Europe, Asia · 123 Days · 31 Moments · May 2017

Thomas's Roadtrip nach Wladiwostok


5 September 2017

Huhu Leute... hier ist nun die eigene Seite wo ich alles ausführlich schreibe http://loxi.eu

3 July 2017

Seit dem Altai Gebirge bewege ich mich westwärts. Teilweise konnte man sein Auto nicht verlassen weil sämtliche Insekten alles belagerten. Bin jetzt an der Asiatisch/Europäischen Grenze und es wird zunehmend heisser. Samara ist eine superschöne Stadt, in Russland kann man übrigens auch Zelten und grillen wo immer man will. Ich bin nach wie vor fasziniert. Den Blog werde ich mal überarbeiten wenn ich wieder mal ein Hotel oder ein Campingplatz nutze. Die Rücktour soll so sein: Krim, Georgien, Türkei, Griechenland, Albanien, Kroatien... na und mal schauen 😉

25 June 2017

Als wir am Morgen zur russischen Grenze aufbrechen ich nur Gohan und die Mutter wach und der Rest schläft noch, egal es war toll. Ich nehme Frank noch gut 50 KM bis nach Russland rein mit, wir essen eine Suppe "Borsch" und verabschieden uns. Er wird seine Frau in Novosibirsk treffen die dorthin fliegt. Ich begebe mich ins wunderschöne russische Altai Gebirge. Dieses zieht sich nach süden über die Mongolei, Kasachstan bis nach China rein. Oben sieht man noch Schnee liegen und bei den Felsmonstern bekommt man Respekt wenn man die Steine am Boden siejt die schon gefallen sind. Überall auch reparierte Löcher in der sehr guten und neuen Asphaltdecke, Es dauert 350KM bis ich überhaupt auch hier in Russland wieder Telefonnetz habe.
Als die Jungs ihre Bonbons hatten bremste ein schnell heranrasendes Moped bei mir, ich dachte jetzt meckert er weil ich den Kindern was gegeben habe aber nein... "You will to Russia?" als ich nickte sagter auf englisch das die Grenze heute am Sonntag geschlossen hat und ich soll mitkommen Chai trinken, er hätte auch einen Deutschen Gast... na was hab ich hier zu verlieren, nichts. Also ihm hinterher und nach 2 Minuten stehe ich an seiner Jurte. Er lebt dort mit 2 Schwestern und der Mutter, die Mutter hat die zweitmeisten Kinder in der Mongolei... 17 !!! 10 Töchter und 7 Jungs. Frank aus Dresden, der mit dem Fahrrad unterwegs ist lerne ich kennen und nehme ihn als nächsten Tag mit über die Grenze. Abends gabs in der Jurte Reissuppe und Gebackenes. Sehr nette und Gastfreundliche Menschen. Hier erfahre ich auch nochmal so einiges über das Leben der Nomaden.
Als ich meinem kochenden Kühler mal wieder Wasser nachfüllen musste kamen 2 Jungs aus München zu mir, die sind seit 3,5 Monaten mit ihrem Nissan Terrano unterwegs. Teheran, Iran usw. auch klasse Route. Dann waren das die Leute, die Ihre Schafe schoren und im Auto sah ich die Kinder der Leute, ich fuhr einfach mal hin, gab den kleinen Maoam die sie gierig grinsend ergriffen und schaute den Leuten zu. Ich solle doch auch mal und reichten mir die Schere. Hab nur 2x schnipp gemacht denn er merkte auch das die Schere nicht scharf genug ist, ich hätte stundenlang da bleiben können aber wollte auch weiter, im letzten Ort vor der Russischen Grenze 4 kleine Jungs winkend am Starssenrand, also denen auch paar Maoam geben und dieses tolle grinsen, ohne Ängste gegenüber fremden greifen die zu :)

23 June 2017

Als ich mich weiter richtung Nordwesten arbeitete und zwischen einheimischen Essen und Natur geniessen durfte, sollte mich die nächste Schreckensnacht erwarten. Ich gab im Navi Omsk als Ziel ein und fuhr der angegebenen Strecke nach. Irgendwann, und es wird hier von jetzt auf gleich stockfinster, kandete ich wieder auf einer Schotterpiste (nicht unnormal hier) 2 Grosse Hunde verfolgten mein Auto und wollten es sogar aufessen glaub ich, also fuhr ich schneller und irgendwie war ich abseits der Naviroute, stockdunkle Nacht und ich wusste nicht wo ich bin, nur das ich den beiden Hunden entkommen bin. Was nun? Ich stand etwas schräg, vor mir ging es steil runter. Ich stand also mit Herzstillstand irgendwo oben auf einem Berg. Dort blieb ich bei Sternenklarer Nacht stehen bis es hell wurde. Puhhhh ich sehe wieder etwas und entscheide mich dazu, eine andere Route zu nehmen, erstmal 35 KM zuückfahren, egal.

22 June 2017

Weitere Fotos Mongoleit
das ich der Familie hinterher fuhr stellte sich als richtig heraus denn es waren Routen die ich niemals gefunden hätte. So fuhren wir zwar in die Nacht hinein aber ich wollte nun unbedingt hinter denen bleiben. Als er eine kleine Panne hatte, konnte ich ihm leuchten. Schaut mal der Anhänger den er an seinem LKW hatte, wie im wilden Westen :-) Als ich das Navi/Strassensystem verstanden hatte und es nicht mehr weit war zur richtigen Route, verliess ich die Familie da die nur mit 30-40 KM/h unterwegs waren. Die Strecke blieb schlimm, Sand und Staubpiste, stockfinster, ich fuhr bis ich plötzlich Jurten und Autos sah, auch hier alles stockdunkel, egal Motor aus und schlafen. Am Morgen stellte ich fest das es eine Art Rastplatz mitten in der Steinwüste Gobi ist, das Drama war also noch lange nicht zu ende ausser das ich endlich Menschen sah und wusste das hier leben ist. Hitze und Staub,,, und eine weitere 350KM Strecke die meinem Auto zusetzen sollte
Ich fuhr also westwärts auf der "Southern Route" ...die Fahrt wird immer wieder mal unterbrochen weil man verschiedene freilaufende Herden auf der Starsse vor sich hat. Ob Kühe, Yaks, Schafe, Ziegen, Pferde oder Camele... traumhaft, man flucht nicht sondern geniesst das. Adler...immer wieder Adler, ein Murmeltier sah ich, doch es war schneller in seinem Bau als ich fotografieren konnte. Immer wieder huscht eine Mongolische Maus über die Strasse und dann diese Jurten. Bei den Nomaden, die übrigens keine Grundstücksmiete o.ä. bezahlen, finde ich toll, das sie minimalistisch leben. Ich stand stundenlang rum und beobachtete diese Menschen, je weiter von der Strasse weg desto ruhiger ist es. Die Strasse wurde nun zunehmends schlechter und am Schluss nur noch Schotter und Sandpiste. Die Mongolen fahren dann einfach abseits der eigentlichen Strasse bis zu 500m entfernt. Ich kam total aus meiner Route raus, so das ich mich hinter eine Familie setzte die auch in meine Richtung fuhr.
Die Natur bis nach Ulan Bator... Atemberaubend, die Dörfer und das ganze Flair, einfach unfassbar schön. Die Hauptstadt selbst steckt unter einer dicken Smogwolke und es ist ein Verkehr der unbeschreiblich ist. Blinkerhebel scheint es in keinem einzigen Auto zu geben und respektloses und hektisches fahren. Ich persöönlich mag keine grössen Städte mehr, wollte auch nach 2 Stunden wieder raus aus dem Chaos. Es ist übrigens mit Medion Telefonnetz in der gesamten Mongolei kein Empfang. Null Chance mit den liebsten zu Hause zu telefonieren oder sms. Wlan gab es in Ulan Bator in einer Mall. Egal, ich war froh diese Stadt wieder verlassen zu können. Die Strassen waren übrigens bisher in der Mongolei umwerfend toll... bisher denn das änderte sich schnell als ich nun die Südroute Westwärts fuhr, Richtung Gobi. Natur... Wahnsinn, Wetter... sonnig und warm

21 June 2017

Mongolei war für mich immer etwas besonderes, wenn ich Berichte und Dokus geschaut habe, kam ich immer ins schwärmen... HEUTE sollte der Tag sein das ich dieses Land bereise. Als ich nach gut 4 Stunden Grenzüberschreitung und zahllosen Papierkram endlich dieses Land befuhr, wurde mir ganz anders. ICH BINWIRKLICH DA!!! Viele geschäftstüchtige Frauen die rumliefen "Money Change" und mit ihren dicken Geldbündeln winkten. Wenn du von Russland in diesem Teil der Erde die Grenze passierst, denkst du direkt nach der Grenze "Wie eine andere Welt" Viel bunter alles, mehr lebensfreude bei den Menschen... klasse. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Mit den ersten positiven Eindrücken fuhr ich in Richtung Ulan Bator, die Hauptstadt des Landes mit 3 Millionen Einwohnern und eriner Fläche die 5x so gross ist wie Deutschland.Auch hier fuhr ich bis zum Einbruch der dunkelheit. Direkt fiehlen mir die Jurten ein und eine sagenhafte Landschaft.Was für eine Weite...

20 June 2017

Die 2.400 Kilometer bis Chita legte ich innerhalb 48 Stunden zurück, ich wollte nur weg da. Der Montag war komplett verregnet was Vagabunden wohl eher zu Hause bleiben lässt und am Dienstag war glücklicherweise mehr Verkehr als auf dem Hinweg. Ich teilte bei Pausen meine Wurst immer mit den Strassenhunden und auf einer Rast verliebte sich eine Katze in mein Auto :-) Auch die kam nicht zu kurz und haute sich grosse Stücke Wurst rein. In Chita angekommen, entschied ich mich, wenigstens in Richtung Mongolei zu fahren bis es dunkel wird...gesagt getan. Ab Chita richtung Süden wurde die Strasse zum Alptraum, Schlglöcher vom feinsten und Schotterwege das man selbst kein Auto sein will.

19 June 2017

wladiwostok ist ein von Containerschiffen und Seefahrt geprägte Stadt, sehr freundlich, grosss und weltoffen. Ich habe die 2 Tage genutzt um mal zu entspannen, am Samstag trieb es mich gut 250KM südlich denn ich wollte an die Grenze zu Nordkorea... keine Chance denn 15 KM vor der Grenze hört die Strasse auf. Gleichzeitig war ich nur noch 26 KM von der Chinesischen Ostgrenze entfernt. Schon verrückt wenn ich bedenke wo ich gerade (mit meinem PKW) bin. Sonntag morgen nach dem auschecken aus dem Hotel wollte ich schnellstmöglich nach Khabavorsk zurück und habe die knapp 700KM auch an jenem Tag zurückgelegt, abends dort angekommen und immer der Gedanke, wieder diese unheimliche Strecke nach Chita zurückzufahren. Jetzt lacht nicht, ich fuhr in eine Mall einkaufen für die Strecke. Ich kaufte auch eine Rolle Malerkrepp womit ich das blaue EU Zeichen auf den Kennzeichen überklebte. So falle ich nicht auf den ersten Blick als Europäer auf denn die Russen haben ganz weisse Schilder. :-)

15 June 2017

Ich durfte an dieser Bundesgrenze im Auto übernachten und fuhr also am Donnerstag gegen 15 Uhr in Wladiwostok ein. Das Gefühl... unbeschreiblich. Schnell in die erste Mall die ich sah wegen WLAN und sofort ein Hotel gebucht... Nun bin ich also hier, einen Wunsch den ich mir erfüllt habe. Schaut euch dies wodkaregal an, das hab ich in dieser Mall geknipst.

14 June 2017

Als ich Khabarovsk verlasse, herrscht Berufsverkehr stadtauswärts bzw. es ist recht voll. Je weiter ich fahre wird es mit dem Verkehr stark weniger, es wird schnell dunkel, rechts von mir sehe ich über China die Sonne Untergehen... ich denke so: "Wow, du hast es echt geschafft, bist bald in Wladiwostok" Da fallen mir immer wieder drei gleiche Autos auf, mal überholen die mich, dann stehen die ein paar Kilometer weiter am Rand und fahren wieder los wenn ich vorbei bin. Die Gegend wird immer langweiliger, keine anderen Autos mehr und etwas neblig... dann, ich musste dringend tanken, kam auch ein Schild nach rechts zu einem kleinen Nest. Über eine Schotterstrasse ca. 5 KM sollte es zu einer Tankstelle gehen, mittlerweile Mitternacht, da war wieder eins der Autos. Als ich tankte bat ich die Kassiererin in ihrem vergitterten Kassenhaus, die Polizei zur Tankstelle zu rufen. Die kamen auch nach 20 Min. und brachten mich 50 KM weiter sicher an die Bundesgrenze wo ja wieder Polizei war....
Die 10.000 KM habe ich mittlerweile überschritten, der Weg von Chita nach Khabarovsk sind 2.300 KM wo einfach nur Natur und Asphalt zu sehen ist. Eine Strecke wo man oftmals 30 Minuten kein Auto sieht. Hier musst du durch wenn das Ziel Wladiwostok ist. Hin und wieder ein Waldbrändchen worum sich niemand kümmert, es sind 3 Tage die du nur fährst um aus dieser öden Gegend rauszukommen. Ein junges Holländisches Päärchen wollte als Anhalter mitgenommen werden, der LKW direkt hinter mir lud die beiden ein, als er sie dann an der Bundesgrenze bei den Polizisten raus ließ, ging ich auch hin, man hat denen wohl das ganze Auto geraubt. Wenn ich bedenke das dies auch mein Rückweg sein wird...hmmm. Ich bin ehrlich froh, als ich wieder in die belebte Region Khabarovsk komme. Dort versorge ich mich mit Essen & Trinken. Am Nachmittag komme ich mit Peter ins Gespräch, er erzählte mir von seinen Reisen bisher. Ich fahre danach wenigstens in Richtung Wladiwostok (788KM)...

11 June 2017

Ulan Ude lasse ich hinter mir (komme ja auf dem Rückweg nochmal vorbei) und fahre nach Chita, auf dem Weg dorthin wieder durch eindrucksvolle Gegenden. Ca. 100 KM vor Chita fahre ich einfach mal links ab wo ein schöner See ist, ich stehe an einem extremen Salzsee, kaum angekommen sprach mich Denis an, ein Russe aus Chita der mit der ganzen Familie dort Picknick machte, ich solle doch gleich zu denen kommen und Wodka trinken... ich machte mich etwas frisch und ging zu dieser sehr netten Familie. An jenem Nachmittag kam ein Päärchen auf mich zu und schenkte mir einen Talismann, ein älteres Päärchen die mir eine gute Reise wünschten und ich solle aufpassen. Zwei junge Burschen die auf der Durchreise nach Moskau waren, schenkten mir ein Army Proviantpaket... ich war hin und weg über diese tolle Gastfreundschaft. Man lud mich auch für den nächsten Tag zum Picknick ein. Was man beim erzählen nicht verstand wurde in den Sand gekritzelt 😁

10 June 2017

Irkuts lasse ich schnell hinter mir, der Verkehr fast chaotischer als Moskau, ich mach da nicht mehr mit ;-) Auf also richtung Baikal... was ich meinem Russinator hier zumuten muss... Berge und Steigungen so das ich mindestens 3 LKW sah, deren Maschinen gerade fast verreckten. Mir fällt auch gerade keine vergleichbare bergige Strecke in D ein zum Vergleich. Am Baikalsee angekommen, fahre ich zum ersten Aussiechtspunkt wo auch andere Ankömmlinge stoppen, es riecht so lecker denn da wird frischer Fisch gegrillt, die ganze Atmosphere ist toll. Das Wetter ist eher nicht so mein Fall aber man steht am vielbesungenen, weltbekannten tiefsten See der Welt. Hier fahre ich etwas herum und übernachte mit tollem Blick auf den See, immer wieder mit dem Geräusch des Zuges der den See umfährt. Auf Bergen in der Nähe liegt noch Schnee. Ich frühstücke gemütlich am nächsten Morgen, spüle meinen kram weg und begebe mich gemütlich weiter Richtung Ulan Ude.
!!!!!!! Schreckensminuten !!!!!!! Thema Sicherheit in Russland. Zwischen Novosibirsk und Irkuts hat mich irgendetwas inneres vor schlimmeren bewahrt. Um 3:00 nachts... steht da in den Bergen nach einer Kurve ein weisser Lada und 1 Typ im Auto ein anderer im Armylook und wollten mich anhalten, sie winkten mit so einem Stock, den auch die Polizei hier hat. In Bruchteilen von Sekunden sagte ich mir das es keine echten Cops waren... also Gas geben und sie fuhren auch hinter mir her. Sch... dachte ich. Keine anderen Autos, weit und breit nichts... bergauf haben die Probleme... toll - es dauerte 35KM bis ich deren Licht im Rückspiegel nicht mehr sah und endlich war auch ein LKW Parkplatz da. Ich da drauf und wollte nun wissen ob die auch da ankommen... natürlich nicht und es gab auch keine Abfahrt vorher, also bin ich 100% einem Verbrechen entkommen. Zumal ich ja mittlerweile weiss wie hier Polizei aussieht und wie Kontrollen stattfinden. Mein Instinkt war ein guter.

6 June 2017

Als ich also weiter Richtung Omsk fuhr, begleitete mich gut 1 Stunde lang eine 6er Biker Gruppe aus Rumänien und fuhren dann weiter als ich eine kurze Rast machte. Beim tanken gab mir der Tankwart seine Rabattkarte, die ich doch beim bezahlen vorzeigen soll "Souvenier" meinte er ;-)  hab ich natürlich gemacht. In Omsk angekommen hatte ich komplett vergessen das es schon 22 Uhr war, die Zeitzonen ändern sich ja ständig. Wlan fand ich bei MCD. Omsk ist bekannt für seine vielen alten Kirchen, mir war jedoch wichtiger das es endllich wärmer war. Am Stadtausgang machte ich mein Abendessen und kippte mir dabei kochendes Wasser über den Fuss der zwar in Schuhen steckte aber ich hatte 3 Tage was davon. Dann in die Nacht hinein, weiter Richtung Novosibirsk, ich fühlte mich topfit und bin die Nacht durchgefahren.

5 June 2017

Mein Auto heisst jetzt nicht mehr Pickup oder so, er heisst nun RUSSIANATOR :-) Hat er sich verdient weil er hier alles rockt was es zu rocken gibt... und das ist einiges was Autos hier abverlangt wird. Meine Heckscheibe ist etwas was unglaublich viele hier abfotografieren. Auch wenn ich mal vom Auto weg bin... viele schauen sich das Auto an und knipsen die Weltkarte. Bestimmt denken die ich war mit dem Auto an all den markierten Orten. Russland ist einfach toll, ich bereue keine Sekunde dieser Reise (und hab da vor 2 Tagen noch anders gedacht)... alles gut. Achso, falls sich jemand fragt warum das Kassenhäuschen an der Tankstelle aussieht wie ein Kerker, dort oben ist die Hochburg von Bären und Wölfen. Na beim Tanken sollte man sich also beeilen und immer 2 Augen in der Gegend schweifen lassen.
Als ich auf dem Weg von Estland Richtung Moskau fuhr sah ich am Fahrbahnrand 2 junge Elche WOW... fürs Foto blieben die noch aber dann sofort ab in den Wald zurück... Thema Moskau ist ja auch so ne Sache, mein Navi schickte mich mitten rein statt aussenrum (wollte nicht nach Moskau rein) Auf jeden Fall hat sich diese Stadt auf meiner persönlichen Verkehr NOGO Skala an Rom vorbei auf Platz eins katapultiert. Es herrscht regelrecht Krieg auf den Strassen und es ist nur Stau, bis 50 KM nach draussen vor die Stadt STAU in alle Richtungen... wenn ich an die Schlachtenbummler nächstes Jahr zur Fussball WM denke... HÖLLE Mein Navi schickte mich überflüssigerweise auch noch in Moskau selbst falsch und ich musste einem BMW hinterherfahren der über eine rote Ampel fuhr (Es war nur für Busse erlaubt) und prompt Polizei... bla bla nix verstehen. Der Kollege erzählte was von "Dollar" und der andere winkte mir zu nach dem Motto "Fahr jetzt"
Nicht einfach mit dem Internet hier... sitze jetzt in einer Mall bei Subway. Es hat mich bereits hinter das Uralgebirge getrieben wo ich heute morgen im Schnee stand. Russland hat viel zu bieten, in 4 Tagen war ich 5x von der Polizei kontrolliert worden aber weil wir uns alle nicht verstehen trennt man sich schnell wieder mit einem "doswedanie" (Auf wiedersehen) 1x war ich bisher Essen, an einem Streetfoodstand und ich hatte Bärenhunger. Wieder alle nix verstehen aber die Frau gab sich Mühe "Zupa" ? Ich "Da"... sie "Salat"? Ich "Da" Jetzt ging es ums essen, ich zeigte ihr meine Liste wo von Schwein über Huhn bis Rind so ziemlich alles übersetzt draufstand... sie fand das Wort nicht... dann fragte sie "Schaschlik?" ich "DA!!!" zeigte aber nochmal auf meine Liste, sie schaute wieder und las als ob sie das jetzt zum erstenmal sah... wieder stand das Fleisch was sie mir andrehen wird nicht mit drauf. Sie erwiederte "Schaschlick?" Ich so... "Schaschlik" Ich werde nie erfahren was es war.

2 June 2017

Nach einem traumhaften Sonnenaufgang bin ich zum Glück sehr früh aufgebrochen und durfte das dann auch mit 8 Stunden am Grenzübergang "bezahlen" Erst wurde ich von der Grenze 3 KM zurück geschickt um mir ein Ticket zu holen, als ich dies nach 4,5 Stunden hatte, zur Grenze bei den Esten lief's gut... dann der russische Zoll. Ein DIN A4 Blatt, beidseitig alles kyrillische Schrift... muss ausgefüllt werden. Egal... am Ende war ich auf russischem Boden. Ein Schweden Motorradpäärchen lernte ich kurz kennen, sie konnte russisch und erklärte mir, wie ich die Bank finde wo ich Euro wechseln kann. Selbst in dem Grenzort sprach kein Russe nur ansatzweise englisch. Ich stürze mich einfach weiter und tiefer ins Abenteuer. Aktuell bin ich 300 Km nördlich von Moskau. Ein Hagelschauer hat mich heute morgen geweckt...alles gut.

31 May 2017

Gestern auf dem weg bis hierher konnte ich bei Anbruch der Dämmerung viele Rehe sehen, ich beschloss daher die Landstraße zu verlassen und landete hier, in einem kleinen Ort am See, dieser See trennt Estland von Russland. Nun habe ich zum ersten mal in einem Hostel eingecheckt. Zeit für mich ein Fazit über die besuchten Länder zu ziehen. Polen ist okay, freundlich und locker. Litauen und Lettland... nie mehr. Keiner kann englisch und meist unfreundlich. Estland TOP alle können gut englisch, sehr freundlich und die Menschen kommen von alleine auf einen zu... wo kommst du her und wohin geht's, kannst du mich mal anziehen, mein Anlasser ist kaputt usw. Estland liegt ja nun auch direkt an Finnland, da trennen gerade mal 3 Eimer Wasser die Länder. 😁 Daher auch identische sprache. Also für mich heisst es jetzt, noch 1x schlafen dann beginnt das eigentliche Abenteuer RUßLAND. Danke an meine Familie dass das so möglich ist 💕

30 May 2017

Jetzt bin ich in Estland. Norwegen und Schwedenkenner werden hier vieles von dort erkennen. Diese tollen Holzhäuser und nicht endend wollende Landstraßen mit Fichtenwäldern. Ein Fuchs hat vor gut einer Stunde die Strassenseite fix gewechselt. Blieb dann stehen aber als ich ausstieg um ihn zu fotografieren rannte er weg. Mit den störchen hat man es da leichter.
Hier noch etwas lustiges (für euch leser) von der Nacht auf dem Campingplatz der mir alleine gehörte. Der Betreiber holte sich ja die 10 Euro bei ab und fuhr dann wieder. Als ich dann so gegen 21 Uhr oben im Dachzelt lag, konnte ich vor Kopfschmerzen nicht einschlafen... ein Sturm draussen das ich dachte gleich lieg ich mit dem Zelt auf der Wiese, kalt war es auch und der Gedanke das der Betreiber ja wüsste wo ich mein Portemonnaie habe.. . Ich versuchte dennoch einzuschlafen. Keine Chance, dann hab ich mich selbst ausgetrickst und zu mir gesagt "Wenn es noch vor 24 Uhr ist stehst du auf" ein Blick auf die Uhr 23:55 ...also raus in die Kälte und Aspirin holen, Portemonnaie sichern und auch noch drauf achten das die 2 wilden Schäferhunde vom Betreiber mich in Ruhe lassen. Naja die Nacht habe ich dann gut durchgeschlafen.

28 May 2017

Direkt an der Grenze in Lettland knallten mir, naja was soll ich sagen, fette grosse Flugtiere gegen mein Auto, das hörte sich so richtig mies an. Nach 5 KM war es dann vorbei, die treiben sich wohl nur am Grenzübergang rum ;-) Es war so 22 Uhr als die Sonne unterging, das Abendrot wollte und wollte nicht enden, ich glaube gegen Mitternacht war es dann stockdunkel an jenem Horizont wo die Sonne sich bis zum nächsten Tag verabschiedet hat. Eine weile fuhr ich noch und nachdem ich das erste Ausländische Auto überholte (Ein Höllander mit Wohnwagen) wurde auch prompt ein Foto von mir geknipst. Bei Tempo 90 auf einer Art Autobahn? Mal schauen ob und was da noch kommt. Weiter ging es nach Litauen wo ich jetzt gerade bin, auch am Meer auf einem Campingplatz. Dieser gehört mir ganz alleine sowie die Dünen und der Strand. Es ist einfach keine Menschenseele hier ausser der Betreiber der sich gerade die 10 Euro Standgebühr holte. Als er erfuhr das ich nach Wladiwostok fahre, staunte er ganz gut.
Nachdem ich also wie angekündigt am Donnerstag 25.5.2017 aufgebroch war, hab ich bei Hannover meine erste Nacht im Auto verbracht. Das Zelt wollt ich nicht aufbauen und wurde auch promt mit ungemütlichem schlafen bestraft... egal. Am Freitag ging es weiter nach Polen, ich wollte ans Meer und habe deswegen Warschau ausgelassen. Tolles Land und eine sagenhafte Natur. Kann Luft nach Honig riechen? Ich kannte gelbe Blütenfelder nur als Rapsfeld, in Polen fuhr ich oft an ebenfalls gelben Feldern vorbei und es trieb mir den Geruch von Honig in die Nase. Als ich am Strassenrand einige Honighändler sah, dämmerte es mir irgendwie. Masuren... ich dachte ja wo ich wohne ist ein tolles Seengebiet, na da muss man mal in die Gegend Masuren in Polen TRAUMHAFT. Ich fuhr durch ein Dorf, man darf es gerne Nest nennen weil es gab 10 Häuser und 3 Strommasten, soweit nichts besonderes,- jedoch war auf jedem Strommasten ein Storchennest... als 3 Stück in jenem Nest :-) Ich fuhr dann weiter nach Lettland...

23 May 2017

Es ist angerichtet und der Tag der Abreise ist so gut wie da. Am Donnerstag 25. Mai 2017 starte ich nach Polen, das Auto ist reisefertig und auch bei mir ist der Ruf nach Abenteuer unüberhörbar laut geworden. Mein Plan war von Anfang an der Landweg nach Wladiwostok, eine gewisse Vorbereitungszeit war nötig und wurde bestens genutzt. Ich werde Teile der Welt bereisen, die geprägt sind durch Einflüsse aller großen Weltreligionen, Traditionelle Völker und Bräuche hautnah erleben und von verrückt bis gefährliche Abenteuer erleben. Ich sage nun Mission possible :) Bevor man sich versieht sitzt man im Auto. Der Heimat den Rücken zugewendet. Das Lenkrad in Richtung Abenteuer eingeschlagen. Der Kofferraum voller Erfahrungen, die darauf warten erlebt zu werden. Die Kamera-Speicherkarte heißhungrig auf Foto- und Filmdaten. Die Hoffnung und das abgegebene Versprechen aller Daheimgebliebenen sicher und gesund wieder zu kommen, liegt tief in der Seele. Es kann los gehen!

5 May 2017

Nachdem ich zum heutigen Zeitpunkt 35 Länder/Inseln besucht habe, steht nun eine interessante Herausforderung an. Ich werde mit meinem Pickup nach Wladiwostok fahren. Die Planungen laufen, Visum ist in Bearbeitung... läuft also alles. Reisestart wird am 27. oder 28.Mai 2017 sein und ich werde für diese Reise 90 Tage unterwegs sein. Vom Niederrhein über Polen, Litauen, Lettland, Estland nach Russland bis Wladiwostok und zurück. Auf meiner Rückreise werde ich auch die Mongolei besuchen. Ob ich russisch spreche?... sagen wir es mal in Schulnoten, es wäre eine megaschlechte sechs. Das Auto: Ein Pickup Mitsubishi L200 Baujahr 2004, Diesel, KM Stand 105.000... Ich habe für Auto, Inspektion, Dachzelt, Gepäckträger, Reifen etc. knapp 13.000,00 Euro bezahlt. Mein KFZ Meister des Vertrauens hat meinem Pickup einen Topzustand attestiert :o) Hier will und werde ich über meine Reise berichten, Fotos posten und meine Erlebnisse so interessant wie möglich beschreiben.