Germany, Spain · 23 Days · 190 Moments · September 2017

Die Weiß'ens an der Costa de la Luz


25 September 2017

Um 10:30 landeten wir in Berlin-Schönefeld bei 13 Grad und dem grauesten Grau was der Himmel zu bieten hatte. Träumen wir das jetzt hier? Sind wir nicht gerade erst in den Urlaub gestartet?😝 Das war ein toller Urlaub, viele Erlebnisse und interessante Eindrücke brachten uns zu der Erkenntnis: Immer wieder gerne Spanien und im speziellen Andalusien. OLE-ADIOS-HASTA LUEGO💃🏻
Dann standen wir noch recht müde am Flughafen in der ellenlangen Warteschlange von Ryan Air und freuten uns auf ein Schläfchen über den Wolken.
Eine kleine Eidechse besuchte uns zuvor im Bad an der Außenseite des Fensters. Das Foto muss jetzt auch noch hier hin.
Adios Sevilla! Du wirst uns sicher wiederseh'n, denn Du warst so wunderschön!😰
Nachdem dann endlich unser Hotel in Sichtweite lag, beschlossen wir noch einen "Absacker" in einer Bodega in der Nähe zu nehmen. Natürlich Hochbetrieb um 23:00 dort, aber wir erhaschten noch einen Platz im Innenbereich, als einzigen Touris. Die Kellner flitzten im wahrsten Sinne des Wortes und wir lechzten nach unserem Getränkewunsch. Die Wartezeit wurde uns dann mit einem Meeresfrüchtesalat auf's Haus entschädigt. Um 00:30 ging es dann auf's Zimmer und um zu 5:00 war die Taxe bestellt. Wirklich guter Schlaf war das nicht.

24 September 2017

Nun stellte sich die Frage, wie wir am besten zu unserem Hotel San Pablo zurückkommen. Durch Zufall fanden wir genau den Einstieg für die Buslinie 27, die wir bereits vorher im Internet recherchiert hatten. Wir fuhren ca. 20 Min. Und stiegen bei der nächst liegenden Haltestelle aus. 15 Min Fußweg hatten wir zwar noch zu bewältigen, aber die Kuchenkalorien mussten sowieso noch abgebaut werden.😜
Herrlich, bei noch so angenehm warmen Temperaturen durch die Gassen zu schlendern - leider mit der Gewissheit auf andere Klimaverhältnisse in Berlin. Die "Pilze von Sevilla" nochmal bei Nacht mit dementsprechender Beleuchtung erleben und ein frisch Gezapftes in einer Cervezeria gönnen.
Eine Kaffeepause musste natürlich auch noch eingelegt werden. Immer wieder auch sehr verlockend die Auslagen der Pastellerias.😋
Die Sonne verabschiedete sich und die Nacht schlich sich so allmählich in die Stadt ein. Nach soviel Kultur bräuchten wir einen Sherry zwischendurch. Einen Pedro Ximenez genehmigten wir uns in einer netten kleinen Bodega mit Blick auf einen, mit vielen Familien, bevölkerten schönen Platz. Das typische Abendleben der Spanier begann. Die Straßen füllten sich und das Stimmengewirr nahm deutlich zu.
Die beeindruckenden Gärten!
Endlich im Privatpalast "Casa de Pilatos" angelangt, hatten wir noch eine Stunde Zeit zur Besichtigung. Mit dem Audioguide ausgerüstet wandelten wir durch die prachtvollen Räumen und Gärten. Der im 15. und 16.Jh. entstandene Palast, gilt neben dem Alcazar als das bedeutendste maurisch inspirierte Bauwerk Sevillas. Gotik, Renaissance und Mudejarstil vereinigen sich dort. Wunderschöne Innenhöfe, Gärten und Kunstwerke gilt es zu bewundern.
Danach nahmen wir wieder die Route zum Palazzo auf. Dabei stießen wir auf einen renommierten Flamenco Austatter, bei dem sich auch das spanische Königshaus einkleidet. Sehr interessantes Geschäft mit "Sitzgelegenheit" für Thomas davor.😜 Einem schwarzen Spitzen-Fächer konnte ich dann auch nicht widerstehen.
Auch in diesem Urlaub kennengelernt, der Sommerdrink der Spanier: Tinto Verano-Rotwein mit Zitruslimo - eisgekühlt! Erfrischend und nicht süß!
Nach köstlicher Verpflegung spazierten wir weiter und konnten einem Fotografen über "die Schulter schauen". Ein herrliches Motiv!
Sehr leckere Tapas! Thomas bekam dann auch endlich, nach mehreren Versuchen im Urlaub, die Sardinen in der Art wie er sie am liebsten mag.
Im Gegensatz zu Chiclana hatten wir hier um die 30 Grad. Die Stadt war sehr gut besucht und wir waren froh das "Wesentliche" am Urlaubsanfang gesehen zu haben. Einen im Reiseführer beschriebener Stadtpalast stand noch auf unserem Plan. Dazu ging es quer durch die Altstadt. Natürlich brauchten wir für diese Exkursion die nötigen Kalorien. Die fanden wir in einem wunderschön dekorierten Restaurant in einer Seitenstraße. Eine Art "Jägerstübl in deutsch"- statt Hirsche, Stiere an den Wänden.😜 Selbst die "servicios" in netter, fruchtiger Gestaltung.

23 September 2017

Nach der Abgabe des Leihwagens fuhren wir mit dem EA Bus in die Altstadt. Dieser Spezialbus hat nur wenige Haltestellen, diese jedoch an markanten Orten der Altstadt und an den dort größeren Hotels. Die Tour kostet 4 € p.P. Wenn man Kleingepäck hat und in der Nähe der Stationen wohnt, lohnt es sich diesen Bus zu nutzen.
Freitag um 12:00 Uhr trafen wir uns zur Schlüsselübergabe mit der Wohnungsbetreuerin und danach fuhren wir in Richtung Sevilla. Zum Glück ohne Probleme mit dem Fahrzeug!!!😅 Zuerst zum Hotel, Koffer parken und dann zum Flughafen um den Mietwagen anzugeben. Das Hotel San Pablo ist ca. 10 Min. vom Flughafen entfernt. Zum einen wollten wir durch den frühen Rückflug rasch Vorort sein und zum anderen, dachten wir Taxikosten zu sparen. Dachten wir...☹️ Der feste Taxipreis zum Airport beträgt 30€, dieser gilt auch dann, wenn man fast um die Ecke nächtigt, erklärte uns der Rezeptionist des Hotels. D.h. wir hätten auch am anderen Ende der Stadt wohnen können.🤔
Thomas nutzte die Gelegenheit für ein letztes Bad im Atlantik für dieses Jahr.
Noch einen ausgiebigen Strandspaziergang, um wenigstens ein paar Kalorien abzuschütteln! Es ist deutlich leerer am Strand als in der Woche zuvor.

21 September 2017

Heute verbringen wir hier unseren letzten Tag in Chiclana de la Frontera . Am Freitag fahren wir nach Sevilla und übernachten dort in einem Hotel in Flughafennähe, da der Rückflug bereits um 6:40 erfolgen wird. Aufgrund der gestrigen Erfahrung mit unserem Vehikel werden wir heute hier bleiben, um das Auto nicht mehr großartig zu bewegen. Wir hoffen, dass wir gut nach Sevilla kommen werden, das Fahrzeug abliefern und dann bekommen die von uns eine nicht erfreuliche Bewertung auf ihrem Portal.!!!👹👺😡 Ansonsten geht es nochmal zum Strand, Kühlschrank-Reste essen und Koffer packen ist angesagt.😩
Eigentlich wollten wir dann noch in Richtung Puerto Santa Maria fahren, aber da es dann schon recht dunkel war, wollten wir uns den Besuch für Donnerstag aufheben. Auf dem Weg in Richtung Chiclana fing dann unser Auto an zu muckern.☹️ Ab 80 km/h fing es beim beschleunigen an zu ruckeln. Das hatte uns gerade noch gefehlt.😝 Bei der Autovermietung wußten die wohl schon, was sie uns für eine Krücke vermieteten, nachdem wir Ihre Versicherung verschmäht haben. Dann mit 60-70 km/h über die Autobahn mit ungutem Gefühl.Wir sind dann gut zurück gekommen und haben unseren Hunger in einem der Lokale in der Nähe des Strandes gestillt. Wie bereits erwähnt, sind jetzt nur noch wenige Lokalitäten geöffnet , sodass wir das mit den meisten Gästen wählten. Thomas hatte eine Dorade, die er lecker fand und ich einen Thunfisch, der nur nett aussah. Also , ließ ich meinen " trockenen" Fisch wieder zurückgehen und sättigte mich an gegrillten Paprika. Irgendwie nicht wirklich ein gelungener Abend.
Als wir uns nach den Kalorienbomben in Richtung Parkplatz schleppten😜, eröfffnete sich ein wunderbarer Ausblick bis nach Cádiz.
Am Abend sind wir dann noch in Richtung San Fernando gefahren. Wir sind dann durch die Bahia Sur Mall geschlendert, um dann festzustellen, dass unsere "Tortenauswahl", das Beste an diesem Besuch war.

20 September 2017

Mal schauen, was wir jetzt mit dem angebrochenen Tag anfangen? Erstmal auf der Terrasse sonnen, einen Fino genehmigen und "Journi von den letzten 3 Tagen" aufarbeiten!😅
Wir verabschieden die Steins, die jetzt noch 1,5 Wochen in der Umgebung von Málaga genießen werden. Leider erinnert es uns daran, dass wir bald in Richtung Sevilla bzw. Rückreise aufbrechen müssen.😩
Abschiedsabend: Alles was der Kühlschrank an Flüssigem und Festem hergibt wandert auf den heimischen Tisch!
Selbstverständlich sollten unsere Gäste noch die Möglichkeit haben den Chiclaner Sonnenuntergang zu erleben. Also fuhren wir zur Strandpromenade um dem Spektakel beizuwohnen. Dabei stellten wir fest, das es hier nun dem Saisonende zu geht. Da die Gegend überwiegend von Spaniern frequentiert wird, schließen allmählich die Geschäfte und Strandcafes bzw. öffnen nur am Wochenende.
Nach soviel Power-Kultur verschlug es uns zurück in Richtung FEWO. Die Männer starteten den Versuch, den Pool aufzusuchen, was leider fehlschlug, da dieser jetzt ab 17.09. nicht mehr zugänglich ist.☹️ Aufgrund dieser "Pleite" erhielt Dietmar die Möglichkeit auf ein Bad im Atlantik. Wir Frauen genossen die Terrasse und tauschten uns über die "Dinge des Lebens" aus.😜
Natürlich war der Blick noch klar genug über die Schönheiten der Stadt Jerez zu stolpern 😜
Danach ging es in die Altstadt von Jerez, denn wir wollten Karola und Dietmar natürlich auch zu unseren netten Lokalitäten führen, die wir bei unserem ersten Besuch entdeckten. 1. Bodega San Pablo (Fino trinken). 2. Die nette Bodega an der Ecke - Tabanco Plateros. (Kurz vor Siesta-Zeit haben Dietmar und ich dort noch einen Pedro Ximenez geschlürft). 3. Spießessen im Meson de Asador (Diesmal mit musikalisch fragwürdiger Begleitung von bettelnden Musikanten😩).
Nach all den Kunstgenüssen wollten wir ja nun wissen, wie es um die Preise der Flüssigkeiten für den Hausgebrauch steht. Bei Portogebühren von 18 €, haben wir unsere Spontkankäufe erstmal zurückgestellt und wollen erst mal schauen, auf welchen anderen Wegen wir zu den Köstlichkeiten gelangen. Rundum eine zu empfehlende Sherry-Adresse.👍
Hier mal so eben das "Wichtigste" für den Betrachter.
Den "Augenschmaus" nicht zu vergessen! Werke vom 14.- 19. Jahrhundert. Nicht schlecht, wenn man Euros unterbringen muss in eine öffentlich zugängliche Privatsammlung.😜
Und endlich geht es los! Der Gaumen hat sich auf Kostbarkeiten eingestellt und wird nicht enttäuscht! Vom Fino bis zum Pedro Ximenez wird alles verkostet und jeder entdeckt für sich seinen Lieblingssherry. Schon klasse, was man alles so in der Flüssigkeit für sich "entdecken" kann. Da jeder Sherry seine eigene Empfehlung bzgl. der festen Speisen hat, futtern wir uns über Anchovis gefüllte Oliven über Käse, Nüsse, Chorizo bis zur 73 % Schokolade. Ein Fest für die Sinne und den Gaumen!😋 Übrigens das Ganze mit dem Anblick von Picasso gestalteten Fliesen😍
Wir lauschen den Erklärungen und sind schon sehr gespannt auf die anschließende Sherry Verkostung! 🍷
Nun noch ein paar Informationen über die Bodega - dazu bitte die Fotos öffnen. Wenn man bedenkt, das von dem Pedro Ximenez nur 2.500 Flaschen existieren, ist der Preis von 73€ erklärlich. Aber das ist nur die mittlere Preiskategorie, es geht noch exclusiver bis 395€ pro Fläschlein - in dem Fall Magnum, sodass man noch mit Freunden teilen kann.😜
Jerez hat an großes Angebot an Kellereien , die man besichtigen kann. Nach Recherche entschieden wir uns für eine kleine Sherry Fabrikation, die uns in den Genuss von Außergewöhnlichem brachte und uns nicht in großer Gruppenstärke zwischen die Fässer treibt. Die BODEGA TRADICION ist eine exclusive Bodega, da hier bevorzugt alte, hochwertige Sherrys erzeugt werden, die die Gütesiegel V.O.S (very old Sherry bzw. Vinum optimum rate signatum, über 30 Jahre alt) tragen dürfen. Angeschlossen ist eine sehr kostbare Kunstgalerie des Hausherren, die wir in diesem Zusammenhang auch besichtigen dürfen.
Um 12:00 starteten wir die Führung. Beim vorherigen Mailkontakt, konnte man uns nur eine englische Führung anbieten und bei Bedarf deutsche Übersetzungen. Unsere Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen, denn wir waren uns, aufgrund der speziellen Erklärungen, nicht sicher komplett alles verstehen zu können. Umso erfreuter waren wir, als man uns mitteilte, das aufgrund der vielen Deutschen die Gruppe geteilt wurde in englisch und deutsch. So bildeten wir eine kleine Gruppe von 8 Leuten.👍
Beim Bummel über die Stadt entdeckten wir zwei uns bekannte Persönlichkeiten, die sich hervorragend in unser Fotoshooting einbauen ließen. Zum einen der Literat "Miguel de Cervantes", der den Don Quijote während eines Gefängnisaufenthalts in Sevilla erdachte und "William Shakespeare", der neben Magellan und Columbus den Sherry aus Jerez sehr zu schätzen wußte.
Dienstag! Nach einem "frühen Frühstück" um 9:11 Uhr 😜 bei kühleren Morgentemperaturen, fuhren wir in Richtung Jerez de la Frontera. Für 12:00 Uhr hatten wir in der Sherry Kellerei BODEGAS TRADICION eine Führung inkl. Verkostung gebucht. Da wir überpünktlich dort eintrafen, gönnten wir uns noch einen Café con leche auf einem kleinen Platz in der Nähe.
Familie Stein hat auf ihrer Anfahrt zu uns den "Affenfelsen" auf Gibraltar erkundet, in Cádiz entdeckten wir gemeinsam den "Katzenfelsen". Schon ein seltsames Bild, wie sich die Katzen zwischen den Möwen in der Abendsonne auf den Steinen sonnen. Auf dem kleinen Flecken konnten wir 12 Samtpfötchen zählen. Sah wirklich putzig aus.😍 Nach Rückkehr in die heimischen Gefilde, genehmigten wir uns und vor allem unserem Chauffeur Thomas einen "Schlummertrunk".🍷
Zum Abend fahren wir nach Cádiz um noch ein bisschen durch die Gassen zu bummeln und das rege Treiben der Spanier zu erleben. Entweder ist man hier als Schwerhöriger froh endlich etwas zu verstehen (wenn man in der Lage ist das Stimmengewirr zu entflettern) oder als Normalo ist der Hörschaden garantiert. Auf diese Weise lernt man dann auch wieder die "Stille des Augenblicks" zu schätzen.😂 Ein kleiner Imbiss in dem uns schon bekannten Restaurant in Cádiz, rundete unseren Abendausflug ab.
Am Nachmittag treffen sie in der "Siesta Zeit" ein, weshalb wir uns alle erst mal ein paar Tapas gönnen und die nächsten gemeinsamen Stunden planen.
Heute bekommen wir für 2 Tage Logiergäste, was aufgrund von 3 Schlafzimmern und 2 Bädern kein Problem ist. So wird die Wohnung mal voll ausgenutzt. 😜 Karola und Dietmar statten uns von Playa de Mijas (zwischen Marbella und Málaga) einen Besuch ab.

18 September 2017

Nach einem relaxten Sonntag, fuhren wir zum Essen in Richtung Novo Sancti Petri, in ein Restaurant, das in unserem Reiseführer als besonderer Tip beschrieben wurde - speziell wegen der tolle Aussicht bzgl. Sonnenuntergang. Normalerweise wären wir dort nie angelandet, denn es liegt sehr versteckt am hinteren Ende einer nicht gerade ansprechenden Einkaufszone. Der Tip war gut, wir hatten einen Sunset-Logenplatz mit schnörkellosem, aber gutem Essen.👍 Die Fotos sind von unserem Sitzplatz gemacht worden. Nach Sonnenuntergang hätte man gut einen Pulli vertragen können, denn zum Abend wird es jetzt hier etwas frischer.
Der Samstag war nicht spektakulär, außer das wir abends in San Fernando vergeblich nach der Strandpromenade suchten. In der Bodega in Chiclana, die wir beim letzten Mal als alleinige Besucher betraten (deshalb wieder verließen), nun alles voll war und es sich niemand um uns kümmerte. Also gingen wir wieder.☹️

16 September 2017

Man kann es kaum glauben: Für den Thunfisch haben wir 5,08€ gezahlt und für den Rest 7,79 €. Das steht in keinem Verhältnis, aber Thunfisch wird wohl zur Mangelware.
Wir haben Samstag und wir stellen entsetzt fest, dass wir " änur" noch eine Woche Urlaub haben.☹️ O.k. - das ist jetzt jammern auf hohem Niveau! Wir lassen es ruhig angehen und nachmittags geht es an die Fischtheke vom Supermercado Mercadona, die Thomas so inspirierend fand, dass er einen Einkauf zwecks Heimat Cooking starten möchte. Gesagt - eingekauft - zubereitet - genossen - satt!
Wir wollen mal anmerken: Es gibt natürlich Getränke ohne Alkohol, die durchaus genießbar sind. Bevor wir Jerez verließen, gönnten wir uns noch spanische Spezialitäten in flüssiger Form, die mich an die Urlaube 1964 & 1975 mit meinen Eltern in Alicante erinnerten. Horchata (Erdmandelmilch) - lecker wenn sie selbstgemacht wird, wie in unserer Eisdiele. Und Granizados (Fruchtsaft, in diesem Fall Limettensaft mit zerstoßenem Eis). Bei den Granizados stellte sich auch gleich das "Kindheitsgefühl" von damals ein.😂 Ein kräftiger Sauger am Strohhalm legt umgehend sämtliche Hirnzellen schachmatt und man ist verdammt froh, wenn sich nach der schmerzvollen Eiszeit in der Stirnhöhle, wieder wohlige Wärme breitmacht.🤣
Außer Sherry werden in JEREZ die hochwertigsten Brandy's Spaniens hergestellt. Die reifen wie Sherry nach der Solera Methode in alten Sherry Fässern, was ihnen die besondere Färbung und Geschmack verleiht. Ein "Solera" reift 1,5 Jahre im Fass, ein "Solera Reserva" 3 Jahre und ein "Solera Gran Reserva" mit Spitzenqualität zwischen 8 und 15 Jahren. Bei dieser Gelegenheit bietet sich die Vorstellung unseres Lieblingsbrandy's "Cardinal Mendoza" - vor 2 Jahren während eines Urlaubs an der Costa del Sol entdeckt, an. Der durfte natürlich auch hier nicht fehlen für den gepflegten Terrassenabend.😜
Um die Auswahl bzw. Verwirrung zu steigern, gibt es 6 verschiedene Sorten: 1.FINO: Trocken, leicht, blass, 15%-gut gekühlt bei 7 Grad zu Fisch & mildem Käse. 2.AMONTILLADO: wenig dunkler, Hauch süßer, 16-18 % bei 14 Grad zu weißem Fleisch, Sardinen & reifem Käse. 3.PALO CORTADO: selten anzutreffen, liegt zwischen Nr.2 & 3-15 Grad (was macht 1 Grad aus?😜) 4.OLOROSO: aus schwerem Wein, Hefedecke durch fast reinem Alkohol abgetötet, längere Lagerzeit,18-20% zu Rind& Wild bei 16 Grad. 5.CREAM: meist ein OLOROSO, der mit Moscatel und PX verschnitten wird,sehr süß, kräftig, 20% , bei 13 Grad zum Dessert. 6.Pedro Ximenez: Aus der gleichnamigen, vorher abgetrockneten Traube gekeltert,bei 17 Grad warm als Dessertwein serviert (Wie Rosinenöl😜- wir fanden es lecker) Ist die Neugier auf Sherry geweckt? Wie wäre es mit einem Sherry Menü? Dann könnten die besungenen Fässer Wein wohl doch gefährlich werden.😂 Mal schauen, ob wir noch eine Kellereibesichtigung in diesem Urlaub planen können.
So allmählich steigen wir dann auch durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen des Sherry's . Zuständig für den Geschmack: 2 Eigentümlichkeiten! 1. Bei der Gärung wird das Fass nur zu 3/4 gefüllt und leicht offen belassen. Durch die Luft bildet sich eine Hefedecke, die vor Oxydation schützt. 2.Das "Solera Verfahren", das die Qualität sichert. Der Sherry lagert in Fässertreppen (3-5 Stufen), je tiefer das Fass, umso älter der Wein. Vom ältesten wird nun abgezapft bei Verbrauch und durch durch den darüber lagernden aufgefüllt.Dadurch ist Sherry kein " Jahrgangswein"!
Eigentlich zum Parkhaus...😜 Wäre da nicht die eine Gasse, die so einladend wirkte, dass wir sie noch erkunden mussten. Und was für ein Zufall (mal wieder😂), die Bodega "TABANCO SAN PABLO", lockte mit urigem Ambiente und genussverheißenden Fässern. Im Nachhinein erfahren wir, das diese ein "Muß" für Sherryfans wäre. Na, alles richtig gemacht!🤣 Die uralte Bodega wurde 1934 gegründet, die Wände mit historischen Fotos und Plakaten bepflastert, soll für feinsten Fino vom Riesenfass bekannt sein. Das soll dann der "Absacker" werden in diesem stimmungsvollen Etablissement.
Es sollte nun in Richtung Parkhaus gehen und auf dem Weg dorthin trafen wir dann auch auf "meine Fässer"!😜 ... und wieder keine sieben!
Um die Ohren mal wieder etwas zu entlasten, verlassen wir diese gastliche Stätte, deren leckeren Tapas wir aufgrund der "Vorfüllung" leider verschmähen müssen. Es war jedoch sehr interessant, was dort in einer abgeteilten Super-winzig-kleinen-Miniküche so an Leckereien frisch gezaubert wurde.👍 ... und wie toll der Käse roch!
Was trinkt man nun bei der Auswahl? Natürlich etwas ortsansässiges, in diesem Fall FINO🍷 und danach für mich noch einen "Pedro Ximenez". Nette Bar - flinke, junge und sympathische Barkeeper an den Fässern und Hähnen. Zum Glück treffen wir auch immer wieder auf "Cerveza sin Alcohol" vom Fass. Das könnten wir mal bei uns einführen!🍺
Gut gestärkt ließen wir uns dann durch die Gassen treiben und landeten an einer Eck-Bodega. Es herrschte ein, wie gewohnt heftiges Stimmengewirr von den Menschen, die alle mit Gläsern bestückt im Freien, drumherum standen. Wir kämpften uns an die Bar und studierten erstmal die Karte. Wie schon so oft in diesem Urlaub, sind wir überrascht bzgl. der Preise. Ach, wie werden wir das vermissen.😩
Vom Kühlschrank auf den Tisch! Vorher noch Kartoffeln in Aioli als Tapeo. Eigentlich haben wir 2 Spieße bestellt, sind aber heilfroh, das nur einer kam, den wir uns dann teilten.
Da wir die überfallartigen Restaurantbesetzungen der Einheimischen jetzt schon etwas kennenlernen durften, plant der listige Touri vor und findet sich im Wunschlokal dementsprechend früher ein. Durch Zufall gelangten wir dann über eine Seitengasse zu dem vorher aus ausgesuchtem Restaurant. "Meson de Asador" - Spezialgrill für Fleischgerichte, mit toller "Feuerstelle" und "turbulenter Atmosphäre", zum Glück tragen wir noch kein Hörgerät. 😂 🤔Mmh - das könnte man dann aber auch vorteilhaft dimmen!😜
Mittlerweile hat sich die Sonne gänzlich verabschiedet, alles was zwei Beine hat bevölkert die Straßen und es umfängt uns reges Treiben.
Bei meinen Besuchen der Schuhgeschäfte, stelle ich immer wieder fest, dass Spanien 🇪🇸 das Land der Super High Hells ist. Man scheint der Spanierin doch eher zuzutrauen, sich auf Stelzen über steile Gassen und Kopfsteinplaster graziös wie eine Bergziege bewegen zu können.😂 Im Alltag scheint das nach unseren Beobachtungen nicht immer zuzutreffen, aber zu den Festlichkeiten, die wir beobachten konnten, waren schon hochartistische Darbietungen gegeben.👠 Genau wie mich Hutgeschäfte reizen, muss ich doch auch immer mal wieder in diese Hallux- Begünstiger schlüpfen, um mich köstlich bzgl. meines Anmut's zu amüsieren .
🎼"Sieben Fässer Wein können manchmal gefährlich sein...".🍷Vielleicht bei Roland Kaiser? Bei Thomas sind es 12 an der Zahl, fest verankert und nur dekorativ für das Foto😜
Da unser Serotoninspiegel nach Auffrischung verlangte und einer Dosis Koffein fielen wir in eine Pastelleria ein. Für Leckermäulchen - wie wir- immer wieder ein angenehmer Zwischenstopp, der nur durch die ohrenbetäubende spanische Art der Verständigung, etwas Eintrübung erfährt. Na, dann schreien wir uns eben auch mal ein bisschen an, was bisweilen schwerfällt, wenn sich zwischen den Backen 2000 Kalorien gleichmäßig auflösen.😜
Wir schlendern auf der Flaniermeile dem Abend entgegen.
Wir parken im Parkhaus an der Plaza Arenal, was sich als gut erweist, denn wir sind mitten drin im abendlichen Trubel der Stadt. Auf dem Platz steht ein mächtiges Denkmal, das einem damaligen, ortsansässigen General gewidmet ist. Ein schönes, auf antik getrimmtes Karussell und eine Puppenspielerbühne ziehen reichlich junges und länger junges Publikum an. Es scheint ein Puppenspielfestival stattzufinden, denn wir treffen auf mehrere Bühnen.
Auf in das "Mekka des Sherry's" JEREZ🍷! 200.000 Einwohner, Denkmal geschützter Ortskern, viele Bodegas - Sherry Hersteller, Königliche Hofreitschule. Der Großteil der Bevölkerung wohnt außerhalb in den neueren Vierteln und was man nicht vermutet...- JEREZ ist so hoch verschuldet, wie kaum eine andere Gemeinde in Spanien.😲
Freitag! Was steht auf dem Tagesprogramm? Auf der Terrasse lesen, Journi schreiben. Thomas (die Sportskanone😜) - ich lass alles sacken, sodass ich in Berlin wieder weiß, wofür ich den Fitnessclub bezahle - springt in den Pool und dreht seinen Runden. Da wir gerade bei Kalorien sind... Der nächste Einkauf stand an, um den Kühlschrank aufzufüllen. Wir starteten, bewaffnet mit Kühltasche etc, in Richtung Supermercado, um im Anschluss daran gleich nach Jerez de La Frontera durchzustarten. Auch hier hat Aldi und Lidl seine Depandancen platziert und wir mischen je nach Bedürfnissen mit hiesigen und altbekannten Marken unsere Gelüste. Zumal die "Heimatmärkte" ein hiesiges Angebot präsentieren und breiter in der Auswahl sind. Unsere Lieblingsmärkte sind aber immer wieder Carrefour (der leider hier 30 Min entfernt ist) oder in Chiclana die Mercadona-Geschäfte. Es macht immer wieder Spaß an der tollen Fischtheke vorbeizuschauen oder sich Iberico Schinken an einer Theke " säbeln" zulassen.

15 September 2017

Was zeigt der Schrittzähler heute? Mehr als 14.000 Schritte! Ganz schön viel für ein "weißes Dorf" wie VEJER. Beruhigt jedoch ungemein, wenn man Schritte gegen Kalorien rechnen kann!😜
Genauso glamourös wie der Schmuck war dann auch der Sonnenuntergang. Den gibt es ja zum Glück immer gratis!😜
Apropos Geschäfte: Ein echtes Frauenparadies!😜 Keine Touristenplünnen, sondern Boutiquen mit landestypischem Kunsthandwerk, Schmuck und Kleidung. Nicht zuviele, aber dafür nette Geschäfte. Uuuuuuuund Schmuck uuuuuuuuuuuuuund Zapatos (Schuhe)!!!😂
Eigentlich schade, dass wir schon satt waren. Es gibt so nette Lokalitäten hier, leider kann man nicht alle gleichzeitig besuchen.
Die Sonne geht unter - übrigens eine Stunde später als in Berlin (20:30) - und die nun angehenden Lichter verleihen VEJER noch eine andere Seite des Charmes, den wir schon bei Tageslicht erleben durften. Eine gute Entscheidung hier den Abend zu verbringen. Die Gassen werden von Leben erfüllt, die Restaurants und Geschäfte öffnen wieder. Und ganz nebenbei kommen wir noch in den Genuss einer tollen Gesangs- und Tanzdarbietung
So langsam stellte sich wieder Appetit ein und die Überzeugung den Abend statt in TARIFA, lieber in VEJER zu verbringen. Ein Asador mit Terrasse incl. Aussicht auf den Plaza de Espana, bot sich zur Bekämpfung des Hungers an.
Wir kamen zum Hauptplatz von VEJER, der Plaza de Espana (Gibt es wohl in jeder Stadt😂). Das scheint dann wohl auch immer ein besonders schön gestalteter Platz zu sein. Aufgrund des aufwendig gestalteten Brunnens und den dort angebrachten Fischen, wird er auch "Platz der Fischchen" (Plaza de los Pescaitos) genannt.
Nach dieser süßen Pause ging es weiter durch die schmalen Gassen. Wohlweislich haben wir das Auto vor der Altstadt geparkt. Auch hier beobachten wir immer wieder Mutige, die sich in das Labyrinth wagen.😝
Ein Küchengerät hatte es uns besonders angetan. Ob es sich wohl dabei um das Vorgängermodell der "Kitchen Aid" handelt?
Sehr interessant waren, neben den Kalorienbomben, die Vitrinen mit antiken Backutensilien, die alten Fotos der Familie und Entwicklung der Stadt.
Natürlich kamen wir nicht umhin, der Pasteleria Galvan, der ältesten Bäckerei vorort, einen Besuch abzustatten. Eine herrlich altmodisch eingerichtete Konditorei erwartete uns, mit einer kalorienverheißenden Theke und den darin verlockenden Köstlichkeiten. Wer kann da widerstehen - wir jedenfalls nicht!😂 Sehr interessant waren die Vitrinen mit antikem Backzubehör und die Fotos zur Stadtentwicklung- ähnlich einem kleinen Museum.
Immer wieder eröffnen sich Blicke in wunderschön gestaltete Innenhöfe!
Die Stadtmauer ist ca. 1 km lang , stammt aus dem 15.Jh. umschließt den alten Ortskern von vier Hektar. Es gibt vier Stadttore und zwei Türme.
Romantische Impressionen!
VEJER DE LA FRONTERA - ein sehr hübsches weißes Dorf, dass uns um einiges besser gefallen hat, als Conil. 12.000 Einwohner und bei den Spaniern beliebt als Zweitwohnsitz. Schöne Gassen, tolle Aussicht, Kunsthandwerk und kreativ gestaltete Cafés und Restaurants. Das Ganze nicht überlaufen mit sehr moderaten Preisen. Und welch' Ausnahme: Gratisparkplätze! Da kann man schon mal "hängenbleiben" - wie wir.
Heute wollten wir nach TARIFA, dem Surfer Hot Spot, den wir schon vor 2 Jahren besucht haben. Damals sind wir dort erst am Abend eingetroffen, darum wollten wir der Stadt am Tag einen Besuch abstatten. Auf dem Weg dorthin bot es sich an, VEJER DE LA FRONTERA anzuschauen. Um 15:00 trafen wir dort ein und es gab soviel zu erkunden, dass TARIFA auf der Strecke blieb; zumindest für heute.

13 September 2017

Bei der Gelegenheit kann ich Euch das Gerät zeigen, was wir unerwartet in der FEWO antrafen und das jeden Morgen unser leidenschaftliches Kaffeeherz erfreut.
Relaxtag nach der gestrigen Ausfahrt! Vorbeugende Kalorienaufnahme zur Nervenstärkung - man weiß ja nicht, was sonst noch so passiert.😜
Die Heimreise! Da wir zuerst nach Arcos de la Frontera und von dort nach Ubrique gefahren sind, gingen wir davon aus, das uns die Routenplanung des Navis auf genauso angenehme Fahrweise in Richtung Wahlheimat führen würde. Denken und Navi - nicht immer! Jetzt hatte nicht nur "der Fahrer" etwas zu tun, sondern auch unsere beiden Mägen. 40 Minuten Bergfahrt - auf und nieder - und Serpentinen die nicht enden wollten. Die Panoramaroute des Nationalparks. 😝 Im Stockdunklen eine Herausforderung und wir waren sehr erfreut nach gefühlter Unendlichkeit wieder auf breiter ebener Straße fahren zu dürfen. Die Bilanz des Tages: - 15.403 Schritte - Gefahrene Km: 284 Um 00:35 Rückkehr und erstmal einen verdienten "Cardenal Mendoza" für den Fahrer!🥃
Wir überlegten unseren Heimweg (1,5 Std.) anzutreten, dass wäre dann jedoch wiederum zu spät in Chiclana zum Aufsuchen einer Lokalität. Also fanden wir uns um 20:45 in einem Restaurant in der schönen Allee ein und warteten, begleitet von intensiven abendlichen Vogelgesang, auf die "Küchenöffnung". Zwei Vorteile hat das frühe Erscheinen: 1) Bevor die Spanier in Trauben erscheinen, hat man einen Platz sicher. 2) Bei Vorlage der "Carta", bleibt noch genügend Zeit in der Übersetzer App des Handys darüber zu forschen, was mir die spanische Karte nicht immer verrät.😂 Das Warten lohnte sich, nach Brotkorbplünderung der Ausgezehrten, gab es Lammmkoteletts, Hähnchen, Iberico Schinken, sehr leckere Ziegenkäse-Bonbons und Rioja ( für die Kartenleserin). Wir genossen unser Mahl und zum Glück wussten wir nicht, was uns auf der Rückfahrt erwartet.
Die Sonne ging allmählich unter und wir kamen in Ubrique an. Ab 18:00 beginnt ja auch wieder das geschäftige Treiben und die Bewohner finden sich auf den Avenidas ein. Links und rechts einer schön angelegten Allee mit schattenspendenden Bäumen, boten Ledergeschäfte Ihre Waren feil. Was soll ich sagen: Irgendwie machte sich bei mir das Gefühl breit, dass die wohlwissend unseres Besuches, nichts "Verlockendes" für mich bereithielten .😞 Zum Ausgleich haben wir hier zwar Geld, aber keine Kalorien gespart. So langsam zwickte der enthaltsame Magen, aber außer einem Café con leche konnten wir vorerst nichts anbieten. Ab 21:00 gibt es Nahrhaftes! Wir bummeln über eine Esplanade - alle Kleinstadtbewohner fanden sich dort wohl ein und es herrschte reges Treiben. Wie so oft in diesem Urlaub haben wir den Eindruck, allein unter Einheimischen zu sein.
Ein letzter Blick auf Arcos und es geht weiter in Richtung "Ubrique". Ein weißes Dorf, was mein Highlight des Tages werden sollte. Dort ist die Zentrale der Lederproduktion! Handtaschen für Dior und Givenchy werden dort gefertigt.
Abgesehen von dem Kalorienverbrauch beim Erklimmen der Altstadt, sparten wir "leider" auch welche dadurch ein, das wir entgegen der "Fensterzeiten" am "Convento de las Mercedarias Descalzadas" eintrudelten. Das Kloster befindet sich im ehemaligen Staatsgefängnis - also Leckereien unter Verschluss.😜 Die beschriebenen köstlichen Süßigkeiten nach maurischen Rezepten, werden von den Klosternonnen selbst hergestellt und durch ein kleines Fenster verkauft. So sahen wir uns an der Kekskarte kalorienarm satt und dachten uns dabei: "Das kriegen wir auf anderem Weg wieder rein!" Zum Glück gab es dann am Ortsausgang noch ein Geschäft mit den Spezialitäten des Ortes.👍
Und da das Erlebte bis jetzt alles so schweißtreibend war, ist mal wieder eine Einkehr verpflichtend. ☕️🍺 Die hat zudem die wunderbare Sicht, auf sich um die Ecken quälende, unbelehrbare touristische Wagenlenker und erfahrenen Kleinbusfahrer!😜
Vielleicht möchte man seinen "Lieblingsmenschen" manchmal zweiteilen.🤔 In diesem Fall setze ich auf das "Duplizieren" meiner besseren Hälfte.😂 (Dazu bitte auch das Foto öffnen!)
Nach dieser tierischen Begegnung geht es wieder weiter in Richtung des nächsten Aussichtspunktes "Mirador des Abastos". Wie nicht anders zu erwarten: Steigerungen und enge Gassen führen zum Ziel. Und man kann es kaum glauben, es kreuzen uns auch noch Vierräder auf diesen verschlungenen Wegen.😝
Und dann eröffnete sich für Thomas, abgesehen von dem herrlichen Landschaftspanorama, noch eine andere, für ihn verlockende Aussicht... Ein Rendezvous mit "wildem" Federvieh!
Auf der einen Seite des Platzes die "Iglesia de Santa Maria de La Asuncion" und auf der anderen der "Balcon de Arcos" - Mirador de la Peña Nueva mit einer phantastischen Fernsicht, die jede Anstrengung lohnt.
Durch engen Gassen schlendernd, gelangen wir auf einen großen Platz. "Plaza de Cabildo"- der gleichzeitig auch als "Parkplatz der unerschrockenen Autofahrer" für uns gilt.😜 Trotzdem die Fahrzeuge den Gesamteindruck schmälern, ist es ein schöner Platz. Ein tolles Hotel "Parador de Arcos" mit traumhafter Lage und schönen Ambiente, hat sich hier niedergelassen. Wie immer konnten wir an einer Innenbesichtigung nicht vorbei. Klasse wäre es auch mal in Spanien von einem Parador zum nächsten zu reisen, zeichnen sie sich doch immer durch besonders schönes Ambiente und Standorte aus.

12 September 2017

... und dann sahen wir einen Torbogen, durch den doch tatsächlich Autos - bzw. sogar kleine Reisebusse und auch Mercedes Sprinter durchgefahren sind. Echte Könner!!!👍Ein Audi Q5-Fahrer hat vorsichtshalber erst garnicht den Versuch unternommen und hat kurzerhand wieder gedreht, was in dieser engen Gasse auch schon eine Herausforderung war. Im Reiseführer wurde schon gewarnt, nicht weiter in das Labyrinth zu fahren. Das haben wir zum Glück befolgt und lieber 5,05€ für das Parkhaus unten im Ort gezahlt. 😂
Danach ging der "Aufstieg" weiter - möglichst auf der schattiger Seite!😅
Nach der ersten Anstrengung brauchen wir unbedingt Nahrung bzw. Tapas und Café con leche!
Nach Eintreffen in Arcos erklimmen wir die steilen Gassen - natürlich zur Mittagshitze.😜
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten wir in Richtung der weißen Dörfer. Erster Halt : Arcos de la Frontera. Das "Tor zu den weißen Dörfern" und in die Berge. Ca. 1 Stunde Fahrzeit und herrliche Aussichten auf Oivenhaine und viel Gegend. Erstaunt sind wir immer wieder darüber, wie grün die Landschaft trotz der Hitze (37 Grad) erscheint.

11 September 2017

Heute ging es zur Markthalle nach Chiclana. Da sie nur bis 14:30 geöffnet ist, mussten wir uns sputen. Frühstück fiel aus, es gab einen Espresso und ab ins Getümmel. Dort angekommen, deckten wir uns an den Ständen für die nächsten Tage und das heutige Abendessen ein. Wir kochen heute selbst, da wir nicht wieder erst um 21:00/21:30 essen wollen-so wie die Spanier. Nach erfolgtem Einkauf gab es ein spätes Frühstück in Form von leckeren Tapas in einer netten Bar. Die Siesta begann und Chiclana wurde zur Geisterstadt. Da der Tag sowieso schon zur Hälfte vorbei war, ging es zum Nachmittag an den Strand. Heute kann man besonders weit ins Meer laufen.Es ist herrlich warm und wir genießen die Vorstellung noch fast 2 Wochen Urlaub zu haben.🏖🤣

10 September 2017

Ein frischer Wind kommt nach Sonnenuntergang auf. Es fröstelt uns doch etwas. Das Problem mit dem Essen tat sich erneut auf. Zumindest die Uhrzeit war jetzt iberisch angepasster. Wir landeten in der Asociacion de Pescadores und konnten nun in Gesellschaft unseren Hunger stillen.😜 22:00, das Restaurant ist gut gefüllt - genau wie unsere Mägen. Schnell noch in Journi den neusten Bericht und dann in Richtung FEWO.
Zum Essen fahren wir jetzt in Richtung Sancti Petri und erleben erst mal den Sonnenuntergang in einer Strandbar.
Die Fitnessnotiz für Cádiz: 20.427 Schritte! Da dürfen wir heute etwas fauler in den Tag gehen.😜 Lesen, dösen, Journi aufarbeiten. Um 18:30 Uhr sind wir dann in Richtung Chiclana gefahren, um zum Abendessen in eine Bodega, die um 19:00 öffnet, einzukehren. Um 19:00 Uhr gähnende Leere dort! Naja, noch ein bisschen spazieren und dann wiederkommen. Gesagt, getan - noch ein Café con leche in dem einzigen Café weit und breit. Erneuter Versuch - gleiches Ergebnis! Es macht einfach keinen Spaß als einziger Gast dort zu sitzen. Wir versuchen es hier in den nächsten Tagen zu etwas späterer Zeit. Fast alle Lokalitäten bieten erst ab 20:00 ihre Küche an. Die Spanier essen ab 21:00/21:30 - passt eigentlich garnicht zu uns Deutschen.
Danach brauchen wir unbedingt zwecks Kalorienabbau noch einen Spaziergang am Meer zu unserem Parkhaus. Von heftigen Winden beweht, genießen wir die Reste des Sonnenuntergangs.
Haben einen Platz in einem der vielen Lokalitäten erkämpft! 😜 Kreatives Ambiente, nette Bedienung und leckeres Essen. Über die Weinpreise staunen wir immer nur, da können wir in Berlin nur von träumen. Überhaupt kann man sagen, das die Preise in den Lokalitäten sehr zivil sind.
Die Lichter gehen an und raffinierte Farbspielereien tun sich auf.
Es kündigt sich ein alter Bekannter an: HUNGER! Vorher kommen wir noch in den Genuss einer Prozession.
Die Sonne geht unter, der Tag neigt sich dem Ende und taucht die Stadt in ein wunderschönes Licht.
Nach der Stärkung ging es in Richtung Torre Tavira. Der höchste der insgesamt 100 Türme in der Stadt. Im 18. Jahrhundert errichtet, steht er auf dem höchsten Punkt der Stadt und soll eine "Camera Obscura" beherbergen. Mit Hilfe eines Spiegels und einer Linse entstehen in einem abgedunkelten Raum auf einem konkaven Schirm "lebende Bilder" der Stadt. Tolle Dachterrasse mit weitem Blick! Nicht für uns, da 10 Minuten zu spät! Um 20:00 Uhr wird die Aussicht gekappt und wir müssen beim Nächstenmal rauf.
Es geht in Richtung des damaligen Wohnhauses des Duke von Wellington (führte die spanisch/englischen Truppen an). Ein schöner alter Palast aus dem 18. Jahrhundert. Leider entgegen der Reiseführer Info verschlossen und das als so schön bezeichnete Café nicht zugänglich. Wie gut, dass sich nebenan ein netter Ort der Entspannung für fußlahme Touris auftat.
Dabei stoßen wir auf imposante, riesige Bäume in den Gärten, die über 400 Jahre alt sein sollen. "Zu fällen einen schönen Baum, braucht es eine halbe Stunde kaum, zu wachsen bis man ihn bewundert, dauert es, bedenkt man's, Einjahrhundert!"
Entlang auf der Promenade am Meer mit herrlichem Ausblick und der botanischen kleinen Parkanlagen entlang der "Alameda Apodaca". Einer der ältesten Straßenzüge.
Die Plaza de Espana! Üppiges Denkmal zur Gründung der ersten Verfassung Spaniens 1812.
...-und kunstvolle Türklopfer!
Herrliche Fassaden und Einblicke in kleine verborgene Innenhöfe.
Weiter geht es durch Cádiz...
Jetzt einfach mal ... bunte Eindrücke der Stadt! 📷
Zufällig entdeckten wir in diesem netten Café "unseres Gleichen". Ziemlich üppig anzuschauen (dagegen arbeiten wir ja an) und verziert (Make up tut zumindest bei mir etwas in der Richtung) Richtig! Auch hier findet man " Berlina".😜
Dann bummelten wir durch die malerischen Gassen der Altstadt. Allerdings kamen wir nicht allzuweit, denn die nächsten kulinarische Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal konnte auch Thomas nicht widerstehen. Eigentlich portugiesisch, aber auch hier köstlich "Pastel de nata" 🤣und herrlicher Café con leche, der Tote zum Leben erweckt. Ich glaube, die können hier auch gar keinen miesen Kaffee servieren. Das geht leider nur in Deutschland!!! 😩
Catedral Nueva: 1720 Baubeginn - Abschluss 1883 85 m lang, 60 m breit und 52 m hoch. Die Kathedrale ist leider in einem schlechten Zustand, da die Meerluft das Gestein versalzen ließ. Es hängen "Fangnetze" von der Decke, die die Besucher vom Herabfallendem schützen sollen. Auf eine Begehung haben wir verzichtet, einige Aufnahmen vom Eingang gemacht und lieber die Außenansicht genossen.
Wir wollten zuerst zur Kathedrale, landeten aber zufällig auf dem Weg dorthin in der Fisch-Markthalle. Leider zu spät und wir konnten gerade noch die Aufräumarbeiten beobachten. Aaaaaaaaber, drumherum reges Treiben links und rechts der Halle. Aneinander gereihte Stände, die kulinarische Verführungen feilboten. Thomas standhaft, ich hoffnungsvoll erlegen.😜 Wie für uns bestellt: Ergatterten einen Tisch und genau davor gab es spontane Musikeinlagen von jungen Spaniern. Das hätten wir gerne auch auf dem Winterfeldmarkt!😂
Nach guten 30 Min. Anfahrt sind wir in "La Tacita de Plata" - das Silbertäschen - wie die Spanier die "Stadt des Licht's" nennen, mit unserem Wagen angelandet. Parkplätze haben wir uns vorher ausgeschaut und haben uns für den in der Nähe der Kathedrale entschieden. Parkplätze sind in den Städten absolute Mangelware. Parkhäuser sind ausreichend vorhanden, aber immer ziemlich hochpreisig im Vergleich zu den übrigen Kosten. Von 15:00-23:30 sind es rasch 14,50 € für das Parken. Da kommt man schlecht drumherum!
Auf nach Cádiz! - 3000 jährige, älteste Stadt Europas (1100 v. Chr.). - Provinzhauptstadt - 15. Jahrhundert: Christoph Kolumbus Start in die "neue Welt" - 18. Jahrhundert: Haupthandelshafen der überseeischen Kolonien - Monopol für Amerikahandel - 140.000 Einwohner - Jahresdurchschnittstemperatur 18 Grad - 2846 Sonnenstunden im Jahr und jede Menge an wunderschönen Gebäuden, die aufgrund der Reichtümer des Seehandels, entstanden sind. - Schon oft musste die Stadt für Dreharbeiten als "Ersatzdrehort" für Havanna herhalten. Im Hafen wurde "Stirb an einem anderen Tag" - James Bond gedreht.🎬
Costa de La Luz - die Küste des Lichtes! Hier versinkt die Sonne wie eine glühende, rote Kugel allmählich im Meer. Speziell hier soll es zu diesem Phänomen kommen, das sich "Rayleigh-Streuung" nennt. Was bedeutet das?🤔 Wir recherchierten mal und trafen auf physikalische Erklärungen, die ermüdend auf die Leser wirken könnten und filterten die "einfach verständlichste" Erklärung raus: "Bei niedrigem Sonnenstand ist die Strecke des Sonnenlichts durch die Erdatmosphäre viel länger. Dadurch wird der Großteil der hochfrequenten Lichtanteile (blau) seitlich weggestreut, es bleibt überwiegend Licht mit langen Wellenlängen übrig und der Farbeindruck der Sonne verschiebt sich in Richtung rot. Dieser Effekt wird durch zusätzliche Partikel der Luft (Dunst, Aerosole, Staub) weiter verstärkt." 🤔Können wir den bezaubernden Anblick der roten Abendsonne noch unbefangen erleben ohne an "Umweltverschmutzung" erinnert zu werden? Wir entscheiden: Gehirn ausschalten und genießen!
Da wir uns den tollen Sonnenuntergang nicht entgehen lassen wollten, hielten wir es bis um 20:45 am Strand aus. Fiel uns, wie man sich denken kann, nicht schwer.😜 Obwohl am Tag etwas diesig, wurden wir dann romantisch belohnt. Das erinnert an Key West und Anna Maria Island Sundowner. Hoffentlich hat der Hurrikan Irma dort nicht alles vernichtet! 😕 Viele Leute kommen erst am Abend mit Ihren Strandstühlen, um diesem Naturspektakel beizuwohnen.
Allerdings stellten wir uns die Frage: Warum ist das hier schon am Freitag Mittag so voll am Strand - mit Kindern🤔 Schulferien? Vorbei! Wenig Touris - meist Spanier (was wir als sehr angenehm empfinden - in ganz Andalusien🙏🏻). FEIERTAG - Am 08.09. wird hier einer Jungfrau kirchlich gehuldigt. In jeder Ortschaft, unterschiedlichen Datums, eine andere mit deren "spezifischen Zuständigkeiten". Der abendliche Einkauf fällt also heute aus und wir lassen uns von der Feiertagsatmosphäre mitnehmen. Zum Glück haben wir am Meer noch ein ruhiges Plätzchen erwischt. Auf den Fotos schaut es schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist. 😂 Erinnert mit den bunten Schirmchen an adriatische Strände mit Höchstbetrieb.😜
Wir genießen das Faulenzen am unserem "Hausstrand La Barrosa" (EU ausgezeichnet). 5 Mi. mit dem Auto und wir sind am Strand, der sich durch Breite, Sauberkeit, Strandpromenade und Parkplatz auszeichnet. Natürlich mit Parkticket, wie hier überall. 1 € p. Tag - kein Problem, wenn wir bedenken, was wir an Deutschland's Küsten an Kurtaxe zahlen, auch beim einmal über den Deich schauen. Noch ein Vorteil: Aufgrund seiner Zusammensetzung wird der Sand nicht heiß, sodaß hektische Indianertänze und Brandblasen vermieden werden.😂

8 September 2017

Heute am Freitag ist Wochendeinleitung angesagt, so wie wir das in Berlin auch am liebsten tun würden.😜 Füße in den Sand - Körperlagerung horizontal - Meeresrauschen und wohlig umfangene Wärme.🏖

7 September 2017

Da der "Kutscher" nur kleine "Geschmacksproben" des flüssigen Goldes zu sich nehmen konnte, sorgten wir noch für die "Heimausstattung". Man muss sich mal vorstellen: Oliven, Toastas ATUN, Serrano Schinken, Flasche Wasser, 1 Glas Fino, 1 Glas Moscatella, 2x Café con leche und jeweils für das Heim 1 Fl. Moscatell und Fino- alles zusammen 23,40€. Das ist wahrlich "nicht touristisch"! Englisch spricht hier niemand - an deutsch garnicht erst zu denken!😂 Zum Glück haben wir einen sehr guten Polyglott Spanisch-Führer und die Einheimischen scheinen es ganz nett zu finden, wenn man es auf spanisch versucht.
Die Sonne geht unter und jetzt ist die Bodega Sanatorio angesagt. 1795 gegründet, mit Direktverkauf und angeschlossener Taberna. Wir bestellen Fino, Muscatella, Oliven, Serrano Schinken und Toastados ATUN (Thunfisch) und genießen die äußerst freundliche Bedienung und Atmosphäre.
Wir bummeln durch die Straßen und erhaschen Blicke in Kirchen, über deren Reichtum an Reliquien wir erstaunt sind.
Heute haben wir den Tag ruhig angehen lassen. Frühstück, lesen, faulenzen auf der Terrasse. Am Nachmittag ging es nach Chiclana. Nach vorheriger Recherche im Internet und Reiseführer, wollten wir eine sehr gut bewerte Bodega dort besuchen. Da es jedoch erst ab 20:00 so richtig los geht, schlenderten wir vorab durch die Gassen der Stadt. Sehr authentisch und wohltuend nicht touristisch! Allein unter Einheimischen😂! Nicht spektakulär, aber lebendiger spanischer Alltag und einige hiesige Bodega's. Zuerst Shopping im Kleinen und Besuch eines Cafés. Der "Café con leche "ist immer klasse in Spanien, selbst in der kleinsten Pinte. Beim Kuchen hatten wir große Auswahl, was die Entscheidung nicht unbedingt leichter macht.

6 September 2017

Den Abend lassen wir dann gemütlich auf unserer Terrasse mit einem Gläschen "Cardenal Mendoza" ausklingen.
Als ob Conil uns den Abschied versüßen möchte, schenkt uns die Stadt doch noch einen versöhnenden Moment: Einen zauberhaften Sonnenuntergang!🙏🏻
Wir suchen jetzt hier die Romantik in den Gassen und stoßen auf Ibiza Stadt Feeling - aber nicht so chic.😕 Kneipe an Kneipe - Souvenirläden! Da sind wir schon etwas enttäuscht, denn in der Málaga Gegend gab es wunderschöne weiße Dörfer. Aber - die Exkursionen beginnen ja erst an der Costa del Luz!
Wir sind in Conil - das haben wir uns etwas beschaulicher vorgestellt. Der Strand ist zwar breit, aber Massen von Menschen und Schirmen. Zum Glück sind wir nicht hier in diesem Pulk zum Urlauben.
Grüße vom Ankerfriedhof! So zufällig an der Straße stießen wir auf den kleinen Hafen und dieses Stilleben. Gleich daran ein kleines Restaurant - sehr rustikal, aber von Spaniern gut besucht. Das kann nicht verkehrt für uns sein. Schliesslich war es schon fast 16:00 und Tapas gehen immer. Das war eine gute Entscheidung! Für gemeinsame 25€ inclusive Getränke (Garnelen, Sardinen, Pimentos, Omelette, großes Wasser und Bier) Wir als einzige Touris - auch ganz schön!
Am Leuchtturm von Roche gab es einen Fotostopp bei dem ein Schritt in die falsche Richtung, dem Urlaub ein abruptes Ende bereitet hätte.😝
Auf dem Weg dorthin, wurden natürlich auch die Golfplätze in Augenschein genommen. Hier geht aber nur "Early Bird" oder " Sundowner" - es sei denn, man möchte überflüssiges Körperfett abschmelzen.😅
Vorher ein kleiner Rundgang durch unsere Wohnung in Chiclana. .
Buenas Dias! Die Arbeit kann einem aber auch das ganze Leben versauen! Zum Glück gibt es die kleinen "Auszeiten des Alltags". Nach einem gemütlichen Terrassenfrühstück und der dazugehörigen "Gammelzeit", starten wir in Richtung Conil de la Frontera.
Nach gefühlten 30 Min. Bekehrung gab Sie auf und gab den beratungsresistenten Urlaubern den Autoschlüssel. Was macht man, wenn die Kunden einem nicht zum Erfolg verhelfen? Wir finden unser Fahrzeug in der fast völlig dunklen Parkgarage vor und denken uns... Das hat Gründe! Also raus zur Begutachtung ins Licht, was etliche Schrammen, Kratzer und kleine Beulen zum Vorschein brachte. Fotosession! Auf Nachfrage, uns die Schäden anzeichnen zu lassen, bekamen wir eine Ablehnung. Nach all dem Theater kontaktierten wir Check 24, die meinten auf den Fotos sei das Datum und wir sollten beruhigt den Urlaub antreten. Also durchatmen und durchstarten!🙄
Bei Anmietung des Leihwagens kommt dann unser blutdrucksteigender Moment. Nein, der Zustand hielt etwas länger vor!!!😡 Über Check 24 gebucht - "Europe Car." Die Vermittlungsagentur "Interrent". Premiumpaket ohne Selbstbeteiligung, mit dem Hinweis keine zusätzliche Versicherung zu unserem Schutz zu benötigen. Etwas derartig massives bzgl. aufdrängen von Zusatzversicherungen wie bei Interrent am Seviller Flughafen ist uns noch nicht passiert. Die jungen Mitarbeiterin malte uns Unfallhorrorszenarien und den damit für uns verbundenen Kosten aus. Nach dem Motto: Wenn sie nicht, dann... Hat der Wagen einen Schaden, dann tragen wir die Kosten und müssten ihn nach Sevilla zurückführen - bekämen keinen neuen Wagen gestellt etc. Das ganze natürlich auf Englisch mit spanischen Akzent. Es war (Alp-)traumhaft, da sie immer eindringlicher bei meiner beharrlichen Ablehnung wurde.

5 September 2017

Adios Seville! Ein paar erlebisreiche Tage liegen hinter uns, ordentlich Pflaster getreten und jetzt geht es in Richtung Atlantik. Chiclana de la Frontera heißt das Ziel, an dem wir unsere Ferienwohnung für 18 Tage "belagern" werden. Zuerst geht es mit dem Taxi zurück zum Flughafen, um den vorbestellen Mietwagen in Empfang zu nehmen. (Festpreis zum Flughafen 27-30€ ca.15-20 Min) Es macht keinen Sinn mit einem Leihwagen ein Altstadt Hotel zu buchen, es sei denn man möchte seinen Blutdruck erhöhen 😡 oder die Nerven 🚑 bis zur Neige strapazieren. Denn - es gibt so gut wie keine Parkplätze🔎. Die Einheimischen haben Parkgaragen - ohne die hier gar nichts läuft bzw. fährt!
Superleckeres Essen und wohl verdient bei unserer "Schrittbilanz"!
Nach dieser Fülle an Maßlosigkeit der Kunst, machte sich so allmählich das Hungerödem bemerkbar. Wieder am Platz Alameda de Hercules gingen wir auf die Pirsch. Sicherung des Abendessens. Wir landeten im Restaurant " DUO TAPAS" und waren schwer begeistert.
3,5 Milliarden Euro reich, über 40 Adelstitel, sodass selbst die Queen vor ihr hätte knicksen müssen, mit 85 Jahren Heirat mit einem spanischen 24 Jahre jüngeren Beamten der Stadt und Ehrenbürgerin von Sevilla. Was für ein Glück, denkt man jetzt. Wenn man jedoch die folgenden Fotos betrachtet, muss man sagen, das Ihr Urteilsvermögen , was Schönheitschirugen betrifft, sehr eingeschränkt sein musste.Das hätte man sicher besser hinkriegen können.

4 September 2017

Beim Bummeln durch die Gassen in Richtung Hotel standen wir unerwartet vor einer Sehenswürdigkeit, von der ich geglaubt hatte, dass wir diese sowieso nicht finden würden. Wie günstig die Tatsache, das man ab 16:00 keinen Eintritt bezahlen muss. Der "Palacio de las Duenas": Erst seit 2016 ist der Palacio des Herzogs von Alba der Öffentlichkeit zugänglich. Ein Palast mit mit Geschichte über ein halbes Jahrtausend. Erbaut 15./16. Jh.- im 17.Jh. gelangte er in den Besitz der Familie Alba. Im 19.Jh. lebte der Dichter Antonio Machado dort und im 20. wurde er mondäner Treffpunkt des Jet Sets durch die Durquesa de Alba ( Cayetana Fitz James Stuart ( 1926- 2014)- eine der reichsten Frauen Spanien. Trägerin dutzender Adelstitel und hochrangiges Mitglied des Adels. Hier gab sich die Prominenz ein Stell Dich ein. Prachtvolle Räume, Kunstwerke, antike Möbel und wunderschöne Gärten nannte sie ihr eigen.
Erinnert an die Marheinicke Halle bzgl. der Stände.
Eigentlich wollten wir die Stierkampfarena besichtigen. Heute am Montag zwischen 15 - 19 Uhr freier Eintritt, jedoch mit Führung und Voranmeldung. Wir hätten erst 1,5 Std später die Chance. Thomas würde warten - konnte ihn in die alte von Gustav Eiffel entworfene Markthalle locken - mit einem Bier!😜
Hinauf auf den Turm (Giralda) um die herrliche Aussicht über die Stadt zu genießen und ein frisches Windchen einzufangen. Wie pfiffig man früher schon baute: Keine Stufen (sonst hätte ich ein Sauerstoffzelt benötigt), sondern 34 Schrägen mussten wir hinauf. 600 Schritte für Thomas, d.h. 1200 für mich!!!😝
Lohn der Mühen!
Schön anzuschauen - zum Glück nicht in Gang gesetzt während unserer Begehung. 😂
Das Grabmal von Christoph Columbus!
Die zweitgrößte Perle der Welt wurde hier kunstvoll verarbeitet.
Heute unser erster Anlaufpunkt: Catedral Sevilla. Die größte gotische Kirche der Welt! Was für eine Pracht - kommt gleich für uns nach dem Petersdom. Der Grundrisss des Gebäudes beträgt 23.500 qm. Länge 126m - Breite 83m - in der Mitte des Kreuzfangs eine Höhe von 37 m. Sehr beeindruckend!
Die kalorische Belohnung setzt ein!😋
Nach diesem Tag und ca. 18.000 Schritten geht es in Richtung Hotel und Nahrungsaufnahme. Die Versorgung findet am Plaza Alameda in einer Tapasbar statt, denn nach einem Essen wollen wir möglichst schnell in die Horizontale. Morgen bzw. heute😂- schreibe meinen Bericht und es ist 2:00 - also nachher - geht es zur Kathedrale und zur alten Markthalle. Jetzt rasch noch ein bisschen Schlaf nehmen, nachdem ich hier soviel aufzuarbeiten hatte.🙋🏻
Die an den Bau gesetzten bunten Kachelbänke sind geschichtlichen Höhepunkten der jeweiligen spanischen Provinzen gewidmet. Der Platz würde 2010 komplett restauriert und ein Kanal mit Brücken legt sich dem Rund des Bau an. Begeisterung😃!
Flamenco Vorführungen an solch einem Ort sind kaum zu toppen!
Wieder in den Hop on Hop off Bus und ab zur Plaza de Espana. Ein imposanter Platz, Gebäude und Sammelsurium aller spanischen Stile - für die Weltaustellung 1929 erbaut.
Power Napping bis zum nächsten kulturellen Highlight!
Kulturnachschlag!

3 September 2017

Augenfutter vom Feinsten! Ein Labyrinth von wunderschönen Räumen!
Traumhafte Gärten mit jeder Menge Schattenspendungsmöglichkeiten für schweißtriefende Kulturlüstlinge.😜
Zweiter Stop: Der orientalische Festungspalast Alcazares - älteste Königsresidenz Europas. Pedro I , der Grausame", ein Liebhaber der islamischen Kunst ließ ihn 1364 für sich erbauen. Die Handwerker gehörten vom Hof des befreundeten Nasridenherschers Mohammed V aus Granada - deshalb Ähnlichkeiten in kleiner Form mit der Alhambra. Wir haben keine Online Tickets, aber zum Glück müssen wir nur kurze Zeit in der Warteschlange stehen. Die Sonne brutzelt uns und wir nutzen jeden Meter Schatten.
Wer dort schon alles so durch die Flure gewandelt ist! Und siehe da...- auch Herr Weiß hat diesem edlen Ambiente durch seine Anwesenheit die Ehre erwiesen und gezeigt, das man auch im Urlaubsdress stets die Haltung wahrt und dem Ambiente Respekt zollt.😂
Auf dem Weg zu Alcazares kommen wir am Hotel Alfonso XIII vorbei - dem Tophotel Sevillas. Von außen imposant - das mussten wir auch von innen erkunden.
Bunte Mischung der Stadtrundfahrt mit dem Hop on- Hop off Bus.
Hier können wir wohl den Regenschirm verbannen und uns lieber einen Ventilator um den Hals hängen!
Buenos Dias! Was für ein Start in den Tag - wir sind die ersten Gäste auf der Dachterrasse zum Frühstück. Schöne Aussicht und "noch" ein schattiges Plätzchen. Das Büffet gefällt uns und der Café con leche bietet die Grundlage für das heutige Tagesprogramm.👍 Ja, es gibt unter anderem Kuchen zum Frühstück und den haben wir uns gestern absolut "erlaufen" - kalorientechnisch.😂
Hola! Wir haben es jetzt 01:06 und der erste Tag unseres Urlaubs liegt hinter uns! Wir sind begeistert von Sevilla. Mit fast 16.000 Schritten haben wir ab 16:30 ordentlich Pflaster getreten bei 34 Grad. Um 00:00 immer noch 28 Grad. Gefühlte "Fönwärme".😜 Nun zuerst zu unserem Quartier: Patio de La Alameda, direkt am Plaza Alameda de Hercules. Mitten im Geschehen des Stadtviertels Macarena. Soll am wenigsten Touristen beherbergen, überwiegend Einheimische. Am Tag ruhig, in der Nacht tobt das Szeneleben links und rechts des Hotels, wie praktisch👍

2 September 2017

Nun reicht es für heute - Absacker und ab in die Horizontale🌛
Wir wandern weiter und kommen an dem Wahrzeichen Sevillas vorbei - der Catedral de Maria. Sehr beeindruckend durch die tolle Beleuchtung am Abend und ... - wieder eine Hochzeit. Hinein wollen wir sowieso heute nicht mehr - das steht Montag auf unserem Plan. Uns fällt auf, das der Platz vor der Kathedrale, wie auch andere stärker frequentierte Orte in der Stadt, von der Polizei überwacht werden. Das macht dann doch immer ein bisschen nachdenklich, trotzdem alles so friedlich erscheint.
Nach dem ganzen Pflaster treten, muss der Magen wieder Futter kriegen. Gerade noch rechtzeitig in eine Bar geschlüpft und hinter uns steht die Warteschlange der Hungrigen. Ab 21:30 geht der Run auf die Plätze los, da die Spanier eher später zu Abend essen.
Derweil sich Thomas die Geschäfte durch die Schaufenster betrachtet, es sei denn sie bieten die Möglichkeit der kurzweiligen Abkühlung, übernehme ich die Innenbegehung mit " Kassenzulassung"😜 Dieses Geschäft für Fächer hat es mir besonders angetan, zumal es sich bei diesem Accessoires um ein äußerst "nützliches"handelt, das bei diesen Temperaturen absolute Daseinsberechtigung hat.
Weiter zur Placa del Salvador Tapas Bars, Straßencafes - zum Abend ein beliebter Treffpunkt. Wie schon beim Málaga Urlaub treffen wir auch hier wieder auf Hochzeiten , die am Abend in den Kirchen stattfinden. Gerade hat das Paar und deren Gesellschaft die Kirche verlassen und wir haben das Glück uns den Prunk des Gotteshauses anzuschauen. Bei den Hochzeiten die wir bisher in Spanien beobachtet haben, konnten wir uns garnicht sattsehen, an den vielen aufwendig gekleideten Gästen in Abendrobe.Ein wahrer Augenschmaus!
"Las Setas"-die Pilze, nennen die Sevillanos diese Konstruktion. 2011 nach sechsjähriger Bauzeit eröffnet, nach einem Entwurf des deutschen Architekten Jürgen Mayer Hermann.150m lang, 70m breit und aus 3500 Kiefernholzelementen zusammengesetzt.Ebenerdig mit Markthalle, im Tiefgeschoss mit Antiquarium .( Relikte die bei den Ausschachtungen entdeckt wurden) Abends beleuchtet. Für uns auch am Tag sehr beeindruckend.
Auf geht's! Grundvoraussetzungen schaffen: Hunger und Durst stillen. Zur Markthalle-leider schon geschlossen😔 Eine Tapasbar zum Glück noch geöffnet. Noch mehr Glück-genau die, über die wir gelesen haben, dass es die Beste sein soll. Rein ins spanische Leben und Stimmengewirr.Als einzige Touris, denn unser Bezirk ist weniger touristenlastig. Auch wieder Glück😂
Wir haben eine Suite bekommen mit reichlich Platz und Zusatzbett im vorderen Teil. Interesse?😂
Unser Hotel
Werden wir dort irgendwann abheben?🤔
Endlich dauerhaftes Sommerwetter mit Garantie - verbunden mit Sherry, Flamenco, Tapas, Strand, Rioja, Faulenzen, Kultur... Wenn nur das Kofferpacken nicht wäre. 😝 Zum Glück mit Ryan Air, also krisensicher! Nach einem netten Gin Tasting und Gespräch mit sympathischen Heinemann Duty Free Mitarbeiter genießen wir den überteuerten, aber dafür guten Cappucchino im Wartebereich.☕️
Dieses heiße Gestell musste auf die Nase, aber nicht in Richtung Kasse. Siehe Preisschild rechts im Bild. Haben uns für die Auffüllung der Hausbar entschieden.😜