Germany · 23 Days · 59 Moments · September 2017

150 Jahre Canada, wir gratulieren


2 October 2017

Abflug nach Frankfurt. Nun der zweite Versuch zurĂŒck nach Deutschland zu kommen. Der Flieger ist nicht ganz ausverkauft, und es sind anscheinend keine Kleinkinder an Bord.😉 Alles lĂ€uft diesmal nach Plan. Wir sitzen die Flugzeit, landen pĂŒnktlich in Frankfurt, bekommen relativ schnell die Koffer und ab zum Bahnschalter. Da unsere RĂŒckfahrkarte nicht mehr gĂŒltig ist, holen wir eine neue und fahren ĂŒber Erfurt und Halle nach MD weil fĂŒr die Strecke ĂŒber Hannover keine Platzkarten mehr verfĂŒgbar sind. Nun mĂŒssen wir zwar zweimal umsteigen, haben aber dafĂŒr die SitzplĂ€tze sicher. Wider Erwarten klappt es auch hier, manchmal lĂ€ufts halt auch bei der Bahn. So sind wir nach 15 Stunden Reisezeit wieder zu Hause, sind rechtschaffen mĂŒde und haben eine Waschorgie vor uns.😕
Air Canada hat uns einen weiteren Tag in Kanada beschert. Das war zwar nicht geplant, aber wenn wir schon mal hier sind und erst gegen 19:00 Uhr auf dem Flughafen sein mĂŒssen, machen wir das Beste draus. Nach dem FrĂŒhstĂŒck lassen wir uns per Taxi in die Innenstadt der Hauptstadt von Kanada bringen. Der Regierungssitz und das Parlament sind abgesperrt, da kommt wohl ein wichtiger Staatsgast an. Der Taxifahrer hat uns noch die wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten genannt, und so laufen wir den berĂŒhmten Lebensmittelmarkt, FußgĂ€ngerzone und den Rideau-Kanal ab. Die FußgĂ€ngerzone ist nichts besonderes, aber Markt und Kanal sehenswert. Die StĂ€nde mit lokalem Obst und GemĂŒse sind eine Augenweide, so wie alles prĂ€sentiert wird, und der alte Kanal mit seinen Schleusen eine technische Meisterleistung seiner Zeit. Im schönsten Sonnenschein, vergessen wir fast den geplatzten Flug und fahren am frĂŒhen Abend mit guter Laune wieder zum Flughafen....

1 October 2017

Leider ist der Flug nicht wie geplant abgelaufen. Wir sind ca. 30 Minuten in der Luft, da verkĂŒndet der Pilot plötzlich das wir auf Grund technischer Probleme umkehren und wieder zurĂŒck nach Halifax fliegen mĂŒssen. Soweit wir es verstehen, gibt es ungewöhnliche GerĂ€usche im Heck und das muss geprĂŒft werden. Also Return und nach der Landung in Halifax dauert es eine gute Stunde bis die Technik alles geklĂ€rt hat, und das Flugzeug wieder startet. Wir setzen um 20:45 in Ottawa auf und unser Flieger nach Frankfurt startet 20:55 Uhr. Bye, Bye Deutschland.😕 Heute geht von hier kein anderer Flieger nach Frankfurt mehr und deshalb mĂŒssen wir bis morgen - gleiche Zeit - warten. Air Canada hat Hotelzimmer und Taxi fĂŒr uns organisiert, und so "landen" wir schließlich im Holiday Inn in Ottawa. Das Zimmer ist soweit okay, aber es gibt kein Restaurant im Hotel, und auch außerhalb ist die Auswahl nicht groß. Wir landen schließlich in einem FastFood-Laden, und verspeisen jeder einen Burger.
OK, heute ist unser letzter Tag in Kanada. Am spĂ€ten Nachmittag geht der Flug nach Ottawa, und von dort am Abend nach Frankfurt. Das Wetter ist wieder sonnig und los geht's in Richtung Halifax. Laut Navi sollen wir gegen Mittag in Halifax sein. Somit wĂ€re noch Zeit an der Uferpromenade Sonne und Meerblick zu genießen. Alles lĂ€uft wie geplant, und drei Stunden Autobahnfahrt spĂ€ter sitzen wir wieder an der "Waterfront" in der Sonne, schauen aufs blaue Meer und lassen die Zeit hier Revue passieren. Ein Fazit kann man schon mal ziehen. Mit dem Wetter haben wir echt GlĂŒck gehabt. Es gab insgesamt nur 3 Tage wo wir vom Regen eingebremst worden sind, alle anderen waren ĂŒberwiegend sonnig. Alles andere braucht noch Zeit. Mit Wehmut geht's in Richtung Flughafen, freuen uns aber auch auf zu Hause. Sabine sehnt sich auf jeden Fall nach ihrem Bett, und Torsten auf ein leckeres Schwarzbier. 😉

30 September 2017

Dann sind wir im "Seawind Landing" in Charlos Cove angekommen. Die Gegend ist sehr naturnah, also dĂŒnn besiedelt, und unsere Herberge finden wir, nach einem holprigen letzten Kilometer ĂŒber einen unbefestigten Weg, auf einer Landzunge direkt am Meer. Unser Zimmer ist in einem NebengebĂ€ude mit Meerblick, und im Verlauf des Abends erleben wir einen tollen Sonnenuntergang. Ansonsten sagen sich hier aber nach Sabines Meinung Fuchs und Hase gute Nacht.😉 Trotzdem (oder gerade deshalb) stehen viele Autos auf den Parkplatz und auch das Restaurant ist sehr gut besucht. Das hat aber unzweifelhaft mit der exzellenten KĂŒche zu tun. Von der Vorspeise bis zum Espresso schmeckt alles sehr lecker. Besonders der "Cafe" muss positiv hervor gehoben werden, denn normalerweise ist hier nicht so einfach wohlschmeckenden Kaffee, Cappuccino oder Espresso zu finden. Erfolgversprechend ist oft der Hinweis auf Bio-Kaffee oder Espresso, und dann natĂŒrlich der Blick im Laden ob ein Vollautomat da ist.👍
Das Wetter scheint besser zu werden am heutigen Tag, der erste Blick aus dem Fenster zeigt blauen Himmel und Sonnenschein. Auch der Wetterfrosch im Handy prophezeit einen ĂŒberwiegend sonnigen Tag. Deshalb nehmen wir nicht die schnellste Route ĂŒber den Highway sondern werden die sogenannte "Scenic-Route" an der KĂŒste fahren. Angesagt ist auch ein Besuch bei der angeblich einzigen Whisky-Destillery in Kanada welche "Single-Malt" produziert. Alle anderen stellen amerikanischen Bourbon- oder Ryewhisky her. Wir mögen ja eher den (schottischen) Single-Malts und sind gespannt. Das Anwesen gefĂ€llt uns auf Anhieb, so könnte die Brennerei wohl auch in Schottland stehen. Es gibt auch ein Restaurant wo wir Mittag essen wollen. Das Essen schmeckt prima, die Whiskys sind nicht unser Fall, da fehlt uns das rauchige, aber das ist ja eh Geschmackssache.

29 September 2017

Auf dem RĂŒckweg zum Hotel sammeln wir noch so viele sonnige EindrĂŒcke wie möglich, denn so langsam geht unsere Zeit hier dem Ende entgegen. Morgen verlassen wir Cap Breton Island wieder in Richtung Hauptland von Nova Scotia, und am Sonntag startet dann der Flieger gen Heimat.
Nach der Wanderung fahren wir weiter den "Cabot Trail" entlang und kommen an die wirklich spektakulĂ€ren Abschnitte. Das ist schon phĂ€nomenal wie die Kanadier die Straße in die Uferfelsen gesprengt haben. Zwischenzeitlich kommt auch - wie vorhergesagt - ab und zu die Sonne durch. Sofort haben die Ausblicke eine andere QualitĂ€t.
Der Dauerregen hat aufgehört. Es ist zwar bewölkt und noch keine Sonne zu sehen, aber laut Vorhersage soll sie im Laufe des Tages noch auftauchen. Wir sind optimistisch und wollen den sogenannten "Skyline" Trail erwandern. Das sind knapp 7 Kilometer durch die Natur zur KĂŒste, wo dann vom ReisefĂŒhrer eine atemberaubende Aussicht auf das Meer versprochen wird. Im Prinzip hat er Recht, aber ohne Sonne mit SprĂŒhregen, Nebel und starkem Wind hĂ€lt sich unsere Begeisterung in Grenzen. Ja, der Ausblick ist großartig, der Weg mit dem Holzstegen prima angelegt, aber leider verleidet uns der starke Wind etwas den Genuss. Etwas lustig finden wir auch die Hinweise der Parkverwaltung zum Umgang mit den vielen wilden Tieren die es hier gibt, bzw. geben soll.😉 Uns ist in den knapp 3 Wochen hier, keines dieser Tiere in freier Wildbahn begegnet. Das ist eigentlich auch nachvollziehbar, denn warum sollen Elch, BĂ€r und Kojote ausgerechnet da unterwegs sein, wo so viele Touristen rumlaufen.đŸ€”

28 September 2017

Nachfolgend noch ein paar EindrĂŒcke von unserer Fahrt ĂŒbers Land.
Torsten wird wach und hört als erstes den Regen auf das Dach unseres Bungalows (Cottage) trommeln. Wetterbericht und Außenansicht "versprechen" einen feuchten Tag. Zuerst mĂŒssen wir aber Sachen packen, denn wir ziehen heute in ein Zimmer im Haupthaus. Das jetzige ist ziemlich abgewohnt und gefĂ€llt uns nicht wirklich. Nach Beschwerde an der Rezeption können wir fĂŒr die restlichen zwei Tage in ein besseres Zimmer umziehen. Trotzdem bleibt die Frage was machen wir bei diesem Dauerregen? Wir entscheiden uns fĂŒr eine lĂ€ngere Autofahrt zur Festung "Louisburg", eine historische Anlage welche im 18. Jahrhundert von den Franzosen gegrĂŒndet worden ist, und dann spĂ€ter von EnglĂ€ndern erobert wurde. Nach zwei Stunden Autofahrt erreichen wir das Ziel und es regnet immer noch in Strömen. OK, Regensachen an, und los geht's. Alles schön und gut aber ewig hĂ€lt auch die Funktionsbekleidung nicht trocken. Die Anlage ist prima in Schuss und vermittelt einen guten Eindruck vom damaligen Leben.

27 September 2017

Apropos Bier. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch in Kanada, wo es max. 4 einheimische Biersorten gab, sind heutzutage sehr viele kleine lokale Brauereien hinzugekommen. Oft hat das Restaurant nur die lokalen Biere im Angebot und dann heisst es: "Augen zu, und durch!", eins auswĂ€hlen und hoffen das es schmeckt.😕 Das Ergebnis reicht dann von "geht gar nicht", ĂŒber "na ja" bis "lecker". Dann gibt es in den Provinzen auch noch Unterschiede, und das Bier was in NS gut geschmeckt hat, gibt es in NB und PEI gar nicht. In den staatlichen AlkohollĂ€den (Liquor Store) ist das Angebot grĂ¶ĂŸer, hier gibt es auch Importbier, wie Heineken und deutsches Hefeweizen, aber das wollen wir eigentlich nur im "Notfall" nehmen. Im ersten Bild sind unsere Favoriten zusehen. Eines von denen gab es bis jetzt auf jeder Karte und in jedem Laden.
"Mensch Ärgere Dich Nicht!" ist angesagt. In den offenen Meisterschaften von Atlantik-Kanada ist die zweite Runde angesetzt. Die Erste in Whitepoint hat Torsten knapp mit 2:1 fĂŒr dich entschieden, aber jetzt fordert Sabine Revanche.😀 Da wir im Zimmer nicht großartig umrĂ€umen wollen, mĂŒssen wir improvisieren. Der Koffer kommt zwischen unsere Betten und schon kanns losgehen. Wieder wird das Entscheidungsspiel notwendig. Nach langem Hin und Her, vielen "bösen" Blicken und Gejammere am Tisch muss sich Torsten geschlagen 1:2 geschlagen geben. Da brauchts erstmal ein Bier zum Trost.😉
Heute hat uns das Wetter voll erwischt. Das erste Mal in unserem Urlaub das es so trĂŒbe ausschaut und immer Mal wieder regnet. Vor allem wenn man an das herrliche Wetter von gestern denkt, ist der Umschwung gruselig.😕 Wir fahren trotzdem erstmal zum Besucherzentrum vom Nationalpark und lassen uns eine Liste der Wanderwege (Trails) inklusive Karte geben. Die nette Dame markiert uns noch ein paar sehr schöne Strecken und dann ĂŒberlegen wir was wir machen wollen. Zuerst nehmen wir einen Trail auf einer Landzunge in der NĂ€he vom Hotel, und Nachmittag soll es rund um den "Warren Lake" gehen. WĂ€hren der Vormittagstrip noch trocken abgeht, regnet es spĂ€ter immer öfter und stĂ€rker. Wir Ă€ndern den Plan, verzichten auf die Wanderung, und fahren ein StĂŒck die berĂŒhmte KĂŒstenstraße entlang. Aber auch das macht bei den trĂŒben Sichtbedingungen nicht wirklich Sinn, und so kehren wir um, verziehen uns in Zimmer und legen einen "Gammeltag" ein.😉

26 September 2017

ZurĂŒck in Nova Scotia geht's weiter nach Cap Breton Island, einem Teil der Provinz mit viel Natur und einer spektakulĂ€ren KĂŒstenstraße. Wir kommen gut voran und stellen fest das die Außentemperatur immer höher wird. Schließlich zeigt das Auto 29 Grad fĂŒr draußen an, und eine Pause im Freien bestĂ€tigt das auch, es ist herrlich warm. NĂ€chster Halt ist in Baddeck, ein kleines Örtchen an einem großen Binnensee. Wir machen einen Spaziergang an der Uferpromenade und bestaunen alte Ami-Schlitten die dort geparkt sind. Vor allem die verspielten Details dieser Auto-Generation machen Spass anzuschauen. Dann schickt uns das Navi auf die nĂ€chste FĂ€hre, diesmal ĂŒber einen kleinen Binnensee. Aber dann sind wir in der Keltic Lodge, unserem Domizil fĂŒr die nĂ€chsten 3 Tage, direkt im Nationalpark angekommen. Nach Auspacken und Abendessen erleben wir in der Bar noch einen Einheimischen Liedermacher, wo die meisten GĂ€ste textsicher mitsingen, aber uns nur das HĂ€ndeklatschen bleibt.
Wieder geht's weiter zum nĂ€chsten Etappenziel. Von Charlottetown nach Ingonish Beach sind es ca. 300 km mit einem Teil AutofĂ€hre. Die FĂ€hre von PEI nach Nova Scotia braucht 75 Minuten und ist bei dem schönen Wetter eine angenehme Abwechslung. Wir haben ja schon beschrieben das die meisten Tiere die wir sehen, tot am Straßenrand liegen, aber davon die Krönung sind ĂŒberfahrene Stinktiere. Der Geruch ist wirklich penetrant unangenehm und bleibt auch lange erhalten. Zuerst haben wir den Gestank gar nicht zuordnen können, und Sabine hat Torsten schrĂ€g von der Seite angesehen. Aber einmal war der Skunk noch zu erkennen, und wir sind nur froh daß wir den nicht selber erlegt haben, denn diese Geruchsstoffe permanent am Auto zu haben... Wir wĂ€ren wohl Mehrfachrunden durch 'ne Waschanlage gefahren.😉

25 September 2017

Nach dem vielen Sand und Salzwasser sind wir hungrig und wollen im "Blue Mussel", in "North Rustico" etwas essen. Das Restaurant ist anscheinend kein Geheimtipp mehr, denn fast alle Tische sind besetzt. FĂŒr uns zwei gibt's trotzdem noch Platz, und wir essen lecker gewĂŒrzten Halibut. Danach ein Rundgang durch den kleinen Hafen, und Sonne genießen. Herz was willst du mehr.
Nach unserer Wanderung am DĂŒnenstrand geht's jetzt zu Robinson Island. Statt SanddĂŒnen sind hier eher WĂ€lder zu sehen. Anscheinend konnten die BĂ€ume lange Jahre wachsen bis ihnen das Salzwasser auf einmal den Garaus machte. Die Wege teilen sich hier Wanderer und Fahrradfahrer gemeinsam, und am Parkplatz befindet sich eine Do-It-Yourself Reparaturstation. Werkzeuge und Luft fĂŒr's Rad kann sich jeder leisten.
Der heutige Tag verspricht sehr schön zu werden. Die Wetterfrösche von Biene und Torsten zeigen Sonne an. Wir entscheiden uns fĂŒr Strand und Meer und fahren zum PEI National Park. Der erstreckt sich ĂŒber mehrere Kilometer an der KĂŒste entlang. Wir kommen an und stellen fest das der Strand fast menschenleer ist. Ausser uns sind nur noch ein oder zwei Strandwanderer unterwegs. Auch wir genießen das Klima und machen einen langen Spaziergang am Meer entlang und schauen was uns alles so begegnet.

24 September 2017

Nachdem im Norden keine Sonne mehr scheint, fahren wir, um noch ein paar Strahlen zu erhaschen, nach SĂŒden. Da PEI an dieser Stelle nicht allzu breit ist, benötigen wir nur ca. 50 Minuten bis "Panmure Island" an der SĂŒdkĂŒste. Auch hier ist ein rötlicher menschenleerer Strand, allerdings diesmal mit Leuchtturm und Imbiss. Zum herzhaften Teil der Mahlzeit kommt dann noch ein StĂŒck selbstgemachter Blaubeerkuchen, welcher wirklich sehr lecker ist.😊 Auf dem Heimweg sehen wir heute sehr hĂ€ufig, das vor den einzelnen HĂ€usern der Kanadier irgendwelcher Hausrat, Möbel und auch Klamotten ausgestellt sind, die anscheinend in einer Art Flohmarkt verkauft werden sollen. Hier wird wohl der Flohmarkt nicht an einer Stelle konzentriert, sondern jeder der will, legt seine ĂŒberflĂŒssigen Sachen vor die TĂŒr und wartet. Soweit wir es erkennen können, wird das gut angenommen, denn es sind viele Einheimische unterwegs, die in den Sachen rumstöbern.
Laut unserem Wetterfrosch soll es heute wieder warm werden, und wir setzen auf kurze Hose. Dann starten wir zur KĂŒste, zum "Greenwich National Park", der am Meer liegt. Leider versteckt sich die Sonne wider Erwarten doch hinter Wolken, aber es ist nicht wirklich kalt. "Prinz Edward Island" (PEI) ist unserem ReisefĂŒhrer nach in Kanada bekannt fĂŒr seine roten StrĂ€nde. Das können wir bestĂ€tigen. Nach einer kurzen Wanderung durch das Naturschutzgebiet sind wir am Meer, wo der feinkörnige Sand wirklich einen roten Schimmer hat. GĂ€be es nicht diesen rötlichen Schimmer, könnte es auch Ostseestrand sein.
Unsere Unterkunft fĂŒr die nĂ€chsten Tage, das "Hillhurst Inn" ist ein schönes Hotel im alten Stil, nicht weit weg von "Downtown" und "Waterfront". Das FrĂŒhstĂŒck ist diesmal inklusive, ist aber amerikanisch, was bedeutet das es kein Buffett gibt, sondern man bestellt was man möchte. HauptsĂ€chlich werden Eier in jeglicher Form, Schinken und Toastbrot geordert. Dazu gibts Kaffee, O-Saft oder Wasser. In der Lobby gibt's dazu noch einen Kaffeeautomat und Wasser zur freien VerfĂŒgung. Wir lassen es uns schmecken und schauen dann noch ein wenig FCM in Aalen ĂŒbers Internet. Nach der ersten Halbzeit um 09:45 Uhr Ortszeit geht's dann aber los.

23 September 2017

Mit Charlottetown erreichen wir wieder urbanes Leben. Mit ca. 32.000 Einwohnern ist die Stadt natĂŒrlich keine wirkliche Metropole, aber nach den doch eher lĂ€ndlichen Strukturen in den Tagen vorher, ist hier richtig Leben in der Bude. Hier legen sogar Kreuzfahrer an und es gibt eine Uferpromenade sowie 'ne Kneipenszene. Heute ist ja auch Samstag, was fĂŒr zahlreiche GĂ€ste sorgt. Dazu kommt noch das ungewöhnlich warme Wetter von bis zu 27 Grad, wo alle Leute draußen sein wollen. Erst nach Sonnenuntergang kommt ein kĂŒhler Wind auf, und der Kellner wirft den Heizpilz an.
Auf dem Weg nach Charlottetown, der Hauptstadt von Prince Edward Island fahren wir die KĂŒste entlang und machen einen Stop in Shediac, der selbst ernannten Hauptstadt des Lobsterfangs. Das ist heute nicht unser Thema, denn hier gibt es auch sehr schöne SandstrĂ€nde. Da Shediac nicht an der Bay of Fundy liegt sondern eher mit dem St. Lorenz Strom verbunden ist, gibt es keine großen Gezeiten und auch das Wasser ist schön klar. Der Strand selbst ist kaum besucht, und auch die ĂŒblichen Randbedingungen wie Restaurant und Co haben schon zu. Das tut unserem Strandspaziergang aber keinen Abbruch. Schönstes sonniges Wetter und blaues Wasser, da kommt man ins TrĂ€umen, und betrachtet die HĂ€user an der KĂŒste etwas schwĂ€rmerisch. Jetzt aber schnell weiter und ĂŒber die 13 km lange imposante Confederation-Bridge erreichen wir die kleinste Provinz von Kanada.
Wieder sind 3 Tage vorbei und es geht weiter. Wir verlassen "unser" Appartement mit etwas Wehmut, denn hier haben wir uns sehr wohl gefĂŒhlt, und verabschieden uns ganz herzlich von Attie und Heather unseren Gastgebern. Sie geben uns noch einen Tip wo wir preiswert neue Wanderschuhe bekommen, denn bei Torstens Schuhen löst sich die Sohle ab. An zwei Stellen ist zwar noch Halt, aber wie lange das noch hĂ€lt ist fraglich. Attie empfiehlt einen großen Outdoor-Markt in Moncton und er hat nicht zuviel versprochen. Hier gibt es vom Wandern ĂŒber Angeln Camping und Jagd das volle Programm. Alles voller MĂ€nnerspielzeug. Wir stehen vor Schneemobil und Motorboot, aber letztendlich werden es dann doch die Wanderschuhe.😉

22 September 2017

Der Tag ist wirklich wunderschön. Die Sonne scheint, blauer Himmel und gefĂŒhlte 25 Grad lassen gute Laune aufkommen. Nach dem die Bucht wieder vollgelaufen ist, verabschieden wir uns von den Hopewell Rocks und fahren zum nĂ€chsten Leuchtturm, zum Cap Enrage. Eigentlich soll hier Action sein, SteilkĂŒstenklettern und Ziplining, aber anscheinend ist die Nebensaison schon im Gange und die Action im Winterschlaf. So genießen wir nur die Aussicht, und starten dann zurĂŒck zur Unterkunft. Da gibt's dann gegen das kĂŒhle Wetter einen Whisky fĂŒr Innen und den Kamin fĂŒr Außen.😀
"High Tide", es ist 14:18 Uhr und der Höhepunkt der Flut ist erreicht. Dort, wo wir noch vor drei Stunden rumgelaufen sind, steht jetzt meterhoch das Wasser. Wie schnell hier der Wechsel von Ebbe zur Flut passiert ist unglaublich. Wir haben es getestet, unsere FĂŒĂŸe 30 cm von der Wasserkante positioniert, und innerhalb von zwei Minuten, hatte die Flut unsere Fußspitzen erreicht.
Die NĂ€chte werden langsam kalt, Torsten macht jetzt morgens im Bad die Heizung an. Im Laufe des Tages werden wir zwar wieder ĂŒber 20 Grad (im Schatten) kommen, aber frĂŒhmorgens brauchst du einen Pullover. Heute werden wir uns den Unterschied zwischen Ebbe und Flut genau ansehen. Die "Hopewell Rocks" sind dafĂŒr das beste Beispiel. Das ist ein Park wo das Meer wohl in tausenden Jahren eindrucksvolle Gesteinsformationen geschaffen hat. Zur "Low Tide" (Ebbe) kann man auf dem Boden des Meeres spazieren gehen und die sogenannten "Flowerspots" von unten betrachten. Allerdings sollte man alte Schuhe anziehen, denn der Grund ist ziemlich schlammig. Laut Beschreibung laufen innerhalb der Flut oder Ebbe Millionen von Kubikmetern Wasser in die Bay of Fundy rein- bzw. aus. Wir gelangen ĂŒber eine Leiter auf den Meeresboden, und schauen uns die Felsen von unten an. In zwei bis drei Stunden wird hier wieder alles voller Wasser sein, und dann stehen wir oben an der SteilkĂŒste.

21 September 2017

Nach der Tour im Innern des Parks machen wir noch eine Wanderung am Meer. Der "Matthew Head Trail" ist gut 4 km lang und fĂŒhrt meistens am oberen Rand der SteilkĂŒste entlang. Der Weg ist sehr ursprĂŒnglich, nicht so breit und gibt immer wieder schöne Ausblicke auf Meer und KĂŒste frei. Eins mĂŒssen wir aber Mal anmerken: Wenn immer gesagt wird, das es hier viele Tiere wie Elche, Hirsche oder BĂ€ren etc. geben soll, halte ich das fĂŒr ein GerĂŒcht. Bis jetzt haben wir nur tote Tiere am Strassenrand gesehen. Lebend sind uns bisher nur Eichhörnchen, zwei Frösche und eine Raupe (Foto) begegnet. Irgendwas lĂ€uft hier falsch, oder?😉
Im "Innisfree" ist FrĂŒhstĂŒck inklusive, und wir versammeln uns alle im FrĂŒhstĂŒcksraum. Der ist nicht groß und unsere Wirtin setzt die nĂ€chsten GĂ€ste zu uns an den Tisch. Überraschenderweise kommen sie aus Deutschland, und so essen wir mit Susanne und Andreas gemeinsam und tauschen unsere Kanada-Erfahrungen aus. Danach geht's zum "Fundy Bay Nationalpark", wir wollen zum "Third Vault Falls" wandern. Das sind hin und zurĂŒck gut 7,5 km auf einem doch ziemlich breiten Waldweg. Der Wald besteht hier aus Birken, Ahorn- und NadelbĂ€umen, was doch ziemlich an unsere heimischen WĂ€lder erinnert. Eigentlich kein Wunder denn vom Breitengrad liegen wir nicht weit auseinander. Dann sind wir da, ein gut 16 Meter hoher Wasserfall mit Teich davor. Das Wasser ist kalt und ganz klar. Die zahlreichen Wassertropfen bilden im Sonnenschein einen schönen Regenbogen. Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns wieder auf den RĂŒckweg.

20 September 2017

Nun sind wir in "New Brunswick", dem nĂ€chsten Bundesstaat von Kanada und es geht auf dem "Highway One" zum "Fundy National Park". Die Autobahn ist zweispurig und hat einen sehr breiten Mittelstreifen als RasenflĂ€che. Die Höchstgeschwindigkeit ist 110 km/h, Torsten stellt den Tempomat auf 120 und los. Schneller möchte man eigentlich nicht fahren, denn da unser Dickschiff ziemlich kantig ist, haben wir bei der Geschwindigkeit auch ziemliche WindgerĂ€usche. Mittlerweile hat sich das Wetter gedreht, und es scheint wieder die Sonne. Wir erreichen unsere Pension und checken ein. Heather die Gastgeberin erklĂ€rt uns im Schnelldurchlauf alle SehenswĂŒrdigkeiten und Restaurants der Umgebung. Nicht zu vergessen auch den Flutkalender, denn hier wollen wir uns den Tidenhub von 16 Metern direkt anschauen. Zuerst geht's ins Zimmer, was ĂŒberraschenderweise ein großes Appartement mit Terrasse und Gartenblick ist. Sabine packt aus, und dann sitzen wir draußen, bis uns die MĂŒcken zum RĂŒckzug zwingen."
Wir wachen auf und es regnet. Das stört uns erstmal nicht weiter, denn heute wollen wir auf die andere Seite der "Bay of Fundy", nach "Hopewell Cape". Das geht mit der AutofĂ€hre am schnellsten, denn die braucht von "Digby" nach "Saint John" nur knapp 2 Stunden. Auf der Straße mĂŒssten wir einmal ganz um die Bucht fahren, was entschieden lĂ€nger dauern wĂŒrde. Der ganze FĂ€hrbetrieb, ist bestens organisiert. An allen wichtigen Stellen sind Leute positioniert die das Ganze steuern und regeln. Das einzige wo die Regelung versagt ist bei der "Air Condition"! Auf dem Schiff ist es saukalt, wir ziehen beide sofort unsere Pullover an. Das haben wir schon öfter festgestellt, die Kanadier senken ihre RĂ€ume oft auf gefĂŒhlte KĂŒhlschranktemperatur ab. Ansonsten lĂ€uft alles wie geplant, wir kommen pĂŒnktlich an, programmieren das Navi und auf geht's.

19 September 2017

Letzer Halt fĂŒr heute ist der Botanische Garten von Annapolis Royal. Die Dame am Einlass erklĂ€rt uns das der Garten in verschiedene Bereiche aufgeteilt ist, welche versuchen unterschiedliche Jahrhunderte gartenbautechnisch darzustellen. Wir sind bemĂŒht, aber es gelingt uns nicht wirklich das zu erkennen. Die Blumen und Pflanzen sind schön und farblich auch gut aufeinander abgestimmt, aber diese Anordnung einzelnen Jahrhunderten zuzuordnen verlangt doch Spezialwissen, wovon wir keine Ahnung haben. So schlendern wir einfach nur durch den Park und freuen uns an der BlĂŒtenpracht.
Port Royal ist unsere nĂ€chste Station. Hier wurde eine wehrhafte Handelsstation soweit wie möglich originalgetreu wieder aufgebaut. Die einzelnen RĂ€ume und WerkstĂ€tten sind sehr detailliert ausgestattet, und eigentlich sieht es hier aus als ob die Bewohner nur kurz weggegangen sind, und gleich zurĂŒck kommen werden. Wenn wir uns die RĂ€umlichkeiten und Bedingungen so anschauen, sind wir doch froh ein paar hundert Jahre spĂ€ter zu leben. Welchen Druck mĂŒssen die damaligen Auswanderer wohl zu Hause gehabt haben, um die Strapazen der Überfahrt und die Ungewissheit ĂŒber die neue Heimat auf sich zu nehmen.
Der heutige Tag soll uns die Geschichte der Besiedlung von Nova Scotia nĂ€her bringen. Es geht nach Annapolis Royal, dort wo anno 1602 die ersten französischen Siedler versucht haben Fuß zu fassen. Die nannten diese Gegend "Acadie", und versuchten eine dauerhafte Kolonie aufzubauen. Dann kamen noch schottische Auswanderer dazu, die friedlich miteinander ausgekommen sind, bis die Kriege zwischen England und Frankreich auch in die "neue Welt" getragen worden sind. Dann ging das mehrfach hin und her und heutzutage sind die Einwohner hier stolz auf ihre französische Vergangenheit. Die alten Festungsanlagen und Siedlungen werden soweit wie möglich als Museen erhalten und anschaulich dargestellt. Hier in Annapolis ist es das "Fort Anne" wo wir auf den Wallanlagen spazieren gehen und versuchen uns vorzustellen wie das Leben vor ca. 300 Jahren ausgesehen haben könnte. Das StĂ€dtchen selber ist auch hĂŒbsch herausgeputzt, hauptsĂ€chlich Galerien und kleine Restaurants.

18 September 2017

Um 13:30 Uhr sticht die "Mega Nova" mit uns und weiteren 20 Erwartungsvollen in See und nimmt Kurs auf das Gebiet wo die Wale auf uns warten sollen.😉 Laut unserem Guide hat die "Bay of Fundy" die besten Chancen um Wale zu sehen. Hier ist das Nahrungsangebot fĂŒr Wale mit am besten. Erstmal schippern wir aber eine Stunde ĂŒbers Meer und sehen nur Möwen und andere Wasservögel. Dann aber stoppt der Skipper den Motor und die Show geht los. Vor uns sind Buckelwale (Humpback) und zwar eine Walkuh mit Kalb und etwas abseits ein einzelner Buckelwal. Mutter und Kind sind gut drauf und springen zusammen aus dem Wasser und der andere Wal schlĂ€gt mit seiner Flosse schön laut aufs Wasser. Das ist wirklich beeindruckend und sehr bewegend diese großen Lebewesen in Natur zu erleben. Zeitweise denken wir, es nicht klar wer hier wen beobachtet, denn die Wale schwimmen so dicht an unser Boot heran, als ob sie diese seltsamen Wesen außerhalb des Wassers mal nĂ€her betrachten wollen.
Das Wetter ist nicht schön. Die Wolken hĂ€ngen tief und dazu kommt auch noch Nebel. Wir wollen heute aufs Meer und Wale beobachten. Dazu fahren wir nach "Brier Island" einer Insel in der "Bay of Fundy". Es geht noch ĂŒber eine andere Insel jeweils mit 'ner AutofĂ€hre. Auf dieser Insel (Long Island) steht der "Balancing Rock", am Meer und sieht wirklich cool aus. Eigentlich könnte man denken, ein kleiner Wackler und das Ding fĂ€llt um, aber momentan wackelt hier nichts.😉

17 September 2017

Diesen Abend trauen wir uns. Wir bestellen Hummer (Lobster) als ganzes Tier. Die Kellnerin zeigt uns kurz wie das Tier bearbeitet werden muss um an das leckere Innere zu kommen, und los geht's. Ohne Handarbeit geht es aber nicht, der Hummer wird eigentlich ziemlich brachial auseinander genommen. Das meiste Fleisch ist im Schwanz und in den Scheren. Auch die Beine haben was abbekommen, aber bei kleineren Tieren lohnt es sich diese zu knacken, denn soviel ist es dann doch nicht. So ein Außenskelett ist auch ziemlich stabil, und wir verstehen das der Hummer ab einer gewissen GrĂ¶ĂŸe nicht mehr viele Feinde hat. Letztendlich hat er gegen uns aber keine Chance 😀 Wir sind die grĂ¶ĂŸeren RĂ€uber und lassen es uns schmecken, denn das unterschreiben wir sofort: Hummerfleisch ist sehr lecker!
Die "Bay of Fundy" hat laut ReisefĂŒhrer einen Unterschied zwischen Ebbe und Flut von bis zu 16 Metern. In Digby ist gerade Ebbe und die meisten Schiffe im Hafen liegen auf dem Trockenen. An der Höhe der Kai-Anlagen und das die Pfeiler an denen die Pontons und Schiffe festgemacht sind, sehr hoch sind, ist zu erkennen das es ganz schön auf und ab gehen muss. Digby hat eine kleine Uferpromenade am Hafen die wir jetzt im Sonnenschein ablaufen. Ja, "KlĂ€rchen" hat bis zum Nachmittag gebraucht die Wolken zu vertreiben, aber nun sieht alles viel freundlicher aus. Über dem Wasser und auf der anderen Seite der Bucht ist zwar noch Nebel zu sehen, aber wir.sitzen in der Sonne.👍 Dann fahren noch zum Eingang der Bucht zum Leuchtturm "Point Prim" und stehen wieder im Nebel. Nur zwei Kilometer außerhalb von Digby sind Sichtbedingungen miserabel. Wir versuchen uns vorzustellen wie die Schifffahrt frĂŒher - ohne Radar und Schraube - funktioniert hat.
Heute setzen wir zur anderen Seite von Nova Scotia um, nach "Digby" an der "Bay of Fundy". Wir verlassen unser Resort ohne Mr. und Mrs. Houseman bzw. deren Tochter getroffen zu haben.😉 Biene meint in so einem Resort muss der (zu erratende) Film gedreht worden sein. Die 120 km bis Digby will Biene unser Dickschiff steuern. Torsten hat nachgeschaut, das Auto hat schon Mal zwei Tonnen Leergewicht, dann unsere Klamotten und wir. Das summiert sich. Viel Verkehr ist wegen Sonntag nicht zu erwarten, und so machen wir uns auf den Weg. Nach kurzer Eingewöhnung bzgl. der Automatik, und deaktiviere bitte den linken Fuß, cruisen wir gemĂŒtlich ĂŒber die Insel. Das Wetter bleibt heute wohl grau, denn die ganze Zeit bis Digby schafft es die Sonne nicht die Wolken aufzulösen. Das Navi kennt sich gut aus und lotst uns genau zum Hotel. Zimmer ist auch schon verfĂŒgbar, perfekt.

16 September 2017

Wir fahren weiter und sehen einen schönen Sandstrand. Da kommen wir nicht dran vorbei. Anhalten, Schuhe aus und los geht der Strandspaziergang. Momentan ist wohl Ebbe denn der Strand ist ziemlich breit, und obwohl hier auch ein Hotel angesiedelt ist, verlieren sich die GĂ€ste am Strand. Fast alleine geht's einmal hin und zurĂŒck, und das Wasser wirkt gar nicht so kalt. Dann sehen wir, das das Hotel eine Bar an der "Oceanfront" hat, und wollen noch ein Glas Wein mit Meerblick geniessen. Das Angebot und Ambiente gefĂ€llt uns, auch der "Pinot Grigio" schmeckt, das macht Lust auf mehr. Nach einem Blick auf die Speisekarte kann Torsten auch Sabine ĂŒberzeugen den letzten Abend auf dieser Seite von "Nova Scotia' hier zu verbringen. Wir reservieren einen Tisch und werden spĂ€ter nicht enttĂ€uscht, das "Quarterdeck" können wir empfehlen. Morgen am Sonntag geht's dann nach Digby auf die andere Seite der Insel.
Von "Mahone Bay" geht's weiter die KĂŒste entlang Richtung Liverpool. Diese Gegend ist wohl was fĂŒr Leute mit Geld. Die HĂ€user sind grĂ¶ĂŸer und fast immer sehr gepflegt. Auch die GrĂŒnanlagen bzw. der Rasen lassen den Aufwand erkennen. Sabine meint das der Rasen nach dem MĂ€hen nochmal feucht gewischt wird.😉 Auch sind allerorts RasenmĂ€her in Aktion zu sehen. Und das sind RasenmĂ€her zum Fahren und nicht zum Schieben.👍 Liverpool selber ist nicht so schön. Eine kleine Industriestadt, die nur am Wasser einen GrĂŒnbereich hat. Ansonsten ist kein Charme erkennbar. Torsten ist sehr dankbar nicht diesen Ort als Zwischenhalt ausgewĂ€hlt zu haben. Das war zwar in der Planung, aber unser Hotel bzw. Resort in "White Point" ist doch die bessere Wahl gewesen.
Das Wetter ist die letzten beiden Tage etwas seltsam. Morgens alles in Grau, bewölkt und diesig, aber ab ca. 11:00 Uhr kommt die Sonne durch und vertreibt die Wolken. Auf unsere Wetter-Apps ist auch kein Verlass, die sagen Regen voraus, was bis dato Gott sei Dank noch nicht eingetroffen ist. Heute starten wir wieder im grauen Dunst und kommen im Sonnenschein in "Mahone Bay" an. Das ist noch so ein kleiner Ort an der KĂŒste mit den fĂŒr Nordamerika so typischen HolzhĂ€usern mit Veranda und VorgĂ€rten. Heute ist ja Samstag und tatsĂ€chlich sitzt der eine oder andere "Eingeborene" auf der Veranda und liest. Vielleicht ist es aber auch ein Urlauber, denn viele dieser HĂ€user sind jetzt Pensionen (Bed & Breakfast). Übrigens ist hier noch volle Urlaubssaison, denn die meisten UnterkĂŒnfte zeigen an das sie voll belegt sind. Biene zeigt heute Lokalstolz und ist mit einem FCM-Shirt unterwegs. Wir merken zwar das einige Leute versuchen den Aufdruck zu lesen, können aber keine Reaktionen feststellen.

15 September 2017

Nach der Mittagspause bei "E&T Grill" mit zwei Burgern (gar nicht so schlecht) und einem Blueberry-Muffin geht's uns wieder gut. Wir fahren zurĂŒck zur KĂŒste, da gibt es eine "Außenstelle" des Nationalparks, wo wir die KĂŒste entlang wandern wollen. Die Fahrerei ist kein Problem, denn trotz der rigiden Tempolimits (max. 100), auch bei gut ausgebauten Strecken, kommt kein Stress auf. Es dauert vielleicht lĂ€nger, kostet aber keine Nerven. Im "Kejimkujik Seaside Adjunct" gibt es dann einen Hinweis auf BĂ€renbesuch. Die letzte Sichtung ist zwar schon etwas her, aber was sagt das schon. Wir lassen uns trotzdem nicht abschrecken, sind in dichter bewachsenen Strecken aber besonders gerĂ€uschvoll, damit uns ein evtl. BĂ€r auch frĂŒhzeitig hört und nicht erschreckt und sich bedroht fĂŒhlt. Den BĂ€ren haben wir nicht gesehen, aber dafĂŒr haben uns ganz andere Tiere "angegriffen". MĂŒcken sind auch sehr unangenehm, und das "MĂŒckentötolin" liegt im Auto. Na Prima.😕
Heute ist echte Bewegung angesagt. Nach 3 Tagen Stadtbummelei soll es heute in die Natur gehen. Ziel ist der Kejimkujik-Nationalpark. Der liegt im Inland, umfasst wohl mehrere Seen, und soll laut ReisefĂŒhrer das Ziel fĂŒr Wassertouristen (ohne Motor) sein. Wir leihen uns ein Kanu aus, und stechen in See. Nach gut 15 Minuten können wir auch geradeaus fahren, und haben jetzt Zeit die Umgebung aufzunehmen. Das MĂ€del von der Vermietung hatte uns die AnfĂ€ngerstrecke empfohlen, welche ein StĂŒck ganz langsam fließender "Mercy River" ist. Die paddeln wir ab, und fĂŒhlen uns dabei fast wie "Chingachgook, die große Schlange". (JĂŒngere mĂŒssen Dr. Google fragen😉) Nach gut anderthalb Stunden sind wir wohlbehalten aber hungrig zurĂŒck. Eigentlich wollten wir im Park frĂŒhstĂŒcken, aber wider Erwarten gibt es nirgendwo was zu kaufen. Alle anderen bringen sich ihr Essen mit. So machen wir nur noch eine kleine Wanderung durch den Park, und fahren dann raus zum Essen.

14 September 2017

Nach gut einer Stunde Autofahrt haben wir unser Domizil fĂŒr die nĂ€chsten Tage erreicht. Das "White Point Beach Resort" liegt sĂŒdlich von Liverpool direkt am Atlantik. Wir packen aus und machen noch einen Strandspaziergang und Torsten testet mit den FĂŒĂŸen das Wasser. (Brrrr, kalt).
NĂ€chster Halt auf der Strecke ist "Lunenburg". Der Name ist schon richtig, denn im 18. Jahrhundert wurde der Ort von hauptsĂ€chlich deutschen Auswandern gegrĂŒndet. Deutsche Namen und Ortsbezeichnungen sind hier nicht ungewöhnlich, sondern kommen hĂ€ufig vor. Das zeugt von langer Tradition. Und auch in diesem pittoresken StĂ€dtchen ist der Tourismus angekommen. Wir finden nur mit MĂŒhe einen Parkplatz, denn alle anderen sind schon da.😕 Wie die anderen Touris bummeln wir auch durch die kleinen LĂ€den und landen schließlich in einer Schaps-Destillerie. Die machen hauptsĂ€chlich Likör, aber auch Rum und Grappa. Es kann gekostet werden, was wir auch tun, und (natĂŒrlich) den Grappa kaufen. Mal sehen ob der es nach Deutschland schafft oder hier "verdunstet".😀
Die Route verlĂ€uft weitestgehend am Wasser entlang, und man immer wieder wunderschöne Ausblicke. Die HĂ€user und GrundstĂŒcke sind sehr gepflegt und die Holzbauweise und Landschaft erinnert uns ein wenig an die SchĂ€ren in Schweden. In Chester versorgen wir uns mit Sandwiches und machen am Wasser Mittagspause. Der Ort ist eher klein und beschaulich, aber die Gemeinde hat am Hafen Holztische und BĂ€nke errichtet, wo wir gemĂŒtlich picknicken.
Das Wetter verspricht wieder allerbeste Werte und wir machen uns auf den Weg die KĂŒste entlang auf der sogenannten "Lighthouse-Route", der Straße der LeuchttĂŒrme, Richtung Liverpool unserem nĂ€chsten Etappenziel. Erste Station ist der Leuchtturm in "Peggy's Cove", einem winzigen Ort ca. 30 Kilometer sĂŒdlich von Halifax. Das ist wohl der berĂŒhmteste und meistfotografierte Leuchtturm von ganz Kanada. Dementsprechend ist auch der Andrang vor Ort. Jeder ReisefĂŒhrer, jeder Veranstalter hat diesen Ausflug im Programm, und somit ist dort volle HĂŒtte.đŸ€” Wirklich zu verstehen ist das fĂŒr uns nicht. Ja der Leuchtturm ist schmuck und die Umgebung mit den Granitfelsen ist sehenswert, aber deshalb dieser Hype? Wir drehen unsere Runde, machen die obligatorischen Fotos und fahren weiter.

13 September 2017

Das ist unser letzter Tag in Halifax. Morgen fahren wir die KĂŒste entlang nach Liverpool (gibt's hier auch). Halifax ist keine Schönheit, aber wir finden das die "Waterfront" am alten Hafen wirklich gelungen ist. Außerdem wird in Halifax an allen Ecken gebaut. In ca. 3 bis 5 Jahren dĂŒrfte die Stadt, insbesondere im Zentrum, ganz anders aussehen, und wĂ€re vielleicht eine neue Reise wert. So schlendern wir nach dem Abendbrot nochmal am Wasser entlang zurĂŒck zum Hotel und packen dann unsere sieben Sachen.😉
Jetzt sind wir mit Halifax eigentlich durch und ĂŒberlegen was mit dem Nachmittag anfangen wollen. Im ReisefĂŒhrer wird "Fishermens Cove" als Ausflugsziel in der NĂ€he von Halifax empfohlen. Dort soll es noch richtige Fischer geben, die jeden Tag zum Fischen rausfahren. Also zurĂŒck zum Hotel, das Auto geholt und los geht's. Das Navi findet den Weg, Torsten hat es such geschafft es zum Sprechen zu bringen. Allerdings mĂŒssen wir uns mit Englisch begnĂŒgen, Deutsch kann es nicht. Bei den Fischern angekommen, stellen wir fest das es mehr Andenken- und Kunst-LĂ€den gibt als Fischer, aber zwei GeschĂ€fte fĂŒr Frischfisch und Hummer gibt es auch. Wir sind jetzt ja außerhalb von Halifax und es gibt zusĂ€tzlich einen Holzweg zum Meer. Am Ufer sind wir sehr mutig und stellen unsere FĂŒĂŸe in den Atlantik. UngefĂ€hr 16 Grad schĂ€tzen wir. Auf dem RĂŒckweg kommen wir in den Feierabendverkehr und brauchen doppelt so lange wie auf der Hinfahrt.
Nach der Ankunft der FĂ€hre zurĂŒck in Halifax, haben wir Hunger und suchen uns in der NĂ€he einen Imbiss der Fisch anbietet. Bei "Daves Lobster" bleiben wir hĂ€ngen und bestellen zweimal "Lobster-Roll", also Hummer im Brötchen. Der gute Dave hat den Hummer schon fĂŒr uns geknackt und das leckere Fleisch mit Dressing versehen ins Brötchen gepackt. Ist nicht ganz preiswert, schmeckt aber sehr lecker.
Heute klappt die Zeitanpassung schon besser. Wir können bis 07:00 Uhr schlafen. Zum FrĂŒhstĂŒck machen wir Tee, Torsten hat den Wasserkocher in einem Schrank entdeckt. Dazu 2 Kekse und schon ist das FrĂŒhstĂŒck fertig. Am Vormittag geht's mit der FĂ€hre auf die andere Seite der Bucht, nach Dartmouth. Von dort hat man einen prima Blick auf die Skyline von Halifax. Das Wetter soll wieder sonnig sein und 25 Grad (Celsius) erreichen. Besser kann es fĂŒr uns nicht sein. Auf dem Weg zur FĂ€hre können wir wieder erleben das FußgĂ€nger hier Vorrang haben. Überall sind gekennzeichnete Überwege und die Autofahrer halten sich auch daran. Alle halten an und lassen Dich ĂŒber die Straße. Auch sonst ist die Fahrweise sehr defensiv und langsam. FĂŒr 2,50 pro Person gibt es eine Tageskarte und wir setzen ĂŒber. Auf der anderen Seite gibt es einen Uferweg zu einer anderen FĂ€hre mit der wir wieder zurĂŒck fahren wollen. Der Blick ĂŒber die Bucht ist wirklich sehr schön. Aus der Ferne sieht Halifax auch prima aus.

12 September 2017

"Five Fishermen" heisst das Restaurant wo wir heutecAbend essen gehen. Laut ReisefĂŒhrer gibt es dort prima Fisch. Er hat Recht, wir werden nicht enttĂ€uscht.😀
Halifax "Harbourfront" Nach der Festung geht's zum Wasser. Entlang des Ufers verlĂ€uft der sogenannte "Harbourwalk" mit vielen Restaurants und kleinen GeschĂ€ften. Teilweise auf Holzplanken oder auch schwimmenden (und schwankenden) Stegen geht es immer am Wasser entlang. Das macht bei dem schönen Wetter richtig Spass. Wir stellen fest das hier viele Deutsche unterwegs sind, und fragen uns wo die Busse wohl stehen, aber am Kreuzfahrtterminal liegt die TUI mit "Mein Schiff ...". Alles klar, Halifax fĂŒr kurze Zeit in deutscher Hand.😉
Die Zitadelle von Halifax Infolge der Zeitumstellung sind wir trotz des langen Vortags um 07:00 Uhr wach. FrĂŒhstĂŒck haben wir in diesem Hotel nicht mitgebucht, und so testen wir die Nespresso-Maschine im Zimmer und mĂŒssen feststellen: Dieser Kaffee schmeckt nicht! Also raus in die Stadt und auf zur alten Festung von Halifax. Auf einem HĂŒgel oberhalb Downtown gelegen, verspricht die Beschreibung einen guten Überblick ĂŒber Halifax und Kaffee, denn die Museen haben meistens auch ein kleines Cafe. Auf Grund der 150 Jahr Feier von Kanada sind 2017 alle staatlichen Museen ohne Eintritt, wozu auch die Zitadelle gehört. Wir sind sehr angetan wie hier versucht wird das Leben der Soldaten anschaulich zu machen. Die Guides tragen historische Uniformen, erklĂ€ren die alten Gewehre, und wer will darf auch mal selber so eine Muskete laden und abfeuern. Schön laut! Auch Dudelsack Spieler gibt es, die alle Stunde MilitĂ€rmusik vorfĂŒhren. Zusammen mit den Exponaten eine gelungene Veranstaltung.

11 September 2017

Mietwagen/Halifax Mit unseren Koffern geht's zum Mietwagenschalter. Gott sei Dank ist es bei Hertz ganz leer, und nach Erledigung aller FormalitĂ€ten sitzen wir in einem "Dodge Journey", und ab nach Halifax. Der Flughafen ist ca. 30 km außerhalb, aber das Navi wird uns schon hinfĂŒhren. Leider bleibt es stumm und zeigt nur optisch den Weg. Irgendwie muss der Vorbesitzer den Ton abgestellt haben. Schlimmer ist aber das die Route ĂŒber eine mautpflichtige BrĂŒcke fĂŒhrt, und wir bei "Insert Coin" (1$) feststellen mĂŒssen, das wir noch keine MĂŒnzen haben. Wir mĂŒssen rechts raus und ein freundlicher Mitarbeiter der Mautstation wechselt uns einen Schein. Dann zum Hotel, Zimmer beziehen, und ab zum Hafen eine Kleinigkeit essen. Mittlerweile ist es 19:00 Uhr Ortszeit und in Deutschland 24:00 Uhr was bedeutet das wir gut 18 Stunden auf den Beinen sind. Sabine fallen langsam die Augen zu und Torsten geht's auch nicht besser. Also nach dem Essen gleich nach Hause und ab in die Falle.
Flug nach Halifax Jetzt geht's los. 10:00 Uhr Abflug in Frankfurt und 11:45 Uhr Ankunft in Montreal. Klingt gut, aber leider liegen da 7 Stunden reine Flugzeit dazwischen. Wir haben 3 Kleinkinder in unserer NĂ€he und da hilft auf Dauer nicht mal laute Musik auf die Ohren. Ansonsten lĂ€uft alles planmĂ€ĂŸig, wir sind fast pĂŒnktlich in Montreal und erreichen auch den Anschlussflug nach Halifax, der nur eine Stunde braucht. Nachdem wir auch unsere Koffer in Empfang genommen haben, scheint der Tag gut auszugehen.

10 September 2017

Anfahrt zum Flughafen mit der Bahn Die Anreise zum Flughafen war OK. Die ZĂŒge fast pĂŒnktlich, das Umsteigen ging ohne hetzen. Allerdings ist es schon teilweise mĂŒhsam mit den schweren Koffern sich im Zug bzw. unterwegs zu bewegen. Fahrstuhl suchen wenn es keine Rolltreppe gibt, oder die Koffer selber die Treppe hochwuchten. Da fragen wir uns dann schon ob soviel Klamotten notwendig sind.đŸ€” Aber letztendlich sind wir im Hotel angekommen und morgen um 10:00 Uhr startet der Flieger.