1 Days · 7 Moments · April 2018

Tongariro Crossing


15 April 2018

Am Sonntag den 15.04 hatten wir unser Shuttle zum Tongariro Crossing gebucht. Das Crossing führt durch eine Kraterlandschaft. Insgesamt ist die Wanderung 19,4km lang und gilt als anspruchsvoll. Wie lange man dafür braucht variiert natürlich, generell sagt man aber zwischen 5 (für die Läufer) und 8/9 Stunden (für die gemütliche Wanderung mit Pausen für die Landschaft). Für uns startete der Tag sehr früh, noch in stockdustern machten wir uns fertig. Die Rucksäcke waren schon am Tag zuvor gepackt und enthielten Wechselklamotten, Proviant, ganz viel Wasser, Erste Hilfe, Sonnencreme, Regensachen, Lampen, einen Plan zum Wanderweg, einen Kompass und mehr. Damit ging es los zum Abfahrtsort des Shuttles.
Zu Anfang folgt man einem Fluss, der seinen Weg auf alten Lavaströmen gefunden hat. Man schlängelt sich ein wenig durch die Hügel hindurch. Ab und zu läuft man schonmal ein paar Treppen hinauf. Nach einer Weile kann man auch schonmal einen Krater bewundern. Die anfängliche Landschaft erinnerte uns an die Heide.
Nach vier Kilometern fängt dann das erste große Treppensteigen an. Es nennt sich Devil's Staircase, was so viel heißt wir Treppenhaus des Teufels. Man wird gefragt, ob man auch wirklich auf alles vorbereitet ist, da das Wetter sich dort oben in Null komma nix ändern kann und man mit allem rechnen soll. Keine Ahnung wie viele Treppenstufen das waren, aber sie waren schon gut anstrengend. Man hatte aber eine wunderschöne Aussicht auf das Tal!
Nach diesen endlosen Treppen dachten wir schon, dass wir ganz oben wären. Ein Blick auf unsere aktuelle Höhe ließ uns nochmal genauer die Krater anschauen und siehe da.. Man sah plötzlich ameisengroße Menschen auf den Kratern laufen. Da wussten wir also, dass unser Weg uns noch darauf führen würde. Wir hatten auch zum ersten Mal einen Blick auf den Red Crater. Den sollten wir später aber noch besser im Blick haben.
Nach einem weiteren starken Anstieg waren wir dann endlich oben. Wir hatten einen wundervollen Blick auf den Red Crater und auch schon auf die Schwefelseen, die vor uns lagen. Der höchste Punkt des Wanderwegs liegt bei 1886m. Es war wunderschön dort oben. Die Temperaturen lagen etwa bei 1°C und wir schauten auf kleine schneebedeckte Flächen auf dem Krater. Ein wunderschönes Naturspiel!
Danach rutschte man einen Abhang mehr hinunter als das man ihn runterging. Wir kamen bei den Schwefelseen an, die in knallig grün und blau vor uns lagen. Da haben wir dann unsere Mittagspause eingelegt und genossen die Aussicht. Ich glaube wir saßen um die 40 Minuten da und schauten uns einfach die Landschaft an.
Danach wurde der Walk relativ langweilig. Durch einen Serpentinenweg zog es sich ewig einen Berg hinunter. Teilweise liefen wir komplett durch Nebel bzw. Wolken. Kurz vor Schluss ging es noch durch einen für Neuseeland typischen Urwald und dann nach 8 Stunden waren wir durch. Wir fuhren mit dem Shuttle zu James zurück. In Turangi haben wir nochmal einen Stop gemacht. Dort trafen wir zwei Männer wieder, die wir auch auf dem Wanderweg immer wieder getroffen haben und mit denen wir teilweise gemeinsam gegangen sind. Und dann ging es für uns wieder nach Hause.