Europe, Australia and Oceania · 22 Days · 38 Moments · December 2017

Tobias's Journi nach New Zealand


23 December 2017

...(3) Am achten Tag erschuf Gott Neuseeland, sagt das Sprichwort. Damit ist wohl eher nicht die unbestrittene Schönheit dieses Landes gemeint, sondern die unglaubliche Vielfalt, als hätte die Natur hier das Beste in einem Land zusammengeworfen. Ich fliege zurück mit vielen tollen Erinnerungen und Instagram Content für mindestens die nächsten Jahre. Auch wenn nun zunächst andere Ziele auf dem Plan stehen, wird es sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass es mich hierher verschlagen hat. Bis dahin cheers und kia ora!
...(2) An einem Tag schwimmt man mit Delphinen vor schneebedeckten Bergen, am anderen paddelt man durch karibisch anmutende Meeresbuchten, am dritten durchfährt man Fjorde, die Norwegen vor Neid erblassen lassen und am vierten wandert man durch die herrlichen Südalpen.
Und dann stehe ich wieder am Christchurch Airport. 3 Wochen Roadtrip sind so schnell vorbeigegangen. Aber wenn man einmal überblickt, was ich in der Zeit alles erleben durfte... Neuseeland ist ein tolles Land. Was es so von den Ländern unterscheidet, die ich bisher bereist habe, sind zwei Dinge: Die Exotik und die Vielfalt. Manche Orte in Neuseeland sehen tatsächlich aus, als wären sie nicht von dieser Welt. Einiges wirkt eher wie ein großer Freizeitpark, bei dem der Erbauer möglichst viel Attraktionen auf möglichst kleiner Fläche unterbringen wollte und zum Schluss bei der Abnahme die versammelte Mannschaft angebrüllt hat, es gebe hier noch viel zu wenige Wasserfälle...(1)

22 December 2017

Heute gebe ich Christchurch noch eine Chance. Der Reiseführer sagt, sie habe doch mehr zu bieten, als ich am ersten Tag gejetlagged kennengelernt habe. Zuerst: Christchurch besteht tatsächlich zur Hälfte aus Baustellen. Die Auswirkungen des Bebens aus 2011 sind immer noch allgegenwärtig. Dennoch gefällt mir die Stadt jetzt besser als beim ersten Besuch. Insbesondere heute, am Freitag, findet der Street Food Market am zentralen Cathedral Square statt. Das Angebot reicht von asiatisch über Burger bis hin zu mexikanisch. Danach werde ich noch die Arts Gallery besuchen. Später wird dann zu Ende gepackt, der Camper gereinigt und online eingecheckt. Morgen muss ich bis mittags den Camper zurückgeben, bevor ich abends über Melbourne und Dubai zurück nach Hause fliege.

21 December 2017

Heute noch ein letztes Mal „Roadtrip“. Ich fahre zur Banks Peninsula, ca. 3 Stunden hin und zurück bis Akaroa. Es ist noch einmal sehr schön, insbesondere weil ich den Tourist Drive, eine etwas längere, aber auch schönere Strecke dorthin nehme. Akaroa selbst ist französische geprägt, schön, aber auch klein. So kommt es, dass ich bereits am frühen Nachmittag wieder zurück am Campingplatz bin. Ich nutze die Zeit, um den Camper ordentlich zu waschen und schon einmal den Koffer zu packen. Morgen geht es dann noch einmal in die Innenstadt von Christchurch und übermorgen muss ich bis mittags den Camper abgeben. Der Flug geht leider erst um 20 Uhr Ortszeit, aber ich werde die Zeit am Flughafen nutzen, um noch die restlichen Bilder auf der Festplatte zu sichern.

20 December 2017

Heute wieder Reisetag. Das Pinguin Gucken gestern war einzigartig. Dutzende kleiner Pinguine begeben sich bei Anbruch der Dämmerung an Land zu ihren Nestern. Von dort hört man bereits das Piepsen der hungrigen Küken. Die Pinguine sind sehr scheu, und so wundert es doch etwas, als ich beim Verlassen des Geländes fast über einen solchen stolpere, der sich seinen Weg zwischen den Holzlatten der Besucherstege hindurchgebahnt hat. Es folgt die vorerst letzte längere Fahrt zum Castle Hill. Ich stelle mir hier eigentlich nicht mehr vor als ein paar große Steine in der Landschaft. Und vorerst für ein letztes Mal begeistert Neuseeland. Der Castle Hill ist übersaht von eigenartig anmutenden Steingebilden, sieht aus wie ein überdimensionales, aber schon zerstörtes Stonehenge. Im Hintergrund zeigen sich die Ausläufer der Südalpen mit einigen Schneeresten. Und wieder mache ich viel mehr Fotos, als ich eigentlich müsste.
Und dann ist der letzte planmäßige Punkt meiner Reise erreicht. Mehr steht nicht auf dem Zettel. Dennoch werde ich morgen wohl noch die Banks Peninsula machen, da sie sich ganz nahe an Christchurch befindet und ich noch etwas Zeit habe. Trotzdem ist der Roadtrip hier erst einmal beendet. Ein bisschen wehmütig gehe ich deshalb zurück zum Camper und fahre nach Christchurch auf einen Campingplatz, an welchem ich die letzten 3 Nächte bleiben werde. Morgen wie gesagt Banks Peninsula, am Freitag vielleicht noch halbtags Sightseeing in Christchurch und nachmittags den Camper säubern. Samstag dann Rückgabe des Campers und abends Heimflug. Einen Tag früher heimzufliegen wäre rückblickend besser gewesen, aber man weiß letztlich nie wie genau das mit der Zeitplanung „hinhaut“.

19 December 2017

Viel erlebt heute. Zunächst fahre ich auf die Otago Peninsula. Da es regnet, sehe ich mir zunächst das Larnach Castle an. Dann fahre ich weiter zur Albatross Kolonie. Die Albatrosse und ihre Jungen sind dort von der Ferne auf einem Hügel zu sehen. Da es immer noch regnet und sehr windig ist, fahre ich direkt weiter Richtung Christchurch und zu den Moeraki Boulders. Letztere sind echt beeindruckend und man fühlt sich ein bisschen wie auf dem Mond. Danach fahre ich weiter Richtung Christchurch und mache Halt in Omaru, einem wirklich super schönen kleinen Städtchen, dessen Gebäude größtenteils aus weißem Kalkstein erbaut worden sind. Für heute Abend habe ich noch die Penguin Watch gebucht. Wenn um 9 Uhr die Sonne untergeht, kommen die Pinguine vom Meer zurück und watscheln über den Strand. Nur Filmaufnahmen sind dabei leider verboten.

18 December 2017

Heute stand Sightseeing in Dunedin auf dem Programm. Dunedin ist tatsächlich super schön, es wird auch „das Edinburgh das Südens“ genannt. Viele Gebäude wurden hier im Kolonialstil gebaut. Besonders ragt hier der Bahnhof heraus, der sowohl innen als auch außen liebevoll erhalten ist. Weiterhin gehe ich noch in die Art Gallery, das Early Settlers Museum sowie die botanischen Gärten. Am Ende eines langen Tages zu Fuß besuche ich noch die Baldwin Street, die steilste Straße der Welt und den Signal Hill, von wo aus man einen guten Ausblick auf die Stadt und ihren Hafen hat. Morgen werde ich vielleicht noch den Tunnel Beach Track machen und dann Richtung Otago Peninsula fahren. Ab da führt der Weg dann ziemlich zügig zurück zum Ausgangspunkt nach Christchurch.

17 December 2017

Heute fahre ich weiter in die Catlins. Hier ist tatsächlich die Welt zu Ende, nur Schafe und Hügel. Da es zudem noch regnet und der Pfad zur Curio Bay über eine Gravel Road führt, entscheide ich mich, umzukehren und nur das Nugget Point Lighthouse zu besuchen und dann direkt weiter nach Dunedin zu fahren. Deswegen steht nun morgen bei besserem Wetter, jedoch wohl nur 14 Grad Sightseeing in Dunedin auf dem Programm. Übermorgen werde ich dann noch den in der Nähe gelegenen Tunnel Beach Track machen und dann auf die Otago Peninsula fahren. Von dort geht es weiter über die Moeraki Boulders bis nach Christchurch. Wie gesagt, der ideale Heimreisetag wäre rückblickend der 22. und nicht der 23. gewesen, aber auch der eine Tag wird sich noch irgendwie füllen lassen.

16 December 2017

Für das Restprogramm würden eigentlich 3 oder 4 Tage reichen. Es bleibt also zu überlegen, ob ich von nun an die Reise etwas langsamer angehe und vielleicht noch ein bisschen die Drohne fliegen lasse, die bisher fast noch gar nicht zum Zug gekommen ist. Oder ob ich hier noch 1-2 Nächte in Christchurch verbringe. Ideal wäre es, bereits am 22. nach Hause zu fliegen, aber mangels Umbuchungsmöglichkeit wird es nun der 23. Auch recht.
(3)... Der Fotoapparat läuft heiß. Obwohl man ein und dasselbe Foto bereits so oft gemacht hat, schießt man lieber noch eins, in der Befürchtung, dem späteren Betrachter offenbart sich dessen Schönheit noch nicht. Auch die Touristenmassen können der Faszination des Fjords nichts anhaben. You got me, Milford Sound. Auf dem Rückweg halte ich dann noch an einem kleinen Rundweg zu einer Art Höhlenwasserfall. Als ich auf den Parkplatz zurückkehre, entdecke ich aus der Ferns, umringt von Touristen: Keas! Zwei der neugierigen einzigen Hochladpapageien der Welt haben sich hier eingefunden und spazieren neugierig über den Parkplatz. Neuseeland at its best. Morgen geht es dann gemütlich weiter in die Catlins, danach hoch nach Dunedin und dann zurück nach Christchurch, wo ich bereits am Freitag ankommen möchte, um den Camper noch zu säubern etc.
(2)... Auch wolkenverhangenen sieht der Sound fantastisch aus, aber ein „achtes Weltwunder“ ist er bisher nicht. Kurz nachdem das Schiff abgelegt hat, durchbricht die Sonne an einzelnen Stellen immer wieder die Wolkendecke und beleuchtet unterschiedliche Stellen des Sounds. Es ist überwältigend. Man fährt zwischen mehrere hundert Meter hohen Felswänden hindurch, deren wahre Größe sich erst entpuppt, wenn einem ein anderes Schiff entgegenkommt, das angesichts der Ausmaße des Fjords wie Spielzeug aussieht. Überall schießen Wasserfälle von den Felswänden, dazwischen neuseeländischer Urwald mit den roten Blüten des neuseeländischen Weihnachtsbaumes dazwischen, die tiefhängenden Wolken werden immer wieder von der Sonne durchbrochen. Und plötzlich verstehet man, warum jeder Tourist hier hin möchte und warum der Sound so berühmt ist: er ist einfach traumhaft schön. Man kann sich gar nicht satt sehen und ist hin- und hergerissen zwischen Fotografieren und mit eigenen Augen erleben...
Milford Sound. In jedem Reiseführer stehen nach der Überschrift drei Worte: das achte Weltwunder. Die Erwartungen sind also hoch. Bereits die Fahrt dorthin von Te Anau aus ist spektakulär. Es geht über Gebirgspässe und irgendwann höre ich auf, die Wasserfälle an den Bergwänden rundherum zu zählen. Es sind einfach zu viele. Es geht dann weiter durch den Homer Tunnel, einem einspurigen 1,2 km langen Tunnel, der im Sommer durch eine Ampelschaltung geregelt wird, hinunter zum Sound. Milford Sound ist eigentlich gar kein Sound, da letzteres ein ausgespültes Flusstal bezeichnet, sondern ein echter, durch Gletscher geschaffener Fjord. Am Sound angekommen, überlege ich, mich bei der ARD als Wetterexperte zu bewerben: es scheint entgegen der Vorhersage natürlich keine Sonne, sondern die Wolken hängen tief und es regnet leicht. Ich mache noch ein paar Fotos und muss dann noch über eine Stunde Wartezeit überbrücken, bis das Schiff ablegt...(1)

15 December 2017

Te Anau Glowworm Caves heute. Der Ausflug beginnt mit einer ruhigen Fahrt über den Lake Te Anau bis zum Höhleneingang. In der Höhle selbst überquert man erst tosende Wasserfälle, bis ein Boot besteigt und in die absolute Dunkelheit fährt. Dort sieht man dann hunderte von Glühwürmchen, die fast eine Art künstlichen Sternenhimmel formen und gleitet darunter hindurch. Es ist für einige Minuten komplett still, da sich die Glühwürmchen bei Lärm zurückziehen. Diese Glühwürmchen gibt es nur in Neuseeland und Australien. Das ganze war echt super schön und morgen geht es dann zum Milford Sound. Es ist sogar gutes Wetter vorhergesagt, was ich beim Milford Sound erst glaube, wenn ich es sehe.
Den Puffertag habe ich heute relaxed angehen lassen. Ich bin zunächst von Queenstown nach Te Anau gefahren, dort habe ich mir dann zuallererst das Bird Sanctuary angesehen, eine Aufzuchtstation, in der vom Aussterben bedrohte Vogelarten, die in der freien Natur verletzt aufgefunden werden, gehalten werden. Ganz informativ, nur leider ließen sich nur wenige Vögel blicken. Danach habe ich es dann doch gewagt: eine Speedboat-Tour auf dem Lake Te Anau. Das war dann doch ziemlich witzig. Danach habe ich mich am Ufer des Sees dann noch für eine Stunde in die Sonne gelegt, war dann doch aber schon am frühen Nachmittag am Campingplatz. Morgen geht es in die Glühwürmchenhöhle, bei deren Besuch mein erster Neuseeland-Trip endete (eine andere jedoch). Und am Samstag ist es dann so weit: Milford Sound, das (wohl) absolute Highlight wartet.

12 December 2017

Heute Queenstown. Etwas ruhiger. Ich habe tierisch Muskelkater vom Aufstieg zum Roys Peak gestern. Es soll regnen und das tut es morgens auch, also Winterpulli und lange Hose rausgekramt. Im Laufe des Tages kommt aber die Sonne raus und es ist wieder heiß- und ich viel zu warm angezogen. Zuerst fahre ich mit der Gondel nach oben und gucke mir an, wie Queenstown im Tal vor den beeindruckenden Remarkables dahinter liegt. Queenstown selbst wird im Reiseführer als Abenteuer-Welthauptstadt beschrieben. Trifft es. Man hat das Gefühl, als seien alle Wohnmobile Neuseelands auf einmal hier versammelt. Es gibt mehrere Straßenzüge nur mit Läden, die Bungeejumping, Rafting, Skydiving und was weiß ich noch alles anbieten. Ansonsten ist die Stadt sehr übersichtlich und schnell „abgearbeitet“.

11 December 2017

Nachtrag zu gestern: vom Lake Tekapo kommend muss ich plötzlich scharf bremsen, weil mir ein KÄNGURU vors Auto läuft. Es wird nicht getroffen und hüpft weiter ins Dickicht auf der anderen Straßenseite. Während der nächsten 10 Minuten Fahrt frage ich mich ernsthaft, ob ich gestern zu viel getrunken habe. Habe ich aber nicht. Es war tatsächlich ein Känguru. Heute dann Roys Peak. Ich gehe erst bei Tageslicht hinauf, es ist super anstrengend. Der Blick über die Seenlandschaft entschädigt aber für vieles. Dennoch jetzt erst mal keine Wanderungen mehr, jetzt ganz hartes Touri-Programm. Ich fahre weiter nach Queenstown, wo ich morgen die Stadt ein wenig ansehen werde und die Gondel zum Aussichtspunkt nehme. Übermorgen geht es dann nach Te Anau. Ich bin immer noch einen Tag dem Zeitplan voraus und überlege, was ich mit dem gewonnenen Tag mache.
Heute bin ich zum Lake Tekap gefahren, nicht weit entfernt vom Lake Pukaki und habe mir dort die Church of the good Shepherd angesehen. So oft auf Instagram gesehen und nun endlich live. Ich fahre zurück nach Wanaka, gehe noch kurz in das Puzzle Land, wo es allerlei optische Täuschungen zu bestaunen gibt und bin bereits nachmittags auf dem Campingplatz. Denn morgen ist bereits sehr früh der Aufstieg auf den Roys Peak geplant, um bei Sonnenaufgang oben zu sein. Das Wetter soll gut werden, nur der viele Wind in den letzten Tagen macht mir ein wenig Sorgen. Das wars dann auch erst mal mit wandern. Neuseeland ist Wanderland aber irgendwie habe ich da zur Zeit keine Lust drauf. Es gibt auch so genug zu sehen und auch die langen Autofahrten sind nicht zu unterschätzen. Roys Peak hingegen muss sein.

10 December 2017

Gestern bin ich zunächst an den Lake Pukaki gefahren. Auf der Fahrt überquert man den Lindis Pass, eine schöne Hochgebirgsstraße. Auf dem Weg hinunter zeigen sich dann schon langsam die schneebedeckten Südalpen im Hintergrund. Am Lake Pukaki angekommen, gibt es dann eine wunderschöne Kulisse: im Vordergrund der türkisblaue See im Sonnenlicht, im Hintergrund die schneebedeckten Berge, deren höchster, Mount Cook von einer einzelnen Wolke umspielt wird. Postkartenmotiv. Nachmittags fahre ich bis an den Mount Cook heran und gehe den Hooker Valley Track. 3 Stunden hin und zurück in hochalpinem Gebirge, aber relativ eben. Auf dem Rückweg fängt es an zu regnen und man merkt, dass man eben doch nicht mehr im Tal ist. Dafür stürzen jetzt an den Bergwänden unzählige kleine Bäche den Hang hinab.

9 December 2017

Danach ging es weiter Richtung Lake Pukaki über den Lindis Pass. Wow. Der Pass schlängelt sich auf über 900 Metern durch die von der Sonne ausgetrockneten Berge, umsäumt von unzähligen Lupinenfeldern am Wegesrand, weiß, rosa oder lila. Da es schon später ist, entscheide ich mich, erst morgen zum Lake Pukaki durchzufahren und übernachte in einem Örtchen ca. eine Dreiviertelstunde entfernt.
Heute Fahrt über den Haast Pass. Bei der Abfahrt ist der Gletscher in dicke Wolken gehüllt und nicht zu sehen. Bei der Fahrt über den Pass regnet es. Wie aus Kübeln. Fast 4 Stunden lang. Die Felswände an den Straßenseiten verwandeln sich in reißende Wasserfälle. Einmal halte ich kurz an einem ausgeschilderten Wasserfall an um Fotos zu machen. Nach 4 Minuten bin ich wieder im Auto und klatschnass, trotz Regenjacke. Die Temperatur fällt von noch 26 Grad am Tag zuvor in Hokitika auf 16 Grad. Ich ahne schlimmes für Wanaka. Dort angekommen ist es zwar etwas bedeckt, aber wieder 22 Grad warm und fast schon wieder schwül. Also wieder kurze Hose und tshirt rausgekramt. Wanaka liegt am gleichnamigen See mit den Ausläufern der neuseeländischen Alpen als toller Kulisse im Hintergrund. Ich mache hier Mittagspause, während der Wind ziemlich auffrischt. Danach steige ich auf den Mount Iron, eine ca. 1 1/2 stündige Wanderung, von wo aus man einen tollen Blick von oben auf Wanaka hat.

8 December 2017

Heute ging es zuerst zu den Pancake Rocks, dann zur Hokitika Gorge und anschließend zum Franz Josef Gletscher. Es war Regen vorhergesagt. An der Hokitika Gorge war es aber immer noch unerträglich schwül, man konnte aber in der Ferne schon dunkle Wolken sehen. Auf dem Weg zum Gletscher fing es dann tatsächlich an zu regnen, typisch West Coast eben. Wobei hier scheinbar die letzten 28 Tage gutes Wetter war... gut für meinen Sonnenbrand und vor allem, dass es nun nicht mehr so heiss ist. Schlecht für die Stimmung, da es auch in Wanaka nach Vorhersage regnen soll. Ich hoffe darauf, den Regen hinter mir zu lassen, wenn ich morgen über den Haast Pass die Südalpen überquere. Aber Regen und Neuseeland gehören nun mal zusammen wie Lothar Matthäus und schlechtes Englisch. Am Franz Josef Gletscher angekommen nieselte es stark und es bestand die Wahl zwischen den Hot Pools, warme Pools in einem künstlichen Regenwald und der Kiwi Live Experience. Da ich schon immer einmal einen Kiwi live sehen woll
Heute etwas ruhiger.. naja fast. Erst besuche ich die Te Waikoropupu Springs, ein schöner Rundweg führt um die klaren Quellen herum. Um 9 Uhr morgens bin ich der einzige Besucher. Danach möchte ich eigentlich zum Wharariki Beach. Ich gehe zum Besucherzentrum und von dort den langen Strand entlang, weil ich die Felsformation ganz am Ende vermute. Der Weg zieht sich und die Sonne brennt. Ich habe auch keine Sonnenmilch aufgetragen, weil ich ja eigentlich „nur kurz“ zum Strand wollte. Fast am Ende des Strandes kehre ich um, keine Lust mehr und die Flut kommt. Hin und zurück bin ich fast 3 Stunden gelaufen. Als ich den Parkplatz verlasse, sehe ich den Wegweiser zum Wharariki Beach. Ich bin aber echt fertig und außerdem geht da nur eine Schotterpiste hin - dann eben nächstes Mal. Die Fahrt geht weiter nach Greymouth, fast 6 Stunden bis an die Westküste. Landschaftlich eine wunderschöne Strecke.

5 December 2017

Abel Tasman National Park! Was kanns da schon groß geben, bisschen Strand und Meer. Dachte ich. Der Park ist - wieder das Wort - unfassbar. Goldene Strände umsäumt von Regenwald, dazwischen große Seelöwenkolonien. Wir fahren mit dem Kajak raus, von dort sieht man die ganze Region und es ist fantastisch. Wir machen Pause an einem Strand, der nur aus einer Filmkulisse übrig geblieben sein kann. Das Highlight ist die Fahrt in eine Art Canyon, der nur bei Flut erreichbar ist. Rund herum der Regenwald, exotische Vögel und sonst keinerlei Lärm. Einfach umwerfend. Trotz dem ich mich zwei Mal mit Sonnenmilch LSF 50 eingecremt habe, habe ich vor allem an den Händen Sonnenbrand. Aber das wars sowas von wert. Heute geht es zu den Pupu Springs, zum Wharariki Beach und dann die Westküste hinunter.

5 December 2017

Ab Mittag dann Reisen. Zum Abel Tasman National Park. Da steht morgen eine Kajak-Tour an. Der schnellere State Highway ist nördlich von Kaikoura wegen des Erdbebens komplett gesperrt, ich nehme die Inland Route. Landschaftlich sehr schön, man möchte alle 2 Meter für ein Foto halten. Ich gucke, dass ich viel fahre, das navi sagt 6 Stunden. Es werden 8. New Zealand roads are different, allow extra time. Die Schilder lügen nicht. Es ist zwar ein Roadtrip aber am Ende bin ich dann doch ziemlich genervt von den ganzen Baustellen, Schotterpisten und kurvigen Straßen. Durchschnittlichsgeschwindigkeit allenfalls 60. Morgen dann dir Kajak Tour im Abel Tasman Park. Titel: Beaches, Bays and Seals 🤗.
Unfassbar auch, was danach kommt: Dolphin encounter. Nach einem Briefing geht es im Neoprenanzug hinaus zu der Herde wilder Delphine, ca 300 Stück. Die Fahrt dauert unterschiedlich lange, je nachdem, wo sich die Tiere gerade aufhalten. Und dann geht es los: hinein ins Wasser und sofort sind überall Delphine, umkreisen einen, überholen oder kommen aus der Gegenrichtung und drehen erst im letzten Moment ab. Hab ich schon gesagt, wie unfassbar das ist? Man kann gar nicht glauben dass das gerade passiert, hier und jetzt. Das ganze war zwar nicht ganz billig, aber ich würde ohne mit der Wimper zu zucken noch einmal das Fünffache zahlen. Sorry neues iPhone, ganz klarer Sieg für die Delphine. Am Ende werden die Tiere noch vom Boot aus beobachtet. Eins ist sicher: diejenigen, die die Tour ohne schwimmen, also nur mit der Beobachtung gebucht haben, haben definitiv etwas falsch gemacht. Once in a lifetime experience.
Unfassbar. So lässt sich der heutige Tag am besten in einem Wort beschreiben. Unfassbar, dass ich um 5 Uhr im Urlaub aufstehe, um den Sonnenaufgang zu sehen. Unfassbar, dass es sich auch noch lohnt: ein Seelöwe liegt ganz nahe am Parkplatz und als ich Fotos mache, kommt er näher. Ich halte anfangs die empfohlenen 10 Meter Abstand ein, aber als er schließlich fast auf dem Parkplatz ist, komme ich auf bis zu 2 Meter heran. Er sonnt sich und schaut später sogar gelangweilt meiner Drohne hinterher.

4 December 2017

Kaikoura selbst ist großartig. Türkisblaues Meer vor auch im Sommer schneebedeckten Bergen, vor der Küste ganzjährig Wale und Delphine. Ich mache auch einen Abstecher zur Seelöwenkolonie. Dann wird es Zeit, den Campingplatz anzufahren. Denn es ist heiss, sehr heiss und ich möchte duschen. Außerdem muss ich morgen früh raus: morgen gehts mit dem Schiff raus und es wird mit wilden Delphinen geschwommen 🤗.
Erst noch ein verspätetes Kia Ora aus Neuseeland 🇳🇿! Endlich „richtig“ angekommen. Heute habe ich den Camper übernommen, eingekauft und dann ging es direkt weiter nach Kaikoura über den State Highway 1, der vom nördlichsten Ende der Nordinsel bis hinunter zur Südinsel verläuft. Der Name aber täuscht. Der State Highway ist nicht mehr als eine Landstraße, allenfalls im Großraum Auckland ist er mal für gefühlte 5 Kilometer autobahnähnlich ausgebaut. Für die 186 km brauche ich über 4 Stunden. Vor Kaikoura hat das Erdbeben vor einem Jahr viel von der Straße zerstört, es kommt zu Blockabfertigungen mit langen Wartezeiten. Teilweise muss man über lange Schotterpisten fahren.

3 December 2017

...(2) langweilt mich zwar, aber ich weiß genau was jetzt kommt: die Schuhe ganz unten aus dem Koffer kramen, den ich zuhause eh schon kaum zubekommen habe und vor allem: noch mehr Zeitverlust. Mittlerweile bin ich einfach unfassbar müde und will nur noch ins Hotel. Dort angekommen, kurz die Sachen geordnet, geduscht, dann ist es 17 Uhr. Ich könnte jetzt sofort einschlafen. Aber eiserne Jetlag Regel: direkt dem Tagesrhythmus anpassen. Also raffe ich mich auf und schaue mir Christchurch an. Im Reiseführer steht, ein Tag würde für die Stadt reichen. Total übertrieben. 2 Stunden reichen. Christchurch ist trotz Backpacker Hochsaison quasi leer und einzig die botanischen Gärten sehenswert. Sonst gibt es in der Stadt viele Baustellen, das Erdbeben vor einigen Jahren merkt man ihr immer noch an. Morgen wird dann der Camper abgeholt, eingekauft und bis Kaikoura gefahren, dem Schauplatz des Erdbebens vor einem Jahr. Aber vorher wird geschlafen. Lange.
Angekommen in Christchurch. Dieses Mal fühle ich auch jede einzelne Stunde der 28 Stunden Reisezeit. Leider konnte ich diesmal nicht ordentlich schlafen und habe nur ein bisschen vor mich hingedöst. Am Flughafen dann ein (!) Schalter für die Immigration offen, bei einem gerade gelandeten A380 mit 500 Passagieren. Es würde sich dann bequemt, einen zweiten Schalter aufzumachen. Ging trotzdem nicht schneller. Als ich schon dachte, das schlimmste hätte ich hinter mir, kam die „neuseeländische“ Immigration. Alle Lebensmittel angeben, die man dabei hat sowie sämtliche Gegenstände, die fremde Keime enthalten könnten. Und das dauert... wer etwas nicht angegeben hat, der muss an Ort und Stelle direkt 400 Dollar Strafe bezahlen, bei Vorsatz droht sogar Gefägnisstrafe. Treudoof wie ich bin, gebe ich die Plätzchen die ich dabei habe an und auch meine Wanderschuhe und muss direkt zum second screening...(1)
Angekommen in Sydney. Jetlag? 🙋
Next stop: Sydney
Arriving into Dubai, United Arab Emirates 🤗

1 December 2017

Los geht’s 🛫