Germany, France · 7 Days · 20 Moments · August 2018

Tour de France


11 August 2018

Heute geht es von Aigues-Mortes zurück zur Basis nach Bellgarde. 5 Stunden Fahrt. Ein Schwarm Flamingos fliegt an uns vorbei, wir passieren eine Herde Camarguepferde die im Schatten eines Baumes dösen. Max und Mama braten Speck 🥓 🍳in der Pfanne, ich brate meinen Speck auf dem Deck. Max übernimmt das Steuer für eine ganze Weile. Wir verbringen noch einen schönen Abend in geselliger Runde mit 100 Mücken und spielen Gesellschaftsspiele und trinken das letzte Glas Wein. Das Klo ist voll, der Wassertank leer, Zeit um wieder auf das Auto umzusteigen.

10 August 2018

Nur ein paar Impressionen aus der Altstadt.
Auch die Stadtwache musste mal auf Toilette gehen aber die Stellung darf natürlich nicht verlassen werden. Zwischen den Zinnen und Schießscharten gibt es immer wieder diese netten kleinen Toiletten. Da Max naturgemäß für jeden Spaß zu haben ist und ein gutes Foto niemals schadet... Hose runter und Ahhhh Erleichterung. Er hat natürlich niemanden auf den Kopf gemacht! Aber ein paar Mauern weiter, und einige Touristen weniger war der Drang dann doch so groß, dass eine Öffnung tatsächlich dafür genutzt wurde, wofür sie geschaffen wurde.
Auf unserem Rückweg zu Basis ankern wir wieder im Hafen von Aigues-Mortes. Nach einem dicken Eis steht die Besichtigung des Fort steht an. Wir laufen also einmal auf der Stadtmauer rund um die Altstadt von Aigues-Mortes und haben einen tollen Blick über das niedliche Städtchen nebenbei erfährt man noch einiges über die Geschichte des Fort, leider ist alles auf Französisch, so dass wir uns vieles einfach zusammenreimen. Zuletzt erklimmen wir die Stufen des Donjon, dem höchsten Turm. Von dort hat man eine schönen Ausblick über die Kanäle und einen Teil der Camargue.
Diesmal klappt das Schleusen perfekt und wir passieren sie in Bestzeit ohne den Verlust einer weiteren Boje. Der Plan die zerplatzte, abhandengekommene Boje wieder einzusammeln scheitert aber daran, dass sie vermutlich auf dem Weg ins Mittelmeer ist. Vielleicht hissen wir einfach unsere Piratenflagge und kapern die Boje eines hilflosen Schiffes. Nach der Schleuse darf Max von oben ganz alleine steuern, er macht sich schon richtig gut. Vielleicht wird der Traum Renntuktukfahrer zu werden nun durch den Traum Rennbootfahrer zu werden abgelöst. Wir genießen die restliche Fahrt zurück bis nach Aigues-Mortes. Max schießt mit seiner Zwille die Fische ab.
Heute scheint wieder die Sonne und wir können an Deck frühstücken. Es gibt wie immer Croissants, Baguette, Brioche und heute sogar auch mal ein Viennoise, das hat Oma super ausgesucht 😉! Gestern haben wir ein Plakat entdeckt, welches den Markt in Port Ariane anpreist. Da wollen wir natürlich auf jeden Fall ein wenig schlendern und lokale Produkte bestaunen. Die Fotos lassen nur erahnen wie frisch hier alles ist. Wunderschöne Märkte, vor allem mit Hafenkulisse, so muss Urlaub im Süden sein. Die Wahrheit ist allerdings, dass es nur einen einzigen Stand gab und ich die Fotos dann in der Obstabteilung des Supermarché gemacht habe. Wir haben alle sehr gelacht!

9 August 2018

Wir liegen die zweite Nacht in Port Ariane in Lattes. Ringsum das Hafenbecken liegen die verschiedensten Restaurants. Wenn man schon mal in Frankreich ist, so muss man in jedem Fall auch mal vietnamesisch Essen gehen, also entscheiden wir uns für das Restaurant: Lotus. Das war ungefähr so vietnamesisch wie Semmelknödel. Aber es war ein schöner Hafen, mit Blick auf Port Ariane. Wieder im Boot angekommen fällt uns noch ein, dass der Rosé unbedingt weg muss.
Heute ist es zum ersten Mal bewölkt und die Sonne scheint nicht so erbarmungslos wie an den anderen Tagen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten schwingen wir uns also auf die äußerst komfortabelen Klappräder und machen uns auf den Weg nach Palavas-les-Flots. Der Himmel zieht sich immer mehr zu, aber wir wollen jetzt auf jeden Fall den Strand und das Meer sehen. Auch wenn die Promenade nicht die schönste ist, hat es sich trotzdem gelohnt. Los auf in die Wellen! Das Wasser ist warm und es macht einen Riesenspass in den Wellen zu toben. Dann fängt es tatsächlich an zu regnen, das verdoppelt den Spaß, aber als es dann doch gewaltig schüttet rennen wir aus dem Wasser um die Sachen in Sicherheit zu bringen.

8 August 2018

Von Aigues-Mortes fahren wir nun nach Lattes und passieren die, zum Glück, einzige Schleuse auf der Strecke. Unsere Schleusenzeit betrug eine Stunde und der Schleusenwärter musste sich sogar ins Auto setzten und persönlich vorbeikommen um uns zu erklären wo genau man das Boot befestigen muss, nachdem keiner von uns das Genuschel durch den Lautsprecher verstanden hat. Eine Boje hat es leider auch nicht geschafft. Auf dem Rückweg brechen wir dann aber unseren Schleusenrekord und haben uns feste vorgenommen die defekte Boje wieder einzusammeln. Port Ariane ist ganz schön, sehr künstlich und erinnert ein wenig an einen Hafen in Florida. Carrefour ist fussläufig erreichbar und wir leihen uns für den Rückweg einfach mal das Korbwägelchen um die ganzen Flaschen nicht zurück schleppen zu müssen.
Mit dem Klapprad fahre ich in die Nähe von Le Grau-du-Roi zur Ranch um einen zweistündigen Ausritt zum Strand zu machen. Dort angekommen gesellt sich als erstes ein Hund in meinen Schatten um sich den Bauch kraulen zu lassen. Los geht es dann hoch zu Ross im Schritt, Trab und Galopp. Was für ein Spaß, auch wenn ich den Muskelkater jetzt schon spüren kann ist das Feuer neu entfacht!

7 August 2018

Der Hafen von Aigues-Mortes liegt wundervoll, direkt am Fort. Was für eine Aussicht und was für ein schönes Städtchen. Die Sonne brennt, aber wir schlendern dennoch ein wenig durch die engen Gassen. Hier gefällt es uns sehr gut.
Mit der kleinen Bimmelbahn geht es durch die Saline. Das Wasser schimmert rosa und Flamingos gründeln nach Crevetten. Die Salzberge sehen aus wie Schneehaufen. Eine kurzweilige Tour und der Fahrtwind ist perfekt.
Sonnenaufgang in St.Gilles. Nach einem ausgiebigen Frühstück legen wir ab und fahren Richtung Aigues-Mortes. 3,5 Std, vorbei an wilden Camarguepferden. Max und Opa steuern uns perfekt durch den Kanal, Oma und ich sonnen faul an Deck und lassen uns vom Fahrtwind abkühlen. Einmal haben wir uns auf einer Sandbank festgefahren, aber als erfahrene Seefahrer war das natürlich gar kein Problem.

6 August 2018

Mit maximal 25 Knoten schippern wir in den Hafen von St.Gilles. Das Einparken ist wirklich kniffelig und wir hatten alle Respekt, aber schon beim zweiten Anlauf haben wir Penelope rückwärts eingeparkt, als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Während Oma das Barbecue vorbereitet, radeln Max und ich los um eine Boulangerie für morgen früh zu suchen. Oben auf dem Deck ist es seit die Sonne immer weiter Richtung Horizont wandert endlich auszuhalten. Dank des tollen Tischgrill, genießen wir unser BBQ trotz Hafenpatroullie inkognito. Noch schnell eine Runde Bohnanza und dann fallen wir aber auch alle von der langen Fahrt ermüdet ins Bett.
Nach vielen Staukilometern, kommen wir endlich an der Basis von Nicols in Bellegarde an. Unser Boot Penelope wartet in der Mittagshitze bereits auf uns. Die französische Einweisung dauert und allen bei der Hitze definitiv zu lange, so dass wir alle nur brav nicken, lächeln und hoffen es war gerade keine Frage dabei die wir beantworten sollen. Der leicht besäuselte Franzose hätte und auch wüst beschimpfen können und wir hätten nur nett gelächelt. Irgendwie haben wir uns dann aber doch durchgemogelt und können endlich um 17:00 Uhr Richtung St. Gilles aufbrechen. Der Fahrtwind macht die Hitze nun auch etwas erträglicher. Max ist absolut in seinem Element und weicht dem jeweiligen Captain nicht von der Seite. Er ist für das Gas zuständig. Das Boot ist geräumig und mit den 3 Kabinen und zwei „Bädern“ auch absolut groß genug für 4 Personen.
Frühstückspause und es gab die ersten französischen Croissants 🥐... Omnomnom, noch ganz warmes Baguette 🥖 und Brioche aux praliné! Einziger Wehmutstropfen, kein Café. Es sind noch 430 km zu fahren und jetzt darf Opa ans Steuer.

5 August 2018

Hier gibt es so viel Streetart zu bestaunen und egal wohin man guckt, das Auge entdeckt immer wieder etwas Neues! Hierhin komme ich sicherlich nochmal zurück!
Auf in die Altstadt in Stassbourg, die wirklich niedlich ist. Viele Fachwerkhäuser, nette Lädchen. Ein kurzer lohnenswerter Ausflug, nicht nur wegen dem Eis!
Le Vaisseau in Strassbourg! Ein tolles Mitmachmuseum für Kinder. Hier werden Naturwissenschaft spielend erklärt und nicht nur Kinder können hier etwas dazu lernen. Wirklich toll, die 4,5 Stunden sind vergangen wie im Flug.
Pünktlich um 6:30 Uhr starten wir die erste Etappe auf dem Weg in die Camargue, nach Strassbourg. Natürlich ist stets genügend Reiseproviant an Bord und wir kommen super durch. Die Stimmung ist Bestens als wir schon gegen 11:00 Uhr unser vorläufiges Ziel erreichen.