South America, Europe · 97 Days · 80 Moments · January 2017

Eine Weile weg - Südamerika


28 April 2017

Claudi und Joke sprachen uns vor gefühlt sehr langer Zeit ein liebes Dankeschön aus. Das möchten wir jetzt weitergeben, allem voran den Beiden, dann allen virtuell Mitreisenden und nicht zuletzt der guten Fügung, die unsere gesamte Tour begleitet hat. Angelehnt an den genialen Spruch von Rahel Varnhagen  schließt unser Blog: Was haben wir dieses Vierteljahr gemacht? Nichts. Wir ließen das Leben auf uns regnen.

26 April 2017

Santiago, ein wildes Potpourri an Architektur. Die Spanne reicht von spiegelnden Wolkenkratzern über Prachtbauten bis hin zu zahllosen trüben Hinterhöfen. Auf dem Hügel "Cerro Santa Lucia" - ehemals Einsiedelei, Konvent und Militärfestung – breiten sich die bunte Stadtlandschaft und der schon morgens aufkommende Smog vor uns aus. Wir lassen uns treiben, genießen den Tag, die Stadt, das Leben... ☺.

25 April 2017

Der Kreis schließt sich. Bei der Sabbattour betraten wir in Santiago de Chile zum ersten Mal südamerikanischen Boden, jetzt endet unsere Reise hier. Zwei Tage haben wir noch...😊.

24 April 2017

Morgendliche Impressionen aus der Suppenküche der Atacama-Wüste = "Los Geysers del Tatio".

23 April 2017

Das "Valle de la Luna" (Mond-Tal)  ist ein Touristenmagnet, insbesondere zum Sonnenuntergang. Auch uns zog er an 😊
Nicht alles, was in den Bergen weiß ist, ist Schnee. Hier in der Cordillera de la Sal handelt es sich um eine Kalziumkruste. Vor mehr als 30 Millionen Jahren wurde der geologische Grundstein zu diesem Phänomen gelegt. Tolle Formationen, überirdisch wie unterirdisch.

22 April 2017

Das Sternenfirmament lässt sich nirgendwo sonst als in der lichtarmen Atacama-Wüste besser beobachten. Also gingen wir gestern Nacht Sterne gucken. Phänomenal, was es da am Himmel mit und ohne Teleskop zu sehen gibt. Bild 1: Saturn (er stieg kurz vor Mitternacht auf) Bild 2: Jupiter (mit vier sichtbaren Monden)
Unglaublich die Gegend hier. Endlose Ödnis, im Salar de Atacama trockene Salzkrusten mit eingeschlossenen, übelriechenden Lagunen und umher  stolzierende Flamingos, die sich bis Ende Mai/Juni mehr und mehr hier versammeln werden. Alles umringt von perfekt geformten, überwiegend noch aktiven Vulkanen.

21 April 2017

Dieses San Pedro mit seinen Touristen-Pferchen und Dollar-Glitzereien ist für uns ein Gefängnis. Dummerweise sollten wir im Dunstkreis dieses Disneylands bis Montag durchhalten, da erst dann der einzige(!) im Voraus gebuchte Transfer (ein Schnäppchenflug statt endloser Busfahrt verlockte uns😕) zu unserer Endstation Santiago de Chile ansteht. Wir weichen aus. Heute wieder im Altiplano auf Höhen über 4000 Hm unterwegs mit kristallklarer, eiskalter Luft und brillanten Ausblicken atmen Herz und Seele (die Lunge weniger 😉) wieder durch.

20 April 2017

Ein Hauch von Absurdistan scheint uns plötzlich zu umgeben. Seit gestern früh in Arica ohne Unterkunft unterwegs, standen wir den ganzen Tag vor vergitterten Türen, egal ob Laden, Pinte oder Toilette. Hä, was ist jetzt los? Nachfragen ergaben: Volkszählung, alle  zehn Jahre findet die statt, alle haben zu Hause zu sein, das Leben steht absolut still. Immerhin hatten wir für den Tag eine Rolle Kekse. Dann unsere nächtliche Busfahrt. Andere Abfahrtszeit, anderes Unternehmen, mitten in der Nacht eine drastische Kontrolle mit komplettem Bus-Ausräumen und Gepäckdurchleuchtung, wenige Stunden später wieder aus dem Bus-Halbschlaf gerissen standen wir unvermutet in bitterkalter Nacht auf einem gottverlassenen Busbahnhof. Immerhin stimmte das Ziel, San Pedro de Atacama. Jetzt gucken wir uns den Ort und die Möglichkeiten hier an. Hmm, sehr dirigiert kommt uns das vor. Viele Agenturen, die alle im Prinzip dieselben Abenteuer verkaufen wollen. Darf man seine Schritte hier nicht alleine machen?

18 April 2017

Wir erleben krasse Gegensätze. Vor paar Tagen noch bei riesigen Tagestemperatur-unterschieden, zum Teil deutlichen Minusgraden und über mehrere Wochen in Höhen um die 4000m über dem Meeresspiegel unterwegs, befinden wir uns jetzt am Pazifik bei spätsommerlichem Sonnenschein und menschenleeren Stränden. Vorbei die Zeit atemlos machender Höhenluft (die kommt wahrscheinlich nochmal). Nicht bewusst war uns, wie trocken und öde die Region zwischen Peru und Chile ist. Über 700km nur Vulkanschutt, Sand und einzelne Oasen. Die wüstenartige Landschaft umschließt auch Arica. Der Körper scheint es zu verarbeiten, der Kopf kommt kaum hinterher.
Wir sind eine lange Reise und ein Land weiter, jetzt Chile, aktuell Arica. Zu dieser späten Stunde sehen wir nicht mehr viel. Erster vorläufiger Eindruck: Eine andere Welt, Fastfood-Hektik (die brachte uns immerhin noch eine Riesenpizza ein), grell und laut, in unseren Augen europäisch angehaucht.

15 April 2017

Colca-Canyon Teil 3: Nachdem wir feststellen mussten, dass die von uns spontan eingeschlagene Route für das anvisierte Zeitkontingent eine Nummer zu groß ausgefallen ist, halfen uns sehr nette Einheimische (wie wir sie hier immer erleben😊!) mit Rat und Tat weiter. Jetzt wieder in der "Zivilisation", einem Ort oben am Rande des Canyons angelangt, ist es lausig kalt, Strom weg und dunkel - und wir Glückskinder sitzen an einem warmem Pizza-Ofen.

14 April 2017

Colca-Canyon Teil 2: Auf der Tour überraschten uns ein winziges Pueblo, ein Nachtquartier in einer Bambushütte und heiße Quellen direkt neben dem eiskalten Fluss. Um 18 Uhr wirds dunkel, Strom Fehlanzeige. Die Stirnlampe wird mittlerweile zu einem unserer wichtigsten Utensilien.

13 April 2017

Colca-Canyon Teil 1: Der Cañón del Colca in Peru wird als einer der tiefsten Canyons der Welt beschrieben. Grund genug für uns, ihn bei einer mehrtägigen Trekkingtour zu erkunden. Von oben betrachtet sah er dann gar nicht sooo wuchtig aus. Pustekuchen! Beim endlos scheinenden Abstieg bis runter an den Rio Colca erlebten wir die tatsächlichen Dimensionen.

11 April 2017

"La semana santa",  bei uns die Karwoche, nimmt einen hohen Stellenwert im vitalen religiösen Leben hier ein. Allabendlich finden auf den Straßen Prozessionen mit tonnenschweren, reich geschmückten Statuen statt, die von Musikkapellen und zahlreichen Menschen begleitet werden.  Beeindruckend, wie auch junge Menschen innig Anteil nehmen. Unmittelbar daneben herrscht Verkehrs-Chaos, Bauchladen-Besitzer preisen lautstark ihre Ware an und die Müllabfuhr verrichtet ihre Dienste. Eine wilde Kombination.

10 April 2017

Was schenkt man bzw. frau sich selbst zum Geburtstag? Die Besteigung des ersten Sechstausenders, konkret Chachani, 6075Hm. Kurzbericht: Im Vorfeld Aufstieg mit Riesengepäck zum Basiscamp, eiskalte  Nacht im Zelt auf 5200Hm, Abmarsch dickvermummt um 1:30 Uhr, Gipfelglück kurz nach Sonnenaufgang 😊.

6 April 2017

An Busfahrten haben wir ja schon Etliches erlebt, bei der heutigen Fahrt nach Arequipa bekamen wir offensichtlich ein "Highlight". Aus angekündigten acht Stunden wurden zwölf, die angepriesene Bus-Toilette war mit einem Marderschloss verbarrikadiert (für mich eine echte Herausforderung) und die Temperatur schwankte von gefühlt 5 bis 35 Grad, von sehr beengten Plätzen reden wir schon gar nicht mehr. Egal, wir sind jetzt angekommen und die dramatische Landschaft hinter dem Busfenster allein war ein Genuss! Große Touren machen wir zu dieser späten Stunde und mit ordentlichem Hunger natürlich nicht mehr, aber es reicht zum Staunen. Obwohl auf 2500 Hm gelegen, wachsen hier Palmen, es zeigt sich eine schmucke Stadt und nach Wochen eiskalter Nächte sitzen wir noch draußen. Toll.

5 April 2017

Zum Abschluss unseres Aufenthalts am Titicaca-See "gönnten" wir uns den Aufstieg auf den Cerro Calvario, um den Sonnenuntergang über dem See zu bewundern. Letztlich war er von einigen Wolken verdeckt. Damit enden auch unsere Tage in diesem sooo faszinierenden Land, morgen geht es  weiter nach Peru. Nicht Adios, sondern auf Wiedersehen Bolivia!

4 April 2017

Wir sind zum Wandern auf der Isla del Sol (Sonneninsel) unterwegs und sie trägt ihren Namen zu Recht. Als Zusatznamen würden Insel der Ruhe oder Insel des dunkelblauen Wassers passen. Keine Straßen und Autos, nur Felsenpfade, Esel und Lamas, umringt von einer azurblauen, glatten Wasseroberfläche. Zwei über Viertausender haben wir heute erklommen - keine große Kunst, wenn die Ausgangshöhe wie hier am Titicaca-See auf 3800 Hm liegt.

2 April 2017

La Paz lässt uns nicht los. Wir sind für zwei Tage zurückgekehrt, um Padre Jose alias Pfarrer Josef Neuenhofer zu treffen und uns vor Ort ein Bild von seinem Lebenswerk "Arco Iris" zu machen. Höchst beeindruckend! Den Dunningern und Seedorfern wird "Arco Iris" ein Begriff sein, wer sich darüber hinaus dafür interessiert, findet kompakte Infos hier:  http://www.foerderverein-arco-iris.de/de/Projekte/La-Paz---die-Projekte

1 April 2017

Nach einer Fahrt zu Wasser und zu Land sind wir in Copacabana angelangt. Nein, nicht am berühmtesten Strand der Welt in Brasilien, sondern in Bolivien am Titicaca-See. Eher den nicht touristischen Zielen zugeneigt, fühlen wir uns hier fast in eine Partymeile von Mallorca versetzt.
Land und Leute in Bolivien faszinieren! Sehr beeindruckend die Indianerfrauen, stets mit Zöpfen, Röcken, Schürze (aus deren Tasche auch mal ein Handy piepst) und einem Hut, den sie mit Würde hoch zu Kopf tragen. Sie prägen das Bild, ob in der Stadt oder auf dem Land, betreiben die Verkaufsstände und Straßenküchen, arbeiten auf den Feldern und scheinen eine wichtige Rolle in den Familien zu spielen, in einer ganz eigenen Kombination von Selbstbewusstsein und Bescheidenheit.

30 March 2017

Chacaltaya, ein unspektakulärer Berg im Reigen der Riesen hier bei La Paz, stellte für uns heute dennoch einen Höhepunkt dar, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit seinen 5421 Hm ist er mit Abstand der höchste Berg, den wir jemals bestiegen haben 😀. Bis auf die für mich neue Erfahrung, wie langsam die Beine werden und wieviel Atem man brauchen kann (nix mit schnell hoch rennen - fünf Schritte und das Herzel pumpt) hatten wir keine Probleme, juchu! Demnach war unser allmähliches Herantasten an solche Höhen nicht verkehrt.

29 March 2017

La Paz kann mit Superlativen aufwarten. Höchster Regierungssitz der Welt (aber nicht Hauptstadt), mit 3200-4100 Hm größter Höhenunterschied innerhalb einer Stadt und für uns höchste Vielfalt an Eindrücken, Lebendigkeit und Chaos mit einer rekordverdächtigen Anzahl an Verkaufsständen, Sameltaxis und Mini-Bussen. Wohlstand und Armut scheinen sich auch proportional zur Höhenlage zu verteilen. Unten die vornehmen Wohn- und Geschäftslagen,  oben die Bretterhäuser und Wellblechhütten. Eine Stadt, die zu denken gibt.

28 March 2017

Nach frühem Start gestern Morgen in Humahuaca, Busfahrt nach La Quiaca (letzter Zipfel Argentiniens), zu Fuß über die Grenze nach Villazon  (Bolivien 😊), langer Fahrt mit Straßenblockade und spektakulärer (insbesondere schlammiger) Umfahrung tauchen wir in einen faszinierenden Kessel ein: La Paz! Die Stadt scheint von vielen Bergen herunter in einen brodelnden Schlund zu purzeln. Faszinierend, chaotisch, pulsierend - so der erste Eindruck. Große Vorfreude auf weitere Erkundungen!

27 March 2017

Siegerehrung! Die Gewinner des Salinen-Quiz sind Susanne aus Dunningen und Wolf aus Schweden. (Und auch die einzigen Teilnehmer). Beide kamen auf die geniale Antwort: Simone trägt Harry auf Händen. (...Kommentar-Buttons ♥ im Blog oder andere Rückmeldungen ✉ freuen  uns durchaus😀.)

25 March 2017

Allein auf einer Tour unterwegs, zeigte sich oben in den Bergen, dass es mit der gedachten Einsamkeit nicht weit her ist. Die Bergpfade werden  als Verbindungs- und Transportwege genutzt. Welch andere Lebensbedingungen! Die Frau auf dem Foto ließ sich auf ein kurzes Gespräch mit mir ein, zeigte dabei ein zahnloses Lächeln und wirkte uralt. Aber vielleicht stimmt das gar nicht?

22 March 2017

Quebrada de Humahuaca - bis vor unserer Reise war uns dies kein Begriff. Dann schwärmten uns andere Rucksackreisende von den bunten Bergen in dieser Gegend vor. Ungläubige Gesichter unsererseits. Jetzt touren wir hier im Nordzipfel Argentiniens rum, bereits in einer Höhe von bis zu 4200Hm, und sind überwältigt! Es stimmt tatsächlich. Aufgrund hoher Erzvorkommen leuchten die Berge hier in den unterschiedlichsten Farben. Ein Riesenerlebnis! Nicht nur die Berge, auch die Salzseen hier oben faszinieren.
Quizfrage: Was besagt dieses Foto? A. Harry hat abgenommen B. Simone lässt die Puppen tanzen C. Optische Täuschung auf der Salina grande

20 March 2017

Salta zeigt sich als sehr charmante Stadt, trotz ihrer beachtlichen Größe, die uns erst beim Ausblick von Saltas Hausberg "Cerro San Bernardo" deutlich wurde. Das Stadtbild selbst prägen die zentrale Plaza (die mal wieder "9 de Julio" heißt) und mehrere prunkvolle Kirchen. Im Vergleich zu anderen Städten wirkt Salta gut in Schuss, was die Bauten aus der Kolonialzeit und die Sauberkeit anbelangt. Auch das Ausgehviertel mit Restaurants, Bars, Show und Folklore scheint (sicher nicht nur wegen uns 😉) gut zu florieren.

19 March 2017

Nach einer Busfahrt voller Superlative - längste Fahrzeit bisher, langwierigste Polizeikontrollen (obwohl das eigentlich kaum zu toppen war), schlechtester Bus, übelster Platz ohne Aussicht und direkt bei der Toi - sind wir in Salta angekommen. Der erste Eindruck ist vielversprechend! Den Stromkabelgeflechten zufolge ist nicht mit schlechtem Wetter zu rechnen,  die Zeit scheint stillzustehen und es hat wieder Berge. Das passt!

17 March 2017

Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Puerto Iguazu genossen wir den Sonnenuntergang im Dreiländereck mit Blick auf Brasilien und Paraguay. Morgen geht's weiter, quer durch Argentinien von Ost nach West, Richtung Salta und Jujui - die Anden rufen! Die damit verbundene 24-stündige Busfahrt ruft weniger verlockend.

16 March 2017

Bargeld zu beschaffen entpuppt sich in Argentinien meist als Geduldsprobe. Zwar gibt es immer wieder Geldautomaten, aber selbst in größeren Orten wie Puerto Iguazu funktioniert oft nur ein einziger. Warteschlangen von 25 Personen und 50 Minuten Dauer sind keine Seltenheit - und eben erlebt. Zudem ist bei jeder Transaktion eine ordentliche Gebühr zu entrichten. Da wundert es nicht, dass man "en efectivo", also in Crash, meist deutlich billigere Preise angeboten bekommt als bei Kartenzahlung. Das verleitet den sparsamen Schwaben dann wieder, sich geduldig in die Schlange zu stellen 😉.

15 March 2017

Claudi und Joke scheinen die Sonne mitgenommen zu haben - der Himmel weint. Egal! Harry und ich machen eine Zäsur (auf den Fotos unser derzeitiges Luxus-Domizil, das wir bis gestern zu viert genossen haben), waschen unser Zeugs mal durch, befreien die Schlafsäcke vion den letzten Ameisen aus Cabo Polonio, studieren Landkarten und überlegen mit Zigeunerfreude, wo die Reise nun hingehen soll. 😊 Nebenher tingeln wir ein bisschen im Dreiländereck herum. Vorgestern Paraguay, gestern Argentinien, heute Brasilien.
Schweren Herzens haben wir uns heute morgen von Simone und Harry verabschiedet. Zu Beginn der Reise hatten wir alle Zeit der Welt; im Rückblick verging sie wie im Flug. Es war ein tolles und unvergessliches Abenteuer, das auch gerne noch länger hätte dauern können. Ohne die Beiden wäre es auch sicher nur halb so schön gewesen. An Simone und Harry: Wir wünschen euch eine wunderschöne zweite Hälfte, genießt die kommende Zeit. Danke für alles!!!

14 March 2017

So sieht der letzte gemeinsame Abend aus...☺. Nicht von schlechten Eltern, oder?

13 March 2017

Hello again. In Puerto Iguazu kamen unsere Wege wieder zusammen. Zum Abschluss gönnen wir uns eine nette Cabana, grillen selbst und genießen das Leben (nicht zum ersten Mal 😊). Puerto Iguazu profitiert touristisch von den gigantischen Wasserfällen und vom Dreiländereck Argentinien-Brasilien-Paraquay, doch entweder sind die Touristen hier weg oder wir sehen sie nicht. Auch die Wege in der Stadt sind nicht unbedingt als touristisch zu bezeichnen - siehe zweites Bild. Es zeigt nicht etwa eine Trekkingtour - wir sind in der Stadt unterwegs zur Bushaltestelle.

11 March 2017

Es ist auch einmal erwähnenswert, mit welchen Fahrzeugen in Südamerika teilweise gefahren wird. Oldtimerfreunde würden hier voll auf ihre Kosten kommen, der TÜV Deitschland hätte sicher einiges auszusetzen. Die Menschen schlagen sich hier auf eigene Weise durch. Wir konnten einmal beobachten, wie der Beifahrer das am Berg stehende Fahrzeug festhalten musste, damit der Fahrer unter den Wagen liegen - wohlgemerkt zwischen der Vorder- und Hinterachse!- um irgendetwas unter dem Auto herumzuwerkeln. Da braucht es schon Urvertrauen!
Heute Morgen haben auch Harry und ich Uruguay verlassen, wir nehmen nun Kurs Richtung Puerto Iguazu zu Claudi und Joke. Unser Fazit: Uruguay kann allen Reiselustigen wärmstens empfohlen werden! Entspannte, rücksichtsvolle Menschen, was sich sowohl auf den Straßen als auch im Umgang mit Fremden abzeichnet. Viel Grün, Eukalyptuswälder, große Weideflächen - den 3,5 Mio Einwohnern stehen etwa viermal so viele Rinder gegenüber, was beinahe verwundert, wenn man sieht, welche Unmengen an Fleisch hier täglich auf den allgegenwärtigen Parrillas landen. Nicht zu vergessen die endlosen Sandstrände am wilden Atlantik... 🌅

10 March 2017

Imposant, was an Wassermassen die Iguazú Wasserfälle hinabströmt! Wo die Wassermassen aufschlagen, lässt sich durch die Gischt hindurch nur erahnen. Auch soll es jede Menge wilder Tiere geben. Vor zwei Tagen war der gesamte Park geschlossen, nachdem Pumas in der Nähe eines Wanderweges gesichtet worden sind. Ansonsten waren heute ameisenbärenähnliche, süße Bärchen, bunte Vögel und krokodilähnliche Reptilien zu sehen.
Das tropische Klima rund um die Iguazú Wasserfälle bietet eine unglaubliche Arten- und Pflanzenvielfalt. Selbst in unserem kleinen Hotelchen gibt es Bananenstauden und wunderschöne Pflanzen. Unzählige Schmetterlinge und bunte Vögel sind überall zu entdecken. Die Freude an den Moskitos hält sich allerdings in Grenzen.
"Dies ist Gaucho-Land" heißt es von Tacuarembo, einer Stadt und Provinz nördlich des Rio Negro. Das wollten wir sehen, nicht zuletzt, weil in diesen Tagen hier auch das größte Gaucho-Treffen Südamerikas, die "Fiesta de la Patria Gaucha" stattfindet. Eine andere Welt! Lederstiefel statt Sandalen, grobe Hose und Hemd statt Shorts und T-Shirt,  hoch zu Ross statt Fußgänger. Selbst die Kleinsten sitzen souverän im Sattel. Während diverse Festivals bei uns (wie die Ritterspiele) Show bzw. Spiel sind, geht es hier um ureigene Traditionen.

8 March 2017

Während Claudi und Joke möglichst zügig nach Iguacu reisen, da ihnen nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, tuckern Harry und ich eher umständlich übers Hinterland Uruguays, um einen Eindruck von Land und Leuten abseits der touristischen Pfade zu gewinnen. Meist auf Schotterpisten geht es durch endlose Grünflächen, majestätische Eukalyptuswälder und verstreute Siedlungen. Was bei uns ÖPNV genannt wird, dient hier gleichzeitig als Postkurier und scheint mehr Pakete als Personen zu transportieren. Schüler in weißen Schuluniformen haben lange Schulwege mit dem Bus zurückzulegen.

6 March 2017

Wir haben hier ordentlich was zu tun. Wasser holen im Brunnen, Nudelsuppe mit Knoblauch (wegen der Moskitos) kochen,  Ameisen eliminieren und Essen retten,  Schlafen unterm Sternenhimmel,  Seelöwen angucken, Sanddünen erklimmen - von wegen Urlaub! ☺

5 March 2017

Wer hier nicht chillt, chillt nie! Wir sind in Cabo Polonio, einem Pueblo in den Sanddünen an der Ostküste Uruguays, nur mit Jeep erreichbar und ohne fließend Wasser und Strom. Wilder Atlantik, endlose Sandstrände, Wanderdünen (alles genial!), sowie Moskitos und Ameisen (nicht ganz so genial) - alles haben wir hier im Überfluss. Ein  mystischer Ort, sagen die Uruguayer, ein Ort der frühen und späten Hippies, sagen wir. Harry könnte sich vorstellen, hier ein Häusle zu bauen - schaun mer mal.😊

3 March 2017

Nach drei relaxten, heißen Tagen (die Temperatur ist gemeint 😉) bei Colonia del Sacramento sind wir nun in Uruguays Hauptstadt  unterwegs. Montevideo lässt sich gut zu Fuß erkunden, Hafen, Altstadt und Zentrum schließen nahtlos aneinander an. Neben einigen herausgeputzten architektonischen Schmuckstücken aus der Kolonialzeit finden sich hier etliche dem Zerfall preisgegebene, ehemalige Prachtbauten. Uruguay insgesamt wirkt sehr relaxed. Entspannte Menschen, langsame Autos, zeitlosesTagesgeschehen. Genau unsere Kragenweite 😊.

1 March 2017

Nach unserer Schifffahrt von Buenos Aires kommend, ist es Zeit zu relaxen. Da kommen uns das heiße Wetter nebst ruhigem Strand und ruhiges Häuschen gerade recht. Colonia del Sacramento, ein zum Weltkulturerbe erklärtes Städtchen lässt einen in die Vergangenheit zurück versetzen. Am Straßenrand abgestellte, angemalte Oldtimer und bunte Cafés zaubern eine koloniales Flair.

27 February 2017

Adios Buenos Aires, du riesen Stadt mit tausend Gesichtern. Vom geschäftigen Microcenter über das chillige San Telmo, das bunte La Boca bis hin zu Recoleta mit dem etwas gruselig angehauchten Friedhof  (er gilt als DIE Touristenattraktion,naja....) - wir liefen uns hier fast mehr die Hacken wund als bei unseren letzten Trekkingtouren in den patagonischen Bergen und garnierten das alles mit argentinischem Tango. Jetzt schippern wir über den Rio de la Plata nach Uruguay.  Wir sind gespannt...

25 February 2017

Buenos Aires! Nach langer Busfahrt und viel notwendigem Sitzfleisch sind wir heute Mittag in der Metropole angekommen. Punktuell ist auch hier bissle  Fasnet anzutreffen. Bild 2 Die Ahnungslosen Bilder danach: So geht's hier ab - Wir lernen jetzt ☺

23 February 2017

Wenn wir meinten,  die Bergrouten bei Bariloche seien im Schwierigkeitsgrad so leicht wie in der Gegend von El Bolson, wurden wir hier eines Besseren belehrt  - und mit einer herrlichen, anspruchsvollen Tour belohnt. Nicht wenige Kraxeleien in herrlicher Natur warteten auf uns. Die mehrtägige Wanderung bot alles, was man sich unter einer Bergtour im Süden Argentiniens nur vorstellen kann:  Urwald ähnliche Vegetation im Auf- und Abstieg, schroffe Felsen und Bergkämme, die wir zu überqueren hatten, chillige Refugios, interessante Kontakte mit Argentiniern, Gitarrenklänge und Mate-Tee, Baden in einer eiskalten Lagune (nur wir Mädels hatten den Mumm), goldfarbener Sonnenaufgang in den Bergen, ein unglaublicher Sternenhimmel... . Rundum ein grandioses Erlebnis!

20 February 2017

Bilder sagen mehr als Worte....😉

17 February 2017

Am Mittwochmorgen machten wir uns auf den Weg zu unserer eigentlich 4tägigen Wanderung in die Berge von El Bolsón. Zuvorr brachten wir einen Teil unserer Sachen in ein Depot, um in den Bergen nicht alles mitschleppen zu müssen. Mit einem Remise haben wir uns zur "Doña Rosa" fahren lassen, wo es mit der Überquerung einer Hängebrücke losging. Bei bestem Wetter stiegen wir ca. 1100 hm auf zum Refugio "Hielo Azul", einer echt rustikalen Hütte, in der man auf kleinstem Raum Wäsche trocknen, kochen, essen und schlafen kann. Das im Ölfass angefachte Feuer war auch bitter nötig, weil es mittags zu regnen anfing und wir tropfnass und ausgekühlt waren. Nach einer geruhsamen Nacht entschieden wir uns für den Abstieg, weil das Wetter nicht besser zu werden schien.
...weitereHerausforderungen und Annehmlichkeiten unserer Tour.

15 February 2017

Öko-Produkte, papageienfarbene Schlaghosen, Spraydosenakteure, Rundum-Musik a la "The Doors", bunte Künstler in Echt oder im Geist, Pferde auf dem nächtlichen Heimweg... und das alles vor herrlicher Bergkulisse (die wir ab morgen für paar Tage besteigen wollen). Wir sind in der Hippie-Hochburg Argentiniens, El Bolson, angekommen. Und keiner wird es glauben - wir kommen hier ganz gut zurecht 😊.

13 February 2017

Während wir Mädels erfolgreich auf der Pirsch nach einem Magellan Woodpecker waren, behaupteten die Jungs, einen Puma gesichtet zu haben.  Haha. Im Gegensatz zu uns können sie kein Foto liefern 😉. (Wobei es hier tatsächlich Pumas geben soll, zumindest wurden wir eingewiesen, wie man sich verhält, wenn man einem begegnet.) Nachher steigen wir in den Bus, um ein gutes Stück nach Norden zu reisen. Die Aussicht auf eine 22-stündige Fahrt ruft nicht gerade Begeisterungsstürme hervor - immerhin "sparen" wir dadurch eine Übernachtung.
Nachdem die Wetteraussichten heute morgen nicht die besten waren, sind wir bei Regen losgezogen, um zum Lago del Torre zu wandern. Nach ein paar Kilometern schwebte als Entschädigung ein wunderschöner Regenbogen zwischen den Bergen und der Regen verschwand zusehends. Beim Lago del Torres angekommen, waren die spitzen Türme leider Wolken verhangen und ließen einen Ausblick auf diese nicht zu. Auf dem Rückweg waren aus der Ferne der Fitz Roy und die Torres - allerdings nicht ganz - wieder zu sehen. Am Ende der ca 22 km langen Tour km lag ein netter gemütlicher Biergarten, dem wir nicht widerstehen könnten.

12 February 2017

Weitere Eindrücke von El Chalten und Umgebung. Nicht nur von Weitem vermittelt El Chalten den Eindruck eines Goldgräber-Pueblos.

11 February 2017

El Chalten, erst 1985 gegründet mit der Absicht, die territorialen Ansprüche Chile gegenüber geltend zu machen, ist heute das patagonische Mekka der Trekking- und  Outdoor-Fans. Dementsprechend sind wir nicht die einzigen hier. Eine tolle, lange Bergwanderung  unternahmen wir heute zum Fitz Roy. Wenn wir uns auch die Wege im Nationalpark "Los Glaciares" mit etlichen anderen Rucksack bepackten Menschen teilen mussten, waren  Tour, Umgebung und Panorama gigantisch.

10 February 2017

Die Fahrt von El Calafate nach El Chaltén auf der Ruta 40 mit dem Bus scheint auf den ersten Blick nichts Neues zu bringen. Auf jeden Fall drängt sich einem die Vermutung auf, dass die Farbe der Landesflagge nicht ohne Grund in hellem Blau gewählt wurde. Die Farben des Himmels, der Seen und der Flüsse leuchten weithin in den faszinierendsten Blautönen. Kurz vor Ankunft in El Chaltén lässt ein Blick auf die Berge und den Upsala-Gletscher die Spannung steigen. Ein wahrscheinlich interessanter Tag steht uns bevor!

9 February 2017

Was ist Asado? Vegetarier können diesen Artikel überspringen. Die Bilder erklären alles... Zweimal schon genossen wir dieses "Festmahl". Dank unserer Männer immer mit Erfolg. Ansonsten ernähren wir uns vor allem von Nudeln, belegtem Gummibrot, bissle Obst und Knabberzeug. Sehr lecker...
Nicht zu vergessen: ein eiskaltes Vergnügen im Angesicht des Perito Moreno, ein Whiskey mit echtem Gletschereis❄️.
Perito Moreno -dieser Gletscher ist ein Erlebnis! 35km lang, 5km breit und bis zu 70m hoch kalbt er in den Lago Argentino. Riesige Gletscherspalten, blau schimmerndes Eis und unendlich scheinende Dimensionen faszinieren.  Neben einigen "kleinen" Eis-Plumpsern von Autogröße stürzten zwei ca 50m hohe Eiswände vor unseren Augen in die Tiefe, begleitet von riesigem Getöse und Tsunami ähnlichen Wellen. Sehr beeindruckend! Während alle anderen Gletscher hier in dramatischem Ausmaß zurückgehen, befindet sich der Perito Moreno seit ca 1917 im Gleichgewicht.

8 February 2017

Nach arktischen Eindrücken sind wir in El Calafate, gefühlt einer anderen Welt gelandet. Ein touristisch geprägtes Zentrum mit Abzockerpreisen macht nicht lange Spaß. Der Ort profitiert davon, dass der Gletscher Perito Moreno die Touristen anzieht - so auch uns. Etwas außerhalb des Zentrums ist von Glanz und Gloria weniger zu sehen. Hier der Blick aus dem Hostel, in dem wir gelandet sind.

7 February 2017

Am Ende der Welt gibt es viel mehr tierisches Leben als wir uns vorgestellt haben. Die Inseln im Beagle Kanal bieten Platz für unzählige Vögel, Seelöwen und Pinguine mit ihren wilden Tollereien im Wasser. Last but not least, waren glücklicherweise auch noch ein paar Wale u sehen, imposante Tiere mit ca 25 m Länge. Da kann das Ausschau halten nach den Wasserfontänen fast süchtig machen.

6 February 2017

Ziemlich nass wurden wir heute. Rucksack, Geld und Reisepass trocknen im Backofen-Grill.
...weitere Eindrücke vom Gletscher "Glacier Martial"...
Die Gletscher ziehen sich hier unten drastisch zurück. Das können wir Trump (noch) nicht in die Schuhe schieben...

5 February 2017

Ein toller Tag im Nationalpark Tierra del Fuego (Feuerland)! In Ushuaia, auch "das Ende der Welt" genannt, war heute außergewöhnlich schönes Wetter. So haben wir den Tag genossen und uns heute Abend ein Asado gegönnt.

4 February 2017

Hurra, nach langen Flug- und Wartezeiten, garniert mit viel Sitzfleisch, sind wir in Ushuaia angekommen. Eine andere Welt und doch nicht ganz fremdartig. Puderzuckerartig mit frischem Schnee bedeckte Bergspitzen, kleine bunte  Häuschen, wilde Stromkabelgeflechte und sehr entspannte Menschen gibt es hier. Nicht schlecht für den Anfang. Zudem gibt's diverse Knobelaufgaben. Wie rechnet man am cleversten den Peso-Betrag in Euro um? (Für Mitknobler: Kurs ca. 17:1). Oder empfiehlt es sich bei langem Aufenthalt in Argentinien in Pesos zu denken? Wo ist Osten? (Die veränderte Optik auf der Südhalbkugel erfordert Umdenken). Schönes Umdenken! Nicht nur in dieser Hinsicht. 😊

3 February 2017

Warten auf den letzten Flug zu unserem Ziel nach Ushuaia.

2 February 2017

Los geht's! ! !

22 January 2017

So fängt alles an... 😊. Juchu! Der Zigeuner in uns darf wieder tanzen - endlich! Nach unserer Sabbattour rund um die Welt starten wir wieder zu einer größeren Auszeit, dieses Mal exklusiv in Südamerika. Beginnend in der südlichsten Stadt der Erde - Ushuaia - liegt es nahe, die Reiseroute Richtung Norden auszurichten. Perito Moreno, Fitz Roy, Torres del Paine locken... Mal schauen, was alles folgen wird... Zu viert sind wir am Start: Claudi, Joke, Harry und Simone.