Around The World · 313 Days · 282 Moments · December 2017

30 October 2018

Buntes Guanajuato 4/4 Als wir dann vor der nächsten Attraktionen dem Mumienmuseum stehen, wird uns die Entscheidung leicht gemacht. Eine gut 100m lange Menschenschlange schlängelt sich um den Platz des Haupteingangs. Über 1h anstehen möchten wir auf keinen Fall und zeitlich wäre es auch nicht mehr zu schaffen. Also wieder was essen und Ausblick von unserem Balkon genießen. Wir sind auch nicht mehr alleine im super Zimmer. Ein schwedisches Pärchen gesellt sich zu uns. Ein schöner letzter Abend. Am morgen wollen wir drann mit dem Bus nach Mexiko City fahren. Ich buche online und 2 Minuten bevor unser Uber buchen fällt mir auf, dass ich die falsche Zeit gewählt habe. In 10 Min fährt der Bus, unmöglich zu schaffen, Shit. Der Hostelbesitzer telefoniert mit der Busgesellschaft und wir können zum Glück doch noch umbuchen. 2h später sitzen wir im Bus nach CDMX (Ciudad de Mexico), ich jedoch noch recht angenervt von meinem fuck-up. Shit happens! Video: https://gopro.com/v/dMOddMJ27Q31e
Buntes Guanajuato 3/4 Am nächsten Tag dann erstmal Frühstück und einer Stadtrundgang. Sehr hübsch, sehr sehr hübsch. Guanajuatos Besonderheit liegt wie bereits erwähnt in seiner Farbenvielfalt und bergigen Lage. Außerdem ist es wohl die sauberste Stadt, die wir bis dato auf unserer Reise gesehen haben. Zeitweise haben wir das Gefühl in Europa zu sein, spätestens nachdem wir einen Street-Taco-Laden mit Carne-de-Soya entdecken, es wird das einzige mal sein (OK, in Tijuana gabs das auch). Ein super Ort, um eine Mexikoreise zu beginnen. Unsere obligatorische Free-Walking-Tour findet leider nicht statt. Mit 4 anderen Touris warten wir am Treffpunkt und niemand kommt. Das frühe Aufstehen soll aber nicht für umsonst gewesen sein, also wiedereinmal auf den Mercado und etwas essen. Danach gehen wir in das Geburtshaus von Diego Rivera. Ein cooles Museum mit leider etwas wenigen Originalwerken. Dennoch lohnenswert.
Buntes Guanajuato 2/4 Da wir doch recht speziell reisen, vor allem günstig, wird sicher nicht einfach für ihn, denken wir. Aber wir können soviel vorwegnehmen es wird SUPER! Also deshalb sitzt uns die Zeit im Nacken, denn auch diese Unterkunft ist speziell da günstig... so gesehen ist die Casa Guanajuato mit Blick ins Tal sehr schön gelegen und auch recht neu, aber es mangelt an Gemeinschaftsfläche - was wir jedoch vorab nicht wissen. Als wir gegen 22:30 Uhr ankommen ist Zschocki bereits mit Alex & Jonas (ja, den zwei Italienern) unterwegs. Und unser Zimmer ist an der Front komplett verglast und hat einen Riesen Balkon. Da niemand weiter anwesend ist, wird dies zu unserem communal-space und bis tief in die Nacht werden wir den Ausblick genießen. Vor allem am ersten Abend haben wir uns extrem viel zu erzählen.
Buntes Guanajuato 1/4 Nach etwas Verzögerung geht es nun doch deutlich später als gedacht mit Martin & Sunny los. Unser spanisch reicht um uns die Fahrt über zu unterhalten. Aber zunächst verfahren wir uns. Man hat in Mexiko die Wahl zwischen mautpflichtigen und freien Straßen. Trotz der doch sehr hohen Preisen fahren die Zwei wohl immer die Mautstraßen, da diese sowohl weniger (tiefe) Schlaglöcher aufweisen und wohl auch grundsätzlich sicherer sind. Es wird später. Gegen Anbruch der Dunkelheit erreichen wir dann Leon. Die Zwei sind so nett und fahren uns direkt zum Busstopp, wobei wir den Bus zunächst ein- und dann überholen. In Null-Komma-Nix steigen wir um und verabschieden uns. Aber warum ist uns die Zeit so wichtig? Es wartet bereits jemand auf uns! Zschocki ein guter alter Bekannter aus Gera/Berlin. Er wird die nächsten 6 Monate reisen und die Welt erkunden. Den Anfang möchte er mit uns machen.

19 October 2018

... allen großen Städten. Doppelstockbus mit ohne Dach ;-) Es gibt unterschiedliche Routen durch die Stadt. Wir schaffen zwei (Tlaquepaque & Centrum) und naja kann man mal machen, vor allem wenn man mal lauffaul ist. Obwohl auch das anstrengend sein kann, besonders an einem sonnigen Tag. Zurück im Hostel treffen wir auf zwei Italiener aus Südtirol, John und Alex. Die zwei witzigen Italiener werden wir noch viel häufiger treffen. Morgen ist dann auch schon Freitag und unsere Weiterfahrt nach Guanajuato steht bevor. Und dort gesellt sich dann auch Zschocki zu uns. Wir werden auf unbestimmte Zeit also zu dritt Mexico erkunden. Wir freuen uns und sagen Guadalajara „Hasta Luego!“. Video: https://gopro.com/v/eQ1NN8808DNVw
... wohl einer eher fragwürdigen Gegend der Stadt liegt und wir auch nicht ganz allein dahin wollen, schließen wir uns einer Tour an. Mit ein paar anderen Reisenden gibts zunächst ein-zwei Tequilla-Shots und auf gehts. Die Besonderheit bei den Lucha-Libre-Events in Gudalajara ist, dass sich das normale Volk und die etwas besser betuchten VIPs gegenüberstehen und gegenseitig naja Beschimpfen. Alles aber in einem lustigen Rahmen. Wir sind bei den „Armen“ und können auf die „Reichen“ runterschauen, da wir aufgrund billigerer Tickets eben weiter weg vom Ring sind. Es wird ein lustiger Abend und auch das ist wirklich empfehlenswert, da ich entgegen der Cholita-Veranstaltrung in La Paz nicht das Gefühl hatte, dass dies nur für die Touristen angeboten wird. Es macht einen sehr authentischen Eindruck mit anschießender Mini-Party. Cooler Abend. Es gibt aber noch viel mehr zu sehen in Guadalajara, aber wir können nicht mehr laufen. Wir probieren eine Bustour, ja wie die in Berlin bzw in fast...
...durch das Kolonialviertel. Am nächsten morgen steht die nächste Tour auf dem Programm: Free Walking Tour durch die Museen. Einiges wiederholt sich leider, aber in den Cabanas bleiben wir richtig lange - fast zu lange. Sogar eine Goya-Ausstellung bekommen wir zu sehen. Danach Mercado und danach Hostel-Wechsel. Ach vielleicht eines noch, am Morgen beim Frühstücken (ist in den meisten Hostels im Preis inbegriffen) lernen zwei Lehrer aus Leon kennen. Sie bieten uns spontan an uns am Freitag mit Richtung unseres nächsten Zieles mitzunehmen. Und so wird es auch kommen... Das nächste Hostel bietet bereits mehr Backpacker-Style. Im Rooftop gibt es eine der breitesten Betten, die wir jeh im Doppelstockbettenformat gesehen haben und wie es der Name verrät eine Dachterasse. Außerdem gibt es ein paar Gäste. Am Abend dann etwas besonderes: unser erster Lucha-Libre-Kampf. Nach den wrestelnden Cholitas in Bolivien sind wir nun auf die mexikanische Variante gespannt. Da die Arena...
...bewundern, auch ein MUSS. Aber die Tour geht weiter und ein Highleight wie in fast jeder Latein-Amerikanischen Stadt ist der Mercado. Und auch dieser wird einmal mehr mit einem Superlativ versehen. Es ist wohl der größte Indoor-Mercados Lateinamerikas. Glaube das haben wir schonmal gehört, aber egal. Auch wird uns wieder gesagt, wenn ihr etwas sucht und es dort nicht findet, dann gibt es das nicht. Naja, Mercado-Marketing eben. Aber es ist ein großer und spannender Mercado, an welchem wir noch häufiger essen werden. Denn da ist das Essen immer frisch und meist auch super günstig. Eine Besonderheit muss ich noch erwähnen. Auf dem Mercado und auch auf den Straßen gibt es eine besondere Delikatesse: geröstete Maden. Trotz vegetarischer Diät probiere ich eine. Schmeckt nicht schlecht und wirklich ein bisschen nussig. Nach gut 3 Stunden Stadttour sind wir fix und fertig und essen erst einmal was, im Mercado. Es gibt eine Art Salatbar, yummy. Abends schlendern wir noch ein wenig...
... 3 Hauptflächen. In der Mitte befindet sich der Unabhängigkeitskämpfer Mexicos: Mr. Hildalgo. Nach Ihm sind in bestimmt jeder Stadt gleich mehrere Orte benannt: Straßen, Plätze, Gebäude oder Kneipen. Er also in der Mitte mit einem brennenden Schwert. Rechts von Ihm werden diverse christliche Symbole inkl. Papst dargestellt. Gegenüber; dann die weltliche Seite mit ihren „Göttern“ oder besser Götzen. Man findet Stalin, Hitler, Marx und auch alle anderen Weltreligionen dargestellt. Etwas kleiner als die christliche Darstellung, widmet Orsoco einen Teil der Fläche dem Krieg, dem 2. Weltkrieg samt Soldaten Hackenkreuzen und Feuer und Flammen. Absolut beeindruckend. Unseren Guides zufolge war Orosco ein Humanist und lehnte jegliche Ideologie ab. Seiner Auffassung nach führten diese immer zu Spannungen bzw. Teilung der Menschen. So nach dem Motto „ Ich bin Christ ´, du nicht, also bin ich besser.“ oder so. Unbedingt ansehen! In den Cabanas gibt es noch Wandmalereien von Orosco zu...
... denken wir uns und beeilen uns, denn es ist bereits kurz nach 10 Uhr und die Tour hat sicher begonnen. Ja hat Sie auch und zuerst können wir niemand identifizieren, komisch. Wir fragen eine Frau welche uns Touren verkaufen möchte und Ja Sie kennt den Guide und hat sogar seine Telefonnummer. Sie sind wohl gleich um die Ecke. Ok, wir treffen zwei Jungs die beide Tour-Guides sind. Der eine macht gerade so etwas wie seine praktische Prüfung / Probearbeiten beim erfahrenen Tourguide. Sie laden uns ein und so schlenderen wir mit zwei extrem fachkundigen und motivierten Guides durch Gudalajara. Ich möchte jetzt hier nicht jede Station aufschreiben aber der Palacio de Gobierno und das Instituto de Cabanas Museeum muss man gesehen haben. Im „Landtag“ von Guadalajara . bin ich nach wie vor extrem beeindruckt und kann es kaum glauben, was für Szenen in einem öffentlichen Gebäude möglich sind. Das Werk erstreckt sich über...
...Hostel zu suchen, lieber nicht. Wir rufen ein Uber. Dann fragt mich Steffi nach den Reisepässen und es schießt mir sofort in den Kopf: „Die hab ich bei Fabian im Van im Handschubfach verstaut und nicht wieder heraus genommen, SHIT!“ Irgendwie schaffen wir es über facebook einen der Studenten zu erreichen, da Fabian nicht an sein Handy geht. Sie sind bereits 10 km weiter, sind aber bereit zu warten. Also Uber-Fahrer überredet dahin zu fahren. Alles geht nochmal gut, gegen halb eins checken wir ein und schlafen kurz darauf ein. Am nächsten morgen inspizieren wir das extrem leer wirkende Hostel. Es ist sehr hübsch mit Springbrunnen, kleiner Küche und sehr hohen Räumen. Fast Bred and Breakfast Style, weniger was für uns. Aber schon wieder Sachen packen nach nicht einmal 12 h, nein eine Nacht bleiben wir noch. Denn ein Dorm für uns allein ist ja auch nicht so schlecht. Also auf in die Stadt und zur Free-Walking-Tour. Tatsächlich gibt es eine solche Tour auch in Guadalajara, juhu...
...zur Verkostung gebracht werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch gar nix bezahlt! Jetzt werden uns bestimmt 7 Tequilla-Sorten gereicht und jeder mit einem anderen Trinkspruch salutiert. Ich find den Kaffee-Tequilla am besten, weil schmeckt am wenigsten wie Tequilla. Von kleineren Flaschen bis hin zu 10 Liter Plastiktanks kann man nun sich nun recht günstig versorgen. Nein Danke! Dann haben wir noch 2 h zum Abendessen Zeit, bis wir weiter fahren. Direkt hinterm Kirchturm liegt der originale Fressbudenmarkt. Sehr Fleischlastig wieder einmal, aber es gibt wie so oft Quesadillas. Es ist bereits dunkel und es dauert noch bis gut 22:00 Uhr bis wir Tequilla verlassen. Da wir recht spät unterwegs sind und wir nun der Hostel-Empfehlung von Fabian folgen, bitten wir ihn uns dort für einen late-Check-In anzumelden. Alles klar. An einer Kreuzung lässt er uns dann gegen halb 12 raus. Das Hostel gute 5 km entfernt. Nachts in einer unbekannten Stadt noch so weit mit allem...
Guadalajara, wie nochmal? Es dauerte ca. 5 Tage bis ich diesen Namen richtig-flüssig aussprechen konnte. Guadalajara, eine recht große Stadt liegt in etwa zwischen Mazatlan und Mexico-City und versprüht mit seinem kolonialen, jedoch in die Tage gekommenen Stil ein angenehmes Flair. Viele Graffitis und Streetart, auch in den Regierungsgebäuden, ganz offiziell und sogar historisch relevant. Noch in Mazatlan treffen wir Fabian, Anfang 30 und Betreiber einer Travel-Agency. Er fährt mit einer Gruppe Studenten aus Mexico-City zurück dahin und quasi durch Guadalajara durch. Er macht uns einen super Preis und wir freuen uns auf einen Intensivkurs in Spanisch. Nicht nur das, auf dem Weg liegt noch das kleine Örtchen TEQUILLA. Wir werden anhalten, und Ja! eine Brennerei besichtigen, obwohl wir beide eigentlich Tequilla-geschädigt sind. Die Führung in der Brennerei ist auf spanisch und dazu reicht es definitiv noch nicht aus - dauert aber max. 10 Minuten, bis wir eine eine Art Trinkhalle...

18 October 2018

Videolink zu Erlebnissen in Mazatlan hier kopieren: https://gopro.com/v/rD7qwGBbgJvrB
Mazatlan 5/5 ...auf dem Rückweg werden wir von der Regenzeit überrascht. War es in den Tagen seit unserer Ankunft immer sonnig und nur leicht bewölkt, so kam es nun ganz dolle. Eigentlich sah es aus wie nach einer Überschwemmung. Alle Straßen waren mit gut 12-30 cm Wasser gefüllt. Wir zu Fuß nach Hause. Jedes vorbeifahrende Auto eine Gefahrenquelle, obwohl nass waren wir ja bereits. Was gibts sonst noch zu Mazatlan zu erwähnen? Eine weitere interessantes Begegnung war Sandesh. Er ist auf dem Weg nach Indien. Ich glaube auch per Anhalter und zu Fuß oder ab und an mal mit dem Bus. Ach und die zwei Mädels vom Management. Wirklich knallhart den Regeln hinterher. Meine Lieblingsregel: Abwaschen vor dem Essen. Nicolas wurde erwischt und gab die einzig sinnvolle Antwort: „I like my food hot!“, haha. Aber auch das war halb so wild, wenn auch komisch. Alles in allem haben wir es tatsächlich geschafft unsere Tagebücher auf aktuellen Stand zu bringen, aber das muss besser werden...!
Mazatlan 4/5 Sonntags gehts dann wohl immer in ein Restaurant, welches dem Nachbarn gehört und standesgemäß am Yachthafen liegt. Nicht so unser Fall, vor Allem da wir zum ersten Mal mit der „mexikanischen Art, Musik zu hören“ in Berührung kommen. Volle Pulle. An Unterhaltung nur in den Songpausen zu denken oder eben schreien. Nun ja, dafür ist der Tisch mit unzähligen Sößchen gedeckt und dazu Toastadas. Was machen hungrigen Backpacker da? Si claro: Toastadas mit scharfer Soße essen! Wir teilen uns dann noch ein Essen und viel weiter wollen wir an dem Abend dann doch nicht feiern. Ansonsten sind wir fleißig in der Erfüllung unserer Routine: Frühsport mit Baketball, dann Frühstück, Tagebuch, Pool, Tagebuch, Pool.......Abendessen, Feierabend auf der Dachterasse. Ganz so hart läuft das natürlich nicht, wir gehen ab und zu ans Meer, vor allem zum Sonnenuntergang - na klar! Bis in die Altstadt haben wir es am fünften Tag immernoch nicht geschafft. Aber auch das hacken wir ab und...
Mazatlan 3/5 Er ist zunächst von Cancun bis nach Mexico City gelaufen und dann noch eine Strecke (weiß nicht genau ob bis Mazatlan) mit dem Fahrrad gefahren. Unterwegs trifft er sich mit lokalen NGOs und tauscht sich mit denen aus. Da fühl mich gleich ein bisschen unwohl...Nee, er ist ein super Kerl und kann wirklich ausschweifende aber packende Stories erzählen. Von „mit Messer unterm Kopfkissen schlafen“ bis „Jaguarsichtung im Dschungel der Chiapas“. Es hat uns großen Spaß gemacht ihn zu treffen. Oder Max, ein vielleicht-bald-Medizistudent aus Leipzig. Unsere Wege werden uns noch häufiger kreuzen, viel häufiger als wir das jetzt ahnen können. Außerdem Schash & Sascha, er aus Autralien und sie aus Russland. Lustiges Paar wie sie in regelmäßigen Abständen auf die Dachterasse verschwinden. Einen Abend spielen wir dann Pictionary mit einem Whiteboard. Kann ich nur empfehlen, viel mehr Spaß - vor allem die Gruppenrunden.
Mazatlan 2/5 So kam es, das der Komfort eines Hostels mit Pool und Rooftop uns gerade dazu einluden länger zu bleiben. Der Auftrag hieß 2-3 Monate Tagebuch nachholen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Flyer, Karten, Infozeitungen und sonstige Brochüren zum schwersten Gepäckstück herangewachsen. Das will erledigt werden. Also Pritstifft und Stifte holen. Dann kann es losgehen. Es ist heiß in Mazatlan, selbst beim Tagebuchkleben oder Nix-Tun kommt man ins schwitzen. Also sitzen wir im Scahtten neben dem Pool und wandern mit unseren Stühlen dem Schatten nach. So geht das Tag ein Tag aus. Nein, ganz so langweilig war es nicht. Zwar kleben, scheiden und schreiben wir wie die Weltmeister aber zu Feierabend versammeln wir uns mit den anderen Reisenden auf der Dachteasse. Und es sind echte Unikate dabei. Am meisten beeindruckt uns Nicolas, ein Franzose welcher in Canada lebt und dort seinen Doktor in der Fachrichtung Permafrost macht. Als wir ihn treffen ist gerade am Ende seines Tripps.
Mazatlan 1/5 Wir werden länger bleiben. Mazatlan liegt also ca. 25 h Busfahrt von Tijuana aus gesehen süd-südöstlich, direkt am Pazifik. Es hat die wohl längste Strandpromenade von Mexico und einen schönen Leuchtturm. Gegenüber des Hauptstrandes gibt es ein paar Inseln, zu welchen All-Inclusive-Touren angeboten werden. Es ist also schon eine Art Touriort, aber mehr für die Mexicaner und ein paar USA-Amerikaner (wohl schlimm in der Hochsaison). Als uns der Bus an der Hauptstraße rauslässt, sieht Mazatlan weder groß noch schön aus. Das Hostel schien bei der Buchung zu gut um wahr zu sein. Kleines Hostel mit Pool, Rooftop und Frühstück für ca. 7 EUR! Und das Monkey Hostel hatte auf jeden Fall ein super Preisleistungsverhältnis, aber auch seine Kanten und Ecken. Tijuana mit dem kleinen Abstecher zurück in die USA konnten leider nicht zur Erholung nach dem Autotripp beitragen. Außerdem hatten wir in der Autophase auch keine Zeit unsere offline-Tagebücher zu bekleben und zu beschreiben...

1 October 2018

Zur Feier des Tages öffnet er diesen lange aufgehobenen Wein, toll. Wobei der Geschmack nicht so mein Geschmack trifft. Gut angeschwipst gehts dann zurück und ab ins Bett. Am nächsten Morgen muss Lucas zurück zur Uni und wir nach Mexico. Er fährt uns sogar noch bis zur Grenze und wir verabschieden uns. Zurück im Hostel California verabschieden wir uns nochmal von Barko und begeben uns tiefer hinein nach Mexico. Unser nächster Stopp ist Mazatlan. Wir verzichten also auf einen Abstecher nach Baja California hinunter. Der Bus nach Mazatlan wird der längste bis dato: 25 Stunden! Los geht‘s, Mexico wir kommen!!! Videolink zum kopieren hier: https://gopro.com/v/BB7Lk2Wd53EN
Obwohl, ganz so easy war es dann doch nicht. Wir hatten uns um gut eine Stunde verspätet und kein Internet mehr, sollten Lucas aber schreiben wenn wir da sind. Das Uni-Netz war nur nach persönlicher Registrierung nutzbar und sonst gab es kein freies W-LAN. Außerdem waren kaum Menschen, wahrscheinlich aufgrund der Feiertages unterwegs. An einem Diner hat es dann doch noch geklappt und wir konnten Lucas bescheid geben. Angekommen bei seinen Eltern wurden sehr herzlich empfangen. Die Williams besitzen ein wunderschönes Haus in den Bergen von San Diego und scheinen es dort sehr zu genießen. Wir bereiten klassisch BBQ vor, gut vegetarisch also nicht so klassisch und unterhalten uns über diverse Dinge wie z.B. Mr. President Trump. Schon verrückt und teils heikel mit den Amerikanern darüber zu sprechen. Und wie die letzten Male können es sich auch die Williams nicht erklären, wie das passieren konnte. Und selbst in ihrem kleinen Wahlkreis muss Donald überraschend (?) gut abgeschnitten...
Super lecker und das Motto des Besitzers „Wir verändern die Welt - Teller für Teller!“. Natürlich sagen Lucas‘s Eltern nicht nein und wir machen am 4. Juli zurück in die USA. Aber zuvor möchten wir unbedingt noch die berühmte Grenze am Strand sehen. Dort gibt es den sogenannten Friendship Park, an welchem sich auseinanderlebende Familien immer Sonntags sehen dürfen. Ein sehr emotionaler Ort. An der Grenze selbst, wirkt es dann eher unwirklich und fast ein bisschen schön, durch die bunten Malereien des Grenzwalls, die von warmen Sonnenstrahlen beschienen werden. Als Ostkind erinnert mich das schon ein bisschen an damals, als wir bspw für den Großelternbesuch in die Slowakei 2 Grenzen passieren mussten. Die Einreise erweist sich dann schwieriger als die Ausreise aus der USA- gut 1 Stunde müssen wir warten. Dennoch kommen wir halbwegs pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt an und können sogar noch schnell ein paar Mitbringsel für uns und die Williams-Family besorgen.
Ok zurück zu Lucas. Als wir ihm von unserer Reise erzählen und vor allem welches Glück wir mit Festivitäten in Amerika hatten (Victoriaday in Vancouver, Memorialday in Seattle, Festival of Roses in Portland, Ashbury-Hight-Festival in San Francisco), lachte er kurz und fragte berechtigterweise warum wir dann so kurz vor dem amerikanischstem aller Feste dem Unabhängigkeitstag (4th of July) in Mexico sind?! Kurz darauf bot er uns an seine Eltern zu fragen, ob wir diesen Tag nicht mit ihm und seiner Familie in San Diego verbringen könnten? Wir sagen sofort zu, auch wenn wir nicht wissen ob das mit dem Visa geht, egal. Da Lucas besser spanisch spricht als wir, kommt er schnell mit den Geflüchteten im Hostel in Gespräch. Barko und ich stehen daneben und schnappen hier und da ein paar Kleinigkeiten auf. Alle sind fröhlich und genießen den warmen Abend auf dem Balkon. Am nächsten Morgen gehen wir dann zu viert (Lucas, Barko und wir) zum nächsten kulinarisch-veganen Geheimtipp von Lucas.
... war für eine Woche in Gunajuato und gestern zum Zeitpunkt der Präsidenschaftswahlen in Mexico City. Es muss wohl eine krasse Fiesta auf dem Zocalo (Hauptplatz in Mexico) gegeben haben. Da er hungrig ist und wie wir auf Fleisch verzichtet, lädt er uns ein mit ihm zum Telefonica-Food-Court zu gehen. Dort gäbe es die besten veganen Tacos in TJ. Wow denken wir, klaro! Transportmittel der Wahl in Mexico ist übrigens Uber. Wie wir auch von vielen Uber-Fahrern erfahren das sicherste Transportmittel. Und hier muss ich auch gleich mal vorgreifen, den Taxifahrern in Mexico ist wie an vielen Orten der Welt einfach nicht zu glauben. Wir wurden so oft offensichtlich belogen, dass wenn wir einen privaten Transport nötig hatten, gerne auf Uber ausgewichen sind. „Der Bus fährt heute nicht.“ oder „Da kann man nicht hinlaufen.“ oder „Es gibt keine Collectivos dahin.“ und und und - und jedes Mal stellte sich heraus, dass dies nicht stimmte, damn it!
Da wir keine Walking-Tour finden können, stellen wir uns selber eine zusammen. Und wir werden viel laufen. So viel, das ich danach eine ordentliche Blase davontrage und das obwohl TJ nun wirklich nicht soooo viel an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Unser 1. Stop ist ein Markt/Mercado. Leider erweist dieser sich als Touri-Markt, sodass wir nix kaufen und um die Ecke unser erstes mexikanischen Essen probieren. Es gibt Tacos, Vampiros, Vulcanos, Sopes, Tostadas und und und - da alles eher Snack-Portionen sind, probieren wir nahezu alle vegetarischen Variationen und es schmeckt! Danach gehts weiter zum Teatro de las Californias mit seinem kreisrunden Cine Omnimax (Kino). Naja sieht schon cool aus, aber... Wir laufen noch ein bisschen weiter und müssen aufgrund meiner Blase aber abbrechen und zurück zum Hostel. Im Hostel treffen wir dann auf Lucas, welcher uns direkt beim einchecken mit Handschlag persönlich begrüßt. Wie sich herausstellt ist er ein Filmstrudent aus San Diego und...
Gefährlich sei es nicht in Tijuana, zumindest nicht in den Gegenden, welche die ausgehändigte Karte umfasst. Einzig das Rotlichtviertel am unteren Ende der Revolucion wird nicht empfohlen, dies allerdings auch nur, da es nicht „familientauglich“ ist. So schlendern wir ein bisschen umher, kaufen ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt und lassen uns dann gegen 15 Uhr doch zu einem Cocktail überreden. Zurück im Hostel lernen wir dann Barko kennen, einen Syrer, der wie die anderen auch auf seine Einreiseerlaubnis wartet, seit 2 Wochen bereits. Jedoch anders als die anderen wohnt er oben im Hostel, sicher da er allein ist und mit seinen 22 Jahren noch recht jung. Er ist sehr ruhig, höflich und interessiert, dennoch strahlt er eine bedrückende Schwere aus. Seine Augenringe lassen ihn zudem noch trauriger erscheinen. Dennoch haben wir eine gute Zeit zusammen, was er sichtlich genießt. Zusammen trinken wir etwas Bier, rauchen eine Zigarette und unterhalten über seine Pläne und unsere Reise.
... da viele Familien anwesend sind. Man schickt uns mit minimalen Englischkenntnissen nach oben. Dort erkennen wir sofort wie ein 40 Bettdorm funktionieren kann. Wir betreten einen Saal, welcher an 2 Seiten eine 2. Ebene besitzt. Ein wenig wie in einem Konzertsaal. Und genau auf dieser zweiten Ebene sind ca. 1 Meter hinter dem Geländer Schlafboxen verbaut. Alle mit eigenem Licht, Stromanschluss und Vorhang. Sieht gemütlich aus. Einzig andere Traveller können wir noch nicht erspähen. Wir checken ein und erfahren, dass die unteren Etagen an wartende Flüchtlinge vermietet sind. Viele bleiben mehrer Wochen, bis Sie dann der Reihenfolge nach in die USA einreisen dürfen. Dazu später mehr. Als erstes machen wir uns auf den Weg nach Downtown zur berühmten Avenida Revolucion. Auf dem Weg dahin werden direkt zu freiem Tequilla eingeladen, was wir jedoch zunächst aufgrund der Uhrzeit ablehnen. Auf der Ave Revolucion finden wir eine Touri-Info und bekommen eine kurze Einweisung...
VIVA MEXICO Wir fahren also mit der Straßenbahn direkt nach San Ysidro, dem Grenzort zu Tijuana. Von der Haltestelle aus sind es gerade einmal 5 Minuten Fußweg in eine andere Welt - von der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft in den knallharten Überlebenskampf in Mexico. Den Unterschied sieht man sofort. Es ist bunter und dreckiger und mehrere Menschen betteln direkt an der Grenze. Unser Hostel ist nur 10 Minuten entfernt. Wie bereits gesagt, freuen wir uns wieder auf das Reisen ohne Auto, die Bekanntschaften mit anderen Reisenden und auch auf das Hostelleben an sich. Bei der Buchung bin ich jedoch stutzig geworden, als bei der Bettauswahl nur eine Möglichkeit und zwar ein 40-Bettdorm angeboten wurde. Nach 5 Wochen im Auto aber egal bzw. eher spannend. Wie soll man sich das vorstellen? Gleich werden wir es erfahren. Ziemlich genau gegen Mittag erreichen wir dann das Ho(s)tel California. Von Außen super einfach aufgrund riesiger Schriftzüge zu erkennen. Innen zunächst seltsam,...

24 September 2018

... in kurzer Zeit gesehen und erlebt. Auch den einen oder anderen netten Menschen kennengelernt. Dennoch ist dies eben der größte Negativpunkt an unserer Reise im Auto, wir haben wenig Leute kennengelernt. Durch unseren Freedom-Camping-Ansatz ist es doch häufig wie verstecken. Die Alternative in Hostels zu übernachten hätte unser Budget jedoch mindestens verdoppelt und auch da bin ich mir nicht ganz sicher, wen man da so kennenlernt. Wie gesagt, die Zeit hatte Höhen und Tiefen und war auf alle Fälle total anders zu dem Reisestil zuvor und damit definitiv eine Bereicherung. Wir sind echt froh diese Gelegenheit so genutzt zu haben, wie wir es getan haben. Aber nun freuen wir uns ungemein auf ein Hostel, andere Traveller und vor allem eine für uns neue Kultur. Viva Mexico!!! Videolink zu San Diego hier kopieren: https://gopro.com/v/rNGGzLy9vkKE
... verdienen den Namen nicht wirklich mehr). Beim amerikanischen ATU kaufen uns also ein Lakierset und versuchen den Kratzer bestmöglich zu bedecken. Irgendwie komisch, die Stoßstange ist aus Plaste aber voll lackiert, also rosten würde da nix. Dennoch so der Verkäufer im ATU kann eine Reparatur locker bis zu 4.000 USD kosten, verrückt. Noch etwas Dreck drüber und wir sollten fein sein. Von Außen arbeiten wir uns nach Innen weiter. Immerhin müssen wir auf Handgepäckstatus zurück. Also machen wir eine Kiste für die Obdachlosen fertig und stellen Sie hinters Auto. Dauert gar nicht lange und die Filetstückchen werden bereits abgeholt. Bei der Abgabe verläuft alles easy und gegen 10 Uhr sind bereits in der Straßenbahn Richtung Downtown auf dem Weg nach Tijuana, Mexico. Krass. Alles in Allem war es eine super intensive Zeit für uns Zwei, denn die meiste Zeit waren wir ja zusammen - nahezu 24/7 und wir lieben uns noch (vielleicht sogar noch mehr dadurch). Wir haben extrem viel...
... Keipe und machen uns aber gleich auf den doch recht weiten Rückweg (4 km?). Zurück am Auto bemerken wir wie Nahe am Flughafen wir uns befinden. Im halbstündigen Tackt düsen die Flugzeuge nur wenige Meter über uns zum Landenanflug auf den San Diego Internation Airport (SAN). Fertig vom vielen Laufen und Sehen, kann uns xdas diese Nacht jedoch nichts stören. Am nächsten morgen laufen wir noch die Haupsehenswürdigkeiten am Hafen und in Downtown ab und machen uns auf zum online-Geburtstagsfeiern. Vorbereitet mit aktiver W-LAN-Verbindung, eingeloggt in Skype und einem Bier zum anstoßen sind wir bereit. Aber am anderen Ende der Welt scheint niemand erreichbar?! Wir warten und warten und bekommen dann die Info, dass es wohl technische Probleme gab und die Sache ausfallen muss. Schade, wir waren bereit! Den Rest des Tages fahren wir noch ein wenig umher und bereiten uns auf die Autoabgabe vor. Irgendwie haben wir einen kleinen Kratzer an der voll-lackierten Stoßstange (die Dinger...
... eben wir hier. Zuvor sind wir natürlich kurz im Norden gewesen und ehrlicherweise eher an den berühmten Strandorten wie Encinitas und Ocean-Beach vorbeigefahren. Sich Dinge aus dem Auto aus anschauen haben wir uns wohl bereits angewöhnt, nein wir sind dann doch etwas müde. Abends schlendern wir beginnend vom Flughafen aus durch Little Italy, einer Art Prenzlauer Berg von S.D. Die Bars sehen so aus, als ob wir noch niht einmal hineingelassen werden würden mit unserem Casual Look. Als wir nach einer günstigen Kneipe fragen werden wir zunächst gemustert und dann wird lange überlegt. Gibt es dort wohl nicht und die Frage nach unserem Look bekommen wir auch gleich gestellt „You‘re looking for somewhat more casual?!“. Funny aber sehr sehr freundlich. Beste Chancen werden uns im Gaslamp-Quarter vorausgesagt. Da wir am nächsten Tag live bei der 120-Jahres-Geburtsfeier meiner Eltern via Skype in einer Kneipe beiwohnen wollen, macht ein Lagecheck viel Sinn. Wir finden eine passende...
Die letzten 2 Tage in Amerika und im Auto unterwegs Unsere Autozeit nähert sich dem Ende und ehrlich gesagt nach 5 Wochen freuen wir uns darüber. Aber eins nach dem anderen. San Diego präsentiert sich als sehr moderne und saubere Stadt. Klassisch Großstadt werden die Häuser von Downtown aus kleiner. In mitten der City hat San Diego einen Tiefwasserhafen, ein riesiges Messezentrum (convention Centre) und sogar ein Baseballstadium. Alles fussläufig voneinander entfernt und dazwischen das Gaslamp-Quarter, die Ausgehmeile mit Bars und Pubs. Außerdem hat San Diego mit dem Balboa Park einen der wohl größten Stadtparks zu bieten. Vom Golfspielen über Kunstgalerien hin zu einem Zoobesuch geht da fast alles. Allerdings fahren wir nur mal schnell mit dem Auto durch und können keine Übernachtungsmöglichkeit ausmachen. Also weiter, bevorzugt nähe Flughafen, wo wir das Auto dann in 2 Tagen 9:00 Uhr abgeben müssen. Da auch der Flughafen alles andere als weit von der Stadt entfernt liegt,...
an und schlafen seit langem mal wieder in den Hängematten ein. AM nächsten morgen nutzen wir dann die Feuerstelle und werden uns Pizzas zubereiten! Untenrum mit Tortillas als Teigersatz klappt dies wunderbar, wobei man höllisch aufpassen muss, dass diese dünnen Maisteigfalden nicht zu schnell verbrennen. Eines der besten Frühstücke so far! Bis zur letzten Minute kosten wir den Zeltplatz aus, bevor weiter nach Süden aufbrechen. Und wir schaffen es bis San Diego, immerhin haben wir nur noch 2 Tage bis das Auto abzugeben ist.
Wir haben Glück, es gibt noch freie Plätze, können uns sogar einen aussuchen. Unsere Kriterien haben sich seit dem Kauf der Hängematten, auf eben diese Hängemattentauglichkeit erweitert. Die recht großflächigen Standplätze sind mit Picknicktisch und Feuerstelle ausgestattet. Zwischen Ihnen gibt es ab und zu etwas Buschvegetation, mal üppiger mal verkümmert. Eine etwas üppigere Stelle erweist sich als perfekt und wir schlagen zu. Die Hängematten passen perfekt an die vom Wind gebogenen Nadelbäumchen. Vor dem Sprung ins Meer möchten wir aber alles erledigt haben, also noch schnell einkaufen. Dauert mal wieder länger, wie viele Dinge die mit dem Auto zu erreichen sind in Kalifornien. Aber dann steht der Entspannung nix mehr im Wege, OK Feuerholzsuche, Hängematten aufhängen und mal wieder Grundreinigung des Autos. Aber dann! Wie in Huntington ist das Meer auch hier immer noch etwas frisch, aber angenehm. Zum Abendbrot gibt es glaube ich Sandwiches und schauen uns den Sonnenuntergang...
... sicher super schön ist (sind nicht wirklich durch die Stadt gefahren). Manchmal fühlt man sich eben nicht besonders wohl im ersten Moment und ich denke, da kann man seinem Gefühl nachgeben und weiterziehen. Manchmal ist es aber eben auch wichtig Orten oder Leuten eine 2. Chance zu geben, da der erste Moment per sehr nur oberflächlich sein kann. Sicher wohnen Leute wie Jürgen Klinsmann oder Jason Lee nicht für umsonst hier. Da unsere Zeit jedoch begrenzt ist und wir eh nicht jeden Ort tief erkunden wollen, fällt es uns leicht weiterzuziehen. Außerdem schätzten wir die Übernachtungsmöglichkeiten für Freedom-Camper als ziemlich gering in Huntington ein und keine 2-3h Fahrt gibt es State-Campgrounds direkt am Meer. Und genau den in Carlsbad haben wir uns dann für eine Nacht ausgesucht, mal etwas Luxus zwischendurch. Pünktlich zur Check.In-Time um 14:00 Uhr reihen wir uns in die überschaubare Schlange von Campervans. Reserviert haben wir nicht und der 4. Juli steht vor der Tür...
... untersagt. Hmm, entweder war meine Vorstellung falsch oder die Leute haben sich massiv geändert? Der Strand ist aber schön, es gibt einige Wellen und sogar einen kleinen Surfcontest (die Amis müssen sich eben bei jeder Gelegenheit messen, bzw fangen sie sehr früh im Kindesalter damit an) und ebenso findet ein Rettungsschwimmerwettkampf (wieder Wettkampf) mit gut 200 Teilnehmern statt. Ich springe ins etwas kühle Wassser und vergnüge mich in den Wellen, mit etwas Bodysurfen. Da bei 15 USD Parkgebühr, restriktiven Strandregeln und den doch vielen abgeschotteten Häusern am Meer kein Hippie-Feeling aufkommt, werden wir wohl nicht sehr lange verweilen. Es ist ja erst Mittag und wir könnten noch ein bisschen die Küste runterfahren, in der Hoffnung auf etwas entspanntere Örtchen. Also verzichte auf die Suche nach einem Surfshop, um mir ein höchstwahrscheinlich überteuertes Board auszuleihen und wir fahren weiter Richtiung Süden. Klang jetzt vielleicht etwas negativ, obwohl der Ort...

20 September 2018

SoCal = Southern California Technisch gesehen gehört L.A. ja auch noch zur Region von Süd-Kalifornien, darüber haben wir jedoch in den letzten Posts berichtet. Nun wollen wir euch über den letzten Abschnitt unserer US-Tour, runter bis nach San Diego, berichten. Raus aus der Stadt und rein in die Surf-City: Huntington Beach. Auch hier bin ich, etwas naiv zugegeben, von einem dezenten Hippie-Vibe ausgegangen. Aber schon bei der Parkplatzsuche in Strandnähe, spürt man den recht kapaitalistischen Charme der Stadt. 15 USD nur für‘s Parken am Strand, WoW?! Da frag ich mich, wie das die Surfer der Surf-City denn machen? Wenn‘s mal gute Wellen für ne Woche gibt 100 USD zahlen? Naja abseits von Strand, ganz in der nähe des berühmten Piers finden wir sogar einen Parkplatz für umsonst und laufen zum Strand. Dort empfängt uns auch gleich ein Beach-Curfew-Schild, von 10 nachts bis 5 morgens ist der Aufenthalt am Strand also...

12 September 2018

... , home of American Surfing! Videolinks zu Erzählungen hier kopieren: LA1 https://gopro.com/v/0zBZ1m4O85Pv LA2 https://gopro.com/v/Gd0wzyzbbW7O
...des Sunset Blvd und Parkplatz suchen! Dann entlang des Hollywood Blvd, besser bekannt als Walk of Fame. Auch hier sind wir nicht die einzigen, welchen auf den berühmten rosanen Sternchen der Promis trampeln. Außer den unzähligen Touristen wie uns sind aber auch hier einige abgefahrene Leute unterwegs. Nahezu alle 90er Comic Charaktere sind da (also Spiderman, Batman usw.), Darth Vader, Freddy Krüger, Chubaca, Robocop, Straßenhändler und eine Gruppe asiatischer Straßenprediger. Bunte Mischung. Wird mir aber schnell zu viel und nach 2 km auf und ablaufen cruisen wir ganz amerkanisch den Rest im Auto ab. Oft hörten wir, dass es in LA gar nicht so viel zu sehen gebe und es eher eine häßliche Stadt sei. Und naja, können wir nicht wirklich bestätigen. Wir hatten eine Menge Spaß und auch einiges zu sehen, wo sich ein 2. Blick auch noch mal gelohnt hätte. Wir würden wieder kommen. Aber eines ist wahr: der Verkehr ist einfach nur nervtötend. Auf zu ruhigeren Orten: Huntington Beach...
...Grafitti Wänden. In Little Tokyo überkommt uns der Hunger und wir müssen auch so langsam zurück zum Auto, denn auch wenn da keine Gebühren kassiert werden, will ich nicht das das Auto über Nacht eingeschlossen wird und das könnte gegen 21:00 Uhr soweit sein. Aber wir schaffen es rechtzeitig und fahren sogar noch zum Griffith Observatory, wie so in etwa halb Los Angeles. Ohne Auszusteigen, da kein Parkplatz zu dieser Zeit zu holen ist, schlängen wir uns wieder Richtung Schlafplatz und gönnen unseren Füßen etwas Ruhe. Morgen sollen uns diese nämlich durch Hollywood tragen. Da es gestern Abend unmöglich schien beim Observatorium zu halten, versuchen wir es am morgen nochmal. Und siehe da, kein Problem. Aber ein anderes gibt es: Smog. Also viel können wir leider nicht von dieser rießen großen Stadt sehen. Dann eben von der Nähe. Sunset Blvd, Hollywood Blvd, Melrose Ave, Beverly Hills und was man sonst noch so kennt, ohne je vor Ort gewesen zu sein. Los gehts mit einer Fahrt entlang..
... haben wir Glück, keiner da und wir kommen sofort rein. Keine halbe Stunde später gibt es sogar noch eine Tour durchs Museum, klasse. Auch wenn ich jetzt nicht jeder modernen Kunst etwas abgewinnen kann, so war dieses Museum schon beeindruckend und das Beste: in unter 2 Stunden machbar. Mal einen echten Warhol zu sehen, naja sieht aus wie auf den Fotos, aber kann man ja mal machen. Es sind nicht nur Bilder ausgestellt, sondern die Milliardäre Eli & Edythe Broad sammeln auch Skulpturen und sogar eine Art Graffiti-Wand sind im Museum. Aber so langsam tun mir die Füße weh und wir sind noch nicht durch mit unsere Walking Tour. Die Bibo steht noch auf dem Programm als auch der Market. Bei der Bibo fragen wir uns warum uns das jemand empfohlen hat? Der Market ist auch eher unspektakulär, was aber auch an der Uhrzeit liegen kann. Gegen 20 Uhr kaufen wir uns Bier gegenüber vom Last Book Store und laufen noch ein bisschen durch Downtown LA und den Arts District mit seinen riesigen...
... und unsere eigene Walking Tour besser planen. Lohnt sich. Nächstes Must-See ist die Walt-Disney-Concert-Hall. Erinnert stark an das Guggenheim-Museum in Bilbao. In Silber leuchtet das Gebäude durch seine elegant-verschlungene Fassade regelrecht in alle Richtungen. Drinnen schnappen wir uns einen Audioguides und erkunden dieses spektakuläre Gebäude von innen. Eine Besonderheit ist die Beleuchtung. So kann man von Außen keine Fenster erkennen, innen jedoch wird sehr viel mit natürlichen Licht beleuchtet. Dies ermöglicht die verschlungene Architektur mit vielen Dachfenstern und versteckten Lichtquellen. Im Innenhof wird es dann sogar grün und es gibt einen Springbrunnen, vermutet man von Außen Null. Gleich neben der Concert Hall lockt das Broad, DAS Museum für moderne Kunst in LA mit seinen Ausstellungsstücken und seinem Ruhm. Wir hatten gehört, das sich davor oft lange Menschenschlangen bilden und man die Ticket online reservieren sollte. Als wir gegen 16:30 Uhr aufschlagen...
Außerdem findet man immer mal wieder Tofu in den Chinatowns dieser Welt. Der Parkspot erweist sich sogar als kostenlos, da gerade irgendwas nicht funktioniert. Da muss ich auf noch eine Besonderheit LA‘s zu sprechen kommen: die vielen Obdachlosen. Entlang verschiedener Straßen sieht man Zelte soweit das Auge reicht. Ich meine wir hatten ja schon viel gesehen, vor allem in Vancouver, aber was die schiere Anzahl der Obdachlosen Menschen angeht, so liegt LA weit vorne. Es scheint von den Stadtautoritäten geduldet zu sein, solange es nicht zu Stress kommt. Irgendwie ist dies wohl ein Teil des American Dreams, mal scheitern. Aber wieviele je aus diesem Status wieder in ein komfortableres Leben zurückkehren? Schon heftig in einem reichen Land wie den USA. Wir machen uns erstmal auf zur LA City Hall, sowas wie das Rathaus von LA. Dort kann man nämlich hinauf zum 27. Stock und bei wenig Smog recht weit in alle Richtungen Los Angeles bewundern. Wir konnten uns so, etwas orientieren und...
... die Wahl auf das nördliche Burbank. Nach einem langen Tag schlafen wir gerädert ein und wollen morgen dann die Innenstadt erkunden. Doch mitten in der Nacht werden wir dann gebeten den Parkplatz zu verlassen. Shit, im Dunkeln noch nen neuen Spot suchen, nicht wirklichen Bock drauf. Naja, da wir ja bereits ein paar Wochen so unterwegs sind, haben wir uns einen Blick für potentielle Spots angeeignet. So steuern wir zunächst über den Highway in Richtung eines Parks, welchen wir für das morgendliche Frühstück bereits auserkoren hatten. Zwei Straßen daneben finden wir dann ein Parkplatz in einer Wohngegend. Am vermeintlich auffälligsten Ort ist man dann doch häufig unauffällig. Und wie geplant steht ein großer Tag vor uns. Wir starten mit einem ausgiebigen Frühstück im Park (es gibt Bagels, selbstbelegt natürlich) und machen uns auf in die Stadt, Parkplatzsuche. Da wir beide Chinatown-Fans sind und dort ein günstiger Ort zu Parken sein soll, ist das Punkt Nummer 1 unserer LA-City-Tour.
Wir drehen um und kommen den berühmten Teil der Strandpromenade näher. Ein Hindernislauf: Rollerskater, Fahrradfahrer, Jogger, Spaziergänger, Longboarder und na klar E-Scooter-First-Timer machen den Weg zum Muscle-Beach spannend. Am Baketball-Court machen wir Pause und schauen den scheinbar wild zusammen gewürfelten Teams bei spielen zu. Weiter nördlich dann das Highlight für mich: der Skatepark. Super voll, vor allem mit Schaulustigen rund herum. Und es gibt einiges zu bestaunen. 2 jüngere Kids düsen die Bowl.Landschaft entlang und erinnern mich an alten Zeiten, als auch wir fangen im S-Park spielten. SO lernt man es am Besten und auch die Kiddies sind schon echt gut unterwegs. Super Spektakel mit Airs, Grinds und Sonnenuntergang. Wie schon in Australien denke ich mir „the west is the best“. Langsam machen wir uns vor bei an den vielen Paradiesvögeln zurück zum Auto und auf zur Walmart-Suche. Da wir wissen, dass es im Süden und ums Zentrum herum nicht so sicher sein soll, fällt...
... frühstücken unter freiem Himmel auf einer Picknickbank. Danach stoppen wir noch an Elmers-Bottle-Tree-Range. Einem Fantasiegarten eines alten Hippies, welcher alte Glasflaschen, Schilder und sonstigen Klimbim der Wohlstandsgesellschaft künstlerisch verarbeitet. Auch wenn wir Elmer leider nicht persönlich begegnen... Nach so viel Wüste können wir das Meer kaum erwarten. Erster Stopp in LA: Venice Beach und das noch vor Sonnenuntergang. Wie immer in den Großstädten der USA steht vor dem Glück, die Parkplatzsuche - klappt diesmal schnell und easy und das nur 2 Blocks vom Strand entfernt. Als erstes fallen uns die unzähligen kleinen E-Scooter auf. Wie die LIDL-Räder oder Coop-Roller in Berlin, prägen die kleinen elektrischen Tretroller von LIME das Straßenbild von Venice. Zunächst laufen wir ein bisschen nach Süden. Ganz im Hollywoodstyle wird gerade ein Musikvideo am Strand gedreht. Gut 7 junge Mädels im Baywatch-Look bewegen sich streng nach Choreo auf alten Liegestühlen.
L.A., Venice, Hollywood und auf nach Süden Wie bereits beim letzten Post beschrieben, sind es noch gut 100 km von Baker nach LA und die haben es in sich. Es gibt einiges zu gucken auf der alten Route 66. Am Abend werden wir vom Raumschiff und den Aliens von Alien-Fresh-Jerky empfangen, leider kein vegetarisches Jerky im Sortiment... Am morgen wollen eine der vielen Geisterstädte besuchen, welche nach dem Goldrausch scheinbar fluchtartig verlassen wurden. Aber auch hier Fehlanzeige, alles ausgestorben nichtmal am Einlass ist jemand da. Wahrscheinlich sind wir zu früh, also weiter. Frühstück? Ja, wie wäre es mit einem klassischen Diner? Klar, wenn‘s was vegetarisches gibt. 100 m links von der Ghost Town Road befindet sich Peggy Sue‘s 50‘s Diner, voll old school, originalgetreu im Look der 50iger. Man kann es sich schon denken, in den 50igern war noch nicht viel mit Vegetarismus. Es gibt zwar Pommes und Zeugs, aber da wir gut ausgerüstet sind, fahren wir einfach um die Ecke und...

5 September 2018

...wir haben kein Zelt und für unsere Hängematten ist es nachts doch zu kalt, unsere Mietauto-Zeit geht langsam dem Ende entgegen und es steht noch einiges auf dem Programm. Naja, wie wir uns angewöhnt haben zu sagen: ein Grund um nochmal zurück zu kommen! Pünktlich zur Mittagszeit schauen wir uns im Visitorcenter noch die National Geographic Doku über die Entstehung und Faszination Grand Canyon an, bevor wir weiter zurück Richtung Küste auf der Route 66 starten. Wir schaffen es bis nach Barstow, gut 100 km vor LA. Die Stadt der Engel ist also der nächste Stopp und wir sind gespannt wie ein Flitzebogen. Videolink zu Erzählungen hier kopieren: https://gopro.com/v/0zBK6wDK1QpJ
... Geogoly Walk, um 17:30 der Condor-Talk und der Abend wird in gewohnt gemütlicher Amphitheateratmosphäre mit einem Wildkatzen-Vortrag beendet. Kurz nach Mitternacht fallen wir erschöpft ins „Bett“. Da die Umgebung entlang des Abgrundes wie bereits beschrieben eher 2-dimensional unwirklich wirkt, wollen wir die dritte Dimension erfahren und etwas nach unten in den Canyon steigen. Am besten bietet sich der Bright Angel Trail an. Auch hier wieder Hitzewarnung. Wir sind recht früh unterwegs und wollen auch nur bis zum „Three-Mile-Resthouse“ runter. Dafür werden 3-6 Stunden veranschlagt. Wir sind schneller, sind ja auch krassere Hitze gewohnt und außerdem den ganzen Colca-Canyon runter und hoch gelaufen (hehe, etwas amerikanisch selfconfident hört sich das schon an, wa?!). Der Trail ist super und man bekommt eine andere Persepektive als nur oben an der Kante. Irgendwie hätte ich auch voll Lust gehabt bis runter zum Colorado River zu laufen. Dafür sind aber mind. 2 Tage nötig,...
Trotz high-speed-Zwischenstopp am Visitorscenter schaffen wir es pünktlich. Bereits leicht rot eingefärbt präsentiert sich dieser Abgrund mit seiner schier unwirklichen Aussicht. Trotz vieler Menschen finden wir noch einen schönen Platz und können das Spektakel genießen. Ein unwirklicher Ort jagt den nächsten. Und Steffi hat wohl recht, das dies einer der unwirklicheren ist. Man kommt sich vor als starrt man die ganze Zeit auf ein Panoramagemälde. Die Tiefe und vor allem auch die Breite des Tals sind von oben nicht wirklich nachvollziehbar. Faszinierend unwirklich eben. Da wir wieder einige Stunden im Auto verbracht haben, wird es Zeit unseren Schlafplatz anzusteuern und den Tag zu beenden. Wieder gibt es kostenlose Stellplätze ganz und er Nähe zum NP. Am nächsten morgen planen wir unseren Tag um die diversen Rangeraktiviten herum. Es gibt mal wieder viel zu erfahren, wir freuen uns und werden nicht enttäuscht. Um 10:30 Uhr steht der History-Walk auf dem Programm, um halb 4 der...
...altes Stadtzentrum Fremont und steuern für eine Nacht das Las Vegas Hostel an, welches vielleicht sogar etwas komfortabler als unser Hotelzimmer ist. Und es hat einen Pool! Absolut wichtig bei diesen Temperaturen. Mehr schaffen wir auch nicht an diesem Tag. Nach dem Einkaufen und Frühstücken, erkunden wir Fremont. Super viel Streetart und riesige Schilder wohin das Auge schaut. Ein abgefahrener Stadtteil. Mittags zurück am Hostel erstmal noch 1-2 mal in den Pool springen und auf zu hoffentlich kühleren Gefilden: die große Schlucht steht auf unserem Programm! Wenn nix dazwischen kommt sollten wir es noch zum Sonnenuntergang schaffen. Grand Canyon wir kommen! Nach dem heißen Vegas nun die große Schlucht Mit Karacho heizen wir die letzten Km zum Abgrund. Es ist bereits 9.30 pm und der Sonnenuntergang nähert sich rasant und wir wollen dies natürlich an der Kante des Grand Canyons erleben. Videolinks hier kopieren: https://gopro.com/v/bk5ZOJgJ19R1 https://gopro.com/v/yp9Lqkw14vl4
...Ich glaube fast 4 Stück stehen zur Auswahl und ich entscheide mich für den für die gelbe El Loco Bahn. Krasser Ritt aber nach weniger als 2 Min ist alles vorbei. Etwas mager. Eine andere Attraktion in LV ist der Impossible Burger von Umami. Ein vegetarischer Burger, welcher wohl kaum von einem Fleischburger zu unterscheiden ist. Müssen wir testen! Machen wir auxch, trotz 20$!!! Nicht schlecht und wirklich super in Geschmack und Konsistenz. Aber für 18EUR ein Burger, wohl nicht nochmal. Können wir nur hoffen, das nach guter alter marktwirtschaftlichem Prinzip die Nachfrage das Angebot attraktiver macht. Die Temperaturanzeige im Auto zeigt mittlerweile 118 Grad Fahrenheit! Wir beschließen die etwas weiteren Megaresorts und das Las Vegas Eingangsschild mit dem Auto bei angeschalteter Klimaanlage zu besichtigen. Gute Idee. Excalibur, Luxor und New York New York schaffen wir bei der Hitze noch. Danach sind wir komplett ausgelaugt und verlassen den Strip Richtung altes...
Da geht natürlich nichts mehr und wir müssen sogar online buchen. Direkt vor Ort erledigt und zurück zum Check-In. Dort die nächste Enttäuschung, die Buchung dauert 1-3 Stunden bis sie in den hauseigenen IT-Systemen eingepflegt ist und wir unser Zimmer bekommen können. Das in 2018? Seltsam. Naja, also steuern etwas durchs Casino und testen den ersten einarmigen Banditen und naja könnt ihr euch denken. Draußen sind es gut 40 Grad, sodass wir erstmal etwas Entspannung+Abkühlung auf dem Zimmer und am Pool genießen, bevor wir den Strip bei Nacht funkeln sehen wollen. Auf dem Programm steht einiges: Volkanausbruch am Mirage, Bellagio-Springbrunnen-Show, Venedig bei Nacht, ins Flamingo gehen, Riesenrad gucken, zwischendurch was essen+trinken und was uns sonst noch so über den Weg läuft. Dreiviertel drei sind wir dann total erschöpft und fallen mit schweren Füssen ins Bett. Und wieder ü40 Grad. Vor dem Check-Out muss ich aber noch die hauseigene Achterbahn austesten, aber welche?
... lauffreundlich ist. Aber wir haben Spaß und erfahren einen Haufen über die Geschichte von Vegas als Stadt, den einzelnen Megaressorts, Mafiageschichten, Stars und einer Vielzahl Tipps und Tricks für den Strip. Wieder eine absolute Empfehlung! Auf uns selbst gestellt eiern wir zunächst hin und her und landen erstmal im M&M-Shop, wo wir verschiedene Variationen probieren dürfen. Kaffee und Peanutbutter harmonieren hervorragend. Danach gehts ins Planet Hollywood, Rockstarutensilien schauen. Wir nehmen uns recht viel Zeit, weil aber auch alles so berauschend und Reizüberflutend auf uns einstürzt. Zwischendurch recherchieren wir die Hotelpreise online. Fast alle Hotels haben irgend eine Art Lockangebot zu wirklich erstaunlich günstigen Preisen zu bieten. Für die Zimmer zahlt man meist fast nix, dafür sind die „Hotelgebühren“ umso höher. Das Circus-Circus-Hotel liegt weit vorne mit nichtmal 50 EUR für eine Nacht. Also auf zum anderen Ende des Strips und mal fragen ob da noch was geht.
...Parkhaus des Ventiano, ein Venedig-Nachbau, parken. Da wir noch früh dran sind können wir auf eigene Faust durch die Glitzerwelt dieses Venedigversuchs mit all seinen Casinos, Automaten und mit wahrscheinlich italienischen Marmorplatten verlegtem Boden durch den riesigen Koplex stolpern. Klingt vielleicht blöd, aber schon vor unserer Reise war der Gedanke an Vegas nicht unbedingt ein Favorit meinerseits. Klar alles ist MEGAbeeindruckend, aber als etwas naturnaher Mensch fühle ich mich bei soooooo viel Stein, Glas, Glitzer, Spiegeln, Technik nicht extrem wohl. Um kurz vorzugreifen, aber auch ich war am Ende super geflashed und extrem froh mal hier gewesen zu sein. Gegenüber vom Venetian liegt das Mirage mit seinem Feuer speihenden Vulcan (!) und gleichzeitig unser Treffpunkt mit unserem Stadtführer. Wieder einmal ein weitbereister und super enthusiastischer Zeitgenosse, welcher die Free-Walking-Tour-Idee aus Europa importierte, obwohl Vegas (wie die gesamte USA) nicht unbedingt...
... schätzungsweise 7 oder 8 Bademeister im Baywatch Look mit Rettungsbojen vor Ort, die wie in einem Hochsicheitstrackt um uns herum kreisen. Kurz vor Schließung und nach Sonnenuntergang steuern wir routiniert den Walmart an. Ein paar kühle Getränke vor dem einschlafen und zum ersten Mal alle Fenster auf - immernoch ü30 Grad. Wer uns kennt, weiß das wir mit Dingen wie Klimaanlae oder Heizung eher sparsam umgehen, aber 5 Minuten müssen sein. Hält leider auch nur 5 Minuten. Es wird die heißeste Nacht bis her. Am morgen, kurz nach dem Aufwachen werden wir von einer freundlichen Securitymitarbeiterin ganz höflich gebeten den Parkplatz zu verlassen, zum ersten Mal. Naja, also auf zum nächsten Walmart, 2 km die Straße runter. Auch da fahren erstaunlich viele Security’s umher und uns dämmert, dass wir uns vielleicht etwas anderes für die Nächte in LV suchen sollten. Egal, auf zur Walking Tour. Wiederum positiv erstaunlich die Parksituation auf dem Strip. Wir können für umsonst im...
Las Vegas, viel heißer als gedacht Gegen 19:00 Uhr kommen wir an und schon auf dem Weg wird klar: nach dem Todestal brauchen wir unbedingt eine Dusche! Kühler ist es natürlich nicht geworden, im Gegenteil, es sind gut 40 Grad und das kurz vor Sonnenuntergang. Wie so oft hilft uns google-maps bei der Suche nach einem Walmart und einem Schwimmbad in der Nähe (ich glaube Sommerbad nennt man das wohl eher nicht in Las Vegas). Gut 7 km abseits vom Strip werden wir fündig. Aber zuvor fahren wir selbstverständlich diese legendäre Straße einmal hoch und einmal runter. Wie im Film, aber ab ins Bad. Irgendwie sind die Bäder hier anders. Kein Fleckchen Grünfläche überall Beton und dafür einige Picknicktische, es soll ja konsumiert werden. Da es ein eher kleines Bad, direkt neben einer Highschool ist und nur wenige Leute sich auf diese Weise abkühlen wollen, ist die Stimmung entspannt und wir legen uns nach einem ordentlichen Dip auf den Beton. Unter den wenigen Leuten befinden sich jedoch...
wir bei 109°Fahrenheit gut 43 Grad Celsius. Wir müssen hier raus und hoffen in Vegas auf etwas Abkühlung. Doch es wird anders kommen. Videolink zu den Erzählungen hier kopieren: https://gopro.com/v/eJ6MvO3Z5y5n
Wieder kein Mensch/Auto unterwegs. Aber einen Coyoten bekommen wir zu Gesicht. Trotz mehrfacher Hitzewarnungen biegen zum Mosaik Canyon ein und laufen ein paar hundert Meter hinein. Es ist brutal heiß und dennoch wunderschön. Alles irgendwie unwirklich. Nach einer Stunde und je 1,5 Liter Wasser können wir es kaum erwarten ins auto zur Klimaanlage zurück zu kommen. Mittlerweile haben wir auch eine Technik entwickelt das Auto bestmöglich abzudunkeln. Mit Sonnenblende vorne, Pappkarton hinten und Handtuch, Saron und Pullover verdecken wir alle Fenster, sodass die Kühle theoretisch im Auto bleiben könnte. Konjunktiv. Aber es ist schon krass heiß. Insgesamt machen wir noch 4 Stopps, wobei der Furnace Creek und die Badwater Saltflats uns krass ans Limit bringen. Aber es sind auf dieser Hauptroute mehr Menschen unterwegs und wie könnte es anders sein, davon sind viele aus good old Germany. Es deutschelt überall. Das Thermometer unseres Autos klettert weiter. Maximum erreichen wir bei ...

4 September 2018

Und es sollte eine aufregende werden. Man denkt ja in dieser Umgebung gibt es kein/kaum Leben. Und wenn dann vielleicht Insekten, Schlangen und maximal ein Wüstenhase. In absolutem Dunkel wird Steffi jedoch von Lauten von deutlich größeren Tieren gestört. Brunftschreie trifft es wohl eher. Und immer wieder gefolgt von tosendem Galopp. Alles recht nah am Camp und bei totaler Finsternis. Ich schlafe tief und fest und bekomme nix mit. So wird ihre Nachtschicht nach Mitternacht unterbrochen und sie kommt in Sicherheit ins Auto. Als wir uns die NP-Broschüre näheranschauen, sehen wir Esel abgebildet, dass müssten die Ungeheuer aus der Nacht gewesen sein. Ob die wild sind? Keine Ahnung. Der nächste morgen beginnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und wir beeilen uns, um der aufgehende Sonne noch etwas zu entgehen. Denn die kann ja bekanntlich tödlich sein ;-). Geübt erledigen wir Morgenwäsche, Frühstück und packen zusammen. Die anderen schlafen noch, als wir bereits aufbrechen.
...mit Kartenmaterial und hatten auch zuvor schon herausgefunden, dass es kostenlose, super spärlich ausgerüstete Campgrounds gibt. Also biegen wir von der Hauptstraße ab Richtung Wildrose Campground. 23 km von der Hauptstraße entfernt, kommt uns nur 1 Auto entgegen. Am Campground sind wir die einzigen. Es gibt Wasser! Und ein Plumsklo. Mehr brauchen wir nicht, also erstmal duschen. Nach gut eineinhalb Stunden, wir sind gerade beim Abendessenkochen, kommt doch noch ein Auto vorbei und die 2 Engländer schlagen Ihr Camp in angenehmer Entfernung zu uns auf. Viel Kontakt haben nicht, jeder möchte diesen speziellen Ort für sich genießen. Es gibt mal wieder Kischererbsen-Curry, was ich nach wie vor liebe. Dazu etwas Wein und der Abend geht ruhig und gemütlich zu Ende, zumindest für mich. Denn ich nicke bereits kurz nach 9 auf dem Fahrersitz ein. Steffi ist mal wieder mit Tagebuch beschäfftigt und legt eine Nachtschicht ein...
...mehrere ihrer Ochsen zu verspeisen (wobei sie das Holz ihrer Wagen als Brennholz verwendeten), ließen sie ihre restlichen Wagen zurück und verließen das Tal über den Wingate Pass. Dabei drehte sich eine der Frauen aus der Gruppe um und rief dem Tal ein „Goodbye, Death Valley“ hinterher.“ OK, wir sind ja ausgerüstet und sollten solche Probleme wohl umgehen können. Auf der Fahrt runter ins Tal kann man so langsam erahnen, welche Ausmaße diese Todeszone hat. Hier zu Fuß mit einem Ochsenkarren, ohhh nein, Lieber nicht. Aber auch schön diese gelblich bis rot-braun gefärbten Felsen und Steine, aber nicht komplett ohne Vegetation. Wobei diese schon recht traurig daher kommt. Noch sind einige Touristen und Autos unterwegs. Als dann am Eingang des National Parks sind, scheint dieser eher verlassen. Normalerweise muss man dort die Gebühr entrichten und kann so auch mit einem Ranger sprechen. OK, es ist nach 17:00 Uhr und damit Feierabend. Wir schnappen uns ein paar Broschüren mit...
“DEATH VALLEY” oder “Das Tal des Todes" UHHHHHH... Wieder ein Tag im Auto. Zwar mit einigen Stopps aber dennoch viel fahren. Wie im vorherigen Post geschrieben liegt das Death Valley auf unserem Weg nach Vegas. Seinesgleichen der Ort, an welchem die heißeste je gemessene Temparatur gemessen wurde: 56,7°C am 10. Juli 1913. auch die höchste Nachttemperatur mit 41,7°C wurde hier am 12 Juli 2012 gemessen. Naja es ist ja noch nicht Juli, sondern erst der 18 Juni, haha. Außerdem wollen wir nur eine Nacht bleiben und kommen aus der „Kälte“. Nunja, Wasser haben wir genügend, Essen auch und am wichtigsten: gute Laune und Lust auf die Wüstenlandschaft. Vielleicht noch eine kleine Hintergrundstory zum Namen (Quelle: Wikipedia). „Das Tal erhielt seinen Namen, nachdem 1849 zwei Gruppen von Reisenden mit insgesamt etwa 100 Wagen eine Abkürzung des Old Spanish Trail suchten und dabei in das Tal gerieten. Nachdem sie wochenlang keinen Ausweg aus dem Tal gefunden hatten und bereits gezwungen waren,...

2 September 2018

... und Videos ist dies wiedermal ein super lustiger Abend. Edutainment at it‘s best. Obwohl ganz so einfach geht der Abend nicht zu Ende. Als wir kurz nach 11 Richtung Schlafplatz aufbrechen haben wir nicht mehr viel Sprit im Tank und der Weg ist bergig. Zack, nach 3 Minuten geht die Warnleute an und wir haben noch 30 km! Bis dahin schaffen wir es definitiv nicht und wenn, dann nicht mehr zurück. Ob die Tanke noch offen hat? Schaffen wir es wenigsten dahin? Ich schätze mit dem letzten Tropfen Benzin schaffen wir es noch in die NP-Tankstelle und können das x-trem überteuerte Benzin in unseren Accent tanken. Die Nächte sind recht kühl hier. Am nächsten Morgen geht sogar die Glätte-Warnleuchte im Auto an! Wir beschließen weiter zu fahren, nach Las Vegas - dort sollte es wärmer werden, und wie!!! Videolink zu Erzählungen hier kopieren: https://gopro.com/v/rNvrOplgGMmG
... und stellen uns zu 2 weiteren Autos. Mit Gedanken an die wilden Bären (wir haben einen Kofferraum voller Essen) schlafen dennoch beruhigt ein. All das geschieht am 16. Juni dem 60sten Geburtstag von Hartmuth!!! Nochmal nur das Beste für dich!!! An Tag 2 in Yosemite beschließen wir die Misty-Falls zu erkunden. Auch hier nicht ganz alleine...aber es ist magisch! Wirklich empfehlenswert. Die Effekte welcvche durch das herabstürzende Wasser entstehen sind einfach wie im Märchen. Regenbögen, Schattenspiele, Nebelschwaden und und und. Oben angekommen kann man dem Wasser beim fallen zuschauen und mit spektakulären Blick an einer Klippe bspw Picknicken. Nach gut dreistelliger Fotoanzahl und einem Overflow an natürlicher Schönheit machen wir uns auf zu Rangertour Nummer 2. Diesmal ist die Tour nicht ganz so toll aber dennoch informativ und zum Glück nicht sehr weit zu laufen. Diesem Abend beenden wir dann mit einem Rangervortrag über Spechte. Mit PowerPoint, eingespielten Tonaufnahmen...
Nach dem Ranger-Walk wollen wir aber noch das Wahrzeichen des Parks sehen: El Capitan. Auf dem weg dahin stoppen wir mehrfach um die spektakulären Aussichten zu genießen (und zu fotografieren). Unten im Tal angekommen fahren wir zunächst in einen Stau (ja, Stau im National Park, trotz Shuttelservice). Da bereits Ferien in den USA sind, sind wir nicht ganz allein unterwegs. Dennoch finden wir recht schnell einen Parkplatz und treffen erstmal eine Travellerin, welche wir in Macora/Peru getroffen hatten - kleine Welt. Danach gehts baden! In wunderbar klaren und recht kühlen Wasser mit Blick auf El Capitan plantschen wir gen Sonnenuntergang. Da wir am Abend noch einen Vortrag über einen der ersten amerikanischen Conservationists Schriftsteller John Muir sehen wollen, kocht Steffi vorher noch ihre fantastische Asia-Suppe. Draußen essen und kochen ist einfach unschlagbar. Gegen 11 treten wir dann den Weg aus dem National Park an. Kurz vor den Toren Yosemite’s dürfen wir free campen...
vermehren zu können. Denn erst ab einer bestimmten Temparatur öffnen sich die Sequoiafrüchte und können somit Wurzeln schlagen. Wie bereits im Redwoodpost beschrieben ist Feuer etwas absolut natürliches in der Natur und sogar notwendiges. Denn erst wenn die lose Biomasse und kleinen Stäucher, welches sich am Waldboden sammeln, „weggebrannt“ sind, können andere Planzen Fuß fassen bzw Wurzeln schlagen. Auch spannend war die Episode über die Bekämpfung eines extrem großen Feuers (durch die Jahrelange Verhinderung dieser) mit Feuer. Sehr spannend und direkt vor Ort beschrieb uns Kate die komplizierte und heikle Situation. Mittlerweile hat das jeder schonmal gehört, aber man muss dem Feuer den Brennstoff nehmen. Also in die Richtung in die es brennt kontrolliert abbrennen, was jedoch alles andere als einfach zu kalkulieren ist.
Yosemite National Park Mitten im nirgendwo zwischen Küste und dem legendären Yosemite NP wachen wir kurz nach 7 Uhr in unserem Accent auf dem Walmart Parkplatz auf. Nach Köperpflege, einem provisorischen Einkauf brechen wir nach einem wunderschönen Sonnenaufgang auf. 10 vor 11 sprechen wir bereits mit Ranger Patrick, welcher uns seine Empfehlungen für Wanderungen, Must-See‘s und Schlafgenheiten gibt. Da er jedoch eher Parkwächter ist und nicht im eigentlichen Visistorscenter arbeitet, fragen wir nochmal da nach. Mit all den Infos machen wir zunächst einen Plan. Die erste Ranger-Tour startet etwas verspätet viertel nach 3 und wird von einer jungen Rangerin Geführt. Und wieder: eine Überzeugungstäterin. Mit Mitte 20 führt sie die Tour absolut routiniert und in gewohnt unterhaltsamer Weise mit einer Vielzahl an Informationen. Gut eine Stunde später wissen wir viel über die riesigen Sequoia Bäume und dem Ökosystem Wald. Diese sehr großen (in Volumen) Bäume brauchen Feuer um sich...

1 September 2018

...nicht viele Gespräche dieser Art haben, wird er nicht der letzte sein. Unsere Hoffnung bleibt, dass nun ein Ruck durch dieses doch wunderschöne Land geht und die Liberalen Kräfte Ihre Chance nutzen. Naja, vielmehr machen wir nicht in Santa Cruz. Ok, ein kurzer Stopp noch im Surfmuseum (etwa so groß wie unser Wohnzimmer und das ist nicht groß) und wir beschließen Big Sur zunächst zu umfahren und machen uns auf den Weg zum Yosemite National Park. Link zum Text hier kopieren: https://gopro.com/v/Wq3EnQLWBX1Z
... nach einem Erdrutsch gesperrt. Der Weg durch oder zum Big SUR ist also recht umständlich. Weiterhin informiert uns die nette Dame, das an diesem Wochenende eine Menge Leute erwartet werden, da wohl College-Abschluss ist. Also auch alle günstige Zeltplätze voll. Dann zieht auch noch der Himmel zu und so richtig viel positive Energie will nicht aufkommen. Auch surf-technisch gibt es keine Wellen. Na gut, also schlendern wir auf eigene Faust ein wenig durch die zahlreichen 2nd-Handläden und entlang der Strandpromenade durch den berühmten Vergnügungspark am Strand. Zwischendurch halten wir noch am wirklich sehr empfehlenswerten Maritim-Museum. Mit einem der älteren Volunteere kommen wir ins Gespräch und es dauert nicht lange, bis er offen zugibt, wie sehr er sich über seinen aktuellen Präsidenten und seine Wähler schämt. Er erzählt uns etwas mehr über den aktuellsten Wahnsinn der Trump-Regierung, dem Umgang mit illegalen Einwanderungsfamilien und der Trennung dieser. Auch wenn wir...
... dann durch und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Aber bis nach Santa Cruz ist es nicht weit und wir haben viel viel Gutes über dieses ehemalige Hippiedorf gehört. Die Fahrt ist wunderschön, mit dem wohl üblichen Traffic zu dieser Zeit und wir brauchen gut eine Stunde bis zum Pacific. Nunja, die Schlafplatzsuche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Die ehemaligen Hippie sind wohl eher auf Besitzschutz hängen geblieben und nicht mehr ganz so offen gegenüber dem fahrenden Volk. Viel Polizei fährt umher und die Leute, welche wir nach einem guten Platz fragen, wollen auch nicht wirklich helfen. Scheint etwas problematisch. Neben einem Baseballfeld, ja schon wieder Baseball, bekommen wir bei unserer Abendbrotzubereitung allerdings noch den Geheimtipp: neben dem Golfplatz soll es sicher und ungestört sein. Morgens dann auf ins Visitorscentre. Dort hören wir dann, das alles etwas teurer hier ist und es keine wirklichen Walking-Tours gibt. Außerdem ist wohl der Highway 1 nach...
...wie wenig divers sich das Valley präsentiert. Am nächsten Tag geht‘s dann voll los! Auf dem Programm stehen: Facebook, Stanford, HP-Garage, Tesla (Showroom), Google, Apple (Garage, altes Quartier und das Neue) und diverse kleinere Stopps wie z.B. Freys Electronics oder B8ta. Anstrengend und nur teilweise beeindruckend, da es keine Touren für normalsterbliche gibt (man braucht einen Mitarbeiter oder Einladung). Bei Facebook macht man Daumen-Hoch, bei Google läuft man durch den Android-Park und window-shoppt im Souvenirladen, im Tesla-Showroom setzt man sich in die neusten Modelle (sick) und bei Apple wird man glattweg geflashed! Der neue Komplex sieht aus wie ein Raumschiff und hat ein Apple-Shop mit Visitor Info. Man bekommt ein iPad in die Hand und kann dadurch AR-like das Modell des Komplexes genauer durch die Lupe (iPad) nehmen. Ich glaube bis 8.000 Leute sollen dort arbeiten und das komplett offen mit viel Licht, communal spaces und allem PiPaPo. Punkt 18:00 Uhr sind wir...
... darum und strecken Ihre Daumen in die Höh, wir schauen uns die Sache später auch näher an, na klar ;-). Aber uns interessiert erstmal ein Park und die Erkundung der Gegend, da die Schlafplatzsuche bei dieser Millionärsdichte vielleicht nicht ganz so einfach fallen dürfte. Wir fahren also hin und her, ich versuche keinen der vielen Teslas zu rammen und gleich der 2. Public Park in Palo Alto erweist sich als hervorragender Stop. Es gibt einen Nigel -Nagel-neuen Skatepark, Grillplätze, ein Schwimmbad, WC‘s und sogar ein Baseballfeld. Und wie es der Zufall will, wird gerade die Jugend trainiert und wie es sich gehört mit anfeuernderen Eltern am Rand. Ausgestattet mit vielen Kühlboxen wird dann selbstverständlich noch Pizza für die ganze Mannschaft inkl. Anhang bestellt und gemampft. Bei uns gibt es Sauerkraut mit Sojageschnetzelten. The American Way of life, der gehobenen (vor allem weißen) Mittelschicht. Die Farbe musste ich hier nennen, da es uns schon sehr aufgefallen ist,...
Apple, Facebook und Santa Cruz San Francisco gilt eben nicht nur als eines der kulturellen Zentren der USA, sondern auch als eines der innovativsten und kreativsten. Denn in, für amerikanische Verhältnisse, unmittelbaren Nähe liegt das Silicon Valley. Dieses Tal, früher wohl großer Obst- Gemüseproduzent, wird seit den 60ern mit/nach der Gründung von HP schwerst mit technischer Entwicklung in Verbindung gebracht. Alles nicht nur weil die Leute hier frei aufwachsen, sondern schon gezielt durch Investitionen und das Militär (immer mal gut sich in Errinnerung zu rufen). Seit einiger Zeit kommen Manager aus der ganzen Welt hierher, um sich in Sachen Agilität und Innovations inspirieren zu lassen. Gleich vorweg: uns kam im Silikon-Tal leider keine weltrevolutionierende Geschäftsmodellinnovation in den Kopf. Mit unseren Hyundai fahren wir also über die Brücke von Oakland nach Palo Alto und als erstes begrüßt werden wir vom Facebook-Like-Daumen. Mehrere Touristen tummeln sich bereits...

27 August 2018

... wieder mehrerer Kilometer in einem Riesen Bogen über den Buena Vista Park und Haight-Ashbury zurück zum Auto. Nach gut 4 Tagen beschließen wir langsam weiter zu fahren. Jedoch nicht ohne nochmal die Aussicht an der 16th Avenue Staircase zu genießen und die Golden-Gate-Bridge von allen Seen zu fotografieren. Gegen Mittag setzen wir über nach Oakland und steuern das Silicon Valley an. Videos zum Text: https://gopro.com/v/KQzwKbq3g238 https://gopro.com/v/w0ezVLrZ8aVn
... Danach geht‘s auf die nächste Walking-Tour und zwar durch Castro. Es gibt ihm SF wohl über 60 Walking-Tours, da sind 3 nicht zu viel. Die Tour wird von Carol Geführt, einer noch recht attraktiven ü60igerin. Sie war zu Zeiten der Flower-Power-Bewegung und auch während des HIV-Ausbruchs in SF. Mit einer sehr ruhigen und angenehmen Art, gespickt mit vielen Fakten über diesen (damals) gayest-place-on-earth, laufen wir durch die Straßen von Castro. Eine faszinierende Persönlichkeit war Harvey Milk, der erste offen-homosexuelle Politiker in den USA, welcher leider zu früh von einem ehemaligen Polit-Kollegen erschossen wurde. Damit nicht genug, der offensichtliche Mörder ist ganz Amerika-like freigesprochen worden (Unzurechnungsfähigkeit). Ich kann hier nicht die ganze Geschichte wiederholen, aber lohnt sich mal zu recherchieren. Nach der Tour ging’s dann weiter in den Dolores Park und dem Mission District. Etwas runtergekommen aber mit sehr viel Streetart geschmückt, laufen wir mal..
... wirkt er auch nicht, eher nett. Die Wohnung die wir betreten passt dann schon weniger zur Außerfassade. Es erinnert mich an einem Mix aus Dealer-Wohnung und Asyl-WG, da hier ziemlich viele Menschen in scheinbar problematischeren Phasen Ihres Lebens wohnen. Ich komme mir definitiv wie in einem Gangster-Film vor. Besonders als die Hauptmieterin sich ihre Crackpfeife ansteckt und wir im Wohnzimmer sitzen. Irgendwie komisch die ganze Situation, wobei ich mich nicht wirklich unsicher fühle. Ich fühle mich eher auf eine seltsame Weise wohl, bei den Menschen, welche nicht erfolgreich sind oder auf der Sonnenseite leben, sondern eher ein hartes aber irgendwie echtes Leben leben. Vielleicht fasziniert mich aber einfach auch nur das andere. Egal, alles geht gut, wir kommen erschöpft und um einige Eindrücke reicher am Auto an und schlafen ruhig ein. Da unser Schlafplätze direkt gegenüber einer Wäscherei liegt, machen wir am nächsten Morgen Großwäsche und surfen m Internet.
... und steigen wieder ab zum Pier. Pier 39 ist berühmt für seine Seelöwenkolonie und wir sind natürlich nicht die einzigen, welche sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Und es ist echt witzig, wie behäbig und gleichzeitig aber auch elegant sich diese 200 Kilo-Tiere bewegen. Wir kamen gerade, als ein Seelöwe begann alle anderen zu ärgern und zum Höhepunkt mischte er die Plattform mit orühmten Lombard-Street (ist wohl die steilste Straße hier). Die Ausblicke besonders jetzt zum Sonnenuntergang sind fantastisch. Als wir weiter schlendern und Steffi dringend eine Toilette sucht, kommen wir mit einem mittelalten Dude ins Gespräch (glaube es ging auch um die WM) und er bietet uns an sein WC zu nutzen. Why not? Immerhin sind wir in einer recht poshen Gegend und so gefährlich...
... Rockmusik. Ich sprinte zurück zu Steffi, wir packen zusammen und gehen auf‘s Fest. Überall Seifenblasen, Musik, spielende Kinder, rauchende Menschen und super Stimmung. So laufen wir dann doch wieder mehr als gewollt und verbringen unseren Abend auf der Haight Street. Nun unsere erste Walking-Tour, etwas ungewöhnlich im Japanischen Garten im Golden Gate Park. Infogehalt so LaLa, geht halt mehr um Pflanzen und eben die japanische Community in San Francisco. Dafür müssen wir nicht so weit laufen. Am Nachmittag folgt Tour Nummer 2: Chinatown mit Berry. Schon deutlich informativer und interessanter. Er führt uns an ein paar einschlägige Orte, wie bspw. Einen Temple, eine Bar in welcher eine schlimme Schießerei statt fand, eine enge Gasse in welcher früher junge Mädchen gehandelt wurden und so weiter. Wir erfahren, dass dieser bunte Ort auch seine harten/brutalen Seiten hatte oder was so ein Goldrausch so mit sich bringen kann. Nach Chinatown erklimmen wir den Telegraph-Hill und...
...starten wir dann aber langsam und suchen uns einen Park zum Frühstücken. Durch Zufall landen wir direkt am Alamo Square mit den Pink Ladies. Ja, das muss erklärt werden. Der Alamo Square ist ein kleiner Park mit super Aussicht auf die Stadt und die Pink Ladies sind alte Villen, welche durch Ihren bunten Anstrich berühmt sind. Routiniert packen wir unseren Campingkocher aus und bereiten uns ein kleines Frühstück in der Sonne zu. Dann wollen wir uns eigenen etwas abgelegeneren Parkplatz suchen, am besten in Parknähe. Also steuern wir den Golden Gate Park an, übrigens ist dieser wohl flächenmäßig größer als der Central Park in NYC. Höhe 11th Avenue werden wir fündig. Dies wird dann sogar für mehrere Nächte unser zuhause. Wir breiten unsere Decken im Park aus und erholen unsere Füße ein bisschen. Als ich dann die Gegend erkunde, stoße ich auf eine Straßenfest. Und wie es der Zufall will ist es das Haight-Ashbury-Fest, also tausende Hippies und bunt angezogene Leute mit lauter...
....Gesagt getan, so finden wir ohne Plan gleich mal eine der steilsten und Uhhh - Vertrauen in sein Auto und vor allem die Bremsen sind wichtig. Zurück zur Parkplatzsuche, wirklich ein Problem in den USA, wenn man nicht zweistellige Beträge zahlen will. Wir finden einen in einer eher Wohnhaussiedlung ganz in der Nähe vom legendären Castro-Viertel (früher als „gayest place on earth“ bezeichnet). Sieht auch gut genug für die Nacht aus. Dann auf in die Stadt, das Wetter ist noch top und wir laufen nach Downtown, vorbei am DLX_Skateshop, Mission-Street zum Union Square und ab zu einem kleinen Sneak-peak zu Steffis Highlight „Chinatown“. Wir schlendern durch Chinatown, kaufen Tofu, chillen an den China-Banks und laufen dann langsam zurück zum Auto. An diesem Tag sind wohl wieder mehrere Kilometer gelaufen, sodass einschlafen nicht schwer fällt. Einen ersten Überblick haben wir, nun wollen wir natürlich mehr. Und mehr gibts bei den Walking-Tours. Den nächsten Tag starten wir dann aber..
San Francisco Nach gut einer Woche in der Natur, gehts zurück in die Stadt und was für eine! Auch wenn ich versuche erwartungsarm zu reisen, um besser überrascht werden zu können, aber SF hatten wir schon von soooo vielen Geschichten gesehen/gehört. Von der Hippie-Bewegung bis hin zur Wiege des Street-Skateboardings, irgendwie hatte ich das Gefühl die Stadt bereits zu kennen. Recht ungewöhnlich geht es auch los: bei feinstem Wetter kommen wir von Norden direkt über die Golden Gatebridge hineingefahren, wow. Das ging fast zu schnell und stoppen kurz am Baker Beach. Es ist allerdings viel zu windig um auch nur an ins Wasser gehen zu denken. Windchillfaktor 10 oder so. Wie schon häufig erwähnt ist der erste Stopp die Touri-Info, um wenigstens günstige Parkplätze zu finden und eine Idee für das Must-See/Do und einen Stadtplan zu bekommen. Vor der Parkplatzsuche will ich aber noch ein bisschen durch die City Cruisen und unbedingt mal diese steilen Straßen nach unten und nach oben fahren!
...Waldbrände weniger ein natürliches Problem, aber in Gegenden, in welchen diese über 150 Jahre verhindert worden sind, sammelt sich extrem viel Brennmaterial an. So erklären sich die krasse Brände an der Westküste der USA. Für mich absolut logisch, dennoch faszinierend, wie wenig wir von solch einfachen Prozessen verstehen. Und der Hammer ist, die Ranger zünden nun mit dieser Erkenntnis Teile das National-Parks an und es werden sogar Bäume gefällt, um die Renaturierung wieder herzustellen (Erhöhung der Biodiversität). Also auch hier nochmal der Appel: geht in die Natioonal Parks und redet mit den Rangern, die haben cooles Zeug zu erzählen, really!!! Video zum Text durch Kopieren dieses Links: https://gopro.com/v/MGMJ7WGdw8v7
...wie Sie diese Riesen zu Fall brachten und das in weniger als 200 Jahren. Ein Foto fand ich besonders krass, auf dem Stumpf eines dieser Riesen haben die Familien (ca. 20 Leute) ein Fest gefeiert und den Stumpf als Tanzfläche benutzt. Man hatte damals wohl überhaupt kein Verständnis von Natur/Ökologie... Unser Verständnis und Wissen wollten wir vertiefen und das am Besten in fachmännisch-unterhaltsamer Weise, also bei einem Ranger-Walk oder Campfire. Auf in den Redwood-N.P.! Zu unserer Verwunderung hat dieser sogar kostenlose Stellplätze für die Nacht, wobei allerdings auf Bären zu achten ist (was in Yosemite noch krasser wird)! Auf unserem ersten Ranger-Walk erfahren wir, dass die häufigste „Todesursache“ Stürme (Wind und Blitze) sind, dass diese Bäume deshalb oft in Gruppen beieinander stehen und sogar im „Sterbeprozess“ neue Triebe bilden und so ihren alten Körper verlassen können und weiterleben - KRASS, oder? Die ältesten werden auf 2.000 Jahre geschätzt. Grundsätzlich sind...
...Dünen am Frischwassersee, um die Ecke dann auch noch das Meer. Wir genießen diesen Ort und wollen auch gleich unsere neuen Hängematten austesten. Das klappt auch ganz gut und wir richten uns sehr gemütlich unter den großen Bäumen ein. Zum Abendbrot gibt es über dem Feuer gebackene Pizza mit etwas Wein. Es ist aber immernoch etwas frisch, hier im Norden. Am Lagerfeuer lässt es sich zwar aushalten, aber die Hängematten werden schon schnell kalt, besonders von unten. Wir versuchen es trotzdem, müssen aber in der Nacht einsehen, dass es im Auto wärmer ist. Trotz spektakulärer Landschaft, netten Menschen (wovon wir aber im Auto weniger kennenlernen), freuen wir uns heimlich immer mehr auf den Süden. An der Grenze von Oregon nach Kalifornien geht das Redwood-Contry los. Früher war wohl der gesamte Küstenabschnitt ein riesen großer Wald mit Gruppen dieser besonders großen Bäumen. Heute sind wohl noch ca. 5% übrig. Es ist schon berührend, wenn man sich die Fotos der Holzfäller anschaut...
Auf dem Weg nach San Francisco Von Portland aus geht es nun endlich wieder an die Küste, die Oregon Coast. Mal wieder so ein Ort oder Landstrich von dem ich noch nix weiter gehört hatte und der mit feinster Natur überrascht. Kaum Leute, wunderschöne Landstraßen entlang der Küste, durch Wälder, entlang menschenleerer Strände oder rauen Klippen. Nach der „Stadt-Zeit“ eine angenehme Abwechslung. Man denkt ja, dass an solchen Orten das „Freedom-Camping“ einfacher sein sollte, ist es aber nicht (zumindest finden wir das so). Am Ende wohnt ja doch immer irgend jemand am Ende oder entlang der abgeschiedensten Straßen und da in Amerika das betreten fremden Eigentums schnell zu einer Wild-West-Story werden könnte...naja, wir fanden immer einen Ort und es gab auch nie Stress, aber in der Wildnis sind die National Park Campgrounds eine sehr attraktive Alternative. Bereits die Dame im Visitor-Center in Portland empfahl uns den Honey-Man-Statepark Campground. Warme Duschen, Feuerstelle und...

18 August 2018

... eine Art Hang-Over-Doughnut mit Aspirin angeboten. Dies wurde allerdings recht schnell von der FDA untersagt. Jede Menge Fun Fakts auf der Tour mit Erik. Am Abend ist dann Parade. Irgendwie so ein wenig wie Karneval der Kulturen. Die Leute verkleiden sich, geschmückte Umzugswägen fahren vorbei, eine Big Band mit über 100 Musikern ist dabei und sogar mehrer Zurück-In-Zukunft-DeLoreans fahren entlang der gesperrten Straßen. Am letzten Tag gehen wir noch in den berühmten Pauls-Bookstore und unternehmen eine Führung in der McMenamins Brauerei im Crystal Ballroom. Dieser Ballsaal hat eine bewegte Geschichte von der Zeit der ultrakonservativen Stadtregierung Anfang des 20. Jahrhunderts (mit Prohibition) bis hin zu Auftritten von The Greatful Dead und James Brown. Auch echt empfehlenswert diese kleine Führung und natürlich auch das Bier ;-). Nach Portland geht es nun endlich mal wieder in die Natur, auf zur Oregon Coast. Video zu Portlanderlebnissen: https://gopro.com/v/PVOBwJMDNwOv
...in der Stadt verteilt. Hintergrund ist, dass ein Holz-Unternhemer immer mit vielen Arbeitsunfällen aufgrund betrunkener Holzarbeiter zu kämpfen hatte. Sie tranken vor allem Bier, da es deutlich sauberer als das Trinkwasser zu dieser Zeit war. Darauf ergriff der Unternhemer die Inititive und spendierte Portland die ersten Wasserspender. Fun Fakt/Story. Nach der Tour gehen wir mit Erik auch noch zu einem der unzähligen Foodtrucks in Downtown. Auch eine Portland-Besonderheit. Hier liegt der Ursprung in der Neuzeit. Nach der Finanzkrise mussten die Leute selbst aktiv/kreativ werden und auch Erik wurde zum Selbstständigen. Überhaupt so Erik, ist Portland wohl die Stadt mit den meisten Unternehmensgründungen oder wie man heutzutage sagt: Start-Ups. Es gibt der Stadt auf jeden Fall einen besonderen Flair, da wirklich verrückte Sachen dabei sind. Es gibt zum Beispiel einen sehr berühmten Doughnut-Shop, welcher extrem krasse Variationen dieser Süßspeise anbietet. Einmal hatten die Jungs...
... getrunken der junge Bursche. Hinzukommen noch ein paar arabische Jungs, einer von Ihnen wohl Profifussballer, sodass wir eine wirklich bunte Mischung abgeben. Die nächsten zwei Abende treffen wir uns dann immer auf ein Feierabendbierchen. Für mich eine besondere Erfahrung und irgendwie das wahre Leben in Amerika, wovon jeder betroffen sein kann. Die Schattenseite des amerikanischen Traums.Man kann es zwar vielleicht wirklich schaffen, aber in dieser Gesellschaft kann man auch von einem auf den anderen Tag alles verlieren und sogar an Anschluss. OK, was fehlt? Na klar die obligatorische Free-Walking-Tour. Und Portland hat eine wirklich gute zu bieten. Unser Guide Eric ist aus Portland, ist weitgereist und voller Energie und Stolz zieht er mit uns und bestimmt 25 weiteren Leuten durch die City of Portland. Wir haben jede Menge Spaß, da Erik es versteht super unterhaltsam die Fakten und komischen Geschichten zu erzählen. Zum Beispiel gibt es in Portland über 40 Wasserspender in...
... Auto und machen uns auf zurück zum Festivalgelände. Am Abend sind Guns‘n‘Roses, Bon Jovi und ACDC Coverbands angesagt. Nach dem Konzert schlendern wir Richtung Auto und kommen mit ein paar Obdachlosen ins Gespräch. Es wird ein langer Abend. Wir erfahren ein paar sehr interessante, traurige und typisch-amerikanische Geschichten von den teilweise noch recht jungen Menschen. Einer von Ihnen ist nach einer Schlägerei auf der Straße gelandet. Er bekam wohl ziemlich böse auf den Kopf und hatte wohl zeitweise Amnesie. Danach war wohl alles Weg: Frau, Kinder, Arbeit und irgendwie auch seine Zukunft oder zumindest Zuversicht darin. Es geht um Jagen, Waffen und den Präsidenten. Aber es sind nicht nur Obdachlose auch ein paar junge Afroamerikaner hängen an diesem Platz um den Springbrunnen herum und wir die Konverstion ist wirklich interessant und spannend. Als einer von Ihnen bewusstlos scheint, helfen wir sofort und Schwester Stefanie bringt ihn wieder auf die Beine. Hatte wohl Zuviel...
Portland - hanging with the Locals Also ich hatte nur eine Assoziation mit Portland: Burnside, der berühmte DIY-Skatepark unter der Brücke. Selbst für nicht Skater könnte dieser Spot durch das Videospiel Tony Hawk Proskater bekannt sein. Ein Pflichtstop für mich, den wir allerdings erst am dritten Tag in Portland realisieren konnten und leider ohne Sk8board. Erster Stopp sind für uns die Touristeninfos. Wir haben bereits ein Set an Fragen, wie „Gibt es Walking-Tours?“ „Was kann man in 2 Tagen alles sehen/unternehmen?“ „Wo kann man kostenlos parken und vielleicht sogar übernachten?“ „Welche vegetarischen Restaurants sind zu empfehlen?“... Und in Portland bekommen wir gleich eine einstündige Erklärung von der Stadt und der gesamten Oregon-Coast von einem sehr netten Volenteer im Rentenalter. Das klappt nicht immer so gut. Wir haben wieder einmal besonderes Glück, denn es ist Rose-Festival in Portland (der Stadt der Rosen). Happy fahren wir auf die andere Seite des Flusses, parken das...

13 August 2018

Ansonsten bedeutet Seattle für uns „Shoppen“. ja Ihr lest richtig, wir gehen sehr viel einkaufen. Aber selbstverständlich Ressourcenschonend 2nd-Hand bei Goodwill oder der Salvation Army. Aber warum fragt Ihr euch vielleicht? Unsere Limosine muss eingerichtet werden! Wir brauchen Decken (es ist schon noch recht kalt nachts) und vor allem ein paar Kochutensilien (also Gaskocher, Topf, Pfanne...). Na macht ja auch ein bisschen Spaß und das eine oder andere Kleidungsstück wird auch erworben. Voll ausgerüstet wird dann alles in den verschieden Parks ausprobiert und nach etwas Vorerfahrung aus NZ & Australien klappt alles super. Wir werden ein noch besser eingespieltes Team, als wir es ohnehin bereits sind. Jeder Handgriff sitzt und wir verstehen uns blendend. Die Reise kann also weitergehen. Auf nach Portland! Video zu unserem Seattle Trip hier: https://gopro.com/v/WgGJ89ZzKoyp
im Westsupermarkt gefühlt. Allerdings arbeiten wohl noch sehr viele Leute hinter den Kulissen. Ständig wird Ware aufgestockt oder frisch zubereitet. Ganz ohne Menschen soll es wohl vorerst nicht funktionieren. Auch weit verbreitet in Seattle „Bikesharing“. Zwei Anbieter haben wir vor allem wahrgenommen Ofo und Lime. Ofo ist eher billiger und hat Standard-Fahrräder, Lime hingegen setzt auf E-Bikes, was in einer bergigen Stadt wie Seattle schon von Vorteil ist. Da die Parksituatuo wie gesagt horror ist, parken wir etwas außerhalb und steigen auf Fahrräder um. Außerdem tut Bewegung ja gut und wir lieben Fahrradfahren. So können schnell und unkompliziert die interessanten Spots der Walkingtour nochmals abfahren und gelangen auch an etwas abgelegenere Orte. Fetzt.
zu kaufen, dann auf den Public Market und zur Kaugummiwand. Überhaupt, das mit den Menschenschlangen erleben wir häufiger. Immer wenn irgendwo etwas neues hippes aufmacht bspw. Korean Cheesecake, bilden sich riesige Menschenketten, wie im Osten. Komisch. Also für ein Stückchen Kuchen so lange anzustehen, würde mir nicht in den Sinn kommen, faszinierend. Was fällt einen noch zu Seattle ein? Klar Jeff Bezos bzw. Amazon. Aktuell läuft hier der nächste Anlauf zu Erlangung der Weltherrschaft: AmazonGo. Amazons Version des künftigen stationären Einzelhandels. Ein Laden ganz ohne Kasse oder Kassierer. Man nimmt sich was man braucht und läuft einfach heraus. Vorher muss man sich natürlich eine App herunterladen und registrieren dann wird mit diversen Sensoren (Kamerase, Waagen, etc.) der Einkauf verfolgt und nach Verlassen bekommt sofort die Rechnung. Super, oder? Naja, ob ich eine derartige Zukunft gutfinde, bezweifle ich stark. Wir haben uns für einen Salat gekauft und eher wie Ostkinder...
SEATTLE - ein neuer Tripp beginnt Am Flughafen holen wir es ab, unser Multifunktionsauto. Es wird Transportmittel, Wohn- & Schlafzimmer als auch einmal Küche und Partyroom für uns werden. 5 Wochen haben wir den kleinen Hundai Accent gebucht. Und das Timing könnte nicht besser sein: Feiertag (Memorial Day). Direkt im Park um die Spaceneedel herum. Und für uns besonders wichtig in den nächsten Wochen: kostenloses Parken! Die Preise sind echt wahnsinnig und werden sich nach Süden noch steigern... Nachdem wir uns einen geeigneten Park(schlaf)platz gesucht haben, schlendern wir ein wenig über das Festgelände und machen unzählige Aufnahmen von Seattles Wahrzeichen. Von rechts, von links, bei Sonnenschein, Dämmerung, Nacht, aber immer von unten ;-). Am nächsten Tag dann was? Klaro, Walking-Tour - gleich zwei an der Zahl, obwohl diese etwas weniger gut und kürzer sind. Es geht zur ersten Starbucksfiliale an welcher Menchen in Schlange stehen, um sich genau dort einen überteuerten Kaffee...

3 August 2018

Und da zeigt sich Vancouver von seiner besten Seite. Bei besten Wetter joggen, skaten oder fahren die People am Ufen entlang. Wir gehen einen Nachmittag sogar schwimmen! Alles mit super Bergkulisse. Nicht schlecht. Nach 6 Tagen ist es dann aber soweit: auf zu den Amis - unser Auto wartet in Seattle. Also den Billigbus von Greyhound, den Bolt-Bus gebucht und zack rüber nach USA. Video zu unseren Erlebnissen in Vancouver hier: https://gopro.com/v/QV6boOvdQqm5 https://gopro.com/v/bgn8LGJ9PG6g
...ein klitschnasses T-Shirt an mir kleben weben würde. Super Aussicht und dann geht‘s auch gleich wieder runter. Kleiner Budget-Tipp: wer sich die Gondelfahrt nach unten sparen möchte, kann die BCMC-Track herunter nehmen (wird einem in der Touriinfo nicht gesagt). Alright, bergab find ich ja heftiger als bergauf, aber macht echt ne Menge Spaß durch den Wald zu turnen. Danach ist man allerdings platt und wir schlafen erschöpft ein. Was gibt‘s noch zu sehen oder zu tun? Der Stanley Park ist ein Muss und wir relaxen einen Vormittag in unseren brandneuen Hängematten. Chinatown mit seinen roten Drachenlaternen, unzähligen Asialäden und dem ansehnlichen Chinesegarden zum relaxen. Ein Spaziergang am False Greek vorbei am Sience World der bei Nacht eine besondere Magie durch die vielen bunten Lichter der Stadt und seinen Wasserspiegelungen hervorzaubert, Granville Island, Gastown, Olympic Village, ein Besuch auf dem Richmond Nightmarket, Lynn Valley, English Bay und und und...
So, nun wollen wir die Stadt aber nicht darauf reduzieren und wir sind auch nicht tagtäglich die H-Street entlang gewandert. Da die Küche im Hostel zu Selberkochen kaum zu gebrauchen ist, gibt‘s Frühstück meist bei Subway und danach geht’s auf in die City. VanCity hat eine hervorragende Free-Walking-Tour, die Toonie-Tours. Einmal in und um Downtown und einmal entlang der Waterfront zum Canada Place - Turf & Surf Tour. Beide unternehmen wir und laufen dabei recht viel (4+7 km). Die Turf-Tour wird mangels Teilnehmer zur Privattour und wir haben jede Menge Spaß, können unendlich Fragen stellen und gehen sogar mit Josh ein Bierchen trinken. Außerdem setzen wir über nach North-Vancouver zum beliebten Ausflugsziel Grouse-Mountain. Und dort passiert das, was wir eigentlich komplett vermeiden wollten: wir kommen in Berührung mit Schnee, IIIIIHHHHH!!! OK, ist allerdings nicht sehr kalt. Im Gegenteil der Aufstieg zum Gipfel ist sogar so anstrengend, dass ich Ihn OKF bewältige, da sonst...
... verknöcherte und vorzeitig gealterte Gesichter, die in einer anderen Welt schweben. Manche liegen einfach nur auf der Straße, teils mit herunterglassener Hose. Andere torkeln. Viele haben Behinderungen und es fehlen Körperteile. Keiner läuft wirklich aufrecht hier. Eine Straße in der man eine neue Folge „ Fear The Walking Dead“ drehen könnte. So etwas haben wir noch nie gesehen. Unübertrieben, der Frankfurter Bahnhof mal zehn. Während wir die Flohmarktdinge betrachten, stecken sich die beiden Verkäufer vor uns völlig unversteckt zwei Spritzen in die Vene und driften davon. 30 Meter weiter brennt die nächste Crackpfeife und wirklich FAST ALLE bewegen sich wie Zombis und es ist Samstag gegen 18 Uhr, max. 2 km entfernt von der weltberühmten Waterfront entfernt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Aus dritte-Weltländer kommend fühlen wir uns zum Ersten mal etwas unsicher und das in dieser so lebenswerten Stadt, die jährlich unter den Top 5 auf der Welt ist. Krasss (ja mit mind. 3 „s“)
vermitteln sollen. Solche wie: Bedbucks, wenn deine Wäsche im Zimmer stinkt, schmeißen wir sie raus! Mäuse... Ein großer Vorteil des Hostels ist allerdings dessen Lage. Nahe an der Waterfront neben den schicksten und nobelsten Hotelketten Vancouvers. Tagsüber sind wir etwas durch Downtown/ Chinatown geschlendert. Nach 10 Minuten fragt Steffi dann, ob ich es nicht etwas seltsam finde „Hier so“ und blickt auf die uns entgegen kommenden Passanten, welche ziemlich verwahrlost wirken. Ich denke, ach das sind nur ein paar komische Leute auf die wir zufällig gerade auf einmal getroffen sind. Aber es wird zunehmend krasser. Mit jedem Schritt weiter die Hastingsstreet hinunter, bekommen wir das Gefühl die einzigen „normalen“ Menschen zu sein. Wir sehen einen Straßenflohmarkt und freuen uns. Doch je näher wir der Sache kommen desto unglaublicher wird die Situation für uns. Eine Straße voller „Drogenopfer von der KRASSESTEN SORTE“ ( Feststellung, wirklich keine Vermutung). Eingefallene,...
erstmal auch ohne Buchung/Bett dort abstellen dürfen. Am Abend machen wir dann die Bekanntschaft mit Chris (kein Rechtschreibfehler, Chris mit Ch) und der scheint uns lieber los haben zu wollen. Grumpy old man style. Old grumpy Chris scheint auch nicht der nüchternste zu sein (zumindest werden wir ihn nie nüchtern erleben) und es dauert etwas bis er doch noch zwei Betten ausfindig machen kann in seinem „Receptionsblock“ den er 2 Minuten später ganz verlegt. Airport wäre die günstigere und vorallem tierfreiere, geruchslosere Alternative. Aber 6 Tage? Alle anderen Hostels scheinen ausgebucht und um möglichst stressfrei Vancouver erleben zu können ringen wir uns dazu durch, 3 Nächte in der asseligsten Bruchbude ever zu buchen (3 Tage ist das Minimum hier, das Hostel hat sich eher für Langzeitgäste eingerichtet). Das komplette Hostel riecht nach einer Mischung aus Qualm und Urin. Überall sind selbstgeschriebene Zettel mit Unmengen von Rechtschreibfehlern angebracht, die Verhaltensregeln...
Vancouver Canada - anders als man denkt Wir sind ja eher spontan unterwegs und lassen uns von den Orten gerne überraschen. Doch schon bei der spärlichen Recherche zu Vancouver merken wir, dass wir diesen Stil wohl in Nordamerika etwas anpassen müssen. Die Hostelpreise und Verfügbarkeiten sind ein ganz anderes Kaliber. Klar Vancouver und die gesamte Westküste Nordamerikas sind jetzt nicht als Schnäppchenparadies bekannt, aber knapp 30 USD für ein Dormbett sind schon eine Nummer. Aber ehrlich gesagt freuen wir uns auch über den kommenden Genuss der Annehmlichkeiten dieser fortgeschrittenen westlichen Welt. Vancouver gilt ja als eine der am lebenswertesten Städte überhaupt. Mal sehen was das für Reisende wie uns bedeutet. Wir schaffen es online ein ungewöhnlich günstiges und spannendes Hostel herauszusuchen. Als wir es in Augenschein nehmen, müssen wir länger überlegen, so ca. einen halben Tag. Am Morgen werden wir noch recht freundlich von Kris empfangen, sodass wir unsere Sachen...

23 July 2018

...Schießerei, bei welcher ein Priester (Vermittler) getroffen wurde. Stirbt dieser Mann haben wir Krieg! Also beschlossen wir an der Grenze in CR zu bleiben nach San Juan del Sur. Hier wurde uns von nahezu jedem versichert die Lage sei friedlich und easy. Also Hostel gesucht und 2 Nächte gebucht. Immernoch hatten wir unseren NICA-Plan nicht vollständig verworfen und wollten einen Bus nach dem Präsidentengespräch buchen. Da dies mehr oder weniger inhaltslos verlief und die Buscompanies ihre Fahrten weiterhin stornierten brauchten wir einen guten Plan B. Guatemala? Mexiko? Panama? USA? Canada!! Wir rollen das Feld von Norden auf! Video zum Text hier: https://gopro.com/v/XgP8poV044BG
Leaving El Zopilote und Nicaragua Als eine Insel auf einer Insel, dringen nicht soviele Infos über die Lage im Land nach Zopilote. Dafür machten um so mehr Gerüchte die Runde. Wir schwanken zwischen Bleiben und Volunteeren (mind 2 Monate) oder jeden Tag aufzubrechen. An den meisten Tagen kamen auch immer weniger Traveller, wohingegen immer mehr aufbrachen und sich das Zopilote leerte. Jeden Tag verschoben wir unseren Aufbruch und versuchten unsere Route durch Nicaragua entlang der Infos von bereits abgereisten Travellern zu planen. Paul und Shirin wollten auch nicht von ihrem Northbound-Plan abweichen und brachen einen Tag vor uns auf. Nach Norden haben sie es leider auch nicht geschafft... Als ich eine kleine Entspannungsphase vor einem diplomatischen Gesprächstermin zwischen Protestlern und dem Präsidenten anbot, sind wir mit Gio und Chrissi los. Am Ferryterminal von Rivas / San Jorge dachten wir noch nach Granada zu kommen, als uns ein Touroperator ein whatsappvideo von einer...
...wobei ich lache und abwinke. Aber der „Scheiß“ Gurt, womit wir unser Gepäck sicherten ist noch im Zopilote. (15 USD Pfand kassiert er) und die Uhr tickt und tickt... Ich versichere ihm zurückzukommen. Just in time kommen wir an der Blockade an. Sie erinnern sich an uns, wobei nicht jeder und lassen uns durch. Komisches Gefühl. Zurück im Zopilote bemerke ich das ich bei dem ganzen Hickhack Steffis Reisepass / bzw Motoradpfand vergessen hab. Wir müssen also definitiv nochmal zurück. Damn.
... auch eine Abholung scheint ausgeschlossen. Ein deutsches Päärchen Shirin und Paul, unsere Hängemattennachbarn, leihen sich am nächsten Tag einen Scooter und bieten an mit mir zu kommen und mich zurück zu nehmen. Wir starten gleich 8 Uhr früh, um noch vor der Blockade durchzukommen. An der ersten Blockade wird uns sofort eine Ausweichroute gezeigt und die Menschen sind erstaunlich nett. Dann kommt Blockade Nr2, welche gerade im Aufbau ist. Nach etwas hin und her lassen sie uns passieren und erklärten, dass wir in 30 min zurück sein sollen, sonst ist hier DICHT! Die Uhr tickt. Wir geben Gas. Beim Motorradtypen treffen wir 2 Spanierinnen, welche schon seit 2h auf ihn warten. Sie wollen die Insel und das Land so schnell wie möglich verlassen und erzählen uns noch ein paar Gruselberichte, dann kommt der Typ, lässt mich noch mal 1 Liter an der Tanke nachtanken und die Uhr tickt weiter bis zur völligen Schließung der Blockade. Außerdem versucht er mir noch einen Kratzer aufzuschwatzen..
Getting rid of the bike Da wir das Motarrad nur 2 Tage mieten erkunden wir zunächst die Insel und fahren größtenteils auf unbefestigten Straßen um den kleineren Vulkan El Conception herum, halten am Seeufer und chillen. Alles sehr ruhig und will man etwas größeres unternehmen muss man sehr früh aufstehen um die Mittagssonne zu vermeiden und sich einen Guide besorgen. Es wird also etwas umfangreicher. Was dann wieder bedeutet, das man das 25 dollar teure Gefährt, lange parkt. Egal. Wir wollen es loswerden, da es uns von den Aktivitäten im Zopilote abhält. Dann spitzt sich die Lage im Land zu und sogar auf der Insel wird die einzige Straße blockiert. Es fahren also keine Busse, sodass ich zwar eventuell das Motorad abgeben könnte, aber wie zurückkommen. Zwischenzeitlich hatten wir nämlich beschlossen, länger im Zopilote zu bleiben. Wir kontaktieren Aura und najaaaa. ... wir müssen einen Tag mehr zahlen und es wird gemutmaßt wie und wann die Straße frei werden könnte...
Es ist Donnerstag, also Sunsetcocktail mit Snack im Elsewherland. Sonnenuntergang mit Blick auf den perfekten Vulkan El Misti und wir lernen die Leute kennen. Vor allem Phillip aus Dresden sticht mit seiner energetisch positiven Art hervor. Irgendwie passt er nach meinem Gefühl sogar nicht zu diesem Hippiestyle und irgendwie dann doch zu 110 Prozent. Ich mag ihn. Die Hängematten erweisen sich als recht bequem und der Ort wird uns immer sympathischer mit seinen besonderen Menschen und speziellen Charakteren die es zu entdecken gilt. Die Magie um Feuershow, Joga und ausgeprägtem Hippielifestyle hüllt uns ein und versucht uns zu umschließen.
... Details serviert und es finden an jedem Tag Führungen zu verschiedenen permakulturellen Denkansätzen statt. Aber auch Workshops/Aktivitäten anderer Volunteere finden statt, sodass man sich ohne Probleme eine Woche lang fortbilden kann. Ein Lernaustausch zwischen allen die Lust haben eben zu lernen oder Lehren. Auf einer großen Schultafel findet sich das Wochenprogramm wie beispielsweise zweimal täglich Joga, eine Art Artistenschule für Feuershows, slackline oder seidentuchakrobatik, intimere Gesprächsrunden in woman oder Man-circles, Tablequiz , cocktailnight, Kacaozeremonien oder zweimal wöchentlich Pizza night bei denen delikate Pizzen zum schmalen Taler gebacken werden und auch viele Gäste von außerhalb kommen. Das Essen wurde weitest gehend auch im großen Zopilote Grundstück angebaut, zumal man mit dem Verzehr im Restaurant nahezu jede Art von Müllproduktion meiden und den Kreislauf rund machen kann. Die Preise sind erschwinglich, das Essen gut, gesund und vorallem frisch.
...”welcome to our Hippie-Paradise“. Immerhin sind wir in Nicaragua und 10 USD für ein Dormbett im Wald, ohne Küche oder Kühlschrank und Plumpsklo eher steil. Als die beiden uns das Konzept des El Zopilite etwas ausführlicher erklären, geben wir der Sache eine Chance. Und wir werden es niemals-nicht bereuen, denn die nächsten Tage werden unvergesslich. Es handelt sich um weit mehr als nur ein Hostel. Wir befinden uns in mitten eines Permakulturprojektes zweier italienischer Brüder, deren Projekt lange durchdacht und mit viel Liebe vollzogen wird. Permakultur selbst ist ein Konzept das auf Schaffung von dauerhaft funktionierenden und nachhaltigen naturnahen Kreisläufen basiert und in Ihrem Denkprinzip vorallem (aber nicht nur) Landwirtschaftliche und energetische Bereiche umfasst. Somit erklärt sich auch die Trockentoilette (Plumpsklo) , die unseren kostbaren Dung wunderbar in den Pflanzen - Nahrungskreislauf einbaut ohne Wasser zu verschwenden. Jeden Tag bekommen wir mehr...
... Motorad, aber ein neueres Modell und trotz Handgepäck-Ausstattung haben wir es echt nicht leicht alles irgendwie bei uns zu behalten und müssen mehrfach anhalten und Rucksäcke tauschen. Direkt nach der „Hauptstadt“ der Insel Ometepe, Moyogalpa (kurze Anektode, es dauerte bestimmt 5 Tage, bis ich den Namen aussprechen konnte und 3 für den des Hostels) verstehen wir, warum es eine Enduro oder ein Quad sein sollte auf dieser Insel. Es gibt kaum befestigte Straßen, sodass wir für die recht kurze Strecke über eine Stunde brauchen. Wir müssen mehrfach anhalten um umzupacken, bzw unsere Gliedmaßen aus den Schlingen der Rucksäcke zu befreien. Verschwitzt und mit abschnürten Gliedmaßen kommen wir nach fast 2h am Bus von El Zopilote an. Von Hannah (super nette Neuseeländerin, Yogalehrein und Leiterin des Women Circle) und Phillip (Dresdner Kommunikationstalent) werden wir im stilechten Hippiestyle in Empfang genommen. Als wir allerdings den Preis hören, brauchen wir mehr Erklärung als...
Und in jeder neuen Stadt/Dorf besuchen wir den lokalen Markt. Schon am Abend zuvor sind mir Pferdefuhrwerke aufgefallen, welche zum Gütertransport eingesetzt werden. An diesem Morgen sehen wir weitere, ein klares Indiz für den nicht vorhandenen Wohlstand in Nicaragua. Ansonsten ist Rivas besser als sein Ruf. Es gibt viele bunte Häuser und die Menschen scheinen recht entspannt. Von Protesten oder Blockaden merken wir nix. Dennoch zieht es uns weiter. Bevor wir die Fähre besteigen können, werden wir von einigen Touragents belagert. Aura mit ihrer etwas netteren Art und echt gutem englisch, erscheint uns am seriösesten. Ein Motorrad oder gar Quad wäre auf der Insel wohl angebracht um von A nach B zu kommen. Klingt nach Abenteuter und da wir sehr gute Errinnerungen an unseren Indonesientrip mit Scooter haben, buchen wir erstmal 2 Tage. Ansonsten empfiehlt sie uns das El Zopilote nahe Santa Cruz. Wir werden es begutachten! Also ab auf die Fähre und rüber zur Insel. Aus dem Quad wird nun...
... da es schon dunkel wurde. Während das Päärchen aus Argentinien schon auf dem Weg nach Nicaragua war. Letztendlich teilten wir uns den Rest des Weges mit den Zwei aus Uruguay die es bei der Einreise etwas schwieriger als wir hatten und eine Menge Fragen beantworten mussten. Danach waren wir drin. Da es bereits zu spät für einen Bus war, so zumindest die Aussage der Taxifahrer und Sichereitsleute ;-), teilten wir uns ein Taxi nach Rivas. Pablo und seine Freundin bevorzugen es etwas bequemer als wir, also trennten sich unsere Wege. Sie wollten eh nach San Juan del Sur und wir auf die Insel. Wir nächtigen in einer sehr simplen und sehr authentischen Herberge. Irgendwie errinnert es mich an meine anfängliche Studiumszeit, in welcher ich in einer Penison mit anderen Arbeitern verbracht habe. Am nächsten Morgen nehmen wir uns Zeit, um Rivas etwas besser kennen zu lernen. Außerdem erledigen wir die nützlichsten Dinge in einem neuen Land, wie Geld abheben und SIM-Karte kaufen...
... Regierung unter Präsidenten Ortega. Die Untzufriedenheit und Frustration der Menschen über die autoritäre und korrupte Regierung Daniel Ortegas und seiner Frau hatte sich im Laufe seiner 12 Jährigen Amtszeit immer weiter gesteigert, und letztendlich zu blutigen Protesten geführt. Mittlerweile sollen schon mehr als 300 Menschen seit Beginn der Unruhen umgekommen sein, selbst ein Vermittler der Kirche wurde angeschossen. Beginnen wir jedoch bei unserer Einreise, denn wir durften eine wunderschöne Zeit in diesem Land erleben. An der Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua lässt einen der Bus auf der costa-ricanischen Seite raus und man „checkt“ erstmal aus CR aus. Dann ca. 500 m laufen und in Nicaragua „einchecken“. Den Weg von Santa Teresa bis Liberia teilten wir uns mit zwei anderen Pärchen aus Argentina und Uruguay. Etwas Entscheidungsunfreudig standen wir auf dem Busbahnhof in Liberia und diskutierten über eine Weiterreise über die Grenze oder einen Zwischenstopp hier, da...
Zu kurz in Nicaragua, leider Nochmals alles im Zimmer checken, dass wir auch nix vergessen haben. Ich schließe die Tür und gehe die Treppen runter. Es knallt und ich erschrecke. Eher ungewöhnlich, da wir laute Geräusche gewöhnt sind. Doch da wir aufgrund des nicht besser werdenden Konfliktes gerade dabei sind das Land zu verlassen, in welchem die Polizei auf Priester schießt, Stundenten umgebracht und die Gewalt immer mehr zuzunehmen scheint. Traurig, denn die Leute sind und waren so nett zu uns. Selbst bei den Straßenblockaden waren sie hilfsbereit und erklärten uns, dass es nichts mit den Touristen zu tun hat und zeigten uns einen Weg um die Blockade oder halfen uns durch. Aber nochmal ganz von vorn: Auslöser der massiven Proteste war eine umstrittene Sozialreform, die gerade von der Regierung wieder rückgängig gemacht wurde. Daraufhin kam es am 19.04.18 in vielen Städten Nicaraguas zu Demonstrationen unter der Führung von Studenten gegen die aktuelle...

15 July 2018

...Die Zeit verfliegt und wir machen uns auf den langen Weg nach Nicargua. Das wiederum heisst: Bus Santa Teresa - Bus Cobana - Bus Paquera- 1 Stunde Fähre nach Punta Arenas - Bus nach Liberia - und ein weiterer Bus über die Grenze nach Nicaragua bis man von dort aus ein Taxi nach Rivas nehmen kann oder noch einmal in den Bus steigt. Video zum Text hier: https://gopro.com/v/bgdVw9MPwzbz
Montezuma Mit Taxi, Bus, Ferry und dann nochmals Bus landen wir nach der Verabschiedung unserer Muttis in Montezuma auf der pazifischen Seite Costa Rica’s. Ein Hippieort zum Beine hochlegen, chillen, Yoga lernen, Veggiefood schlemmen und mit moderner Rastaculture. Darum wird der Ort auch liebevoll Montefuma genannt. Ein zeitloser Ort an dem man von einem Verkehrsstau spricht, wenn man eine Kuh von der Straße schieben muss, oder ein Tourist ist, wenn man schon nach einem Monat die Sachen packt. Wir bleiben fast eine Woche im „Pura Vida Hostel“ und können den vibe dennoch mitnehmen.Wir schaffen es sogar ein morgendliches Sportprogramm am Strand einzuführen und unternehmen diverse Wanderungen teils über 20 km an einem Tag. Eine dieser Wanderungen führt uns Richtung Cabo Blanco zu der Insel Cabuya. Das besondere an dieser Insel, man kann bei Ebbe auch zu Fuß auf die Insel übersetzen. Man läuft vorbei an trocken gelegten, ankernden Booten und erreicht die Insel nach ca 15 min laufen...
... Für die eine Nacht ist uns das egal. Wir trinken noch 1-2-3 Absacker und rauchen wie Teenager vor dem Hotel im Park. Früh um 5 Uhr dann noch die klassische Abschiedsszene und weg sind sie, die Muttis und wir sind wieder allein zu zweit. Irgendwie komisch. Es war eine wunderbare Zeit. Erlebnisreich, intensiv, erholsam und anstrengend zugleich. Eines ist sicher, wir sind uns näher gekommen und genau darum geht es doch. Oft entfernt man sich etwas von “zuhause” und tut dies mit den natürlichen Prozess des Erwachsenseins erklären. Und ja, das ist normal - aber nicht unbedingt immer schön. In Zeiten wie diesen, in denen der Individualismus fast wie eine Religion zelebriert wird, freue mich besonders auch mal Umwege zu gehen und geliebte Menschen neu zu erfahren und irgendwie auch meiner Mutter etwas zurück zu geben. Ich lebe mit Steffi die Freude am Leben und dem Neuen und freue mich dies mit unseren Muttis geteilt zu haben. Bis bald. Video zum Text hier https://gopro.com/v/rgRqLg4vy
...Geschichte. Es ist eines der Flugzeuge um die Iran-Contra-Affäre (politischer Skandal um Waffen- & Drogengeschäfte zur Amtszeit R.Reagan - mehr auf Wiki). Jetzt ist es eine Bar mit angeschlossenem Restaurant und super Ausblick. Ein gelungener Abschiedsschmaus, aber noch haben wir etwas über einen Tag gemeinsam. Also am nächsten morgen mit unserem vermeintlichen 4WD an den Strand, besser gesagt auf den Strand! Wunderbares Wetter, mittelgroße Wellen und warmes Wasser. Aber es kommt wie es kommen musste: es ist gar kein 4WD! wir bleiben im soften Sand stecken und die Flut naht. 3 Frauen und ein Kerl müssen aber nicht lange auf Hilfe warten. Kupplung heiß, die Männer schwitzen und nach 10 Minuten sind wir zurück auf halbwegs befestigter Straße, puhhh. Zurück in San José beziehen wir in Flughafennähe (Rotlichviertel) unsere Unterkunft für die letzte Nacht. Das Zimmer hat 4 Betten in Reihe und ein Fenster, welcher allerdings in den Hotelflur führt anstelle nach draußen.
...ich unseren Wagen nicht gerade. Im NP verfliegen diese Sorgen allerdings und auch hier, ohne Christian, schlägt unser Tierglück weiter zu. Wir können eine sehr, sehr lange Schlange beobachten und eine Art Beutelratten? Aber eigentlich wollen wir Strand! Im NP gibt es davon einige und gleich der erste besticht durch feinen Sand und klares Wasser. Außerdem ist ein wenig Brandung im Gange, sodass ich im Shorebreak spielen kann. Danach erkunden wir noch ein bisschen die Küste, dessen Wanderpfad allerdings recht bergig sich am Meer entlang schlängelt. Wir sind durch für den Tag und außerdem checken wir ja heute noch in Hostel ein. Also gehts zurück zum unversehrten Auto. Unser Zimmer Hostel entpuppt sich als deutlich schöner und mit besserem Blick. Also hüpfen wir in den Pool und chillen ein wenig. Am Abend dann unsere Abschiedsessen. Wir entscheiden uns für das El Avion. Ja genau, ein Restaurant mit dem Namen Flugzeug und genau dieses hat sogar eine (welt)politische Geschichte...
... sondern im dazugehörigen B&B, was jetzt nicht schlechter ist, aber wir wollten unseren Muttis mal ein wenig unsere Art zu Reisen nahebringen. Obwohl ein Hostel mit Pool eher selten von uns aufgesucht wird ;-) Anreise zum NP ist sehr kurz und auch gleich aufregend. Kurz vor dem Orteingang werden wir von recht offiziell wirkenden Leuten auf einen Parkplatz gewunken. Der Ort wäre voll, keine Parkmöglichkeit mehr und wir müssten unsere Auto hier parken. Da wir aber andere Autos weiterfahren sehen, glauben wir dem Pseudo-Ranger nicht. Auf unsere Fragen hin wird dieser sogar recht grob und unfreundlich und gibt vor die Polizei zu rufen, da wir ihn fotografiert haben. Wir fahren davon und hinterlassen Grüße an die Polizei. Scheiß Start für einen schönen Tag. Der nächste Parkplatzeinweiser hat es nun mit einer vorgeprägten Vierergruppe zu tun und wird argwöhnisch gemieden. Unruhig gehen wir weiter, man weiß ja nie, wie die Reaktionen dieser Typen sein können. Frisch geputzt erwarte...
...exotische Vögel, angelockt von den Obstüberresten. Als erstes lernen wir wie man aus einer Teigkugel einen Tortilla formt. Genauso schwierig geht es dann weiter, als wir Bananenpuffer zubereiten und doppelt frittieren. Denn Rest übernimmt dann die Köchin selbst. Gelernt haben wir zwar nicht viel, aber dafür war es um so leckerer (nicht das dies im Zusammenhang steht!). Recht geplättet vom Tag, dem Essen geht’s zurück und ab morgen sind wir dann auf uns selbst gestellt, ohne Christian. Noch gute 3 Tage wollen wir mit einem gemieteten Auto auf eigene Faust CR erkunden. Alles in Allem war es eine super schöne Rundreise, mit interessanten Stops, sehr geilen Unterkünften, viel Natur und einem super Guide. Danke Dagmar! Zurück in San José wollen wir schnell das Auto abholen und noch vor der Rush-Hour aus der Stadt verschwinden. Gebucht haben wir ein Hostel beim Manuel Antonio Nationalpark. Das ist der Must-See-NP in CR. Leider könne wir am ersten Abend nicht direkt im Hostel nächtigen,..
... Unzufriedenheit/Enttäuschung war verflogen. Nach gut 4 h Fahrt ins Landesinnere kommen wir bei Dunkelheit in der Villa Florencia in Turrialba an. Diesmal moderner als die anderen Unterkünfte und wir scheinen die einzigen Gäste zu sein. Am nächsten morgen starten wir mit einem Rundgang im Botanischen Garten. Kaum ein Samen ist vor Dagmar sicher und wir hoffen doch stark, bald thüringische Kakaobohnen zu ernten ;-) Sehr interessant und auch imposant die Pflanzenvielfalt. Riesen Bambus, süße Ananas & Stevia, bunte Orchideen und stachelige Krokodilbäume. Ich kann garnicht alles aufzählen... Danach der Versuche ines Kulturteils im Reiseprogramm: die Ruinen von????. Nunja, muss man nicht gesehen haben. Am Abend steht dann der langersehnte Kochkurs auf dem Programm, passend zum Abschied. Weit oben auf einem Berg befindet sich das recht einheimisch anmutende Restaurant mit Blick auf Turrialba und dessen Stauseen, toll. An der Terrasse schwirren Kolibris und andere exotische Vögel..
...Flussmündung sah es jedoch irgendwie besser aus. Der Sand war weißer, die Menschen weniger und das Meer blauer (naja, the grass is always greener on the other siede, oder?). Also beschlossen wir es auszukundschaften. Während Steffi am Spot die Stellung hielt, sind Mutti, Dagmar und ich den Strand entlang. Und siehe da, es war deutlich schöner. Was ein paar Meter so ausmachen können. Also immer mal um die nächste Ecke oder Kurve. Gehen, man weiß nie! Dagmar und ich sind dann sogar noch bis an die Spitze des NPs gelaufen und es wurde immer besser. Wir konnten in wunderbar klarem Wasser schwimmen, eine Schlange beim Eidechse-fressen beobachten, Waschbären und eine gelbe Schlange sehen. Und natürlich Affen, welche ich immernoch irgendwie unheimlich finde. Die sind so unberechenbar, vor allem wenn bereits an Menschen gewöhnt und von vermeintlich tierlieben Touristen angefüttert. Danach konnten wir zufrieden in unseren Van steigen und die anfängliche Unzufriedenheit/Enttäuschung war...
...Wir bemerken die Überdosis Natur. Das 5te Faultier ist eben nicht mehr sooooo spannend wie Nummer 1 bis 4 und auch der Regenwald verliert etwas an Reiz, wenn man zuvor in Orten wie Bananito und Tortuguero war, oder gar wie wir in Peru, Australien oder oder. Das soll jetzt nicht selbstherrlich oder gar besonders bewandert klingen, sondern eher ein Beobachtung eines Gefühls, welches sich entweder bei intensiven Kurztrips oder eben ausgedehnten Langtrips einstellt. Ich denke man muss sich immer etwas Zeit geben und dann ggf. Auch mal etwas sein lassen und sich etwas Zeit für einen selbst nehmen. Egal, als Christian uns dann fragte, wie lange wir für den Strand Zeit haben möchten, überraschten wir ihn mit gut 2-3 Stunden. Am Strandabschnitt angekommen fanden wir das auch keine gute Idee mehr. Es war nahe einer Flussmündung, also mit Strömung und seltsamen Gerüchen. Ehrlich, Karibik war der letzte meiner Gedanken, als ich versuchte das Meer zu genießen. Auf der anderen Seite der...
OK, was soll nach Tortuguero und Bananito denn noch kommen? Einen drauf setzen kann Christian bestimmt nicht, oder? Nein, aber es wird dennoch schön in Turialba. Auf dem Weg geht es dann tatsächlich auch mal ans Meer. Irgendwie stellte ich mir eine Karibik-Dschungeltour mit deutlich mehr Meer vor. Aber nun geht es in den winzig kleinen langezogenen Nationalpark Cahuita südlich von Limon. Nach der ersten Ernüchterung in Tortuguero, kann man bereits von der Straße erahnen, dass es wohl wieder eher nix mit der üblichen Karibikvorstellung zu haben wird. Das Meer ist recht wellig (aber nicht besonders surfable, was mich ja nicht gestört hätte) und dadurch recht aufgewühlt und sieht demzufolge etwas trüb aus. Auch bei Christian ist ein wenig die Luft raus, was aber verständlicherweise an einer Erkältung oder Allergie liegt. Nunja, auf in den NP Cahuita und Tiere gucken. Gleich am Eingang eine Schlange gefolgt von einem Faultier. Dann noch ein Kolibrinest, sehr viele Leguane und Eidechsen...

12 July 2018

PURA VIDA !! Mir ist mit erstaunen aufgefallen, dass wir in unseren bisherigen Berichten über Costa Rica noch gar nicht auf den Ausspruch PURA VIDA zu sprechen gekommen sind. Man hört diese 2 einfachen Worte in aller Munde in Costa Rica von morgens bis abends. Man begrüßt und verabschiedet sich, sagt sich guten Morgen , guten Abend , gute Nacht und flucht oder staunt sogar mit dieser multifunktionalen Wortgruppe. Pura Vida heisst wortwörtlich übersetzt: Reines einfaches Leben und ist aus düstereren Episoden in der Costa Ricanischen Geschichte hervorgegangen, als Krieg und Massenerkrankungen den Menschen das Leben erschwerten. Heute steht Pura Vida für eine relaxte und einfache Art der Ticos (wie kurz für Costa Ricaner ) das Leben zu betrachten und ist ein Teil der Kultur, menschlicher Emotionen und Einstellungen geworden. Oder kurz „just a Lifestyle“

11 July 2018

Videos zu unseren Erzählungen in Tortugero und der Ecolodge könnt ihr euch auf diesen links anschauen: https://gopro.com/v/yWVQlVP9qqDB https://gopro.com/v/yg5E5mvd7ZW1
Am nächsten Tag können wir uns noch einer amerikanischen Schulklasse anschließen und einige Dinge über die Vogelbeobachtung lernen. Trotz einiger Regengüsse, wir sind ja im Regenwald, wird dies einer der unvergesslichsten Stops unserer Reise. Vor allem als wir dann Jürgen kennenlernen und er uns etwas von Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses Ortes berichtet. Es sollte definitiv mehr Menschen wie Ihn geben. Vielleicht ein kurzer Ausschnitt hieraus: es wird sicher jedem recht leicht fallen zu verstehen, wie schwierig es gewesen sein muss, seinen Vater, welcher dieses Land aus holzwirtschaftlichen Gründen erworben hat, davon zu überzeugen, dieses Gebiet aufzuforsten und entgegen wirtschaftlicher Profitlogik zu schützen (also nicht abholzen und schnelle Kohle machen). Wir alle hoffen, dass dieser Ort noch lange diese eingeschlagene Entwicklung beibehalten kann. Ohne einen Überzeugungstäter wie Jürgen wird dies nicht passieren...
... Waffen nicht den gewünschten Erfolg brachten. Einige weitere spannende Einblicke in Flora und Fauna des Regenwaldes, einigen Flussüberquerungen und kunstvollen Dschungelmelodien später, fand diese besonders lehrreiche und leidenschaftlich geführte Führung ihr Ende und lies uns die Bedeutung der Lodge noch tiefer verinnerlichen.
... wurden von den Dschungelbewohnern als Reifeprüfung verwendet, indem man heranwachsende Männern einen Handschuh gefüllt mit genau diesen Ameisen, die jedem Opfer wohl eine 10 auf jeder Schmerzskala bescheren, hineingreifen zu lassen. Erst wenn Mann den Jungen während dieser Handlung, nicht mehr den Schmerz vom Gesicht lesen konnte, galten sie als Männer. Bis dahin musste die Sache jedoch wiederholt werden. Der Dschungel bot den Ureinwohnern natürlich noch viel mehr als dieses schmerzhafte Geschenk. Aus den Blättern der Bäume wurden Dächer hergestellt, der Dschungel bot ihnen natürlich auch eine Vielzahl an Nahrungsquellen aber interessanterweise eine Zeit lang auch einen gewissen Schutz vor den einrückenden Spaniern, die zu Pferde alles einnahmen, was ihnen in die Quere kam. Der Dschungel jedoch, war ein undurchsichtiges Gebiet, deren Wurzeln und Pflanzenwuchs ihnen Sicht und Durchtritt erschwerten und somit als unheilvolles, gefährlicheres Gebiet galt, indem selbst Pferde und...
... keine Jahreszeiten vorfindet. Ein Feind der Bäume kann die Feigwürgepflanze werden, ein kleines, niedliches, unschuldig wirkendes Pflänzchen, das ebenfalls zu einem Rießen heranwächst und nach geraumer Zeit den Baum zu Grunde richtet und selbst zu einer Art hohlen Baumrießen wird. Die Wurzeln der Baumrießen sind flach, da es im Regenwald zu einer sehr schnellen Kompostierung kommt und es darum wiederum nur zu einer geringen Höhe an fruchtbarer Erde kommt. Wiederum daraus resultiert das die Wurzeln sehr sehr breit und hoch über der Erde erscheinen, genannt Brettwurzeln, die den Boden wie in einer Art Vorratskammer teilen und ihren Kompost somit umarmen. Die Rießenameisen die wir begutachten nennen sich 24 Stunden Ameisen. Warum wissen wir noch nicht, Ich frage ins Blaue hinein , ob man diesen Ameisen auch den Po lecken können um an Vitamin C zu kommen. „Schlechte Idee“ antwortet Nils. 24h Ameise darum, da ihr Giftstich extrem schmerzhaft ist und ca 24h vorhält. Die Ameisen...
Thema des Dschungelwalks: Natur formt die Kultur und Artenvielfalt Auf dem ca 2h walk durch einen Teil des Grundstückes der Eco Lodge erklärt uns Nils noch einmal genauer, dass die Lodge dem Schutz des Waldes dient, in dem sie zerstörten Urwald wieder aufforsten. Sekundärwald kann somit wieder ein gesunder Primärwald werden. Allerdings ist dies ein Prozess der sehr lange dauert, weswegen man schnell wachsende Bäume einsetzt, um sucessionsphasen (Stufenbau des Waldes) zu überspringen und schnell wieder zu einer hohen Artenvielfalt und genetischem Reichtum zurückzukehren. Am Ende werden die Wälder dann zusammengeführt. Wir betreten einen Teil des Primärwaldes und gelangen in eine spannende Welt aus Rießenameisen, Lianen, Feigwürgepflanzen oder bis zu 1200 Jahre alte Bäume. Das Alter der Bäume kann man in den Tropen nur schätzen, die Härte des Holzes, Dicke der Rinde , Größe und Breite geben Aufschluss über die verlebten Jahre. Jahresringe gibt es keine, da man in den Tropen auch...
... Waldes so gut wie möglich wiederherzustellen. Also eine Art privater Nationalpark. Das Gelände ist unglaublich groß und umfasst sogar einen Berg mit noch unberührtem Primärwald. Zeichen des funktionieren Ökosystems sind u.A. die Präsenz von Pumas und sogar der super-seltenen Jaguars! Wir empfehlen jedem der dies liest mal die website von Jürgen zu besuchen um genaueres zu erfahren. Zwei Nächte bleiben wir an diesem magischen Ort. Neben ausgedehnten Balkonaufenthalten mit Blick auf die reiche Natur und dessen Melodie, unternehmen wir einen Dschungelwalk mit Nils, welcher als poetischer Träumer als ein super Guide erweist...
...Vom Boot geht es in den Van und dann in einen 4WD, denn die Bananito Eco-Lodge liegt recht abgelegen mitten im Bi- Nationalen Park „La Amistad“. Wir müssen sogar einen Fluss mit dem 4WD überqueren. Ein frischer, grüner, tropischer Duft dringt in unsere Nasen, ein warmer Fönwind streichelt unsere Haut. Nach der abenteuerlichen Anreise kommt es noch besser, wir bekommen ein Upgrade! Und das kann sich sehen lassen: unsere Zimmer sind super groß und an der einen Seite komplett offen mit Blick auf besagten Nationalpark. Vor unserer Behausung ziehen lange Straßen von sogenannten Blattschneideameisen vorbei. Eine interessante Sache, die man schon alleine stundenlang beobachten kann. Empfangen werden wir dann zunächst von Nils. Einem verzauberten Naturburschen, welcher uns kurz in die Besonderheiten der Lodge einweist. Kurz umrissen ist die Bananito Lodge ein Öko-Projekt eines deutsch-costaricaners, welcher es sich zu Lebensaufgabe gesetzt hat, den von seinem Vater abgeholzten Teil des...
... wir uns das ein oder andere Mal skeptische Blicke entgegenwerfen. In einem Kanal ist das Wasser so ruhig, dass sich der gesamte Dschungel und leider auch die aufziehenden Wolken darin spiegeln. Pünktlich zum einsetzenden Regen, erreichen wir unsere Lodge und es gibt mal wieder Gallo Pinto. Danach klart das Wetter auf und wir gehen wieder auf „Safari“ in und um unsere Lodge. Direkt am Pool können wir einen wunderschönen Tukan beobachten. Vor allem suchen wir aber die Faultiere, welche es auf dem Gelände geben soll. So schnell sind die ja nicht... Es dauerte ein bisschen, aber auch dann zauberte Christian dieses aus seinem Hut. Recht nah können wir den kleinen Fellberg beim Faulenzen beobachten. Dann auf zum nächsten Stopp: Bananito. Was Bananito angeht, so wiederholt Christian recht häufig, dass es eine etwas rustikalere Unterkunft werden soll. Außerdem gibt es wohl keinen Strom auf den Zimmern. Wir wiederholen, dass das für uns kein Problem sein sollte und unsere Spannung steigt
... ist sehr wellig und man kann die Strömungen fast sehen. Karibik hatten wir anders erwartet. Egal, es ist super schön hier. In Tortuguero wird es dann auch amtlich! Wir bleiben eine Privatgruppe !! Hey, Hey !! Nach dem Mittag inspizieren wir dann noch den Hauseigenen Garten, laufen am Strand nach Tortuguero und schlafen happy in unseren Hütten ein. Am nächsten morgen soll es früh‘s mit unserer ersten Bootstour auf den Wasserwegen durch den Dschungel gehen. Leider regnet es zunächst in Strömen, sodass sich das frühe aufstehen nicht wirklich gelohnt hat. Halb 9 kann‘s dann losgehen. Auch hier sind es insbesondere Affen und Vögel, die es zu bestaunen gibt. Wir beobachten Blaureiher, klammernde Kapuzineräffchen, eine Jesus christus Eidechse (kann über Wasser laufen), Fledermäuse und sogar 2 Kaimane. Überrrascht werden wir immer wieder von den visuellen Fähigkeiten unserer Bootsführer, die in weiter- weiter Entfernung einen dunklen Fleck als Ameisenbär, identifizieren, sodass...
... wie der Name bereits vermuten lässt (tortuga auf spanisch Schildkröte) Schildkröten, sowohl die grünen als auch die Lederrücken (das sind die mega großen). Leider werden wir keine sehen, da gerade keine Saison ist - dafür umso mehr andere Tiere. Nach einer Stunde Bootsfahrt, wir sind auch an dieser Stelle noch zu viert, kommen wir in unserer ersten Herberge an und die ist kaum zu beschreiben. Ich kenne diese Unterkünfte nur aus Filmen oder Hochglanzmagazinen. Alles aus Holz und mitten im Dschungel. Echt beeindruckend! Tortuguero ist nahezu umschlossen von Wasser. Auf der einen Seite ist der Rio Tortuguero und auf der anderen die Karibik. Also ab ans Meer denken wir uns, werden jedoch zunächst von Warnungen baden zu gehen (Strömungen) gebremst. Als wir das Meer erreichen sehen wir warum: es ist...
... Gallo Pinto gegessen zu haben). Dann holt Christian sein erstes Highlight raus: gleich am Outdoor-Frühstücksplatz entdeckt er den kleinen, roten Giftfrosch. Winzig isser und diente den Ureinwohnern als „Giftwaffenlieferant“. Am Hinterteil produziert er einen Giftstoff, welcher an die Spitze von Blasrohrpfeilen aufgetragen zur tödlichen Waffe wurde. In Gefangenschaft sind die Frösche jedoch ungefährlich, da sich ihr Gift aus der Nahrung aus dem Dschungel zusammensetzt. Gut gestärkt geht‘s weiter Richtung Osten. Das Wetter klart auf und wir sind immernoch zu viert. Auf unserem Weg durch Bananenplantagen zum Bootanleger, sehen wir eine Schildkröte, welche die Straße zu überqueren versucht, gefolgt von einem RIESEN Hirschkäfer (!!!) Keine Übertreibung !! Außerdem Brüllaffen und etliche Vögel und das Wetter wird immer besser. Der Ort Tortuguero ist aufgrund seiner abgelegenen Lage und speziellen Geographie bis jetzt nur auf dem Wasser- und Luftweg zu erreichen. Berühmt machen ihn...
...noch einen Kaffee zu trinken bevor wir zu unserem heutigen Ziel nach Tortugero starten. Das Land hat eine Pazifische und eine Karibische Seite Pazifische, getrennt durch Tunnel, der kürzester und längster zugleich ist, da er auch der einzige im Land ist. Von April bis November ist Regenzeit, also gutes Timing für die Pazifische Seite. Die karibische Seite, die wir nun ansteuern, ist mit seinen großen Regenwaldanteilen, somit auch das ganze Jahr über regnerisch. Immernoch ist nicht ganz klar wie groß unsere Reisegruppe sein wird. Zunächst führt uns unsere Route aus San José heraus und schon direkt hinein in den ersten Nationalpark, einen Nebelwald. Es ist erwartet regnerisch und etwas nebelig. Erste Zweifel kommen auf, ob wir auch gutes Wetter in dieser Zeit haben werden. Erstmal Frühstück. Super leckere Ananas mit Papaya und Gallo Pinto. Gallo Pinto ist Reis mit Kokusraspeln und dazu schwarze Bohnen und Salsa Picante, DAS Gericht in Zentralamerika (ich glaube jeden Tag...
Zurück zu uns und den Muttis. Den ersten Tag verbringen wir gemeinsam in San José. Von den 5 Millionen Einwohnern Costa Rica’s leben ca 350.000 in der Hauptstadt. Also ab in die Stadt und einen Cocktail bzw Bier trinken. Von unserem Uber-Fahrer lassen wir uns noch ein paar Tipps geben und schlendern durch die City. Besonders fanden wir hierbei den Hauptplatz mit seinen vielen Sittichen/Papageien die recht wild & laut dort ihre Kreise ziehen. Dann kaufen wir noch ein paar Snacks und Getränke für die bevorstehende Rundreise. Wir wissen noch nicht, wer und wie unser Guide ist und vor allem wie groß unsere Gruppe sein wird? In der Luxus-Suite von Steffi und Alex mixen wir uns dann noch einen Cocktail bevor wir geschafft, aber voller Vorfreude auf den nächsten Tag einschlafen. Pünktlich früh um 6:00 Uhr treffen wir uns mit Christian unserem Guide. Auf den ersten Blick ein entspannter Zeitgenosse in seinen 50igern. Da der Transport sich irgendwie verspätet, schaffen wir es sogar noch...
...das Costa Rica ohne Militär auskommt und ihre Ausgaben somit anders verteilen kann. Umweltschutz hat einen hohen Stellenwert im Land, darum sind Palmölplantagen verboten, es gibt 36 Nationalparks und 60% des Landes sind bewaldet. Man versucht bis 2021 ein CO2 neutrales Land zu werden. Die Energiezufuhr findet fast ausschließlich mit erneuerbare Energien wie Wasser, Wind, ein wenig Solar und Vulkanwärme statt. Der größte Wirtschaftszweig ist die IT Branche und hat die Landwirtschaft abgelöst. Besonders stark ist CR jedoch immernoch im Export von Ananas (Exportland Nr 1), Bananen und Kaffee. 150000 Familien arbeiten in der Bananbranche. Soweit so gut.
....vor allem wenn es an Walking-Tours fehlt. Und dann bin ich doch tatsächlich auch nochmal zum surfen gekommen! Und ab in den Flieger! Um Kosten zu sparen geht unser Flug in etwa genauso lange wie der unserer Muttis. Eine Nacht versuchen wir auf dem Flughafen von Mexico-City zu schlafen, was allerdings den Sicherheitsbeamten irgendwie gar nicht gefällt. Und so kommen wir recht gerädert mittags in San José, ca. 5 Stunden nach unseren Muttis an. Nach nun gut 4,5 Monaten gibt es dann das Wiedersehen! Bevor wir aber richtig im Land loslegen noch kurz ein paar Informationen zu Costa Rica: Costa Rica wird auch als die Schweiz Zentralamerikas bezeichnet und ist vorallem im Vergleich zu seinen Nachbarn Nicaragua ein sehr wohlhabendes Land. Es hat eine Arbeitslosenquote von 8%, eine niedrige Kriminalitätsrate, ein gut funktionierende Krankenversicherung, allerdings keine Sozialhilfe. Viele Nicaraguaner versuchen im Land Fuß zu fassen, was auf unterschiedliches Echo. Interessant ist auch...
10 days Roadtrip with the moms der April macht was er will, zumindest in Deutschland. Aber es waren wohl nicht diese volksmündlichen Wetterkapriolen, welche unsere Mütter dazu bewegten uns besuchen zu kommen. Und was bietet sich als Treffpunkt mehr an als das Land mit den glücklichsten Leuten, Costa Rica? Nix, also planen wir um und verlassen zunächst Südamerika für eine 10-tägige Karibikrundreise gemeinsam mit Dagmar und Marita. Es soll eine geführte Rundreise sein, da 10 Tage für spontane Abenteuer auch etwas kurz sind und der Komfort in Hostels nicht immer „Mutti-gerecht“. Mal was anderes, unsere Vorfreude steigt. Um nach CR zu kommen müssen wir aber zunächst zurück nach Lima und da wir bis jetzt noch nicht sooo viel Zeit dort verbracht hatten (beim letzten mal sind wir ja nur in Lima umgestiegen), nehmen wir uns 2 Tage Zeit. Die free-walking-tour durch Miraflores ist mal wieder ausgefallen, schon zum zweiten Mal. Also bleibt nur der klassische Doppelstockbus ;-) kann man mal...

10 June 2018

Mancora 8/8 Am nächsten Morgen sind wir gerade am frühstücken, nach einer kleinen Abkühlung im Meer, als einige der Hostel-Bewohner vom Strand aus hektisch rufen: DELFINE! Alle machen sich auf und strömen ins Meer zu den verspielten Delfinen. Diese verbringen einige Stunde in Strandnähe, sodass ich auch bequem die GoPro holen kann um das Spektakel unter Wasser zu filmen. FANTASTISCH, so kann ein morgen doch beginnen, wa?! So verbringen wir unsere Tage mit lesen, schwimmen, Kartenspielen, Sonnenunterganggucken, Lagerfeuermachen, Strandreiten, Pizzabacken und alles immer im schönen Sand zusammen mit den vielen Hostelhunden. Leicht fällt dies insbesondere, da wir sofort einen guten Draht zu den anderen Hostelbewohner haben (so ein gemeinschaftliches Delfinschwimmen bringt schon zusammen, kann ich empfehlen). Und unerwähnt soll auch nicht bleiben, dass es (wie könnte es anders sein) hauptsächlich deutsche Traveller (auch aus Berlin) sind. Fast wären wir geblieben (als Volunteere), fast.
Mancora 7/8 Bevor wir „The Point“ erreichen, lockt uns das „Misfits“ auf sein Gelände. Kleine und zweistöckige Bungalows mit max. 6 Leuten (2 unten und 4 oben) direkt im Sand umgeben von vielen kleinen Chillinseln mit Liegstühlen und Sonnenschirmen und sehr netten, alternativen Leuten strahlen eine nahezu unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Dennoch wollen wir uns noch das Point anschauen - ok es hat einen Pool und bei den Temperaturen ist das schon was wert. Wir kommen nicht über die Rezeption hinaus und das Misfits gewinnt deutlich. Wir beziehen unsere Betten im oberen Stock des Bungalows und gehen auf ein Sonnenuntergangsdrink in die „Stadt“. Besagte Anziehungskraft wird uns für fast eine Woche nicht los lassen und ich werde die ganze über nur in Badehose und ab und an einem T-Shirt herumlaufen.
Mancora 6/8 Auch hier empfiehlt uns der Tierarzt eine Frau, welche wohl Straßenhunde aufnimmt und aufpäppelt. Mit dem TukTuk fahren wir direkt hin und freuen uns, dass die Kleine nun in guten Händen ist. Seitdem bekommen wir in unregelmäßigen Abständen Videos von der Geneseung der kleinen Bella. Ohne Hilfe hätte Sie wohl die nächsten 2 Wochen nicht überstanden (so der Tierarzt). Am nächsten Tag geht‘s dann nun endlich nach Mancora. Der Hostelcheck empfiehlt mal wieder ein Partyhostel mit Pool und so. Why not, aber zuvor wollen wir noch durch die „Stadt“ bummeln und sehen, ob es da nicht auch gute Herbergen gibt. Sofort vom Collectivo aus werden wir wieder einmal angesprochen, gehen aber zunächst allein unserer Wege. „Downtown“ findet sich nichts richtiges und überhaupt mit unseren Rucksäcken, bei der schönen Wärme (ok, Hitze), haben wir wenig Lust. Denn das favorisierte Hostel liegt 1 km Strandaufwärts Richtung Norden. Im Sand laufen soll ja gesund sein ;-)
Mancora 5/8 Der Welpe hat einen Ausschlag und diesen versucht die verwirrte Frau irgendwie im Meer abzuwaschen, bzw die Parasiten. Naja so ein „Sandbad“ ist wohl kaum die richtige Behandlung. Zum Glück lässt sie nach Zureden davon ab. Recht unwohl gehen weiter Richtung Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen kommt der kleine, kranke Welpe dann tatsächlich durch das Tor der Herbege getrottet, ohne Begleitung. Wir beschließen ihm zu helfen, was zunächst eher etwas schief geht. Erster Anlaufpunkt ist der Beitzer der Herberge. Selbstsicher, als wäre er Tierazt, empfiehlt er den kleinen Hundi mit Motoröl einzureiben, was wir allerdings erst verstehen, als er das Öl anschleppt. Wohl kaum denken wir uns und fragen nach einem Tierarzt. Es dauert dann noch gut 3 Stunden bis dieser öffnet und die Kleine endlich fachmännische Hilfe bekommt. Nach der Entfernung etlicher Parasiten mit Pinsete, einem gründlicher Bad mit Fellpflege und zwei Spritzen sieht Sie bereits viel besser aus. Aber wohin mit ihr?
Mancora 4/8 Die Suche nach einer Unterkunft gestalten wir kurz. Die erste Herbegre am Strand lockt uns mit einem günstigen Doppelzimmer und sogar einem Pool. Empfangen werden wir in Zorritos von ziehmlich vielen Vögeln. Geier und seltsame, Reiher-handliche Vögel kreisen zu Scharen in der Luft (siehe Video). Mich erinnern insbesondere die „Reiher“ eher an prähistorischen Jurassic-Park-Vögel. Am Strand keine Menschen, dafür umso mehr totes Meeresgetier. Auch dieser Ort wirkt auf mich zunächst enttäuschend. So ist das mit Erwartungen denke ich mir, aber wenn ich was lerne beim Reisen, dann ist wohl sich auf neue Dinge gelassen einzulassen. Am Strand werden wir dann Zeuge, wie eine scheinbar geistig verwirrte Frau einen kleinen Welpen recht rabiat im Meer badet. Nach 5 Minuten schreitet Steff ein und versucht herauszufinden was da los ist.
Mancora 3/8 OK, wir suchen uns 2 Herbergen aus, die wir in gewohnter Rutine auschecken wollen und machen uns auf den Weg (auch davor warnt der Lonley Planet, aber es ist bereits hell und wir riskieren es). Auf dem Weg ins Zentrum versprüht Tumbes den Charm einer Stadt, welche die besten Tage bereits hinter sich hat. Die Gebäude bzw. Konstruktionen in seltsamer 80er Jahre Architektur entlang der Hauptstraße wirken durch ihren bunten Anstrich allerdings recht funky, sind jedoch verwittert und verlassen. Dieser Stil zieht sich durch bis in die Fußgängerpassage und dem Plaza de Armas. In der Touri-Info kann man uns leider nicht wirklich weiterhelfen, denn es gibt bis auf ein paar Bootstouren nix weiter zu sehen. Alles irgendwie komisch. Da wir auch recht fertig sind von Busfahrt & Hitze, beschließen wir direkt zurück Richtung Mancora aufzubrechen. Empfohlen wird der Strandort Zorritios, welcher wohl noch den authentischen Flair eines Fischerdorfes inne haben soll. So wie wohl Mancora einst
Mancora 2/8 Da wir eh dem „Gringotrail“ folgen und wie gesagt das Wetter keinen Abstecher zulässt, soll es Mancora werden. Auf dem Busbahnhof entscheiden wir uns dann doch nochmal um, aber nicht so radikal. Wir überspringen zunächst Mancora und fahren an den nördlichsten Ort Perus Tumbes. Wieder haben wir die Panoramasitze im Doppelstockbus buchen können und als die Sonne aufgeht, können wir die „Tropen“ bereits erahnen. Gute Laune kommt auf. Ein Blick in den Reiseführer und bei der Onlinesuche nach einer Unterkunft trübt diese allerdings etwas ein. Angeblich gibt es nicht viel zu sehen, es sei wohl gefährlich und richtige Hostels gar in Strandnähe gibt es wohl auch nicht. Gerade hier wollte ich unbedingt in Strandnähe nächtigen...
Tumbes, Zorritos und Mancora 1/8 Videolink: https://gopro.com/v/nDQbzwdOvmL7 Die nördlichste Spitze Perus hatte ich schon lange herbeigesehnt. Von palmenverhängten Stränden und tropischen Temperaturen an Land und sogar-endlich im Wasser wurde uns vorgeschwärmt. In Huanchaco war ich zwar bereits im Wasser, allerdings nur mit Neo und das sollte sich nun endlich ändern. Sogar als Surfspot ist Mancora bekannt. Aber beginnen wir bei unserer Abreise in Huanchaco. Unser Plan war es eigentlich nochmal etwas „inland“ zu reisen. Cajamarca war der Ort unserer Wahl. Dort soll es weniger touristisch zugehen, eine wunderschön-bergige Landschaft und tolle Käseprodukte geben. Kurz vor Abreise checken wir noch das Wetter und BOOM 16°C und Regen für die kommenden Tage. Nicht mit uns! Spontan entscheiden wir uns sofort in den Norden zu reisen und zwar zum recht umstrittenen Örtchen Mancora. Jeder Traveller den wir im Hostel treffen kommt entweder gerade von da oder ist auf dem Weg dahin.

22 May 2018

Den restlichen Tag verbringen wir in Trujillo. Ein leckeres Chifa Essen im Zentrum, ein Besuch des Plaza de Armas, dem Hauptplatz Trujillos und ein frisch gepressten Saft auf dem Mercado Central. Nach einem langen vollen Tag mit vielen neuen Eindrücken flanieren durch die belebten Straßen zurück zur Bushaltestellestelle und Heim ins ebenfalls belebte Hostel. Heute soll es wieder eine Band geben und es ist unsere letzte Nacht in dem Huanchaco, doch wir sind zu müde und schlafen direkt weg. Unser Video zu Trujillo: https://gopro.com/v/ZZk1vN24ZaeX Infos zur Hundeaufangstation: http://www.esperanzacanina.com/donate/ https://youtu.be/h8KZf8u541M
Mittlerweile haben wir bemerkt, dass unser Hostel als Partyhostel verschrien ist. Und es schäbbert ordentlich in der Nacht. Am nächsten Abend beschließen wir einfach mitzuschäbbern und genießen einen feucht fröhlichen Reggae Konzert Abend mit vielen anderen Travellern auf unserem Dach. Ein Hostel mit abendlicher Lifeband, da kann man sich doch freuen. Für den kulturellen Teil dieses Reiseabschnitts gibt es Nähe Trujillo, eine sehenswerte Ausgrabungsstätte namens „Huaca del Sol“ übersetzt: „Sonnentempel“. Dieser wurde sogar noch von Vorinkakulturen erbaut. Es handelt sich um ein 5 stöckigen Tempel mit vielen Wandmalereien und Ausgrabungsfunden. Die Führerin gibt sich viel Mühe uns mit in die Zeit dieser Kultur mitzunehmen und hinein zuversetzen... Leider fehlt auch hier das Geld, so gibt es noch einen zweiten Tempel auf der gegenüberliegenden Seite, der noch auf seine Ausgrabung bis zum nächsten Geldsegen warten muss.
Wir werfen umgerechnet 5 Euro in die Spendenbox und erhalten dazu noch 10 Tombolalose. Da leider nicht sehr viele Leute anwesend bzw. Spendewillig sind, ist das schon eine ganze Menge in Anbetracht der Gesamtzahl der Lose. Alex meint scherzhaft, lass uns lieber gehen das wird sonst komisch hier oder willst eine Einzelpreistägershow abhalten? Und ähnlich wurde es auch... Es gab insgesamt 7 Preise. And... the winner is: Steff !! Diese Ansage hörten wir dann insgesamt dreimal und es wurden schon die Augenbrauen nach oben gezogen als ich wiederholt zur Preisverleihung tippelte. Wir befürchten weitere Gewinne, während wir von den Zuschauern schon skeptisch beäugelt werden, aber es bleibt bei 3 von 7 Preisen. Irgendwie auch traurig, da der Benefizabend somit ein Reinfall gewesen sein musste, da scheinbar kaum jemand Geld locker machte. Der Abend läuft mit gemischt musikalischen Talenten weiter und wir verziehen uns auch wenig später ins Bett.
Somit gilt dies als ältester Surf, sogar älter als der, der Polynesier. Unser Hostel heisst Frogshostel und ist im Besitz einer deutschen Inhaberin. Diese sieht man allerdings nur selten und der Laden scheint zum Großteil von Volunteers geführt zu werden. Für Alex heisst es endlich surfen, während ich nach Freiwilligenarbeit Ausschau halte. Et voila: Wir erspähen einen Aushang für eine Benefizveranstaltung für einen Dogshelter. Bei diesem Hilfsprojekt werden verwahrloste Straßenhunde aufgepeppelt, untergebracht, gefüttert, kastriert und im besten Fall an einen neuen Besitzer weitervermittelt. „Hin und wieder bräuchten, die auch ehrenamtliche Mitarbeiter“ meint der Barbesitzer, in dessen Bar die Veranstaltung im Rahmen einer Karaokenacht stattfinden soll. Gesagt, getan. Die Initiatorin des Hundehauses ist eine Holländerin mit ca 40 Hunden, deren Verein sich rein durch Spenden und Freiwilligenarbeit trägt. Leider gibt es bereits zu viele Volunteers, schade!
Trujillo/ Huanchaco In Sachen öffentlicher Personentransport in Peru sind wir richtige Cracks geworden und eine weitere Runde aus verschiedenen Personentransportmitteln beginnt. Numero Uno: Kollektivo, aber diesmal direkt diesmal zum Piscoterminal, dann ein 4-5 stündiger Linienbus über Lima zum Busterminal, vom Busterminal mit einer Taxe zu einem anderen Terminal und schließlich der Nachtbus von Lima nach Trujillo. Und Schwuppdiwupp finden wir uns am nächsten Morgen auf einem weiteren Busterminal in Trujillo, einer größeren Stadt nördlich von Lima wieder. Wir snacken etwas Streetfood zum Frühstück und nehmen zu guterletzt den nächsten Bus zum ca 13km entfernten Huanchaco. Das Örtchen ist bekannt für seinen Surf,die Strandpromenade mit langer Seebrücke und vielen Caballitos de Torora, die man überall bewundern kann. Caballitos sind kleine Schilfbote der Ureinwohnern, mit gar welchen hier bereits vor 2000 Jahren auf den Wellen zum Strand gesurft wurde.

12 May 2018

Aber so eine rießen Tierparty Insel bedeutet auch Fressen und Gefressen werden. Wir beobachten, wie ein Robbenrudel sich eine an der Wasseroberfläche gleitende Möwe schnappt und verzerrt. Interessant ist auch, dass der Kot der unzähligen Vögel ein besonderes Düngemittel hervorbringt. So besonders, dass sich Peru mit seinem Nachbarland Chile darum stritten. Aller 2 Jahre wird diese wertvolle, fast meterhohe Kotschicht „abgeerntet“ und damit anschließend lukrativ gewirtschaftet. Aber Achtung, nicht überall ist der Kot gern gesehen. Auf eine Kopfbedeckung ist zu achten, denn viele Vögel am Himmel, bedeuten eine erstzunehmende Gefahrenquelle für neugierige Touristenköpfe. Leider ist die Zeit bei der Insel nur kurz, jedoch ausreichend um uns noch mehr auf die bevorstehenden Galapagos Inseln zu freuen. Nach 2 Nächten zieht uns die Reise weiter in den Norden nach Trujillo an den nächsten Strandort Huacachina. Unser Video in Paracas: https://gopro.com/v/MOD4gBpnr9e3
Doch es gibt noch mehr in dem Nationalreservat zu entdecken, z.B. eine Felsformation; genannt: „die Kathedrale von Paracas“, die leider 2007 durch ein Erdbebeben verschoben wurde, weiten Wüstenlandschaften oder dem Red Beach, ein Strand bestehend aus dunkelrotem Vulkansand und mein persönliches Highlight die Isla Ballestas, die als Galapagos Insel des Armen Mannes gehandelt wird. Mit einem Boot geht es zur besagten Insel. Nach einer Stunde Bootfahren gelangen wir an die Insel und befinden uns inmitten einer gewaltigen Tierparty. Der Himmel zieht ähnlich schwarzer Rauchschwaden, gewaltige Schwärme lärmender Vögel mit sich, welche wild umherfliegen. Der Strand wimmelt von sich drängelnden Robben, die um Platz ringen, ähnlich einer Massentierhaltung und wir fahren vorbei an einem Horde Pinguinen, die nacheinander von den Felsklippen ins Wasser stürzen. Überall findet Bewegung statt und man kann die Geräuschkullisse schon fast als Krach bezeichnen.
Wir zelebrieren das Meer mit einem Sonnenuntergangsbier und abendlichen Badegang. Kurz nach Sonnenuntergang werden die Augen schon schwer, wir schaffen es kaum noch nach 9 ins Bett zu gehen und haben uns voll auf den Rhytmus der Natur eingestellt. Wir stehen demzufolge, regelmäßig, fast automatisiert und pünktlichst 5 Uhr mit Sonnenaufgang wieder auf den Beinen. Doch warum kommen so viele Touristen an diesen Ort? Der Grund ist das Nationalreservat hier. Ein Reservat geprägt von Wüstenlandschaft und einem geheimnisvollen Mysterium. Dem „Candelabro de Paracas, übersetzt: „Kerzenleuchter von Paracas“. Eine überdimensionale Felszeichnung, deren Ursprung bis heute noch ein Rätsel ist.Wer mag dieses Gebilde hinterlassen haben? Und warum? Bis heute gibt es viele Versionen, doch keine wirkliche Erklärung und bleibt der Fantasie des Einzelnen vorbehalten. Ähnlich den uralten Linien von Nasca, die man nur mittels Flugzeug zu erkennen vermag, bleiben sie vorerst ein Geheimnis vergangener Zeiten.
Pisco/ Paracas Ostern ist vorbei. Deutlich spürbar verringert sich das Gedränge der Menschenmassen in der kleinen Oase und es wird totenstill. Wir nehmen die Aufbruchsstimmung mit und verlassen, das für unsere Verhältnisse luxuriöse „Wild Olive Hostel“ das wir uns zu Ostern gegönnt hatten. 1 Tuktuk, 1 Bus und 2 Kollektivos später landen wir in Paracas. Landen ist dabei der richtige Ausdruck, da wir uns erst während der Anreise so richtig entscheiden, wo es denn eigentlich hingeht. Das Kollektivo hält direkt vor 3 Hostels. Und nach drei schnellen, aber streng prüfenden Begehungen, entscheiden wir uns für das süße, hübsche Hostel in der Mitte, mit den 2 sehr muttihaft wirkenden, freundlichen Rezeptionistinnen, die uns gleich herzlich aufnehmen. Richtige Wahl. Paracas ist ein kleiner, touristischer Strandort mit vielen Souvenirständen, Restaurants und wunderschönen Sonnenuntergängen, verschönert durch umherfliegende Pelikane. Endlich am Strand!

5 May 2018

Auf ihr befindet sich ein kleiner Friedhof und nach weiteren 10-15 Min ist man einmal um die Insel herumgelaufen. Ansonsten lohnt es sich die Wasserfälle in der Gegend zu besuchen. Einer der Fälle, liegt unweit von unserem Hostel entfernt und wird ins Morgenprogramm integriert. Wunderschön auf drei Wasserfall Kaskaden. Beim zweiten Anlauf konnten wir sogar noch einen versteckten Wandertrail entdecken und auf die Spitze des untersten, aber größten Wasserfalls klettern. Montezuma für uns: Viel laufen, chillen und Natur genießen. 2 Tage nehmen wir noch Santa Teresa mit, ein weiterer Strandort mit deutlich mehr Menschen, Geschäften und weniger Entspannung.

5 May 2018

Ica & die Oase 4/4 Wir steigen ein. Zunächst ruckelt es auf den abgefahrenen Pisten eher recht unangenehm. Doch nach dem ersten Sandboarding-stop auf dem Babyhang geht der Spaß los. Unser Rambo fährt unglaubliche Dünen rauf, runter oder seitlich-schräg, mit und ohne Hacken. Festhalten ist nicht nur empfohlen sondern wird natürlicher Reflex. Dann Sandboarden die Zweite. Schon krasser und vor allem Steffi legt einen super Stunt hin und prellt sich fast ein paar Rippen. Aber alles gut gegangen. Nach der Aktion noch schnell duschen und wir kehren Huncachina den Rücken. Es geht endlich ans Meer! Unser Video zu huacachina unter diesem link: https://gopro.com/v/WR1XW7Ww0RJV
Ica & die Oase 3/4 Laufen auf Sand macht schon Spaß, eine Düne zu besteigen, naja weniger und ist sau-anstrengend. Das hält uns aber nicht ab, vor Sonnenaufgang beide Riesen-Dünen (also an zwei unterschiedlichen Tagen) hinaufzurobben. Nach fantastischen Ausblicken in die karge Region Ica, welche an Mad Max erinnert, stürzten wir uns die Dünen hinab. Voller Sand in allen Taschen und am ganzen Körper, sind wir in Null-Komma-Nix wieder unten. Kaum zu glauben, 45 Minuten schwitzender Aufstieg und in 3 Minuten ist man wieder unten. Irgendwie wie Kochen. Außerdem ganz hoch im Kurs in Huacachina sind Buggy-Touren durch die Dünen. Natürlich ist Sandboarden inbegriffen. Selbstgebaute Stahlkarossen mit blubbernden Motoren und großen Reifen ergeben wieder so eine Mad Max Assoziation. Mit Bandanas vor dem Gesicht, Sonnebrille und Hut, erscheinen die Fahrer der Buggy’s eher wie gesetzlose Biker als freundliche Touristenführer.
Ica & die Oase 2/4 Abends checken dann noch 4 Deutsche ins Hostel ein und unter Ihnen zwei lustige Typen aus Magdeburg und Thüringen, mit denen wir einen coolen Abend verleben. Wie gesagt, meistens kommt es anders als man denkt. DIE Attraktion in Ica ist die Oase Huancachina. Eine natürliche Oase welche von den höchsten Dünen Perus umringt wird. Ein magischer Ort. Was natürlich zu einer starken touristischen Nutzung führt und 1988 die Oase austrocknen lies. Die Lösung des Problems ist klar: kontrollierter Tourismus mit smartem Wassermanagement - weit gefehlt. Eine Rohrleitung von Ica pumpt nun das zusätzliche Wasser für die touristischen Businesses in die Oase. Das Spiel mit der Natur kann also weitergehen. Da wir dies erst im Nachgang gelesen haben, betreten wir weniger besorgt den Sand auf dem Weg zur Oase. Ein x-Kilometer langer Stau am Vortag kündigte Ostern an. Und da wir zwei Nächte bleiben, erleben wir den Unterschied zwischen voll und leer.
Ica & die Oase Huancachina 1/4 Arequipa war ja sehr frühlingshaft und was folgt auf Frühling? JA der Sommer! Wir kommen wie immer sehr früh in Ica an, die folgende Wärme liegt bereits spürbar in der Luft. Unser Hostel liegt diesmal in einer Art gated-community, ähnelt allerdings sehr viel mehr einem Homestay. Da es das Osterwochende ist, mussten/wollten wir vorab buchen und nicht wie sonst im Netz recherchieren und vor Ort entscheiden. Was sich jedoch zunächst komisch anfühlt, wird wieder einmal eine gute Zeit. Nachdem wir uns tagsüber mal wieder auf dem lokalen Markt durch die engen Gassen, vorbei an 1.000en Früchten, Klamotten, Töpfen, Tupperware und toten Tieren geschlagen haben, fahren wir am Nachmittag mit einem TukTuk ins lokale Freibad. Auch hier ist Ostern und die beleibten Peruaner finden neben dem Essen von riesigen Fleischbergen auch Zeit mal ins Wasser zu gehen.

26 April 2018

AQP & Colca Canyon 8/8 Nachdem die Sonne die Spitze des Canyons übersteigt und der Schatten sich lichtet, ist es nicht mehr weit und wir erreichen gut gerädert den „Gipfel“. Dann noch 1 km bis zum Frühstück, welches wir mit frisch erworbener Avocado noch pimpen können. Auf dem Rückweg noch ein Stopp an der höchste Stelle auf ca. 4.900 m (Pata-Pampa-Pass), welcher keine 10 Minuten dauert, da alle nach dem sonnig-warmen Wetter des Canyons die kühle Passluft meiden und eigentlich nur noch zurück ins Hostel wollen. Und wir steigen am gleichen Abend noch in den Nachtbus nach Ica!
AQP & Colca Canyon 7/8 Da keine Straße nach Sangalle führt müssen wir den gesamten Canyon wieder hoch laufen/klettern. Los gehts um 4:30 Uhr ausgerüstet mit Stirnlampe oder Handylicht (ich hatte meine Stirnlampe ja schon in Chile liegen lassen). Ähnlich des Aufstiegs zum Machu Picchu bildet sich eine Lichterschlange bergauf. Einige ambitionierte vorne weg, andere gemütliche weiter hinten. Wir bleiben bei Dinesh (Kiwi) und ich übernehme sein Rücksack, während Steffi nach einem umgeknicktem Fuß ihm gut zuredet. Er muss sich schon arg anstrengen und schließlich nach ca. 2/3teln des Weges steigt er nach auf ein Inka-Taxi (Muli). Ich gebe ihm den Rucksack und etwas leichter und gut verschwitzt trotz kühlen morgendlichen Temperaturen steigen weiter, bergauf, bergauf, bergauf...
AQP & Colca Canyon 6/8 Dann geht’s endlich los! Wir halten, werden in kleinere Gruppen aufgeteilt (viele machen diesen Trip in 2 Tagen) und wir wandern los. Nun deutlich näher kreisen wieder 2 Condore im Canyon zunächst um unsere Köpfe und später unter uns talabwärts. Mit wirklich super geilen Aussichten beginnen wir unseren Abstieg und es wird klar "das wird nicht einfach". Unser Ziel liegt auf der anderen Seite in Talnähe aber dennoch leicht am Hang. Das heißt wir müssen ganz runter und dann wieder etwas aufsteigen. Gut 3 Stunden dauert der holprige Abstieg bei welchem sich der eine oder andere auch mal kurz hinlegt. Belohnt wird dies mit Blicken auf die marketing-gebrandete „Oase“ namens Sangalle. Ein kleines, grünes Örtchen direkt am Fluss und umschlossen von den schroffen Felsen des Canyons. Dort werden wir wohl unsere zweite Nacht verbringen - da kommt Freude auf! Insgesamt steigen wir wohl von 3.300 m runter auf 1.800 m, ganz schön anstrengend.
AQP & Colca Canyon 5/8 ist 3 Uhr nachts und der Wecker klingelt. Bähhhh. Gut vorbereitet putzen wir Zähne, schnappen unser Essen aus dem Kühlschrank, verstauen unser Hauptgepäck im dafür vorgesehen Raum und steigen in den Reise-Van. Nach 3 h gibt es zunächst Frühstück, etwas LaLa... Ganz schon touristisch erscheint mir unsere Tour bis jetzt und irgendwie schleichen sich Erinnerungen an die einzige je von mir unternommene Kaffeefahrt hoch. Pfui, schnell weg damit. Am Cruz del Condor (3.900 m) versuchen wir (zusammen mit ca. 100 anderen Touris) entlang der spektakulären Aussicht dem Condor von oben auf den Rücken zu schauen. Immerhin können wir 2 beim kreisenden Gleitflug beobachten.
AQP & Colca Canyon 4/8 Beim Frühstück lernen wir eine Japanerin, eine Malaysiererin, einen Ozzy und eine Niederländerin kennen und gehen gemeinsam auf die morgendliche Stadtführung. Unser verknitterter Guide versicherte uns, dass es zwei völlig unterschiedliche Touren sind. Dass war eine Übertreibung, aber egal. Das Wetter ist deutlich besser, wir besichtigen zusammen den Markt, probieren Käse-Eis (echt super) und beenden diesmal die Tour mit einem Pisco-Sour (der Drink in Peru). 24 Stunden genügen um einen guten Überblick zu bekommen. Die Tour für Reisende in Arequipa ist entweder die Vulkane hoch zu klettern (einer ist knapp über und der andere knapp unter 6.000 m) oder eine Wanderung im Colca Canyon. Dieser ist wohl nach seinem Nachbarn der zweittiefste Canyon der Welt und damit doppelt so tief wie der nördlichere Grand Canyon. 3-Tages-Tour für 95 EUR, klar machen wir!
AQP & Colca Canyon 3/8 Wie ihr das von uns kennt ist das erste in einer neuen Stadt: Stadtführung. Da es ja noch morgens ist, kein Problem mit der Orientierung am Nachmittag zu beginnen. Auch wenn das Wetter nicht so optimal ist und wir recht kaputt von der Nachtbusfahrt sind, schließen wir uns dem eher Rockstar-wirkendem Stadtführer an. Es wird leider eine der etwas schlechteren Touren, da sein englisch nicht so deutlich ist und er permanent, scheinbar jedoch unbewusst, die Beantwortung unserer Fragen vermeidet. Hmmm... Naja zum Abschluss der Tour wissen wir grob wo sich was befindet, sind 2-3 historische Details klüger und dürfen Alpacas streicheln und füttern. Zurück im Hostel sorgen Vorhänge um die Bunk-Beds für Privatsphäre und einen angehnehmen Schlaf im 8-bed-dorm. Kleine Dinge mit großer Wirkung denke ich mir.
AQP & Colca Canyon 2/8 Auch diesmal kommen wir im Morgengrauen am Busbahnhof an. Der erste Hunger kann auch sofort mit Grillkäse (yammy) und Papas Huancainas (Kartoffeln mit Erdnuss-Senfsoße) bekämpft werden. Auch wie so häufig hatten wir uns 2-3 Hostels ausgeschaut, die wir live checken wollen. Mittelpunkt jeder südamerikanischen Stadt ist und damit guter Ausgangspunkt zum Hostel-suchen der Plaza de Armas (Platz der Waffen). Wird so genannt, da dieser zentrale Punkt als Sammelplatz im Falle militärischer Auseinandersetzung genutzt wurde. Unterwegs finden wir ein Hostel für 10 Nuevo Soles (2,50 EUR). Die Blitzbesichtigung zeigt, dass es keinen Cent mehr wert ist. Also zum „Friendly AQP Hostel“! Überzeugt sofort mit großer Dachterasse, Küche, chilligen Hinterhof, Billardtisch und offenen Ambiente. Keine weitere Besichtigung nötig.
Arequipa & Colca Canyon 1/8 Wir nähern uns dem Meer! Wie so oft wußte ich vor unserer Ankunft in Arequipa nicht besonders viel über die Stadt, es bleibt dabei: „Wir lassen uns gerne überraschen!“. Die Blick auf die Landkarte zeigt Meernähe und Bergnähe. Schaut man genauer hin, so beeindruckt Areqipa durch seine krasse Nähe zu drei Vulkanen, einer davon noch aktiv und mit der klassischen Kegelform & weißer Spitze (Misti). Die Vulkane zu sehen ist zunächst allerdings recht schwierig, da trotz frühlingshaftem T-Shirt-Wetter das Bergpanaroma früh’s von Nebel und später von Wolken verdeckt wird. Aber wir werden Sie noch sehen. Auf der Wasserseite verrät mir magicseaweed.com die Präsenz eines Surfspots! Vorfreude steigt!

14 April 2018

Leben auf der Insel (4/4) So hat man sich z. B. Auch gegen die Anwesenheit von Hunden, Katzen oder Autos entschieden. Und noch etwas ist besonders auf dieser Insel. Sie ist besonders berühmt für ihre Webereien,Strickereien und Textilprodukte, die vorwiegend von Männern hergestellt werden. Doch vorallem versorgt sich die Insel jedoch durch Fischerei, Terrassenfeldbau und Tourismus. Jedoch wurde bislang der Bau von Hotels auf der Insel verhindert und Übernachtungen sind lediglich in privaten Unterkünften möglich. Somit konnten sich die Taquilenos eine relative wirtschaftliche Unabhängigkeit erhalten. Spannend. Nach einem ausgedehnten Spaziergang auf der Insel und einem Mittagessen, liegt die Weiterrreise vor uns. Zurück aufs Boot, ins Hostel, noch ein bisschen Puno erkunden uns von unseren Reisegefährten verabschieden und weiter mit dem Nachtbus nach Arequipa. Video Puno anschauen: https://quik.gopro.com/v/p5xKYYUkAo/
Ein wenig Begrüßungssingen, der wenig motivierten Urofrauen, In 10 er Gruppen deren Wohnungen zeigen und zuletzt natürlich Souvenirs verkaufen. Man spürt die Routine der Frauen. Aber die Inseln sind schon wirklich ein Hingucker und eine coole Idee. Isla Taquile (3/4) Es geht weiter auf die nächste Insel, und anderen Insel Bewohnern. Nach 1,5 Stunden Fahrt befinden wir uns auf der Taquile Insel, 45 km von der Stadt Puno entfernt. Die Insel ist ca 5,5 km lang und bis zu 1,6 km breit. Der höchste Punkt liegt bei ca 4000 m. Interessant ist, dass ca 2000 Menschen in 6 Gemeinden auf der Inseln leben und aufgrund ihres eigenen Gebotes: dont steal, don’t lie , don’t be lazy (nicht stehlen,lügen oder faul sein) ohne den Einsatz von Polizei auskommen. Obwohl die Insel ironischerweise nach der Eroberung der Spanier als Gefängnisinsel genutzt wurde. 1937 kauften sich die Taquilenos jedoch das Eigentumsrecht über die ganze Insel zurück und entscheiden wieder selbst über ihr Zusammenleben.
Geschichte (2/4) Entstanden ist dieser Wohnraum durch die Flucht vor den einrückenden Spaniern. Zunächst verbrachten die Uros eine ganze Weile auf Booten, bis man auf die Idee kam Schilfinseln zu bauen und somit neuen Lebensraum zu schaffen. Man merkte, das sich der in Unmengen vorhandene Totoraschilf für diesen Zweck gut anbot. Man nehme 1-2m gewürfelte, treibende Schilfwurzeln und eine weiteren Schicht getrocknete Schilfhalme, die gelb wie Stroh aussehen. Die selbe Pflanze ist u.a. auch ein jodreiches Nahrungsmittel, sowie Rohstoff für Schilfboote und die Häuser auf den Inseln. Insgesamt gibt das ein ziemlich farbenfrohes Bild, da die Uros in stechende Traditionelle Kleidung gehüllt sind. Insgesamt gibt es wohl noch ca 2000 Uros, jedoch wohnt der Großteil nun auf dem Festland, während die übriggebliebenen Inselbewohner hauptsächlich vom Tourismus und der Fischerei leben. Und das merkt man leider auch, da das ganze ziemlich kommerziell und leider showmäßig aufgezogen wird.
Titikaka See und die Inseln von Puno (1/4) Nach einem weiteren Tag in Cusco fahren wir weiter nach Puno. Witzigerweise sitzen Maria und Ritschall, das Portugiesen Pärchen mit im Nachtbus 2 Reihen hinter uns. Als wir am Morgen 6 Uhr ankommen, läuft alles blitzschnell. Ein Hostelbesitzer bietet uns noch am Busbahnhof Abstellmöglichkeiten für unsere Rucksäcke, Frühstück und eine Puno- Tagestour zu den Inseln an, sodass wir noch in der gleichen Nacht unser nächstes Ziel ansteuern können. Perfekt! Die Tagestour mit Guide und Bootsfahrt kostet uns 7,50 Euro. Wir können also wirklich nicht meckern und willigen sofort ein. Ein Boot bringt uns mit einer Horde anderer Touristen, einem Guide und peruanisch- musikalischer Begleitung zu unserem ersten Stop: Den Floating Islands. Hier leben die sogenannten Uros, die zu wenigen 100 Menschen auf selbstgebauten Schilfinseln wohnen.

8 April 2018

Cusco & MachuPicchu 10/10 Wir beginnen mit einer zweistündigen Führung, welche leider nicht so viel Neues bietet. Nicht so schlimm, da wir mit wunderbarem Wetter sowieso ständig am umherschauen und knipsen sind. Kurz nach Sonnenaufgang hängen noch einige Wolken in den Bergen fest. Weitere bewegen sich rasch nach oben, um sich dann in den Sonnenstraheln aufzulösen. Es wird ein sonniger Tag, perfekt. Nach der Führung können selbst durch die Ruinen wandern. Wir „jagen“ Llamas für das perfekte Motiv und versuchen so viel wie möglich von dem Areal zu erkunden, was uns glaube ich sehr gut gelingt. Leider müssen wir gegen 11-11:30 Uhr wieder ins Tal und zurück auf den Schinentrek zum Bus. Vorher noch Gepäck aus dem Hostel holen, könnte knapp werden. Wobei die 4-5 h auf dem Machu Picchu an und für sich reichen. Es sei denn man will noch weiter hinaus zum Beispiel auf den Vaina-Picchu oder eben den Machu Picchu. Unsere Wanderlust ist gut gestillt und wir sind ready für den Rückweg.