Vatican · 4 Days · 51 Moments · February 2013

Gabriele Höckner, MSc

Rom 2014 - Illuminati und andere Spuren


27 February 2013

Das jüdische Viertel Das jüdische Viertel ist ein kleines Viertel, in dem man jahrhundertelang eng zusammenwohnte. Auf der Piazza Mattei steht der Schildkrötenbrunnen. Alte Menschen sitzen vor den Häusern und sehen dem Treiben zu. Die Via Portico d´Ottaviano ist die Hauptschlagader des Viertels mit zahlreichen Geschäften, Lokalen und Konditoreien. Das jüdische Viertel ist ein Feinschmeckerviertel. Das haben wir diesmal zu spät herausgefunden und ist ein Grund mehr, wieder nach Rom zurück zu kehren. Wir aber gehen zurück zu unserem Quartier, nehmen uns ein Taxi und fahren wehmütig zum Flughafen. Rom wird uns gewiss wiedersehen, auch wenn wir diesmal keine Münze über die rechte Schulter in den Trevibrunnen geworfen haben ...
Das Momomento a Vittiorio Emanuele II. Das "Gebiss" oder die "Schreibmaschine" die Piazza Venezia. Ein gigantisches Gebäude, das wegen seines Aussehens so genannt wird. Als man 1885 mit dem Bau begann, orientierte man sich an der Architektur von prächtigen Gebäuden im alten Rom. Breite Treppen, hohe Säulen und kollosale Skulpturen prägen das Denkmal für Vittorio Emanuele II., der im 19. Jahrhundert die vielen kleinen Staaten Italiens vereinigt hat. Empfehlenswert ist es, den Panorama-Aufzug am späten Nachmittag zu nehmen und die beeindruckende Aussicht über Rom von der Plattform zu genießen.
Ein Püppchen für die Enkeltochter ... Im La Bottega Mi & Chi habe ich diese nette Stoffpuppe für die Enkeltochter besorgt - von der Marke "My doll" (www.mydoll.it). Wir nennen die Puppe Bruder Jakob und die Kleine liebt ihn. Von der selben Marke gibt es bereits die Mimi. nichts macht da mehr Spaß, als in ROllenspiele zu schlüpfen!
Flanieren zur Piazza Venezia und zum Monoment Vittorio Emanuele II. Ein letzter Tag. Ein letzter Spaziergang. Noch einmal die Piazza Navona. Noch einmal die Piazza Rotonda. Noch einmal die schmalen Gassen und das Ziel, das wir heute anpeilen: das Monoment Vittorio Emabuele II.

26 February 2013

EIne vinologische Entdeckung - die Enoteca di Goccetto Auf dem Heimweg - in der Via di Bancchi Vecchi zieht es meinen Mann noch einmal in eine Weinbar. Und diese Bar ist wahrlich ein Insider-Tipp. schade, dass es unser letzter Abend ist. Wir kommen in eine höchst-lebendige Atmosphäre: bis zur Decke gefüllte Weinregale, gedämpftes Licht,groovige Musik, fröhliche Menschen und ... der Ort scheint dafür gemacht zu sein, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ob man sich je zuvor gesehen hat oder nicht und ob man sich je wiedersehen wird. ... Wir plaudern mit einer Californierin, deren Stuttgarter Freund an der Bar vertieft war, mit einer Schweizerin und einigen Brasilianerinnen. Umsteigen in eine andere Welt. Wer nach Rom kommt, der lasse sich diesen magischen Ort nicht entgehen! Leider habe ich um diese Zeit nicht mehr an ein Foto gedacht, So gibt es ein Bild vom nächsten Tag im geschlossenen Zustand.
Mercatohostaria Die Piazza di Campo de Fiori zieht auch nachts an: die Marktstände sind weggeräumt, das Kopfsteinpflaster glänzt nass durch den Regen und die Hostarias laden ein zu einem guten Glas Wein. Wir folgen der Einladung gern, wählen einen Latio-Wein und beobachten die anderen Gäste und die Vorüberziehenden. So lässt es sich gut die letzten Tage revue passieren ...
Meringhe Giganti Wer wie ich auf Windbäckerei steht, sollte absehen von der Kalorienbombe, die man bei dem Vorhaben zu sich nimmt und die Meringhe Giganti probieren. Köstlich süßer, gebackener Zuckerschaum schmilzt im Mund. In der Mitte ein weicher Kern. Ganz so, wie es sein soll. ... Gefunden in einer Zuckerbäckerei zwischen Piazza Navona und Piazza di Campo de Fiori. Njam.
Via del Coronari Die Via del Coronari ist eine jener netten Gassen zwischen dem Corso Vittorio Emanuele II. und der Piazza Navona, die die Gegend für mich so reizvoll zum Flanieren machen. Das Gässchen ist mir bereits bei unserem letzten Rom-Besuch aufgefallen. Diesmal wohnten wir nahe genug, um öfter durchzugehen und ich kann es jedem, der auf der Suche nach einer netten Atmosphäre ist, nur empfehlen. Hier findet man nette, kleine Geschäfte, Lokale und natürlich auch ... die eine oder andere Kirche. ...
Abendessen im Ristorante "La piccola Cuccagna" Nachdem wir am Abend durch unser feines Viertel zwischen unserem Quartier und der Piazza Navona gewandert sind und schon ein wenig gustiert haben für unser Abendmahl, landeten wir im "La piccola Cuccagna" in der Nähe des Piazza Navona. Das Lokal fällt uns auf wegen des besonders freundlichen Personals. Das Essen - meine gegrillte Orate genauso wie das Steak meines Mannes - war hervorragend und auch der TripAdvisor hatte gute Bewertungen für das Lokal.
32 Sorten heiße Schokolade ... www.caffeguglielmo.it Hier - in oben genanntem Kaffeehaus auf der Via del Corso Vittorio Emanuele II. - fanden wir Unterschlupf, als uns - das einzige Mal ohne Regenschirm unterwegs - ein schöner Platzregen überraschte. Und ich wurde überrascht mit einer R I E S E N A U S W A H L an heißer Schokolade. ... Zweiunddreißig Sorten ... Ich nehme die aus weißer Schokolade und habe damit mein Nachmittagsdessert. Als der Regen leichter war, gingen wir zur Basis-Station, um uns auszuruhen für unseren gastrokulturellen Abendspaziergang.
Mittagessen auf der Piazza di Campo de Fiori im Maranega Hungrig und müde geworden freuen wir uns auf die Pause und verspeisen voller Genuss eine köstliche Pizza und sehen dem bunten Treiben auf dem Markt zu. ... Piazza Campo Dè Fiori, 47/49, Rome, Italy, Piazza Campo Dè Fiori, 32-51, 00186 Rome, Italy, http://www.maranega.com
Piazza di Campo de Fiori Tagsüber ein wunderschöner Marktplatz mit seinem regen Treiben, wo Obst, Gemüse, Käse, Wein und andere italienische Spizialitäten angepriesen werden. Am Rande der Piazza Restaurants und Cafés, die das leibliche Wohl wieder auf Vordermann bringen.
Die Via Giulia Unser nächstes Ziel ist die Piazza Campo de Fiori. Durch die Via Giulia wandern wir - nachdem wir den Vatikan über die Via di Conciliazione und die Ponte Vittorio Emanuele II. verlassen haben - in Richtung Piazza Campo di Fiori. Die Via Giulia zeigt ihre Palazzos her und jenes Gebäude, in dem die Antimafia untergebracht ist ...
Illuminati-Station 7 - Petersdom Die Bombe der Antimaterie in Dan Browns Roman "Illuminati ist in der Nekropole des Heiligen Petrus versteckt. Zum Glück rechtzeitig - ganz knapp vor Mitternacht - wird sie gefunden und aufgrund des überraschenden Hubschraubereinsatzes sind der Vatikan, die Menschen auf dem Petersplatz und die tagenden Kardinäle schlussendlich doch gerettet.
Der Petersdom - innen Ein kunstvoller Ort, ein spiritueller Ort, ein erhebender Ort, ein historischer Ort. Bis unsere Füße müde waren sind wir herumgegangen und haben Kunst auf uns wirken lassen: Michelangelos Pieta, der Thron des Petrus, dessen rechter Fuß bereits ganz glatt abgenutzt ist - vom Küssen und Huldigen!, Bernini hat den goldenen Bischofsthron Petri geschaffen. In jedem Augenblick erfreuen sich die Augen und das Herz an den Kunstwerken. Die riesigen Dimensionen der Basilika werden erst beim Durchschreiten bewusst.
Papstaudienz auf dem Petersplatz Auf dem Petersplatz sind tausende von Sesseln aufgebaut und alles, was für einen großen Auftritt gebraucht wird. Morgen ist ja Mittwoch und da kommt Papst Franziskus zu den Menschen ... Jeden Mittwoch um 10.00 Uhr feiert der Papst mit den Menschen. Wir haben erfahren, dass es möglich ist, sich von zu Hause aus einen Platz zu sichern - dann sitzt man näher beim Heiligen Vater. Aber auch Unangemeldete sind willkommen. ...
Die Kuppel des Petersdoms - außen Nach der inneren Besichtigung der Kuppel stapfen wir nach der Aufzugfahrt weitere 323 Stufen zur äußeren Kuppel des Petersdoms. Für die körperliche Anstrengung wird man mit herrlicher Aussicht belohnt: auf den Petersplatz, auf Rom, auf die vatikanischen Gärten, auf die vatikanischen Museen. Wunderschön. Auch wenn uns der Wind ganz schön um die Ohren saust. ...
Die Kuppel des Petersdoms - innen Es ist ein erhebendes Erlebnis, isch in die Kuppel des Petersdoms zu begeben. Der Aufzug (Kosten - pro Person - € 7,00) hilft über die ersten Höhenmeter und der Weg führt in die Kuppel im Inneren des Petersdom. Ich verneige mich ehrfürchtig vor diesem Kunstwerk - dem Bau der Kirche. Ich verneige mich ehrfürchtig vor all den Kunstwerken, die das Auge erfreuen. Ich verneige mich dankbar vor diesem spirituellen Ort. ...
Weg der Erleuchtung - Element Luft Der Fingerzeig von Habakuks Engel in der Chigi-Kapelle (die ich nicht gefunden habe), gab den Hinweis zum Petersplatz. Bernini musste damals die Fassade des Petersdoms verlängern, das unregelmäßige Gebäude kaschieren und dafür sorgen, dass sich noch mehr Gläubige den Segen des Papstes holen konnten. Wir finden hier das gesuchte Marmorrelief Westponente neben dem 25 Meter hohen Obelisken. Das Marmorrelief ist eines von 16, die die Himmelsrichtungen anzeigen. Die gesuchte Bodenskulptur hat mit dem Element Luft zu tun - der Westwind pustet 5 Luftströme aus und weist zur nächsten Station - Santa Maria della Vittoria. Im Roman fand hier ein Mord statt - die Rettung kam zu spät und der Ermordete hatte das Ambigramm für Luft auf die Brust gebrannt. ...
Illuminati-Station 3 - Der Petersplatz Der herrlich ausladende und kunstvolle Petersplatz gehört für mich zu den drei schönsten Plätzen, die ich kenne. Der ovale Platz ist umgeben von vierfachen Säulen . Die beiden Brennpunkte links und rechts sind mit Marmorscheiben markiert:wer sich darauf stellt, sieht nur eine Reihe Säulen anstelle von vier. ...
Die letzten Päpste Wir spazieren durch die Via della Conciliazione vo der Engelsburg zum Petersplatz. Der Petersdom zeigt sich auf diesem Weg von seiner besten Seite. Die Souvenirläden in den Gebäuden, in denen auch Banken untergebracht sind verraten uns, dass die Römer von Papst Benedikt XVI. nicht viel hielten, während sie Papst Johannes Paul II. und Papst Franziskus lieben. Es gibt keine Souvenirs mehr von Papst Benedikt XVI. Keine Büchser, die er geschrieben hat, keine Tassen mit seinem Bild - rein gar nichts - während seine Vorgänger und sein Nachfolger reichlich angepriesen werden. Unsere Zimmervermieterin hat später verraten, dass Benedikt den Römern zu abgehoben war. Wohl mochten sie auch seinen Abgang nicht. ... Johannes Paul II. lieben sie für seine politischen Erfolge und Franziskus ist sooo menschennah ...
Der Illuminati-Diamant in der Engelsburg Nachdem Langdom im Roman Illuminati alle vier Elemente gefunden hatte, findet er in der Engelsburg das Versteck der Illuminati - die Engelsburg. Die Brücke, die zur Engelsburg führt wurde nach einem Entwurf von Bernini mit 10 Engelsstatuen geschmückt. Außerdem gibt es einen Gang - der Passeto - der den Vatikan direkt mit der Engelsburg verbindet. Dieser wurde unter Papst Nikolaus III. (1277 - 1280) erbaut. Hier findet Langdom ein weiteres Brandzeichen - den Illuminati-Diamant, in dem alle 4 Elemente - Erde, Feuer, Wasser und Luft - vereint dargestellt sind. Im Roman erhält Langdom hier letzte hinweise, wo die Antimaterie, deren Batterie bald aus sein würde, aufbewahrt wird. ...
Illuminati-Station 6 - Die Engelsburg = Castel Sant´Angelo Nach mehreren Rombesuchen haben wir es endlich geschafft, die Engelsburg zu besichtigen: wir wissen nun schon, dass das Museum an Montagen geschlossen ist und haben bereits viele andere Sehenswürdigkeiten gesehen. Der Antrieb für die Besichtigung ist vor allem die Illuminati-Station 6: in der Engelsburg war auch die Kirche der Erleuchtung der Illuminati untergebracht, zu der allerdings genauso wenig Zugang war wie zu dem Geheimgang zum Petersdom. Macht nix. Es hat sich dennoch gelohnt: Ein Superausblick auf Rom in alle Richtungen, der alles überthronende Erzengel Michael mit seinem Schwert ganz nah, die Kunstschätze ... Und das Mausoleum des Kaiser Hadrian. ...

25 February 2013

Abendessen ganz nahe dem Quartier ... Weil es draußen sehr nass ist, entscheiden wir uns nach einer angemessenen Ruhepause in der Basisstation für ein nahes Lokal und gehen ins Al Bracierein der Via della Chiesa Nova. Hier essen wir hervorragende Pizzen und stellen fest, dass das Lokal vom TripAdvisor sehr gut bewertet ist. Wir essen hervorragend und günstig.
Über die Via di Ripetta und die Via della Scrofa zurück zur Basis-Station Die Via di Ripetta lege ich jedem ans Herz, der Freude Rom-Erobern hat: Sie stolpern über super Lokale wie zum Beispiel die Pizza Re oder die Enoteca Buccone oder das Gusto. Da gibt es die Kunstakademie und da ist der Puppendoktor zu finden. Sie kommen vorbei am vergammelten Mausoleum des Augusts und am modernen Museo dell´Ara Pacis. Und natürlich ... kommt man immer wieder an diesen herrlichen Delikatessengeschäften vorbei ...
Ein Kleidchen für die Enkeltochter ... In der Via del Corso - einer sehr schönen, verkehrsberuhigten Einkaufsstraße habe ich im "Original Marines" ein Kleidchen für die 2jährige Enkeltochter erstanden. Im Ausverkauf sind die schönen Kleidungsstücke durchaus günstig! Minnie-Maus und Hello-Kitty warteten auf uns!
Endlich Mittagessen! Pasticceria d´Angelo Auch wenn es nicht warm genug zum Draußensitzen ist. Mit den Heizpilzen ist es möglich, seinen Hunger im Freien zu stillen und damit auch dem Lufthunger etwas Gutes zu tun. In hier haben wir feine Pasta bekommen. Preislich zahlt man in dieser Gegend wohl die Gegend mit. Doch genau das hat auch etwas Schönes!
Ein belebender und überzeugender Sänger - Aaron Lordson Wenn wir schon nicht den Heiligen Habakuk gefunden haben, so wurden wir dennoch sehr bereichert: In der Via del Corso, dort, wo die Via del Croce in sie einmündet, sitzt Aaron Lordson, spielt auf seiner Gitarre und singt. Wow - so belebend, so überzeugend! für mich war er die Entdeckung dieser Rom-Reise. Er hat es verstanden mit seinem Gesang mein Herz zu erfreuen!
Einzigartige Mode Monobrand, Via della Croce 46/47, Rom, aritardworld.com Frische, originelle Mode. Durch Ausverkaufspreise im Februar durchaus auch leistbar. Ganz mein Geschmack!
Weg der Erleuchtung - Element Erde Die Idee, dass das Gedicht einen Hinweis gibt auf ein Grab,das Raffael Santi erbaut hatte, führte Robert Langdom im Roman zur Kirche Santa Maria del Popoll. Raffael entwarf in der Kirche Santa Maria del Popolo die Chigi-Kapelle (Anfang des 16. Jahrhunderts). Von Gian Lorenzo Bernini (1652 - 1655) stammt die Skulptur des Propheten Habakuk mit dem Engel. Und Habakuk hat den Untergang der Erde prophezeit. Der hier Ermordete (im Roman) hatte das Symbol der erde in die Brust gebrannt. ... Ich komme im nachträglichen Recherchieren drauf, dass ich in den Zwillingskirchen falsch suchte! Die Kirche Santa Maria del Popolo steht schräg am Hang des Hügels, der an den südöstlichen Rand der Piazza grenzt. Die dritte Kirche auf der Piazza del Popolo. ... Noch ein Grund, um Rom wieder zu besuchen ... Die haben wir übersehen.
Die Zwillingskirchen Santa Maria del Popolo auf der Piazza del Popolo - Illuminati-Station 2 Über die Via Croce und die Via del Corso erreichen wir die Zwillingskirchen. Ich hoffte hier die Bernini-Skulptur "Heiliger Habakuk" zu finden. Leider waren beide Kirchen versperrt. Die rechte hatte wohl Öffnungszeiten angegeben (bis 12.30 und ab 16.30 Uhr) - jedoch waren wir hier zur falschen Zeit am falschen Ort. ... die linke Kirche scheint überhaupt verschlossen zu sein. Schade. ... Jedenfalls ist hier der Illuminati- Erde-Ort zu finden. Auch hier gab es einen Mord - es war der erste und der Ermordete hatte das Anagramm "Erde" auf der Brust eingebrannt. Wie grausam. ...
Rast in der Via Carozze Das Viertel rund um die Spanische Treppe kann ich immer wieder nur empfehlen. Noble Geschäfte, hohe Preise, schmale Gassen, viel zu schauen. Wir sind langsam müde und finden ein Lokal, in dem wir uns einen Espresso gönnen. In die Via Croce will ich später. Jetzt sind wir im "Le Bistrot" gelandet und wärmen uns neben dem Heizstrahler im Freien. Noch vor dem MIttagessen möchte ich mein Ziel - die Piazza del Popolo erreichen.
Durch die Via Sistina zur Spanischen Treppe Unser nächstes Ziel sind die Santa Maria-Zwillingskirchen auf der Piazza del Popolo. Hier ist ein weiterer Illuminati-Ort. Dazwischen liegt ein schönes Stück Weg und ein paar Sehenswürdigkeiten. Wir spazieren durch die durchaus sehenswerte Via Sistina in Richtung Spanischer Treppe. Hier reiht sich ein Geschäft an das nächste. Im Februar ist Ausverkauf! Wer einen Schwerpunkt aufs Shoppen legt, wird hier in Modebelangen sicher fündig werden. Wohl wegen des mäßig einladenden Wetters ist diesmal nicht so viel los auf der Spanischen Treppe.
Weg der Erleuchtung - Element Feuer Berninis Skulptur: Die Verzückung der Heiligen Theresa. sie hatte die Vision, dass ein Engel ihr einen brennenden goldenen Pfeil mit flammender eiserner Spitze ins Herz und bis in die Eingeweide stieß. Beim Herausziehen blieb ein nicht körperlicher Schmerz, der so mächtig war, dass sie stöhnte, doch die damit einhergehende Seligkeit brannte so, dass sie wünschte, der Schmerz solle nicht von ihr genommen werden. Der Ermordete im Roman hatte das Symbol für Feuer in die Brust gebrannt.
Illuminati-Station 4: Santa Maria della Vittoria Mit einem gewissen Such-Aufwand und nach einem etwas längeren Spaziergang haben wir sie gefunden: Santa Maria della Vittoria. Das Relief auf dem Petersplatz West Potente und einige Bernini-Werke in Rom führten Robert Langdom zur Kirche Santa Maria della Vittoria. Jene Kirche, in der der Feuermord in Dan Browns "Illuminati" begangen worden ist. Im FIlm gibt es in dieser Kirche Feuer, eine Kreuzigung und viele Schüsse. In der Cornaro-Kapelle fanden wir eine der schönsten Skulpturen Berninis - die Verzückung der Heiligen Theresa. Die Bernini-Skulptur zeigt in Dan Browns Illuminati die nächste Station an: Berninis Vierströme-Brunnen auf der Piazza Navona, den ich bereits früher beschrieben habe.
Orangen im Winter ... Der Weg durch die Via Barbarini ist der kürzeste Weg zur Kirche Santa Maria della Vittoria. ... Dass wir hier eine Orangenbaum-Allee mit leuchtenden Früchten vorfinden bestätigt uns, dass wir für ein paar Tage dem WInter in Österreich entflohen sind.
Keine Münzen im Trevi-Brunnen Der Trevi- Brunnen ist diesmal trocken gelegt. Also können wir diesmal keine Münze über die rechte Schulter in den Brunnen werfen als Zeichen dafür, dass wir wieder in die ewige Stadt zurückkommen werden. ... Macht nichts ... Wir sind ohnehin auf dem Weg zur Kirche Santa Miaria della Vittoria ...
Piazza und Kirche S. Ignazio Zwischen der Piazza Rotonda und dem Trevi-Brunnen stollperten wir zufällig auf diese Piazza und waren begeistert. Die Piazza S. Ignazio ist ein malerischer, autofreier Ort. Für mich einer der schönsten entdeckten Plätze. ... Renovierte, prächtige Gebäude, die sich im Oval an die Piazza schmiegen und die Kirche Sant´Ignazio, die wie die meisten kirchlichen Gebäude mit ihren Kunstwerken erfreut. Die auf der Piazza untergebrachte Polizeistation beschäftigt sich übrigens mit dem Wiederfinden von gestohlenen Kunstwerken. Die Kirche Sant´ Ignazio beheimatet das Deckenfresco von Andrea Pozzo, das mit seinen illusionistischen Details den Höhepunkt römischer Barock-Malerei darstellt.
Illuminati-Station 1 - Das Pantheon In der Vatikanischen Bibliothek fand Professor Robert Langdom im Illuminati-Film ein Gedicht, das auf den geheimnisvollen Weg quer durch Rom hinweist. Ein Hinweis deutet auf das Grab von Raffael Santi, das sich im Pantheon befindet. Vergeblich suchte er hier nach einem erlösenden Zeichen. Das fand er nicht. Stattdessen einen Hinweis auf das Element Erde in der zweiten Station: Santa Maria del Popolo. Da wollen wir auch hin. Aber nicht als nächstes. Unsere Tour unterscheidet sich von der im Roman ...
Das Pantheon Das Pantheon ist einerseits der einzige erhaltene Tempel der Antike und andererseits die älteste katholische Kirche Rom. Das ging deswegen, weil die Christen einfach aus dem Tempel eine Kirche machten. Wir trinken einen Kaffee auf der Piazza Rotonda. Dass er hier etwas mehr kostet, als dreimal um die Ecke, nehmen wir in Kauf, weil das Sitzen an einem so schönen Ort eben seinen Preis hat. Wir sind dankbar, dass wir nicht die Bedrohung der Explosion der Antimaterie verhindern müssen.
Fontana dei Quattro Fiumi ... oder Vier-Ströme-Brunnen ... der leuchtende Mittelpunkt der Piazza Navona. Die vier Skulpturen geben dem Brunnen den Namen. Sie stellen die Flüsse Nil, Ganges, Rio della Plata und Donau dar. Bernini erhielt unter Papst Innozenz X. den Auftrag für den Brunnen, indem er den Papst mit einem Silbermodell seines Brunnen-Entwurfs begeisterte.
Palazzo Madama Zwischen Piazza Navona und Piazza Rotonda liegt der Palazzo Madams. Uns fiel hier schon mehrmals auf, dass besonders viel Polizei und Wachpersonal zu nahezu jeder Zeit vor Ort ist. Jetzt weiß ich: Obwohl der Palazzo Madame zu den architektonischen Highlights Roms gehört, ist er nicht für Touristen zugänglich. Das Gebäude beherbergt nämlich den Senat - die erste Kammer des italienischen Parlaments. Die Fassade ist besonders elegant. Der Name "Madame" geht zurück auf Margarethe von Parma. Die uneheliche Tochter von Kaiser Karl V. lebte hier bis zu ihrem Tod 1586.
Weg der Erleuchtung - Element Wasser Der Feuerspeer des Engels an Der Skulptur der Heiligen Theresa in der Kirche Santa Maria della Vittoria (Station 4 - wir werden später hinkommen)) zeigt in Richtung Piazza Navona (Westen) zu einem weiteren Bernini-Werk - dem Vier-Ströme-Brunnen - Station 5 des Illuminati-Wegs der Erleuchtung.
Dia Piazza Navona - ein Wohnzimmer im Freien Die Piazza Navona zeigt sich wie ein eleganter Salon von Rom. Die Römer schätzen ihre schönen Plätze wie ein Wohnzimmer. Man stolziert herum, trifft sich, geht mit den Kindern essen oder flirtet. Fast wie auf einem Volksfest geht es tagsüber auf der Piazza zu. Kleinkünstler preisen ihre Werke an und nichts hindert sie, das laut zu tun. Ruhig ist es hier nur ganz früh am Morgen. ...
Illuminati-Station 5: Der Vier-Ströme-Brunnen von Bernini Wir erreichen die Piazza Navona über die westliche Breitseite. Auch bei Regen zeigt sich der Platz mit einladendem Gesicht. Trotz der Nässe kommen Künstler und bauen ihre Werke auf, braten Maroni-Bräter ihre Ware und wollen sie verkaufen, haben Cafés geöffnet und laden in überdachte Zonen mit Heizpilzen. Im Vier-Ströme-Brunnen von Bernini wurde in "Illuminati" einer der Kardinäle, der Favorit für die Papstwahl gewesen war, gerade noch vor dem Mord gerettet. Der Vogel - die Taube, der Friedensengel - auf dem Obelisken in der Mitte des Vier-Ströme-Brunnens - blickt nach Osten. Die Richtung, die er anzeigt, gab im Roman einen Hinweis auf den nächsten Ort. Es ist die Engelsburg. Da wir uns einfach unsere Spaziergänge inspirieren ließen durch die Illuminati-Orte und nicht die Anti-Materie und damit Menschen zu retten hatten, nehme ich Abstand davon, JETZT der Taube auf die Spur kommen zu wollen. Wir verlassen die Piazza Navona in Richtung Pantheon und Piazza Rotonda.
Flanieren zur Piazza Navona Wir verlassen unser Quartier, wenden uns heute nach links, um bald nach der Chiesa Nova wieder links einzubiegen. Unweit von hier musste doch die Piazza Navona mit dem Vier-Ströme-Brunnen liegen ... die ungefähre Richtung wissen wir und das Flanieren hat seinen eigenen Reiz. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Ich liebe die alten Gassen und die schönen historischen Gebäude, die netten kleinen Geschäfte. Jedes dritte Haus scheint eine Kirche zu sein und jedes vierte ein Restaurant. Da ließe es sich länger bleiben ...

24 February 2013

Capitan Cosmo Im Capitan Cosmo - ganz nahe bei unserem B & B - haben wir noch einen Gute-Nacht-Trunk eingenommen. Sehr nette Atmosphäre, nette Bedienung, einige Menschen, die sich hier trafen, taten das, um einander Geschichten zu erzählen. Wir tranken ein Glas Wein, beobachteten lächelnd die lebendige Atmosphäre und kamen sogar ein wenig ins Gespräch mit den Leuten. Capitan Cosmo Music & Drink Via dei Cartani 7, Rom
"I quattro mori" - Every year the same procedure ... Da wir erst gegen 18.00 Uhr ins Quartier gekommen sind, haben wir bereits von zu Hause aus "ein Abendmahl im I Quattro Mori" bestellt. Bereits zum dritten Mal sind wir jetzt hier und mir kam "Dinner for one" in den Sinn: "Every year the same procedure ...". Wir haben wieder Fisch bestellt ... Ganz schnell werden wir mit den ersten kalten Vorspeisen bedient - zu schnell ... fast könnte man sagen, sie werden hingeklatscht ... und es gehört dazu ... es gibt heute sardenischen Vermentino ... die Speisen variieren ein wenig zum letzten Mal, wir zelebrieren das Mahl wie die letzten Male zwischen vatikanischen Herren, einer italienischen Familie und einem Liebespärchen. Zur süßen Nachspeise gibt es wieder "Cola - Fanta - Sprite" - eisgekühlt. Mento, Limoncello und Grappa ... Wie im letzten Jahr bezahlten wir € 45,00 pro Person für das 14gängige Mahl inklusive Wein.
Die Spuren der Illuminati Da haben wir ja die Engelsburg ... ein wichtiger Ort für die Geheimgesellschaft der Illuminati aus Dan Browns gleichnamigen Thriller, der in Rom spielt. Wir haben in den nächsten Tagen vor, den Weg der Erleuchtung zu finden - einem Weg durch Rom, den Künstler durch das Verarbeiten der 4 Elemente (Feuer, Erde, Wasser und Luft) in ihren Kunstwerken verarbeitet haben. Werden alle 4 Elemente richtig gedeutet, führt der Weg zum Hauptquartier der Illuminati, der Engelsburg. Wir haben vor, den Weg der Erleuchtung auch kulturell und kulinarisch zu erleuchten und wir haben auch beschlossen, uns - wegen der zu Fuß zu bewältigenden Entfernungen, gewissen Öffnungszeiten und anderen Bedürfnissen - uns nicht ganz an die im Rom gezeigte Reihenfolge zu halten. ... Und jetzt gehen wir einmal essen ...
Vom Corso Vittorio Emanuelle II über den Petersplatz in die Via Fornaci Mit Regenschirmen verlassen wir das Quartier, wenden uns nach rechts und spazieren auf dem Corso in RIchtung Tiber. Der führt durch den anhaltenden Regen viel Wasser. Wir gehen weiter über die Ponte Pio X. in die Via di Conciliatione in Richtung hell erleuchtetem Petersplatz. Wir haben einen der sieben Illuminati-Orte erreicht. Ich atme die Schönheit und die Erhabenheit und die Weite des Platzes, der durch das nasse Pflaster das Licht widerspiegelt, sodass ungewöhnlich viel Licht ins Dunkle strahlt. Die Krippe steht noch - es ist der letzte Tag der Weihnachtszeit. Sicher wird man sie morgen entfernen. Da es derzeit kein Conclave gibt, sorgen wir uns nicht über potentielle Päpste, lassen den Petersplatz hinter uns und biegen ein in die Via di Fornaci, wo unser Abendessen gebucht ist.
Die Basisstation beziehen: B & B Navona Queen Wir haben immer gut gewohnt in Rom. Einmal beim Petersplatz, einmal nahe der Piazza del Popolo. Diesmal fanden wir den strategisch besten Ausgangspunkt für unsere Fuß-Erkundungen: das B&B Navona-Queen. Wir wurden freundlich empfangen, haben ein sehr schön eingerichtetes, äußerst gepflegtes Zimmer vorgefunden. Das Bad ist ganz neu und geschmackvoll eingerichtet, die alten Teile sind sorgfältig renoviert und mit neuen Teilen aufgepeppt. Flach-TV und WiFi sind vorhanden. Neben dem Zimmer stehen Nebenräume wie der Frühstücksraum, ein Raucherraum und eine Lobby zur Verfügung. Das Frühstück ist für italienische Verhältnisse großartig. Selbst für Regenschirme war gesorgt. Wir haben für 2 Personen und 3 Nächte € 264,00 bezahlt. Das fanden wir für das historische Zentrum Roms und das Angebot sehr angemessen. Gefunden haben wir das B & B über www.booking.com. Wenn ich mich ein wenig nach draußen beugte, konnte ich die Kuppel des Petersdom sehen. Dieses Quartier ist ein ein wahrer Insider-Tipp!