Guatemala · 18 Days · 16 Moments · September 2016

Michael Hendry

Mexiko, Guatemala & Belize


20 September 2016

Nun ging die Reise weiter in das kleine Land Belize. Der erste Stop war San Ignacio. Nach einem gemütlichen ersten Tag dort, verlief der zweite sehr abenteuerlich. Wir besuchten die Actun Tunichil Muknal (kurz ATM) Höhle. Die Höhle wurde von den Mayas als Tor zur Unterwelt betrachtet. Deshalb fanden dort oftmals religiöse Zeremonien statt, bei welchen den Göttern Opfergaben gemacht wurden. Die Zeremonien fanden in der sogenannten Kathedrale statt, dort konnte man auch unzählige Fundstücke entdecken. Das aussergewöhnliche an der ATM Höhle ist, dass man jegliche Fundstücke unberührt an ihrer Fundstelle liegen liess. So konnten wir hunderte Keramikgefässe, einige Teile eines menschlichen Skeletts und sogar ein fast komplettes Skelett sehen. Der Weg zur Kathedrale war sehr abenteuerlich. Auf der ca. 1.5km langen Strecke durch die Höhle mussten wir viel schwimmen, klettern und uns durch enge Passagen zwischen Felsen durchquetschen. Es war ein sehr spassiger und interessanter Ausflug.

19 September 2016

Der nächste Stop war die Kleinstadt Flores im Norden Guatemalas. Die Stadt liegt auf einer Insel, was immer wieder zu Überschwemmungen führt. Von Flores aus besuchten wir die Ruinen der riesigen Maya-Stadt Tikal. Die Ruinen verteilen sich über eine riesige Fläche, so war deren Besichtigung gleichzeitig eine Dschungel-Wanderung. Vieles ähnelte den beiden bisher betrachteten Ruinen, auch die erzählten Hintergründe des Guides waren oftmals Wiederholungen. Trotzdem waren einige der Gebäude sehr eindrücklich. Vor allem der sogenannte "Grosse Platz" mit den verschiedenen Tempeln drumherum war imposant. Zudem konnten wir viele verschiedene Tierarten beobachten. Am Abend war dann Party angesagt. Wir gingen in die Bar eines nahgelegenen Hostels. Dort trafen wir einige andere Reisende, welche wir zuvor bereits an mehreren Orten getroffen haben. Wir verbrachten eine witzige Nacht dort und ich blieb im Beer Pong unbesiegt!!

16 September 2016

Nach Antigua ging die Reise weiter nach Rio Dulce. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an Guatemala City vorbei. Dabei konnte man die unterschiedlichen Schichten sehr gut erkennen. Zuerst fuhren wir am Luxusviertel vorbei mit schönen Villen und grossen Shopping Malls in der Nähe. Später sahen wir von weitem die ärmeren Gebiete, die im Stile einer Favela aufgebaut sind. In Rio Dulce übernachteten wir in einer Dschungel-Hacienda auf einer Halbinsel, welche nur per Boot erreichbar ist. Von dort aus machten wir eine kleine Wanderung durch den Dschungel. Am nächsten Morgen war früh aufstehen angesagt. Um 5:30 Uhr fuhren wir mit dem Kayak los, um den Sonnenaufgang zu sehen und um Brüllaffen zu hören und zu beobachten. Wir sahen extrem viele Brüllaffen, jedoch auch weitere Tiere wie z.B. Tukane. Am Nachmittag war dann relaxen am Pool angesagt.

15 September 2016

Am folgenden Tag unternahm ich von Antigua aus einen Ausflug zum Pacaya Vulkan, einem der aktivsten Vulkane der Welt. Leider war das Wetter sehr schlecht und wir konnten nur bis ca. 200 Höhenmeter unterhalb des Gipfels laufen. Trotzdem war es sehr eindrücklich und wir spürten die Hitze des Vulkans. So konnten wir sogar einige Marshmallows rösten. Wir liefen zudem eine Weile auf der getrockneten Lava des letzten grossen Ausbruchs von 2014. Zurück in Antigua beobachteten wir noch ein wenig die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag von Guatemala. Interessant ist, dass die Guatemalteken nicht nur einen Tag feiern, sondern fast eine ganze Woche.

14 September 2016

Am zweiten Tag in Antigua nahm ich an der sogenannten "Farm Tour" teil. Diese sollte uns einen Einblick in die Herstellung der lokalen Produkte geben. Zuerst besuchten wir eine riesige Kaffeeplantage und konnten von sehr feinem Kaffee kosten. Danach ging es in eine Macadamia-Nussfarm. Dort assen wir superleckere Pancakes mit Macadamia Nüssen. Der dritte Stop war eine Jade Factory, welche mit sehr einfachen Werkzeugen schönen Schmuck herstellte. Zu guter letzt gingen wir noch auf einen lokalen Markt in einem kleinen Dorf nahe von Antigua.

13 September 2016

Die Reise ging danach weiter nach Antigua. Die frühere Hauptstadt Guatemalas ist ein schönes buntes Städtchen, nur etwa eine halbe Stunde von der Grossstadt Guatemala City entfernt. Hier bleiben wir zum ersten Mal drei Nächte. Am ersten Tag machten wir zuerst eine kleine Stadtführung. Später besuchte ich einen Schokoladen-Workshop. Dort wurde uns gezeigt, wie die Schokolade von den Mayas entdeckt und verbreitet wurde. Zudem konnten wir den kompletten Prozess der Herstellung von Schokolade selber durchführen und schlussendlich unsere selbstgemachte Schokolade mitnehmen. Am Abend gingen wir nach einem feinen Essen noch in eine Salsa-Bar zum "tanzen".

12 September 2016

Den folgenden Tag verbrachten wir rund um den Atitlán-See. Wir besuchten einen indigenes Dorf und konnten dort die Maya-Kultur und Lebensweise kennenlernen. Es wurde uns unter anderem die Verarbeitung von Baumwolle, die Färbung der Stoffe sowie die Techniken des Webens gezeigt. Danach gab es traditionelles guatemaltekisches Essen, Poulet mit einer speziellen Sauce und Reis. Danach fuhren wir mit dem Boot wieder zurück, quer üben den ganzen See nach Panajachel und gingen dort noch kurz im See baden.

11 September 2016

Adiós Mexico - Hola Guatemala! Nach dem längsten Reisetag (mehr als 10 Stunden) verliessen wir Mexiko und erreichten das Städtchen Panajachel in Guatemala. Dies liegt am Atitlán See, dem zweitgrössten und tiefsten See Guatemalas. Umgeben von einigen Bergen sowie drei Vulkanen ergibt sich ein sehr schönes Panorama, welches heute jedoch leider wegen dem Nebel nur schlecht sichtbar ist.

10 September 2016

Nach dem Dschungel ging die Reise weiter in die Berge. Der nächste Stop war San Cristobal de las Casas, ein wunderschönes Städtchen, welches ca. 2200 Meter über Meer liegt. Dementsprechend veränderte sich auch das Klima, nach den letzten Tagen mit grosser Hitze, war diese leichte Abkühlung sehr angenehm. Die Reise dorthin war relativ mühsam. Neben der regulären Reisezeit von fast 8 Stunden, verloren wir eine Stunde an einer Strassensperre der Zapatisten. Dies sei in dieser Region nicht unüblich. Nach Zahlung einiger Pesos durften wir dann passieren. Am folgenden Tag hatten wir zum ersten Mal keine geplanten Aktivitäten. So hatten wir etwas Zeit zum relaxen und die Stadt zu erkunden. Wir schlenderten durch die schönen Strassen und besuchten die Märkte. Zudem liefen wir auf einen nahegelegenen Hügel und genossen die Aussicht. Am Abend tauchten wir ins Nachtleben dieser lebhaften Stadt ein und hörten zwei Konzerte lokaler Bands, welche beide sehr gut waren.

8 September 2016

Von der Dschungel Lodge aus besuchten wir die Maya-Ruinen von Palenque, welche nur etwa 5 Minuten entfernt sind. Diese gefielen mir sogar noch etwas besser als diejenigen von Chichén-Itzá, da man einige Tempel besteigen und zumindest einen kleinen Blick des Inneren erhaschen konnte. Zudem war die Lage sehr schön, leicht erhöht mitten im Dschungel mit einem weiten Ausblick. Am Nachmittag besuchten wir die Roberto Barrios Wasserfälle. Diese liegen in der Nähe eines kleinen Dorfes mitten im Dschungel, welches von Zapatisten kontrolliert wird. Zapatisten sind eine indigene revolutionäre Gruppierung im Süden Mexikos. In den Gewässern rund um die Wasserfälle waren wir schwimmen und einige von uns gingen mit drei einheimschen Jugendlichen auf eine "Adventure Tour". Dies machte sehr viel Spass, wir kletterten in den Wasserfällen und machten viele Sprünge, aus bis zu 12 Metern. Zudem führten sie uns in kleine Höhlen unter den Wasserfällen.

7 September 2016

Heute war ein reiner Reisetag. Wir fuhren von Mérida nach Palenque, was ca. 9 Stunden dauerte. Ein Teil der Reise ging entlang dem Golf von Mexiko. In Palenque übernachten wir in einer Dschungel Lodge. Die Zimmer dieser Lodge waren jeweils einzelne kleine Hütten, welche jedoch sehr offen waren. Es gab beispielsweise an einigen Stellen keine Fenster, sondern nur Moskitonetze. Somit hörte man auch dort ansässigen Tiere gut. Neben verschiedenen Vogelarten hörten wir auch Affen.

6 September 2016

Heute machten wir von Mérida aus einen Ausflug zu den "Cenotes de Cuzama". Nach einer einstündigen Busfahrt ging es weiter mit einem Pferdewagen, was sich als sehr abenteuerlich herausstellte. Wir besuchten drei Cenotes. Dies waren wunderschöne kleine Höhlen, welche kristallklares Wasser hatten. Die erste war durch einen sehr schmalen Abgang mitten durch einen Baumstrunk erreichbar. Diese war auch komplett dunkel und man musste sich mit Taschenlampen orientieren. Die nächsten beiden waren viel grösser und besser zugänglich. Diese waren wunderschön zum schwimmen und reinspringen. Am Abend waren wir zu dritt in einer mexikanischen "Cantina" essen. Dies war sehr traditionell und wir waren auch die einzigen Touristen. Neben lokalem Bier und Mezcal, probierten wir auch frittierte Heuschrecken, welche überraschend gut schmeckten. Sie waren sehr salzig und würzig.

5 September 2016

Heute startete also die Tour. Zuerst besuchten wir die berühmten Maya-Ruinen von Chichén-Itzá. Eine sehr interessante, jedoch auch ziemlich in die Länge gezogene Führung. Danach ging es weiter nach Mérida, die Hauptstadt von Yucatan. Dort machten wir eine kurze Stadtführung und besuchten am Abend eine traditionelle Tanzaufführung.

4 September 2016

Da die Rundreise erst morgen beginnt, konnte ich heute ein wenig die Gegend rund um das Hotel in Cancún erkunden. Vieles erinnerte dabei an eine amerikanische Vorstadt. Am Abend traf ich dann zum ersten Mal die Gruppe und wir gingen gemeinsam in ein traditionelles mexikanisches Restaurant.

3 September 2016

Nach 17 langen Stunden unterwegs, habe ich Cancún endlich erreicht. Nun noch kurz eine Kleinigkeit essen und dann totmüde ins Bett fallen.
Endlich ist es soweit! Rucksack ist gepackt, Vorfreude ist riesig! Abflug Zürich Flughafen mit 30 Minuten Verspätung