Europe, Asia · 43 Days · 71 Moments · May 2017

Zwei Blondis on Tour durch Indonesien


7 July 2017

Nachdem wir nun endlich bei Tageslicht wieder hinabgestiegen waren, tauschten wir das Auto mit einem Jeep und düsten durch die Sandwüste zum Bromo. Der eigentliche Aufstieg des Vulkans stand uns noch bevor und wir hatten noch nichts gegessen. Allerdings war der Aufstieg nicht annähernd so anstrengend wie erwartet. Wir hatten Glück, wie wir eine Woche später erfuhren, dass wir noch in den aktiven Vulkan blicken dürften, da er scheinbar nur kurze Zeit später so aktiv wurde, dass der Aufstieg jetzt untersagt wird. Also starrten wir in den Krater aus dem es brodelte und gelblich grauer Dampf stieg und gingen den Krater entlang. Irgendwann wurde der Weg immer schmaler und mir wurde ein wenig mulmig im Magen. Eine ganze Weile saßen wir am Kraterrand und starrten hinein, bevor wir wieder hinab stiegen und zur Unterkunft zurück gefahren wurden. Auf dem Rückweg schliefen wir sofort ein - kein Wunder nach zwei solch ereignisreichen Nächten.
Als die Sonne aufging, suchten wir immer noch nach dem perfekten Spot, da leider plötzlich tausende von Leuten vor uns standen, als wir durch's Gebüsch auf einen ausgebauten Aussichtspunkt trafen. Letztlich fanden wir aber tatsächlich unseren persönlichen Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang- allerdings war vom Vulkan keine Spur, der beim Sonnenaufgang besonders schön aussehen soll. Irgendwie gingen wir die ganze Zeit davon aus, die Sonne ginge hinter dem Bromo auf - dabei war dieser auf der anderen Seite. Typisch blonder Moment, den wir aber durch Google Maps' Hilfe retteten. Also stiegen wir den Berg ganz hinauf um auf der anderen Seite herunter zu sehen. Und der Ausblick lohnte sich. Die karge Wüstenlandschaft um den Vulkan und der Vulkan selbst wirkten vor dem bunten Himmel so unwirklich aber wunderschön.
Typisch deutsch waren wir mitten in der Nacht die ersten, die bei den Autos standen. Auf die Rückbank gequetscht ging es dann mitten in der Nacht den holprigen Weg Richtung Aussichtspunkt auf dem King Kong Hill. An Schlaf war trotz zweistündiger Fahrt nicht zu denken. Als wir dann ausstiegen und mitten in der Nacht den Berg bestiegen, begannen unsere Beine sich bereits zu beschweren. Der Ijen Aufstieg zehrte an uns. Bald war der erste Aussichtspunkt erreicht und wir entschieden uns trotz Erschöpfung weiter hochzusteigen, obwohl wir den Weg nicht wussten und kein anderer hoch stieg. Also kletterten wir ein paar Felsen hinauf und fanden einen tollen Spot, mit dem wir dann aber doch nicht zufrieden waren. Immer höher kletterten wir und trafen dort auf weitere Leute. Wie wir später herausfanden, gab es eine befahrbare Straße auf der anderen Seite des Berges.

6 July 2017

Noch am selben Tag fuhren wir weiter nach Probolinggo wo wir den nächsten Vulkanriesen besteigen wollten. Unser Plan war selbst mit dem Roller dorthin zu fahren und dann hochzusteigen, doch in unserer Unterkunft erfuhren wir, dass es keinen Rollerverleih gibt und wir eine organisierte Tour buchen sollten. Das stieß uns direkt sauer auf, da wir genau das vermeiden wollten: mit hunderten Touris auf einem Viewpoint den Sonnenaufgang bestaunen und im Anschluss auf den Bromo zu steigen. Leider blieb uns dann auch nicht viel anderes übrig und wir buchten die Tour für den nächsten Morgen, was für uns hieß: wieder früh aufstehen und kaum Schlaf.
Auf dem Weg nach Oben begegneten uns unglaublich viele Leute und wir waren so froh, als eine der ersten ungestört das blaue Feuer gesehen zu haben. Der Himmel verfärbte sich bereits als wir unseren Weg nach oben weiterführten um den Sonnenaufgang zu sehen. Es war bitterkalt aber wunderschön. Im Tageslicht bekamen wir dann auch den Rest der Landschaft zu sehen. Vor allem der Kratersee ist einfach unglaublich. Die türkise Farbe des Sees zusammen mit dem verfärbten Himmel war einfach ein Traum und ist jede Anstrengung tausend mal Wert.
Da wir eine der erste Gruppen waren, die das blaue Feuer erreichten, sahen wir es noch am besten. Später war der ganze Ort durch tausende Taschenlampen erhellt. Unsere Gasmasken brauchten wir erst auf den letzten Metern aber wir hatten das Gefühl, dass diese nicht wirklich was bringen, da der Geruch nach Schwefel so stark war. Wir waren geschockt, da Minenarbeiter hier Körbe mit Schwefel füllten und diesen dann dem Krater hoch schleppen mussten. Da sie für ein Kilogramm nur ein paar Ct bekommen, laden sie mehrere Kilos in die Körbe und arbeiten bei unmenschlichen Bedingungen ohne Gasmaske. 😞
2:00 Uhr: der Nationalpark öffnete und der Aufstieg begann. Unsere Gruppe war relativ schnell unterwegs und so überholten wir andere Gruppen an Touris und Einheimischen auf dem Weg nach oben. Wir legten lediglich eine kurze Trinkpause ein und schon ging es weiter. Um uns herum war alles dunkel, doch die vielen Taschenlampen erleuchteten den Weg. Über uns sah man tausende Sterne leuchten- falls man kurz Zeit hatte, den Blick zu heben. Oben angekommen wussten wir: wir müssen in den Krater. Wir würden auf keinen Fall warten, bis die anderen wieder zurück kamen. Ohne Pause machten wir uns also an den Abstieg. Typisch indonesisch war natürlich nichts gesichert, obwohl hier täglich hunderte Menschen lang gehen und man musste tatsächlich aufpassen, wo man hintrat um nicht zu rutschen. Schon von oben könnte man unten das blaue Feuer leuchten sehen und wir wollten es uns nicht nehmen lassen, es auch von Nahem zu sehen.
1:30 Uhr: im Nationalpark angekommen hatten wir noch kurz Zeit uns zu stärken. Da wir im Bergdorf außer zwei Bananen nicht wirklich etwas essbares finden konnten, das wir mitnehmen könnten, deckten wir uns noch kurz mit drei Packungen Keksen ein. Schließlich würden wir ja erst nach Sonnenaufgang wieder hinuntersteigen. Mit diesem Hintergedanken kauften wir uns noch zwei Instant Suppen, die uns von innen wärmten. Der Guide stattete uns mit Gasmasken aus und schon ging es los. Die Gasmasken würden wir allerdings nur brauchen, wenn wir zum 'Blue Fire' in den Krater wollten. Der Ijen ist ein Schwefel Vulkan, aus dem extrem viel Gas austritt welches bei Berührung mit der Luft zu diesem blauen Feuer wird. Wir hatten gelesen, dass der Abstieg anspruchsvoll und gefährlich sei und wollten es deshalb eigentlich eher nicht wagen.
0:30 Uhr: der Wecker klingelt. Um 1 Uhr werden wir abgeholt, um mitten in der Nacht den Schwefelvulkan Ijen zu besteigen. Wir hatten kaum geschlafen und schlüpften in unsere Klamotten, als es laut an der Tür klopfte. Ein Blick auf die Uhr sagte uns, dass wir eigentlich noch 20 Minuten Zeit hätten, bis wir abgeholt werden, aber wer sonst soll mitten in der Nacht am Haus eines alten Ehepaares klopfen? Tatsächlich war es unser Guide und ein Auto mit 6 wartenden weiteren Leuten. Wenigstens hatten wir alles wenige Stunden zuvor schon gepackt und gingen ohne einen Blick in den Spiegel mit Bettfrisur raus in die Kälte. Es hieß, die weiteren Teilnehmer möchten so früh wie möglich am Fuße des Vulkans ankommen und sie hätten uns nicht erreicht.

5 July 2017

... Irgendwann kamen wir dann aber an und mussten feststellen, dass wir zuvor vorbei gelaufen waren und dass es von dem Ort, an dem wir auf den Pickup stiegen, eigentlich nur zwei Gehminuten gewesen wären. Leider können die Leute dort echt schlecht englisch, aber dass sie nicht wissen, was zwei Häuser weiter liegt, kam uns echt sehr komisch vor. Vermutlich sahen sie darin einfach die Chance, etwas Geld zu verdienen. Unser Homestay gehörte einem alten Ehepaar, die, wie wir mit unseren spärlichen Sprachkenntnissen und dem Sprachführer herausfanden, 79 Jahre alt sind. Die beiden konnten ungefähr gleich viel englisch wie wir indonesisch aber sie waren echt freundlich, boten uns Kekse und Plastikbecher voll Wasser an (die mit einer Folie verschlossen sind- ähnlich (eines Joghurts). Am Abend saßen sie noch mit uns draußen und lauschten uns als wir die Ukulele auspackten um zu musizieren (2/2).
Mit der Fähre setzten wir über und brauchten für die 3km lange Strecke natürlich wieder etwas länger als geplant, aber dieses Mal, war es echt angenehm. In Java angekommen, wurden wir natürlich wieder umringt von Männern, die 'Transport, Transport' riefen, aber wir liefen einfach vorbei. Schließlich wollten wir ein Bemo nehmen - das sind lokale Mini Busse, die normalerweise ein festes Ziel hatten. Allerdings läuft das für Touris wohl anders (schließlich zahlen wir ja auch immer das 5fache), denn wir wurden gefragt, wo wir hinmüssen. Allerdings kannte er die Adresse nicht und wie landeten irgendwo in der Nähe des Zielortes auf der Straße. Google Maps fand den Ort leider nicht und auch die Leute auf der Straße konnten uns nicht helfen. Schließlich fanden wir uns nach längerer Diskussion auf der Ladefläche eines Pickups wieder und fuhren aber in die falsche Richtung (wenigstens das wusste Google Maps) ... (1/2)
Auf geht's nach Java. Eigentlich hatten wir gleich viel Zeit für Bali und Java eingeplant, durch unsere Planänderung mit Malaysia bleiben jetzt aber nur noch etwas mehr als zwei Wochen. Tages Programm wartet auf uns, denn Java kann noch viel mehr als Tempel und Traumstrände.

4 July 2017

Am nächsten morgen machten wir uns ein letztes Mal auf zu einer Schnorcheltour. Das Wasser rund um Pulau Manjangan, einer kleinen Insel nördlich von Bali, soll super klar sein und man kann dort exotische Fische aller Art finden. Wir wurden nicht enttäuscht. Mit einer kleinen Gruppe, einem extrem langsamen, schaukeligem Boot und einem selbstverliebten, witzigen Guide, der sich gerne à la Titanic vorne auf dem Boot postierte, ging es in 45 Minuten zum ersten Schnorchel-Spot. Die Insel wird von einem riesigen Korallenriff umlagert und es wir sahen dort tatsächlich Fische in allen Farben und Formen. Wir haben sogar Nemo gefunden. Zum Mittagessen hielten wir kurz auf der Insel und aßen das mitgebrachte, kalte Nasi Goreng, bevor es zurück ins Wasser ging. Wie gut das Essen war, bewies sich, als beim Einstieg in das Boot plötzlich eine Latte unter meinen Füßen einbrach. Safety first. Die Sicherheitsrichtlinien hier sind echt beeindruckend 😂

3 July 2017

Am Morgen bevor es weitergehen sollte, nahmen wir noch an einer Yogastunde Teil und ich war super begeistert davon, so entspannt in den Tag zu starten. Von einer Oase der Ruhe in die Nächste: Da es von Ubud bis Java doch noch ein ganzes Stück ist, beschlossen wir im Norden Balis noch einen Stopp zu machen. Sehr gute Entscheidung. In unserer nächsten Unterkunft angekommen, waren wir schon von Beginn an begeistert von der Gastfreundlichkeit der Besitzer. Als Willkommens-Drink gab es eine gekühlte Kokosnuss. Das Zimmer hatte eine Open Air Dusche in der man nachts die Sterne beobachten kann. Müde und hungrig wollten wir am Liebsten direkt in ein Warung, aber wir entschieden uns, noch den Sonnenuntergang anzusehen. Dazu stiegen wir extra auf einen Berg, wo man aber leider keinen tollen Blick hatte und hockten uns stattdessen auf der anderen Seite des Berges an den Strand und staunten über die tollen Farben und die Silhouetten der Berge und Vulkane Javas, die wir so bald selbst sehen würde

2 July 2017

Am Abend, kurz vor Sonnenuntergang zog es uns noch zum Sunset Hill, wo wir ein bisschen spazieren gingen, aber nicht auf den eigentlichen Sonnenuntergang warteten. Zum Abendessen brachte Sandra mich nach Penestanan Kaja, dem Ort, an dem sie ihren Freiwilligendienst gemacht hat und wir aßen dort in ihrem Lieblingswarung.
Den letzten Tag in Ubud verbrachten wir (natürlich) entspannt damit, den Weitergang unserer Reise zu planen. Das wurde uns dann aber schnell zu langweilig, schließlich waren wir ja in Ubud und wir spazierten noch ein letztes Mal den Berg nach Penestanan hinauf. Sandra erzählte mir Geschichten und zeigte mir verschiedene tolle Plätze. Oben angekommen, sahen wir uns die dortigen Reisterassen an, die lang nicht so touristisch und meiner Meinung nach viel schöner sind als die in Tegalalang.

1 July 2017

Auf der Straße wurden wir dann von einem Kaffee Bauern angesprochen, ob wir auf seiner Plantage Tee und Kaffee probieren wollen. Da ich sowieso noch Kaffee kaufen wollte, stimmten wir zu. Wir erhielten mehrere kleine Tässchen mit unterschiedlichen Tee und Kaffeesorten. Als wir alle probiert hatten, fragte er uns noch, ob wir Erdbeer- und Kartoffelkaffee probieren wollten. Als Schwabe sagten wir natürlich nicht nein und waren überrascht vom guten Geschmack. Für diesen Kaffee werden grüne Kaffeebohnen zermahlen und dann mit Kartoffeln/ Erdbeeren gemischt. Am Ende wollte er uns noch den teuersten Kaffee der Welt probieren lassen. Da wir wussten, wie dieser entsteht und das auch auf der Plantage gesehen hatten, verneinten wir hier lieber. Die Kaffeebohnen werden zur Herstellung des Luwa Kaffees marderähnlichen Tieren ins fressen gemischt und aus dem Kot extrahiert. Dabei soll ein sehr spezieller Geschmack entstehen. Da bleiben wir doch lieber beim Ingwertee 😂.
Im Anschluss sahen wir uns noch die Reisterassen von Tegalalang an, die laut Sandra vor einem Monat noch viel grüner waren, da der Reis inzwischen schon geerntet wurde. Wir beschlossen, dort nur ein wenig spazieren zu gehen, da auch hier unglaublich viele Touris unterwegs waren.
Eigentlich wollten wir nur zwei Nächte in Ubud bleiben, da uns langsam die Zeit ausgeht und wir noch einige Kilometer bis Java und vor allem dann auf Java selbst zu bewältigen haben. Dennoch verlängerten wir noch um eine Nacht, um länger an diesem wundervollen Ort bleiben zu können. Beide Abende verbrachten wir in Reggae Bars, in denen beides mal dieselbe Band spielte und in denen wir mit den selben Einheimischen zusammen saßen, tranken, lachten und tanzten. Es war super entspannt.
Von Ubud aus starteten wir mit dem Roller um zwei verschiedene Wasserfälle anzusehen: Kanto Lampo und Tegenungan. Der Verkehr in Ubud ist verrückt, aber dennoch schafften wir es heil an den Wasserfällen anzukommen. Am Kanto Lampo waren wir fast alleine und badeten in dem eisigen Nass während der Tegenungan von ganzen Menschenmassen besucht wurde. Deshalb verbrachten wir nicht sehr viel Zeit dort.
Ubud ist bekannt dafür, ein Ort der Entspannung zu sein. An jeder Ecke wird Yoga angeboten und auch das Menü in den Restaurants ist an dieses Publikum angepasst. Es gibt unglaublich viele vegetarische und vegane, gesunde Gerichte. Zum Frühstück gab es für mich daher zweimal eine leckere Smoothie Bowl.😍 daran könnt ich mich gewöhnen.

30 June 2017

Die Blondis lieben scharfes Essen, doch unser erstes Essen in Ubud raubte uns jeden Geschmacksnerv. Auf Empfehlung des Kellners bestellten wir uns die 'Devil's duck' mit extra scharfer hausgemachter Chili Soße. Zusätzlich gab es dann noch eine mildere Soße dazu (für die, denen extra scharf noch nicht genug ist 🌋). Sie war tatsächlich sehr sehr lecker aber unsere Münder brannten was das Zeug hält. Um den Brand zu löschen brachte der nette Kellner uns dann noch ein Glas mit warmem Wasser- das half tatsächlich. Im Anschluss bat er uns noch ein Post-it zu beschriften und es zu zahlreichen anderen an die Wand zu hängen. Das war aber nicht die einzige individuelle Dekoration in diesem Warung. Direkt neben unserem Tisch waren einige Gläser mit Fischen aufgereiht, die sich, laut dem Kellner, nur gegenseitig zerfetzen würden, wären sie zusammen in einem Becken. Kampffische quasi. 🐟
Die Stadt, in der Sandra bereits einen Monat gelebt hat, überzeugte mich vom ersten Augenblick an. Über Airbnb hatte Sandra eine super süße Unterkunft gefunden, die nicht nur extrem groß ist, sondern auch einen Pool hat. Direkt nach unserer Ankunft brachten wir erst einmal eine riesen Ladung Wäsche in die Wäscherei und liefen dann Richtung Ubud Market. In jeder Ecke ruft es hier: 'yes miss, some sarong? Cheap price- cheap cheap. Special price for you today.' Lautschrift cheap: [tschiiip] Ich glaube fast, die kommen schon mit diesem Satz zur Welt. 😂 Auf diesem kunterbunten Markt kann man ungefähr alles kaufen. Von Klamotten, über Holzschalen bis hin zu überdimensionalen Holzdildos (die gibt es im übrigen eigentlich überall, in allen Größen und Farben oder als Flaschenöffner) 😂. Ich erstand eine Ukulele mit eingeschnitztem Muster für nur 7€. Ab jetzt gibt es keine ruhigen Abende mehr ❤🎶

29 June 2017

Oh liebes Bali, wie wir dich vermisst haben. Zurück in unserem Hotel hatten wir dann endlich auch unser großes Gepäck wieder. Wir waren beide mit unseren kleinen Rucksäcken unterwegs gewesen, damit wir kein Gepäck bezahlen müssen. Daher freuten wir uns nach der einen Woche in Malaysia nicht nur, wieder in Indonesien zu sein, sondern auch wieder frische Klamotten zu haben. Als wir um 12 an unserer Unterkunft ankamen, saßen dort zwei isländische Jungs herum, mit denen wir uns dann noch bis 2 Uhr in der Nacht unterhielten. Dann war es aber definitiv Zeit für's Bett und wir schliefen am nächsten morgen erst mal aus, bevor es weiter ging zu unserem nächsten Ziel, auf welches ich mich schon sehr lange freue: Ubud.
Nach drei Stunden Schlaf machten wir uns auf den Weg, Kuala Lumpur zu erkunden. Aus Erzählungen wussten wir bereits, dass die Stadt nichts kann, wollten ihr aber eine Chance geben. Leider sind wir auch zu dem traurigen Entschluss gelangt: Kuala Lumpur, du bist einfach nicht so schön 🤗. Das einzige architektonische Highlight dort sind die Petronas Tower, auf die wir allerdings nicht hochstiegen, da uns das Geld zu schade war. Doch auch von unten sahen sie recht cool aus.

28 June 2017

... aber aus der Partynacht wurde dann doch nichts, da wir um halb 6 erst in unseren Betten lagen und für unseren letzten Tag in Kuala Lumpur noch ein bisschen Energie tanken wollten. Die Busfahrt selbst war trotz bequemer Sitze echt nicht so der Renner. Im ganzen Bus konnte man die Rückenlehne nach hinten lassen, außer in der letzten Reihe- die wir Nachzügler natürlich ergattert hatten: Der Typ vor uns ließ seinen Sitz natürlich auch bis ganz nach hinten womit nicht mal Platz für die Beine war. Ein weiterer unangenehmer Faktor war neben der Kälte der widerliche Geruch, der im ganzen Bus herrschte. Aus Verzweiflung schmierte ich mir daher erst Desinfektionsmittel unter die Nase und als das nichts half, eben Tiger Balm (😍). Zwar brannte dann die ganze Haut um die Nase, aber man roch wenigstens eine Zeit lang nichts mehr. Ein Indonese kümmerte sich ungefragt in den Pausen um uns und als wir einmal nicht ausstiegen, stand er plötzlich mit Mais da, den er für uns gekauft hatte 😂 (2/2
Die Fähren scheinen es auf unserer Reise noch nicht so gut mit uns zu meinen. Wir hatten online ein Ticket für die Fähre von Langkawi zurück nah Penang gebucht sowie einen Anschlussbus von Penang zurück nach Kuala Lumpur. Am Hafen angekommen, wurde uns jedoch erklärt, dass unser 'Agent' über den wir gebucht haben, kein Geld überwiesen hat und somit keine Plätze auf der Fähre mehr verfügbar sind. Wir konnten allerdings keinen Tag länger warten, da am nächsten Tag direkt unser Flieger zurück nach Bali gehen würde. Etwas verzweifelt drehten wir uns um und dort stand wie durch Wunder der 'Chief', wie sich der Besitzer unser dortigen Unterkunft nennt (das steht sogar auf seiner Visitenkarte 😂). Dieser organisierte für uns eine alternativ-Fahrt- allerdings nicht über Penang. Wir rechneten mit einer 7 stündigen Busfahrt, kamen aber leider erst nach 12 Stunden -morgens um 5 in Kuala Lumpur an. Eigentlich hatten wir auf Empfehlung ein Hostel gebucht, welches eine Rooftop Bar besitzt,..(1/2

27 June 2017

Seven Wells waterfall: Um uns von der Hitze abzukühlen, fuhren wir mit dem Roller zum Seven Wells Waterfall ganz in der Nähe der Skybridge. Dort angekommen sahen wir nur unglaublich viele Männer in dem natürlichen Pool sitzen und ein paar muslimische Frauen am Rand, die ihre Füße in das kühle Nass streckten. Wir hatten zwar unsere Bikinis an, aber um nicht völlig respektlos zu handeln, beschlossen wir mit Klamotten ins Wasser zu steigen und waren ungewollt DIE Attraktion schlechthin. Völlig unbekümmert darüber, dass das Handy nass werden könnte, wollte gefühlt JEDER der Männer ein selfie mit uns. 'And now me- and now with my friend/cousin/dog' 😂 Wir hatten dennoch unseren Spaß und ließen unsere Klamotten dann auf dem Rückweg mit dem Roller trocknen.
Im Ticket für die Seilbahn waren noch weitere 'Attraktionen' inbegriffen, bei denen wir nicht einmal wussten, worum es sich dabei handelt. Die Location rund um die Seilbahn ähnelte einem Mini Freizeit Park und plötzlich fanden wir uns in einem 3D Kurzfilm und anschließend in einem 4D Dinosaurier Erlebnis wieder 😂✌🏼. Es war... naja unglaublich 🙈... Ebenso im Preis inbegriffen war eine 3D Art Ausstellung, die wir im Gegensatz zu den anderen beiden Vorstellungen echt cool fanden.
Eine der Sehenswürdigkeiten auf Langkawi ist die Skybridge- eine auf 700m liegende Schrägseilbrücke. Um dahin zu gelangen, fährt man mit der Seilbahn einen Berg hinauf und läuft dann ein Stück bis zur Brücke. Wir lachten über die Leute, die sich den 10 minütigen Fußweg sparten und weiteres Geld für eine Zahnradbahnfahrt von 5 Minuten ausgaben. Als wir jedoch die unterschiedlich und unnatürlich hohen Treppenstufen in der prallen Sonne wieder hochstiegen, verstanden wir immerhin die älteren Leute, die sich dies ersparen wollten. Die Brücke selbst war total überfüllt aber der Ausblick auf das blaue Meer war fantastisch.

26 June 2017

Der zweite Stop war mitten im Wasser. Über uns schwebten zahlreiche Seeadler und schossen nacheinander ins Wasser um Fische zu fangen. So viele auf einmal hatte ich wirklich noch nie gesehen. Zum Schluss fuhr unser Boot noch eine kleine einsame Insel an. Wir waren erneut im Paradies gelandet: weißer Sandstrand, unzählige kleine Einsiedlerkrebse in unterschiedlichen wundervollen Muschelgehäusen, und türkisblaues Meer - traumhaft.
Da wir ja nur eine Woche hatten, ging's am nächsten morgen in der Früh mit der Fähre nach Langkawi, einer Insel nahe der Grenze zu Thailand. Ganz spontan buchten wir in unserer Unterkunft einen Island Hopping Trip. Eine halbe Stunde später düsten wir bereits mit dem Schnellboot über das türkise Wasser, vorbei an zahlreichen kleinen Inseln bis hin zur Pregnant Maiden Insel, die ihren Namen einer Charakteristischen Berggruppe zu verdanken hat, die etwas wie eine liegende schwangere Frau aussieht. Dort hatten wir eine Stunde Zeit, einen Süßwasser See in der Mitte der Insel anzusehen. Allerdings hatten wir nach unserer letzten Begegnung mit wilden Affen ein Problem: der Weg zum Aussichtspunkt lungerte nur so von Affen. Zwei starrten uns angriffslustig an, knurrten und verfolgten uns sogar als wir ein klein wenig zu nahe kamen 😶🐒. Daher verzichteten wir und setzten uns ans Wasser in dem - trotz Warnung vor Parasiten - zahlreiche Touris badeten 🙈

25 June 2017

Mit dem Bus ging es dann weiter nach Penang, welches unter anderem für sein gutes Streetfood bekannt ist. Eigentlich planten wir dort auf den Penang Hill zu gehen, doch es waren uns eindeutig zu viele Menschen dort. Also liefen wir auf der Suche nach einem ATM ziellos in der Gegend herum, bis wir den Kek-Lok Tempel entdeckten. Ohne zu wissen, worum es sich eigentlich handelt, stiegen wir die Stufen zu diesem recht seltsamen Ort hinauf und sahen uns den Tempel an. Mit einer Zahnradbahn ging es dann noch zu einer riesigen Buddha Statue hinauf. Allerdings waren wir irgendwie froh, als wir diesen Ort wieder verlassen konnten 😂. Auf meinen Wunsch hin gingen wir dann noch in das Kamera Museum in Penang, in dem Kameras jeder Epoche ausgestellt waren. Super interessant. Später machten wir uns dann noch auf die Suche nach den verschiedenen Streetarts, die in der Stadt verteilt waren und natürlich schossen wir viele Fotos. Abendessen gab es dann natürlich auf der Straße. War echt lecker.
Für den folgenden Tag hatten wir eine Halbtagestour mit folgenden Stationen gebucht: 1. Schmetterlings Farm 2. Teeplantagen 3. Mossy Forest (vermooster tropischer Höhenwald) 4. Teefabrik 5. Erdbeerfarm Am tollsten fanden wir die Teeplantagen obwohl ich mich natürlich als totaler Erdbeer-Fan auch auf der Erdbeerfarm wohlfühlte 😍. Die Schmetterlingsfarm hat mich allerdings nur aufgeregt, weil unser Guide Schmetterlinge anfasste, um sie auf Menschen zu setzen, damit diese ihr tolles Foto als Andenken haben. Als ich ihn darauf hinwies, dass Schmetterlinge dann nicht mehr fliegen, antwortete er nur, dass diese nur auf die Sonne warten! Sicher doch! Die Schmetterlinge liegen gerne auf dem Boden rum anstatt zu fliegen... 😡 Ähnliches tat er mit den Reptilien, die man dort sehen konnte. Dennoch lohnte sich der Trip wegen den unglaublich grünen Teeplantagen sowie dem Besuch in der Fabrik!

23 June 2017

Da wir erst abends in den Highlands ankamen, machten wir uns nur noch kurz auf den Weg, eine kleine Wanderung im Dschungel zu machen. Diese überzeugte uns allerdings nicht, weshalb wir gleich zu unserer Lieblingsbeschäftigung übergingen: ESSEN. Hier gibt es total viele Restaurants mit indischem Essen, welches wir beide lieben.😍

22 June 2017

Hello Malaysia! Kuala Lumpur lassen wir erst mal aus weshalb wir nach der ersten Nacht in der Hauptstadt direkt in den Bus zu den kühlen Cameron Highlands stiegen. Von dort aus geht's dann weiter Richtung Penang. Da wir nur eine Woche Zeit haben, werden wir wohl viel Zeit in Bussen verbringen...

21 June 2017

Ein Thema für das Kaka & Adik (für die unaufmerksamen Leser: indonesisch für große und kleine Schwester) gleichermaßen brennen: ESSEN. Das asiatische Essen ist mit den köstlichen Gewürzen und der (meistens noch) angenehmen Schärfe einfach ein Traum. Um die Erinnerung daran nicht ganz zu verlieren und es zu Hause vielleicht mal nach kochen zu können, wollte ich unbedingt einen Kochkurs machen. Sandra hatte zwar bei ihrem Freiwilligenprojekt bereits einen gemacht, aber sie stimmte einem weiteren Kurs Gottseidank zu. Folgendes Menü bereiteten wir zusammen mit der total netten Eny (Besitzerin eines kleines Warungs (so heißen die traditionellen Familienrestaurants in Indonesien)) und zwei älteren Australierinnen vor: 1. Mais Cracker 2. Hühnchen Satay mit Erdnuss-Soße 3. Im Bananenblatt gegrillter Tunfisch 4. Veggie Curry mit Tempe und Tofu 5. Gegrilltes Hähnchen 6. Balinesisches Gado-Gado Das Essen war ein Traum und ich bezweifle, es jemals so nach kochen zu können 🍛.

20 June 2017

Nachdem der Flug und die Unterkunft für Kuala Lumpur gebucht waren, brauchten wir unbedingt was zu Essen. In nächster Nähe unserer Unterkunft konnten wir aber auf die Schnelle nichts finden, also fragten wir Google Maps und ließen uns führen. Leider führte der vermeintliche Weg direkt an einer Hauptstraße entlang, die wir dann auch noch überqueren mussten und am Ziel angekommen, gab es leider kein Restaurant. Enttäuscht liefen wir also zurück und wurden kurz darauf wieder von der Gastfreundschaft der Indonesen überrascht. Eine Frau, die gerade mit einer Herde Jungs eine Bananenstaude vom Weg räumte, rief uns zu sich und begleitete uns in ihr 'Restaurant'. Es war wie ein solches eingerichtet, doch wie sich herausstellte, war es nicht wirklich geöffnet. Dennoch kochte sie etwas einfaches für uns, dessen Schärfe uns fast den Atem nahm.Die liebe Ruthy hörte gar nicht mehr auf zu erzählen und machte Fotos mit uns während wir aßen. Hoffentlich läuft ihr Restaurant in der Hauptsaison gut an.
Da wir nun bereits 3 Wochen unterwegs sind und unser Visum nur für 30 Tage gilt, machten wir uns auf den Weg nach Denpasar in das immigration Center (imigrasi) um unser Visum zu verlängern. Dort angekommen begegneten wir einer verzweifelten Frau, die uns erklärte, sie wäre nun bereits schon den vierten Tag hier und nichts läuft. Dies war nicht die erste Geschichte, die wir über den langwierigen Prozess zu hören bekamen und genervt zogen wir eine Nummer am Schalter, der gerade Mittagspause hatte. Vor uns waren so viele Leute und wir wussten, dass das imigrasi ein paar Tage später wegen Ramadan für eine Woche schließen sollte. Unsere Rechnung ergab: wir hatten nur 3 Tage um das Visum zu verlängern und müssten somit mehr als 10 Tage auf unsere Reisepässe warten. Eine Weiterreise nach Plan wäre nicht wirklich möglich und wir müssten auf Abruf im imigrasi sein können. Daher entschieden wir uns spontan, Indonesien für ein paar Tage zu verlassen und erneut einzureisen. Unser Ziel: Malaysia

19 June 2017

... da wir mitten durch den Dschungel liefen, waren die Affen natürlich auch nicht weit. Sandra, die den Rucksack trug, wurde plötzlich von hinten von einem Affen angesprungen, der gesehen hatte, dass sich am Rucksack etwas zu essen befand. Er schnappte sich die Packung cracker und haute damit ab. Beide Blondis waren zu Tode erschrocken aber wir lachten darüber und gingen einfach weiter. Oben angekommen fand eben eine Zeremonie statt und wir durften die Gläubigen von hinten beobachten. Beeindruckend wie viele Leute sich täglich auf den Weg nach oben machen um zu beten. Die Aussicht von oben war leider nicht sehr gut, da wir mitten in den Wolken hingen, dennoch hatte der Ort etwas Magisches und wir blieben eine Weile oben sitzen und kauften an kleinen improvisierten Ständen etwas zu Essen. Die Leute tun mir echt Leid- mit einem riesigen Korb mit Chips, Bananen, Kaffee etc. auf dem Kopf besteigen sie vermutlich jeden Morgen die 1800 Stufen um ein bisschen Geld zu verdienen. (2/2)
Der eigentliche Grund für unseren Stop in Amed waren die 7 Tempel bei Pura Lempuyang. Wir entschieden uns für die mit Abstand günstigste Transportmöglichkeit: den Roller. Oben angelangt hatten wir drei Optionen: nur Tempel 1 und 2 besichtigen, oder 1800 Stufen zum 3. Tempel hochsteigen oder alle 7 Tempel verbunden mit einer weiteren Wanderung. Da wir Zeit hatten, wollten wir natürlich alle machen. Der erste Tempel war allerdings der imposanteste. Die Wanderung durch den Dschungel war es aber wirklich Wert, die längere Tour zu nehmen. Auf dem Weg zum letzten Tempel, den unglaublich viele Einheimische auf sich nahmen, griff eine ältere Frau nach meinem Arm und ich führte sie. Die Leute versuchten alle mit uns zu sprechen und waren sehr offen. So wurden wir immer wieder gefragt, wo her wir kommen und wie wir heißen. Auf indonesisch erklärten wir wie immer nur: Kaka (große Schwester) und Adik (kleine Schwester) aber das reichte meistens schon um sie zu begeistern. (1/2)

18 June 2017

Von Gili Air ging's mit dem Schnellboot nach Amed, ein kleines Fischerdorf im Osten Balis. Da es besonders schön zum Schnorcheln sein soll, liehen wir eben wieder Schnorchel aus und waren beim Einstieg gleich enttäuscht, weil vom schwarzen Strand aus nur schwarze Steine weg führten. Doch schon zwei Meter weiter verwandelte sich alles in eine kunterbunte Unterwasser Welt. Wir sahen Fische in allerlei Formen und Farben, in Schwärmen oder vereinzelt, blaue Seesterne, Korallen usw. Wir schnorchelten bis die Sonne am Untergehen war und es uns zu kalt würde. Der Sonnenuntergang ist in Amed besonders schön, da sie hinter einem Berg untergeht und man am Horizont einen Vulkan sehen kann, dessen Namen ich vergessen hab.

17 June 2017

Alle Erinnerungen an Gili Air werden wir wohl weniger mit der paradiesischen Insel als mit tollen Leuten, Gitarrenmusik (vor allem von Coldplay) & Lagerfeuer am Strand verknüpfen. Es war einfach unsagbar schön und wir haben tolle Leute kennengelernt, mit denen wir jeden Abend redeten und aber vor allem Musik machten. Wie so oft ist es nicht der Ort, sondern die Leute dort, die die Zeit und die Erinnerungen perfekt machen. Werden die Leute echt vermissen. Natürlich haben wir auch tagsüber etwas unternommen: waren zB Schnorcheln - allerdings mit einer viel zu großen Gruppe, die alle unachtsam mit den anderen und der Natur umgingen. Als wir beispielsweise eine Wasserschildkröte entdeckten, hatten wir plötzlich Hände, Flossen und Kameras im Gesicht. Eine andere stand einfach achtlos auf einer Koralle rum und schrie schnippisch zurück, als sie belehrt wurde, nicht auf Korallen zu stehen. Die Unterwasserwelt hier fasziniert uns sehr - vor allem die Schildkröte war sehr beeindruckend 🐢

15 June 2017

Ein Must Do auf Sandras Liste war es, einmal auf einem Surfbrett zu stehen. Ich betrachte mich selbst als eher unbegabt in solchen Dingen, weshalb ich erst dagegen war. Umso besser aber, dass ich mich überreden ließ. Wir hatten super coole Surflehrer, die uns an unserem ersten Tag (wie sich später herausstellte) gleich zur 'Level 2 Welle' brachten. Wir waren mehr damit beschäftigt zurück zu paddeln, wenn uns eine Welle packte, als dass wir wirklich versuchen konnten aufzustehen. Deswegen beschlossen wir, am nächsten Tag direkt nochmals zu gehen. Am 'Level 1 Strand' war es dann echt easy und wir hatten wenigstens ein paar Erfolgserlebnisse. Das Witzige ist, dass man hier einfach direkt ins Wasser geworfen wird, ohne davor irgendwelche Theorie oder Sonstiges zu lernen. Learning by doing frei nach dem Motto: 'Catch the sexy wave'! Wider Erwarten, werde ich in Zukunft wohl noch öfter versuchen Wellen zu reiten. 🐳 🌊 Danke Sandra 🙌🏽

11 June 2017

Unser letzter Stop war in einem traditionellen Sasak Dorf. Auch hier erhielten wir eine kleine Führung, die aber authentischer war als jene im Dorf davor. Erschreckende Tatsache: Die Bewohner des Dorfes sind im wahrsten Sinne des Wortes alle eine Familie: geheiratet wird nur Cousin und Cousine. Im seltensten Fall kann auch ins Nachbardorf verheiratet werden, was allerdings teurer ist. Auch erschreckend war der Anblick einer alten Frau, die aus dem Mund faulte. Sie wollte uns etwas verkaufen aber wir konnten sie kaum ansehen. Unser Guide zeigte uns noch eines der Häuser von innen. Es bestand aus zwei Räumen, in denen sieben Leute wohnen. Geschlafen wird auf dem Boden auf dünnen Matratzen. Im zweiten Raum wird gekocht und gegessen und unverheiratete Frauen schlafen ab einem gewissen Alter getrennt vom Rest der Familie bei der Kochstelle. Dieses Dorf war nicht etwa ein Museum - die Leute leben dort tatsächlich so. Schon etwas erschreckend.
Der zweite Stopp war in einem lokalen Dorf, in dem Stoffe gewebt wurden. Wir beobachteten Frauen, wie sie webten und wurden etwas im Dorf herum geführt. Für einen einfachen Stoff ohne komplizierter Muster webt eine Frau ca einen Monat. Später wurden wir noch in traditionelle Kleidung gehüllt und gebeten, etwas zu kaufen. Die Preise waren horrend, da das Dorf noch Abgaben an den Staat leisten muss. Daher konnten wir leider nichts kaufen, unterstützten aber mit einer kleinen Spende für die Führung.
An unserem ersten Tag in Lombok buchten wir einen Fahrer, der uns zu mehreren Orten fahren sollte. Selbst dorthin zu kommen ist relativ schwierig, da die Insel sehr groß ist. Unser erster Halt war bei den Benang Stokel Wasserfällen. Zusammen mit einem Guide wanderten wir von einem Wasserfall zum nächsten und sahen dabei drei verschiedene Wasserfälle. Fantastische Natur und unglaublich reines Wasser. Natürlich konnten wir der natürlichen Dusche nicht widerstehen und ließen uns etwas massieren. 😍allerdings war der Strahl dann meistens schon echt hart und das Wasser auch echt kalt 😁

10 June 2017

Warum reist ihr nur in Indonesien rum? So oft werden wir das gefragt. Warum? Weil es ein so facettenreiches Land ist, in dem es selbst noch für eine 7 wöchige Reise viel zu viel zu sehen gibt. Unser nächster Stop - Lombok - fühlt sich beispielsweise schon wie ein ganz anderes Land an. Bei unserer Ankunft (einen Tag zu spät), stellten wir die ersten Unterschiede während der Fahrt zu unserem Homestay fest. Im Gegensatz zu Bali gibt es hier kaum Tempel- dafür aber total viele Moscheen. Kein Wunder- der Großteil der Menschen hier ist muslimisch. Aber nicht nur die Kultur, sondern auch die Landschaft und vor allem der Lebensstandard unterscheiden sich schon stark von Bali. Beispielsweise begegnen dir Kinder am Strand die selbst gemachte Armbändchen verkaufen wollen oder um Geld betteln.😞 Lombok ist im Moment noch weniger touristisch -allerdings sind überall Baustellen und leider wurde auch der Monkey Forest gerodet - nur um ein Hotel zu bauen. Was richten wir Touris im Paradies nur an?

9 June 2017

Es lebe die deutsche Bahn. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sage, aber die deutsche Pünktlichkeit und Verlässlichkeit ist echt was Wert. Der Plan war folgendermaßen: Fähre von Nusa Penida nach Padangbai (Bali) und im Anschluss Fähre von Padangbai (Bali) nach Bangsal (Lombok). Leider ging das nicht ganz so auf. Fast pünktlich um 9 Uhr morgens legte die Fähre ab. Ungefähr 1,5h später sahen wir den Hafen in Bali vor uns. Leider konnten wir nicht hineinfahren, da es nur zwei große Anlegestellen gab und - wie wir später erfuhren- eine Fähre kaputt im Hafen lag und repariert wurde. Es konnte sich ja nur um Stunden handeln. Frei nach dem indonesischen 'hati hati' ging auch die Zeit 'langsam langsam' vorbei 🕚🕛🕐🕑🕒🕓🕔🕕🕖 und nach 8 Stunden, nach wunderbar verfärbten Himmel beim Sonnenuntergang, waren wir dann endlich wieder an Land und beschlossen im Dunkeln erstmal nicht weiterzureisen und eine Nacht hier zu schlafen. Eines haben wir ja definitiv: Zeit.
Erste Berührungspunkte mit der 'bahasa Indonesia' Je weniger touristisch die Orte werden, an die wir gehen, desto weniger Leute sprechen Englisch. Der Besitzer unserer Unterkunft konnte wirklich nur ein paar Brocken Englisch, wollte aber offensichtlich die ganze Zeit mit uns reden. Als ich draußen meine Schuhe putzte, stand er neben mir und zählte Orte auf, die man sehen muss, nur um über etwas zu reden. Sandra brachte mir dann das Indonesisch Wörterbuch und ich fragte ihn, ob er Kinder habe. Er war so glücklich über die Frage, dass er direkt darauf los plapperte. Ich verstand dann, dass er einen Sohn und eine Tochter habe und wir erzählten ihm, dass wir Schwestern sind. Die Herzlichkeit dieser Leute ist unfassbar. Man fühlt sich fast überall willkommen und wird sehr freundlich empfangen. Ein Mann am Strand setzte sich beispielsweise auch zu uns um mit uns zu sprechen und schrieb englische Worte in den Sand um sie mit uns zu lernen. Wir müssen dringend ein bisschen indonesisch lernen

7 June 2017

Der wohl spektakulärste Weg zum Strand. Viel muss dazu wohl nicht gesagt werden. Es war einfach atemberaubend schön. 'Karang Dawa' - so heißt der Ort (vermutlich), fanden dazu nicht wirklich eine Angabe 🤔
Eines der Highlights bisher war der Pererenan Sunset Point. Nicht nur die fantastische Aussicht von der Klippe sondern vor allem die Indonesen, die sich dort mit uns unterhielten und Fotos schossen, machten diesen Ort besonders. Von oben sahen wir das blaue Wasser und es war so klar, dass wir darin einen Manta-Rochen schwimmen sahen. Wir saßen dort ziemlich lange, schaukelten und redeten mit den Leuten. Sandra wusste allerdings einen noch besseren Spot. Ich war erst dagegen, weil uns von den Straßen bereits die Hinterteile weh taten, aber ich bin froh, dass sie mich überredete, den Spot noch zu suchen, welcher uns echt die Luft nahm.
Goa Gitri Putri: In dieser Höhle befindet sich ein Hindu-Tempel, welcher für Touris zur Besichtigung frei ist. Wir legten uns wieder unsere Sarongs an und stiegen hoch zum Eingang. Bevor wir eintreten durften, erhielten wir einen 'Spritzer' heiliges Wasser und konnten/sollten/durften eine Spende abgeben. Um in die Höhle zu gelangen, muss man sich ganz schön ducken, bis die Decke dann höher wird und sich die riesige, beleuchtete Höhle auftut. Auf beiden Seiten waren immer wieder Altäre zu finden. Ungefähr in der Mitte der Höhle führte eine Treppe zu einem höher gelegenen Altar, den man allerdings von außen nicht sehen konnte. Ständiges Glöckchen-Klingeln und das Gemurmel hinduistischer Gebete umgaben uns und man spürte, dass man an einem besonderen Ort war. Dieses Gefühl allein ließ uns schon gedämpft sprechen und immer wieder blieben wir stehen und staunten.

6 June 2017

Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Tag direkt auf Erkundungstour. Über super schlechte Straßen erreichten wir mit dem Roller die 'Crystal Bay'. Leider waren die Wellen so hoch, dass man nicht baden konnte und es waren für unseren Geschmack auch zu viele Leute dort. Also gingen wir zurück zur Unterkunft, holten unsere Sachen und zogen in das Banana Homestay, welches wir ursprünglich gebucht hatten. Die Besitzer waren so süß, aber konnten fast kein Englisch. Das Zimmer hatte einen Balkon mit Blick aufs Meer. Zwar hatten wir weder Klimaanlage, noch warmes Wasser, noch richtige Abflüsse (besonderes beim Waschbecken muss man sich daran gewöhnen, nicht direkt davor zu stehen, wenn man seine Hände wäscht, weil das Wasser direkt unten wieder rausfließt), und auch kein WLAN aber wir fühlten uns super wohl und waren happy und bereit die Insel weiter zu erkunden.

5 June 2017

Unser nächster Stop war die größere, aber weniger touristische balinesische Insel Nusa Penida. Durch ein Missverständnis hatten wir zu Beginn keine Unterkunft und kamen dann in einem sehr günstigen Homestay unter. Homestays sind in Indonesien sehr häufig. Man wohnt zusammen mit den Einheimischen in einem Komplex und lebt somit auch ähnlich wie diese. In unserer Unterkunft für die erste Nacht war das aber anders- hier gab es extrem viele Zimmer, die aneinander gereiht waren, aber wir waren die einzigen Gäste. Wir zahlten zusammen 10€ pro Nacht, was sich in der Ausstattung der Unterkunft deutlich zeigte: Stehklo ohne Spülung und ein Wasserhahn (Dusche🤔) direkt aus der Wand, an dem man sich waschen konnte. Wir waren froh um unsere Insektensicheren Schlafsäcke und darüber, hier nur eine Nacht verbringen zu müssen. 😅 Für das Geld war es aber echt okay und der Besitzer war super lieb.
Am zweiten Tag auf Lembongan beschlossen wir noch die kleine Insel nebenan - Nusa Ceningan- zu erkunden. Beide Inseln sind durch eine schmale gelbe Brücke miteinander verbunden. Bis letzten Herbst war diese Brücke noch aus Holz und brach letztlich unter der Last zusammen. Wir hatten Glück, dass es seit kurzem eine neue Brücke gibt, dieses Mal aber aus Metall. Beim Überqueren hatten wir dennoch ein mulmiges Gefühl im Magen. Die Blue Lagoon auf Nusa Ceningan hat extrem blau-türkises Wasser. Man kann darin zwar nicht baden, weil die Wellen zu hoch sind, aber allein der Anblick ist fantastisch. Wir erkundeten auch diese Insel mit dem Roller und beschlossen noch Mittagessen zu gehen, da wir abends weiterreisen wollten. Wir landeten in einer relativ neuen Anlage. Der Besitzer war froh, Kunden zu haben und bot uns direkt nach dem Essen an, im hauseigenen Infinity-Pool zu baden. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und erkundeten auch noch den angrenzenden Strand. Das wahre Paradies!!
Einer unserer Wege führte uns zu 'devil's tear'. Diese Bucht oder besser das Spektakel, das sich hier abspielt, wird so genannt, da die großen Wellen in einer Art Höhle brechen und im Anschluss als Dampf wieder aus der Höhle zurück geschleudert werden. Es sieht fast so aus, als wohne in der Höhle ein Drache🐉 oder vielleicht der Teufel selbst? Das besondere daran ist, dass in diesem Dampf ein Regenbogen auftaucht. Wir waren total begeistert und setzten uns mit GoPro und Kamera ausgerüstet auf einen Stein um das Spektakel zu beobachten. Leider war das wohl etwas zu nahe. Die nächste große Welle brach und - tja, was soll ich sagen- plötzlich waren die zwei Blondies halt 'bätschnass'. 🙄💦

4 June 2017

Sonntagabend fuhren wir noch in den Norden der Insel um einen der beiden einzigen Mangroven Wäldern in Indonesien zu sehen. Ein Einheimischer sprach uns an, ob er uns mit dem Boot durch den Wald fahren solle. Da man von dort die Wälder besser sehen kann, stimmten wir zu. In diesem Wald leben mehrere Arten an Bäumen, die trotz salzigem Wasser im Morast ihre Wurzeln schlagen und dort überleben können. Zwischen den Bäumen gab es eine kleine Wasserstraße durch die wir mit dem Boot durchfuhren. Im Dezember, wenn gerade Blütezeit ist, sei der Wald noch viel beeindruckender. Als wir dann aufs Meer hinaus fuhren, ging gerade die Sonne unter. 😍
Buschfunk aus dem Paradies: Direkt neben Bali liegen Inseln auf denen die Touris noch nicht ganz so überhand genommen haben. Hier gibt es kaum Verkehr und viele Leute leben noch sehr ursprünglich. Unser erster Stop war auf Nusa Lembongan (die touristischste der Inseln). Über unseren balinesischen Freund aus Sanur kamen wir zu einer tollen Unterkunft mit Pool, in der wir einen Roller für einen Tag umsonst ausleihen konnten (sorry Mama, aber andere Fortbewegungsmöglichkeiten gibt es hier leider nicht und es gibt wirklich kaum Verkehr! 🤷🏼‍♀️) Mit dem Roller war die 6km lange Insel relativ schnell erkundet. Es ist einfach ein Traum eine Straße entlang zu fahren, die auf beiden Seiten von tropischen Pflanzen gesäumt ist und auf der man manchmal sogar direkt am Meer entlang fährt.

3 June 2017

'Heute machen wir mal nichts.' Dass dieser Vorsatz nicht aufgeht war ja klar. 'Taxi? Taxi?' ruft es an jeder Ecke und da gerade nicht so viel los ist, kann man den Preis für den Fahrer einfach runterhandeln. Also entschieden wir uns, noch den Tanah Lot Tempel anzusehen. Er soll einer der schönsten auf Bali sein. Bei Sonnenuntergang waren wir am Tempel, der tatsächlich mitten im Wasser steht. Wir standen auf schwarzem Sandstrand und beobachteten den Sonnenuntergang hinter dem Tempel und die starken Wellen, die an den Klippen brachen. Wunderschön 😍 Unser Fahrer war super lieb und führte uns herum. Leider gab es wieder einige Touris, die man hier aber super ausblenden konnte. Am Abend saßen wir noch mit einem Balinesen aus dem Hotel am Pool und ließen den Abend und die Zeit in Sanur mit einem Drink ausklingen. Seine Erzählungen über Land und Leute waren sehr spannend und langsam bekommt man ein Gefühl dafür, wie die Menschen auf der 'Insel des Lächelns' ticken.🌴
Die Wanderung vom Dreamland zum Padang-Padang Beach: 5km von einem Strand zum nächsten wandern? Kein Problem für die zwei Blondis. Nachdem wir ca 50 Taxi Fahrer abgewimmelt hatten, liefen wir in der knallen Mittagssonne eine 'Straße' mitten im Nirgendwo entlang. Als wir dann nach langer Zeit an einem Haus vorbeikamen, fragten wir dort nach mehr Wasser, da wir zu wenig dabei hatten. Die netten Leute schenkten uns die Flasche Wasser sogar😊. Nach ungefähr 1,5h witzigen Stunden (Google Maps Vorhersage: 1h5min🙈) erreichten wir Padang-Padang und aßen erst mal ein paar lokale Spezialitäten (zum Essen hier verfasse ich irgendwann auch noch einen Post). Am Strand angekommen, sahen wir jede Menge Affen. Diese waren, im Gegensatz zu uns, schon sehr an Touristen gewöhnt. Da gerade Flut war, war der mini Strand total überfüllt und der eigentliche Traumstrand verwandelte sich in ein überfülltes Touristenziel. Sehr sehr schade. Dennoch- das kühle Wasser und die Wellen waren wunderbar.
Erster Stop: Dreamland Beach. Toller Strand. Hinter einem Felsen fanden wir einen Spot ohne Menschen direkt an einer Klippe. Die Wellen waren riesig dort und das Wasser super blau. Einfach ein Traum. Hinter dem Felsen am Hauptstrand war mehr los aber es war immer noch angenehm.
Da man in Sanur kaum etwas machen kann (eingeschlafenes, touristisches 'Senioren'-Zentrum) außer, dass man von dort aus gut und schnell auf die nahegelegenen Inseln kommt, zu denen wir bald gehen, beschlossen wir noch Tagesausflüge zu machen. Allerdings sieht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln ziemlich mau aus, weshalb wir einen persönlichen Fahrer anheuerten. Dieser war allerdings etwas verwirrt: hin und zurück für 350k IDR (25€) boten wir an und er so: nein 170k hin und 150k zurück. Super, dachten wir und stiegen ein. Auf dem Weg dahin fragte er, wie wir denn vom ersten zum zweiten Strand gelangen sollen ohne Taxi: zu Fuß natürlich. Sind ja nur 5km. Er lachte uns aus. In Singapur sind wir 20km pro Tag gelaufen. Das beeindruckte ihn. Dennoch fing er aus dem nichts wieder an zu lachen und sagte, das sei unmöglich. Dieser Taxifahrer war der erste unhöfliche Mensch, den wir hier kennenlernten. Später sollten wir noch erfahren, wie unhöflich er wirklich ist.

2 June 2017

Gegen Nachmittag erreichten wir den Uluwatu Tempel. Wir banden uns unsere mitgebrachten Sarongs um die Hüften und stiegen die Stufen zum Tempel hinauf. Es war total überlaufen, weswegen wir nicht lange blieben. Jeden Abend findet an den Tempeln der traditionelle Kecak Tanz statt. Das ist ein durch Sprechgesang begleitetes spirituelles 'Theaterstück'. Sandra hatte in Ubud bereits ein solches gesehen und meinte man müsse es einmal gesehen haben. Das ist definitiv wahr - echt interessant aber auch 'speziell'. Nach 10 Min verließen die ersten Touris bereits das Theater- so respektlos🙄! Als das Stück vorbei war, machten wir uns auf die Suche nach unserem Taxifahrer. Dieser tauchte nicht auf, bis wir alleine dort standen und die lokalen Taxifahrer uns ausnutzen konnten. Ruf-Taxis dürfen nicht in die Nähe des Tempels also zahlten wir schließlich einen sehr teuren Preis bis zum Nachbardorf um von dort aus ein Taxi mit Taxameter zu nehmen. ❗️Merke: Fahrer immer erst nach der Nummer fragen!

31 May 2017

Bali Ein Tag am Strand - so hieß der Plan für den ersten Tag in Sanur. Das wurde aber schnell langweilig, weshalb wir beschlossen Fahrräder auszuleihen. Schon voll im Handelwahn handelten wir den Preis auf ~3,50€ für zwei Fahrräder à 24h. Leider stellten wir dann fest, dass wir nicht mal genug Geld dafür dabei hatten. 😅✌🏼 nun haben wir die Fahrräder trotzdem und zahlen morgen. Den Rest des Strandtages verbrachten wir also auf dem Fahrrad und fuhren die ewig lange, tolle Strandpromenade entlang. Es gibt hier zwar unendlich viele Hotels (leider viel zu touristisch) aber die Radtour war einfach fantastisch. Am Abend aßen wir noch auf dem Pasar Sindu - dem Night Market in Sanur. Dort gibt es an zahlreichen Ständen super leckeres lokales essen und vor allem: gaaaanz viel frisches Obst. Allgemein sind Smoothies etc. so günstig (~1€), dass es sehr schwer fällt, nein zu sagen. Die Leute hier in Bali sind ultra freundlich, sogar bereits am Flughafen. Ich war echt positiv überrascht. 😍
An unserem letzten Tag in Singapur stießen wir in Chinatown noch auf eine interessante Delikatesse: fermentierte, platt gewalzte Tintenfische sowie getrocknete Eidechsenhaut am Stil. Scheinbar gibt es echt Menschen, die das essen - zumindest erstes. Die Eidechsen sehen eher aus wie Fliegenklatschen - oder aber sie haben heilende Wirkung. Wer weiß. Der Weg zum Flughafen war mal wieder chaotisch. Eigentlich hatten wir alle Zeit der Welt, sind aber, dafür, was alles passiert ist, viiiiiel zu spät los. Ganz Schwäbisch hatten wir wieder alles unser Bargeld ausgegeben und stellten dann fest, dass man für die MRT (U-Bahn) gar nicht mit Karte bezahlen kann. Mit voller Ausrüstung (Backpack usw.) ging es also zurück, Geld abheben und los. Natürlich wurden dann gerade dann backpacks kontrolliert und die Türen der Bahn klemmten 🙈. Viel zu spät kamen wir dann am Flughafen an, wo ich Gottseidank in der Schlange vor durfte um mein Gepäck noch abzugeben. 💪🏼

30 May 2017

Ein typischer Blondi-Tag als Blitzlicht. ✨Location: Botanischer Garten Singapur: trotz sehr guter Beschilderung liefen wir im Kreis und tausende Schlaufen. Orientierung war schon immer unser Ding. ✨Location: mitten im Wald: Vor lauter Erschöpfung liegen wir ungefähr eine Stunde in einer überdimensionalen Hängematte mitten im 'Regenwald' und machen Mittagsschlaf. Das Leben ist doch schön. ✨Erholt, aber immer noch blond und orientierungslos steigen wir in irgendeinen Bus, bezahlen dafür um zwei Stationen später wieder auszusteigen und dann in dieselbe Richtung weiterzugehen. Bewegung ist schließlich auch wichtig (am Ende des Tages sind wir ca. 20km gelaufen 🙈) ✨Location: Lau Pa Sat. Fast am Verhungern erreichen wir irgendwann den großen historischen Essensmarkt und brauchen super lange um zu entscheiden, was wir essen wollen. Essensmärkte wie diesen gibt es in Singapur mehrmals. An den Ständen kann man asiatisches und lokales Essen aber auch frisches Obst etc. genießen. (1/2)
(...)Wir entscheiden uns schließlich für ein vegetarisches indisches Gericht. Abends essen wir wieder in einem Hawker Center aber direkt am Marina Bay. Dort gönnen wir uns typisch singapurisches Essen. Beides Mal suuuuuper lecker. ✨Location: Cloud Forest Singapur: Nach langem Überlegen entscheiden wir uns dafür, in den künstlich angelegten Cloud Forest Dome zu gehen- einer Kuppel in der ein Hügel voller Blumen angelegt ist, die man nur in höher gelegenen Regenwäldern findet. War sehr imposant. ✨Location: Ce la Vi Skybar: Schlau, schwäbisch aber eben immer noch sehr blond zahlen wir ~25€ für einen Voucher der Skybar um dann mit zwei Getränken genau auf diesen Betrag zu kommen-dumm nur, dass es auch noch eine Service Gebühr gibt. MERKE: Immer erst checken, ob Preis inkl. Service&Steuer❗️ Der Blick und der leckere Mojito waren es definitiv Wert. ✨Location: Liegestühle am Marina Bay: den Tag mit tollen Gesprächen und dem Blick in die Stadt ausklingen lassen-so kann man's aushalten. (2/2)

28 May 2017

Singapur - or 'Can we take a photo with you?' An unserem ersten Tag in Singapur sind wir vermutlich auf so vielen Kamera-Speicherkarten gelandet, wie noch nie. Alles begann morgens bei unserem ersten Stopp in Little India. Mitten im kunterbunten Viertel wurde alles mögliche auf der Straße verkauft. Unter anderem frisches Obst 😍. Wir gönnten uns die erste Kokosnuss, was uns scheinbar interessant zu machen schien. Spiegelreflexkamera gezückt und offensichtlich- wie ein Paparazzo - schoss ein Asiate ein Foto von uns. Keine zwei Minuten später ein Typ mit Handykamera - fokussiert uns-'oh sie sehen mich' -Kameraschwenk nach oben- 'ich fotografiere nur etwas über euch'. Na klar. Später am Abend baten wir einen Asiaten, der kameratechnisch gut ausgerüstet war, ein Bild von uns mit meiner Kamera zu schießen. Ein weiterer sah uns zu und bat uns dann noch mit ihm zu posieren. Danach wollte der Fotograf auch noch ein Foto mit uns. Noch später wollte ein Inder unbedingt ein Foto mit Sandra (1/2
Nun noch etwas zum Tag. Neben Little India waren wir heute nur am Marina Bay. Wobei 'nur' tatsächlich eine Untertreibung ist. Wir waren sehr begeistert. Vor allem am Abend ist das Lichtermeer ein kleiner Traum. Die Fotos direkt aus der Kamera, sehen aus, als wären sie bearbeitet. Die künstlich angelegten, riesigen Stahlbäume, die mit echten Blumen bepflanzt sind, leuchten abends, begleitet durch Musik, in allen möglichen Farben. Zusammen mit dem sattem Grün ergab das ganze einen super Kontrast. Eigentlich will ich euch gar nicht so viel Touri-Zeug erzählen :). Das kann man auch alles nachlesen, aber das hat uns neben dem Marina Bay Sands seeeehr fasziniert. Morgen wollen wir gerne in die Rooftop Bar, um den einzigartigen Ausblick zu genießen. Sind schon sehr gespannt. (2/2)

26 May 2017

Jetzt geht's also los. Bald (in ca 17 Stunden) treff ich 'die Kleine' in Singapur. Bis dahin chill ich in Paris im 'Beton-Camembert', dem (nur) neunt größten Flughafen der Welt. Habe vorhin schon etwas von meinem schönsten Französisch ausgepackt, als ich nach meinem Boarding Pass gefragt wurde und ich nur ein blödes und unhöfliches 'quoi?!' von mir gab... tja dann wurde es mir auf französisch erklärt- die können einfach kein Englisch die Franzosen. Ich freue mich sehr auf die nächsten 8 Wochen, waren die letzten Tage doch sehr anstrengend (Bewerbungen, Entscheidungen für die 'Zukunft', Chaos und wilde Packerei - vermutlich habe ich sowieso was vergessen, aber was soll's?). Ich freue mich auf mein erstes Mal Asien, auf viele neue interessante Leute, spannende Kultur und vor allem mit meiner Kleinen ein Stück dieser spannenden großen Welt zu erkunden. Jetzt versuche ich erstmal Opas Rat zu befolgen, nicht vom Himmel zu fallen und dann gibt es bald Updates aus Singapur :) Salut! Simi