir lassen Palermo hinter uns und machen uns auf nach Marsala. ...
Ankunft in Palermo Um etwa 19.00 Uhr kommen wir in Palermo an. Da die vielen Menschen, Fahrzeuge und Güter ausgeschifft werden müssen, lohnt es sich den Schritt des Ausschiffens mit Gelassenheit anzugehen. Die Organisation ist hervorragend! Es braucht einfach Zeit, bis das Nadelöhr aus dem Fährenrumpf heraus von allen Mitreisenden passiert werden kann.
Speisen auf der Fähre Auf der Fähre fehlt es an Nichts. Wir sind zwanzig Stunden unterwegs von Genua nach Palermo. Auf die kulinarische Versorgungsinfrastruktur kann man sich verlassen. Zum Frühstück wie zum Mittagessen. Die Preise sind ok und auch Selbstversorger sind willkommen.
Die warme Jacke einpacken Am nächsten Tag ist das Wetter schön und sehr kühl. Ich bin froh, dass ich die warme Jacke mitgenommen habe. So stehen wir lange im Freien am Heck und bewundern, mit welcher Kraft sich die Fähre durch das Meer bewegt. Wir schauen ein wenig den Fischen und den Möwen zu, die wohl wissen, dass es in der Nähe von Schiffen etwas zu holen gibt ...

8 April 2013

Was kostet die Fähre? Die Fähre kostet für 2 Erwachsene mit 1 PKW hin und zurück in der Innenkabine zirka 530 Euro.
Das Einschiffen - Genua - Palermo Ab 21.00 Uhr findet das Einschiffen statt. Wir kommen um 21.30 Uhr. Ich finde großartig, wie hervorragend die Organisation klappt. Unzählige Menschen stehen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und geben die für diesen Augenblick richtige Information. Ich bin fasziniert vom Umfang der Ladung: Unzählige Menschen - ich schätze zwischen 400 und 800, Autos, Autobusse, Schwertransporter, beladene Container werden verladen. Was da bewegt wird, lässt mich staunen! ... Wir bekommen eine Kabine zugeteilt. Es tut gut, einen Platz für die Nachtruhe zu haben. Ausgiebig verabschieden wir uns vom Festland, nehmen bei Life-Musik einen Drink an der Bar, beobachten die Menschen und ziehen uns bald zurück in die komfortable Kabine, um gut mit dem rhythmischen Klang der Turbinen zu schlafen.
Abendessen in der Pizzeria di Stefano - ganz in der Nähe der Fährenzufahrt Nachdem wir das Auto an der Fährenzufahrt abgestellt und unsere Vouchers gegen die Tickets für die Fähre eingetauscht haben, überqueren wir hungrig die Fußgängerbrücke und finden sofort die Pizzeria da Stefano, die mit wohlschmeckender Pizza und hervorragendem gegrillten Fisch uns wieder einmal den Grund für unsere Lust auf Italien bewusst gemacht hat. Bei da Stefano isst man sehr gut und preiswert!
Ein Nadelöhr - Zufahrt zur Fähre in Genua Das Navigationssystem versagt, die Zufahrt zur Fähreneinfahrt am Hafen entspricht einem Nadelöhr. Auch mit gutem Zeitpuffer ist das Finden des richtigen Ortes eine schöne Herausforderung. Wenn dann die Zufahrt gefunden ist, kann man das Auto an der Auffahrt abstellen und in aller Ruhe zum Abendessen gehen. ...
Über den Brenner nach Genua Am ersten Tag fahren wir 1000 Kilometer mit dem Auto von Tulln an der Donau (nahe Wien) nach Genua. Wir wählen die Brenner-Autobahn. Tipp: Treibstoff ist in Österreich wesentlich günstiger als in Italien - also - vor der Grenze noch schnell Ausschau nach einer Tankstelle - am besten etwas abseits der Autobahn - halten. Die Fahrt durch Südtirol ist wunderschön. Das Gebirge wirkt mild und im April grünt die hügelige Landschaft. Das Auge erfreut sich an den fruchtbaren Obstplantagen und Weingärten. Mautkosten: Brennerautobahn: € 8,50, Autobahn - bis Genua: € 37,20, in Österreich gilt die Vignettenpflicht.