Europe, North America · 9 Days · 21 Moments · February 2018

Sylvi's Kurztrip nach New Orleans


18 February 2018

Wir standen eine Ewigkeit auf dem Enteisungsplatz in Washington und sind ausserdem kilometerweit zu Fuß gefahren, bis es dann endlich losging. Habe ein paar wie ich finde ganz coole Fotos gemacht. Findige Heitatkundler werden Düsseldorf erkennen ❤... Ich sitze nun im Zug nach Nürnberg und freue mich schon auf meine Dusche. Jet lag gibt's ja nicht!

17 February 2018

Wintereinbruch in Washington. Nach zweimalig verschobenen Boarding habe ich den Weg von der Lounge zum Gate geschafft, bin an der langen Schlange vorbei eingestiegen, habe meine Jacke abgegeben zum Aufhängen und Platz genommen. Draussen muss das Flugzeug noch aus dem Schnee gebuddelt werden und abgeduscht werden, dann wird's wohl losgehen. A propos Dusche. Ich durfte bereits das Menü studieren, da fällt mir die Welcome Lounge auf (Foto) mit Frühstück und Dusche. Wat et nich all gibt!
Stopover in Washington. Ohne weitere Kontrolle (HÄ????) kann ich zu meinem Gate gehen. Ich komme quasi zufällig an der Lufthansa Lounge vorbei und gehe mal rein. Da war ich noch nie.... aber sie lassen mich rein. Ich bestelle mir einen Wein an der Bar und mach glaube ich ein dummes Gesicht.... bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier was bezahlen muss, also nestel ich noch'n bisschen an meiner Tasche rum. Als keiner einen Preis nennt gehe ich souverän zu den Sesseln und nehme Platz. Eine Gebrauchsanweisung für die Lounge wäre ganz nett für so Meckerklassenflieger wie mich! Oben drüber ist übrigens die richtige Bonzengesellschaft in der Senator Lounge. Ich arbeite dran.... Also wohlsein! Als Nachtrag hab ich noch mich am Rednerpult fotografisch in Szene gesetzt.....
Abends gibt's wieder lecker Essen, ich nehme überbackene Austern und ein Steak vom Wagyu Rind, was ich nicht (!!!!!) aufkriege. Am Morgen dann die sieben Sachen eingepackt und nun hocke ich am Gate und habe noch massig Zeit. Ging diesmal flottigaloppi durch die Kontrollen. See you soon!

16 February 2018

OK die war jetzt nicht sooo lecker. Dann lustwandeln wir weiter durchs French Quarter, wo wieder musiziert wird. Zum Teil sitzen ganze Armadas an "Künstlern" an der Strasse und verkaufen ihre tollen Bilder. Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Manche sind tatsächlich ganz nett. Hat ein bisschen was von Montmartre. Ausserdem werden hier überall Cocktails to go verkauft. Ich gönne mir eine Art Irish-Coffe-white-russian-Margarita. Damit schlendern wir zurück zum Hotel.
Ein Blick aus dem Fenster heute morgen offenbart eine dichte Nebelsuppe. Bitte? Ich hatte Sonne bestellt. Nun denn. Steffi und ich buchen eine Stadtrundfahrt. Zusammen mit einer hauptsächlich aus Amis bestehenden Gruppe fahren wir im Bus Kreuz und quer durch New Orleans. Von nobel über Katrina-war-gestern klappern wir alle sehenswerten und auch nicht sehenswerten Ecken der Stadt ab, dazu einen Friedhof, den Stadtpark (doppelt so gross wie der Central Park in New York), essen Beignets, das sind so krapfenartige Gebäckteile und steigen am Ende am French Market aus. Das ist ein Flohmarkt. Ich stelle fest, dass ich die Sonnenbrillenhülle leer eingesteckt habe, also nutze ich die Gelegenheit und erwerbe auf besagtem Markt für ganze 6 Dollar eine neue Sonnenbrille. Die ist auch nötig, denn mittlerweile hat sich der Nebel komplett aufgelöst und das gelbe Schwein brezelt vom Himmel auf uns hernieder. Es wird allerhand Zeugs feilgeboten und wir snacken eine Krokodilwurst am Spiess.

15 February 2018

6 Ottobockleute, Steffi als Begleitung und meine Wenigkeit fahren in den Garden District zu einem Restaurant namens Commanders Palace. Recht nobel dat Ding. Ich wähle zum Hors d'oevre keine Schrimps (die nehm ich als Hauptgang), sondern Turtle Soup. Schildkrötensuppe. Ja ich weiss. Wollte sie aber mal probieren. War lecker 😢... dann Shrimps und zum Dessert Sangria Sorbet. Dann wieder ins Hotel und von dort aus alle auf ihre Zimmer. Hätte auch nichts einzuwenden gehabt gegen einen Gin Tonic an der Bar. Nun... Ich füge mich und gehe auch hoch. 😇
Währenddessen werde ich eingeweiht in Steffis Lebensgeschichte... wir machen noch einen Abstecher zum Mississippi, welcher an einer unspektakulären Promenade braunbrühig vorbei zieht und gehen dann zurück zum Hotel. Ich habe noch Zeit für einen kleinen Mittagsschlaf (wichtig!!!) und dann ziehe ich mir meinen schicken Fummel an. Witzigerweise bin ich immer noch entspannt. Meine schwarze Strumpfhose quittiert den Dienst mit 3 Megalaufmaschen. Scheisse rasiert würde ich sagen. Also neuer Versuch mit der Hautfarbenen, gaaaanz vorsichtig gleite ich hinein. Ich melde mich brav in meinem Vortragsraum und trage, seltsamerweise immer noch relativ entspannt, meinen Vortrag vor. Keine bösen Fragen am Ende, Schlussapplaus und fertig. Jubelschreie , Standing Ovations, Zugaberufe, Unmengen an Kuscheltieren, die mir zugeworfen werden, Menschen, die vor Begeisterung in Ohnmacht fallen.... dass ich das mal erleben darf!!!! Ich bekomme von Russ (ottobock) ein Bier und wir gehen alle noch was essen.
Ich spring heute morgen über meinen Schatten und gehe zum Frühstück in den Starbucks, der sich hier um Hotel befindet. Normalerweise meide ich diesen Laden.... Ich bestelle 2 so aufgebackene Sandwiches und dazu einen White Chocolate Mocha mit Sahne. Was auch immer das ist. Einfachen Kaffee gibbet da nich. Dann kommt auch Steffi und wir 2 beide gehen danach los Richtung French Quarter. Erst auf die Canal Street und dann auf die Bourbon Street. Da reiht sich eine Bar an die andere und wenn ich nicht noch'n Vortrag am Abend hätte, hätte ich sicher den ein oder anderen Drink genommen. Am Ende gehen wir die Parallelstrasse, die Royal Street zurück und da isses total schön. Der Dreck von Mardi Gras wurde beseitigt. Die Strasse säumen diese schnuckeligen Südstaatenhäuschen mit Balkons, Stassenmusiker und ein paar Galerien, zum Teil echt schön. Die Sonne scheint auf uns hernieder, wir setzen uns in ein super nettes Lokal draussen hin und gönnen uns einen Salat und was kaltes zu trinken.
Ich bin schon etwas müde, obwohl wir ja in Costa Rica einstimmig beschlossen hatten, dass es keinen Jet lag gibt. So um 22 Uhr (in D isses 7h später) leg ich mich ins Bett. Das ist so weich, dass ich komplett darin verschwinde. Schwwwwwwupp. Weg isse. Jetzt bin ich wach, geduscht, geschminkt und angezogen und werde mal sehen,wo ich was zum frühstücken auftreibe.

14 February 2018

Ein kurzer Flug Flug, gerade mal 45 min. bringt mich nach New Orleans. Auch mein Koffer hat es geschafft. Ich war mir da nicht so sicher..... Mit'm Taxi werde ich in die Stadt gefahren und am Hintereingang des Hotels rausgelassen. Hinten deshalb, weil vorne Verkehrschaos herrscht. Das Hotel ist direkt neben dem Superdome und da ist heute wohl Basketball. Im Hotel ein Wirrwarr aus Ecken und Fahrstühlen und Gängen, da muss man erstmal durchblicken. Ich finde mein Zimmer und mache mich kurz frisch. Erreiche den Andreas von Ottobock und gehe runter. Registriere mich offiziell für das Meeting und bekomme ein hässliches lila Namensding umgegangen. Überall laufen einbeinige rum (der Kongress ist über Prothetik und Orthetik). Auf dem Weg in die Exibit Hall verlaufe ich mich etwas, doch nach 2 mal fragen finde ich die Auszellungshalle und Andreas. Da seine Frau oben an der Bar sitzt, gehen wir auch hoch und zusammen in sonen Laden, wo wir noch was essen und trinken. Austern. Lecker!
wieder ab und renne zur Sicherheitskontrolle. Mit quietschenden Sohlen bremse ich und stehe am Schwanz eines etwa 3km langen Lindwurmes von Menschen. Verdammt!!!! Ich versuche mich vorzudrängeln, aber ich bin nicht die einzige, die in Zeitnot ist. In Millimeterschritten rücken wir weiter. Zusammen mit einer total gechillten Lady und einer anderen deutschen, beide auch nach New Orleans unterwegs, sind wir so gegen 10 vor 4 dran. Im Schneckentempo durch und hinter der Kontrolle wieder den Turbo angeworfen. Das Gate ist leer. Alle schon drin im Flieger aber ein grinsender Typ wartet dort und beruhigt uns erstmal.... alles gut. Wir steigen ein und fliegen tatsächlich noch mit!
Wir sind pünktlich gelandet in Houston. Von oben sieht es scheiße aus. Nass und braun. Naja... Ich will mich ja hier nicht aufhalten. Es ist so, dass man dort, wo man in die Staaten einreist natürlich erstmal durch die Immigration muss. Klar. Ging ganz flott eigentlich. Daahann muss man sein Gepäck am Gepäckband abholen, damit durch den Zoll und es dann dahinter wieder abgeben. Wir sind so um 14h gelandet... so gegen halb 3 steh ich am Gepäckband. 15.45h ist Boarding für den Weiterflug. Wie viele Leute passen in so nen 380er? Die stehen alle am Gepäckband. Manche entspannt und glücklich, zuhause zu sein, manche auf heißen Kohlen, weil sie noch weiter müssen. Eine halbe Stunde später stehe ich immer noch da und dieses beschissene Band liegt da stumm und leer rum. Langsam macht sich dann auch bei mir eine gewisse Anspannung bemerkbar. Irgendwann kommen endlich Koffer angefahren. Nur nicht meiner. Aaaahhhhh!!!!! Ich erspähe ihn dann doch, renne los, durch den Zoll, geb den Koffer
Also wie man sieht, sitzt man da ganz nett oben im 380. Den Sitz kann man stufenlos bis zum Bett runterfahren. Geil! Habe mir entspannt "Mord im Orientexpress" angesehen, etwas geschlummert, fein gegessen, wieder geschlummert, mal rausgeguckt.... Sogar das Klo hat'n Fenster. Seltsam, denn wenn man sich hinstellt nach dem Geschäft um sich die Buxe wieder hoch zu ziehen, steht man mit dem Allerwertesten vorm Fenster. Also Mooning! Reflexartig schaut man doch mal raus, ob da nicht einer guckt.... 😀 Wenn das ewig in höchsten Frequenzen quietschende Kind nicht gewesen wäre.... hatte was von Kreide auf Tafel. Nun denn. Knapp 11 Stunden sind quasi wie im Flug vergangen. Nur noch ein kleiner Hüpfer bis New Orleans! .... dachte ich......
HARRRHARRRRR!!!!!
sich am anderen Ende dieses Terminals. Ich gehe zurück und drehe wieder um. Drauf geschissen, ich latsch nicht weiter, nur um dann 5 Minuten später wieder raus zu müssen um den ganzen Weg wieder zum Gate zu wandern. Kaffee auffe Faust und Platz genommen am Gate zwischen all dem niederen Economy-Pöbel! Oh! Ich war shoppen! Habe einen Adapterstecker erworben! Die nächsten Einträge sind gesichert!
Sodele. Inmitten finsterster Nacht bin ich aufgestanden, das Taxi kam wie bestellt und am Bahnhof wartete bereits mein Zug auf dem Gleis, so dass es mir erspart blieb, in der Eiseskälte zu warten. Sehr nett. Pünktlich steige ich am Flughafen aus und nutze die erstbeste Check-in Gelegenheit um meinen Koffer loszuwerden. Die Dame am Check in weist mich darauf hin, dass ich für einen Spezial Sicherheitscheck erwählt wurde und mir ein bisschen Zeit für die Kontrollen einplanen soll. Nun gut. Also dann mal los. Ich zeige 4 verschiedenen Leuten meinen Pass und die Bordkarte, packe alles in die Boxen, Handy und Tablet müssen sogar aus der Hülle raus, werde gescannt und erfahre, dass ich Knie habe. Links. Aha. Da wird man nochmal genauer nachsehen müssen. War dann doch nur das faltige Hosenbein. Drogenwischtest fiel auch negativ aus, ich darf mit. Lange Flure führen mich zum Gate. Na dann geh ich doch mal in die Lounge, wo ich doch schon Business fliege! Diese bekackte Lounge befindet

13 February 2018

meinen wohlverdienten Gin Tonic. Das Wetter in New Orleans verspricht gut zu werden. Fortsetzung folgt 😎
Langsam wird's ernst. Habe heute, damit ich alles in Ruhe fertig bekomme, nur 2 einhalb Überstunden gemacht. Taxi ist bestellt für 04:20h (Argh). Koffer ist gepackt.... bis auf ein paar Kleinigkeiten, die kommen dann morgen früh rein. Also alles, bis auf das, was ich vergessen werde. Bin schon ganz gespannt, was das wohl sein mag. Ich habe eben bereits die Bude auf den Kopf gestellt auf der Suche nach einem Artefakt von äußerster Wichtigkeit. Klein und schwarz und Pinörkel rundum. Es wurde auch gefunden, und zwar in der ihm zugewiesenen Schublade. Von Tom. Zuhause in Düsseldorf. Es handelt sich um den auf Reisen allseits begehrten Adapterstecker. Hummeldumm lässt grüßen. Ich werde morgen mal am Flughafen schauen, da gibt's sowas bestimmt. Laptop, Tablet und Handy wollen Strom.... Jetzt habe ich es mir gemütlich gemacht, frisch geduscht und mit rasierten Beinen (Laufmaschen in der Strumpfhose aufgrund borstiger deutscher Winterbeinstoppeln will ich nicht riskieren) und schlürfe

9 February 2018

Flüge sind gebucht. Hotel ist gebucht. Registrierung fertig. Vortrag fertig. Klamottenkonzept steht. Gut, dass ich noch mit Juliane den Wöhrl leer geshoppt habe. Mit Metal Kaputzenpulli kann man da wohl nicht auflaufen.... Ich bin gespannt und freue mich auf eine hoffentlich coole Stadt, auf eine mir nicht versagende Stimme, auf dass ich nicht kurzfristig alles englische in meinem Hirn vergesse und auf ein kleines bisschen Erholung vielleicht! 🤗
Et is wohl noch wat früh, denn eigentlich geht es erst am Mittwoch los. Aber ich sitz hier gerade so rum und deswegen fange ich schonmal an. Und weil es so nett ist, habe ich noch ein paar Leutchen eingeladen. Mal sehen, wer mir folgen mag. Also. PROLOG Ich habe eine Studie betreut, zusammen mit meiner lieben und unersetzlichen Studienassistentin Annette. Eigentlich hatte sie die meiste Arbeit.... wir schnallten Patienten in eine innovative neue Orthese und jagten sie dann durch einen eigens dafür konzipierten Parcours. Alles mögliche wurde gemessen und viele Fragebögen wurden durchgekaut und irgendwann hatten wir alle 30 durch und alles wurde ausgewertet. Ottobock und die RWTH Aachen und wir. Und dann kam man auf die super Idee, die Ergebnisse auf einem Kongress in New Orleans zu präsentieren. Und wie der Zufall es wollte, bin nun tatsächlich ich auserkoren, dort unsere Studie zu präsentieren. Wenn ich dran denke, kack ich mir vor Angst in die Buxe, aber da muss ich nu durch.