Sweden, Germany · 6 Days · 19 Moments · July 2017

Torsten und Sabine entdecken Stockholm


20 July 2017

Wieder da
Tschüß Stockholm, um 15:00 geht unser Flieger, um 12:00 müssen auschecken, da bleibt Raum für ausschlafen und ein langes Frühstück. Danach ist immer noch Zeit und so machen wir noch einen Spaziergang die Uferpromenade entlang. Die ist ziemlich beliebt, so sind auch viele Jogger und Eltern mit Kind unterwegs. Dann wird ausgescheckt und gegen 13:00 sind wir am Flughafen. Gepäck abgeben, Sicherheitdkontrolle, und Air Berlin hat wieder Verspätung. Wie beim Hinflug ca. eine Stunde. Mal sehen ob das das Ende ist. 16:15 geht's los

19 July 2017

Letzter Abend in Stockholm, es geht nochmal durch "Gamla Stan", die Altstadt von Stockholm. Um diese Zeit ist es auch nicht mehr so voll und es lässt sich gut schlendern. Sabine sucht vergeblich einen "Trömpte". Das ist ein schwedischer Hausgeist der das eigene Heim beschützt und zu Weihnachten mit Haferschleim gefüttert wird. (igittigitt) Gott sei Dank sind die alle wohl in Urlaub. Da kein Trömpte verfügbar, gehen wir unserer Lieblingsbeschäftigung nach und suchen uns ein lecker Essen. Sabine nimmt (wie üblich) "Pasta Frutti die Mare" und Torsten diesmal Rentier.
Am Nachmittag ist Shopping angesagt. Der Reiseführer empfiehlt eine Route durch die Innenstadt der wir folgen, aber so richtig in Kauflaune kommen wir nicht. Bei "Ralph Lauren", "Hugo Boss" und Co ist die Kreditkarte nicht "groß" genug, und die anderen Geschäfte und Ketten kennt man auch aus Deutschland, und das Angebot ist somit ähnlich. Wir vermuten das wir die falsche Ecke zum Shopping erwischt haben und "trösten" uns mit schwedischem Bier.
Das Stadthuset oder auf deutsch Rathaus von Stockholm ist ein ziemlich imposanter und repräsentativer Bau. Neben den alltäglichen Sachen wie Stadtverwaltung etc. finden dort auch die Festivitäten zur Verleihung des Nobelpreis es statt. Erbaut im Jahre 1923 sieht das Gebäude eigentlich älter aus als es wirklich ist. Laut den Aussagen unseres Fremdenführers wurden die verbauten Ziegel künstlich gealtert um diesen Eindruck zu erwecken. Wir haben die Festsäle und den Plenarsaal des Stadtparlaments besichtigt. Ich meine für ein Rathaus etwas "overdressed".

18 July 2017

Zurück in Stockholm. Irgendwie haben wir den Fahrplan nicht richtig gelesen. Statt wieder in 3,5 Stunden in Stockholm zu sein, sind wir 5 Stunden unterwegs gewesen.🤔 Das Schiff hat wie ein Bummelzug an jeder Haltestelle bzw. Insel angelegt und ist zurück auch eine andere Strecke gefahren. Zum Glück hatten wir was zu lesen dabei, und es gab auch eine Möglichkeit sich zu verpflegen. Gegen 21:00 Uhr sind wir in Stockholm und per U-Bahn auf dem Weg zum Hotel.
Am Hafen gibt's noch ein Eis und dann heißt es warten. Der "Bus" verspätet sich um 15 Minuten und hat auch einen anderen Namen wie im Fahrplan beschrieben,aber es steht Stockholm als Ziel am Schiff und so steigen wir ein. Damit das Schiff überhaupt anlegt, muss am Ufer ein Zeichen gesetzt werden, das an Bord erkannt wird. Es kann ja sein das keiner aussteigen möchte und wenn dann kein Zeichen zu sehen ist, das jemand einsteigen will, fährt das Schiff ohne anzuhalten weiter. Das Signal hierfür wird "Semaphore" genannt und muss senkrecht gestellt werden. Folgende Beschreibung am Mast: "The round foldable sign on the jetty is called a semaphore. The semaphore should be placed in its vertical position while you are waiting for the boat. This signals the captain that someone wants to embark." Bei uns hat ein Mitreisender das Signal gesetzt und das Schiff legt an.
Dann ist es geschafft, wir legen in Möja an. In der Touristinfo gibt es eine Karte, aber wirklich verlaufen kann man sich hier nicht. Es existiert nur eine Straße und so groß ist Möja nicht. Eine ländlich beschauliche Gegend die hauptsächlich von Urlaubern lebt. Das Hauptverkehrsmittel sind das Fahrrad und Quads. Zusätzlich gibt es hier noch Mopeds mit einer vorderen Ladeplattform. (Photo) Ansonsten bereichern zwei Supermärkte, eine Fischgaststätte, eine Pizzeria, Imbissstube und 2 Cafe's die Insel. Wir laufen von einem Ende zum anderen, schauen uns die Häuser an und essen Fisch zu Mittag. Dann ist die Zeit fast schon wieder um, es geht zum Hafen, der "Bus" kommt gleich.😉
Vaxholm ist nach einer Stunde der Erste Halt auf unserer Tour. Die Insel wird auf Grund Ihrer Lage auch das Tor zu den Schären genannt. Diese strategisch günstige Position hatte der schwedische König schon früh erkannt, und eine Festung bauen lassen. Heute ist sie ein Museum und der andere Teil ein Touristenmagnet.
Ein Tagesausflug in die Schären bedeutet früh aufstehen. Unser Schiff legt um 08:00 Uhr ab, aber nicht vor unserem Hotel.😉 Also entsprechend früh raus und los geht's. Die Schären reichen von Stockholm bis zur Ostsee. Es gibt tausende Inseln in den unterschiedlichsten Größen. Von Groß bis ganz klein, zum Beispiel 20 x 20 Meter, 5 Bäume und eventuell ein Haus drauf. Die meisten Inseln sind aber bewohnt und die Häuser sind größtenteils aus Holz in Rot oder Gelb gestrichen. Hier kommt voll das schwedische Klischee zum tragen. Sabine ist im "Inga Lindström Land". Wir haben uns "Möja" als Ziel ausgesucht, eine Insel am äußeren Rand der Schären, wo die Fahrt ca. 3,5 Stunden dauern wird. Mit uns fahren hauptsächlich Einheimische, denn unser Schiff ist auch ÖPNV für das Gebiet, und wir stoppen an vielen Inseln, wo Leute mit Sack und Pack ein- und aussteigen. Ansonsten gibt es ringsum viel zu sehen, wenn sich sowohl kleine Sehelboote als auch die Kreuzfahrtschiffe durch die Inselwelt bewegen.

17 July 2017

Djurgården ist die grüne Lunge von Stockholm. Eine Insel ähnlich wie der Stadtpark zu Hause. Allerdings gibt es hier mehrere Museen (Vasa, ABBA, Alkohol), einen Freizeitpark für große und einen für kleine Kinder. Ansonsten viel Wiese und Wald. Etwas Gewerbe ist auch noch da, vor allem was mit Schiffen und Booten zu tun hat, das meiste dient aber der Erholung.
Mittagspause nach Museumsbesuch: Als wir wieder draußen sind ist auch die Sonne wieder da👍. Neben dem Museum ist auch ein Bistro mit bequemen Sitzplätzen zum rumlümmeln, ähnlich einer Strandbar. Keine Frage, Pause ist angesagt. Wir nehmen Salat und Toast, Bier und Wasser. Das mit dem Wasser ist in Schweden anders. Jedes Restaurant ist verpflichtet "stilles Wasser" kostenlos anzubieten. Wer Wasser bestellt, bekommt entweder eine Flasche Leitungswasser, oder kann sich das Wasser an einem Hahn an der Theke alleine zapfen.
Die "Vasa" war/ist ein Kriegsschiff das im 17. Jahrhundert bei der Jungfernfahrt im Hafen von Stockholm gesunken ist. In den 1960zigern wurde es wieder entdeckt und fast in einem Stück gehoben. Nach jahrelanger Konservierung - damit das Holz nicht vergeht - steht das Schiff jetzt in einem eigenen Museum und kann besichtigt werden. Das Vasamuseum gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt und den Besuch allemal wert. Ringsherum ums Schiff wird sehr anschaulich gezeigt und erklärt wie die 450 Mann Besatzung hätten leben und kämpfen sollen. Es ist beeindruckend auf Kielebene zu stehen und nach oben zu schauen. Der Rumpf ist so hoch wie ein vierstöckiges Haus und dann kommt noch die Takelage oben drauf. Zwei Decks mit Kanonen sowie zwei Decks darunter machen die Höhe aus. Dazu kommen noch jede Menge an geschnitztem Zierat und Figuren. Dieses Schiff war auch ein Statussymbol des damaligen schwedischen Königs "Gustav Wasa", was aber nicht lange repräsentieren konnte.

16 July 2017

Gegen 17:00 Uhr bewölkt sich der Himmel und es fängt an zu tröpfeln. Wir erreichen fast trocken das Hotel und gönnen uns ein Bier in der Bar. Dann checken wir Fußball und der FCM hat gegen Aue mit 1:0 gewonnen 😀Prima, aber keine Aussage wie es in der Liga laufen könnte.🤔 Dann die wichtigere Frage des Abends, wo wollen wir essen? Biene ist für Pasta, also Italiener. Auf dem Weg zum Hotel sind wir an einem vorbei gekommen, und der soll es sein. Nach körperlicher und geistiger Erfrischung machen wir uns wieder auf den Weg, und bekommen auch einen freien Tisch. Inzwischen regnet es stärker aber mit Spaghetti mit Shrimps (Biene) und gegrilltem Lamm (Torti) stört das nicht. Zum Abschluss noch Grappa und dann zurück. So langsam qualmen aber die Socken😉 Torti's Schrittzähler verzeichnet Rekordwerte, es wird Zeit die Füße hochzulegen. Sachen aus, rein ins Bett und entspannen.👍😀
"Gamla Stan" ist der älteste Teil von Stockholm, im 13. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und liegt wie fast alle Stadtteile von Stockholm auf einer Insel. Um 14:00 Uhr sind wir hier mit Clara verabredet, die uns und anderen Deutschen in 90 Minuten die Sehenswürdigkeiten und Geschichte der Altstadt näher bringen will. Treffpunkt ist am Alfred Nobel Museum mittendrin im Trubel. Hier ist es wirklich ziemlich voll. Touris über Touris - wie wir - ziehen durch die Gassen. Unsere Gruppe sind ca. 15 Leute und Clara geht mit uns durch die Nebenstraßen. Da ist es nicht so laut und sie kann besser erklären. Sie macht das gut, immer eine Mischung aus geschichtlichen Fakten und kleinen Anekdoten über die Menschen die zu diesem Zeitpunkt dort gelebt haben.
Södermalm liegt im Süden von Stockholm und war früher das alte "Arme Leute Viertel". Mittlerweile hat es sich zum Szeneviertel entwickelt - sagt der Reiseführer - und wir folgen seiner vorgeschlagenen Route. Es geht durch kleine Parks, kleine alte Gassen, und Aussichtspunkte am Ufer entlang. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf "Gamla Stan" - die Altstadt - von Stockholm. Heute ist ja Sonntag und somit alles etwas ruhiger. Es haben nicht alle Läden geöffnet und die Einheimischen sind in Familie unterwegs. Die sind auch sehr sonnenhungrig, denn in vielen Parks mit Wiese oder Grasflächen kann man Leute beim Sonnenbaden sehen. Vermutlich tanken sie Wärme und Sonnenlicht für den langen Winter auf. Am Ende der Tour an einem Cafe mit Blick über den Anlegeplatz für Kreuzfahrer gibt's Kaffee und frischen Kuchen zur Stärkung.😉

15 July 2017

Wir beziehen unser Zimmer und nach dem Auspacken der Koffer geht's auf Erkundungstour in Richtung Wasser. Auf dem Weg dahin spazieren wir durch einen Park wo sich sehr viele "Eingeborene" mit Kind und Kegel nieder gelassen haben und das schöne Wetter geniessen. Da wird Volleyball und Football gespielt, und obwohl es keine hochsommerlichen Temperaturen sind, laufen die Stockholmer in sehr luftiger Kleidung rum. Die haben auf jeden Fall ein anderes Temperaturempfinden. Wir gehen weiter in Richtung Stadtzentrum und finden am "Norr Mälarstrand" ein Restaurant auf dem Wasser. Der Ponton schwankt zwar manchmal, aber das tut dem leckeren Essen keinen Abbruch. Stockholm hat allem Anschein nach viel mit Wasser zu tun. Ob man die Stadt wirklich das Venedig des Nordens nennen kann, werden wir versuchen in den nächsten Tagen herauszufinden.
Der Flughafen Arlanda liegt ziemlich außerhalb von Stockholm, aber mit dem Expresszug dauert es nur 20 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Kostet zwar 17 Euro pro Strecke, ist das Geld aber wert. Dann geht's mit der U-Bahn - hier T-Bana - in Richtung Hotel. Laut Karte soll die Station Fridhelmsplan am nächsten dran sein, aber am Ausgang der Station versagt Google Maps bzw. das mobile Internet und wir können uns erstmal nicht orientieren. Torsten liest die - analoge - Karte, verwechselt prompt die Strassen, und schwupps fahren wir in die falsche Richtung. Nach einigem Hin- und Her, und dem Neustart des Telefons, haben wir wieder Ahnung wo es lang geht und erreichen unser Hotel.
Wir haben bei Air Berlin gebucht, und in letzter Zeit stehen die kurz vor der Pleite und wegen Flugausfällen bzw. Verspätungen ziemlich in der Kritik. Bei uns wird es nicht ganz so schlimm, aber eine Stunde Verspätung trifft uns auch. Laut Captain gab es erst ein technisches Problem im Cockpit 🤔 und dann haben noch Koffer gefehlt. Unsere waren es jedenfalls nicht, nach 1 Stunde und zwanzig Minuten Flugzeit landen wir in Stockholm und unsere Koffer auch👍