Europe, North America · 359 Days · 151 Moments · October 2017

Suse‘s Abenteuer in Canada


9 days ago

Teil 3/3 Dies wurde offensichtlich verworfen. Gebaut wurde zwischen 1927 und 1941 und war extrem kostspielig. 90% der Modellierung wurde durch Sprengungen erreicht. Wahnsinn, wie genau sie dabei sein mussten 🏗. Kein Wunder, dass sich dieser Auftrag für viele Arbeiter mehr zu einer Berufung als zu einem Job entwickelte. Viel Geld gab es nämlich nicht und anstrengend war es obendrein auch noch. Das Museum am Fuße des Berges schildert die Arbeiten wirklich sehr eindrücklich und super interessant. Ursprünglich sollten die Präsidenten bis zur Taille abgebildet werden. Als der 2. Weltkrieg begann drehte man den Geldhahn zu und das Monument galt als fertig!💁🏼‍♀️ Nachdem wir diese beeindruckende Stätte auf uns wirken hatten lassen, stand nur noch eine lange Autofahrt auf dem Programm. Wir fuhren bis Sioux Falls, wo wir 21 Uhr ankamen (neue Zeitzone - nur noch 7 Stunden Zeitunterschied). Seit Tofino sind wir nun 5000 Kilometer gefahren.
Teil 2/3 Dargestellt sind von links nach rechts die Präsidenten George Washington (1. Präsident), Thomas Jefferson (3. Präsident und der Verfasser der Unabhängigkeitserklärung) Theodore Roosevelt (26. Präsident, er führte die USA in die Moderne.) und Abraham Lincoln (16. Präsident, er schaffte die Sklaverei ab). Das Nationaldenkmal wird auch als “Heiligenschrein der Demokratie” bezeichnet. Die Lakota-Indianer sehen das Monument hingegen als Entweihung ihres heiligen Berges an. Der Mount Rushmore ist Teil der Black Hills, die den Indianern als heilig gelten. Der Gebirgszug gehörte zu deren Siedlungsgebiet. Zunächst erkannte man dieses auch als Lakota-Indianer Gebiet an. Als man jedoch Goldadern fand, wurde Ihnen das Gebiet wieder aberkannt....😒 Die Idee ein Denkmal zu errichten kam bereits einige Jahre zuvor von einem Historiker. Geplant waren allerdings nicht Präsidenten, sondern bekannte Gestalten aus der Geschichte des Westens 🏜Es sollte damit der Tourismus angekurbelt werden.
Teil 1/3 - Mount Roushmore Auf dem heutigen Tagesprogramm stand des Nationaldenkmal “Mount Rushmore”. Es hatte über Nacht wieder geschneit und entsprechend schwerfällig machten wir uns auf den Weg. Irgendwie geht alles langsamer wenn es draußen kalt ist... Wir mussten nur ein paar Kilometer fahren, bis wir die Köpfe bereits erkennen konnten. Direkt vor dem Monument gab es eine Tiefgarage. Was für ein Luxus. Auch wenn dieser 10$ kostet. Aber das war es wert. Mal abgesehen, dass wir auch keine andere Wahl hatten. Zu einer Aussichtsplattform führt der Weg entlang an Säulen, die jeweils an den 4 Seiten einen US- Staat mit Beitrittsdatum und Flagge präsentiert. Auf der Aussichtsplattform sieht man sehr eindrucksvoll die 4 Präsidenten in Stein gemeißelt. Jedes Porträt ist 18 m hoch.

10 days ago

Teil 2/2 Rapid City hingegen liegt bereits im Bundesstaat South Dakota. Dieser wurde als 40. Staat 1889 aufgenommen. Unser Schlafplatz war erneut ein Walmartparkplatz. Ich habe Walmart schon richtig lieb gewonnen 😅
Teil 1/2 Heute morgen hatte ich mir fest vorgenommen im Aquatic Centre in Cody laufen zu gehen. Zudem war mal wieder eine Dusche fällig und so bot es sich gleich doppelt an. Außerdem würden wir heute die meiste Zeit fahren, da wir uns so langsam aber sicher Richtung Chicago aufmachen mussten. Cody liegt im Bundesstaat Wyoming, dem 44. Staat der USA. Unser heutiges Tagesziel war die Stadt Rapid City, welche am Rande des Black Hills National Forest lag. Hier war das Mount Rushmore Memorial beheimatet. Nach dem ich mit den Laufen fertig war gab es noch einen Kaffee für mich und dann ab die Post, los ging’s. Wir fuhren direkt durch einen weiteren Nationalpark, den Bighorn National Park. Wir fuhren durch einen eindrucksvollen Canyon, hinauf in die Berge, wo uns wieder eine Winterlandschaft überraschte. Der Rest der Strecke war recht flach und bestand hauptsächlich aus Prärielandschaft. Wie passend, da “Wyoming” aus der Sprache der Algonkin-Indianer stammt und „Große Ebenen“ bedeutet.

8 October 2018

Teil 4/4 - Cody Auf unserem Weg hinaus aus dem Yellowstone Nationalpark begegneten uns unglaublich viele Bisons. Eine Herde verursachte sogar einen Stau, weil sie unmittelbar an der Straße stand und jedes vorbeifahrende Auto ein Foto erhaschen wollte (wir waren da keine Ausnahme!). In Cody (Wyoming) angekommen, fanden wir wieder einen Walmart und stellten uns zu den bereits parkenden Wohnmobilen. Wieder war ein sehr schöner und eindrucksvoller Tag vorbei.
Teil 3/4 Der Nationalpark liegt zu weiten Teilen über einer Magmakammer, die in mehr als 8 Kilometern Tiefe liegt. Die Magmakammer ist rund 80 Kilometer lang, 40 Kilometer breit und 10 Kilometer mächtig. Damit zählt der Yellowstone-Vulkan zur Gruppe der Supervulkane. Er ist der größte Supervulkan auf dem amerikanischen Kontinent. Wann er ausbrechen wird ist offen. Hoffen wir mal nicht so bald. Sein Ausbruch wäre verheerend. Diese Magmakammer ist der Grund dafür, dass die Geysire mit Regelmäßigkeit ausbrechen. Diese erwärmt nämlich das versickernde Wasser und über das poröse Lavagestein steigt das Wasser wieder nach oben. Wir verbrachten zwei Stunden dort und fuhren dann weiter zu einem weiteren beeindruckenden Touristenpunkt - dem Yellowstone Canyon mit einem fantastischen Wasserfall. Ich war am meisten beeindruckt von den Farben der Naturwunder. Man kommt sich wirklich vor, als sei man mitten im Wilden Westen. Toll!
Teil 2/4 Die Berichte beeindruckten die Parlamentarier in Washington, D.C. so sehr, dass sie 1872 ein Gesetz erließen, welches das Yellowstone-Gebiet für immer vor Goldsuchern, Siedlern und Trappern schützen sollte. Am 1. März 1872 unterschrieb Präsident Ulysses S. Grant das Gesetz und gründete damit den ersten Nationalpark der Welt. Da wir bereits auf dem Besucherparkplatz des “Old Faithful”-Geysir (der berühmteste der Yellowstone Geysire)standen, mussten wir nur ein paar Schritte gehen um das rauchende Feld zu sehen. Überall qualmte es aus der Erde und roch nach Schwefel. Es sah so ein bisschen aus wie auf einem von Hollywood gezeichnetem Schlachtfeld. Laut Anzeigetafel sollte der Geysir 11:08 (+-10min) ausbrechen. Also warteten wir zusammen mit unzähligen anderen gespannten Touristen. 11:08 brach der Geysir tatsächlich unter lauten “aaah” und “uuiii” Rufen aus. Schon sehr beeindruckend!
Teil 1/4 - Yellowstone Nationalpark Der Morgen begann mit einer Entschuldigung. Ich entschuldigte mich bei Max für mein unentspanntes Verhalten und gelobte heute besser drauf zu sein 😇Dem war auch so. Allerdings war nun Max nicht so besonders gut gelaunt😅Wir hofften beide auf einen Kaffee und auf fließendes Wasser. Wir wurden bei beiden nicht enttäuscht. Somit stand einer Erkundung des Yellowstone Nationalparks nichts mehr im Wege. Der Yellowstone Nationalpark ist der älteste Nationalpark der Welt und wurde am 1. März 1872 gegründet. Zahlreiche Expeditionen waren bis zu diesem Zeitpunkt im Yellowstone unterwegs gewesen und berichteten von einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Zudem berichteten sie von rund 10.000 heißen Quellen, darunter 3.000 Geysiren. Der “weiße Mann” war inzwischen weit nach Westen vorgerückt und hatten nicht nur die Indianer verdrängt, sondern auch viele Tiere und Pflanzen. Die Rocky Mountains waren somit das letzte Rückzugsgebiet.

7 October 2018

Teil 3/3 Es war bereits dunkel als wir im Yellowstone Nationalpark ankamen. Nachdem wir ordnungsgemäß unsere 35$ Eintritt bezahlt hatten, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Campingplatz. Überall warnten uns Schilder vor Bison Überquerungen. Und als ob es nicht schon gruslig genug war, waren rechts und links Nebelschwaden zu erkennen. Der Campground, den wir nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten war aus Saisongründen geschlossen. Ich war müde und genervt. Wir fuhren zum Parkplatz des Besucherzentrums und stellten uns in eine Seitenstraße. Es wurde nicht mehr viel geredet. Da half auch der fantastische Sternenhimmel nicht mehr 😅 gegen 23 Uhr fielen mir dann die Augen zu!
Teil 2/3 Es war bereits Mittag als wir wieder auf der Straße waren. Ich musste etwas schmunzeln, da Max gestern noch verlauten hatte lassen, dass er gegen Mittag im Yellowstone Nationalpark sein möchte. Von Great Fall bis zum Old Faithful Besucherzentrum (Parkplatz der Geysire, die wir uns ansehen wollten) waren es ca. 290 Milen, also 466 km. Die Strecke war wieder einmal beeindruckend schön und so hielten wir kurz nach Great Falls bereits für das erste Foto an. Kurz danach für das zweite. Wir fuhren über die ehemalige Schmugglerroute (Old Route 91) für Whiskey und andere hochprozentige Waren, immer entlang des Missouri River. Die weite Prärie war einer eindrucksvollen zerklüfteten Berglandschaft gewichen. Generell fiel auf, dass sich die Vegetation sehr schnell änderte. Besonders eindrucksvoll fand ich Nevada City, die auch die “Geisterstadt” genannt wird, da hier niemand mehr wohnte, aber sie Original wie eine alte Siedlerstadt aussah.
Teil 1/3 Great Falls - Yellowstone Nationalpark Wir hatten die Nacht gut überstanden, auch wenn Max Angst hatte des Nachts überfallen zu werden. Heute morgen hatte er es sich zur Aufgabe gemacht bestimmte Vorurteile zu überprüfen: 1. Softdrinks sind günstiger als Wasser, 2. Chips gibt es in rauen und super günstigen Mengen 3. Gemüse und Obst sind nicht bezahlbar. Ergebnis: Obst und Gemüse luden Max zum Spontankauf ein (sehr günstig), Chips sind günstig und Wasser hat er nicht gefunden. Dafür kosten 1,5 Liter Sprite 1$. Anschließend fuhren wir in ein Café, welches sich “Miss Kittys” nannte und welches ich wirklich sehr charmant fand. Überall gab es Katzenbilder - Katzen im All, Katzen in einer Gruppe, Katzen schlafend, Katze Zeitung Lesens und Katze wachend. Alles was das Herz begehrt und mitten aus dem Leben einer jeden Katze gegriffen 😅 „You will never get tiered about the cats. They are everywhere!“ (Originalzitat von der Frau im Restaurant) ich musste sehr lachen😄

6 October 2018

Teil 4/4 Wir mussten tanken und stellten voller Begeisterung fest, dass hier ein Liter umgerechnet knapp 66 Cent kostet. Da die Amerikaner unser metrisches System nicht benutzen, tankten wir nicht in Litern, sondern in Gallonen. 1 Gallone sind ca 3,8 Liter. Wir fuhren zu einem Walmart Parkplatz und mir fiel auf, wie unentspannt Max auf einmal war. Er könne die Amerikaner nicht leiden... Nun, dann werde ich mir wohl für die nächsten Tage zur Aufgabe machen dieses Feindbild ein wenig zu entkrampfen 😇😄
Teil 3/4 Wir waren in einem sehr geschichtsträchtigen Bundesstaat. Montana ist der 41. Staat der USA und der drittgrößte. Er ist geringfügig größer als Deutschland, besitzt aber mit seinen rund 1 Mil. Einwohnern nur 1,2% der deutschen Bevölkerung. Montana hat den Spitznamen „Treasure State“ („Staat der Schätze“), da er ein reiches Vorkommen an Bodenschätzen wie Erdöl, Kohle, Kupfer, Silber und Gold hatte. Kein Wunder also, dass die Europäer ein großes Interesse an diesem Land hatten, was zur Vertreibung der Indianer geführt hatte. Ich finde die Geschichte der zahlreichen Indianerstämme unheimlich faszinierend! Leider führt es zu weit, davon in aller Ausführlichkeit zu berichten. Ich fühlte mich zurück versetzt in meine Kindheit, in welcher ich mit meinem Papa und meiner Schwester sämtliche, jemals gedrehten Western angesehen hatte. Und dieses Gefühl sollte auch die nächsten Tage nicht abreißen. ☺️
Teil 2/4 Die Landschaft änderte sich bereits drastisch kurz vor Calgary. Die Berge waren einer beeindruckenden Prärie gewichen. Endlose Felder und gnadenlose Weiten - Die zwei Seiten Albertas. Auch der Schnee war hier fast gänzlich Geschichte. Erst kurz vor Montana wurde es wieder etwas hügeliger und auch der Schnee kam langsam zurück. An der Grenze begrüßte uns eine Grenzbeamtin mit perfektem Deutsch. Wir mussten in die Grenze hinein gehen, da Max noch nicht erfasst war. Wir gingen also hinein und wurden direkt von einem großen Bild mit Präsident Trump begrüßt. Im Hintergrund lief der Sportkanal. Wir waren also in Amerika 🇺🇸🙂 Nachdem Max seine Fingerabdrücke und das Foto hinterlassen hatte, bekam auch er seinen 90 Tage Stempel. Wir fuhren weiter. Ich war total begeistert von dem Land. Alles so weit und so groß. Im Hintergrund sah man das Profil der Rockie Mountains 🏔 Wirklich eine schöne Komposition.
Teil 1/4 - Canmore - Montana Wir hatten beschlossen Canmore trotz traumhaften Wetter zu verlassen. Das Wetter für den Yellowstone Nationalpark sollte sich im Laufe der Woche verschlechtern und so wollten wir wenigstens zwei gute Tage haben. Der Tag begann recht gemütlich. Wir tranken Kaffee in einem Café ☕️ in Canmore, während unsere Wäsche ihre Kreise in der angrenzenden Wäscherei zog. Max brauchte noch ein Esta um in die USA 🇺🇸 einreisen zu können. Meines war von Hawaii noch gültig. Es vergingen 4 Stunden bis wir Abfahrt bereit waren. Das kannte ich nun schon 😆 Das erste Stück durch die Rockies bis zur Grenze fuhr ich, damit Max seine Fotos machen konnte. Max liebt es Fotos aus dem fahrenden Auto heraus zu schießen und ich bin bisher noch nicht so ganz dahinter gestiegen warum er so viele Fotos braucht und ob die Fotos auch wirklich gut aussehen durch eine Autoscheibe... aber er war glücklich und entspannt, also war ich es auch 😉

4 October 2018

4.&5.10. - Canmore Die kommenden zwei Tage in Canmore nutzte ich um ein wenig zu laufen 🏃‍♀️ und zu entspannen. Da ich schon die eine oder andere Attraktion in Canmore und Umgebung besichtigt hatte, fuhr Max allein zum Johnston Canyon. Ich hingegen entspannte beim laufen und anschließend Im Whirlpool im Elevation Center. Das war die Multifunktionshalle, bei der ich während meiner Zeit in Canmore eine Monatsmitgliedschaft hatte. Den zweiten Tag besuchten wir Jason, mit dem ich damals zusammen gelebt hatte und der inzwischen in Banff lebte und arbeitete. Nach einer kleinen Runde durch Banff fuhren wir zum Emerald Lake und zum Kicking Horse Valley, welches beides ca. 1Stunde entfernt lag. Anschließend fuhren wir wieder nach Canmore zurück. Niemand, den ich kenne, arbeitete noch im Grand Rockies Resort. Morgen sollte es weiter gehen. Nächstes Ziel: Montana.

3 October 2018

Teil 3/3 Schließlich kamen wir in Lake Louise, und damit dem Ende der Parkway Icefields an. Es war bereits 16:30 Uhr und die Zahl der Touristen an diesem weltbekannten Fotostop hielt sich zum Glück in Grenzen. Also schnell das obligatorische Foto gemacht und zurück ins Auto. Ich war total kaputt und müde. Soviel Eindrücke mussten erstmal verarbeitet werden. Canmore war wie eine alte Bekannte, die ich gern wieder traf. Die nächsten drei Tage würden wir hier bleiben. Da ab Sonntag wieder Schnee angesagt waren, beschlossen wir Samstag (6.10.) den Weg gen Süd-Osten nach Montana anzutreten.
Teil 2/3 Die Straßen waren alles andere als Autofahrfreundlich ❄️ und so musste ich deutlich langsamer fahren als geplant. 10:45 Uhr kamen wir endlich an. Das Columbia Icefield (Tourstart) stellt eine der grössten Eisansammlungen südlich des Polarkreises dar. Es war ein Gedränge an Touristen und ich verlor ziemlich schnell die Lust an diesem Abenteuer. Zudem wurde die Abfahrt aufgrund der Schneefälle der letzten Tage auf 13 Uhr verschoben. Da noch so einiges an Strecke und Attraktionen vor uns lag, entschieden wir uns die Tour zu cancel. Wir setzten unsere Fahrt auf dem Icefield Parkway fort und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: die Szenerie entlang der majestätischen Berggipfel und den mit Eisschollen bedeckten Flüssen und Seen, z.B. der Peyto Lake und der Bow Lake, konnte eindrücklicher nicht sein.
Teil 1/3 Icefield Parkway Nach einer super kalten Nacht von - 15 Grad 🤧 🧤🧣wachte ich total gerädert auf. Der erste Kaffee ☕️ half ein wenig. Wir hatten heute den Icefield Parkway vor uns. Der Icefield Parkway ist 230 Kilometer lang und ein Teilstück des Highway 93 🌄 Der Parkway gilt als eine der schönsten Fernstraßen der Welt und führt durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains 🏔 zwischen Jasper und Lake Louise. Als Tagesziel legten wir Canmore fest. Das Wetter spielte mit und hielt für uns Sonne satt bereit. Ich hatte bereits vor zwei Tagen eine Tour auf dem Icefield Gletscher gebucht, da dies als eine der Hauptattraktionen auf dem Weg galt und recht schnell ausgebucht war. 10:30 war der Tourstart.

2 October 2018

3/3 Auf dem Weg zurück nach Jasper beschwerte sich Max lautstark, warum man denn hier mitten in der Kurve parken müsse. Der Grund war schnell ausgemacht - 2 Elche standen an der Straße und ließen sich durch die (mittlerweile) 5 Autos und den faszinierten Menschen mit ihren Kameras nicht stören. Selbstbewusst überquerten sie die Straße, um dann noch ein Weilchen auf der Straße entlang zu schreiten. Erst ein heran brausender Bus vertrieb sie ins Dickicht. Max war ganz aufgeregt und auch ich war ziemlich überwältigt. In Jasper angekommen gab es eine Dusche 🚿in der Wäscherei (5$ für 8 Minuten heiß duschen - selten war Geld so gut angelegt) und ein eigens von Max gekochtem Essen (Spagetti mit Tomaten-Avocado-Frischkäse-Soße) 🍽🍝
2/3 3 Stunden später war er dann zurück, während ich die Zeit damit verbrachte ein wenig im Souvenirshop zu bummeln und mich anschließend ins Bett zu legen. Ist schon praktisch wenn man das immer dabei hat. Als Max schließlich zurück war fuhren wir weiter zum Maligne See. Der See ist übrigens der grösste Gletschersee in den Rocky Mountains. Da es bereits 17 Uhr war und die Bootstouren schon geschlossen hatten, waren auch kaum noch Touristen unterwegs. Nach ein paar Drohnenfotos und einer kleinen 2 km Wanderung waren wir wieder zurück am Auto.
Teil 1/3 Keine morgendliche Überraschung - immernoch Schnee. 🧣🧤❄️ Nach einem kurzen Frühstück auf einem Parkplatz beschlossen wir zum Maligne Canyon und zum Maligne See zu fahren. Als wir dort ankamen standen schon zahlreiche Busse auf dem Parkplatz. Überall Touristen. Die Vielzahl der Touristen waren Chinesen, die sich recht rücksichtslos zu den besten Spots drängten Das Eis auf dem Weg zum Canyon bremste sie ein wenig aus. Allerdings war es auch für uns schwierig den Weg zum Canyon zu bewerkstelligen. Der Weg war nämlich eine einzige Schlitterpartie. Nach 1 km gab ich auf. Das Risiko war einfach zu groß hinzufallen und sich zu verletzen. „Maligne“ ist übrigens französisch und wurde von dem belgischen Missionar Pierre-Jean de Smet geprägt. Übersetzt bedeutet es „teuflisch“ da jener damals Probleme beim überqueren des Flusses hatte. Wie passend! Max ging wacker weiter. 🚶🏼‍♂️

1 October 2018

Teil 2/2 Wir verbrachten hier gute 4 Stunden. Ich wusch meine Wäsche, trank während dessen Kaffee ☕️ und sortierte Fotos👩🏼‍💻 So verging die Zeit überraschend schnell. Nach dieser ausgiebigen Waschrunde überredete ich Max zu einem Museumsgang. Es war ein niedliches kleines Museum, welches die Geschichte Jaspers und den umgebenden Nationalpark erzählte. Zum Abschluss gab es ein kleines zusammenfassendes Video und nach 1 Stunde waren wir auch schon wieder raus. Max benötigte noch einmal WLAN, da er noch nicht ganz fertig geworden war mit Bildern sortieren und hochladen. Also beschloss ich eine Runde laufen 🏃‍♀️zu gehen. Da wir beide keine große Lust mehr hatten zu kochen (und weil es schneite wie verrückt) endete der Tag in einer Pizzeria 🍕Noch schnell die Wärmflasche präparieren und dann ab ins Bett! 😴
Teil 1/2 Jasper Als ich heute morgen die Augen aufmachte traute ich meinen Augen kaum - es hatte geschneit! ☃️ Die Nacht war sehr kalt gewesen. Der Schnee erklärte somit so einiges. Zum Glück hatte ich mir gestern noch eine heiße Wärmflasche gemacht, sodass ich die Kälte nicht allzu sehr gespürt hatte. Mit dem Schnee kam jedoch auch ein tristes Wetter. Zum Wandern war die Sicht einfach zu schlecht. Also beschlossen wir den heutigen Tag in der Stadt zu verbringen. Laut Wettervorcast sollte es die nächsten zwei Tage so bleiben. Da wir den Icefield Parkway nach Banff runter fahren wollten und der einfach so richtig spektakulär bei schönem Wetter ist, beschlossen wir die nächsten zwei Tage in Jasper zu überwintern.

30 September 2018

Teil 2/2 - Jasper Anschließend fuhren wir nach Jasper, wo wir schließlich ‪gegen ‬20 Uhr ankamen. Jasper begrüßte uns mit den fantastischen Rockie Mountains 🏔und mit echten Rentieren 🦌 im Vorgarten. Was für eine aufregende Kulisse. Jasper liegt direkt im Jasper Nationalpark und hat seine Bekanntheit durch den damaligen Pelzhandel erlangt. Hier leben ca. 4200 Menschen. Zuziehen darf nur, wer auch in Jasper arbeitet. Max ließ mich am Sportcenter raus, damit ich meine Runde laufen konnte. Er selbst traf sich mit Bekannten aus Deutschland, die gerade auf ihrem Kanada Urlaub waren und ebenfalls gerade in Jasper untergebracht waren. ‪Heute Nacht‬ sollte es wieder sehr kalt werden. ‪Gegen 22 Uhr‬ fielen mir dann die Augen zu.😴
Teil 1/2 - Helmcken Falls - Jasper Wir wachten nach einer extrem kalten Nacht ❄️ ‪gegen 7:30‬ auf. Ich ging schnell duschen. Man musste schließlich die Möglichkeiten voll ausschöpfen die einem der Campingplatz bot. Heute standen die Helmcken Falls auf dem Programm. Danach sollte es noch auf eine kurze Wanderung zu den Moul Falls gehen um dann schließlich nach Jasper aufzubrechen. Bei den Helmcken Falls stellte sich wieder einmal heraus, wie nützlich diese Drohne doch war. Ich konnte perfekte Bilder aus einem perfekten Winkel schießen, ohne Bäume oder Absperrung im Weg zu haben. Danach fuhren wir zu dem Moul Trail, der bei den Moul Wasserfällen endete. Der Wanderweg war mit insgesamt 6 km als moderat zu bezeichnen. Wir fuhren zurück nach Clearwater um ein Mittagessen bei Tim Hortons (Tim Hortons ist vergleichbar mit McDonalds oder Burger King und ist ausschließlich in Kanada bekannt. Gegründet wurde es von einem ehemaligen NHL Spieler) einzunehmen.

29 September 2018

Teil 3/3 Die Straße war ein absoluter Traum und bestach vor allem durch ihre Weite und die angrenzende herbstliche Landschaft. 🍁🍂Kein Wunder,dass der Herbst meine Lieblingsjahreszeit ist 😍 In Clinton gönnten wir uns einen 🍔 in einer urigen Bikerbar, welche an ihren Toilettentüren „Biker“ und „Babes“ stehen hatte. Niedliches Detail. Weiter ging es Richtung Clearwater. Wir legten noch jeweils einen Stopp am Bridge Lake und Lac de Roches ein und waren dann schließlich 19 Uhr auf dem Campground in der Nähe Clearwaters.
Teil 2/3 Ein besonderer Reiz dieser Strecke ist der dramatische Klimawechsel innerhalb geringer Entfernung. Aus dem Grün der mit Niederschlägen reich bedachten Berge geht es hinab in die karge Salbeibuschprärie im Tal des Fraser River. Kurz vor Lillooet passierten wir dann unseren ersten Highlight See – Den Seton Lake. Ein idealer Punkt um die Drohne auszupacken (vielen Dank Thomas, dass ich sie benutzen darf) um fantastische Bilder aus der Luft zu knipsen. Lillooet kam als „Mile 0“ der Cariboo Wagon Road während des „Fraser Goldrush“ (Höhepunkt 1858) und des Cariboo Goldrush (1862 – 66) zur Berühmtheit und war damals eine der größten Städte nördlich von San Francisco. Von Lillooet fuhren wir nach Clinton, das ehemalige „47 Mile House“. Lillooet galt den umliegenden Orten als Entfernungspunkt. Einige Orte haben noch heute ihre alte Bezeichnung, wie das „100 Mile House“ oder das „150 Mile House“.
Teil 1/3 - Whistler – Clearwater Wir wollten heute morgen relativ früh aufstehen um ein paar Kilometer gut zu machen. Da die Strecke sehr viele Fotohighlights bot, machte ein durchhetzen direkt bis Jasper keinen Sinn. Also legten wir als heutiges Zwischenziel die Helmsfalls im Wells Gray Nationalpark fest. Wir standen also 7:15 Uhr auf, Frühstückten in Ruhe direkt auf dem Parkplatz und fuhren dann zur Tankstelle, um uns frisch zu machen. Da wir noch einen“Whistler“-Autosticker brauchten hielten wir spontan nochmals im Zentrum Whistlers an einem Souvenirshop an. Unsere Gemütlichkeit und unsere Zwischenstopps führten dazu, dass wir tatsächlich 2 Stunden später als geplant auf den Highway fuhren (10:30 Uhr). Über den Highway 99 fuhren wir durch die herbstliche und spektakuläre Berglandschaft der Coast Mountain.

28 September 2018

Teil 2/2 Das Wasser war türkis-blau und das Farbenspiel der Bäume vollendete das perfekte Bild kanadischer Natur. Ich freute mich immer mehr auf den Roadtrip, da uns noch viele solcher Ecken begegneten sollten. Als es dämmrig wurde fuhren wir schließlich zurück um frische Lebensmittel zum kochen einzukaufen. Es gab Nudeln mit Pilzen in Frischkäsesoße. Super lecker! Max hatte gekocht. Ich saß ziemlich unproduktiv daneben. Da wir etwas Abseits der Straße parkten, hörten wir immer mal wieder Geräusche aus dem Dickicht. Max hatte panische Angst vor Bären und so mussten sämtliche Lebensmittel direkt im Auto verschlossen werden. Recht hatte er, auch wenn ich mir ein paar freche und belustigende Kommentare nicht verkneifen konnte. Da ich von dem Tag ganz schön geschlaucht war, verschwand ich auch schon halb zehn unter meiner Decke. Morgen lag eine lange Tour vor uns, da unser nächstes Ziel die Helmcken Falls (500km entfernt) sein würden.
Teil 1/2 - Whistler: Cheakamus Lake Die erste Nacht im Auto war geschafft 🙂Zähneputzen fand in einer nahe gelegenen Tankstelle (wie schon den Abend zuvor) statt. Danach hatte ich ein Sport Place rausgesucht, wo ich ein wenig laufen und anschließend duschen konnte. Es würde auf dem Roadtrip schwierig werden mein Trainingspensum aufrecht zu erhalten und so musste ich jede Chance nutzen die sich ergab. Auf dem Parkplatz vor dem Meadow Park Sports Centre bereiteten wir erstmal das Frühstück zu. Auf dem Menü standen frischer Kaffee und Haferflocken mit Banane und Erdnussbutter. Sehr lecker. Max entschied sich kurz duschen zu gehen und dann in der Sonne zu sitzen und zu chillaxen. Ich rannte derweile meine Kilometer runter. Im Anschluss fuhren wir zum Cheakamus Lake Trail. Dies war eine 14 km lange Wanderung welche an einem Fluss entlang führte und schließlich an einem See endete.

27 September 2018

Teil 2/2 Ich holte das Auto aus der Werkstatt, packte alles im Tetrissystem ein und wartete auf Max. Und ich wartete und wartete. 14 Uhr fuhren wir schließlich mit tränenreicher Verabschiedung und Wiedersehensbekundungen vom Hof. Unser Zeitplan sah vor, dass wir 20 Uhr die Fähre von Nanaimo nach Vancouver nehmen und dann bis Whistler fahren. Hier würden wir uns einen Stellplatz für die Nacht suchen. Der Plan ging auf und gegen 0 Uhr waren wir schließlich in Whistler. Whistler ist ein Dorf, welches unter anderem als Austragungsort der olympischen Winterspiele 2010 bekannt geworden war und auch heute noch zahlreiche Touristen anzog. Besonders in der Skisaison trifft man hier sehr viele deutsche und australische Work and Traveller. Die erste Nacht im Auto stand an und ich war sehr gespannt, wie gut wir uns mit dem begrenzten Platz arrangieren würden (Max ist 2 m groß). Kommentar von Max an dieser Stelle: „Ich hatte nur 1/3 Platz! Kannst du gleich mit rein schreiben!“ 😅
Teil 1/2 - Der Roadtrip beginnt! 🚙 Endlich geht er los - Der lang ersehnte Roadtrip. Ich hatte mich überzeugen lassen, dass es sehr vernünftig sei, das Auto vor dem Roadtrip in einer Werkstatt durchchecken zu lassen. Meine Batterie hatte den Geist aufgegeben und Max befürchtete (zurecht) dass es nicht dabei bleiben würde. Da er mich auf dem Roadtrip begleiten würde, hatte er ein gewisses Mitspracherecht. Also ab zur Werkstatt. Diagnose: Nervenzusammenbruch. Das gesamte Bremssystem musste erneuert werden. Kostenpunkt: 1800$. Wir wollten eigentlich bereits am 23.9. starten. Daraus wurde nun nichts. Neue Teile mussten besorgt werden und diese würden nicht vor Dienstag da sein. Und das Auto war nicht vor Donnerstag fertig. Es half nichts. Wir blieben also drei Tage länger. Aber dann waren wir ganz sicher, dass das Auto die geplanten 10.000 km durchhalten würde. Die Tage schlichen nur so voran und als es endlich soweit war, war ich bereits um sechs auf den Beinen. 🤸‍♀️

4 September 2018

4.9. Ich konnte im Flugzeug nicht wirklich entspannt schlafen, also landete ich völlig übernächtigt in Vancouver. Bevor ich mich entspannen konnte musste ich erst einmal über die Kanadische Boarder. Die Dame hinter der Glasscheibe fragte mich wie lange ich in Kanada bleiben wolle. Ich sagte, dass ich bis Mitte November ca. bleiben würde. Weiter fragte sie mich wie lange mein Visum noch gelten würde. “Bis Mitte Oktober” Stille. “Das dürfen sie nicht! “ sie schaute mich erstaunt an. Ich war nicht in Plauderlaune, beruhigte sie aber, dass ich ein Touristenvisum beantragt hatte. Ha! 😄 Stempel und weiter. Ich hatte mir bereits in Tofino ein Ticket für das Wasser-✈️ nach Tofino gebucht. Ich hatte einfach keine Lust den ganzen Tag mit dem 🚌 unterwegs zu sein. Mit dem Skytrain ging es nach Downtown und dann zum Hafen, wo auch schon das ✈️ bereit stand. Ich checkte ein und hatte das Vergnügen die Strecke nach Tofino aus der Luft genießen zu können. Absolut empfehlenswert! 😍

3 September 2018

4/4 Er musterte mich genauer und fragte mich dann ob mir bewusst sei, dass ich ohne Licht gefahren sei. Natürlich nicht, sonst hätte ich es ja angehabt.. ich beschloss nicht frech zu werden, entschuldigte mich abermals und hoffte, dass er es bei einer Verwarnung belassen würde. Er war so freundlich, gab mir den Führerschein zurück und ließ mich weiter fahren. Bei der Autovermietung angekommen gab ich das Auto wortlos und NICHT vollgetankt einfach ab. Flug verpassen oder nachträglich fürs Tanken belastet werden - die Entscheidung fiel nicht schwer. Also ab in den Shuttle zum Flughafen und erstmal durchatmen. Der Check in und das Boarding liefen komplett unproblematisch ab. Sobald ich im Flugzeug saß schlief ich ein. Ich verpasste sogar das Abheben 😴😂 so fertig war ich... ab ging es nach Vancouver. Ankunft: 7 Uhr morgens. Nachtrag: Die Autovermietung hat mich übrigens nie belastet. Glück gehabt 😅
Teil 3/4 Die Zeit wurde langsam knapp und da ich das Auto noch vollgetankt zurück geben musste, wurde ich ein wenig unruhig. Wir fanden einen Imbiss in einem Einkaufszentrum. Schnell essen und dann Nahte auch schon der Abschied. Nach einer kurzen Umarmung ging dann jeder seiner Wege und ich ließ mich durch mein Navi zur nächsten Tankstelle navigieren. Die hatte schon mal zu... die nächste auch... und die nächste. Was war denn los? Ich fuhr völlig panisch durch die Nacht und kurz vor dem Autoverleih ging hinter mir auf einmal die Sirene los. Ach du Schreck! Ein Polizeiauto bat mich rechts ran zu fahren. Ich hielt an und wurde direkt von Flutlicht angestrahlt. Ich erblindete und dann passierte erstmal eine gefühlte Ewigkeit nichts... Mein Herz raste. Für sowas hatte ich keine Zeit. Ein Officer stieg aus und bat mich um meinen Führerschein. Ich entschuldigte mich direkt für alles. Er fragte mich, wo ich hin wolle. Ich antwortete wahrheitsgetreu, dass ich zur Autovermietung wolle.
Teil 2/4 Die Eisenbahnschwellen die auf Koko Head hoch führen sind nicht alle in gleichem Abstand, daher ist es schwer einen Rhythmus beim hoch gehen zu finden. Die Eisenbahntrasse hoch zum Kopfe des Koko Head wurde vor über 60 Jahren gebaut. Sie diente dazu Verpflegung oben auf den Krater zu den Bunkern zu bringen. Es gibt tatsächlich Trailläufer, die den Aufstieg in 10 Minuten schaffen... 🏃‍♀️die Strecke beträgt 700 Meter bei 300 Höhenmetern und einem wirklich schwierigen Abschnitt zwischendrin, bei welchem man über eine alte und baufällige Brücke muss. An uns sind tatsächlich Einheimische vorbei gerannt (in Bade Schlappen), als würden die grade zum Bäcker gehen... Wahnsinn! Aber die Aussicht war tatsächlich fantastisch :) Der Weg zurück gestaltete sich dann schwieriger als gedacht. Endlich unten angekommen machten sich unsere Mägen bemerkbar. Das Abendessen hatten wir uns jetzt verdient 😎
Teil 1/4 Zurück in Honolulu Heute ging mein Flieger auch schon wieder zurück nach Honolulu. Mein Flugzeug nach Vancouver sollte erst heute Abend 22 Uhr abheben, sodass ich noch genug Zeit hatte den vollen Tag in Honolulu zu verbringen. Ich hatte mich mit Elisa verabredet. Elisa hatte ich an meinem letzten Abend in Honolulu kurz vor meinem Abflug Kauai im Hostel kennen gelernt. Da ich noch nicht am Waikiki Beach war, trafen wir uns direkt dort. Nach einem sehr amerikanischen Frühstück mit 4 Riesen Pancakes, Butter und Sahne schlenderten wir ein wenig durch die Innenstadt. Anschließend wollten wir gern eine kleine Wanderung im Umland machen. Elisa hatte den Koko Head Stairs Trail rausgesucht. Laut Elisa sei der Koko Head Trail zwar anstrengend aber man wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Diesen schönen Ausblick hat man allerdings erst, nachdem man die 1.048 Stufen hochgelaufen ist. Die „Stufen“ auf den Koko Head sind alte Eisenbahnschwelle ...

2 September 2018

Heute war es also soweit - Der Tag des Halbmarathon war gekommen. Dieser Lauf hatte seinen ganz besondere Reiz, da er von den Bedingungen her absolut nicht mein Ding war: Zu warm, zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu viele Berge. Ich hatte die Nacht nicht gut geschlafen; zudem hatte ich die Zeit bis zum Start deutlich unterschätzt. Ich raste also innerhalb von 45 Minuten zum Wettkampfort und erreichte die Startlinie um 5:55 morgens. Ich hatte nichts gegessen und war nicht erwärmt. Großartig! Allerdings ging es mir um keine besonders gute Zeit. „Alles für die Medaille“ lautete die Devise. Es war wirklich kein schöner Lauf. Die ersten 12 km ging es nur bergauf. Mein Magen rebellierte und mein Kopf schaltete auf stur. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Aber die Strecke war es wert! Ich nahm jede Wasserstation mit. Ab km 12 hatte ich mich schließlich gefangen und dann lief es auch endlich wieder. Als ich im Ziel einlief freute ich mich über die Männer im Bambusrock welche die🥇überreichten 😅

1 September 2018

Heute gingen wir den Tag sehr ruhig und gelassen an. Wir wollten uns ein paar Wasserfälle ansehen und die Ostküste entlang fahren. Das Frühstück zog sich endlos. Dafür gab es frisches Obst und eine gigantische Avocado 🥑 Ich hing heute etwas durch, da ich die Nacht nicht besonders gut geschlafen hatte. Wir fuhren gegen Mittag los. Es regnet fast ununterbrochen, was meiner Stimmung nicht besonders zu gute kam. Die Ostküste war dennoch sehr schön und auch die zahlreichen Wasserfälle an der Straße hatten ihren Reiz. Leider war die bekannte Nā Pali Coast aufgrund zahlreicher Erdrutsche nicht passierbar, sodass wir nicht um die Insel herum fahren konnten. In Gedanken war ich bereits bei meinem anstehenden Halbmarathon, der am nächsten Tag 6 Uhr morgens statt finden sollte. Also früh ins Bett und hoffentlich besser schlafen als die Nacht zuvor.

31 August 2018

Teil 4/4 Wir fuhren weiter Richtung Westen. Unser nächstes Ziel war der Weimea Canyon, welcher auch der “Grand Canyon des Pazifiks” genannt wird. Ich war gespannt, ob er diesen Namen auch verdienen würde. Ich wurde nicht enttäuscht! Nach einem kurzen Straßenabschnitt lag der Canyon in seiner vollen Pracht vor uns. Der Canyon ist 16 km lang und bis zu 900 Meter tief. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, warum dieser für Dreharbeiten der Jurassic Park Reihe ausgesucht wurde. Alles wirkte so urig, so unberührt. Da es immer wieder regnete wurden wir umso häufiger von traumhaften Regenbögen belohnt. 🌈🌧☀️ Im Anschluss fuhren wir zu unserem Hostel, welches direkt am Meer gelegen war. Nach einem kurzen und schmerzlosen Eincheckprozess ging ich auch direkt schlafen. So viele Eindrücke mussten erstmal verarbeitet werden😊
Teil 3/4 Das Wetter änderte sich recht schnell und so fanden wir uns in einem Regenguss wieder. Die Insel machte ihrem Ruf also schon jetzt alle Ehre 🌦🌺 Grund genug im direkt für die Marathonmesse aufzubrechen. Diese fand in einem 5 Sterne Hotel mit eigenem kleinen botanischen Garten + Papagei statt. Sehr schön! Die Messe war relativ unspektakulär. Ich stellte mich direkt an der falschen Schlange an. Als ich begriff, dass ich anstatt des Halbmarathon an der Marathonschlange stand, fingen die Damen an der Ausgabe auch direkt an mich für den Marathon abwerben zu wollen. Ich winkte ab und sagte, dass ich im November schon einen laufen würde und das absolut ausreichend sei. Das erweckte die Neugierde einer der Damen die mich fragte, ob ich New York laufen würde. Ich bestätigte die Frage und wurde direkt eingeladen sie am Stand auf der New York Messe zu besuchen. Wir tauschten Namen und Nummern 😊 Im Anschluss ging ich zur richtigen Schlange und holte meine Startunterlagen. Verrückt 😅
Teil 2/4 Das Wetter war erstaunlich gut und so freute ich mich um so mehr, dass durch den sehr frühen Flug der ganze Tag noch vor mir lag. Ich hatte die Wartezeit genutzt und einen guten Ort zum Frühstücken rausgesucht. Als weitere Programmpunkte des heutigen Tages standen: Marathonmesse und Abholung der Startunterlagen, erste Inselerkundung und schließlich Hostel. Nachdem wir unser Frühstück to go geordert hatten, fanden wir uns relativ schnell auf einem super schönen Aussichtspunkt direkt am Meer wieder. Hier lies es sich aushalten. Die Marathonmesse war nicht weit entfernt und so konnten wir in aller Ruhe unser Frühstück genießen. Für mich gab es eine Smoothiebowl mit super leckeren hawaiianischen Früchten.
Teil 1/4 Kauai - die „Garteninsel“ Um 4:30 klingelte der Wecker. Es war Zeit O‘Ahu zu verlassen und nach Kauai zu fliegen. Da lag mein eigentliches Ziel der Reise - Der Halbmarathon. 6:40 ging mein Flieger nach Lihue, der Inselhauptstadt. Kauai ist die älteste Insel des Archipels. Sie entstand vor mehr als sechs Millionen Jahren durch einen einzigen Vulkan – den Schildvulkan Waialeale – der damals den Ursprung der lnselkette schuf. Riccardo konnte mich begleiten, da Montag ein Feiertag war und die Uni geschlossen war. Ihr Flieger ging eine Stunde später. Nachdem wir den Mietwagen unproblematisch abgegeben haben ging es zum ebenso unproblematischen Check in und dann hinein ins Flugzeug. Ich war gespannt ob das Wetter für uns mitspielen würde, schließlich gilt Kauai mit durchschnittlich 12.000 mm Niederschlag (mit einem Rekord von 17.300 mm im Jahr 1982) als eines der regenreichsten Gebiete der Erde. Auf der Insel hatte ich ebenfalls ein Mietwagen gebucht. Es konnte also losgehen 😎

30 August 2018

Teil 4/4 - Update über Frederic Ich hatte kein gutes Gefühl gehabt Frederic allein an der Fähre zurück zu lassen, also schrieb ich ihm. Er antwortet mir, dass er von der Fähre verbannt wurde und 24 Stunden für die Fährüberfahrt gesperrt war. Drei Nächte ohne Schlaf und unser Gespräch im Auto hätten ihn zum Nachdenken bewegt. Er hatte seine Eltern angerufen, sich Geld geliehen und saß nun am Flughafen auf dem Weg nach Hause. Ich war so erleichtert und der stolz auf ihn. Er wollte sein Leben überdenken und nach sehr langer Zeit nach Hause zurückkehren. Ich schrieb ihm eine Woche später nochmals und er erzählte mir, dass er seit dem wir uns das letzte Mal gesehen hatten keine Drogen mehr genommen habe und seit 7 Jahren das erste Mal Drogen frei sei. Es liegt ein langer Weg vor ihm, aber ich bin mir sicher, das er es mit der Unterstützung seiner Eltern und Freunden schaffen kann. Wenn ich in Montreal bin werde ich ganz sicher „hallo“ sagen. Ich halte euch auf dem laufenden. ☺️
Teil 3/4 Nach unserem Trail fuhren wir weiter. Unser nächster Stop war an einer sehr amerikanischen Einkaufsstrecke. Überall waren die amerikanischen Flaggen gehisst und ein Touristand reihte sich an den anderen. An einer Stelle fanden wir einen Foodtruck, der Malasadas verkaufte. Malasadas sind eine portugiesische Spezialität. Generationen von Einwanderern aus der ganzen Welt haben ihre Esskultur mit nach Hawaii gebracht, sodass die Inseln heute ein kultureller und aromatischer Schmelztiegel sind. Neben dem sehr starken asiatischen Einfluss, gibt es ebenfalls einen portugiesischen Einfluss. Und eine solche Überlieferung sind die so genannten Malasadas. Sie erinnern sehr stark an unsere „Berliner“. Sie sind ebenfalls gefüllt und mit Zucker ummantelt. In jeden Fall sehr lecker. Dazu gab es eine Limonade 🥤
Teil 2/4 Crouching lion Trail Weiter ging unsere Fahrt rund um die Insel. Fun Fakt: hier wurden alle Jurassic Park Teil gedreht. Natürlich wird dies auch touristisch ausgeschlachtet. Wenn man also möchte, kann man im Jeep eine Tour durch die Drehorte machen. Wir haben uns das Geld gespart und sind lieber einen Berg rauf gestiegen - die Crouching Lion Trail. 2000 feet wollen auf 2 Meilen überwunden werden. Einmal oben angekommen hat man eine unglaubliche Sicht.
Teil 1/4 O‘hau Nach einem kleinen Frühstück wollten Caro und Ich die Insel erkunden. Der erste Stop war Ho’omaluhia Botanical Garden. Was für ein Grün! Hier lernten wir Dom, was die Kurzform für Domenik war, kennen. Er ist ein waschechter Hawaiianer und arbeitet im Botanischen Garten. Er war sehr nett und hilfreich. Er empfahl uns sogar ein paar wirklich schöne Wanderungen. Dialoge mit den Lokals sind mir auf meiner Reise, ob nun Kanada oder Hawaii, besonders wichtig. Für mich sind diese Gespräch das Herzstück meiner Reise.

29 August 2018

Teil 4/4 Auf dem Boden angekommen, war ich euphorisiert durch das freigesetzte Adrenalin. Nach ca einer Stunde merkte ich auf einmal einen stechenden Schmerz im Nacken und Rücken. Das waren dann wohl die Nebenwirkungen des Sprunges. Wert war es das alles trotzdem gewesen. Wieder zurück in Honolulu erkundete ich ein wenig die Stadt. Ich habe selten eine so saubere Stadt gesehen. So gut wie kein Müll und keine Graffitis. Auf dem Farmers Market kaufte ich frische Früchte ein um sie später mit den Hostelgästen zu verputzen. Ich hatte bei meiner Ankunft Ricarda kennen gelernt. Sie studiert in Deutschland Psychologie und hat die Möglichkeit bekommen an der Universität Honolulu eine Forschungsarbeit zu betreuen. Sie hatte sich kurzfristig dazu entschlossen übermorgen mit mir nach Kauai zu fliegen, wo dann schließlich der Halbmarathon statt finden sollte. Als ich wieder zurück war, war noch ein weiteres deutsches Mädel angereist, Caro. Mit ihr würde ich den nächsten Tag die Insel erkunden.
Teil 3/4 Insgesamt waren auf meinem Sprung noch 3 weitere im Flugzeug + Tandempartner. Ich durfte ganz vorn auf der Bank Platz nehmen. Um es mir so angenehm wie möglich zu machen, blieb die ganze Zeit die Tür des Flugzeuges, aus dem ich demnächst springen sollte, offen. Ich wollte mich laut stark beschweren, aber die Motorengeräusche des Flugzeuges verschluckten meinen Ärger. Also ergab ich mich der Situation und meiner fantastischen Idee und beruhigte mich damit, dass mein erfahrener Tandempartner sicher auch gesund und munter auf dem Boden ankommen wollte. Als wir schließlich 14.000 Fuß erreicht hatten, koppelte sich mein Tandempartner an mein Geschirr und schwang meine Beine aus dem Flugzeug. 3 Sekunden später flogen wir auch schon durch die Luft. Was soll ich sagen - es war tatsächlich ein wahnsinniges Erlebnis! Ich konnte gar nicht glauben, dass ich tatsächlich flog. Als der Fallschirm aufging schwebten wir langsam gen Boden. Ich konnte fast die ganze Insel überblicken.
Teil 2/4 Im Anschluss durfte man sich im Außenbereich aufhalten und darauf warten, dass man aufgerufen wurde. Da waren schon sehr viele sehr attraktive Tandemspringer dabei. Dafür hatte es sich also schon mal gelohnt. Dachte ich zumindest. Mein Name wurde von einem älteren Springer aufgerufen. Großartig... ich tröstete mich damit, dass der sicher sehr erfahren war und nicht so übermütig wie seine attraktiven und jungen Kollegen 😩. Es gab ein paar Hinweise, dann durfte ich in das Geschirr steigen und dann ging’s auch schon zum Flieger. Da ich das Fotopaket gebucht hatte (nochmal mach ich das nämlich nicht!) war ich die erste die springen musste. Ich versuchte mich zu beruhigen, konnte aber einfach nicht fassen wie ich auf so eine dumme Idee kommen konnte. Da war ich auf dem West Coast Trail ein paar Leitern hoch und runter geklettert, war im Canyon Zipline gefahren und war jetzt der Meinung aus dem Flugzeug springen zu müssen... Ganz tolle Idee! 👌🏻
Teil 1/4 Skydiving oder „warum?“ Ich hatte zwei Wochen zuvor einen besonders mutigen Moment und habe mich für skydiving angemeldet. Hawaii sei einer der günstigsten und schönsten Orte um einmal im Leben Skydiving zu erleben. Heute war also der Tag gekommen, meinen Mut in die Luft zu bekommen. Meine gebuchte Zeit war um 14 Uhr, also noch genügend Zeit mir die Insel anzusehen. Es macht absolut Sinn einen Mietwagen zu buchen, da man ohne auf den sehr spärlichen Busverkehr angewiesen ist. Ich konnte mich nicht auf die Insel konzentrieren, also fuhr ich direkt zu dem Skydiving Veranstalter. Zu meiner Überraschung war es kein Problem auch schon eher zu springen. Nun gut, ein Problem blieb dies weiterhin für mich, aber kneifen ging jetzt nicht mehr. Außerdem hatte ich es bereits zu vielen Personen erzählt. Ich musste mir 2 Videos ansehen, die noch einmal verdeutlichen sollten wie gefährlich das alles ist und dass ich niemals nie und unter keinen Umständen den Veranstalter verklagen dürfe.

28 August 2018

Teil 4/4 Das sei wohl der Grund, warum ich so fit aussehe. Er finde zwar nicht, dass es ein guter Grund sei nach Hawaii zu reisen aber „Congratulations, you are allowed to enter the U.S.“ Na dann... Bleiben darf ich nun 90 Tage. Die Deutschen haben übrigens den wertvollsten Reisepass der Welt. Auch die Einreise in die USA ist dank des VISA Waiver Programms kein Problem. Alles was ihr benötigt ist ein Esta, was sehr unproblematisch online beantragt wird und 14 $ kostet. Im Flugzeug saß ich neben einer Deutschen (Anja) mit der ich mich den ganzen Flug über unterhalten konnte. So vergingen die 6 Stunden wie im Flug (haha). Als ich aus dem Flugzeug stieg wurde ich erstmal von einer unfassbaren warmen und erdrückenden Luft empfangen. Herzlich willkommen auf Hawaii 🌺 Poooh... Nachdem ich das Mietfahrzeug abgeholt hatte und endlich im Hostel angekommen war, sank ich müde und erschöpft in mein Kissen.
Teil 3/4 Ich fragte Frederic ob ich ihm Geld für die Fähre geben solle. Er verneinte es. Er wolle versuchen so auf die Fähre zu kommen. Wir verabschiedeten uns und ich hatte kein gutes Gefühl ihn zurück zu lassen. Die Fährüberfahrt verlief ohne größere Vorkommnisse und auch der Weg zum Flughafen war trotz Vancouver- Verkehr kein Problem. Mein Flug ging 17:40 und ich würde ca. 21 Uhr in Honolulu landen. Die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Hawaii beträgt 12 Stunden. Zwischen Kanada und Hawaii lagen 3 Stunden. 16 Uhr war es Zeit Cath good bye zu sagen. Wir versprachen uns spätestens in Europa wieder zu sehen. Will see... Nach der allgemeinen Sicherheitskontrolle ging es zur Amerikanischen „Border Protection“. Kurz einen Fragebogen ausfüllen, Foto machen und dann zum nächsten Grenzbeamten. Er fragte mich, ob ich alleine reise. Warum ich alleine reise und den Grund meiner Reise. Ich erzählte ihm wahrheitsgerecht, dass ich einen Halbmarathon auf Kauai laufen werde.
Teil 2/4 Er redete die ganze Zeit und nach einer Weile stellte Cath ziemlich nüchtern fest, dass Frederic Drogen genommen habe. Ich war geschockt. Ich habe mich noch immer nicht daran gewöhnt, dass Drogen in Kanada „keine große Sache sind“. Für mich ist es nach wie vor ein Thema, was mich zu gleichen Teilen fasziniert und abschreckt. Ich fragte Frederic ob er Drogen genommen habe und er bestätigte sofort Caths Verdacht. Er habe Kokain und MDMA genommen. Was dann folgte war eine Unterhaltung über Drogen. Cath und Frederic waren beide sehr Drogenerfahren, wobei Cath vor 10 Jahren damit aufgehört hat. Es war ein sehr interessantes Gespräch und ich versuchte heraus zu finden, was Frederic so anzog. Wir unterhielten uns über seine Kindheit, seine gegenwärtige Situation und seine Zukunftsvorstellungen. Ehe wir uns versahen waren wir in Nanaimo an der Fähre.
Aloa! Teil 1/4 Über 800 Waldbrände in British Columbia und Alberta; Wasserknappheit in Tofino - Zeit für mich für eine Woche Kanada zu verlassen und in meinen wohl verdienten Urlaub zu starten: Aloa Hawaii 🌺 Cath hatte ihren letzten Arbeitstag ebenfalls am 27.8. sodass wir gemeinsam nach Vancouver aufbrechen konnten. Wir wollten sehr früh los fahren, da wir einen langen Weg einschließlich Fährüberquerung vor uns hatten. Wir hatten Frederic (ebenfalls Housekeeper) versprochen ihn mit nach Nanaimo zu nehmen. Cath und Fredi waren über die letzten Wochen gute Freunde und noch bessere Kollegen geworden. Um sechs Uhr morgens war von Frederic allerdings weit und breit nichts zu sehen. Wir waren kurz davor aufzubrechen, als uns Frederic anrief. Wo wir seien und dass wir ihn nicht zurück lassen könnten. Er klang betrunken und ich überzeugte Cath, dass wir ihn trotzdem nicht zurück lassen können. Sie stimmte zu und wir fuhren zurück um ihn einzusammeln.

8 August 2018

8.8.2018 - Stand up Paddling Wir waren wieder zurück in “unserem” Canyon. Diesmal zum Stand up Paddling. Caroline hatte keine Lust mitzukommen. Dafür war Krissi (auch aus Deutschland) mit an Board. Ich hatte Krissi über Cath kennen gelernt und wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Sie ist Ärztin, kann sich allerdings nicht dazu durchringen tatsächlich zu praktizieren. Zurück zum Canyon: Es war einfach traumhaft schön. Die Jungs vom Ziplining haben uns direkt wieder erkannt und ganz herzlich empfangen. Wir haben sogar einen Discount erhalten, obgleich wir nicht darum gebeten haben ☺️ Wir durften die Boards so lange wir wollten behalten. Das Wasser war glasklar und eisig kalt. Durch unsere Taucherbrillen bot sich uns eine einzigartige Unterwasserwelt. Es war ein fantastischer Tag. Als wir uns vom Team verabschiedeten versicherten sie uns, dass wir jederzeit wieder vorbei kommen dürfen. Was für unglaublich tolle Menschen und was für ein magischer Ort ❤️

25 July 2018

Teil 2/2 Nachdem wir unsere Ausrüstung angelegt hatten stieg die Aufregung merklich an. Zuerst fuhr der erste Guide auf die andere Seite um uns dort in Empfang zu nehmen. Der andere sorgte dafür, dass wir gut von der Plattform los kamen und ausreichend gesichert waren. Das erste Mal kostete eine Menge Überwindung. Aber wenn man einmal gesprungen ist dann war es ein unglaubliches Gefühl. Du schwebst einfach über den Canyon. Insgesamt besteht der curse aus 6 verschieden langen und unterschiedlich schnellen Ziplines. Bei der letzten Überquerung habe ich mich sogar überwunden und bin über Kopf die Zipline entlang geglitten. So stolz :) Glücklich und geschafft ging es wieder zurück nach Tofino. Was für ein toller Tag mit den Mädels.
Teil 1/2: 25.07.2018 - Zipline im Kennedy River Canyon Heute galt es meine Höhenangst, welche sich mittlerweile in „Respekt vor Höhe“ gewandelt hat, völlig zu besiegen. Ca. 1,5 Stunden von Tofino entfernt gibt es einen Veranstalter, der Zipline durch den Canyon anbietet. Wir (Caroline, Cathrin und ich) riefen morgens an - leider sei bereits alles ausgebucht. Wir beschlossen dennoch zu fahren. Im „schlimmsten“ Fall verbringen wir den Tag am Kennedy Lake. Als wir ankamen gab es wie selbstverständlich noch Platz für drei begeisterte Mädels. Und nicht nur das - wir bleiben auch zu dritt + 2 Guides. Was wollten wir mehr. Bevor es los gehen konnte mussten wir noch 1 Stunde warten. Ein Mitarbeiter der Campany war ein Native und unterhielt uns mit einer Trommel und seiner Stimme. Er sang ganz tolle alte Lieder. Was für ein schöner Start :) Um 4 ging es dann los.

1 July 2018

Happy Canada Day 🇨🇦 🎉😄

13 June 2018

1306.2018 - Endspurt Da war er nun also: Der letzte Tag und damit unsere letzten 12 km. Die 4er Gruppe war bereits 30 Minuten vor uns aufgebrochen. Sie spekulierten auf eine heiße Dusche am Ende des Trails. Annika und ich hatten bereits im Vorfeld beschlossen, wieder in das Aquatic Centre zu fahren um dort zu duschen. Ich hatte gar keine sauberen Sachen mehr im Rucksack und so machte es für mich keinen Sinn vorher zu duschen. Die 12 Km verflogen nur so. Glücklich und stolz über unsere Leitung kamen wir 11:30 schließlich am Ziel an. Was für eine tolle Erfahrung! Was das beste für mich auf diesem Trail war? Die Menschen, die ich getroffen habe. Wir haben so viel gelacht. Alles wurde mit jedem geteilt. Jeder hat jeden unterstützt. Wir hatten alle das gleiche Ziel. Und auch wenn jede Gruppe für sich den Weg gewandert ist, waren wir Abends doch wieder alle beisammen am Feuer. Einfach ein unvergessliches Abenteuer! Und das Beste zum Schluss: Ich habe selten so gut geduscht wie heute 😅

12 June 2018

Teil 3/3: 12.06.2018 Wir sprachen viel über die letzten Tage. Was wir anderes machen würden. Annika und ich gaben zu, dass wir definitiv mehr Essen eingepackt hätten. Da die anderen alle viel zu viel Essen mitgenommen hatten, hatten wir allerdings die ganze Zeit gar keine Probleme mit unserer Essensversorgung. Es war uns teilweise schon richtig unangenehm, wie viele uns essen anboten... Der Tag neigte sich dem Ende zu und so langsam freute ich mich auf die Dusche am nächsten Tag... 20:30 hielt es dann schließlich niemanden mehr am Feuer. Ich kuschelte mich in meinen Schafsack und schlief erstaunlich schnell ein.
Teil 2/3: 12.06.2018 Die Aussichtspunkte waren heute großartig. Wir liefen die ganze zeit oberhalb der Klippen entlang. Insgesamt wanderten wir an diesem Tag 13 km. Gegen 15:00 kamen wir bereits an unserem letzten Campground („Michigan“) an. Für den nächsten Tag hatten wir uns noch 12 km übrig gelassen. Dies sollten die leichtesten 12 km der gesamte Strecke werde. Da wir vom Trailhead, also vom Ende des Trails, einen Shuttle zurück zum Auto nehmen mussten, machte es keinen Sinn diese 12 km noch am selben Tag zu laufen. Der Shuttle fuhr immer 1:45 ab und da es dort nur einen Campingplatz gegen Gebühr gab, gab es für uns keinen Grund weiter zu laufen. An diesem Abend regnete es wieder und alle schauten auf die Uhr, wann es endlich Bettzeit war. Wir hatten uns wieder zu acht am Lagerfeuer zusammen gefunden.
Teil 1/3: 12.06.2018 - Entspannte 13 km Heute war ein richtig entspannter Tag. Die Strecke war vom Schwierigkeitsgrad überschaubar. Das Wetter war zwar nicht mehr ganz so schön, aber zumindest regnete es nicht. Wie jeden Morgen gab es Haferflocken zum Frühstück. Annika war so gar kein Morgenmensch und wurde von Marty mit „Good morning grumpy“ (Guten morgen Grummel) begrüßt. Schon ganz schön gemein... aber da er mich „Sunshine“ nannte, war zumindest meine Welt in Ordnung :D Ich hatte den Abend vorher eine Schlange im Sand entdeckt und hatte dementsprechend sehr unruhig geschlafen. Jeff hatte am Abend vorher noch seine Witze gemacht, dass ich sicher eine im Schafsack haben würde. Annika musste zuerst ins Zelt und alles genau inspizieren. Keine Schlange weit und breit zu sehen. Der heutige Wandertag begann direkt mit einer Cable Car Überquerung, was mir sogar tatsächlich ziemlich großen Spaß machte :) Hauptsache nicht wieder durch einen Fluss.

11 June 2018

Teil 2/2: 11.06.2018 Landschaftlich wurde uns einfach alles geboten. Genau deshalb wandere ich diesen Trail. Hier gibt es ausschließlich unberührte Natur. Wenn du den Trail nicht wanderst gibt es keine Möglichkeit für Tagestouristen die Strände zu bevölkern. Einfach herrlich! Gegen 18:00 kamen wir schließlich an Campground „Tsusiat Falls“ an. Ein wirklich ganz fantastischer Platz direkt neben einem großen Wasserfall und natürlich, direkt am Meer. Selbstverständlich sollte auch an diesem Abend das Lagerfeuer nicht fehlen. Um 22:30 schlüpfte ich dann erschöpft, aber sehr zufrieden in meinen Schafsack.
Teil 1/2: 11.06.2018 Längste Strecke der Wanderung Heute hatten wir 17 km und viele Strandkilometer vor uns. Dementsprechend früh brachen wir auf. Wir brachen noch vor der 4er Gruppe auf. Das Wetter war richtig herrlich, sodass die Regenjacke von Anfang an im Rucksack bleiben konnte. Auf unserem Weg mussten wir eine Fähre nehmen. Am Fährstand gab es eine große Ofenkartoffel für Annika und mich. Sehr lecker. Die Atmosphäre hier war allerdings lange nicht so herzlich wie bei chez monique. Ach hier verbrachten wir gute 1,5 Stunden, bevor sich die Männer endlich erweichen ließen weiter zu wandern 😒

10 June 2018

Teil 3/3: 10.06.2018 Tatsächlich kam ich gut voran. Für irgendwas musste mein tägliches Lauftraining ja gut sein. Das Wetter hatte sich auch verbessert. Glücklicherweise waren wir bereits 16:30 auf dem Campground und so konnten wir noch wunderbar am Strand sonnenbaden. Natürlich gab es wieder ein gemeinsames Lagerfeuer und herrlich viel zum lachen. So konnte die Zeit weiter gehen.
Teil 2/3: 10.06.2018 Die meiste Zeit ging es am Strand entlang, was die Wanderung nochmals erschwerte. Auf der heutigen Strecke sollte es ein Highlight geben: chez monique. Dies war ein Burgerstand direkt am Strand mitten im Nirgendwo. Anfang des Jahres war Monique, die Besitzerin des Standes gestorben. Ihre Tochter führte nun das Familienunternehmen fort. Vor zwei Tagen war nun auch der Vater verstorben. Er war mit seinem Boot gekentert, als er Lebensmittel zum Stand bringen wollte. Das Tragische war: Sein 13 Jähriger Sohn hatte ihn zuerst gefunden. Wir kamen gegen 13 Uhr am Burgerstand an und wurden super herzlich begrüßt. Der Burger war fantastisch und die verbliebene Familie, die den Laden betrieb war unglaublich gastfreundlich. Da sich kurz vorher ein Sturm zusammen gebraut hatte, blieben wir länger als geplant. Marty und ich spielten mit der 5 Jährigen Tochter der Besitzerin. Marty hatte aus Pappe einen Papierflieger gebaut. Wie schnell man Kinder doch glücklich machen konnte :)
Teil 1/3: 10.06.2018 Und wieder Regenjacke Der nächste Tag begann erneut mit Regen. Annikas Laune war komplett im Keller.Ich versuchte weiter positiv zu bleiben. Wir konnten die Situation doch sowieso nicht ändern... Jeff und Marty waren genau wie wir bereits um 6:30 wach. Nach dem schnellen Frühstück stand heute morgen gleich als erstes eine Flussüberquerung an. Wir mussten relativ früh los, da sonst das Wasser zu hoch stehen würde und wir über den Fluss nicht mehr rüber kommen würden (Wir hatten für jeden Tag eine Gezeitentabelle dabei und Hinweise, wie hoch das Wasser wo sein durfte bevor es nicht mehr passierbar war). Ich hatte keine Ersatzschuhe dabei und so musste ich auf Socken durch den Fluss. Jeff half mir und stütze mich gegen den Strom ab. Das Wasser stand Oberschenkeltief. Nach 10 Minuten hatte ich es geschafft. Ich wechselte die Strümpfe und zog meine Wanderschuhe wieder an. Heute sollten es 11 Km werden.

9 June 2018

Teil 3/3: 09.06.2018 Da sich der Regen am Nachmittag komplett verzogen hatte und wir strahlend blauen Himmel hatten, war der Campground („Walbran“)am Strand ein absolutes Highlight für mich. Wir waren am Abend vor dem Lagerfeuer mittlerweile eine Gruppe von 15 Leuten, die alle unheimlich lustig und gesellig waren. Jeder bot uns was zu essen an, was uns Anfangs wirklich unangenehm war. In der Achtung der 4er Gruppe (Josh&Kayla und Miranda&Sean) vom ersten Tag waren wir nach den ersten 2 harten Tagen merklich gestiegen. Sie gaben auch ehrlich zu, dass sie uns nicht zugetraut hätten, dass wir am zweiten Tag bereits so weit sein würden.
Teil 2/3: 09.06.2018 Vor der schlimmsten Leiter des gesamten Trails trafen wir sie dann erneut wieder. Ich haderte noch ein wenig mit mir, da die Leiter leicht gekippt über einem steilen Abhang hing und die Kanadier offensichtlich nicht viel wert auf Sicherheitsnetze legten. Die beiden saßen da und aßen M&Ms. Sie boten uns welche an und natürlich sagte ich nicht nein. Das war der Beginn einer 4er Gemeinschaft über den gesamten Trail. Sie passten auf, dass wir die Leitern auch tatsächlich schafften und als wir 17:00 endlich im Campground ankamen machten sie für uns ein Lagerfeuer an. Die beiden heißen Jeff und Marty und sind Brüder.
Teil 1/3: 09.06.2018 - Immer Positiv bleiben Mir ging es erstaunlich gut. Ganz im Gegensatz zu Annika, die höllischen Muskelkater in den Oberschenkeln und dem Po hatte. Heute wollten wir bis zum Campground „Walbran“ wandern. Wir hatten uns bei den anderen Wanderern die den Trail von der anderen Richtung aus begangen hatten bereits informiert, was ein realistisches Ziel für diesen Tag sei. Auch wenn sich 9 km nicht besonders weit anhörten, sollten wir tatsächlich erneut 8 Stunden dafür brauchen. Nach einem gelungenen Haferflockenfrühstück packten wir unser nasses Zelt ein, schulterten den Rucksack und gingen mit gemischten Gefühlen einem neuen Wandertag entgegen. Es hatte noch immer nicht aufgehört zu regnen und der Weg war bereits jetzt unheimlich schlammig. Es sollte tatsächlich ein ziemlich beschwerliches Unterfangen werden. Auf den ersten 2 Kilometern trafen wir immer wieder auf zwei Männer, welche erst wir überholten, dann von ihnen überholt wurden.

8 June 2018

Teil 2/2: 08.06.2018 ... Durchqueren von Flüssen. Meinen ersten „historisch witzigen Moment“ hatte ich, als ich seitlich von einem Baumstamm fiel. Direkt 1,5 Meter in einen Busch. Da lag ich nun wie ein Käfer auf dem Rücken und konnte einfach nicht aufhören zu lachen. Der erste Tag schlug mit 13 km und 8,5 Stunden reiner Wanderzeit zu Buche. Wir kamen klatsch nass am ersten Campground („Camper Bay“) um 17:30 an. Schnell das Zelt aufbauen und Essen kochen. Offensichtlich hatten wir zu vorsichtig gepackt. Die vermeintlichen 2 Portionen entpuppten sich als 1 Portion... Die Laune war auf dem Tiefpunkt. Andere Wanderer hatten bereits ein Lagerfeuer errichtet. Wir setzten uns 20 Minuten ans Feuer; da der Regen aber nicht aufhören wollte, legten wir uns 20:20 bereits schlafen. 🤕😪😴
Teil 1/2: 08.06.2018 - Los geht’s Als wir am nächsten Morgen in meinem Auto wach wurden regnete es noch immer wie aus Gießkannen. Großartig! Wir parkten unsere Auto direkt neben der Fähre für 30$ und wurden auf den 10 Metern die zwischen Parkplatz und Fähranlegen lagen direkt komplett nass. Super Aussichten. Zu den 4 Teilnehmern vom Vortag hatten sich noch 2 weitere Wanderbegeisterte gesellt. Nun waren wir also 8. Der Fährmann brachte uns auf die andere Seite des Kanals und setzte uns direkt vor einer steilen und hohen Leiter ab. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie begeistert ich war. Aber kneifen ging jetzt nicht mehr. Als ich die Leiter samt Rucksack (13 kg) gemeistert hatte, war ich bereits das erste Mal so richtig stolz auf mich. Im Regen ging es weiter. Der härteste Part des Trails lag auf den ersten 22 km. Und daran waren nicht nur die Wurzeln, die Höhenmeter, der Schlamm oder die Leitern schuld, sondern auch das Balancieren über Baumstämme, Cable cars, Hängebrücken und das ...

7 June 2018

Teil 2/2: 07.06.2018 Angekommen in Port Renfrew regnete es in Strömen. Um auf den Trail zu dürfen muss vorher eine Stunde Orientation absolviert werden. Dies fand jeden Tag um 10 und um 14 Uhr statt. Da wir den nächsten Tag direkt morgens los wollten, hatten wir uns für den 14 Uhr Kurs entschieden. Mit uns waren noch 4 andere an Board. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass man uns nicht ganz so richtig ernst nahm. Nach einer Stunde war die Orientation vorbei. Wir lernte wie wir uns Bären und Wölfen gegenüber verhalten sollten (schließlich befanden wir uns in der Wildnis); wie wir uns bei Tsunamiwarnungen verhalten sollten; was wir tun müssen, wenn sich einer verletzt und schließlich, wie man die Gezeitentabelle richtig liest. In der Theorie waren wir nun bestens vorbereitet für den Trail. In der Praxis sollte das ganz anders aussehen.. Die Aufregung wuchs – Morgen sollte es los gehen. 🤩😎
Teil 1/2: 07.06.2018 Orientation Als wir am nächsten Tag aufwachten, sah das Wetter ganz nach Regen aus. Ich bestand darauf in Nanaimo noch in ein Schwimmbad zu fahren um zu duschen. Schließlich würden wir eine Woche lang auf diese verzichten müssen. Annika willigte ein und so erhielten wir für 3,50$ eine Dusche im Aquatic Centre Nanaimo. Von dort fuhren wir nochmals 2 Stunden. Wir nutzten eine kurze Regenpause um unterwegs einen kurzen Snack Stopp zu machen. Außerdem mussten unsere Frühstückshaferflocken für jeden Tag portioniert in Zippbeutelchen verpackt werden. Wir achteten beim packen der Lebensmittel peinlichst genau darauf, dass wir ja nicht zu viel mitnahmen. Außerdem hatten wir noch spezielles Backpackertütenessen besorgt. Auf den Tüten stand „2 Portionen“, was wir für realistisch hielten. Also einen Beutel pro Tag für beide (was für ein Fehler...).

6 June 2018

06.06.2018 – Ein Wiedersehen mit Annika Annika kam am 6.6. 14:45 in Nanaimo an. Sie hatte die Fähre von Vancouver aus genommen und ich hatte mich angeboten sie abzuholen. Da ich inzwischen ein Auto habe in dem man super bequem zu zweit schlafen kann, konnten wir uns auch ohne große Umstände schon zwei Tage vor Trailbeginn treffen. Wir wollten den Nachmittag dazu nutzen, fehlende Utensilien für den Trail zu kaufen. Eigentlich musste nur ich noch Dinge kaufen, da Annika sich vorbildlicher Weise bereits ausführlich mit der Checkliste, welche die Organisatoren des Trails veröffentlicht hatten, beschäftigt hatte. Offensichtlich brauchte ich noch eine Regenjacke, Gamaschen (gegen Schlamm, Nässe und Sand) und Gaskartuschen für den Campinggrill. Also nichts, was nicht auch kurz vorher gekauft werden konnte. 😌 Die erste Nacht verbrachten wir noch in Nanaimo auf dem Costco Parkplatz, bevor es den nächsten Tag nach Port Renfrew gehen sollte. Hier sollte das große Abenteuer beginnen 💪🏻🤗
Teil 3/3 Der Trail gilt als sehr anspruchsvoll. Er führt den Wanderer entlang der Steilküste, durch gemäßigten Küstenregenwald und durch felsiges oder sumpfiges Terrain. Teilweise müssen steile Leitern erklommen, Flussläufe unter Berücksichtigung der Gezeiten durchwatet und Schluchten mit Seilbahnen überquert werden. Jedes Jahr müssen rund 1–2 % der Wanderer evakuiert werden;im Umkehrschluss bedeutet das, dass durchschnittlich jeden zweiten Tag eine Evakuierung stattfindet. Ganz ehrlich: Ich hatte keine Ahnung worauf ich mich da eingelassen hatte...
Teil 2/3 Annika hatte mich bereits im Oktober kurz nach meiner Ankunft in Vancouver gefragt. Damals hatte ich mich noch gar nicht mit dem Trail beschäftigt (das sollte sich auch bis einen Tag vor Trailbeginn nicht ändern...) und einfach zugesagt. Im Dezember, also kurz bevor die verbindliche Anmeldefrist begann fragte sie mich nochmals, ob ich mir tatsächlich sicher sei. Die Anmeldung kostet 150 $ und die Plätze sind wahnsinnig schnell vergeben, da der Trail täglich nur von einer limitierten Anzahl von Wanderern betreten werden darf. Am 8. Januar buchten wir dann schließlich die Plätze. Zu dem Zeitpunkt war schon fast alles ausgebucht... Ihr könnt euch also vorstellen wie beliebt dieser Trail tatsächlich ist.
Teil 1/3: Mein neustes Abenteuer: West Coast Trail – 08.06.2018 – 13.06.2018 Der West Coast Trail gilt als einer der bekanntesten und – in Abhängigkeit vom Wetter – anspruchsvollsten Wanderwege in Kanada Den Trail gibt es seit 1907. Gebaut wurde er nach dem Untergang des Dampfschiffes Valencia, das 1906 vor Vancouver Island auf ein Riff lief und bei dem 136 Menschen starben. Der Trail sollte Schiffbrüchigen einen einfacheren Weg zurück in die Zivilisation ermöglichen. Schiffbruch kam in der Region, die auch als Friedhof des Pazifiks bekannt war, relativ häufig vor. So sind zwischen 1854 und 1977 rund 80 Schiffe an der Küste vor dem WCT auf Grund gelaufen. Man sollte für die Begehung des WCT rund eine Woche einplanen. Ich war allerdings felsenfest entschlossen (sehr zum Leidwesen Annikas), dass wir den Trail in weniger als einer Woche meistern würden. Begehbar ist der Trail vom 1. Mai bis zum 30. September. Um den Trail tatsächlich laufen zu dürfen muss man sich im Vorfeld anmelden.

3 May 2018

Teil 2/2: Der Beginn des Wanderweges ist ein bisschen tricky zu finden. Zuerst geht man ca. 100 Meter am Highway entlang, bis man zu einem sehr unauffälligen Eingang gelangt. Fast zugewachsen führt einen der Weg durch komplett unberührte Natur. Viele Wurzeln, eine Menge Matsch und ab und zu ein paar bunte Fähnchen, die einem signalisieren sollten, dass man noch auf Kurs ist. Übrigens ist auch das typisch Kanada: Kein Kassenhäuschen und keine besonderen Sicherheitsvorschriften. Anschauen kann wer will. Nach einer Stunde erreichten Wir (Lena, Leonie und ich) den abstürzten Vogel. Man kann auf dem Flugzeug herumkrabbeln wie einem beliebt. Dabei sind ein paar ganz coole Bilder entstanden ☺️
03.05.2018 - Teil 1/2: Tofino Bomber Trail 🛩 Kurz vor Tofino gibt es den so genannten „Bomber Trail“, einen Wanderweg der zu einem abgestürzten Flugzeug führt. Ganz im „Canadian Style“ hat man das Wrack nicht geborgen, sondern es einfach genauso liegen lassen. Es handelt sich hierbei um einen Bomber der Royal Canadian Air Force , welcher am 8. Februar 1945 abgestürzt ist. An Board waren 12 Menschen. Das Flugzeug war am 8.2.1945 um 23 Uhr von RCAF Tofino gestartet. Kurz nach dem Start schaltete sich der rechte Motor aus und der Pilot entschied sich für eine Rechtskurve um zur Basis zurückzukehren. Während des Drehens Beschnitt das Flugzeug Baumwipfel, wodurch es an Geschwindigkeit und der Pilot an Kontrolle verlor. Einer der Insassen wurde aus dem Flugzeug geschleudert und hing in 15 Metern Höhe in einem Baum. Er hatte sich den Knöchel verdreht. Das war tatsächlich die einzige Verletzung. Alle anderen hatten es unbeschadet überstanden. Nach einigen Stunden wurden alle gerettet 🎉

14 April 2018

14.04.2018 Teil 2 Plötzlich hielt das Schiff an. Alle Augen suchten nach dem Wal, der wohl kurz vorher aufgetaucht war. Ich sah nichts... Doch da, plötzlich eine Wasserfontäne! Da war tatsächlich ein Grauwal. Man sah nur kurz den Rücken, dann war sie auch schon wieder verschwunden. Es folgen 30 Minuten stupides auf Wasser starren. Nichts passierte. Ich setzte mich. Auf meiner Stirn: Kaltschweiß. Erst jetzt fiel mir auf wie übel mir war. Die anschließende Weiterfahrt bei diesem Seegang machten diesen Umstand nicht besser. Wir fuhren zu einer Insel, wo zahlreiche Seelöwen ihre Bäuche in die Sonne hielten. Kurz aufstehen, Foto machen und wieder setzen. Oh man. Ich konnte noch nicht einmal die Seeotter wirklich genießen, die lässig im Wasser auf dem Rücken lagen und ihre Füße aus dem Wasser streckten. Ich war so Seekrank, dass ich das Ende nur noch herbei sehnte. Nach 3 Stunden hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen und den Vorsatz gefasst, diese Tour unbedingt zu wiederholen!
14.04.2018 Teil 1/2 - Whale watching und Seekrankheit Tofino ist nicht nur bekannt für seine tollen Surfspots, sondern auch für sein ausführliches Touristenprogramm. Hier kann man alles erleben was das Touristenherz begehrt: Wale und Bären gucken, Heiße Quellen, Wasserflugzeug fliegen usw. Was für Touristen 130$ aufwärts kostet, ist für „Locals“ (also für jene welche, die in Tofino arbeiten) für 10$ super erschwinglich. Mein erster Ausflug sollte Wale bestaunen sein. Ich fühlte mich morgens schon ein bisschen unwohl, wollte mir das Erlebnis aber auf keinen Fall entgehen lassen. Lena arbeitet in einem der Adventure Center in Tofino und hatte mich für den Trip mit eingebucht. Adam (Mitbewohner Lenas) war als Deckhand (Schiffsjunge) mit an Board. Für das Wale gucken fährt man ca. 1h auf den Pazifischen Ozean hinaus. Hier gibt es hauptsächlich Grauwale und Orkas. Die Wellen waren mir ziemlich schnell viel zu hoch. Ein kurzer Blick zur Kapitänin - Sie schien nicht sonderlich beunruhigt...

7 April 2018

07.04.2018- Storm watching Was macht man, wenn das Wetter so richtig ungemütlich ist? Genau - Man zieht sich regentaugliche Sachen an und fährt genau da hin, wo man den Wettergott Thor Bei der Arbeit zuschauen kann. Am Longbeach - dem Surfmekka schlecht hin - konnten wir heute keinen einzigen Surfer entdecken, dafür allerdings Meter hohe Wellen. Shane, Adam, Suse und Lena (v.l.n.r. 1. Foto) waren auf den Spuren eines ausgewachsenen Unwetters. Es war super beeindruckend. Uns hat es fast von den Felsen geweht. Tofino und das nur 30 km entfernt liegende Ukluelet befinden sich in der Tsunami Gefährdungszone. Erst im Januar mussten beide Ortschaften evakuiert werden, da ca. 20 Meter hohe Wellen an der Küste nicht wenig bedrohlich sind. Unsere Wellen waren ca 10 Meter hoch. Für mich allerdings beeindruckend genug 🌊

1 April 2018

Seit dem 1.4.2018 - Long Time no hear Seit meiner Ankunft in Tofino ist schon wieder eine ganze Menge Zeit vergangen und ich bin euch so viele Informationen schuldigt. Zuerst einmal arbeite ich seit dem 2.4. fleißig im Tofino Resort & Marina im Bereich Housekeeping. Tatsächlich hätte ich mittlerweile an den Front Desk wechseln können, was ich allerdings abgelehnt habe. Ich mag es den ganzen Tag beschäftigt zu sein. Die Stunden verfliegen und die Arbeitszeiten sind ebenfalls wesentlich angenehmer. Ich beginne um 7 oder 8 und bin demnach bereits am Nachmittag fertig. So kann ich noch die zahlreichen Strände besuchen, Laufen gehen oder ein kühles Bier im hauseigenen Pub trinken. Das Hotel liegt direkt am Wasser und so begeistert mich mein Arbeitsplatz jeden Tag aufs neue. Meine Kollegen sind alle super. Allen voran Fabienne. Sie kommt aus Frankreich und macht sich gern über meine sehr deutsche Arbeitsweise lustig. Ich werde euch sicher noch die eine oder andere Anekdote erzählen ☺️

31 March 2018

Teil 1/2: Tag 8 (31.03.2018) - Surfen 🏄‍♀️ Für heute hatten wir uns in den Kopf gesetzt surfen zu gehen. Um 12 sollte es los gehen. Wir hatten uns bei einer Surfschule angemeldet und waren super überzeugt von unserer Idee! Mit uns waren noch 5 andere von der Partie. Mach einem kurzen Neoprenanzugcheck (Neoprenanzug+Handschuhe+Schuhe+Mütze) ging es Richtung Strand. Es war so schön sonnig und warm! „Alles richtig gemacht!“ Am Sammelpunkt angekommen mussten wir erstmal das Board gefühlt 10 km an den Strand tragen -Challenge Nr.1: Das Board möglichst sexy und lässig auf dem Kopf balancieren und dabei möglichst nicht wie ein Anfänger aussehen. Nun, das hat nicht vollends geklappt. Am Strand angekommen gab es erst einmal Trockenübungen. Na das dürfte doch kein Problem sein. War es dann überraschender Weise doch... Es brauchte eine Weile bis ich zumindest 3 Sekunden auf dem Board stehen konnte. Aber ich stand und verbuchte das als großartigen Erfolg...
Teil 2/2: Tag 8 (31.03.2018) Nach 2 Stunden im Meer und gefühlten 3000 Liter verschluckten Salzwasser ging es wieder zurück zum Auto. Es war wirklich klasse und definitiv etwas, was wiederholt werden will! Wir fuhren in das nahegelegene Ucluelet (30 min von Tofino entfernt), da wir uns dort nicht nur eine Dusche erhofften, sondern auch einen Stellplatz for free. Wir wurden weder von dem einen, noch von dem anderen enttäuscht. Wir konnten uns direkt am Hafen hinstellen. Plötzlich wurden wir auf ein lautes Röhren aufmerksam. Wir gingen direkt zum Steg und sahen Seelöwen! Wie großartig 😀 so konnte der Tag zu Ende gehen. Nach einer leckeren Portion Fish & Chips (Tipp einer älteren Frau, die uns auch zusicherte, dass es hier keinen interessiert, dass wir hier über Nacht stehen) legten wir uns in den Van und werteten noch einmal unsere fantastische Surferfahrung aus 🤩😎🧜🏻‍♀️🏄‍♀️

30 March 2018

Tag 7 (30.03.) TOFINO! ... Ein Mann der offensichtlich was zu sagen hatte sah mich verdutzt an. Ich muss wohl recht verstörend in meinem Pyjama ausgesehen haben 😄 Er belehrte mich, dass wir hier nicht stehen dürften. Ich belehrte ihn meiner Seits, dass hier keinerlei Schilder hingen, die uns das verwehrten. Aber ich bot ihm an wegzufahren. Er sah auf seine Uhr: „Ach, es ist ja schon 6:30. Jetzt macht es auch nichts mehr.“ Ich bedankte mich kurz und schloss die Tür. „Hat der uns jetzt allen Ernstes geweckt um uns mitzuteilen, dass wir weiter schlafen können?“ Lena war wenig erheitert und ich zu müde um mich weiter damit zu beschäftigen. Ganz schön frech 😆 Nachdem Wir aufgestanden waren und uns die Zähne geputzt hatten ging es los Richtung Tofino. Zuvor hielten wir noch am McMillan Nationalpark an, wo es wirklich große und breite Bäume zu bestaunen gab. Drei Stunden später waren wir in Tofino. Wild campen ist besonders in Tofino nicht erlaubt und so stellte wir uns auf einen ⛺️ am 🌊
Tag 6 (29.03.3018) - Vancouver Island! Endlich ging es auf die Fähre. Endlich Vancouver Island. Ich weiß nicht, aber irgendwie haben Fähren eine ganz eigene Anziehungskraft auf mich. Ich war aufgeregt wie vor der Bescherung. Die Fähre war günstiger als gedacht - 88$ für Auto und 2 Menschen. Das Wetter war nicht weiter erwähnenswert - Regen. Aber der Forecast sagte uns gutes Wetter voraus. Die Fahrt dauerte 1h40min. Ich konnte leider kein gutes Foto schießen, weil es in Strömen geschüttet hatte. Auf Vancouver Island angekommen war unser erster (und für diesen Tag auch unser letzter) Halt Nanaimo. Hier suchten wir uns einen Platz für den Van um die erste Nacht zu verbringen. Auf einem großen Parkplatz vor einem Lebensmittelgeschäft fanden wir einen Stellplatz, an welchem kein Schild war mit „no overnight parking“. Mehr gab es für uns an diesem Tag nicht zu unternehmen. Wir schliefen ein. Am nächsten Morgen weckte uns ein hartnäckiges Klopfen. Ich öffnete verschlafen um 6:30 die Tür...

27 March 2018

Tag 4&5 (27.03.-28.03.2018)- Hello again,Vancouver Nun ist es schon fast 6 Monate her, dass ich in Vancouver gelandet bin. Der Ort, an welchem meine Reise begann. Damals hat es ununterbrochen geregnet. Diesmal meinte es die Stadt bessertet uns - Sonnenschein ☀️ hier trafen wir einen Freund von Lena wieder (Marcel), der ebenfalls in canmore gelebt hat und ein paar Tage eher nach Vancouver aufgebrochen war. Gemeinsam bummelten wir ein wenig durch die Stadt. Lena ließ sich tatsächlich ein Nasenpiercing stechen. Verrückt! Anschließend gingen wir an den Strand um ein wenig das Urlaubsfeeling zu genießen. Es war so warm, dass ich seitenlanger wir das erste mal keine Jacke benötigte. Bei einem Cocktail in einer Strandbar ließen wir den Tag ausklingen. Tatsächlich ist Vancouver sehr viel schöner, als ich es in Erinnerung hatte. Aber ich bin kein Großstadt-Mensch. Mich zieht es mehr in die Natur. Umso mehr freue ich mich auf Vancouver Island. Auf das Meer, den Strand und die Regenwälder!

26 March 2018

Tag 3 (26.03.2018) -Hope/Harrison Hot Springs Nachdem wir uns wieder unser Deluxe Frühstück gegönnt hatten, ging unser Trip weiter nach Hope, genauer zu den Harrison Hot Springs. Laut Wetterapp war jeder Ort unserer Route und Ausweichroute geprägt durch Regen und nachmal Regen. Äußerst frustrierend. Tausche Schnee gegen Regen. Aber es gab kein Zurück mehr. Wie pflegt meine Mama immer zu sagen? Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung! Also machen wir das Beste draus 🙂 In Harrison angekommen gingen wir erst einmal spazieren. Man kann sich richtig vorstellen wie schön es hier sein muss wenn die Sonne scheint. Das ist übrigens unser Running gag - „Hier ist es bestimmt richtig schön im Sommer“ Nachdem wir Kindheitserinnerungen beim Steine Flippen aufleben ließen, gingen wir in die Heißen Quellen. Klingt wesentlich spannender als es tatsächlich war. Die Quellen waren ein Schwimmbad im DDR-Chick. Aber es wärmte uns gut auf. Mit uns zufrieden ging auch dieser Tag zu End

25 March 2018

Tag 2 (25.03.2018) - Osoyoos Nachdem wir gefrühstückt hatten ging es auch schon weiter. Unsere zweite Station war Osoyoos. Da wir beide den Schnee und den Winter satt hatten, erhofften wir uns von Osoyoos Sonne, Sonne und nochmal Sonne! Laut unserer Wetterapp sollte uns dieser Ort im Süden Kanadas nicht enttäuschen. Der erste Pass brachte uns erst einmal wieder Schnee... aber nachdem der Pass überstanden war, überraschte uns die Sonne. Die Gelegenheit ein Foto von Lenas Van zu machen 🤩 Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Da wir uns nach einer Dusche sehnten beschlossen wir einen Campingplatz anzusteuern. Leider eröffnen die meisten Plätze erst Anfang April. Wir hatten Glück - die Rezeption hatte zwar schon geschlossen, aber der nette alte Mann den wir durch die ausgeschriebene Nummer erreichten, teilte uns einen Stellplatz zu. Wir ließen den Tag am Steg mit Wein und Sonnenuntergang perfekt ausklingen. Später besuchten wir noch den Campingplatz Whirlpool. So konnte es weiter gehen

24 March 2018

Road Trip - Tag 1(24.03.2018): Vor, zurück, zur Seite, ran - Herzlich willkommen Neuanfang! Auf geht es in unser Abenteuer. Unser erstes Zwischenziel auf dem Weg nach Vancouver Island - Tofino, war Nelson. Nelson ist eine Kleinstadt in Britisch Columbia (Kurz: BC). Nelson wird auch als Hippie Stadt bezeichnet. Das roch man auch direkt - Überall roch es nach Marijuana. Sagen wir mal so - Die Stadt fährt hier eine sehr liberale Politik wenn es um den Rauschgiftkonsum geht. In vielen Coffee Shops wird es seitens der Behörden geduldet. Aber da Kanada sowieso kurz vor der absoluten Legalisierung von Marijuana steht (geduldet wird es tatsächlich überall), wundert es mich besonders hier nicht. Aber die Stadt hat seinen ganz besonderen Charme. Einen ganz wunderbaren See, eine sehr schöne Innenstadt und bezaubernde Geschäfte. Wir haben den Van direkt am See geparkt. Im Walmart hatte ich dann meine ersten Road Trip Erfahrung - Zähneputzen im Walmart 🤫😄

22 March 2018

Teil 1/5- “Meine” Lieblingsmenschen in Canmore Es wird Zeit euch die Menschen vorzustellen, die mir in meiner Zeit in Canmore sehr wichtig geworden sind. Vor allem jetzt, da sich meine Zeit in Canmore dem Ende zuneigt. Da wäre zunächst einmal Jim Bradley. Er ist der Geschäftsführer des Hotels und für mich einer der fairsten und angenehmsten Manager, den ich je kennen gelernt habe. Sein erster Satz zu mir war “Hab keine Angst Fehler zu machen. Jeder macht Fehler. Belüge mich nur nie!” Das hat mich sehr beeindruckt, weil es einen Wert wieder spiegelt, den auch ich vertrete. Er war die ganze Zeit über einer der Menschen, der mich und meine Arbeit tatsächlich wertgeschätzt hat und dem ich sein kanadisches “I really appreciate you!” tatsächlich geglaubt habe. Die nächste Person ist Giuliano Generale. Ich nannte ihn liebevoll “Unser General” 😄 Giuliano ist Italiener und, nachdem Kim gekündigt hatte, unser neuer Manager. Ich hab mich immer ein bisschen wie sein Babysitter gefühlt 😉
Teil 2/5 - Giuliano & Ricky Er war unsere italienische Diva. Immer gestresst, aber immer gut gelaunt und wahnsinnig laut! Ich hab ihm bei vielen seiner Aufgaben geholfen und wurde mehr und mehr eine Freundin für ihn. Er ist eigentlich kein Manager, aber wurde in diese Position gelobt. Ein Italiener ist natürlich sehr stolz darauf! Was mir jedoch viel wichtiger war - er hat sein Herz am richtigen Platz! Die Person, die mich eingearbeitet hat ist Ricky. Rick kommt aus China. Ricky hasst die Konfrontation. Er diskutiert nicht. Also haben Lena und ich häufig seine Kämpfe mit Giuliano ausgefochten. Da waren zum Beispiel seine Stunden, die gekürzt wurden oder eine Stellenausschreibungen, die Giuliano leichtsinnig ausgeschrieben hat, in welcher von einem Gehalt von 15,5$ die Stunde die Rede war, obwohl wir alle „nur“ 15$ verdient haben. Ich mach mir nicht viel aus Geld, aber Ricky war bereits seit fast einem Jahr dabei und hatte bisher noch nie eine Gehaltserhöhung erhalten. Ich mag Ricky!
Teil 3/5 - Jason und Helen, meine Mitbewohner Jason ist Ureinwohner Kanadas und damit ist er quasi mein Indianer-Freund 😄und das meine ich auf eine sehr respektvolle Art. Jason habe ich nicht besonders oft gesehen. Da er Nightaudit ist und damit von 23 - 7 Uhr arbeitet, schläft er natürlich den ganzen Tag. Häufig hab ich ihn morgens am Front Desk um 7 abgelöst oder er mich abends um 11. Er arbeitet wahnsinnig viel das ganze Jahr um sich dann seinen Jahresurlaub zu verdienen. Dieses Jahr ist er drei Wochen durch Asien gereist. Helen kommt aus Frankreich und teilt sich ein Schlafzimmer mit mir. Sie arbeitet im Housekeeping, hat den schönsten französischen Akzent und kocht die tollsten Sachen. Franzosen dürfen 2 Jahre in Kanada bleiben. Ihre Zeit ist im Juni vorüber. Eine sehr angenehme Person :)
Teil 4/5 Kim, Dirk und Elke Kim hat mich damals eingestellt, hat dann aber nach einer Woche gekündigt um einen neuen Job in Canmore mit dem Young Professional Visum anzufangen. Somit kann sie noch ein Jahr länger in Kanada bleiben. Dieses Visum ist allerdings an einen Arbeitgeber gebunden. Allerdings ist das auch die einzige Möglichkeit nach dem Work and Holiday Visum noch ein Jahr zu verlängern. Mit Kim war ich immer snowboarden und Schneeschuhwandern. Dirk und Elke (auf dem Foto rechts im weißen T-shirt) leben schon seit fast 5 Jahren in Kanada und haben eine permanente Aufenthaltsgenehmigung. Elke kommt aus Holland und Dirk aus Deutschland. Die beiden Leben in dem tollsten Wohnwagen, den ich je gesehen habe. Im April geht es für die beiden auch weiter. Sie haben beide im Hotel gearbeitet. Dirk als Houseman und Elke als Housekeeper. Super sympathische Menschen :)
5/5 - Lena Lena arbeitet mit mir am Fontdesk. Sie ist eine richtig gute Freundin geworden. Lena ist wahnsinnig zerstreut, hat tausend Gedanken im Kopf, liebt es mir Halbsätze um die Ohren zu werfen und ist eine der sympathischsten Menschen, die mir bisher begegnet sind. Lena ist wahnsinnig begeisterungsfähig! Sie hat beschlossen Canmore am 24.03. zu verlassen um nach Tofino, auf Vancouver Island zu fahren. Und was soll ich sagen, ich werde mit ihr gehen.. Sie hat einen super schönen Van, in dem man bequem zu zweit wohnen und schlafen kann. Ich gebe also meine so lieb gewonnene Komfortzone, die Berge und den Schnee auf, um planlos mit Lena nach Vancouver Island zu fahren. Offensichtlich ist nicht nur sie sehr begeisterungsfähig...☺️😇 Ich freue mich darauf, auch wenn wir keinen Plan haben. Aber vielleicht brauche ich auch genau das gerade. Ich freu mich darauf, auch wenn ich innerlich super panisch bin 😅

19 March 2018

19.03.2018 Snowboarding in Sunshine

14 March 2018

14.03.2018 - Meine zwei Jobs 👩‍🍳👩‍💼 Dass ich am Front Desk arbeite wisst ihr ja schon. Ich habe allerdings nebenbei auch noch bei Pizza Hut gearbeitet um möglich viel Geld sparen zu können. Hier sind meine zwei Beweisfotos 🤳

7 March 2018

07.03.2018 - Canmore, meine neue Laufstrecke Ich bin schon sehr dankbar diese ganze Natur direkt vor der Haustür erleben zu dürfen. Momentan arbeite ich sehr viel und komme so gut wie gar nicht raus. Um so mehr genieße ich es laufen zu gehen und dabei umgeben zu sein von Bergen, Flüssen und fantastischen Wäldern. Bald wird es hier wieder sehr viel mehr Wildtiere geben. Ab April werden die Bären wieder aktiv und kommen von den Bergen um hier im Valley nach Nahrung zu suchen. 🐻

22 February 2018

22.02.2017 - Peyto Lake Lena hatte die großartige Idee Schneeschuh wandern zu gehen ❄️👞👣 Kim und Koda (Hund) wollten gern mit, also sind wir alle zusammen los gefahren. Schneeschuhe kann man super ausleihen. Tatsächlich benötigt man für eine Schneeschuhwanderung nicht besonders viele Vorkenntnisse. Es war ein toller Ausflug. Durch die Schneeschuhe konnten wir quer Feld, bzw Wald ein wandern ohne im tiefen Schnee zu versinken. Ich liebe es in der freien Natur zu sein. Die Luft war kalt und klar, die Sicht weit und beeindruckend schön. Es war natürlich bitter kalt, aber diese Natur ist es wert!

14 February 2018

Johnston Canyon, 14.02.2018 Heute ging es mit Lena in den Johnston Canyon. Ein Canyon im Banff Nationalpark und etwa 30 Minuten von Canmore entfernt. Lena ist eine Arbeitskollegin im Grand Rockies Resort und in der wunderbaren Situation ein Auto zu besitzen. Hier gibt es zwei Wasserfälle zu bestaunen, die allerdings beide eingefroren sind. Der Schnee liegt hier Meterhoch. Ein wahres Wintermärchen und ein toller Ausflug ☺️

9 February 2018

Teil 1/3 - Endlich Snowboarden 🏂 An meinem zweiten freien Tag sollte es endlich auf die Piste gehen. Mein Knie hatte sich zum Glück wieder erholt und stabilisiert. Bei herrlichstem Sonnenschein, eisiger Kälte (-30 Grad) und 50 cm Neuschnee sollte es heute nach Sunshine Village gehen. Sunshine Village ist ein Skigebiet in den Rocky Mountains und liegt auf einer Höhe von 1660 bis 2730 m. Insgesamt stehen einem 109 km Piste zur Verfügung. Kim (sie ist auch mit Visum hier, 23 Jahre alt & hatte mich nach Canmore geholt) holte mich ab und los ging es nach Banff. Es war richtig viel Betrieb, was zu erwarten war bei diesem schönen Wetter. Ich bekam die Tageskarte 50% günstiger. Freunde von Kim arbeiten im Skigebiet und haben mich auf die Liste gesetzt – Super praktisch. Skifahren kann man hier übrigens bis zum 20.Mai. Ab März kostet der Skipass nur noch 400$ für die restliche Saison. Ich werde bis März warten, da er aktuell noch 1400$ kostet. Dann bleiben mir immer noch 2,5 Monate Snowboarden
Teil 2/3 Meine Ausrüstung habe ich mir komplett gekauft, sodass ich kein Geld fürs Ausleihen ausgeben muss. Zuerst fuhren wir mit der Gondel zur Basisstation. Hier oben gab es ganz viele Stände namenhafter Snowboardhersteller. Die Boards gab es nicht zum kaufen, sondern zum ausprobieren. Die Hersteller stellten die Snowboards vor deren Release zur Verfügung um diese von normalen Snowboardern testen zu lassen und echte Feedbacks zu erhalten. Was waren das für wunderschöne Boards. Super Aktion! Kim drängte zum Lift...
Teil 3/3 Der ersten Absprung vom Lift ging direkt daneben 🤭 Oben auf dem Berg stehend war ich einfach nur überwältigt. Ihr könnt euch das nicht vorstellen, diese Aussicht war unglaublich. Der Schnee ist kein bisschen nass. Extrem trocken und weich. Und obwohl es im Tal nach einer Menge Menschen aussah, war es hier oben erstaunlich leer. Kim sagte mir, dass sich das hier sehr stark verteilt, weil das Skigebiet sehr groß sei und es so viele Pisten gibt. Die erste Abfahrt ging viel besser als ich erwartet hatte. Ich hab mich nicht einmal hingelegt. Kurzes Umsetzen in den Kurven und sogar ein bisschen wedeln war drin. Thomas wäre stolz auf mich! 😎 Die nächsten Liftfahrten verliefen ohne Stürze und ich wurde immer sicherer mit jeder Abfahrt. Ich bin unglaublich froh hierher gekommen zu sein. Genau das wollte ich – Snowboarden in den Rocky Mountains. Diese Berge werden mich definitiv öfter sehen ☺️

8 February 2018

Teil 1/5 - What a fun day! Was wäre Kanada ohne ein Besuch bei einem echten Eishockeygame?! Gesagt, geplant: Diesmal hat Theresa die Planung übernommen. Das Spiel sollte in Calgary statt finden. Da der Bus für jeden 55$ gekostet hätte, haben wir uns ein Auto gemietet. Zu viert war das wesentlich rentabler. Außerdem kam ich dann endlich auch mal wieder dazu Auto zu fahren. Da die anderen drei zu jung sind um ein Auto zu mieten, habe ich das übernommen. Also Karten bestellt und Auto gebucht! Als ich am Morgen aus dem Fenster sah schien Frau Holle gerade sämtliche sich im Haushalt befindlichen Decken auszuschütteln. Man sah nicht einen Berg... Es hatte die Nacht bereits 40 cm Neuschnee gegeben und es sah nicht danach aus, dass es bald aufhören würde zu schneien. Unter diesen Bedingungen würde ich also heute das erste mal in Kanada Auto fahren. Challenge excepted! Die Mädels warteten schon ganz aufgeregt. Unser Auto war ein kleiner Kia... Halleluja 🙈
Teil 2/5 In Kanada ist es optional eine Schadens - Versicherung abzuschließen. Die Option war für mich ein Must have. Was ganz angenehm war – Für 30$ fällt jegliche Selbstbeteiligung weg. Sehr beruhigend bei diesem Spielzeugauto 🚗 Und los Kinders – Alle nochmal auf die Toilette und los geht die Fahrt. Wir kamen ganze 2 Meter, dann steckte das Auto das erste mal fest 😅 Ich konnte nur erahnen was der gute Mann in seiner Vermietstation gedacht haben muss... Aber ein routinierter Fahrer wie ich einer bin lässt sich von kleineren Schwierigkeiten nicht entmutigen. Rückwärts, vorwärts, rückwärts, vorwärts und vorwärts. An der ersten Kreuzung wurde ich nett darauf aufmerksam gemacht, dass man in Kanada grundsätzlich immer rechts abbiegen kann auch wenn die Ampel rot ist. Sehr sympathisch. Kanada ist das Land der meisten Stoppzeichen. An einer Kreuzung mit 4 Stoppzeichen (Jede Straße bekommt eins) darf der fahren, der zuerst stoppen musste. Innerorts 50 km/h, Landstraße 90, Highway 100.
Teil 3/5 Soviel zur Theorie 📖 Von Straßen war allerdings nicht wirklich viel zu sehen. 🌨 Als ich auf den Highway fuhr war keine einzige Straßenbegrenzung, geschweige denn Fahrtstreifen zu erkennen. 1,5 Stunden später waren wir dann endlich in Calgary und da ging der Spaß erst richtig los. Offensichtlich waren auch die Kanadier überfordert von dem ganzen Schnee. Nicht eine Straße war geräumt. Die Mädels wollten sich heute ein Auto ansehen, das sie kaufen wollten. Also fuhr ich in ein Wohngebiet und blieb direkt stecken. Nichts ging mehr. Es half nichts, die Mädels mussten aussteigen und schieben. Tatsächlich ist uns das noch ganze 8 mal passiert 💁🏼‍♀️😅 jedes Mal kam uns ein Kanadier zu Hilfe. Gott sei dank waren wir nicht einzigen die sich festgefahren hatten. Ich nahm das ganze immer mehr mit Humor. Fast and Furios – Here I am! 🏎
Teil 4/5 Der erste Autotermin scheiterte, da das Auto bereits verkauft war. Wir suchten uns ein Restaurant um nach weiteren Autos im Internet zu suchen. Ganz nebenbei stellte ich dann fest, dass das Hockeyspiel von heute Abend tatsächlich in New Jersey statt finden würde und Theresa Auswärtskarten gekauft hatte. Ich musste so lachen. 😂 Alle waren deprimiert. Ich versuchte die drei aufzumuntern „wer weiß wofür das gut ist!“ Ich sollte recht behalten. Wir fanden ein weiteres Auto was es zu besichtigen galt. Also alle wieder eingestiegen und hinaus auf meine Rennstrecke. Hinein in weiteres Wohngebiet und Zack, wieder festgefahren 😂 Keine Überraschung 🤗. Das Auto war vom Preis her super und auch von der Ausstattung. Einzig die Scheibe war gerissen. Das wäre in Kanada auch kein Problem; allerdings wollten die drei nach Amerika und da war es verboten. Dreistimmig wurde beschlossen, dass ich die Preisverhandlung übernehmen sollte. Ich käme ja schließlich aus dem Handel und so... 🤔
Teil 5/5 Nachdem ich die kaufmännische Verhandlung übernommen hatte, war der Preis nochmal um 200$ gesunken und das Versprechen gegeben, die Scheibe vor Verkauf zu reparieren. Glücklich und gar nicht mehr deprimiert ging es wieder nach Hause zurück. Es hatte aufgehört zu schneien, rechts und links von uns die Berge und über uns der klare Sternenhimmel. Da war er wieder, der „Magic Moment“ - Ich war tatsächlich in Kanada! 😊

26 January 2018

24.01.2018 - Ein Wiedersehen in Canmore Endlich geht es weiter! Jetzt sind bereits schon über 3 Monate vergangen. Mein nächstes Ziel ist Canmore. Hier werde ich im Grand Rockies Resort am Front Desk arbeiten. Canmore liegt in Alberta, östlich des Banff Nationalparks und ist umgeben von den Rocky Mountains. Es liegt 1350 m ü NN und ist einfach traumhaft schön. Genauso stellt man sich Kanada vor! Und doppelt, bzw. dreifach schön ist, dass ich Jana, Theresa und Marina hier wieder gesehen habe ☺️ Die drei haben hier ebenfalls einen Job erhalten und arbeiten in einem anderen Hotel als Housekeeper. Nachdem ich die ersten zwei Nächte im Hotel schlafen durfte, bin ich heute in die Staff Accommodation umgezogen. Eine ganz tolle niedliche Wohnung mit fireplace und voll ausgestatteter Küche 🙂 ich teile mir mein Zimmer mit Helen, einer Französin. Außerdem wohnt hier noch Jason, ein “Native American” der von seiner deutschen Adoptivmama in Kanada aufgezogen wurde. Was für eine Wohngemeinschaft 🤗

14 January 2018

Teil 1/5 - “Work and Holiday- Visum” Den ersten Teil meines Visums beherrsche ich (meiner Ansicht nach) bereits recht gut. Jetzt wird es Zeit mich dem zweiten Teil zu widmen - dem “Holiday” Part! Es wurde also Zeit, dass ich mein Versprechen einlöse und Kathrin in Sun Peaks besuche. Ursprünglich wollte ich in Sun Peaks meinen nächsten Job ergattern, um direkt im Skigebiet arbeiten zu können. Daraus wird nun nichts, da ich einen Job in Canmore bekommen habe was absolut großartig ist! Nicht nur, weil ich wieder am Front Desk arbeiten kann (nicht als Housekeeper), sondern auch, weil ich das Glück habe, dass Canmore direkt im Banff Nationalpark liegt 😁 am Rande des zweit größten Skigebietes Kanadas ❄️🏂🎊 Nächste Woche geht es für mich also weiter nach Canmore. Den Urlaub wollte ich mir in Sun Peaks trotzdem gönnen. Und verdient hatte ich ihn mir auch 😊 Unglücklicherweise habe ich mir vor ein paar Tagen eine Entzündung im Knie zugezogen😔 aus dem Snowboarden wird also vorerst nichts
Teil 2/5 Davon lasse ich mir allerdings nicht den Urlaub vermiesen! Canmore sei Dank werde ich bald wieder die Möglichkeit haben jede Menge snowboarden zu können. Los ging es am 14.01. und mein Urlaub begann auch direkt mit einer Herausforderung. Ich kam zwar mit dem Bus nach Kamloops, bis Sun Peaks waren es allerdings noch 50 km. Taxi würde mich eine ganze Menge $ kosten. Tatsächlich wollte ich mich damit auch erst beschäftigen, sobald ich in Kamloops angekommen war. Kommt Zeit, kommt Rat. Oder in meinem Fall ein Shuttle 😄 Normalerweise muss man sich für die Shuttle 3 Tage im Voraus anmelden. Ich habe den Fahrer einfach angesprochen und meine “ich bin aus Deutschland und fühle mich gerade verloren”- Karte gezogen! Er hatte Mitleid und hat mich mitgenommen 😄 es hilft natürlich klein und niedlich zu sein😅 In Sun Peaks angekommen gab es ein fröhliches Wiedersehen mit Kathrin, die allerdings arbeiten musste. Sie arbeitet hier als Housekeeper. Also Zeit für mich die Gegend zu erhumpeln
3/5 Blind Tasting Sun Peaks ist ein kleines aber feines Skigebiet in welchem glücklicherweise aktuell die „Weinwoche“ statt findet. Kurzerhand meldete ich mich für das „Blind Tasting“ an. Kathrin hatte keine Lust, also ging ich alleine. Es galt 8 Weine zu erraten. Ich lernte gleich auf Anhieb zwei Australier kennen. Sehr nette Menschen. Beim Weintesten ließ ich den absoluten Weinkenner raushängen. Offensichtlich ziemlich überzeugend, in jedem Fall stimmten mir die beiden recht oft zu. „Das ist ganz sicher ein Riesling!“ Ich hab nie so sehr daneben gelegen wie an diesem Abend 😅 Aber ich wollte unbedingt gewinnen. Seltsamerweise habe ich das nicht. Sehr enttäuschend. Nachdem mich die Australier verlassen hatten, bat mich eine Kanadierin an ihren Tisch. Nachdem wir zu 99 🎈 getanzt hatten, lernte ich den Rest des Tisches kennen. Eine am Tisch war bereits den Boston Marathon gelaufen und hatte von nun an meine ungeteilte Aufmerksamkeit. 3:36h - was für eine Zeit!
Teil 4/5 Zur Erklärung: Der Boston Marathon ist der einzige Marathon für den man sich qualifizieren muss. Es gibt also keine Chance sich über einen Sportveranstalter einzukaufen, wenn man die knackigen Qualifikationszeiten nicht schafft. Aktuell liegt die Qualifikationszeit für Boston bei ca 3:35h für 30-34 Jährige. Der Boston Marathon gehört zu den „World Marathon Majors“ (Berlin, London, Chicago, New York, Tokio, Boston) - Meine lifetime Aufgabe🏃‍♀️ Auf jeden Fall war es ein wirklich gelungener Abend ☺️ Für den nächsten Tag stand auf meiner Bucket List das Nationalgericht der Kanadier. Was für uns Deutsche Sauerkraut, Bratkartoffeln und Eisbein/Bratwurst ist, ist für die Kanadier Pommes, Bratensoße und Käsebrocken 😅 Und nennt sich „Poutine“. Schmeckt besser als es klingt und ist definitiv ein super Kateressen 😌Dann gab es Schokolade für die Seele mit einer überwältigen Auswahl an Schokoäpfeln und Pralinen 🤩
Teil 5/5 Für den heutigen Tag stand ein zweites Wiedersehen mit Kathrin auf dem Plan. Sie hatte heute frei und brauchte mal eine Auszeit vom Arbeiten und all dem Skifahren 🤨 Und damit auf zum zweiten Lieblingsgericht der Kanadier - Die Zimtschnecke! Kathrin nahm mich mit in eine typische kanadische Skihütte, im Kantinen-Schick. Super steril und nicht vergleichbar mit den gemütlichen österreichischen Skihütten. Aber die Zimtschnecke war wirklich sehr gut. Wir saßen direkt im Sichtfenster des Anfängerhanges, an welchem die Kiddis gerade Snowboard lernten. Ich hab mit jedem mitgefiebert. Nach einem Spaziergang war unser Treffen auch schon vorbei. Vielleicht sehen wir uns das nächste mal in Canmore 🙂 Ich werde die nächsten Tage noch im Pool, Hot tub und Sauna ausklingen lassen, bis es dann Freitag wieder nach Vernon zurück geht. 🚎

24 December 2017

Ich wünsche allen ein besinnliches und großartiges Weihnachtsfest :) good thing in Canada: Das erste Jahr seit langem habe ich weiße, bitter kalte Weihnachten 🎄 ❄️ Ich denke an euch und bin sehr dankbar für eure Freundschaft! Merry Christmas 💝

3 December 2017

Die Zeit vergeht so unglaublich schnell. Nun bin ich schon fast 2 Monate in Kanada. Ich habe mich zu einem richtigen Morgenläufer entwickelt. Das lieg aber vor allem daran, dass die Sonne erst 7:30 aufgeht und schon 15:30 unter geht. So ist mein Zeitfenster quasi klar definiert. Ist der erst Kälteschock überwunden, geniesse ich die Tierwelt und die Landschaft ungemein. Kanada ist schon ein wahnsinnig schönes Land. Natürlich habe ich allen Tieren Namen gegeben, denen ich bei meinem Lauf in angenehmer Regelmäßigkeit begegne :) Meine tierischen Freunde sind: Der Hirsch “Rudolphus”, der Kojote “Augustin” (ich habe ihn für kurze Zeit für einen Wolf gehalten… ich wurde eines besseren belehrt) und der Specht “Sir. Henry” Nicht zu vergessen die zahlreichen Hundebesitzer, die alle stehen bleiben und winken und lachen und aufmunternde Worte finden, wenn der Berg mal wieder zu steil ist oder die Strasse zu glatt ist. Es stimmt schon was man sagt: Die Kanadier sind ein sehr freundliches Volk ☺️

20 November 2017

Teil 1/3 Als wäre Kanada nicht schon kalt genug…❄️   Eines unserer meist gebuchtesten Angebote im Spa ist die “cold chamber”. Sie wird deshalb so oft und häufig gebucht, da sie einzigartig in ganz Nordamerika ist. Einige Gäste reisen tatsächlich nur deshalb hier her 🙈 Die Funktionsweise ist recht simple: Die ganze Sauna besteht aus drei Kammern. Zuerst wird man durch zwei Kältekammern unterschiedlicher Temperaturen geschleust, bevor man dann in der eigentlichen kalten Kammer angekommen ist. Die erste Kammer hat -16 Grad und ist vergleichbar mit einer Gefriertruhe, die zweite Kammer hat -60 Grad und ist vergleichbar mit dem Winter in Winnipeg 😄In diesen beiden Kammern verweilt man nur wenige Sekunden. Sie dienen dazu, möglichst viel Feuchtigeit von der Haut zu absorbieren. Dann gelangt man in die letzte Kammer, die eigentliche “cold Chamber”, die mit -110 Grad definitive sehr kalt ist…Hier bleibt man 3 Minuten.
Teil 2/3 Danach soll man sich unglaublich energiegeladen und grossartig fühlen, da all das Blut in den “core body” fliesst um diesen auf Temperatur zu halten. Kommt man aus dieser Kammer heraus, fliesst das Blut zurück und damit einhergehend die Energie und Lebenskraft. Nachts soll man nach einem solchen Saunagang hervorragend schlafen können. 30 Minuten vor und nach dem Saunagang darf nichts Heißes getrunken und gegessen werden. Ich wurde gefragt, ob ich das mal ausproieren möchte. Meine erste Antwort war: “Natürlich nicht!” Die Neugierde hat dann doch gesiegt und so befand ich mich wenige Minuten später und nach dem obligatorischem Blutdruckmessen (“Da ist wohl jemand aufgeregt”) in der kalten Sauna. Was soll ich sagen, es war wirklich verdammt kalt. Man läuft die gesamte Zeit im Kreis und bewegt die Arme. 3 Minuten können so lang sein… Als ich raus kam, war mir kalt. Sehr kalt. Ich zählte die Minuten bis ich endlich meinen heißen Tee trinken durfte.
Teil 3/3 Ich ließ im übrigen auch den Teil mit der “Energie” aus und fühlte mich den ganzen Tag schläfrig. Wenn mich von jetzt an die Gäste fragen ob ich die Cold sauna empfehlen kann, sage ich mit absoluter Überzeugung “Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung!” Das ist nicht gelogen, auch wenn ich diese Erfahrung kein zweites Mal brauche. 😄

14 November 2017

15.11.2017 - Getting used to Aktuell passiert nicht besonders viel bei mir. Ich arrangiere mich immer besser mit dem „abgeschnittenem“ Leben hier oben auf dem Berg. Tatsächlichlich sind aktuell meine Highlights das wöchentliche Einkaufen in der Stadt mit den Mädels (Jana, Theresa, Marina, Leonie und Lucie) und der Sport. Wir teilen uns einmal die Woche ein Taxi, fahren in die Stadt und kaufen für den Rest der Woche ein. Außerdem gehen wir essen in wechselnden Restaurants. Diese Woche waren wir in einem Pub, in dem selbst Bier gebraut wird. Natürlich habe ich diese Location ausgesucht 😊😇 Gott habe ich mich auf ein richtig kühles, frisch gezapftes Bier gefreut 😇. Mein zweites Highlight ist mein Sport. Ich laufe wieder und das obwohl hier wirklich viele Berge sind... aber das tut gut und man bekommt den Kopf frei 😄🏃‍♀️ Meinem nächsten Step plane ich auch bereits - es geht Ende Februar in die Rockys 😎 Genauer nach Sun Peak. 2 Monate kann ich die Skisaison dann also noch richtig genie

6 November 2017

Lange nichts mehr gepostet... So langsam spielt sich mein Leben hier im Hotel ein. Die Leute sind wirklich sehr nett und um so mehr ich lerne, umso mehr Spaß macht es. Mein Englisch wird jeden Tag besser, was hauptsächlich daran liegt, dass es hier kaum Deutsche gibt und man gezwungen ist sehr viel Englisch zu sprechen. Der Winter hält sich hier hartnäckig. Offensichtlich ist es seit 43 Jahren erst zwei mal vorgekommen, dass es vor Halloween geschneit hat. Normalerweise schneit es Ende November. Nun, da wollte mir Kanada wohl ein Geschenk machen - „Lucky me!“ 😄 Die letzten Tage war es ziemlich bewölkt ⛅️. Heute kam gleich morgens die Sonne heraus und ich hab natürlich die Chance genutzt euch die schönen Seiten eines kalten Wintertages in Kanada zu fotografieren 😊 Als Extra gibt es ebenfalls ein paar Bilder von meinem Arbeitsplatz.

2 November 2017

Da ist er - Der Winter ❄️ 🤗

27 October 2017

25.-27.10.17 Teil1/2: Okay, das Arbeitsleben hat mich wieder. Ich hab aber auch nicht wirklich lange ohne Arbeit ausgehalten. Nun bin ich also hier. Um das ganze mal kurz zusammenzufassen: „Poor thing. You have to learn all this stuff and the language!“ Meine Arbeit wird sich wie folgt gestalten. Ich sitze im Spa Bereich an der Rezeption; nehme Anrufe entgegen und E-Mails. Zudem kümmere ich mich um alle Gäste die eine Anwendung gebucht haben und jetzt Einchecken möchten. Dieses Spa hat um die 150 verschiedene Anwendungen von Massagen, Gesichtsanwendungen, Fango etc. Ich muss die alle können. Muss dann aber auch noch wissen welches Öl wann verwendet wird, wie heiß welche Sauna ist ... wenn ich mal nichts zu tun habe, dann darf ich den Spa Assistenten helfen, die sich um die Sauberkeit im Spa Bereich kümmern. Gestern durfte ich das erste mal Leute Einchecken. Richtig muss es heißen: „Der Wartebereich befindet sich den Gang runter, schräg gegenüber vom Pool.“ ich habe gesagt: ...

26 October 2017

25.10-27.10.17 Teil 2/2: Ich habe gesagt: „Ihr Wartebereich befindet sich den Gang runter, durch den Pool durch auf der rechten Seite.“ Ich hoffe er ist nicht wirklich geschwommen 😄🙈 Das ist wirklich ziemlich viel. Am ersten Tag war ich um 3 schon so müde dass ich hätte einschlafen können. Das ist richtig anstrengend, wenn man so vieles neu lernen muss. An dem Tag musste eine Spa-Mitarbeiterin Pediküre lernen. Ich war ein Versuchsobjekte. Ich bin auf der Liege fast eingeschlafen. Am nächsten morgen hab ich so einen Schreck bekommen, als ich halb schlafwandelnd im Bad stand und auf meine roten Füße geschaut habe, weil ich DAS einfach gar nicht gewohnt bin. Nun ja, alles in allem nehme ich vieles mit Humor. Irgendwie mogel ich mich hier schon durch. Und wenn ich das tatsächlich alles drauf haben sollte kann mich hier in Kanada glaube ich nichts mehr stoppen 😄

24 October 2017

24.10.17 Teil 1 -„Nicht meine beste Idee“ Das Ergebnis meines Nahrungsproblems war, dass ich beschlossen hatte nach Vernon zu joggen. Ich würde in Vernon einkaufen und mich mit einem Taxi zurück fahren lassen. So sparte ich eine Fahrt, was immerhin 40$ waren. Ich hatte nichts gegessen und nichts getrunken. Ich lief also los und war anfangs wirklich absolut geflasht von dieser fantastischen Landschaft. Es ist sehr hügelig und es gibt sehr wenig Bäume. Es war sonnig und warm. Ich war glücklich! Ich war bestimmt ganze 5 km lang glücklich, bis ich auf einmal ganz und gar nicht mehr glücklich war. Es war warm, ich hatte Durst, ich war sauer über diesen super intelligenten Einfall zu joggen. Welcher normale Mensch macht das? Ich lief und lief und war wirklich genervt von mir. Normalerweise bin ich gern in meiner Gesellschaft, aber gerade war ich wirklich sauer auf mich! Ich kam in Vernon 18 km später an. Ich entschuldigte mich bei mir mit einer gekühlten Cola Light.
24.10.17 Teil 2 Ich fand einen Supermarkt. Ich fühlte mich total verloren. Ich hatte komplett verlernt für mich einzukaufen. Was braucht man denn so für eine Woche? Kanada ist ein ziemlich teures Land. Ein paar Beispiele: Weintrauben - 6€, Nudeln - 2€. Alles in sehr überschaubaren Portionen. Hinzu kommen die ganzen Steuern, die nicht ausgewiesen werden. Es gibt die Mehrwertsteuer (GST -5%) und die Provincial Sales Tax (PST - 7%). Die Höhe der Steuern ist von Staat zu Staat unterschiedlich. Diese Steuern werden nicht ausgezeichnet. Sie kommen erst an der Kasse oben drauf und sorgen wohl auch bei den Kanadiern öfter für eine böse Überraschung. Das entschuldigt es vielleicht irgendwie dass ich 150$ ausgegeben habe 🙈 Bepackt mit 10 kleinen Tüten, brachte mich ein Taxi wieder zurück. Der Taxifahrer sagte mir, dass er es noch nie gehört hatte, dass jemand von Sparkling Hill nach Vernon gelaufen war. Wie gesagt, kein normaler Mensch tut so etwas! Aber diese Woche werde ich nicht verhungern ?

23 October 2017

23.10.17 Teil 1 - Auf gehts nach Vernon Es ging ganz früh mit dem Bus nach Kelowna. Ich war sehr froh, dass noch zwei andere aus dem Hostel nach Kelowna fahren wollten und den gleichen Bus nahmen. Durch halb Downtown morgens um 5 ist sogar für ein so mutiges Mädchen wie mich eine Herausforderung. 6:30 fuhr der Bus los. Ledersitze und super viel Beinfreiheit (endlich konnte ich meine Beine mal so richtig ausstrecken 😅). In Kelowna angekommen musste ich mich irgendwie bis Vernon durchschlagen. Vernon ist 45 km von Kelowna entfernt. Die Busfahrten sind richtig günstig - 1,5 h Busfahren kosteten mich nur 2,5$. Hätte ich den Busfahrer im ersten Bus gleich richtig verstanden hätte ich auch nur 2,5$ bezahlt. Es gibt eine Transfercard mit der man im zweiten Bus nichts mehr bezahlen muss (jetzt bin ich schlauer) 😇. In Vernon rief mir eine Frau ein Taxi, weil ich offensichtlich ziemlich verloren aussah. Es gibt leider keine andere Möglichkeit zu dem 18 km entfernten Hotel zu kommen...
23.10.17 Teil 2 Wie sich herausstellte war der Taxifahrer ziemlich gesprächig. Aber so lernte ich, dass die Häuser hier oben ab 800.000$ aufwärts kosten und das eine Mitgliedschaft im Golfclub pro Saison 10.000$ kostet. Er gab mir deine Karte - falls ich mal wieder ein Taxi brauchen würde (ich hatte eine Ahnung, dass das öfter sein würde). Das Hotel ist wahnsinnig beeindruckend. Sehr Nobel. Ich meldete mich brav an und wurde erstmal zur Seite verwiesen. Ja, so ist das wohl wenn man zum niederen Personal gehört 😄 Kelly, meine zukünftige Chefin, holte mich ab und wirkte direkt gestresst. Sie telefonierte die ganze Zeit und fuchtelte mit irgendwelchen Papieren herum. Ich wartet geduldig. Dann gab sie mir meinen Dienst Plan (23.10 und 24.10 frei) und fuhr mich zu den Personalunterkünften. Ich bekam schnell das Haus gezeigt und mein Zimmer. Alles super 😊 ich kann mich nicht beschweren. Aktuell habe ich das 2Bett-Zimmer allein für mich. Eigenes Bad und Miniküche.
23.10.17 Teil 3 Neben an wohnen zwei deutsche Mädels. Ich klopfte und fragte, ob sie vielleicht ein bisschen Zeit für mich hätten. Sie erzählten mir, dass es nur in Vernon die Möglichkeit gab essen zu kaufen. Oh verdammt - ich hatte nur ein paar Erdnüsse gegessen. Ich hatte Hunger, wirklich Hunger. Sie boten mir Etwas von ihrem Essen an. Ich war so dankbar! Das bedeutet aber auch, dass ich am nächsten Tag unbedingt nach Vernon musste um Essen und Trinken zu kaufen. Als ich noch darüber nachdachte wie ich das anstellen würde, ging hinter den Bergen die Sonne unter. Das Licht war einfach traumhaft, also schnell raus und Fotos für euch machen. Ich stieg einen kleinen Hang hinauf und das Ergebnis seht ihr oben ☺️

22 October 2017

22.10.17 - sightseeing Da es aus unerklärlichen Gründen nicht regnete, beschlossen wir Vancouver zu erkunden. Wir, das waren Annika (das Mädchen vom Lauf) und Lukas (Ihn hatte ich im Hostel kennen gelernt). Kathrin hatte Besuch und somit andere Pläne. Wir gingen zum Granville Island Public Market (Henry: Das ist der Markt den du als sehr deutschen Feinkostladen bezeichnet hast 😊). Dieser liegt auf einer kleinen Halbinsel und besteht aus einer großen Markthalle mit ganz vielen unterschiedlichen Delikatessen und kanadischen Besonderheiten. Danach ging es weiter nach Downtown. Nachdem Annika wieder zurück zu ihrer Unterkunft gefahren war, gingen Lukas und ich noch am Meer entlang und genossen die wirklich schöne Skyline Vancouvers. Das sollte fürs erste mein letzter Tag in Vancouver gewesen sein.

21 October 2017

21.10.17 - Teil 1 „So typisch!“ Wie immer startete mein Tag viel zu früh (4 Uhr) und mit Regen. Und natürlich mit dem trockenem Brot im Frühstücksraum. Diesmal erspähte ich zwei Mädels mit Laufshirts. Ich setzte mich zu den beiden und fragte sie ob sie 1. Deutsche seien und 2. Sportlich seien (das kam irgendwie völlig falsch rüber in dem Moment 😅). Eigentlich wollte ich nur wissen ob sie laufen. Sie berichteten mir, dass Sie heute bei dem ältesten Lauf Vancouvers mitlaufen würden. Er führt einmal um den Stanley Park und ist ca. 9,6 km lang. Ich fragte sie, wann der Lauf statt finden würde und die Antwort war „in 15 Minuten geht unser Bus“! Ich googelte fix ob Nachmeldungen möglich seien (Deadline war 9 Uhr, es war 8:45...) und aß in Rekordzeit mein Brot. Natürlich war ich dabei! Also anziehen und raus in den Regen! Als wir ankamen waren wir komplett durchnässt. Ich fragte mich durch wo und vor allem ob Nachmeldungen möglich seien...
21.10.17 Teil 2 „Immer noch: So typisch Suse“ Als ich endlich an richtiger Stelle angekommen war, waren tatsächlich Nachmeldungen möglich. Das Wetter war dabei sicher hilfreich. Ein Läufer neben mir fragte mich auch ungläubig ob das mein Ernst sei. Ja klar war das mein Ernst! Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe dann wird das auch gemacht. So! Ich bekam sogar ein schickes Laufshirt(„Check“). Nach dem obligatorischen Foto mit den Mädels ging es los. Es war nass, aber schön. Ich überholte mehr als mich überholten, sprintete dem Ziel entgegen und freute mich über den kleinen aber feinen Zieleinlauf. 52 Minuten waren akzeptabel. Die Erfahrung direkt am Meer zu laufen mit wunderschöner Parkanlage war hingegen unbezahlbar.

20 October 2017

Teil 1 20.10.17 - Der Morgen: Ich bin eigentlich nicht wirklich wetterfühlig. Aber als ich gestern morgen wach geworden bin und der Regen wie wild an die Scheiben prasselte war meine Laune auf einem Tiefpunkt. Es regnet in Vancouver seit 3 Tagen! Vancouver ist eigentlich eine wirklich schöne Stadt, aber wenn man den Einheimischen glauben darf,so gestaltet sich der gesamte Herbst,Winter und Frühling genau so:Regen, Regen, Regen! Kein Wunder: Hinter uns die Berge und vor uns das Meer. Als ich dann beim Frühstücken in mein trockenes Brot (furchtbar!) biss, noch keiner meiner neuen Bekanntschaften da war und ich zu viel Zeit zum nachdenken hatte bereute ich sogar ein bisschen, dass ich nach Vancouver geflogen war... Wenig später kam Kathrin. Sie war offensichtlich in besserer Verfassung als ich. Und dann kam Erik! Erik ist 76 Jahre alt und ein Tourguide. Er machte ein bisschen Werbung für seine heutige Tour, die durch den Vancouver Regenwald und zu einer Hängebrücke führen sollte....
Teil 2 20.10.17 - Erik! Ich war sofort Feuer und Flamme! Er verteilte einige Ausdrucke, die mehr Informationen über die kommende Tour verrieten. Kathrin hatte das Blatt gerade erst in ihren Händen, als ich schon sehr bestimmt festlegte: “Das machen wir!” Auch ihr “Darf ich das erstmal durchlesen” wurde von mir direkt verneint: “Das wird super! Das machen wir!” Damit war der Tag erstmal gerettet! Genau das hatte ich gebraucht. Ich hab Kathrin natürlich noch ein bisschen Zeit gegeben sich fertig zu machen, aber da ich schon seit 3 Stunden wach war gab es für mich nicht mehr viel zu tun. Auf dem Zimmer angekommen traf ich meine neue Mitbewohnerin -Danica. Sie kommt von den Philippinen und lebt nun seit 2 Jahren in Kanada. Ich fragte sie, was sie heute vor hat und sie war noch unentschlossen. Ich lud sie direkt ein uns zu begleiten. Ich hatte einen Lauf - Irgendjemand sollte mich stoppen 😅
Teil 3 20.10.17 - Der Ausflug Wir trafen uns alle in der Stadt. Es regnete noch immer und außer mir war keine der beiden Mädels wirklich überzeugt von dem Vorhaben. Wie sie sich doch irren sollten! Wir bekamen einen gelben Regenponcho, der wirklich sehr albern aussah und Erik, den absolut großartigen Erik. Er macht diese Touren unentgeltlich und mit unglaublicher Leidenschaft für diese Stadt. Wir mussten lediglich die Busfahrten, Fährfahrt und den Eintritt für die Hängebrücke bezahlen. Wir führen ca. 1 Stunde bis wir außerhalb von Vancouver an einem See waren. Mein erster kanadischer See 😍 und es hatte aufgehört zu regnen! ⛅️ Danach ging es weiter in den Regenwald von Vancouver zu einer Lachsfarm. Hierher schwimmen die Lachse, wenn Sie Ihre Eier ablegen. Also den ganzen Weg vom Meer, gegen den Strom bis hoch in die Berge. Dort legen Sie Ihre Eier ab und sterben. Traurig! Danach ging es weiter zu der Hängebrücke. Ich hatte meine Bedenken, aber ich konnte jetzt natürlich nicht kneife
Teil 4 20.10.17 - Die Hängebrücke Wir gingen ein Stück und kamen dann zu einer großen Hängebrücke. Mutig wie ich nur sein konnte, passierte ich diese Brücke. Wir machten sogar ein paar Fotos. Das Licht war wunderschön! Auf der anderen Seite der Brücke konnte man über Treppen und Brücken von Baum zu Baum gehen, natürlich nicht unwesentlich viele Meter über dem Boden. Danica war die erste, die sich bei mir bedankte, dass ich sie überredet hatte. Kurz danach bedankte sich Kathrin. Ein sehr befriedigendes Gefühl 😄 Als wir nach Vancouver zurück fuhren ging gerade die Sonne unter. Ich lief noch einmal an den Strand um den Sonnenuntergang zu betrachten und machte erstmals meinen Frieden mit der Stadt. Vancouver kann so schön sein!
Ich bin übrigens auch den Trans Canada Trail gewandert. Hier waren wir am Kilometerpunkt 27. Also nur noch 17973 Kilometer 😎

19 October 2017

Teil 2: 10:00 - 12:00 “Projekt SIM Karte” Um ein Bankkonto zu eröffnen benötigt man eine kanadische Nummer. Und dafür benötigt man eine kanadische sim-Karte. Kathrin, das Mädchen aus dem Frühstücksraum, benötigte auch eine Karte. Somit beschlossen wir gemeinsam zu gehen. Wir gingen in ein Einkaufszentrum, da dort die meisten Anbieter vorhanden sind. Um es kurz zu machen - es ist verdammt teuer und komplett anders als in Deutschland. So etwas wie eine typische deutsche Prepaid Karte gibt es nicht, obwohl sie ebenfalls Prepaid-Card heißt. Du musst jeden Monat 25$ bezahlen, sonst wird’s die Karte inaktiv und du bezahlst ebenfalls, wenn dich jemand anruft. Ich habe tatsächlich 4 mal nachgefragt ob ich das richtig verstanden habe. Die Karte ist nur in Britisch Columbia gültig, würde ich ganz Kanada nehmen würde ich wesentlich mehr bezahlen. Alle Minuten sind frei - das wars. Kein Datenvolumen. Und das war das günstigste Angebot. Ich bin jetzt desillusionierte Besitzerin einer SIM Karte 😩
Teil 1 : 08:00 - 10:00 "Operation Menschen kennen lernen” Als ich im Flieger nach Vancouver saß, saß eine Frau aus LA neben mir. Sie heißt Lisa und wir kamen darüber ins Gespräch wie viel Angst und Sorge mir diese Reise macht. Sie selbst war in ihrer Jugend viel gereist und verriet über sich selbst, dass sie auch sehr oft Angst hatte vor ihrer eigenen Courage. Und daraufhin zitierte sie Eleanor Roosevelt, die gesagt hat “Mache jeden Tag etwas, wovor du Angst hast.” Ich hab kurz darüber nachgedacht und für mich beschlossen das zu meinem Mantra zu machen. Heute nun “Operation Menschen kennen lernen”! Ich war relativ früh im Frühstücksraum. Es waren kaum Menschen anwesend und nach kurzem selektieren des Raumes gab es niemanden der kurzfr. für mein Vorhaben herhalten konnte. 30 Minuten später betrat eine Deutsche den Raum (man erkennt Deutschen immer sofort!) also stürzte ich direkt zum Kaffee Automaten und sprach sie an. Sie war dankbar, ich war dankbar. Operation geglückt 🎉🙈
Teil 4 “Sightseeing” Wir sind weiter ans Meer gegangen, haben uns die Olympischen Medaillen angeschaut und waren in einem Flugsimulator, in welchem wir quasi über ganz Kanada geflogen sind. Das war richtig toll und gab einen großartigen Gänsehautmoment 🤧☺️
Teil 3: 12 - 14:30 “Eröffnung eines Bankkontos” Für work and Traveller ist ein Bankkonto 1 Jahr frei. Du benötigst allerdings eine kanadische Nummer. Die hatte ich ja nun, also konnte ich mich an den nächsten und letzten step wagen. Ich kam direkt dran. Der Bankmitarbeiter war recht geduldig mit mir, da ich wirklich wahnsinnig viele Fragen gestellt habe. Er meinte zu mir (nach 1,5 Stunden Gespräch), dass er dafür sonst 20 Minuten braucht... hm! Aber das sei etwas gutes weil es zeigen würde, dass ich klug bin und mich damit auseinander setzt. Ich mag es, wenn Menschen mir Komplimente machen obwohl ich ganz offensichtlich ziemlich nervig war 😅😄 Den Bankmitarbeiter seht ihr im Foto über dem Beitrag. Das Bankkonto hab ich damit ebenfalls erfolgreich beantragt und auch direkt meine Karte bekommen. Jetzt kann ich endlich Geld verdienen - Juchuh! 🍾
Das schöne am frühen aufstehen ist, dass man so unglaublich viel mehr vom Tag hat (es sei denn man geht bereits 16 Uhr ins Bett). Mein Hostel ist gar nicht weit vom Meer entfernt. Um 6 Uhr morgens sind hier unten am Strand auch nur ganz wenig Menschen unterwegs. Es riecht nach Meer, Archibald die Möwe fliegt über mich hinweg (ich neige dazu Tieren Namen zu geben) und die Berge sind in einen Hauch Nebel gehüllt. Ein schöner Start in den Tag!

18 October 2017

Aber ich kann auch von ein paar Erfolgen Berichte : Ich habe meine SIN beantragt (Sozialversicherungsnummer) und war in einem Brauhaus essen und trinken. Also war ich 15 Uhr schon leicht angeheitert was ich als ausgleiche Gerechtigkeit empfinde, da sich mein Körper ja schließlich in einer anderen Zeitzone befand. Um 1 Uhr nachts kann man also durchaus auch ein Bier trinken 🍺
Schlaflos in Vancouver 😶 “Bleib einfach den ersten Tag richtig lange wach, dann ist der Jetlag auch gar nicht mehr so schlimm” - Irgendjemand hat mir diesen Tipp gegeben. Okay, dachte ich, kein Problem - 30 Stunden schaff ich locker. Also bin ich Dienstag Abend bis 22 Uhr durch die Stadt und am Meer entlang gelaufen. Hab mich wach gehalten. Mittwoch morgen 5 Uhr war ich wieder wach. Also aufstehen und duschen. Was mir keiner gesagt hat war, dass mein Biorhythmus offensichtlich noch sehr an deutschen Verhältnissen hängt, sodass ich 16 Uhr (1 Uhr Deutsche Zeit) kaum noch in der Lage war meine Augen offen zu halten. Also ab ins Hostel und Zack - eingeschlafen. Jetzt, 12 Stunden später, liege ich in meinem furchtbar knarrendem Hostelbett und kann nicht mehr schlafen. 🤔

17 October 2017

Sicher in Vancouver landen: ✅ Visum erhalten: ✅ Hostel finden (dabei nicht verloren gehen) und Einchecken: ✅ Damit sind die wichtigsten Punkte für diesen Tag abgearbeitet. Ein „magic moment“ war heute auch mit dabei. Diesen hatte ich allerdings bereits beim Flug von Hamburg nach Frankfurt. Ich war gerade eingestiegen und am Tiefpunkt meiner Laune angekommen. So viel beschäftigte mich - mach ich da richtige? Bin ich dafür überhaupt geschaffen? Ich war also in mitten einer Krise, als mir plötzlich ein Mann, Mitte 40/Anfang 50, die Hand hin streckte und sagte: “Hallo, ich bin James. Und du bist?” Das war der Beginn von einer Stunde permanente Unterhaltung. Er ist selbst Amerikaner und erst vor 5 Jahren nach Deutschland gezogen. Die ganze Welt würde mir offen stehen und es würde großartig werden . Wer bin ich, dass ich einem Amerikaner widersprechen könnte!? Er hat mich tatsächlich aus dieser Krise heraus gezogen und als ich aus dem Flugzeug stieg war er weg... Verrückte Welt! Gute Nacht
Und los gehts... wahnsinnig wehmütig, aber mit unglaublich vielen dankbaren Momenten und Erinnerungen im Gepäck. Erster Halt: Frankfurt. Dann geht es weiter nach Vancouver