Germany · 3 Days · 8 Moments · July 2018

Sächsische Schweiz Trainingslager


5 July 2018

Am letzten Tag heißt es, alles reinigen, trotzdem noch einen tollen Vormittag haben. Unser Gasttrainer gab uns die Ehre über Nacht zu bleiben. Er musste früh 7.00 Uhr los, zur Arbeit. Unsere Leute joggten mit ihm 6.00 Uhr zur" Hohen Liebe". Peter frühstücken noch(natürlich meinen tollen Frühstücksbrei) bei mir und dann machte er sich auf den Weg. Im Lager gab es das letzte große Training. Danach ein ganz gemütliches Frühstück. Es war wunderbar, keiner hatte es eilig. Wir konnten ganz in Ruhe und sorgfältig die Hütten reinigen. Dann spielten wir noch ein Wikkingerschach aßen Mittag und nach einer guten Tasse Kaffee machten wir uns auf den Heimweg. Noch dokumentieren, dass alles sauber ist, ist wichtig für die Übergabe. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr.

4 July 2018

Ich bereite den ganzen Tag den Festschmaus vor.
Am Mittwoch war 6.30 Uhr wecken. Als erstes gingen alle in den Wald, danach war Training und dann erst Frühstück. Dann waren Spiele angesagt. Am zweiten Tag hatten alle mitgeholfen, aus mehreren Balken, ein Wikkingerschach zu bauen. Felix hatte alles mit, von Schleifpapier über Säge bis Schnitzwerkzeug. Allen machte es großen Spaß und nun spielten wir mit großer Hingabe um die geschicktesten Leute zu ermitteln. Nach dem Mittagessen kurzes Ausruhen. Gegen 15.00 Uhr gingen alle in das Kirnitzschtal zum Baden im kalten Wasser der Kirnitzschtal. Gegen 17.00Uhr kam ein Gasttrainer aus einer anderen Teakwon-Do Schule. Wir alle lieben den Peter sehr und machen an dem Tag, seines Besuches, immer ein Festessen. Vorher schaffen sich alle.

3 July 2018

Ab Dienstag früh ging es anders zu I'm Trainingslager. Alle machten einen morgendlichen Waldspaziergang und anschließend gezielte Übungen für bestimmte Muskelgruppen. Wenn ich vor die Tür trat hörte ich stöhnen, fluchen und lachen. Ich hatte den Eindruck, sie wollten sich gegenseitig zeigen wie hart sie waren. Aber das sind sie auch wirklich, ich bin immer ganz stolz auf alle, mit Durchhaltevermögen und Spaß dabei, geben sie alles. Ich bereite in der Zeit das Frühstück vor. Brötchen müssen fertig gebacken werden, Aufstrich zubereiten und vor allem Frischkornbrei. Er nimmt am meisten Zeit in Anspruch, Obst klein schneiden (Ananas, Birne, Äpfel, Banane, Pfirsich, Kiwi und Orange) dann noch fr. Johannesbeeren. Das alles mit dem, am Vorabend eingeweicht Sechskornschrot vermischen, dann für den Veganer eine Portion abtun. In die große Schüssel kommt Schlagsahne, Zimt und Kurkuma und Honig, in die kleine Mandelcrem und die gleichen Gewürze, nur keinen Honig. Eine Stunde brauche ich dafür.

2 July 2018

In der Nacht und am nächsten Morgen reisten noch einige"Kämpfer" an. An meiner Hütte zeigte sich der Siebenschläfer mal kurz. Gerade so als wollte er nur schauen, wer nun die nächsten Tage hier verbringt. An meiner Tür war auch ein faszinierender Gast. Zuerst dachte ich es ist ein Stück Birke, aber nein es bewegte sich. Bei meinem Abendspaziergang verlor ich 20.-€!Wahrscheinlich beim Handy aus der Tasche ziehen, um Fotos zu machen. Ich lief den Weg zurück, und tatsächlich, es lag an der Stelle wo ich die Fotos machte. Ich war glücklich.
Am ersten Abend, nach dem Essen, gingen wir in Richtung "Höhe Liebe". Das ist ein angenehmer Weg am Anfang, dann wird es ziemlich steil. Doch zuvor geht ein kleiner Trampelpfad ab. Den legte uns jemand ans Herz. Wir liefen ihn und kamen an einem herrlichen Ausblick, direkt gegenüber der Schrammsteine, an. Die Abendsonne setzte die gewaltigen Felsen in ein angenehmes Licht. Wir sahen Bergsteiger die Steilwand hoch klettern. Oder seilen die sich ab? Wir schauten förmlich um die Wette ganz genau hin. Als die Sonne genau dahin schien, entpuppte sich der Bergsteiger als kleine Birke. Ihr Wipfel wiegt so im Wind, daß es aussah als würde ein Kopf sich bewegen. Wir waren verplüfft darüber, wie wir uns täuschen ließen. Die Jungs kletterten noch am Ausblickspunk herum, ich hatte noch Aufwasch und ging schon vor. Auf halben Weg machte ich noch Bilder vom Wald. Die Sonne beschien manchmal nur zwei Bäume, sehr schön.
Am ersten Tagwaren wir nur fünf Leute. Da ist es entspannt zu kochen. Während ich mich einrichtet in meiner Hütte, kümmerten sich die Jungs ganz intensiv um ihren Body. Ich hörte sie ab und zu stöhnen vor Anstrengung. Zu Mittag gab es Gemüsepfanne, Reis und einen wahnsinns Salat. Nach dem Essen war leider kein Schäfchen drin. Da die Hütten nicht immer belegt sind müssen sie alle erst mal durchgelüftet werden. Ich mußte in meiner Hütte die ganzen Lebensmittel unterbringen und mir überlegen wie ich, mit sechs Töpfen auf vier Herdplatten, neun Leute zu beköstigen.
Endlich ist wieder Trainingslager. Wir sind eine Teakwon-Do Gruppe aus Dresden. Zum 15. Mal, in der ersten Ferienwoche, erobern wir die Sächsische Schweiz. Das Objekt nennt sich "Kleine Liebe". Mitten im Wald, es ist wie eine andere Welt, sogar Handyempfang ganz schlecht. Ich bin für das leibliche Wohl aller zuständig, es macht mir großen Spaß sie alle zu verwöhnen.