Germany · 4 Days · 11 Moments · September 2017

Leipzig, Hamburg und die Nordsee


30 September 2017

Mit ein Grund nach Hamburg zu fahren, war der Termin einer Reunion der Leute aus Sabrinas Schule in Indonesien. So gingen wir zum besagten Treffpunkt zur besagten Zeit. Wer alles kommt, war unklar. Es stellte sich heraus, dass nicht mal Sabrina jemanden kannte und alle um die 30 waren und ihr Abitur um die 2000er Jahre rum gemacht haben (Sabrina und Silke wurden zur selben Zeit eingeschult) . Trotzdem war es interessant zu hören, was jede/r macht und wie sie die DIS (Deutsche Internationale Schule) erlebt haben. Bei Taccos in einem hippen mexikanischen Restaurant wurde smallgetalkt und grundlegende Fragen zu Wohnort und Beschäftigung in den letzten 13 Jahren geklärt. Anschließend ging es in eine Bar (Cocktailindex: 9,50€), keine Wahl die wir selbst getroffen hätten und die arbeitende Bevölkerung bot uns des öfteren an einen weiteren Drink zu spendieren. Amüsant war ebenfalls die Bekanntschaft von Gunnar (groß, breit, unser Humor). Sein Lieblingssatz:"du liebe pastorentochter".
Da das Café, das Sabrina für gutes Frühstück in Erinnerung hatte, nicht auffindbar war, setzten wir uns im Sternschanzenviertel in Omas Apotheke. Danach streunerten wir in diesem hippen Viertel umher und entschlossen uns später nach Altona zu fahren. Dort war ein Straßenfest mit vielen Ständen. Unter anderem auch eine Fotobox mit gesichtsschmückenden Elementen. Wir entschieden uns für Toast und Spiegelei. Da wir einen fancy Laden in der Schanze gesichtet hatten, in dem wir noch das Sortiment auschecken wollten, fuhren wir wieder zurück. Dem Tagesticket sei Dank. Danach ging es wieder in die Wohnung, um sich auf den weiteren Verlauf des Abends einzustellen...

29 September 2017

Hamburg Mülleimer Flachwitz Kultur
Short summary about HH Angekommen, machten wir uns auf den Weg zur Wohnung einer Freundin einer Freundin. Eine nette alte Frau, die im gleichen Haus wohnt, gab uns den Schlüssel. So hatten wir eine billige Unterkunft und dazu noch eine sehr großzügige (2 Zimmer) in bester Lage. Trotz Müdigkeit machten wir uns auf den Weg in die Stadt zum Rathaus, in dem eine interesante Fotoausstellung war (Bild 1-3). Unser Weg führte uns nach einigem Rumstreunern (Bild 4-5) zur Elbphilharmonie (Bild 6-10). Dank Müdigkeit und leichtem Fieber (Sabrina) saßen wir abends gemütlich vor dem Fernseher, schauten uns Filme an und gingen früh ins Bett.
Als wir in Berlin am ZOB so rumstanden, hörten wir dem Durchsagenmenschen zu. Konstant sagte er an, welcher Bus wo bereit steht und abfährt: "Am Bussteig 9 steht für sie bereit von der Firma FlixBus, der Bus nach Schwerin, Abfahrt um 10:00." Einmal bemerkten wir einen Versprecher: "Am Bussteig 7 für Sie bereit" kurze Pause "Ach Quatsch..." kurze Pause "Am Bussteig 6 steht für Sie bereit,..." Unsere Lieblingsdurchsage mit dem Spruch war wohl die folgende: "Am Bussteig 3 steht für sie bereit von der Firma xy, der Bus nach xy, Abfahrt um xx:yy. NUR DAS TOLLE VON DER KNOLLE!!"
5:45h Silkes Wecker klingelt 5:50h Sabrinas Wecker klingelt 6:02h Biyans Wecker klingelt 6:07h Biyan, Christian, Sabrina und Silke gehen aus dem Haus. 6:09h Die Tram fährt ein, Silke und Sabrina steigen ein. Christian und Biyan winken. Vermutlich sind sie danach wieder ins Bett gegangen. 6:29h Silke und Sabrina kommen am Bahnhof an und laufen zu den Fernbussen. 7:00h Der Fernbus fährt los nach Berlin. 9:25h Der Fernbus fährt am ZOB Berlin ein. 10:05h Der Fernbus nach Hamburg fährt ein. Bequeme Sitze und erstklassiger Comfort. 10:42h Silke zückt den Rotstift und arbeitet dank Edith (oder edit wie's die Amis sagen) alle Journis noch einmal durch. Grüße gehen raus an Michael fürs schlaue Auge auf unsere Texte.

28 September 2017

Am Abend ging es in eine Kicker-Bar. Es kamen KommilitonInnen von Biyan und der Cousin von Tobi, sodass es eine interessante Mischung war. Der Kicker, an dem man mit 8 Personen spielen konnte hat sehr viel Spaß gemacht. Nach diesem Ausflug hatten wir alle Hunger und Biyan und Christian kochten gutes indonesisches Instantessen. Da das nicht ausreichte, gab es danach Tortellini. Eine Tipp: Egal wie spät es ist, Tortellini und Remoulade schmecken nicht!
Katerstimmung am nächsten Morgen. Gut, dass wir uns vorgenommen haben, beim Mongolen asiatisches Buffet zu essen - mit Studentenrabatt. Danach setzten wir unseren Weg mit vollen Bäuchen fort und fuhren zur Schaubühne, wo Christians und Sabrinas Cousine arbeitet. Von ihr bekamen wir eine exklusive Führung und viele Infos. Beeindruckt hat uns das alte Gebäude und die Wände, die noch von 18xx erhalten sind. In der Stadt auf dem Marktplatz stand eine Ausstellung über Woyzeck und das Schaffott von dieser Schaubühne. Das schauten wir uns auch noch an und fuhren dann nach Hause um einen späten Mittagsschlaf zu machen.

27 September 2017

In Leipzig angekommen, wurden wir abgeholt von Christian (Sabrinas Bruder) und Biyan (ein Freund aus Indonesien, der in Leipzig studiert). Bei Biyan und seiner Schwester Nadia konnten wir wohnen. Am ersten Abend feierten wir die letzte Prüfung von Biyan in diesem Semester, die am selben Morgen war. Biyan bot jedem sehr gerne Tequilashots an, allerdings fanden wir den eher süßlichen Bärenmet besser. Da ein Freund von Christian gerade sein Praxissemester in Leipzig macht und hinter Biyan und Nadia in einem Wohnheim wohnt, kam er auch noch vorbei. Dann konnte es los gehen in die Stadt ins Nachtcafé, eine Bar mit Club. In einer Studentenzeitschrift sahen wir ein Rätsel, bei dem man Freibier bekam in diesem Café. Vorsorglich brachte Biyan 4 Zeitschriften mit, also gab es 4 Freibier für uns. Der erfolgreiche Abend endete für uns um halb 4.
Dank der schnatternden Wandergruppe verstanden wir die Durchsage schlecht bis gar nicht. Der Zug hatte Verspätung und wir nur 13min Zeit für den Umstieg. Internetnetz war auf der Bahnstrecken E (erbärmlich). Wir irrten eine Weile im Unklaren, wie es denn nun weitergeht oder ob wir später weiterfahren müssen. In Ansbach stieg die gute Wanderschar aus und im Zug war eine ungewohnte Stille. Ich traute mich kaum, zu atmen. Gut war, dass die Ansprachen nun deutlich zu verstehen waren. Zunächst waren es 17 min Verspätung und so war klar, dass wir den Anschluss verpassen. Da drückte der Lokführer nochmals ordentlich auf die Tube, sodass wir mit nur noch 9min Verspätung in Nürnberg ankamen. Nun sitzen wir in bequemen ICE Sitzen auf dem Weg nach Leipzig und genießen die Stille im Zug.
Der IC fährt pünktlich in Stuttgart auf Gleis 14 ein. Wir steigen ein mit Gepäck für 10 Tage bzw. 20 Tage. Im Waggon sitzen ca. 20 schnatternde Damen höheren Alters. Auf ihren IC Tischchen ein Glas Sekt. Ganz wichtiges Detail ist die Serviette mit Herbstmotiv. Wir müssen grinsen, weil wir uns beide dachten "Oh je, was ist denn hier los?" bzw. "Das kann ja lustig werden". Schließlich finden wir einen Platz, müssen uns aber erst hinstellen und kurz über die Situation lachen, bevor das Gepäck verstaut werden kann. Zeit, um sich zu setzten. IC Sitze können bequem sein, wenn sie nicht kaputt sind. Silkes Sitz war nach hinten gekippt. Das Vorklappen stellte sich als Schwierigkeit dar, denn die Rückenlehne kippte immer wieder nach hinten, sobald Silke sich dagegenlehnte. Sogar der Mitfahrer hinter uns sah die Problematik und versuchte zu helfen, vergeblich. Schließlich bot er uns an, die Sitzreihe zu tauschen, da er nur alleine war. Dankend nahmen wir an und genossen das Schnatterkonzert 🐢