Around The World · 111 Days · 113 Moments · January 2018

27 April 2018

Wahnsinn...unser Rückflug nach Deutschland steht an 😱 nach 4 Monaten voller Eindrücke der südamerikanischen Kultur, spektakulärster Natur und langer Wege geht es nun zurück. Leider mit einer Verspätung von 3 Stunden. Erst sehr spät am Flughafen teilte man uns mit, dass, obwohl der Flieger aus Köln kommt, wir nach Düsseldorf fliegen müssen, da der Rückflug nach Köln gestrichen wurde. Alle Passagiere wurden im System auf den neuen Flug gebucht - nur wir als Standby-Passagiere nicht. Dies ist nicht automatisch möglich. Glücklicherweise fliegen wir mit Eurowings, so konnte ich im passenden Büro in Köln anrufen, das dies für uns erledigte und ich musste somit nicht alles neu buchen :) Wir sind gespannt, wann wir tatsächlich in der Heimat eintreffen und freuen uns auf viele Wiedersehen! Auch wenn es uns schon vor dem Alltag in Deutschland graut 🙈, wird dieses große Abenteuer für uns UNVERGESSLICH bleiben!

22 April 2018

Puerto Plata // 22.04.-27.04. Nach einer viel zu langen Anfahrt kamen wir in unserem Hotel an der Küste Puerto Platas an. Hier genossen wir 5 Tage lang die Ruhe, den Strand & die Cocktails und vor allem die große Auswahl am Buffet. Um nicht nur auf der faulen Haut zu liegen wie viele andere Hotelgäste, nutzten wir das kostenlose Wassersportprogramm. Wir fuhren Kayak, schnorchelten ne Runde ums Riff und probierten Windsurfen aus - echt anstrengend :D Außerdem machten wir einen Abstecher in die Stadt, aber bis auf ein paar wenige Straßen und einer schönen Parkanlage am Meer, in der eine alte Festung steht, gab es nicht viel zu sehen. Daher haben wir in der restlichen Zeit lieber die Gelegenheit genutzt, endlich wieder ein Buch zu lesen, welches kein Reiseführer ist ;)
Jarabacoa // Das nächste Abenteuer stand gleich heute morgen an: Paragliding :) Thomas würde dies auf Grund seiner Höhenangst nicht machen und somit genoss ich alleine meinen Flug durch die schöne Berglandschaft. Vier Einheimische wollten ebenfalls fliegen, brachten aber 5 Begleiter mit. Somit wurde es eine sehr enge Fahrt im Jeep den Berg hoch, waren doch noch 6 Jungs des Unternehmens dabei. Oben angekommen wurde alles aufgebaut und es gab eine kleine Einweisung. Wir flogen eine Weile über die grüne Bergwelt, entdeckten dabei einen Wasserfall und flogen dann langsam Richtung Städtchen. Nach knapp 30 Minuten Flug, landeten wir auf einer Kuhweide und fuhren danach zurück in die Stadt. Es war herrlich durch die Lüfte zu schweben :) Danach packten Thomas und ich unsere Sachen in unserer Airbnb Unterkunft zusammen und machten uns auf zu unserem letzten Ziel dieser Insel: ein All-Inclusive Hotel in Puerto Plata :D

21 April 2018

Jarabacoa // Nach süßer Schokolade standen nun wieder Abenteuer an. Im eine Stunde entfernten Ort Jarabacoa im dominikanischen Hochland erfüllten wir uns einen weiteren Wunsch: Rafting im Regenwald. Die Fahrt den Rio Yaque del Norte hinunter mit einer wirklich gut organisierten Tour dauerte gut 1,5 Stunden und machte uns richtig Spaß! Einige Stromschnellen und kleine Wasserfälle sorgten für Nervenkitzel und Adrenalinschübe, in den ruhigen Passagen konnten wir die Landschaft genießen und mit dem netten Pärchen, das mit uns im Boot war, über die Dom Rep quatschen. Der etwas niedrige Wasserstand zurzeit machte die ganze Sache einfacher, der Fluss hatte heute Kategorie 3 von 5. Wir fühlten uns sicher und konnten es genießen...in der Heimat wird's auf jeden Fall noch mal gemacht:) Anschließend wanderten wir auf eigene Faust noch 6 km zu einem Wasserfall am Fluss durch die vielseitigen Wälder des Landes, allerdings erfolglos, da der Pfad kurz vor Schluss wegen Schäden gesperrt war...

20 April 2018

San Francisco de Macoris // Von der Küste aus reisten wir weiter ins Landesinnere, um dort ein anderes Bild dieses Landes zu bekommen. Fernab von Stränden findet sich kaum ein Tourist, hier herrscht der normale Alltag. In S.F. nahmen wir an einer Kakao-Tour teil und bekamen eine private Führung über die Plantage. 2,5 Stunden lang erklärte uns die Expertin alles über Kakao, vom kleinen Sprößling im Wald über die Frucht selbst bis hin zum Produktionsprozess und Verkauf. Dieser besteht bei der anfangs weißen, glitschigen Frucht darin, sie zu reinigen, zu trocknen, die Schale zu entfernen und den kleinen inneren Kakaoteil entsprechend zu verabreiten. Hier durften wir die traditionelle Maya-Methode austesten und den maschinellen Prozess verfolgen. Durch Wärme, Druck und Zutaten wird flüssige Schokolade daraus. Beim abschließenden Tasting verschiedener Schokoladen lernten wir noch einiges über ihre Kriterien und konnten jede Menge probieren :) soooooo lecker!

18 April 2018

Halbinsel Samaná // Thomas' Bein ging es heute noch nicht besser, somit blieb er im Hotel um sich zu schonen und ich machte alleine einen Ausflug. Mittags leihte ich mir einen Roller aus und bin dann quer über die Insel bis zur Südost-Spitze der Halbinsel gefahren. Das Wetter spielte prima mit und es machte so viel Spaß endlich wieder auf einem Roller zu sitzen. Ich fuhr durch viele kleine Dörfer sowie der größten Stadt der Insel. Schön wars nicht bis auf die kleine Hausreihe am Ufer - extra bunt für die Touris gemacht :D Umso schöner war die grüne Natur die mich umgab! Ich hielt öfters an um die Aussicht zu genießen, brauchte aber fast 2,5 Stunden bis ich den Strand Playa Rincón erreichte. Was für ein Paradies! Der Strand war menschenleer, nur 2 Damen spazierten vorbei. Ansonsten gehörte mir der weiße, palmengesäumte Sandstrand ganz allein :) Nach gut einer Stunde musste ich mich aber leider auf den Weg machen, da ich gerne vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein wollte :D

17 April 2018

Las Terrenas // Nach dem kurzen Stadttrip wollten wir schnell weiter in die Natur. So startete unser Bus morgens vom südlichen SD in Richtung Nordostküste zur Halbinsel 'Samaná'. Hier ließen wir uns im Ferienörtchen Las Terrenas nieder, direkt an der Karbikküste, umsäumt von Palmenwäldern. So stand erst einmal Sonne, Meer und Strand auf dem Programm, begleitet von karibischen Rhythmen, die aus den Boxen der Strandkioske erklangen. Die langgezogenen Strände waren fast menschenleer, so konnten wir entspannen und am Abend den Sonnenuntergang mit einer frischen Kokosnuss genießen. Thomas wurde leider von einem Tier in den Oberschenkel gestochen -wohl schon gestern - dessen Biss immer größer und dicker wurde im Tagesverlauf und auch für ihn einen neuen Rekord darstellte :) So standen Kühlen und Liegen auf dem Programm...

16 April 2018

Santo Domingo // Die Nacht und den Morgen verbrachten wir noch in einer wirklich tollen Unterkunft mit süßem Pool - mitten in einem typischen Wohngebiet der Einheimischen, weit weg vom Strand. Mittags ging es dann mit dem Bus in die 3 Mio.-Hauptstadt Santo Domingo. Wir schauten uns den restlichen Tag die am leuchtend blauen Meer liegende Stadt an, vor allem den Kolonialteil. Auch wenn wir die Stadt nicht so schön wie Cartagena fanden, ist sie historisch von riesiger Bedeutung, was wir vorher nicht wussten. So gründeten Christopher Columbus und sein Bruder dort 1498 die erste Stadt der Neuen Welt. Insofern konnten wir auch die erste Kathedrale und die erste offizielle Straße Amerikas entdecken. Von Santo Domingo aus wurde für lange Zeit der neu entdeckte Kontinent verwaltet und regiert. So starteten von hier alle weiteren Erkundungs- und Entdeckungsfahrten der Spanier in der Neuen Welt. Historische Gebäude gibt es noch jede Menge, aber kaum Touristen...die liegen alle an den Stränden:D

15 April 2018

Endlich hatten wir uns entschieden, wo wir die zwei letzten Wochen unserer Reise verbringen wollten - die Dominikanische Republik :) Somit ging es heute morgen nach einem entspannten Frühstück zu Fuß zum Flughafen. Der Flieger war sehr leer und dadurch echt angenehm. Ich stellte mich (wie bei vielen Flügen zuvor schon) bei der Crew vor, dass ich eine Flugbegleiterin aus Deutschland sei. Das erste Mal kannte ein Flugbegleiter sofort Germanwings (wenn auch leider auf Grund des tragischen Unglücks :( die meisten kannten nur Lufthansa). Die Crew war super lieb und wir wurden vorm Start direkt mit Wein, Champus und Nüssen versorgt =) In Punta Cana haben wir uns ein Bed&Breakfast in der kleinen Ortschaft, abseits der Touri-Strecke entlang der Küste, gebucht. Am Flughafen wollten Taxifahrer für die kurze Strecke unverschämte $25 haben. Wir mussten also arg verhandeln und bekamen schlussendlich eine Fahrt für $10 :)

12 April 2018

Bogotá // 12.-14.04. Da unser nächstes Ziel eine Insel in der Karibik werden sollte, mussten wir zurück nach Bogota fliegen, um den internationalen Flughafen der Hauptstadt zu nutzen, egal ob Kuba, Dom Rep oder was auch immer. So flogen wir am 12.04. abends in die Hauptstadt und suchten uns ein flughafennahes gutes Hotel, um in Ruhe zu recherchieren. Unser Plan, am 13. loszufliegen, zerschlug sich, da das Recherchieren für die Inseln, die Hotels und Flüge, wie auch das Arbeiten am Blog, viel länger als geplant dauerten und wir uns nicht entscheiden konnten. So buchten wir eine weitere Nacht. Als Schwierigkeit kam nun noch dazu, dass wir kurz vor dem Abflug von Karos Kreditkartenunternehmen informiert wurden, dass ihre Karte gesperrt wurde, da Unbekannte in Ecuador versucht hatten, mit einer Fälschung in einem Store für über 2000 Euro einzukaufen. Zum Glück fiel es rechtzeitig auf, allerdings haben wir für die letzten zwei Wochen nur noch eine Karte zur Verfügung.

10 April 2018

Cartagena // 10.-12.04. Da uns Cartagena richtig gut gefiel und wir nicht wirklich wussten, was als nächstes auf dem Trip anstehen sollte, entschieden wir uns, zwei Tage zum Entspannen in den süßen, blumengeschmückten Gassen der Stadt dranzuhängen. Wir nutzten die Tage zum Arbeiten am Blog, gingen auf die Dachterrasse des Hotels in den Pool, shoppten etwas, guckten die Champions League (eher Thomas;)), aßen Crepes und vor allem täglich unser wahnsinnig leckeres Eis mit tropischen Sorten wie Guave, Guanabana oder Kokos. Auch das Kino besuchten wir ein zweites Mal, hier liefen die Filme meist auf englisch mit spanischem Untertitel und sie kosten fast nichts. Für einen 3D-Film zahlten wir 3 Euro mit Brille. Man kann die sonnigen Tage in Cartagena schon ganz gut mit Nichtstun genießen... :D

9 April 2018

Cartagena // Nachdem der Strom in der Nacht wieder zur Verfügung stand, nutzten wir den Morgen zur Recherche und einem späten Frühstück. Bei einem Spaziergang durch die Stadt haben wir uns für den Besuch des 'Palacio de la Inquisición' entschieden. Dieser schöne Kolonialpalast aus dem 17.Jahrhundert diente für mehrere Jahrhunderte als Standort der kirchlichen Inquisition, denn Cartagena war einer von drei Hauptsitzen für die Ausrottung der Ketzerei in Latein- und Südamerika. Folter war an der Tagesordnung. Das Museum zeigt ein paar Folterinstrumente & versucht, die Grauen der Zeit zu erklären. Außerdem geht es auf die Geschichte Cartagenas ein - leider auf Spanisch, so dass es schwer war, alles zu verstehen. Interessanter Fakt, der hängenblieb: Der Name Karibik stammt von einem uralten Volksstamm der Region, den Kariben, ab. Nachmittags spazierten wir eine halbe Stunde die Küste entlang nach Bocagrande, gingen dort in einer Mall ins Kino und anschließend in der Stadt in ein Pub.

8 April 2018

Cartagena // Die Karibik beschenkte uns in all den Tagen mit 28 Grad & Sonne, so konnten wir die Aussicht vom 'Castillo de San Felipe' über die Stadt genießen...und dabei kräftig schwitzen:). Das Castillo auf dem Hügel San Lázaro ist die größte Festung Cartagenas und gab interessante Einblicke in die Stadtgeschichte. Dutzende Kanonen bewachten die Landseite in alle Richtungen, so dass die Stadt bei allen Belagerungen immer ungeschoren davonkam. Wir konnten von hier aus auch den zu Cartagena gehörenden Badeort Bocagrande mit all seinen Hochhäusern sehen. Anschließend kühlten wir uns in einer nahen Mall beim Mittagessen ab und gingen zum Hotel zurück. Doch war in der ganzen Altstadt seit Stunden der Strom ausgefallen! So mussten wir uns in ein Café mit Generator retten, um das Wifi zur Buchung eines Hotels für die Nacht zu nutzen. Als es Dunkel wurde, bot sich eine faszinierende Atmosphäre in den Straßen. Viele Kerzen wurden entzündet, alle liefen mit Handytaschenlampen umher :D

7 April 2018

Cartagena // Mit Cartagena, der wohl schönsten Stadt Kolumbiens, haben wir die Karibikküste erreicht. Es gibt zwar keinen Sandstrand mit Palmen, aber die Kolonialstadt besticht durch ihre romantisch-märchenhaften Gassen, Kolonialvillen, Kirchen und Plazas. Das grandiose Wetter, die bunten Farben und das locker-entspannte Leben machen die Stadt zu einem wachsenden Touristenmagneten. Allerdings geht es hierbei vor allem um den Altstadtkern an der Küste, der von einer dicken Mauer mit Befestigungsanlagen umgeben ist, die gebildet wurde, um den bedeutenden Hafen ab dem 16. Jahrhundert vor Piraten zu schützen. Der Hafen diente nämlich als Tor, um das südamerikanische Raubgut nach Spanien zu transportieren. Nach unserer Ankunft per Flugzeug ging's zu unserem Hotel und schnell weiter zu dessen Partnerhotel, denn unser gebuchtes war dank eines Fehlers schon voll. Witzig! Wir spazierten nachmittags durch die Stadt, auf der Mauer und gönnten uns abends Cocktails am Hafen mit tollem Ausblick...

6 April 2018

Medellín // Bei tristem Wetter sind wir während einer vierstündigen free-walking-Tour in die Geschichte dieser komplexen Stadt eingetaucht. Unser Guide Julio hat entlang einer Route durchs Zentrum auf wirklich unterhaltsame Weise die guten und schlechten Seiten aufgezeigt, historische Abgründe, soziale Aufschwünge und vor allem die Leidenschaft der Kolumbianer für ihr Land und eine bessere Zukunft übermittelt. Denkmäler, Plätze, Skulpturen...sie alle zeigen die Veränderung. Medellín war in den 90ern die gefährlichste Stadt der Welt, es bekämpften sich Drogenkartelle um Pablo Escobar, Guerillagruppen, Paramilitäreinheiten und die Polizei. Tausende Tote waren die Folge. Die Menschen lebten in Angst & Unsicherheit bis zu Escobars Tod 1993. Seitdem hat es eine rasante soziale Entwicklung gegeben, viele Bibliotheken wurden gebaut, Wirtschaft & Kunst gefördert (dank Botero). Heute ist Medellín relativ sicher, sauber & modern (sie hat das einzige Metro-Netz Kolumbiens). Wir fühlten uns wohl!

5 April 2018

Medellín - Guatapé // Unser Tagesausflug ging mit dem Bus ins kleine Städtchen Guatapé und seine Seenregion, ca. 1,5 Stunden östlich von Medellín. 1970 wurde ein großer Staudamm und damit ein See angelegt, der einen großen Teil des Stroms der Region liefert. Der Vorteil der Flutungsaktion: es entstand eine wunderschöne, ungewöhnliche Landschaft, die wie viele Seen aussieht, aber nur einer ist. Mittendrin ragt der 'Piedra del Peñol' auf, ein 200m hoher schwarzer Granitfelsen, dessen Gipfel wir mittels einer 660 Stufen-Treppe erreichten. Oben angekommen genossen wir ein atemberaubendes Panorama aus Blau und Grün. Anschließend wanderten wir nach Guatapé, ein durch den See beliebtes Wochenendziel für die Großstädter. Der Ort ist farblich bunt gestaltet und mit hübschen Reliefs an den Häusern gestaltet. Ursprünglich zum Schutz vor Hühnern, die gegen die Mauer picken. Heutzutage dient es touristischen Zwecken wie die ganze Stadt selbst. Abends zurück in Medellín gab's für uns lecker Sushi.

4 April 2018

Medellín // Heute war Anreisetag zur mit 3 Mio. Einwohnern zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Für uns hieß dies Teilchen kaufen in Salento, ab zum Busbahnhof und geplant 6 Stunden nach Medellín fahren. Allerdings wurden es dann fast 8 Stunden Fahrt in einem schlecht gefederten Bus auf miesen, rutschigen Sitzen über kurvenreiche Berge - gerade Straßen gibt es in Kolumbien wohl nur an der Küste. So kamen wir kurz vor 18 Uhr in 'El Poblado', dem sichersten Stadtteil Medellíns an. Er liegt etwas außerhalb, ist voller Malls, Büros, Restaurants und Bars und damit eine Gegend für die 'Gringos', die Ausländer bzw. Touristen. So blieb uns nur ein kurzer Spaziergang durchs Barrio (Viertel) im Dunkeln und unser erster Döner Kebab seit über 3 Monaten, lecker! :D

3 April 2018

Salento // Nach dem durchnässten, anstrengenden gestrigen Trek stand heute wieder etwas Entspannung an, so dass wir nur durch das Städtchen schlenderten, uns die Läden und bunten Häuser anschauten und zwei Aussichtspunkte auf dem angrenzenden Hügel bestiegen. Dort entdeckten wir einen Tukan in einer Bananenpalme und einen wunderschönen uns unbekannten Vogel. Wir gönnten uns günstiges kolumbianisches Essen, in diesem Ort typisch Suppe sowie Forelle, gebackene Banane, fritierte Teigbällchen, Fritten, Reis. Abends recherchierten und arbeiteten etwas am Blog bei Kaffee und Kuchen in einem süßen Café am Stadtrand und beendeten unsere Zeit in Salento diesmal untypisch für Kolumbien mit Burgern und Bier :D

2 April 2018

Salento // Der heutige Tag führte uns morgens mit einem Jeep 30 Minuten über Buckelpisten ins 'Valle de Cocora'. Dieses Tal ist das zweite Highlight in der Region, der Wanderweg führt durch breite Täler in tropischen Nebelwald, umgeben von Bergen und Felsen. Anfangs entlang eines Flusses , später in die Berge führend und wieder hinunter, sind die eigentlichen Stars des Treks die riesigen, bis zu 60m hohen, merkwürdigen Wachspalmen. Sie ragen über den Wald hinaus und sind weithin sichtbar...im Nebel ein sinnlich faszinierender Anblick! Gemeinsam mit den Mitfahren im Jeep gingen wir als Gruppe los, doch schnell fing es an zu regnen, erst leicht, im Nebelwald dann extrem - und stundenlang. So ging es im dichten Dschungel vor allem darum, Schlamm auszuweichen. Zwischenstop machten wir zum Trocknen in einer Hütte, die von vielen Kolibris im Reservat angeflogen wurde. Über die Berge kamen wir nachmittags, als es endlich aufklarte, zum wunderschönen Palmenwald. Ein unvergesslicher Tag!

1 April 2018

Salento // Morgens ging's mit dem Flieger ins kolumbianische Kaffeedreieck, erst nach Pereira und dann mit dem Bus nach Salento, einem kleinen touristischen Örtchen, umgeben von dichtem (Regen)Wald, wahnsinnig grün und feucht. In dieser Region befinden sich viele Kaffeeplantagen und somit für uns (vor allem für Karo) die Möglichkeit, neben spannender Natur auch an einer Kaffeetour auf einer Plantage teilzunehmen. So sind wir nach unserer Ankunft mittags erst auf dem Marktplatz kolumbianisch essen gegangen, um anschließend mit einem Jeep durch die Prärie zur Finka zufahren. Hier hat uns ein Guide in einer 1,5-stündigen Tour den Entstehungs- und Verarbeitungsprozess von Kaffee in seinen einzelnen Schritten gezeigt: vom Anpflanzen der Frucht übers Pflücken und Zerlegen der glibberigen Bohne, dem Waschen, Trocknen, Rösten und Mahlen verschiedener Sorten bis hin zum finalen Aufbrühen und Kosten des Kaffees. Wirklich interessant & lehrreich! Karo fand's lecker, ich finde Kaffee weiter bäh:)

31 March 2018

Nach einem Hotelwechsel gestern Abend nutzten wir den heutigen verregneten Tag, um uns die Stadtteile Retiro und Zona G anzuschauen, beides moderne, trendige Ecken von Bogotá mit vielen kleinen Shops und Edelboutiquen, Cafés und Restaurants sowie großen Malls... alles zwischen süß und hipster gestaltet. Die Stadtteile gelten als die coolsten und teuersten in Bogotá, europäischer Standard mit schicken Lofts und Appartmenthäusern. Eine schöne, entspannte Ecke! Heftige Regengüsse verdarben uns aber etwas den Spaß und trieben uns in die Malls, wo wir neben witziger Kinderkleidung und teurer Abendgaderobe tatsächlich unseren ersten und einzigen Osterhasen in Südamerika antrafen :D. Vom regnerischen Tag durchnässt entschieden wir uns, den Abend im Hotelzimmer mit einer heißen Dusche, Bieren aus Bogotá und nem Sixpack Donuts zu genießen!

30 March 2018

Bogotá // Leider konnten wir die Stadt nicht im Normalzustand kennenlernen, da über Ostern vieles geschlossen war und durch die Ferienwoche an Schulen viele Bewohner ins Umland geflüchtet waren. Allerdings hatten wir so die Möglichkeit, Ostern in Südamerika kennenzulernen...d.h. keine Osterhasen oder Schokolade, stattdessen volle Kirchen, Kerzen und Weihrauch überall sowie die in vielen Orten stattfindende Osterprozession. Mittags schauten wir uns zuerst die Iglesia Santa Clara an, eine prächtig mit Gold und dutzenden Gemälden dekorierte Kirche. Die dortige für uns ungewöhnlich blutige Jesus-Darstellung, sitzend, weinend, ist typisch für Südamerika und symbolisiert die Passion und ihn als Herrn der Demut. Die folgende Prozession begann bei der Kathedrale und sorgte für volle Straßen. Uniformierte Soldaten und Orchester begleiteten die durch die Stadt getragenen religiösen Figuren. Faszinierend! Die Altstadt selbst fanden wir relativ trist gestaltet und hatten uns mehr versprochen.

29 March 2018

Bogotá // Wir nutzten Gründonnerstag, um das koloniale Altstadtzentrum, genannt La Candelaria, zu besichtigen. Allerdings ist Gründonnerstag in Kolumbien schon ein Feiertag, so dass die Straßen und Kirchen rund im die Hauptplätze voller Menschen, Verkäufer und Musik waren. Zuerst schauten wir uns das bekannteste Museum in Bogotá an, das Museo del Oro. Hier sind jede Menge Goldschätze & historische Kunstwerke Kolumbiens aus den letzten Jahrhunderten ausgestellt und es werden gute Erklärungen zu den kulturellen und spirituellen Hintergründen geliefert. Anschließend flanierten wir durch die vollen Straßen, beobachteten das Geschehen, besuchten mehrere sehr volle Kirchen (noch nie in so vielen Kirchen an Ostern gewesen :D) und rochen jede Menge Weihrauch. Kolumbianer scheinen ihren Glauben noch traditionell auszuleben. Abends gingen wir in unserem Stadtteil lecker essen und anschließend ins Kino...ein gemütlicher Start in die Feiertage!

28 March 2018

Bogotá // Nach 10 Tagen Action auf Galapagos und einer kurzen Nacht am Flughafen ging's übermüdet früh morgens in die Hauptstadt Kolumbiens. Diese Stadt ist riesig, modern & traditionell zugleich, verkehrstechnisch chaotisch (so das abwechselnd gerade und ungerade Nummernschilder Fahrverbot haben und die Busse überfüllt sind), auf den ersten Blick nicht einladend und erfordert vor allem anfangs innere Ruhe. Das Transportsystem habe ich bis heute nicht verstanden:)! Unser Hotel befand sich in einem der besseren und sicheren Stadtteile. Check-In war erst ab 15 Uhr, so dass wir zum Essen loszogen und unseren ersten Kontakt mit der kolumbianischen Kette 'Crepes & Waffels' machten (es sollte nicht der letzte bleiben;)...). Nachmittags schauten wir uns den etwas alternativen, lebhaften Stadtteil La Candelaria an. Die Stadt selbst wirkte aber durch die Karwoche wie ausgestorben. Abends im modernen Hotelzimmer mit großem Tv und englischen Programmen fielen wir nur noch erschöpft ins Bett :D

27 March 2018

Galapagos // Nach einem letzten Frühstück im Schatten an der Uferpromenade, gingen wir zu Fuß zum nahegelegenen Flughafen. Dort fing das Bangen um Sitzplätze wieder an, denn beide möglichen Flüge mit zwei unterschiedlichen Airlines waren restlos ausgebucht. Bei Avianca hatten wir Pech, bis auf den letzten Platz war alles voll. Völlig überrascht und erfreut waren wir, als wir bei Latam noch 2 Plätze in letzter Minute bekamen :) Unser Flug war nur ein wenig verspätet - dennoch brachte uns dies Unheil. Wir wollten eigentlich vom Flughafen Guayaquil direkt nach Bogotá in Kolumbien weiterfliegen. Leider waren wir knappe 10 Minuten zu spät für den Check-In und durften somit nicht mit. Da dies der letzte Flug des Tages war und am nächsten Morgen der erste Flug gegen 5 Uhr war, entschieden wir uns, mal wieder eine kurze Nacht am Flughafen zu verbringen und die Qualität der Bestuhlung sowie des Essens zu testen :D Dank der arg eingestellten Klimaanlage war es nur leider schwer zu schlafen.

26 March 2018

Galapagos // Unser letzter Ausflug - die 360° Tour. Eine Umrundung der ganzen Insel San Cristobal per Boot an einem Tag stand uns bevor. Unser Guide zeigte und erklärte uns viel zu verschiedenen Pflanzen und Vögeln, sowohl bei Landgängen als auch bei Stops, bei denen wir im Boot blieben. Wir hatten die Gelegenheit an einem einsamen Strand zu schwimmen, sahen viele Fregattvögel und sogar ein Männchen mit dessen rotem Haupt (wir hatten Glück, dies zu sehen, da momentan Paarungszeit herrscht). Neben den vielen Blaufußtölpeln, gibt es auch noch die selteneren Rotfußtölpel, die wir aus der Ferne beobachten konnten. Ein beliebtes Highlight in San Cristobal ist der Kickers Rock. Normalerweise findet man hier unzählige Haie im tiefen & klaren Wasser - leider hatten wir heute kein so großes Glück. Dennoch erwischten wir 2-3 Haie, eine Schildkröte und eine riesige Robbe zum Abschluss. Ein verrücktes Gefühl durch diese Felsspalten im kühlen Wasser zu schwimmen =)

25 March 2018

Galapagos // Früh morgens nahmen wir die Fähre zur östlichen Insel San Cristobal. Den Hafenbereich nennen viele Seelöwen ihr zu Hause - sie sind total süß, laufen trottelig durch die Gegend und machen total verrückte Brüllgeräusche. Wir probierten ein typisches Frühstück, diese Kugel besteht aus Banane, Kartoffel & Käse. Nachdem wir in unsere Unterkunft eingecheckt hatten, ging es gleich los, um die Insel entspannt zu erkunden. Wir besuchten das Interpretationszentrum, in dem die Entstehung der Inseln und ihrer Flora & Fauna anschaulich erklärt wird. Von dort aus führte uns ein Wanderweg durch den Wald zu einem schönen Aussichtspunkt, zu einer coolen Bucht, in der sich Seelöwen und Pelikane herumtrieben, und anschließend zu zwei Stränden. Zurück in unserer Unterkunft konnten wir den tollen Sonnenuntergang von der Dachterasse, in der Hängematte liegend, genießen :) Abends am Hafen beobachteten wir dann noch länger die Seelöwen...

24 March 2018

Galapagos // Am Tag zuvor ging es noch zurück nach Santa Cruz. Hier starteten wir heute unsere Tour zur Insel Santa Fe. Heute hatten wir das Glück mit einigen Seelöwen schwimmen zu dürfen. Gerade in einer Bucht mit starker Strömung spielten viele junge Tiere umher, es machte Spaß sie zu beobachten. Thomas hatte an einem anderen Tag schon einen Adlerrochen entdeckt, heute hatten wir beide die Möglichkeit dieses schöne Unterwasserwesen zu sehen. Am frühen Nachmittag waren wir schon zurück in Santa Cruz, somit hatten wir noch genug Zeit die Laguna Ninfas zu besuchen. Dies ist eine Mangrovenlagune direkt am Ortsrand. Es ist ein herrlich entspannter Ort, wo man dem Trubel entfliehen kann und gleich noch etwas über die verschiedenen Mangrovenarten lernt. Heute konnte ich endlich den mega Milkshake testen den ich schon seit Tagen im Kopf hatte :D Thomas hingegen genoss an diesem letzten Abend auf Santa Cruz eine leckere, sehr frische & günstige Languste.

23 March 2018

Galapagos // Unser Lieblingsschnorchelausflug stand heute an: 'Los Tuneles', eine bizarrre Lava-Wasser-Landschaft mit kleinen Tunneln, Lavasteinsäulen, flachen, sehr ruhigen Buchten und vielen Zeitgenossen der Unterwasserwelt. Die Fahrt dorthin war nur kurz, so konnten wir 2,5 Stunden am Stück im warmen Wasser schnocheln. Unser Guide Gabriel schwamm voraus und zeigte uns all die Ecken, in denen er normalerweise die Tiere findet...und wir hatten einen guten Tag erwischt. Ob drei Meter lange Weißspitzenriffhaie, Rochen, Meeresschildkröten, alle tauchten auf, sogar ein Seepferdchen. Vor allem die Schildkröten waren in großer Zahl vertreten und so gemütlich, dass wir sie minutenlang beobachten und mit ihnen schwimmen konnten. Einer der erhabensten und friedlichsten Momente unseres Lebens! Bei einem Landgang über das Lavagestein hatten wir das Glück, mehrere blue-footed boobies, Blaufußtölpel, zu beobachten. Dieses Nationaltier von Galapagos hat Kultstatus...und sie sind soooo süß!

22 March 2018

Galapagos // Früh morgens ging es mit der Fähre gut 2 Stunden in den Süden der größten Insel von Galapagos, Isla Isabela. Hier haben wir uns für eine Nacht in dem einzigen Ort der Insel einquartiert. Den Tag verbrachten wir heute an Land und zogen auf eigene Faust los, um die Küste zu erkunden. Ziel des Wanderwegs war die 'Mura de las Lágrimas', eine von Häftlingen eines Strafgefangenenlagers unter brutalen Bedingungen und mit vielen Toten gebauten Mauer (das düsterste Kapitel der Insel). Nur ein Teil der Mauer ist von all dem verblieben und dient heute als Mahnmal. Sie liegt mitten in der Wildnis, so dass wir einen tollen Ausblick von einem angrenzenden Hügel über die Insel genossen. Auf dem Weg zurück besuchten wir einige Buchten, Mangrovenwälder und sahen die Tiere der Region. Die Mittagssonne war brütend heiß und verschaffte uns einen schönen Sonnenbrand. Abends genossen wir noch den Sonnenuntergang am Strand im ruhigen Ort mit dem typischen Essen: Fisch, Reis, Pommes und Salat.

21 March 2018

Galapagos // Heute haben wir unseren ersten Schnorchelausflug zu einer anderen Insel gemacht. Auf unserem Weg zur Insel Pinzón machten wir Halt am Playa Fe. Hier durften wir das erste Mal ins Wasser. Wir sahen viele Fische, Babyhaie und unsere erste Meeresschildkröte. Als wir im flachen Gewässer ankamen, spielten 2 Seelöwenjungen neben uns :) Wir schwammen weiter zum Strand und machten dort eine Pause, die unser Guide nutzte, um uns etwas zu Mangrovenwäldern und Meeresleguanen zu erklären. Danach ging's weiter nach Pinzón. Dort hatten wir etwas länger Zeit zum Schnorcheln. Leider wurde das Meer in der Bucht ziemlich unruhig. Somit durften wir unser Lunch in einem stark schaukelten Boot einnehmen. Serviert wurde eine Lieblingsspeise vieler Südamerikaner, die wir hier zum ersten Mal kosteten: Ceviche - roher, in Essig, Zitrone & Koriander eingelegter Fisch. Jedenfalls nicht unser Ding! Thomas merkte auch, dass Bootsfahrten (wie viele Busfahrten zuvor) seinem Magen nicht so gut bekamen.

20 March 2018

Galapagos // Wir haben den Morgen dazu genutzt, unsere Bootstouren zu verschiedenen Inseln für die nächsten Tage zu buchen und frapuccinotrinkend das Treiben von Tier und Mensch am kleinen Hafen zu beobachten. Anschließend mieteten wir uns 2 Mountainbikes und fuhren mit dem Linienbus bergauf ins Hochland des Landesinneren zum 'El Chato'-Reservat. Auf dieser mehrere Hektar großen Farm leben dutzende Riesenschildkröten in Freiheit. Wir selbst konnten dort ungehindert umherstreifen, die Tiere suchen und sie in ihrem natürlichen Lebensraum studieren - was v.a. bedeutet, sie beim Fressen von Gras und Guaven zu beobachten, womit sie 80% des Tages füllen! Diese bis zu 1,5m großen Giganten haben es echt nicht leicht :D Auf dem Gelände hatten wir auch die Chance, durch einen Lavatunnel mit Fledermäusen zu klettern. Vom Reservat aus fuhren wir schließlich mit den Bikes über die gut ausgebaute Hauptstraße viele, viele Kilometer bergab zurück in die Stadt und beendeten den Abend kulinarisch :)

19 March 2018

Galapagos // Nachmittags ging es gleich weiter durch ein Waldstück zur berühmten Charles Darwin Research Station. Die Station ist gleichzeitig ein Naturschutzgebiet und ein Forschungszentrum, in dem über 200 Wissenschaftler die Inseln und den ökologischen Erhalt der Inseln erforschen. Ein Schwerpunkt ist das Zuchtprogramm für Riesenschildkröten, um die vom Aussterben bedrohte Art zu schützen. Beim Rundgang konnten wir die Schildkröten in ihren Gehegen beobachten - von süßen Babys bis hin zu gigantisch großen und wahnsinnig langsamen Riesen. Sobald die Schildkröten ein bestimmtes Gewicht/Alter erreicht haben, werden sie wieder auf ihren Heimatinseln ausgewildert. Auch andere Tiere liefen auf dem Gelände herum, ob große Leguane, kleine Echsen oder Neuschöpfungen der Natur :)! Im Museum wurde uns viel Wissenswertes zu Natur & Tieren der Insel erklärt. Ein Highlight war der ausgestopfte 'Lonesome George', der 2012 mit 102 Jahren als letzte Pinta-Schildkröte ihrer Art starb.
Galapagos // Am dritten Tag erkundeten wir die Insel weiter, erster Stop waren 'Las Grietas'. Hierbei handelt es sich wörtlich übersetzt um 'Risse', die durch Lavaströme entstanden sind und sich mit Wasser gefüllt haben. Das Besondere der Grietas ist, dass sie sich zum einen mit Meerwasser, zum anderen mit Frischwasser aus den Bergen füllen und somit spezielle Lebensbedingungen für Flora und Fauna bieten. Glasklares türkises Wasser und einige große Fischschwärme luden uns zum Schnorcheln ein, während die Kids der einheimischen Familien den Steg zum ins Wasser springen und schwimmen üben nutzten. Auf dem Weg zu den Grietas konnten wir aber auch interessante Vögel und Salzlagunen, die tatsächlich zum Salzabbau genutzt werden, entdecken.

18 March 2018

Galapagos // Da wir natürlich auch Ausflüge machen wollten, standen heute jede Menge Besuche bei Agenturen und Touranbietern auf dem Programm. Ein nerviges und stressiges Unterfangen, da es einige Zeit brauchte, sich selbst so gut auszukennen, um die guten von den schlechten Angeboten zu unterscheiden und ein Gefühl dafür zu bekommen, was sich wirklich lohnt und wann der Typ hinterm Schreibtisch nur was verkaufen will und Mist erzählt. Danke an Karo, dass sie sich da mit einem Spanisch-Englisch-Mischmasch durchgequält hat! Zur Belohnung gab es abends leckeres Essen entlang der Fressmeile von Santa Cruz. Jeden Abend werden hier von den kleinen Kiosken in der Straße Tische und Stühle aufgestellt und der frisch gefangene Fisch des Tages sowie viele günstige Menüs angeboten. Einheimische und Touristen sammeln sich hier jeden Abend und genießen zumeist Brujo oder Langustino vom Grill. Begleitet von frisch gepressten Maracuja-, Kokos- oder Brombeersäften war das Abendessen ein Genuss.

17 March 2018

Die Tierwelt von Galapagos Typische bekannte Tiere des Inselarchipels (die wir am ersten Tag beobachten konnten) sind u.a der schwarze Meeresleguan, die rote Klippenkrabbe, die Seelöwen, der Fregattvogel, der Pelikan sowie jede Menge Vogelarten, die wir nicht zuordnen konnten :D
Galapagos // Von Quito ging es über Guayaquil nach Santa Cruz, der Hauptinsel von Galapagos. Unser Traum wurde wahr! Beim Aussteigen aus dem Flugzeug wurden wir von der Schwüle und Hitze der Insel erschlagen. Uns stehen schwitzige Tage bevor! Zum Glück auch entsprechend viel Strand und Schnorchelausflüge :D. Der erste Tag führte uns nach kurzer Stadtbesichtigung zum bekanntesten Strand der Insel, dem Tortuga Bay. Der 30-minütige Weg dorthin war gesäumt von Kakteen, die wie Bäume aussehen, von tropischen Sträuchern und von den berühmten Darwin-Finken. Der Sand am Strand war ein Traum, allerdings waren die Wellen zum Schwimmen zu stark, stattdessen fand ein Surf-Wettberwerb statt. Entlang des Strandes begegneten uns viele Leguane, die in der Sonne Energie tankten, unterschiedlichste Vögel sowie Markierungen für die Nester der Meeresschilkröten. Mangrovenwälder am/im Meer sowie Lavasteine rundeten das grandiose Bild ab. Und zum Schwimmen kamen wir in einer Bucht zum Glück auch noch!

15 March 2018

Recherchetag! Am 15.03. stand für uns nur Entspannung und Erholung auf dem Programm, die Waden schmerzten nach den tausenden Stufen gestern doch ganz schön! Zum Glück hatten wir uns ein gemütliches Hostel für den Tag gebucht - mit Blick über Cusco. Wir nutzten den trüben Tag zur Recherche für die anstehenden Tage und Flüge. Am 16.03. flogen wir von Cusco nach Lima und direkt weiter nach Quito...

14 March 2018

Um Machu Picchu von oben zu bewundern, sind wir zusätzlich nach der Führung auf den Machu Picchu Mountain gewandert. Eine weitere Tortur mit geschätzt mehr als 2000 Stufen durch Wald und Dschungel mit toller Natur und wenig Luft zum atmen :D. Oben angekommen war es leider sehr neblig, so dass wir zwar kurz freie Sicht für mystische Bilder geschenkt bekamen, allerdings keinen Blick auf Machu Picchu selbst hatten. Trotzdem ein grandioses Erlebnis! Der Abstieg war trotz rutschiger, nasser Stufen entspannt. Anschließend stand ein kurzer Trail zur Inka-Brücke auf dem Programm - die Inkas mussten damals wohl schwindelfrei gewesen sein! Die mittags aufklarende Sicht ermöglichte noch einige tolle Ausblicke aufs Gelände, bevor für Karo um 14.30 die Rückfahrt mit dem Bus und für mich weitere 1760 Stufen bergab anstanden. Zurück in der Stadt stärkten wir uns mit 2 Jungs aus der Gruppe in einem Restaurant, um abends mit dem 'Inka-Zug' erschöpft und glücklich zurück nach Cusco zu fahren!!!
Unser Machu Picchu-Abenteuer // Mitten in der Nacht mussten wir um 4 Uhr vom Hostel zum Einlass wandern, um ab 5 Uhr gemeinsam mit dutzenden Gleichgesinnten den Aufstieg zu beginnen - 1760 Stufen durch dunklen Wald, bis wir endlich schweißgebadet am Eingang ankamen. Während einer 2-stündigen Führung erklärte uns Abi Wissenswertes und Kurioses zu dieser sagenumwobenen Stätte, die nie von den Spaniern entdeckt und somit zerstört wurde. Erst 1911 wurden die Ruinen von Archäologen durch Zufall entdeckt und erforscht. Der wirkliche Zweck von Machu Picchu ist bis heute nur Spekulation, da es keine Inka-Quellen gibt und nur wenige Einheimische über die Jahrhunderte vom Ort wussten. Trotzdem ist noch erstaunlich vieles erhalten geblieben, um einen guten Einblick in die Inka-Kultur zu erhalten. Die nebelbehangenen Berge bildeten eine traumhafte Kulisse, um nach der Führung auf eigene Faust und begleitet von Lamas Tempel, Terrassen und wissenschaftliche Inkaerrungenschaften zu bewundern...

13 March 2018

Abenteuerlich startete der 3. Tag des Jungle Treks mit Zip-Lining (am Seil hängend übers Tal fliegen) - der blanke Horror für Thomas. Dennoch wagte er sich und stellte sich seiner Höhenangst. Ich war sehr stolz auf ihn! Es hat so viel Spaß gemacht! Weiter ging es nach Hidroelétrica, wo wir nach einem stärkenden Mittagessen unsere 3-stündige Wanderung entlang der Zugschienen (eine bekannte Wanderstrecke) nach Aguas Calientes begannen. Dies war das letzte Teilstück, um den Ausgangspunkt für die Erkundung von Machu Picchu zu erreichen. Es war zwar flach, allerdings gingen einem irgendwann die ganzen Steine ziemlich mächtig auf den Keks :D. Aguas Calientes ist ein touristisches Städtchen, inmitten imposanter Berge am Fluss gelegen. Leider wurden wir hier wieder ständig von den Restaurants angequatscht - die angenehme Ruhe der letzten Tage war dahin. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen mit der ganzen Gruppe ließen wir den Abend im kleineren Kreis bei einem kühlen Bier ausklingen.

12 March 2018

Früh aufstehen war angesagt, denn wir wollten heute 20km durch den Dschungel wandern. Auf dem Weg erklärte & zeigte uns unser Guide Abi viele einheimische Früchte & Pflanzen wie zB. Coca & Papaya. Sie zeigte uns, dass die Bananen aus dem Inneren der Blüte wachsen, nutzte eine orangene Pflanze als Kampfbemalung für unsere Gesichter und führte uns auf ein Teilstück des originalen Inka-Trails. Dieser wurde damals tatsächlich vom König genutzt, um von der Inkastadt Vilcabamaba nach Machu Picchu zu gelangen. Es ging steil hinauf durch den feucht-schwülen Dschungel, tolle Ausblicke ins Tal garantiert. Wir passierten Erdrutsche, die erst 2 Nächte zuvor durch Regenfälle ausgelöst wurden sowie enge Passagen am Fluss vorbei. Dieser hatte aufgrund der Regenzeit viel Kraft und war somit nicht ungefährlich. Zum Abschluss kamen wir bei den schön gestalteten heißen Quellen von Santa Teresa an. Hier konnten wir uns im über 35 Grad warmen Wasser aus Vulkanquellen von den Strapazen erholen :)!

11 March 2018

Jungle Trek // Heute begann unser viertägiger Abenteuertrip zur berühmten Inkastätte 'Machu Picchu'. Nach einer holprigen Organisation der Agentur am Morgen ging es schließlich mit einem Minivan, voll bepackt mit Mountainbikes für jeden, von Cusco aus hoch in die Berge auf etwa 4000m. Hoch oben bekamen wir das nötige Equipment und los ging's. Es galt 2000 Höhenmeter zu bewältigen, über kurvenreiche Bergstraßen ging es hinab. Da es die Nacht zuvor heftig geregnet hatte, waren die Straßen durch Bäche teilweise überflutet - und wir mussten mitten durch :D Es regnete und war kalt, doch mit jedem Stück, das wir tiefer kamen, wurde es immer schwüler und wir kamen im Dschungel an. Nach der fast 3-stündigen Fahrt wurden wir mit dem Wagen noch zu unserem Zielort, Santa Maria, gefahren. Dort entschlossen wir uns kurzerhand gemeinsam zu einem Schwimmbad zu fahren, spielten eine Runde Fußball und schweißten so die Gruppe zusammen :) - eine kunterbunte Truppe 11 Reisender aus 7 Ländern.

9 March 2018

Cusco - Valle Sagrado // Ein Tagesausflug führte uns durch das Heilige Tal der Inkas zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die die Inkas im fruchtbaren Tal des Flusses Urubamba erbauen ließen. Besonders typisch für die Inkas sind die Terrassen, die sie zur Landwirtschaft, zur Verschönerung religiöser Orte und zum Schutz vor Erdrutschen anlegten. Zu erkennen waren sie bei beim ersten Stop, dem Tempel von Chinchero wie auch beim zweiten Stop, den Terassen von Moray. Diese in einem Krater angelegten Terrassen ermöglichten den Anbau von Produkten in verschiedenen Temperaturzonen. Beim dritten Stop wurde ins vorgeführt, wie die Einheimischen Alpacawolle herstellten und färbten. In den Salzfeldern von Maras produzieren die Einheimischen schon seit den Inkas in der Trockenzeit Salz. Die zwei letzten Stops waren die spektakulären Inkafestungen Ollantaytambo und Pisac, die mit Sonnentempeln und Zitadellen auf bzw. in Bergen trohnen und viele Fragen zu ihrer Entstehung & Bedeutung offen lassen.

8 March 2018

Cusco // Im Rahmen einer dreistündigen Stadtführung mit einem tollen Guide hatten wir die Möglichkeit, etwas tiefer in die Kultur und Geschichte der Inkas, aber auch die aktuelle peruanische Kultur einzutauchen. So ist bis heute nicht bekannt, mit welchem Werkzeug die Inkas ihre perfekten Mauern für Tempel bauen konnten. Leider zerstörten die Spanier nach ihrer Ankunft fast alle religiösen Gebäude und errichteten auf den Grundmauern Kirchen. Als Regel gilt: Jede Kirche steht auf einem Tempel. Die Inkas haben eine eigene Flagge, die leicht mit der Flagge der Schwulenbewegung zu verwechseln ist. Und auch hier lassen sich getrocknete Lamas für gewisse Zwecke auf dem Markt einkaufen. Das Dach des Marktes ist von Gustave Eiffel auf seiner Südamerikareise entworfen worden, hier schien er aber inspirationslos gewesen zu sein. Außerdem ist Peru das Land der Kartoffeln, mehr als 3000 Sorten soll es hier geben, sogar welche, die an Bäumen wachsen!

7 March 2018

Cusco // Unsere Reise führte uns zum Mittelpunkt der Inka-Kultur, Cusco. Sie ist die älteste, ständig bewohnte Stadt Südamerikas und war als wichtigste Festung der Inkas die Hauptstadt des Kontinents. 'Inka' steht dabei nicht wie bei uns geläufig für das Volk, sondern nur für den König, die Bevölkerung waren Quechuas. Cusco in der heutigen Zeit ist vor allem ein riesiges Backpacker-Paradies mit Mauern aus Inka-Zeiten und daraufgesetzen Kolonialgebäuden der Spanier, mit einer quirligen Mischung aus alter Anden-Tradition und modernem Tourismus. Den Mittelpunkt bildet wieder die riesige Plaza de Armas mit ihrer Kathedrale und Kirchen, mit Restaurants, Alpaka-Stores, Touranbietern und Massagen verkaufenden Frauen. Die Stadt nimmt einen trotz des Wahnsinns schnell in ihren Bann! Nach dem Einchecken (ja, Karo streichelt eine Katze!) gab's zum Lunch vegane Burger. Beim Besuch des Inka-Museums lernten wir viel über die Kultur und die heiligen Stätten des Volkes, u.a. zwei Ursprungstheorien.

6 March 2018

Arequipa // Heute sollte ein entspannter Tag werden! Wir schauten uns den Stadtteil Yanahuara an, der eine schöne Parkanlage besitzt und einen Aussichtspunkt zu den Vulkanen auf der anderen Seite der Stadt (leider für uns immer noch in Wolken und Dunst verborgen). Doch die Stadt selbst war sonnenbestrahlt und warm, so gönnten wir uns ein für Arequipa typisches 'queso helado', ein Eis aus Käse mit Zimt. Sehr lecker, daher später ein zweites hinterher! Unser Mittagessen fand in einer Picantería statt, einem typischen, einfach gehaltenen Restaurant mit vielen Sitzmöglichkeiten, das von den Einheimischen gerne besucht wird. Die Frauen kochen in riesigen Töpfen, die Karte bietet jede Menge, für uns Unbekanntes. Zum Lunch gibts in Peru eigentlich immer ein günstiges Menü aus Suppe und Hauptgericht mit Chicha, dem lila Maisgetränk. Wir konnten in solchen Läden/Märkten in den letzten Wochen viel regional Typisches ausprobieren und zahlten nie mehr als 2-5 Euro für alles.

5 March 2018

Arequipa // Heute war unser 'religiöser' Tag mit der Besichtigung zweier Klöster. Das 1710 von Karmeliten gegründeten Kloster 'Santa Teresa' war 295 Jahre lang von der Öffentlichkeit abgeschottet, die Nonnen selbst sind es noch heute. So ist es lebendes Museum mit Kunst und Architektur aus Kolonialzeiten, als wäre die Zeit stehengeblieben. Eine spannende Ausstellung, die uns auch die künstlerischen Gestaltungsprozesse der damaligen Zeit näher brachte. Anschließend besichtigten wir mit der 1579 gegründeten 'Monasterio de Santa Catalina' ein Highlight von Arequipa. Als 'Stadt in der Stadt' nimmt dieses von hohen Vulkansteinmauern umgebene faszinierende Kloster einen ganzen Block ein und gilt als eines der wichtigsten religiösen Gebäude Perus. Beim Rundgang durchstreiften wir bunte Klosterhöfe und Kreuzgänge, mit Blumen verzierte Gassen, die Zellen der Nonnen, Küchen, die Wäscherei und Räume mit ausgestellter Kunst. Hier konnten wir die Seele baumeln lassen und Geschichte erleben!

4 March 2018

Colca Canyon // Eines der Ausflugshighlights in der Region Arequipa ist der Colca-Canyon, ein ca 100km langgezogenes Tal, das zum einen viel Inka- und Preinka-Kultur offenbart und das zum anderen die mit etwas mehr als 3000m zweittiefste Schlucht der Welt beinhaltet. Unsere Tagestour im Bus führte uns früh morgens um 4 Uhr durch die Natur und in Serpentinen über hohe Berge zum Eingang des Tals. So erreichten wir den mit ca. 4900m wohl höchsten Punkt unserer Weltreise und konnten hier im Schnee den Sonnenaufgang und rauchende Vulkane genießen. Bei der Fahrt durch den Canyon passierten wir mehrere Dörfer und tolle Aussichtspunkte, unser Guide erklärte uns einiges zur hießigen Kultur und Inkageschichte. Das Tal ist durchzogen von Inka-Terrassen, die zur Landwirtschaft genutzt wurden und noch heute werden. Der Höhepunkt ist der Mirador Cruz del Cóndor, der Ausblicke auf die tiefste Schlucht haben soll, allerdings heute im Nebel eingehüllt vor uns lag. Trotzdem war's wunderschön!

3 March 2018

Arequipa // Heute haben wir eine ganz entspannte Stadtbesichtigung in der 'weißen Stadt' mit ihren kolonialen Gebäuden und der Mischung aus kosmopolitischem und Anden-Flair unternommen. In Arequipa gibt es viele Kirchen zu entdecken, die ganz anders als bei uns gestaltet sind. Statuen aus verschiedenen Materialien werden üppig bekleidet und sind in aufwendig verzierten Bereichen oder Kapellen untergebracht, Heilige werden ikonenhaft verehrt. Am toll gestalteten Plaza de Armas befindet sich die wunderschöne Kathedrale Arequipas, ebenfalls aus Vulkangestein erbaut, die wir kurz vor einer Messe umsonst besichtigen konnten. Die Stadt ist umgeben von drei majestätischen Vulkanen, die bei uns leider in Wolken und Nebel verschwanden. Ein weiteres typisches, peruanisches Getränk ist die Inka Kola, natürlich von Coca-Cola vermarktet. Hierbei handelt es sich um eine süffisante, süße, wie Pipi aussehende Limo, die nach Kaugummi schmeckt..mhh lecker und genau unser Ding :D

2 March 2018

Arequipa // Nach den schlechten Bussen in Bolivien (selten gibt es Toiletten, vieles ist kaputt) war unsere 6-stündige Fahrt nach Arequipa mit 'Cruz del Sur' Luxus. Unser Gepäck & unsere Pässe wurden vor Abfahrt kontrolliert, jeder wurde aus Sicherheitsgründen gefilmt, es gab Decken, Snacks und Filme. So ließ sich die Landschaft komfortabel genießen. Am Nachmittag kamen wir in Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus an. Die Gebäude im Altstadtkern sind aus 'sillar', weißem Vulkanstein, gebaut, dadurch entsteht ein besonders schönes Flair. Nachdem wir in Puno ein schlechtes Alpakafilet hatten, wollten wir es hier in einem guten Restaurant erneut versuchen. Wir wurden nicht enttäuscht, das Essen war vorzüglich und wir genossen europäischen Service. Wir entdeckten ein kostenloses Konzert im Hof des französischen Instituts, auch wenn die Band nur englische und spanische Lieder sang. Es hat richtig Spaß gemacht ihnen zuzuhören. Zum Abschluss gab es leckere Crêpes gleich nebenan :)

1 March 2018

Titicacasee - Puno // Heute ging es weiter ins nächste Land unserer Reise - Perú! Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir die Grenze, wo wir uns aus Bolivien ausstempelten und zu Fuß zur peruanischen Einreisestelle liefen, bevor es dann weiter mit dem Bus entlang des Titicacasees in die Stadt Puno ging. Puno, ebenfalls am See gelegen, ist eine viel größere und hektischere Stadt als Copacabana. Bis auf den typischen Plaza de Armas (irgendwie heißt in jeder Stadt der Hauptplatz so;)) mit ein, zwei Einkaufsstraßen gab es nicht sonderlich viel zu sehen. Wir haben diesen Tag genutzt, um uns kulinarisch zu verwöhnen und unsere Weiterreise und unser nächstes Ziel in Peru zu planen. Aus schwarzem Mais, der gegärt wird, wird in Peru ein herrlich leckerer lila Saft hergestellt, Chicha Morada, ein Nationalgetränk hier!

27 February 2018

Titicacasee - Copacabana // Unseren Bolvienaufenthalt haben wir am Titicacasee beendet, dem größten beschiffbaren Hochlandsee der Welt. Um die Stadt Copacabana zu erreichen, mussten wir den See per Fähre überqueren (eher wie ein kleines Fischerboot^^), für unseren Bus gab es eine besondere Fähre. In der kleinen Stadt Copacabana haben wir zwei entspannte Tage verbracht. Unser Hotel war abseits der Ortschaft, einen Spaziergang entlang des Sees entfernt, somit hatten wir dort vollkommene Ruhe. Wir hatten ein Zimmer mit super Ausblick auf den See - Entspannung pur :) Sogar eigene Alpakas besaßen die Hotelbesitzer, die wir morgens beim Frühstück beobachten konnten. Trotz der Höhe von 3808m sind wir abenteuerlich auf den religiösen Hausberg gewandert, um dort die Aussicht und den Sonnenuntergang zu genießen. Dort oben haben wir eine 5er-Gruppe von Schweizern, Italiener und Deutschen kennengelernt, mit denen wir noch einen schönen Abend mit leckerem Essen und Drinks verbracht haben.
Wir haben von einer sehr interessanten und auch gruseligen Tradition Boliviens erfahren. Sobald eine Familie ein Haus baut, wird dem Fundament ein getrocknetes Babylama beigefügt. So eins kann man in bestimmten Märkten erwerben wie man auf dem Bild sieht. Dies soll dem Haus und der Familie Glück, Kraft und Sicherheit bringen. Doch in der Vergangenheit wurden nicht nur Babylamas genutzt, sondern Menschen wurden lebend begraben. Ein leichtes Ziel waren Touristen, die zuvor mit Alkohohl abgefüllt wurden, oder obdachlose Alkoholiker. Somit bekamen die Menschen die Entführung erst nicht mit und wurden dann lebend begraben. Es wird gemunkelt, dass dies immer noch geschieht, sind doch schon öfters eine große Anzahl von Touristen spurlos verschwunden. Die Variante mit den Babylamas ist auf jeden Fall die angenehmere, die man den Touristen erzählt ;)
In Bolivien haben wir die typische Andenkultur, ihre Farben und Textilien kennengelernt. Je nachdem aus welcher Region man stammt, gibt es bestimmte Muster und Farbkombinationen, die die Frauen in ihren Webprodukten nutzen. In fast jeder Straße sitzt eine Dame, auf ihrem bunten Tuch ausgebreitet ihre Waren, die sie versucht zu verkaufen. Dies können bunte Textilien sein, aber auch Blumen oder Lebensmittel. Die Kinder werden ebenfalls in den bunten Tüchern auf dem Rücken getragen. Da Bolivien recht arm und somit die meisten Gebäude recht trist aussehen, bringen diese bunten Farben viel Fröhlichkeit in die Straßen. Man entdeckt viele Markstände, die mitten in belebten Straßen aufgebaut sind. Ihr Mittagessen kochen sich die Menschen dann gleich auf der Straße und genießen es, während sie versuchen, ihre Produkte zu verkaufen.

26 February 2018

La Paz // Nach einer 12-stündigen, sehr kalten Busfahrt kamen wir morgens um 7 Uhr in der weltweit höchstgelegenen Verwaltungshauptstadt an. In La Paz ist zwar der Sitz der Regierung, aber laut Verfassung ist Sucre die Hauptstadt Boliviens. Wir kamen sehr schnell im Chaos dieser Stadt an. Im Verkehr herrschen keine Regeln, es wird gehupt wie wild und von den vielen Abgasen wird einem schnell übel. Außerdem kommt noch die Höhe von 3200m bis 4100m hinzu, die Straßen auf und abzulaufen ist sehr anstrengend. Dennoch haben wir uns auf einen Aussichtspunkt hochgequält um die Ausmaße dieser Stadt zu sehen. Die Berge, die das Zentrum umgeben, sind komplett zugebaut und bewohnt. Ein Highlight ist da die Cordillera Real in der Ferne, eine Bergkette, die bei Wanderern beliebt ist. Um noch weiter hoch hinauf zu kommen, nutzten wir die moderne Seilbahn "El Teleférico" von Doppelmayr (somit gesicherte Qualität :D ) um in das Stadtviertel El Alto zu fahren, das auf 4090m liegt.

25 February 2018

Sucre // Am letzten Tag stand ein Ausflug zu einer Fundstätte von Dinosaurierfußspuren in der Nähe von Sucre an. Bei Bergbauarbeiten einer Zementfrabrik wurden dort vor einigen Jahren durch Zufall große Flächen von Fußspuren verschiedener Dinosaurierarten freigelegt - eine riesige Wand kam zum Vorschein mit mehreren Tausend Fußspuren und damit einer der größten Fundstellen der Welt. Die Wand war vor Millionen Jahren ein See, der von den lieben Viechern durchwatet wurde, austrocknete und dank der Plattentektonik als Erdschicht langsam in ein Bergmassiv verschoben wurde und so irgendwann fast senkrecht als Wand zum Vorschein kam. Faszinierend! Im Rahmen einer Tour konnten wir die Spuren aus der Nähe besichtigen und über deren Größe staunen. Der ergänzend gebaute "Dinopark" gab Erklärungen und zeigte mehrere der bekanntesten Saurier in Lebensgröße als Modell. Bei unserer Abreise mit dem Bus konnten wir abends noch die interessante bolivianische Variante des Gepäcktransports bestaunen:)

24 February 2018

Sucre // Wir waren insgesamt 3,5 Tage in Sucre und wären gerne länger geblieben, um dort einfach nichts zu tun und in den Tag hineinzuleben. Bei Sonnenschein konnten wir die Stadt im Tal mit ihren umliegenden Bergketten betrachten, kleine Eiffeltürme in Parkanlagen bestaunen, unserer Lieblingsmarktfrau beim Kochen von typischen bolivianischen Mahlzeiten zuschauen, kulinarischen Kleinigkeiten an unserem Lieblingscaféplatz genießen, in den Innenhöfen unserer Hostels mit Katzen entspannen oder auch nur den Mond bewundern, der schon tagsüber immer deutlich zu sehen war. Irgendwas gibt es in Sucre immer zu tun, auch wenn man eigentlich gar nichts tut! Übrigens wurde die Stadt damals nur gegründet, da die gehobenen Bolivianer, die in Potosí durch die Silbermine reich wurden, eine Ferienresidenz in toller Lage haben wollten und so alle nach Sucre gezogen sind. So wurde Sucre wohl zur schönsten Stadt Boliviens ohne den üblichen südamerikanischen Großstadtstress.

23 February 2018

Sucre // In diese 260.000-Einwohner-Stadt haben wir uns schnell verliebt! Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien (nicht La Paz) und ist geprägt von Kolonialbauten in weißem Stil mit wunderschönen Innenhöfen und toller historischer Architektur. So wurde die Stadt, vor allem der Stadtkern, zur UNESCO-Welterbestätte ernannt, wodurch das tolle Flair erhalten bleibt. In Sucre begannen 1809 die ersten südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegungen gegen die spanischen Kolonialisten, die 300 Jahre lang den Kontinent regiert hatten, so dass passenderweise 1824 nach langem Kampf in Sucre die Unabhängigkeit Boliviens ausgerufen wurde - ein bedeutender Moment für das Land und die Stadt. Heutzutage ist Sucre von einer chilligen, entspannten Atmosphäre erfüllt, viele Cafés und Restaurants prägen das Stadtbild ebenso wie Studenten und internationale Sprachschüler. Über die Märkte zu schlendern, Museen zu besuchen und den Einheimischen zuzuschauen ließen die Zeit in Sucre wie im Flug vergehen...

22 February 2018

Weiterreise nach Sucre // Von Uyuni ging es mit dem Bus durch das bolivianische Bergland mit weiten Ebenen und tollen Landschaften nach Potosí. Der Start in Uyuni gestaltete sich allerdings wieder schwierig, da an diesem Tag in einzelnen Regionen von Bolivien Streiks und Demonstrationen gegen den regierenden Präsidenten begannen. So wurde ein paar Kilometer hinter der Stadt die Autbahn von Demonstranten blockiert und kein Bus fuhr in Uyuni ab, sondern erst hinter der Blockade. Also mussten wir mit dem Taxi zur Blockade fahren (was wieder nicht so einfach war, da viele Taxifahrer Angst um ihr Auto hatten, dort hinzufahren), um die Demonstration herumlaufen und in den wartenden Bus einsteigen. Immer wieder spannend! So kamen wir verspätet im von einer Silbermine geprägten Potosí an und mussten gleich weiterfahren nach Sucre...und das typisch südamerikanisch mit viel Geschrei am Busbahnhof von Potosí. An die verruchten Busbahnhöfe und die irren Verkäufer werde ich mich nie gewöhnen!

21 February 2018

Salar de Uyuni - 2 // Durch den Regen wurde der Salar, der mit 12.106 qkm größte Salzsee der Welt, zu einem unendlichen Spiegel von Himmel und Wolken ohne erkennbaren Horizont. Insofern hat der Salar zwei Seiten, eine trockene und eine nasse, beide auf ihre Art einzigartig. Unser Guide hielt mehrmals, so dass wir witzige Fotos machen und mit Gummistiefeln durch das Wasser spazieren konnten. Schwer zu beschreiben, wie sich diese Momente auf dem Salz anfühlten. Einfach unvergesslich! Mittags gab es für die Gruppe ein leckeres Lunch auf dem See, mit den Füßen im Wasser. Gestärkt ging es weiter zu einem Salzhotel, ein komplett aus Salzblöcken gebautes Hotel. Hier kam die letzten Jahre auch öfters die Rallye Dakar vorbei, ein Denkmal erinnert daran. Der wahrhaft beeindruckenste Teil des Trips folgte aber mit dem Sonnenuntergang über dem Salzsee, den wir mitten auf dem See erleben durften. Die Spiegelungen der Sonne, der Wolken, der Farben...es war unwirklich, wie eine Feuersbrunst!
Salar de Uyuni - 1 // Nach der etwas holprigen Anreise entspannten wir am Abend in der kleinen Stadt Uyuni. Wir organisierten unseren Ausflug für den nächsten Tag und gingen anschließend in ein cooles Lokal Pizza essen. Unser etwas abseits liegendes Hostel war zum Glück modern und neu, der Rest der Stadt ist aber im ersten Eindruck sehr marode, viele kaputte Häuser und Straßen. So ging es zum Glück am nächsten Morgen in die Salzwüste: mit einem Jeep samt Fahrer sowie netten Begleitern (einer witzigen Engländerin & eine süße chinesische Familie aus den USA). Der erste Stop war bei einem großen Eisenbahnfriedhof, einer Lagerstätte für ausrangierte Züge der bolivianischen Bahn. Dort war jede Menge los. Wir konnten auf die rostigen Waggons klettern und die skurrile Szenerie in der Wüste bestaunen. Weiter ging es mit Zwischenstopp in einem Ort, der zum Salzabbau genutzt wird, zur Salzwüste. Allerdings befanden wir uns in der Regenzeit, weshalb die Salzwüste ein (befahrbarer) Salzsee war...

20 February 2018

Weiterreise nach Bolivien // Von Atacama aus ging es für uns zurück nach Calama, um den Mietwagen zurückzugeben, und nach einer riesigen fettigen Pizza in einer Mall und einer Übernachtung im modernen IBIS am nächsten Morgen sehr früh mit dem Bus weiter nach Bolivien zu fahren. Nach mehr als drei Wochen Chile startete also das nächste Abenteuer. Die ersten Stunden der Busfahrt verliefen ruhig, wir konnten viel Landschaft beobachten und hatten einen skurrilen Genzübergang mitten in der Wüste. Denn nach der Ausreise aus Chile mussten wir an einem Treffpunkt den Bus wechseln - also wir in den bolivianischen Bus, die uns Entgegenkommenden in unseren chilenischen Bus. Und natürlich war dann dieser bolivianische Bus eine Schrottlaube. Weiter ging die Fahrt, doch 30km vor dem Ziel Uyuni fuhr sich der Bus tief im Schlamm fest. Rettungsaktionen mit LKWs halfen nicht, also mussten wir nach fast zwei Stunden des Wartens 1km durch die Wüste zu einem Ersatzbus wandern, der uns ans Ziel fuhr.

18 February 2018

Atacamawüste - Laguna Cejar // Am Nachmittag ging es dann weiter zu einem Gebiet mit drei nahegelegenen Lagunen. In der Laguna Piedra konnten wir schwimmen gehen. Da der Salzgehalt in dieser Lagune so hoch ist, kann man in etwa wie im Toten Meer auf der Wasseroberfläche schweben. Es herrschten dunkle Wolken über uns und so konnten wir während des Schwimmens Blitze beobachten...und das Mitten in der Wüste. Irgendwann hatten wir genug und machten uns auf zu den Duschen, als plötzlich ein heftiger Regenschauer über uns einbrach - ungewöhnlich für die Wüste ;). Wir spatzierten noch zur erstaunlich grün bewachsenen Laguna Cejar. Anschließend fuhren wir noch tiefer in die Salzebene hinein, entdeckten zwei kleine gegenüberliegende Lagunen, die Ojos del Salar (Augen der Salzebene), bis wir an der Laguna Tebenquinche ankamen, ein riesiger Salzsee. Hier konnten wir starke Salzkrusten und das leuchtende Weiß der Salzflächen bestaunen. Mit Sonnenbrand im Gesicht ging's heim:)
Atacamawüste - Quebrada de Guatín // Etwas nördlich von San Pedro de Atacama befindet sich leicht versteckt und daher kaum besucht der Guatín-Canyon, eine kleine mit riesigen Kakteen gesäumte Schlucht. Nach längerem Suchen fanden wir endlich den Eingang zur Schlucht, konnten diese bei tollstem Wetter bewandern und wurden mit wunderschönen Ausblicken und außergewöhnlich hohen Kakteen belohnt. Der Bach, der die Schlucht durchfließt, bietet die nährstoffreiche Grundlage für das Wachstum und die hohe Anzahl der Kakteen in diesem Gebiet. Wenn man bedenkt, wie langsam Kakteen wachsen, sind einige dieser 'Skulpturen' schon mehrere hundert Jahre alt. Respekt und Bewunderung! Wenn man sieht, wie diese riesigen Kakteen von innen aussehen, kann man verstehen, dass ihr Holz in den Anden zum Schnitzen von Kunstwerken und zum Bauen von Häusern benutzt wird. Wir hatten viel Spaß dabei, etwas so Schönes mal nur für uns alleine zu haben:)

17 February 2018

Atacamawüste - Valle de la Muerte // Zum Abschluss des Tages machten wir noch einen Kurztrip ins Valle de la Muerte, einem engen, von spektakulären rot-grau-farbigen Gesteinsformationen umgebenen Canyon. Es wehte ein heftiger Wind durch das Tal, so dass wir ständig Sand in den Augen hatten und wir froh waren, als wir am Ende des Canyons auf die Hügel klettern konnten. Dort schauten wir uns einen weiteren wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf das Tal und die schneebedeckten Berge im Hintergrund an, begleitet von mehreren Touristenbussen, die für den Sonnenuntergang hierher kamen. Interessant war es auch, die Sandboarder zu beobachten, die immer wieder eine große Düne im Canyon herunterfuhren, wobei der Weg zurück die Düne hoch mit dem Board auf dem Rücken sehr anstrengend aussah:) Der lange, unvergessliche Tag ging schließlich mit selbstgekochter, leckerer Pasta im Hostel zu Ende!
Atacamawüste - Laguna Chaxa // Nachmittags fuhren wir von den Höhen der Anden wieder zurück ins flache Tal des riesigen Salar de Atacama, um uns mitten im Salar liegend die Laguna Chaxa anzuschauen. Diese nicht unbedingt farbenfrohe Lagune ist zwar teilweise übelriechend, aber auch lebenspendend, so dass wir hier viele Vögel, u.a. drei verschiedene Flamingoarten, und auch vereinzelte Pflanzen beobachten konnten. Bei einer kurzen Wanderung durch die Salzwüste nahe der Lagune konnten wir die rauen, kantigen Salzkristalle bestaunen, die gemischt mit Sand und Gestein aus der Nähe zwar sehr zerklüftet, mit Blick in die Ferne aber unendlich flach und mit Panoramablick daherkommen. Eine unwirkliche Gegend, die uns beeindruckte. Es war gleisend hell durch die Reflexion des Salzes, so dass wir uns trotz Hitze einpacken mussten, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Atacamawüste - Lagunas Miscanti & Miniques // Um zu diesen zwei wunderschönen Seen zu gelangen, mussten wir mit dem Auto viele Kilometer über eine staubige Piste die bergige Landschaft bezwingen, um schließlich auf ca. 4200m Höhe das atemberaubende Panorama genießen zu können. Gleichzeitig spürten wir zum ersten Mal die negativen Auswirkungen dieser Höhen in den Anden und kämpften etwas mit unserer Atmung. Die Seen, die nach einem Vulkanausbruch vor tausenden von Jahren entstanden, umrandet von schneebedeckten Vulkanen, belohnten uns aber für diesen Trip und stellten tolle Fotomotive dar... ebenso wie die vielen rehähnlichen Vicunas, die über die Steppe grasten. So süße Tiere, gleichzeitig sehr selten und vom Aussterben bedroht.
Atacamawüste - Quebrada de Jere // Unser zweiter Tag ging in den südlichen Teil der Atacamawüste, erster Stop war nahe der kleinen Stadt Toconao das faszinierende, da so unerwartet auftauchende Quebrada de Jere. Hierbei handelt es sich um ein kleines fruchtbares Tal mitten in der steinigen, trockenen Wüste. Entstanden durch einen kleinen Fluss, dessen Quellwasser aus den nahen Vulkanen entspringt, ergeben sich in diesem engen Tal anscheinend gute Bedinungen zum Anbau verschiedener Obstsorten wie z.B. Birnen, Trauben, Granatäpfel. Auch viele Vögel, Lamas und Ziegen nutzen die guten Bedingungen in der Hitze, die schon seit Jahrhunderten von den Bewohnern der Gegend wirtschaftlich zur Nahrungsbeschaffung für das Dorf genutzt werden, wie Steinzeichnungen an den Wänden zeigen. Für uns war es erholend, unter den kühlenden Schatten der Bäume den Tieren beim Grasen zuzuschauen und die Obstvielfalt zu entdecken. Doch nach zwei Stunden ging es weiter über staubige Straßen in den Süden.

16 February 2018

Atacamawüste - Valle de la Luna // Wenige Kilometer vor der Ortschaft San Pedro liegt das für die Wüste berühmte 'Valle de la Luna'. Wir nutzten zwei Aussichtspunkte entlang des Highways, um einen Ausblick über das Mondtal zu erhaschen. Völlig unerwartet nach den vielen Kilometern Wüste waren plötzlich diese riesigen, roten Felsformationen da, die einem das Gefühl gaben, man wäre auf einem anderen Planeten. Eine große Stille herrschte vor und wir fühlten uns richtig klein. Ein paar Kilometer weiter am Parkeingang bekamen wir alle nötigen Informationen, um das Valle mit dem Auto eine markierte Strecke entlang zu durchqueren. Rechts und links erwarteten uns beeindruckende Bilder von Gestein und Sanddünen, aber auch Aktionen wie die Durchwanderung eines faszinierenden Salzcanyons/Höhle waren möglich. Am Abend bestiegen wir wie viele andere auch die große Sanddüne, um von dort aus den Sonnenuntergang, der das Tal in Rot-Lila-Orange-Töne erleuchtete, zu bewundern. Ein unvergesslicher Tag!
Atacamawüste - Valle del Arcoiris // Auf der Strecke nach San Pedro machten wir einen Umweg um das Valle del Arcoiris, ein Felsental, das in Regenbogenfarben erstrahlen soll, zu entdecken. Die Straßenverhältnisse in der Atacamawüste sind aber ein Abenteuer für sich. Der Highway ist natürlich top asphaltiert, die Bundesstraßen waren schon etwas abenteuerlicher, da selbst diese schon über Kies und Erdwege führten. Dies war alles noch machbar, aber die letzte Straße, die zum Valle führen sollte, war absolut nicht für unseren Wagen gemacht. Ganze 7 km quälten wir uns bei Tempo 10-20 km über die Buckelpiste, um letztendlich vor einem Weg zu stehen, der vom Fluss überflutet war. Wir mussten also umkehren und hatten keine Lust mehr, den zweiten, möglichen Weg zu testen.
Atacamawüste // Endlich wollten wir los, um die trockenste Wüste der Welt zu entdecken. Der Morgen in Calama fing aber nervig an, denn die Adresse der Stadtfiliale von Europcar stimmte nicht mit ihrem GoogleMaps Bild überein. Während der Buchung glaubten wir, die Station wäre wirklich in der Stadt, denn die andere Alternative wäre der Flughafen gewesen. Mit Hilfe des Hotelpersonals fanden wir heraus, das die Europcar-Station tatsächlich in einem Industriegebiet, noch weiter südlicher als der Flughafen lag. Somit mussten wir notgedrungen mit einem Uber (ähnlich wie ein Taxi, nur bucht man es online und ist günstiger und sicherer als ein Taxi) zur Autovermietung fahren. Nachdem endlich alle Formalitäten geklärt waren und wir in unserem fast neuen Toyota Corolla saßen, konnte es losgehen...100 km Autobahn immer Geradeaus durch die Wüste und das Nichts in Richtung des 5000-Seelen-Örtchens San Pedro de Atacama!

13 February 2018

Calama // Calama ist keine besonders schöne Stadt. Sie hat dennoch um die 160.000 Einwohner, da hier Chiles Reichtum an Kupfervorkommen liegt. Viele Chilenen ziehen hier her, um in der Kupfermine Arbeit zu finden. Entsprechend sieht es in der Arbeiterstadt aus, zu besichtigen gibt es nichts außer der Mine. Nach den schwülen Tagen auf Rapa Nui und vor allem nach unserer Nacht am Flughafen nutzten wir den Ort, um zu entspannen und unsere ersten Erkältungsanzeichen auszukurieren. Wir blieben 3 Nächte, immerhin hatten wir hier unser bisher modernstes Hotel unserer Reise, ein vor wenigen Monaten eröffnetes Ibis Budget. Eigentlich wären wir gerne schon einen Tag früher Richtung San Pedro de Atacama, und somit in unser Atacamawüstenabenteuer, gezogen. Wir waren aber zu spät dran mit der Mietwagenbuchung und hatten somit einen Extra-Tag Entspannung :) Immerhin gab es eine moderne Shoppingmall mit Food Court in der Nähe, somit kam etwas Großstadt-Feeling auf. Und das Nichtstun tat richtig gut!

12 February 2018

Zwischen den Stühlen // Rapa Nui war einzigartig, doch am 12.02. stand nun der Rückflug nach Santiago an - und es wurde mal wieder spannend! Es zeigten sich die klassischen Leiden des günstigen Standby-Fliegens, denn aufgrund des Inselfestes waren die max. zwei täglich stattfindenden Flüge für die nächsten drei Tage komplett ausgebucht. Mit Pech hätten wir drei Tage auf der Insel festgehangen (es gibt natürlich trotz der Hitze schlimmere Ort für so etwas ;)), doch nach zwei Stunden des Wartens tauchten zwei Passagiere zur Schließung des Check-Ins nicht auf, so dass wir glücklicherweise die letzten zwei Plätze im Flieger nach Santiago bekamen und um 22 Uhr landeten. Da wir direkt weiter nach Calama in den Norden fliegen wollten und dieser (zum Glück halbvolle) Flieger um 4:50 Uhr startete, verbrachten wir kurzentschlossen die Nacht am Flughafen auf unbequemen Stuhlreihen mit vielen anderen Reisenden im Wartebereich. Karos dritte und Thomas zweite Nacht an einem Flughafen, yeah!

11 February 2018

Rapa Nui // Nach der gestrigen Inselumrundung begann der Tag mit einem kurzen Quad-Ausflug, der an der Tankstelle mit Tankservice und in einem heftigen Regenschauer mit durchnässter Kleidung endete. Typisch für die Insel war aber schnell wieder die Sonne draußen und wir wanderten bei schwülem Wetter die Küste Richtung Norden entlang. Dort begegneten uns faszinierende, wilde Klippen, der im traditionellen Inselstil gestaltete Friedhof von Rapa Nui sowie zeremonielle Stätten mit Möai. Hier waren Möai so gestaltet, wie sie wohl früher ausgesehen haben könnten. Der Weg führte uns weiter über Wiesen, immer mit tollem Panoramablick auf die Brandung der Küste. Wir nutzen jeden Baum, um wenigstens kurzzeitig der Sonne entfliehen zu können und waren froh, als wir schließlich die Höhle 'Ana Kakenga' erreichten. 50 Meter Dunkelheit mit Blick aufs Meer dienten in früheren Zeiten als Schutzzone in Kriegen der Familienclans. Erschöpft zurück in der Stadt gab's zur Belohnung leckere Avocado-Burger.

10 February 2018

Rapa Nui // Weiter ging unser Trip von der Geburtsstätte der Möai die Küste entlang zur größten zeremoniellen Plattform auf Rapa Nui, der 'Ahu Tongariki'. 15 Möai auf einem 220 m langen Altar gaben ein beeindruckendes Bild ab. Weiterhin konnten wir auf unserem Weg die Höhle entdecken, in der vor hunderten von Jahren der Anführer der damaligen rapanuischen Kultur beerdigt wurde. Damals waren solche Grabstätten noch einfacher gehalten als heute ;) Leider ist auch der größte je aus Stein geschlagene Möai, genannt 'Paro', umgestürzt worden. Er war 10 m hoch und wog 80 Tonnen. Auf den Köpfen der Möai (oder danebenliegend) befindet sich die 'Pukao' (Krone), ein oft mehrere Tonnen schwerer roter Vulkanstein, der wohl das Haar (Bun) des Möai repräsentieren soll. Zum Abschluss ging es für uns an den Strand 'Anakena', der einzige Sandstrand der Insel, in dessen Bucht um 600 n.C. der Sage nach die ersten Siedler der Insel per Schiff anlegten. Entspannung pur mit Palmen und weißem Sand!
Rapa Nui // An einem sonnigen Tag liehen wir uns ein Quad und fuhren damit die Küste entlang bis zur Ostseite der Insel, um mehr von der Kultur Rapa Nuis zu entdecken. Überall auf der Insel verteilt sind archäologische Stätten mit Möais zu besichtigen - manchmal gut ausgeschildert, oft aber nur mit gutem Auge auffindbar. Hierbei handelt es sich um DAS Symbol der Osterinsel. Diese Steinköpfe repräsentieren die Vorfahren der Inselbewohner, haben alle einen eigenen Namen, sind sagenumwoben und faszinierend. Es gibt ca. 900 Möai auf der Insel, alle zwischen 1m und 10m hoch. Meist stehen sie auf einem Ahu, einer heiligen Plattform ähnlich einer Kultstätte. Bis heute ist nicht entgültig geklärt, wie diese tonnenschweren Figuren zu ihrem Bestimmungsort transportiert wurden. Oft sind sie umgestürzt (von nachfolgenden andersgläubigen Kulturen) aufzufinden. Der Höhepunkt der Quadtour war der Vulkan 'Rano Raraku', das zweite Heiligtum. Hier wurden die Möai aus dem Stein geschlagen und geformt.

9 February 2018

Rapa Nui // Die Insel hat einen vulkanischen Ursprung, besitzt mehrere Vulkankrater, steile Klippen und Höhlen. So führte uns unsere erste Wanderung durch grüne Wälder in den Süden auf den Vulkan 'Ranu Kau' mit einem Kraterdurchmesser von 1,5 km sowie einer 280m tief liegenden Lagune - ein eigenes Biotop mit Pflanzen, die nur dort vorkommen. Anschließend besichtigten wir die angrenzende archäologische Stätte 'Orongo', eines der Heiligtümer der rapanuischen Geschichte. Früher war es ein zeremonielles Dorf, in dem bedeutende Riten sowie die Wahl des Stammesführers abgehalten wurden. Die Siedlung bestand früher aus 500 Häusern mit Blick auf die vorgelagerte Insel 'Motu Nui'. Zu dieser ging am Nachmittag unser Schnorchelausflug mit dem Motorboot entlang der Küste. Gestartet wurde im Hafen, in dem zur selben Zeit Ruderwettbewerbe zum Fest stattfanden. Erschöpft vom Tag entdeckten wir auf dem Nachhauseweg noch Petroglyphen (Steingravur) und schlossen Freundschaft mit einem Fohlen:)

8 February 2018

Wir waren voller Vorfreude auf die nächsten 4 Tage, als wir in Hanga Roa landeten. Mit Sonnenschein, Palmen, 25 Grad und einer kühlenden Meeresbrise wurden wir begrüßt und machten uns zu unserem Hostel auf, das am Rande der Ortes lag. Dort angekommen dann der Schock, denn trotz erfolgreicher Buchung über Booking war dort kein Zimmer mehr frei. Dies wurde von der Hostelbetreiberin aber nie gemeldet, stattdessen schickte sie nur eine kurze Email mit der Bitte um Stornierung, die wir aber nicht mehr erhielten, da wir einen Tag vorher gebucht hatten und kein Internet mehr zur Verfügung hatten, als die Mail kam. Vor Ort redete sie sich heraus und wollte uns auch nicht bei der Suche nach Alternativen helfen. So mussten wir wütend zurück in die Stadt laufen, um uns telefonisch ewig hinziehend und erfolglos über Booking und schließlich auf eigene Faust 2 Stunden lang ein günstiges Hostel zu suchen, was aufgrund des Festes nicht einfach war. Dank Karos Einsatz fanden wir aber ein nettes Hostel!
Osterinsel // In Santiago angekommen trafen wir eine spontane Entscheidung und flogen mehr als 3500 km nach Westen, um schließlich auf der meistisoliertesten bewohnten Insel der Welt zu landen: Rapa Nui (die Osterinsel). Als Teil der polynesischen Inseln, mitten im Nichts im weiten pazifischen Ozean, gehört sie offiziell zu Chile. Die ca 5000 Bewohner - alle im einzigen Ort der Insel 'Hanga Roa' lebend - fühlen sich aber eher einer der polynesischen Tradition angelehnten Kultur zugehörig, sie sprechen zwar Spanisch, aber lieber die eigene Sprache Rapanui. Diese besondere Kultur konnten wir abends im Rahmen des zweiwöchigen Tapati-Festes kennenlernen, das größte Fest der Insel, das Einheimische wie auch Touristen magisch anzieht. Jeden Tag fanden Auftritte und Wettkämpfe aller Art statt, in der Mitglieder der einheimischen Familien gegeneinander antraten.Ob sportlich, handwerklich oder musikalisch, immer ging es darum, die eigene, jahrhunderte alte Kultur zu feiern und weiterzugeben.

7 February 2018

Nach dem Dünenabenteuer ging es zurück nach Santiago. Zufällig hatte meine kanadische Flugbegleiter-Freundin Veronique einen dienstlichen Flug nach Santiago und wir wollten uns mit ihr treffen. Wir hatten das große Glück, bei ihr im Marriott Hotel im schicken Büroviertel der Stadt übernachten zu dürfen. Somit konnten wir mal ein bisschen Hotel-Luxus genießen :D Wir waren abends verabredet mit einer Bekannten von mir aus meiner Zeit in Vancouver. Ganze 7 Jahre hatten wir uns nicht gesehen. Wir verbrachten einen schönen, entspannten Abend bei ihr zu Hause mit selbstgemachtem Sushi und Pisco Sour (man braucht Zitronensaft, gaanz viel Pisco-Likör, Eis, etwas Zucker und ein Eiweiß). Es war toll Muri nach so vielen Jahren wieder zu treffen und ebenso freuten wir uns Vero wieder zu sehen :)
Reñaca & Concón // Auf dem Rückweg nach Santiago stand für uns noch ein kleines Wüstenabenteuer an...leider nicht die richtige Wüste, sondern riesige Dünen, begrenzt von der Küste sowie den Hochhaussiedlungen der Touristenorte Reñaca und Concón. Es war faszinierend, in solch einer Kulisse über die Hügel der Dünen zu spazieren und den zeitlosen Bewegungen des Sandes zuzuschauen. Ein Ort der Ruhe, nur durchkreuzt vom Geschrei der Möwen! Die restliche Zeit verbrachten wir mit einem Spaziergang entlang des Strandes von Reñaca. Dabei ließen sich die typischen Vögel dieser Küstenregion, Pelikane, Kormorane und Möwen, gut beobachten und auch seltenere Gäste wie Seelöwen entspannten auf den vorgelagerten Klippen in der Sonne. Kulinarisch abgerundet mit leckeren Empanadas, dem typischen chilenischen Fastfood, war dies ein ruhiger Tag für Genießer.

5 February 2018

Maitencillo // Hier in diesem kleinen Surferdorf ca. 1,5 Busstunden nördlich von Vina del Mar fanden wir zumindest für 24 Stunden die Ruhe, die uns die Großstädte nicht gaben. Ein langer, leerer Sandstrand mit tollem Sonnenuntergang und hohen, kräftigen Wellen bot eine romantische und chillige Atmosphäre, in der die Stunden für uns rasend schnell vergingen. Hier konnten wir einfach mal nichts tun, stattdessen nur die Wellen, die Surfer, die Pelikane und andere Urlauber beobachten! Für unsere Füße war es ein Traum ;) Unser Hostal war passend mit viel Liebe im Surfer-Style gestaltet und der Besitzer konnte sogar ein wenig deutsch. Jederzeit wieder...

4 February 2018

Viña del Mar // Vom chaotisch-alternativen Valparaíso ging es für uns die chilenische Küste entlang nach Norden. Weit führte der Weg allerdings am ersten Tag nicht, denn direkt angrenzend befindet sich die mehr dem klassischen Tourismus entsprechende Stadt Viña del Mar. Ein strukturierter Ort mit mehr Wirtschaft und Industrie, vor allem aber mit einem größeren Strand und den klassischen Hochhaustürmen an der Küste. Hierhin flüchten sich die Chilenen, vor allem die Hauptstädter aus Santiago, im heißen Sommer. Da wir nun gerade auch Sommerferien in Chile haben, waren die Strandabschnitte entsprechend überfüllt, weshalb wir gleich weitergegangen sind:) Viele Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht, so blieb es beim entspannten Strandspaziergang und anschließendem saftigem Burger und Rippchen in einem amerikanischen Restaurant - passend zum heutigem Superbowl, den wir im Gegensatz zu Deutschland gemütlich bei Tageslicht verfolgen konnten;)

3 February 2018

Valparaíso // Die Stadt Valparaíso an der Küste, knapp 2 Busstunden von Santiago entfernt, war unser nächstes Ziel. Die Stadt hat die ungefähre Größe von Bonn, es ist hier aber sehr viel mehr los! Es ist eine chaotische, bunte, alternative und dreckige Stadt, die sich vom erstaunlich großen Hafen aus über mehrere Berge erstreckt und in der viel gefeiert wird. Das Besondere an diesem Ort sind aber die vielen Graffitis und großflächigen Wandbilder, die man in fast jeder Gasse entdeckt. Wir haben eine mehrstündige Stadtführung mitgemacht und dank unserem leidenschaftlichen Guide Jorge sehr viel über die Künstler und die Bedeutungen ihrer Werke, aber auch über die Stadt, die Region sowie Chile im Allgemeinen gelernt. Es war eine echt klasse Tour und zum Abschluss gingen wir noch gemeinsam ein Bierchen trinken:) Den Abend ließen wir schließlich mit einer zufällig entdeckten öfffentlichen Kinovorführung am Hafen und einem Drink mit Live-Jazz-Musik in einer Bar entspannt ausklingen...

1 February 2018

Santiago de Chile // Nach dem kühlen Patagonien hat uns Santiago, die Hauptstadt Chiles, mit ihren heißen Temperaturen von über 30°C erschlagen. Wir flanierten durch den schönen Park auf dem Berg Cerro Santa Lucia direkt in der Innenstadt und genossen den Ausblick auf die Stadt und die teilweise schneebedeckten Berge der Kordilleren im Hintergrund. In Santiago konnten wir ganz gemütlich in zwei Tagen die einzelnen Viertel mit ihren historischen, europäisch geprägten Gebäuden und Kirchen erkunden und den Kontrast zu den vielen modernen Hochäusern in Bildern festhalten. Interessant war der Präsidentenpalast, extrem abgeriegelt. Auch das Kulinarische (mit typischem riesigen Markt) sowie die Kunst kamen nicht zu kurz. Die Formula-E (Formel1 der Elektrorennwagen) gastierte an diesem Wochenende in der Stadt, weshalb ein Teil der Innenstadt abgesperrt war. So konnten wir uns die Rennstrecke in der Stadt anschauen und bekamen sogar das Training mit :) .

31 January 2018

Punta Arenas // Nach den vielen kleinen Orten der letzten Tage war Punta Arenas gefühlt eine große Stadt. Viel zu besichtigen gab es dennoch nicht. So nutzten wir die Zeit dort, um nach den kraftraubenden Wanderungen zu entspannen und die schmerzenden Knien zu schonen. Wir aßen leckeren Kuchen in einem süßen Kaffee voller Mandalas, ließen unsere 5 kg Wäsche für sehr teure 12€ waschen (der BWLer in Thomas spricht hier von Monopolstellung) und betrachteten die Stadt von oben. Zudem schauten wir uns den örtlichen Friedhof an. Interessant war dieser, da es im 18. und 19. Jhd. viele deutsche, englische und kroatische Einwanderer im Süden Patagoniens gab und so allein durch das Betrachten der Gräber die kulturelle Vielfalt der Region erkennbar war. Ebenso beeindruckten die hohen Zypressen, die die Wege säumten. Außerdem werden die Gräber hier fröhlicher als bei uns gestaltet, bunte Blumen dominieren und die Menschen werden durch persönliche Bilder und Figuren mehr in Erinnerung behalten.

30 January 2018

Punta Arenas // Nach dem TDP-Abenteuer ging es für uns mit dem Bus zum südlichsten Punkt unserer Reise nach Punta Arenas. Zum einen gibt es hier einen Flughafen, von dem aus unsere Weiterreise in den Norden möglich war, zum anderen (noch wichtiger) befindet sich in der Nähe eine Pinguinkolonie auf der kleinen Isla Magdalena, die wir im Rahmen einer Bootstour mit Landgang besichtigen konnten. Da der Trip wegen schlechten Wetters häufig abgesagt wird, hatten wir Glück, den richtigen Tag zu erwischen und bei Sonnenschein viele tausende Magellan-Pinuine auf der Insel zu beobachten. Da immer nur eine begrenzte Zahl von Besuchern für jeweils eine Stunde auf die Insel gelassen wird und nur kurze, eingezäunte Wege freigegeben sind, können die Pinguine hier unbeschwert leben und sich paaren. Viele kleine Wollknäuel watschelten dementsprechend vor unsere Linse :) Sooo süß! Auf dem Rückweg entlang der Isla Marta entdeckten wir vom Schiff aus auch noch eine in der Sonne dösende Kolonie Seelöwen.

28 January 2018

TDP - Trek zu Las Torres // Übernachtet haben wir diesmal im Zelt im Camp Torres, so wie es zu einer Trekkingtour dazugehört. An unserem letzten Tag ging es auf zum Highlight des Parks, den Torres del Paine (drei Bergtürme). Obwohl es diesmal nur knappe 9 km eine Richtung waren, war dies mit Abstand der härteste Part unserer Tour. Über viele Strecken ging es sehr steil hinauf, vor allem der letzte Kilometer hatte es mit 500 Höhenmetern in sich. Über Bachläufe und Felsen mussten wir wieder klettern, je höher wir kamen, desto kälter wurde es. Der leichte Nieselregen ging sogar in Hagel über. Wir hatten richtig Glück an diesem Tag, denn als wir oben ankamen, klarte der Himmel doch noch auf und die berühmten Türme mit der ihnen zu Füßen liegenden Laguna wurden von Sonnenlicht erstrahlt :) Wir genossen den schönen Moment hochoben, bevor wir die mühevolle Strecke bergab in Angriff nahmen. Nach den anstrengenden Tagen belohnten wir uns mit einem Eis, bevor wir zurück in die Stadt fuhren :)

27 January 2018

TDP - Valle Francés // Unser Tagesziel: 30 km! Dementsprechend haben wir das Camp um 7 Uhr morgens verlassen. Es ging die 11,5 km zurück bis ins Camp Paine Grande, wo unsere Wanderung am Tag zuvor startete. Komischerweise fühlte sich der Rucksack nicht mehr ganz so schrecklich an auf dem Rücken. Konnten wir uns etwa tatsächlich daran gewöhnen, dieses schwere Teil dauerhaft zu schleppen? Zum Glück mussten wir dies nicht rausfinden, unseren großen Rucksack ließen wir im Camp zurück und zogen mit einem kleinen weiter. Wir wollten bis ins Valle Francés wandern und mussten rechtzeitig im Paine Grande zurück sein, damit wir den letzten Katamaran erwischen konnten. Diese Wanderung war um einiges angenehmer, da sie trotz steiler Passagen flach war. An Seen vorbei ging es durch den leider vor einigen Jahren teilweise abgebrannten Wald. Die weißen Bäume hatten aber etwas sehr Magisches. Auf dem Rückweg peitschte der Wind so heftig, das auf dem See richtige Böen entstanden, was ein Spektakel :)

26 January 2018

Torres del Paine - Grey Gletscher// Der erste Tag im Park stand ganz im Zeichen des Grey Gletschers. Nach knapp 2,5 Stunden Busfahrt erreichten wir den Park, mussten uns anmelden und ein Sicherheitsvideo anschauen. Dann gings zur Anlegestelle Pudeto, um dort mit dem Katamaran den Pehoé See zu überqueren. Drüben angekommen, ging die Wanderung samt schweren Backpacks und untrainiertem Körper los. 11,5 km bis zum Refugio Grey galt es zu überwinden, wir mussten über Felsen klettern und gegen heftigen Wind ankämpfen. Erschöpft, aber überglücklich es geschafft zu haben und den Rucksack endlich los sein zu dürfen, erreichten wir das Camp. Wir wanderten aber trotz schmerzender Beine noch ca. 2 km weiter, um eine Hängebrücke mit spektakulärem Blick auf den Gletscher zu erreichen. Dort genossen wir etwas die untergehende Sonne, bevor wir dann zurück im Camp das erste Mal mit einem Campingkocher unser Abendessen zaubern durften. An diesem Abend ging es für uns ziemlich früh ins Bett :D
Unsere Trekkingroute im Torres del Paine Nationalpark...hier zeigt sich gut, warum es W-Trek heißt ;)

25 January 2018

Beim Frühstück lernten wir ein nettes, ebenso reisefreudiges Pärchen aus Berlin kennen. Wir verbrachten noch etwas Zeit mit ihnen, bevor sie nach El Calafate, wo wir gerade erst herkamen, weiterreisten. Somit konnten wir ein paar Tipps für diese Region weitergeben und bekamen im Austausch den tollen Hinweis für diese Reise-App. Danke euch beiden dafür ;) Den restlichen Tag verbrachten wir damit, Puerto Natales zu erkunden und vor allem das nötige Camping-Equipment & Essen für unsere bevorstehenden drei Tage im Park zu besorgen.

24 January 2018

Grenzübergang Teil 2 // Die Grenzüberfahrt in Patagonien von Argentinien nach Chile war um einiges leichter als bei den Iguazu-Wasserfällen. Dennoch dauerte es recht lange, da die Chilenen sehr strenge Einfuhrbestimmungen haben. Um Flora und Fauna zu schützen, darf weder Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Gewürze oder unbehandeltes Holz mitgebracht werden. Das komplette Gepäck aller Reisenden wurde aus dem Bus ausgeladen und ein fleißiger Hund der Grenzpolizei ging an die Arbeit :D Die Gewürze, die Karo schon in Buenos Aires gekauft hatte, wurden zum Glück nicht entdeckt xD
Birthday~Time🎈🎉🥂 Ziemlich früh ging es heute los, knappe 6 Std. Busfahrt standen uns bevor, um ins chilenische Puerto Natales zu gelangen. Nachdem wir in unser süßes B&B Casa Lucy eingecheckt hatten, ging es an die Planung der typischen Trekkingroute "W" im Nationalpark Torres del Paine. Wir hatten aber keine Campingplätze vorab reserviert und wollten nun unser Glück versuchen. Drei Agenturen, die Übernachtungsmöglichkeiten dort anbieten, mussten wir abklappern. Gerade so ergatterten wir noch 2 Nächte, somit würde zumindest 2/3 der Wanderroute möglich sein. Nachdem dieser Stress vorbei war, konnten meine Geburstagsfestivitäten beginnen :) Es gab leckere Pizza und den ersten Pisco Sour (Nationalgetränk in Chile & Peru, ein Cocktail aus Traubenschnaps, Zitrone und Eiweiß) und als Nachtisch dann eine besondere Variante eines Kuchens...einen Pizza-Strudel =) Mit vollem Magen begaben wir uns dann noch in eine lokale Brauerei, um den Abend dort schön ausklingen zu lassen 🍻😄

23 January 2018

Perito-Moreno-Gletscher // Eines der aboluten Highlights in Patagonien war unser Besuch des Perito-Moreno-Gletschers nahe El Calafate. Morgens ging es mit dem Bus zum Naturpark, in dem man auf Stegen parallel zur Front des Gletschers wandern kann. Es war ein atemberaubendes Erlebnis, diesen Gletscher mit seinen Ausmaßen (70 m hoch am höchsten Punkt nahe der Plattform, 5 km breit) und seinem weiß-blauen Farbenspiel aus der Nähe zu sehen. Wir warteten vor allem gespannt darauf, das unvergessliche Knacken des Eises zu hören und mit etwas Glück das Abbrechen von kleinen Stücken und größeren Blöcken zu erleben, die beim Aufschlag im Wasser die Umgebung so laut wie Pistolenschüsse hallend erzittern ließen. Stundenlang konnten wir einfach nur da stehen und freudig auf den nächsten besonderen Moment warten, immer in der Hoffnung, ihn nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen! Begleitet von Sonnenschein, Andenkondoren und tollen Gesprächen mit anderen Wartenden genossen wir diesen Tag sehr!

22 January 2018

El Calafate // Von El Chaltén ging es nun drei Stunden Busfahrt weiter südlich ins kleine Backpacker-Örtchen El Calafate. Ein kleines Städchen, dass vor allem als Durchgangsstation für Trekking-Freunde in den Süden/Norden sowie als Ausgangspunkt für die Besichtigung des Perito-Moreno-Gletschers dient. Ansonsten gibt es hier nicht viel zu sehen. So konnten wir etwas entspannen, die Uferpromenade entlang spazieren und Natur und Tiere wie Flamingos und andere skurrile Vögel genießen. Auf kulinarischer Seite stand für uns der erste richtige (und sehr bitter schmeckende) Mate-Tee an, der in Argentinien eine Art Nationalgetränk ist, zelebrierend zubereitet und in außergewöhnlichen Tassen getrunken bzw. transportiert wird.

21 January 2018

El Chaltén // Unser dritter und letzter Tag in El Chaltén führte uns auf den "Mirador de los condores" mit Panoramablicken in die Täler und auf die windigen Berge rund ums kleine Bergdorf. Bei der folgenden, kurzen Wanderung im Tal, die Karo aufgrund einer sehr schmerzenden Blase ausließ, konnte ich nochmals die Natur mit schönen Flussläufen und einem Wasserfall genießen. Mit leckeren Empanadas ließen wir schließlich den tollen Trip ausklingen...

20 January 2018

El Chaltén // Die zweite große Wanderung führte zur "Laguna de los Tres" (11 km eine Richtung), einem Bergsee am für Wanderer und Kletterer berühmten Berg Fitz Roy (3441m). Bei Sonnenschein und weitgehend wolkenlosem Himmel ging es gut gestärkt morgens los. Nach einem längeren Anstieg zu Beginn mit tollem Ausblick folgten viele flache Kilometer entlang eines eiskalten Gletscherflusses inmitten der Berglandschaft, immer mit grandiosem Blick auf das schneebedeckte Fitz Roy-Massiv. Richtig anstrengend war schließlich der letzte Kilometer, der zu bewältigen war. Es ging in Serpentinen sehr steil hoch, hauptsächlich nur über Steine und Felsen. Es lohnte sich allemal, diese Qual auf sich zunehmen. Wir hatten eine wunderbare Aussicht auf das gesamte Tal, die umliegenden Berge und Seen. Vor allem aber auf die Bergspitze Fitz Roy und seine zwei türkisblau leuchtenden Seen Laguna de los Tres und Laguna Sucia! Abends tat uns alles weh, aber wir waren von einem Glücksgefühl beseelt:)

19 January 2018

3 Tage Wandern in El Chaltén // Unser Patagonien-Abenteuer begann in dem kleinen Bergdorf El Chaltén irgendwo im Nirgendwo - aber ein Trekking-Mekka -, das wir nach einer dreistündigen Busfahrt aus dem nächstgelegenen Städchen mit Flughafen El Calafate erreichten (wir sind von Buenos Aires nach El Calafate geflogen). Insgesamt sind wir hier in drei Tagen über 55 km über Stock und Stein durch die wundervolle Natur gewandert, haben atemberaubende Ausblicke genossen, mit unseren Füßen und Knien gelitten und diesen patagonischen Traum in unsere Herzen aufgesaugt. Die Wanderung am ersten Tag zum "Laguna Torre" ging ca. 10 km lang durch Wälder und Felder, am Fluss vorbei und immer leicht bergauf, bis wir den See, umrahmt von einer Bergkette, erreichten. Der Wind war dort so heftig, dass wir beim Besteigen des Hügels entlang des Sees fast wegflogen! Der tolle Blick auf den Gletscher und den dadurch enstandenen See war alle Mühe wert, auch wenn die Bergspitzen leider wolkenverhangen waren.

17 January 2018

Buenos Aires // Unseren letzten Tag verbrachten wir in den trendigen Stadtteilen Recoleta und Palermo, die durch die Künstler- und Kreativenszene wie auch hippe Shops und alternative Restaurants, Cafés und Bars geprägt sind - und damit natürlich bei Touristen und Reiseführern angesagt :). Beeindruckend war die Buchhandlung "Grand Splendid", die in einem alten Theater/Kino ihren Sitz gefunden hat. Der Blick von den oberen Rängen war einfach nur schön! Ein Highlight von BA ist der Friedhof in Recoleta, der mit protzigen Gräbern und Mausoleen reicher Familien über Generationen hinweg gewachsen war. Eingeengt und umrundet von teilweise baufälligen Hochäusern zeigt es wieder den Zwiespalt dieser Stadt. Das blumengeschmückte Grab von Evita ist für Argentinier eine beliebte Anlaufstelle. Den Nachmittag verbrachten wir in Parkanlagen wie dem Rosengarten oder dem botanischen Garten, abends schlossen wir unseren Aufenthalt in BA kulinarisch in Palermo ab. Eine erholsame Stadt!

15 January 2018

Buenos Aires // Den dritten und vierten Tag verbrachten wir mit kulinarischen Erkundungen, der nahen Natur und dem Versuch einer gesunden Mischung aus Entspannung und viel Recherche für Patagonien, unseren nächsten Spot. Vor allem das moderne Hafenviertel ist eine eigene Welt für sich, Hochhäuser, Unternehmen, Parks, teure Restaurants - hier scheint ein anderes Südamerika zu wachsen. Zum Essen: Die Liebe zu Argentiniens Lieblingssüßspeise war auch in BA unverkennbar: Dulce de Leche, eine cremige Karamellmasse, die hier gefühlt morgens, mittags und abends gegessen wird. Der andere kulinarische Stolz ist das Fleisch, argentinische Rindfleischsteaks wie das "Bife de lomo" sind ein Genuss. Ansonsten wird hier viel Bier getrunken, wirklich gutes Eis hergestellt und der Genuss großgeschrieben. Wir konnten es uns gut gehen lassen :)

13 January 2018

Buenos Aires // Nach dem Regenwald das große Kontrastprogramm: BA, eine Metropole mit südeuropäischem Flair, modernen nordamerikanischen Einflüssen und einem eigenen, leidenschaftlichen Lebensgefühl. Unsere Besichtigungen der ersten zwei Tage führten uns ins Centro, nach San Telmo und La Boca, so dass wir beim Schlendern durch die Stadt die Vielseitigkeit gut erkennen konnten. Ob Evita Perons berühmter Balkon, die heißblütige Fußballkultur von River Plate und Boca, prachtvolle Bauten, kunstvolle Shopping-Malls, farbenfrohe Lebenslust oder päpstliche Verehrung (die Kirche, in der Franziskus bis zu seiner Wahl predigte)... es gab überall etwas zu entdecken. Gleichzeitig waren aber auch die argentinischen Widersprüche und sozialen Unterschiede immer wieder zu erleben, ähnlich wie in Rio. Doch die Liebe zum Tango vereint hier in BA alle Bewohner!

12 January 2018

Iguazu-Wasserfälle 2 // Um uns diesem grandiosen Schauspiel ganz nah fühlen zu können, haben wir am zweiten Tag den argentinischen Teil des Nationalparks Iguazu durchwandert. Der Park ist gut ausgebaut mit mehreren Wanderwegen, die einem ermöglichen, ganz nah an die 275 einzelnen Wasserfälle heranzukommen. Mal konnten wir von oben Wasserfälle mit spektakulärer Aussicht beben hören, mal von unten die Gischt und Nebelschwaden auf der Haut spüren -  bis hin zur kompletten Durchnässung -  ein Wahnsinn, wie viel Kraft und Energie zu fühlen sind und wie dies auf einen selbst übergeht! Highlight im Park ist die Plattform oberhalb des Garganta de Diablo, der Teufelsschlucht. Hier fließen die größten Wassermassen hinab. Da wir uns im Regenwald befanden, konnten wir zusätzlich auch die Pflanzen- und Tierwelt drumherum genießen, ebenso wie Hitze und Schwüle. Eine schöne Wanderung ging quer durch den Regenwald zu einem abgelegenen Wasserfall - mit Riesenameisen und haarigen Spinnen:)
Ein Einblick in die Tierwelt im Iguazu-Regenwald...

11 January 2018

Am Rande: Verwirrung an der Grenze // Eine Unterkunft hatten wir im argentinischen Puerto Iguazu gebucht und mussten somit noch am selben Tag die Grenze per Bus überqueren. An der brasilianischen Grenze mussten wir den Bus verlassen, um auszureisen. Leider wartet der Bus an der brasilianischen Grenze nicht, und somit mussten wir dort knapp eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten, ohne genau zu wissen, was eigentlich passiert. Wir waren über jeden anderen Ausländer glücklich, der genauso verwirrt war wie wir! Für die Menschen, die hier im Länderdreieck (Brasilien, Argentinien und Paraguay)leben, gibt es Sonderregelungen, weshalb sie nicht ausreisen müssen. Weiter ging es dann einige hundert Meter über den Fluss zur argentinischen Grenzkontrolle, wo alle aussteigen und vom Grenzpersonal das Gepäck kontrollieren lassen mussten, nur um nach viel Schlange stehen wieder in einen Bus unserer Wahl einzusteigen und einzureisen...chaotisch - aber der Stempel im Pass ist drin, yeah!
Iguazu-Wasserfälle 1 // Unser zweites Ziel in Südamerika waren die berühmten Iguazu-Wasserfälle, an der brasilianisch-argentinischen Grenze, mitten im Regenwald. Wir sind ins brasilianische Foz do Iguacu geflogen und direkt zum Nationalpark gefahren, um die Fälle von der brasilianischen Seite aus zu betrachten. Man hat hier einen guten Rundumblick über die Fälle und kann das Naturwunder aus der Ferne bestaunen. Selten haben wir bisher so etwas Beeindruckendes gesehen! Die Iguazu Wasserfälle sind die zweitgrößten der Erde und sind eines der sieben Naturweltwunder. Und dies nicht ohne Grund, es ist ein beeindruckendes Erlebnis, diese Menge an Wasserfällen und deren Energie zu erleben =)

10 January 2018

Rio aktiv erleben // Am letzten Rio-Tag fuhren wir zu der berühmten Escadaria Selarón im Stadtteil Santa Teresa. Dies sind viele Treppenstufen an einem Hang, die von einem chilenischen Künstler mit farbenfrohen Mosaiken aus der ganzen Welt bestückt wurden, um "seinen"Stadtteil zu verschönern und so Berühmtheit erlangten. Zum Abschluss unserer Zeit in Rio gingen wir endlich am Strand der Copacabana bei starkem Wellengang "schwimmen", so wie es sich hier gehört ;) Ein toller kurzer Aufenthalt in einer vielfältigen, zwiespältigen und vor allem faszinierenden Stadt!

9 January 2018

Rios Zuckerhut // Nachdem wir dann wieder unten in der Stadt ankamen, ging es weiter zum berühmten Zuckerhut: der berühmte Berg, der eine Spitze an der Küste Rios bildet. Zunächst ging es mit der Seilbahn auf einen kleinen vorgelagerten Berg, den Morro do Urca. Hier konnten wir etwas durch den Regenwald streifen, der sich immer wieder in Rio an verschiedensten Spots finden lässt...tolle Erholungsmöglichkeiten für Rios Bevölkerung. Noch eine Station höher, ab auf den Zuckerhut! Hier hat man tatsächlich noch einen ganz anderen Blick auf die Stadt, einfach grandios! Mit einem Caipirinha in der Hand, genossen wir den Sonnenuntergang hoch über der Stadt :)
Rios Cristo Alrededor // In Rio haben wir uns am zweiten Tag die Highlights der Stadt angeschaut. Zuerstging es mit dem Shuttle-Bus zur Christus Statue. Nach ca 30 Minuten Wartezeit ging es los, bezahlen sollten wir erst, sobald wir oben ankommen. Allerdings wurden wir nach 2 min Fahrt aus dem Van geschmissen, um dort das Ticket zu kaufen und uns erneut in der sengenden Hitze anzustellen. Die Straße, die dann hoch zur Christus Statue führte, war so überfüllt, sodass unsere Fahrt ewig dauerte. An der unteren Plattform angekommen, entschieden wir uns, einen Wanderweg durch den Wald hoch zur Statue zur nehmen.Endlich oben angekommen, war Jesus in schönes Sonnenlicht getaucht und wir hatten einen tollen Rundumblick über Rio, mit seinen vielen Bergen, Favelas und Stränden. Wolken zogen dann doch noch über uns, was aber eine schöne, mystische Atmosphäre brachte...das erste Highlight!

8 January 2018

Rios Strände im Süden // Unseren ersten Tag in Rio haben wir ganz entspannt verbracht. Wir sind bei einem Sonne-Wolken-Mix durch die Viertel und entlang der berühmten Strände in Rios Süden gewandert, tranken unseren ersten erfrischenden Caipirinha an der Copacabana sowie eine leckere Kokusnuss am Strand von Ipanema :) Rio zeigte sich hier trotz vieler Sorgen von der sicheren (und natürlich touristischen) Seite, so dass wir uns schnell wohl fühlten und das brasilianische Flair aufsaugen konnten...die Ausblicke dieser riesigen Stadt waren schon atemberaubend!
Turbulente Ankunft in Rio // In Rio kamen wir früh morgens an (Zeitverschiebung hier -3 Stunden). Wir nahmen den regulären Bus, der bis in die touristische Zone Copcacapana quer durch die Stadt (ca 25 km) fährt. Doch nach einer kurzen Zeit blieb unser Bus auf einer vierspurigen Brücke plötzlich stehen und nach unverständlichen Zurufen auf portugiesisch stiegen alle Fahrgäste aus...der Bus war defekt. Und draußen regnete es heftig. Das Abenteuer begann also ziemlich schnell:D. Die Polizei sperrte die Straße, viele Fahrgäste ließen sich mit Taxis im Stau abholen und nach ca 30 Minuten kam dann der nächste reguläre Bus dieser Linie. Zum Glück passten wir alle rein, denn wer weiß, wann der Ersatzbus eingetroffen wäre. Noch dazu dauerte die Fahrt quer durch die Stadt einfach recht lange, somit waren wir dann 4 Stunden nach der Landung morgens im Hotel angekommen. Gott sei Dank war ein Zimmer für uns um diese Uhrzeit schon bereit und wir konnten entspannt unseren Südamerikatrip starten...!

7 January 2018

Unser Südamerika-Abenteuer beginnt // Nach laaaaaangen, schwierigen, planerischen Wochen voller Organisation und Stress ging es nun endlich los!! Mit dabei unsere vollen Trekkingrucksäcke und Daypacks für Tagesausflüge. Gestern Abend (07.01.18) startete unsere Reise in Frankfurt. Den 12-Stunden-Flug haben wir genussvoll in der Business Class überstanden bzw. verschlafen ;)