Spain · 7 Days · 14 Moments · August 2013

Wolfgang Stricker

Septembertage auf Teneriffa


3 September 2013

Playa San Juan Das war eigentlich der schönste Strandtag für uns. Für € 8,-- mit dem Taxi ging es von Puerto de Santiago nach Playa San Juan. Da wir von den Stränden in Puerto de Santiago nicht ganz so begeistert waren, wollten wir es hier einmal ausprobieren und wurden nicht enttäuscht. Am Hafen präsentierte sich uns ein mittelgroßer Strand, der von der Hafenmauer geschützt zum Baden einlud. Wer will, kann sich mit dem Strandtuch einen Platz suchen oder aber eine Liege für € 5,-- (1 Person) oder € 7,50 (2 Personen) mieten. Der Vorteil an den Liegen ist, dass man dort auch Karten der Strandbar findet, die sich direkt dahinter befindet. Bestellen mussten wir zwar dort, aber Sangria und auch Speisen wurden bis zu unseren Liegen gebracht. Was will mein Herz mehr? Im Wasser waren hier auch nicht so viele Steine, sodass die ersten Schritte hinein schmerzfreier waren. Entlang der Promenade gibt es viele Restaurants und auch die Busstation ist in Gehweite erreichbar, mit dem es dann wieder heim ging.

2 September 2013

Wellenalarm in Candelaria Unsere Tour führt uns weiter an der Autobahn des Nordens Richtung Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife nach Candelaria. Hier an der Basilica de Candelaria ist ein großer Platz zu finden, wo 9 Statuen von Königen zu finden sind. Die Könige der Guanchen. Vor der Eroberung durch die Spanier war Teneriffa in 9 Königreiche der Guanchen geteilt. Die letzten Könige wurden hier mit übergroßen Statuen geehrt. Durch das Getöse der Wellen, die hier richtig gegen die Kaimauern preschen ergibt sich eine tolle Stimmung. Wenn es hier immer so windig ist, ist es allerdings kaum ein Ort für Badefreunde. Also noch schnell ein Kaffee und auf geht´s wieder in den Süden.
Pueblo Chico Ebenfalls in La Orotava besichtigen wir das Pueblo Chico. Interessanterweise haben wir davon vorher noch nirgendwo gelesen, aber es war durchaus sehr interessant. Ein Miniaturland, in dem an verschiedenen Stationen die Teile und die Geschichte Teneriffas und der Kanaran näher gebracht wird. Hier war für uns auch ein Grillbuffett mit Paella vorbereitet. Wer Zeit hat, sollte auch den Jardin Secredo aufsuchen und sich dort ein kühles Getränk mit Ausblick auf das Tal gönnen.
Das Orotava-Tal Das Orotava-Tal, der Name stammt angeblich übrigens aus der Guanchen-Sprache (den Ureinwohnern Teneriffas), ist das fruchtbarste und grünste Tal der Insel. Tatsächlich ist es hier schon viel grüner als auf der Südseite Teneriffas. In La Orotava machen wir einen Spaziergang durch die Innenstadt, die für ihre vielen Balkone bekannt ist, vor allem aber für ein Haus der Balkone, das mit aufwendig geschnitzten Balkonen versehen ist. Man kann auch den Innenhof betreten und wieder gibt es einen Souvenirshop und sogar ein Balkonmuseum, das wir aber nicht besichtigt haben.
Der Drachenbaum In Icod de los Vinos, das wie der Name sagt, für seinen Wein bekannt ist, gab es eine Weinverkostung. Im Zentrum findet man nicht nur eine Kirche mit einem mexikanischen Goldschatz (Eintritt € 1,--), sondern auch gegenüber den Drachenbaum. Der Drachenbaum soll rund 1.000 Jahre alt sein und ist für Forscher ein Mysterium. Man kann sein Alter nicht wirklich feststellen, da er kein richtiger Baum ist, sondern eher eine große Buschart und daher auch keine Ringe im Stamm aufweist. Auf der Insel findet man auch noch einige kleinere Drachenbäume und witzigerweise kann man sogar die Samen zum Selbstanpflanzen im Garten kaufen. Auch gibt es einen Likör, der nach dem Drachenbaum (Drago) benannt ist. Schmeckt gut, ich weiß aber nicht, ob wirklich Drachenbaum drin ist. In den Souvenirshop zu gehen lohnt sich, da es hier wirklich alles gibt. Den berühmten Honigrum, Literatur, Textilien, Käse und viele andere Souvenirs und lokale Spezialitäten. Vieles bekommt man aber anderswo günstiger.
Garachico Einige Hundert Meter über dem Dorf Garachico führt eine Straße entlang. An einer Raststation mit Souveniershop findet man einen einzigartigen Ausblick auf das kleine Städtchen, das sich unten an die Küste schmiegt. Ich konnte mich an diesem malerischen Anblick kaum satt sehen! 1706 wurde Garachico von einem Vulkanausbruch in eine Katastrophe gestürzt. 2. Drittel der Stadtflächen gingen verloren. Der ehemals wichtigste Hafen der Insel, der vor allem auch für den Amerika-Handel von Bedeutung war, wurde anschließend nach Santa Cruz de Tenerife verlegt.
Wie im Western Unsere Bustour führte uns weiter ins Hochland der Insel bis auf über 1.000 Meter. Mit jedem Meter veränderte sich die Landschaft zunehmends und wurde deutlich grüner. Darüber hinaus sind hier bizarre Felsformationen zu finden, die man teilweise in einem Westernfilm suchen würde. In Santiago del Teide gabs einen kleinen Snack mit Safran, Datteln, Kaffee und Feigen in einem Cafe. An der Strecke Richtung Icod de los vinos gibt es einige Halteplätze, wo man einen guten Blick auf die Weingärten und auch wieder auf den Teide, den höchsten Berg Spaniens erhält.
Aussichtspunkt Los Gigantes Wie schon erwähnt, lassen sich überall in der Stadt Touren buchen. Da uns die Bus per ÖPNV nach Santa Cruz de Teneriffe mit rund 3 Stunden zu lang erschien, haben wir uns für eine geführte Bustour (Buchung direkt im Hotel) entschieden und es sollte sich als richtige Entscheidung herausstellen. Die € 30 sollten sich wirklich auszahlen. Es war ein toller Tag und wir haben so gut wie die ganze Insel gesehen. Was wir bisher nicht wussten, es gibt in Puerto de Santiago auf der Straße Richtung Tanaimo einen tollen Aussichtspunkt, wo man einen guten Blick auf Los Gigantes werfen kann, der sich auch gut für Fotos eignet.

1 September 2013

Delfintour In der ganzen Gegend gibt es unzählige Delfin- und Whalewatching-Anbieter. Auch sonst kann man unglaublich viele Touren überallhin unternehmen. Bei den größeren Delfintouren sind auch Essensstopps und Unterhaltungsprogramm mit dabei, da es uns aber wirklich nur um die Delfine ging, haben wir uns für die 2-stündige Tour für 15 Euro entschieden und damit die richtige Wahl getroffen. Die Kapitäne der unterschiedlichen Whalewatching-Boote sind stets mit Funk miteinander in Verbindung, sodass die Chance, tatsächlich Delfine zu sehen, groß scheint. Tatsächlich sind wir dann auf eine große Gruppe von rund 20 Tieren gestoßen, die wir lange beobachten konnten. Wale haben wir leider keine gesehen, dafür gabs noch einen Stopp in Masca zum Baden vom Boot aus.

31 August 2013

Los Cristianos Wohl eigentlich die schönere Ausgangsbasis, um den Süden Teneriffas zu erkunden. Los Cristianos bzw. Las Americas. Von Puerto de Santiago aus sind wir mit dem Bus 374 nach Los Cristianos gefahren. Obwohl wir von einer Reisezeit von 40 Minuten ausgingen, dauerte es fast eineinhalb Stunden, da wir an jeder Station anhielten. Die Fahrt kostet ungefähr 4 Euro pro Person. Es gibt von der Busgesellschaft Titsa auch Bono-Tickets für 12 Euro, mit denen man um die Hälfte günstiger fährt und wo man den jeweiligen Betrag für die aktuelle Fahrt immer abbuchen lässt. Von Los Cristianos aus fahren auch Fähren von Fred Olsen und anderen Anbietern auf andere Inseln und nach Santa Cruz de Tenerife. Sehr schön fanden wir allerdings die vielen Strände, die es hier gibt und wo man kilometerlang entlang der Küste spazieren kann. Auch Lokale gibt es hier ausreichend für den Sangria oder Cocktail zwischendurch. Da wir den letzten Bus verpasst haben, gings mit dem Taxi für 27 Euro zurück.

30 August 2013

Restaurant Los Corales Wir waren eigentlich überrascht, wie günstig man überall Essen und Trinken gehen konnte. Besonders angetan hat es uns das Restaurant Los Corales. Von draußen recht unscheinbar geht man durch das gesamte Lokal und findet auf der Hinterseite einen Balkon mit gerade mal zwei Tischchen und dem Meer unter sich! Auch die Küche kann sich sehen lassen. Gratis dazu gabs immer Kräuter-Knoblauchbrot. Wir waren auch einmal frühstücken dort! Wirklich empfehlenswert für einen entspannten Start in den Tag.

29 August 2013

Los Gigantes Den Strand Los Gigantes fanden wir schöner als La Arena. Man kann dort auch Liegen und Sonnenschirme für ein paar Euro am Tag mieten und es gibt WC-Anlagen direkt am Strand. Wer sich keinen Schirm mieten möchte und trotzdem Schatten haben will, für den empfiehlt es sich, früh zu kommen und sein Strandtuch ganz links am Strand neben der Kaimauer aufzubreiten, wo ab Mittags dann Schatten kommt. Der Strand von Los Gigantes bietet nicht nur einen hervorragenden Blick auf Los Gigantes, die mit 400 Metern zweithöchsten Felsklippen Europas, sondern man sieht auch immer wieder Ausflugsschiffe und Fischerboote rausfahren, die den direkt daneben liegenden Hafen von Puerto de Santiago ansteuern. In Puerto de Santiago gibt es auch zwei so genannte Naturpools. Wir haben es einmal versucht, aber der Pool war eigentlich recht seicht und am Rand auch sehr felsig, sodass man einige Zeit braucht, bis man wirklich im Wasser ist. Im Pool sind aber auch Fische. Für Schnorchler somit ideal!

28 August 2013

Playa de la Arena Wer vorher noch nie einen Lavasandstrand gesehen hat, der wird von Playa de la Arena fasziniert sein. Achtung: Schuhwerk sollte man schon mit haben, der Sand wird deutlich heißer als heller Sand. Leider ist der Strand nicht besonders groß. Es gibt aber auch noch andere Lava-Sandstrände in der Gegend. Wir waren lieber am Playa Los Gigantes, der hinter dem Hafen von Puerto de Santiago liegt.
Ankunft in Puerto de Santiago Ankunft in Puerto de Santiago. Wir haben im Hotel Barcelo Varadero übernachtet, das mit mehreren großen Pools, Animationsprogramm, Jacuzzis und Saunabereich aufwartet. Das Apartment war sehr gut ausgestattet, mit tollem Meerblick hinüber zu La Gomera und weitaus größer, als wir dachten. Wir würden das Hotel allerdings nicht für einen Entspannungsurlaub empfehlen. Im Allgemeinen war es immer sehr laut und auch beim Essen sehr gedrängt. Wer die Gegend besuchen möchte, sollte wahrscheinlich am besten im Voraus selbständig nach Unterkünften suchen. Es gibt einerseits viele Privathäuser und Apartments, die man mieten kann, andererseits aber auch viele luxuriöse Hotels mit riesigen Pool- und Golfanlagen, die kaum Wünsche offen lassen.