Around The World · 100 Days · 199 Moments · February 2018

100 Tage in Lateinamerika


11 May 2018

Wir sind wieder zu Hause! Wir freuen uns sehr, aber vermissen auch schon ein bisschen unser Urlaubsleben. Unsere beiden Katzen haben sich auch sehr gefreut, uns wiederzusehen, und liegen jetzt die ganze Zeit bei uns ­čś╗. Wir blicken zur├╝ck auf genau 100 tolle Tage. Mit so unglaublich vielen Eindr├╝cken, Erlebnissen und Herausforderungen. Wir sind sehr gl├╝cklich dar├╝ber, uns in diese L├Ąnder getraut zu haben, und sehr dankbar f├╝r so viele fr├Âhliche Menschen, die tolle Natur und die interessante Kultur. Wir kommen bestimmt mal wieder!
Als Zeitvertreib zwischen den Fl├╝gen noch unsere Fun-Facts der Reise: - In jedem Restaurant und Co. (egal wie teuer oder billig) l├Ąuft mindestens ein Fernseher, eher zehn - Klopapier durfte in fast jedem Land unserer Reise nicht in die Toilette - Es gibt Personen, die im Supermarkt nur daf├╝r zust├Ąndig sind, deine Eink├Ąufe in T├╝ten zu packen (nat├╝rlich f├╝r Trinkgeld) - Wenn man einen ├Âffentlichen Bus nehmen m├Âchte, muss man diesem winken, damit er anh├Ąlt. Das tut er aber auch au├čerhalb der Haltestellen - Auf Motorr├Ądern fahren hier bis zu vier Personen mit, plus der Wocheneinkauf und ein Ventilator - In jedem Land gibt es Wasser, das von Coca-Cola vermarket wird - Jedes mexikanische Essen (und Trinken!) besteht aus Salz, Limette, Chili und Mais - Die Feuerwehr hei├čt auf Spanisch "Bomberos" - Jedes Auto hat mindestens einen Steinschlag - Lateinamerikaner sind sehr laut (und meistens sehr, sehr nett) - F├╝r ├Âffentliche Toiletten muss man immer zahlen und bekommt dann abgez├Ąhltes Klopapier
Zum Abschluss macht uns Journi noch ein kleines Geschenk. Ihnen gef├Ąllt unsere Reise und deshalb wird sie mit anderen Nutzern geteilt. Wir freuen uns dar├╝ber sehr :-)

10 May 2018

Zum Abschluss unserer Reise wollten wir gerne festhalten, welche Dinge wir auf unserer Reise umsonst mitgenommen haben: 1. Wanderst├Âcke: Die haben wir in Peru gekauft, als Silja nach dem vielen Wandern ein bisschen Knieprobleme bekam. Sie hat sie allerdings nur einmal benutzt und da haben sie sie genervt. 2. Point-It: Das ist ein W├Ârterbuch nur mit Bildern. Das haben wir nicht einmal gebraucht. Unser bisschen Spanisch, das (bisschen) Englisch der Menschen hier oder H├Ąnde und F├╝├če waren vollkommen ausreichend. 3. Schn├╝rsenkel: Bei Fl├╝gen packen wir unsere R├╝cks├Ącke zum Schutz immer in M├╝lls├Ącke ein. Wir hatten mal Tape, als Ersatz kauften wir die Schn├╝rsenkel. Allerdings waren sie supernervig. 4. Zeckenzange: Zum Gl├╝ck nicht gebraucht, war aber mit dem Malariamittel das Einzige aus unserer Reiseapotheke, das wir nicht gebraucht haben. 5. Kartenspiel: Eike meinte, wir w├╝rden uns sonst langweilen. 6. Ohrst├Âpsel: Wir haben beide einen sehr tiefen Schlaf.

9 May 2018

An unserem letzten ganzen Tag in Mexiko haben wir einen Ausflug nach Tequila gemacht. Das ist eine kleine Stadt in der N├Ąhe von Guadalajara, aus der der Tequila kommt. Wir sind zu der Destillerie "Tres Mujeres" gefahren und haben gesehen, wie Tequila hergestellt wird. Silja war schon einmal 2012 mit einer Freundin hier und fand es sehr interessant, zu sehen, wie sich so eine Fabrik ver├Ąndert. Die Tour vor Ort war ziemlich kurz, denn die Mexikaner in unserer Gruppe hatten mehr Interesse an dem Tasting. Es ging auf die Agavenfelder und dort haben wir unterschiedlich gereiften Tequila probiert. Der ganz junge hat tats├Ąchlich noch ziemlich im Hals gebrannt, aber der f├╝nf Jahre im Fass gelagerte Tequila war ziemlich sanft, auch wenn Tequila wohl nicht unser Lieblingsgetr├Ąnk wird. Nach dem Tasting haben die Mexikaner (und ein bisschen auch wir) noch ordentlich zu der traditionellen Musik der Mariachi getanzt, bevor wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert sind.

8 May 2018

6 May 2018

Abends sind wir bei Anas Mama zum Essen eingeladen. Es gibt H├╝hnchen mit Reis und Moleso├če, das ist eine So├če, die aus Kakao und Chili besteht. Schmeckt etwas ungew├Âhnlich, aber gar nicht so schlecht. Danach probieren wir noch mexikanische und Anas Familie deutsche S├╝├čigkeiten - nat├╝rlich sind die meisten mexikanischen S├╝├čigkeiten mit Chili ­čśä Danach trinken wir noch Tequila und Mezcal und spielen mit der ganzen Familie eine Art Domino. Ein super sch├Âner, mexikanischer Familientag! Wir hatten eine wundersch├Âne Zeit mit Ana und ihrer Familie und sind ein bisschen traurig, dass es f├╝r uns jetzt weitergeht, aber wir freuen uns auch auf unseren letzten Stops der Reise: Guadalajara und Tequila ­čŹŞ
Pozole ist Maissuppe mit ganz viel Schweinefleisch. Die findet Max ganz okay, aber Silja ist es viel zu viel Fleisch.
Sonntags gehen wir morgens Gorditas essen. Das sind Tortillataschen, gef├╝llt mit verschiedenen Dingen: Napales, Queso, Huevos, Res, Champi├▒ones, Papas, Chicharron (Schweinehaut) und noch vielem mehr. Nat├╝rlich mit scharfer Salsa und f├╝r uns gibt es Tamarinden- und Ananaslimonade. Alles ziemlich lecker. Danach besuchen wir noch eine Tortilleria, denn Benjamin stellt die Maschinen f├╝r die Produktion von Tortillas her, ziemlich interessant! Wir fahren dann noch mit Ana in ein Zugmuseum (ein Kindheitstraum von Max erf├╝llt sich). Dort erfahren wir viel ├╝ber Zugungl├╝cke in Mexiko und machen lustige Bilder ­čśŐ
Flautas sind frittierte, gerollte Tortillas mit Fleischf├╝llung, die mit Salat, So├čen und zum Beispiel Avocado serviert werden. Schmeckt uns beiden gut. Ana, Luci und Clau essen sie allerdings mit gekochter Schweinehaut. Das finden wir ganz sch├Ân komisch, denn die wabbelt schon beim Hingucken. Aber ihnen schmeckt es.
Am Samstag macht Ana f├╝r uns Chilaquiles, das sind frittierte Tortillas, die mit K├Ąse und roter Salsa ├╝berbacken werden. Dazu gibt es Bohnenmus, Tomaten und nat├╝rlich noch scharfe Salsas. Nachmittags haben wir nichts vor und so gucken wir den Disney-Film "Coco". Es geht um den "Dia de los Muertos" und wir lernen viele mexikanische Traditionen kennen. Auch kulinarisch werden wir weitergebildet, zum Film essen wir kein Popcorn, sondern Jicama mit Tajin (eine Art Kohlrabi mit Chiliflocken und Limette ­čśä). Abends fahren wir dann noch mal zur Feria. Fast alle Frauen aus Anas Familie kommen auch, denn die Flans treten auf, eine mexikanische Girlband aus den 80ern. Und wieder erkennen wir ein paar Unterschiede zur deutschen Kultur. Es wird gegr├Âlt, geweint und geschrien und jeder au├čer uns kennt alle Texte auswendig. Man sitzt ziemlich eng auf einer Trib├╝ne, aber das h├Ąlt keinen Mexikaner vom Tanzen ab. Um 1 Uhr nachts gehen wir dann Tacos al Pastor (quasi D├Ânertacos) essen - super lecker ­čśő

5 May 2018

Chaska ist Mais mit Mayonnaise, K├Ąse, Chili, Limetten und Salz. Max mag es nicht so gerne, aber Silja findet es nicht so schlecht.

4 May 2018

Nachmittags geht es zu Anas Tante zum Barbeque. Das Haus ist riesengro├č, liegt direkt am Golfplatz und es gibt nicht etwa ein Esszimmer, sondern ein ganzes Speisehaus nur f├╝r G├Ąste. Die Familie besitzt auch einen Papagei, wir sind ganz sch├Ân beeindruckt. Wir lernen jetzt auch noch die m├Ąnnliche Seite der Familie und die Kinder kennen. Alle sind wieder sehr nett, unterhalten sich mit uns und bieten uns Unmengen an Essen an. Die Familie singt ein unglaublich lautes und ganz sch├Ân schr├Ąges Geburtstagslied und wir piepsen ein deutsches "Zum Geburtstag viel Gl├╝ck" hinterher, aber alle freuen sich. Abends gehen wir mit einem Teil der Familie noch bowlen. Allerdings spielen die das hier ziemlich regelm├Ą├čig und wir landen immer ziemlich weit hinten ­čśä
Wir probieren Tamales. Das ist ein gef├╝llter Maisteig, der in Maisbl├Ątter eingewickelt und gekocht wird. Er wird zum Beispiel mit Chili, K├Ąse und Fleisch gef├╝llt.
Am n├Ąchsten Tag hat Ana frei und wir gehen morgens mit den Frauen der Familie fr├╝hst├╝cken, weil Anas Cousine Sassy Geburtstag hat. Die Frauen sind alle sehr nett, aber auch ziemlich emotional (zwischendurch bricht die H├Ąlfte immer wieder in Tr├Ąnen aus, weil irgendetwas traurig oder besonders sch├Ân ist), laut und ziemlich aufs ├äu├čere fixiert (Lieblingsthema: Sch├Ânheitsoperationen). Wir kommen uns in unseren praktischen "Wanderklamotten" etwas komisch vor ­čśä. Max probiert Molletes zum Fr├╝hst├╝ck (Br├Âtchen mit Bohnen, K├Ąse und Pico de Gallo) und Silja bleibt bei "langweiligen" Pancakes. Anas Tante l├Ądt uns zum Mittagessen ein (das findet in Mexico meistens gegen 16 Uhr statt), sodass wir in der Zwischenzeit noch die San Marcos Feria besuchen k├Ânnen. Das ist das gr├Â├čte Volksfest in Aguascalients und wir sehen ausgestellte Tiere (die gef├Âhnt und geschoren werden) und probieren Michelada. Das ist tats├Ąchlich Bier mit Chili, Salz, Limetten und Tomatenso├če - schmeckt gew├Âhnungsbed├╝rftig.

3 May 2018

Unser erster Tag bei Ana ist sehr entspannt. Wir schlafen aus beziehungsweise werden von Anas vier kleinen Hunden geweckt (Lilo, Africa, Cebollita (=kleine Zwiebel) und Campanita (=Gl├Âckchen)), w├Ąhrend Ana arbeiten ist, und probieren zum Mittagessen Napales (das ist Kaktusgem├╝se) mit roter Salsa, die Ana selbst herstellt. Beides schmeckt uns super. Abends treffen wir auch den Rest der engeren Familie, weil wir gemeinsam italienisch essen gehen. Mit dabei sind Anas Schwestern Luci und Clau, Claus Mann Benjamin und Anas Mama Bertha. Kurz schaut auch noch Anas Cousin David mit seiner Freundin Andrea vorbei. David hatte uns vor zwei Jahren mit Ana in Berlin besucht, weshalb wir uns schon kennen.

2 May 2018

Mit dem Auto ging es gestern Nachmittag von Akumal zur├╝ck nach Chetumal. Dort haben wir eine Nacht im Hotel verbracht, bevor es heute Morgen mit dem Flugzeug zu Siljas Freundin Ana nach Aguascalientes ging. Wir h├Ątten mit dem Bus vier Tage gebraucht und haben deshalb noch einmal diesen extra Flug gebucht beziehungsweise drei Fl├╝ge, weil das zweihundert Euro g├╝nstiger war. Eigentlich w├╝rde ein Direktflug nur 3 Stunden brauchen, aber wir sind 12 Stunden unterwegs. Wir vertreiben uns die Wartezeit mit Spanisch lernen, Journi schreiben und essen gehen (wir probierend das erste Mal Mole). Um 21:00 Uhr kommen wir in Aguascalientes an und werden von Ana und ihrer Mutter Bertha abgeholt. Wir freuen uns riesig, unsere letzte Woche hier zu sein.

1 May 2018

Der ganz ber├╝hmte und selten anzutreffende Max-Fisch!
Eine Bogen-Strauchgorgonie und ganz viele Karibische Ruderfische und Gestreifte Sergeants, die um die Massiven Sternchenkorallen herumschwimmen. Wir haben noch viele weitere Fische zu Gesicht bekommen, zum Beispiel Papageifische und kleine Kalmare. Oft aber waren die Fische zu schnell oder wir mit dem Handy zu langsam ­čśä. Es ist unglaublich, wie vielf├Ąltig und bunt die Unterwasserwelt - und das so nah an der K├╝ste - ist. Wir h├Ątten noch stundenlang die Korallen und Fische beobachten k├Ânnen.
Diese zwei kleinen Freunde konnten wir leider nicht identifizieren. Wir finden aber, sie k├Ânnten eine Art Hecht sein.
Karibischer Ruderfisch
Max wird von einem Bermuda Ruderfisch verfolgt!
Klein, aber einer der Sch├Ânsten: der Spanische Schweinslippfisch
Ein kleiner Grauer Schnapper
Atlantischer Diademseeigel (sollte man aus Erfahrung nicht anfassen!) auf einer Massiven Sternchenkoralle
Gestreifter Sergeant
Jamaika-Stechrochen
Wir konnten aber nicht nur Schildkr├Âten, sondern auch viele Fische und Korallen sehen. Die Fische hatten ganz unterschiedliche Farben, Formen, Muster und Gr├Â├čen. Ein paar konnten wir fotografieren und versuchen sie jetzt zu benennen. Wir glauben, dass das hier ein "Blue Tang" ist beziehungsweise eine Unterart davon. Die waren ganz dunkelblau und haben am Rand lila/blau geleuchtet.
An unserem letzten Tag in Tulum fahren wir zum Akumal-Beach, denn dort kann man mit Schildkr├Âten schnorcheln. Wir machen uns fr├╝h auf den Weg, weil die Schildkr├Âten morgens in Strandn├Ąhe das Seegras fressen und auch noch nicht so viele Schwimmer unterwegs sind. Am Anfang k├Ânnen wir keine entdecken, aber dann taucht eine vor uns auf, um Luft zu holen. Die gr├╝ne Meeresschildkr├Âte ist riesig (sie kann 140 cm lang werden), damit haben wir gar nicht gerechnet. Zwischen dem (recht kurzen) Seegras schwimmen immer wieder Schildkr├Âten, fressen ganz gen├╝sslich und lassen sich von uns ├╝berhaupt nicht st├Âren. Was f├╝r ein beeindruckendes Erlebnis!

30 April 2018

Da die Ruinenstadt Tulum direkt am Meer liegt, k├Ânnen wir dort auch noch an den Strand gehen und in der Karibik schwimmen. Das ist sonst in Tulum etwas schwierig, da die meisten Str├Ąnde zu den gro├čen Hotels geh├Âren. Wir erfrischen uns ein bisschen, springen in die Wellen und nutzen die neue Handyh├╝lle, um Fotos im Meer zu machen. Zum Tagesabschluss gehen wir in der Stadt Tulum noch Tacos al Pastor essen. Die Tacos werden mit einer Art D├Ânerfleisch, K├Ąse, Salat, Zwiebeln, Koriander und einer scharen So├če serviert - mega lecker!
Zwischen den Ruinen laufen ├╝berall Leguane umher und sonnen sich. Die Echsen sind ganz unterschiedlich gro├č und verschieden gemustert. Es sind so viele, dass man fast aufpassen muss, ihnen nicht auf den Schwanz zu treten.
Wir besuchen Tulum - die einzige Maya-Stadt am Meer. Tulum ist an drei Seiten von einer dicken Mauer und an der vierten vom Meer eingeschlossen. Sie diente als Festung, Handelshafen und religi├Âse St├Ątte. Zwischen den Ruinen wachsen Palmen und Sukkulenten. Es ist zwar viel kleiner als Tikal oder Machu Picchu, hat aber durch die tolle Lage auch etwas ganz Besonderes.

29 April 2018

Am selben Tag geht es auch noch zur Cenote Escondido, die drumherum zwar nicht so h├Âhlig ist, aber daf├╝r im Dschungel liegt. Auch hier ist das Wasser sehr klar und man kann viele kleine und ein paar gro├če Fische sehen. Im Wasser kann man auch wieder die H├Âhle erkennen und teilweise ist es auch ganz sch├Ân tief. Wir schnorcheln einige Stunden und genie├čen die Zeit zu zweit. Wir sind super gl├╝cklich damit, jetzt in Mexiko und mit dem Auto so flexibel und unabh├Ąngig zu sein.
In Mexiko angekommen, schlafen wir erst einmal eine Nacht in Chetumal, bevor wir uns am n├Ąchsten Morgen ein Auto mieten und nach Tulum d├╝sen. Naja, eigentlich erst, nachdem wir in einer Mall gestoppt haben und uns einen Koffer f├╝r den kommenden Flug gekauft haben, denn inzwischen haben wir ganz sch├Ân viel eingekauft ­čÖł. Der Roadtrip gef├Ąllt uns und wir freuen uns darauf, jetzt so unabh├Ąngig zu sein. In Tulum erkunden wir die Gran Cenote, in der einige Schildkr├Âten wohnen. Cenoten sind Grotten in der N├Ąhe vom Meer, die mit Meerwasser und Regen ausgeh├Âhlt und gef├╝llt worden sind und dadurch glasklar, eiskalt und supersch├Ân sind. In der Gran Cenote kann man zudem noch Stalaktiten bewundern, die in das Wasser und aus diesem herausragen. Wir haben uns an der Tankstelle ├╝brigens eine H├╝lle f├╝r das Handy gekauft, mit der wir jetzt auch Unterwasser ein paar (unscharfe) Fotos schie├čen k├Ânnen.

27 April 2018

26 April 2018

Teil 4/4 Wir beschlossen, nicht l├Ąnger in Hopkins zu bleiben, und baten den Taxifahrer auf dem Weg zur├╝ck, uns weiter ins Nachbardorf zu fahren, damit wir dort morgens direkt den Bus in den Norden nehmen konnten. Wir packten in Windeseile unseren Kram und buchten mit dem Taxifahrer ein Hotel f├╝r die Nacht in Dangriga. Dort ging es uns direkt besser, aber wir hatten einfach keine Lust mehr, l├Ąnger in Belize zu bleiben. Wir waren supertraurig ├╝ber diesen Tag und wollten einfach weiter. Am n├Ąchsten Morgen sind wir also in aller Fr├╝he gestartet und mit mehreren Chickenbussen bis nach Mexiko gefahren. Hier f├╝hlen wir uns pudelwohl und k├Ânnen die Reise wieder genie├čen.
Teil 3/4 Burrito ist vollkommen ausgerastet und hat begonnen, uns zu bedrohen. Wir bekamen riesige Angst und haben ihm dann auch all sein gefordertes Geld gegeben. Er raste davon und wir standen mitten im Wald. Wir waren supersauer und ver├Ąngstigt, wollten uns jetzt aber auch nicht den tollen Tag versauen lassen. Wir haben dann den Daumen rausgehalten und sind mit einem amerikanischen Paar zur├╝ck in den Park gefahren. Wir haben tats├Ąchlich auch noch das Tubing gemacht, aber konnten es leider gar nicht mehr genie├čen. Wir haben ├╝ber Burrito, sein Verhalten und Hopkins (das Dorf) nachgedacht und haben festgestellt, dass wir uns da heute Nacht nicht mehr sicher f├╝hlen w├╝rden. Das ganze Dorf ist eine kleine Familie und wir hatten ungl├╝cklicherweise f├╝r den n├Ąchsten Tag noch eine Tour mit Burrito gebucht, die wir nun auf keinen Fall mehr machen wollten. Wir konnten nicht einsch├Ątzen, wie dieser darauf reagieren w├╝rde, da er uns wirklich richtig Angst gemacht hatte.
Teil 2/4 Leider hatte er damit auch schon nach der Schokoladentour angefangen (im Getr├Ąnkehalter stand ein Heineken) und zudem (noch schlimmer) direkt mehrere Joints geraucht (teils sogar vor unseren Augen im Auto!). Wir f├╝hlten uns gar nicht mehr wohl und dann begann Burrito auch noch dar├╝ber zu schimpfen, dass wir noch zur├╝ck zum Nationalpark wollten, und wollte den vorher vereinbarten Preis erh├Âhen. Das verstanden wir nun gar nicht und fragten nach, warum das so sei. Daraufhin begann er, uns anzubr├╝llen und als undankbar zu beschimpfen. F├╝r 80 US$ k├Ânnte er kaum das Benzin bezahlen (4 Liter kosten circa 5ÔéČ und wir wollten, dass er uns insgesamt 70 Kilometer f├Ąhrt). Als Silja ihn bat, nicht mehr zu br├╝llen, ist er vollkommen ausgetickt und wollte umdrehen. Wir waren inzwischen auch sehr sauer und haben ihm gesagt, dass wir dann aussteigen und gar nicht mehr zahlen wollten. Das war ein Fehler.
Teil 1/4 Nach der Schokoladentour ging alles schief. Wir wollten gerne, dass unser Fahrer (Spitzname Burrito) uns nach der Tour wieder zur├╝ck in den Nationalpark f├Ąhrt (6 Meilen Fahrtweg). Dort wollten wir unbedingt noch auf einem Fluss "tuben", das hatten wir morgens nicht mehr geschafft. Burrito war davon nicht begeistert und hatte schon im Vorfeld versucht, uns das "auszureden" ("Das wird zu sp├Ąt", "Die haben dann nicht mehr offen", "Die Schokotour dauert drei Stunden",...). Wir hatten uns allerdings bei den Rangern vorher informiert und wussten, dass das kein Problem w├Ąre, also beharrten wir darauf, zur├╝ckgebracht zu werden. Wir hatten ja auch den ganzen Tag gebucht und er hatte uns noch am Telefon versichert: "You pay me for the wohle day, so you get what you want". Allerdings hatte er uns dann am Morgen erz├Ąhlt, dass heute "Thirsty Thursday" w├Ąre und er deshalb nachmittags viel zu tun h├Ątte (=sich betrinken).
Die Schokoladentour wird von Nachfahren der Mayas durchgef├╝hrt und wir lernen, wie diese ihren Kakao zubereitet haben. Auf der Farm sehen wir riesig gro├če Kakaofr├╝chte und deren winzig kleine Bl├╝te. Die Fr├╝chte wachsen sogar direkt am Stamm. Nach der Ernte fermentieren die Samen und werden dann getrocknet und ger├Âstet. Wir k├Ânnen die Kakaofrucht in allen Stadien probieren, am besten schmeckt sie aber, wenn sie in der Schokolade ist. Die bereiten wir zu, indem wir sie auf einem "Maya-Mahlstein" zerreiben und Zucker und ein bisschen Kakaobutter untermixen, aber heutzutage passiert das auch hier mit einer Maschine. Ganz interessant und sehr lecker, aber die Tour im Schokoversum in Hamburg hat uns ein bisschen besser gefallen.
Wir fahren heute in den Cockscomb Nationalpark, und weil man da eigentlich nur mit ziemlich unflexiblen Touren, per Anhalter oder eigenem Auto hinkommt, entschlie├čen wir uns, einen Fahrer f├╝r den ganzen Tag zu mieten. Wir starten p├╝nktlich um sieben, sodass wir schon um acht im Nationalpark sind. Wir machen den "Tiger Fern Trail", der anstrengend und supersch├Ân sein soll. Es geht ganz sch├Ân bergauf, allerdings nur eine Stunde, bis wir einen tollen Aussichtspunkt erreichen. Bis dahin haben wir m├Ąchtig geschwitzt, denn es ist sehr warm und schw├╝l. Vom Aussichtspunkt geht es noch ein bisschen bergab und wir erreichen unser Ziel: zwei wundersch├Âne Wasserf├Ąlle, an denen wir ├╝ber eine Stunde ganz alleine sind. Wir machen uns gegen halb elf aber schon wieder auf den R├╝ckweg, denn wir wollen noch eine Schokoladentour machen. Die Wanderung ganz allein mitten durch den Dschungel war wirklich toll und wir haben wieder gemerkt, wie gerne wir doch wandern.

25 April 2018

In Hopkins angekommen, machen wir uns erst einmal auf die Suche nach einer Unterkunft. Das einzige Hostel hat zum Gl├╝ck keinen Platz mehr, denn ein paar Meter weiter gibt es f├╝r fast den gleichen Preis eine kleine Cabana direkt am Strand und nur 5 Meter vom Meer entfernt. Das "Windschief" geh├Ârt Olli, der hierher ausgewandert ist. Wir haben den Strand fast f├╝r uns alleine und finden es wundersch├Ân! In seinem Vorgarten hat Olli (typisch deutsch) einen Minigolf-Platz errichtet. Mit neun Bahnen, die verschiedene Sehensw├╝rdigkeiten in Belize darstellen. Wir spielen gleich dreimal (Max hat zweimal gewonnen, aber Silli war auch gar nicht schlecht) und planen noch ein bisschen die n├Ąchsten Tage. Viel mehr aber auch nicht, weil wir von den letzten Tagen eine kleine Pause brauchen.
Die Nacht in Tikal in furchtbar warm und feucht. Und in unserem kleinen Zwei-Personen-Zelt f├╝hlt es sich nicht besser an. Wenigstens h├Âren wir nachts Br├╝llaffen und wir m├╝ssen eh fr├╝h aufstehen. Um 6:30 werden wir schon in Tikal abgeholt und direkt zum Bus nach Belize gebracht. So einfach, wie es klingt, wird es dann aber doch nicht. An der Grenze nach Belize brauchen wir extrem lange, weil wir unseren Einreisezettel nicht mit blau oder schwarz ausgef├╝llt haben ­čÖä (daf├╝r in h├╝bschem hellgr├╝n und violett ­čśä). Schlie├člich m├╝ssen wir in Belmopan umsteigen und einen Chicken-Bus nehmen. Aber auch mit dem kommen wir nicht nach Hopkins. Wir fahren erst nach Dangriga, m├╝ssen von dort einen Bus zur "Hopkins Junction" nehmen und von dort mit dem Taxi endg├╝ltig nach Hopkins fahren. Aber es lohnt sich! Durch die komplizierte Anreise ist Hopkins nicht touristisch ├╝berlaufen. Das gesamte Dorf besteht aus einer langen Stra├če, die vier Meilen parallel zur K├╝ste verl├Ąuft. Was will man mehr? ­čśŐ

24 April 2018

23 April 2018

Zum Schluss geht es wieder zur├╝ck zu unserem Zeltplatz und wir k├Ânnen noch verschiedenen Pflanzen und Lianen (Max versucht Tarzan zu kopieren) bestaunen. Auch eine riesige Ameisenstra├če kreuzt unseren Weg. Wir sind sehr begeistert von diesem Tag und sind gespannt auf die Nacht im Zelt mitten im Dschungel.
Ein Papageienp├Ąrchen nascht Fr├╝chte vom Baum.
Am Hauptplatz haben wir das gro├če Gl├╝ck, noch einmal einen Regenbogentukan zu sehen. Das sind einfach so, so sch├Âne Tiere!
An dem Hauptplatz liegen zwei riesige Tempel f├╝r den gr├Â├čten Mayak├Ânig von Tikal und seine Frau. Rundherum sind die Wohngeb├Ąude f├╝r die Familien der K├Ânige.
Die Mayabauten beeindrucken uns sehr. Sie wurden als Wohnh├Ąuser, Pal├Ąste und Tempel verwendet und sind ├╝berall im Dschungel verstreut.
Zwei Spechtarten k├Ânnen wir auch entdecken.
Im Palast der Fenster (er besitzt ganze drei St├╝ck, aber alle anderen Geb├Ąude haben einfach gar keine) leben Flederm├Ąuse, die das Dunkle und Feuchte lieben. Die Zeichnung an der Wand stammt tats├Ąchlich noch von den Mayas, wurde aber mit Kugelschreiber nachgezogen.
Als wir von der gro├čen Pyramide heruntergehen, kreuzen drei Spidermonkeys unseren Weg und kommen uns ganz nah. Unten angekommen k├Ânnen wir sogar noch Weibchen mit ihren Babys sehen. Wir freuen uns riesig ├╝ber diese kleine Safari, mit der wir gar nicht gerechnet hatten.
Das Nachbargeb├Ąude (die gro├če Pyramide) ist zwar etwas kleiner, bietet aber trotzdem einen richtig tollen Ausblick und hier kann man auch die steilen Stufen gut erkennen.
Wir erreichen das h├Âchste Geb├Ąude in Tikal (70m sind ganz sch├Ân hoch, wenn man bedenkt, dass es ohne Eisenwerkzeuge um 500 nach Christus erbaut wurde) und k├Ânnen es sogar besteigen. Zum Gl├╝ck allerdings ├╝ber eine Holztreppe und nicht ├╝ber die Originalstufen der Maya, denn die sind super hoch und sehr schmal. Wir genie├čen die Aussicht im Schatten und k├Ânnen kaum glauben, dass um uns herum ├╝berall nur Dschungel ist, soweit das Auge reicht.
Wir wandern weiter durch den Dschungel und sind fasziniert von den riesigen B├Ąume, den Lianen und all den Ger├Ąuschen. Uns l├Ąuft auch wieder einmal eine sehr gut getarnte Echse ├╝ber den Weg.
Die Nasenb├Ąren sind ├╝berhaupt nicht scheu und suchen auf den B├Ąumen nach Fr├╝chten und N├╝ssen (und leider auch im M├╝ll nach Esssensresten). Mit den kleinen, pelzigen Ohren sehen sie ein bisschen aus wie Teddyb├Ąren und sind einfach unglaublich niedlich.
Als N├Ąchstes k├Ânnen wir einen Tukan entdecken, der in einem abgestorbenem Baum in einer H├Âhle sitzt.
Tikal ist riesengro├č und ist wirklich komplett von Dschungel umgeben. Von den Mayast├Ądten ist nur ein kleiner Teil freigelegt, den Rest hat die Natur sich zur├╝ckerobert, nachdem die Maya diese verlassen hatten, und genau das macht den Reiz von Tikal aus. Man h├Ârt und sieht die ganze Zeit die wilden Tiere und dadurch, dass wir Tikal in der Nebensaison besuchen, haben wir es fast f├╝r uns alleine. Gleich zu Beginn k├Ânnen wir einen wundersch├Ânen farbenfrohen Truthahn und einen alten Bekannten, den Br├╝llaffen, sehen, bevor wir die erste Ruine finden.
F├╝r uns geht es mit dem Nachtbus um 22:30 von Guatemala Stadt nach Flores, denn wir wollen uns in Guatemala noch die Mayastadt Tikal angucken, bevor es nach Belize geht. Wir haben die VIP-Class gebucht und freuen uns riesig dar├╝ber, fast im Liegen zu schlafen und viel Platz zu haben. Morgens um 6:00 Uhr erreichen wir dann Flores und haben Gl├╝ck, direkt einen Anbieter zu finden, der uns weiter nach Tikal bringt und uns sogar am n├Ąchsten Morgen wieder abholt und nach Belize f├Ąhrt. Wir sind super gl├╝cklich, dass alles so reibungslos klappt, und schlagen nach der Ankunft unser Zelt im Dschungel auf, denn hier wollen wir heute Nacht schlafen und den Br├╝llaffen, Zikaden und V├Âgeln lauschen. Mittags machen wir uns dann auf, um Tikal anzuschauen. Wir g├Ânnen uns einen pers├Ânlichen Guide nur f├╝r uns und auf geht es in den Dschungel.

22 April 2018

Auch hier sucht man wieder gro├če Einkaufszentren vergeblich. Alles wird auf der Stra├če oder dem Markt gekauft. Die Guatemalteker lieben das Handeln und Feilschen. Als wir durch die endlosen Reihen an St├Ąnden schlendern, ruft man uns auch immer wieder "Special Price" zu. Speziell ist an dem meistens leider nur die H├Âhe ­čśů. Da wir auch nicht so gut im Handeln sind, zahlen wir oft ein bisschen mehr (vielleicht so das Doppelte ­čśä) als die Einheimischen. Aber die Preise sind f├╝r uns immer noch extrem g├╝nstig und so sind am Ende alle gl├╝cklich. Im Angebot ist alles Erdenkliche, von Schmuck ├╝ber R├╝cks├Ącke bis hin zu skurrilen Masken. Obwohl es so unterschiedlich zum Einkaufen in Deutschland ist, genie├čen wir es sehr. Es hat etwas, Taschen, Deko und Snacks zu kaufen, w├Ąhrend man einfach auf den Stra├čen umherschlendert.

21 April 2018

Das Wochenende nach unserem Spanischkurs bleiben wir noch in Antigua, da uns die Stadt so gut gef├Ąllt und wir uns eigentlich noch einen Vulkan angucken wollten. Die Vulkantour f├Ąllt aber leider aus, da es meist sehr wolkig ist und man die Vulkanspitze so nicht sehen kann. Stattdessen schlendern wir einfach durch die Stadt und bestaunen das Get├╝mmel. Die Menschen verkaufen ├╝berall Obst, N├╝sse, Handtaschen, Schmuck, Ballons und alles, was man sich noch so vorstellen kann. Leider verkaufen auch ziemlich viele Kinder, aber alles in allem ist das bunte Treiben einfach toll zu beobachten. Die meisten Frauen tragen auch noch die traditionelle, bunt bestickte Kleidung und nat├╝rlich fahren durch die ganze Stadt Tuc-Tucs, mit denen man recht g├╝nstig von A nach B kommt. Vor dem ber├╝hmten Arco de Santa Catalina posieren direkt mehrere Hochzeitspaare, das scheint hier Tradition zu sein.

20 April 2018

Die letzte Woche war es ruhig um uns, denn wir waren schwer besch├Ąftigt. Wir wollten unbedingt noch unser Spanisch aufbessern und haben uns deshalb entschieden, eine Woche sieben Stunden pro Tag Spanisch zu lernen, und zwar in einer Spanischschule in Antigua, Guatemala. Morgens vier Stunden mit Marcela und nachmittags noch einmal 3 Stunden mit Emilia. Beide sprechen kaum Englisch, waren aber ganz tolle Lehrerinnen. Es war super viel Input (drei Zeitformen in einer Woche und unendlich viele Vokabeln), aber wir haben wirklich viel gelernt und hatten auch viel Spa├č. Es war allerdings ganz sch├Ân ungewohnt, pl├Âtzlich wieder so einen straffen Zeitplan zu haben. In der Mittagspause gab es f├╝r Max immer einen Tostada (ein Teigfladen mit Guacamole, Salat und So├če) von einer ganz lieben Dame am Eingang der Schule, den er dann w├Ąhrend unserer Pause im wundersch├Ânen Innenhof gegessen hat. Was f├╝r eine tolle Woche!

15 April 2018

Hinter dieser Tasse Kaffee steckt viel Arbeit! Wieder angekommen in Gregorios Garten, lernen wir den kompletten Herstellungsprozess von der Frucht zur Tasse kennen. Zun├Ąchst kommen die roten Kirschen in die fahrrad├Ąhnliche Maschine, die die Bohnen von der Schale trennt. Die kommen dann in einen l├Âchrigen Sack f├╝r 24 Stunden und sollen den glitschigen "Honig" abgeben, der sonst zur Fermentation f├╝hren w├╝rde. Im Anschluss wird gewaschen und in der Sonne getrocknet. Die hellen Bohnen besitzen aber noch eine zweite Schale. Zum Vorschein kommen so die gr├╝nlichen Bohnen, von denen es nur die besten schaffen. Und schon sind wir wieder im Spiel. Wir kippen ein paar gr├╝ne Bohnen in eine Tonschale, die wir von vorhin kennen, und r├Âsten sie ├╝ber dem Feuer. Das geht ganz sch├Ân schnell und so erhalten wir einen R├Âstmix. Man sagt uns, das soll so sein ­čśü. Auch das Mahlen ├╝bernehmen wir. Ab ins hei├če Wasser und fertig ist die definitiv beste Tasse Kaffee, die wir bisher getrunken haben!
Auch Farmer Gregorio sitzt mit uns am Tisch und isst unser Pepian. So geht es nach dem Essen direkt weiter mit der Kaffeetour. Ziemlich cool, einen kompletten Tag bei dieser Familie zu verbringen. Die ersten Kaffeepflanzen sehen wir schon bei ihm im Garten - aber noch ganz kleine. Das erste Jahr verbringt die Kaffeepflanze n├Ąmlich hier, da sie so empfindlich ist. Dann geht's raus auf die Felder. Soweit das Auge reicht, nur Kaffee! Und alle Reifestufen sind vertreten: Knospen, schneewei├če Bl├╝ten und kirschrote Fr├╝chte. Wir d├╝rfen eine "Kirsche" aufmachen, ganz glitschig ist sie von innen. Der Saft wird Honig genannt, weil er zuckers├╝├č schmeckt (wir haben probiert ÔśŁ­čĆ╝´ŞĆ). Gratis obendrauf gibt es noch eine tolle Aussicht auf Antigua. Gregorio erz├Ąhlt uns zus├Ątzlich viele Details zu den Pflanzen. Unglaublich viele Dinge m├╝ssen beachtet werden, damit wir entspannt unseren Kaffee trinken k├Ânnen. Und alles ist abh├Ąngig vom Regen, ein Bew├Ąsserungssystem gibt es n├Ąmlich nicht.
Nach 2 Stunden steht unser selbstzubereitetes Essen auf dem Tisch. Es schmeckt uns ziemlich gut (auch wenn Silja ihr H├╝hnchen an Max abgibt). Die So├če ist ein bisschen d├╝nn f├╝r unseren Geschmack, aber geschmacklich wirklich gut und auch der Rest des Essens ist wirklich lecker. Wir essen mit der gesamten Familie und f├╝hlen uns wirklich wohl. Es ist richtig famili├Ąr, alle lachen viel und wir haben das Gef├╝hl, ein bisschen dazuzugeh├Âren. Eine wirklich einzigartige kulturelle Erfahrung auf unserer Reise.
Zu eigentlich jedem (traditionellen) Essen in Mittelamerika gibt es Maistortillas, die beide Frauen zweimal pro Tag frisch zaubereiten. Pro Tag nutzen beide f├╝r ihre Familien 2,5 kg Maismehl. Es ist unglaublich, wie die Einheimischen ihre doch eher trockenen und faden Maisfladen lieben. Das Formen der Tortillas stellt sich als ziemlich kompliziert heraus. St├Ąndig rei├čen die bl├Âden Teile und wir m├╝ssen wieder von vorn beginnen. Elma und Hilda dagegen formen einen Fladen nach dem n├Ąchsten in Rekordzeit. Wir sind sehr beeindruckt und man kann am Ende auch ganz klar sehen, wer welche Tortillas geformt hat ­čśÇ
Zu Pepian geh├Ârt au├čerdem Reis mit Bohnen, Paprika und Zwiebeln. Alles wird ├╝ber dem offenen Feuer ger├Âstet und dann mit Wasser gekocht.
Als N├Ąchstes bereiten wir die ber├╝hmte So├če f├╝r das Pepian zu. Daf├╝r schnippeln wir Tomaten (rote und gr├╝ne, die aussehen wie Physalis), Zwiebeln und Koriander. Dazu kommen noch verschiedene Sorten getrockneter Paprika, K├╝rbiskerne, Sesamsamen und Lorbeerbl├Ątter. Alles wird ├╝ber dem Feuer auf einer speziellen Tonschale ger├Âstet und dann zerkleinert. Das hat man fr├╝her mit dem M├Ârser gemacht, aber da dabei so viel Saft verloren geht, nimmt man heute den Mixer. Die traditionelle Weise d├╝rfen wir aber trotzdem einmal ausprobieren. Nachdem das H├╝hnchen fertig gekocht ist, wird die So├če in die H├╝hnerbr├╝he gekippt und mit Mehl angedickt.
Heute war einer unserer absoluten Lieblingstage. Wir sind gestern in Antigua, Guatemala angekommen und hatten f├╝r heute eine Cooking Class und eine Kaffeetour gebucht. Beides bei einer guatemalischen Familie. Wir wurden morgens um 9:00 Uhr von unserem "Translator" Jonathan abgeholt und sind dann mit ihm zum Haus von Hilda und ihrer Familie gelaufen. Hilda und ihre Freundin Elma wollten heute mit uns Pepian kochen und dazu geh├Ârte, am Anfang ein lebendes Huhn zu schlachten (davon hatten wir erst nach der Buchung erfahren). Silja konnte gar nicht zugucken und hat lieber das Pferd hinter der K├╝che gestreichelt, und auch Max hatte ein komisches Gef├╝hl dabei. Aber wenn man Tiere isst, muss dieses nun einmal daf├╝r sterben und irgendwie muss man das dann auch ertragen k├Ânnen. Nachdem das H├╝hnchen tot war, haben wir es gerupft, ausgenommen und dann mit Gem├╝se gekocht. Alles wird dabei verwertet (auch die F├╝├če, der Magen, das Herz und Co).

14 April 2018

Heute geht es mit dem Bus von San Salvador nach Guatemala Stadt und dann direkt weiter nach Antigua. Antigua gef├Ąllt uns super gut. Viele kleine, bunte H├Ąuschen, nette Menschen, die alle gr├╝├čen, und es ist zur Abwechslung mal nicht ganz so hei├č. Wir brauchen nicht einmal einen Ventilator im Zimmer (im Vergleich dazu haben wir auf der Isla Ometepe mit zwei Ventilatoren und nassem Handtuch auf dem K├Ârper geschlafen, damit es einigerma├čen auszuhalten war). Wir bleiben eine ganze Woche hier in Antigua im selben Hostel, weil wir hier einen Spanischkurs belegen. Wir freuen uns sehr darauf und es ist wirklich sch├Ân, einmal seine Sachen so richtig auspacken zu k├Ânnen, ohne sie am n├Ąchsten Tag direkt wieder einr├Ąumen zu m├╝ssen.

13 April 2018

Die n├Ąchsten zwei Tage werden wir im Bus verbringen. Wir wollen n├Ąmlich von Nicaragua direkt nach Guatemala und ├╝berspringen dabei quasi Honduras und El Salvador. Beide L├Ąnder sollen ziemlich unsicher sein und unsere Reise neigt sich langsam auch dem Ende zu, sodass wir unsere Zeit sorgf├Ąltig einteilen. Das hei├čt aber f├╝r heute und morgen, dass wir fast nur im Bus sitzen. Der Bus heute f├Ąhrt von Esteli in Nicaragua nach San Salvador in El Salvador. In Esteli gibt es allerdings kein Bus Terminal und wir haben nur die Info, dass wir an der Gasolinera Uno warten sollen. Davon gibt es allerdings mehrere, sodass wir etwas bangen, ob der Bus uns findet und wir unsere Reise antreten k├Ânnen. Eine Viertelstunde nach der vereinbarten Zeit kommt er aber zum Gl├╝ck und wir k├Ânnen aufatmen. Mit nur einer Handvoll anderer Leute passieren wir zwei Grenzen und kommen abends um 19:00 in San Salvador an.

11 April 2018

Weit war die Strecke nicht, die wir heute von Granada nach Esteli zur├╝cklegen mussten. Trotzdem haben wir 5,5h gebraucht, denn wir sind mit Chicken-Bussen gefahren. Das sind alte amerikanische Schulbusse, die hier aber noch im Fernverkehr eingesetzt werden ­čśů. Jedenfalls hatten wir schon mal mehr Komfort. Witzig war es aber auch. Der Bus h├Ąlt an, wenn jemand aussteigen will. Die Lateinamerikaner sind jedoch sehr lauffaul. Es ist keine Seltenheit, dass der Bus dreimal auf 15 Metern stoppt. An jeder Station steigen auch Verk├Ąufer mit ein, man kann hier seinen kompletten Wocheneinkauf (Tomaten, ├äpfel, Zahnb├╝rsten, H├╝hnchen mit Reis, Kugelschreiber, warme Maiskolben, Zwiebeln, Popcorn) erledigen. Wir haben eine Mango zum Snack und ein N├Ąhset gekauft ­čśä. In Esteli angekommen, wurde es aber noch mal skurril. Im Taxi passten unsere Rucks├Ącke nicht in den Kofferraum. Die Klappe blieb deshalb einfach offen und wir mussten die Rucks├Ącke festhalten. Irgendwie ist aber alles heil angekommen.

10 April 2018

Strandtag mal anders: Wir waren heute nicht am Meer, sondern haben in einer Kraterlagune von dem ehemaligen Vulkan "Apoyo" gebadet. Der ist wohl irgendwann mal komplett explodiert, sodass man nun in dem riesigen Krater schwimmen, Kajak fahren und Stand-up-Paddling machen kann. Das Paddeln im Stehen ist aber gar nicht so leicht, wir lagen des ├ľfteren auch mal im Wasser ­čśä. Zum Gl├╝ck konnte man ja nicht nur das machen. Wir konnten auch herrlich am "Strand" liegen und die Sonne und den Ausblick genie├čen. Und die Strandbar haben wir auch nicht verschm├Ąht ­čśü. Auf die Art genossen wir den Vormittag und einen Teil des Nachmittags. F├╝r abends hatten wir dann noch eine Tour zum aktiven Vulkan "Masaya" gebucht, um Lava zu sehen. Leider holte man uns 1h zu sp├Ąt von der Lagune ab und die anderen Touristen der Vulkantour mussten auf uns warten - ganz sch├Ân peinlich! Die Tour an sich ist schnell erz├Ąhlt: 2h Fahrt, 10min Lava gucken. Aber wann sieht man schon echte Lava?!

9 April 2018

Von der Isla Ometepe nach Granada erleben wir eine b├Âse ├ťberraschung. Weil Sonntag ist, fahren die Boote anders von der Insel ab, nur leider steht das nicht mal auf der offiziellen Homepage. Deswegen verpassen wir den "Chicken-Bus" im Anschluss und fahren 1,5h dekadent im Taxi. Letztendlich holen wir so aber die vertane Zeit vom Boot auf. F├╝r uns hei├čt es dann auch nur noch: Ab ins Bett! Am n├Ąchsten Tag machen wir dann die Innenstadt Granadas unsicher. Wir steigen auf einen kleinen Kirchturm und ├╝berblicken das gesamte kleine St├Ądtchen. Trotzdem ist Granada Touristenziel Nr. 1, weil es einfach unheimlich viel Charme hat. Der Kolonialstil besteht noch nahezu unver├Ąndert und ├╝berall findet man Innenh├Âfe mit Palmen und bunten Blumen. ├ťberhaupt ist Granada eine extrem gr├╝ne und bunte Stadt. Wir schlendern einfach durch die Stra├čen, genie├čen die Fassaden und trinken ab und zu mal einen Kaffee und einen Smoothie in einem der idyllischen Innenh├Âfe.

8 April 2018

Abschluss auf der Isla Ometepe: Wir machen eine Kajaktour - nur wir beide und ein Guide (Alvin). Wir werden mit dem Tuktuk und dem Motorboot zum Startpunkt gefahren und sparen uns so eine ganze Menge Paddelei. Als wir im Kajak loslegen, h├╝llen sich die Vulkane noch in Wolken, aber wir k├Ânnen ganz viele Yellow Herons sehen, die eine imposante Flugshow hinlegen. Im Kajak trauen wir uns nicht, unsere Kamera mitzunehmen, weswegen wir leider keine Fotos schie├čen k├Ânnen. Hinsichtlich der Tiere m├╝ssen wir uns aber nicht ├Ąrgern, denn die haben wir fast alle schon im Tortuguero gesehen. Schade ist es nur f├╝r die Kajaktour, die ging n├Ąmlich mitten durchs Gestr├╝pp aus Seerosen. Daf├╝r d├╝rfen wir dann aber noch den Vulkan Concepcion ohne Wolken sehen. An unserer Anlegestelle tritt Silli leider in eine Biene, aber zwei schlafende Br├╝llaffen in den B├Ąumen lassen den Schmerz schnell vergessen. Wir w├Ąren gern noch l├Ąnger in diesem Paradies geblieben, aber nun freuen wir uns auch auf Granada.

7 April 2018

Wir haben aus unseren Fehlern gelernt! F├╝r den heutigen Tag mieten wir uns ein Quad. Das hat nicht nur den Vorteil, ohne Anstrengung unsererseits voranzukommen, sondern auch den, extrem viel Spa├č zu machen. Weil es uns so gut gefallen hat gestern, fahren wir wieder zur "Ojo de Agua". Diesmal haben wir richtig viel Zeit zum Entspannen unter den Palmen ­čśŐ. Nachmittags wollen wir noch zu einer Schokoladenfarm. Auf dem Weg dorthin fallen uns pl├Âtzlich ganz viele kleine Affen am Stra├čenrand auf. Sie turnen auf den B├Ąumen und ein paar Steinen herum und kommen uns ziemlich nah. Auf der Schokofarm trinken wir Supersmoothies und essen veganes Eis mit einem Magic Ball - total Hipster, aber sehr lecker. Danach d├╝sen wir mit unserem Quad schnell zum Punta Jesus Maria, dem Sonnenuntergangspunkt. Hier verbringen wir noch ein paar sch├Âne Minuten mit der gl├╝henden Sonne vor uns und den zwei beeindruckenden Vulkanen hinter uns. Ein wundersch├Âner Tag mit viel weniger Anstrengung als gestern!

6 April 2018

Gestern sind wir auf der Isla Ometepe angekommen, wortw├Ârtlich eine Insel mit zwei Bergen. Sie soll die Inspiration f├╝r Lummerland gewesen sein. Zun├Ąchst fanden wir die Nicaraguaner nicht so nett, sie waren total fordernd und aufdringlich, wenn sie uns zum Beispiel eine Taxifahrt oder ├ähnliches anbieten wollten. Auf Ometepe sind aber wieder alle supernett, jeder gr├╝├čt uns ­čśŐ. Die Insel ist gar nicht so klein, wie sie klingt, und so entschlie├čen wir uns, auf einer Fahrradtour einen Vulkan zu umrunden. Das Resultat: Wir haben noch nie so geschwitzt! Die Sonne knallt hier gnadenlos (├╝ber 30 Grad im Schatten), die Stra├čen sind teilweise unbefestigt und die R├Ąder noch viel schlechter. Zum Gl├╝ck finden wir die Lagune "Ojo de Agua", die uns ein wenig abk├╝hlt. Allerdings h├Ąlt die nicht weit auf dem R├╝ckweg. Am Ende sind wir stolz auf ├╝ber 50 zur├╝ckgelegte Kilometer bei diesen Bedingungen und sehen die Radtour als Ersatz f├╝r die lange Wanderpause.

4 April 2018

3 April 2018

Unsere Tour ist dann beendet und unsere Tortuguero-Zeit damit auch. Mit dem Boot m├╝ssen wir wieder zur├╝ck nach La Pavona fahren. Auf einmal liegt hinter einer Flusskurve auf einer Sandbank ein waschechtes Krokodil. Ein gigantisches Tier, hier fahren wir auch lieber nicht zu nah heran, zumal das Krokodil uns seinen riesigen Kiefer mitsamt Z├Ąhnen die ganze Zeit pr├Ąsentiert. Es bildet den perfekten Abschluss und so k├Ânnen wir zufrieden zur├╝ck nach San Jos├ę fahren. Morgen fr├╝h geht es dann auch schon weiter nach Rivas in Nicaragua.
Flederm├Ąuse fehlten auf unseren Nachtwanderungen bisher, doch die holen wir tags├╝ber nach. An einem dicken Baumstamm sitzen gleich ganz viele. Wir halten sie erst f├╝r riesige K├Ąfer, bis wir uns die Fotos genauer anschauen ­čśä
W├Ąhrend der gesamten Tour schallen immer wieder laute Rufe durch den Wald. Es dauert aber ein bisschen, bis wir deren Ursprung ausfindig machen k├Ânnen. Ganz oben in den B├Ąumen turnen Howler Monkeys ├╝ber die ├äste und schreien dabei lauthals. Unser Bootsf├╝hrer macht die Laute sogar nach und die Affen antworten. Wir sind v├Âllig begeistert, diese Tiere, die man bisher nur aus dem Zoo kannte, in der freien Wildbahn zu erleben.
Ein weiteres Nationaltier Costa Ricas: der Tukan, dessen Schnabel so bunt ist, dass man ihn auch Regenbogen-Tukan nennt
Mit viel Hilfe (Gr├╝n auf Gr├╝n!) finden wir die Jesus-Christ-Echse, die so genannt wird, weil sie ├╝ber Wasser laufen kann. Ihr Schwanz ist dabei so schwer und lang, dass sie fast aufrecht l├Ąuft. Ein beeindruckendes und extrem gut getarntes Tier!
Dann entdecken wir einen Kaiman im seichten Wasser, der Sonne tankt. Unser "Captain" bringt uns ganz nah heran, sodass wir ihn theoretisch h├Ątten anfassen k├Ânnen, was sich aber keiner traut ­čśü. Der Kaiman beobachtet uns ganz genau, regt sich aber keinen Zentimeter. Umso genialer werden die Fotos!
Dieser h├╝bsche Vogel in Metallicfarben ist ein Green Heron. Er ist ganz sch├Ân clever. Er f├Ąngt n├Ąmlich Insekten und h├Ąlt diese mit seinem Schnabel ins Wasser, um Fische zu k├Âdern. Vielleicht hat er das Angeln erfunden ­čśë
Hier trocknen Anhingas gerade ihre Fl├╝gel in der Sonne. Dies sind Tauchv├Âgel, die dann aber mit nassen Fl├╝geln nicht weiterfliegen k├Ânnen. Also muss die Sonne helfen. Sie werden auch Snakebirds genannt, weil im Wasser nur noch der schmale Kopf herausguckt, wodurch sie wie eine Schlange aussehen.
Ein Leguan genie├čt die Sonne hoch oben in einem Baum.
Aber nicht nur gro├če V├Âgel fliegen hier fr├Âhlich umher, auch ganz kleine k├Ânnen wir entdecken, die uns ebenso neugierig betrachten wie wir sie.
Als Erstes sehen wir zwei Tiger Herons, die gerade balzen. Sie machen alle m├Âglichen Figuren, plustern sich auf und verrenken sich die H├Ąlse. "Um die Ecke" sehen wir dann noch zwei Babys, bei denen deutlich zu erkennen ist, warum man sie Tiger Heron nennt.
Um 6 Uhr morgens beginnt unsere Kanutour ­čÜú. Dunkel ist es zu dieser Zeit schon lange nicht mehr. Heute fahren wir in die ganz kleinen Kan├Ąle hinein, um V├Âgel, Affen, Kaimane und Echsen zu beobachten. Schnell sind ├╝berall um uns herum nur noch Wasser und Urwald - Dschungel-Feeling pur!

2 April 2018

Zusammen mit der gestrigen Nachtwanderung hatten wir echt Gl├╝ck, weil wir insgesamt alle Highlights der Tortuguero-Nachtwanderung erleben konnten. Kurz vor Ende der zweiten Nacht fanden wir n├Ąmlich doch noch zwei Schlangen, eine Katzenaugenschlange und eine gr├╝ne D├╝nnschlange­čÉŹ. Beides sind Baumschlangen, die haupts├Ąchlich auf B├Ąumen oder Pflanzen leben und sich um diese herumwickeln. Dies konnten wir unschwer erkennen, denn Anfang und Ende der Schlangen waren kaum zu finden.
Eine Wanderpalme ­čî┤(stand aber aufm R├╝ckweg immer noch dort ­čśü)
Glas- und Regenfrosch
Endlich sahen wir am zweiten Tag Basilisken. Sie schliefen tief und fest und guckten ziemlich genervt, als die Blitzlichter klickten.
Spinnen fehlten nat├╝rlich ebenfalls keineswegs. Auch hier zeigte sich ein Exemplar in Dortmunder Farben, durfte aber auch mit ins Album. Ein weiteres war leider ziemlich mitgenommen, gab aber in einem Blatt ein tolles Motiv ab.
"Alte" Bekannte
Auch Tag 2 der Nachtwanderungen war ein voller Erfolg! Wir durften viele Insekten in den verschiedensten Farben bestaunen. Eine Libelle schien sogar Dortmund-Fan zu sein, sie wurde aber trotzdem fotografiert. Au├čerdem begegneten wir viel Liebe im Urwald ­čśë

1 April 2018

Wolfsspinne. Bernd hat uns nach der Wanderung angeboten, dass wir morgen noch einmal mitgehen d├╝rfen, weil Max die Tour auch zwei Schweizern angepriesen hat, die dann noch mitkamen. Heute geht es also noch einmal f├╝r uns nachts in den Dschungel, um hoffentlich noch Schlangen und Basilisken zu sehen. Ein G├╝rteltier hatten wir gestern ├╝brigens auch schon gesehen, aber das war so flink, dass wir kein Foto machen konnten.
Wir denken, dass das der Yellow Tree Frog war
Heuschrecke
Geckos
Seidenspinne
Siebenfarbenfrosch: Nationatlier von Costa Rica
Bullet Ant. Wenn man von der gebissen wird, tut das wohl so weh, wie wenn man angeschossen wird.
Bananenfalter
Als wir in Tortuguero ankommen, machen wir uns auf die Suche nach unserem Hostel. Wir verlaufen uns ein bisschen und treffen so auf Bernd, der uns netterweise zum Hostel bringt. Er nennt sich jetzt Bernardo (­čśä), lebt schon seit 27 Jahren in Costa Rica und bietet hier verschiedene deutschsprachige Touren an. Wir machen mit ihm eine Nightwalking-Tour durch den Regenwald und sehen direkt nach ein paar hundert Metern ein Faultier. Leider ist unsere Kamera f├╝r Nachtaufnahmen nicht so geeignet, aber es ist einfach so, so s├╝├č ­čśŹ Das Faultier ist erst der Auftakt f├╝r viele weitere Tierchen, die hier so leben.
Wir sind seit drei Tagen in Costa Rica, waren aber wegen der Feiertage etwas ausgeknockt, da einfach alles geschlossen hatte. Das ist in Deutschland zwar ganz normal, aber auf unserer Reise hatten wir so etwas noch gar nicht erlebt, denn hier haben die meisten Gesch├Ąfte auch sonntags und sp├Ątabends auf. Heute ging es f├╝r uns dann von der Hauptstadt San Jos├ę weiter in den Tortuguero Nationalpark. Erst mit zwei Bussen und dann mit dem Boot. Damit fuhren wir dann schon mitten durch den Dschungel und sahen auch die ersten Tiere ­čÉó­čÉë­čÉŽ

30 March 2018

28 March 2018

An unserem letzten Tag in Panama besuchen wir noch den Panamakanal, der Pazifik und Atlantik verbindet und so eine riesen Handelsstra├če ist (ein bisschen so wie ein riesiger Nord-Ostseekanal bei uns ­čśä). Den Panamakanal haben die Amerikaner Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und ihn bis Ende 1999 verwaltet. Aus diesem Grund ist Panama auch so "amerikanisiert". F├╝r die Schiffe ist der Panamakanal eine super Abk├╝rzung, da sie sonst unten an S├╝damerika (bei Ushuaia ­čśë) vorbeifahren m├╝ssten. Da Panama tats├Ąchlich auch etwas Gebirge hat, m├╝ssen die Schiffe einige Schleusen passieren. Das d├╝rfen wir bei den Miraflores-Schleusen sogar live mit ansehen (zusammen mit gef├╝hlt 1000 anderen Leuten ­čśä). Ziemlich beeindruckend, was da f├╝r gro├če Schiffe vorbeifahren.

27 March 2018

Den letzten Tag nutzen wir noch f├╝r ein paar Fotos in dieser traumhaften Kulisse ­čî┤

26 March 2018

Auch wenn es auf den Fotos nicht so toll aussieht, freuen uns wir uns sehr, wenn es einmal bew├Âlkt ist. Hier ist es n├Ąmlich super, super warm, und trotz f├╝nfmaligem Eincremen mit Sonnencreme 50+, dem Tragen eines T-Shirts beim Schwimmen und Liegen im Schatten kriegen wir ganz sch├Âne Sonnenbr├Ąnde. ├äquatorsonne ist wirklich extrem. Die Apothekerin, die wir nach "After-Sun" fragen, als wir zur├╝ck in Panama City sind, lacht uns auch nur aus, als wir erz├Ąhlen, dass wir auf den San Blas waren.
Beim Schnorcheln k├Ânnen wir richtig tolle Fische mit bunten Farben (blau, gelb, rosa, rot, wei├č und schwarz), tollen Mustern (Streifen, Flecken und Punkte) und faszinierenden Formen (dreieckig, ganz schmal und mit langem S├Ąbel) sehen. So toll! Aber nicht nur Fische, sondern auch gro├če Seesterne, Korallen und Seeigel k├Ânnen wir sehen. Bei einer gro├čen Welle wird Max aber leider gegen ein Korallenriff gedr├╝ckt und fasst aus Versehen in einen Seeigel, der sofort seine Stacheln in Max' Finger l├Ąsst. Zum Gl├╝ck ist der nicht giftig, aber die Stacheln m├╝ssen raus. Diese sind aber leider sehr weich und brechen immer ab, sodass Max ganze 4h in seinem Finger "gr├Ąbt", bis endlich alles drau├čen ist.
Jeden Tag fahren wir mit unserer superlieben Gruppe (f├╝nf Lehramtsstudenten, zwei Sozialp├Ądagogen und ein Polizist - alles Deutsche) und ein paar Kunas immer zu anderen Inseln von San Blas und genie├čen dort das s├╝├če Leben: schnorcheln, lesen, schlafen, schwimmen, Kokosnuss essen und Cocktails trinken. Alles bei wundersch├Âner Natur!
Die n├Ąchsten drei Tage verbringen wir auf den San Blas Inseln in der Karibik. Wir reisen mit Jeep und Boot zu einer der 365 Inseln an. Unsere Insel (Isla Diablo) ist wie gemalt: wei├čer Sand, Palmen mit Kokosn├╝ssen und t├╝rkises Wasser. Wundersch├Ân! Sie ist ziemlich klein, sch├Ątzungsweise gerade einmal 500 Meter lang und 100 Meter breit. Wir ziehen in ein Zelt unter den Palmen ein und essen frittierten Fisch mit Reis zum Mittag. Dieses Essen werden die Kunas (die Einheimischen, die hier wohnen) uns die n├Ąchsten Tage zu jeder warmen Mahlzeit servieren. Etwas eint├Ânig, aber eigentlich ganz lecker. Wir mixen uns direkt einen Rum mit frischem Limettensaft (wir haben 50 Limetten f├╝r eine Flasche Rum gekauft ­čśä) und Rohrzucker - lecker! ­čŹő­čŹ╣

24 March 2018

Wir ziehen f├╝r die n├Ąchsten zwei Tage noch einmal um in ein Airbnb. So ein Hotel k├Ânnen wir uns leider nicht auf die Dauer leisten, aber das Airbnb ist genial! Wir wohnen im Grandbay Tower in Stock 32 und haben im 40. Stockwerk eine mega Dachterrasse mit Pool und toller Aussicht! Das genie├čen wir sehr. Als N├Ąchstes m├Âchten wir auf die San Blas Inseln fahren und dort schnorcheln. Max hat aber leider keine Kontaktlinsen dabei und die normale Brille plus Taucherbrille funktioniert einfach nicht. Wir entscheiden uns, Kleber im "Do-it"-Center zu kaufen und die Ersatzbrille auseinanderzunehmen. Die Gl├Ąser kleben wir in die Taucherbrille, damit Max dann auch die Unterwasserwelt bestaunen kann.

23 March 2018

Heute besuchen wir die Altstadt: Casco Viejo. Eigentlich ist es aber schon die zweite Stadt von Panama City. Die erste wurde n├Ąmlich von einem Piraten zerst├Ârt. Da wir mit gef├╝hrten Touren in letzter Zeit nicht so gute Erfahrungen gemacht haben, wir aber auch nicht komplett auf Infos verzichten wollen, machen wir eine App-gef├╝hrte Tour. Wir m├╝ssen auf andere zwar gew├Âhnungsbed├╝rftig wirken mit unseren Kopfh├Ârern im Ohr, die beide am einem Handy h├Ąngen, aber es klappt hervorragend. Die Gassen und Kolonialh├Ąuser sind richtig sch├Ân und sehen so aus, als w├Ąren die Spanier gerade erst ausgezogen. Panama City entpuppt sich dabei im Gegensatz zu ganz S├╝damerika als Katzenstadt, die hier statt der Hunde frei herumstreunen. Von einer Promenade haben wir auch einem fantastischen Blick auf die Skyline, die so amerikanisch mit den Hochh├Ąusern aussieht. Auch den Panamakanal k├Ânnen wir erahnen. Zumindest sehen wir ganz viele Schiffe Schlange stehen ­čśä

22 March 2018

Schlie├člich kommen wir doch noch in Panama Stadt an, wir hatten nicht mehr daran geglaubt. Sogar unser Gep├Ąck ist da. Danach kommt der n├Ąchste Schock. Panama ist wieder extrem teuer, das Taxi kostet direkt mal 30 "Bucks". Zum Gl├╝ck haben wir ein "Luxushotel" (f├╝r unsere Verh├Ąltnisse) zur Entspannung gebucht. Dort lassen wir es uns richtig gut gehen. Wir haben ein Riesenzimmer mit Sofa und einem Badbereich, der so gro├č ist wie so manches Hostelzimmer. Au├čerdem gibt es eine Dachterrasse mit Pool und Skybar- herrlich ­čśő. Wir bestellen sogar Abendessen beim Zimmerservice. Das entsch├Ądigt f├╝r die Flugstrapazen :)

20 March 2018

Der Flug nach Panama ist leider gesplittet. Erst geht es von Cusco nach Bogota und am n├Ąchsten Tag weiter nach Panama City. Deswegen m├╝ssen wir in Bogota am Flughafen schlafen. Im Prinzip sind wir bestens vorbereitet: Schlafsack und Luftmatratze haben wir im Handgep├Ąck. Obwohl wir aber mit derselben Airline fliegen, ist es nicht m├Âglich, uns bis nach Panama einzuchecken. Daher m├╝ssen wir noch mal aus dem Sicherheitsbereich raus (und in Kolumbien immigrieren ­čÖł). Uns wird aber versprochen, dass wir noch am Abend einchecken k├Ânnen. Es klappt nat├╝rlich nicht. Angeblich m├╝ssen wir bei einer anderen Airline einchecken, weil die den Flug durchf├╝hren. Am n├Ąchsten Morgen kommt es aber noch dicker. Beide Airlines schaffen es nicht mit dem Check-In. Schlie├člich fliegt der Flieger ohne uns. Die Schuld liegt angeblich bei unserer Buchung. Einen sp├Ąteren Flug versuchen sie uns auch noch als Upgrade zu verkaufen. Dies teilen sie uns so sp├Ąt mit, dass wir zum Gate rennen m├╝ssen. Unfassbar!
Kurz vor unserem Abflug nach Panama m├╝ssen wir noch mal unser "Boleto Turistico" ausnutzen. Das mussten wir f├╝r das Heilige Tal kaufen und haben gleich das gro├če gekauft, weil wir uns noch mehr Inka-St├Ątten angucken wollten. Durch unsere erneuten Ausf├Ąlle sind wir dazu aber nicht gekommen. Also nehmen wir wenigstens die Statue mit, die uns ein wenig an die Goldelse in Berlin erinnert. Aber in dieser Statue soll angeblich alle Kraft des gro├čen Inkak├Ânigs Pachacutec stecken. Am Tag der Einweihung soll sie dreimal von einem Blitz getroffen worden sein, obwohl kein Gewitter war. F├╝r uns war sie noch ein netter Zeitvertreib ­čśŐ

18 March 2018

Zum Abschluss genie├čen wir noch einmal den letzten tollen Ausblick!
Die Inkas haben sogar ein Wassersystem in Machu Picchu installiert, das in der ganzen Stadt frisches Wasser verteilt und "schlechtes" Wasser ableitet.
Dieser Stein steht in der Mitte der Stadt und stellt den h├Âchsten Punkt dar. Er ist auf genau der gleichen H├Âhe wie vier umliegende Berge, die genau in den Himmelsrichtungen liegen. Diese Lage war wohl ein Grund, warum die Inkas Machu Picchu genau hier gebaut haben.
Die Baukunst der Inkas ist sehr beeindruckend. Sie hatten noch kein Eisenwerkzeug und konnten ihre Steine nur mit anderen Steinen bearbeiten. Wenn man das wei├č, ist es umso beeindruckender, wie genau die Tempel zusammengebaut sind. Die Steine passen haargenau und brauchen keinen M├Ârtel dazwischen. Au├čerdem haben die Inkas schon erdbebensicher gebaut, sodass die Tempel gr├Â├čtenteils alle Erdbeben ├╝berstanden haben. Die normalen Wohnh├Ąuser wurden allerdings nicht mit so viel Aufwand und Sorgfalt gebaut und erinnern eher an "unsere" deutschen Burgen.
Auch hier gibt es wieder lauter coole Tiere ­čÉĹ­čÉŤ­čÉş
Wir erkunden Machu Picchus Innenstadt.
Wir machen uns als N├Ąchstes auf den Weg zur Inkabr├╝cke. Der Weg dahin geht teilweise ganz sch├Ân steil bergab, aber auch hier ist die Aussicht wieder grandios! Die Inkabr├╝cke ist sehr schmal und f├╝hrt an einem sehr steilen Berg entlang. Unglaublich, wo die sich langgetraut haben.
Machu Picchu ist wirklich ein wahres Weltwunder! Wundersch├Ân! Und der Nebel, der immer wieder rasant kommt und geht, macht diesen Ort besonders magisch.
Wir machen uns als Erstes auf zum Sonnentempel, der zu Fu├č circa eine Stunde entfernt liegt und von dem man eine tolle Aussicht haben soll. Als wir hochlaufen, zieht es sich jedoch auch hier ganz sch├Ân zu und oben am Sonnentempel ist nichts als Nebel und ein Inka-Steinhaus, leider relativ unspektakul├Ąr. Aber auf dem R├╝ckweg klart es gl├╝cklicherweise wieder auf und wir k├Ânnen Machu Picchu wieder vor uns sehen.
Eigentlich wollten wir jetzt auf einen der umliegenden Berge steigen, aber da wir unseren Besuch um einen Tag verschoben haben, sind die Tickets daf├╝r schon weg. Der Berg ist aber von ganz dicken Wolken verhangen, sodass wir gar nicht traurig sind und viel Zeit haben, Machu Picchu zu erkunden.
Wir machen uns mittags (nach einem ziemlich schlechten und teuren Fr├╝hst├╝ck) auf zum Machu Picchu. Oben angekommen haben wir nach einem kurzem, steilen Anstieg direkt einen wundervollen Blick auf Machu Picchu und die umliegende Umgebung. Wir sind schwer beeindruckt und k├Ânnen gut verstehen, warum die Inkas hier die Stadt ihres K├Ânigs gebaut haben.

17 March 2018

Einen Tag versp├Ątet (wir waren mal wieder ausgeknockt ­čĺę­čÖł) machen wir uns auf den Weg von Cusco nach Aguas Calientes, dem Ausgangsdorf zum Machu Picchu. Erst fahren wir 7 h mit dem Minibus ├╝ber die Berge, bevor wir die letzten 11 Kilometer zu Fu├č zur├╝cklegen, da es ab hier keine Stra├če mehr gibt, sondern nur noch eine Zugverbindung. Die w├╝rde aber 50 US$ kosten und wir sind ja sparsam unterwegs. Wir wandern fast die ganze Zeit an einem rei├čenden Fluss entlang und genie├čen den Dschungel um uns herum. Es gibt sogar Bananenb├Ąume! Ganz am Ende unseres Weges k├Ânnen wir sogar schon einen ersten Mini-Blick auf Machu Picchu werfen. Abends kommen wir in dem s├╝├čen D├Ârfchen an und essen nur noch ein paar Nudeln und Trucha, bevor wir m├╝de ins Bett fallen.

15 March 2018

Letzter Stop im Heiligen Tal sind die Ruinen von Pisac. Die Stadt liegt fast auf dem Berggipfel. Unter ihr liegen die obligatorischen Terrassen, die bis ins Tal ziehen und hier f├╝r die Landwirtschaft benutzt wurden. Tats├Ąchlich starb mit den Inkas auch das Anlegen der Terrassen aus. Dies lag daran, dass es damals viel mehr Menschen als heute gab und somit die Bergh├Ąnge nutzbar gemacht werden mussten. Ein bisschen muss es aber auch am Ausblick aus dem Wohnzimmer gelegen haben, dass die St├Ądte auf Berggipfeln gebaut wurden. Denn die Kulisse ist traumhaft sch├Ân. Zus├Ątzlich gibt es hier einen der gr├Â├čten Inkafriedh├Âfe zu bestaunen. Die Toten wurden tief im Berg bestattet mit vielen wertvollen Gegenst├Ąnden f├╝r ihr Leben nach dem Tod. Dies ist allerdings auch der Grund, warum die Spanier die Grabst├Ątten pl├╝nderten, wodurch die L├Âcher zu sehen sind. Ganz zum Schluss machen wir noch im heutigen Pisac Halt. Highlight hier sind definitiv die witzigen Taxis, die ├╝berall in Peru herumfahren ­čśä
Weiter geht's nach Ollantaytambo, eine Inkastadt mit gro├čem Tempel auf dem angrenzenden Berg. Diese St├Ątte war so heilig, dass die Inkas in den gegen├╝berliegenden Berg das Gesicht ihrer wichtigsten Gottheit Viracocha gehauen haben - und zwar nicht zu klein! Wir m├╝ssen zum Tempel ganz sch├Ân hoch steigen, das Gebet war damals anscheinend eine schwei├čtreibende Angelegenheit. Uns erstaunt einmal mehr, zu welch exakter Arbeit die Inkas f├Ąhig waren. Der Guide erz├Ąhlte uns auch, dass kaum etwas restauriert werden musste, weil die Inkas mehrere Erdbebensicherungen eingebaut haben, z.B. kleinere Steine zwischen gro├čen Steinbl├Âcken. Sp├Ąter laufen wir an einem Kaktus vorbei, der sich auf einer Terrasse breitgemacht hat und ganz viele Kaktusfeigen tr├Ągt. Die wachsen hier wie ├äpfel ­čśő
Stopp 3/5 sind die Salzterrassen bei Maras. Hier haben die Dorfbewohner von Maras sich Salzfelder angelegt, an denen jede Familie pro Jahr (oder Monat? Wir sind uns nicht mehr ganz sicher ­čśů) 300 kg Salz abbauen kann. Auf alle F├Ąlle eine Riesenmenge! Aus einem Vulkan sprudelt warmes, super salziges Wasser, welches ├╝ber die Felder geleitet wird, sodass sich das Salz immer wieder neu ablagert. Heutzutage gibt es allerdings einfachere Methoden, Salz abzubauen, sodass die Salzterrassen kaum noch genutzt werden.
Als N├Ąchstes geht es nach Moray, das ist eine Art Labor der Inka. Hier wurden auf den verschiedenen Terrassen Mais, Quinoa und Co. angebaut, um zu schauen, in welchem Mikroklima welche Pflanze am besten gedeiht, bevor sie dann auf den "echten" Terrassen angepflanzt wurden. Die Terrassen sind ganz sch├Ân hoch, sodass sich die Temperatur tats├Ąchlich um bis zu drei Grad unterscheiden kann. Ganz sch├Ân spannend und wir sind ganz sch├Ân beeindruckt, wie exakt der Kreis ist. Max hat ├╝brigens das erste Mal seinen neuen Pulli an, den er sich in La Paz gekauft hat (und den hier leider auch jeder andere zweite Tourist tr├Ągt, aber wir finden den trotzdem super ­čśŐ).
Wir sind mit dem Nachtbus von Arequipa weiter nach Cusco gefahren und dieses Mal tats├Ąchlich eine Stunde nach der geplanten Zeit um 7:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein angekommen. Wir k├Ânnen leider noch nicht in unser Hostelzimmr und setzen uns zum Fr├╝hst├╝cken erst einmal ins Museo del Caf├ę. Hier recherchieren wir auch, was wir in Cusco so machen k├Ânnen, und sind direkt vom "Heiligen Tal" begeistert. Dort soll es f├╝r uns am n├Ąchsten Tag hingehen. Insgesamt f├╝nf Stationen besuchen wir mit unserem netten Guide Percy. Die erste ist Chinchero: ein Inka-St├Ątte mit tollen Ausblick.

14 March 2018

12 March 2018

Da uns nun aufgrund Max' Krankheit nicht mehr genug Zeit f├╝r eine mehrt├Ągige Wanderung im Colca Canyon bleibt, entschlie├čen f├╝r uns f├╝r eine Tagestour (auch wenn das Abfahren von Fotospots mit dem Bus nicht so unser Ding ist). Allerdings m├╝ssen wir schon um 2:45 Uhr aufbrechen. Beim Betrachten des Sonnenaufgangs ├╝ber Teilen der Anden (ja, auch Peru hat noch was davon) auf 4900 Metern ist der Boden sogar ein bisschen von Eis bedeckt. Uns beeindruckt, wie gr├╝n der Canyon ist. ├ťberall sieht man au├čerdem die klassischen Inka-Terrassen. Und dann d├╝rfen wir sogar einen aktiven und zurzeit auch rauchenden Vulkan bestaunen. Gegen 9 Uhr erreichen wir das Cruz del Condor. Die Kondore sind der Grund, warum man so fr├╝h aufstehen muss, denn diese lassen sich von der warmen Luft aus dem Canyon treiben und fliegen somit direkt an einem vorbei. Wahnsinn, wie gro├č die sind! Danach ist aber auch die Luft raus, weil wir so m├╝de sind. Trotzdem freuen wir uns noch ├╝ber das wuschelige Alpaca zum Abschluss ?

11 March 2018

Nach 2 Tagen Leerlauf machen wir heute bei der Stadtf├╝hrung mit. Max hatte sich leider einen Magen-Darm-Virus eingefangen und so mussten wir die beiden letzten Tage passen. Die Tour beginnt am Plaza de Armas, dem Hauptplatz von Arequipa. Hier steht auch die strahlend wei├če Kathedrale, die als einzige in S├╝damerika die komplette L├Ąnge eines Hauptplatzes ausf├╝llt. ├ťberhaupt merkt man schnell, warum Arequipa die wei├če Stadt genannt wird. Selten findet man mal Geb├Ąude mit Ziegelsteinen. Die wei├če Stadt wird Arequipa aber auch genannt, weil die "wei├čen" Europ├Ąer sich hier zuerst niederlie├čen. Die Tour ist echt sch├Ân gestaltet und wir gehen durch viele kleine Gassen. Nat├╝rlich sehen wir auch wieder Lamas und ihre Verwandten, die Alpacas, teilweise mit Rastalocken. Wir probieren auch K├Ąse-Eis, das so hei├čt, weil es immerzu in einer Trommel ger├╝hrt wird. Zum Schluss sehen wir den noch aktiven Vulkan Misti. Wenn der ausbricht, gibt es hier ein zweites Pompeji, sagt der Guide.

8 March 2018

Als N├Ąchstes geht es in das ehemalige Kloster Santa Catalina. Eine Stadt mitten in der Stadt, denn das Kloster ist von gro├čen, dicken Mauern umgeben und die Nonnen durften kaum Kontakt zur Au├čenwelt haben. Das Kloster ist wie fast alles hier in Arequipa aus wei├čem Vulkanstein gebaut (Sillar), Arequipa wird deshalb auch die wei├če Stadt genannt. Im Kloster wurden aber fast alle W├Ąnde bunt in rot, blau oder gelb angemalt - total sch├Ân! Und ├╝berall stehen Pflanzen, sodass die Farben noch mehr leuchten. Wir erfahren ein bisschen etwas dar├╝ber, wie die Nonnen hier gelebt haben (fast jedes Nonnenzimmer hatte eine eigene K├╝che), und genie├čen noch mehr das Umherschlendern in den sch├Ânen, ruhigen Gassen und das Ausruhen in den G├Ąrten unter Avocadob├Ąumen.
Wir fahren mit dem Nachtbus von Copacabana ├╝ber Puno nach Arequipa und verlassen somit Bolivien. Hola Peru! Der Nachtbus hat zwei Stunden Aufenthalt in Puno (statt geplanten 30 Minuten) und trotzdem kommen wir morgens um 4:30 in Arequipa an anstatt der geplanten 6:00 Uhr, sodass wir wieder am Busbahnhof warten, bis die Sonne aufgeht und wir uns sicherer f├╝hlen. Zum Gl├╝ck k├Ânnen wir direkt unser Hostelzimmer beziehen. Wir besuchen erst einmal den lokalen Markt "San Camillo" und decken uns mit peruanischen Fr├╝chten ein: Pitahaya (oben links), Granadilla (rechts daneben), Kaktusfeige und Cherimoya (sieht aus wie ein Drachenei). Bis auf die Cherimoya schmecken uns die alle super gut und wir freuen uns darauf, die n├Ąchsten Wochen noch mehr Unbekanntes zu probieren.

7 March 2018

6 March 2018

Die Nacht verl├Ąuft alles andere als idyllisch. ├ťber uns zieht ein heftiges Gewitter hinweg, das aufgrund der H├Âhe ziemlich nah klingt. Tags├╝ber haben wir dann aber wieder sch├Ânes Wetter. Zun├Ąchst besuchen wir den Sonnentempel der Inka und finden hier sogar aktuelle Opfergaben in Form von Cocabl├Ąttern und Zigaretten ­čśä. Von da aus soll es einen Rundgang geben, der ist aber sehr schwer zu finden. Schlie├člich klettern wir einfach ein paar Terrassen hoch und finden eine Art Gipfelkreuz und auch den Weg, der oben auf dem Bergkamm entlangf├╝hrt. Wir sehen auch ein Schilfboot vom Hafen ablegen. Danach m├╝ssen wir sogar noch h├Âher steigen - nach wie vor super anstrengend f├╝r uns in dieser H├Âhe. Wir k├Ânnen einen Blick auf den ebenfalls grandios aussehenden Nordteil werfen, den wir leider aufgrund eines Konflikts nicht besuchen k├Ânnen. Am Ende steigen wir die Inkatreppe hinab zum Hafen. Dabei kommen wir an dem Jungbrunnen vorbei, wir trauen uns aber nicht, zu trinken - hoffentlich kein Fehler ­čśü

5 March 2018

Auf der Isla del Sol gibt es keine Autos. Haupttransportmittel sind somit die Esel. Davon sehen wir auch echt einige. Man hat das Gef├╝hl, fast jeder Inselbewohner h├Ąlt mindestens einen Esel in seinem Garten. Zus├Ątzlich haben dann manche Einheimische noch Lamas, Schafe und Schweine. Selbstversorgung wird hier anscheinend gro├čgeschrieben. Bei unserem Sonnenuntergangsdinner gesellt sich dann auch ein kleiner Hund zu uns. Silja versucht ├╝brigens volle zwei Tage, einen Esel zu streicheln, aber die sind unglaublich desinteressiert und wollen nur weiterfressen ­čśä
Heute befinden wir zum ersten Mal wirklich auf dem Titicacasee. Mit dem Boot wollen wir auf die Isla del Sol. Wir haben ein Ticket gebucht, bei dem man auch an der benachbarten Isla de la Luna h├Ąlt. Doch der Wellengang wird st├Ąrker und so bringt man uns nur zur Isla del Sol. Geld bekommen wir nicht wieder - man ist halt nicht in Deutschland ­čśů. Der Legende nach wurde auf der Insel der erste Inkaherrscher vom Sonnengott auf die Erde gesetzt. Aber auch die Sonne h├Âchstpers├Ânlich wurde hier geboren. Die hat heute aber wohl nicht Geburtstag, denn es regnet (50 Regentage im Jahr soll es hier nur geben ­čÖł). Ganz sch├Ân viele Treppen muss man hier gehen und wir sind immer noch auf ├╝ber 4000m. Aber wir jammern nicht, denn die Einheimischen haben dieselben Probleme. Zum Mittag klart es dann auch auf und wir verbringen einen wunderbaren Tag in diesem kleinen Paradies. Bei Pizza, Forelle frisch aus dem See und ein paar Cocktails lesen wir entspannt bis zum Sonnenuntergang und genie├čen die Aussicht

3 March 2018

Von La Paz geht es mit dem Bus nach Copacabana. Das ist eine kleine Stadt in Bolivien, die direkt am Titicacasee liegt. Angeblich ist sie der Namensgeber f├╝r die Copacabana in Brasilien. Auf der Busfahrt m├╝ssen wir ein kleines St├╝ck mit dem Boot ├╝bersetzen ÔŤÁ´ŞĆ und nach circa 5 Stunden kommen wir in Copacabana an und machen uns auf die Suche nach unserem Hostel. Etwas au├čerhalb der Stadt werden wir f├╝ndig: Doppelbett, Privatbad, Fr├╝hst├╝ck mit Obst und Seeblick f├╝r 7 ÔéČ pro Person. Wir sind mega begeistert! Copacabana ist ein kleines, s├╝├čes, touristisches St├Ądtchen, das uns gut gef├Ąllt. Wir gehen heute bei "Gourmet Ali" ziemlich europ├Ąisch essen, da unsere M├Ągen noch nicht ganz wiederhergestellt sind. Silja f├╝hrt direkt ihren neuerworbenen Poncho aus La Paz aus ­čśŐ Als N├Ąchstes geht es f├╝r uns auf die Isla del Sol, von der uns Svea und Marcel (Siljas Schwester + Mann) vorgeschw├Ąrmt haben. Die beiden waren vor einigen Jahren schon hier und waren von der Insel sehr angetan. Wir freuen uns ­čśŐ
Zur├╝ck in La Paz wollten wir noch etwas Kleines zu Abend essen. Da es keine Superm├Ąrkte gibt, blieb nur Streetfood oder ein Restaurant. Das Restaurant war uns allerdings zu teuer, sodass wir zu einem kleinen, sauberen Laden mit super nettem Personal gegangen sind und Tacos bestellt haben. Der Laden war so voll, dass wir diese mit ins B&B genommen haben und bei der tollen Aussicht auf die Stadt aus unserem Fenster genossen haben. Wir waren geschmacklich ziemlich positiv ├╝berrascht, bis wir nachts mit Bauchschmerzen aufgewacht sind und die n├Ąchsten Stunden auf dem Klo verbracht haben ­čĺę­čśÇ Aber so ist das nun einmal in anderen L├Ąndern und inzwischen geht es uns auch schon wieder ganz gut ­čśŐ

2 March 2018

Heute haben wir die historische Stadt Tiwanaku besucht. Die Ruinen stammen aus dem ersten Jahrtausend n. Chr. Die Kulturen, die hier gelebt haben, waren schon unglaublich versiert in Sachen Agrarwirtschaft, Baukunst sowie Wissenschaft und sie betrieben auch Viehzucht. Ber├╝hmt ist das Sonnentor, das aus einem einzigen Stein gehauen wurde und ca. 10 Tonnen wiegt. Noch heute wei├č man nicht, wie sie diese Steine transportieren und so exakt bearbeiten konnten. Werkzeuge fand man keine und manche Steine stammen von einem 56 km weit entfernten Vulkan. Zudem legten sie manchen Kindern ein Ger├╝st an, damit der Kopf vor allem in die L├Ąnge wuchs, weil so ihre G├Âtter aussahen. Dies alles f├╝hrte zu Ger├╝chten ├╝ber Alienkontakt und manche sehen in den Gesichtern in den Tempeln auch Aliens. Leider teilte unser Guide nicht unser Interesse und sprach auch kein gutes Englisch. Die meisten Infos mussten wir daher im Nachhinein ergoogeln ­čśä. Trotzdem ein sch├Âner Tag in dieser mystischen Stadt.

1 March 2018

Zur├╝ck von unserer Tour f├╝hlen wir uns mitten im Zentrum sehr wohl und wirklich sicher. Wir probieren noch ein bisschen was vom lokalen Streetfood (Bananenchips, Papaya- und Maracujasaft) und sind sehr begeistert von den Preisen und dem Geschmack. La Paz wird uns immer sympathischer.
Als N├Ąchstes besuchen wir den Witch-Market. Hier verkaufen Brujas (so eine Art "Apothekerinnen") Mixturen, Tr├Ąnke, Kr├Ąuter, H├╝hnerkrallen und Lamaembryos. Je nach Problem oder Wunsch mixen die Brujas einem ein Gemisch zusammen, das man dann auf der anderen Stra├čenseite von einem Yatiri (einer Art Schamane) segnen und verbrennen lassen kann. Dies soll bei gesundheitlichen oder finanziellen Problemen helfen sowie beim Hausbau und in der Ehe Gl├╝ck bringen. Der Yatiri kann einem au├čerdem die Zukunft aus Cocabl├Ąttern vorhersagen, aber davor haben wir zu viel Respekt. Zum Yatiri kann man au├čerdem nur werden, wenn man mit einem K├Ârperteil zu viel auf die Welt kommt (zum Beispiel sechs Fingern) oder vom Blitz getroffen wird und ├╝berlebt. Die Bolivianer sind unglaublich abergl├Ąubisch und f├╝r uns ist es sehr spannend, eine so fremde Kultur so hautnah zu erleben.
Der Flohmarkt ist tats├Ąchlich ├╝berhaupt nicht mehr touristisch und wir staunen ├╝ber die ganzen Angebote. ├ťbrigens soll man hier seine Sachen wieder finden, falls man bestohlen wurde ­čśë Die meisten Frauen tragen hier ├╝brigens Kranz traditionell ausgestellte R├Âcke, lange geflochtene Z├Âpfe, eine Melone und ein gro├čes Tuch f├╝r Gep├Ąck auf dem R├╝cken.
Als N├Ąchstes geht es mit den Gondeln (statt U-Bahn, denn daf├╝r ist die Stadt zu h├╝gelig) in das ├Ąrmste Viertel der Stadt: El Alto. Der Ausblick aus der Gondel und von El Alto hinab auf die Stadt ist sehr beeindruckend und wir staunen, an welchen H├Ąngen tats├Ąchlich noch H├Ąuser stehen. In El Alto findet heute ein riesiger Flohmarkt statt (├╝ber 400 Bl├Âcke gro├č!), den wir gerne besuchen wollen. Der Guide warnt uns, dass wir eventuell angespuckt werden, denn so wollen uns m├Âgliche Diebe ablenken, um uns die Taschen leerzur├Ąumen. Auch "fliegende Babys", die nat├╝rlich nicht echt sind, aber auf den ersten Blick so wirken, sollen wir nicht fangen, da Diebe dies auch als Ablenkungsman├Âver nutzen. Wir schnallen den Rucksack nach vorne und machen uns auf den Weg durch das Gedr├Ąnge.
Wegen der ganzen Schreckensberichte ├╝ber La Paz wollen wir die Stadt lieber mit einer gef├╝hrten Tour erkunden. Vorher gibt es in einem kleinen Restaurant ein super leckeres 4-G├Ąnge-Tagesmen├╝ f├╝r 3 ÔéČ pro Person, man merkt, dass Bolivien deutlich g├╝nstiger, aber auch ├Ąrmer ist. So mitten am Tag beginnen wir aber, uns sicherer zu f├╝hlen. Mit unserer Tour fahren wir mit den ├Âffentlichen Transportmitteln zum einzigen Friedhof. Jeder, der einen Kleinbus besitzt, darf Personen transportieren, sodass die Stra├čen unheimlich voll mit klapprigen Bussen sind. Der Friedhof liegt mitten im Zentrum, und um Platz f├╝r die ganzen Toten zu schaffen, wird er nach oben hin vergr├Â├čert, sodass sich die S├Ąrge in kleinen H├Ąusern "stapeln". Die Bolivianer gehen mit dem Tod ganz anders um als wir und feiern eher das Leben, als zu trauern. So ist der Friedhof mit Malereien verziert und vor den S├Ąrgen stehen kleine Getr├Ąnke, S├╝├čigkeiten oder ├ähnliches, damit die Toten auf der anderen Seite weiter genie├čen k├Ânnen.
Wir kommen morgens um 4:30 in La Paz an (geplant war 6:00 Uhr). Zu unserer Unterkunft sind es zu Fu├č eigentlich nur 15 Minuten, aber es ist stockdunkel und wir haben vorher ├╝ber La Paz nur die allerschlimmsten Dinge gelesen. Gef├╝hlt wird hier jeder zweite Tourist gekidnapped oder zumindest ausgeraubt, sodass wir bis zum Sonnenaufgang lieber im Busbahnhof warten. Wir setzen uns zwischen die schlafenden Obdachlosen und lauschen den Verk├Ąufern, die "Mate, Caf├ę y Chocolate" verkaufen. Wir trauen uns nicht einmal, unsere Handys rauszuholen, um Musik zu h├Âren, und f├╝hlen uns so gar nicht wohl. Als es dann hell wird, machen wir uns auf den Weg zum B&B. ├ťberall an den Stra├čen sitzen Menschen, die Fr├╝chte, S├╝├čes, Empanadas, Klopapier, Kleidung,Elektronik und alles andere Erdenkliche verkaufen - Superm├Ąrkte gibt es hier nicht (wir haben extra noch mal nachgefragt). Ganz sch├Ân bunt und so anders als Chile oder Argentinien.

28 February 2018

Der letzte Stop unserer Jeep-Tour ist San Cristobal, bevor wir uns von Uyuni mit dem Nachtbus nach La Paz aufmachen.
Nach einem Fr├╝hst├╝ck im Salzhotel (dort besteht wirklich alles aus Salz - Tische, St├╝hle, Mauern, Betten) geht es zur├╝ck auf den Salar de Uyuni, um Fotos zu schie├čen. Dadurch, dass nirgendwo ein Gr├Â├čenvergleich ist, kann man auf den Fotos gut mit den Gr├Â├čenverh├Ąltnissen spielen und ganz ungew├Âhnliche Bilder machen.
Am n├Ąchsten Morgen klingelt der Wecker um 3:50, denn wir wollen den Sonnenaufgang auf dem gr├Â├čten Salzsee der Erde sehen: dem Salar de Uyuni. Der ist wirklich wundersch├Ân, weil sich in dem seichten Wasser die Berge und Wolken so sch├Ân spiegeln. Der Grund des Sees besteht komplett aus Salz und ist in der Regenzeit (die gerade ist) mit wenigen Zentimetern Wasser bedeckt. Das Wasser ist so fr├╝h morgens aber noch sehr kalt, sodass wir nur kurz zum Fotosmachen den warmen Jeep verlassen.

27 February 2018

Letzter Punkt f├╝r heute ist ein Zugfriedhof. Die alten Z├╝ge zu erkunden, ist echt spannend. Wir klettern und springen ├╝ber Waggons und Silja posiert als Zugf├╝hrerin. Danach geht es nach Uyuni ins Hostel - mit Doppelbett und eigenem Bad! Der zweite Tag ist damit beendet und hat uns auch sehr gefallen, auch wenn es heute mehr Strecke zu fahren gab und deswegen weniger zu sehen.
Zum Mittagessen geht es in eine 1A-Geisterstadt. Authentisch fegt ein Sandsturm durch die Stra├čen. Das Essen ist allerdings mal wieder hervorragend. Es gibt Thunfischsalat und eine Tortilla de Papas ­čśő. Und dazu "siempre Coca-Cola" ­čśä. W├Ąhrend unserer heutigen Tour geht es auch immer wieder an Quinoafeldern vorbei. Quinoa sollte es aber erst morgen Mittag geben.
Letzter Stop vor dem Lunch: El Ca├▒on del Inca mit dem Rio Anaconda. Der Fluss hat den Namen auf jeden Fall verdient!
Im Anschluss erwartet uns die vielleicht sch├Ânste Lagune der Tour, die Laguna Negra. Im schwarzen Wasser reflektiert sich das Labyrinth aus Vulkangestein und am Ende der Lagune grasen ein paar Lamas. Silli schaut sich das Ganze derweil entspannt von oben an und beobachtet wahrscheinlich die schwarze Ente, die in der Laguna Negra nat├╝rlich nicht fehlen darf. Auf dem R├╝ckweg zum Jeep kommen wir dann den Lamas ganz nah. Sie haben alle verschiedene Muster und halten sogar f├╝r ein Lama-Selfie still.
Wieder Flamingos ­čśŐ! In der Laguna Vinto gibt es zwar nicht so viele wie gestern, daf├╝r schwimmen sie aber ganz ungest├Ârt und lassen sich fotografieren.
Danach halten wir in einem kleinen Tal. Hier erkennen wir eindr├╝cklich die por├Âse Beschaffenheit des Vulkangesteins. Ein bisschen k├Ânnen wir die Gesteinsformationen auch noch erklettern.
El Camello
Copa del Mundo (kennt man als Deutscher ja ganz gut ­čśü) - und daneben stand noch ein kleines Schwein.

26 February 2018

Der letzte Stop f├╝r diesen Tag. Wir sind so begeistert von dieser Tour!
Laguna Colorada - hier leben mehrere zehntausende Flamingos in der wundersch├Ânen r├Âtlichen Lagune. Uns war gar nicht so bewusst, dass die tats├Ąchlich ganz sch├Ân watscheln. Aber im Flug sind die V├Âgel doch sehr elegant. Es gibt hier drei verschiedene Flamingoarten, die sich darin unterscheiden, wie rosa sie sind. Bunte V├Âgel sind sie aber alle ­čśŐ
Gl├╝cksmoment auf 4500 H├Âhenmetern: Wir sitzen gl├╝cklich im Jeep, beeindruckt von der Landschaft, und h├Âren Jason Mraz. Wir sind so gl├╝cklich, gemeinsam diese Reise zu machen und diese Momente erleben zu d├╝rfen. Silja tr├Ągt das Tuch ├╝brigens als Schutz gegen den Staub, der von der "Stra├če" aufwirbelt und das Atmen im Jeep erschwert.
Geysir Sol de Ma├▒ana - ziemlich cool, auch wenn es ganz sch├Ân nach Schwefel riecht.
Zur Mittagspause besuchen wir zwei hei├če Vulkanquellen, in denen wir baden k├Ânnen. Max hat aus dem Valle de la Luna leider einen gro├čen Sonnenbrand mitgebracht und kann die Hitze der Quellen nicht ertragen, sodass Silja alleine baden geht. Aber auch nur 15 Minuten, da die Hitze mit der H├Âhe schnell Kopfschmerzen bereiten kann. Wir merken auch ganz sch├Ân schnell, dass die H├Âhe nicht auf die leicht Schulter zu nehmen ist. Jede Strecke, die wir zu Fu├č zur├╝cklegen, bringt uns ganz sch├Ân aus der Puste ,und wenn man zu schnell aufsteht, wird einem auch schnell schwindelig.
Desierto de Dali
Als N├Ąchstes ging es zur Laguna Verde, die sich direkt am Fu├č eines riesigen Vulkans erstreckt. Diese traumhafte Kulisse konnte auch nicht dadurch getr├╝bt werden, dass aufgrund des fehlenden Windes die Lagune nicht so richtig "Verde" war. Silja inspirierte sie auf jeden Fall zum Steint├╝rmchenbauen ­čśë
F├╝r die n├Ąchsten 3 Tage haben wir eine Jeeptour ├╝ber die Anden nach Bolivien gebucht. Wir hatten ├╝ber einige Anbieter ziemlich schlechte Sachen gelesen (Betrunkene Fahrer, 24 h keine Verpflegung usw.), sodass uns eine zuverl├Ąssige Agentur sehr wichtig war. Wir haben uns dann f├╝r Lithium Aventura entschieden und wurden von diesen dann auch p├╝nktlich um 7:40 Uhr vom Campingplatz abgeholt. Im Minibus sa├čen bereits John und Fergus aus England, mit denen wir 45 Minuten sp├Ąter an der bolivianisch Grenze (schon auf 4800 H├Âhenmetern - aber noch geht es uns gut) in unseren Jeep gestiegen sind. Dort haben wir dann auch Wilbert (den Fahrer) und Pauline und Michael aus Frankreich getroffen, mit denen wir die n├Ąchsten drei Tage im Jeep verbringen werden. Die R├╝ckbank war ziemlich eng, aber unsere Freude riesig. Der erste Stop war die Lagune Blanca, die mit ihrem Vulkangestein und dem milchigen Wasser direkt wundersch├Ân aussah.

25 February 2018

Unser erster Stopp im Mondtal ist die Caverna del Sal, eine H├Âhle komplett aus Salz. Wir f├╝hlen uns ein bisschen wie H├Âhlenforscher, da wir teilweise auf allen Vieren durch die schmalen, dunklen Spalten kriechen. Von der Salzkaverne aus m├╝ssen wir einen steilen Berg hochradeln. Silja schaltet und die Kette rei├čt. Mist, entweder jetzt zur├╝ck oder zu Fu├č weiter, wir entscheiden uns f├╝r Letzteres. Wir laufen zur Duna Major (in der Mittagshitze in der trockensten W├╝ste der Welt!) und haben auf einem Rundgang das gesamte Mondtal im Blick. Anschlie├čend geht es zum Amphitheater und von dort "trampen" wir bei einem netten chilenischen P├Ąrchen zur├╝ck zum kaputten Rad. Zum Gl├╝ck geht es erst mal bergab und Silli kann sich rollen lassen. Auf geraden Strecken muss Max dann Anschub geben. Die 5 km zum Visitorcenter schaffen wir so recht flott und k├Ânnen von dort den Fahrradladen anrufen, der Silja abholt. Max muss leider alleine zur├╝ckradeln. Das Valle de la Luna werden wir so wohl nie vergessen.
Heute geht es das erste Mal so richtig in die W├╝ste. Mit dem Fahrrad machen wir uns auf zum Valle de la Luna. Das hei├čt so, weil es der Mondoberfl├Ąche so sehr ├Ąhnelt. Es besteht auch komplett aus Salz, das mit Vulkanasche ├╝berzogen ist. Das Mondtal liegt in einer Senke zwischen einer Vulkankette der Anden und den Domeyko Kordilleren. Vor langer Zeit gelangte das Salz durch Eis, das die Vulkane ├╝berzog, ins Tal und sammelte und formierte sich so in der Senke. Durch die Vulkanasche und das extrem trockene Klima kommt es zudem sowohl optisch als auch hinsichtlich der Lebensbedingungen dem Mars sehr nahe. Deswegen testete die NASA hier den Mars-Rower, und das Mondtal ist Drehort vieler Filme. Tats├Ąchlich f├╝hlen wir uns wie auf einem anderen Planeten - einfach unglaublich!

24 February 2018

In San Pedro de Atacama dreht sich viel um Salz. Denn die umgebende W├╝ste besteht zu gro├čen Teilen aus genau diesem, auch wenn man es kaum glaubt. An manchen Stellen haben sich fels├Ąhnliche Formationen aus dem Salz gebildet, und da es gr├Â├čtenteils von Vulkanasche ├╝berzogen ist, sieht es auch aus wie Gestein. Au├čerdem flie├čen unterirdische Fl├╝sse von den Anden herunter, sodass Salzlagunen entstanden sind, in denen man "floaten" kann. Das mussten wir heute unbedingt ausprobieren, und es war ein einmaliges Gef├╝hl. Es war wirklich anstrengend, wenn man versucht hat, sich zu drehen oder mal nicht zu treiben ­čśä. Die Lagunen schimmerten zus├Ątzlich in allen erdenklichen Farben und an ihren R├Ąndern war alles von schneewei├čem Salz bedeckt. Das gleiche ist dann allerdings auch mit unserer Haut und unseren Badesachen passiert. Wir sind am Ende ziemlich wei├č wieder zum Bus gegangen. Leider erinnerte die Lagune mit den Menschenmassen ein bisschen ans Freibad - trotzdem ein unvergessliches Erlebnis

23 February 2018

Von Punta Arenas geht es nach Calama. Weil unser Flug schon um 6:00 Uhr morgens geht, beschlie├čen wir, eine Nacht im Airbnb zu sparen und am Flughafen zu schlafen. Das ist so semi-bequem, aber klappt eigentlich ganz gut. Wir m├╝ssen in Santiago de Chile umsteigen und essen dort zum Fr├╝hst├╝ck erst einmal einen BigMac ­čśä (belegte Br├Âtchen haben aber auch 10 ÔéČ gekostet). Es geht weiter nach Calama, um dort in einen Bus nach San Pedro de Atacama zu steigen. Wir wohnen in einem Airbnb etwas au├čerhalb bei Jorge mit Blick auf den gr├Â├čten Vulkan der Stadt. Wir erkunden die kleine Touristenstadt, die uns sehr gut gef├Ąllt, und kehren bei Estrella negra ein - "Menu del dia" kostet nur 5000 Pesos (7ÔéČ) und es gibt 3 richtig leckere G├Ąnge und frisch gepressten Saft. Dann geht es auf die Suche nach Sonnenh├╝ten, denn die braucht man hier dringend. Abends machen wir spontan noch eine Astronomietour, weil man die Sterne nirgendwo auf der Welt so klar sehen kann wie hier - ein langer, aber sch├Âner Tag!

22 February 2018

21 February 2018

Wir sind wieder in Punta Arenas angekommen. Diesmal soll es endlich mit der Pinguintour klappen. Am Vortag haben wir noch die Tour vom Nachmittag auf morgens umgebucht. Wie wir sp├Ąter erfahren, war dies wohl eine sehr gute Entscheidung, denn die Nachmittagstour wird wegen schlechten Wetters abgesagt. Da haben wir echt Gl├╝ck, dass wir nicht schon wieder umsonst nach Punta Arenas gekommen sind. Die Pinguine wollten wir unbedingt sehen, und es lohnt sich. Manche Pinguine (wahrscheinlich die M├Ąnner ­čśť) sind echte "Poser" und kommen nah an die Absperrung f├╝r ein paar Fotos. Die erwachsenen Pinguine haben so dichte Federn, dass es fast wie eine zweite Haut aussieht. Die Kleinen daf├╝r haben noch flauschige Federn, die ├╝berall auf der Insel herumfliegen und die sie nach und nach verlieren. Im Zwischenstadium sieht das echt lustig aus ­čśä. ├ärgerlich ist nur, dass wir von den Tourguides in einer Stunde ├╝ber die Insel gescheucht werden. Aber die kleinen Tierchen machen alles wieder wett ­čśŐ

19 February 2018

18 February 2018

Die letzten Wochen mit den langen Wanderungen haben uns viel Kraft gekostet, bei Silja schmerzt jetzt auch leider das Knie. Gut, dass die n├Ąchsten Tage ein bisschen ruhiger werden. F├╝r die letzte geplante Wanderung, die hoch zur Laguna de los Tres und damit zum Fitz Roy geht, bleibt Silja im Zelt und kuriert sich aus, w├Ąhrend Max alleine aufbricht. Das Wetter wechselt hier oben in Sekundenschnelle. 4 Stunden dauert die Wanderung von der Laguna Capri und wieder zur├╝ck, und Max wird zweimal bis auf die Unterhose nass, danach aber auch wieder trocken. Der letzte Teil des Aufstiegs ist extrem steil, und man klettert beinahe schon ├╝ber riesige Steine. Die Kulisse ist wie erwartet wundersch├Ân mit der t├╝rkisen Lagune und dem bl├Ąulichen Gletschereis dar├╝ber. Der Fitz Roy an sich versteckt sich allerdings mal wieder in den Wolken. Ein bisschen mehr k├Ânnen wir dann beim Aussichtspunkt w├Ąhrend des Abstiegs sehen, nachdem wir unser Zelt unter Beobachtung eines Fuchses abgebaut haben.
Wir sind gestern in den Nationalpark gewandert, um unser Zelt an der Laguna Capri aufzuschlagen (h├Âher sollten wir an diesem Tag aufgrund des Windes laut dem Ranger nicht gehen), und haben dort einen sehr entspannten Nachmittag mit unseren B├╝chern verbracht (Max liest gerade "Distelfink" von Donna Tartt und Silja "Origin" von Dan Brown). Am n├Ąchsten Morgen wollten wir den Monte Fitz Roy bei Sonnenaufgang sehen, sodass wir um 5:00 aufgestanden sind. Als wir nach circa 40 Minuten am Aussichtspunkt ankamen, war der Fitz Roy leider wolkenverhangen, aber die umliegenden Berge leuchteten in einem tollen Rot. Wir dachten, dass es das schon gewesen w├Ąre, sodass wir umkehrten, um von einer anderen Stelle die blutroten Wolken zu fotografieren, als uns klar wurde, dass der Sonnenaufgang gerade erst begann. Also schnell wieder zur├╝ck und das hat sich gelohnt. Die Berge haben total geleuchtet und wir wurden zudem noch mit dem allersch├Ânsten Regenbogen belohnt. Auch ohne Fitz Roy sehr beeindruckend!

16 February 2018

Nach einer dreist├╝ndigen Busfahrt ohne funktionierende Klimaanlage kommen wir (etwas durchgeschwitzt) in El Chalten an und k├Ânnen gleich den ber├╝hmten Monte Fitz Roy sehen. Was wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen, es sollte das erste und letzte Mal gewesen sein, dass wir ihn komplett sehen k├Ânnen ­čśä. Denn der Fitz Roy hat die Angewohnheit, sich gerne hinter Wolken zu verstecken. Da wir schon mittags ankommen, haben wir noch ein bisschen Zeit, und so machen wir uns zu einem Wasserfall auf. Es ist eine kleine, nette Wanderung. Doch wandern werden wir in den n├Ąchsten Tagen noch genug, und deswegen genie├čen wir danach die anderen Seiten von El Chalten. Es gibt super leckeres Eis (Super Dulce de Leche, Super Domo und Lemon Pie) und vor allem Bars ohne Ende mit sehr schmackhaften Bieren. Das Essen ist zudem auch hervorragend, f├╝r Silja gibt es Fajitas und f├╝r Max nat├╝rlich ein argentinisches Steak. Nebenbei laufen ├╝brigens die Toten Hosen abwechselnd auf Deutsch und Spanisch

15 February 2018

Wir besuchen heute den drittgr├Â├čten Gletscher Argentiniens - den Perito Moreno Glaciar. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: solche Eismassen, soweit das Auge blicken kann, und so hoch! Wir dachten auch immer, dass Gletscher glatt w├Ąren, aber dieser hier hat eine sehr zackige Oberfl├Ąche. Der Perito Moreno ist ein sehr aktiver Gletscher, sodass wir immer wieder ein lautes Grollen h├Âren, wenn sich das Eis bewegt und auch mal etwas in den Gletschersee bricht. W├Ąhrend unseres Picknicks (Grissini mit Sour Cr├ęme und Cerveza­čĹî­čĆ╗) bei sch├Ânstem Sonnenschein k├Ânnen wir sogar einige der Calving-Events mit der Kamera festhalten (wir haben vorher "Chasing Ice" auf Netflix geguckt und f├╝hlen uns ein bisschen wie Gletscher-Experten ­čśä). Ein sehr beeindruckender Besuch.
Mit dem Bus geht es f├╝r uns von Punta Arenas (Chile) nach El Calafate (Argentinien). Google-Maps meinte, dass wir circa 3 h br├Ąuchten, sodass wir ziemlich ├╝berrascht waren, dass die Fahrt 7,5 h dauerte. Aber gl├╝cklicherweise hat hier immer alles ewig auf, sodass wir noch die n├Ąchsten Busse buchen konnten. Das hatten wir uns allerdings deutlich einfacher vorgestellt, aber wenn hier ein Bus voll ist, dann ist er halt voll und es gibt keinen weiteren. Mit vereinten Kr├Ąften der verschiedenen Busorganisationen hatten wir es nach einer Stunde aber zum Gl├╝ck geschafft, alle n├Âtigen Busse zu buchen. Das Witzige ist auch, dass man Busse nur am Start- oder Zielbahnhof buchen kann und nicht an einer anderen Station oder online. Also ganz anders als in Deutschland, aber das wollten wir ja auch so ­čśŐ El Calafate hat uns sehr gut gefallen - viel Musik, tolle Kneipen, erstes argentinisches Steak und sogar eine deutsche B├Ąckerei.

14 February 2018

13 February 2018

Und da sind sie endlich! Wir haben es geschafft. Wie gemalt t├╝rmen sich die Torres hinter einer Lagune auf. Dieser Moment war der urspr├╝ngliche Grund, warum wir unbedingt nach Patagonien wollten, und es hat sich wirklich gelohnt. Mit den Fotos m├╝ssen wir uns dann aber beeilen, da der Wind immer st├Ąrker wird. Eigentlich hatten wir unser Mittagessen vor den Torres einnehmen wollen. Aber daraus wird nichts, nachdem der erste Pfirsich schon voller Sand ist, der vom Wind aufgewirbelt wird. Beim Abstieg merken wir, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, so fr├╝h aufzubrechen. Uns kommen massenhaft Leute entgegen, w├Ąhrend wir die Torres nur mit einer Handvoll Menschen "teilen" mussten. Mittlerweile haben wir dann auch das Wetter, das uns zuvor prophezeit wurde. So m├╝ssen wir zwar das Zelt im Regen abbauen, aber wir sind zum Gl├╝ck nur am letzten Tag so nass geworden wie eigentlich die gesamte Zeit erwartet.
Torres del Paine Tag 3: Vor Sonnenaufgang starten wir in den Tag. Wir haben eine lange Strecke zur├╝ckzulegen und m├╝ssen 886 H├Âhenmeter rauf und wieder runter. Nach etwas ├╝ber einer Stunde erreichen wir das Refugio Chileno. Hier holen wir erst mal das ausgelassene Fr├╝hst├╝ck vom Morgen nach (Porridge mit Milchpulver, N├╝ssen und Pfirsich - gar nicht so schlecht). Danach kommt zun├Ąchst ein etwas flacheres St├╝ck (├Ąrgerlicherweise geht es teilweise sogar bergab ­čśä). Ziemlich schnell sehen wir das Campamento Torres, die letzte Schlafm├Âglichkeit vor de Torres. Ein letztes Mal ruhen wir uns aus und st├Ąrken uns, dann geht es an den Aufstieg. Der letzte Abschnitt ist hart, aber er lohnt sich. Rasch haben wir eine hervorragende ├ťbersicht ├╝ber das gesamte Tal. Im n├Ąchsten Moment luken die Torres auch schon hinter den anderen Bergen heraus. Nun ist es wirklich nicht mehr weit.

12 February 2018

Der zweite Tag im Torres del Paine sollte noch eine ├ťberraschung f├╝r uns bereithalten. Auf einmal stand 30 Meter vor uns mitten auf dem Weg ein Puma und schaute uns direkt in die Augen. Ein echter, wild lebender Puma! Was f├╝r ein Moment! Wie gelangweilt wandte er sich dann ab, nur um im n├Ąchsten Moment einem Hasen hinterherzujagen. Wir waren zu erstaunt, um die Kamera schnell genug zu z├╝cken, aber immerhin gab es das "Beweisfoto". Neben diesem absoluten Highlight konnten wir auch noch Kondore hoch ├╝ber uns entdecken. Einer flog f├╝r uns sogar extra ├╝ber dem Gletscher f├╝r ein tolles Foto. Unglaublich, wie hoch die fliegen k├Ânnen. Und auch ein altbekannter Karakara fand seinen Weg in den Nationalpark ­čśŐ.
Torres del Paine Tag 2: Die letzte Nacht war sehr windig, und zwischenzeitlich hatte man doch Angst, dass die B├Ąume auf uns fallen. Nachdem alles gutgegangen ist, f├╝llen wir unsere Trinkflaschen aus dem Gletscherbach und machen uns wieder auf den Weg. Das Wetter ist heute wirklich gro├čartig. F├╝r uns geht es heute haupts├Ąchlich am Lago Nordenskj├Âld (klingt ganz sch├Ân skandinavisch) entlang. ├ťberall k├Ânnen wir wieder das wundersch├Âne t├╝rkisfarbene Wasser erblicken. Wir sind sehr froh, dass wir uns f├╝r den Torres del Paine trotz der regnerischen Vorhersagen entschieden haben. Der Nationalpark erscheint wie eine Art Urlandschaft. Wir wandern am Fu├č von Bergen mit gewaltigen H├Ąngen entlang, die von den riesigen Eismassen der ehemaligen Gletscher geformt worden sein m├╝ssen. Schlie├člich erreichen wir das Camp Torres Central. Hier kochen wir aber nur noch schnell und legen uns ist Zelt, denn morgen fr├╝h wollen wir uns um 6 Uhr zu den Torres aufmachen.

11 February 2018

Torres del Paine Tag 1: Andere Backpacker, die wir getroffen haben, haben uns Schnee und Regen prophezeit, und deshalb rechnen wir mit dem Schlimmsten. Tats├Ąchlich frieren wir auch schon im Bus, und als wir aussteigen, ziehen wir uns sofort M├╝tze, Schal und Handschuhe an (das Foto von Max mit der M├╝tze hat es aus optischen Gr├╝nden nicht in diese Auswahl geschafft ­čśä). Beim Katamaran wird es zun├Ąchst nicht besser. Wir sind die ersten, die nicht mehr auf das Boot gelassen werden, und m├╝ssen 1,5h auf das n├Ąchste warten. Danach wird aber wirklich alles besser. Von dem Panorama sind wir ├╝beraus beeindruckt: Das Wasser ist t├╝rkis, Gletscher und sonnenbestrahlte Berge stehen direkt nebeneinander und die "wei├čen" B├Ąume, die leider durch ein Feuer aus 2012 entstanden sind, sorgen f├╝r ein bizarr sch├Ânes Bild. Auch das Wetter erstaunt uns, es regnet nicht einmal, und zwischendurch laufen wir sogar im T-Shirt herum. Am Ende des langen Tages erreichen wir unser Camp und schlafen hoch oben am Hang.

10 February 2018

9 February 2018

Mit dem Bus geht es von Ushuaia nach Punta Arenas. Eigentlich von 8:00 bis 20:00 Uhr, aber wir haben Gl├╝ck und der Bus kommt schon um 17:30 an - da sagt mal einer, die Lateinamerikaner seien nicht p├╝nktlich. Punta Arenas nutzen wir eigentlich nur als Zwichenstopp, um uns mal ein bisschen auszuruhen, zu planen, wie es weitergeht, und ordentlich W├Ąsche zu waschen (jetzt fehlen leider ein paar Socken von Silja und Max hat ein neues Thermoshirt ­čśä). Wir schlafen zwei N├Ąchte bei Peter im Airbnb, was ziemlich abenteuerlich ist. Er hat mehrere Zimmer und ├╝berbucht diese scheinbar gerne, sodass wir in einen Camping-Van einziehen, der leider keine richtig funktionierende Heizung hat (es sind nur 5 Grad) , sodass wir teilweise mit dem Gasherd den Van aufw├Ąrmen. Der Rest des Hauses wird gerade renoviert, sodass unsere Familien sich beim Skypen ein bisschen ├╝ber die Hintergrundgr├Ąusche am├╝sieren.

8 February 2018

In Patagonien fallen uns ├╝berall die lustigen M├╝lltonnen vor den H├Ąusern auf. Jedes Haus hat irgendeine Art Drahtgestell vor der T├╝r stehen, in die dann die M├╝llt├╝ten geworfen werden. Manche sind einfache "Fahrradk├Ârbe" und wieder andere sind total cool verziert. Ganz sch├Ân anders als bei uns in Deutschland.

7 February 2018

An unserem letzten Tag in Ushuaia wollten wir unbedingt noch Centolla (King Crab) ausprobieren, da diese dort als Delikatesse gilt. Wir sind in ein (zumindest f├╝r unsere Reise-Verh├Ąltnisse) schickes Restaurant gegangen (wir hatten auch Jahrestag ÔŁĄ´ŞĆ) und haben einmal Centallo Parmesana und einmal Pizzeta bestellt. Dazu haben wir noch drei verschiedene Sorten vom regionalen Beagle-Bier probiert (rojo, rubia & negro) - rojo hat f├╝r uns am besten abgeschnitten. Max fand die Centolla richtig gut, Silja braucht die so schnell nicht wieder. Zum Nachtisch gab es noch hausgemachten Flan mit Dulce de Leche, das fanden wir beide super! Weiter geht es nach Punta Arenas.

6 February 2018

Tag 2 in Feuerland: Wir wachen ├╝berraschenderweise erst um 9:30 im Zelt auf - da haben wir wohl ziemlich gut geschlafen. Zum Fr├╝hst├╝ck gibt es Porridge mit Apfel und so wandern wir gest├Ąrkt den "Senda Costera" am Beagle-Kanal entlang. Es geht durch riesige Rhododendron-W├Ąlder (zumindest sehen die genauso aus wie bei unseren Mamas im Garten, nur viel h├Âher) und immer am Wasser entlang. Im Hintergrund, wie ├╝berall am Ende der Welt, k├Ânnen wir die schneebedeckten Berge bestaunen. Einfach wundersch├Ân! Zum Abendessen gibt es dann Fertigrisotto, das wir mit unserer Gaskartusche gerade noch so fertigkochen k├Ânnen. Aber es ist ja der letzte Abend hier. Auf dem Zeltplatz lernen wir noch zwei weitere Deutsche kennen, die Teile unserer Reise schon absolviert haben. Es wird noch ziemlich beeindruckend, sagen sie ­čśŐ

5 February 2018

Magellanspecht - diesen entdeckt man wohl nur mit ganz viel Gl├╝ck. Bei uns hat er eigentlich eher uns entdeckt, als Silja sich an "seinem" Baum abst├╝tzte und ihn das so st├Ârte, dass er laut zu meckern anfing. Gl├╝ck f├╝r uns ­čśŐ­čÉŽ
Magellang├Ąnse sind ├╝berall im Park zu sehen
Schopfkarakara
Der Chimangokarakara war ganz zutraulich und hat nach dem Foto noch eine kleine Flugshow f├╝r uns veranstaltet
Schwarzhalsschwan
Patagonische Dampfschiffente - Wahrzeichen vom Nationalpark Feuerland
M├Âwe (vielleicht aus Flensburg mitgekommen)
Fauna im Tierra del Fuego Um Smaragdsittiche zu sehen, muss man ganz viel Gl├╝ck haben ­čŹÇ