New Zealand · 133 Days · 40 Moments · August 2016

David Wihl

David's adventure in New Zealand


30 December 2016

Jeff hat sich hier in Granity seinen Traum verwirklicht und sein eigenes Haus gebaut. Obwohl er hier schon seit 20 Jahren lebt sind die Bauarbeiten immer noch nicht fertig und es fällt immer Arbeit an. Aus diesem Grund leben hier immer Wwoofer und helfen ihm beim Bauen und in seinen Gewächshäusern. Wir bauen aktuell ein Vordach für den Gang zwischen Terrasse und Toilettenhaus. Jeff achtet sehr darauf dass wir immer genug und abwechslungsreiches Essen haben. Außerdem möchte er dass wir Spaß bei der Arbeit haben und sorgt deshalb für unterschiedliche Aufgaben und humane Arbeitszeiten, 10-16 Uhr mit einer Stunde Pause. Sonntage sind frei. Die Gegend hier ist super schön, das einzige Problem ist die Grade bei Nacht doch etwas frische Luft und die Schwärme von "Sandflies". Muss nachts mit Mütze schlafen und meine Hand- und Fußgelenke sind mittlerweile angeschwollen so zerstochen sind die.

27 December 2016

Heute morgen bin ich dann also losgefahren. Von Murchison nach Westport mit dem Bus und dann von dort mit Jeff nach Granity. Da mein Bus allerdings schon um 11 ankam, Jeff aber erst um halb sechs von Christchurch wieder kam um mich abzuholen musste ich die Zwischenzeit in einem Cafe verbringen, als dieses dann schloss musste ich meinen Zufluchtsort vor der Regen in das Informationcenter verlagern. Ich weiß jetzt jedenfalls warum dass hier Regenwald heißt... Wir sind dann heute Abend hier angekommen. Werde bis zum 3. hier bleiben, gemeinsam mit noch zwei anderen Wwoofern. Ich lebe alleine in einem Wohnwagen auf den 100 Metern zwischen tasmanischem Ozean und Bergen mit Regenbewaldung.
Den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag verbrachte ich also in einer WG bestehend aus Nina, Rucio, Pilot und einem Belgier mitsammt französischer Freundin, deren Namen ich allerdings nicht richtig verstanden habe. Nina kannte ich ja schon und bin wegen ihr dort hingekommen, die anderen lernte ich erst neu kennen. Wirklich super liebe Menschen die sofort super offen und freundlich zu mir waren, die für mich wie selbstverständlich mit gekocht haben und mir sogar anboten doch noch länger zu bleiben. Durch diese Leute hatte ich auch dieses Jahr ein sehr sehr schönes Weihnachten! Ich geriet allerdings etwas in Panik als ob mein Hostel für die nächsten Tage buchen wollte und feststellen musste, dass es keine freien Betten mehr gab, und das überall wo ich nachgeschaut habe. Gott sei Dank hat sich Jeff abends gemeldet und mir angeboten doch am nächsten Tag zu ihm zu kommen. Also schnell meinen Bus für heute morgen gebucht und wieder beruhigt.
Am nächsten Morgen hieß es dann also wieder alle Sachen einpacken und weiterziehen. Da der 25. aber der wichtigste Weihnachtstag für die Kiwis ist fuhren keine Busse, ich musste wohl oder übel per Anhalter fahren. Gesagt getan stand ich um halb 10 an der Straße und es war reger Verkehr. Allerdings wollte oder konnte in Nelson keiner anhalten, da der Highway dort ziemlich stark befahren ist. Ich musste also 15km durch die Vororte nach Richmond laufen, von wo ich mir bessere Chancen erhoffte. Es war natürlich keine Wolke am Himmel und die Luft stand still um 12 Uhr. Man muss mir angesehen haben wie mich die Temperatur geplagt hat denn mitten in einem Dorf drehte ein älterer Herr extra um um mich zum Highway nach Richmond zu fahren, von dort aus ging es dann in zwei Etappen die restlichen 120km bis kurz vor Murchison weiter, von wo Nina mich dann abholte und zu ihrem Haus brachte. Hier wollte ich Weihnachten mit Freunden verbringen.
Am 23. Dezember fuhr ich mit dem Bus nach Nelson und sollte dort meinen Heiligabend verbringen. Da ich Abends ankam blieb nicht mehr viel Zeit für großartige Unternehmungen, für einen kleinen Spaziergang hat es allerdings noch gereicht. Da ich gemerkt habe dass es mittlerweile nahezu unmöglich wurde über Weihnachten und zwischen den Jahren eine Unterkunft zu finden schrieb ich einen Wwoof Host an, mit dem ich schon einmal zu Beginn meines Auslandsaufenthaltes geschrieben hatte, um ihn zu Fragen ob ich nicht ab dem 27. bei ihm wohnen könne. Meinen Heiligabend habe ich mit einer Wanderung zum Mittelpunkt Neuseelands, einer kleinen Tour durch die Stadt und einem Nachmittag am Strand verbracht. Abends habe ich mir dann was schönes gekocht und noch ein bisschen mit ein paar Leuten geredet. Ich musste trotzdem feststellen, dass Weihnachten ohne Familie und weihnachtliche Stimmung auch einfach nur ein Tag wie jeder andere ist, außerdem wird Heiligabend in NZ nicht gefeiert.
Da alle Busse nach Nelson für den 22. bereits ausgebucht waren, musste ich zur Überbrückung eine Nacht in Picton bleiben. Da meine Fähre nachmittags ankam und ich das Hostel erst einmal finden musste konnte ich dort nichts größeres unternehmen. Allerdings wurde ich über einen Flyer darauf aufmerksam, dass ein kleines lokales Kino den neuen Star Wars Film an diesem Abend zeigte. Ich entschied mich also spontan dazu in den Film zu gehen und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Nicht nur weil der Film sehr gut war, das Kino war außerdem noch eines der kleinsten und komischsten in dem ich jemals gewesen bin. Der Kinosaal befand sich in einer Lagerhalle am Hafen die als eine Art Seaworld in Miniaturausgabe fungierte. Auf dem Weg in den ca. 20 Sitz starken Saal kam man an verschiedensten Fischbecken und einem Schwimmbecken für Pinguine vorbei, bei dessen Anblick jeder Greenpeace Aktivist spontan in Hungerstreik getreten wäre. War ein lustiges Erlebnis.
In den nächsten Tagen unternahm ich außerdem eine Wanderung am Mt Victoria, auch bekannt als "Hobbit Hideout" aus Herr der Ringe, eine Führung durch die Weta Workshop Gebäude und einen Besuch im Te Papa Tongarewa, dem Nationalmuseum Neuseelands. Insgesamt habe ich also ein paar sehr schöne Tage in der Hauptstadt verbracht, viel mehr kann man da allerdings ehrlich gesagt auch nicht machen, also war es kein schwerer Abschied als ich dann am 22. die Fähre nach Picton nahm und die Nordinsel verließ. Witziger Weise hatte meine amerikanische Bekannte auch hier die gleiche Fähre gebucht und wie wir dann herausfanden, auch in Nelson wieder das gleiche Hostel. Die Fährfahrt gestaltete sich zum einen dank der Gesellschaft, zum anderen Dank der atemberaubenden Landschaft der Marlborough Sounds als nicht zu langweilig. Und nach ca. 4 Stunden erreichte ich Picton und damit mein erstes Reiseziel auf der Südinsel.
Am 18. Dezember habe ich mich dann also auf den Weg nach Wellington gemacht. Nach 7 Stunden Busfahrt kam ich dort an und das erste was mich erwartete waren kalte Windböen, die einen mich mit meinen ganzen Taschen beladen beinahe umstießen. Da ich die letzten Tage zuvor 23 Grad und Sonnenschein gewöhnt war zog das die Laune natürlich ersteinmal herunter. Das zweite was mich erwartete war die Erkenntnis, das Wellington auf Bergen gebaut ist, die Straßen sind also ziemlich steil. In Kombination mit dem Wetter sollte dies dafür sorgen, dass die 1,5km bis ins Hostel mich deutlich mehr anstrengten als erwartet. Besagtes Hostel liegt zwischen der Chinesischen und der Amerikanischen Botschaft und befindet sich in einem der schönsten Gebäude in denen ich in Neuseeland bis beherbergt wurde. Auch von allem anderen her eine super Unterkunft! Nach dem ich am nächsten Morgen eine Amerikanerin zufällig wiedertraf, mit der ich zuvor bereits Sachen unternommen hatte erkundete ich zunächst die Stadt.

19 December 2016

Eine Sache konnte ich mir allerdings trotz allem nicht nehmen lassen. Samstag fuhr ich morgens spontan mit dem Bus nach Matamata, einer kleinen Stadt deren Umgebung auch als "the shire" bekannt ist und in der sich die Schafsfarm der Alexander Familie befindet. Diese Farm wurde 1998 von Peter Jackson entdeckt und beherbergt seit dem die Filmkulisse für Hobbiton. Dieses Dorf ist einer der ausschlaggebenden Punkte für mich gewesen nach Neuseeland zu reisen und hat mich nicht enttäuscht! Das Dorf ist aus dauerhaft errichtet und wird von einem Team von Gärtnern in Schuss gehalten. Alles ist super detailliert und liebevoll gestaltet, selbst Hütten die im Film nur am Rande zu sehen sind, sind bis ins kleinste Detail individuell gestaltet. Man läuft auf den Pfaden Gandalfs, Frodos und Bilbos entlang, findet jede Stelle aus den Filmen wieder und erfährt nebenbei allerlei Interessantes über die Produktion. Definitiv mein Highlight des Jahres. Man muss selbst da gewesen sein um zu verstehen wieso
Zurück in Rotorua konnten wir Bilanz ziehen: doppelte Kosten, Wochenlange Vorfreude für nichts und ein verletztes Knie. Krasser Reinfall. Wenigstens waren wieder super nette Leute im Hostel. Meinen Geburtstag feierten wir schön ruhig zusammen.Tim fuhr weiter und ich begann erneut zu arbeiten. Wenn ich in diesen zwei Wochen gut arbeiten könnte hätte ich zwar immernoch weniger Geld als geplant, aber es sollte dennoch reichen. Sollte. Wieder Mal. Es fiehl natürlich wieder alles aus und ich saß da genau wie beim letzten Mal. Ich habe schließlich beschlossen trotz mangelndem Geld einfach weiterzufahren wie geplant. Gestern kam ich in Wellington an, werde dort die Tage bis zum 22. Dezember verbringen und dann die Fähre nach Pikton nehmen. Ab da hab ich noch nichts geplant. Sicher ist nur dass ich dringend einen Job brauche.
Auf dem Gipfel wehte der Wind so stark dass ich mich kaum auf meinen verkrampften Beinen halten konnte. Es war unerträglich kalt und wir sahen vielleicht noch 5 Meter weit. Was wir allerdings sehen konnten war, dass der Weg vor uns zu beiden Seiten steil ins Nichts führte. Nach einer kurzen Beratung entschlossen wir beide dass der Punkt erreicht war, ab dem das Weitergehen zu gefährlich war. Frustriert drehten wir also um und hatten ein neues Ziel: so schnell wie möglich ins Warme der Hütte zurück und trockene Klamotten anzuziehen. Allerdings sollte es dazu nicht kommen. Kurz gesagt viel Tim auf der Treppe hin, schlug sich das Knie auf, dieses musste genäht werden und wir mussten das Shuttle zurück nach Whakapapa nehmen. Von dort nahm uns der nette Fahrer umsonst in seinem Privatfahrzeug mit ins 40km entfernte Turangi und ins Krankenhaus. Die Wunde wurde genäht und wir bekamen Grade noch so ein Zimmer in einem schönen kleinen Hostel in der Stadt. Am nächsten Tag fuhren wir nach Rotorua
Nach einem Schluck Wasser und einem kleinen Snack ging es jetzt an das Besteigen der Treppe. Schon nach den ersten Stufen stellten wir schnell fest dass 1500 Höhenmeter Treppe Steigen mit dem 15kg Rucksack nicht so lustig sind, aber wir waren motiviert und stiegen weiter hinauf. Auf dem ganzen Weg waren uns schon Leute entgegen gekommen die Abbrechen mussten, und wir stellten Recht bald fest wieso. Uns wehte ein immer stärker werdender Wind in die Seite, die Temperatur fiehl, der Nebel würde Dichter. Es stellte sich heraus dass besagter Nebel das Innere der Wolken waren, da unsere Jeans schon bald komplett mit Wasser vollgesogen waren. Es wurde immer unangenehmer. Wir erreichten schließlich ein Plateau auf dem Schnee lag. Mittlerweile taten uns die Beine weh, es war viel zu kalt und wir konnten den Weg nicht mehr sehen da es zu neblig war. Wir gingen weiter und erreichten schließlich den Gipfel.
Am nächsten Morgen war es immernoch kalt und sehr neblig. Wir beschlossen uns zunächst bei einer Tasse schwarzem Kaffee in der Hütte aufzuwärmen und mit dem hutwarden über das Wetter zu sprechen. Dieser versicherte uns dass das Wetter besser würde, der Wind aufhören sollte und man den nächsten Abschnitt problemlos fortsetzen könne. Am Arsch, aber das sollten wir erst später feststellen. Wir warteten zunächst auf besseres Wetter, als das aber nicht kam gingen wir irgendwann einfach los. Der erste Abschnitt war schon nebelig, aber zu diesem Zeitpunkt auch echt schön, es passte schließlich zu Mordors düsteren Landschaft. Durch die Bewegung war es auch nicht allzu kalt und wir konnten die ersten anderthalb Stunden weg bis zur Treppe bequem zurücklegen. Bei dieser Treppe handelt es sich übrigens über eine äußerst unebene in den Stein gehauene Treppe die ein bisschen so aussieht wie die, die Frodo, Sam und Gollum überwinden müssen. Natürlich nicht so extrem.
Bei der Strecke für den ersten Tag handelte es sich um einen durch den tagelangen Regen aufgeweichten Pfad bis zu den Füßen des Berges. Laut Angaben ist dies der am schwersten zugängliche Abschnitt, was vor allem daran liegt dass man durch zwei Bäche wandern und ein paar Mal klettern muss. Wir brauchten ca. 5 Stunden dafür und waren schon gut erschöpft als wir den ersten Campingplatz erreichten. In der letzten Abendsonne bauten wir das Zelt auf und stellten eine Sache fest. Es war saumäßig windig und arschkalt! Wir haben durch den Wind nicht mal den Campingkocher anbekommen. Gott sei Dank konnten wir in die warme Hütte des hutwardens und den Gasherd zum aufwärmen und kochen benutzen. Als es schließlich Zeit fürs Bett war und wir die Hütte verließen fing es an zu schütten und wir froren stark. Also so viele Schichten wie möglich angezogen und rein in den neuen Schlafsack. Dieser war allerdings nicht für Temperaturen um die 0 Grad geeignet, was für eine unangenehm kalte Nacht sorgte.
Am 27. Dezember war es dann also so weit! Tim kam mich besuchen, wir luden alles was wir nicht brauchten bei meinem Kollegen Ben ab und kauften Verpflegung für die nächsten 4 Tage ein. Das erste was wir feststellen mussten war wie viel man in dieser Zeit isst und wie viel die Nahrungsmittel wiegen. Alles zusammen wogen unsere Rucksäcke jeweils um die 15kg. Ein Gewicht das den Aufstieg eines über 2000 Meter hohen Berges nicht grade einfacher machen sollte. Am 28. stiegen wir also in den Bus und fuhren los Richtung Tangariro! Was wir erst im Bus feststellten: wir hatten den falschen Zielort für die Busreise angegeben. Trotz der dummen Aktion konnte ein kurzes Gespräch mit der Busfahrerin allerdings dafür sorgen dass wir doch noch am richtigen Ziel ankamen. Wir waren nun also in Whakapapa, dem Dorf von dem der erste Tagesabschnitt los ging. Bei unserer Ankunft hörte der Regen der letzten Tage auf und wir waren bereit. Die schweren Rucksäcke gut auf den Rücken geschnallt und los!
Als nächstes Stand also jetzt der Camping Trip mit Tim an. Ziel der Reise war der Tangariro National Park, auch bekannt als Drehorte des Schicksalsberges, Mordors und der Totensümpfe aus Herr der Ringe. Das einzige Problem bei der Sache war natürlich dass ich die Ausrüstung erst einmal kaufen musste. Das ist natürlich nicht Grade billig, aber wie bereits erwähnt habe ich ganz gut verdient vorher und wenn ich danach noch zwei Wochen arbeiten würde sollte das wieder drinnen und genug Geld für Weihnachten und Silvester auf der Südinsel sein. Geplant waren 4 Übernachtungen im Zelt, die Überquerung des Schicksalsberges und des restlichen Parks. Der letzte Tag sollte mein Geburtstag sein. Unsere gesamte Ausrüstung inklusive Nahrungsmittel für die ganze Zeit mussten wir natürlich im Rucksack mit uns herum schleppen, aber dieser Herausforderung stellten wir uns gerne! Nachdem der Plan stand freute ich mich wie verrückt auf diese Unternehmung und konnte es kaum abwarten endlich los zu laufen.
Eva hat mich dann im November besucht und wir haben ein paar schöne Tage miteinander verbracht. Schwimmbad und erneut die Redwoods standen auf dem Programm. Sehr schön!
Der Tiefpunkt war erreicht als mein Handy dann auch noch kaputt gehen musste. Alle Fotos, Telefonnummern von hier kennengelernten Freunden und andere Daten sind für immer weg. Hammer geil. Zum zweiten Mal diese Reise hab ich meine Fotos verloren. Dazu kamen natürlich noch die Kosten für das neue Handy die mich in meinen Sparplänen zurück warfen. Gott sei Dank durfte ich immer wieder an den Abenden und (zu vielen) freien Tagen immer wieder super Leute kennen lernen und schöne Gespräche führen die meine Laune stetz besserten. Des weiteren kündigte eine Freundin von mir aus Deutschland die ebenfalls in NZ war an mich in Rotorua besuchen zu kommen, worauf ich mich dann freuen konnte. Irgendwann hab ich dann auch mal wieder mehr Geld sparen können und konnte so kurz vor und an meinem Geburtstag einen Camping Trip mit Tim planen. Es sah also erstmal besser aus.
Nach dem 3 wöchigen Herumreisen war ich natürlich erst mal blank. Der Plan war daher also weiter für Dala zu arbeiten. Bis zu meinem Geburtstag sollte ich genug Geld zusammen gespart haben um mir einen Besuch in Hobbiton zu schenken und mich auf den Weg Richtung Südinsel zu machen. An dieser Stelle begannen die Probleme. Schlechtes Wetter, ein fauler Fahrer und inkompetenter Supervisor sorgten dafür dass ich durchschnittlich 3 oder 4 Tage die Woche arbeiten konnte und so absolut nicht genug Geld zum sparen verdiente. Meine Unterhaltskosten konnte ich zwar finanzieren, aber ich konnte jede Woche nur 100 Dollar oder ähnliche Summen ansparen. Mal mehr Mal weniger. Dazu kam dass mein Supervisor mich ein paar Mal vergaß mich zu bezahlen, wodurch ich auch noch meinem Geld hinterher rennen durfte. Eigentlich der perfekte Zeitpunkt zum kündigen, allerdings ging das nicht da ich ja zu wenig Geld hatte um erstmal ein paar Wochen abgesichert zu sein. Sehr ärgerlich!
Es sind fast 2 Monate vergangen in denen ich keine Einträge auf Journi verfasst habe. Dies lag weniger an mangelnden Erlebnissen als viel mehr an mangelnder Motivation. Dafür waren 2. Gründe ausschlaggebend. Zuallererst hatte ich ein wenig Pech in dieser Zeit, habe mich über vieles ärgern müssen und hatte keine Lust das dann auch noch in einen Text zu verpacken. Zum anderen hat diese wundervolle App meine letzten Texte nicht nur mehrfach durcheinander gebracht sondern auch einige komplett gelöscht hat, etwas was einen nicht Grade motiviert neue zu schreiben. Egal, ich will der App mal noch eine Chance geben. Also was meine ich wenn ich von Pech spreche. Ich meine zunächst dass viele kleine Rückschläge immer wieder dafür gesorgt haben dass meine Pläne nicht aufgingen. Etwas, was ich auf den Tod nicht ausstehen kann, mit dem ich mich aber wohl oder übel arrangieren lernen muss. Genauer werde ich da in den nächsten Texten drauf eingehen.

16 December 2016

Und hier noch ein paar mehr Bilder um bestimmte Leute neidisch zu machen 😉

20 October 2016

Nachdem 2 Leute unserer 4er Gruppe also gegangen sind bleiben nur noch Nina und ich übrig. Da ich den Donnerstag noch nicht arbeiten musste verbrachten wir diesen Tag also auch noch zusammen. Nina hat sich ein neues Autoradio zugelegt und ich half ihr es einzubauen. Also ich hab ihr den Weg in die Autowerkstatt gezeigt ;) Nachdem wir nun also meine Musik im Auto hören konnten machten wir uns nun auf den Weg (mal wieder) zu der heißen Quelle, diesmal mit zwei anderen Mädels. Allerdings sollten wir nicht weit kommen, da auf halber Strecke auf dem Highway Dampf aus der Motorhaube kam und Warnleuchten aufblinkten. Also links rangefahren und den Warnblinker angemacht, ausgestiegen und einen amateurhaften Blick unter die Motorhaube geworfen. Natürlich hab ich nichts erkannt, außer dass der Motor nicht dampfen sollte... Nachdem wir zwei Leute angehalten haben und einen U-turn vollführt hatten haben wir es allerdings noch mit einigen Tricks zur nächsten Werkstatt geschafft!

19 October 2016

...traf und mich mit denen super unterhielt. Meine Laune besserte sich erheblich und so ging es mit einem wirklich viel besseren Gefühl weiter nach Hamilton! Auch die zwei Tage im extrem verregneten und hässlichen Hamilton konnten meiner Laune keinen Abbruch tun. Da bin ich halt im Hostel geblieben und habe ein zwei gute Bücher gelesen. So langsam werde ich in Neuseeland echt zu einer Leseratte... Aber auch im doch sehr asiatischen Hostel sind ein paar lustige Dinge passiert. So wurde ich zum Beispiel morgens durch die Geräusche eines Inders ein Bett weiter wach, der offenbar und ziemlich eindeutig Telefonsex mit seinem Partner hatte. Und das ohne Kopfhörer. Morgens um 6. Nachdem der Typ sich dann tagsüber besoffen hat, nachdem er sich heulend aufs Sofa begeben hat und schließlich eingeschlafen ist haben wir uns schon über nichts mehr gewundert. Und dann wurde es für mich auch schon wieder Zeit zurück nach Rotorua und zur Arbeit zu fahren.
Nach 4 Nächten in Napier ging es dann nach Gisborne. Die Reise dauerte den ganzen Tag und führte durch mit Dschungel bedeckte Berge. In Gisborne bezog ich mein Bett in einem 10 Bett Schlafsaal, da ich nach zwei Nächten und Tagen des Alleineseins überdrüssig wurde. Am ersten Tag fand ich einen super Platz auf einer Lichtung auf einem Berg in der Bay of Gisborne, an der ich die meiste Zeit des Tages verbrachte. So langsam fühlte ich mich jetzt aber doch sehr einsam und so ging ich zurück ins Hostel. Aber auch das sollte nicht helfen, denn ich war nun nicht nur fast alleine im Hostel, sondern auch wieder ganz alleine in meinem großen Schlafsaal. Am nächsten Tag ging es mir immer schlechter und ich konnte meinen Ausflug an der eigentlich sehr schönen Küste der Gisbornes kaum genießen. Also bin ich wieder früh zurück ins Hostel um früh schlafen zu gehen und den Tag so schnell wie möglich hinter mich zu bringen. Daraus wurde allerdings nicht, da ich an diesem Abend drei sehr nette Leute...

17 October 2016

Da ich mittlerweile schon fast seit 10 Tagen wieder zurück in Rotorua bin und schon länger keine Einträge geschrieben habe, wird es mal wieder Zeit ein paar Momente festzuhalten. Nach dem ich Taupo Abends verlassen habe kam ich nach ein paar kleineren Problemen mit Zahlungsmethode und Ankunftszeit für 4 Nächte in Napier unter. In den ersten 2 Nächten hatte ich einen sehr netten Amerikaner auf dem Zimmer, danach hatte ich es für mich alleine. Zunächst habe ich mich darüber gefreut, da ich so die Terrasse mit Hängematte unseres Zimmer alleine nutzen konnte, allerdings wurde es gegen Ende meines Napier-Aufenthalts schon echt etwas langweilig. Außer an der fehlenden Gesellschaft lag das vor allen an mangelnden Aktivitäten. Für alles brauchte man ein Auto und so hatte ich nach ein paar längeren Erkundungstouren an den Strand, einen Berg und durch die Stadt selber nichts mehr übrig außer es mir in bereits genannter Hängematte mit einem Bier und einem Buch in der Hang emütlich zu machen.

28 September 2016

Am Samstag den 24. September habe ich mir für 2 Wochen Urlaub nehmen müssen und mich aufgemacht, um noch ein wenig mehr Orte auf der Nordinsel zu erkunden. Erster Halt: Taupo, eine Kleinstadt am Ufer des größten Sees Neuseelands, dem Lake Taupo. Was ich gleich feststellen musste war, dass das Wetter meinte mir einen Strich durch die Rechnung machen zu müssen. 4 Tage habe ich hier verbracht und an 4 Tagen hat es geregnet. Nichtsdestotrotz konnte ich in den trockenen Stunden ein paar Eindrücke in und um Taupo herum gewinnen. Eine 23km Wanderung durch den Schlamm zu den Craters of the moon, einen kurzen Spaziergang zum See, eine Street Art/Graffiti Tour durch das Industriegebiet der Stadt und einen sehr langen Aufenthalt in Neuseelands ältestem Plattenladen. Meine Highlights waren die letzten beiden Attraktionen. Jetzt sitze ich hier noch bis um 18 Uhr in der Hostellobby und warte auf den Bus nach Napier!

19 September 2016

Fast 3 Wochen sind seit meinem letzten Eintrag vergangenen ohne dass sonderlich viel passiert ist. Ich habe an den meisten Tagen gearbeitet und nur an den wenigen Regentagen frei bekommen. Zu dem anfänglichen Löcher schaufeln gesellten sich ein paar weitere Aufgaben. So habe ich unter anderem die Balken, Nägel und Drahtseile aus einem Orchard herausgerissen, Sie durch neues Material ersetzt, habe Bäume aus der Baumschule ausgegraben, in einen Lkw gepackt und bin mit dem Fahrer, George, mitgefahren um ihm den Weg zu weisen. Nun habe ich die letzten 10 Tage auf einer neuen Farm gearbeitet, die bei unserer Ankunft aus einem auf einer Klippe am Meer liegenden Acker bestand und erst gebaut werden muss. Für mich heißt das Abmessen und Markieren, knöcheltief auf einem Gülleanhänger stehen und Löcher mit Kuhscheiße füllen, sowie Bäume einpflanzen. Extrem anstrengend, vor allem da die Verantwortung für die Abmessungen bei mir liegt!

30 August 2016

Nun ist mein dritter Arbeitstag vorbei und es wird Zeit ein paar Momente festzuhalten. In den letzten Tagen war ich dafür einfach zu kaputt. Ich arbeite als einfacher Arbeiter auf verschiedenen Kiwi Farmen und baue die Gerüste auf. Zu diesem Zweck grabe ich Löcher in Erde, Stein und (scheiß-) Wurzeln, Hebe die 2,10m Holzpfeiler in die Löcher und fülle die Lücken mit Erde auf. 8 1/2 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche. So habe ich in drei Tagen ungefähr 100 Löcher gegraben und habe beim graben jedes einzelne verflucht. Scheiß Arbeit! Das "Orchard" ist selbst für mich zu klein, sodass man den ganzen Tag gebückt läuft und Rückenschmerzen bekommt. Klingt schlimmer als es ist, die verschwinden nach der wohlverdienten Dusche wieder. Zur Arbeit komme ich per 20 Minuten Busfahrt und 40 Minuten durch Neuseeland mit einer Mitfahrgelegenheit. Ben, ein Amerikaner, ist semiprofessioneller Kajakfahrer und muss jeden Tag trainieren. Da er das auf dem Rückweg erledigt bin ich insgesamt 12h unterwegs.
Wie schon gesagt fährt Ben jeden Tag Kajak am "Kaituna" - River, einem Fluss auf halbem Weg zwischen "Te Puke", dem Ort wo ich momentan arbeite, und "Rotorua", dem Ort wo ich lebe. Während er mit seinem Kajak unterwegs ist fahre ich mit seinem Van durch die Hügel um ihn unten wieder aufzusammeln. Neuseeland Klischee pur, Schafherden auf grünen Hügeln und kein Mensch weit und breit. Wenn ich dann unten ankomme und auf Ben warte erlebe ich den Sonnenuntergang am Fluss, mitten im Urwald. Auf jeden Fall Entschädigung genug für die lange Zeit die ich da warten muss und Erholung nach einem anstrengenden Tag. Ohne Bens Kajaktour und seinen Van wäre ich nie an diesen Ort gekommen, ein schöner Zufall. Auch der lange Weg zur Arbeit durch den menschenleeren Fichten- und Farnenwald ist zumindest nach drei Tagen noch nicht langweilig geworden!

27 August 2016

Nach drei Tagen Regenwetter hat sich die Sonne nun doch endlich mal hinausgetraut und alle aus dem Hostel gelockt. Nach dem täglichen Einkauf ging es nun also los zu einer längeren Wanderung um den Lake Rotorua. Wunderschön, genauso wie die vielen Parks in Rotorua die ich mir später anschaute. Morgen habe ich dann meinen ersten Arbeitstag auf einer Kiwi Plantage in Te Puke. Bin mal gespannt was auf mich zu kommt, erfahre näheres selber auch erst morgen.

26 August 2016

Komisch was so ein Tag und eine Nacht im Bett neben der Heizung, ein paar vernünftige Mahlzeiten und ein gutes Buch so alles für Wunder bewirken können. Das Fieber ist weg, die Kopfschmerzen sind weg und die Halsschmerzen auch. So konnte ich mich dann an meinem zweiten Tag in Rotorua auch endlich aus dem Hostel hinausbegeben um die Stadt zu erkunden und einige Erledigungen zu tätigen. Die ersten Anlaufstellen waren Einkäufe und ein Besuch bei der Bank, gefolgt von einem kurzen Abstecher zu McDonalds um das free Wifi zu nutzen. Neben diversen Benachrichtigungen und Werbefenstern ploppte eine Email auf, ein Besitzer einer Kiwifarm bat mich um sofortigen Rückruf, gesagt getan rief ich an und wurde trotz ein paar Verständnisschwierigkeiten des Kiwi-Dialekts eingeladen Montag vorbeizukommen. Da hat sich der Weg zu McDonalds doch gelohnt - obwohl ich, kaum wieder im Hostel angekommen, feststellen musste, dass es auch WLAN im Hostel gab. Naja der Spaziergang hat sich trotzdem gelohnt!

25 August 2016

Am Donnerstag den 25. August sollte ich Auckland also verlassen. Mit dem Bus mit Zwischenstopps in Hamilton und Matamata - auch bekannt als Hobbiton. Durch den strömenden Regen machte ich mich trotz Fieber, Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen, Lungen- und Halsschmerzen und Schlappheit auf den Weg zur Bushaltestelle. Vollkommen durchnässt stieg ich den Bus und stellte fest dass das Arschloch von Busfahrer die Klimaanlage auf arktische Temperaturen gestellt hatte. 4 Stunden da drinnen, durchnässt und frierend sollten keine Freude sein. Dazu kam noch dass ich vor dem Eingang Hobbitons, dem primären Ziel meiner Neuseelandreise,halt machte, allerdings weder Zeit noch Geld hatte es zu besichtigen. Sehr sehr ärgerlich! - Aber ich komme dort wieder hin, wenn ich endlich Geld verdiene und nicht jedes 10 Cent Stück, der kleinsten Münze die es hier gibt, einzelnd umdrehen muss. Die restliche Fährt war pure Folter, doch ich wurde Dank dem free Wifi auf diese Apple aufmerksam gemacht - Danke Jenny!
Die nächsten Tage tat ich nichts weiter als zu lesen, Billard zu spielen und meinen Steuerkram zu erledigen. Alle 25 Arbeitgeber und "WWOOFING"-Gastgeber schickten mir Absagen, natürlich nur wenn sie sich überhaupt meldeten. Ich bekam langsam Panik und beschloss aus Auckland zu verschwunden. Zu langweilig war die Stadt geworden und zu teuer die Lebensunterhaltskosten. Ich wollte aufs Land, raus aus der Stadt und mein Neuseeland Erlebnis beginnen, wie ich es mir vorgestellt hatte und buchte ein Hostel in "Rotorua", einer Kleinstadt die 3 Stunden von Auckland entfernt ist. Leider musste ich feststellen dass ich mir auf Rangitoto eine Erkältung zugezogen hatte, die sich bis Donnerstag, den unbeheitzten Häusern in Neuseeland sei Dank, zu einem ausgewachsenen Fieber entwickeln sollte. So viel zu in Neuseeland ist es warm, da braucht man keine Jacke! Der Krankheit geschuldet verbrachte ich die nächsten Tage im Bett, bis zu meiner Abreise am Donnerstagmorgen.
Nach der zweiten Nacht wusste ich schließlich was Jetlag bedeutet... Ich wurde mitten in der Nacht grundlos wach und konnte keinen Schlaf mehr finden. Nachdem ich verzweifelt darum gekämpft hatte wieder einzuschlafen und gescheitert war, sah ich es als hoffnungslos an und begann die frühen Morgenstunden mit lesen zu verbringen. Eine Angewohnheit die sich in den nächsten Nächten wiederholen sollte. Ich stand schließlich auf und schloss mich drei Mädchen an, Carolin, Becky und eine andere, mit denen wir den Hafen erkundeten und eine andere Sicht auf die Stadt gewannen. Wir beschlossen am nächsten Tag "Rangitoto" unsicher zu machen, bevor ich mich verabschiedete um Dorothea zu treffen. Sie holte mich in der Innenstadt ab und wir fuhren an den Strand. Bei 10 Grad Außentemperatur war allerdings nicht mehr als ein kurzer Spaziergang und eine Portion Fish and Chips angesagt. Ohne Fish, das war zu teuer. Der Tag war sehr schön und ich bekam Einblick in die äußeren Gebiete Aucklands.
Die ersten drei Nächte hatte ich bereits bei "Base Work and Travel" gebucht, einem 7 stöckigen Häuserblock direkt im Herzen der Innenstadt Aucklands. Als ich feststellte, dass 3 Nächte nicht ausreichten um einen bank account zu erstellen und seine "IRD - number", die Steuernummer, zu beantragen, musste ich meinen Aufenthalt dort um weitere 4 Nächte verlängern. Zwar standen mir noch andere, teilweise günstigere, Unterkünfte und Hostels zur Verfügung, doch ich hatte mittlerweile viele Leute kennen gelernt und wollte deren Gesellschaft behalten. Ich schlief in einem 8 - Personen Schlafzimmer mit einem weiteren Deutschem, Dominik, einem Engländer, dessen Name mir zu schwer erschien und den wir deshalb "Johnny" nannten, sowie ein weiterer Engländer, ein Franzose und eine Franzosen. Weiterhin sollte ich in diesem Hostel Julius, Jil, Marla, Carolin, einen Chilenen, Steven und einen Insulaner aus Tahiti, der mich sogleich in sein Haus einlud, kennen lernen.
Reise nach Neu Seeland mit einem Emirates Flug über Dubai. 6 Stunden Flug, 4 Stunden Aufenthalt, 16 Stunden Flug. Bis auf ein paar Turbulenzen und einen erweiterten Sprengstofftest am Frankfurter Flughafen keine besonderen Vorkommnisse. Ich konnte im Flugzeug nicht viel Schlafen und musste den ersten Tag wach bleiben, ich war so müde dass sich der Jetlag erst in der zweiten Nacht bemerkbar machte.
Endlich im Hostel angekommen, dem "Crash Palace Rotorua", konnte ich mich endlich in mein Bett legen. Wieder habe ich ein Bett in einem 8 Bett Zimmer. Der erste Eindruck vom Hostel ist überwältigend. Über und über mit Graffiti überzogen, mit sehr viel Charme gestaltet und trotz des niedrigen Zimmerpreises sehr sauber und ordentlich! Es ist wesentlich kleiner als das Base Auckland und man bekommt sowohl Heißgetränke als auch eine Mahlzeit am Tag umsonst! Die Hosts sind super nett, trotzdem muss ich bevor ich Rotorua erkunden gehe erstmal schlafen gehen, die Reise war zu anstrengend und mein Kopf fühlt sich an als würde er jeden Moment platzen. Außerdem schüttet es dermaßen dass ich nicht raus kann. Der ideale Zeitpunkt um seine Krankheit auszusitzen! Gott sei Dank hab ich ein Bett an der Heizung erwischt!

20 August 2016

Wie geplant verbrachten wir den Sonntag auf Rangitoto. Da der Fuhrmann uns angeboten hatte uns für 20 statt für 30$ auf der ersten Fähre mitzunehmen war früh aufstehen angesagt. Abfahrt um 7:30 Uhr. Die Bootsfahrt lässt sich einfach nicht anders beschreiben als ARSCHKALT. Ich hab den Winter in NZ unterschätzt und nur eine dünne Regenjacke mitgenommen, da friert man trotz 2 Pullis. Die Quittung dafür sollte ich am Montag bekommen. Rangitoto ist eine Vulkaninsel in der Bay of Auckland. Sie ist komplett unbebaut und mit dichtem Urwald bewachsen. Einfach nur wunderschön. Man braucht zwar etwas Zeit um den Gipfel zu erklimmen, 3 Stunden, aber das Wandern auf der menschenleeren Insel lohnt sich allemal.

19 August 2016

Nach dem die erste Nacht mehr oder weniger gut überstanden war, ging es zum Büro von "Jobsearch New Zealand", die mir halfen ein Konto bei einer Kiwi Bank zu eröffnen, der Termin sollte am Dienstag morgen sein, und mir mitteilten, dass ich ein weiteres Dokument benötigte um meine Steuernummer zu beantragen. Nach einer ersten kurzen Panikwelle und einem schnellen Nachrichtenwechsel, welcher sich aufgrund der Zeitverschiebung auf den Abend beschränkte, schickte mir meine Mutter das besagte Dokument zu und ich konnte meinen Nachmittag erneut dem Sightseeing widmen. In einer überteuerten Stadt wie Auckland ist es schwierig ein kostenloses Programm zu erstellen, doch schnell wurde ich auf den "Mt. Eden" aufmerksam. Dieser ist ein kalter Vulkan mitten in Auckland und stellt eine grüne, idyllische und kostenlose Alternative zum überteuerten "Skytower" da. Einziges Manko - 1 1/2 Stunden Fußweg plus die Dauer des Aufstiegs. Naja Augen zu und durch. Fazit: Worth it! Neuseeland feeling pur!
Da ich an meinem Ankunftstag ca. 2 Stunden vor Check-in im Hostel ankam musste ich gezwungenermaßen mit der ebenfalls total übermüdeten Carolin, die ebenfalls zu früh dran war und zufälliger Weise im gleichen Flugzeug gesessen hatte, Auckland erkunden. Über die Stadt lässt sich nicht viel sagen, sie streckt sich über eine gigantische Fläche von Ost- zu Westküste, und besitzt trotzdem nur ein mehr als desolaten Bussystem und KEINE Bahnverbindung. Gott sei Dank befinden sich nahezu alle lohnenswerten Aktivitäten im sehr beschaulichen Zentrum der Stadt, leicht zu erkennen an seinem Hafen und den wenigen Hochhäusern die es kaum verdienen so zu heißen. Die anderen Häuser sind Einfamilienhäuser mit Garten, was die niedrige Einwohnerzahl und die hohe Fläche erklärt. Naja gut für uns, denn so konnten wir armen Backpacker die Stadt bequem zu Fuß erkunden und die wehnigen Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen.