Around The World · 171 Days · 136 Moments · December 2017

10 June 2018

Mancora 8/8 Am nächsten Morgen sind wir gerade am frühstücken, nach einer kleinen Abkühlung im Meer, als einige der Hostel-Bewohner vom Strand aus hektisch rufen: DELFINE! Alle machen sich auf und strömen ins Meer zu den verspielten Delfinen. Diese verbringen einige Stunde in Strandnähe, sodass ich auch bequem die GoPro holen kann um das Spektakel unter Wasser zu filmen. FANTASTISCH, so kann ein morgen doch beginnen, wa?! So verbringen wir unsere Tage mit lesen, schwimmen, Kartenspielen, Sonnenunterganggucken, Lagerfeuermachen, Strandreiten, Pizzabacken und alles immer im schönen Sand zusammen mit den vielen Hostelhunden. Leicht fällt dies insbesondere, da wir sofort einen guten Draht zu den anderen Hostelbewohner haben (so ein gemeinschaftliches Delfinschwimmen bringt schon zusammen, kann ich empfehlen). Und unerwähnt soll auch nicht bleiben, dass es (wie könnte es anders sein) hauptsächlich deutsche Traveller (auch aus Berlin) sind. Fast wären wir geblieben (als Volunteere), fast.
Mancora 7/8 Bevor wir „The Point“ erreichen, lockt uns das „Misfits“ auf sein Gelände. Kleine und zweistöckige Bungalows mit max. 6 Leuten (2 unten und 4 oben) direkt im Sand umgeben von vielen kleinen Chillinseln mit Liegstühlen und Sonnenschirmen und sehr netten, alternativen Leuten strahlen eine nahezu unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Dennoch wollen wir uns noch das Point anschauen - ok es hat einen Pool und bei den Temperaturen ist das schon was wert. Wir kommen nicht über die Rezeption hinaus und das Misfits gewinnt deutlich. Wir beziehen unsere Betten im oberen Stock des Bungalows und gehen auf ein Sonnenuntergangsdrink in die „Stadt“. Besagte Anziehungskraft wird uns für fast eine Woche nicht los lassen und ich werde die ganze über nur in Badehose und ab und an einem T-Shirt herumlaufen.
Mancora 6/8 Auch hier empfiehlt uns der Tierarzt eine Frau, welche wohl Straßenhunde aufnimmt und aufpäppelt. Mit dem TukTuk fahren wir direkt hin und freuen uns, dass die Kleine nun in guten Händen ist. Seitdem bekommen wir in unregelmäßigen Abständen Videos von der Geneseung der kleinen Bella. Ohne Hilfe hätte Sie wohl die nächsten 2 Wochen nicht überstanden (so der Tierarzt). Am nächsten Tag geht‘s dann nun endlich nach Mancora. Der Hostelcheck empfiehlt mal wieder ein Partyhostel mit Pool und so. Why not, aber zuvor wollen wir noch durch die „Stadt“ bummeln und sehen, ob es da nicht auch gute Herbergen gibt. Sofort vom Collectivo aus werden wir wieder einmal angesprochen, gehen aber zunächst allein unserer Wege. „Downtown“ findet sich nichts richtiges und überhaupt mit unseren Rucksäcken, bei der schönen Wärme (ok, Hitze), haben wir wenig Lust. Denn das favorisierte Hostel liegt 1 km Strandaufwärts Richtung Norden. Im Sand laufen soll ja gesund sein ;-)
Mancora 5/8 Der Welpe hat einen Ausschlag und diesen versucht die verwirrte Frau irgendwie im Meer abzuwaschen, bzw die Parasiten. Naja so ein „Sandbad“ ist wohl kaum die richtige Behandlung. Zum Glück lässt sie nach Zureden davon ab. Recht unwohl gehen weiter Richtung Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen kommt der kleine, kranke Welpe dann tatsächlich durch das Tor der Herbege getrottet, ohne Begleitung. Wir beschließen ihm zu helfen, was zunächst eher etwas schief geht. Erster Anlaufpunkt ist der Beitzer der Herberge. Selbstsicher, als wäre er Tierazt, empfiehlt er den kleinen Hundi mit Motoröl einzureiben, was wir allerdings erst verstehen, als er das Öl anschleppt. Wohl kaum denken wir uns und fragen nach einem Tierarzt. Es dauert dann noch gut 3 Stunden bis dieser öffnet und die Kleine endlich fachmännische Hilfe bekommt. Nach der Entfernung etlicher Parasiten mit Pinsete, einem gründlicher Bad mit Fellpflege und zwei Spritzen sieht Sie bereits viel besser aus. Aber wohin mit ihr?
Mancora 4/8 Die Suche nach einer Unterkunft gestalten wir kurz. Die erste Herbegre am Strand lockt uns mit einem günstigen Doppelzimmer und sogar einem Pool. Empfangen werden wir in Zorritos von ziehmlich vielen Vögeln. Geier und seltsame, Reiher-handliche Vögel kreisen zu Scharen in der Luft (siehe Video). Mich erinnern insbesondere die „Reiher“ eher an prähistorischen Jurassic-Park-Vögel. Am Strand keine Menschen, dafür umso mehr totes Meeresgetier. Auch dieser Ort wirkt auf mich zunächst enttäuschend. So ist das mit Erwartungen denke ich mir, aber wenn ich was lerne beim Reisen, dann ist wohl sich auf neue Dinge gelassen einzulassen. Am Strand werden wir dann Zeuge, wie eine scheinbar geistig verwirrte Frau einen kleinen Welpen recht rabiat im Meer badet. Nach 5 Minuten schreitet Steff ein und versucht herauszufinden was da los ist.
Mancora 3/8 OK, wir suchen uns 2 Herbergen aus, die wir in gewohnter Rutine auschecken wollen und machen uns auf den Weg (auch davor warnt der Lonley Planet, aber es ist bereits hell und wir riskieren es). Auf dem Weg ins Zentrum versprüht Tumbes den Charm einer Stadt, welche die besten Tage bereits hinter sich hat. Die Gebäude bzw. Konstruktionen in seltsamer 80er Jahre Architektur entlang der Hauptstraße wirken durch ihren bunten Anstrich allerdings recht funky, sind jedoch verwittert und verlassen. Dieser Stil zieht sich durch bis in die Fußgängerpassage und dem Plaza de Armas. In der Touri-Info kann man uns leider nicht wirklich weiterhelfen, denn es gibt bis auf ein paar Bootstouren nix weiter zu sehen. Alles irgendwie komisch. Da wir auch recht fertig sind von Busfahrt & Hitze, beschließen wir direkt zurück Richtung Mancora aufzubrechen. Empfohlen wird der Strandort Zorritios, welcher wohl noch den authentischen Flair eines Fischerdorfes inne haben soll. So wie wohl Mancora einst
Mancora 2/8 Da wir eh dem „Gringotrail“ folgen und wie gesagt das Wetter keinen Abstecher zulässt, soll es Mancora werden. Auf dem Busbahnhof entscheiden wir uns dann doch nochmal um, aber nicht so radikal. Wir überspringen zunächst Mancora und fahren an den nördlichsten Ort Perus Tumbes. Wieder haben wir die Panoramasitze im Doppelstockbus buchen können und als die Sonne aufgeht, können wir die „Tropen“ bereits erahnen. Gute Laune kommt auf. Ein Blick in den Reiseführer und bei der Onlinesuche nach einer Unterkunft trübt diese allerdings etwas ein. Angeblich gibt es nicht viel zu sehen, es sei wohl gefährlich und richtige Hostels gar in Strandnähe gibt es wohl auch nicht. Gerade hier wollte ich unbedingt in Strandnähe nächtigen...
Tumbes, Zorritos und Mancora 1/8 Videolink: https://gopro.com/v/nDQbzwdOvmL7 Die nördlichste Spitze Perus hatte ich schon lange herbeigesehnt. Von palmenverhängten Stränden und tropischen Temperaturen an Land und sogar-endlich im Wasser wurde uns vorgeschwärmt. In Huanchaco war ich zwar bereits im Wasser, allerdings nur mit Neo und das sollte sich nun endlich ändern. Sogar als Surfspot ist Mancora bekannt. Aber beginnen wir bei unserer Abreise in Huanchaco. Unser Plan war es eigentlich nochmal etwas „inland“ zu reisen. Cajamarca war der Ort unserer Wahl. Dort soll es weniger touristisch zugehen, eine wunderschön-bergige Landschaft und tolle Käseprodukte geben. Kurz vor Abreise checken wir noch das Wetter und BOOM 16°C und Regen für die kommenden Tage. Nicht mit uns! Spontan entscheiden wir uns sofort in den Norden zu reisen und zwar zum recht umstrittenen Örtchen Mancora. Jeder Traveller den wir im Hostel treffen kommt entweder gerade von da oder ist auf dem Weg dahin.

22 May 2018

Den restlichen Tag verbringen wir in Trujillo. Ein leckeres Chifa Essen im Zentrum, ein Besuch des Plaza de Armas, dem Hauptplatz Trujillos und ein frisch gepressten Saft auf dem Mercado Central. Nach einem langen vollen Tag mit vielen neuen Eindrücken flanieren durch die belebten Straßen zurück zur Bushaltestellestelle und Heim ins ebenfalls belebte Hostel. Heute soll es wieder eine Band geben und es ist unsere letzte Nacht in dem Huanchaco, doch wir sind zu müde und schlafen direkt weg. Unser Video zu Trujillo: https://gopro.com/v/ZZk1vN24ZaeX Infos zur Hundeaufangstation: http://www.esperanzacanina.com/donate/ https://youtu.be/h8KZf8u541M
Mittlerweile haben wir bemerkt, dass unser Hostel als Partyhostel verschrien ist. Und es schäbbert ordentlich in der Nacht. Am nächsten Abend beschließen wir einfach mitzuschäbbern und genießen einen feucht fröhlichen Reggae Konzert Abend mit vielen anderen Travellern auf unserem Dach. Ein Hostel mit abendlicher Lifeband, da kann man sich doch freuen. Für den kulturellen Teil dieses Reiseabschnitts gibt es Nähe Trujillo, eine sehenswerte Ausgrabungsstätte namens „Huaca del Sol“ übersetzt: „Sonnentempel“. Dieser wurde sogar noch von Vorinkakulturen erbaut. Es handelt sich um ein 5 stöckigen Tempel mit vielen Wandmalereien und Ausgrabungsfunden. Die Führerin gibt sich viel Mühe uns mit in die Zeit dieser Kultur mitzunehmen und hinein zuversetzen... Leider fehlt auch hier das Geld, so gibt es noch einen zweiten Tempel auf der gegenüberliegenden Seite, der noch auf seine Ausgrabung bis zum nächsten Geldsegen warten muss.
Wir werfen umgerechnet 5 Euro in die Spendenbox und erhalten dazu noch 10 Tombolalose. Da leider nicht sehr viele Leute anwesend bzw. Spendewillig sind, ist das schon eine ganze Menge in Anbetracht der Gesamtzahl der Lose. Alex meint scherzhaft, lass uns lieber gehen das wird sonst komisch hier oder willst eine Einzelpreistägershow abhalten? Und ähnlich wurde es auch... Es gab insgesamt 7 Preise. And... the winner is: Steff !! Diese Ansage hörten wir dann insgesamt dreimal und es wurden schon die Augenbrauen nach oben gezogen als ich wiederholt zur Preisverleihung tippelte. Wir befürchten weitere Gewinne, während wir von den Zuschauern schon skeptisch beäugelt werden, aber es bleibt bei 3 von 7 Preisen. Irgendwie auch traurig, da der Benefizabend somit ein Reinfall gewesen sein musste, da scheinbar kaum jemand Geld locker machte. Der Abend läuft mit gemischt musikalischen Talenten weiter und wir verziehen uns auch wenig später ins Bett.
Somit gilt dies als ältester Surf, sogar älter als der, der Polynesier. Unser Hostel heisst Frogshostel und ist im Besitz einer deutschen Inhaberin. Diese sieht man allerdings nur selten und der Laden scheint zum Großteil von Volunteers geführt zu werden. Für Alex heisst es endlich surfen, während ich nach Freiwilligenarbeit Ausschau halte. Et voila: Wir erspähen einen Aushang für eine Benefizveranstaltung für einen Dogshelter. Bei diesem Hilfsprojekt werden verwahrloste Straßenhunde aufgepeppelt, untergebracht, gefüttert, kastriert und im besten Fall an einen neuen Besitzer weitervermittelt. „Hin und wieder bräuchten, die auch ehrenamtliche Mitarbeiter“ meint der Barbesitzer, in dessen Bar die Veranstaltung im Rahmen einer Karaokenacht stattfinden soll. Gesagt, getan. Die Initiatorin des Hundehauses ist eine Holländerin mit ca 40 Hunden, deren Verein sich rein durch Spenden und Freiwilligenarbeit trägt. Leider gibt es bereits zu viele Volunteers, schade!
Trujillo/ Huanchaco In Sachen öffentlicher Personentransport in Peru sind wir richtige Cracks geworden und eine weitere Runde aus verschiedenen Personentransportmitteln beginnt. Numero Uno: Kollektivo, aber diesmal direkt diesmal zum Piscoterminal, dann ein 4-5 stündiger Linienbus über Lima zum Busterminal, vom Busterminal mit einer Taxe zu einem anderen Terminal und schließlich der Nachtbus von Lima nach Trujillo. Und Schwuppdiwupp finden wir uns am nächsten Morgen auf einem weiteren Busterminal in Trujillo, einer größeren Stadt nördlich von Lima wieder. Wir snacken etwas Streetfood zum Frühstück und nehmen zu guterletzt den nächsten Bus zum ca 13km entfernten Huanchaco. Das Örtchen ist bekannt für seinen Surf,die Strandpromenade mit langer Seebrücke und vielen Caballitos de Torora, die man überall bewundern kann. Caballitos sind kleine Schilfbote der Ureinwohnern, mit gar welchen hier bereits vor 2000 Jahren auf den Wellen zum Strand gesurft wurde.

12 May 2018

Aber so eine rießen Tierparty Insel bedeutet auch Fressen und Gefressen werden. Wir beobachten, wie ein Robbenrudel sich eine an der Wasseroberfläche gleitende Möwe schnappt und verzerrt. Interessant ist auch, dass der Kot der unzähligen Vögel ein besonderes Düngemittel hervorbringt. So besonders, dass sich Peru mit seinem Nachbarland Chile darum stritten. Aller 2 Jahre wird diese wertvolle, fast meterhohe Kotschicht „abgeerntet“ und damit anschließend lukrativ gewirtschaftet. Aber Achtung, nicht überall ist der Kot gern gesehen. Auf eine Kopfbedeckung ist zu achten, denn viele Vögel am Himmel, bedeuten eine erstzunehmende Gefahrenquelle für neugierige Touristenköpfe. Leider ist die Zeit bei der Insel nur kurz, jedoch ausreichend um uns noch mehr auf die bevorstehenden Galapagos Inseln zu freuen. Nach 2 Nächten zieht uns die Reise weiter in den Norden nach Trujillo an den nächsten Strandort Huacachina. Unser Video in Paracas: https://gopro.com/v/MOD4gBpnr9e3
Doch es gibt noch mehr in dem Nationalreservat zu entdecken, z.B. eine Felsformation; genannt: „die Kathedrale von Paracas“, die leider 2007 durch ein Erdbebeben verschoben wurde, weiten Wüstenlandschaften oder dem Red Beach, ein Strand bestehend aus dunkelrotem Vulkansand und mein persönliches Highlight die Isla Ballestas, die als Galapagos Insel des Armen Mannes gehandelt wird. Mit einem Boot geht es zur besagten Insel. Nach einer Stunde Bootfahren gelangen wir an die Insel und befinden uns inmitten einer gewaltigen Tierparty. Der Himmel zieht ähnlich schwarzer Rauchschwaden, gewaltige Schwärme lärmender Vögel mit sich, welche wild umherfliegen. Der Strand wimmelt von sich drängelnden Robben, die um Platz ringen, ähnlich einer Massentierhaltung und wir fahren vorbei an einem Horde Pinguinen, die nacheinander von den Felsklippen ins Wasser stürzen. Überall findet Bewegung statt und man kann die Geräuschkullisse schon fast als Krach bezeichnen.
Wir zelebrieren das Meer mit einem Sonnenuntergangsbier und abendlichen Badegang. Kurz nach Sonnenuntergang werden die Augen schon schwer, wir schaffen es kaum noch nach 9 ins Bett zu gehen und haben uns voll auf den Rhytmus der Natur eingestellt. Wir stehen demzufolge, regelmäßig, fast automatisiert und pünktlichst 5 Uhr mit Sonnenaufgang wieder auf den Beinen. Doch warum kommen so viele Touristen an diesen Ort? Der Grund ist das Nationalreservat hier. Ein Reservat geprägt von Wüstenlandschaft und einem geheimnisvollen Mysterium. Dem „Candelabro de Paracas, übersetzt: „Kerzenleuchter von Paracas“. Eine überdimensionale Felszeichnung, deren Ursprung bis heute noch ein Rätsel ist.Wer mag dieses Gebilde hinterlassen haben? Und warum? Bis heute gibt es viele Versionen, doch keine wirkliche Erklärung und bleibt der Fantasie des Einzelnen vorbehalten. Ähnlich den uralten Linien von Nasca, die man nur mittels Flugzeug zu erkennen vermag, bleiben sie vorerst ein Geheimnis vergangener Zeiten.
Pisco/ Paracas Ostern ist vorbei. Deutlich spürbar verringert sich das Gedränge der Menschenmassen in der kleinen Oase und es wird totenstill. Wir nehmen die Aufbruchsstimmung mit und verlassen, das für unsere Verhältnisse luxuriöse „Wild Olive Hostel“ das wir uns zu Ostern gegönnt hatten. 1 Tuktuk, 1 Bus und 2 Kollektivos später landen wir in Paracas. Landen ist dabei der richtige Ausdruck, da wir uns erst während der Anreise so richtig entscheiden, wo es denn eigentlich hingeht. Das Kollektivo hält direkt vor 3 Hostels. Und nach drei schnellen, aber streng prüfenden Begehungen, entscheiden wir uns für das süße, hübsche Hostel in der Mitte, mit den 2 sehr muttihaft wirkenden, freundlichen Rezeptionistinnen, die uns gleich herzlich aufnehmen. Richtige Wahl. Paracas ist ein kleiner, touristischer Strandort mit vielen Souvenirständen, Restaurants und wunderschönen Sonnenuntergängen, verschönert durch umherfliegende Pelikane. Endlich am Strand!

5 May 2018

Ica & die Oase 4/4 Wir steigen ein. Zunächst ruckelt es auf den abgefahrenen Pisten eher recht unangenehm. Doch nach dem ersten Sandboarding-stop auf dem Babyhang geht der Spaß los. Unser Rambo fährt unglaubliche Dünen rauf, runter oder seitlich-schräg, mit und ohne Hacken. Festhalten ist nicht nur empfohlen sondern wird natürlicher Reflex. Dann Sandboarden die Zweite. Schon krasser und vor allem Steffi legt einen super Stunt hin und prellt sich fast ein paar Rippen. Aber alles gut gegangen. Nach der Aktion noch schnell duschen und wir kehren Huncachina den Rücken. Es geht endlich ans Meer! Unser Video zu huacachina unter diesem link: https://gopro.com/v/WR1XW7Ww0RJV
Ica & die Oase 3/4 Laufen auf Sand macht schon Spaß, eine Düne zu besteigen, naja weniger und ist sau-anstrengend. Das hält uns aber nicht ab, vor Sonnenaufgang beide Riesen-Dünen (also an zwei unterschiedlichen Tagen) hinaufzurobben. Nach fantastischen Ausblicken in die karge Region Ica, welche an Mad Max erinnert, stürzten wir uns die Dünen hinab. Voller Sand in allen Taschen und am ganzen Körper, sind wir in Null-Komma-Nix wieder unten. Kaum zu glauben, 45 Minuten schwitzender Aufstieg und in 3 Minuten ist man wieder unten. Irgendwie wie Kochen. Außerdem ganz hoch im Kurs in Huacachina sind Buggy-Touren durch die Dünen. Natürlich ist Sandboarden inbegriffen. Selbstgebaute Stahlkarossen mit blubbernden Motoren und großen Reifen ergeben wieder so eine Mad Max Assoziation. Mit Bandanas vor dem Gesicht, Sonnebrille und Hut, erscheinen die Fahrer der Buggy’s eher wie gesetzlose Biker als freundliche Touristenführer.
Ica & die Oase 2/4 Abends checken dann noch 4 Deutsche ins Hostel ein und unter Ihnen zwei lustige Typen aus Magdeburg und Thüringen, mit denen wir einen coolen Abend verleben. Wie gesagt, meistens kommt es anders als man denkt. DIE Attraktion in Ica ist die Oase Huancachina. Eine natürliche Oase welche von den höchsten Dünen Perus umringt wird. Ein magischer Ort. Was natürlich zu einer starken touristischen Nutzung führt und 1988 die Oase austrocknen lies. Die Lösung des Problems ist klar: kontrollierter Tourismus mit smartem Wassermanagement - weit gefehlt. Eine Rohrleitung von Ica pumpt nun das zusätzliche Wasser für die touristischen Businesses in die Oase. Das Spiel mit der Natur kann also weitergehen. Da wir dies erst im Nachgang gelesen haben, betreten wir weniger besorgt den Sand auf dem Weg zur Oase. Ein x-Kilometer langer Stau am Vortag kündigte Ostern an. Und da wir zwei Nächte bleiben, erleben wir den Unterschied zwischen voll und leer.
Ica & die Oase Huancachina 1/4 Arequipa war ja sehr frühlingshaft und was folgt auf Frühling? JA der Sommer! Wir kommen wie immer sehr früh in Ica an, die folgende Wärme liegt bereits spürbar in der Luft. Unser Hostel liegt diesmal in einer Art gated-community, ähnelt allerdings sehr viel mehr einem Homestay. Da es das Osterwochende ist, mussten/wollten wir vorab buchen und nicht wie sonst im Netz recherchieren und vor Ort entscheiden. Was sich jedoch zunächst komisch anfühlt, wird wieder einmal eine gute Zeit. Nachdem wir uns tagsüber mal wieder auf dem lokalen Markt durch die engen Gassen, vorbei an 1.000en Früchten, Klamotten, Töpfen, Tupperware und toten Tieren geschlagen haben, fahren wir am Nachmittag mit einem TukTuk ins lokale Freibad. Auch hier ist Ostern und die beleibten Peruaner finden neben dem Essen von riesigen Fleischbergen auch Zeit mal ins Wasser zu gehen.

26 April 2018

AQP & Colca Canyon 8/8 Nachdem die Sonne die Spitze des Canyons übersteigt und der Schatten sich lichtet, ist es nicht mehr weit und wir erreichen gut gerädert den „Gipfel“. Dann noch 1 km bis zum Frühstück, welches wir mit frisch erworbener Avocado noch pimpen können. Auf dem Rückweg noch ein Stopp an der höchste Stelle auf ca. 4.900 m (Pata-Pampa-Pass), welcher keine 10 Minuten dauert, da alle nach dem sonnig-warmen Wetter des Canyons die kühle Passluft meiden und eigentlich nur noch zurück ins Hostel wollen. Und wir steigen am gleichen Abend noch in den Nachtbus nach Ica!
AQP & Colca Canyon 7/8 Da keine Straße nach Sangalle führt müssen wir den gesamten Canyon wieder hoch laufen/klettern. Los gehts um 4:30 Uhr ausgerüstet mit Stirnlampe oder Handylicht (ich hatte meine Stirnlampe ja schon in Chile liegen lassen). Ähnlich des Aufstiegs zum Machu Picchu bildet sich eine Lichterschlange bergauf. Einige ambitionierte vorne weg, andere gemütliche weiter hinten. Wir bleiben bei Dinesh (Kiwi) und ich übernehme sein Rücksack, während Steffi nach einem umgeknicktem Fuß ihm gut zuredet. Er muss sich schon arg anstrengen und schließlich nach ca. 2/3teln des Weges steigt er nach auf ein Inka-Taxi (Muli). Ich gebe ihm den Rucksack und etwas leichter und gut verschwitzt trotz kühlen morgendlichen Temperaturen steigen weiter, bergauf, bergauf, bergauf...
AQP & Colca Canyon 6/8 Dann geht’s endlich los! Wir halten, werden in kleinere Gruppen aufgeteilt (viele machen diesen Trip in 2 Tagen) und wir wandern los. Nun deutlich näher kreisen wieder 2 Condore im Canyon zunächst um unsere Köpfe und später unter uns talabwärts. Mit wirklich super geilen Aussichten beginnen wir unseren Abstieg und es wird klar "das wird nicht einfach". Unser Ziel liegt auf der anderen Seite in Talnähe aber dennoch leicht am Hang. Das heißt wir müssen ganz runter und dann wieder etwas aufsteigen. Gut 3 Stunden dauert der holprige Abstieg bei welchem sich der eine oder andere auch mal kurz hinlegt. Belohnt wird dies mit Blicken auf die marketing-gebrandete „Oase“ namens Sangalle. Ein kleines, grünes Örtchen direkt am Fluss und umschlossen von den schroffen Felsen des Canyons. Dort werden wir wohl unsere zweite Nacht verbringen - da kommt Freude auf! Insgesamt steigen wir wohl von 3.300 m runter auf 1.800 m, ganz schön anstrengend.
AQP & Colca Canyon 5/8 ist 3 Uhr nachts und der Wecker klingelt. Bähhhh. Gut vorbereitet putzen wir Zähne, schnappen unser Essen aus dem Kühlschrank, verstauen unser Hauptgepäck im dafür vorgesehen Raum und steigen in den Reise-Van. Nach 3 h gibt es zunächst Frühstück, etwas LaLa... Ganz schon touristisch erscheint mir unsere Tour bis jetzt und irgendwie schleichen sich Erinnerungen an die einzige je von mir unternommene Kaffeefahrt hoch. Pfui, schnell weg damit. Am Cruz del Condor (3.900 m) versuchen wir (zusammen mit ca. 100 anderen Touris) entlang der spektakulären Aussicht dem Condor von oben auf den Rücken zu schauen. Immerhin können wir 2 beim kreisenden Gleitflug beobachten.
AQP & Colca Canyon 4/8 Beim Frühstück lernen wir eine Japanerin, eine Malaysiererin, einen Ozzy und eine Niederländerin kennen und gehen gemeinsam auf die morgendliche Stadtführung. Unser verknitterter Guide versicherte uns, dass es zwei völlig unterschiedliche Touren sind. Dass war eine Übertreibung, aber egal. Das Wetter ist deutlich besser, wir besichtigen zusammen den Markt, probieren Käse-Eis (echt super) und beenden diesmal die Tour mit einem Pisco-Sour (der Drink in Peru). 24 Stunden genügen um einen guten Überblick zu bekommen. Die Tour für Reisende in Arequipa ist entweder die Vulkane hoch zu klettern (einer ist knapp über und der andere knapp unter 6.000 m) oder eine Wanderung im Colca Canyon. Dieser ist wohl nach seinem Nachbarn der zweittiefste Canyon der Welt und damit doppelt so tief wie der nördlichere Grand Canyon. 3-Tages-Tour für 95 EUR, klar machen wir!
AQP & Colca Canyon 3/8 Wie ihr das von uns kennt ist das erste in einer neuen Stadt: Stadtführung. Da es ja noch morgens ist, kein Problem mit der Orientierung am Nachmittag zu beginnen. Auch wenn das Wetter nicht so optimal ist und wir recht kaputt von der Nachtbusfahrt sind, schließen wir uns dem eher Rockstar-wirkendem Stadtführer an. Es wird leider eine der etwas schlechteren Touren, da sein englisch nicht so deutlich ist und er permanent, scheinbar jedoch unbewusst, die Beantwortung unserer Fragen vermeidet. Hmmm... Naja zum Abschluss der Tour wissen wir grob wo sich was befindet, sind 2-3 historische Details klüger und dürfen Alpacas streicheln und füttern. Zurück im Hostel sorgen Vorhänge um die Bunk-Beds für Privatsphäre und einen angehnehmen Schlaf im 8-bed-dorm. Kleine Dinge mit großer Wirkung denke ich mir.
AQP & Colca Canyon 2/8 Auch diesmal kommen wir im Morgengrauen am Busbahnhof an. Der erste Hunger kann auch sofort mit Grillkäse (yammy) und Papas Huancainas (Kartoffeln mit Erdnuss-Senfsoße) bekämpft werden. Auch wie so häufig hatten wir uns 2-3 Hostels ausgeschaut, die wir live checken wollen. Mittelpunkt jeder südamerikanischen Stadt ist und damit guter Ausgangspunkt zum Hostel-suchen der Plaza de Armas (Platz der Waffen). Wird so genannt, da dieser zentrale Punkt als Sammelplatz im Falle militärischer Auseinandersetzung genutzt wurde. Unterwegs finden wir ein Hostel für 10 Nuevo Soles (2,50 EUR). Die Blitzbesichtigung zeigt, dass es keinen Cent mehr wert ist. Also zum „Friendly AQP Hostel“! Überzeugt sofort mit großer Dachterasse, Küche, chilligen Hinterhof, Billardtisch und offenen Ambiente. Keine weitere Besichtigung nötig.
Arequipa & Colca Canyon 1/8 Wir nähern uns dem Meer! Wie so oft wußte ich vor unserer Ankunft in Arequipa nicht besonders viel über die Stadt, es bleibt dabei: „Wir lassen uns gerne überraschen!“. Die Blick auf die Landkarte zeigt Meernähe und Bergnähe. Schaut man genauer hin, so beeindruckt Areqipa durch seine krasse Nähe zu drei Vulkanen, einer davon noch aktiv und mit der klassischen Kegelform & weißer Spitze (Misti). Die Vulkane zu sehen ist zunächst allerdings recht schwierig, da trotz frühlingshaftem T-Shirt-Wetter das Bergpanaroma früh’s von Nebel und später von Wolken verdeckt wird. Aber wir werden Sie noch sehen. Auf der Wasserseite verrät mir magicseaweed.com die Präsenz eines Surfspots! Vorfreude steigt!

14 April 2018

Leben auf der Insel (4/4) So hat man sich z. B. Auch gegen die Anwesenheit von Hunden, Katzen oder Autos entschieden. Und noch etwas ist besonders auf dieser Insel. Sie ist besonders berühmt für ihre Webereien,Strickereien und Textilprodukte, die vorwiegend von Männern hergestellt werden. Doch vorallem versorgt sich die Insel jedoch durch Fischerei, Terrassenfeldbau und Tourismus. Jedoch wurde bislang der Bau von Hotels auf der Insel verhindert und Übernachtungen sind lediglich in privaten Unterkünften möglich. Somit konnten sich die Taquilenos eine relative wirtschaftliche Unabhängigkeit erhalten. Spannend. Nach einem ausgedehnten Spaziergang auf der Insel und einem Mittagessen, liegt die Weiterrreise vor uns. Zurück aufs Boot, ins Hostel, noch ein bisschen Puno erkunden uns von unseren Reisegefährten verabschieden und weiter mit dem Nachtbus nach Arequipa. Video Puno anschauen: https://quik.gopro.com/v/p5xKYYUkAo/
Ein wenig Begrüßungssingen, der wenig motivierten Urofrauen, In 10 er Gruppen deren Wohnungen zeigen und zuletzt natürlich Souvenirs verkaufen. Man spürt die Routine der Frauen. Aber die Inseln sind schon wirklich ein Hingucker und eine coole Idee. Isla Taquile (3/4) Es geht weiter auf die nächste Insel, und anderen Insel Bewohnern. Nach 1,5 Stunden Fahrt befinden wir uns auf der Taquile Insel, 45 km von der Stadt Puno entfernt. Die Insel ist ca 5,5 km lang und bis zu 1,6 km breit. Der höchste Punkt liegt bei ca 4000 m. Interessant ist, dass ca 2000 Menschen in 6 Gemeinden auf der Inseln leben und aufgrund ihres eigenen Gebotes: dont steal, don’t lie , don’t be lazy (nicht stehlen,lügen oder faul sein) ohne den Einsatz von Polizei auskommen. Obwohl die Insel ironischerweise nach der Eroberung der Spanier als Gefängnisinsel genutzt wurde. 1937 kauften sich die Taquilenos jedoch das Eigentumsrecht über die ganze Insel zurück und entscheiden wieder selbst über ihr Zusammenleben.
Geschichte (2/4) Entstanden ist dieser Wohnraum durch die Flucht vor den einrückenden Spaniern. Zunächst verbrachten die Uros eine ganze Weile auf Booten, bis man auf die Idee kam Schilfinseln zu bauen und somit neuen Lebensraum zu schaffen. Man merkte, das sich der in Unmengen vorhandene Totoraschilf für diesen Zweck gut anbot. Man nehme 1-2m gewürfelte, treibende Schilfwurzeln und eine weiteren Schicht getrocknete Schilfhalme, die gelb wie Stroh aussehen. Die selbe Pflanze ist u.a. auch ein jodreiches Nahrungsmittel, sowie Rohstoff für Schilfboote und die Häuser auf den Inseln. Insgesamt gibt das ein ziemlich farbenfrohes Bild, da die Uros in stechende Traditionelle Kleidung gehüllt sind. Insgesamt gibt es wohl noch ca 2000 Uros, jedoch wohnt der Großteil nun auf dem Festland, während die übriggebliebenen Inselbewohner hauptsächlich vom Tourismus und der Fischerei leben. Und das merkt man leider auch, da das ganze ziemlich kommerziell und leider showmäßig aufgezogen wird.
Titikaka See und die Inseln von Puno (1/4) Nach einem weiteren Tag in Cusco fahren wir weiter nach Puno. Witzigerweise sitzen Maria und Ritschall, das Portugiesen Pärchen mit im Nachtbus 2 Reihen hinter uns. Als wir am Morgen 6 Uhr ankommen, läuft alles blitzschnell. Ein Hostelbesitzer bietet uns noch am Busbahnhof Abstellmöglichkeiten für unsere Rucksäcke, Frühstück und eine Puno- Tagestour zu den Inseln an, sodass wir noch in der gleichen Nacht unser nächstes Ziel ansteuern können. Perfekt! Die Tagestour mit Guide und Bootsfahrt kostet uns 7,50 Euro. Wir können also wirklich nicht meckern und willigen sofort ein. Ein Boot bringt uns mit einer Horde anderer Touristen, einem Guide und peruanisch- musikalischer Begleitung zu unserem ersten Stop: Den Floating Islands. Hier leben die sogenannten Uros, die zu wenigen 100 Menschen auf selbstgebauten Schilfinseln wohnen.

8 April 2018

Cusco & MachuPicchu 10/10 Wir beginnen mit einer zweistündigen Führung, welche leider nicht so viel Neues bietet. Nicht so schlimm, da wir mit wunderbarem Wetter sowieso ständig am umherschauen und knipsen sind. Kurz nach Sonnenaufgang hängen noch einige Wolken in den Bergen fest. Weitere bewegen sich rasch nach oben, um sich dann in den Sonnenstraheln aufzulösen. Es wird ein sonniger Tag, perfekt. Nach der Führung können selbst durch die Ruinen wandern. Wir „jagen“ Llamas für das perfekte Motiv und versuchen so viel wie möglich von dem Areal zu erkunden, was uns glaube ich sehr gut gelingt. Leider müssen wir gegen 11-11:30 Uhr wieder ins Tal und zurück auf den Schinentrek zum Bus. Vorher noch Gepäck aus dem Hostel holen, könnte knapp werden. Wobei die 4-5 h auf dem Machu Picchu an und für sich reichen. Es sei denn man will noch weiter hinaus zum Beispiel auf den Vaina-Picchu oder eben den Machu Picchu. Unsere Wanderlust ist gut gestillt und wir sind ready für den Rückweg.
Cusco & MachuPicchu 9/10 Wie erwähnt ist Tag 3 nicht soooo anstrengend. Wir fahren dann kurz mit dem Auto zur Zugstation bei HydroElektrica, essen was und laufen etwas über 2 Stunden neben den Zugschienen nach Aguas Calientes, dem Start Punkt für Machu Picchu. Tag 4: heißt 4 Uhr morgens aufstehen und sich vor um 5 Uhr am Eingangstor (unten!) anzustellen. Dann geht es wohl um die 1.500 (Inka)Stufen hoch zum wirklichen Eingang. Es sind selbstverständlich viele Leute unterwegs und eben auch zu Fuß (es gibt eine Busoption). Es bildet gegen kurz nach 5 Uhr eine Menschenschlange, welche sich zunächst mit Taschenlampenlicht an den Aufstieg macht. Immerweider werden kurze oder längere Stops eingelegt aber die Mission ist klar: in einer Stunde müssen wir oben sein. Als Deutsche kommen wir leider etwas zu spät - 6:01 Uhr.
Cusco & MachuPicchu 8/10 Nun steht ZIP-Lining auf dem Progromm. Man nehme ein Stahlseil, spanne es über ein Tal und hänge sich mit Karabinerern und einem Geschirr daran fest - ab geht die wohl schnellste & aufregenste Art Täler zu überqueren. Steff ist zunächst skeptisch und muss sich erst an den Gedanken mit gut 50 km/h an einem dünnen Seil hängend und in ca. 150 m Höhe von einem zum anderen Ende zu düsen, gewöhnen. Drei mal geht es hin und her. Am Ende dann für mich die krasseste Übung: eine sehr-sehr wackelige Hängebrücke mit extrem weit von einander entfernten Planken überqueren. Natürlich über den Fluss und natürlich gesichert, aber eben echt wackelig. Allen haben es überlebt und hatten auch ne Menge Fun.
Cusco & MachuPicchu 7/10 Langsam dämmert es und die 23 km werden spürbar. Außerdem wird der Untergrund immer schlechter (Schalmm & Pfützen) sodass unsere Schuhe erneut komplett „gewaschen“ werden. Gekrönt wird das Ende des Tages zunächst mit einem Bad in den heißen Quellen von Santa Teresa. Das Wasser ist unterschiedlich termperiert von warm bis heiß ist alles dabei. Außerdem sind die Pools wirklich super in die Landschaft eingepasst, was die Anlage bei der abendlichen Beleuchtung besonders schön aussehen lässt. Santa Teresa hat aber nicht nur die Hot Springs, sondern ist auch eine Art „Partystopp“ auf dem Weg zum Machu Picchu. Das liegt wohl vor allem daran, dass man ab da den anstrengten Teil der Strecke hinter sich hat und am nächsten Tag etwas Abenteuer und eine kleinere Wanderungen anstehen. Wir beginnen den Abend mit Allen zusammen, entscheiden uns gegen Mitternacht allerdings nicht weiter zu ziehen. Am nächsten Morgen, zeigen uns die Gesichter der anderen, dass dies richtig war.
Cusco & MachuPicchu 6/10 Mittel gegen Kopfschmerzen, Magenprobleme, Hungerreduzierend und aktivierend um nur einige Effekte zu nennen. Eine andere Pfanze wiederum gibt so starke Rottöne ab, dass damit früher Kleidung gefärbt wurde. Die andere Verwendung: Gesichtsbemalung, welche wir gerne von unserem kreativen Guide an uns vornehmen lassen. Neben der Überquerung einiger wackeliger Brücken, ohne Geländer, über den reisenden Fluss, wird es noch spannender. Am Flussufer klettern wir allesamt einen Wasserfall (naja ist vielleicht etwas übertrieben) hinauf. Überhaupt sind doch einige Teile der Srecke von Erdrutschen verschüttet bzw. leicht blockiert. Kurz vor dem Abschluss des zweiten Tages heißt es dann in einem eisernen Korb zu dritt über den Fluss zu gleiten. Man hat da keine Wahl, denn eine Brücke gibt es nicht.
Cusco & MachuPicchu 5/10 Am nächsten Tag heisst es laufen, laufen, laufen. 23 km. Bergauf, bergab, über viele Brücken und Steine, verschiedene Landschaften und Aussichten. Ein Teil davon auch auf dem weltberühmten Inkatrail, den die Inkas als Weg zum Machu Picchu nutzten. Als sie vor den Spaniern auf der Flucht waren, nutzten sie absichtlicherweise einen anderen Weg, um den übersetzt „alten Berg“ zu schützen, da die Spanier während ihrer Verfolgung nahezu alle Inkabauten zerstörten. Und der Plan ging auf. Machu Picchu blieb bis Anfang des 20. Jhd unentdeckt und unversehrt. Immer wieder halten wir an verschiedenen Hütten von Locals, essen Mangoeis oder dürfen verschiedene Pflanzenprodukte ausprobieren und unseren Wissenstand über Wachstum und Nutzung von Kaffee, Kakao, Bananen, Maracujas, Mangos, verschiedener Kartoffelsorten, Mais und Coca erweitern. Vorallem Letzteres war und ist für die Peruaner von großen Wert.
Cusco & MachuPicchu 4/10 Immer wieder überqueren wir kleine Flusssenkungen mit dem Rad, die am Ende zu einer willkommenen Abkühlung werden. Unten angekommen entledigen wir uns unserer nassen Kleiderschichten und genießen die Sonne auf unserer Haut, die alles rasch trocknen lässt. Schön! Dann werden die Gruppen geteilt. Wir werden zunächst nur noch mit einem lustigen Pärchen aus Portugal bzw. Mosambik Maria und Ritschall, zusammen in unsere Herberge geleitet. Zu fünft haben wir uns ein paar Bierchen geholt und kennengelernt, bis wir abends zur weiteren Routenplanung wieder auf den restlichen Teil der Gruppe trafen (gut 20 Leute).
Cusco & MachuPicchu 3/10 Also Sachen gepackt, in unserem echt guten Hostel verstaut (soweit die besten Betten auf unserer Reise) und auf gehts. Ja, auf gehts! Und zwar recht kurvig durch die Serpentinen mit unserem scheinbar lebensmüden Fahrer. Die erste Herausforderung auf unserem Weg zum Machu Picchu: alles drin behalten!! Mit ein paar Magentropfen auch bestanden. Leider nicht alle Teilnehmer. Im Nachbarauto entleert sich ein zierliches Mädchen aller Mageninhalte, während die Tourbusse mit Schrittgeschwindigkeit an ihr vorbeifahren. Weiter gehts mit 50 km MTB-downhill. Hoch in den Wolken (fast 5.000 m), schmuddlig kalt und verregnet. Kaum kann man die Hand vor Augen sehen, da wir mitten in einer Wolkenschicht stecken. Voll montiert mit Schutzausrüstung gehts dann nach unten. Eine Fahrt, wie auf einem Moped. Ohne Treten, aber mit viel Geschwindigkeit. Mit jedem Höhenmeter nach unten wird es wärmer und wir gleiten langsam in die tropisch-warme Klimazone über und genießen die Natur.
Cusco & MachuPicchu 2/10 Hauptattraktion sind natürlich Ausflüge zum Machu Picchu, ein wirkliches must See in Südamerika. Es gibt 2 Optionen: einmal Hardcore über die kalten, steilen Berge auf fast 5.000 m mit Zeltübernachtung in 5 Tagen oder eine warme Fun-/Adventure-Variante in 4 Tagen mit Mountainbiking, ZIP-Lining und etwas Wandern, alles durch den Jungle. Normalerweise ist auch Rafting im Programm nur leider aufgrund der Regenzeit und dementsprechender Wassermenge im Fluss zu gefährlich, selbst nach peruanischen Richtlinien. Warm und Frei gab es für uns nur eine Option, ab auf den Jungle-Track (Option 2). Fix fanden wir eine Agency, welche uns diesen Trip für umgerechnet 117 Euro anbot - für 4 Tage ein Schnäppchen. Transport, Giude, Eintritt zu Machu Picchu, ZIP line, Fahrräder, Übernachtung, sowie alle Mahlzeiten inklusive. Mit von der Partie Manuel ein Feuerwehrmann aus der Nähe von Düsseldorf.
Cusco & MachuPicchu 1/10 Zum ersten Mal hatte ich in Lima den Namen Cusco gehört, vorher irgendwie noch nie. Keine Ahnung wie es Euch geht? Also Cusco war wohl die Hauptstadt der Inkas und lag exakt in der Mitte Ihres Reiches, welches sich wohl vom südlichen Kolumbien bis runter nach Chile erstreckte. Somit auch der Name, Cusco (Quechua), übersetzt „der Nabel der Welt“. Und als frühere Hauptstadt der Inkas, fungiert Sie nun als einer der kulturellen Hotspots in Südamerika. Alles ist auf Tourismus ausgelegt, es ist sauber und man fühlt sich sicher, irgendwie fehlt für mich aber auch der Reiz. Klagen auf hohem Niveau ;-) Entgegen unserer Vorstellung überrascht uns Cusco, jedoch als günstiger Ort. Unterkunft, Essen, Touren: alles zum kleinen Preis. Sogar vegane Gourmet Restaurants für den schmalen Taler und High Cousine. Ach und auch Cusco liegt mit gut 3.600 m über Null noch ATEMberaubend hoch.

31 March 2018

Copacabana Und dann gehts schon weiter nach Copacabana in 4h Busfahrt mit einer Reifenpanne und Überfahrt über den Titikakasee. Am Abend erreichen wir den Ort und werden auch gleich von wartenden Hostelbesitzern empfangen, die uns Unterkünfte vermitteln wollen und sich dabei gnadenlos unterbieten. Wir landen in einem Guesthaus für 5 Euro zu zweit, mit Terrasse und Blick auf den Titikakasee. Den nächsten Tag steigen wir auf einen nahegelegenen Berg mit wahnsinnigen Blick auf Copacabana und inklusive See. Hier stoßen wir wieder mal an unsere körperlichen Grenzen. Die Höhe lasst uns nur in langsamen einzelnen Schritten vorankommen. Das Herz rast, Atmen fällt schwer. Man denkt man weiß was der Körper kann, fühlt sich in der Höhe jedoch schwach und unbeweglich. Aber der Ausblick war es wert ! Eigentlich wollten wir die Isla del Sol hier besuchen, aber nach weiterer Informationszufuhr entscheiden wir uns das Reisetempo zu beschleunigen und nehmen noch in der Nacht den Bus nach Cusco/ Peru.
Tja, und was haben wir noch so in La Paz gemacht. Ach ja, für einen Vormittag auch lohnenswert, die Valle de la Luna. Mondlandschaft, darum genannt, da wohl mal ein Astronaut, der den Mond besucht hatte, meinte diese hatte große Aehnlichkeit. etwas ausserirdisch wirkt die Landschaft auch auch uns. Video La Paz: https://quik.gopro.com/v/HGgv6S7Ma1/
Community Justice Und noch eins zum Umgang mit Straftaten in Bolivien. Nicht immer ist die Polizei hier die exekutive. Uns wird erklärt, dass in manchen Gegenden, vorallem auf dem Land Community Justice vorherrscht. Das heisst man wartet nicht auf polizeiliche Hilfe, sondern entscheidet in einer Art Bürgerversammlung was mit vermeintlichen Dieben oder Pädophilen geschieht. Und meist wird nicht zimperlich mit Ihnen umgegangen. Wird jemand einer Straftat beschuldigt, kann dieser schonmal brennend an einem Mast verenden, dass dabei auch Unschuldige betroffen sind, kommt natürlich auch vor. Am Abend schauen wir in der gleichen Gegend noch eine Wrestlingveranstaltung an, und zwar eine ganz besondere. Echte Cholitafrauen stehen im Ring, mit coolen stunts und viel Unterhaltung. Modern und mit Power.
und das aus 3 Gründen. 1. Die Preise. Ein Hamburger mit Fritten für 60 Bolivianos. Dafür können die Leute hier 6 Mal essen gehen und wahrscheinlich sättigender. M c Donalds war für die Bolivianer schlichtweg zu teuer. 2. Mc Donalds willigte nicht ein Produkte wie Fleisch, Gemüse oder Kartoffeln, die in Bolivien in Unmengen vorhanden sind zu verwenden, somit gab es auch vertragliche Probleme. 3. Und zuguterletzt die Symbolik, ein Mc Donalds ist wie eine amerikanische Flagge in den Boden des Landes setzen, erklärt uns ein einheimischer. Auch damit hatte der Präsident so seine Probleme. Anders ist es komischerweise mit Coca Cola. Man ist schlauer an die Sache herangegangen und mit viel politischer Manipulation und Arrangements. Coca Cola hat viele andere gängige Getränkesorten wie INKACOLA des Landes aufgekauft und ist ganz vorne dabei im Getränkehandel. Merkwürdig aber deutlich sichtbar im Stadtbild.
Dies lies der Präsident allerdings nicht gelten und willigte in den Bau ein. 2014 entstand dann die erste CableCar Linie, die Urspünglich rein touristische Zwecke haben sollte. Allerdings war der Bau so erfolgreich, dass erst rot, dann gelb, dann grün entstanden, wie die Nationalfarben Boliviens. Mittlerweile sind es 11 Linien und das Netz wird sogar noch weiter ausgebaut und zählt als wichtiges öffentliches Verkehrsmittel, mit welchem man täglich viel Zeit spart. Der Fahrpreis beträgt 3 Bolivianos also nichtmal 50 cent, jedoch überlegt man die Fahrpreise für Touristen auf 70 Bolivianos zu erhöhen. Und einen weiteren Vorteil bietet das CableCarsystem der Stadt. Eine massive Erweiterung der Werbeflächen durch die zahlreichen ungenutzten Dächer, die von Unternehmen angemietet werden. Noch ein paar Worte zu Coca Cola und Mc Donalds in Bolivien. Letzteres hat in Bolivien schlechte Karten. Es waren wohl mal Mc Donaldsfilialien eröffnet wurden, jedoch mit wenig Erfolg...
Cable Cars Sonntags begeben wir uns via CableCar nach El Alto zum größten Markt Südamerikas. Man sagt, was man hier nicht findet, existiert nicht. Über 400 Blocks findet man Gestohlene oder verlohren gegangene Rucksäcke mit oder ohne Zubehör, Lebendtiere, versch. Essen oder bspw. einen mehrere 100 Meter langen Gang für Autoreifen. Allerdings wollen nicht nur wir auf die Markets, an den Cable Cars drängen sich Massen von Menschen mit dem selben Plan. Aber die Gondeln sind das Warten wert, unter uns erstreckt sich ein Mosaik aus bunten Häuserflächen, das Wetter ist fantastisch und die Farbenvielfalt groß. Nochmal ein ganz anderer Blickwinkel auf die Stadt, eine Stadt wie wir sie noch nie gesehen haben. Aber auch eine bessere Sicht auf die Wohlstandsunterschiede, wir passieren eine äußerst wohlhabende Gated Community, die sich lange gegen den Bau der Cablecars gewehrt hatte, da einerseits Privatsphäre verloren ginge und man von oben einen klareren Blick auf den Reichtum bekäme.
Lamas Lamas können wohl, falls die Umstände nicht stimmen, eine gewollte Fehlgeburt einleiten. Ist es zu kalt oder es gibt zu wenig Futter, fressen die Tiere eine bestimmte Menge giftiger Pflanzen, deren Menge geradeso das ungeborene vergiftet, nicht aber das Muttertier selbst und es somit gehäufter zu Fehlgeburten kommt, bis die Umstände passen. Auch ältere Jungtiere, die durch andere Ursachen wie Krankheiten verenden, landen auf diesem Markt. Weiterhin gibt es verschiedenste Pulverchen für jederlei Zweck und natürlich jede Menge touristischer Artikel für den kleinen Geldbeutel... Am Abend besuchen wir noch das Loki Hostel, wo sich unsere zeitweiligen Iraelischen Reisebegleiter aufhalten. Ein 7 Stöckiges Hochhaus mit toller Aussicht, rießen Bar und Tanzfläche. Eher Schickimicki und es ist gefühlt ganz Israel in dem Hostel versammelt. Findet ein Israeli ein nettes Plätzchen un recommended dieses über die Israelische Facebookgruppe, schwärmt der Rest der Meute hinterher.
Patcha Mama Wie wir auch schon bei unserer Gastmutter Nancy in Sucre gelernt haben, verbrennen die Bolivianer gerne Gaben für Patcha Mama, also Mutter Erde. Dafür gibt es sogar einen speziellen Markt in La Paz, den Witches Markt, wo man eben diese Gaben kaufen kann. Hierbei handelt es sich um Coca Blätter, Zigaretten, Alkohol, Zuckersteine mit gewünschten Symboliken oder sogar getrockneten Lamababys. Möchte man ein ein Neugebautes Haus schützen, empfiehlt es sich Patcha Mama, ein Lama unter dessen Fundament zu opfern. Bei größeren Bauwerken sollen es illegalerweise sogar größere Opfer gewesen sein. Ja, richtig ein Menschlicher Leichnam... Auf dem Witchesmarket jedenfalls ein gruseliger Anblick, da man in einer Marktstraße mehrere hundert Lamababys in den Läden hängen sieht. Aber uns wird berichtet, dass der absolut überwiegende Teil einen natürlichen Tod erlitten hätten. Doch wie kann das sein? So viele...?
Bash n Crash Hostel Doch zurück zu uns. Wir wurden am noch Busbahnhof für ein besonders günstiges Hostel angeworben. Da wir noch nichts gebucht haben, es morgens 7 Uhr ist und wir schlapp von der Reise sind, willigen wir ein. Cool gestaltet, aber nix für jeden. Ich glaube wir haben den Thronfolger für das schmutzigste Hostel gefunden. Jedoch ist das Hostel besonders interessant aufgebaut, bunt gestaltet und die wenigen Gäste sympathisch. Viele Musiker und Alternative, die in Grüppchen zusammen musizieren, leider knapp 90 Minuten das gleiche Lied. Witzig ist auch das wir gefühlt die einzigen zahlenden Gäste sind, als wir gemeinsam in der „Hostelstube“ sitzen, merken wir das alle weiteren Anwesenden Volunteere sind, die 4 Stunden Arbeit mit Kost und Logis tauschen. Hier würde ich gern Kreativ werden, aber so richtig, da man viel aus dem Hostel machen könnte... In einer Stadtführung lernen wir mehr über die gläubische Seite des Landes...
....Überall sieht man die stolzen Hutträgerinnen. Doch die Cholitas hatten es in der Vergangenheit schwer, weniger Rechte als andere und Ihnen konnte im Bus sogar der Sitzplatz aufgrund ihrer sozialen Stellung streitig gemacht werden. Doch dies änderte sich in den letzten Jahren mit dem umstrittenen, bereits erwähntem, Präsidenten Evo Morales, der sich für mehr Rechte dieser Bevölkerungsgruppe einsetzte und damit auch wieder für einen indigenen Anstieg in den Städten auf 40 % sorgte. Meist findet man sie als Verkäuferinnnen auf den Märkten Obst, Gemüse oder modernerweise Smartphonezubehör verkaufend. Auf den Märkten werden die Frauen Caseras genannt. Ist man einer Casera treu und kauft wiederholt bei Ihr kann sie zu einer guten Freundin und Sehlenklempterin werden. Sie wird nicht um Ihr Gemüse handeln, aber gerne „sogenannte Lapas“ also Extraportionen vergeben.
Cholitas Doch ein bisschen mehr zu den sogenannten „Cholitas“, welche in unseren Erzählungen bisher ein wenig zu kurz gekommen sind, obwohl Sie doch zum erheblichen Teil zur Charakteristik des Landes beitragen. Bereits erwähnt haben wir die langen, schwarzen Zöpfe der Frauen. Diese stehen hier mit zunehmender Länge für Schönheit und Weisheit. Ein weiteres Schönheitssymbol sind kräftige, meist durch Stulpen geschmückte Waden, sowie ein gebährfreudiges Becken, dass durch unzählige Kleiderschichten puschiert wird und die Frauen somit besonders kräftig wirken lässt. Und... ganz wichtig ist auch ihr etwas zu klein geratener Hut, durch dessen Kopfstellung der soziale Status abglesen werden kann. Eine gerade Position bedeutet „Vergeben oder Verheiratet“, ist der Hut zur Seite gekippt, ist die Frau „Single oder Verwitwet“. Der Hut wurde den Cholitas von britischen Eisenbahnarbeitern überzeugend schmackhaft gemacht, die kleine Größe sei wohl der neueste Trend in Europa und er gefiel...
LA PAZ, 09/03/18 Stadt der Proteste, Stufen und Cable Cars In ca 3500 Metern Höhe liegt die heimliche Haupstadt Boliviens, von der wir erstaunlicherweise wenig gutes gehört hatten. Kalt, unschön, gefährlich... doch schon die Einfahrt in die Stadt ist eine Besondere. Eine Kulisse aus einer vierspurigen Straße mit eher heruntergekommenen Hütten neben der Fahrbahn, dahinter ein buntes Meer aus Favelaartigen Häusern, die wiederum vor schneebedeckten Vulkanen drei verschiedene Tiefen erzeugen. Faszinierend, besonderes durch die Dynamik der Berge, die die Häuser wie Wellen mit sich nehmen. Zoomt man sich etwas tiefer in die Stadt, trifft Alt auf Modern. Das erste Mal begegnen wir einer ausgereifteren Form des Kapitalismus in Bolivien, mit einem enormen Coca Cola Einfluss, rießigen Flatscreens auf öffentlichen Plätzen mit einer Mischung aus dem bereits gewohnten Anblick von traditionell- bolivianisch gekleideten Cholita Frauen, die die indigene Bevölkerungsgruppe des Landes repräsentieren.

25 March 2018

Cochabamba und ToroToro 4/4 Zurück in Cochabamba gehen wir zusammen in das Jaguar-Hostel und können mal wieder angenehme Hostel-Luft schnuppern. Es sind nette Leute vor Ort, die Betten sind iO und die Lage passt auch, sodass wir sogar 3 Nächte bleiben. Wir schlendern über den riesen Markt, fahren mit der Seilbahn zum örtlichen Christo und genießen das frühlingshafte Wetter, wobei ich einen neuen Rekord im Mückenstichesammeln aufstelle - allein an der rechten hand sind es gut über ein Duzent!!! Dann steht auch schon La Paz auf dem Plan! Wir hören viel, viel unterschiedliches und am meisten macht uns das Wetter Sorgen. Einstellige Temperaturen bei Nacht und wohl auch ne Menge Regen erhöhen nicht gerade für Wanderlust und wir denken bereits an einen schnellen Kurtzaufenthalt...mal sehen, denn ohne La Paz geht‘s nicht. Also ab zum Nachtbus! Cochabamba video: https://quik.gopro.com/v/9YHIE9SJUC/ ToroToro Video: https://quik.gopro.com/v/O9JmUoqS6H/
Cochabamba & ToroToro 3/4 Am gleichen Tag, also nach Nachtbus und 4 h Huckelpiste im vollgepackt es Collectivo (Minvan) nach ToroToro, machen wir gleich die erste Tour: Canyon Vergel und DinoSpuren. Kurz vor einem Mega-Gewitter schaffen wir es zurück ins Hostel, auch wenn bereits der Strom in ganz ToroToro ausgefallen ist und die Nacht auch stromlos bleibt. Im Mecado Central dinieren wir bei Kerzenschein für 2 EUR und fallen danach erschöpft ins Bett, ein guter Tag! Am nächsten Morgen beschließen die Jungs die Höhle zu besichtigen und am Nachmittag zurück nach Cochabamba zu fahren. Guter Plan denken wir, denn sooooo viel gibt ToroToro dann doch nicht her. Der Höhepunkt in der Höhle ist für mich eine Stelle, an welcher wir gut 30 m durch einen super schmalen Schacht robben müssen - ich passe gerade so durch. Eins steht damit fest: Platzangst habe ich nicht.
Cochabamba & ToroToro 2/4 Zum Glück ist ein Collectivo bereits vor Ort und wir zwei machen die Reiseguppe, bestehend aus 3 Israelis komplett. Die Fahrt wird lustig und wir werden mit den abenteuerlustigen7-hungrigen Freunden die nächsten Tage verbringen. Die drei sind bestens informiert und so erfahren wir mit minimalem Aufwand was es in ToroToro zu sehen und zu tun gibt. Versteinerte Dinosaurierspuren, ein Canyon und Höhlen sind die Attraktion des recht abgelegen und kleinsten Nationalparks Boliviens. Dabei erleben wir mehrfach wie krass vernetzt die israelischen Reisenden sind (natürlich via FB) und sind häufiger dabei wenn Tomer, Matan und Dolev andere Landsleute treffen und man das Gefühl hat die kennen sich irgendwie alle (tun Sie aber nicht) - coole community. Ach und die drei feilschen noch besser als Steffi. So bekommen wir eine super luxuriöse Unterkunft für zusammen 5 EUR!
Cochabamba & ToroToro 1/4 ToroToro klingt exotisch und wir hatten keine wirkliche Idee, was es in diesem National Park zu sehen gibt oder wie der Ort an sich so ist. Alles was wir hatten war eine Empfehlung von zwei israelischen Travellern, mit welchen wir in die Mine von Potosi gekrochen sind. Wie immer nehmen wir den Nachtbus, wobei wir diesmal gegen 5 Uhr früh‘s ankommen. Das man sich nicht im Dunkeln in einigen Gegenden (insb. natürlich um den Busbahnhof herum) dieser doch recht großen Stadt rumtreiben soll, wurde uns nicht nur von Nancy empfohlen, sondern auch der Lonley Planet warnt recht eindrücklich davor. Also etwas warten und versuchen in Erfahrung zu bringen von Wo aus & Wann man nach ToroToro kommt. Die Fahrt im Morgengrauen zum „Treffpunkt“ zeigt uns Cochabamba nicht gerade von der schönsten Seite: ein Brücke ohne Mittelteil, recht vermüllte und unbelebte Straßen und auch der Taxifahrer empfiehlt uns an Ort und Stelle zu warten...

18 March 2018

Unsere Zeit in Sucre als Videos: https://quik.gopro.com/v/w8wyvQldt6/ https://quik.gopro.com/v/moO33qw7VV/ https://quik.gopro.com/v/4C2iYUK6o3/ https://quik.gopro.com/v/Wtar39XgNA/

15 March 2018

Sucre 8/8 Wir hängen noch ne Woche dran, es läuft so gut mit Aleida, das wir jetzt (ohne Präteritum und Perfekt) nicht aufhören wollen. Brauchen wir ja auch auf Reisen, wie sollen wir sonst erzählen was wir erlebt haben. Sowohl Aleida als auch Nancy freuen sich. Und wir natürlich auch, denn das Hightlight dieser Woche: Nancy’s Sohn kommt nach einem Jahr mal wieder in die Heimat - Sie ist super aufgeregt. Vico, 28, mit Gastgeschwistern aufgewachsen, lebt und arbeitet in Buenos Aires und zwar als Kinderarzt. Ein klasse Typ! Sein spanisch angepasst auf unser Niveau ist sehr angehnehm und es macht Spaß sich mit Ihm zu unterhalten, z.B. bei einem echten Sucre-Bier. Ich könnte noch soviel schreiben, aber ich denke man bekommt einen Eindruck. Nach also fast 4 Wochen in Sucre, 3 bei Nancy, verlassen wir gleichzeitig mit Cyrill (schweizer Gastbruder) diese doch recht lange Etappe. Mit einer Mischung aus „super das wir das gemacht haben“ und „ohhh, wir das war aber lange“ geht’s back on the road
Sucre 7/8 Übrigens ist das gesamte Land übersäht von „Wahlwerbung“ für das Ja, überall an den Wänden steht Si EVO. Vor allem im ländlichen Teil, da wo er herkommt und auch seine Stammwählerschaft hat. Ein ziehmlich krasser Typ: Kokabauer ohne Schulabschluss, sehr sozialistisch eingestellt (Bildung ist bis ins hohe Alter kostenlos, ein recht modernes Diskriminierunggesetz, etc.), sehr verwurzelt mit den indigenen Volksgruppen (Stammessprachen werden wieder gelehrt und vor dem Aussterben bewahrt), hasst die USA (wollte Coca Cola verbieten) und und und - ein bisschen Recherche lohnt sich, denn er ist wohl auch recht „witzig“. Ohh ich schweife mal wieder ab. Also zurück zur Blockade. Wir, die ninos, gehen gemeinsam mit Nancy „marschieren“. Das ganze Zentrum ist Autofrei (eine längst überflüssige Notwendigkeit, oder), viele Bürger mit bolivianischen Flaggen und natürlich „No es No“ Transparenten. Wir laufen zum Mecado Campesino und es ist eine etwas seltsame Stimmung, aber alles verläuft iO
Sucre 6/8 In Woche zwei gibt es ein sehr typisches Bolivianisches Highlight: Blockade - wohl im ganzen Land. Hierzu ein kleiner politischer Exkurs. Der aktuelle Präsident Evo Morales ist mehr als umstritten und auf dem besten Wege eine Diktatur zu errichten (wenn nicht bereits geschehen). Laut Verfassung darf man nur zwei Amtsperioden als Präsident regieren. Er ist in seiner dritten, da er in seiner ersten Bolivien neben einer neuen Vefassung, dem Land auch einen neuen Namen gab. Seine Begründung demzufolge: im heutigen Bolivien habe ich doch lediglich eine Peridode regiert. Hmmm, tricky. Nun nähert sich allerdings das Ende der zweiten ähh dritten, naja Ihr wisst schon. Und wen überrascht‘s er will nochmal. Also muss ein Referendum her: er fragt das Volk - es sagt Nein - er ignoriert dies. Und genau deshalb sind seit einem Jahr verstärkt Proteste und Blockaden in Bolivien an der Tagesordnung mit dem Motto: No es No = Nein ist Nein.
Sucre 5/8 Erster Schultag. Der Test ergab, das wir in der untersten Stufe jedoch wohl im mittleren der drei Leveles sind (nehme ich an, da wir laut Abschlusszertifikat in der unteren Stufe-oberstes Level abschließen). Also los geht‘s mit Konjugation und alles immer auf Spanisch. Es ist anstrengend, aber irgendwie freuen wir uns sehr alles verfolgen zu können, mit unserer Lehrerin sprechen zu können und endlich weiter zu kommen. Unsere Lehrerin: Aleida 40 Jahre jung, super nett und sehr angenehm. Nachdem Sie Ihren Job als Buchhalterin verlor musste Sie als Mutter von zwei Ninos schnell etwas neues finden. Über eine Freundin kam Sie schließlich zur Spanisch Scholl und ist nun bereits 6 Jahre dabei. Und ich find das richtig gut, dass mit Ihrer Art Leuten hilft Ihre Sprache zu lernen und nicht „nur“ Zahlen von A nach B bucht. Obwohl man eigentlich den Lehrer jede Woche wechselt, schaffen wir es bei Aleida zu bleiben. Und wirklich spannende Gespräche entstehen, sehr interessant!

3 March 2018

Nach nun ca 470 Jahren, soll die Miene jedoch erschöpft und ausgebeutet sein. Der ehemalige Mienenarbeiter Ronald, der uns durch die Miene führte schätzt eine weitere Lebensdauer der Mine von ca 10-20 Jahren. Danach wird es nichts mehr zu holen geben. bzw. Weitere Sprengungen in den 5 Etagen der Miene sind aufgrund von Steinbrüchen nicht mehr möglich. Die Folgen für Potosi werden fatal sein, meint er und es werde nichts als eine Geisterstadt aus der so lebendigen Stadt übrig bleiben, da die Stadt aus eben diesen Wirtschaftszweig auch nur entstehen konnte. https://quik.gopro.com/v/04qH2ghSIf/
... Mienengänge geschleppt, in 2 Tonner Wagen gesammelt und durch ein Schienensystem nach draußen geschoben. Da dies viel Kraft kostet, halten die wagen in den Gängen natürlich nicht an, sondern man muss schnellstmöglich eine Nische finden um Ihnen auszuweichen. Wir haben in der Miene, auch so schon kaum Luft bekommen, nicht vorstellbar bei härtester Arbeit. Zumal der einzige Sauerstoff durch wenige Eingänge kommt , jedoch manchmal das nächste Luftloch 20 Minuten kriechen, klettern und laufen entfernt liegt. Ich war mir zwischenzeitlich auch unsicher ob meine Lungen das mitmachen. Aber 2 Stunden später, erreichten wir wieder das Tageslicht mit einer intensiven Erfahrung reicher, in eine steinzeitlich wirkende, gefährliche Arbeit. Nocheinmal möchte ich jedoch nicht in eine Miene gehen.
... der jüngste ist derzeit 13, bis in den frühen Tod, sofern sie keine Alternative finden, als Mienenarbeiter unter härtesten Vorraussetzung. Von den 15000 Minenarbeitern kamen allein im letzten Jahr 25 Bergarbeiter ums Leben. Gründe hierfür sind zusammenbrechen von Mienenabschnitten oder Einatmen giftiger Gase, die durch die Sprengungen entstehen, welche gleich oder ihnen später in Form von Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs oder Staublunge ,ein frühes Lebensende von durchschnittlich 40 Lebensjahren verscheren. Doch die Mienenarbeit ist lukrativer als die Arbeit außerhalb. Im Schnitt verdient ein normaler Arbeiter in potosi 2000 Bolivanos (ca 250 Euro) im Monat. Ein Mienenarbeiter kann je nach Fleiß und Glück die 3 fache Summe erarbeiten. Glück darum, da er und seine Gruppe nie wissen wieviel der kostbaren Mineralien wie Silber, Kupfer und Zink sich in dem gesprengten und gehackten Gestein befindet. Die rießigen Steinmassen werden durch die schmalen, staubigen und dunklen...
... eine trockene, heitere und helle Stadt, die uns mit vielen verschiedenen Reizen überflutet und den Stadtbummel perfekt macht. Am Nachmittag siehts schon wieder anders aus. Die Regenzeit macht sich bemerkbar und zieht starke Kälte mit sich. Jedoch schließen wir uns Marianne und Isaak aus Israel auf eine Mienentour am Nachmittag an und uns wird extrem bewusst gemacht, an welchem Ort wir uns befinden. Potosi ist seit ca 470 Jahren eine Mienenstadt, in der demzufolge Großteil der Männer in den Mienen arbeiten um ihre Familien zu versorgen. Die Mienen wiederum gehören dem Staat, der einzelne Mienenabschnitte gegen eine Steuer von 14% Prozent des Gewinns an die selbstständigen Mienenarbeiter, bzw Cooperativen vergibt. Diese wiederum tun sich in unterschiedlich große Arbeitsgruppen zusammen und müssen Sprengstoff und jegliche Art von Arbeitsmitteln selbst besorgen. Und wie irre ist das, jedermannman darf hier Sprengstoff kaufen. Auch wir!! Die Bergleute arbeiten von Jugendalter an...
07/02/18 Potosi- Eine Minenstadt hoch hinaus... In ca 4000 Meter Höhe liegt die Bolivianische Großstadt und das spürt man auch. Jede kleine Bewegung führt zu Kurzatmigkeit und Gliederschmerzen. Auch Kopfschmerzen gehören zu den Symptomen der Höhenlage. Besonders bekommt das Alex zu spüren. Vor allem da unserer Hostel gefühlt auf der Spitze Potosis liegt. Die Stadt ist jedoch eine Reise wert. Enge Gassen, verwinkelte Straßenarchitektur, viele Kolonialbauten in tiefen Farben, prunkvollen Fassaden und Anstieg, Anstieg, Anstieg... Frauen in traditionellen Trachten mit bunten Schürzen, langen geflochtenen Zöpfen und impulsanten Farmerhüten geben der Stadt noch mehr Farbkleckse und Spannung. Es ist schwer sich satt zu sehen vor lauter Farben, rießigen Veggimärkten, Streetfood und obendrein ist auch noch Karneval mit vielen bunt verkleideten Kindern, die mit Pauken und Trompeten durch die Stadt tänzeln. Es ist zwar Regenzeit, aber für die Mittagsstunden erleben wir...

27 February 2018

... wieder anders aussehen... aber so ist das eben mit den Erwartungen! Schade, denn war auf meiner Wunschliste und Vorfreuden weit oben. Danach gibts jedoch noch heiße Thermen und wir Bestaunen eine rote Wüstenlandschaft „Desierto de Salvador Dali“ genannt. Auch völlig surreal, wie die Werke des Künstlers. Unser Trip endet mit weiteren Lagunen und Vulkanen an der Grenze zu Chile, wo wir Rita aus Estland verabschieden, die in diese Richtung weiterreist. Dann fahren wir 8 Stunden zurück nach Uyuni. Ein Trip der uns viele tolle Natureindrücke geschenkt hat, aber auch eine Menge Rückenschmerzen. Glaube Jeder in unserer Gruppe hatte seine Wehwechen auf dem Trip, aber: worth the pain! Wir kneifen die Backen zusammen und fahren spontan sogar noch an diesem Abend weiter nach Potosi und gegen 22 Uhr haben wir es in unser neues Hostel in Potosi geschafft. https://quik.gopro.com/v/DMCO4YLYtG/
Die nächste Unterkunft könnte kaum schlichter kaum sein. Wir schlafen auf Matratzen, die auf einem Steinfundament liegen, Strom gibt es ab 20 Uhr, 1 Toilette mit, wenn man die richtige Zeit erwischt, fließend Wasser. Sonst sehr simpel gehalten. Aber auch hier wieder: sehr echt ;) „Und wie kalt wird es eigentlich Nachts? Frage ich etwas nervös... „keine Sorge, um diese Zeit sind es null Grad“ sagt einer der Hausbewohner, manchmal haben wir minus 20. Meine Freude hält sich in Grenzen und ich gehe gedanklich meine Sachen durch... mit 2 dicken Strumpfhosen, einer Jeans, mehreren Zwiebellagen an Oberteilen und der zu Verfügung gestellten Decke überstehen wir die Nacht und stellen uns den Wecker auf 4 Uhr: um „IN ALLER FRISCHE“ in knapp 5000 Metern Höhe ein Geysirfeld bei Sonnenaufgang zu beobachten. Leider nicht ganz so spektakulär wie in meinen Träumen und ebenfalls durch körperliche Erschöpfung, Rückenschmerzen, Frösteln und Nieselregen gemindert. Denke könnte an anderen Tagen schon...
...desto höher wir in die Berge fahren, so das man die eigentlichen Colorado Mountains, die uns Wlberto zeigen möchte, nicht mehr als solche erkennen kann. Dafür viele hübsche Lagunen mit pinkfarbenen Flamingos auf grüüüünstem Gras, welches wie ein Kunstrasen wirkt. Auch dort machen wir einen neugierigen Spaziergang und entdecken am Ufer einen großen Lamakadaver. Mit großer Wahrscheinlichkeit gerissen von einem Puma und inne schon fast hohl. Übrigens ist der Unterschied zwischen Alpaka und Lama zum einen die Größe der Ohren und die Menge der Wolle. Lamas haben eher große Ohren und weniger Wolle, bei Alpakas ist es umgekehrt. Beide Formen sind jedoch stark domestiziert und nicht in freier Wildbahn zu finden. Das heisst jedes Alpaka oder Lama hat einen Besitzer :(
Unsere Unterkunft ist bescheiden, aber sehr echt. Ein verwinkeltes Treppenhaus mit Wäsche überall verleiht im ersten Moment einen angenehmen Geruch. Vor unserem Zimmer hat sich jedoch ein, ich hoffe Hund, seiner Darminhalte entleert und im Zimmer selbst kommt uns zusätzlich noch eine Wolke Mief entgegen. Es gibt auch kein Fenster mit dem man lüften könnte. Aber wir haben ein Doppelzimmer, das Essen ist ausreichend und es gibt viel im Hostel zu sehen. Am nächsten Tag geht es weiter, über ein kleines hübsches Dorf mit Namen San Christobal, einer Stadt mit vielen traditionell gekleideten Frauen und Marktständen. Dann weiter weiter, an vielen Lamas, einem Wüstenfuchs, mit Schneebedeckten Vulkanen hin zu einer impulsanten Felsenlandschaft der „Valle de Rocas“, in denen sich mit ein wenig Phantasie, viele Figuren und Gestalten erblicken lassen. Wir klettern, spazieren und fotografieren bis es weiterfahren heisst. Leider ist der Himmel an diesem Tag bewölkt und der Regen wird immer stärker...
weißen Salzoberfläche ein fußhoher Wasserspiegel gebildet hat und sich alles darin spiegelt. Wahnsinn. Vorallem wenn man wie wir, so etwas weder aus dem Fernsehen noch von Bildern kennt. Wir sind jedenfalls völlig hin und weg als noch der Sonnenuntergang hinzukommt und wir uns gegenseitig die Kinnlatte nach oben klappen müssen, in Anbetracht dieses Naturspektakels. https://quik.gopro.com/v/90Z9tNLUpc/
...von allen , aber lernen eine Menge dazu in den 3 Tagen. Während der Fahrt lernen wir Uyuni etwas besser kennen. Uyuni selbst besteht aus einer kleinen Touristraße mit vielen hübschen Restaurants und Reisebüros, in denen man Touren buchen kann. Drum herum ein paar Marktstände mit vielen älteren Damen oder kleineren Wagenanhängern, in denen man Streetfood kaufen kann. Natürlich zu 90% aus Fleischspeisen bestehend. Viel mehr gibt es eigentlich nicht in Uyuni, ein paar Blöcke weiter sieht man nur noch leere Straßen mit Baustellen oder simple Wohnhäusern, teils ohne Fenstergläser, die eigentlich unbewohnt aussehen. Wie eine Geisterstadt. Zunächst besuchen wir einen alten Zugfiedhof, mit rustikalen, fotogenen Zugwracks. Und danach: Die Saltflats. Unglaubliche Natur. Wir befahren den größten Salzsee der Erde mit einer Fläche von 160 km Länge und 135 km Breite mit einer Salzkruste von 2-7 Metern. Zudem sind wir noch genau zur richtigen Zeit innerhalb der Regenzeit da, sodass sich auf der...
03/02/18. Uuihhh uihhh Uyuni... 18 Stunden mit dem Bus von San Pedro nach Uyuni, die man streckenmäßig in 8 Stunden Fahrtzeit hätte bewältigen können. Grund dafür eine durch Erdrutsch blockierte Straße, die uns an Ort und Stelle ca 7 Stunden warten lies, danach noch die Grenzkontrolle nach Bolivien und weitere 5 Stunden Fahrt. Klipperklar erreichten wir die Kleinstadt Uyuni mit seinen ca 18000 Einwohnern im Süden Bolivens gegen 22Uhr abends, in knapp 3700 Metern Höhe. Der nächste Tag belohnte uns jedoch mit herrlichem Sonnenwetter, ungewöhnlich für diese Zeit und wir beschlossen direkt einen 3 Tagestrip durch den Süden Boliviens zu unternehmen. Es werden die wichtigsten Sachen gepackt und es geht sofort los. Wir sind zu siebt im Auto. Der Guide Walberto, Rita (ca 50) aus Estland, 2 Franzosen, Batist und Damien Ende 20, Ernesto aus Costa Rica, schwierig alterstechnisch zu schätzen und wir. Die Fahrt geht los, auf spanisch und wir sprechen bzw verstehen mit Abstand am wenigsten..
34 Tage Warm und Frei? Eine erste Zwischenbilanz 2/2 Thema FREI: also ich fühle mich frei und auch wenn es vielleicht einige von euch als seltsam betrachten, ich verwende kaum Gedanken an daheim. Ok nach 5 Wochen ist Heimweh auch noch nicht so üblich, ich würde eher sagen das Reisefieber hat mich fest im Griff. Genau wie wir es wollten, ich freue mich sehr!!! P.S. ein kleiner Musiktipp zum nachdenken: einfach mal Materia „Sekundenschlaf“ suchen
34 Tage Warm und Frei? Eine erste Zwischenbilanz 1/2 (ohh wie deutsch das klingt) Wir sitzen gerade im Bus nach Bolivien auf ca 4.000 m Höhe, die Sonne geht gerade unter und es beginnt in dieser wüsten-berg-mix Landschaft zu regnen. Außerdem mussten wir 7 Stunden auf eine Straßenräumung warten - gute Zeit die Gedanken mal beisammen zu nehmen und zu reflektieren. Mein Handy zeigt den 3. Februar und gut 1.700 Aufnahmen und ich frage mich an wie viele werde ich mich erinnern? THEMA WARM: ich glaube das können wir getrost als erfüllt betrachten, auch wenn wir mit Chile wohl die kühlste Etappe hinter uns haben sollten (hoffentlich). Ein mächtiger Sonnenbrand, 2 Tuben Sonnencreme, 1 After-Sun-Creme, 2 Sonnenbrillen mehr, ein Handtuch weniger und nicht einmal die Regenjacke benutzt!!! Allein meine Verweildauer im Meer lässt extrem zu wünschen übrig.

24 February 2018

San Pedro 7/7 Zurück im Hostel kommen Steffi und ich unserer Vermählung ein Stück näher: wir lassen uns gemeinsam tätowieren!!! Leider müssen Mandy und Raul uns eben genau bei dieser „Zeremonie“ Richtung Heimat verlassen. Wir bleiben noch einen Tag und brechen in der Nacht um 2 Uhr Richtung Uyuni-Bolivien auf! Alles in Allem hatten wir eine super Zeit in Chile - genau so soll der Trip sein, reich an Eindrücken, Unerwarteten und unterschiedlichsten Erfahrungen. Nur ein wenig wärmer könnte es sein...
San Pedro 6/7 Am letzten Tag für Mandy & Raul geht‘s dann doch nochmal auf eine Radtour „in die Wüste“. Mit recht begrenzten Wasserreserven starten wir natürlich 12 Uhr mittags. Die gut gefederten und recht neuen MTBs fahren sich super und zack schon sind wir am Eingang des National Parks. Wir überqueren sogar zwei Wasserläufe, schauen uns alte Inka-Festungen an, fahren durch seltsame Felsformationen und krönen das ganze mit einem Downhill. Dem bevor steht allerdings ein super schwerer Uphill, bei welchem ich merke wie unfit ich noch bin und auch das sich dem Ende neigende Wasser lässt mich etwas grübeln. Aber alles gutgegangen!
San Pedro 5/7 Anyways, einmal aus dem Wasser herausgeklettert, kommt so langsam auch die Sonne raus und lässt das Salzwasser auf unserer Haut trocknen, sodass wir wie Schneemänner/-frauen aussehen. Auch bei dieser Tour gibt es den obligatorischen Sonnenuntergangsabschluss, magisch. Während wir die Landschaft genießen, haben die Leute der Weed-Exibition das Hostel umdekoriert, ein DJ-Pult aufgebaut und sogar einen Tätowierer mit an Bord. Aber alles läuft sehr, sehr entspannt ab und unsere anfänglichen Sorgen lösen sich in Luft auf. Wir freuen uns geblieben zu sein. Außerdem werden diverse Kurse angeboten und auch Live-Musik verwöhnt unsere Ohren. Der DJ spielt fast berlintauglichen Techno, welcher den Einen freut und den/die Andere weniger ;-).
San Pedro 4/7 …es extrem wenig Niederschlag gibt. Die Atacamawüste ist wohl der trockenste Fleck der Erde (neben der Antarktis, wußte ich auch noch nicht). Zum Abschluss dann noch zwei weitere Speicherfresser: Ausblick auf das Mondtal und Sonnenuntergang am Valle de Muerte (Tal des Todes), aber seht selbst. Zwei Tage später Tour #2: Laguna Baltinache. Die billigere der zwei Lagunentours, wohl dennoch absolut sehenswert. Mit für mich unbegreiflicher Geschwindigkeit fahren wir wiedermal in einem Kleinbus auf unbefestigter Straße zu den Überbleibseln eines Salzsees. Sieben Lagunen, naja manche eher ein Wasserloch, jedoch mit spektakulären Farben gilt es zu bestaunen. Lagune#1 und na klar Lagune#7 dürfen bebadet werden. Also Badehose an und ab dafür! Angeblich liegt der Salzgehalt sogar über dem des Toten Meeres. Wir machen den Test. Also wie im Toten Meer fällt schwimmen echt schwer, wenn alle Gliedmaßen nach oben gedrückt werden. Aber ich fand den Auftrieb im Toten Meer doch etwas krasse
San Pedro 3/7 Aber was macht man denn nun in San Pedro? Wohin wollen einen die unendlich vielen Reisebüros hin locken? Eine der Hauptattraktionen ist „ein Besuch auf dem Mond“ - das Valle de la Luna. Noch vom „Contest“ geplagt entscheiden wir uns gegen einen selbstorganisierten Fahrradtrip (15 km ein Weg) und buchen eine Tour. Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen nicht ganz so hoch waren. Was ist schon so besonders an einer kargen Mondlandschaft? Klar für die Experimente der NASA bspw. Mit dem Marsrover super geeignet, aber was soll daran spektakulär sein? Und wieder geirrt. Mit unserem Minibus fahren gerade einmal 20 Minuten bis zum Eingang des National Parks und dann gehts auch schon los! Rießen Dünen, schroffe Felsen, messerscharfe Salzformationen und sogar etwas Action, als wir zum Schluss durch Hölen und diverse Felsformationen klettern. Laut Guide konnten derartige Formationen nur entstehen, da es sich hier wohl auch um eine Art Salzwüste handelt und...
San Pedro 2/7 Unser Hostel ist etwas teuerer als sonst und hat dazu noch eine eher schlecht bewertete Lage, also das Gegegteil von unseren Haupkriterien. Lage ist uns immer wichtig und Kriterien wie Sauberkeit und Atmosphäre sind oft zu subjektiv. Ich dachte mir, wenn schon in der Wüste dann auch richtig. Also aus unserer Sicht eine super Lage, außerhalb des Dorfes. OK, die Tatsache das ein Pool vorhanden ist, spielte auch in die Entscheidung für das Llama-Loka ein ;-) Nach 12 Stunden Busfahrt ist es eben auch genau der Pool, welcher es uns in der Wüste erlaubt frisch zu bleiben und sich zu erholen. Also machen wir erst mal nicht viel. Dafür geht das partydurstige Hostelfolk steil. Bis früh um halb 7 wird gefeiert, gesungen und Feuer gemacht. Uns kommen Zweifel, ob wir verlängern sollten. Bereits am nächsten Abend tritt Team Deutschland (inklusive quad squad) gegen den Rest der Welt bei Trinkspielen an und wir sind voll dabei und naja „The winner is: .....“ Aber der Reihe nach...
„ab in die Wüste“_San Pedro 1/7 Nicht ganz ohne Wehmut bewegen wir 4 uns diesmal bei Sonnenuntergang zu Fuß von Bea&Gonzo Richtigung Busbahnhof. Aber genau um diese Momente geht es mir beim Reisen. Ich wäre sicher gerne noch länger geblieben, gerade als wir warm geworden sind beschlossen wir jedoch zu gehen. Da ich dies bereits mit Abstand schreibe kann ich nur sagen, es war die richtige Entscheidung. Mit dem Nachtbus nach San Pedro de Atacama. Viel wissen wir nicht, nur, dass alle entweder von da kommen oder dahin gehen - muss was dran sein. Nach Sonnenaufgang können wir bereits vom Bus aus eine spektakuläre Landschaft erahnen. Schroffe Felsen, viel Sand und Staub- dafür nahezu keine Vegetation oder gar Tiere. Obwohl ich Lamas vom Bus aus sehe, ob diese wild waren (wie es mir mein romantischer Teil des Gehirns einreden will) kann ich nicht sagen.

22 February 2018

Insgesamt verbringen wir zwar nur drei Tage und 2 Nächte in Caldera, doch diese sind intensiv mit Bea und Gonzales. Am zweiten Abend kommen sogar noch 2 argentinische Couchsurfer mit Englischkenntnissen hinzu, welche „hauptberuflich“ Straßenmusikanten sind und noch einen Schlafplätze in der Küche einnehmen. Es wird getrunken, geraucht, gelacht und Musik gemacht. Durch die beiden neuen Gäste wird die Kommunikation noch etwas vereinfacht, jedoch wundert man sich wieviel auch ohne fließende Sprachkenntnisse zwischenmenschlich möglich ist... Eine tolle Zeit und interessante Erfahrung für uns. Danke Bea, Gonzo und Co https://quik.gopro.com/v/8zJyKVmeJW/
Bei einem weiteren Bummel durch die Stadt, entdecken wir einen kleinen Park mit weiteren Schnapsnasen. Auch diese lernen wir, warum auch immer, schnell kennen und es formt sich für uns, ein vermeintlich falsches Bild des gemeinen Calderaners. Auf jedenfall, ob Zufall oder nicht, scheint es einige Flüssigkeitsliebende, jedoch freundliche Einwohner in dem Ort zu geben und wir scheinen sie magnetisch anzuziehen... Am nächsten Tag schauen wir uns den empfohlenen Strand Bahia Iglesia an, wohl einer der meist fotografierten in ganz Chile. Und er ist wirklich schön! Ein Meer in der trockenen Wüsteneinöde, ein surrealistischer Anblick, echt. Wir genießen die Sonnenstrahlen und gönnen uns im Anschluss kühle Getränke im „Bahia Grill“, wo „zufälligerweise“ auch Gonzo arbeitet.
...nein, ohhh nein !! Mit einem Besen versuchen wir durch das Fenster den Schlüssel auf dem Tisch zu erreichen, aber keine Chance. Bea kommt erst in 2 Stunden von der Arbeit, bis dahin steht das Haus in Flammen, also was nun? Spanish lesson #2: Erneut zur Wohnung der ausschließlich spanisch sprechenden Mutter laufen, ihr versuchen die Situation zu erklären ohne Panik zu verbreiten, jedoch eine schnelle Reaktion zu erzeugen und durch einen Anruf ihre Tochter schnellstmöglich, von der Arbeit kommen zu lassen... ohjeee was für ein Einstand. Tjiaaa... und auch diese Angelgenheit hat sich irgendwie mit Körpersprache und eventuell durch einen vorherigen drei monatigen spanischsprachigen Podcastsprachkurs lösen lassen. Puhhh... Denn zum Glück arbeitet Bea nur eine dreiminütige Autofahrt (?!) entfernt, sodass die Nudeln, nur eine kleine Spur zu weich sind, als sich die Tür öffnet und ich sie vom Herd nehmen kann...
...und erklärt rasch ihre Wohnung, inklusive Inbetriebnahme des Gashahnes und Schlüsselverwaltung. Unsicher sind wir uns bei der Aufforderung, dass der Hund doch bitte im gefliesten Vorhof bleiben möge und nicht in die Wohnung solle, doch darin sind wir uns wie gesagt uneinig. Danach beendet sie ihre Pause, indem sie wieder auf Arbeit verschwindet. Die Gruppe teilt sich, Mandy und ich übernehmen das Nudelkochen, während Alex und Raul weitere Besorgungen im Supermarkt machen. Dann fällt auch Mandy ein sich noch eine Flasche Wasser in einem kleinem Nachbargeschäft zu besorgen. Keiner hat einen Schlüssel mit und es passiert was passieren musste... Der Gasherd ist an, die Nudeln kochen, Mandy kehrt zurück aus dem Nachbarladen, ich öffne die erste Tür um zur zweiten zu gelangen und stoße sie, um den Hund fern aus der Wohnung zu halten, nur ein wenig zu stark zu und wir beide stehen inklusive Hund vor der geschlossenen Wohnungstür, während die Nudeln weiter vor sich hinkochen... Ohhh nein...
...irgendwie ins Gespäch mit unseren neugierigen Schirmnachbarn. Auch hier ist der Begriff „Gespräch“, vielleicht ein wenig übertrieben, es ist mehr eine Art Pantomimeraten. Jedoch wird die Stimmumg im Verlauf immer heiterer, vorallem nachdem wir ein fast heißes Bier und eine Banane an die drei verschenken, bricht das Eis und wir lernen gleich noch ein paar Vokabeln dazu. Und schon ist es zwei Uhr nachmittags und Zeit unserer neues Zuhause inklusive Hausbewohner kennenzulernen. Es handelt sich um Bea und Gonzales, einem jungen Päärchen mit einem Beagle namens ... Bea, eine hübsche End-20-ige, selbstbewusst wirkende Frau mit geflochtenen Zöpfen, öffnet uns die Tür in ein jungesellenhaft wirkendes Reich. Eine einfache Einrichtung, ein bisschen Chaos, viele Rauchutensilien, ein mit Alkohol gefüllter Kühlschrank, gepaart mit etwas Einfallsreichtum: wie zum Beispiel einem Zelt in der Garage, welches unser Nachtlager wird. Die Kindergärtnerin Bea hat zunächst nur wenig Zeit für uns...
...dann bei sich herein... Keine Ahnung wie wir das gemacht haben, aber 5 Minten später haben wir unsere Sachen bei der süßen Mutter geparkt, haben uns frisch gemacht und sind leicht bepackt auf dem Weg zum Strand... Am Strand findet gerade eine größere Zumbasession statt und es scheint eine Schulklasse Sportunterricht im Wasser zu haben. Es ist wahnsinnig heiß und wir sehnen uns nach einem winzigen Zipfel Schatten am Strand. Der einzige Sonnenschirm ist allerdings von einer schlafenden, obdachlos wirkenden Frau mit einem Streuner besetzt. Wir beschliessen uns dazu zugesellen.Bei der Leichtigkeit mit der die Kids ins Wasser hüpfen, wollen auch wir baden gehen, doch das chilenische Meer ist kalt wie Eiswasser, sodass wir es nicht über das Eintauchen der Beine hinaus schaffen und uns nur über die Chilenen wundern können. Ein anderes Mal vielleicht... Mittlerweile ist die Frau neben uns aufgewacht und bekommt Besuch von 2 weiteren Männern in optisch ähnlichen Look. Wir kommen irgendwie...
...erhalten hatten.Und natürlich macht uns niemand die Tür auf, als wir verschwitzt mit unseren Rucksäcken an der Tür klingeln. Was nun? Nocheinmal schwer bepackt durch die ganze Stadt laufen und auf unbestimmte Zeit wiederkommen, nach der anstrengenden Busreise? Nein... Handyguthaben haben wir keins, jedoch eine Telefonnummer... Also: Spanishlesson #1: Erkläre einem Nachbarn die Situation und versuche die Vermieterin über dessen Handy zu erreichen. Die Schwierigkeit hierbei, keiner der beiden Zielpersonen versteht auch nur ein Wort Englisch... Nach fast 10 Minuten vollem Körpereinsatz, spanischem Gestotter und verwunderten, fast amüsierten Blicken des Gegenübers, ist der Hörer gezückt und eine weitere noch schwierigere Konversation über’s Telefon mit der Vermieterin Bea gestartet, die uns zu verständigen gibt, dass sie sich auf Arbeit befindet und wir unsere Sachen bei ihrer Mutter, ein paar Meter weiter, unterbringen sollen. Sie käme gegen 3 nach Hause und lässt uns dann bei sich...
...genannt. Wir schnappen unsere Rucksäcke und lassen den Ort auf uns wirken. Viel heller Sand, breite Straßen, bei nahezu keinem Verkehr, sowie ein weites Feld aus locker verteilten Flachdachhäusern. Irgendwie, wie in Exmouth - im Outback Australiens, wo wir einige Monate gelebt hatten. Es ist ruhig auf der Straße, jedoch haben die ersten Calderaner, denen wir auf der Straße gegen 9 Uhr morgens begegenen „illegalerweise“ ein paar Büchsen Bier in der Hand und begrüßen uns mit einem fröhlichen „buenos dias“. Hier und da finden sich noch ein paar Graffitis auf den teils bunten Häusern oder politische Statements, die via Spraydose verteilt wurden. Ansonsten scheint der Ort zu schlafen. Nach einer halben Stunde haben wir das Städtchen einmal von Süden nach Norden durchlaufen und erreichen unseren ersten AirBnB Platz auf dieser Reise für 4 Euro die Nacht. Die nächste Überraschung wartet, da noch unklar ist, ob denn jemand zu Hause ist und wir keine Antwort auf unsere Ankunftsnachfrage...
23/02/18. „Conquer Caldera“ Für eine Langstreckenfahrt echt angenehm: Der Turbus. Am wichtigsten: Eine Toilette, bei längerer Fahrt und ungewohnt-fremdländischen Essen ein absolutes Muss! Außerdem: Eine TurbusKuschelMerchandiseDecke für die Nacht und unter uns gesagt auch für unsere weitere Reise, sowie kleine Snacks gegen den kleinen Hunger zwischendurch und eine Sitzeinstellung die sich „Semicama“ also „Halbbett“ nennt. Ganz pasabel für eine Busfahrt über Nacht, vor allem da wir uns durch viele freie Sitzplätze wunderbar auf den Bus verteilen und ausbreiten konnten. Ein Hoch auf Turbus! Die Sonne geht auf als wir aus den Bus steigen und wir werden von einer athmossphärischen Flötenmusik eines Straßenmusikanten im vorgeschritten Alter und dazugehörigem Straßenhundchen empfangen. Hallo Caldera! Die Stadt hat 17.000 Einwohner und befindet sich von Santiago aus gesehen auf halber Strecke nach San Pedro, auch das Tor zur Atacamawüste...

12 February 2018

... Galindo, einem traditionellem chilenischen Restaurant in Bellavista speist. Dann machen wir uns auf zur 13 Stündigen Nachtbusfahrt nach Caldera im Norden des Landes ins nächste Abenteuer!
22/01/18. „Closed on Monday“ Der sonnige Montagmorgen zieht uns noch einmal auf den Christoballberg und seinem Freibad in der Höhe. Noch einmal quälen wir uns den Berg hinauf und freuen uns verschwitzt auf das Wasser, das wir uns nach einem einstündigen Lauf durch die Hitze immer wieder als imaginären Zielpunkt gesetzt hatten. Jedoch ist es am Freibad verdächtig leer, sind wir die ersten ? Haben die anderen heute andere Pläne? Nein ! Es ist Montag und das Freibad hat geschlossen! Aus der Ferne können wir jedoch den Pool inmitten seiner idyllischen Oase seufzend bestaunen. Wir suchen uns ein gemütlichen Eckchen im Gras und die Herren nutzen stattdessen einen Wassersprenkler zum abkühlen. Auch die Seilbahn, die den Berg hoch und hinunter fährt scheint heute geschlossen zu sein. Der Montag fühlt sich noch geschlossener als der Sonntag an... und die Ruhe bleibt der Stadt bleibt noch einen weiteren Tag erhalten.Ich besuche noch eine weitere Stadtführung während der Rest im Galindo...
...Diktators in Form von Skelettfunden Verschwundener politischer Gefangener oder diverser Foltermethoden in tausenden von Haftlagern auf einen ein und sorgen für Gänsehaut. In dem Museum selbst sind allerdings auch nur 20 Grad durch Aircon, wer schnell friert sollte sich etwas wärmeres anziehen. Unser Weg geht weiter zum Busterminal. Es ist ein Sonntag und Santiago ist wie leer gefegt. Das wilde Wochenende ist vorbei und die Stadt scheint zu schlafen. Kaum Menschen auf den Straßen, alle Rollläden der Geschäfte nach unten gezogen. Wie in einer Wüste weht es, statt eines Grasbüschels, ein Stück Plastikfolie über die Straße und es liegt vereinzelt Müll auf den klanglosen Straßen. Wir besorgen noch die Bustickets für unsere Reise in den Norden nach Caldera am Terminal und haben einen langen Tag hinter uns, sodass wir im Hostel schnell ins Bett fallen. Auch das Hostel ist wie leergefegt, nach der lauten Saturdaynightsause der Partybackpacker.
21/01/18. „Another time in Santiago“ Wir kehren mit verwöhnten Augen zurück nach Santiago. Komisch wie schnell sich Eindrücke ändern und was die Reihenfolge besichtigter Orte für einen Impact auf den Betrachter haben kann. Die Graffitimeile in Bellavista ist bei weitem nicht mehr so eindrucksvoll wie beim Besuch und das Kombihostel was uns anfangs noch ganz gut gefallen hatte, wirkt schäbig und fremd im Vergleich mit seinem herausragenden Konkurrenten in Valparaiso. Die Reihenfolge Santiago und dann Valparaiso macht in diesem Kontext der optischen Verwöhnung also mehr Sinn. Das Wetter ist dafür wieder Bombe und wir besuchen mit einem ausgedehnten Spaziergang die rießigen VegaMarkets in Santiago. Wirklich rießig. Ich glaube auch an diesem Tag legen wir weit über 10 km zurück und besichtigen ebenfalls das uns lang empfohlene Humanrightsmuseum der die düstere Amtszeit Pinochet’s aufgreift. Über 3 Etagen prassen ergreifende Bilder über Machtergreifung und Rechtsverletzungen des...

18 January 2018

Valpo_8/8 Auch zu viert geht es auf eine neue Stadttour und auch zum zweiten Badeversuch nach Vina Del Mar, außerdem auf Hafenrundfahrt. Die Tour war wie immer cool und das Badeerlebnis leider analog. Alles in Allem haben wir eine wunderbare Zeit in Valparioso, dennoch drängt es uns mehr zu sehen. Aufgrund der Wassertemperaturen, auch der an Land und vor Allem getreu unserem Motto „warm und frei“ beschließen wir gemeinschaftlich nicht weiter nach Süden zu ziehen. Auch wenn dies wohl die beste Zeit für Patatgonien wäre, wir sind aber nicht auf Kälte eingestellt, also ab nach Norden - dem Sommer hinterher. Also back on the road und auf zu einem kleinen Zwischenstopp nach Santiago, bevor wir in die Wüste gehen! https://quik.gopro.com/v/qCWX6KTLvY/

17 January 2018

Valpo_7/8 Zu viert - Quad-Squad Nach nahezu 27 Stunden Anreise „empfangen“ wir unsere ersten Travel-Mates aus der Heimat. Nun werden wir für fast 3 Wochen zu viert durch Chile tingeln. Forrest, ein lustiger Amerikaner, gibt uns auch gleich einen passenden Namen: QuadSquad! Zusammen dann unser erster Strandbesuch, Laguna Verde. So scheinen hier alle oder zumindest viele schönen Lagunen zu heißen. Alleine die Fahrt mit Ihren Aussichten von den Steilhängen ist ein Ausflug wert. Vor Ort dann mal wieder eine „liquide“ Enttäuschung: Baden Verboten! Aufgrund der zu starken Strömung darf man nur bis zur Hüfte ins Wasser, mehr will man aber auch fast garnicht, bei gefühlten 12° Wassertemparatur. Damn.

16 January 2018

Valpo_6/8 Ein „Problem“ gibt es da allerdings: Alkoholtrinken in der Öffentlichkeit ist in Chile verboten. Und wie wir ja bereits von Alex erfahren haben und uns auch häufig bestätigt wird, ist die chilenische Polizei bei der Umsetzung ihrer Pflichten gründlich und unflexibel. Valpo und insbesondere der Plaza Anibal Pinto scheint da eine Ausnahme zu sein, denn alle trinken Bier - wir also auch (schön in Plastikbeutel verhüllt). Dies wird sich in den kommenden Tagen, vor allem auch mit der Ankunft von Raul und Mandy wiederholen. Neben Live-Musik mit Sex-Pistols-Covern erfahren wir so andere, weniger touristische Empfehlungen wie bspw. Von einem besetzten Haus dem Tiao.
Valpo_5/8 Die Hostelsuche ergab gleich einen Volltreffer: Planeta-Lindo. Also das dies noch ein Hostel ist, kann den Besitzern nicht genug gedankt werden. Ein schönes Haus mit Million-Dollar-view!!! Dies sollte dann unser Headquater für die nächtsten 7 wunderbaren Tage werden. Nachdem wir in den ersten Tagen vor Allem mit dem Beschauen und Fotografieren der bunten Wände auf den Cerros beschäftigt waren und so die Stadt immer besser kennenlernen konnten, war es dann doch mal Zeit „raus zu kommen“. Ab zum Sandboarden mit Ryan und Sam. Gar nicht so easy wie man (als Skateboarder) denkt und anstrengend diese Dünen... Abends haben wir dann auch schon einen Spot, wo viele Studenten, Künstler, Punks und Straßenhunde in die Nacht starten oder sich die Zeit vertrieben. Es hat auch etwas von Flohmarkt, da alle möglichen Dinge wie Kuchen, Sandwiches, Säfte, Klamotten, Aufnäher usw. angeboten werden.
4/8_Valpo-facts: bis zur Eröffnung des Panamakananls war es neben San Franzisco der wichtigste Hafen an der amerikanischen Westküste. Was das bedeutet kann man überall sehen, um dies zu schützen gab es eine Bürgerinitiative (Anfang der 2.000er), welche im Weltkulturerbestatus mündetet. Ursache war ein Bürobau der Hapag-Lloyd, welcher den ursprünglichen Stil der Hafenumgebung, nunja nicht gerade passend aufgegriffen hat. Um einen Dominoeffekt zu verhindern, schlossen sich Bürger zusammen-2 Jahre später waren Sie erfolgreich. Wie alles hat dies auch Schattenseiten. Die strengen Regeln der UNESCO bedeuten hohen finanziellen Aufwand bei der Restaurierung. Da die Gebäude alt sind, von Erdbeben und Feuern geplagt, können sich dies wiederum nur entsprechend wohlhabende Privatpersonen/Institutionen leisten. Oder die Gebäude werden Ihrem Schicksal überlassen und verfallen. All das kann man sehen: Starbucks, Ruine, Craft-Beer-Brauerei, Old-School Kneipe, Hostels und ab und zu ein Wohnhaus.

13 January 2018

VALPARAISO 3/8 Eine Stadt mit 42 Hügeln am Meer gelegen = super Aussichten. Um uns besser orientieren zu können geht‘s erstmal auf eine Stadttour. Zum zweiten Mal verpassen wir die morgendliche Tour, da wir aus irgendeinem Grund immer denken, dass diese um 11 und nicht um 10 startet. OK, also die um 15 Uhr. Auch wenn ich mich wiederhole, wenn man in einer neuen Stadt ist und einen Überblick bekommen will, sind diese „Free-Walking-Tours“ oder tours4tips in unserem Falle, absolut empfehlenswert. Bis dato hatten wir noch keine Enttäuschungen!

12 January 2018

VALPARAISO 2/8 Wir sind sofort an die Favelas von Rio erinnert. Vor allem durch die vielen Stufen und bunten Wänden. Da wir nicht auf Anhieb unser Hostel finden, besser gesagt, es elegant umkreisen (wie wir später feststellen werden), beginnen wir unsere erste Erkundung sofort. Hostel „J“ kommt uns zunächst irgendwie seltsam vor, eher wie ein Homestay. Superkleines Zimmer im Wohnhaus von Jarra, keine Gäste und community-Bereich ist Jarras Wohn-/Esszimmer. Dennoch werden es zwei lustige Tage. Da wir mehr Gesellschaft möchten, beschließen wir uns die anderen Hostels mal näher anzuschauen. Außerdem brauchen wir bald etwas mehr Platz, da Mandy und Raul uns besuchen kommen.
VALPARAÍSO-overrated oder doch ein must-do? 1/8 Kulturelle Hauptstadt Chiles, Empfehlung aller bisher getroffenen ChilenInnen und Warnungen von daheim. Auch bei der Hostelsuche gab es hier und da Wiedersprüchliches. Also selbst sehen! Nach 1,5 Stunden Busfahrt die erste Überraschung: das Termometer (also die Wetter App) zeigt 10 Grad weniger! Während der Busfahrt musste ich bereits herausfinden, das Valpo zwar am Meer liegt aber keinen Stand hat. Sollte es also doch überbewertet sein? Ich hatte mich auf MEER gefreut und vielleicht auch meinen ersten surf... Aber nein, zwei Stratßen neben dem Busbahnhof biegen wir in einen riesen Markt ein. Mitten im Leben, mit vielen diversen Gemüsesorten, vor allem Mega-Maiskolben, gehäuteten Kannichen, Fisch und ulkigen Gestalten. Unser Hostel liegt direkt auf dem Cerro Allegre, einem der zwei durch das UNESCO-Welkulturerbe Geschützen Hügeln (42 sollen es in Summe sein, man streitet sich wohl).

11 January 2018

11/01/18 „ Christa und ihr Freibad in den Bergen“ Noch etwas benommen, hieß es Bergsteigen für uns. Hoch oben in 880 m Höhe, eine riesige Marienstatue, von uns scherzhaft Christa genannt, lag sie. Und sie machte es uns nicht leicht, aber beim Gedanken an das dahinterliegende Schwimmbad zogen wir die letzten Reserven aus unseren Körpern und plantschten wenig später in den heiligen Bädern des Christobalberges, dessen Aufstieg uns eine Stunde voller Schweißperlen kostete. Alle Mühe hatte sich jedoch gelohnt und wir zelebrierten den Aufstieg mit ca 6 Stunden geballtem Bade und Sonnenliegespass, sowie den ersten ernsthaften Sonnenbrand. Abends schnappten wir uns noch eine der Bars und gerieten an Victor, der Alex mit großen, verzauberten Augen ansah und anquatschte, bis wir bemerkten in einem Gayclub gelandet zu sein. Die Begegnung vereinte sich am Ende in einer größeren Tischrunde, bei der Kontakte und weitere Reiseziele ausgetauscht wurden. https://quik.gopro.com/v/Dt4hnIdbLs/

10 January 2018

...durch traurige Zeugnisse dieser Epoche. Auch den restlichen Tag verbrachten wir fleißigen Fußes, kosteten die Spezialitäten des Landes, besorgten uns eine chilenische Telfonnummer und noch mehr Eindrücke der Stadt. Am Abend wurde die Hostelmeute inklusive uns beiden mit Freidrinks, Roulettchips und einarmigen Banditen Trials in die Disse gelockt. Die Musik ist furchtbar, aber nachdem wir alle besagten Stationen durchlaufen haben und Elvis geheiratet haben, liefen wir angeheiterten Schrittes nach Hause.
10/01/18 „Jeder Gang macht schlank“ Viele, viele Kilometer gestalteten diesen Tag. Um sich einen Eindruck von der Stadt zu machen, verhalfen wir uns auch hier wieder einer Free Walking Tour über 3 Stunden... Wir wurden in die Chilenische Geschichte eingeführt, vor allem über die Ereignisse des 11. September 1973 im Moneda Präsidentengebäude, wo der erste vom Volk gewählte sozialistisch/ marxistisch regierende Präsident Salvador Allende durch einen Miltärputsch ums Leben kam, jedoch sein Volk noch in einer historisch bedeutenden Rede vorwarnte und ermutigte, bevor er sich das Leben genommen haben sollte. Was auch an dieser Stelle SEHR umstritten ist. Fakt ist: es folgen 17 Jahre Pinochet Diktatur oder Militärherrschaft, ähhhh nein... auch an dieser Stelle sind sich die Chilenen in den Lehrbüchern der Schulen uneinig... obwohl viele politische Gefangene nachweislich gefoltert und ermordet worden. Ein Bild dieser Zeit, gibt das „Humanrights“ Museum der Stadt, das die Geschehnisse...
...trifft man sie auch immer wieder an den gleichen Orten, wo sie verschiedene Spitznamen von den Leuten bekommen. Die Hunde sind auch stark an die Stadt gewöhnt, so kommt es auch des öfteren mal vor, das man einen Hund auf eine Grünphase warten sieht oder sie in Busse einsteigen, eben sehr angepasst an den Menschen Fellbürger. Einmal folgte uns eines der Hündchen, nachdem wir ihn durch einen Bus abgewimmelt hatten, durch den darauffolgenden Bus und schwuppdiwupp war er wieder präsent und folgte uns weiter.
... dem eher jüngeren Partywilligem Backpackklientel zugehörig. Wir lernen eine Gruppe Argentinier kennen, bessern unser spanisch auf und haben uns nach einem langen Walk über den Supermercado, einem Skatepark und verschiedenen Straßenvierteln einen ersten Eindruck von der Stadt verschafft. Ein schöner Tag! Besonders ging mir das Herz auf, bei der Kontaktaufnahme mit den freundlichen Straßenhunden (im chilenischen Kildros genannt) des Landes. Jedes der feinen Tierchen möchte sofort Freundschaft mit den umherlaufenden Passanten schließen und sind jederzeit Schmuß- und streichelbereit. Habe noch nie so viele „streichelmich !!“ Aufforderungen von Straßenhunden bekommen. Das liegt daran, dass sich die Chilenen sehr liebevoll um ihre Straßenhunde kümmern. Man findet überall in der Stadt aufgestellte Trinknäpfe, sie werden gefüttert und bekommen im Winter sogar Pullis angezogen. Jeder fühlt sich irgendwie für die Hunde verpflichtet und da die „Kildros“ nur kleine Territorien haben,...
Der Papst kommt auch aufgrund von mangelnder Kirchenpopularität zu Besuch und ist Star auf rießigen Plakaten um sich und seine Religion wieder merchandisen zu können. Die Meinungen spalten sich, sein Besuch wird auf ca 11 Millionen Dollar Kosten für Chile geschätzt und natürlich unterschiedlich bewertet. Die kommenden 2 Tage in Santiago verliefen für uns eher unchristlich, zwar ist es in Santiago verboten auf der Straße zu trinken, aber die Leute vor allem in Bella Vista erfreuen sich ihres Alkoholrausches in Form von verschieden chilenischen Trinkvarianten: z.B. Terramoto auch Erdbeben genannt. Ein Cocktail aus Grenadine, einem süßen Frühwein und Ananaseis on Top. Zunächst fühlt sich das Getränk ganz harmlos an, aber nach dem ersten Gehverversuch zur Toilette beispielsweise, macht sich das Erdbeben in der Gangart des Konsumenten bemerkbar. Teuflisches Zeug. Ebenso Pisco. Ein Traubenschnaps der Freude macht...Doch zurück zu unserer Ankunft. Unsere erste Bleibe ist das “ Kombihostel“...
09/01/18 Welcome 2 Santiago !! Santiago im Januar fühlt sich an wie Deutschland im Juli. Ziemlich genau so gar. Es ist seltsam, aber man spürt die Jahreszeiten und das Gefühl der Leute auf den Straßen mit der Freude an den Sonnenstrahlen.Nun haben wir alle Flüge hinter uns gebracht und haben keine Termine mehr. Leicht bepackt erkunden wir das Verkehrssystem in Santiago. Vom Flughafen mit dem Bus nach Paraitos, mit der Metro zur Baquedano Station und von dort aus nochmal 10 min zum Hostel in Bellavista. Bellavista ein Studentenviertel, bestehend eben aus Studenten und Touristen, vielen Kneipen und wiedermaaaal Graffiti ;) Student sein ist teuer in Chile, selbst an den öffentlichen Unis bezahlt man viel Geld (ca 800 US Dollar monatlich) Und Chile ist neben Argentinien auch das teuerste Land in Südamerika, was wir schnell zu spüren bekommen. Dafür wird Santiago de Chile aber auch als eine der sichersten Städte Südamerikas gehandelt und bietet sich daher wunderbar für unseren Start an.

8 January 2018

8. Jan LIMA 4/4 „I’m just explaining her, how to bribe in South-Amerika.“, so Alex zu Steff. Nein, nicht der Alex aus unserer Ankunftsnacht. Dieser ist Lette und seit 5 Jahren auf seiner Reise, bevorzugt in Kolumbien. Ein sympathischer Naturbursche mit dem Hang zum Spirituellem. Sein Schamane in Kolumbien begleitet ihn mit allerlei Mixturen, bevorzugt Ayovasca, auf seinem Weg zu sich selbst. Für uns war er jedoch zunächst Tourguide, aber second in charge, nach Ronny. Wobei 2nd nicht ganz seinem Naturelle entspricht und Ronny hier und da das verbale Stopschild hochhalten musste, funny. Ronny, ein netter peruanischer Student der Wirtschaftswissenschaften (BWL) führte uns echt angenehm durch Barranco. Streetart hier und historische Spots da, guter Mix. Von ihm ist auch die Geschichte vom Präsidenten (soweit ich alles richtig verstanden habe, sicher aber nicht ganz historisch korrekt, keine Ahnung.) https://quik.gopro.com/v/KfSmPLCXyJ/
8. Jan LIMA 3/4 Polit-historisch ist auch ne Menge los in Peru. In jüngster Zeit gibt es wohl wieder Proteste gegen den Präsidenten. Dieser erteilte dem japanisch-stämmigen Expräsidenten Alberto Fujimori nach 10-jähriger Haftstrafe Amnestie. Fujimori kam wohl in Kittschen, weil er es mit seiner Machterweiterung zu weit trieb. Hatte er in seiner ersten Amtszeit mit radikalen Maßnahmen die kommunistischen Terroristen bekämpft und zunächst wohl Zustimmung vom Volk erhalten, so entwickelten sich die „gesichtslosen Brigaden und Richter“, welche so genannt wurden, da sie ihre Idnetität hinter Gesichtsmasken verbargen, zu beliebig agierenden Milizen mit vielen zivilen Opfern. Als er dann die Verfassung änderte um weiterhin im Amt zu bleiben gelang dies zunächst, die dritte war dann Zuviel und nachdem er zunächst nach Japan floh wurde er dann in Chile festgenommen und nach Peru überführt. EIn japanisch-stämmiger Diktator in Peru, hätte ich nicht gedacht...

7 January 2018

7. Jan: LIMA 2/4 Miraflores ist wohl aktuell die Spitze der Genetrifizierungswelle in Lima, dicht gefolgt von Barranco-da wo wir uns aufhalten. Wer den Ausblick von den Klippen auf‘s Meer sieht, weiß auch warum. Dennoch, schön ist irgendwie anders. Barranco wiederum macht sich den Streetart-Hype zum Treibstoff der Immobilienpreise. Nach Anmeldung darf man legal die Wände mit eigener Kunst verschönern. Es gibt wohl Vorgaben, ein Motto oder Zitat was umzusetzen ist. Auch die ein oder andere Marke nutzt dies als „coole Marketingkampagne“. Convers bspw. lies eine Brückenunterführung gestalten. Zum Glück bestehen die Künstler auf Ihre gestalterische Freiheit und geben den Vorgaben eigene Interpretationsmöglichkeiten. Ist schon komisch, ein paar Straßen weiter muss man dafür um Leib und Seele fürchten. Wie in Wynwood haben findige Immobilienentwickler dies als Wertsteigerungsstrategie entdeckt und nix ist mehr wie es war, alles entwickelt sich. Zumindest wird die Welt dadurch bunter🏳️‍🌈

6 January 2018

6.-9. Januar: LIMA 1/4 2 Tage LIMA neigen sich bereits dem Ende. Es war WARM und intensiv oder sogar heiß. Nachts anreisen hat so seine Vorteile, vor allem am Samstag - insbesondere wenn man direkt zur Party-hour ankommt. Dauerte nicht lange und wir wurden angesprochen, auf deutsch, von Alex (was für ein schöner Name dachte ich mir 😉). Und der Name hielt was er versprach, promt wurden wir auf ein Bier eingeladen. Dabei sollte es nicht bleiben, auch Pisco sollte folgen. Zunächst dachten wir „Toll, ein Bumster der uns abziehen will.“ Aber Nein, er gab das erste Bier aus, uns einige super Tipps und lud uns zu sich nach Hause ein (wenn wir wieder in Peru sein sollten). Mal sehen, ein fader Beigeschmack blieb, obwohl er enorm großzügig war und wir gemeinsam nach der Bar noch zu einem super Aussichtspunkt mit ihm gingen, um dort unseren ersten (sicher nicht letzten) Pisco zu trinken. Pisco = Traubenschnaps.

5 January 2018

The Best is yet to come! Zurück aus Orlando, wollen wir uns Wynwood nochmal genauer ansehen. Aber nicht ohne in einem klassischen Diner zu dinieren. Ob es da was vegetarisches gibt? Yep! Wieder einer dieser Filmmomente... wie geprägt man doch durch die Hollywood-Stereotype ist.Dann die übliche Routine, Parkplatz suchen der nicht zu weit weg vom Hood ist, aber auch nicht zu busy, immerhin wollen wir in unserer letzten Nacht in Ruhe schlafen. Dann passiert es, ein SK8-boarder (ok Longboarder) fährt mir aus dem Dunklen vor‘s Auto >SCHRECK< er rollt gekonnt ab, das Board bricht aber er bleibt heil (wie das Auto). Beide haben wir einen gehörigen Schock. Nochmal gut gegangen, puhhh. Danach ist meine Stimmung, naja im A**$** Steffi päppelt mich auf und wir verbringen noch einen schönen Abend bei Livemusik, umgeben von Graffitis und Streetart in Wynwood-Miami. Wer mehr darüber sehen will kann ja mal auf YouTube „Miami Art Basel 2014“ suchen (Thanx Maggi!). https://quik.gopro.com/v/64qvEKBS3s/
Am Abend besuchen wir das Lieblingsrestaurant unserer Gastgeber in Winterpark. Und wie soll es anders sein, es ist vegan und heißt Ethos. Ja, man mag es kaum glauben aber sowas gibt es hier auch und auch eine nicht all zu kleine Fleischimitatecke im Supermarkt, sowie auch ein Biomarkt im kommen ist. Und das Essen ist fantastisch, gut besucht und in einer guten Preislage. Ein absoluter Tip falls ihr mal in der Ecke seid! Am nächsten Tag heißt es schon wieder Abschied nehmen und es geht wieder Miami und der Wärme entgegen. Danke nochmal vielmals für die schöne Zeit bei euch, allein bei euch und euren schnuckeligen Hunden zu sein war die Reise schon wert :)
Donnerstag, 04/01/18 Der Tag beginnt bei Kari und Joy mit 5 Uhr Meditation, danach Hunderunde noch etwas relaxen, dann Frühstück. Das Wetter ist atemberaubend. Zwar ist es immernoch frisch aber die Sonne zeigt ihr strahlendstes Kleid vor blaustem Himmel. Nach einer weiteren Villenrundfahrt besichtigen wir winterpark einem süßen aber hippen Viertel mit hübschen Cafés, Restaurants, künstlerischen Geschäften, einer Eislaufbahn und einem schönem Park. Dann gehts weiter nach Downtown Orlando, gar nicht so groß wie wir vermutet hatten, aber natürlich wieder mal eine Landschaft aus Hochhäusern. Bei schönstem Wetter, unterschiedlichstem Getier und dem Lake Eola baut sich jedoch eine idyllische Gesamtkompostion der Skyline zusammen. Die Universal Filmstudios passieren wir nur flüchtig, auf dem Rückweg schauen wir uns noch eine der überdimensionierten Shoppingmalls an und können uns aber nach einer gewaltigen Reizüberflutung an den richtigen Exit erinnern und zum Auto flüchten.
Mittlerweile ist es dunkel als wir die Siedlung von Kari und Joy erreichen. Die Häuser sind ruhig gelegen im typisch amerikanischen Flachbaustil wie bei ALF oder Breaking Bad. Obwohl bereits Januar ist, konkurriert die Nachbarschaft mit übertrieben großer XXL Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtskitsch was die Durchfahrt jedoch enorm aufheitert. Es sind 8 Grad Celsius als wir aus dem Auto steigen und beginnen sofort mit der Zwiebeltechnik unsere wenigen wintertauglichen Kleidungsstücke übereinanderzuschichten. Kari hat ein gemütliches Haus, aber vorallem eine liebevolle Frau und äußert gastfreundliche und gehorsame Hündinnen die uns einen temperamentvollen und freudigen Empfang bereiten. Wir verbringen einen gemütlichen Abend gemeinsam und freuen uns über das weiche Bett.
...gesäumt von verzerrten, scheinbar flehenden und abgemagerten Gestalten. Um das Mal herum eine schier endlos wirkende, aber unvollständige Liste auf grauer Wand mit den Namen verstorbener Opfer der Konzentrationslager. Immer wieder gruselig. Unsere Reise geht weiter zu Alex Freunden Kari und Joy, die schon seit einiger Zeit 4 Stunden nördlich in Orlando leben. Nach einer Mischung aus Strandwegen, 6 spurigen Highways, veränderten Verkehrsregeln, verrückten Fahrstilen und langen Rotphasen haben wir es nach vielen Pausen und Umwegen nach 8 Stunden bis nach Orlando geschafft.
Mittwoch, 03/01/18 Der 6 Uhr Southbeachplan wird durchkreuzt von mächtig Wind und Wetter. Stattdessen nehmen wir uns die bekannte Lincoln Road genauer unter die Lupe und drehen eine größere Runde in einem Stadtbus mit free Wifi ums Eck und konnten die Muddis beruhigen, die schon ein paar Tage nichts mehr von uns gehört hatten. Beim flanieren auf der Lincoln Road treffen wir auf eine 12. Klasse Highschool Schülerin, die für eine Projektarbeit an ihrer Schule noch Freiwillige benötigt. Alex erzählt ihr von unserem Trip und sie wittert gutes Material und stellt weitere Fragen dazu. Danach schlendern wir weiter und besichtigen noch das zentralgelegene Holcaustdenkmal, eine Hand gesäumt von...
mit kleinen Tribünen auf 3 Seiten. In der Mitte die Tanzfläche mit 80/90er Musik "Cool and the Gang" Afrofunk... Ein paar Seitenstraße weiter verbrachten wir unsere dritte Nacht in Miami bei starken Regen. Wir hatten uns schon gut in unserem Auto eingewöhnt und eingerichtet. Alles läuft mittlerweile automatisch und jeder weiß welche Handgriffe zu machen sind und wem liegen. Ein eingespieltes Team!
Hingegen fuhren wir auf dem Rückweg ins fröhliche Wetter und begegneten einem wunderschönen Sonnenuntergang an einem kleinen süßen Palmenstrand und allerlei Getier wie einer Seekuh, rießen Fischen und weiteren Pelikanen. Zurück in Miami nehmen wir uns Wynwood vor, einem bunt- kreativen Graffiti Ort, der sich über mehrere Blocks erstreckt und die Künstler und deren Art Work regelmäßig ändern. An jeder Ecke was zu entdecken, auch schön in der Nacht, da manche Graffitis durch grosszügige Beleuchtung besonders gut hervortreten und durch teils überdimensionierte Größe den Betrachter mitreißen. Eine Hand voll Clubs, Pubs und Restaurants findet man ebenfalls in dieser Ecke, die die gleiche Romantik teilen. Überall gibt es was zu entdecken in den verschiedensten Stilrichtungen. Wir bewegten uns für eine halbe Stunde in den grössten Club der Straße und fühlten uns erneut wie in einer amerikanisch produzierten TV Serie mit dementsprechenden Stereotypen. Der Club war wie eine Sporthalle aufgebaut
Dienstag, 02/01/18 
 5.30. Ein neuer früher Vogel verlässt das Nest vor Sonnenaufgang. Wir haben uns für heute Key West vorgenommen.Der Himmel ist bewölkt, das Wetter schmuddelig. Wir kommen vorbei an kilometerlangen Brücken, die übers Wasser 3 Stunden südlich von Miami nach Key West führen. Auf dem Weg entdecken wir das Ausmaß des letzten Hurrican Irmas vor 105 Tagen. Sperrmüll und kaputte Trailer auf den ungeschützten schmalen Inselgruppen, gaben eine kleine Idee von den Verwüstungen Irmas. Wir erreichten Key West, den südlichsten Zipfel der USA. Herz des Ganzen ist eine touristische Hauptstraße mit vielen bunten Souvenirläden, künstlerisch gestalteten Restaurants und allem was der Kommerz so zu bieten hat. Außerdem kann man einen Leuchtturm besichtigen oder aber das Haus des bekannten Schriftstellers Ernest Hemingways. Wir hatten leider bewölktes Nieselwetter, wodurch uns der eigentliche Charme nur schwer erreichte...

4 January 2018

Hallo liebe Freund-innen! Ein kleines Update vor allem für meine Recyclingkollegen, wie angedroht werde ich versuchen interessantes rund um das Thema zu dokumentieren. Da hier allerdings der Fokus auf unserer Reise und eben nicht Müll liegt, könnt ihr dies unter https://wastearoundtheworld.tumblr.com verfolgen. Gerne auch teilen, nachfragen und diskutieren. Ahoi euer Alex

3 January 2018

2 January 2018

...grillen oder hören Musik. Hier wird uns wieder Floridas Nähe zu Kuba bzw. Südamerikas bewusst. Man hört überwiegend spanisch, viele Menschen können nicht auf englisch kommunizieren. Zwar ist englisch die Amtsprache, doch das Verhältnis liegt mit fast 70 % spanisch eindeutig auf spanisch sprachiger Seite. Wie arm und reich, gehen auch hier die Figurtypen in 2 Extreme. Supersexy oder XXL Übergewichtler. Sportsgranaten am Strand versus Fastfoodjunkies. Aber ob dünn oder dick, ein wohlproportionierter Popo zählt hier zu den Schönheitsidealen und wird fast wichtiger als die weiblichen Brüste in Szene gesetzt. Oft wird dabei auch geschummelt. Ein schöner gechillter Tag geht weiter in little Havanna, wir finden zügig unseren ersten kostenlosen Parkplatz und krönen diesen zu unserem heutigen Nachtlager. Ein Bier in einem kubanischen Pub inmitten des Cuban Memorial Boulevards lassen den Abend ausklingen. Wir erledigen unsere Internetangelegenheiten und gehen bereits 8 Uhr abends ins Bett.
Montag, 01/01/18 Der frühe Vogel fängt den Wurm! Um 7 in der früh beginnt unser erster Tag auf Reise. Schnelle Versorgung im 7 Eleven und eine der CVS Pharmacies und ab in die Sonne an den Southbeach. Raus aus den langen Hosen und Batterien auftanken mit einem Frühstück am Sandstrand und einem zweiten Powernap. Außenduschen und öffentliche Sanitäre Anlagen sorgen für das hygienisch körperliche Wohl. Eine weitere Rundfahrt durch Miami Beach gibt uns weitere Eindrücke in den Reichtum der Elite. Protzige Jachten, Villen und Autos bei schönstem Wetter. Hier lässen es sich Stars und Geschäftsleute gutgehen. Oft kommt man sich vor wie im Film: beim Anblick der Amitaxis oder Cops aus einer typischen Hollywoodproduktion in den USA. Beim rumkurven merken wir, dass wir doch zu wenig Erholung nach der anstrengenden Reise bekommen hatten und finden ein gemütliches Plätzchen im Crandon Park am Strand unter vielen Latinos und scheinbar normalsterblichen Bevölkerungsschicht. Viele machen Picknick...
...man sah nur wenig Menschen trinken oder rauchen. Ab und zu mal eine E-Zigarette. Wir hatten uns braune Papierbeutel für unser Bier aus einer 24/7 CVS Pharmacy versorgt. Doch der Abend ging für uns auch nicht mehr lange, schließlich waren wir schon 26 stunden auf den Beinen. Gegen 2 Uhr betteten wir uns in unseren neuen Gefährt und schliefen tief und fest bis zum nächsten Morgen.
...einem streng linearen Rasteraufbau. Große Autofahrbahnen machen es anderen Fortbewegungsmöglichkeiten, wie laufen oder Fahrradfahren schwer und man kann somit nur fette Autos, anstelle von Menschen sehen und lassen die Straßen auf gewisse Weise sehr leer wirken. Dies erinnerte uns an Brasilia, eine künstliche, futuristische Autogeisterstadt. Am Sylvesterhotspot sah es schon wieder etwas anders aus. Viele Posch angezogene, gehoben wirkende und gepflegte Menschen zierten das Straßenbild, in der zwar sauberen, aber in die Jahre gekommenen Zukunftsstadt. Im Gegensatz dazu, aber auch vereinzelt, abgehängte Obdachlose, die die Schere zwischen arm und reich auch hier deutlich aufzeigen. Für die Sylvesterstimmung sorgte Pepo, ein Popmusiker den man schonmal im Radio gehört hatte und führte die Massen, als Alleinunterhalter mit seinen sexy Tänzerinnen ins neue Jahr. Nach dem Feuerwerk lösten sich die Massen in kürzester Zeit auf...

31 December 2017

Sonntag, 31/12/17 Da reist man nicht wenig und trotzdem hat man immer wieder dieses flaue Gefühl im Magen. Haben wir an alles gedacht, alles mitgenommen, abgemeldet und beantragt... Doch mit einem Ruck ist die Tür ins schloss geknallt und die Reise ging los ohne zurück, denn die Schlüssel hatten wir bereits an unsere Nachmiterin abgegeben. Wir hatten einen günstigen Flug von Köln über Miami gefunden am 31.12.17 und durften dadurch zweimal das neue Jahr begrüßen und anzählen. Einmal im Flugzeug nach deutscher Zeit und einmal 6 Stunden später nähe Miami Beach am Bayside Marketplace zwischen leuchtenden Hochhäusern und Palmen. Auf dem etwas heruntergekommenen Flughafen, den ich Miami nie zugeordnet hätte, holten wir unser Mietauto und zugleich fahrbare Unterkunft ab und suchten einen Parkplatz am populärsten NYE Spot in Miami, was fast aussichtslos zu sein schien. Doch wir fanden ihn! Welcome to Miami !! Eine Stadt mit vielen Lichtern, großen Hochhäusern in XXL Format, Palmen und...
31. Dezember 2017. Das alte Jahr geht vorbei und wir fliegen in ein Neues, auf eine lange Reise auf der uns hoffentlich viele spannende Abenteuer erwarten. Auf diese Reise möchten wir euch mitnehmen. Also: Lets Start the JOURNEY !!

22 December 2017

Hallo alle miteinander! Ein aufregendes Jahr geht zu Ende und ein spannendes steht in den Startlöchern. Wollte mich auch auf diesem Weg nochmal bei allen Freunden und KollegInnen für die schöne Zeit bedanken. Schaut doch einfach immer mal wieder hier vorbei, wir freuen uns! Good bye 2017, hello 2018! Waiting @Köln Airport...