Austria · 3 Days · 18 Moments · June 2013

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Abenteuer Lasörling Höhenweg


19 June 2013

Fahrt ins Defereggental zur Speikbodenhütte Mit dem am Zielort abgestellten Auto fahren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt im Defereggental zum zweiten Auto. Auf der Speikbodenhütten gönnen wir uns noch ein verfrühtes Abendessen. Die Hüttenwirtin ist berühmt für ihre Tiroler Schlipfkrapfen. Ein lokale Nudelspezialität die den italienischen Ravioli oder Kärntner Nudeln ähnelt. Die Italiener nennen sie auch deshalb "ravioli tirolesi". Die Schlipfkrapfen sind je nach Region mit Fleisch vom Rind oder Kalb oder Kartoffeln gefüllt. Hier isst man die Schlipfkrapfen mit Kartoffelfülle, Butterschmalz und geriebenen Parmesan.
Abstieg zum Guggenberger Parkplatz Die Zunigalm, die nur einen sprichwörtlichen Katzensprung entfernt ist, lass wir aus, da man sowohl von der Arnitzalm als auch der Znigalm den Guggenberger Parkplatz gut erreicht und wir noch am selben Tag die Heimreise nach Kärnten antreten wollen.
Essen auf der Arnitzalm Nach etwa 3 1/2 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir nach einem beschwerlichen letzten Aufstieg durch den Wald die Arnitzalm. Die Hütten der Alm des Jahres 2010, liegen auf 1848m Seehöhe am Anfang der Alm mit Blick auf den Deferegger Riegel (2730m) und den Stanzling (2715m). Die Tische im Außenbereich sind voll mit Gästen. Wir können uns zu einem Tisch dazu setzen und genießen den wohl besten Kaiserschmarren und frische Kuhmilch weit und breit. Aber auch alle anderen Gerichte aus der Almwirtschaft sehen herrlich aus. Eine wahre Genussalm. Und der Nachwuchs hilft bereits fleißig mit.
Blick auf den Großglockner Nach einer Weile kommen wir auf eine baumfreie Wiese und haben erstmals einen freien Blick auf den höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Und im Tal sieht man bereits Matrei.
Baden im Lackensee Nachdem Frühstück brechen wir auf Richtung Zunigalm. Von der Wetterkreuzhütte führt der Weg in einen kleinen Graben Richtung Blodnalm. Es geht über den Bach und wieder Aufwärts Richtung Lackensee. An diesem Tag ist es sehr heiß und wir entschließen uns einen kurzen Hüpfer in den See zu machen. Ein herrlicher Ort.

18 June 2013

Essen in der Wetterkreuzhütte Es gibt immer zwei Menüs zur Auswahl die von der Hüttenwirtin höchstpersönlich zubereitet werden. Wir entscheiden uns für Fleischkäse mit Püree und Salat. Bei der Übernachtung dabei ist ein Frühstück. Dieses genießen wir am nächsten Morgen im zugebauten Wintergarten.
Übernachtung Wetterkreuzhütte Die Junior-Chefin der Familie Tschoner hat uns schon erwartet, obwohl unsere Reservierung scheinbar für Verwirrung gesorgt hatte. Sowohl Anfragen für die Zuppalseehütte als auch für die Wetterkreuzhütte landen beim selben Anschluss. Daher immer angeben auf welcher Hütte man übernachten möchte. Wir haben ein bezauberndes Vierbettzimmer das an Schneewittchen und die sieben Zwerge erinnert. Waschraum und WC befinden sich im Erdgeschoss. Die Hütte liegt auf 2106m Seehöhe. Da wir so früh angekommen sind können wir nach dem Umziehen noch die Sonne genießen. Die Hütte ist gut frequentiert, da sie mit dem Hüttentaxi von Virgen aus erreichbar ist.
Weg zur Wetterkreuzhütte In 1 1/2 Stunden Gehzeit ist man relativ schnell bei der Wetterkreuzhütte. Wir nützen die Zeit um die Natur und den Ausblick zu genießen. Kurz vor dem Abstieg zur Wetterkreuzhütte sind zwei Almen durch einen Zaun getrennt. Der Durchlass ist ein alter Baumstamm mit Gabelung. Der perfekte Ort für ein unvergessliches Foto.
Zuppalseehütte Am Ende der Merschingalm blicken wir noch mal zurück. Vor uns liegt die Zuppalseehütte. Nach etwa 3 Stunden reine Gehzeit erreichen wir die Zuppalseehütte. Sie wird zusammen mit der Wetterkreuzhütte von der Familie Tschoner betrieben. Die Hüttenwirtin hat frischen Kuchen und Strudel gemacht. Dem können wir natürlich nicht widerstehen und stärken uns ein wenig. Die Zuppalseehütte liegt auf 2342m direkt am Zuppalsee und bietet Platz für etwa 30 Personen.
Über die Merschenalm Über die Merschenalm geht es zum ersten Zwischenstopp, der Zuppalseehütte. Von der Lasörlinghütte geht es wieder bergauf. Ein schmaler Weg führt dann zur Merschenalm. Der Steinkasbach führt runter ins Tal. Für uns geht es zum Steinkassee und von dort etwas abwärts zu einer kleinen Hütte. Von dort ist das Ende des östlichen Talrückens nicht mehr weit. Um die Ecke sieht man dann bereits die Zuppalseehütte.
Aufbruch von der Lasörlinghütte zum Zuppalsee Nach dem guten Frühstück wird bezahlt und wir brechen zeitig auf. Der Blick auf die Venedigergruppe und ihren Gletschern hält uns fest.

17 June 2013

Abendessen in der Lasörlinghütte Unter dem großen Lasörling sieht man bereits die Hütte. Auf dem Weg entdecken wir auch den ersten Enzian. Nach etwa 3 Stunden reine Gehzeit erreichen wir die Hütte auf 2350m. Die Hütte wird von der Familie Wurnitsch bereits in 2. Generation bewirtschaftet. Zum Abendessen hat man die Auswahl zwischen erstklassigen lokalen Gerichten die vom eigenen Hüttenkoch kredenzt werden. Wir gönnen uns Wienerschnitzel.
Übernachtung in der Lasörlinghütte Die Hütte bietet Platz für 55 Personen in Zimmern und Bettenlager. Wir haben ein eigenes schönes Zimmer mit Doppel- und Stockbett. Ein kleines Wasserkraftwerk versorgt die Hütte mit Strom. Daher gibt es in den Waschräumen für Herren und Damen auch Warmwasser. Das Warmwasser ist begrenzt und man ist bemüht, dass dieses auch fair genützt wird. Daher muss man für Warmwasser beim Duschen Chips beim Hüttenwirt erwerben. Toiletten sind in jeder der drei Etagen vorhanden. In der gut beheizten Gaststube fühlt man sich pudelwohl.
Erste Pause am Gritzersee Kurz vor dem Gritzersee geht es leicht abwärts. Dort begegnet uns ein fast zahmes Murmeltier. Wir können bis zu 5m an das Tier heran um ein paar Schnappschüsse zu ergattern. Der See ist ein wunderschöner Rastplatz und perfekt um ein paar unvergessliche Fotos zu schießen. Wer Abkühlung braucht kann die Füße in den See halten. Die zahlreichen kleinen Fische schwimmen nach einer Weile auf Hautkontakt heran und kitzeln. Weiter geht es dann Richtung Virgentörl auf 2616m, wo wir ins Virgental wechseln und Richtung Lasörlinghütte marschieren.
Alternativer Startpunkt Speikbodenhütte im Defereggental Mit dem zweiten Auto geht es wieder zurück und ins Defereggental der L25 entlang Richtung St.Veit. Der Ort ist auf der nördlichen Talseite, die Abfahrt nicht versäumen. Im Ort der Beschilderung Richtung Speikbodenhütte folgen. Direkt vor der Hütte, auf 2050m, sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Die Hütte wird von der Familie Stemberger betrieben. Vor dem Start gönnen wir uns noch eine Erfrischung und freuen uns jetzt schon auf die Tiroler Schlipfkrapfen der Hüttenwirtin. Dann geht es aufwärts Richtung Gritzersee. Man hat einen wunderbaren Blick auf das Defereggental und die Wiesen sind voll mit Arnika.
Hüttentaxi Wenn man mit zwei Autos anreist, kann man sich das Hüttentaxi zurück zum Auto sparen. Wir stellten daher ein Auto am Endpunkt unserer Tour ab. Von Matrei geht es kurz auf der L24 Richtung Virgen. Nach der Brücke über den Tauernbach nimmt man die zweite Abfahrt links und fährt über die Isel in die Ortschaft Ganz. Dann der Beschilderung Richtung Arnitzalm folgen. Nach etwa 500m fährt man in ein kleines Waldstück. Kurz vor dem Ende, hat man die Möglichkeit gratis zu parken. Alternativ kann man natürlich auch in Matrei parken. Das Auto ist dann sowohl von der Arnitz- als auch von der Zunigalm gut erreichbar.
Grundausrüstung für die Wanderung Zur Grundausrüstung gehören auf alle Fälle: Festes Schuhwerk, Regenbekleidung, Atmungsaktive Bekleidung, Warme Bekleidung gegen Wind und Kälte, Ausreichend T-Shirts und Unterwäsche zum Wechseln, Handtuch, Hausschuhe, Trainingsanzug für die Hütte, gut sitzender und gepolsterter Rucksack, Trinkflasche zum Nachfüllen, Erste Hilfe Packet, Wanderkarte oder GPS-fähiges Gerät. Eine Jause gehört natürlich auch zur Wanderung dazu. Schwarzbrot, Speck, Hartwürste, Käse ein Brett und Schweizer Taschenmesser sind immer dabei. Für die schnelle Energiezufuhr gibt es Müsliriegel.
Vorbereitungen Vor Aufbruch ist die Wetterlage für die kommenden Tage abzuklären. Ich verlasse mich da auf die Informationen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und der Hüttenwirte. Deshalb frage ich bei den Hütten telefonisch an ob sie geöffnet sind und Schlafplätze frei haben. Wenn man einen Hund dabei hat, bitte extra nachfragen. Die Hütten akzeptieren nur Bargeld. Deshalb ausreichend Bargeld und Proviant für unterwegs mitnehmen. Viele Hütten sind in Privatbesitz. Es gibt keine Ermäßigung für AV-Mitglieder. Der Übernachtungsstandard hat sich über die letzten Jahre enorm verbessert und neben Schlaflager gibt es auch Einzelzimmer und Duschen mit Warmwasser.