Jordan · 4 Days · 15 Moments · November 2013

julia gussnig

Jordanien - Abenteuer Orient


8 November 2013

Zum Schiffswrack tauchen Aqaba bietet viele Möglichkeiten für verschiedenste Tauchgänge und Schnorcheltouren. Einer der beliebtesten Dives führt zu einem Schiffswrack, das mittlerweile mit Korallen bewachsen ist, und somit Lebensraum für viele Meeresbewohner bietet. Aber Achtung bei der Planung eines Tauchganges: Man muss nämlich bedenken, dass man nach einem Tauchgang in Aqaba, bestmöglich noch eine Nacht hier verbringt, oder zumindest nicht weiter nördlich nach Petra fährt. Der Höhenunterschied zwischen diesen beiden Orten liegt bei etwa 800 Metern, und dieser kann sich nach einem Tauchgang aufgrund des Druckunterschiedes negativ auf das Wohlbefinden auswirken und somit mehr Zeit der Reise kosten.
Sich unter die Leute mischen.. Eigentlich ist es ganz einfach mit dem Essen: In dem Restaurant/Imbiss, indem man viele Leute sieht, scheint es wahrscheinlich zu schmecken... Und so sollte man die Augen offen halten, wenn man über den Markt in Aqaba wandert. In den kleineren Gässchen hatten wir Glück, zahlten den selben Preis wie die Einheimischen, und bekamen den besten Hummus und die saftigsten Falafel, die wir bis dato gegessen hatten!
Schnorcheln, Schlemmen und Shoppen... Hamdan, der Taxifahrer unseres Vertrauens, stand schon vor dem Besucherzentrum Wadi Rums bereit, um uns sicher nach Aqaba - der Hafenstadt am Roten Meer - zu bringen. Zuerst besuchten wir den Markt dort, um uns mit genügend Gewürzen, Kardamomkaffee, und orientalischem Schmuck zu versorgen... Anschließend ging es ins Darna Hotel, wo wir eigentlich den restlichen Tag am Pool verbrachten, um uns von den Strapazen der letzten Tage zu erholen und um die vielen Eindrücke sacken zu lassen.. Das Hotel war recht schön, nur sind rundum (noch) sehr viele Baustellen, und auch der Strand ist eher verkommen, jedoch stellten wir keine großen Ansprüche, da wir wieder einen super günstigen Preis (1 Zimmer, 35 Dinar für 3 Personen) aushandeln konnten. Zum Schnorcheln war es hier jedenfalls wirklich super, da sich das Riff den ganzen Strand entlang zog - langweilig werden kann einem hier also nicht. Die Unterwasserwelt war schön und bunt, mit vielen verschiedenen Fischen und Korallen.

7 November 2013

Der "kleine" Bogen... Lasst euch von eurem Fahrer in Wadi Rum unbedingt zu dem kleinen Bogen - oder auch einfach nur Steinboden genannt - bringen. Wir fanden es atemberaubend, darauf herumzuklettern, oder einfach nur sein Gerüst von unten zu betrachten. Es wirkt total surreal und gebrechlich, ist jedoch massiv und definitiv ein spitzen Fotomotiv...
Lagerfeuergeschichten und Sternschnuppenhagel Die Nacht im Desert Moon Camp war für uns alle das Highlight unseres Jordanientrips, und ist ein absolutes Muss für jeden Besucher dieses faszinierenden Landes. Doch nochmal von vorn, um keine wichtigen Details zu vergessen... Nach der spannenden Jeeptour brachte uns Madjit zu einem Felsen inmitten der Wüste, um den besten Sonnenuntergang aller Zeiten zu sehen. Dort hätten wir wohl stundenlang sitzen können, um jede Sekunde und jeden Moment ganz tief in uns aufzusaugen.. Doch kurz vor Einbruch der Dunkelheit machten wir uns auf zum Camp, wo Mohammad - Madjits Cousin - schon mit einem Festmahl auf uns wartete. Danach saßen wir ewig ums Lagerfeuer, lauschten den Geschichten über Lawrence von Arabien, ließen uns Sternenbilder erklären und versuchten, bei dem einen oder anderen jordanischen Volkslied mitzuträllern. Madjit und Mohammad haben sich rührend um uns gekümmert und diesen Abend für uns so einzigartig gemacht. Glücklich wie nie schliefen wir später unter dem Sternenhimmel ein...
Jeeptour durchs Paradies Unsere Tour durch diese großartige Wüste begann wieder am späten Nachmittag - bis dahin waren wir in Madallas Haus zum Tee trinken eingeladen. Madalla ist der Leiter des Desert Moon Camps - mit ihm buchten wir unsere Wüstentour. Sein Neffe Madjit brachte uns mit einem Jeep zu den wohl schönsten Ecken Wadi Rums. Riesengroße Sanddünen in leuchtend roten Farben, massive Felsen in den beeindruckendsten Formen, Canyons und dunkle Höhlen - alles machten wir in diesen paar Stunden unsicher. Madjit kennt die Wüste wie seine Westentasche und wusste auf alle Fragen, mit denen wir ihn löcherten, wusste er eine interessante Antwort. Kurz und Knapp - Wadi Rum muss man gesehen haben, um zu verstehen, wie leuchtend die Farben wirklich sind und um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie klein und machtlos der Mensch in solch einer atemberaubenden Natur ist.

6 November 2013

Blicke in die unglaubliche Weite Im Dana Naturschutzgebiet kommen Wanderer, Abenteurer und Naturliebhaber so richtig auf ihre Kosten. Die spektakuläre Aussicht in die Wüste Araba lässt einen alles andere vergessen, und so kann es sehr leicht passieren, dass man minutenlang wie angewurzelt dasteht, in die Ferne starrt, und erst wieder zurück in die Realität geholt wird, wenn sich ein grinsender Dorfbewohner zu einem gesellt und einem mit den Worten "Welcome to Jordan" begrüßt, während er frischgepflückte Feigen aus seinem Garten anbietet. Unzählige Wanderwege - von halbstündigen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Tagestouren oder 2-Tages-Treks - schlängeln sich durch dieses weite Tal, und lassen keine Wünsche offen. Da wir nur einen Tag hier verbrachten, entschieden wir uns für eine ca. zweistündige Tour, die durch Olivenhaine und Gärten zu einer kleinen Quelle führte und die wir alleine (ohne Guide) bewältigen konnten.
Gut aufgehoben bei Suleiman und seiner Familie Auch in dieser Unterkunft haben wir uns wieder pudelwohl gefühlt - Suleiman hat uns mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt, uns stolz in einem seiner neuesten Zimmer untergebracht, und uns Wanderwege gezeigt, auf denen wir uns ohne Guide zurecht finden konnten. Das Dana Hotel liegt mitten in diesem 500 Jahre alten Dörfchen, welches nur aus einigen Familien besteht. Wieder war der Preis wirklich günstig (ca. 15 Dinar inklusive Abendessen und Frühstück in der Nebensaison) und wieder waren wir von der Freundlichkeit der Leute dort überwältigt. Sie haben sich rührend um uns gekümmert, und der Abschied am nächsten Tag fiel uns nicht ganz so leicht.

5 November 2013

...Petra by night... Zwei-, bis Dreimal wöchentlich wird "Petra by night"angeboten, bei dem man abends durch den mit Kerzen und Fackeln beleuchteten Siq bis zur Schatzkammer wandern kann. Der Preis dafür beträgt 12 Dinar. Wenn man Glück hat und am richtigen Tag vor Ort ist, kann man dieses Programm auch für sich alleine, und gratis haben. Eigentlich sollte man Petra abends um spätestens 19.00 verlassen. Wenn man jedoch noch etwas herumzögert, so wie wir es taten, kann es sein, dass die Vorbereitungen für das Abendprogramm schon getroffen werden, die Kerzen brennen, und man somit auch für einige Minuten in den Genuss dieses speziellen Anblicks kommen kann... Garantiert erlebt man dieses Spektakel für 12 Dinar beim offiziellen Nightwalk, mit etwas Glück aber auch auf eigene Faust. Auf jeden Fall Stirnlampen oder Taschenlampe für die Passagen vorher und nachher mitnehmen!
Bergpfad ins Glück Das Highlight unseres Petra Besuchs war definitiv die ca. einstündige Wanderung zum etwas außerhalb des Zentrums gelegenen Felsentempel Ad Deir. Am besten steigt man die 800 Stufen hinauf kurz bevor einem die Mittagshitze zuviel wird, denn dort oben gibt es einige sehr nette Cafés (soweit man diese so nennen kann), mit gemütlichen Sitzecken und leckerem Kardamomkaffee und süßem Minztee. Perfekt um sich für einige Stunden auszuruhen, der Mittagssonne zu entwischen und den Ausblick auf das Kloster und auf die Wüste Araba zu genießen. Vielen Touristen dauert die Wanderung dorthin zu lange und so waren wir wieder fast alleine dort. Man kann deshalb ganz in Ruhe entscheiden, ob einem "the best viewpoint in the world", "the even better viewpoint", oder "the very best viewpoint" am besten gefällt, und einfach von jedem dieser drei Erhöhungen ein atemberaubendes Foto schießen. :)
... Beduinenleben.... Bitte fixiert eure Blicke nicht nur auf die vielen Sehenswürdigkeiten in Petra, sondern öffnet eure Augen auch für die Kultur und das Leben der Beduinen, die hier in diesem Weltkulturerbe versuchen, ein "ganz normales Leben" zu führen. Wechselt ein paar Worte mit den Leuten, wenn sie euch ein Lächeln zuwerfen - es wird nicht lange dauern, und sie laden euch auf Tee ein, teilen ihre Ansichten, Erfahrungen und Erlebnisse mit euch, und lassen Petra so nicht nur zu einem geschichtlichen, sondern auch zu einem kulturellen Highlight für euch werden. Wir haben superliebe Menschen kennengelernt, die uns zu versteckten Ruinen geführt haben, uns Tee kochen á la "Bedouin Style" gelernt haben, und uns auf ihren Maultieren zu ihren Höhlen reiten haben lassen. Natürlich haben nicht alle Beduinen dort nur gute Absichten, sehen möglicherweise nur das Geld der Touristen vor Augen, aber ich glaube mit etwas gesunder Menschenkenntnis findet man jene, die einem einfach nur ein Freund sein wollen.
Auf den Spuren der Nabatäer Petra - heutiges Weltkulturerbe, ehemaliges Handelszentrum und Hauptstadt der Antike, mächtiges Reich der Nabatäer. Diese beeindruckenden Felsbauten muss man mit eigenen Augen gesehen haben, denn diese Eindrücke in Worte zu fassen ist schier unmöglich. Am besten nimmt man sich mindestens zwei Tage Zeit, um sich hier von diesen majestätischen Tempeln und Felsenstätten zurück in die Antike versetzen zu lassen. Den Hauptsehenswürdigkeiten wie der Schlucht des Siq, dem Schatzhaus oder dem Theater muss man natürlich einen Besuch abstatten, jedoch lohnt es sich ungemein, auf den Pfaden zu wandern, die von weniger Touristen besucht werden. So kann man stundenlang spazieren, und die Bauten auf sich wirken lassen, ohne dass einem andere Fotojäger durchs Bild laufen. Ab und zu gesellten wir uns zu ein paar Beduinen, die uns auf Tee einluden und vielleicht habt ihr auch Glück und ihr werdet von ihnen in ihr Zuhause - eine Höhle, direkt über einem der Tempel - eingeladen.
Taxis als Transportmittel Sich einen Fahrer/ein Taxi zu mieten, ist das wohl verbreitetste Fortbewegungsmittel bei Reisenden hier. Da wir so billig wie möglich herumreisen wollten, dachten wir zuerst an Busse, jedoch stellte sich auch für uns das Taxi als bessere Alternative heraus, da wir zu dritt unterwegs waren und uns die Kosten somit teilen konnten. Wir hatten auch großes Glück mit unserem Taxifahrer, der uns gleich am Beginn einen Arabisch Crashkurs gab, uns von seiner Kultur und Familie erzählte, jordanische Hits zum Besten gab, und uns unzählige Male zum Lachen brachte. So sollte man am Beginn nach einem sympathischen Fahrer Ausschau halten und wer weiß - vielleicht habt ihr so viel Glück, und landet auch bei unserem Hamdan im Taxi. Zu den Preisen kann man nur sagen, dass sich handeln eigentlich immer lohnt. 50 Dinar von Aqaba bis nach Petra/Wadi Musa sind Standardpreis, jedoch kann man eventuell noch etwas günstiger davonkommen.
Abendstimmung in little Petra Starten sollte man den Ausflug nach little Petra am späten Nachmittag, um der ärgsten Hitze zu entgehen - außerdem ist die Stimmung in der Abendsonne am schönsten. Die in Stein gemeißelten Stätten haben uns total fasziniert, da man so etwas nirgendwo anders zu Gesicht bekommt und außerdem konnten wir hier diese Stimmung ohne Touristenmassen genießen. Nur ein paar Beduinen, die dort wohnen und mit denen wir uns gleich anfreundeten, teilten die ersten Eindrücke dieses Weltkulturerbes mit uns. Wir spazierten zu verschiedenen Aussichtsplätzen, haben unzählige Fotos geschossen, und ließen uns von den Beduinen über ihr Leben hier in Petra erzählen. Gemeinsam tranken wir Tee, und ließen den Sonnenuntergang auf uns wirken, der auf das ganze Tal einen rotgoldenen Schleier legte, der sich fest in unser Erinnerung verankerte. Nach dem Sonnenuntergang, sollte man relativ bald den Rückweg antreten, da es sich dann nur noch um Minuten handelt, bevor die Dunkelheit einbricht.
Günstige Backpackerunterkunft in Wadi Musa Das Valentine Inn wurde uns schon von anderen Backpackern empfohlen, und auch wir können diesen Tipp nur weitergeben. Eine super nette Familie leitet dieses kleine Hotel am Rande von Wadi Musa - einen beeindruckenden Ausblick und einen wunderschönen Sonnenuntergang gibt's auf der gemütlichen Terrasse gratis dazu. Ein gratis Shuttleservice bringt dich jeden Morgen nach Petra, und holt dich dort am Abend wieder ab. Verwöhnt wurden wir andauernd mit leckerem Tee und das Abendbuffet, das man um einen kleinen Aufpreis dazu buchen kann, hat uns jeden Abend wieder aufs Neue umgehauen. Gemüseplatten, Salate, Reis,- und Fleischgerichte, Hummus und Falafel - alles was das Herz begehrt. Die Zimmer waren nicht luxuriös, aber sauber und gemütlich, und die Angestellten waren sehr bemüht uns auch bei unserer Weiterreise zu helfen. Das Valentine war Preis/Leistungsmäßig bestimmt der beste Deal auf unserer Reise, und ist sicherlich wieder mein erster Stopp, wenn ich nach Jordanien zurückreise.