France, Spain · 8 Days · 9 Moments · September 2017

Sara's Tour durch Spain


7 October 2017

.... so dass es am Ende garnicht wirklich zur Debatte stand ein Taxi zu nehmen. Also: heute die ersten 30km gelaufen, bei strahlendem Sonnenschein, 23grad (allerdings ohne Schatten dann dund ch recht anstrengend) und meistens bester Laune und Motivation.... dennoch wären die letzten 5km ein Kampf. Füße weh, müde,... aber extrem stolz als ich endlich angekommen war. Die nächste Hürde ist genommen. Für morgen steht im Prinzip die längste Etappe der Reise an, je nach Kondition werde ich aber eventuell nur nach logrono laufen und dann den Bus nach navarette nehmen, die letzten 10km ;-) mal sehen was Ehrgeiz, Motivation und Kondition morgen sagen... Zurück zu hauseöcjte ich mir ein Tattoo stechen lassen auf den linken Fuß, eventuell mit dem Streckenprofil des camino und den gelaufenen km als römische Zahl.... hab da schon ein Bild im Kopf...
Gestern - Tag 6... total anstrengend und irgendwie frustriert. Stämdig bergauf und bergab, anfangs ging es echt gut voran, aber bei ca 11km totales Loch für die verbleibenden km. Schlussendlich war der Weg viel weiter als gedacht, Estella alles andere als eine schöne Stadt, trotz >100.000 Einwohner unmöglich irgendwo ordentlich einzukaufen oder gar zu essen. Alles in allem also total genervt gestern Abend und komplett müde und geschlaucht. Heute morgen hab ich dann relativ schnell festgestellt dass es an die 30km werden heute und mit Moor selbst ausgemacht im vorletzten Ort - nach ca 22km - zu entscheiden und eventuell ein Taxi zu nehmen. Heute ging es super voran, gute Geschwindigkeit, gute Strecke, angenehm zu laufen, wenige steile Anstiege... lief also. Aus den Fehlern von gestern gelernt und heute rechtzeitig Pause gemacht und gegessen, dann später noch eine zweite längere Pause eingelegt.. alles in allem mehr auf trink-und erholungspausen geachtet...guter Plan, super funktioniert

5 October 2017

Gestern: Pamplona. 4 Tage - 73km. Die Wanderung war soweit gut, allerdings war ich darauf eingestellt dass mein Hotel mitten im Zentrum ist, so dass sich die letzten 2-3km wirklich zogen und anstrengend waren. Abends eine göttliche Massage und Burger - wohl der beste seit langem :-D dein "Einkaufstrip" ins Stadtzentrum hätte ich mir wohl allerdings besser gespart... spät zu hause, nichts vorbereitet. In der Konsequenz war der heutige morgen stressig, ich bin müde und fühle mich zum ersten Mal erschöpft und unmotiviert... während i h gestern auf Grund der Annehmlichkeiten noch überlegt hatte umzuplanen und jeweils in den großen Städten zu übernachten weiß ich dass es keine gute Idee ist... keine Ablenkung, och will mich auf mich und meine Füße konzentrieren ... Gleich geht es los.. 27km. Die Etappen werden länger..

3 October 2017

Tag 3: strahlender Sonnenschein und eine erstmal ganz entspannte Wanderung. Allerdings stellte sich während des Tages schnell heraus, dass es deutlich mehr bergauf ging als erwartet und teilweise eher steil und unangenehm bergab, zudem Muskelkater und eine gewisse "laufmüdigkeit" bzw. falsche Erwartungshaltung an mich selbst...alles das machten den Tag dann doch deutlich schwieriger und länger als erwartet. Auf den letzten ca 8km habe ich Michael aus Australien und Claude aus der Schweiz getroffen und wir sind das letzte Stück zusammen gegangen. Obwohl ich noch mittags keine engeren Kontakte pflegen wollte stellte sich das als gute Erfahrung heraus, denn es hat den Weg deutlich angenehmer gemacht und nach der Ankunft noch eine gemeinsame Cola mit diversen anderen pilgern war sehr entspannend. Morgen Pamplona... ich bin sehr gespannt wie es sein wird in die Stadt und durch die Stadt zu laufen.. aber ich freu mich auf eine Massage. Hoffe das klappt!
Gestern... 21km, 16km davon bergauf, zum Teil sehr steil mit Verschnaufpause alle 100m... aber ich hab es geschafft. Konnte bei Ankunft kaum noch stehen vor schmerzenden Füßen, aber froh und stolz. Unterwegs immer wieder kurze nette Begegnungen, alle sehr aufmunternd, motivierend, zum Teil lustig... auch die ersten Wanderer getroffen mit Unterhose am Rucksack...

1 October 2017

Heute nur 5km ...dafür allerdings konstant bergauf und im Nieselregen. Average speed 3,3kmh...für den Anfang und das Gelände garnicht schlecht... frühzeitig in der Unterkunft angekommen und den freien Nachmittag genossen, heiße Dusche und Füße gepflegt, gelesen und 2h geschlafen.. Abendessen in großer pilgerrunde...Franzosen, Spanier, Belgier, Amerikaner und Australier. Eine sehr angenehme Runde und unterhaltsame 2 Stunden... für morgen bin ich mit 2 Amerikanern verabredet, Abmarsch 9h... ich bin gespannt, unsicher ob ich mithalten kann und doch auch froh... Begleitung für diese erste lange und sicher anstrengende Etappe. Heute Abend gehe ich zufrieden, zuversichtlich und euphorisch schlafen und bin sehr gespannt auf die Begegnungen und reingieße der nächsten Monate.
Tag 3.... und damit Tag 1 auf meinem Weg, der ein Anfang sein soll und ein Ende, an den sich viele Erwartungen und Hoffnungen knüpfen und doch wieder nichts konkretes. Einfach: durchhalten und in 5 Wochen zum Sonnenuntergang am Meer sitzen... Heute nur eine kleine Strecke: 5km, und schon die erste Planänderung. Auf Grund einer vollen Pension musste ich die heutige Strecke um 2km kürzen und dafür dann morgen 2km mehr.... eigentlich nicht ganz der Plan, steil bergauf, aber jetzt eben auch nicht mehr zu ändern... Die Nacht war angenehm, wenn ich auch zwischen 3:25 und ca 4:30 wach gelegen hab, warum auch immer. Vielleicht nervös, oder einfach nur ungewohnt... wer weiß. Vamonos...

30 September 2017

Tag 2... endlich Zeit und Ruhe im Zug um die letzten Dinge zu organisieren, Nachrichten zu schicken, anzukommen und die Vorfreude zu genießen.... morgen geht es los. Dann heißt es: auch der längste weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und ab dann werden es jeden Tag ein paar km weniger.

29 September 2017

Tag 1... erster Zwischenstopp Paris. Nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder in Paris. Und direkt wieder wohlgefühlt (und das trotz anfänglicher Zweifel diesbezüglich..). Der erste Anlaufpunkt für den Abend: Montmartre und irgendwie zog es mich in die Kirche Sacre coeur... wie immer haben mich die Ruhe und der Frieden in der Kirche sofort in ihren Bann gezogen und zum Bleiben bewegt. Während ich auf den Jesus schaute, dachte ich was für ein passender Auftakt für diese Reise. Und natürlich frage ich mich was möchte ich in den nächsten 5 Wochen "erreichen". Was wünsche ich mir für mich nach dieser Zeit... wieder bei mir ankommen, zu mir selbst finden, mich geliebt fühlen, Frieden schließen mit mir und Jörg, dem Baby und der Situation... den langen Weg seit der Therapie zu Ende bringen, Verletzungen akzeptieren und verarbeiten.. Revue passieren lassen und wieder ein Stück Glück und Zufriedenheit finden. Der Ausklang des Abends bei einem Glas Wein und Blick auf das Treiben...