Italy, Germany · 21 Days · 45 Moments · July 2018

Sempre in Italia


4 August 2018

Rückfahrt

3 August 2018

Plätzwiese
Letzter Tag in Südtirol und wir wollen noch einmal hoch hinaus. Der "Dürrenstein" mit 2839 Meter soll uns heute einen schönes Abschlußpanorama verschaffen. Er liegt nur 45 Autominuten von uns im "Pragser Tal" und der Weg hinauf ist zwar steil und lang, aber es ist kein bergsteigerisches Können notwendig. Wir starten zeitig und sind bereits kurz nach neun auf dem Weg. Schön im Zickzack arbeiten wir uns in Serpentinen nach oben. Unter uns die grüne "Plätzwiese" und rings herum die Dolomiten.

2 August 2018

Eigentlich wollten wir heute die große "Einser-Runde" machen, aber leider sagt der Wetterbericht für den Nachmittag Regen und Gewitter an. Das wollen wir im Gebirge nicht erleben, und so laufen wir eine kurze Strecke vom den "Rotwandwiesen" zum "Kreuzbergpass" und zurück dann mit dem Bus. Die "Rotwandwiesen" erklimmen wir mit der Seilbahn und dann geht's immer entlang unterhalb der Felsen der "Sextner Rotwand". Torsten hat dann die Idee einen etwas höheren Weg zu nehmen, der eine bessere Aussicht verspricht, aber nach einer halben Stunde stellen wir fest das dieser Weg zu schmal und zu steil für uns ist, und wir kehren zum ursprünglichen Weg zurück. Der hat auch tolle Panaromablicke im Angebot, ist auch eher ein Pfad als ein breiter Weg. Gegen 14:00 Uhr erreichen wir das Ziel. Die Sonne versteckt sich auch ab und zu hinter dunklen Wolken und einmal kommen auch ein paar Tropfen von oben, aber mit Regen hat das nichts zu tun. Dann kommt unser Bus, und gemütlich geht's zurück nach Moos.

1 August 2018

Zurück aus Sexten stellt sich die Frage was machen wir am Nachmittag? Das Hotel empfiehlt uns die Klammbachalm auf knapp 2000 Meter Höhe. Die Hütte wäre schön gelegen und mit der Seilbahn erreichbar. Das kommt unseren Knochen entgegen und so machen wir uns auf den Weg und überwinden diesmal die 700 Höhenmeter ohne Anstrengung in ca. 5 Minuten mit der Seilbahn. Uns wird nur warm weil die Sonne voll in die Kabine scheint, und die Frischluftfenster sehr klein sind. Dann noch 20 Minuten bis zur Hütte und wir sitzen am Tisch. Dann bestellen wir unseren Klassiker die Brettjause - ein Mix von Schinken, Käse und Kaminwurz (Salami) - und diesmal kommt noch Kaiserschmarnn dazu. Die Hütte ist von vielen Kühen und anderen Haustieren umgeben. Fast wie ein Streichelzoo, denn die Esel lassen sich ohne weiteres von den Kindern streicheln. Auch ein Huhn kommt an unserem Tisch vorbei und schaut mal ob es nicht noch was zu picken gibt. Alles sehr idyllisch, und dann fahren wir wieder runter.
Heute Morgen wird erstmal geprüft ob unsere Muskeln und Gelenke ohne Probleme arbeiten. Nach der anstrengenden Tour von Gestern horchen wir mal in unsere Körper hinein. Klingt nicht ganz so schlimm, wir hoffen das leichte Qietschen und Knarren mit etwas Bewegung abstellen zu können. Deshalb geht es am Vormittag erstmal in den Hauptort direkt nach Sexten. Es sind auch nur 2 Kilometer, und der Weg hat keine (!) Steigungen. Heute genau richtig für uns. Sexten ist ja eher ein Dorf. Hier leben gut 540 Familien von Tourismus und Landwirtschaft, was sich auch in den Geschäften widerspiegelt. Viele Läden mit Sport-Artikel (Wandern, Radfahren, Wintersport) sowie Cafe's und Restaurants. Dazu noch Supermarkt, "Konsum", Bäcker und Fleischer, alles da. Natürlich darf die Kirche nicht fehlen, schönes Gotteshaus mit sehr gepflegtem Friedhof gleich daneben.

31 July 2018

Nach der ausgiebigen Pause fällt es uns erstmal schwer wieder in Bewegung zu kommen. Zum Glück ist der Rucksack auf dem weiteren Weg zum "Außergsell" etwas leichter, denn Futter und Wein sind in unseren Bäuchen gelandet. Jetzt geht's auch eher bergab, wir kommen ja vom höchsten Punkt unserer Tour. Das "Außergsell" ist wie das "Innergsell" eine bewirtschaftete Almwiese wo die Bauern regelmäßig mähen und als Heu zwischenlagern oder zu Silage weiterverarbeiten. Die haben zwar Technik dafür, aber das bleibt trotzdem eine kraftraubende Angelegenheit. Wir laufen jetzt permanent steil bergab, denn die 700 Meter die wir heute Vormittag nach oben gemacht haben, müssen jetzt natürlich wieder abgetragen werden. Das geht ganz schön auf Knie sowie Oberschenkelmuskulatur, und ist genauso schweißtreibend wie beim Aufstieg. Am Ende nehmen wir einen etwas längeren Weg zurück, der aber dafür nicht so steil ist. Dafür treibt uns jetzt die Aussicht auf die Dusche und ein kühles Bier (oder umgekehrt?) an.
Heute unsere erste Tageswanderung. Zuerst auf die "Innergsell" Wiesen, dann weiter zum "Außengsell" und dann wieder zurück nach Moos. Wir planen mit Pausen zwischen 5 und 6 Stunden Dauer ein. Auf dem Innergsell wollen wir picknicken, und haben uns deshalb vom Hotel ein Lunchpaket geben lassen. Die Herausforderung ist der Höhenunterschied. Es geht los auf gut 1300 Metern und wir müssen hoch auf 2065 Meter. Das bedeutet gute 2 Stunden steil bergauf. Als Belohnung gibt's dann oben eine wunderschöne Almwiese mit Panoramablick vom feinsten. Aber erstmal geht's bergan. Der Weg selber ist eher schmal und führt hauptsächlich durch den Wald, so das es einigermaßen kühl bleibt. Allerdings treibt uns die Anstrengung ordentlich den Schweiß aus den Poren, so das die Kühle des Waldes eher bei den Pausen zum Tragen kommt. Dann haben wir es endlich geschafft und werden nicht enttäuscht. Mit herrlichem Ausblick auf "Rotwand" und "Einser" genießen wir die Südtiroler Leckereien.

30 July 2018

Erster Tag in Sexten. Hier waren wir schon zweimal und kennen uns auch ein wenig aus. Die Temperaturen sind eindeutig angenehmer im Vergleich zu Fano. In der Nacht geht's runter auf 15 Grad, da kommt dann die Bettdecke wieder zum Einsatz. Unser Zimmer ist wunderbar gross, mit Balkon in Richtung Berge. Auch kein Vergleich mit Fano. Nachdem Frühstück dann langsamer Beginn der Wanderwoche. Es geht auf die "Sextner Runde", ohne großartige Steigungen und immer rund um den Ort, und durch das wunderschöne "Fischleintal". Warum dieses Tal so heisst weiss ich nicht, muss ich nochmal recherchieren. Wir laufen jedenfalls mal sonnig mal schattig unsere Route und lassen die Landschaft auf uns wirken. Es ist zwar nicht ganz so heiss hier oben, aber in der Sonne kommt man auch gut in's Schwitzen, und Sonnenbrand geht auch sehr schnell. Also weiterhin gut einbalsamieren und Mütze auf. Dazu noch eine zünftige Hütteneinkehr mit Brettljause und Hefeweizen, Herz was willst du mehr!

29 July 2018

Heute früh haben wir schon knapp 30 Grad Wärme in Fano. Auch die Nacht war sehr warm, die Klimaanlage hat es kaum geschafft erträgliche Temperaturen zu erreichen. Da kommt der Ortswechsel in die Berge genau richtig. Sexten liegt auf 1300 Meter, und laut Wetterfrosch sind die Werte deutlich unter der 30 Grad Marke. Der Routenplaner sagt das wir für die gut 450 Kilometer rund 5 Stunden brauchen werden. Wir haben uns extra den Sonntag ausgesucht, in der Hoffnung das nicht so viel Verkehr sein wird. Zumindest für die erste Strecke bis Bologna trifft das nicht zu. Obwohl keine LKWs fahren sind auf der dreispurigen Autobahn so viele Autos unterwegs, das es immer wieder zu Stillstand und Stop and Go kommt. Nach Bologna läufts dann prima. Tempomat auf 140 km/h, Musik aus der Konserve, und entspannt reisen. Am Abzweig nach Venedig fragt Sabine nach einem Cappu auf dem Markusplatz in Venedig, aber Torsten zeigt kurz auf die Aussentemperatur von 36 Grad, und hält das Lenkrad schön gerade.

28 July 2018

Heute Abend nochmal lecker Essen gehen mit Pasta, Dolci und Morretta. Morretta ist die hiesige Spezialität aus Kräuterlikör mit Anis und heissem Espresso. Dazu noch ein kleines Stückchen Orangenschale, fertig. Das sollen hier die Fischer getrunken haben, bevor sie zum Fischfang aufs Meer gefahren sind. Uns schmeckts gut, und da das an den Nebentischen auch getrunken wird, kann es nicht so schlecht sein. Dann drehen wir noch eine Runde über die Strandpromenade, und gefühlt sind heute Abend alle Einwohner und Urlauber unterwegs. Das pralle italienische Leben. Sehr schön.
Letzter Tag in Fano, den wir am Strand verbringen werden. Es wird wieder ordentlich heiss, und was kommt da besser als sich im Meer abzukühlen. Morgen geht's dann gen Norden nach Südtirol. Da ist es nicht ganz so heiss und sicherlich angenehmer zum Wandern.

27 July 2018

Danach geht's nach Furlo. Hier hat sich der Fluss Candiglianao eine Schlucht gegraben, die schon bei den Römern als Straße "Via Flamina" hier durch führte. Heute wird der Fluss an einem Ende aufgestaut, so das immer genügend Wasser vorhanden ist. Erst gibt's eine Brotzeit, dann machen wir uns auf den Weg und laufen die 1,5 Km lange Schlucht hin und zurück. Schöne Strecke aber die Sonne steht fast senkrecht am Himmel und es gibt nur wenig Schatten. Wir vermuten gut über 30 Grad in der Schlucht und laufen etwas Heiss. Am Ende tun wir es den anderen Besuchern gleich und kühlen uns im Fluss ab.
Heute nochmal auf Entdeckungstour im Hinterland von Fano. Urbino ist eine Universitätsstadt im historischen Ambiente, und einer der größeren Orte, könnte man auch als Stadt bezeichnen. Wie üblich liegt Urbino auf einem Berg bzw. Hügel und will erlaufen werden. Das müssen früher ziemlich kriegerische Zeiten gewesen sein, denn alle noch bestehenden städtischen Sehenswürdigkeiten sind auf einem Hügel erbaut und mit einer Mauer umgeben. Da in Urbino "echte" Menschen leben, gibt es auch keine richtigen Fußgängerzonen. So knattert der Verkehr um uns herum, und die Autos stehen vor unseren gewünschten Fotomotiven.😉 Wir versuchen abseits der Hauptwege mittels Nebengassen durch die Stadt zu schlendern, und können sehen, das viel gebaut wird, und das das Bauen bzw. renovieren hier nicht so einfach ist.

26 July 2018

Nach der Brotzeit fahren wir noch nach Sirolo dem nächstgelegenen Ferienort. Der liegt quasi wie ein Balkon am Berg und bietet ebenfalls tolle Panoramen auf die Steilküste. Das Baden dürfte für die Hotelgäste nicht so einfach sein, denn der Strand ist ja viel weiter unten. Vermutlich haben die Hotels einen eigenen Shuttle-Service. In der Kirche ist anscheinend alles für eine Hochzeit vorbereitet, und auch die Gäste trudeln langsam ein. Sabine möchte noch auf die Braut warten, aber Torsten hat dafür keine Ader, und da wir nicht wissen wann die Hochzeit wirklich stattfindet, geht's wieder zurück nach Fano.
Das Gebiet südlich von Ancona am Monte Conero soll zu den schönsten Küstenabschnitten in der Provinz Marken zählen. Wir fahren erstmal auf den mit 572 Metern doch nicht ganz so hohen Berg. Ganz nach oben darf keiner, da sitzt das Militär mit Überwachungstechnik. Etwas unterhalb dann ein Hotel und zwei rustikale Bars. Der Berg selber bzw. das umliegende Gebiet ist sehr bewaldet und somit auch schön grün. Man kann auch wandern, es gibt ein ausgeschildertes Wegenetz. Wir überlegen und entscheiden und für zwei kürzere Touren die zu Aussichtspunkten führen. Die Temperaturen sind zwar schon bei knapp 30 Grad, aber die Wege liegen im Schatten, und so ist ganz angenehm. Die Ausblicke aufs blaue Meer im Kontrast zu den hellen Stränden und dem grünen Wald, sind wirklich schön. Wieder zurück gibt's als Belohnung eine einheimische Brotzeit mit zünftigen Bier.
Um Corinaldo existiert noch die Stadtmauer aus dem Mittelalter. Das heißt bei allen Erweiterungen blieb die Mauer stehen, und die Neubauten entstanden sozusagen vor den Toren. So macht der Ort von aussen einen imposanten Eindruck. Innerhalb gibt's auch viele Einheimische und nicht nur Touristen zu sehen. Dazu kommen noch drei Kirchen und eine Heilige. Im 17. Jahrhundert wurde hier ein junges Mädchen umgebracht die dann später heilig gesprochen wurde. Angeblich hat sie ihre Unschuld verteidigt, und deshalb als Heilige verehrt. Wir sehen keinen Heiligenschein, lassen den Ort auf uns wirken, und trinken am Dorfplatz noch einen Cafè bzw. Cappuccino bevor es weiter geht.

25 July 2018

Wir probieren heute das Restaurant in unserem Hotel, und nehmen unseren Absacker an der Strandpromenade. Da flanieren vermutlich alle Urlauber vorbei und machen "Bella Figura". Mädels und Jungs aller Altersklassen sowie Familien mit Kindern haben sich in Schale geworfen und sind ab 22:00 auf der Piste. Bis Mitternacht geht das hin und her. Hängt sicher mit den Temperaturen zusammen, denn vor Mitternacht kühlt es sich auch nicht merklich ab. Wir schlürfen unsere Drinks und schauen zu, bis es auch für uns Zeit ist, in die Heia zu kommen.
San Leo ist das ganze Gegenteil von San Marino. Allerdings kann man die beiden nicht wirklich miteinander vergleichen. San Leo ist viel kleiner und nicht so bekannt. Somit ist es nicht überlaufen und wirkt auch ganz anders. Im kleinen Ortskern gibt's aber neben den Bars und Restaurants zum Beispiel auch Läden mit örtlicher Keramik etc.Jedenfalls gefällt uns San Leo auf Anhieb besser als San Marino. In einer der drei Kirchen bekommen wir noch etwas besonderes geboten. Während wir auf eine von den Sitzbänken Platz genommen haben, fangen plötzlich hinter uns einige Besucher an zu singen. Zwei junge Frauen und ein junger Mann intonieren vermutlich ein Kirchenlied. Das klingt in dieser Umgebung super gut und Torsten bekommt auch gleich eine Gänsehaut. Nach zwei Liedern ist es vorbei. Wir kennen leider die Umstände dieser Aktion nicht, aber die anderen Besucher und wir haben dieses Gastspiel augenscheinlich sehr genossen.
San Marino ist ein "Zwergstaat" mitten in Italien. So ähnlich wie Liechtenstein oder Vatikanstaat in Rom. Sehr klein, eine auf einem Felsen gelegenene Burg mit Ort unterhalb. Angeblich ein Einkaufsparadies weil keine Mehrwertsteuer erhoben wird. Wir brauchen ca. eine Stunde von uns, bis wir ankommen, und vor dem Eingangstor stehen. Wir laufen durch die Anlage, alles schön in Schuss und renoviert, und irgendwie immer die gleichen Geschäfte. Lederwaren, Kosmetik, Ritterspielzeug (ist ja 'ne Burg), und Futterluken reihen sich aneinander. Das wirkt auf uns wie eine Kulisse. Die führen hier ein Stück Mittelalter auf, und wir sind die Statisten. Immerhin ist die Aussicht phänomenal, da suchen wir uns ein Lokal mit Aussichtsterrasse und lassen die Burg eben aus.

24 July 2018

Strandtag

23 July 2018

Im zweiten Teil des Tages sind wir am Meer. Wir wollen ein schönes Strandband finden, wo dann der eine oder andere entspannte Strandtag stattfinden soll. Die Auswahl ist groß, aber bis auf die unterschiedlichen Farben der Sonnenschirme schauen sie alle fast gleich aus. Nördlich des Hafens ist Sandstrand und südlich dann Kies. Teilweise in 5 oder 6 Reihen sind die Schirme und Liegen aufgestellt. Da heute das Wetter nicht so gut ist, sind die meisten Liegen frei. Wir sind mal gespannt, wie es morgen aussieht, wenn wieder voll die Sonne scheint.
In der Nacht gibt's Gewitter und Regen. Das kühlt die Luft gut ab, so dass wir Klimaanlage aus und Fenster auf machen können. Ansonsten waren es gestern Abend schwüle 28 Grad. Momentan regnet es noch, aber laut "WeatherPro" soll ab Mittag wieder die Sonne scheinen. Wir fahren zuerst zum Supermarkt um Wasser (und Bier) zu kaufen, und starten dann zur Stadtbesichtigung. Die Altstadt trifft unseren Geschmack, schönes altes Pflaster und schöne Häuser und Gassen. Mittlerweile ist auch die Sonne wieder da, so ist es doppelt schön. Wir stellen auch fest das in dieser Gegend hauptsächlich Italiener Urlaub machen. Ausländische Urlauber sind hier - ganz im Gegensatz zur Toskana - die Ausnahme.

22 July 2018

Die weitere Fahrt nach Fano dauert dann nochmal gut zwei Stunden. Es geht durch die Berge mit vielen Kurven und Berg hoch und runter. Das macht Torsten Spass, dauert aber auch länger. Die Provinz Marken ist hier ziemlich ursprünglich und vor allem grün. Allerdings sind die kleinen Orte durch wir kommen nicht ganz so schick wie in der Toskana. Das liegt sicherlich auch daran, das der Tourismus hier noch nicht so stark entwickelt ist. Dann sind wir in Fano fahren an der Altstadt vorbei und sind am Hotel angekommen. Unser Zimmer ist ziemlich klein und kein Vergleich zu Montepulciano. Wir sind wieder baff wie es mit Fotos gelingt den Raum größer erscheinen zu lassen, als er wirklich ist. Aber egal, auspacken, Duschen und auf zum Strand, wir wollen das Meer sehen. Das finden wir auch, allerdings stellt die italienische Strandkultur viele viele Schirme zwischen der Strandpromenade und dem Meer. Das sieht für uns in dieser Menge doch etwas ungewöhnlich aus.
Cortona
Lago di Träumen

21 July 2018

Heute den letzten Tag hier werden wir einfach nur die Beine hochlegen. Nach einem kurzen Abschiedsbummel durch Montepulciano, der durch kurze Regenschauer beschleunigt wird, geht's zurück zum Weingut. Nach einem Mittagssnack ist Entspannung angesagt. Einfach faul rumlümmeln, Schläfchen halten und/oder Buch lesen. Am Nachmittag scheint auch wieder die Sonne und wir können die Wiese vorm Haus nutzen. Morgen setzen wir um, ans Meer nach Fano. Wir sind zum ersten Mal in dieser Ecke von Italien, und dementsprechend gespannt.

20 July 2018

Auf dem Rückweg von Siena machen wir Halt in Pienza, der Stadt des Pecorinos. Man merkt auch ziemlich schnell das hier der Schafskäse zu Hause ist, denn einmal öfters weht ein mehr oder weniger dezenter Duft von Käse an uns vorbei. Ansonsten ist Pienza ein eher kleines Städtchen, welches aber nicht aus dem Mittelalter heraus gewachsen ist, sondern von einem Papst am Reissbrett entworfen und Gebaut wurde.
Auf nach Siena. Sabine wünscht sich einen Besuch der nach Florenz zweitberühmtesten Stadt in der Toskana. Torsten meint das das alle anderen Urlauber auch wissen und die Stadt deshalb schön voll sein wird. Das macht nichts, die Stadt ist trotzdem schön sagt Sabine und damit liegt sie richtig. Eine gute Stunde Autofahrt später sind wir vor Ort am ausgesuchtem Parkplatz gleich neben dem "Centro Storico". Wie erwartet haben wir beide Recht. Die Stadt hat nichts von ihrem Flair verloren und ist natürlich überlaufen. Aber nichtsdestotrotz laufen wir durch die Gassen, schauen in das eine oder andere Geschäft, und löffeln auf der ovalen "Piazza del Campo" ein Eis. Hier findet auch der berühmte "Palio" statt. Das ist ein Pferderennen rund um den Platz wo die verschiedenen Stadtteile von Siena (Contrades) gegeneinander antreten. Dann wird der Platz völlig umgebaut und die Rennstrecke mit Sand präpariert. Schön ist, finden wir, das die Pferde den Reitern zugelost werden.

19 July 2018

Entspannung ist angesagt. Nach der Weinverkostung gibt's ein Bad im sogenannten "Hot-Tub". Es gibt hier zwei davon und jeden Abend wird das Wasser mit Holz angeheizt, so das man es auch eine Weile aushalten kann. Wie es das Klischee verlangt, entspannen wir im Sonnenuntergangslicht mit Rotwein.😎😉 Dann wird der Tisch gedeckt und gemütlich alles verspeist, was wir heute so eingesammelt haben.
Unser Weingut zählt zu den kleineren in der Gegend und produziert ca. 300.000 Flaschen Wein pro Jahr. Hauptsächlich Rotwein, aber auch Rosé und Weisswein. Allerdings sind sie eines von 4 Weingütern in Europa die komplett biologisch produzieren und auch im Herstellungsprozess nur ganz wenig Energie verbrauchen. Das Licht zum Beispiel wird mittels grosser Lichtschächte in die unteren Räume geleitet. Es gibt dort kein elektrisches Licht. Dann noch ein paar Erklärungen zum Herstellungsprozess an sich, und schon sitzen wir am Tisch und probieren den Wein. Uns schmeckt der "Vino Nobile di Montepulciano Riserva" am besten, da werden wir wohl eine Flasche einpacken.
Nach zweimal Stadtbesichtigung ist nun Zeit für eine Pause. Im Hotel haben wir von einem anderen deutschen Paar den Tip für eine Käsereri ganz in der Nähe bekommen. Die machen und verkaufen den Schafskäse (Pecorino) vor Ort, und als Clou kann man sich einen Picknick-Korb packen lassen. Das machen wir und neben Brot, Schinken und Salami landen auch 3 Sorten Pecorino im Korb. Dazu noch eine kleine Flasche Rotwein,und schon geht's zum schattigen Picknick-Gelände gleich nebenan. Käse und die anderen Sachen sind sehr lecker und so picknicken wir eine gute Stunde bei schönem Ausblick in die Landschaft. Auch sind wir sind nicht die einzigen hier, es herrscht ein reges kommen und gehen. Zum Abschluss wird auch noch etwas eingepackt, denn heute Abend wollen wir es uns mit lokalen Leckereien zu Hause gemütlich machen. Käse haben wir schon, und den Rest besorgen wir uns in Montepulciano. Außerdem wartet am Nachmittag noch eine Weinverkostung mit Besichtigungstour auf uns.
Auch in Monticchiello ist alles liebevoll restauriert und herausgeputzt. Allerdings sind die Geschäfte bei unserem Eintreffen um die Mittagszeit schon zu. Nur Bars und Restaurants haben offen. Sonst gilt hier das gleiche wie für Montefollonico. Auch hier wird vom Tourismus gelebt, aber Biene und ich finden die kleineren Örtchen sympathischer, vor allem weil sie nicht so überlaufen sind.
Heute wollen wir die kleinen Orte besuchen. Der erste Stop ist in Montefollonico. Da haben wir 2014 das WM Spiel Deutschland gegen Frankreich geschaut. Unser Gastgeber vom Agritourismo ganz in der Nähe hatte uns damals zum Public Viewing hingefahren, nachdem das Gucken auf seinem Hof nicht funktioniert hatte. Dann sind wir aber nicht mehr dazu gekommen uns das Örtchen anzuschauen. Nun denn, Montefollonico liegt wie üblich auf einem Hügel, hat eine mittelalterliche Struktur, wenig Touristen, und es leben auch noch Einheimische dort. Trotzdem ist Ort schon auf Touristen eingestellt. Die vorhandenen Geschäfte und Restaurants sind für die Einwohner wohl zuviel. Sabine entdeckt Keramik, und schon sind wir drin, und bewundern Angebot und Motive. Wir könnten uns für 2 Teller erwärmen, aber es gibt davon nur Einzelstück und keine Serie mehr. Dann eben nicht. Nach gut einer Stunde sind wir durch und fahren zum nächsten Halt.

18 July 2018

Heute ist unser Hochzeitstag und zur Feier des Tages schmeißen wir uns in Schale, machen "Bella Figura" und suchen uns ein nettes Restaurant im Ort. Das "Le Logge" verspricht leckeres Essen, was wir bestätigen können, und aufmerksamen Service. Nach dem Dessert geht's ordentlich gesättigt zurück zur Unterkunft. Da gibt's in lauer Sommernacht noch einen Absacker und dann ab in die Waagerechte.
Abstecher zum "Lago di Bolsena" in Umbrien. Da wir schonmal so weit südlich sind, nutzen wir die Gelegenheit und schauen uns den See an. Ein ziemlich großes Gewässer mit Marinas und Campingplätzen. Wir fahren zum Ort Bolsena, machen den obligatorischen Rundgang durch die Altstadt und lassen uns dann für ein Eis am Ufer nieder. So richtig reisst uns das hier nicht vom Hocker und so geht's Recht bald wieder zurück, zumal wir noch heute Abend noch zum Essen nach Montepulciano wollen.
Pitigliano die Stadt auf Tuffsteinfelsen. Auch hier auf der einen Seite eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt und auf der anderen Seite eine modernere "Neustadt". Es ist heute auch mit gut 32 Grad ziemlich heiß, und wir verstehen warum die Altstädte so eng und dicht gebaut worden sind. Hauptsächlich sicherlich aufgrund des fehlenden Platzes, aber wenn die Sonne nicht die Straßen erreicht, heizt es sich auch nicht so stark auf, und in den Gassen ist es spürbar kühler. Und trotzdem gibt's Autoverkehr und Garagen. Und wir verstehen warum ein Fiat 500 so klein ist.😉
Auf dem zu unserem heutigen Ziel gab es einen abrupten "Animal-Stop". Bislang flitzen hier nur Eidechsen über die Straße, aber plötzlich lief da dieser Esel ganz gemütlich auf der Straße entlang. Irgendwie war er wohl am überlegen wo es lang gehen sollte, denn er wechselte von Links nach Rechts und umgekehrt. Das machte das Vorbeikommen nicht so einfach, aber dann entschied er sich wie hier üblich für Rechts, und konnten vorbei.

17 July 2018

Auf dem Rückweg nach Montepulciano halten wir noch an in Radicofani. Der Ort liegt unterhalb einer Festungsruine auf einem Hügel. Die Festung kann besichtigt werden und erlaubt einen großartigen Ausblick auf das umliegende Tal "Val d'Orcia". Dann noch ein Rundgang durch den kleinen Ort. Wieder sehr hübsch in Schuss, und zu unserem Erstaunen gibt es gleich zwei Fleischer und andere "Tante Emma" Läden die anscheinend überleben können. Anscheinend fahren die Einheimischen hier nicht zum nächsten Supermarkt. Noch ein Glas Wein auf der Piazza und ab zum Hotel.
Nach der Pause geht's nach "Abbadia San Salvatore". Laut Reiseführer gibt's hier einen Stadtteil der noch wie im Mittelalter sein soll. Im "Borgo Medievale" sind die Häuser zwar renoviert, aber die kleinen Gassen und Wege lassen schon erahnen wie die Leute früher hier gelebt haben. Allerdings dürfte es im Mittelalter ordentlich gemüffelt haben, denn die Kanalisation ist sicher erst viel später gekommen. Wir schlendern zu dieser Zeit fast alleine durch das Viertel, und das hier "richtig" gewohnt wird ist auch zu hören. Aus einigen offenen Fenstern schallt die Kommunikation laut und deutlich heraus. Schön ist auch das die öffentlichen Brunnen in Betrieb sind und Trinkwasser spenden. So lässt sich ganz einfach für Abkühlung sorgen.
Nach den Quellen auf zum "Monte Amiata". Je höher wir kommen umso "kälter" wird es. Von knapp 30 Grad am Fuße des Berges geht runter auf 17 Grad knapp unterhalb des Gipfels. Das ist kalt, aber wir haben eine schöne Aussicht vom Gipfel. Hier gibt's auch Skilifte und vermutlich fällt im Winter Schnee der dann auch Wintersport möglich macht. Ist vermutlich wie bei uns Harz oder im Sauerland. Es hängt halt alles vom Wetter ab. Nach gut 200 Metern aufwärts sind wir am Gipfelkreuz und machen die obligatorischen Fotos. Dann ist Mittagspause, wir suchen ein sonniges Plätzchen und entspannen bei Crostinis und "Birra alla Spina".
Nach dem Frühstück geht's los in Richtung des Monte Amiata, des mit 1793 Metern höchsten Berges in der Toskana. Erster Stop sind aber erstmal die Thermalquellen von "Bagni San Filippo". Der "Monte Amiata" ist ein erloschener Vulkan, der aber noch Restwärme hat, die an einigen Stellen rings um den Vulkan für warmes Wasser sorgt.😉 In San Filippo fließt das Thermalwasser verschiedene Gesteinsstufen herunter und wer will badet darin. Das ist alles sehr ursprünglich und es stellt sich die Frage wie man den leicht schwefligen Geruch wieder aus der Haut bekommt, denn Duschen gibt es hier keine, aber es baden doch ein ganz Teil Leute. Wir schauen uns das ganze an, und verspüren nicht so die Lust hier reinzuspringen.

16 July 2018

Das Wetter ist heute nicht so gut. Die Sonne versteckt sich hinter den Wolken und ab und zu tröpfelt es etwas. Für eine Stadtbesichtigung ist es vielleicht ganz gut, wenn die Sonne nicht ganz so stark vom Himmel brennt. Also auf nach Montepulciano. Das kleine Städtchen hat etruskische Wurzeln, und ist berühmt für seinen Wein den "Vino Nobile de Montepulciano". Deshalb gibt's hier auch mehr Enoteca's als andere Souvenirgeschäfte. Allerorten darf und soll probiert und gekostet werden. Kaufen ist natürlich auch erlaubt.😉 Ansonsten ist Montepulciano ein schöner mittelalterlicher Ort der zwar vom Tourismus lebt, aber abseits der Hauptwege auch noch schöne ursprüngliche Momente bietet. Wir steigen auf den Rathausturm, aber aufgrund des Wetters ist die Fernsicht nicht wirklich toll. Nach Rundgang und treppauf treppab suchen wir uns auch eine Weinstube (mit Speisung), und machen mit lokalen Spezialitäten Mittagspause.

15 July 2018

Heute die zweite Etappe zum Ziel. Laut Navigator sind es ca. 500 KM bis Montepulciano, und da Sonntag ist, haben wir eine entspannte Fahrt ohne Stau vor uns. Etwas Stress gibt's nur in der Raststätte. Da ist es voll, und das Verkaufskonzept: erst bestellen und bezahlen, dann mit Bon zur Ausgabe, bedeutet dann sich zweimal anzustellen! Diese Pause ist nicht wirklich anheimelnd, aber der Kaffee ist dafür sehr gut. Jetzt geht's ohne weiteren Halt bis zum Weingut. Der Weg dahin ist etwas abenteuerlich, denn wir fahren auf einer Schotterpiste bergab, erreichen aber ohne Probleme das Ziel. Wir checken ein und beschliessen den Nachmittag hier zu verbringen, denn zum einen ist Finale und zum anderen darf man im Urlaub ruhig Mal die Beine hochlegen. Wir reservieren einen Tisch fürs Abendessen und schauen das Endspiel. Die 35 Grad Celsius von der Autobahn sind hier nicht zu spüren. Ein angenehmer warmer (nicht heisser) Wind vertreibt hier die Hitze.

14 July 2018

Anreise: Abfahrt 07:44 in MD, Ankunft um 18:15 im Hotel Hasslhof am Kalterer See. Ganz schön voll auf den Autobahnen nach Süden. In NRW ist Ferienbeginn und wenn alle oder zumindest sehr viele nach Süden wollen, wird es irgendwann eng und es bleibt nur anstellen übrig. Bis Nürnberg kommen wir gut voran, aber dann beginnt die "Stop and Go" Phase die sich mit Unterbrechungen bis zum Ziel fortsetzt. Der Navigator lotst uns wohl um die größeren Staus herum, aber am Brenner gibt es kein Ausweichen. Schlussendlich erreichen wir Kaltern am See, unser heutiges Übernachtungsziel. Das Hotel hat lecker Essen und einen sehr schönen Poolbereich in Hanglage, mit Blick über den See. Leider fehlt uns Zeit und Muße um das zu genießen. Nach dem Essen noch zwei Grappa und wir fallen müde ins Bett.