Germany, Croatia · 22 Days · 43 Moments · May 2017

Einmal durch Kroatien


11 June 2017

So Mädels, das wars dann mal wieder. Ich hatte sehr gute 3 Wochen in Kroatien. Das war eine gute Zeitspanne, um fast das gesamte Land erkunden zu können. Es hat mir definitiv gut gefallen. Aber jetzt geht's zurück in die wirklich schönste Stadt der Welt 😋 Danke fürs Mitlesen. Die nächste Reise kommt bestimmt. 🇭🇷👍

10 June 2017

Definitiv für mich hervorzuheben, ist die Kunstgalerie War Photo. Hier findet man jeweils eine Wechsel- und eine Dauerausstellung. Die Dauerausstellung beschäftigt sich mit dem Krieg im damaligen Jugoslawien in den 90ern, wo Koatien die Unabhängigkeit erkämpft hat. In der Wechselausstellung hat man sich derzeit mit dem letzten Bombenwerfen im Gazastreifen beschäftigt. Wirklich extrem gute Fotografien, die gleichzeitig so erschütternd sind.
Letzter Halt: Dubrovnik Dubrovnik liegt am südlichsten Zipfel Kroatiens und ist die mit Abstand touristischste Stadt des Landes. Scharen von Kreuzfahrt-Touris strömen Tag für Tag von ihren Dampfern und belagern die Gassen. Ab dem späten Nachmittag ist es also durchaus angenehmer hier zu flanieren. Die Stadt ist definitiv die schönste des Landes, aber meiner Meinung nach völlig abgehoben. Wenn man für die Besichtigung der Stadtmauer 20 Euro zahlen soll, oder für eine Kugel Eis 2 Euro, dann spiegelt das zwar wieder, dass Angebot und Nachfrage prächtig funktionieren, aber irgendwie kann das doch nicht das Wahre sein. Ich jedenfalls habe für mich entschieden, diesen extremen Kommerz nicht zu unterstützen und habe eher kleiner Sehenswürdigkeiten besichtigt bzw. bin einfach den Berg hochgelaufen, anstatt die vorhandene Seilbahn zu nutzen. Jeder Gang macht schlank 👍 Zum Abschluss gab es dann auch nochmal ein Bad in der Adria 😋

8 June 2017

Split ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und reiht sich zweifelsohne gut zwischen den ganzen anderen Städten ein, die ich besucht habe. Man könnte Tage damit verbringen, durch die Gassen zu schlendern, rumzusitzen, Leute zu beobachten und Eis zu schlecken. Ich mach dann mal weiter damit...

7 June 2017

Seafood-Risotto in Split. Das war verdammt gut 😍😋
Nach einer kurzen Strecke zurück Richtung Norden habe ich heute das Auto in Split abgegeben. Knapp 1.200 Kilometer habe ich abgerissen. Wenn man sich das einmal auf der Karte ansieht, dann sieht man schon, dass ich ganz gut rumgekommen bin und bis dato wohl das Wichtigste bereits abhaken konnte 😅 Nun folgen noch Split und Dubrovnik, bevor es am Sonntag zurück in die geliebte Hansestadt geht. Für den Schaden am Auto musste ich übrigens knapp 300 Euro blechen. Da ich aber eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen habe und alle vorschriftsmäßigen Vorgänge (Gang zur Polizei) eingehalten habe, dürfte ich die Kohle wiederbekommen, sobald der Bericht von der Dienststelle in Makarska erstellt wurde. So gesehen, wird die Miete zu einem Plusgeschäft. 116 Euro für die Miete und 275 Euro Rückerstattung von der Versicherung. Prost 😅

6 June 2017

Und hier nochmal der Blick von unten 😉😅
Direkt hinter Makarska erstreckt sich der Naturpark Biokovo, wo sich der Vosac (1422 m) und Sveti Jure (1762 m) befinden, die an diesem Tag mein Ziel waren. Ca. 4 Stunden habe ich für die Tour bis zum höchsten Punkt benötigt. Oben angekommen, ist mir bewusst geworden, dass ich viel zu wenig zu trinken dabei hatte 😅 Zum Glück hat mit aber ein anderer Wanderer ein bisschen ausgeholfen und etwas umgefüllt. Daher war es an diesem Tag wohl gut, dass es ein bisschen wolkenverhangen war. Erst auf dem Rückweg ist es aufgezogen und die ganze Kraft der Sonne ging auf mich nieder. Wenn das früher passiert wäre, wäre es wohl echt hart für mich geworden an diesem Tag.

5 June 2017

Und es hat Boom gemacht 🙈 Auf der Suche nach meiner Unterkunft in Makarska hat mich mein Navi durch eine verdammt enge Gasse geschickt. Als dann ein Auto von vorne kam und ich gezwungen war Platz zu machen, ist es beim zurücksetzen passiert und ich habe ne Hauswand geküsst. Ziemlich dumm gelaufen. Vor allem auf Grund der Tatsache, dass der Weg zur Unterkunft von der anderen Seite jede Menge Platz geboten hätte. Hinterher ist man immer schlauer...
Auf dem Weg zwischen Sibenik und Makarska habe ich noch einen kurzen Zwischenstop in Trogir eingelegt. Ebenfalls wieder ein Städtchen mit einer schönen Altstadt. 2 Stunden und ein Eis später war ich dann aber auch schon wieder auf der Piste.

4 June 2017

Unweit von Sibenik befindet sich der Nationalpark Krka. Krka ist eigentlich nichts anderes als ein Fluss, aber dieser 73 km lange Strom, der an den westlichen Ausläufern des Dinarischen Gebirges entspringt und schließlich bei Sibenik ins Meer fließt, wartet mit einigen wundervollen Wasserfällen auf. Die Wasserfälle sind ein Karst-Phänomen. Über Jahrtausende schuf das Wasser eine bis zu 200 m tiefe Schlucht durch die Kalksteinhügel und führte dabei Kalziumcarbonat mit sich. Moose und Algen speichern dieses und lagern es als Krusten in ihren Wurzeln ab. Durch Milliarden übereinander wachsender Pflanzen entsteht dabei ein Material, das Kalkstuff genannt wird. Es bildet schließlich Barrieren im Fluss, die die wundervollen Wasserfälle entstehen lässt. Auf dem ersten Bild sieht man den Bereich, wo man auch baden konnte. Das habe ich nach der Tour natürlich in Anspruch genommen 😉

3 June 2017

Für die nächsten 2 Nächte ging es nach Sibenik. Auch dieses Städtchen lädt mit seinen engen Gassen zum rumschlendern ein. Von der örtlichen Festung hat man einen super Blick, um den Sonnenuntergang zu genießen 🙂

2 June 2017

Und hier noch aus Zadar ein Leckerbissen 😋 Das Restaurant war echt cool. Die Bedienungen haben immer ausführlich erklärt, um was es sich handelt und wie es zubereitet wurde. Wenn ich nicht so vergessliche wäre, würde ich es euch sagen 😅 Aber an eine Aussage kann ich mich noch erinnern: Die Soße wurde 7 mal gekocht. Es war auf jeden Fall mega lecker 😋❤️
Am späten Nachmittag und Abend habe ich dann noch Zadar erkundet. Eine kleine coole Stadt, die definitiv einen Abstecher lohnt. Insbesondere der "Gruß an die Sonne" ist eine abwechslungsreiche Attraktion. Es handelt sich hierbei um einen 22 m großen Kreis mit ca. 300 mehrschichtigen Glasplatten. Im Laufe des Tages erzeugt die Sonne die Energie für die Lightshow, die von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang zahlreiche Schaulustige anströmen lässt. Gepaart mit der benachbarten Meeresorgel, die man leider nicht in ein Bild fassen kann, eine echt coole Angelegenheit. Die Meeresorgel besteht aus Flöten und Orgelpfeifen, die in die Stufen der Promenade eingearbeitet sind und die Töne erzeugen, wenn durch die Bewegung des Meeres Luft durchgedrückt wird. Geile Ideen!
Pag ist auch berühmt für seinen Käse. Der "paski sir" wird nur durch regionale Zutaten hergestellt und da ich vorher ein bisschen recherchiert hatte, habe ich noch eine Besichtigung inklusive Verköstigung in der örtlichen Käserei mitgenommen. Schmackofatz!
Die nächste Nacht wollte ich in Zadar verbringen und so bot es sich an, auf dem Weg einen Abstecher auf der Insel Pag zu machen. Pag ist kahl und felsig, aber deshalb auch irgendwie ziemlich cool anzusehen.

1 June 2017

Und noch ein paar weitere Bilder (man kann pro Eintrag immer nur 10 Stück hinzufügen 😉).
Hoch über der Adria erstrecken sich die kahlen Gipfel des Velebit-Massivs. 95 % dieser Bergkette nimmt der Nationalpark Paklencia ein, den ich natürlich besuchen musste. An die 10 Stunden bin ich über Stock und Stein gelaufen und bin gegen Ende noch einmal ins schwitzen gekommen, da das letzte Stück eher klettern statt wandern war und ich das Gefühl hatte, dass der Sonnenuntergang unaufhörlich näher rückt. Aber alles unbegründet. Ich bin noch im hellen wieder am Auto angekommen und habe den Sonnenuntergang bei einem Glas Bier auf dem Balkon genossen 😅😉

31 May 2017

Nach dem Besuch der Barac-Höhlen stand für mich noch eine längere Autofahrt an. Es ging ins ca. 2 Stunden entfernte Starigrad-Paklencia, wo ich ursprünglich auch wieder Zelten wollte. Als ich jedoch den Preis des Campingplatzes erfahren habe, habe ich kurzfristig umdisponiert. Für 3 Euro mehr habe ich ein schönes Zimmer mit Balkon inkl. Meeresblick abgestaubt. Man muss halt nur wissen, wie man es macht^^ Nicht nur die Aussicht ist ziemlich gut, auch das Besitzer-Ehepaar weiß zu gefallen. Sie können kein Englisch, aber dafür Deutsch. Auch nicht schlecht 😅 Und als ich mir Abendbrot gemacht habe, wurde mir noch ein leckeres Glas selbstgemachter Rotwein überreicht. Man war der gut 😋 Nachdem ich die morgige Wanderung, die sicherlich die bisher anstrengendste sein wird, überstanden habe, werde ich davon sicherlich noch ein Glas mehr kosten 😍
Nach dem heutigen Frühstück habe ich das Zelt ins Auto geschmissen und bin in Richtung der Barac-Höhlen gefahren, die sich nur wenige Kilometer entfernt von meinem Campingplatz befinden. Die Barac-Höhlen wurden durch den selben Karst-Kalkstein erschaffen, wie es auch bei den Plitvicer-Seen der Fall ist. In der Höhle herrschen ganzjährig kuschelige Temperaturen von 9 Grad 😄 Es wimmelt nur so vor Stalagmiten und Stalakiten, die im Laufe von vielen Millionen Jahren entstanden sind. Kleine Nachhilfe meines heute erlernten Wissens: Stalagmiten nennt man die vom Boden emporwachsenden Tropfsteine. Ihr Gegenpart, die Stalakiten, tuen selbiges von der Decke aus. Ein paar Fledermäuse sind mir auch um die Ohren geflogen 😄 Sämtliche Höhlen in Kroatien darf man nicht ohne Guide besuchen und so war der einzige Nachteil der, dass mir nicht wirklich viel Zeit blieb zum Bilder machen. Auf Grund des wenigen Lichts ist das trotz Stativs ein schwieriges Unterfangen gewesen.

30 May 2017

Und noch ein paar, weil es so schön ist 😉😍
Um 9 Uhr gelangt man mit dem Shuttleservice des Campingplatzes zum nicht weit entfernten Nationalpark Plitvicer Seen. Wenn es ein Aushängeschild von Kroatien gibt, dann ist es wohl dieser Nationalpark. 16 kristallklare Seen fließen über eine Reihe von Wasserfällen und Kaskaden ineinander. Ein beeindruckendes Schauspiel. Eigentlich möchte man an jeder Ecke ein Foto machen (was ich auch gemacht habe 😂). Gut und gerne kann man hier einen ganzen Tag verbringen. Einziges Manko sind die Touristenmassen, die sich über die schmalen Holzstege fortbewegen müssen. Das ein oder andere mal wurde es ganz schön eng. Es würde mich wundern, wenn hier noch nie jemand ins Wasser gefallen ist. Offiziell ist das schwimmen leider verboten. Bei dem Anblick des türkisblauen Wassers denkt man aber nicht nur einmal darüber nach, einfach ins kalte Nass einzutauchen 😍😉

29 May 2017

Nach der Wandertour geht es für mich mit dem Auto ins ca. 2 Stunden entfernte Seliste Dreznicko. Auf dem örtlichen Campingplatz schlage ich mein Zelt auf und erkunde noch ein bisschen das Gelände 😎
Ich muss nochmal daran erinnern, dass ihr bitte immer auf die Bilder draufgeht. Wenn es ein Panorama ist, sieht man die volle Pracht erst dann. Wäre doch schade, wenn es euch entgeht 😉
10 km westlich von Samobor startet die Tour an der Berghütte Soiceva Kuca. Ca. anderthalb Stunden geht es bergauf bis zum Gipfel des Berges Ostrc. Im Gegensatz zum vorhergehenden Tag bin ich mutterseelenallein auf dem Pfad unterwegs, was ich wirklich sehr begrüße 😄 Das mag zum einen daran liegen, dass Montag ist, aber zum anderen auch sicherlich an der Tatsache, dass es keine so bekannte Route ist. Im LP findet sich der Tipp in der hintersten Ecke. Ich genieße die Stille und Einsamkeit und bewundere die tolle Aussicht. Meines Erachtens ein wirklicher Geheimtipp, wenn man mobil ist. Den Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzutreten wäre definitiv zu umständlich.

28 May 2017

Im Norden ist das Wichtigste abgehakt und ich fahre zurück Richtung Zagreb. Wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt befindet sich der Naturpark Medvednica. Hier findet man schöne Wanderwege, die sich durch dichte Wälder schlängeln. Sollte es jemanden mal hierhin verschlagen: Auf der Berghütte Puntijarka hatte ich das wohl beste Gulasch meines Lebens. Sorry Oma 😅 Und von der Berghütte Runolist genießt man einen tollen Blick hinunter nach Zagreb. Nach der ausgiebigen Wanderung fahre ich nach Samobor. Das kleine Städtchen liegt westlich von Zagreb und ist für den nächsten Tag mein Ausgangspunkt für eine weitere Route durch die Natur.

27 May 2017

Mit dem örtlichen Hostel habe ich einen wirklichen Glücksgriff gelandet. Die Besitzerin ist super nett und bringt sogar noch Kuchen vorbei, der Verboten lecker geschmeckt hat ❤️ Da ich in der Nebensaison unterwegs bin, bin ich tatsächlich der einzige im Dorm. Nicht jedoch der einzige im Hostel. Mit mir ist eine Familie mit 3 Kids im Hostel, bei der ich mich kurz vorstelle, bevor ich mir was zu essen kaufen wollte. Zum einkaufen bin ich an diesem Tag nicht mehr gekommen 😅 Wir verstehen uns so gut, dass sie mich später einladen zum Essen. Die 5 leben in den Staaten und wir labern bis spät in die Nacht bei einigen Kaltgetränken über Gott und die Welt.
Am Nachmittag komme ich in Krapina an. Das kleine Städtchen hat mit seinem Neandertalermuseum seit 2010 enormen touristischen Zuwachs erfahren und ich muss echt sagen, das war bisher wohl das beste Museum, was ich je besucht habe. Wirklich toll und mit Liebe zum Detail gemacht. In Krapina wurde der bis dato umfangreichste Fund unserer Vorfahren entdeckt. Ob es allerdings wirklich unsere Vorfahren sind, darüber streiten sich die Gelehrten dieser Welt bis heute, wie ich nach meinem Besuch gelernt habe. Ich denke, es ist so. Einer hat mich sogar versucht zu erschlagen. Die Welt war halt früher genauso krank, wie sie es heute ist 😉
Umso mehr Spaß macht das Mittagessen mit idyllischem Blick auf die Burg 😎
Danach fahre ich zur Burg Velki Tabor. Die Burg ist von außen auch schön anzusehen, aber von innen leider unspektakulär.
Als erstes geht es für mich Richtung Norden. Ich besuche die Burg Trakoscan, welche wirklich beeindruckend ist und mit der Lage am See zum relaxen einlädt 😍 Bis 1944 wurde Trakoscan von der Adelsfamilie Draskovic bewohnt. Seitdem beinhaltet es ein Museum mit diversen Ausstellungsstücken (Möbel, Portraits etc.), die wirklich einiges können.
Jetzt geht die Reise erst richtig los. Für anderthalb Wochen mach ich die kroatischen Straßen unsicher ✌🏻

25 May 2017

Nach dem Festmahl zieht es mich ins Museum der gebrochenen Beziehungen. Ja, du liest richtig 😂 Eine weitere Empfehlung des Guides und tatsächlich seinen Eintritt wert. Viele Geschichten von verflossenen Beziehungen, die mit dazugehörigen Gegenständen untermalt werden. Teilweise allerdings auch echt traurig.
Auf meinem Zimmer lerne ich Juan kennen. Wir verstehen uns direkt prächtig 😄 Er kommt aus Equador und auf Grund meiner Reise ins benachbarte Kolumbien haben wir uns auch direkt einiges zu erzählen. Sollte es mich mal nach Equador verschlagen und das wird es definitiv irgendwann (sorry Mama 😉) dann habe ich in Quito schonmal eine Bleibe sicher 😜 Aber zurück zum Thema: Gemeinsam nehmen wir an der Free Walking Tour teil und der Guide empfehlt uns ein Gericht namens "Strukli", welches wir natürlich direkt ausprobieren. Verdammt lecker, aber mit Sicherheit nichts, was man jeden Tag essen sollte 😜😅

24 May 2017

Am nächsten Morgen geht es für mich weiter nach Zagreb. Für 2einhalb Tage erkunde ich die kroatische Hauptstadt, in dessen Metropolregion immerhin knapp ein Viertel der gesamten kroatischen Bevölkerung wohnt. Zagreb lädt ein zum rumschlendern, rumsitzen und Leute beobachten. Ich erkunde die Stadt weitestgehend zu Fuß. Mal auf eigene Faust und mal in der Gruppe. Die fast schon traditionelle Free Walking Tour kann ich mir nicht nehmen lassen. Sehr empfehlenswert! Am beeindruckendsten in Zagreb ist ohne Frage die Kathedrale. Ein wirklich imposantes Bauwerk.

23 May 2017

Für den heutigen Tag habe ich mir ein Fahrrad geliehen, um zur Halbinsel Premantura zu gelangen. Der südlichste Punkt der Region ist eine herrliche, völlig unbewohnte Landschaft mit Naturstränden und kleinen Buchten. Mit dem Rad geht es über Stock und Stein und alle paar Minuten halte ich irgendwo an und genieße die Landschaft, oder das kalte Naß 😎

22 May 2017

Von Erschöpfung geplagt, erkunde ich die Stadt. Alle paar hundert Meter muss ich mich jedoch immer mal setzen 😅 Das zweifellos beeindruckendste in Pula, ist das alte römische Amphitheater. Hier wurden früher Gladiatorenkämpfe ausgetragen und es hatte Platz für bis zu 20.000 Zuschauer. Auf das letzte Bild müsst ihr draufgehen, damit das Panorama voll angezeigt wird 👌🏻
Im Hostel angekommen, gibt mir die Dame von der Rezeption einige Tipps. Unter anderem auch eine Pizzeria, die sie sehr empfiehlt. Da mich mein Frühstück nicht satt gemacht hatte und ohnehin schon Mittagszeit ist, stürme ich schnurstracks dorthin. Im jugendlichen Leichtsinn bestelle ich mir eine Jumbo-Pizza. Ich denke mir, wird vielleicht groß sein, aber auch dünn 🙈 Nunja, sagen wir es mal so: Die nächsten Stunden versuche ich mich nicht zu übergeben 😅 Das Teil ist dermaßen mächtig, dass ich nach dem 2.Stück schon entscheide, dass der Rand übrig bleiben muss. Leider gibt es nur ein nachher-Bild aber ich denke, das Ausmaß kommt annähernd rüber 😂
Mein erster Eindruck von Kroatien ist durchweg positiv. Das Reisen ist super leicht, man kommt mit englisch super voran und so geht es auch direkt weiter am nächsten Tag. Mit dem Bus fahre ich ins ca. 2einhalb Stunden entfernte Pula.

21 May 2017

Wie es der Zufall so will, werden wir an diesem Tag noch Zeuge eines denkwürdigen Augenblickes. Während wir am Abendbrot essen sind, fällt uns auf, dass nicht unweit vom Restaurant ein Puplic Viewing stattfindet. Mehrere Torjubel sind nicht zu überhören und wie wir dann vom Kellner erfahren, ist Rijeka gerade dabei, die erste Meisterschaft seit 20 Jahren einzufahren. Wir lassen uns also nicht lange lumpen und gehen rüber. Rijeka führt 4 zu 0 und es ist noch eine viertel Stunde zu spielen. Was dann nach Abpfiff geschieht, erinnert mich stark an ein Auswärtsspiel des HSV in Darmstadt. Bengalische Feuer und Raketen so weit das Auge reicht. Ziemlich geil anzusehen. Bis gegen 23 Uhr verflogen wir das Spektakel noch bei dem ein oder anderen Bierchen und dann ruft das wohlverdiente Bett, was ich mir, nachdem der Tag um 2 Uhr nachts begonnen hatte, auch redlich verdient habe.
Rijeka ist die drittgrößte Stadt des Landes und trotzdem sehr überschaubar. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig locker erreichbar und der anstrengendste Part des Tages besteht darin, die Stufen zur Festung Trsat zu erklimmen, von wo man einen guten Überblick über die Stadt hat. Hier oben gibt es auch ein nettes Restaurant, wo dann auch gleich das erste Bierchen genossen wird 😋 An meiner Seite ist Christian, der auch aus HH kommt und den ich gleich im Hostel kennengelernt habe. Gemeinsam erkunden wir noch den Rest der Stadt, der weitestgehend auf Grund seiner kunstvollen Gebäude jede Menge Charme versprüht.
Mein erster Halt ist Rijeka. Der Flughafen ist dermaßen klein, dass die Ankunftshalle aus einem einzigen Gepäckband besteht. Etwas kleineres habe ich bisher wohl nur in La Paz (México) erlebt, wo es gar kein Gepäckband gab und man sich sein Gepäck irgendwo wegnehmen konnte 😅 Mit dem Bus geht es ca. eine halbe Stunde bis in die Innenstadt und mein Hostel ist glücklicherweise keine 5 Gehminuten vom Busbahnhof entfernt. Eigentlich ist der Check In erst ab 13 Uhr vorgesehen, aber da noch Zwischensaison ist und das Hostel nicht voll ist, darf ich das Zimmer schon beziehen 👌🏻
So Mädels, es geht mal wieder los ❤️ Ihr dürft euch freuen auf die Berichte meiner Reise durch Kroatien 🤓✌🏻