Europe, North America · 24 Days · 46 Moments · September 2017

Zwei (Über-)Flieger, ein Ziel


7 October 2017

Wir sind im Sommer gestartet und im Herbst angekommen. Vermutlich haben wir dabei unbewusst den richtigen Zeitpunkt für den richtigen Ort gewählt. San Francisco und besonders Sonoma machen im (Spät-)Sommer unheimlich viel Spaß und sehen wirklich bezaubernd aus. Die sonst etwas triste Landschaft von Süddakota hingegen ist besonders im Herbst bezaubernd mit den vielen leuchtenden Farben. Genau so darf ein Urlaub ausklingen.
Auch Watertown verabschiedet sich allmählich. Von uns und dem Sommer. Schwere Nebelschwaden hängen bis weit in den Tag in der Stadt und verleihen der kleinen verschlafenen Stadt eine ganz besondere Atmosphäre.

6 October 2017

Unser Trip ist fast beendet. Die letzten Tage haben wir in einem kleinen, aber wirklich hübschen Loft gewohnt. Leider ist dieses für die letzten zwei Nächte schon ausgebucht, so dass wir noch letztes mal umziehen mussten. Tja... Was soll ich sagen? Über Kontakte und Beziehungen sind wir an ein anderes Loft gekommen. Ebenfalls Downtown, weiterhin der gleiche Preis, aber riesig und top modern, genial geschnitten, mit mega Küche, hohen Räumen und Türen, Badewanne, Parkplatz vor der Tür... Ach... Ganz ganz nah an meinen Vorstellungen von einer Traumwohnung. 🤗 (Jana fühlt sich auch pudelwohl)
Auch wenn ich inzwischen schon zwei mal an der Watertown Highschool war, habe ich es nie in die berühmt berüchtigte Pottery Class (Töpferunterricht) geschafft. Da Jana noch nie an einer Highschool war, konnten wir das jetzt endlich beides nachholen. Wir waren beide schwer beeindruckt. Die Disziplin und Motivation waren unheimlich hoch - genau wie die Qualität der Ergebnisse.

4 October 2017

Und so zieht man in Amerika um. Da spart man sich ganz konsequent das Kistenschleppen. 😆
Was wäre Amerika ohne Waffen? Wir wissen es nicht - aber spätestens seit heute haben wir das richtige 'Murica MIT Waffen kennengelernt. Rich hat uns erst mit zu einem Bekannten genommen. Der Bekannte kannte wieder jemanden und dieser Jemand hatte ein ganzes Zimmer voll Waffen. Nicht nur irgendwelche Waffen, nein, auch Raketenwerfer und Handgranaten. Wir haben uns für die Shooting Range dann aber 'nur' für 2 Jagdgewehre, eine Schrotflinte und ein halbautomatisches Maschinengewehr entschieden. Holy Moly. An das kleinere und das halbautomatische Gewehr haben wir uns beide getraut. Die Schrotflinte hat Jana noch mit Stützhilfe in die Wildnis abgefeuert und das große Gewehr haben wir dann wegen des Rückstoß' ausgelassen. Richs Urteil: Wir sind beide sehr treffsicher und hätten das Wild auf knapp 100 m Entfernung sicher erlegt.

3 October 2017

Inzwischen haben wir unser Ziel fast erreicht. Auch wenn wir noch eine ganze Woche haben, bis wir wieder zu Hause sind, ist ein Großteil der Reise geschafft. "Geschafft", nicht weil wir froh sind, dass es vorbei ist, sondern weil wir kaum noch Auto fahren müssen. Das letzte mal, dass ich so viel gefahren bin, muss jetzt schon fast 5 Jahre zurück liegen. Und selbst da habe ich nicht annähernd so viele Kilometer auf den Tacho bekommen: 3000 Meilen (5800 km) in weniger als zwei Wochen. Das fühlt sich nicht nur unglaublich an... Wir haben glücklicherweise trotz allem sehr geringe Reisekosten. Unser (Hybrid-)Auto verbrauchte auf dieser Strecke durchschnittlich 43 mpg (5,5 L auf 100 km). Dazu kommen unglaublich günstige Benzinpreise, so dass ich ohne Nachzuschauen sagen kann, dass wir weniger als 200 € für diese Strecke bezahlt haben. 🤑🦊

2 October 2017

A NEBRASKA POEM by Willi CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD TRUCK CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN TURN CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN CORN TRUCK CORN CORN ROAD CORN CORN ROAD CORN END

1 October 2017

Wir sind gerade in Smithsfield auf einer wunderschönen Farm angekommen, auch wenn wir hier nur eine Nacht bleiben, hat sich der kleine Umweg definitiv gelohnt... nicht zuletzt wegen des Tornado-Shelters. Aktuell laufen sowohl über das Radio als auch im Fernsehen Tornadowarnungen. 🌪 UPDATE: Inzwischen wurde ein Tornado 50 km von uns entfernt bestätigt.

30 September 2017

Wie schon erwähnt haben wir die letzte Woche viel Bier verkostet. Die Brauerei- und Biergartenkultur in Boulder ist phänomenal. Amerikanisches Bier und die dazugehörige Trinkkultur haben sich wirklich gemacht. Man trifft sich mit der ganzen Familie in Brauereien oder Verkostungsräumen und spielt (kostenlos) diverse Spiele, isst (kostenlos) Popcorn oder besichtigt eben (kostenlos) die Brauerei. Dabei trifft man nicht nur die Menschen, mit denen man sich verabredet hat, sondern kommt auch ganz locker mit allen anderen da ins Gespräch .

28 September 2017

Einen Tag hat es uns nach Denver verschlagen. Einst heruntergekommene Industriestadt hat sich Denver in den letzten Jahr(-zehnten) zum einem der Hotspots in Amerika entwickelt. Die Stadt inzwischen einen sehr sauberen und hippen Charakter und zieht immer mehr junge Menschen und große Unternehmen an. Wir haben uns in Denver die Einkaufsstraße, eine Bar mit unzähligen Bieren on tap (also am Hahn verfügbar) und ein Steakhaus gegönnt. 🤤

26 September 2017

Neben dem ganzen Bier in Colorado gab es aber auch noch mehr: Freunde. Wir hatten eine wunderbare Zeit mit Dave und Lisa. Trotz des eher mittelmäßigen Wetters, hatten wir viele Ausflüge mit dem Fahrrad, Spieleabende mit Freunden, Ausflüge (nach Denver zum Beispiel) und viel Shopping. 🤑
Die letzten Tage war es hier ein bisschen still. Aber, anders als man vielleicht vermuten mag, liegt das nicht daran, dass wir nichts erlebt haben, sondern an der Art der Erlebnisse. Unsere Reise ist inzwischen wesentlich langsamer geworden, entschleunigt wenn man es so akkurater bezeichnen möchte. Es ist schwer, die richtigen Worte für die Zeit zu finden und das Gefühl zu transportieren. Wir hatten uns auf Colorado und speziell auf Boulder eingestellt. Viele Brauereien und nette Menschen, die alle sehr entspannt sind. Unsere Emotionen hier waren dann aber sehr viel stärker. Boulder hat sich wie zu Hause angefühlt... bzw. wie ein neues zu Hause. Das liegt in erster Linie nicht an dem wirklich guten Bier (oder den üppigen Mengen 😂). Ein Großteil des Lebens finden draußen statt, was bei 300 Sonnentagen im Jahr nicht verwunderlich ist. Und viele Aktivitäten sind kostenlos und eng mit der Community verknüpft. Uns geht es gerade richtig gut. ☺️
Manchmal liegen klein und versteckt große Kunstwerke nur um die Ecke.
Auf unserem Weg nach Denver haben wir noch einen Zwischenstopp in Cheyenne eingelegt. Neben eine Pinkel- und Mittagspause gab es hier lustige Stiefel, schöne Häuser und viel Westernflair.
Scottsbluff sollte nur als kurzer Zwischenstopp dienen, so dass wir verschnaufen konnten und ich nicht zu viele Meilen an einem Tag fahren muss. (Ich bin es nicht gewohnt so viel zu fahren, so dass ich trotz Automatik und Cruise Control wirklich angespannt bin beim fahren und spätestens nach 4 Stunden echte Nackenschmerzen bekomme 😒) Den Ort haben wir ausschließlich nach der Größe ausgewählt, denn je größer der Ort, desto mehr Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Aber neben wirklich schlechter Pizza zum Abendessen (Dominos ist in Amerika nicht zu empfehlen), bekamen wir super liebe Hosts, leckere selbstgemachte Muffins, phänomenal leckeres Obst aus dem eigenen Garten und ein Zimmer mit dem Ausblick auf das Scott’s Bluff National Monument. Bevor wir am nächsten Tag abreisten, ging es noch einmal genau auf dieses Monument. Auch wenn die Fotos das nicht ganz einfangen können, es ist wirklich der Wahnsinn, wie groß sich alles und insbesondere der Himmel ‘anfühlt’. Wilder Westen pur.

25 September 2017

Wir haben einen Meilenstein geschafft... MEILENstein. 2000 Meilen... also 3600 km. Das ist wirklich irre viel gerade Straße. Immer gerade aus. Je nach Bundesstaat mit 100 bis etwa 140 km/h. Dabei sieht man meistens nicht viel mehr als braun-gelbes Land. Aber dann und wann wird man belohnt. Majestätisch öffnen sich Landschaften oder zeigen sich Naturdenkmäler wie Scotts Bluff plötzlich vollkommen unvermittelt in der Einöde. Wenn dann auch noch nach 3 Tagen Dauerregen, grauer Himmel und nur 5 Grad Celsius endlich wieder Sonne zu sehen und zu spüren ist, kommt echtes Roadtrip-Feeling auf: bit.ly/2yEmQnA (Leider lassen sich hier weder Videos noch Links einbauen, deswegen bitte diese Adresse einfach im Browser eingeben.)
Und noch ein paar andere Momente, die sich beim warten so ergeben haben. Meine Favoriten: Jana popelt und Jana findet den Park im Nebel nicht.
Wieder sind wir nur für einen Stein Auto gefahren. Allerdings war es diesmal ein echtes Drama. Von Spearfish ging es nach Rapid City und von dort nach Süden... immer weiter in einen Mix aus Wolken und Nebel, bis die Sichtweite plötzlich auf unter 50 m fiel. Am Mt Rushmore angekommen, wurden wir am Einlass gefragt, ob wir vielleicht doch wieder umdrehen möchten und uns die 10 $ sparen möchten, da man heute ohnehin nichts sieht. Wagemutig, wie wir sind, ging es natürlich trotzdem in den Park und zum “Berg”. (Manch einer würde es auch “sturköpfige” nennen.) Und wir sahen natürlich: Nichts! Ja, was nun? Spazieren gehen! Weg von den anderen Touristen an der Plattform und einmal um den Berg. Vielleicht haben wir Glück?! Und wie wir das hatten. Wir hatten den Waldweg fast für uns allein und zunehmend bessere Sicht. Als wir zur Plattform zurück kamen, war die Sicht komplett frei und der Park komplett voll.
Live vom Mt Rushmore... 😒

24 September 2017

Autofahren im mittleren Westen von Amerika (und Wyoming) ist irgendwie lustig. Fast so, als ob ich mein Leben lang dafür trainiert hätte... mit Rennspielen. Nicht, dass man hier besonders schnell fahren würde, aber das Gefühl ist ähnlich. Ich steuere unser Auto ebenfalls (fast ausschließlich) über Knöpfe, höre nebenbei Hörspiele und die Landschaft ist (zumindest digital) bekannt.
Wir sind heute knapp 3h Auto gefahren um uns einen Stein anzugucken. Nach dem Frühstück ging es Richtung Westen. Immer dem Regen entgegen. Je näher wir Devils Tower kamen um so dunkler wurden die Wolken und zeitweise wurden wir sogar vom Nebel verschluckt. Erst 5 Meilen vor unserem Ziel schälte sich der markante Fels aus den Wolken, den man bei gutem Wetter sonst schon eine halbe Stunde vorher sehen kann, da es sonst keinerlei Erhebungen gibt. Trotz des schlechten Wetters war der Anblick wirklich beeindruckend. Und wie wir ja alle gelernt haben, gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. (Wenn es allerdings innerhalb von zwei Tagen von 26 auf 6 Grad Celsius fällt und aus wolkenlosem Himmel Nebel und Regen wird, dann darf man auch mal von schlechtem Wetter sprechen).

23 September 2017

Gestern haben wir uns noch darüber lustig gemacht, dass die Amerikaner hier wirklich überall mit dem Auto hin fahren. Jetzt stellen wir fest, dass man auch gar nicht anders irgendwohin kommt. Wir wollen doch bloß zum Walmart, der gerade mal 900 m von hier entfernt ist und es gibt keinen Fußweg. 🙈
Vielen lieben Dank für alle Glückwünsche und das tolle Geschenk 😍🖥️

22 September 2017

Zwei wirklich glückliche Überflieger 😍
400 km weiter nördlich, quer durch flaches Land liegt Spearfish. Mit nur 10.000 Einwohnern, unbekannt und versteckt liegt das verschlafene Nest zwischen Bergen und verlassenen Goldgräberstätten. Uns hätte nichts hier her geführt, wenn nicht der Sohn meiner ehemaligen Gastfamilie inzwischen mit seiner Frau hier leben würde. Zusammen mit Jacob und Emma ging es heute in den hiesigen Canyon - anders als in San Francisco wird hier alles mit dem Auto erfahren, was auch mal ganz angenehm ist. 😁 Zur Feier des Tages (ja, wir feiern fast jeden Tag) und des Wiedersehens nach fast 10 Jahren sind wir heute in Cowboy-/Goldgräber-/Glücksspielstadt Abendessen gegangen. Recht schnell hatten wir uns alle für Steak entschieden und es war so gut, dass ich Jana sogar erlaubt habe, ein Bild davon zu machen. 😆

21 September 2017

Der Tag in Casper war traumhaft schön. Bei einem Ausflug zu einem nahegelegenen Wasserfall konnte Wyoming seine ganz eigene Schönheit entfalten. Himmel, so weit an schauen konnte. Wir konnten uns beide nicht erinnern, jemals so viel Himmel über uns gehabt zu haben. Die Fotos können das Gefühl nicht ansatzweise wiedergeben, die Weite, die leuchtenden Farben und die frische Luft. Abends ging es dann amerikanisch Pizza essen: all you can eat, alle möglichen Pizzen (Cheeseburger mit Pommes Pizza, Taco Pizza...). Danach haben wir uns mit unserer Gastgeberin gemütlich eine Flasche Wein bei interessanten Gesprächen über Bildung in Deutschland und Amerika geteilt, ehe wir den Tag im hauseigenen Jacuzzi haben ausklingen lassen. Uns geht es gerade so gut! PS: Auf dem ersten Bild sind Cupcakes zu sehen: Carrot Cake Cupcakes um genau zu sein. Ein Willkommensgeschenk unserer Gastgeberin. Die Menschen sind so unglaublich lieb zu uns!
Nach der etwas anstrengenden Reise gestern gönnen wir uns nun einen Tag Erholung in Casper (Wyoming). Alles ist größer und ruhiger als in San Francisco. Während wir uns zuletzt früh auf dem Fußweg vor lauter Radfahrern, Joggern und Touristen nicht retten konnten, sind wir nun die einzigen, die nicht mit dem Auto fahren. Ach ja... Auto. Wir haben eins und nein, es ist nicht das auf dem Bild (Janana for scale 🍌). Wir sind schließlich von San Francisco geprägt und haben uns daher für einen Hybrid entschieden. Lautloses Cruisen in der City und gemütliches Gleiten auf dem Highway ist damit angesagt. Während der Fahrt hat Jana das Handbuch gewälzt und inzwischen können wir - als Team - Cruise Control (Tempomat), Radio und Klimaanlage einstellen. Bei der Klimaanlage schaffen wir zwar aktuell nur amerikanisch-kalt und stinke-warm, aber morgen steht die nächste Tour an, da schaffen wir dann vielleicht auch normal-geruchlos. Jetzt geht's erst mal in eine übergroße, leere Mall zum Shoppen.

20 September 2017

Und so wurde aus dem Tag der Ruhe die Ruhe vor dem Sturm. 5.30 Uhr - Ich werde langsam wach. Danke Zeitverschiebung. 7.45 Uhr - Wir fahren zum Flughafen. Wir sind wohl nicht die einzigen. Lyft verlangt 200% Zuschlag für die Prime Time. Es ist der erste Tag mit schlechtem Wetter. 8.45 Uhr - Wir kommen pünktlich an. Jana ist übel. Wir haben nun 2 h bis zum Flug. 13.45 Uhr - Der Flug findet minimal später statt. Doof, dass ich unsere nächste Unterkunft schon gebucht habe. 17.30 Uhr - Wir landen in Denver. Jana ist bauchgeregt. 18.30 Uhr - Wir haben unser Mietauto und noch 400 km vor uns. 19.30 Uhr - Ich werde müde. Das ist normalerweise die Zeit, zu der wir ins Bett gehen. Danke Zeitverschiebung. 23.00 Uhr - Jana möchte schlafen. Ich zwinge sie, wach zu bleiben, damit sie mich wach hält. Die Kilometer ziehen sich auf dem dunklen Highway wie festgetretener Kaugummi. 23.45 Uhr - Wir sind da... Endlich. Als ich das Auto umparken will, springt es nicht mehr an. Egal. Schlafen.

19 September 2017

Ein Tag der Ruhe Wir haben uns einen Tag Pause gegönnt. Die letzten Tage brachten eine schier endlose Flut an überwältigenden Eindrücken, so dass wir uns spontan gegen eine Tour durch die Muir Woods entschieden haben. Dafür gab es stilecht Pancakes und French Toast im 50er-Jahre-Diner, einen Ausflug zum Meer (Ausflug... 😂 5 Minuten zu Fuß), wo wir den Blick auf die Golden Gate Bridge und Alcatraz genossen haben und die wohl besten echt mexikanischen Tacos als Ausgleich. 🥞☀️☺️🌮 Gutes Essen ist wie Sehenswürdigkeiten für den Mund 😁

18 September 2017

Highlight des Fluges Wir sind über der Golden Gate Bridge und der Pilot funkt durch: "Manchmal lässt es das Wetter zu, dass wir nicht nur ÜBER die Brücke fliegen, sondern auch drunter durch. Und um euch jetzt nicht länger auf die Folter zu spannen, legen wir gleich los." In diesem Moment kippte der Helikopter nur noch schräg nach unten und schoss auf die Wasseroberfläche zu. Der Pilot hat dann noch im Plauderton erzählt wie viel Meter über dem Wasser mit wie vielen hundert Meilen die Stunden wir da jetzt lang fliegen, allerdings hat mein Kopf an der Stelle wohl etwas stärker gefiltert. (Fotos und Panik und mal kurz nach Jana gucken ging noch)
Einmal Helikopter fliegen. Ich hatte keine Ahnung, was uns erwartet und ob ich es toll finden würde, aber ich wollte es schon immer einmal machen... Und plötzlich ging es auch schon los. Ein wirklich irres Gefühl, schnell und ganz anders, als alles was man kennt. Alles wackelt ständig um drei Achsen und anders als im Flugzeug kann man sich auch viel schneller in andere Richtungen bewegen oder einfach in der Luft stehen bleiben. Es ist wirklich ein atemberaubendes Gefühl. Dazu kommt eine ganz besondere Perspektive. Da sieht auf einmal alles besonders aus und möchte fotografiert werden. (Nach dem Flug habe ich konsequent erst einmal 200 Fotos gelöscht 😂) Das Wetter würde bei unserem Flug zum entscheidenden Schlüssel - anders als die Tage zuvor regnete es, war bewölkt und stürmisch. Mit wachsender Vorahnung habe ich im Viertelstundentakt die Wetterapp aktualisiert und siehe da: nur 20 Minuten vor Abflug zog der Himmel plötzlich für eine Stunde auf. Wir Glückspilze 😁🍀🍄
😳😆😳😆🚁 OH MY GOD 😳😆😳😆🚁
Während der letzten Tage ist uns aufgefallen, wie viele Elektro- und Hybridautos in und um San Francisco unterwegs sind. Ungelogen jedes zehnte Auto scheint ein Toyota Prius zu sein, jedes zwanzigste ein Tesla. Dazwischen viele andere Hybride und Stromer. Ganz selbstverständlich, ganz unkompliziert. Es ist natürlich einfacher in Amerika ein Elektrofahrzeug zu nutzen, da hier viele Haushalte ein eigenes Haus haben, allerdings fällt es mir schwer zu glauben, dass es da für Deutschland (das Land, dass neben Japan zu den Technologienationen schlecht hin gehört) da keine passende Lösung gibt. Generell fällt einem in Amerika auf, wie unkompliziert neue Technologien adaptiert werden können und dass die meisten Barrieren nicht der Sicherheit geschuldet sind, sondern aus einer Angst vor Veränderung resultieren.

17 September 2017

Ein Weinverkostung ist anstrengend... Wirklich. Um so wichtiger ist es, dass man danach etwas tut, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Für uns hieß das: Schokolade und Sightseeing 😁 Unser Heimweg führt zu erst zu einer Schokoladenmanufaktur, wo Aaron uns großzügig auf wirklich tolle (alkoholfreie) Pralinen einlud. Danach ging es weiter durch das malerische Dörfchen Sausalito. Es mag Zeiten gegeben haben, in denen Sausalito ein Geheimtipp war, inzwischen ist es allerdings wirklich ein Touristenmagnet... Was uns aber nicht weiter störte, denn wir hatten keine Probleme ein lauschiges Plätzchen mit einer bombastisch en Aussicht auf San Francisco zu finden. Letzter Stop waren die wohl bekanntesten Häuser San Franciscos und Namensgeber für unser Busunternehmen: Die Painted Ladies.
Unser Ausflug auf's Land (Sonoma) war allerdings nicht zufällig gewählt, sondern hatte einen wirklich trifftigen Grund: Hier hatte die Geschichte der Missionare in Kalifornien ihren Ursprung... Oder zumindest ein wichtiger Teil ihrer Geschichte - der Weinanbau. Und genau diesen wollte wir bei drei Vineyards genauer untersuchen. Da das aber schon nach der ersten Verkostung wirklich schwer wurde (zumindest wurden unsere Zungen plötzlich schwer), gab es dann in einem spanischen Gehöft unheimlich leckeres italienisches Essen zur Musik einer mexikanischen Mariachi-Band. Ob es nun der Wein war, der uns zu Kopf gestiegen ist oder es wirklich so schön war, wissen wir nicht mehr, aber es wirkte alles unheimlich stimmig und friedlich. Es folgten zwei weitere Verkostungen und viele interessante Infos zu den Weinen, dem Anbau und der Produktion. Sowohl die Weinbauern als auch Aaron überzeugten uns immer und immer wieder, das Somona aus gutem Grund einen sehr guten Ruf hat. 😊🍷
Wer rastet, der rostet. Und wenn es danach geht, war Skye die beste Reisepartnerin überhaupt. Denn wenn jemand wusste, wo man am besten rastet, dann sie. Skye ist 46 Jahre alt und ein VW Bulli (Autos, zu denen man eine persönliche Beziehung hat, sind im Englischen normalerweise weiblich). Das ist natürlich ein Alter, dass man einem Auto auch wirklich anmerkt. Glücklicherweise wusste Aaron (unser Fahrer) mit den 66 PS bestens umzugehen. Selbst bei 30% Steigung und 6 Personen im Bus sind wir problemlos und ohne zurückrollen angefahren. Dafür hat Aaron dann aber bei Gefälle den Gang raus genommen und Skye Rollen lassen um den Motor zu schonen. So hatten wir eine wirklich interessante Fahrt in die Vergangenheit mit abwechselnd knattertem Motor und lautlosem Cruisen, der musikalischen Untermalung von Janis Joplin und einem Guide, der auf jede Frage eine fundierte Antwort kannte, in die Hügel von Sonoma. PS: Das zweite Bild ist ein Panorama - einmal anklicken, dann sieht man alles.

16 September 2017

Zum Schluss ging es dann weiter in die Stadt und wieder einmal gab es ein neues Gesicht von San Francisco. Hoch, belebt, aber viel entspannter als in anderen Großstädten. Am Ende unserer Tour haben wir uns bei einem mir sehr bekannten Arbeitsgeber einen entspannten Platz gesucht, Live-Musik bei schönem Wetter und stilecht mit einem Hotdog genossen. Den Hotdog haben wir an einem Straßenstand gekauft... mit Kreditkarte ...an einem iPad ...kabellos. Dafür liebe ich Amerika. 🤓 Wer sich jetzt fragt, warum ich ausgerechnet in meinem Urlaub wieder bei meinem Arbeitgeber vorbei schaue, der muss einfach mal in San Francisco am Union Square vorbei kommen. Man ist gleichzeitig drin und draußen, es ist immer etwas los und doch gibt es ruhige und erholsame Ecken und alle Mitarbeiter sind so super lieb und freundlich... und dazu dann noch ein kostenfreies Konzert!
(*) Ich hatte ja schon erwähnt, dass wir uns gegen unser unsportliches Gewissen stellen mussten. Nach langem Hin- und Herüberlegen, so wie reichlich und tiefgründig angestellten Abwägungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass "Fudge" besser ist (und schmeckt) als "Fahrrad". Die beiden abgebildeten Stücke (peanut butter und salty caramel) haben 10$ gekostet und zu den dargestellten Gesichtsentgleisungen geführt. Unheimlich lecker und unheimlich süß. 🤣
Zur berühmten Fisherman's Warf und zum Pier 39 bummelten wir immer die Golden Gate Bridge und Alcatraz im Blick an der Küste entlang. Das Bild änderte sich dabei von sportlichen Amerikanern zu nicht so sportlichen Touristen (*). Es wurde bunter und lauter, aber selbst die Seelöwen konnten uns nicht so wirklich darüber hinwegtrösten, dass dieser Teil von San Francisco irgendwie unwichtig und banal ist. Gesehen, abgehakt und weiter geht's.
Puh... So viele Eindrücke in so kurzer Zeit. Bedingt durch die Zeitverschiebung waren wir heute zeitig wach und zeitig auf den Beinen. Wir brauchten keine 10 Minuten durch unsere malerische Nachbarschaft bis zum Meer, wo auch schon der erste Schock auf uns wartete: Alle, wirklich alle Amerikaner hier sind sportlicher als wir. Wir waren die Einzigen die nicht joggten oder mit dem Rad unterwegs waren. Für die nächste Stunde sahen wir NUR sportliche und durchtrainierte Menschen und Familien. Mit einem schlechten Gewissen zogen wir weiter. Glücklicherweise konnte wir das kurze Zeit später wieder ausgleichen (*)

15 September 2017

Da wir uns keinen Kopf gemacht hatten, wie es vom Flughafen zur Unterkunft gehen sollte und wir am Flughafen angekommen dann doch etwas kaputt waren, haben wir nach der einfachsten bzw komfortabelsten Lösung gesucht... Und die gibt es bekanntlich immer übers Smartphone 🤓 Mit der ersten App (Here) habe ich die Strecke und Verbindungen rausgesucht und gesehen, dass in Amerika auch Lyft mit als offizielle Verbindungen angegeben wird. (Lyft ist so etwas wie Uber. Uber ist so etwas wie das AirBnB unter den Taxis.) Also zweite App (Lyft) runter geladen und los ging es. Keine 5 min später war unser Fahrer da, wir konnten seine Ankunft live auf der Karte verfolgen und die kalkulierteb Kosten wurden trotz viel Verkehr centgenau eingehalten... Und waren damit nicht nur schneller, sondern auch günstiger als der öffentliche Personennahverkehr. Genial!
Wir sind gut in San Francisco gelandet. Das Wetter ist bombastisch und wir todmüde. Auch wenn die Sitze im Flugzeug viel zu klein sind und Jana immer noch bauchgeregt ist, war der Flug eigentlich wirklich gut. Wir hatten einen ganz lieben Sitz Nachbarn, wirklich leckeres Essen und eine gute Filmauswahl. Auch wenn der Flug nicht wie im Flug verging, sind wir wirklich zufrieden. ☀️😀😴
Eigentlich halte ich mich mit unnötigen Updates zurück, aber Jana hat unterwegs eine wunderschöne Wortschöpfung kreiert, die das Gefühl vor einer langen Reise beim Frühstück so treffend beschreibt, wenn man essen möchte, aber nicht wirklich kann: "bauchgeregt" 🤓
Ein Glück, dass wir noch einmal darauf hingewiesen wurden, 3 Stunden vor Abflug einzuchecken. Mit jeweils 10 kg Gepäck (Habe ich nicht eine reisefreundliche Freundin?!) und flughafenerprobter Kleidung (Jogginghose it is - Travelling with Style) hat es von der Ankunft am Flughafen bis zum Frühstück hinter der Sicherheitskontrolle 11 Minuten gedauert. Joa... Dann können wir ja jetzt fast 3 h den weitläufigen und höchst interessanten Abflugbereich des Dresdner Flughafen erkunden.

14 September 2017

Es geht los... Also fast. Wir packen, checken ein, buchen Taxis und nach Wochen der absoluten Ruhe werde ich sogar ein bisschen aufgeregt. (Nicht ganz so doll, wie meine bessere Reisehälfte, die im Minutentakt Wäsche aus- und wieder einpackt und zum dritten Mal die gleiche Frage stellt, nur um auf Nummer sicher zu gehen, aber doch schon so ein bisschen.)