Germany, Canada · 167 Days · 65 Moments · October 2017

Suse‘s Abenteuer in Canada


1 April 2018

Seit dem 1.4.2018 - Long Time no hear Seit meiner Ankunft in Tofino ist schon wieder eine ganze Menge Zeit vergangen und ich bin euch so viele Informationen schuldigt. Zuerst einmal arbeite ich seit dem 2.4. fleißig im Tofino Resort & Marina im Bereich Housekeeping. Tatsächlich hätte ich mittlerweile an den Front Desk wechseln können, was ich allerdings abgelehnt habe. Ich mag es den ganzen Tag beschäftigt zu sein. Die Stunden verfliegen und die Arbeitszeiten sind ebenfalls wesentlich angenehmer. Ich beginne um 7 oder 8 und bin demnach bereits am Nachmittag fertig. So kann ich noch die zahlreichen Strände besuchen, Laufen gehen oder ein kühles Bier im hauseigenen Pub trinken. Das Hotel liegt direkt am Wasser und so begeistert mich mein Arbeitsplatz jeden Tag aufs neue. Meine Kollegen sind alle super. Allen voran Fabienne. Sie kommt aus Frankreich und macht sich gern über meine sehr deutsche Arbeitsweise lustig. Ich werde euch sicher noch die eine oder andere Anekdote erzählen ☺️

31 March 2018

Teil 1/2: Tag 8 (31.03.2018) - Surfen 🏄‍♀️ Für heute hatten wir uns in den Kopf gesetzt surfen zu gehen. Um 12 sollte es los gehen. Wir hatten uns bei einer Surfschule angemeldet und waren super überzeugt von unserer Idee! Mit uns waren noch 5 andere von der Partie. Mach einem kurzen Neoprenanzugcheck (Neoprenanzug+Handschuhe+Schuhe+Mütze) ging es Richtung Strand. Es war so schön sonnig und warm! „Alles richtig gemacht!“ Am Sammelpunkt angekommen mussten wir erstmal das Board gefühlt 10 km an den Strand tragen -Challenge Nr.1: Das Board möglichst sexy und lässig auf dem Kopf balancieren und dabei möglichst nicht wie ein Anfänger aussehen. Nun, das hat nicht vollends geklappt. Am Strand angekommen gab es erst einmal Trockenübungen. Na das dürfte doch kein Problem sein. War es dann überraschender Weise doch... Es brauchte eine Weile bis ich zumindest 3 Sekunden auf dem Board stehen konnte. Aber ich stand und verbuchte das als großartigen Erfolg...
Teil 2/2: Tag 8 (31.03.2018) Nach 2 Stunden im Meer und gefühlten 3000 Liter verschluckten Salzwasser ging es wieder zurück zum Auto. Es war wirklich klasse und definitiv etwas, was wiederholt werden will! Wir fuhren in das nahegelegene Ucluelet (30 min von Tofino entfernt), da wir uns dort nicht nur eine Dusche erhofften, sondern auch einen Stellplatz for free. Wir wurden weder von dem einen, noch von dem anderen enttäuscht. Wir konnten uns direkt am Hafen hinstellen. Plötzlich wurden wir auf ein lautes Röhren aufmerksam. Wir gingen direkt zum Steg und sahen Seelöwen! Wie großartig 😀 so konnte der Tag zu Ende gehen. Nach einer leckeren Portion Fish & Chips (Tipp einer älteren Frau, die uns auch zusicherte, dass es hier keinen interessiert, dass wir hier über Nacht stehen) legten wir uns in den Van und werteten noch einmal unsere fantastische Surferfahrung aus 🤩😎🧜🏻‍♀️🏄‍♀️

30 March 2018

Tag 7 (30.03.) TOFINO! ... Ein Mann der offensichtlich was zu sagen hatte sah mich verdutzt an. Ich muss wohl recht verstörend in meinem Pyjama ausgesehen haben 😄 Er belehrte mich, dass wir hier nicht stehen dürften. Ich belehrte ihn meiner Seits, dass hier keinerlei Schilder hingen, die uns das verwehrten. Aber ich bot ihm an wegzufahren. Er sah auf seine Uhr: „Ach, es ist ja schon 6:30. Jetzt macht es auch nichts mehr.“ Ich bedankte mich kurz und schloss die Tür. „Hat der uns jetzt allen Ernstes geweckt um uns mitzuteilen, dass wir weiter schlafen können?“ Lena war wenig erheitert und ich zu müde um mich weiter damit zu beschäftigen. Ganz schön frech 😆 Nachdem Wir aufgestanden waren und uns die Zähne geputzt hatten ging es los Richtung Tofino. Zuvor hielten wir noch am McMillan Nationalpark an, wo es wirklich große und breite Bäume zu bestaunen gab. Drei Stunden später waren wir in Tofino. Wild campen ist besonders in Tofino nicht erlaubt und so stellte wir uns auf einen ⛺️ am 🌊
Tag 6 (29.03.3018) - Vancouver Island! Endlich ging es auf die Fähre. Endlich Vancouver Island. Ich weiß nicht, aber irgendwie haben Fähren eine ganz eigene Anziehungskraft auf mich. Ich war aufgeregt wie vor der Bescherung. Die Fähre war günstiger als gedacht - 88$ für Auto und 2 Menschen. Das Wetter war nicht weiter erwähnenswert - Regen. Aber der Forecast sagte uns gutes Wetter voraus. Die Fahrt dauerte 1h40min. Ich konnte leider kein gutes Foto schießen, weil es in Strömen geschüttet hatte. Auf Vancouver Island angekommen war unser erster (und für diesen Tag auch unser letzter) Halt Nanaimo. Hier suchten wir uns einen Platz für den Van um die erste Nacht zu verbringen. Auf einem großen Parkplatz vor einem Lebensmittelgeschäft fanden wir einen Stellplatz, an welchem kein Schild war mit „no overnight parking“. Mehr gab es für uns an diesem Tag nicht zu unternehmen. Wir schliefen ein. Am nächsten Morgen weckte uns ein hartnäckiges Klopfen. Ich öffnete verschlafen um 6:30 die Tür...

27 March 2018

Tag 4&5 (27.03.-28.03.2018)- Hello again,Vancouver Nun ist es schon fast 6 Monate her, dass ich in Vancouver gelandet bin. Der Ort, an welchem meine Reise begann. Damals hat es ununterbrochen geregnet. Diesmal meinte es die Stadt bessertet uns - Sonnenschein ☀️ hier trafen wir einen Freund von Lena wieder (Marcel), der ebenfalls in canmore gelebt hat und ein paar Tage eher nach Vancouver aufgebrochen war. Gemeinsam bummelten wir ein wenig durch die Stadt. Lena ließ sich tatsächlich ein Nasenpiercing stechen. Verrückt! Anschließend gingen wir an den Strand um ein wenig das Urlaubsfeeling zu genießen. Es war so warm, dass ich seitenlanger wir das erste mal keine Jacke benötigte. Bei einem Cocktail in einer Strandbar ließen wir den Tag ausklingen. Tatsächlich ist Vancouver sehr viel schöner, als ich es in Erinnerung hatte. Aber ich bin kein Großstadt-Mensch. Mich zieht es mehr in die Natur. Umso mehr freue ich mich auf Vancouver Island. Auf das Meer, den Strand und die Regenwälder!

26 March 2018

Tag 3 (26.03.2018) -Hope/Harrison Hot Springs Nachdem wir uns wieder unser Deluxe Frühstück gegönnt hatten, ging unser Trip weiter nach Hope, genauer zu den Harrison Hot Springs. Laut Wetterapp war jeder Ort unserer Route und Ausweichroute geprägt durch Regen und nachmal Regen. Äußerst frustrierend. Tausche Schnee gegen Regen. Aber es gab kein Zurück mehr. Wie pflegt meine Mama immer zu sagen? Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung! Also machen wir das Beste draus 🙂 In Harrison angekommen gingen wir erst einmal spazieren. Man kann sich richtig vorstellen wie schön es hier sein muss wenn die Sonne scheint. Das ist übrigens unser Running gag - „Hier ist es bestimmt richtig schön im Sommer“ Nachdem wir Kindheitserinnerungen beim Steine Flippen aufleben ließen, gingen wir in die Heißen Quellen. Klingt wesentlich spannender als es tatsächlich war. Die Quellen waren ein Schwimmbad im DDR-Chick. Aber es wärmte uns gut auf. Mit uns zufrieden ging auch dieser Tag zu End

25 March 2018

Tag 2 (25.03.2018) - Osoyoos Nachdem wir gefrühstückt hatten ging es auch schon weiter. Unsere zweite Station war Osoyoos. Da wir beide den Schnee und den Winter satt hatten, erhofften wir uns von Osoyoos Sonne, Sonne und nochmal Sonne! Laut unserer Wetterapp sollte uns dieser Ort im Süden Kanadas nicht enttäuschen. Der erste Pass brachte uns erst einmal wieder Schnee... aber nachdem der Pass überstanden war, überraschte uns die Sonne. Die Gelegenheit ein Foto von Lenas Van zu machen 🤩 Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Da wir uns nach einer Dusche sehnten beschlossen wir einen Campingplatz anzusteuern. Leider eröffnen die meisten Plätze erst Anfang April. Wir hatten Glück - die Rezeption hatte zwar schon geschlossen, aber der nette alte Mann den wir durch die ausgeschriebene Nummer erreichten, teilte uns einen Stellplatz zu. Wir ließen den Tag am Steg mit Wein und Sonnenuntergang perfekt ausklingen. Später besuchten wir noch den Campingplatz Whirlpool. So konnte es weiter gehen

24 March 2018

Road Trip - Tag 1(24.03.2018): Vor, zurück, zur Seite, ran - Herzlich willkommen Neuanfang! Auf geht es in unser Abenteuer. Unser erstes Zwischenziel auf dem Weg nach Vancouver Island - Tofino, war Nelson. Nelson ist eine Kleinstadt in Britisch Columbia (Kurz: BC). Nelson wird auch als Hippie Stadt bezeichnet. Das roch man auch direkt - Überall roch es nach Marijuana. Sagen wir mal so - Die Stadt fährt hier eine sehr liberale Politik wenn es um den Rauschgiftkonsum geht. In vielen Coffee Shops wird es seitens der Behörden geduldet. Aber da Kanada sowieso kurz vor der absoluten Legalisierung von Marijuana steht (geduldet wird es tatsächlich überall), wundert es mich besonders hier nicht. Aber die Stadt hat seinen ganz besonderen Charme. Einen ganz wunderbaren See, eine sehr schöne Innenstadt und bezaubernde Geschäfte. Wir haben den Van direkt am See geparkt. Im Walmart hatte ich dann meine ersten Road Trip Erfahrung - Zähneputzen im Walmart 🤫😄

22 March 2018

Teil 1/5- “Meine” Lieblingsmenschen in Canmore Es wird Zeit euch die Menschen vorzustellen, die mir in meiner Zeit in Canmore sehr wichtig geworden sind. Vor allem jetzt, da sich meine Zeit in Canmore dem Ende zuneigt. Da wäre zunächst einmal Jim Bradley. Er ist der Geschäftsführer des Hotels und für mich einer der fairsten und angenehmsten Manager, den ich je kennen gelernt habe. Sein erster Satz zu mir war “Hab keine Angst Fehler zu machen. Jeder macht Fehler. Belüge mich nur nie!” Das hat mich sehr beeindruckt, weil es einen Wert wieder spiegelt, den auch ich vertrete. Er war die ganze Zeit über einer der Menschen, der mich und meine Arbeit tatsächlich wertgeschätzt hat und dem ich sein kanadisches “I really appreciate you!” tatsächlich geglaubt habe. Die nächste Person ist Giuliano Generale. Ich nannte ihn liebevoll “Unser General” 😄 Giuliano ist Italiener und, nachdem Kim gekündigt hatte, unser neuer Manager. Ich hab mich immer ein bisschen wie sein Babysitter gefühlt 😉
Teil 2/5 - Giuliano & Ricky Er war unsere italienische Diva. Immer gestresst, aber immer gut gelaunt und wahnsinnig laut! Ich hab ihm bei vielen seiner Aufgaben geholfen und wurde mehr und mehr eine Freundin für ihn. Er ist eigentlich kein Manager, aber wurde in diese Position gelobt. Ein Italiener ist natürlich sehr stolz darauf! Was mir jedoch viel wichtiger war - er hat sein Herz am richtigen Platz! Die Person, die mich eingearbeitet hat ist Ricky. Rick kommt aus China. Ricky hasst die Konfrontation. Er diskutiert nicht. Also haben Lena und ich häufig seine Kämpfe mit Giuliano ausgefochten. Da waren zum Beispiel seine Stunden, die gekürzt wurden oder eine Stellenausschreibungen, die Giuliano leichtsinnig ausgeschrieben hat, in welcher von einem Gehalt von 15,5$ die Stunde die Rede war, obwohl wir alle „nur“ 15$ verdient haben. Ich mach mir nicht viel aus Geld, aber Ricky war bereits seit fast einem Jahr dabei und hatte bisher noch nie eine Gehaltserhöhung erhalten. Ich mag Ricky!
Teil 3/5 - Jason und Helen, meine Mitbewohner Jason ist Ureinwohner Kanadas und damit ist er quasi mein Indianer-Freund 😄und das meine ich auf eine sehr respektvolle Art. Jason habe ich nicht besonders oft gesehen. Da er Nightaudit ist und damit von 23 - 7 Uhr arbeitet, schläft er natürlich den ganzen Tag. Häufig hab ich ihn morgens am Front Desk um 7 abgelöst oder er mich abends um 11. Er arbeitet wahnsinnig viel das ganze Jahr um sich dann seinen Jahresurlaub zu verdienen. Dieses Jahr ist er drei Wochen durch Asien gereist. Helen kommt aus Frankreich und teilt sich ein Schlafzimmer mit mir. Sie arbeitet im Housekeeping, hat den schönsten französischen Akzent und kocht die tollsten Sachen. Franzosen dürfen 2 Jahre in Kanada bleiben. Ihre Zeit ist im Juni vorüber. Eine sehr angenehme Person :)
Teil 4/5 Kim, Dirk und Elke Kim hat mich damals eingestellt, hat dann aber nach einer Woche gekündigt um einen neuen Job in Canmore mit dem Young Professional Visum anzufangen. Somit kann sie noch ein Jahr länger in Kanada bleiben. Dieses Visum ist allerdings an einen Arbeitgeber gebunden. Allerdings ist das auch die einzige Möglichkeit nach dem Work and Holiday Visum noch ein Jahr zu verlängern. Mit Kim war ich immer snowboarden und Schneeschuhwandern. Dirk und Elke (auf dem Foto rechts im weißen T-shirt) leben schon seit fast 5 Jahren in Kanada und haben eine permanente Aufenthaltsgenehmigung. Elke kommt aus Holland und Dirk aus Deutschland. Die beiden Leben in dem tollsten Wohnwagen, den ich je gesehen habe. Im April geht es für die beiden auch weiter. Sie haben beide im Hotel gearbeitet. Dirk als Houseman und Elke als Housekeeper. Super sympathische Menschen :)
5/5 - Lena Lena arbeitet mit mir am Fontdesk. Sie ist eine richtig gute Freundin geworden. Lena ist wahnsinnig zerstreut, hat tausend Gedanken im Kopf, liebt es mir Halbsätze um die Ohren zu werfen und ist eine der sympathischsten Menschen, die mir bisher begegnet sind. Lena ist wahnsinnig begeisterungsfähig! Sie hat beschlossen Canmore am 24.03. zu verlassen um nach Tofino, auf Vancouver Island zu fahren. Und was soll ich sagen, ich werde mit ihr gehen.. Sie hat einen super schönen Van, in dem man bequem zu zweit wohnen und schlafen kann. Ich gebe also meine so lieb gewonnene Komfortzone, die Berge und den Schnee auf, um planlos mit Lena nach Vancouver Island zu fahren. Offensichtlich ist nicht nur sie sehr begeisterungsfähig...☺️😇 Ich freue mich darauf, auch wenn wir keinen Plan haben. Aber vielleicht brauche ich auch genau das gerade. Ich freu mich darauf, auch wenn ich innerlich super panisch bin 😅

19 March 2018

19.03.2018 Snowboarding in Sunshine

14 March 2018

14.03.2018 - Meine zwei Jobs 👩‍🍳👩‍💼 Dass ich am Front Desk arbeite wisst ihr ja schon. Ich habe allerdings nebenbei auch noch bei Pizza Hut gearbeitet um möglich viel Geld sparen zu können. Hier sind meine zwei Beweisfotos 🤳

7 March 2018

07.03.2018 - Canmore, meine neue Laufstrecke Ich bin schon sehr dankbar diese ganze Natur direkt vor der Haustür erleben zu dürfen. Momentan arbeite ich sehr viel und komme so gut wie gar nicht raus. Um so mehr genieße ich es laufen zu gehen und dabei umgeben zu sein von Bergen, Flüssen und fantastischen Wäldern. Bald wird es hier wieder sehr viel mehr Wildtiere geben. Ab April werden die Bären wieder aktiv und kommen von den Bergen um hier im Valley nach Nahrung zu suchen. 🐻

22 February 2018

22.02.2017 - Peyto Lake Lena hatte die großartige Idee Schneeschuh wandern zu gehen ❄️👞👣 Kim und Koda (Hund) wollten gern mit, also sind wir alle zusammen los gefahren. Schneeschuhe kann man super ausleihen. Tatsächlich benötigt man für eine Schneeschuhwanderung nicht besonders viele Vorkenntnisse. Es war ein toller Ausflug. Durch die Schneeschuhe konnten wir quer Feld, bzw Wald ein wandern ohne im tiefen Schnee zu versinken. Ich liebe es in der freien Natur zu sein. Die Luft war kalt und klar, die Sicht weit und beeindruckend schön. Es war natürlich bitter kalt, aber diese Natur ist es wert!

14 February 2018

Johnston Canyon, 14.02.2018 Heute ging es mit Lena in den Johnston Canyon. Ein Canyon im Banff Nationalpark und etwa 30 Minuten von Canmore entfernt. Lena ist eine Arbeitskollegin im Grand Rockies Resort und in der wunderbaren Situation ein Auto zu besitzen. Hier gibt es zwei Wasserfälle zu bestaunen, die allerdings beide eingefroren sind. Der Schnee liegt hier Meterhoch. Ein wahres Wintermärchen und ein toller Ausflug ☺️

9 February 2018

Teil 1/3 - Endlich Snowboarden 🏂 An meinem zweiten freien Tag sollte es endlich auf die Piste gehen. Mein Knie hatte sich zum Glück wieder erholt und stabilisiert. Bei herrlichstem Sonnenschein, eisiger Kälte (-30 Grad) und 50 cm Neuschnee sollte es heute nach Sunshine Village gehen. Sunshine Village ist ein Skigebiet in den Rocky Mountains und liegt auf einer Höhe von 1660 bis 2730 m. Insgesamt stehen einem 109 km Piste zur Verfügung. Kim (sie ist auch mit Visum hier, 23 Jahre alt & hatte mich nach Canmore geholt) holte mich ab und los ging es nach Banff. Es war richtig viel Betrieb, was zu erwarten war bei diesem schönen Wetter. Ich bekam die Tageskarte 50% günstiger. Freunde von Kim arbeiten im Skigebiet und haben mich auf die Liste gesetzt – Super praktisch. Skifahren kann man hier übrigens bis zum 20.Mai. Ab März kostet der Skipass nur noch 400$ für die restliche Saison. Ich werde bis März warten, da er aktuell noch 1400$ kostet. Dann bleiben mir immer noch 2,5 Monate Snowboarden
Teil 2/3 Meine Ausrüstung habe ich mir komplett gekauft, sodass ich kein Geld fürs Ausleihen ausgeben muss. Zuerst fuhren wir mit der Gondel zur Basisstation. Hier oben gab es ganz viele Stände namenhafter Snowboardhersteller. Die Boards gab es nicht zum kaufen, sondern zum ausprobieren. Die Hersteller stellten die Snowboards vor deren Release zur Verfügung um diese von normalen Snowboardern testen zu lassen und echte Feedbacks zu erhalten. Was waren das für wunderschöne Boards. Super Aktion! Kim drängte zum Lift...
Teil 3/3 Der ersten Absprung vom Lift ging direkt daneben 🤭 Oben auf dem Berg stehend war ich einfach nur überwältigt. Ihr könnt euch das nicht vorstellen, diese Aussicht war unglaublich. Der Schnee ist kein bisschen nass. Extrem trocken und weich. Und obwohl es im Tal nach einer Menge Menschen aussah, war es hier oben erstaunlich leer. Kim sagte mir, dass sich das hier sehr stark verteilt, weil das Skigebiet sehr groß sei und es so viele Pisten gibt. Die erste Abfahrt ging viel besser als ich erwartet hatte. Ich hab mich nicht einmal hingelegt. Kurzes Umsetzen in den Kurven und sogar ein bisschen wedeln war drin. Thomas wäre stolz auf mich! 😎 Die nächsten Liftfahrten verliefen ohne Stürze und ich wurde immer sicherer mit jeder Abfahrt. Ich bin unglaublich froh hierher gekommen zu sein. Genau das wollte ich – Snowboarden in den Rocky Mountains. Diese Berge werden mich definitiv öfter sehen ☺️

8 February 2018

Teil 1/5 - What a fun day! Was wäre Kanada ohne ein Besuch bei einem echten Eishockeygame?! Gesagt, geplant: Diesmal hat Theresa die Planung übernommen. Das Spiel sollte in Calgary statt finden. Da der Bus für jeden 55$ gekostet hätte, haben wir uns ein Auto gemietet. Zu viert war das wesentlich rentabler. Außerdem kam ich dann endlich auch mal wieder dazu Auto zu fahren. Da die anderen drei zu jung sind um ein Auto zu mieten, habe ich das übernommen. Also Karten bestellt und Auto gebucht! Als ich am Morgen aus dem Fenster sah schien Frau Holle gerade sämtliche sich im Haushalt befindlichen Decken auszuschütteln. Man sah nicht einen Berg... Es hatte die Nacht bereits 40 cm Neuschnee gegeben und es sah nicht danach aus, dass es bald aufhören würde zu schneien. Unter diesen Bedingungen würde ich also heute das erste mal in Kanada Auto fahren. Challenge excepted! Die Mädels warteten schon ganz aufgeregt. Unser Auto war ein kleiner Kia... Halleluja 🙈
Teil 2/5 In Kanada ist es optional eine Schadens - Versicherung abzuschließen. Die Option war für mich ein Must have. Was ganz angenehm war – Für 30$ fällt jegliche Selbstbeteiligung weg. Sehr beruhigend bei diesem Spielzeugauto 🚗 Und los Kinders – Alle nochmal auf die Toilette und los geht die Fahrt. Wir kamen ganze 2 Meter, dann steckte das Auto das erste mal fest 😅 Ich konnte nur erahnen was der gute Mann in seiner Vermietstation gedacht haben muss... Aber ein routinierter Fahrer wie ich einer bin lässt sich von kleineren Schwierigkeiten nicht entmutigen. Rückwärts, vorwärts, rückwärts, vorwärts und vorwärts. An der ersten Kreuzung wurde ich nett darauf aufmerksam gemacht, dass man in Kanada grundsätzlich immer rechts abbiegen kann auch wenn die Ampel rot ist. Sehr sympathisch. Kanada ist das Land der meisten Stoppzeichen. An einer Kreuzung mit 4 Stoppzeichen (Jede Straße bekommt eins) darf der fahren, der zuerst stoppen musste. Innerorts 50 km/h, Landstraße 90, Highway 100.
Teil 3/5 Soviel zur Theorie 📖 Von Straßen war allerdings nicht wirklich viel zu sehen. 🌨 Als ich auf den Highway fuhr war keine einzige Straßenbegrenzung, geschweige denn Fahrtstreifen zu erkennen. 1,5 Stunden später waren wir dann endlich in Calgary und da ging der Spaß erst richtig los. Offensichtlich waren auch die Kanadier überfordert von dem ganzen Schnee. Nicht eine Straße war geräumt. Die Mädels wollten sich heute ein Auto ansehen, das sie kaufen wollten. Also fuhr ich in ein Wohngebiet und blieb direkt stecken. Nichts ging mehr. Es half nichts, die Mädels mussten aussteigen und schieben. Tatsächlich ist uns das noch ganze 8 mal passiert 💁🏼‍♀️😅 jedes Mal kam uns ein Kanadier zu Hilfe. Gott sei dank waren wir nicht einzigen die sich festgefahren hatten. Ich nahm das ganze immer mehr mit Humor. Fast and Furios – Here I am! 🏎
Teil 4/5 Der erste Autotermin scheiterte, da das Auto bereits verkauft war. Wir suchten uns ein Restaurant um nach weiteren Autos im Internet zu suchen. Ganz nebenbei stellte ich dann fest, dass das Hockeyspiel von heute Abend tatsächlich in New Jersey statt finden würde und Theresa Auswärtskarten gekauft hatte. Ich musste so lachen. 😂 Alle waren deprimiert. Ich versuchte die drei aufzumuntern „wer weiß wofür das gut ist!“ Ich sollte recht behalten. Wir fanden ein weiteres Auto was es zu besichtigen galt. Also alle wieder eingestiegen und hinaus auf meine Rennstrecke. Hinein in weiteres Wohngebiet und Zack, wieder festgefahren 😂 Keine Überraschung 🤗. Das Auto war vom Preis her super und auch von der Ausstattung. Einzig die Scheibe war gerissen. Das wäre in Kanada auch kein Problem; allerdings wollten die drei nach Amerika und da war es verboten. Dreistimmig wurde beschlossen, dass ich die Preisverhandlung übernehmen sollte. Ich käme ja schließlich aus dem Handel und so... 🤔
Teil 5/5 Nachdem ich die kaufmännische Verhandlung übernommen hatte, war der Preis nochmal um 200$ gesunken und das Versprechen gegeben, die Scheibe vor Verkauf zu reparieren. Glücklich und gar nicht mehr deprimiert ging es wieder nach Hause zurück. Es hatte aufgehört zu schneien, rechts und links von uns die Berge und über uns der klare Sternenhimmel. Da war er wieder, der „Magic Moment“ - Ich war tatsächlich in Kanada! 😊

26 January 2018

24.01.2018 - Ein Wiedersehen in Canmore Endlich geht es weiter! Jetzt sind bereits schon über 3 Monate vergangen. Mein nächstes Ziel ist Canmore. Hier werde ich im Grand Rockies Resort am Front Desk arbeiten. Canmore liegt in Alberta, östlich des Banff Nationalparks und ist umgeben von den Rocky Mountains. Es liegt 1350 m ü NN und ist einfach traumhaft schön. Genauso stellt man sich Kanada vor! Und doppelt, bzw. dreifach schön ist, dass ich Jana, Theresa und Marina hier wieder gesehen habe ☺️ Die drei haben hier ebenfalls einen Job erhalten und arbeiten in einem anderen Hotel als Housekeeper. Nachdem ich die ersten zwei Nächte im Hotel schlafen durfte, bin ich heute in die Staff Accommodation umgezogen. Eine ganz tolle niedliche Wohnung mit fireplace und voll ausgestatteter Küche 🙂 ich teile mir mein Zimmer mit Helen, einer Französin. Außerdem wohnt hier noch Jason, ein “Native American” der von seiner deutschen Adoptivmama in Kanada aufgezogen wurde. Was für eine Wohngemeinschaft 🤗

14 January 2018

Teil 1/5 - “Work and Holiday- Visum” Den ersten Teil meines Visums beherrsche ich (meiner Ansicht nach) bereits recht gut. Jetzt wird es Zeit mich dem zweiten Teil zu widmen - dem “Holiday” Part! Es wurde also Zeit, dass ich mein Versprechen einlöse und Kathrin in Sun Peaks besuche. Ursprünglich wollte ich in Sun Peaks meinen nächsten Job ergattern, um direkt im Skigebiet arbeiten zu können. Daraus wird nun nichts, da ich einen Job in Canmore bekommen habe was absolut großartig ist! Nicht nur, weil ich wieder am Front Desk arbeiten kann (nicht als Housekeeper), sondern auch, weil ich das Glück habe, dass Canmore direkt im Banff Nationalpark liegt 😁 am Rande des zweit größten Skigebietes Kanadas ❄️🏂🎊 Nächste Woche geht es für mich also weiter nach Canmore. Den Urlaub wollte ich mir in Sun Peaks trotzdem gönnen. Und verdient hatte ich ihn mir auch 😊 Unglücklicherweise habe ich mir vor ein paar Tagen eine Entzündung im Knie zugezogen😔 aus dem Snowboarden wird also vorerst nichts
Teil 2/5 Davon lasse ich mir allerdings nicht den Urlaub vermiesen! Canmore sei Dank werde ich bald wieder die Möglichkeit haben jede Menge snowboarden zu können. Los ging es am 14.01. und mein Urlaub begann auch direkt mit einer Herausforderung. Ich kam zwar mit dem Bus nach Kamloops, bis Sun Peaks waren es allerdings noch 50 km. Taxi würde mich eine ganze Menge $ kosten. Tatsächlich wollte ich mich damit auch erst beschäftigen, sobald ich in Kamloops angekommen war. Kommt Zeit, kommt Rat. Oder in meinem Fall ein Shuttle 😄 Normalerweise muss man sich für die Shuttle 3 Tage im Voraus anmelden. Ich habe den Fahrer einfach angesprochen und meine “ich bin aus Deutschland und fühle mich gerade verloren”- Karte gezogen! Er hatte Mitleid und hat mich mitgenommen 😄 es hilft natürlich klein und niedlich zu sein😅 In Sun Peaks angekommen gab es ein fröhliches Wiedersehen mit Kathrin, die allerdings arbeiten musste. Sie arbeitet hier als Housekeeper. Also Zeit für mich die Gegend zu erhumpeln
3/5 Blind Tasting Sun Peaks ist ein kleines aber feines Skigebiet in welchem glücklicherweise aktuell die „Weinwoche“ statt findet. Kurzerhand meldete ich mich für das „Blind Tasting“ an. Kathrin hatte keine Lust, also ging ich alleine. Es galt 8 Weine zu erraten. Ich lernte gleich auf Anhieb zwei Australier kennen. Sehr nette Menschen. Beim Weintesten ließ ich den absoluten Weinkenner raushängen. Offensichtlich ziemlich überzeugend, in jedem Fall stimmten mir die beiden recht oft zu. „Das ist ganz sicher ein Riesling!“ Ich hab nie so sehr daneben gelegen wie an diesem Abend 😅 Aber ich wollte unbedingt gewinnen. Seltsamerweise habe ich das nicht. Sehr enttäuschend. Nachdem mich die Australier verlassen hatten, bat mich eine Kanadierin an ihren Tisch. Nachdem wir zu 99 🎈 getanzt hatten, lernte ich den Rest des Tisches kennen. Eine am Tisch war bereits den Boston Marathon gelaufen und hatte von nun an meine ungeteilte Aufmerksamkeit. 3:36h - was für eine Zeit!
Teil 4/5 Zur Erklärung: Der Boston Marathon ist der einzige Marathon für den man sich qualifizieren muss. Es gibt also keine Chance sich über einen Sportveranstalter einzukaufen, wenn man die knackigen Qualifikationszeiten nicht schafft. Aktuell liegt die Qualifikationszeit für Boston bei ca 3:35h für 30-34 Jährige. Der Boston Marathon gehört zu den „World Marathon Majors“ (Berlin, London, Chicago, New York, Tokio, Boston) - Meine lifetime Aufgabe🏃‍♀️ Auf jeden Fall war es ein wirklich gelungener Abend ☺️ Für den nächsten Tag stand auf meiner Bucket List das Nationalgericht der Kanadier. Was für uns Deutsche Sauerkraut, Bratkartoffeln und Eisbein/Bratwurst ist, ist für die Kanadier Pommes, Bratensoße und Käsebrocken 😅 Und nennt sich „Poutine“. Schmeckt besser als es klingt und ist definitiv ein super Kateressen 😌Dann gab es Schokolade für die Seele mit einer überwältigen Auswahl an Schokoäpfeln und Pralinen 🤩
Teil 5/5 Für den heutigen Tag stand ein zweites Wiedersehen mit Kathrin auf dem Plan. Sie hatte heute frei und brauchte mal eine Auszeit vom Arbeiten und all dem Skifahren 🤨 Und damit auf zum zweiten Lieblingsgericht der Kanadier - Die Zimtschnecke! Kathrin nahm mich mit in eine typische kanadische Skihütte, im Kantinen-Schick. Super steril und nicht vergleichbar mit den gemütlichen österreichischen Skihütten. Aber die Zimtschnecke war wirklich sehr gut. Wir saßen direkt im Sichtfenster des Anfängerhanges, an welchem die Kiddis gerade Snowboard lernten. Ich hab mit jedem mitgefiebert. Nach einem Spaziergang war unser Treffen auch schon vorbei. Vielleicht sehen wir uns das nächste mal in Canmore 🙂 Ich werde die nächsten Tage noch im Pool, Hot tub und Sauna ausklingen lassen, bis es dann Freitag wieder nach Vernon zurück geht. 🚎

24 December 2017

Ich wünsche allen ein besinnliches und großartiges Weihnachtsfest :) good thing in Canada: Das erste Jahr seit langem habe ich weiße, bitter kalte Weihnachten 🎄 ❄️ Ich denke an euch und bin sehr dankbar für eure Freundschaft! Merry Christmas 💝

3 December 2017

Die Zeit vergeht so unglaublich schnell. Nun bin ich schon fast 2 Monate in Kanada. Ich habe mich zu einem richtigen Morgenläufer entwickelt. Das lieg aber vor allem daran, dass die Sonne erst 7:30 aufgeht und schon 15:30 unter geht. So ist mein Zeitfenster quasi klar definiert. Ist der erst Kälteschock überwunden, geniesse ich die Tierwelt und die Landschaft ungemein. Kanada ist schon ein wahnsinnig schönes Land. Natürlich habe ich allen Tieren Namen gegeben, denen ich bei meinem Lauf in angenehmer Regelmäßigkeit begegne :) Meine tierischen Freunde sind: Der Hirsch “Rudolphus”, der Kojote “Augustin” (ich habe ihn für kurze Zeit für einen Wolf gehalten… ich wurde eines besseren belehrt) und der Specht “Sir. Henry” Nicht zu vergessen die zahlreichen Hundebesitzer, die alle stehen bleiben und winken und lachen und aufmunternde Worte finden, wenn der Berg mal wieder zu steil ist oder die Strasse zu glatt ist. Es stimmt schon was man sagt: Die Kanadier sind ein sehr freundliches Volk ☺️

20 November 2017

Teil 1/3 Als wäre Kanada nicht schon kalt genug…❄️   Eines unserer meist gebuchtesten Angebote im Spa ist die “cold chamber”. Sie wird deshalb so oft und häufig gebucht, da sie einzigartig in ganz Nordamerika ist. Einige Gäste reisen tatsächlich nur deshalb hier her 🙈 Die Funktionsweise ist recht simple: Die ganze Sauna besteht aus drei Kammern. Zuerst wird man durch zwei Kältekammern unterschiedlicher Temperaturen geschleust, bevor man dann in der eigentlichen kalten Kammer angekommen ist. Die erste Kammer hat -16 Grad und ist vergleichbar mit einer Gefriertruhe, die zweite Kammer hat -60 Grad und ist vergleichbar mit dem Winter in Winnipeg 😄In diesen beiden Kammern verweilt man nur wenige Sekunden. Sie dienen dazu, möglichst viel Feuchtigeit von der Haut zu absorbieren. Dann gelangt man in die letzte Kammer, die eigentliche “cold Chamber”, die mit -110 Grad definitive sehr kalt ist…Hier bleibt man 3 Minuten.
Teil 2/3 Danach soll man sich unglaublich energiegeladen und grossartig fühlen, da all das Blut in den “core body” fliesst um diesen auf Temperatur zu halten. Kommt man aus dieser Kammer heraus, fliesst das Blut zurück und damit einhergehend die Energie und Lebenskraft. Nachts soll man nach einem solchen Saunagang hervorragend schlafen können. 30 Minuten vor und nach dem Saunagang darf nichts Heißes getrunken und gegessen werden. Ich wurde gefragt, ob ich das mal ausproieren möchte. Meine erste Antwort war: “Natürlich nicht!” Die Neugierde hat dann doch gesiegt und so befand ich mich wenige Minuten später und nach dem obligatorischem Blutdruckmessen (“Da ist wohl jemand aufgeregt”) in der kalten Sauna. Was soll ich sagen, es war wirklich verdammt kalt. Man läuft die gesamte Zeit im Kreis und bewegt die Arme. 3 Minuten können so lang sein… Als ich raus kam, war mir kalt. Sehr kalt. Ich zählte die Minuten bis ich endlich meinen heißen Tee trinken durfte.
Teil 3/3 Ich ließ im übrigen auch den Teil mit der “Energie” aus und fühlte mich den ganzen Tag schläfrig. Wenn mich von jetzt an die Gäste fragen ob ich die Cold sauna empfehlen kann, sage ich mit absoluter Überzeugung “Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung!” Das ist nicht gelogen, auch wenn ich diese Erfahrung kein zweites Mal brauche. 😄

14 November 2017

15.11.2017 - Getting used to Aktuell passiert nicht besonders viel bei mir. Ich arrangiere mich immer besser mit dem „abgeschnittenem“ Leben hier oben auf dem Berg. Tatsächlichlich sind aktuell meine Highlights das wöchentliche Einkaufen in der Stadt mit den Mädels (Jana, Theresa, Marina, Leonie und Lucie) und der Sport. Wir teilen uns einmal die Woche ein Taxi, fahren in die Stadt und kaufen für den Rest der Woche ein. Außerdem gehen wir essen in wechselnden Restaurants. Diese Woche waren wir in einem Pub, in dem selbst Bier gebraut wird. Natürlich habe ich diese Location ausgesucht 😊😇 Gott habe ich mich auf ein richtig kühles, frisch gezapftes Bier gefreut 😇. Mein zweites Highlight ist mein Sport. Ich laufe wieder und das obwohl hier wirklich viele Berge sind... aber das tut gut und man bekommt den Kopf frei 😄🏃‍♀️ Meinem nächsten Step plane ich auch bereits - es geht Ende Februar in die Rockys 😎 Genauer nach Sun Peak. 2 Monate kann ich die Skisaison dann also noch richtig genie

6 November 2017

Lange nichts mehr gepostet... So langsam spielt sich mein Leben hier im Hotel ein. Die Leute sind wirklich sehr nett und um so mehr ich lerne, umso mehr Spaß macht es. Mein Englisch wird jeden Tag besser, was hauptsächlich daran liegt, dass es hier kaum Deutsche gibt und man gezwungen ist sehr viel Englisch zu sprechen. Der Winter hält sich hier hartnäckig. Offensichtlich ist es seit 43 Jahren erst zwei mal vorgekommen, dass es vor Halloween geschneit hat. Normalerweise schneit es Ende November. Nun, da wollte mir Kanada wohl ein Geschenk machen - „Lucky me!“ 😄 Die letzten Tage war es ziemlich bewölkt ⛅️. Heute kam gleich morgens die Sonne heraus und ich hab natürlich die Chance genutzt euch die schönen Seiten eines kalten Wintertages in Kanada zu fotografieren 😊 Als Extra gibt es ebenfalls ein paar Bilder von meinem Arbeitsplatz.

2 November 2017

Da ist er - Der Winter ❄️ 🤗

27 October 2017

25.-27.10.17 Teil1/2: Okay, das Arbeitsleben hat mich wieder. Ich hab aber auch nicht wirklich lange ohne Arbeit ausgehalten. Nun bin ich also hier. Um das ganze mal kurz zusammenzufassen: „Poor thing. You have to learn all this stuff and the language!“ Meine Arbeit wird sich wie folgt gestalten. Ich sitze im Spa Bereich an der Rezeption; nehme Anrufe entgegen und E-Mails. Zudem kümmere ich mich um alle Gäste die eine Anwendung gebucht haben und jetzt Einchecken möchten. Dieses Spa hat um die 150 verschiedene Anwendungen von Massagen, Gesichtsanwendungen, Fango etc. Ich muss die alle können. Muss dann aber auch noch wissen welches Öl wann verwendet wird, wie heiß welche Sauna ist ... wenn ich mal nichts zu tun habe, dann darf ich den Spa Assistenten helfen, die sich um die Sauberkeit im Spa Bereich kümmern. Gestern durfte ich das erste mal Leute Einchecken. Richtig muss es heißen: „Der Wartebereich befindet sich den Gang runter, schräg gegenüber vom Pool.“ ich habe gesagt: ...

26 October 2017

25.10-27.10.17 Teil 2/2: Ich habe gesagt: „Ihr Wartebereich befindet sich den Gang runter, durch den Pool durch auf der rechten Seite.“ Ich hoffe er ist nicht wirklich geschwommen 😄🙈 Das ist wirklich ziemlich viel. Am ersten Tag war ich um 3 schon so müde dass ich hätte einschlafen können. Das ist richtig anstrengend, wenn man so vieles neu lernen muss. An dem Tag musste eine Spa-Mitarbeiterin Pediküre lernen. Ich war ein Versuchsobjekte. Ich bin auf der Liege fast eingeschlafen. Am nächsten morgen hab ich so einen Schreck bekommen, als ich halb schlafwandelnd im Bad stand und auf meine roten Füße geschaut habe, weil ich DAS einfach gar nicht gewohnt bin. Nun ja, alles in allem nehme ich vieles mit Humor. Irgendwie mogel ich mich hier schon durch. Und wenn ich das tatsächlich alles drauf haben sollte kann mich hier in Kanada glaube ich nichts mehr stoppen 😄

24 October 2017

24.10.17 Teil 1 -„Nicht meine beste Idee“ Das Ergebnis meines Nahrungsproblems war, dass ich beschlossen hatte nach Vernon zu joggen. Ich würde in Vernon einkaufen und mich mit einem Taxi zurück fahren lassen. So sparte ich eine Fahrt, was immerhin 40$ waren. Ich hatte nichts gegessen und nichts getrunken. Ich lief also los und war anfangs wirklich absolut geflasht von dieser fantastischen Landschaft. Es ist sehr hügelig und es gibt sehr wenig Bäume. Es war sonnig und warm. Ich war glücklich! Ich war bestimmt ganze 5 km lang glücklich, bis ich auf einmal ganz und gar nicht mehr glücklich war. Es war warm, ich hatte Durst, ich war sauer über diesen super intelligenten Einfall zu joggen. Welcher normale Mensch macht das? Ich lief und lief und war wirklich genervt von mir. Normalerweise bin ich gern in meiner Gesellschaft, aber gerade war ich wirklich sauer auf mich! Ich kam in Vernon 18 km später an. Ich entschuldigte mich bei mir mit einer gekühlten Cola Light.
24.10.17 Teil 2 Ich fand einen Supermarkt. Ich fühlte mich total verloren. Ich hatte komplett verlernt für mich einzukaufen. Was braucht man denn so für eine Woche? Kanada ist ein ziemlich teures Land. Ein paar Beispiele: Weintrauben - 6€, Nudeln - 2€. Alles in sehr überschaubaren Portionen. Hinzu kommen die ganzen Steuern, die nicht ausgewiesen werden. Es gibt die Mehrwertsteuer (GST -5%) und die Provincial Sales Tax (PST - 7%). Die Höhe der Steuern ist von Staat zu Staat unterschiedlich. Diese Steuern werden nicht ausgezeichnet. Sie kommen erst an der Kasse oben drauf und sorgen wohl auch bei den Kanadiern öfter für eine böse Überraschung. Das entschuldigt es vielleicht irgendwie dass ich 150$ ausgegeben habe 🙈 Bepackt mit 10 kleinen Tüten, brachte mich ein Taxi wieder zurück. Der Taxifahrer sagte mir, dass er es noch nie gehört hatte, dass jemand von Sparkling Hill nach Vernon gelaufen war. Wie gesagt, kein normaler Mensch tut so etwas! Aber diese Woche werde ich nicht verhungern ?

23 October 2017

23.10.17 Teil 1 - Auf gehts nach Vernon Es ging ganz früh mit dem Bus nach Kelowna. Ich war sehr froh, dass noch zwei andere aus dem Hostel nach Kelowna fahren wollten und den gleichen Bus nahmen. Durch halb Downtown morgens um 5 ist sogar für ein so mutiges Mädchen wie mich eine Herausforderung. 6:30 fuhr der Bus los. Ledersitze und super viel Beinfreiheit (endlich konnte ich meine Beine mal so richtig ausstrecken 😅). In Kelowna angekommen musste ich mich irgendwie bis Vernon durchschlagen. Vernon ist 45 km von Kelowna entfernt. Die Busfahrten sind richtig günstig - 1,5 h Busfahren kosteten mich nur 2,5$. Hätte ich den Busfahrer im ersten Bus gleich richtig verstanden hätte ich auch nur 2,5$ bezahlt. Es gibt eine Transfercard mit der man im zweiten Bus nichts mehr bezahlen muss (jetzt bin ich schlauer) 😇. In Vernon rief mir eine Frau ein Taxi, weil ich offensichtlich ziemlich verloren aussah. Es gibt leider keine andere Möglichkeit zu dem 18 km entfernten Hotel zu kommen...
23.10.17 Teil 2 Wie sich herausstellte war der Taxifahrer ziemlich gesprächig. Aber so lernte ich, dass die Häuser hier oben ab 800.000$ aufwärts kosten und das eine Mitgliedschaft im Golfclub pro Saison 10.000$ kostet. Er gab mir deine Karte - falls ich mal wieder ein Taxi brauchen würde (ich hatte eine Ahnung, dass das öfter sein würde). Das Hotel ist wahnsinnig beeindruckend. Sehr Nobel. Ich meldete mich brav an und wurde erstmal zur Seite verwiesen. Ja, so ist das wohl wenn man zum niederen Personal gehört 😄 Kelly, meine zukünftige Chefin, holte mich ab und wirkte direkt gestresst. Sie telefonierte die ganze Zeit und fuchtelte mit irgendwelchen Papieren herum. Ich wartet geduldig. Dann gab sie mir meinen Dienst Plan (23.10 und 24.10 frei) und fuhr mich zu den Personalunterkünften. Ich bekam schnell das Haus gezeigt und mein Zimmer. Alles super 😊 ich kann mich nicht beschweren. Aktuell habe ich das 2Bett-Zimmer allein für mich. Eigenes Bad und Miniküche.
23.10.17 Teil 3 Neben an wohnen zwei deutsche Mädels. Ich klopfte und fragte, ob sie vielleicht ein bisschen Zeit für mich hätten. Sie erzählten mir, dass es nur in Vernon die Möglichkeit gab essen zu kaufen. Oh verdammt - ich hatte nur ein paar Erdnüsse gegessen. Ich hatte Hunger, wirklich Hunger. Sie boten mir Etwas von ihrem Essen an. Ich war so dankbar! Das bedeutet aber auch, dass ich am nächsten Tag unbedingt nach Vernon musste um Essen und Trinken zu kaufen. Als ich noch darüber nachdachte wie ich das anstellen würde, ging hinter den Bergen die Sonne unter. Das Licht war einfach traumhaft, also schnell raus und Fotos für euch machen. Ich stieg einen kleinen Hang hinauf und das Ergebnis seht ihr oben ☺️

22 October 2017

22.10.17 - sightseeing Da es aus unerklärlichen Gründen nicht regnete, beschlossen wir Vancouver zu erkunden. Wir, das waren Annika (das Mädchen vom Lauf) und Lukas (Ihn hatte ich im Hostel kennen gelernt). Kathrin hatte Besuch und somit andere Pläne. Wir gingen zum Granville Island Public Market (Henry: Das ist der Markt den du als sehr deutschen Feinkostladen bezeichnet hast 😊). Dieser liegt auf einer kleinen Halbinsel und besteht aus einer großen Markthalle mit ganz vielen unterschiedlichen Delikatessen und kanadischen Besonderheiten. Danach ging es weiter nach Downtown. Nachdem Annika wieder zurück zu ihrer Unterkunft gefahren war, gingen Lukas und ich noch am Meer entlang und genossen die wirklich schöne Skyline Vancouvers. Das sollte fürs erste mein letzter Tag in Vancouver gewesen sein.

21 October 2017

21.10.17 - Teil 1 „So typisch!“ Wie immer startete mein Tag viel zu früh (4 Uhr) und mit Regen. Und natürlich mit dem trockenem Brot im Frühstücksraum. Diesmal erspähte ich zwei Mädels mit Laufshirts. Ich setzte mich zu den beiden und fragte sie ob sie 1. Deutsche seien und 2. Sportlich seien (das kam irgendwie völlig falsch rüber in dem Moment 😅). Eigentlich wollte ich nur wissen ob sie laufen. Sie berichteten mir, dass Sie heute bei dem ältesten Lauf Vancouvers mitlaufen würden. Er führt einmal um den Stanley Park und ist ca. 9,6 km lang. Ich fragte sie, wann der Lauf statt finden würde und die Antwort war „in 15 Minuten geht unser Bus“! Ich googelte fix ob Nachmeldungen möglich seien (Deadline war 9 Uhr, es war 8:45...) und aß in Rekordzeit mein Brot. Natürlich war ich dabei! Also anziehen und raus in den Regen! Als wir ankamen waren wir komplett durchnässt. Ich fragte mich durch wo und vor allem ob Nachmeldungen möglich seien...
21.10.17 Teil 2 „Immer noch: So typisch Suse“ Als ich endlich an richtiger Stelle angekommen war, waren tatsächlich Nachmeldungen möglich. Das Wetter war dabei sicher hilfreich. Ein Läufer neben mir fragte mich auch ungläubig ob das mein Ernst sei. Ja klar war das mein Ernst! Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe dann wird das auch gemacht. So! Ich bekam sogar ein schickes Laufshirt(„Check“). Nach dem obligatorischen Foto mit den Mädels ging es los. Es war nass, aber schön. Ich überholte mehr als mich überholten, sprintete dem Ziel entgegen und freute mich über den kleinen aber feinen Zieleinlauf. 52 Minuten waren akzeptabel. Die Erfahrung direkt am Meer zu laufen mit wunderschöner Parkanlage war hingegen unbezahlbar.

20 October 2017

Teil 1 20.10.17 - Der Morgen: Ich bin eigentlich nicht wirklich wetterfühlig. Aber als ich gestern morgen wach geworden bin und der Regen wie wild an die Scheiben prasselte war meine Laune auf einem Tiefpunkt. Es regnet in Vancouver seit 3 Tagen! Vancouver ist eigentlich eine wirklich schöne Stadt, aber wenn man den Einheimischen glauben darf,so gestaltet sich der gesamte Herbst,Winter und Frühling genau so:Regen, Regen, Regen! Kein Wunder: Hinter uns die Berge und vor uns das Meer. Als ich dann beim Frühstücken in mein trockenes Brot (furchtbar!) biss, noch keiner meiner neuen Bekanntschaften da war und ich zu viel Zeit zum nachdenken hatte bereute ich sogar ein bisschen, dass ich nach Vancouver geflogen war... Wenig später kam Kathrin. Sie war offensichtlich in besserer Verfassung als ich. Und dann kam Erik! Erik ist 76 Jahre alt und ein Tourguide. Er machte ein bisschen Werbung für seine heutige Tour, die durch den Vancouver Regenwald und zu einer Hängebrücke führen sollte....
Teil 2 20.10.17 - Erik! Ich war sofort Feuer und Flamme! Er verteilte einige Ausdrucke, die mehr Informationen über die kommende Tour verrieten. Kathrin hatte das Blatt gerade erst in ihren Händen, als ich schon sehr bestimmt festlegte: “Das machen wir!” Auch ihr “Darf ich das erstmal durchlesen” wurde von mir direkt verneint: “Das wird super! Das machen wir!” Damit war der Tag erstmal gerettet! Genau das hatte ich gebraucht. Ich hab Kathrin natürlich noch ein bisschen Zeit gegeben sich fertig zu machen, aber da ich schon seit 3 Stunden wach war gab es für mich nicht mehr viel zu tun. Auf dem Zimmer angekommen traf ich meine neue Mitbewohnerin -Danica. Sie kommt von den Philippinen und lebt nun seit 2 Jahren in Kanada. Ich fragte sie, was sie heute vor hat und sie war noch unentschlossen. Ich lud sie direkt ein uns zu begleiten. Ich hatte einen Lauf - Irgendjemand sollte mich stoppen 😅
Teil 3 20.10.17 - Der Ausflug Wir trafen uns alle in der Stadt. Es regnete noch immer und außer mir war keine der beiden Mädels wirklich überzeugt von dem Vorhaben. Wie sie sich doch irren sollten! Wir bekamen einen gelben Regenponcho, der wirklich sehr albern aussah und Erik, den absolut großartigen Erik. Er macht diese Touren unentgeltlich und mit unglaublicher Leidenschaft für diese Stadt. Wir mussten lediglich die Busfahrten, Fährfahrt und den Eintritt für die Hängebrücke bezahlen. Wir führen ca. 1 Stunde bis wir außerhalb von Vancouver an einem See waren. Mein erster kanadischer See 😍 und es hatte aufgehört zu regnen! ⛅️ Danach ging es weiter in den Regenwald von Vancouver zu einer Lachsfarm. Hierher schwimmen die Lachse, wenn Sie Ihre Eier ablegen. Also den ganzen Weg vom Meer, gegen den Strom bis hoch in die Berge. Dort legen Sie Ihre Eier ab und sterben. Traurig! Danach ging es weiter zu der Hängebrücke. Ich hatte meine Bedenken, aber ich konnte jetzt natürlich nicht kneife
Teil 4 20.10.17 - Die Hängebrücke Wir gingen ein Stück und kamen dann zu einer großen Hängebrücke. Mutig wie ich nur sein konnte, passierte ich diese Brücke. Wir machten sogar ein paar Fotos. Das Licht war wunderschön! Auf der anderen Seite der Brücke konnte man über Treppen und Brücken von Baum zu Baum gehen, natürlich nicht unwesentlich viele Meter über dem Boden. Danica war die erste, die sich bei mir bedankte, dass ich sie überredet hatte. Kurz danach bedankte sich Kathrin. Ein sehr befriedigendes Gefühl 😄 Als wir nach Vancouver zurück fuhren ging gerade die Sonne unter. Ich lief noch einmal an den Strand um den Sonnenuntergang zu betrachten und machte erstmals meinen Frieden mit der Stadt. Vancouver kann so schön sein!
Ich bin übrigens auch den Trans Canada Trail gewandert. Hier waren wir am Kilometerpunkt 27. Also nur noch 17973 Kilometer 😎

19 October 2017

Teil 2: 10:00 - 12:00 “Projekt SIM Karte” Um ein Bankkonto zu eröffnen benötigt man eine kanadische Nummer. Und dafür benötigt man eine kanadische sim-Karte. Kathrin, das Mädchen aus dem Frühstücksraum, benötigte auch eine Karte. Somit beschlossen wir gemeinsam zu gehen. Wir gingen in ein Einkaufszentrum, da dort die meisten Anbieter vorhanden sind. Um es kurz zu machen - es ist verdammt teuer und komplett anders als in Deutschland. So etwas wie eine typische deutsche Prepaid Karte gibt es nicht, obwohl sie ebenfalls Prepaid-Card heißt. Du musst jeden Monat 25$ bezahlen, sonst wird’s die Karte inaktiv und du bezahlst ebenfalls, wenn dich jemand anruft. Ich habe tatsächlich 4 mal nachgefragt ob ich das richtig verstanden habe. Die Karte ist nur in Britisch Columbia gültig, würde ich ganz Kanada nehmen würde ich wesentlich mehr bezahlen. Alle Minuten sind frei - das wars. Kein Datenvolumen. Und das war das günstigste Angebot. Ich bin jetzt desillusionierte Besitzerin einer SIM Karte 😩
Teil 1 : 08:00 - 10:00 "Operation Menschen kennen lernen” Als ich im Flieger nach Vancouver saß, saß eine Frau aus LA neben mir. Sie heißt Lisa und wir kamen darüber ins Gespräch wie viel Angst und Sorge mir diese Reise macht. Sie selbst war in ihrer Jugend viel gereist und verriet über sich selbst, dass sie auch sehr oft Angst hatte vor ihrer eigenen Courage. Und daraufhin zitierte sie Eleanor Roosevelt, die gesagt hat “Mache jeden Tag etwas, wovor du Angst hast.” Ich hab kurz darüber nachgedacht und für mich beschlossen das zu meinem Mantra zu machen. Heute nun “Operation Menschen kennen lernen”! Ich war relativ früh im Frühstücksraum. Es waren kaum Menschen anwesend und nach kurzem selektieren des Raumes gab es niemanden der kurzfr. für mein Vorhaben herhalten konnte. 30 Minuten später betrat eine Deutsche den Raum (man erkennt Deutschen immer sofort!) also stürzte ich direkt zum Kaffee Automaten und sprach sie an. Sie war dankbar, ich war dankbar. Operation geglückt 🎉🙈
Teil 4 “Sightseeing” Wir sind weiter ans Meer gegangen, haben uns die Olympischen Medaillen angeschaut und waren in einem Flugsimulator, in welchem wir quasi über ganz Kanada geflogen sind. Das war richtig toll und gab einen großartigen Gänsehautmoment 🤧☺️
Teil 3: 12 - 14:30 “Eröffnung eines Bankkontos” Für work and Traveller ist ein Bankkonto 1 Jahr frei. Du benötigst allerdings eine kanadische Nummer. Die hatte ich ja nun, also konnte ich mich an den nächsten und letzten step wagen. Ich kam direkt dran. Der Bankmitarbeiter war recht geduldig mit mir, da ich wirklich wahnsinnig viele Fragen gestellt habe. Er meinte zu mir (nach 1,5 Stunden Gespräch), dass er dafür sonst 20 Minuten braucht... hm! Aber das sei etwas gutes weil es zeigen würde, dass ich klug bin und mich damit auseinander setzt. Ich mag es, wenn Menschen mir Komplimente machen obwohl ich ganz offensichtlich ziemlich nervig war 😅😄 Den Bankmitarbeiter seht ihr im Foto über dem Beitrag. Das Bankkonto hab ich damit ebenfalls erfolgreich beantragt und auch direkt meine Karte bekommen. Jetzt kann ich endlich Geld verdienen - Juchuh! 🍾
Das schöne am frühen aufstehen ist, dass man so unglaublich viel mehr vom Tag hat (es sei denn man geht bereits 16 Uhr ins Bett). Mein Hostel ist gar nicht weit vom Meer entfernt. Um 6 Uhr morgens sind hier unten am Strand auch nur ganz wenig Menschen unterwegs. Es riecht nach Meer, Archibald die Möwe fliegt über mich hinweg (ich neige dazu Tieren Namen zu geben) und die Berge sind in einen Hauch Nebel gehüllt. Ein schöner Start in den Tag!

18 October 2017

Aber ich kann auch von ein paar Erfolgen Berichte : Ich habe meine SIN beantragt (Sozialversicherungsnummer) und war in einem Brauhaus essen und trinken. Also war ich 15 Uhr schon leicht angeheitert was ich als ausgleiche Gerechtigkeit empfinde, da sich mein Körper ja schließlich in einer anderen Zeitzone befand. Um 1 Uhr nachts kann man also durchaus auch ein Bier trinken 🍺
Schlaflos in Vancouver 😶 “Bleib einfach den ersten Tag richtig lange wach, dann ist der Jetlag auch gar nicht mehr so schlimm” - Irgendjemand hat mir diesen Tipp gegeben. Okay, dachte ich, kein Problem - 30 Stunden schaff ich locker. Also bin ich Dienstag Abend bis 22 Uhr durch die Stadt und am Meer entlang gelaufen. Hab mich wach gehalten. Mittwoch morgen 5 Uhr war ich wieder wach. Also aufstehen und duschen. Was mir keiner gesagt hat war, dass mein Biorhythmus offensichtlich noch sehr an deutschen Verhältnissen hängt, sodass ich 16 Uhr (1 Uhr Deutsche Zeit) kaum noch in der Lage war meine Augen offen zu halten. Also ab ins Hostel und Zack - eingeschlafen. Jetzt, 12 Stunden später, liege ich in meinem furchtbar knarrendem Hostelbett und kann nicht mehr schlafen. 🤔

17 October 2017

Sicher in Vancouver landen: ✅ Visum erhalten: ✅ Hostel finden (dabei nicht verloren gehen) und Einchecken: ✅ Damit sind die wichtigsten Punkte für diesen Tag abgearbeitet. Ein „magic moment“ war heute auch mit dabei. Diesen hatte ich allerdings bereits beim Flug von Hamburg nach Frankfurt. Ich war gerade eingestiegen und am Tiefpunkt meiner Laune angekommen. So viel beschäftigte mich - mach ich da richtige? Bin ich dafür überhaupt geschaffen? Ich war also in mitten einer Krise, als mir plötzlich ein Mann, Mitte 40/Anfang 50, die Hand hin streckte und sagte: “Hallo, ich bin James. Und du bist?” Das war der Beginn von einer Stunde permanente Unterhaltung. Er ist selbst Amerikaner und erst vor 5 Jahren nach Deutschland gezogen. Die ganze Welt würde mir offen stehen und es würde großartig werden . Wer bin ich, dass ich einem Amerikaner widersprechen könnte!? Er hat mich tatsächlich aus dieser Krise heraus gezogen und als ich aus dem Flugzeug stieg war er weg... Verrückte Welt! Gute Nacht
Und los gehts... wahnsinnig wehmütig, aber mit unglaublich vielen dankbaren Momenten und Erinnerungen im Gepäck. Erster Halt: Frankfurt. Dann geht es weiter nach Vancouver