Norway · 1 Days · 3 Moments · June 2017

Berge über Berge


28 June 2017

Zurück am Womo entscheiden wir uns noch heute in den Jotunheimen zu fahren. Wir können uns beide noch dunkel an einen Stellplatz erinnern, den wir in unserem letzten Urlaub hatten. Und tatsächlich: der Stellplatz ist schnell gefunden und der Ausblick auf die umliegenden Berge des Jotunheimen sind faszinierend. Wir kommen zwar erst spät um halb sieben an, entscheiden uns aber dazu noch ein bisschen die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Nach einem einstündigen Spaziergang über Stock und Stein gibt es Abendessen und wir genießen immer noch Sonne. Mittlerweile ist es fast die ganze Nacht taghell und wir beide finden nicht mehr so richtig einen Schlaf Rhythmus, dass kann noch lustig werden in den nächsten Wochen...
Auf der anderen Seite geht es weiter in Richtung Fjord und wieder sehen wir ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegen und vor allem sehen wir sehr viele Menschen! Unser heutiges Hauptziel rückt langsam näher: der Nigardsbreen. Dort angekommen sind wir beide fasziniert. Am Ende des Gletschersees ist ein kostenpflichtiger Parkplatz (leider auch ein Camping verboten Schild) und man kann an die Gletscherzunge laufen, zumindest soweit wie es die Absperrungen zulassen. Wir entscheiden uns das Boot erst mal links liegen zu lassen und laufen am See entlang in Richtung Gletscher. Der Weg ist angenehm zu laufen und mit festen Schuhwerk gut begehbar. Am Gletscher angekommen lassen wir die Aussicht auf uns wirken und sind wirklich fasziniert. Das Eis schimmert blau und vor uns erhebt sich das Gletschertor. (Die erste geführte Gletscherwanderung ist hiermit geplant). Für den Rückweg entscheiden wir uns dann für die Bootsfahrt (40 NOK pro Person).
Nach der beschwerlichen Fahrt zurück ins Tal fahren wir als erstes durch Europas längsten Autotunnel. Der lærdalstunnel ist 24 km lang und ein Erlebnis für sich. Drei Lichthallen sollen das Tunnelende simulieren um einen “Tunnelschock“ vorzubeugen. Wirklich helfen tut es in unseren Augen nicht. Fast eine halbe Stunde durch einen Tunnel fahren ist echt anstrengend. Danach geht es weiter in Richtung Ovre Ardal und über den Tindevegen in Richtung Jostedalsbreen. Hier kommen wir mit der Größe und vor allem der Länge unseres Womos erstmals an die Grenzen. Die Serpentinenstraße ist für Fahrzeuge bis 10m geeignet laut Schild. Wir haben 7,5m und die Kurven gehen gerade noch so ohne rangieren.....noch zwei Meter mehr sind sehr schwer vorstellbar. Die Blicke entlang der Strecke entschädigen die anstrengende Fahrt nach oben, lediglich die Stromleitungen wirken leicht störend.