Austria, Germany, Indonesia · 22 Days · 16 Moments · July 2017

Dani und René in Indo


7 August 2017

Zu jeder Indonesienreise gehört auch die Besteigung eines Vulkans. In unserem Falle betraf dies den Gunung Bromo in Ost-Java. Mit dem Zug ging es von Yogyakarta nach Probolinggo und von dort aus zur Übernachtung in die Nähe des Vulkans. Nach einer sehr kurzen Nacht - um 3 Uhr mussten wir schon wieder aus den Federn - starteten wir im Jeep und in mehrere Schichten Kleidung eingehüllt Richtung erstem Aussichtspunkt. Auf 2770 m bot sich uns nach 1 1/2 St. Wartezeit bei Minusgraden ein atemberaubendes Sonnenaufgangspanorama. Anschließend bestiegen wir noch den Bromo selbst und lauschten am Kraterrand der Geräuschkulisse des brodelnden Vulkans. Nachtrag: Im Vergleich zu unseren bisherigen Erfahrungen mit Unterkünften in Asien fällt rund um den Vulkan das Preis-Leistungsverhältnis sehr schlecht aus. Der Empfang in "Yoschis Guesthouse" war unpersönlich, unser Zimmer komplett überteuert und bei der Abreise wäre ein Möbelstück hilfreicher gewesen als der "enthusiastische" Mann am Empfang.

4 August 2017

Nach so vielen Inselabenteuern war etwas Kultur angesagt. Da kam uns Yogyakarta gerade recht. Die moderne Großstadt im Herzen Javas hat jede Menge Potenzial: Hippe Restaurants, dunkle Lavasandstrände, eine lebendige Einkaufsstraße, jede Menge Batikläden und zwei beeindruckende UNESCO Weltkulturerbe Monumente. Borobudur ist das größte buddhistische Denkmal der Welt und Prambanan zählt zu den größten hinduistischen. Da in Zentraljava der Islam die vorherrschende Religion ist, sind diese mächtigen Bauwerke reine Anlaufstellen für Touristen. Am Abend nutzten wir die Gelegenheit in der Nähe des Prambanan dem traditionellen Ramayama-Tanz beizuwohnen. Leider zeigt Yogyakarta auch eine für uns negative Seite: Am "Birdmarket" werden Tiere jeglicher Art - seien es Katzen, Hunde, Eulen, Affen etc. - oft übereinander in viel zu kleinen Käfigen gehalten und zum Verkauf angeboten. Unvorstellbare, erschreckende Bilder, die sich uns dort boten und deren Anblick wir uns schnell wieder entzogen.

1 August 2017

Auf unserer bisherigen Reise haben wir jede Menge nette und interessante Leute kennengelernt, Einheimische sowie Touristen. Ein spezieller Weggefährte war Jim aus Australien. Der 66 jährige Taucher/Schriftsteller/Schauspieler/Farmer/Lebenskünstler/Liam Neeson-Verschnitt hat uns die Tage auf Pulau Tailana begleitet. Er gab bei jeder Gelegenheit eine Geschichte von seinen unzähligen Reisen (nur noch die Antarktis fehlt ihm auf seiner "Bucket-List") zum Besten. Wir hatten sehr viele anregende und witzige Gespräche mit ihm und werden ihn als Teil unserer (ersten) gemeinsamen Indonesien-Reise in Erinnerung behalten. Und wer weiß...vielleicht schauen wir bei ihm auf seiner Farm mal vorbei...
Das Inselfieber hatte uns gepackt. Wir hatten noch nicht genug von türkisfarbenem Meer, einsamen Sandstränden und unzähligen Kokospalmen. Also haben wir die Insel Pulau Tailana, eine der kleinsten der 99 Banyak Inseln westlich von Sumatra, zu unserem nächsten Ziel auserkoren. Die Insel war der wahr gewordene Robinson Crusoe Traum. In gerade einmal 15 Min konnte man rundum gehen, die Schnorchelgründe lagen vor der Haustür und den Strand hatten wir praktisch für uns alleine. Das paradiesische Leben hatte aber auch seinen Preis: Strom erst nach Sonnenuntergang, die Dusche war gleichzeitig die Klospülung (Folge: Dani hat aufs Duschen verzichtet), der dilettantisch zusammengezimmerte Bungalow war lediglich mit einer Matratze ausgestattet, die Speisekarte war an Eintönigkeit nicht zu überbieten (mehrmals täglich Reis mit kleinen Fischhäppchen) und über WiFi wollen wir gar nicht erst sprechen. Trotz dieser Einschränkungen war der Aufenthalt ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis.

25 July 2017

Die letzten fünf Tage hat es uns auf die Insel "Pulau Weh" verschlagen. Wir hatten etwas Erholung nach den strapaziösen Reisetagen - heftige Magenprobleme und Kreislaufkollaps inklusive - dringend notwendig. Unsere Unterkunft hätten wir uns dafür nicht besser aussuchen können. Die ersten beiden Tage verbrachten wir in einem wunderschönen großen Appartement, anschließend durften wir in einen Bungalow direkt am Strand übersiedeln. Mehrere Ausflüge führten uns rund um die Insel: Eine Mopedtour zu Indonesiens Kilometer Null, Tour in das lebendige Örtchen Iboih und mit dem Boot gings zu den schönsten Schnorchelgründen der Insel.

23 July 2017

Auf der Durchreise zur "Robinson-Insel" verbrachten wir einen Tag in Banda-Ache. Die nördlichste Stadt von Sumatra ist streng muslimisch und wurde von dem verheerenden Tsunami 2004 komplett zerstört. Wenngleich vieles wieder aufgebaut wurde, werden doch überall die Nachwirkungen des Unglücks sichtbar (die abgelichteten Schiffe wurden kilometerweit auf das Festland gespült). Mahnmale erinnern an das Unglück und die folgende weltweite Anteilname. Die Stadt selbst ist für indonesische Verhältnisse erstaunlich sauber, der Verkehr halbwegs geordnet und die Luftverschmutzung hält sich in Grenzen (im Gegensatz zu Jakarta wurde hier blauer Himmel gesichtet).

22 July 2017

Wir lassen Bukit Lawang (Tor zum Hügel) heute hinter uns und bewegen uns zum nördlichsten Punkt von Sumatra, Banda Ache. Unser Ziel ist aber Pulau Weh, eine kleine Insel, zu der wir mit der Fähre übersetzen müssen.
Der Tag im Gunung Leuser Nationalpark war sehr eindrucksvoll. Unser Guide Ren hat uns den ganzen Tag durch den Dschungel geführt, uns mit Infos über Flora und Fauna gefüttert und uns jede Menge Affen gezeigt. Orang Utans, Thomas Leave Affen und Pig-Tail Monkeys (eine kleine Auswahl). Auch Schildkröten, Ameisen, Termiten und jede Menge anderes Getier ist uns begegnet. Kulinarisch sind wir auch versorgt worden. Orang-Utan Weibchen Minah hat uns verschont (Unser Guide hatte bereits eine schmerzhafte Begegnung mit ihr) und stand mit ihrem Kleinen sogar für ein paar Fotos Modell. Auch ein Ausflug in die "Hot Springs" und Affenküssen war im Programm.

21 July 2017

Heute gings zum Elefantenwaschen nach Tangkahan. Das eigentliche Highlight war aber die Fahrt dorthin. 3 Stunden auf einer unbefestigten holprigen Straße unterwegs. Wir hatten den ganzen übrigen Tag mit Kopfschmerzen zu kämpfen, weil es uns so durchgeschüttelt hat 🙈😂

19 July 2017

Unsere Unterkunft in der Nähe von Bukit Lawang. Mit dem Auto nicht zu erreichen, nur mit dem Moped. Dann noch durch den Fluss waten und schon sind wir im Dschungelparadies. Strom erst bei Dunkelheit und jede Menge Getier inklusive.

18 July 2017

Sind in Medan angekommen. Die Unterkunft ist schon ein wenig bescheidener. Beim Essen - Mie Nudeln mit Ei - einen Chili erwischt! Schluckauf inklusive.

17 July 2017

Die Hauptstadt: Trüb, stickig, stressig. Aber die Unterkunft war schön.
Ein unerwartetes Treffen

16 July 2017

Los geht's