Europe, South America · 83 Days · 950 Moments · January 2018

Südamerika


30 March 2018

28 February 2018

Also vertreiben wir uns die Zeit bis Sven-Christian sich durch den Winter hierher gekämpft hat mit einer heimischen Spezialität.
Beim Landeanflug auf Billund sehen wir dann von oben die weiße Weite. Gestern noch alles grün am Pool, morgen müssen wohl die Skier raus. Zum Schluss dann das Undenkbare. Bei den Flügen aus Wüste und Urwald hatten wir ja mit viel gerechnet. Dort klappte aber alles reibungslos und pünktlich. Aber in Amsterdam war wohl das Eincheck- und Koffersystem abgestürzt. Bei ungefähr einem Viertel der Passagiere fehlen die Koffer. Aber die Dänen sind da ganz entspannt. In einigen Tagen soll es zu uns nachhause nachgeliefert werden. Aber besser, wir sind hier und nicht das Gepäck alleine.
Mittwoch, 28. Februar In Amsterdam sind wir gut und pünktlich angekommen und warten auf den Weiterflug nach Billund. Im Nachhinein hätten wir doch über Hamburg fliegen sollen. Aber wer hätte auch so spät mit so einem Wintereinbruch gerechnet. So können wir nur hoffen, dass es pünktlich weitergeht und wir auch abgeholt werden können.

27 February 2018

Der internationale Teil des Flughafens ist deutlich moderner und ansprechender, als wir es bei der Ankunft am nationalen Terminal erlebt haben. Und er hat sehr lange Wege. Hier ist gerade Gewitter. Mal sehen, ob es pünktlich los geht.
Da wir noch etwas Zeit haben, fährt Mauricio noch kurz mit uns durch die Stadt und zeigt einen beeindruckenden privaten botanischen Garten. Die Fahrt durch den abendlichen Berufsverkehr zum Flughafen ist abenteuerlich und schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Auf 4 Spuren je Richtung drängen sich die Autos, ständig auf der Hut vor den unzähligen Motorrädern und - rollern, die laut hupend jede noch so kleine Lücke zwischen den Autos ausnutzen und halsbrecherisch überholen. Und damit nicht genug. Wo der Verkehr stockt, drängen sich überwiegend junge und jugendliche Straßenhändler und preisen ihr Wasser, Erdnüsse und was nicht alles an. Und das alles auch noch bei strömendem Gewitterregen.
Die Fahrt geht wieder durch die grüne Landschaft gen Rio.
Marcio holt uns wieder ab und wir haben wieder WLAN im Auto. Henrik schickt Fotos von zuhause ❄️.
Dienstag, 27. Februar Abreisetag. Wir haben bis 13.00 Zeit und es scheint die Sonne!😎 Also nach dem Packen nochmal Pool und ein Blick auf „unsere“ Bucht.

26 February 2018

Und beim Abschiedscoctail bei „Madame Bardot“ hat der Himmel ein Einsehen über unser Bedauern, dass die Reise zu Ende ist und weint mit uns. Es regnet.
Noch ein kleiner Bummel durch die Geschäftswelt ...
Im Hafen lag schon wieder ein Kreuzfahrtschiff.
Es gab den hier wohl typischen Fischeintopf.
Nachmittags wurde es leider bedeckt. Da haben wir dann das Auto abgegeben und beim Pinguin nochmal lecker gegessen.
Montag, 26. Februar Nochmal eine Runde an den Strand. Es ist wenig los und da haben die Sonnenschirmverleiher mit dem hier so typischen weißen Bulli gar nicht alle Schirme aufgestellt.

25 February 2018

Und was gibt es heute zum Abendessen? FLEISCH! Nach dem Essen reißt der Himmel auf und wir haben noch einmal einen schönen Blick auf die Sterne vom Kreuz des Südens. Das wird uns im kalten Norden fehlen.
Und noch einer der weiten Strände im der Abendstimmung.
Aber dürfen wir bei dem offensichtlichen sozialen Problemen und anderen Lebenssituationen immer den moralischen Zeigefinger erheben. Auch in Schleswig, Berlin-Neukölln, Duisburg oder Frankfurt an der Oder gibt es noch genug Ecken mit Sanierungsstau.
An der Uferpromenade gibt es noch ein bisschen von der alten Fischerdorfromantik. Von allen Küstenorten, die wir unterwegs gesehen haben, strahlt Búzios ein besonderes Flair aus. Das hatten Brigitte Bardot und Jaques Cousteau wohl schon vor Jahrzehnten erkannt. Aber auch wenn die Ferienanlagen teils wunderschön sind, es keine Hochhausburgen gibt und viele Reiche ihre Villen mit Stacheldraht und Videoüberwachung haben: die Straßen sind für einen deutschen Autofahrer nervenaufreibend und gegen die Englischsprachkenntnisse der Brasilianer sind die Franzosen Fremdsprachengenies. Außerdem ist die einzige Zufahrtstraße zur Halbinsel mit den Geschäften und Wohnungen der Einheimischen dringend ausbaufähig. Bei Regen kommt man mangels Bürgersteig kaum über den Matsch.
Außerdem hat das Café gutes Internet. Hier erreichen uns die gut gemeinten Ratschläge, wir mögen uns für zuhause warm anziehen. Dort ist es wohl zzt 30 Grad kälter als hier - sogar nachts ❄️❄️❄️.
Das gehört ja bei uns am Sonntagnachmittag dazu.
Schuhgeschäfte unserer Art gibt es kaum, aber Flip-Flops ohne Ende.
Gestern lag eins, heute sind es sogar zwei Kreuzfahrtschiffe, die auf Reede liegen. Also begegnet man auf Schritt und Tritt Amerikanern.
Und während wir wieder am Strand sind, kommen die letzten Angler von ihrer Sonntagmorgentour zurück.
Wenn die Sonne scheint, leuchtet alles noch schöner.
In den Urlaubervierteln gibt es viele schöne Anlagen.
Über der Bucht kann man „unser“ Haus liegen sehen.
An einem Aussichtspunkt kommen uns die kleinen Brüder des Condor mal ganz nahe. Da sieht man, dass diese grandios in der Luft zu schwebenden Vögel am Boden nicht ganz so hübsch sind.
Bei einer der steilen Abfahrten eröffnete sich ein Blick auf einen der zahlreichen Ortsteile von Buzios mit seiner Villenlandschaft.
Hinter jeder anderen Ecke wieder ein Strand.
Sonntag, 25. Februar Nach einem sonnigen Frühstück umrunden wir die Halbinsel bis zu ihrem Ende.

24 February 2018

Jeden Abend werden alle Stühle und Schirme wieder abgebaut und eingesammelt. Wo es geht fährt der Strandbuggy mit Hänger direkt auf dem Strand. Hier sagt man auch Buggy mit u, nicht mit a wie auf Englisch oder bei uns. Das sind lustige Fahrzeuge auf VW-Käferbasis.
An der Strandbar gibt’s lecker Kokusnusgetränk.
Sonnabend, 24. Februar Heute strahlt die Sonne wieder und wir fahren runter an den schönen Strand in der Felsbucht. Sonnenschirm und Stühle stehen schon bereit und wir genießen den Tag. Kaum zu glauben, dass zuhause Winter sein soll und wir nur noch 3 Tage hier sind. Gegen Abend fahren wir an einen der längeren Strände und machen einen Spaziergang im den Sonnenuntergang hinein. Schade, dass schon kurz nach sechs das Sonnenlicht ausgeschaltet wird. Vielleicht sind viele Brasilianer deswegen so früh hoch. Am Abend machen wir es uns am ruhigen Pool gemütlich, in dem sich der Halbmond spiegelt. Auch beim Mond genau hinsehen. Nicht nur, dass er hier südlich des Äquators wie die Sonne über den Norden zieht; zunehmender und abnehmender Mond sind hier auch genau gegensätzlich.

23 February 2018

Freitag, 23. Februar Heute hat es uns erwischt. Nein,nicht gesundheitlich. Morgens kommt kurz die Sonne durch und ich schiebe das nächtliche Wasser von der Terrasse. Aber dann bedeckt es sich und regnet bis zum späten Abend. Wer mich kennt, weiß um meine Wetterfühligkeit 😂. Andererseits tat der ruhige Tag der sonnengestressten Haut auch gut.👍

22 February 2018

Nach einer Kaffeepause fahren wir einkaufen. Da wird es plötzlich schwarz und es geht ein tropisches Unwetter runter, wie wir es noch nicht gesehen haben. Binnen Minuten entwickeln sich die Straßen zu reißenden Bächen.
Nachmittags fahren wir Richtung Zentrum. Die ganze Halbinsel ist überzogen mit alten Kopfsteinpflasterstraßen.Was das wohl sollte. Die Villen der Reichen gab es damals sicherlich noch nicht. Vielleicht eine alte Plantage? Wir müssen Maria mal fragen. Die Straßen sind zwar staubfrei, haben aber einen Haken. Sie sind sehr uneben und haben plötzlich große Löcher. Hin und wieder sind die sogar gekennzeichnet. Außerordentlich nervig sind auch die großen Bodenwellen, die den Verkehr abbremsen sollen. Die haben wir in ganz Südamerika gesehen, hier aber perfektioniert.😬 Auch die gefühlt alle paar Meter Zebrastreifen sind hier sehr erhöht. Gehalten wurde davor für Fußgänger aber nur in Chile.
Die Bucht ist aber von schöner Vegetation mit Bäumen und Kakteen eingerahmt.
Donnerstag, 22. Februar Heute ist wieder Urlaubserholungstag. Es gibt hier rund 20 Strände. Am Toratugastrand waren wohl früher die Schildkröten, heute nur noch Urlauber.

21 February 2018

Und Churrasco können wir jetzt auch. Grillkohle an, ein ordentliches Stück Filet auf den Spieß, übers Feuer halten - fertig. Lecker 🍖🍖🍖!
Vor der Uferpromenade von Buzios liegen noch ein paar Fischerboote und die Ausflugsschiffe für die vielen Tagesgäste aus Rio und aus den unzählige Hotels und Pousadas.
Die Älteren werden sich noch erinnern. Sie hat den Ort hier international bekannt gemacht. Zum Dank ist die Uferpromenade nach ihr benannt und ihre Büste erinnert an die gute alte Jugendzeit. Brigitte Bardot.
Ich kann Ture ja gut verstehen, dass es ihm bei den vielen Aussichten (vorne Mitte 😍) an den Stränden schwer gefallen ist, wieder in das trübe Norddeutschland zurückzukehren. Aber was tut man nicht alles für die Familie👍😀.
Eine traumhafte von Felsen und viel Grün eingefasste Bucht mit glasklarem Wasser und ohne große Brandung.
Mittwoch, 21. Februar Die letzte Woche bricht an. Eigentlich wollten wir mit unserem kleinen Dacia (!!!) in den Ort und uns das Zentrum ansehen. Dann kamen wir aber am Praia de Forno vorbei. Nach dem Gewitter gestern hat es aufgeklart und es geht leichter Wind. Also umdisponieren und die Badehose raus 😎.

20 February 2018

Da es ja schon um 18.30 Uhr dunkel wird, fahren wir in den Ort und wollen etwas essen. Leider macht das Restaurant von Marias Bruder schon um 6 zu. Dann kommt auch noch ein Gewitter auf. Nach den warmen Tagen gehört hier ein abendlicher Schauer wie in Rio wohl dazu. Also auch kein Internet, dafür ein gemütlicher entspannender Leseabend. Als wir zurückkommen, werden wir schon an der Tür erwartet.
Hier ist es auch sehr schön ruhig. Es gibt zwar ein paar Strandhändler mit Bikinis, Kleidern, Eis oder Maiskolben; die sind aber lange nicht so aufdringlich wie in Rio.
Heute Nachmittag sind wir an den Praia da Ferradura, den Hufeisenstrand, gefahren. Der ist wie ein Hufeisen geformt und bildet so eine wunderschöne Bucht. Gesäumt wird sie von kleinen Hotelanlagen und Bungalows den Hügel herauf.
Nur Internet gibt es hier nicht. Also wird es nur noch ein Journi geben, wenn wir in einem Café sind oder so 😪.
Wir beobachten überall, dass die Einheimischen relativ wenig schwimmen. Die Meisten stehen im Wasser oder sitzen im Flutsaum. Das ist uns auch schon im Hotelpool in Iguazu aufgefallen. Wir fragen uns, ob so viele nicht schwimmen können oder das einfach nur so üblich ist.
Vom Strand unten hat man einen schönen Blick auf das Haus oben. Wir haben das Kleine rechts.
Und einen schönen Pool haben wir und diesen zzt auch noch für uns alleine.
Von hier oben hat man einen weiten Blick über die umliegenden Hügel mit den darin verstreut liegenden Villen. Buzios liegt auf einer in den Atlantik hinausragenden hügeligen Halbinsel. Der Ort hat wohl um die 20.000 Einwohner und zahllose Hotels und Posadas, wie man die Pensionen hier nennt. Außerdem viele Ferienvillen und in vielen Buchten große und kleine Strände. Da es keine Hochhäuser gibt, wirkt alles beschaulicher. Es ist so etwas wie das brasilianische Sylt oder Travemünde. Viele Hotels sind laut Booking.com sehr hochpreisig. Wir haben Glück jetzt in der Karnevalsnachsaison so ein verhältnismäßig günstiges Häuschen gefunden zu haben. Vielleicht liegt es ja zu ruhig. Die Südamerikaner lieben ja eher den Trubel.
Der große Bungalow über uns scheint früher ein herrschaftliches Anwesen gewesen zu sein, wie das Wachhäuschen unten zeigt. Zzt sind keine Gäste da. Man kann es für 500.000 Euro kaufen. Wir haben ein wohl ehemaliges Mitarbeiterhäuschen daneben. Ein bisschen norwegisches Hüttengefühl.
Von hier haben wir auch einen schönen Blick auf den Atlantik und die kleine Badebucht unten.
Da wegen der Winterzeitumstellung die Sonne schon um 18.30 Uhr untergeht, wird es schon früh hell und wir frühstücken auf der Terrasse vor unserem Häuschen.

19 February 2018

Abends sitzen wir dann noch etwas draußen. Die Nachttemperatur liegt bei Mitte 20 Grad, aber der Wind weht ordentlich und kühlt etwas ab. Anja kriegt erst einmal einen ordentlichen Schrecken, als dieses ca. 20 cm lange Untier auftaucht.
Und gegenüber von der Autovermietung ist das Restaurant von Marias Bruder. Thibault kann Englisch und übersetzt, wer wir sind. Wir verabreden, dass wir nochmal wiederkommen zum Essen.
In Buzios werden wir am Ferienhaus von Ariane und ihrem Mann Thinault begrüßt. Die Beiden betreuen für den holländisch-brasilianischen Besitzer die Anlage. Sie begleiten uns auch zur Autovermietung. Ture hatte uns schon gesagt, wir würden einem Wagen brauchen, so schön ruhig, wie das Haus liegt.
Nach Buzios sind es rund 180 Kilometer nordöstlich von Rio. Unser Transferfahrer Mauricio ist eigentlich Stadtführer. In den Reisebussen und sogar Privat-PKW ist WLAN nicht unüblich. Das ist häufig besser als unser aktuelles Internet in Schaalby. So können wir uns über Google-Übersetzer unterhalten und auch mal kurz mit Henrik per WhatsApp von Auto zu Auto telefonieren. Wunder der Technik! Wir sind jetzt gespannt auf die Heimat von Maria. Maria ist die Schwiegertochter von Monika, der Partnerin von Schwiegervater Hans-Jürgen; also sozusagen die Stiefschwägerin von Anja. So haben wir schon viel über Buzios gehört. Zuerst geht es aber durch eine wunderschöne grüne Hügellandschaft mit saftigen Weiden und immergrünen Wäldern und kleinen Orten und hin und wieder ein Blick aufs Meer. So grün wie es hier ist, muss es auch im Sommer regelmäßig und reichlich Regen geben
Während wir über die lange Brücke über die Bucht fahren, noch ein Blick auf Stadt, Zuckerhut und Christus,
Um 12 holt Mauricio uns ab für den Transfer nach Buzios, der letzten Station unserer Reise.
Montag, 19. Februar Wir haben bis Mittag Zeit auszuschlafen und uns von Rio zu verabschieden. Sechsspurig eilen die Menschen mit ihren Autos zur Arbeit. Die Copacabana wird da zur Einbahnstraße.

18 February 2018

Aber dafür reicht es in der Strandbar noch allemal. Heute ist Happy Hour 😀.
Dann noch ein kleiner Abendspaziergang an der Copacabana. Die Karnevalisten sind weg. Neben unserem Hotel das Copacabana Palace. Dort steigen die Schönen und Reichen ab. Leider nicht die Preisklasse eines deutschen Beamten😪.
Zum Abschluss ein Gruppenfoto für alle. Vicente lässt sich dafür alle Handys reichen. Links neben uns Carla und Jaime aus Santiago de Chile. Die Beiden haben uns unterwegs angesprochen und sind sehr an einer Unterhaltung interessiert. Carla hat wohl deutsche Vorfahren und arbeitet an der Uni in Santiago. Jaime ist eigentlich Tierarzt, arbeitet aber für deutsche Arzneimittelhersteller als Pharmareferent. Da würde er deutlich mehr verdienen. Sie erklären uns was Jote ist. Das haben wir hin und wieder auf der Speisekarte gesehen . Eins der Lieblingsgetränke der Chilenen. Halb Rotwein, halb Cola. Soll sehr lecker sein. Werde ich zuhause ausprobieren.🍷
Bei uns gibt’s die nur als Topfpflanze.
Er wartet schon ...
Und rund um den Zuckerhutfelsen wächst noch Urwald, den man auf Wanderwegen mit Ausblicken erkunden kann.
Und von gegenüber grüßt Christus.
Es hat etwas aufgeklart und wir haben einen schönen Blick auf die weite Bucht. Vicente erzählt, die Entdecker seien damals im Januar gekommen und hätten gedacht, es sei eine Flussmündung. Daher Rio de Janeiro oder - der Januarfluss.
Weiter geht es zur letzten Station Rios, das zweite Wahrzeichen, den Pao de Acucar, den - Zuckerhut. Auch hier hat Vicente schon Tickets für die Seilbahn organisiert. 65 Menschen passen in eine Gondel und das bei meiner Höhenangst. Aber es geht.👍
Aber An- und Abreise sind perfekt organisiert. Vicente steht mit dem Fahrer im Handykontakt und so heißt es pünktlich: Uruguay, Argentina, Chile - si. Alemania? Si! Auf dem Weg zum Mittagessen fängt es an zu regen. Macht nichts. Vicente hat in einer typischen Churrasceria der Einheimischen Plätze reserviert. Es. gibt diverse Salate, Fisch, Fleisch und sogar Hühnerherzen (mochte ich als Kind schon gerne). Vor allem aber Fleisch vom Grill satt. Das Fleisch wie Steak von Rind und Schwein, Huhn oder Würstchen wird auf große Spieße gesteckt und in einen Grill gesteckt, der unseren Hähnchenbrätern ähnelt; nur waagerecht.
Heute ist Sonntag, da haben natürlich besonders viele Menschen die Idee gehabt, hier hoch zu fahren.
Leider zieht gerade ein Schauer auf. Wir haben daher nur diesige Sicht und wegen Wolken auch nur nach einer Seite. Vicente sagt aber, häufig würde man gar nichts sehen.
Noch ein Stück den Urwald hinauf, dann sind wir oben. Bei Christus auf dem Corcovado.
Mitten in der Stadt gibt es an den Hängen ja einen der größten Urwälder in einer Großstadt überhaupt. Wo möglich ziehen sich aber die Farwelas die Hänge hinauf. Das ist immer eine eingeschworene Gemeinschaft, so Vicente. Viele, aber nicht alle, seien arm. Die „richtigen“ Obdachlosen sieht man gerade abends allerorten auf Matratzen oder auch nur Pappe schlafen. Selbst Mütter mit ihren kleinen Kindern haben wir gleich neben der Copacabana gesehen. Das sollte es in einem reichen Land wie Brasilien eigentlich nicht geben.
Nächster Stop das Stadion von Maracaná. Hier fanden die olympischen Spiele und die Fußball WM statt. Davor eine Statue über die WM-Siege Brasiliens,
Und dann haben sie daneben noch ausgerechnet eine Statue von Mutter Teresa aufgestellt. Wenn sie das wüsste.
Die zum Zeitpunkt der Erbauung imposant wirkende Kirche spiegelt sich heute in den Glasfassaden der Bankpaläste rundherum. Ja ja sagen die Einheimischen wohl. Erst ziehen die Bänker die Leute über den Tisch, dann bitten sie gegenüber in der Kirche um Ablass.
1984 hat Rio eine neue modernistische Kathedrale aus Beton erhalten. Achteckig und innen sehr interessant. Vom Haupteingang unten strömt Luft ein und zieht oben ab. Daher ist es immer schön kühl darin.
Ein altes Aquädukt wird heute als Straßenbahnbrücke genutzt.
In der Altstadt findet man noch viele schöne alte Häuser; leider nur teilweise mit viel Sanierungsstau.
Mit Selbstporträt des Meisters.
In der Altstadt hat ein Künstler Fliesen aus aller Welt zusammengetragen und eine Treppe gestaltet.
Für den Abschlussumzug im weltberühmten Sambodrom hätten wir noch Karten bekommen können. 125 Euro war uns aber zu teuer. Ture hatte uns sowieso geraten, das im Fernsehen anzuschauen. Haben wir auch gemacht. Eine gigantische Show mit bombastischen Wagen und Kostümen. Wäre aber nicht unser Geschmack gewesen. Immer die gleiche Melodie und für unsere Ohren Wahnsinnslärm. Vicente erzählt, dass es dir leichtbekleideten Tänzerinnen auch nicht mehr gibt. Es hat wohl u.a. Übergriffe von Touristen gegeben, die die Tänzerinnen mit Prostituierten verwechselt haben. Wir haben auch in mehreren Geschäften Schilder gesehen, die dazu aufrufen, Gewalt gegen Frauen anzuzeigen.
Zuerst geht es in die Altstadt, da später kein Durchkommen mehr sein soll. Über eine Million Karnevalverrückte werden zur 2018-Abschlussparty in der Karnevalhauptstadt der Welt erwartet. Um kurz nach 9.00 Uhr strömt es schon gewaltig.
Da es in dieser 8-Millionen-Stadt schwierig ist, die Sehenswürdigkeiten alleine zu erreichen, haben wir nach Beratung des wunderbaren jungen Hotelportiers Wogran (woher seine Vorfahren den Namen haben, weiß er auch nicht) eine Stadtrundfahrt gebucht. Der Guide Vicente und sein Fahrer Antonio holen uns mit einem Minibus ab. Wir sind eine 5-köpfige argentinische Familie, ein Vater mit Tochter aus Uruguay und ein Ehepaar aus Chile. Eine lustige Truppe. Vicente hat alles gut organisiert und voll im Griff. Immer vom Spanische ins Englische wechselnd und zwischendurch im Nebensatz Anweisungen auf Portugiesisch für den Fahrer.
Sonntag, 18. Februar Die Copacabana ist heute halbseitig gesperrt für die Sonntagspromenaden. Schon früh macht die erste Gruppe mit lauten Anfeuerungsrufen Frühsport.

17 February 2018

An der Copacabana gibt es eine Vielzahl von netten Strandbars. Natürlich wird auch hier heute ordentlich gefeiert.
Auch bei Licht genießen wir den Ausblick auf die Copacabana.
Dazwischen ein Gruß von Andrea aus Stuttgart 😂😂😂
Und überall dazwischen die Straßenhändler. Grillwurst, Bier, Wasser, Caipi; was man so braucht für die Party.
Hier beginnt gerade eine Riesenkarnevalsparty. Bei uns heißt das Kieler Woche, hier Karneval. Zu tausenden strömen die fröhlich gekleideten überwiegend jungen Menschen über die gesperrte Prachtstraße, wo am Ende am Strand eine Bühne mit Livemusik aufgebaut ist.
Nach einer notwendigen Kaffeepause bei einem Bäcker, der sogar guten Kaffee kochen kann, fahren wir noch zum anderen Ende der Copacabana.
Über die Bucht schräg hinter unserem Hotel ist der Zuckerhut zu sehen.
Am oberen Ende der Copacabana liegen sogar noch einige Fischerboote.
Am Strand von Ipanema ist es jetzt voll.
Wir fahren noch etwas die Straße hoch und kommen an den Binnensee, der hinter dem Stadtteil Copacabana liegt. Hier sind rundherum die Wohnviertel etwas besser. Die Stadt Rio de Janeiro liegt ja eingebettet zwischen kleinen Bergen. Der Corcovado, auf dem die weltberühmte Christusstatue steht, ist gut 750 Meter hoch (links), aber leider gerade von einer Wolke verhüllt.
Zum Abkühlen dann erstmal in einen klimatisierten Shpppingtempel mit Shops von Armami, Versace und Co. Mal sehen, ob Anja was findet? Ja, zwar nicht bei Boss oder so, aber wir finden was.
Viele Jugendliche feiern verkleidet und geschminkt auf der abgesperrten Strandstraße.
Hier ist endlich mal was vom Karneval zu sehen, der in Rio noch bis morgen geht. Eine Strandfete mit Livekapelle und den fröhlich tanzenden Leuten.
Nach rund 4 Kilometer Copacabana einmal um die Ecke und es folgen die Strände von Ipanema und Leblon. Hier ist die Brandung nicht so stark.
Nach ein wenig Relaxen auf dem Balkon mieten wir Fahrräder. Die Fahrradstraße entlang der Uferpromenade ist gut ausgebaut. Die Strandhändler streben an ihren Arbeitsplatz.
So hatten wir uns das hier vorgestellt.☘️
Sonnabend, 17. Februar Über Nacht wurde hier schon die Uhr von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Es wird jetzt also schon im 19.00 dunkel. Heute morgen dürfen wir in den 10. Stock des Hotels umziehen, da gestern nur ein einfaches im 1. Stock frei war. Zum Ausgleich haben wir dafür jetzt einen Panoramablick über die Copacabana,

16 February 2018

Der Strand ist angeleuchtet. Dann sieht man die dunklen Gestalten besser.
Hinter uns spielt und singt ein Gitarrist melancholische brasilianische Chancons. Ein stimmungsvoller Sommerabend.
Was macht man dann an in Rio? Man trinkt in der Abenddämmerung einen leckere Caipirinha an der Copacabana.
Bei immer noch 26 Grad Abendtemperatur gehen wir in einer Seitenstraße essen. Wir hätten nicht gedacht, dass es so verhältnismäßig günstig ist. Also erst einmal ordentlich churassco. Grillsteak usw.
Störend sind nur die unglaublich vielen ambulanten Händler, die einen ununterbrochen Sachen anbieten. Wasser, Hüte, Bikinis, Schals, Decken, gekühlte Caipirinhas und was man am Strand so brauchen könnte. Aber natürlich muss man den Menschen auch Achtung entgegenbringen mit was für einem Knochenjob sie versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Frühstück gibt es für uns heute in einer Hinterstraße in einer kombinierten Bäckerei mit Imbiss abseits der Touristen. Da wir erst um 14 Uhr in das Zimmer können also erstmal den weltberühmten Strand besichtigen🌴
Gegen viertel nach Acht landen wir schon auf dem internationalen Flughafen von Rio. Der ist nicht so schön. Alles Beton grau in grau. Wie im Internet empfohlen nehmen wir ein Radiotaxi mit Festpreis für rund 25 Euro zur 20 Kilometer entfernten Copacabana. Wir haben ein älteres Hotel direkt an der Strandpromenade gebucht, das Rio Lancaster. Nur die Straße trennt uns vom Strand. Es lockert auf als wir ankommen😎.
Freitag, 16. Februar Um 3.30 Uhr ist schon Wecken. Gegen 4.30 Uhr sind wir am nahen kleinen Flughafen auf der brasilianischen Seite. Hier tobt das Chaos. Nur rund 20 Maschinen starten hier täglich. Allerdings 4 innerhalb von gut 20 Minuten. Dann ist erstmal 3 Stunden Pause. Zu Fuß „suchen“ wir eine Maschine aus und ab geht es Richtung Rio.

15 February 2018

Im Bus gibt es noch die guten alten Schaffner. Sie freuen sich sicherlich überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben.
Drüben begegnet uns ein trauriger alter Käfer mit heruntergezogenen Mundwinkeln.
Auch zurück wieder ein Spaziergang über die Grenze. Hier klappt der kleine Grenzverkehr unbürokratisch wie zwischen Deutschland und Dänemark.
Die über 300.000 Einwohner zählende Stadt Ciudad del Este in Paraguay ist für die Brasilianer ein Shopping-Paradies. Ein Shopping-Center nach dem anderen reiht sich gleich hinter der Grenze auf. Elektronik, Lampen, Parfüm, Klamotten; alles was das zahlungskräftige Käuferherz begehrt.
Über den Grenzfluss nach Paraguay führt die Brücke der Freundschaft. Wir sind heute also in Argentinien, Brasilien und Paraguay.
Zu Fuß überqueren wir den Rio Paraná.
Nach einer Erfrischung im Pool trauen wir uns und fahren mit dem Linienbus nach Foz do Iguazu. Die Stadt ist erst gut 100 Jahre alt. Nach dem Bau des gigantischen Itaipustaudammes hat sie einen großen Aufschwung genommen und hat jetzt über 250.000 Einwohner. Und wir hatten eine Kleinstadt erwartet.
Er liegt auch da rum. Jaguare, Pumas und Schabrackentapire, die es hier auch geben soll, bleiben leider verborgen.
Oder Affen, die winzige Junge auf dem Rücken tragen.
Auch verschiedene Tiere wie bunte Vögel gibt es zu entdecken.
Und weitere Blicke auf die Hauptfälle, diesmal von Argentinien aus.
Auch hier kommt man noch wieder an Wasserfällen vorbei.
Im Nationalpark sind auch noch weitere schöne Wanderwege, um die Natur im Regenwald kennenzulernen.
Zurück wieder mit dem Zug durch den undurchdringlichen Urwald. Gut, es gibt den Nationalpark. So ist doch zumindest ein kleiner Teil dieser faszinierenden Natur vor der Gier der Agrarindustrie geschützt.
Und dann erreichen wir den Teufelsschlund, wo das Wasser mit unglaublichem Getöse in die Tiefe stürzt.
Über hunderte Meter geht es auf einem Steg über Nebenarme des Rio Iguazú, mal langsam dahinfließend, mal Stromschnellen. Es hat wohl in letzter Zeit viel geregnet. Der Fluss hat einen hohen Wasserstand. Dadurch wirken die Fälle noch imposanter.
Es gibt sogar Schmetterlinge wie in der Tolksschau. Nur hier leben sie. Unzählige bunte große und kleine Exemplare umschwirren uns.
Weiter geht die rasende Fahrt durch den Urwald - sogar mit Gegenverkehr,
Viele Einheimische haben natürlich ihre Teetasse und die Thermoskanne dabei. Das scheint zu beruhigen.
Nach ungefähr einem Kilometer nochmal umsteigen. Ist ziemlich voll, ist ja auch eine der größten Attraktionen Argentiniens.
Dann ist es erstmal wie in der Tolkschau. Die Parkeisenbahn zu den weiter entfernten Fällen ist im Preis mit drin.
Wir kommen im Nationalpark auf der argentinischen Seite an. Hier gibt es sogar drei Preise. Für Argentinier, für die direkten Landesnachbarn und andere Ausländer wie uns.
Donnerstag, 15. Februar Wir haben einen Transfer zu den Wasserfällen auf der argentinischen Seite gebucht. Wäre eigentlich eine Fahrt von ca 15-20 Minuten. Wäre da nicht die Grenze😂. Die Brasilianer lassen uns - man höre und staune- ohne Kontrolle ausreisen. Aber vor der arg. Grenze stauen sich die Autos, Busse und Kleinbusse. Das nimmt man hier alles ganz gelassen. Nach 45 Minuten sind jetzt schon 4 oder 5 der 13 Kleinbusse vor uns weiter. Hurra, es hat nur eine knappe Stunde an der Grenze gedauert.👍

14 February 2018

Aber auch hier, wie bisher überall, der Mitarbeiterstab für das Wohl der Gäste ist groß. Hier herrscht wohl eher Arbeitsplatz- als Fachkräftemangel. Wir würden den freundlichen Servicekräften allerdings empfehlen, sich in der Wartezeit etwas mehr Englisch anzueignen. Solche Probleme etwas zu fragen oder bestellen, hatten wir auf der ganzen Reise noch nicht. Aber alle sind relaxed und freundlich und Bier bekommt man immer 🍻.
Den Nachmittag erholen wir am Hotelpool. Das San Juan Ecohotel liegt verkehrsgünstig zu den Fällen und dem kleinen Flughafen auf der brasilianischen Seite. Es ist in diesen Tagen sehr günstig; vielleicht, weil heute morgen so viele Karnevalsflüchtlinge wieder abgereist sind. Dafür hätte man in Chile kaum ein einfaches Hostal bekommen.
Ein historisches Kolonialhotel gibt es hier auch noch.
Und von oben sieht der Iguaçu-Fluss ganz harmlos aus. Nur die aufsteigende Gischt lässt ahnen, wo der Fluss zuende ist.
Da kommt heute doch mal der Sonnenhut aus der Wüste zur Geltung.
Besonders gut haben mir die Ganzkörperkondome einiger Damen zum Schutz vor dem Spritzwasser gefallen 😂.
Von der letzten Plattform in den halbrunden Höllenschlund.
Bis zu 85 Meter fallen die größten Wasser herab. Große Wasser soll auch die Übersetzung von Iguazu aus der Indianersprache sein. Vor den größten Fällen führt eine Plattform ganz dicht ran. Geradezu atemberaubend.
Sie haben gerade Junge; die sind besonders possierlich, aber auch aufdringlich. Es wird dringend vor dem Füttern gewarnt. Sie können heftig zubeißen und verletzten.
Lustig sind die vielen Nasenbären, die überall herumschnüffeln.
Auf gut ausgebauten Wegen geht es durch den Urwald entlang der Fälle.
Unten fahren sie mit Schlauchboten dicht ran.
Die wohl rund 80 einzelnen Fälle verteilen sich auf 2.700 Meter Breite. Man kann sie also allenfalls von oben ganz sehen.
Und dann der erste Blick auf die ersten Fälle. Unglaublich. Wir haben auch Wetterglück. Es ist nicht tropenheiß und schwül-feucht, sondern angenehm warm um die 30 Grad und sonnig zum Fotografieren.
Mittwoch, 14. Februar; Valentinstag😍 Nach einem mal guten Frühstücksbüffet steht wieder ein Naturhöhepunkt auf dem Programm. Wüste und Gletscher hatten wir schon, jetzt kommen die neben den Victoriafällen in Afrika größten Wasserfälle der Welt dran. Beim Parkeingang schon Riesenandrang. Wo kommen die bloß immer alle her? Mit offenen Doppeldeckern werden wir einige Kilometer durch den Urwald gefahren.

13 February 2018

Und ein wunderschöner Abend zum draußen sitzen - zuhause ist Frost und Schnee???
Zum Tagesabschluss im Hotel wie immer ein lecker gekühltes einheimisches Gerstengetränk. Bei den tropischen Temperaturen sind sogar die Gläser gekühlt.❄️
Der Flughafen auf der argentinischen Seite liegt mitten im Urwald. Wir nehmen ein Taxi und lassen uns die paar Kilometer zu unserem Hotel in Brasilien fahren. So rum geht der Grenzübertritt recht schnell. Ausreise Stempel fertig, Einreise nach Brasilien genauso. Scheinbar hat der Taxifahrer Beziehungen.
Das sieht ja aus wie Riesenpetersilie“, sagt Anja über den Regenwald von oben.
In der Entfernung taucht die Gischt der größten Wasserfälle der Welt auf.
Im Anflug auf Puerto de Iguazu sehen wir erst große Rodungsflächen mit roter Erde.
Mit einer modernen Boeing von Aerolinas Argentinas wieder mit viel Beinfreiheit geht es weiter Richtung Urwald.
Aus der braunen Brühe des Rio de la Plata, des „Silberflusses“ ziehen Angler beachtliche Fänge. Rechts hinter den Bäumen schon der Flughafen.
Vor dem Weiterflug haben wir noch etwas Zeit und müssen nur über die Straße gehen. Da wir die Fluggesellschaft wechseln müssen wir die Koffer abholen und neu einchecken. Aber vorher nochmal selbst die Koffer und Taschen usw in den Scanner wuchten. Hier scheint kein Land dem anderen bei den dortigen Kontrollen zu trauen. Die armen Einheimische, die selbst bei der Einreise in ihr eigenes Land so aus unserer europäischen Sucht geradezu schikaniert werden. Da soll nochmal jemand über unsere angebliche Bürokratie meckern!
Mit so einem kleinen Flugzeug waren wir noch gar nicht unterwegs.
Im Dunst erscheint die Flußmündung vor der weiten Bucht.
Und dann erscheint wieder das unglaubliche Häusermeer um Buenos Aires. Man kann gut erkennen, wie quadratisch alles angelegt ist.
Bei Amaszomas Airways sitzen wir mal in der ersten Reihe.
Der Flug nach Buenos Aires dauert nur eine gute halbe Stunde.
Der Flughafen von Montevideo ist nicht sehr groß, aber sehr modern.
Dienstag, 13. Februar Mit einer herzlichen Umarmung werden wir von Karen verabschiedet.

12 February 2018

Und zum Abendessen eine in Uruguay gebraute Getränkespezialität.
Und die Zuschauer haben sich sogar Campingstühle mitgebracht.
Und dann mitten auf einem Platz neben dem brausenden Verkehr der Busse: alles Tango. Ein großer Lautsprecher und jeder und jede, die und der Lust hat, tanzt.
Auf dem Rückweg noch ein paar schöne Häuser.
In Uruguay ist Gras legalisiert; auch um die Rauschgiftkriminalität einzudämmen. Und dann auch noch Bio!
Es ist unglaublich. Das haben wir so im keinem Land gesehen. Alle trinken Matetee und haben die Tasse mit dem Metallhalm in der Hand. Am Ende Halms ist ein Sieb, das verhindert, dass die Blätter mitkommen. Und unter dem Arm hat man die Thermoskanne mit dem heißen Wasser zum ständig Nachgießen.
Nur Cafés sucht man am Strand vergeblich. Es gab für die wohlverdiente Pause nur einen Anbieter direkt am Wasser.
Zwischen dem noblen Hochhäusern drei Jugendliche, die Pappe oder irgendwas sammeln. Dabei soll in Uruguay die soziale Kluft geringer sein als in dem Nachbarländern.
Die ersten 15 Kilometer säumen unendliche Hochhausreihen die Strände. Später folgen auch Viertel mit eleganten Strandvillen den Weg.
Die Rambla ist gut 20 Kilometer lang. Neben vier Autospuren ist der Gehweg so breit, dass man auch bequem Fahrrad fahren kann.
Wir kaufen nur ein paar Empanadas, mieten zwei Fahrräder und fahren zur Rambla, der Uferpromenade.
In der alten Markthalle ein überfüllter Fresstempel, wie wir ihn noch nicht gesehen haben.
Viele alte Häuser haben noch diese wunderschönen Fliesenfußböden.
Die Hauptkirche ist auch lange nicht so überladen wie die katholischen Barockkirchen in Süddeutschland.
Viele der alten Fassaden sind schön restauriert, aber es gibt auch genügend graue mit dem sog. morbiden Charme.
Die berühmte Jugendstilbuchhandlung hat aber offen.
Am Hauptplatz neben dem Standbild mit Mausoleum darunter für einen General der Gegenturm zum Palacio in Buenos Aires.
Dann machen wir einen Spaziergang im die nahe Altstadt. Montevideo hat ein sehr schönes Opernhaus.Die Stadt war auch mal sehr wohlhabend.
Die Casa Sarandi. „Unser“ Haus in Montevideo.
Rosenmontag, 12. Februar Beim Wetter ist wieder alles gut. Ein schöner angenehmer Tag. Hier ist heute Feiertag und nur wenige Geschäfte haben offen. Vom Karneval merkt man gar nichts. Den haben sie schon 40 Tage lang mit Shows usw gefeiert. Heute genießt man dem freien Tag. Wir schauen erstmal vom Balkon die Straße runter zum Meer.

11 February 2018

Nachher zeigt Mario Anja noch, wie er seine Nudeln selbst rollt.
Wir finden aber schnell das Restaurant La Fram, das Karen uns für das Geburtstagsessen empfohlen hat. Der Wirt Mario, ein Kochkünstler wie er im Buche steht, begrüßt uns gleich mit Namen, gratuliert Anja und gibt einen speziellen Schaumwein aus. Karen ist in der Stadt gut vernetzt und hatte uns schon angekündigt 😀
Und was gibt es bei 12 Millionen Rindern??? Richtig: Steak. Und sogar alles Bio. In Uruguay hat sich Organic, wie das hier heißt, schon viel etabliert. Und Wein gibt es auch von hier. Insfesamt ist das gesamte Weinbaugebiet Uruguays nur etwa so groß wie ein mittelgroßes Weingut in Argentinien .
Montevideo ist mit 1,5 Millionen Einwohnern etwa so groß wie Hamburg. Die Altstadt mit dem Regierungssitz von Uruguay ist aber geradezu beschaulich. Uruguay ist etwa halb so groß wie die Bundesrepublik, hat aber nur so viele Einwohner wie Berlin. Aber 12 Millionen Rinder! Das Klima in der Hauptstadt ist subtropisch mit gelegentlichem Kaltlufteinbruch aus dem kalten Süden. Der Tag ist heute. Wir gehen von der Unterkunft einige hundert Meter zum Atlantik und es ist windig und kühl. Wie ein kalter Sommertag an der Ostsee. Es ist Sonntagabend und alles wirkt grau und verlassen.😬
Wir fahren die 5 Kilometer in die Altstadt mit dem Taxi für gut 5 Euro. Unsere Unterkunft ist in einem wohl um die 100 Jahre alten Art-Deco-Haus. Eine Pension mit drei Zimmern, Küche und Wohnzimmer. Sie gehört Karen. Sie stammt aus Wales und ist hier scheinbar verheiratet. Wir sehen später im unserem Reiseführer, dass der Autor diese Pension wegen der aufmerksamen Besitzerin, der Altstadtlage und dem historischen Haus mit dem altertümlichen Fahrstuhl sogar empfiehlt. Ja, Karen kennt ihn, in unserem Bett hat er aber nicht geschlafen 😀.
In Montevideo kommen wir auf dem riesigen Busbahnhof an. Mit einer Empfangshalle wie ein Flughafen, aber ziemlich schmuddelig.
Jetzt sitzen wir im bequemen Überlandbus nach Montevideo. Soll zwei Stunden dauern. Die meisten Argentinier wollen wohl in die berühmten Badeorte hinter Montevideo. „Wenn die Palmen nicht wären, sieht das ja aus wie bei uns“, sagt Anja. Saftige grüne Weiden wechseln sich mit großen Kartoffelfeldern, Mais, modernen Getreidesilos und sogar Knicks ab. Dazwischen kleine saubere Höfe und parkartige gepflegte Ortschaften. Langsam nähern wir uns der Hauptstadt. Da gibt es dann auch wieder die Siedlungen mit den kleinen einfachen Häuschen, um nicht zu sagen mit Hüttencharakter.
Nach 70 Minuten Überfahrt über den schmutzig-braunen Rio de la Plata von Buenos Aires kommen wir im Hafen von Sacramento an. Zwar keine Passkontrolle, aber erneut alle Koffer scannen. Bei mir hat man den Verdacht, die argentinischen Kollegen hätten was übersehen. Also Kofferschlüssel suchen, ruhig bleiben und öffnen. Es wird alles genau angesehen und sogar in die verdächtigen Plastiktüten geschaut, die man bei einer so langen Reise dabei hat. Die nette Rezeptionistin heute morgen konnte sich gar nicht vorstellen, das man eine Grenze ohne die wichtigen Kontrollen passieren kann. Ihr Kollege gestern Abend will in Kürze nach Spanien und hatte sich schon einmal über die Formalitäten für den Grenzübertritt nach Frankreich informiert. Wie, gibt es nicht ???
Vom Schiff aus, einem der schnellen Katamarane, noch ein Blick zurück auf die Millionenmetropole. Eine tolle Stadt, sehr europäisch, weltoffen, laut, manchmal chaotisch und laut, aber besuchenswert. Allerdings auch mit vielen Sonnen- und Schattenseiten.
Nach dem Frühstück fahren wir zur Fähre nach Uruguay. Aber wie hier ja vor der Bushaltestelle und überall üblich. Erstmal anstehen. Zunächst vor dem Tresen, wo die Bordkarten und Pässe gecheckt werden. Dann vor der Passkontrolle. Hier wird jeder Ausreisende einmal mit und einmal ohne Brille fotografiert und ein Fingerabdruck gescannt. Später stellen wir fest, dass hier die Kollegen beider Länder zusammen die Kontrollen durchführen. Also 2 neue Stempel gleichzeitig. Dann noch Koffer und alle Taschen durch den Scanner und es könnte losgehen. Nein relax😀. Ab in die lange Schlange und warten, bis das Boarding beginnt.
Sonntag, 11. Februar - Anja hat Geburtstag Der erste Gruß aus der Heimat.

10 February 2018

Zum Niederknien!
Und wir natürlich auch.
Und dann das Tanzpaar! Sie hat zu jedem der ausdrucksvollen Tänze ein anderes Kleid an. Das Publikum ist begeistert.
Eine großartige Show. Eine Sängerin mit einer rauen eindrucksvollen singt die typischen teils sehr lauten, teils fast melancholischen Lieder und moderiert auf Spanisch und Englisch. Als Liveband sind drei ältere hervorragend aufeinander abgestimmtes ältere Herren da. Sie spielen Flügel, E-Bass und natürlich das typische Bandonium. Klasse!
Für den Abend haben wir eine Tangoshow gebucht im bekanntesten historischen Café der Stadt, dem Tortoni. In einem Nebenraum ist eine Art Kleinkunstbühne im Stil der 20er Jahre mit rund 50 Gästen. Es sind viele Brasilianer da. Unser freundlicher Tischnachbar aus Rio macht das Foto. Er und seine ebenso sympathische Frau versuchen eine Unterhaltung. Leider sehr schwierig, da sie kaum Englisch sprechen.
Der Hauptplatz erinnert etwas an Mont Matre in Paris. Und natürlich Tango. Wir essen jetzt erstmal Steak im urigen Restaurant von Don Ernesto. Lecker - eben Argentinien. Beim Essem kommen wir mit einem Ehepaar aus Hongkong ins Gespräch. Sie können gut Englisch, aber kein Spanisch und können unsere Schrift nur schwer entziffern. Das servierte Gericht war dann auch nicht das, was sie erwartet hatten.
Die nächste Station ist der Stadtteil Sankt Telmo. Früher mal sehr wohlhabend, heute ein Antiquitäten- Künstler- und Restaurantviertel.
Und im Straßenkaffee gibt es zum Essen Tango.
La Boca ist eigentlich ein etwas heruntergekommenes Hafenviertel. Einige Straßen sind aber frisch renoviert und werden von unzähligen Künstlern und Souvenirhändlern bevölkert. Die Hafenarbeiter wurden früher häufig mit Naturalien bezahlt. Das konnte auch Schiffslack sein. Damit haben sie dann ihre Häuschen gestrichen, was dem ganzen einen pittoresken Anstrich gibt.
An der Bushaltestelle ein neues Museum im alten Viertel. Vor der Tür eine Fahrradinstallation des chinesischen Künstlers Ai Weiwei.
Nach einer weiteren abenteuerlichen Busfahrt, wo besonders die Familien mit ganz kleinen Babies auffallen, einmal quer durch das Zentrum, wollen wir in das alte Hafenarbeiterviertel La Boca.
„Eingerahmt“ wird der altehrwürdige Ort, der auch heute noch belegt wird, von Hochhäusern, Souvenirständen, Restaurants und einem eleganten Einkaufszentrum.
Die Ruhe täuscht. In den vielen Gassen sind Touristen ohne Ende unterwegs.
Und dann in einem Seitengang: „Don‘t cry for me Argentina...“ Das Grab der Nationalikone Evita Durate Perron. Die ehemalige Schauspielerin und Frau des Generals und Staatspräsidenten Juan Perron wird noch heute verehrt, wie die vielen Blumen an der Tür eindrucksvoll darstellen. Sie war wohl die Erste, die sich für eine Verbesserung der Situation der einfachen Leute einsetzte, starb aber zu früh, um noch viel zu bewirken.
Der nahe Friedhof Ricoletta ist wohl so auf der Welt kaum noch einmal zu finden. Die Familien aus Buenos Aires wie Geschäftsleute und viele bedeutende Generäle, die in der Stadt und im Land etwas darstellen, haben sich hier eine unglaubliche wohl für die Unsterblichkeit gedachte Totenstadt errichtet. Bis zu 5 Stockwerke tief sollen die Etagen für die Särge reichen. Teilweise kann man sie in den Privatkapellen sogar sehen.
In den Parks blühen riesige Bäume.
Weiter geht es mit einem Spaziergang entlang der breiten sauberen Avenidas mit dem immer brausenden Verkehr.
Gleich nebenan ein elegantes Villenviertel mit einigen Botschaften.
Ein Selbstporträt von Frida Kalo.
Nach den eher ästhetischen Bildern aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es später sozialkritischer .
Oder der Tango der Nackten.
Einen unheimlichen Detailreichtum zeichnet dieses Bild aus.
Mir gefällt besonders gut die Nackte im Garten mit Affe auf dem Schwein😂
Das MALBA, Museum of Arts Latinamerica Buenos Aires ist ein supermoderner Bau. Zzt läuft eine Ausstellung mit mittelamerikanischen Künstlern, u.a. von Frida Kalo, die auch in Europa bekannt ist.
Dann wollen wir in das Museum für lateinaamerikanische Kunst. Es macht aber erst um 12 auf - die Cafeteria aber früher 😀. Es gibt geeisten Kaffee und für jeden 1 1 1/2 Kekse mit der hiesigen Spezialität Dulce von Leche. Süße karamellisierte Milch.
Nicht alle in diesem exklusiven Stadtteil haben einen guten Job. Altpapier- und Schrottsammler mit ihren Karren sieht man viel.
Bei der Sanierung 1964 waren wir auch dabei.
An der Plaza de Alemania hat Deutschland Argentinien zum Staatsjubiläum kurz vor dem 1. Weltkrieg ein monumentales Denkmal geschenkt.
So sieht der Mate-Tee aus. Eine Ilexart.
Zufällig steigen wir vor dem botanischen Garten aus. Ein sehr schöner Park in der lärmenden Großstadt. Ein reicher Einwohner hatte in seinem 8-Hektar-Park mittlerweile wunderschöne alte Bäume und Büsche gepflanzt. Sogar ein Gewächshaus hatte er Ende des 19. Jahrhunderts von der Weltausstellung in Paris holen lassen.
Knarrend geht es los .
Sonnabend, 10. Februar Es ist heute schönes Wetter mit angenehmen Temperaturen. Wir wollen mal das Abenteuer Collectivos, also der Busse wagen. Gegenüber der Bushaltestelle noch einmal ein Blick auf den Büropalast mit seinem Turm und den runden Formen. Hier gibt es keine Ecken, der Architekt hielt den Kreis für perfekter.

9 February 2018

Die Avenida de 9. Julio erinnert an den Unabhängigkeitstag im 19. Jahrhundert und soll die breiteste Straße in einer Stadt der Welt sein. Je 7 Fahrspuren pro Richtung für Autos und je 2 für Busse=zusammen 18
Eine der teuren Shoppingmalls: Pacifico.
Eis am Stil gibt es hier so.
Wie im Klischee der Stadt: Tangotänzer in der Fußgängerzone.
Der berühmte Obelisk in der Mitte der Prachtstraße des 9. Juli.
Die von innen schöne Kathedrale ist auch an der Placa Mayo. Hier hat Pfarrer Borglio gepredigt, heute besser bekannt als Papa Franzisko in Rom.
Der rosa Palast des Präsidenten ist gleich nebenan.
Anschließend spazieren wir noch etwas durch die City. Da es morgen sonniger werden soll, verschieben wir das Fotografieren noch etwas. Hier aber die Placa Mayo, leider als Baustelle.Der Platz wurde weltberühmt während der Militärdiktatur als die Mütter hier vor dem Präsidentenpalast wegen ihrer verschwundenen Söhne demonstrierten. Und auch heute gibt es die Bewegung noch, wie die symbolischen weißen Kopftücher zeigen.
Der Palast mit Turm.
Unser Hotel Tango de Mayo (rechts) liegt direkt neben dem Palacio. Ein schönes Hotel im Stil der 20er.
Der Hausführer Matias ist froh, seinen ersten Einsatz auf Spanisch und Englisch für uns sechs Gäste so gut gemeistert zu haben. Seine Kollegin Mariela, die ihn beim ersten Mal begleitete, ist auch zufrieden.
Auch das berühmte Relief von Evita Perron an einem Hochhaus kann man von hier gut sehen.
Und ganz oben auf 95 Metern Höhe - der Turm ist perfekte 100 Meter hoch - kann man noch in die Leuchtturmkuppel. Nicht ganz ohne für Leute mit Höhenangst wie mich. Die ursprüngliche Lampe mit 300.000 Watt (!!) sollte ursprünglich das Licht über dem Rio de la Plata mit einem Zwillingsturm in Montevideo kreuzen. Das scheiterte aber an der Erdkrümmung. Heute leuchtet der Turm nur noch mit 5.000 Watt, um die Schifffahrt nicht zu stören.
Das Paradies muss man sich hart erarbeiten. Bis in den Turm geht der Fahrstuhl nicht. Oben erwarten den Besucher erst einmal 8 Balkone in die vier Himmelsrichtungen mit einem atemberaubenden Blick über das unübersehbare Häusermeer. Im Vordergrund der Nationalpalast, das Parlament.
In der Mitte des Gebäudes ist eine Kuppel wie in einem Mausoleum. Die unteren Stockwerke symbolisieren die Hölle mit dem Feuer (die runden Blumen unten). Die mittleren Stockwerke sind dem Fegefeuer gewidmet und im Turm ist das Paradies. Die 60 und 40 Säulen sollen die 99 Namen und den einen geheimen Namen Gottes symbolisieren. Die grünen, weißen und roten Fliesen unten sollen an die Flagge der italienischen Heimat von Erbauer und Architekt erinnern. Nur die Asche Dantes für den Kasten unter dem Condor unten hat der Erbauer nicht von Europa nach Argentinien bekommen. Barolo wurde aber auch nur 53. Die 398 Büros werden noch heute von Firmen, Anwaltskanzleien usw genutzt.
Wir sind im Palacio Barolo. Luis Barolo war 1890 aus Italien eingewandert und hatte es geschafft. Mit Baumwollverarbeitung hatte er Geld und Macht erworben. In der Zeit des ersten Weltkriegs war Buenos Aires eine der reichsten Städte der Welt. Das sieht man überall an den Jugendstil- und Art-Deco-Bauten im Zentrum. Barolo wollte da noch was Besonderes schaffen. Er engagierte den italienischen Architekten Mario Palanti, der von 1919-23 das damals größte und höchste Bürogebäude Südamerikas schuf. Das Ganze ist eine Homnage an Dante Aligheris Göttliche Kommödie und voller versteckter Symbole, die den Rahmen dieses Tagebuches sprengen würde. Das A im spanischen Wort für Fahrstuhl zB erinnert an die Freimaurer. Man denkt ein bisschen an Dan Browns Buch Das verlorene Symbol über die Freimaurer. Der Pfeil stellt eine französische Lilie dar. Die sieben Fahrstühle selbst sind alle 98 Jahre alt und funktionieren mit ihren schweizer Maschinen noch immer.
Also haben wir in Ruhe Zeit, uns was für heute zu überlegen. Da die Stadt ja relativ jung ist, gibt es nicht so viele historische Gebäude und Museen. Laut Reiseführer ist eins der besondersten Gebäude der Stadt gleich nebenan und um 11 ist eine Führung. Das passt bei dem heftigen Regen ja gut. Also zur Hoteltür raus und nebenan rein.
Freitag, 9. Februar Die Einheimischen sagen, in den letzten Tagen wäre es viel zu heiß gewesen. Also haben wir Ihnen heute zum Frühstück ein ordentliches Gewitter zur Abkühlung mitgebracht. ⛈

8 February 2018

Viele junge Leute um uns herum genießen auch den schönen Abend. Das könnte auch so in Berlin sein.
Anschließend gehen wir in die Roofbar. Es ist noch weit über 30 Grad warm. Tagsüber waren es wohl 38!
Zum Hotel nehmen wir ausnahmsweise ein Taxi. Zuverlässig und günstig.
... und landet schließlich in der Stadt.
... hat fast Bedenken, dass die Flügel die Hochhäuser berühren
... sieht das Stadion
Der Flughafen für das Inland liegt in der Innenstadt direkt am Wasser. Man fliegt also über der Stadt ein.
Nach knapp drei Stunden beginnt der Landeanflug auf die riesige argentinische Metropole. Die Hauptstadt selbst ist mit gut 3 Millionen Einwohnern etwa so groß wie Berlin. Im Großraum leben aber mit rund 12 Millionen Menschen etwa ein Drittel aller Argentinier.
Die besondere Farbe kommt von den vielen Mineralien, die die Zuflüsse von den umliegenden Gletschern mitführen. Und jetzt warten wir, dass uns der gute alte Airbus A 320 nach Buenos Aires bringt.
Der Flughafen liegt direkt am großen Lago Argentina. Heute haben wir beim jetzt 6. Flug der Reise eine knappe Stunde Verspätung. Es gab wohl ein technisches Problem am Flugzeug, allerdings keinerlei Info. Wie bei der Deutschen Bahn.
Und von oben gesehen am Ende der Welt. Fin del Mundo sagen sie hier.
Und hier stimmt es im wahrsten Sinn des Wortes: der Airport liegt mitten in der Pampa.
Dann erreichen wir den, sicher weil es hier flacher ist, neuen Flughafen. Von hier aus gehen täglich viele Maschinen zu Zielen innerhalb Argentiniens. Buenos Aires ist knapp 2.800 Kilometer oder drei Flugstunden, die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia, auch noch fast 900 Kilometer entfernt.
Dann werden wir von einem Flughafenshuttlebus abgeholt und verlassen die Stadt. Am Stadtrand große moderne Straßen und für eine weitere Besiedlung erschlossene Flächen. Hier passiert mehr als im interkommunalen Gewerbegebiet in Schuby..
Was für ein Kontrast zur umgebenden Steppe.
Und viele Bürger arbeiten gerade in ihren schmucken Vorgärten.
Überall gedeihen hier die Rosen.
Das Hauptsouvenir sind die Tassen für den Mate-Tee. Ich hatte schon überlegt, eine fürs Büro mitzunehmen. Das würde bestimmt gut kommen, wenn ich mit dem Metallstrohhalm meinen Tee schlürfe. Aber der Koffer ist leider schon voll.
Nahezu alle Straßen im Zentrum sind mit Betonsteinen gepflastert. Hier hat die EU bestimmt nicht gefördert.
Anschließend noch ein Spaziergang in den Ort. Das Zentrum hat eine belebte Einkaufsstraße mit vielen Outdoorgeschäfte, Souvenirshops und edlen Boutiquen. In den Außenbezirken verlieren sich die Häuser dann in der unendlichen Pampa. Im Gegensatz zu den Bergen mit dem Wald am Gletscherrand mit 1.000 mm Regen fällt hier wohl nur um die 200 mm Regen. Aber es ist ja genügend Wasser im nahen Lago Argentina, um den Rasen zu sprengen.
Donnerstag, 9. Februar Heute konnten wir in der Hosteria Los Gnomos (die Gnome) gemütlich ausschlafen. Nach dem Frühstück treffen wir eine junge Frau beim Feudeln, die Deutsch versteht. Sprechen könne sie aber nicht so gut. Sie scheint hier zu jobben. Ihre Oma war wohl ausgewandert und ihre Mutter hatte sich aus Liebe zur Landschaft für die weite Steppe entschieden und der Liebste musste mit. Sie, die junge Aushilfe, sei auch schon mehrere Monate bei der Verwandtschaft in Ulm gewesen, aber in der Pampa sei es schöner. Na denn! Wir freuen uns dann eher wieder auf das schönste Bundesland der Welt mit seinem satten Grün.☘️

7 February 2018

Zum Abendessen hat uns der nette junge Wirt in der Hosteria Lamm empfohlen. In diesem Teil der Pampa gibt es mehr Schafe als Rinder. Der Kellner meint, 1,5 Portionen würden uns reichen. Er hat recht ! Das Lamm wird hier im Ganzen aufgeklappt und dann auf einem Gestell über offenem Feuer in einem vom Gastraum einsehbaren verglasten Art kleinem Wintergarten gegrillt. Sozusagen das Spanferkel der Pampa. Danke an Sven-Christian für die Idee mit dem Vergleich.
Dann bummeln wir in die Stadt zum Abendessen. Trotz sehr kühler Temperaturen und Wind von den Gletschern her, die wie ein Kühlschrank hier wirken, macht eine Gruppe junger Leute in leichtem Sommeroutfit (ist ja Hochsommer) ohrenbetäubend schräge aber fröhliche Musik.
Jetzt sind wir in El Calafate. Calafate ist eine Berberitzenart, die hier überall wächst. Wir hatten laut Reiseführer mit einem einsamen Ort in der Steppe gerechnet. Die Stadt mit rund 10.000 Einwohnern hat sich in jüngster Zeit aber sehr herausgemacht. Das Zentrum ist sehr grün mit vielen großen Bäumen und wirkt sehr gepflegt. Das ist wohl der Nähe zu den fantastischen Gletschern zu verdanken und der auch scheinbar in Südamerika entdeckten Liebe zur Natur. Wir sind nur froh, dass wir die weite Rückfahrt nach Puerto Natales nicht mitmachen müssen. Die Einheimischen scheinen diese Entfernungen nicht zu stören. Die klappen sofort die bequemen Schlafsessel im Fernbus zurück und sind erstmal weg...
Die Gletscherzunge von oben.
Abfotografiert aus einem Bildband. Der wieder erwartete Durchbruch.
Für die unzähligen Besucher aus aller Welt wurden Kilometer lange Rampen gebaut. So kommt man ganz dicht ran. Es gibt sogar einen gläsernen Behindertenfahrstuhl, in dem sich das Podest rechts spiegelt.
Der Gletscher hat sich zzt zwischen den Hauptsee und eine große Bucht geschoben und die Bucht auf 12 Meter höher aufgestaut. In Kürze wird damit gerechnet, dass sich das Wasser wie alle paar Jahre einen Durchbruch mit viel Getöse schafft.
Ein unbeschreibliches Erlebnis.
Und es weht ein eisiger Wind herüber.
70 m hoch ist die Eiswand. Es knackt überall und mit Getöse brechen Stücke ab und fallen in den Lago Argentina.
Nur wenige Meter gegenüber der Eiswand gedeiht ein dichter Wald und blühen Büsche.
Wir nähern uns dem Gletscher Perito Moreno. Unser Guide Paula erzählt, dies sei der drittgrößte der Anden. Er geht direkt im dem Lago Argentina. Trotz nur 180 m über Meereshöhe ist hier ein Gletscher. Er schiebt sich mit 2-3 Metern jährlich in den See.
Dann kommen wir im Gletschernationalpark an. Nach der langen Fahrt erstmal ... An die im südlichen Ländern durchaus übliche Sitte, das Papier in einen Eimer daneben zu werfen, gewöhnen wir Mitteleuropäer nur schwer.
Nach unendlichen Kilometern mal wieder eine Rinderzuchtestanzia. Die Steakbarone haben durchaus angemessene Wohnhäuser.
Jetzt haben wir wohl die Hälfte der rund 350 Kilometer von Puerto Natales bis zur nächsten Stadt El Calafate geschafft. Der Fahrer hat scheinbar den Tempomat eingeschaltet und fährt 98 immer stur geradeaus. Vorhin musste er kurz abbremsen und von Südwest nach Nordwest abbiegen. Der laut Karte einzige Ort auf der gesamten Stecke mit wohl rund 20 Häusern, einer Tankstelle, einer Polizeistation und einem Hotel hieß Esperanza, was man hier wohl mit Erwartung übersetzen kann. Worauf die ersten Siedler hier wohl gewartet haben?
Nach dem kleinen Grenzort kommt bald eine gute Chaussee und die berühmte unendliche argentinische Pampa ohne Baum und Strauch. Wo keine Weide ist, blüht ein wunderschöner Margerittenteppich.
Nur einige Minuten Fahrt und ein blaues Schild grüßt Bienvenidos a Argentina, dem achtgrößten Land der Welt. Die Pampa ist hier genauso öde, allerdings werden wir auch mit dem Ende der guten chilenischen Teerstraße und dem Beginn einer staubigen Schotterpiste begrüßt. Die ersten Häuser der Grenzstation haben Schuppencharacter. Dafür in der Abfertigungsbaracke 4 freundliche Mitarbeiter hinter der Glasscheibe und modernste IT-Technik. Wir Europäer mit Reisepass aus Norwegen, Frankreich und Spanien (wir sind schon wieder die einzigen Deutschen!) haben einen eigenen Schalter, Stempel rein, fertig😀 . Weiter geht’s trotzdem nicht. Die Chilenen mit ihren Personalausweisen haben es deutlich schwerer. Aber die Nachbarn verbindet wohl auch sowas wie eine Erbfeindschaft. Aber nach insgesamt 2 1/4 Stunden scheinen wir jetzt alle Kontrollen geschafft zu haben. Man gut, wir müssen nicht mit zurück.
9.07. Nach nicht einmal ganz 90 Minuten schon hinter der Schranke. Wir hatten wohl Riesenglück. Hinter uns warten sechs große Reisebusse auf die Ausreise. 9.18 wir fahren wieder. Mal sehen, wie gut Argentinien gleich Bürokratie kann. Wir lieben Schengen, selbst an der dänischen Grenze.
Kurz nach 9. wir sind auf der Zielgeraden. Hinter uns wird ein Doppeldecker eingelassen.😂
Um viertel vor 8 kommen wir an der chilenischen Grenzstation an. Die machen aber erst 8 auf und einige kleine Busse warten schon. Um 8.20 alle raus aus dem Bus. Dann lernen wir noch einmal die chilenische Extrembürokatie kennen. Vor dem einzigen offenen Schalter stehen um die 150 Menschen im einer gewundenen Schlange an, um die Erlaubnis zur Ausreise zu erhalten. Wenn wir unseren Einreisebestätigungszettel, der mit dem Pass in jedem Hotel kontrolliert wurde, unterwegs verloren hätten, müssten wir hierbleiben.
Draußen ist es kühl und windig, aber tolles Licht.
Mittwoch, 8. Februar Früh aufstehen! Letzter Tag in Chile. Gegen sieben werden wir abgeholt. Ein neuer bequemer Reisebus soll uns nach Argentinien bringen. Wir haben einen Ausflug zum rund 400 Kilometer entfernten Gletscher Perito Moreno gebucht und wollen dann unterwegs in El Calafate aussteigen, da es von da mit dem Flugzeug weiter nach Buenos Aires gehen soll.

6 February 2018

Weiter geht es durch die weite Pampa. Auf riesigen quadratkilometerweise mit sechs Reihen Stacheldraht eingezäunten Weiden verbringen die Rindersteaks und Lammkeulen von morgen ein glückliches Leben in unendlicher Natur. In der fast baumlosen Steppe liegen vereinzelt die Estanzias der Rinderzüchter verstreut. Sogar Gauchos hoch zu Ross mit Hund an der Seite sehen wir.
Und friedlich grasen die Guanakos auf den Weiden.
Auf der Rückfahrt begegnen uns mehre Emus.
Das Hochwasser des Flusses ist zu einem Problem für die Wanderer geworden. Die Wege und Zeltplätze in den Bergen kann man nur über die überflutete Straße erreichen. Das scheint zzt nur mit einem Pickup zu gehen.
Percy hatte auf der Fähre schon erzählt, dass dies Hotel auf einer kleinen Insel besonders schön liegen würde.
Dann ist erstmal Mittagspause. Im Hotel darf man gerne sein mitgebrachtes Picknick im Sofa mit See- und Bergblick genießen.
Die Sommerwärme der letzten Wochen hat zu einer Eisschmelze geführt. Das Wasser des Rio del Peine stürzt hier tosend von einem in den nächsten See.
Es herrscht hier ein unglaublicher Sturm. Der entsteht, wenn in der weiten Pampa die Sonne die Erde erwärmt und die Luft aufsteigt. Der Sog der kalten Luft von den eisigen Gletschern verursacht den starken Wind, der wohl schon Busse umgeweht hat.
Ein Schild warnt vor starkem Wind.
In den 80ern hat eine Zigarrenkippe einen riesigen Großbrand entfacht. Hier in der Steppe hat sich der buschige Wald bis heute nicht erholt. Auf unzulässiges Feuer machen im Park droht bis zu 5 Jahre Gefängnis.
Die chilenische Familie ist mit uns im Bus. Die Einheimischen fotografieren sich bei jeder Sehenswürdigkeit gegenseitig ohne Ende.
Dann ein schöner Ausblick auf das Tordenskjöldmassiv. Die hellen Felsen sehen wie von der Sonne beschienen aus, sind aber von Natur aus so hell.
Auf Staubstraßen geht es in den Nationalpark. Der Straßenhobel ist hier die wichtigste Baumaschine.
Ein wunderschöner Park mit großen Seen und beeindruckenden alpinen Bergen. Besonders bei Wanderern aus aller Welt ist er beliebt.
Wegen Straßenbauarbeiten mitten in der Hochsaison ist nur einer von drei Zugängen zum Nationalpark geöffnet. Entsprechend groß ist die Schlange vor der Kasse. Ausländer zahlen hier den dreifachen Eintrittspreis-umgerechnet 30 Euro pro Person.
Hier sollte es eigentlich einen Ausblick auf die Felsnadeln der Torres del Peine, der blauen Türme geben. Heute sind sie leider grau verhüllt.
Den Namen hat die Höhle von einem ausgestorbenen Riesenfaultier, von dem Eberhardt Knochen und Fellreste gefunden hat, die heute zum Kummer der Chilenen in einem Museum in Berlin lagern.
Aus der rund 200 Meter tiefen und 30 Meter hohen Höhle hat man einen weiten Ausblick.
Die Höhle hat Ende des 19. Jahrhunderts Hermann Eberhardt entdeckt, ein deutscher Kapitän, der die Kanäle Patagoniens erforscht hat.
Dienstag, 6. Februar Um 8.00 Uhr werden wir zu einem Tagesausflug abgeholt. Mit 2 Franzosen und 25 einheimischen Touristen geht es Richtung Berge. Wilson scheint ein guter Fahrer zu sein. Der Guide Hugo oder so erklärt viel auf Spanisch und fasst es dann auf Englisch kurz zusammen. Das ist wegen der schlechten Lautsprecheranlage aber kaum zu verstehen. Wir beginnen bei der Milodonhöhle. Davor stehen Schatten der ausgestorbenen Tiere, die hier gelebt haben.

5 February 2018

Vom Zimmer aus genießen wir den Sonnenuntergang über Fjord und Bergen.
Und eine eigene Brauerei haben sie hier auch.
Es gibt viele moderne Geschäfte hier, besonders mit Outdoor- und Wanderausrüstung für die Nationalparks.
Am großen Hotel steht, wir sind am 51. Breitengrad. Das ist soweit südlich vom Äquator, wie Göttingen nördlich liegt.
Die Kau-Lodge. Alle Zimmer haben Meer- und Bergblick. Da haben wir mal wieder Internetglück gehabt.
Die Kirche steht wie immer am Hauptplatz.
Unten im Haus gibt es ein Café mit Meer- und Andenblick. Also erstmal Pause.
An der Uferpromenade mit Kunstwerken gehen wir entlang zu unserer heutigen Lodge.
Auch von Jan und Peter aus Oxford müssen wir uns nun verabschieden.
Nach knapp einer Stunde gibt die Hafenbehörde dann doch für das Verlassen des Schiffes frei. Bürokratie muss eben sein und es kommt ja auch nur einmal im der Woche die Fähre an. Die meisten Touristen kommen über Punta Arenas aus dem Süden oder das nahe Argentinien.
Die Stadt hat wohl gut 10.000 Einwohner und wurde als Hafen für die Schafausfuhr nach England gegründet. Heute werde eher die Touristenschafe geschoren, die von hier in die Nationalparks wollen.
Dann noch ein kleines Stück über einen weiten Fjord mit den schneebedeckten Gipfeln und wir erreichen Puerto Natales, den südlichsten Punkt unserer Reise. Das komplizierte Anlegemanöver leitet der Kapitän persönlich.
Kurz nach der spannenden Durchfahrt flüchten Dampfschiffenten vor dem Schiff. Die heißen wirklich so und gibt es nur in Patagonien und auf den Falklandinseln. Die können nicht fliegen und nutzen die kleinen Flügel als Ruder und laufen bzw. rennen eher mit dicken Beinen wie die eines Boxers über das Wasser.
Dann der Höhepunkt der Kanäle. Das Schiff muss sich zwischen zwei kleinen Inseln durchzwängen und hat nur 14 Meter Platz auf jeder Seite. Kreuzfahrer dürfen da nicht lang.
Das ist er zwar nicht, aber wir sehen auch Condore am Himmel kreisen und einige auf Bäumen am Ufer. Fürs Foto leider zu weit weg. Aber es sind majestätische Vögel mit bis zu 3 Meter Spannweite. Und für gegenseitige Fotos mit Mitteisenden haben wir auch noch Zeit. Bei der Kälte kommt meine neue handgestrickte Fischermütze gut zum Einsatz.
Das Ufer wird mit den Bergspitzen immer grandioser.
Wir stehen auf dem Vorschiff und bewundern die Landschaft. Die Berge sind kaum noch bewaldet und einige Schneefelder reichen fast bis unten.
Gut, dass den ganzen Tag immer warmer Kaffee und Tee bereitstehen.
Montag, 5. Februar Über Nacht war es ziemlich kalt. Um 1/2 8 stehen wir auf und gehen wie viele Passagiere nach vorne. Es ist noch bewölkt, klart aber langsam auf. Im Speiseraum wird das Frühstück schon vorbereitet.

4 February 2018

Nach dem Mittagessen zieht es dann zu und die Region wird m ihrem Schlechtwetterimage gerecht. Es soll hier so gut wie jeden Tag des Jahres zumindest etwas regnen. Die Regenmenge kann bis zu unglaubliche 11.000 Millimeter jährlich betragen. Also erstmal Mittagstunde und weiter entschleunigen.
Am Vormittag ruft Percy wieder zum „Unterricht“. Die Fauna Patagoniens steht diesmal auf dem Lehrplan. Percy zeigt zunächst in seinem hervorragenden Englisch, dass wir vor Kurzem die Stelle passiert haben, wo die südamerikanische, die pazifische und antarktische Platten aufeinander stoßen, was für die vielen Vulkane und Erdbeben in der Region verantwortlich ist. Außerdem liegen hier in der Region, die wir vom Wasser aus nicht sehen können, die nach Grönland größten Gletscher der Welt (wenn man von der Antarktis absieht). Auch die an den Ufern und in den Bergen zu findenden Bäume, Sträucher und Blumen werden uns intensiv erläutert. So wissen wir jetzt, dass die Riesenrhabarberpflanzen zur auf Lateinisch Canera-Familie gehören.
Puerto Eden heißt der einzige Ort, vor dem auf dieser 3-Tagesreise gestoppt wird. Ein menschlicher Außenposten auf einer Insel weit draußen jenseits aller Zivilisation. Die Fähre legt hier zweimal die Woche kurz an und die Menschen haben damit die einzige Möglichkeit in die beiden hunderte Kilometer entfernte Städte im Norden oder Süden zu kommen. Hier sollen etwa 60 Menschen eines indigenen Volksstammes leben. Und ihre Vorfahren schon seit Jahrtausenden. Dank moderner Funktechnik hat der Handyempfang mehr Balken als in Schaalby! Heute sind aber nur rund 50 zuhause. Percy sagt, 11 sind letzte Woche mit nach Puerto Montt gefahren und eine junge Familie mit Kleinkind fährt mit uns gen Süden.
Und dann zieht es an Steuerbord langsam vorbei. Ein Wrack. 1968 wollte ein Kapitän mit seiner Mannschaft einen Versicherungsbetrug begehen. Der betagte Frachter, dessen Zuckerladung man heimlich in Uruguay gelöscht hatte, sollte versenkt werden. GPS gab es damals aber noch nicht. So versuchte man, den Frachter ausgerechnet an der einzigen flachen Stelle im sonst 250 Meter tiefen Fjord zu versenken. 😂 Bergen lohnte sich nicht und später übte die Marine schießen, wie die großen Löcher in der Bordwand zeigen und jetzt besetzt die Natur das Wrack mit ersten Pflanzen.
Alle versammeln sich vorne an Bord und genießen erstmal, wie die Sonne die wieder norwegisch anmutenden Berge anstrahlt. Percy sagt, an dieser Stelle hätten die vorangegangenen Fahrten seit 9 Wochen nur Regen gehabt.
Sonntag, 4. Februar Gestern am späten Nachmittag ging es hinaus auf den Pazifik. Erst fuhren wir ein Stück entlang der Küste. Bei achterlichem Wind begann das Schiff doch zu rollen. Hier haben wir auch zwei Albatrosse beobachten können. Kunstvoll segelten sie einem einsamen Fischkutter hinterher. Woher der wohl in dieser unendlichen unbesiedelten Einsamkeit kam? Von den möglichen angekündigten Walen leider weit und breit keine Spur. Beim Abendessen bogen wir dann an und überquerten über Stunden eine weite Bucht. Zum Glück waren wir so seefest, dass wir nichts einwerfen mussten und die Fische hungrig blieben. Es hat ziemlich geschaukelt. Heute morgen dann 7.45 bei wieder Ruhe und aufgehender Sonne werden wir zum nächsten Höhepunkt gerufen.

3 February 2018

Die Berge, kleine Inseln und Schären sehen aus wie sie Schärenwelt vor Norwegen. Nur der Urwald ist anders und es ist hier alles völlig menschenleer, nur selbst hier draußen noch Lachsfarmen, die autark wie Bohrinseln leben. Das muss ein gigantisches Geschäft sein.
Langsam klart es auf, die Sonne kommt mal raus und wir biegen in einen der Kanäle Richtung offener Ozean ein, über den wir wohl einige Stunden müssen.
Nach dem Essen treffen wir Peter und Jan wieder. Ja, Jan weiß, dass das bei uns ein Männername ist. Sie spricht das N aber weich aus, wie etwa beim französischen Namen Jeanne. Wir haben die Beiden schon auf Chiloe kennengelernt. Der Arzt ( Anja und die Mediziner...) und die Straßenbauingenieurin sind gerade in Ruhestand gegangen und kommen aus der Nähe von Oxford. Sie stellen uns Neill aus Birmingham (links). Neill ist erst kurz in Chile und lässt sich ausführlich berichten, was wir schon gemacht haben. Die Drei sind für uns wie ein kostenloser Intensivenglischkurs. Und dann noch in echtem Oxfordenglish😀
Das Mittagsbuffet ist besser als erwartet. U.a. können wir mal die hier an der Küste scheinbar beliebten Algen im Salat probieren. Schmecken sehr nach Ozean.
Und eine norddeutsche Seglerin findet auch in Patagonien den richtigen Kurs.
Da die See ruhig ist, haben die Offiziere auf der Brücke nichts dagegen, wenn man sie besucht. Anders als bei AIDA😀👍
Nach einer ruhigen Nacht fahren wir mit gut 13 Knoten in die Fjordwelt Patagoniens ein. Es ist noch etwas bedeckt, aber nahezu windstill. Am Vormittag hält Percy einen interessanten Vortrag über die Tierwelt Patagoniens und was man von Bord aus mit etwas Glück sehen kann. Seelöwen sehen wir viele im Wasser spielen. Die Namen der Vögel können wir uns so schnell nicht merken. Es sollen aber noch Kormorankolonien kommen, auf dem offenen Meer gegen Abend könnten uns die mit über 3 Metern Flügelspannweite größten flugfähigen Vögel der Welt, die Albatrosse begegnen und wohl auch der König der Anden, der Condor. Auf Blauwale, die sog. Killerwale Orcas und Delfine warten wir auch noch.

2 February 2018

Und nach dem Abendessen wieder ein schöner Sonnenuntergang über dem Ozean. Die drei Hauptmahlzeiten sind im Ticketpreis enthalten. Kaffee, Tee, Wasser und Saft auch. Alkohol gibt es an Bord nicht, auch nicht an der Bar zu kaufen. Gab wohl früher Probleme...
Auf dem oberen Ladedeck kann man sehen, wie der Platz ausgenutzt werden muss. Das rote Auto steht auf anderer Ladung.
Auf der Steuerbordseite zieht eine Insellandschaft vorbei, die von Weitem an die dänische Südsee erinnert.
Südlich voraus die schneebedeckten Anden.
Etwas weiter draußen können wir nach Puerto Montt unter dem Panorama von drei mächtigen Vulkanen zurückschauen. Wenn man bedenkt, dass sich einer immer gerne mal alle paar Jahre meldet.
Mit einem Blick über einen Teil des Lachszuchtausrüsterhafen und den Vulkan im Hintergrund geht es gegen 17.30 los. Gerry sagt, welches Glück wir mit dem Sonnenschein haben. Das war in den letzten 9 Wochen wohl kaum der Fall.
Vor der Abfahrt gibt es das international vorgeschriebene Sicherheitsbriefing. Gerry stellt sich als Tourmanager vor. Wir hatten nicht erwartet, dass es unterwegs so viele Erklärungen geben würde. Gerry kann neben Englisch und Spanisch sogar Deutsch und ist regelmäßig in Kiel. Die Erklärungen gibts aber nur in Englisch.
An Bord treffen wir das junge Pärchen aus Magdeburg wieder, die schon mit uns im Hostal in Puerto Montt waren. Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Tag erfahren wir später, dass Vicci (Victoria) und Malte gerade ihr Studium abgeschlossen haben. Sie als Lehrerin und er Medizin. Und: wir unterhalten uns über den Herflug und stellen fest, dass wir schon gemeinsam von Amsterdam über Buenos Aires in einem Flieger waren. Zufälle gibt es...
Die Eden ist eine 34 Jahre alte 14.000-Tonnenfähre aus Frankreich, die auch schon in Mexiko gedient hat. Der Lack ist eindeutig ab und Rost an vielen Stellen. Hauptsächlich werden LKW-Auflieger mit Waren für das südliche Chile transportiert. Das ist die einzige Fähre in die Region. Sie fährt einmal wöchentlich. Die Überfahrt dauert je nach Wetter rund 70 Stunden mit drei Übernachtungen.
Dann geht das Abenteuer endlich los. Mit rund 80 Gästen aus aller Welt von Chile über Australien und den USA bis Frankreich und Deutschland. Viele Ältere und Jüngere, aber keine Familien.
Hier fängt nach den Sommerferien im März die Schule wieder an. Schon in der Grundschule gibt es Uniformen. Die Schule entscheidet später viel die Chancen. Die Aufnahmeprüfungen für die Uni schaffen die Absolventen der teuren Privatschulen in der Regel ohne Probleme, für die Schüler der staatlichen Schulen ist es ungleich schwerer.
Wie gut, es gibt die moderne Technik. Dann kann man sich die Wartezeit vertreiben und über die Berge und den Ozean mal kurz bei den knapp 14.000 Kilometern entfernten Lieben nachfragen, was es in der Heimat so Neues gibt 😀👍.
Der Check-in für die Fähre ist ganz unkompliziert in einem Konferenzraum des Hotel Holliday-Inn im Einkaufszentrum. Den Rucksäcken und Koffern nach erwartet und eine bunt gemischte Truppe. Beim lecker kolumbianischen Kaffee im Kaufhaus nebenan warten wir jetzt mit Meerblick auf den Shuttlebus und genießen nochmal den WLAN-Empfang.
Es ist erst einmal wieder Hochnebel. Das Hostal sieht von Außen also noch grauer aus. Innen ist alles frisch und farbenfroh renoviert. Der Wirt verabschiedet uns überschwenglich, wünscht eine weitere gute Reise und umarmt Anja. Er empfiehlt uns noch zum Check-in der Fähre mit einem Collectivo zu fahren. Das ist eine wirklich gute Alternative in Chile zwischen Bus und Taxi. Man hält einfach eins der im Vergleich zu den moderneren Taxen ein ähnlich aussehendes, aber deutlich älteres Fahrzeug an. Diese Gemeinschaftstaxen fahren umher und nehmen so viele Leute auf, wie hereinpassen. Der Grundpreis beträgt etwa umgerechnet 70 Cent. Bei uns sitzt schon ein Herr im Anzug vorne, der nur bis zu, riesigen Busbahnhof mit will. Da unsere beiden Koffer nicht ganz in den Kofferraum passen, hilft ein großes Gummibsnd, die Klappe zu fixieren. Der Fahrer freut sich über die deutschen Gäste, die sogar ein paar Brocken Spanisch können. Die Fahrt kostet für 2,5 km incl. Gepäck 3 Euro!
Heute
Freitag, 2. Februar Nach dem Frühstück haben wir noch etwas Zeit. Wir bummeln zum nahen Fischmarkt. Ein Fischer nimmt gerade Seeigel aus und stopft das Fleisch in Gläser (unten). Die Auswahl an frischem Fisch groß. Und Muscheln! Wir haben noch nie so viele Muscheln gesehen. Sie werden in großen Säcken wie Kartoffeln verkauft, ausgenomnen in Folie, fertig zum sofortigen Essen in (natürlich) Plastikbechern oder geräuchert auf Bändern aufgezogen.
Wir entscheiden uns daher für einen Tatort auf dem Tablet. Das Internet, das selbst hier im aus unser Sicht Ende der Welt besser ist als in Schaalby, machts möglich.

1 February 2018

Bei einem schönen Abendlicht gegenüber von unserem Hostal mit einem zwar nur spanischsprachigen, aber supernetten Wirt warten wir auf unsere Fährüberfahrt morgen von Puerto Montt nach Puerto Natales. In den nächsten Tage soll es mit einer kleinen Frachtfähre noch einmal 1.000 Kilometer weiter südlich durch die berühmten patagonischen Fjorde gehen. Da sind wir mal gespannt. Wir haben schon ein junges Pärchen aus Magdeburg und ein englisches Ehepaar aus der Nähe von Oxford kennengelernt, die auch mitfahren. Wer schon mal im Internet nachlesen will, was wir da vorgaben: bei Google Navimag und die Route Puerto Montt - Puerto Natales eingeben. Handyempfang und Internet gibt es da unterwegs nicht!! Da sich noch einige Gäste lauter unterhalten, bekommen wir noch etwas Lust fernzusehen. Das chilenische Programm ist da etwas schlicht. Gegen manche Shows, für die man nicht Spanisch können muss, bietet RatL und Co gehobene Informationen für das Bildungsbürgertum.
Aber auch wenn man sehr viele gut gekleidete besonders junge Menschen trifft: wie in jeder größeren Stadt haben es nicht alle geschafft. Aber das gibt es bei uns ja auch.
Zeitweise ein bedeutender Hafen, dann Niedergang nach Eröffnung des Panamakanals und heute aufstrebender Industrieort. Besonders der Holzexport ist wichtig und vor allem die Lachszucht, die hier überall in den Buchten im großen, um nicht zu sagen riesigem Stil betrieben wird. In unübersehbaren Lagern von megagroßen weißen Säcken wartet das Futter für die Fischfarmen auf den Transport. Hier soll der Einsatz von Antibiotika und Co. ein Vielfaches von dem in Norwegen betragen. Die etwa so große Stadt wie Kiel verfügt neben den üblichen unübersehbaren kleinen Holzhaussiedlungen über eine Skyline und moderne Einkaufszentren, wie wir sie hier nicht erwartet hätten.
Auf dem üblichen Hauptplatz (wie heißt der noch gleich?) ein Denkmal für die ersten deutschen Einwanderer. Wie haben die sich wohl damals gefühlt? Unglaubliche 13.000 Kilometer Luftlinie von der Heimat entfernt.
Dan nähern wir uns bei schönstem Sonnenschein der Hafenstadt Puerto Montt mit den beiden Vulkanen im Hintergrund.
Auf der Fähre treffen wir Uwe und Monika. MOIN steht seitlich am T5. Also grüßen wir natürlich höflich zurück. Die Beiden haben den Bus mit Harburger Kennzeichen nach Amerika verschifft und wollen jetzt im Ruhestand in Etappen den amerikanischen Kontinent bereisen. Jetzt müssen sie leider einen Umweg über Argentinien Richtung Süden nehmen, da der Carretera Austral in Chile irgendwo im Nirgendwo durch einrn Erdrutsch versperrt ist.
Mit dem Blick auf die schneebedeckten Anden im Hintergrund geht es dann mit einer der in kurzen Abständen fahrenden Fähren in gut 30 Minuten zurück aufs Festland.
Schade, und nachher müssen wir unser bequemes Auto wieder abgeben.
Da es kaum Eisenbahnen in Chile gibt und man auch nicht überall hin fliegen kann, sind Busse das Hauptverkehrsmittel. Es kommen uns immer wieder eine Vielzahl entgegen. Die Kleinen sind die regionalen Stadt- und Umlandverbindungen. Überregional zwischen den großen Städten fahren teils luxuriöse Doppeldecker mit allem Komfort bis hin zu Erste-Klasse-Schlafsitzen wie im Flugzeug.
Hier auf der Insel ist der Highway nicht mehr als Autobahn ausgebaut. Aber alle Naslang eine Baustelle. Da die Baustellen immer lang und die Wartezeiten dementsprechend lang sind, verkaufen geschäftstüchtige meist Frauen Kaffee, Kuchen, Wasser oder Empanadas an die wartenden Autofahrer.
Heute ist unser letzter Tag bei den Chiloten. Nach dem Frühstück fahren wir entlang des Sees zurück zur Panamericana, die hier über die Insel verläuft. Laut Navi sollen wir 4,5 Stunden für die rund 200 km benötigen. In Castro kommen wir nochmal an einer anderen Stelzenhäuserzeile entlang. Wir haben in einem Bildband gesehen, dass ein Großteil der Häuser beim Erdbeben 1960 eingestürzt war. Im Moment ist Ebbe. Bei Flut sind die Stelzen umspült.

31 January 2018

Ganz satt wurden wir nicht. Da gab es dann noch einen Completo, mit Avokado und Tomaten, eine Art Hotdog dänischer Art zum "Nachtisch".
Zum Abendessen gab es eine touristisch überteuerte Pizza und ein leckeres Bier. Die Brauerei Kunstmann aus Valdivia braut - wie es der Name vermuten lässt - Bier nach deutscher Tradition.
Nach dem Erdbeben hier in der Region, das 1960 des stärkste je von Menschen gemessene gewesen sein soll, hat sich der Meeresboden hier um 2 Meter abgesenkt. Dadurch hat der See hier plötzlich einen Ozeanzugang erhalten.
Dann fahren wir nochmal die paar Kilometer an den Strand. Es ist gerade Ebbe und der Strand riesenbreit, riesenlang und fast menschenleer und - kühl. Aber erholsam wie im Herbst auf Sylt. Der Flutsaum ist übersät mit Muscheln. Muscheln sind hier allgegenwärtig. Wir haben einmal sogar zwei Schweine auf der Weide gesehen, denen man Muscheln zum Ausschlürfen hingeworfen hatte.
In keinem Ort haben wir bislang so viele Backpacker gesehen, wie hier in Cucao. Erstaunt waren wir aber über die vielen Wanderer im Park, die für einen Tagesausflug herkamen. Sogar ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff muss den Busgruppen nach zu urteilen in der Nähe gewesen sein.
Und das Wetter hier. Man muss hier offensichtlich Riesenregenmesser haben, um die Menge festzustellen. Chiloe soll sehr regenreich sein. Hier in den Hügeln des Nationalparks können es wohl bis zu 3.000 Millimeter im Jahr sein. Da sind unsere 950 im Regenjahr 2017 ja gar nichts. Hier ist auch der kalte Humboldtstrom aus der Arktis besonders zu spüren. Obwohl die Sonne hier so hoch steht wie in der südlichen Toskana, sind Meer und Luft heute im hiesigen Hochsommer trotz strahlendem Sonnenschein recht kühl . Zumindest mit der Sonne haben wir auf Chiloe aber Riesenglück. Es ist vier Tage trocken und klar bei überwiegend Sonnenschein.
Gleich hinter dem Strand blühen in geschützten Lagen Riesenlupinen und allerlei Büsche und Blumen.
Ein Weg führt auch an den Strand.
Überall im Park werkeln junge Freiwilige und erstellen neue Wege oder reparieren die alten.
Diese riesigen rhabarberartigen Pflanzen haben wir schon viel gesehen, hier gedeihen sie aber überall und besonders prächtig.
Da passt Eins wohl noch gerade in den Koffer.
Eine Frau aus der Gegend gestaltet aus den Holzschindeln alter Häuser Wandschmuck.