Italy, France, Switzerland · 7 Days · 13 Moments · July 2017

Wolfgang's Abenteuer in Montblanc, France


4 August 2017

... danach kleine Abweichung vom Track - Asphalthoazerl auf der Superstrada nach Aosta (Michl in seinem Element). Abschlussessen im selben Restaurant wie schon am ersten Tag. Eine traumhafte, anspruchsvolle Tour war's wieder mal. Besten Dank an unseren daheimgebliebenen "Reiseleiter" Didi (der Ersatzguide Hans hat übrigens einen ausgezeichneten Stellvertreter abgegeben und Jakob als Schlussmann und Lumpensammler hat stets die Truppe beisammengehalten). Bis bald zur Transalp 2018 Hans, Jakob, Martin, Michael und Wolfgang
Transalp Schlusstag von Courmayeur nach Aosta über den Col de Citrin (75km und 1840hm): Der Tag, vor dem wir uns alle gefürchtet hatten, erwies sich glücklicher als halb so wild. Durch 1/2h früheren Aufbruch und relativ wenig Verkehr auf der Superstrada waren wir schon um 8h45 am Beginn des Anstiegs in Avise. Einziger Defekt der Tour: Martin ist bei der Abfahrt eine Speiche gerissen, wir entschlossen uns aber, es dennoch alle 5 über den Berg zu versuchen. Nach 1000hm Rast im gemütlichen Dörfchen Vens. Nachdem wir den Wirt überreden konnten, schon um 11h den Herd anzuwerfen und uns eine Pasta zu kredenzen, ging's voll motiviert weiter. Am Ende des Tals dann ca 400hm einsames Schieben (im Gegensatz zu den Vortagen kein einziger Wanderer auf der gesamten Etappe), die letzten 200hm mit recht vielen Stufen, der Puls ist galoppiert. Vom Col de Citrin runter ziemlich schwierig und unten steil und vieles unfahrbar (damit war Martin mit dem speichenschonenden Schieben kaum langsamer)....

3 August 2017

Transalp Tag 5: Champex-Lac - Courmayeur (46km, 1700hm): die vermeintliche Bummeletappe erwies sich doch auch als gar nicht so ohne. Erstmals begannen wir einen Tag mit einer Abfahrt, danach aber doch recht lang bergauf. Die rund 300hm vom Refugio zum Gipfel waren grossteils zum Schieben (ausser wenn wir gerade eine entgegenkommende Truppe Japanesen beeindrucken wollten und uns daher aufs Rad schwangen). Der Weg war jedoch eben und daher gut "schiebbar", wäre ein viel besserer Trail gewesen als auf der anderen Seite. Dort gings nach Erreichen des "Dachs der Tour" (Col de Ferret mit 2532hm) über leider sehr viele Hürden (Schieferplatten hochkant wegen Wasserabsperrung) bis zum Val de Ferret. Dort eine längere Pause am Gletscherbach und gemütliches Ausrollen durch das wunderschöne, aber überlaufene Val bis nach Courmayeur. Übernachtung im schon bekannten Hotel Svizzero.

1 August 2017

Transalp Tag 4: Chamonix - Champex-Lac über 49km und 1988hm. Zum Glück haben wir uns heute dazu entschlossen, die Seilbahn zu nehmen und uns somit 400hm zu ersparen. Denn die knapp 2000 waren dennoch der bisher anstrengendste Tag. Schon die erste Stunde war zwar kurzweilig mit grossteils Aufwärtstrail, aber lediglich 200hm in 1h haben doch gleich mal einiges an Kraft gekostet. Nach der Seilbahn wars deutlich flacher und meist schöner glatter Untergrund, am Col de Balme hatten wir wieder einen traumhaften Ausblick auf den leider wieder wolkenverhangenen Mont Blanc. Der Trail runter war fast komplett fahrbar (zumindest für 2-3 von uns), im oberen Teil recht steinig, unten im Wald schöne anspruchsvolle Kehren. Gegenanstieg von 200hm auf den Col de Forglaz mit a bisserl Schieberei, Abfahrt nach Martiny durchgehend asphaltiert, kein Verkehr. Die letzten 900hm nach Champex-Lac in der Hitze waren wirklich grenzwertig. Dafür haben wir uns das Spitzenappartment echt verdient.

31 July 2017

Transalp Tag3: Beaufort-Chamonix 59km und 2250hm. Landschaftlich nicht ganz mit dem Vortag vergleichbar, der Anstieg auf den Col de Joly war zwar durchgehend asphaltiert, hat sich aber doch über 2h45 Fahrzeit erstreckt. Die Abfahrt war auf 2spuriger Schotterstrasse mit Jakob als Schrittmacher und Kameramann. Sollte ein recht gutes Video werden. Nach dem Mittagessen der Col de Coza hatte es vor allem wegen der steilen Schiebepassagen in sich. Frustrierend auch die Tatsache, dass alle Wanderer ganz relaxt entgegenkamen, da sie wohl mit dem Zug da raufgefahren sind. Single Trail vor allem am Beginn sehr gatschig, aber anspruchsvoll und spektakulär, wir haben danach dreckmässig ausgesehen wie Profidownhiller g***

30 July 2017

Abend in Beaufort. Sehr gutes Steak und wirklich günstig für französische Verhältnisse.
Tag 2: Courmayeur - Beaufort: ziemlich weit ins Tal rein, an den Bergriesen entlang. Leider war der Mont-Blanc Gipfel gerade in Wolken (auch zu späteren Zeitpunkten haben wir wohl nur Vorgipfel gesehen). Nichtdestotrotz war die Kulisse stets beeindruckend. Rastplatz am Bach auf 1900m. Danach ein Mix aus Fahren und Schieben auf den Col de la Seigne mit cruisigem Singletrail über 600hm!!! Die Videos dazu schauen auf dem Handy schon gut aus.

29 July 2017

Pasta und Vino zentral in Courmayeur. Richtig günstig ist's hier nirgends (ausser der sehr gute Merlot)
So wohnt man in Courmayeur - sozusagen im Schweizerhaus.
Tag1: von Aosta nach Courmayeur durch die Bergdörfer mit ihren schiefergedeckten Steinhäusern. Höchster Punkt 1595m, gesamt 1806hm und 57km. Schon knapp nach 15h im Quartier, d.h. in der Almhütte im Hotel "Svizzero", eingecheckt. Jetzt ab ins Jacuzzi. Start war "zach" (viel Verkehr und schwere Füsse vom Wein des Vortags) und das Ende war auch "zach" (von Pre-St. Didier nach Courmayeur). Dazwischen sehr sehenswert. Heute sind wir trotz trockenem Wetter nass und dreckig geworden, da in dieser Gegend alles künstlich bewässert wird.

28 July 2017

Anreisetag: wirklich problemlos, Staus gabs nur in der Gegenrichtung. Aosta hat schöne Altstadt mit gemütlichen Trattorias. Die letzten 30km wichen wir auf die Bundesstrasse aus, um die Landschaft zu geniessen, wie z.B. den Gletscher am Talschluss.
Eindrücke von Aosta. Stadtmauern, Triumphbogen etc. stammen aus der Zeit um Christi Geburt, damals sind angeblich schon die ersten wackeren Römer über den San Bernardinopass geradelt.