Indonesia · 21 Days · 29 Moments · April 2018

Weltenbummel Indonesien


8 May 2018

Unser nächstes Ziel war die nicht weit entfernte Insel Nusa Lembogan. Von Kuta wurden wir an unserem Hotel abgeholt und nach Sanur gefahren, welches süd-östlich auf Bali liegt. Von hier ging es mit einem Speedboat 45 Minuten lang über das Wasser, bis wir auf der Insel ankamen. Fisch wird hier eine 3 wöchige Ausbildung zum Dive Master machen, doch bevor es los geht wollten wir erstmal zusammen die Insel erkunden. Für den ersten Abend begnügen wir uns aber mit dem Strand von Lembogan. Es ist wirklich schön und man kann von hier aus die Umrisse von der Insel Bali sehen.

7 May 2018

Kuta hatte uns besser gefallen als wir dachten. Zuerst hatten wir viele Voruteile über den Ort, da uns alle Leute vor Kuta warnten, es könne zu touristsich sein, zu viel Party und vieles mehr. Einiges hatten wir auch so wieder gefunden, doch waren wir wohl in der richtigen Stimmung und konnten dem ganzen Einiges abgewinnen. Vorallem mit unserem Freund Fisch hatten wir ein paar feucht fröhliche Abende gehabt, Arak und Bintang sei Dank. 😉 So ließen wir unseren letzten Abend am Kuta Beach ausklingen, sahen den Surfern beim Wellen reiten zu und genossen zu einem ein Fläschchen Bintang den Sonnenuntergang.

6 May 2018

Der nächste Tag läuft erstmal langsam an, da wir alle relativ verkatert sind...nachdem wir auskuriert sind, beschließen wir, unbelehrbar wie wir sind, trotz aller Widerstände, nochmal in die Twice Bar zu gehen. Der Abend verläuft gemütlich, es findet kein Konzert statt und bis auf ein paar Jungs, die hier die Möglichkeit nutzen, zu Proben, sind wir hier alleine. Max nutzt die Chance, ein bisschen Singsang beizutragen und freut sich. 🤗🤗🤗 Da Bier in Indonesien unglaublich hoch versteuert wird, sind wir auf das einheimische Feuerwasser umgestiegen. Das heißt Arrak, ein hochprozentiger, stechender Reisschnaps, welcher nur selbst gebraut wird, da der Konsum, wenn man es streng sieht, gesetzlich untersagt ist. Doch auch hier wollen die Leute sich ihr Recht, Schnaps zu trinken, nicht nehmen lassen. Da kann auch kein Gesetz etwas dran ändern. 😂 Wir verbringen einen schönen Abend mit tollen Gesprächen und Diskussionen mit unserem Freund Fisch...

4 May 2018

Unser nächster Stop - Kuta, war so ziemlich das Kontrastprogramm zu Amed. Nach einer dreistündigen Fahrt, kamen wir in Balis pulsierendem Tourismuszentrum an. Kleine Gassen, unglaublich viele Souvenirshops, Restaurants, Clubs und Hostels reihen sich aneinander. Nach kurzem Ankommen, machten wir uns auf, unseren Freund Fisch zu treffen. Er ist gestern Nacht mit dem Flieger angekommen, um hier seinen Tauchlehrerschein zu machen um dann in Indonesien arbeiten zu können. Witzigerweise ist seine Unterkunft keine 10 Minuten von unserer entfernt. Wir treffen einen äußerst müden, aber glücklichen Fisch an und beschließen, erstmal einen ausgedehnten Spaziergang am Strand zu machen. Abends freuten wir uns, da wir (endlich) einen Punkrockschuppen gefunden hatten, welche als Treffpunkt für die lokale Szene dient. Wir fühlen uns pudelwohl und nachdem wir erfahren, dass diesen Abend sogar ein Hardcorekonzert mit lokalen Bands stattfindet, sind wir vollends aus dem Häuschen! 🤗🤗🤗

1 May 2018

In Amed kann man nicht nur fantastisch Schnorcheln und tauchen, sondern auch landeinwärts, wo es bergiger wird, Einiges an sehenswerter Natur bestaunen. Wie so oft liehen wir uns einen Roller und fuhren über steile Bergstraßen durch die idyllische Landschaft. Übrigens ist in Amed die gesamte Region vulkanisch und somit der Strand schwarz gefärbt und man hat einen wunderschönen Blick auf den beeindruckenden Vulkan Mount Agung, welcher der größte seiner Art auf Bali ist. 😊 Erst einige Tage später, als wir Amed schon verlassen hatten, bekamen wir mit dass der Vulkan Agung zurzeit der aktivste Vulkan auf Bali ist und momentan damit gerechnet wird, dass er jederzeit ausbrechen könnte. Da hatten wir wohl Glück gehabt, nichts ist passiert.

28 April 2018

Munduk hatte uns sehr gut gefallen, doch sehnten wir uns bald wieder nach mehr Sonne und Wärme. So kam es, dass wir uns auf den Weg nach Amed machten. Amed liegt an der Ostküste von Bali und ist bekannt für seine guten Tauch- und Schnorchelplätze. Wir entschieden uns hier für ein gehobeneres Hotel und genossen den Ausblick unseres Zimmers auf das Meer. Planschen im Pool, spazieren gehen an der Küste und Kühe streicheln - was gibt es schöneres zu tun! 😀

27 April 2018

Nach unserem langen Bad in den heißen Quellen, zogen Wolken am Himmel von Munduk auf. Mit dem Roller wollten wir zurück zu unserer Unterkunft fahren, entdeckten aber kurz vor der Ankunft noch einen Wasserfall. Da es von hier nur noch 3 Minuten bis nach Hause sind, hofften wir, dass das Wetter unseren kurzen Besuch am Wasserfall standhält. Dieser Wasserfall wird einfach nur "Munduk Wasserfall" genannt. Das Wasser fällt aus etwa 25 Metern Höhe an einer grün bewachsenen Felswand hinab in ein Felsenbecken. In der Trockenzeit ist das Wasser nur knietief und eignet sich daher nicht zum Baden. Rundum den Wasserfall ist die Natur sehr schön und wir entdecken allerlei Schöne und außergewöhnliche Pflänzchen. 🌿🌺 Das Wetter spielte mit und wir kamen in unserer Unterkunft an, als die ersten Regentropfen vom Himmel fielen.
Da es rund um Munduk doch einige Grad kälter ist, als im Rest von Bali, beschlossen wir einen Ausflug zu den Heißen Quellen von Banjar zu machen. Der Eintritt beträgt gerade mal 1,50€ und ist für unser Verständnis völlig angemessen. Wir finden eine,inmitten vom tropischen Dschungel umgebene Anlage wieder, die von Einheimischen, als auch von Touristen genutzt wird. Das Bad läd mit seinen 38°C warmen Wasser zum Verweilen ein. Die Becken werden von einer Schwefelquelle versorgt, deren Wasser sich aus den steinernen Köpfen von mystischen Naga-Schlangen ergießt. Hier verbrachten wir fast 2 Stunden, bis wir uns wieder mit dem Roller zum nächsten Ziel aufmachten. Die Landschaft rund um Munduk ist wirklich wunderschönen und wir kreuzen bei unseren Fahrten viele saftig Grüne Reisterassen.

26 April 2018

Nachdem wir die Zwillingsseen hinter uns gelassen hatten, passierten wir den nächsten, den Bratan See. Viele Touristen zieht es zu diesem See, da hier einer der berühmtesten Tempel auf Bali steht. Der Pura Ulun Danu Bratan ist ein bedeutender Wassertempel, der Shiva als Schöpfer geweiht ist. Im Inneren des Tempels gibt es aber auch Buddha-Statuen. Die Tempelanlage liegt in den Bergen auf 1200 m. Der Tempel kommt mit seiner Lage im Wasser sehr gut zur Geltung und ist eine schöne Abwechslung zu den vielen anderen Tempel. Trotzdem sind wir etwas irritiert, da drum herum das Areal eher wie ein Vergnügungspark für kleine Kinder gestaltet ist. So kommt es dazu, dass wir Frösche, Eulen und noch viele weitere Tiere treffen. Jülis Highlight sind die Rehe, die bei genauerer Betrachtung etwas psycho-dümmlich erscheinen. 😆
Bei unserer Rollertour kamen wir an zwei angrenzenden Seen vorbei. Die Seen "Buyan" und "Tamblingan" werden auch als Zwillingsseen bezeichnet und bis zu einem Erdrutsch, der sich im Jahr 1818 ereignete, waren sie ein zusammenhängendes Gewässer. Auf unserem Weg entdecken wir viele schöne Orte. Riesige Blumenmeere, ein Himmelstor, dass ins Nichts führte, einen JVC, Javanese Fried Chicken (na, wem kommt das bekannt vor 😂) und wie immer, schöne hinduistische Tempel.😍
Nachdem wir quer durch ganz Bali gereist waren, kamen wir gegen Abends in Munduk an. Unser Hotel lag an einem Hang, von dem man eine tolle Sicht auf die umgebenen Berge hat. Am nächsten Tag liehen wir uns einen Roller und erkundeten die Gegend. Munduk ist extrem grün und bergig. Die Temperaturen sind hier gemäßigt, sodass uns beim Roller fahren im T-Shirt schnell kalt wurde. Immer wieder halten wir an und bestaunen den Ausblick auf die Grünen Berghänge. Nebelig ist es hier, doch immer wieder schwindet er und gibt den Blick auf die umliegende Landschaft frei.

25 April 2018

Nach der entspannten Zeit auf Java, machten wir uns auf den Weg zurück Richtung Bali. Unser nächstes Ziel ist Munduk, ein kleines Dorf, mitten in den Bergen Nordbalis. Mit der Fähre von Ketapang nach Gillimanuk. Diesmal fuhren wir auf einem großen Schiff. Da wir die Nacht zuvor im neu eröffneten Kino von Banyuwangi waren und danach auch nicht so recht schlafen wollten, waren wir entsprechend müde. Umso verrückter fanden wir die Situation auf der Fähre. Man stelle sich vor, es ist 8 Uhr morgens, alle Menschen sind noch halber in ihren Träumen, bis die Fähre startete...Kaum legten wir vom Ufer ab, gingen die dicken Lautsprecher an, gefühlt bis zum Anschlag und los ging die indonesische Karaokeparty! 😂😂😂

24 April 2018

Die nächsten Tage verbrachten wir damit, durch die Straßen Banyuwangis zu wandeln. In der Stadt trifft man absolut keine Touristen. Scheinbar buchen alle die Ijen-tour und reisen danach direkt weiter. Dabei hat Banyuwangi auch einiges an Charme. Neben den omnipräsenten Moscheen an jeder Ecke, sind es die Häuser, die trotz fehlender Pracht, alle wunderschön bunt angemalt sind, da könnten sich die Deutschen echt ne Scheibe abschneiden, dass hilft total gegen den tristen Beton-Look. Da wir scheinbar die einzigsten Touris sind, grüßen uns wirklich alle, Kinder rennen hinter uns her, winken und versuchen etwas auf englisch zu sagen. Uns fällt auf, dass die Menschen daheim nicht so freundlich und aufgeschlossen sind, da würden solch fremdartige Gestalten mit Misstrauen und Kopfschütteln begrüßt werden...die letzten beiden Bilder zeigen, wie die normalen Strände Südostasiens abseits der Touri Zonen aussehen, da ist nichts mehr mit Traumstrand! Aber immerhin haben wir Delfine gesehen! :D

23 April 2018

Nachdem wir den Ijen erfolgreich bestritten hatten, bot uns unser Fahrer an noch einen kleinen Abstecher am Jagir Wasserfall zu machen. Wir waren zwar etwas müde durch unsere nächtliche Aktion, aber das war kein Grund hier keinen Halt zumachen. 😀 Der Jagir Wasserfall ist schön anzuschauen und wir erblicken sogar einen kleinen Regenbogen, am Fuße des Wasserfalls. Unsere Müdigkeit siegt und wir konnten uns nicht aufraffen eine kleines Bad zu nehmen. Jetzt nur schnell ins Bett und erstmal diesen aufregenden, schönen und strapaziösen Tag verdauen.😴
Wie wunderbar die freie Sicht auf den Krater und den See ist! Unser Guide, erzählt uns, dass er 25 Jahre lang Minenarbeiter war und nun seit zwei Jahren als Guide arbeitet. Er erzählt uns, dass der Beruf von Vater zu Sohn vererbt wird und so für Generationen weitergegeben wird. Die meisten Männer in diesem Beruf werden nicht alt. Sie verrichten ihren Job ohne Gasmaske und in Flip Flops oder Gummistiefeln. Die Aufgabe besteht darin, den Schwefel von Hand, mit Hammer und Meisel abzubauen und diesen in Körben auf den Schultern erst den Weg vom Krater aus nach oben zu transportieren und von hier aus auch nach unten ins Tal zu tragen. Die meisten der Arbeiter laden sich bis zu 80 kg auf die Schultern und bekommen pro Kilo Schwefel 6 Cent. Das ist auch in Indonesien nicht viel. Gegen 6.30 Uhr machten wir uns an den Abstieg und genossen nochmal den Ausblick auf 2.700m Höhe. Mit jedem Schritt bergab wird es wieder wärmer und wir freuen uns immer mehr auf das wohlverdiente Schläfchen!😴😴😴
Endlich klart das Wetter auf und wir bekommen eine Rundumsicht auf die atemberaubende Schönheit des Krater Ijen und seiner Umgebung. Wir begaben uns in Richtung Kratersee, um einen guten Blick zu erhaschen. Normalerweise darf man bis zu den gelben Schwefelbrocken, an denen die Gase empor schießen, gehen und sich dort den Schwefel Abbau vor Ort anschauen. Durch das vermehrte Gasaufkommen, ist es zu dem Zeitpunkt nicht gestattet und nur die Mienenarbeiter dürfen hinab steigen. Bei der wunderschön türkisen Farbe des Kratersees, bekommt man fast Lust ein Bad zu nehmen, doch ist dieser See einer der giftigsten Säureseen der Welt. Die Komposition zwischen dem gelb des Schwefels und das Türkis des Sees, lässt den Ort surreal wirken und ist wirklich etwas ganz Besonderes...
Wir befinden uns auf 2.700 m Höhe und da durch den aufkommenden dicken Nebel die Sicht stark eingeschränkt war, schlug uns unser Guide vor etwas spazieren zu gehen und den höchsten Punkt zu besuchen. Hier oben kamen wir uns vor wie in einer verrückte Anderswelt. Karge Landschaft mit knorrigen alten Bäumen, kombiniert mit dem Nebel, einfach herrlich. Das Wetter war hier eher vergleichbar mit einem nasskalten, windigen Herbsttag, ganz anders wie im Tal indem Temperaturen bei 30°C Standard sind. Zum Glück hatten wir unsere dicksten Jacken dabei und konnten so ohne großes Frieren die Umgebung genießen.
Am 23.04 durchlebten wir eins unser größten Abenteuer - die Besteigung des Vulkans Ijen. Über unsere Unterkunft buchten wir eine Tour, in der wir mitten in der Nacht um 2.30 Uhr abgeholt wurden, um morgens den Sonnenaufgang auf dem Vulkan zu erleben. Eigentlich beginnt die Tour immer um 00.30 Uhr, um auf dem Vulkan die berühmte blaue Flamme zu sehen, die durch Austritt heißen Schwefels entsteht, der an der Oberfläche mit Sauerstoff reagiert und sich dabei sofort entzündet. Da zu dem Zeitpunkt vermehrt giftige Gase austraten, war aus Sicherheitsgründen die Exkursion erst am frühen Morgen erlaubt, da sich die Gasentwicklung dann etwas beruhigt. Leider kann die blaue Flamme aber nur bei Nacht besichtig werden. Für uns kein Grund den Vulkan nicht zu sehen und so schleppten wir uns ab vier Uhr morgens mit unserem Guide, die steilen Wege hinauf. Stellenweise ist es extrem nebelig und nur kurz lässt sich der Kratersee sehen. Immer wieder steigen Schwefelgase hoch, deshalb die Gasmasken.☠☠☠

22 April 2018

Banyuwangi ist für viele Touristen ein Durchreiseort und wird nur angesteuert um den Vulkan Ijen zu besichtigen. Die meisten kommen Mittags in ihrem Hostel an und gehen nachts auf den Ijen, um dort den Sonnenaufgang zu erleben und reisen nach der Vulkan Besteigung schon wieder ab. Da wir aber absolute "Slow-Traveller" sind, läuft das bei uns ganz anders ab. Wir liehen uns erstmal einen Roller, um damit die Gegend von Banyuwangi zu erkunden. Wir wollten eigentlich den Jagir Wasserfall besichtigen, doch irgendwo sind wir wohl falsch abgebogen. Statt den Wasserfall zu finden, kamen wir an vielen Kaffee und Gummibaum Plantagen vorbei. Jüli freute sich wieder besonders über den ganzen Kaffee der hier einfach neben der Straße angebaut wird. Zu dem Zeitpunkt tragen die Kaffeesträucher fast nur grüne Kaffeekirschen, nur vereinzelt finden wir reife, rote Früchte. Die Erntezeit wird wohl erst noch in einigen Wochen anstehen.

21 April 2018

In der früh des 21.04.18 wurden wir von einem Fahrer unseres Hostels zum Busbahnhof Ubung gebracht. Das Ziel unserer Reise war die Nachbarinsel Java. 5 Stunden verbringen wir in dem Localbus, der definitiv nicht für westliche Hüften ausgelegt ist. 😀 Wir müssen die meiste Zeit der Fahrt seitlich zum "Flur" des Busses sitzen, da wir einfach zu groß und zu breit gewachsen für diesen Bus sind. Naja "Flur" kann man eigentlich nicht sagen, da der ganze Raum mit Gepäck und über den Sitzragenden Körpern ausgefüllt ist. 😆 So läuft das eigentlich bei 90% der Fahrten in Südostasien statt, vorallem wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt und nicht die extra für Touris und hochgradig überteuerten Privatfahrten nutzt. Mit dem Local Bus reisen wir bis Gilimanuk, um mit der Fähre nach Java zu kommen. Nach einer Stunde hatten wir es geschafft und mussten nur noch mit dem Bemo (Sammeltaxi) eine halbe Stunde fahren, um unser Ziel Banyuwangi zu erreichen.

19 April 2018

Unser letzter Stop war der Hidden Canyon "Beji Guwang". Nach diesem ereignisreichen Tag dachten wir an eine nette Wanderung durch den Canyon, doch es stellte sich schnell heraus, dass es ein wahres Abenteuer werden würde. Angetan in Badeshorts, informierte unser Guide uns, dass wir damit rechnen müssten, bis zur Hüfte nass zu werden und ob wir Badesachem dabei hätten. Nach kurzem Überlegen beschlossen wir: Ab geht's, auch ohne Badeklamotten! Schon nach den ersten Metern wird klar, das wird ne sportliche Angelegenheit, über rutschige Felssimse und mitten durchs Wasser krabbseln wir unter Anleitung des Guides durch den feuchtfröhlichen Canyon und freuen uns total am Ende des Tages doch nochmal unsere Muskeln zu beanspruchen.... Am Ende gab's noch den ein oder anderen Sprung ins tiefere Wasser. 🤗 Müde, nass, aber glücklich machen wir uns anschließend auf den Weg zurück nach Denpasar in unser Hotel. Uns ist mittlerweile beiden klar, wir haben unser Herz schon jetzt an Bali verloren 😍😍😍
Unseren vorletzten Stop der Tour waren die berühmten Reisterrassen von Tegalang. Die Umgebung war wunderschön und die grünen Stufen umgeben von Palmen und kleinen Häusern, hatten ganz besonders viel Charme. Der Reis ist so unfassbar grün, dass die Farbe einem fast nicht real vorkommt, doch sieht es hier tatsächlich so phänomenal grün aus. Der Reis, der in ständig wasserüberfluteten Becken angebaut wird, kann bis zu dreimal im Jahr geerntet werden. 🌱 Das Wasser ist das Lebenselexir für die Reispflanzen und der Wasserstand in den Feldern ist entscheidend für den Lebenszyklus des Reisanbaus. Das Wasserlevel wird mit dem heranwachsen der Reispflanzen ständig erhöht. Danach wird das Level des Wassers reduziert und die Felder trocken gelegt, so dass der Reis geerntet werden kann.
Unser nächstes Ziel war der 962 errichtete Wassertempel "Pura Tirta Empul". Er ist einer von Balis heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen und vor allem wegen seines heiligen Quellwassers bekannt. Ein Bad in den heiligen Quellen des "Pura Tirta Empul", bringt nach hinduistischem Glauben eine geistige und seelische Reinigung. Es hilft vor allem zur Heilung von Krankheiten. Um die volle Heilungskraft zu erhalten, vollziehen die hinduistischen Gläubigen das Reinigungsritual unter allen 20 Quell-Krügen. Für unseren Geschmack, war hier eindeutig zu viel los und wir hatten Mühe, durch die vielen anderen Touristen, diesen schönen und spirituellen Ort zu genießen. Trotzdem waren wir fasziniert, da das unser erster Besuch eines Wassertempels war und wir bisher noch nicht die Rituale der Gläubigen Hinduisten beobachten konnten. Übrigens mussten wir auch hier ein Sarong tragen, der einem beim Eintritt kostenlos umgebunden wurde.
Nun mal ein paar Informationen zu den Königsgräbern. "Gunung Kawi" ist eine eine heilige Gedenkstätte, bei der neun riesige Schreine, die wie Statuen aussehen, in zwei gegenüberliegende Felswände geschlagen wurden. Vier der bis zu sieben Meter hohen Schreine befinden sich auf der einen Seite des Flusses Pakrisan und fünf auf der anderen. Die Gedenkstätte wurde für den König Udayana und Teile seiner Familie errichtet. Gunung Kawi beherbergt jedoch keine sterblichen Überreste der Königsfamilie. Es handelt sich bei den Schreinen also nicht wirklich um Gräber, sondern lediglich um eine Gedenkstätte. Die Anlage stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde erst 1920 wiederentdeckt. Der Sage nach soll einst ein Riese mit seinen Händen die Schreine aus dem Felsen gekratzt haben.
Unsere Tour ist noch lange nicht zu Ende und wir besuchten die "Gunung Kawi" Grabstätte im Umland von Ubud. Nach dem wir es an vielen Verkaufständen und aufdringlichen Verkäufern vorbei geschafft hatten, wurden wir direkt mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Wahnsinn, wie saftig grün diese Reisterassen sind und selbst mit unserer alten, schlechten Handykamera, können wir die Schönheit des Ortes festhalten. Dazu solltet ihr wissen, dass unsere Kamera bereits seit 3 Monaten nicht mehr geht und wir gezwungen sind mit dem Samsung S3 Galaxy Handy Bilder zu schießen. Aber was schön ist, kann auch keine schlechte Kamera versauen. 😅 Nach 300 Treppenstufen bergab, hatten wir dann das Areal der Grabanlage erreicht. Wie schön, dass das ganze Gelände sehr naturbelassen gehalten wird, dies trägt ungemein zur Stimmung dieses Ortes bei. In viele Tempeln und heiligen Stätten müssen Besucher einen Sarong tragen. Dieser traditionelle Rock wird einem beim Eintritt gestellt und umgebunden.
Auf dem ersten Bild könnt ihr in dem kleinen Behälter, die von den Schleichkatzen ausgeschiedenen Kaffeebohnen sehen. In dem großen Korb befindet sich der schon mit heißem Wasser gewaschene Kaffee. Auf dem zweiten Bild sieht man die rohe Kaffeebohne, die noch von der Pergamenthaut umhüllt ist. Diese wird nach dem Trocknen gelöst und gibt so die rohe Bohne des Kaffees frei. In einer Kaffeekirsche befinden sich immer zwei Kaffeebohnen drin. Den Röstprozess konnten wir live mitverfolgen. Eine Dame röstete die Kaffeebohnen mit einem Holzlöffel, über einer mit Feuer beheizten Pfanne. Sehr ursprünglich das Ganze. Große Maschinen wie bei uns daheim kennen sie hier nur aus Erzählungen. Gemahlen wird der Kaffee mit einem großen Mörser, den Jüli auch gleich ausprobieren durfte. Zum Schluss wurde der Kaffee noch gesiebt, damit nur das feine Pulver zum Verkauf verpackt werden kann. Am Tag produzieren sie gerade mal 3 Kilo von dem Wachmacher, dass ist schon ganz anders als die heimische Produktion.
Nach dem Tanz wurde Jülis Traum, die Vorgänge der lokalen Kaffeeherstellung kennen zu lernen, endlich war. Dazu besuchten wir die Kaffeeproduktionsstätte "Marta Harum". Wir wurden durch das Areal geführt und bekamen die Unterschiede von der Arabica Pflanze und Robusta erklärt. Das könnt ihr auf dem zweiten und dritten Bild sehen. Die Robusta Pflanze hat deutlich größere Blätter als die Arabica, der Geschmack der Arabica ist feiner und die Pflanze ist deutlich empfindlicher als die Robusta. Auch hier wird der berühmte "Kopi Luwak" produziert und man kann die Tiere, die Kaffeebohnen essen und die rohe Bohne wieder ausscheiden, besuchen. Naja unbedingt brauchen tut man den Katzenkaffee nicht und die Vorstellung, dass deswegen die Tiere nicht in freier Wildbahn leben können, ist auch nicht die Schönste. Trotzdem konnten wir nicht widerstehen, diesen besonderen Kaffee zu probieren und waren wirklich erstaunt. Er schmeckt super sanft und lecker- ganz anders als der hiesige Kaffee.
Unseren ersten Tag in Bali starteten wir mit einem traditionellen balinesischen Tanz, im Barong & Kris Tanztheater in Batu­bu­lan, eine halbe Stunde Fahrtzeit von Denpasar entfernt. Der Barong ist eine löwen­ar­ti­ge Gestalt und wird in der Regel von zwei Män­nern in Löwen­mas­ke getanzt. Laut der Mytho­lo­gie ist er der König der guten Geis­ter und sein Erz­feind ist die dämo­ni­sche Köni­gin Rang­da, die das Böse ver­kör­pert. Die gesam­te Hand­lung ent­stammt indi­schen Mythen. Der Tanz endet unent­schie­den und genau dar­in liegt die Weis­heit: Gut und Böse gehö­ren zusam­men und eins ohne das ande­re ist nicht denk­bar. Der Barong Tanz soll den immer­wäh­ren­den Kampf des Guten gegen das Böse dar­stel­len und böse Dämo­nen ver­trei­ben. Die Geschich­te ist in sieben Akte unterteilt und wird mit der sehr mystisch klingenden Gombalan Musik begleitet. Wir kommen nicht immer ganz mit der Handlung mit, aber unterhaltsam ist es allemal. 😆

17 April 2018

Nachdem wir vom extrem schicken Flughafen "Ngurah Rai" in Denpasar abgeholt wurden, ging es erst mal in unsere kleine süße Unterkunft. Wir sind total positiv gestimmt, das Hotel ist schön modern, sauber und hat im ersten Stock sogar einen hauseigenen Schrein/Tempel stehen. Da wir noch kein indonesisches Geld besitzen, suchen wir zügig einen Geldautomaten in der Gegend auf und holen uns ein kleines Abendessen, bei der Warung (das sind kleine Garküchen) von neben an. Da wir durch die zwei Flüge und die Warterei ziemlich erschöpft waren, freuten wir uns umso mehr auf unser bequemes großes Bett und welch ein Luxus- eine Klimaanlage haben wir auch noch. Besser kann der Start in Indonesien nicht sein. Und morgen haben wir viel vor ☺