Indonesia · 20 Days · 24 Moments · November 2014

Kerstin Stephan

Reise Über Singapur nach Bali November 2014


1 December 2014

Am Abend dann nach Chinatown in den Peoplespark. Auch da nur Stände mit unendlich viel Zeugs. Aber anders, irgendwie menschlicher oder ursprünglicher. Sehr fremde Gerüche, mehr nach chinesischer Medizin. Und dann ganz oben waren die Massagemenschen mit ihren Angeboten und ich habe mir eine sensationelle und wirklich auch schmerzhafte originale Fußreflexzonenmassage gegönnt. Am Ende saß ich mit 4 anderen chinesischen Frauen nebeneinander. Die Damen machten das öfter und zwinkerten mir zuversichtlich zu, bemerkten sie doch mein schmerzverzerrtes Gesicht und konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Massiert haben nur gut gelaunte fröhliche alte Männer. Ausser mein Masseur 😃. Und sie haben hart gearbeitet für ihr Geld. Aber toll. Trotz der Schmerzen war es angenehm. Eine halbe Stunde kostete 15,- Singapur Dollar. Ich fühlte mich grossartig danach. Aber Vorsicht, nach so einer heftigen Massage wird der Darm sehr angeregt und man sollte in der Nähe einer Toilette bleiben. Oh ja 😳
Round about 10 Stunden Fussmarsch 😜 Oh je und meine armen Füsse!!! Zuerst der East Coast Park mit Strandspaziergang. Kein Mensch am Strand nur unglaublich viele Schiffe lagen auf Reede. Wahnsinn das Schiffsaufkommen in Singapur. Zwischendurch haben wir auch immer mal wieder die MRT genutzt. Das Nahverkehrssystem von S ist sensationell, einfach verständlich und billig. Wenn ich bedenke wie lange ich immer in HH am Fahrscheinautomaten für die Fähre stehe und rätsle welche Nah oder Fernbereich nun für mich in diesem Moment zutrifft. Am Ende drück ich dann immer irgendwas in der Hoffnung nicht in eine Kontrolle zu kommen. Bisher hatte ich immer Glück.

30 November 2014

Zurück von unserer Abendwanderung mit wunden Füßen. Alles im Marina Bay Sands war dolle weihnachtlich geschmückt. Schon komisch wenn man in Flip Flops und luftigem Sommeroutfit vor festlich geschmückten Weihnachtsbäumen steht. Und wie alle fotoverrückten Touristendöddel haben auch wir uns unbedingt selfmademässig vor selbigen ablichten müssen. Unterscheiden wir uns doch in keinster Weise von all den anderen Touristen. So sind'se halt - alle gleich :)) Ach und eine gute Essenstelle haben wir gefunden. Das http://jewkit.com.sg Gleich um die Ecke von unserem Hotel. Da wir beide sehr wählerisch sind was das Essen angeht und nur gute einfache Gerichte mögen. Also solche, bei denen man noch das Lebensmittel erkennt. Und ich ja auch immer auf der Suche nach rein veganen Essen bin. Jedenfalls habe ich hier eine wunderbare und super leckere Gemüsesuppe bekommen. Alles unglaublich sauber und frisch. Das Gemüse herrlich knackig. N war mit seinem Bratreis mit Hühnchen auch sehr zufrieden.
Und wieder in Singapur. Gestern sind wir angekommen und haben auch wieder in unserem alten Hotel, das Lloyed In eingecheckt. N hat mich dann gleich wieder in die Orchardroad geschleppt. Ok wir haben einen einfachen Supermarkt gesucht. Was nicht so einfach ist. Und auch gefunden aber irgendwie wurde mir das dann alles zuviel. Das ganz irre Geshoppe der Massen von Menschen in diesem Weihnachtsirrsinn bei grosser Hitze. Und überall nur....shop and dine... Ich wollte nur noch weg. Mir geht das alles mächtig in den Kopf und verrührt sich zu einem zähen klebrigen Einkaufsbrei 😁 Heute früh war klar wir wollen more silence, was eigentlich kaum geht mitten in dieser Stadt. Aber wir haben erst einmal europäisch gefrühstückt im Book cafe. Tolle alternative Atmosphäre mit Zugang zu unendlich vielen Büchern und Magazinen (Spiegel auch in Deutsch). Entspannt und ruhig. Sehr gut und sehr zu empfehlen.

28 November 2014

Abschied vom Shanti in Buleleng. Es waren drei wunderschöne letzte und entspannte Tage in Bali. Am Ende saß vor unserem Eingang dieser kleine Kerl und gab sein Abschiedsquack. Morgen früh geht es weiter mit dem Auto nach Denpasar zum Airport Richtung Singapur. Dort werden wir noch einmal drei letzte tolle Tage in einem sehr gehobenen Asien erleben. Bali wird mir in sehr guter Erinnerung bleiben. Ganz besonders werden mir diese freundlich lächelnden Menschen fehlen.
Was wir bisher über Bali erfahren haben: Es gibt lange Schlangen vor Kantor Pos. KP ist die Post und einmal aller 6 Monate holen dort Bedürftige Geld ab. Pro Familie sind das 300000 Rupien für 6 Monate = 20,- Euro Es ist mir ein Rätsel wie man damit überleben kann. Es gibt keine Schulpflicht. Es versuchen aber alle so gut es geht die 6 Jahre Grundschule irgendwie zu finanzieren. Aids ist sehr verbreitet. Ärztliche Untersuchungen sind eher selten da auch teuer. Es gibt ein sehr gutes Krankenhaus nach europäischem Standart in Denpasar. Die Reisterrassen wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Durchschnittsverdienst liegt hier bei umgerechnet 200,- Euro. Fleisch wird sehr selten gegessen weil zu teuer. Und wenn dann meist Hühnchen. Die Balinesen bedanken sich täglich mehrmals mit kleinen Opfergaben und Räucherstäbchen bei ihren Götter für Gesundheit und Wohlergehen. Kühe sind auch hier heilig wohl aber nicht so extrem wie in Indien. Ab und an wird auch Rindfleisch gegessen.

27 November 2014

Nach 3 Stunden Entspannung am Pool und einem heftigen Regenschauer ab in die Wanderschuh und downstairs runter ins Tal zum Wasserfall. Es hat sich gelohnt auch wenn die Treppenstufen sehr waghalsig und glitschig waren. Endlich richtig kaltes Wasser. Der Ozean war bisher immer nur pubslau und bot kaum Abkühlung. Um zum Wasserfall zu kommen haben wir einen schwarzen Tempel, wunderschöne Reisterrassen und wieder unendlich freundliche Hallos der Balinesen passiert. Der Hinduismus scheint den Menschen sehr gut zu tun. Sie sind trotz ersichtlicher Armut unendlich freundlich und relaxed.

26 November 2014

Wir haben uns heut von Pemuteran verabschiedet. Sind früh ein letztes mal zum schnorcheln draussen gewesen. Ich hatte in den drei Tagen so einige Fische an bestimmten Plätzen richtig ins Herz geschlossen und gab entsprechend ungern meine Beobachtungsposten oberhalb selbiger, also wie im Himmel 😉, auf. Unser nächstes Ziel war sehr besonders, weil einsam. Wir haben uns das Shanti in Buleleng ausgesucht. Bisher hatten wir immer in ausgezeichneten Homestays gewohnt, diesmal war es ein wunderschönes Resort mitten in den Bergen zwischen Reisterrassen. Mit grosser Freude wurde mir endlich dieser unglaubliche Anblick geboten. Nicht das wir bisher keine Reisfelder gesehen haben, das schon, aber eben noch keine Reisterrassen mit diesem angeblich so ausgeklügelten und perfekten Bewässerungssysthem. Im Shanty selbst wurden wir nett begrüßt und bezogen das wunderschöne 100 Jahre alte Haus Joglo mit alten handmade Holzschnitzereien.

24 November 2014

Und wieder vom Strand raus zum schnorcheln. Tolle Plätze. Das Bioriff ist ziemlich sensationell da künstlich angelegt. Riesige Stahlkonstruktionen liegen tief im Wasser und sind teilweise neu bewachsen mit Korallen und anderen Meerespflanzen. Nicht allen Hunden geht es schlecht in Bali. Manche verbringen ein tolles Leben als Beach dog. Die Katzen auf Bali haben alle kurze, wie abgehackte, Schwänze. Sie werden tatsächlich damit geboren und nicht verstümmelt. Angeblich gebären diese Sorte Katzen nicht soviel Junge bzw ihre Überlebenschance ist eher gering. Was in einem Land das sicher nicht sterilisiert oder kastriert, ganz gut ist.
Am Abend noch eine kleine Wanderung durchs Dorf. Das Hakenkreuz steht hier für "alles ist gut" ein Heilskreuz (Sawestika) . Überall laufen die Tiere frei herum. Kleine schwarze Ferkel, Hühner immer mit einem Schwarm Kücken hinterdrein, Katzen, Hunde sowieso und selbst Kühe. Es ist mir ein Rätsel wie sie erkennen wem hier welche Kücken und Hühner gehören. Alle sind hier nur damit beschäftig sich die kleinen mageren Bäuche zu füllen und dazu wird das Terrain ständig erweitert. Hier zieht sich eigentlich um jedes Haus eine Mauer damit die bösen Geister draussen bleiben. In den ärmeren Regionen sieht man kaum noch Mauern. Da muss dann auch mal ein selbst gebastelter Zaun zum zurückhalten der Geister reichen. Deshalb laufen auch alle Tiere kurz und quer und Besitzverhältnisse sind kaum zu erkennen. Fleisch ist für Balinesen sehr teuer. Hauptmahlzeit ist Reis. Gegessen wird immer nur nebenbei, wenn man Hunger hat. Angeblich gibt es keine feste Mahlzeiten.
Rituelle Tänze nach einer Zermonie. Unglaublich temperamentvoll und fröhlich. Die Menschen sehen wunderschön aus in ihrer traditionellen Kleidung. Sie nehmen das Ganze aber auch nicht allzu ernst. Direkte Vorführungen nur für Touristen sind selten. Die Frauen tanzen wild zu den Gambelas und hantieren dabei mit Holzmessern die sie sich fiktiv in den Körper stechen. Danach tun sie so als ob sie in Ohnmacht fallen und werden von einigen Männern unter viel Lärm, Getose und Lachen aus dem Kreis rausgeholt und rituell mit Wasser benetzt und dabei zurück ins Leben geholt. Das ganze geht dann wieder von vorn los. Immer wieder werden neue Frauen in den Kreis gezogen und tanzen nach einem lauter und lauter werdenden Trommelwirbel. Die Menschen lachen und kreischen und haben scheinbar einen unglaublichen Spass. Wir stehen mit offenem Mund dabei und sind nur am staunen über soviel Lebensfreude und Wildheit und das alles ohne Alkohol. In Deutschland wäre soetwas überhaupt nicht möglich.

23 November 2014

In Pemuteran angekommen. Strandspaziergang mit Muschelsuche. Sehr erfolgreich. Heute wieder enorm heiss. Sehr stiller Ort aber ideal zum tauchen und schnorcheln. Morgen gehts ab zum schnorcheln gleich vom Strand aus. Bin gespannt. Wir sind von der Hitze total erledigt und verziehen uns gleich in unsere Klimagemächer zum entspannen. Gute Nacht.
Ein herrliche Papay hat mir Sijf gestern vom Baum holen lassen. Ein Balinese ist ganz einfach und mit nackten Füssen den Stamm hinauf geklettert und hat diese herrliche Frucht gepflückt. Ich durfte sie dann ganz allein löffeln. So tasty 😃

22 November 2014

Gestern Abend waren wir noch einmal mit Sjif zum Musik hören in diesem kleinen Restaurant am Strand. Es gehört einem amerikanischem Paar, die sich dort nieder gelassen haben. Die Besitzerin singt immer Mittwoch und Sonnabend von 18 bis 19 uhr auf einer kleinen Bühne mit hervorragenden einheimischen Musikern leichte wunderschöne Jazzvariationen. Hoch professionell und edel. Lilin Lovina Beach Hotel
In Pulau Menjangang Island Nationalpark schnorcheln. Ein grosser Zauber 😀 Das Foto ist aus dem Netz geklaut. Wir hatten leider noch keine wasserdichte Hüllen für unsere IPhone. Wir sind von Lovina aus gestartet. In einer grösseren Gruppe von ca 20 jungen Leuten sind wir 1,5 h im extra Bus hingefahren. Der erste Schnorchelgang war nur mässig schön, die See war sehr unruhig. Dann Pause und nach der Pause noch einmal auf der anderen Seite von der Insel, direkt an einem Riff. Horror diese Tiefe neben dem Riff. N ist sofort dort hin und war wie besessen von dem Wunsch grosse schwarze Haie zu sehen. Schlimm ist wie die jungen Schnorchler bedenkenlos mit ihren Flossen auf den Korallen rumlatschen. Sie stehen im flachen Gewässer und sind am quatschen dabei zerstören sie Kleinstlebewesen. Wenn man in Ruhe schaut was sich unter Wasser in den Korallen für zauberhafte Dinge abspielen bekommt man einen grossen Respekt vor der Natur.

20 November 2014

Heute war ich das erste mal in meinem Leben wirklich richtig schnorcheln und es war unglaublich still und ein TRAUM 😊 Boot mit Führer gemietet. Für 1,5h insgesamt ca 8,- Euro bezahlt

19 November 2014

Spaziergang in Lovina mit Sijef. Er kennt die Einheimischen und zeigt uns wie sie leben. Diese Behausung gehört dieser winzig kleinen Dame. Diese Armut und der Dreck lassen uns ganz still werden. Sie ist freundlich und bietet uns von der Jackfrucht. Sehr lecker. Wir geben ihr am Ende Rupien.
Um 5:30 wurden wir abgeholt zum Delfine schauen. Mit dem Boot raus. Keine Delfine zu sehen. Nach 2h sahen wir eine Delfingruppe vor uns. Sehr berührend. Danach erst gab es lecker Frühstück. Das Frühstück in Asien für Europäer besteht meist auch Kaffe, Obst, Saft und dem berühmten Bananapancake.

18 November 2014

Homestay in Lovina Rattan Resto. Inhaber Sijf van Zuilen ist Holländer, 75 Jahre hat ADHS und Redezwang, beklebt alles und ununterbrochen mit Muscheln. Wunderschön.

17 November 2014

Am 17.11 ging es weiter mit Made von Ubud nach Lovina. Zwischenstop im Scmetterlingspark

16 November 2014

Spaziergang in Ubud durch die Reisfelder bei Regen
Am 14.11 ging es weiter mit dem Flieger nach Bali. Denpasar Ankunft. Von dort wurden wir abgeholt vom Fahrer Made und ca 1h nach Ubud transportiert.
Hotel lloyd Inn in Singapure Tolles Design, sehr freundlich und sauber allerdings mit schrecklichem ungeniessbarem Frühstück für Europäer.

12 November 2014

Singapur bei Nacht 11.11.2014 beginn unserer Reise. Lumpi ist in bester Obhut bei meiner Freundin Anabel. Alex und Pat bringen uns zum Flieger. A320 von HH nach F ca 2h A380 von F nach Singapur ca 12h