Austria, Slovenia, Romania · 19 Days · 20 Moments · August 2018

Rumänien. 1 Motorrad. 3 Wochen. 9 Länder.


22 August 2018

Tag 20 - 22.08.2018 Abfahrt in Brünn um 07:00 Uhr. Tagesziel war eigentlich Leipzig. Bin so gut durchgekommen, dass ich schon mittags da war. Habe mich dann entschlossen durchzufahren. Wenn man sich erstmal mit dem Ende der Reise abgefunden hat, freut man sich schon auf zuhause! Ankunft gegen 20:00 Uhr. Schlagwörter des Tages: Autobahn, Ohrstöpsel, Tempomat, Kaffee, langweilig. Gefahrene Strecke: 976 km Gesamtstrecke: 5.600 km

21 August 2018

Tag 19 - 21.08.2018 Heute morgen in Kosice noch einen Kaffee getrunken und kurz durch die Altstadt geschlendert. Wenn man schon mal da ist. Immerhin die zweitgrößte Stadt der Slowakei und europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2013. Dann über Landstraße durch die Hohe Tatra, die als kleinstes Hochgebirge der Welt gilt. Am Nachmittag ging es auf die Autobahn und bei Trencin über die Grenze nach Tschechien. Habe in Brünn die Pension „Point“ bezogen. Gefahrene Strecke: 478 km

20 August 2018

Tag 18 - 20.08.2018 Ein Tag in der Ukraine. Der Grenzübergang von Rumänien in die Ukraine war ok. Hat etwa 45 Minuten gedauert. Für einen kleinen Obolus hätte ich wohl an der Schlange der Autos vorbei fahren dürfen. Nein danke. 30 km hinter der Grenze die erste Polizei-Kontrolle. Hatte schon im Netz davon gelesen, dass ich jetzt wohl zu schnell war oder irgendwas anderes falsch gemacht hätte. War aber absolut seriös: Reisepass, Führerschein, danke und gute Fahrt. Das Fahren ist echt anstrengend. Schei... Straßen und keine Verkehrsregeln. Oder besser: Es gibt welche, aber ich kenne sie nicht. Muss so was sein wie das Recht des Stärkeren. Ein Motorrad spielt nicht sonderlich weit oben mit! Der Grenzübergang von der Ukraine in die Slowakei, also zurück in die EU, war schon nerviger. Fast 2 Stunden und das bei 33 Grad in Motorradklamotten. Naja, geschafft. Wieder in der EU. Bin noch bis Kosice, Unterkunft „Vila Terrasse“, sehr geschmackvoll eingerichtet. Gefahrene Strecke: 277 km

19 August 2018

Tag 17 - 19.08.2018 Den letzten Tag in Rumänien habe ich in Sighetu Marmatiei und Umgebung verbracht. Ein besonderes Highlight war der „fröhliche Friedhof“ in Sapanta. Die leuchtend blauen Kreuze sind alle handgeschnitzt und bunt bemalt. Die Verse auf den Kreuzen erzählen kurz über das Leben des Verstorbenen und sind traurig, manchmal bissig und witzig, und so mancher musste sich noch einen blöden Spruch mitgeben lassen. Schade, dass ich die Sprache nicht kann. Für mich ein sehr schöner und unbeschwerter Umgang mit dem Tod. Da heute zufälligerweise Sonntag ist, wird auch eine Messe abgehalten und es sind viele Einheimische in ihren Trachten auf dem Friedhof. Gefahrene Strecke: 105 km

18 August 2018

Tag 16 - 18.08.2018 Ich bin früh aufgestanden und habe mich auf den Weg gemacht. Ein Frühstück bei „Kaufland“ - Baguette und Käse - und dann ging es auf die schon letzte Etappe in Rumänien. In der Nähe von Sighetu Marmatiei, direkt an der Grenze zur Ukraine, habe ich mich für zwei Nächte in der Pension „Casa Muntean“ einquartiert. Abends wird gekocht und man kann am Essen teilnehmen. Hier in der Maramures ist es so, wie es sich wohl die Meisten in Rumänien vorstellen: Bauernhöfe mit Holztoren, Pferdekarren, Heuernte und die Alten, die nach der Arbeit vor dem Haus sitzen. Eine Reise in die Vergangenheit. Gefahrene Strecke: 213 km

17 August 2018

Tag 15 - 17.08.2018 Vor dem Frühstück habe ich schnell noch mal in Sighişoara direkt auf dem Marktplatz die Drohne fliegen lassen, noch bevor der Touristenansturm losging. Nach dem Frühstück habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Erst nach Crit, ca. 30 km südlich von Sighişoara. Ein ganz kleines Dorf mit einem als Landgasthaus umgebauten alten Pfarrhaus. (Erkundung für den nächsten Besuch) Dann ging es über Sovata und Gheorgheni nach Vatra Dornai. Die Zeit ging schneller um als ich dachte (es mussten eine ganze Menge Streuner gefüttert werden) und das Finden einer Unterkunft gestaltete sich schwierig. Die Pensionen an der Straße waren restlos alle ausgebucht. Ich bin dann durchgefahren nach Vatra Dornei, die nächst größere Stadt und habe dann über „Booking.com“ gesucht. Gab nur eine, war inzwischen fast 22:00 Uhr. Wenn ich dachte, meine erste Unterkunft wäre schäbig gewesen, dann habe ich heute die große Schwester kennengelernt... Gefahrene Strecke: 371 km

16 August 2018

Tag 14 - 16.08.2018 Ich habe Alba Iulia verlassen und bin über Blaj, Medias und Targu Mures nach Sighisoara gefahren. In der Pension „Casa cu Cerb“ habe ich mein Lager aufgeschlagen. Die Unterkunft in Bestlage direkt am Marktplatz ist sehr idyllisch. Sighisoara mit seinen Mauern, Toren, Türmchen und Türmen sieht aus wie eine Filmkulisse und ist mit Sicherheit eines der schönsten Örtchen, das ich in Siebenbürgen gesehen habe. Das war wieder so ein Tag, an dem mir bewusst wird, was das Besondere einer Reise mit dem Motorrad ist. Sicherlich: Mit dicken Stiefeln, Helm, Handschuhen und dem sonstigen Gelumpe bei fast 30 Grad nicht die bequemste Art zu reisen. Aber mit 70 km/h und offenem Visier auf kleinsten Landstraßen (oder besser: Schlagloch-Pisten) von Dorf zu Dorf zu cruisen ohne zu wissen wo man nächste Nacht schläft, kommt meiner Definition von Freiheit schon sehr nah. Gefahrene Strecke: 214 km

15 August 2018

Tag 13 - 15.08.2018 Den Tag heute habe ich in Alba Iulia und Umgebung verbracht. Die sternenförmige Festung im Zentrum beinhaltet alle Sehenswürdigkeiten und ist unbedingt einen Stopp wert. Außerhalb der antiken Festung und Altstadt finden sich wie in den meisten größeren Städten Rumäniens die typischen 60ger Jahre-Ostblock-Plattenbauten. Ein riesiger Kontrast. Wenn hässlich, dann mit Schwung. Etwa 35 km nördlich von Alba Iulia liegt das Kloster Ramet in den Bergen des Trascau-Gebirges. Gegründet wurde das Kloster Anfang des 14. Jahrhunderts mit der kleinen Kirche. Heute leben hier noch circa 80 Nonnen. Gefahrene Strecke: 78 km

14 August 2018

Tag 12 - 14.08.2018 Morgens bin ich sehr früh gestartet, sollte ein langer Tag werden. Die heutige Tour in Form einer 8 führte noch an einigen Orten vorbei, die ich noch sehen wollte wie zum Beispiel Fagaras zwischen Brasov und Sibiu mit der mächtigen Festung im Stadtzentrum. Außerdem konnte ich so ein weiteres Mal die beiden Traum-Pässe Transalpina und Transfagarasan fahren. Gerade die Transalpina war heute bei Sonnenschein und strahlend blauen Himmel noch mal ein besonders Erlebnis. Ich hatte mir Brot und ein paar Würstchen an den Ständen auf der Straße besorgt und so gab es noch eine schöne Brotzeit auf 2100 m Höhe. Natürlich war ich nicht lange alleine, ich hatte aber vorher schon Hundeleckerlies besorgt und so konnte ich den größten Teil der Wurst selber essen. Gegen 20:00 Uhr habe ich meine Unterkunft „Pension Mary Lou“ in Alba Iulia erreicht. Gefahrene Strecke: 485 km

13 August 2018

Tag 11 - 13.08.2018 Ein weiterer Tag in Braşov. Den Vormittag habe ich damit verbracht, die nächsten Strecken zu planen und ein paar Unterkünfte zu buchen. Mittags bin ich auf den Hausberg „Tampa“ gestiegen. Mit knapp 1000 m Höhe hat man von dort eine schöne Aussicht auf die Stadt mit Marktplatz, Rathaus und der schwarzen Kirche. Der Aussichtspunkt ist direkt neben dem Brasov-Schriftzug. Eigentlich wollte ich mit der Kabinenseilbahn hoch, aber es gab mal wieder eine lange Schlange. War dann doch höher als es aussieht... Nachmittags noch ein wenig durch die Stadt geschlendert. Gefahrene Strecke: 0 km

12 August 2018

Tag 10 - 12.08.2018 Ich habe mein Luxushotel verlassen und bin in die Pension „Brasovu Vechi“ umgezogen. Die gemütliche kleine Unterkunft mit nur sieben Zimmern liegt im Schei-Viertel und auch recht nah an der Altstadt. Möppi kann ich im Hof abstellen. Tagsüber habe ich die Umgebung von Brasov erkundet. Sinaia, ein kleiner Wintersport- und Kurort mit Schloss Peles, der Sommerresidenz der rumänischen Könige. Prejmer und die Kirchenburg von Tartlau. Von den vielen Kirchenburgen in Siebenbürgen soll diese mit eine der schönsten sein. Über 270 Wohn- und Vorratsräume sind in der über 5 m dicken Aussenmauer eingearbeitet. Sehr beeindruckend. Da es mal nicht ganz so voll war, konnte ich mit der Drohne mal drüberfliegen und ein paar Aufnahmen machen. Gefahrene Strecke: 142 km

11 August 2018

Tag 9 - 11.08.2018 Ich habe Magura wieder verlassen und mich auf den Weg nach Brasov gemacht. Auf dem Weg lag Schloss Bran, das als das legendäre Dracula-Schloss vermarktet wird. Obwohl völlig klar ist, dass Schloss Bran und Dracula (Fürst Vlad) nichts miteinander zu tun hatten, lebt der Mythos und zieht die Touristen an. Und zwar in solchen Massen, dass ich nur ein paar Fotos von der Straße unterhalb gemacht habe. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass es voll ist, aber so voll...? In Brasov angekommen waren meine Wunsch-Unterkünfte wieder ausgebucht. Zur Saison kommt noch, dass jetzt Wochenende ist. Bin im „Aro Palace“ untergekommen, einem Luxushotel direkt in Altstadtnähe. Teuer, aber: Leider geil! Gefahrene Strecke: 60 km

10 August 2018

Tag 8 - 10.08.2018 Ein bäriger Tag. Vormittags habe ich das Bärenreservat in Zarnesti besucht. Hier im Park „Libearty“ dürfen gerettete Zirkus- und Tanzbären und andere geschundene Seelen das erste mal Waldboden und Wasserlöcher unter ihre Tatzen nehmen. Um die Bären möglichst wenig zu stören, sind die Besuchszeiten auf vormittags beschränkt und man kann nur mit Führung hinein. Abends konnte ich dann wider erwarten doch noch einen Platz beim Bear Watching ergattern. Nachdem eigentlich alles ausgebucht war wurde dann ein Platz wieder frei. Glück gehabt. Mit Begleitung eines Reiseführers sowie des Försters sind wir in den Wald gefahren und haben da von einem Hochsitz die Bären - mindestens 4 - aus etwa 50 m Entfernung beobachten können. Sehr beeindruckend diese schönen Tiere freilebend und so nah sehen zu können. Gefahrene Strecke: 45 km

9 August 2018

Tag 7 - 09.08.2018 Morgens bin ich recht früh gestartet. Auf dem Programm stand das zweite Motorrad-Highlight, die legendäre Transfagarasan. Auch über 2000 m hoch und wunderschön, leider auch deutlich touristischer und voller als die Transalpina. Danach ging es wieder nach Norden Richtung Brasov. Durch Zarnesti nach Magura, im Reiseführer als Geheimtipp beschrieben, und von da an über eine wirklich grobe Schotterpiste zu meiner Unterkunft „Villa Hermani“. Die Wegbeschreibung im Reiseführer galt nur für die Anfahrt aus Norden und so musste ich noch ein wenig suchen. Kein Spaß mit voll beladenem Möppi die steilen Geröllwege zu fahren. Aber nette Unterkunft: Die anderen Gäste sind alle Wanderer und wie in einer Berghütte üblich, sitzen wir beim gemeinsamen Abendessen alle zusammen an großen Tischen. Witzig. Gefahrene Strecke: 283 km

8 August 2018

Tag 6 - 08.08.2018 Ein Tag in Sibiu. Gefahrene Strecke: 0 km

7 August 2018

Tag 5 - 07.08.2018 Heute wurde die Umgebung von Sibiu erkundet. Besonders schön: Christian, das „Dorf der Störche“. In manchen Nestern ist es richtig eng mit 3-4 kleinen Störchen. Câlnic, ein kleines abgelegenes Dorf. Und mittendrin die Burg von Kelling aus dem 13. Jahrhundert, heute UNESCO Weltkulturerbe. Nachdem meine Wunschunterkunft gestern ausgebucht war, hatte ich diese online jetzt für die nächsten 2 Nächte buchen können. Habe das Basislager Sibiu jetzt also nochmal verlegt und bin direkt in der Altstadt. Wirklich sehr schöne Zimmer und auch das Möppi darf durch das Haus (über den Teppich) in den Innenhof. Gefahrene Strecke: 157 km

6 August 2018

Tag 4 - 06.08.2018 Gestartet bei strahlendem Sonnenschein führte der erste Teil der Fahrt auf einer kleinen Uferstraße direkt an der Donau entlang nach Orsova. Vorbei am „Eisernen Tor“ einem beeindruckenden Taldurchbruch und gleichnamigen Nationalpark. Weiter nach Targu Jiu und schon geht es zum ersten absoluten Highlight, der Transalpina. 140 km eine Kurve nach der anderen. Nachdem mich der erste Platzregen der Reise bereits eine Stunde vorher voll erwischt hatte, fing es direkt am Anfang der Strecke wieder an zu regnen. Bei nasser Straße und 13 Grad auf 2000 m Höhe hielt sich der Fahrspaß noch in Grenzen. Nach einer Pause klarte es dann doch noch auf und der Großteil der Strecke war einfach nur der Hammer! Dann noch bis Sibiu und dort eine Unterkunft gesucht. Gefahrene Strecke: 440 km

5 August 2018

Tag 3 - 05.08.2018 In Rumänien angekommen! Nach der unspektakulären Anfahrt über Autobahn von Ljubljana über Zagreb bis Belgrad ging es dann wieder auf die Landstraße bis zum Grenzübergang nach Rumänien. Die Uhr wird eine Stunde vorgestellt (und 70 Jahre zurück). Die letzten km direkt an der Donau entlang bis zum Startpunkt meiner ersten Tour in Moldova Noua. Auch die Unterkunft liegt sehr idyllisch direkt am Fluss und ich kann das Möppi fast auf die Terrasse stellen. Wirklich kein Vergleich zum Vortag. Bleibt noch als abschließender Gedanke des Tages, wie angenehm das Reisen mit offenen Grenzen ist und wie ungewöhnlich man Kontrollen empfindet, wenn man die EU verlässt. Leider wissen immer mehr Leute diesen Wert nicht zu schätzen. Gefahrene Strecke: 698 km

4 August 2018

Tag 2 - 04.08.2018 Morgens um 09:30 Uhr in Innsbruck angekommen. Da das Abteil im Zug nicht komplett ausgebucht war hatte ich zwei gegenüberliegende Plätze und konnte einigermaßen schlafen. Nach dem Entladen des Möppis vom Zug in Innsbruck erstmal einen Kaffee getrunken. Dann auf den Weg gemacht in Richtung Großglockner. Wenn man schon mal in der Gegend ist... Durch die kleinen Bergpässe und Landstraßen, die außerdem teilweise noch sehr voll waren zog der Tag schnell vorbei und die Kilometerleistung hinkte etwas hinter dem Plan her. Also habe ich beschlossen den Tag in Slowenien zu beenden und auf „unserem“ Campingplatz an der Soca ausklingen zu lassen. Leider alles, aber auch wirklich alles in großem Umkreis ausgebucht. Dann halt doch wieder auf den Weg gemacht und kurz vor Ljubljana ein schäbiges kleines Motel am Straßenrand gefunden. Mit Toiletten auf dem Flur. Zumindest den Abend hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt. Gefahrene Strecke: 531 km

3 August 2018

Tag 1 - 03.08.2018 Nach langer Vorfreude und einiger Vorbereitung ging es endlich los: Für den ersten Teil der Reise - und sicher nicht den interessantesten - gönnte ich mir den Autoreisezug von Düsseldorf nach Innsbruck. Ca. 700 km Autobahn und einen Tag gespart.