Europe · 28 Days · 97 Moments · June 2018

Reise nach Andalusien, Spanien


18 July 2018

Wir wollten eigentlich bis Freitag hier bleiben. Leider hat sich der Platz als so laut entpuppt, dass wir doch morgen früh schon abreisen. Besonders unangenehm empfinden wir ein Rentnerpaar, was uns die ganze Zeit direkt anglotzt. Es sind auch nur ca 80 cm von unserer Markise zu deren Parzelle. Sowas sind wir leider nicht mehr gewohnt nach vier Wochen Freiheit. Marcus war heute schon in Mannheim arbeiten. Heute Abend waren wir nochmal beim besten Odenwälder Spezialitäten-Restaurant: Vetters Hof und haben Apfelwein, Handkäse und Kochkässchnitzel genossen. Alles hausgemacht einschließlich dem noch warmen Brot. Eine ereignisreiche Reise geht zu Ende. Vielen Dank für eure Kommentare in den letzten vier Wochen. Wir haben uns immer darüber gefreut. Wir würden uns freuen wenn ihr eure nächste Reise auch hier dokumentieren würdet. Wir würden euch dann auch folgung. Bis bald! IRINA und MARCUS

17 July 2018

Heute morgen fiel es uns schwer, von dem schönen Campingplatz abzureisen. Kees hat uns mit Umarmung verabschiedet und uns Zucchini und Gurke aus seinem tollen Garten geschenkt . Die Biere vom ersten Abend gingen auch auf ihn. Die süße Hündin Joe wollte uns nicht gehen lassen. Sie war die ganze Zeit bei uns. Heute morgen als wir aufgewacht sind und uns unterhalten haben, hat sie schon unter dem Fenster gefiebst. Wir sind bis Hemsbach (bei Heppenheim) auf einen Campingplatz am See gefahren. Totaler Gegensatz zu dem hier. Sehr kleine Plätze und unsere Parzelle ist gegenüber der Außenterrasse vom Restaurant. Keine Ruhe mehr. Die Idee war, dass ich morgen und Donnerstag von hier aus zum Kunden fahre (sehr nah von hier), aber Abends noch Urlaub habe. Da fällt der Einstieg ins Arbeitsleben leichter. Irina hat während der Fahrt total süße Topflappen in Wohnwagenform gehäkelt. Heute Abend haben wir nochmal gegrillt und als Nachtisch Maccarons aus Frankreich gegessen.

16 July 2018

Heute Vormittag waren wir faul und haben bis zum Nachmittag die Zeit auf der Wiese in der Sonne verbracht. Am Nachmittag sind wir dann nach Louchans gefahren, um bei einem Metzger Entrecote vom Chaeloais Rind zu kaufen. Die Rinderrasse mit den ganz weißen Rindern kommt nicht weit von hier aus Charolles. Chaeloais wird die Gegend um Charolles genannt. Rinderherden mit diesen Tieren gibt es hier praktisch überall. Alle grasen friedlich auf grünen Wiesen. Deshalb ist das Fleisch ja so gut. Louchans ist eine süße Kleinstadt. Am Abend haben wir dann das Steak gegrillt. Wir haben insgesamt fast 3kg gekauft. Wir haben etwas eingefroren.

15 July 2018

Dieser Campingplatz hat sich für uns als Traum rausgestellt. Er wird von einem holländischen Aussteiger geführt. Er hat vor 17 Jahre alles zuhause hingeschnissen und seine Firma an seinen Bruder weitergegeben. Er spricht sehr gut Deutsch und Englisch, auch Holländisch und Französisch. Er heißt Kees und sein Frau Rosalie. Es gib nur einen weiteren Gast. Ein junger belgischer Ingenieur, der hier eine Gaspipeline baut. Außerdem wohnt in einer der (Ferien-) Wohnungen ein Französisches - Spanisches Ehepaar. 3 Hunde gibt es hier auch. Ein besonders lieber 'Joe' ist die ganze Zeit bei uns. Es gibt Schafe und ein Schwein. Wenn die Schafe blöken, grunzt danach das Schwein. Sonst nur Ruhe. Kees hat uns gleich nach der Ankunft zum Bier eingeladen. Dazu kam dann noch das Rentner-Ehepaar und und der Belgier. So haben wir den ganzen Abend in einer sehr lustigen Runde verbracht und so viele Sprachen wurden benutzt. Wir werden hier noch ne Nacht bleiben.
Heute ging unsere Fahrt weiter Richtung Heimat. Wir hatten eigentlich vor, auf unserer Lieblings-Raststätte in der Auvergne zu übernachten. Hier gibt es tolle, extra für Wohnwagen ausgewiesene Parkplätze, die für LKW gesperrt sind (durch Höhenbeschränkung). Wir waren allerdings schon um 16 Uhr da. So haben wir dort nur Kaffee getrunken und ein Picknick mit frisch gekauften Auvergne-Käse und Baguette aus dem tollen Laden gemacht. Ich wollte noch etwas weiterfahren, um schneller nach Deutschland zu kommen. Wir waren dann gegen 20 Uhr auf der Höhe von Dijon auf der Landstraße. Es war landschaftlich sehr schön und ich habe schnell nach einem Campingplatz gesucht. Hab dann irgendwie einen kleinen Farm-Campingplatz gefunden und wir sind dort hingefahren.

14 July 2018

Wir haben es gestern Abend um kurz nach 22 Uhr zu einem unserer Lieblingscampingplätze geschafft (bei Perpignan in Frankreich). Wir waren schon mal auf diesem Platz. Der ist ganz einfach: Keine Parzellen, man ist praktisch alleine. Keine lärmenden Spanier bis 1 Uhr in der Nacht. Er wird von einem sehr netten englischem Paar geführt. Von da aus können wir unseren Lieblingsstrand, an dem man mit dem Auto direkt ans Wasser fahren kann, gut erreichen. Es war allerdings heute relativ voll. Es ist in Frankreich Nationalfeiertag. Als wir vor 2 Jahren schon mal hier waren, waren wir praktisch ganz allein am Wasser. Damals war das nächstes Auto 300 Meter entfernt. Das Wasser war so klar und wenig aufgewühlt, dass man das Kreuseln des Sandes von der Welle gesehen hat.

13 July 2018

Für den Grillteller konnten wir uns aus der Kühltheke 3 verschiedene Stück Fleisch aussuchen. Das wurde dann für uns auf den Grill gelegt. Dann hat die Bedienung uns erstmal Brot mit Aioli und Tomatencaspaccio gebracht. Der Salat war eine Riesenportion. Danach war man ja schon fast satt. Jetzt war das Grillgut fertig und wir haben den Grillteller bekommen. Zum Abschluss konnten wir uns aus verschiedenen Nachtischen etwas aussuchen und es gab auch noch Kaffee nach Wahl dazu. Im Menü ist auch noch ein Softgetränk bzw Bier / Wein inkludiert. Alles für 11,50 €. Man stelle sich dagegen eine deutsche Autobahn-Gaststätte mit warm gehaltenem Essen aus dem Selbstservice vor mit total überhöhten Preisen. Der Kellner hat sogar nochmal Baguette nach gebracht.
Unser Vorhaben, heute morgen "wild" schwimmen zu gehen, konnten wir leider nicht umsetzen. Wir sind um 8:15 Uhr mit dem Auto an den Canyon gefahren. Von da aus mussten wir nur 5 min. laufen. Als wir gerade los laufen wollten, kam die Policia und hat uns vertrieben. Der eigentliche Parkplatz war geschlossen deswegen standen wir am Wegesrand ohne Behinderung. Aber egal. Wir sollten im Ort parken. Von da aus wäre es aber ein paar Kilometer zu laufen gewesen. Das hätte aber zu lange gedauert für ein kurzes Bad. Wir wollten ja dann gleich weiter Richtung Frankreich. Hatten ja 700 km vor uns. Sehr viel Landstraße dabei. Auf der Fahrt haben wir dann Hunger bekommen. Wir hatten schon öfters beim Tanken gesehen, dass es neben oder in den Tankstellen Restaurants mit Holzkohle-Grills gibt. Wir wollten das mal probieren. In der Autobahn-Raststätte kann man ein Menü für 11,50 bekommen, mit großer Auswahl an Vorspeisen und Hauptgerichten. Wir haben beide Salat und Grillteller bestellt.

12 July 2018

Heute haben wir langsam den Heimweg angetreten. Wir haben als Zwischenstopp einen Campingplatz neben einer schönen Badestelle mit Wasserfall ausgesucht. Leider war der Weg hierher durch das Navi sehr beschwerlich. Wir sind ewig durch wüstenähnliche Gebiete gefahren. Die letzten 40 km war praktisch eine single track road über einen Pass. Die Straße war so wellig, dass unser Bugrad oft auf der Straße aufgesetzt hat, obwohl ich eigentlich nur zwischen 20 und 30 km/h gefahren bin. Wir sind nur einem LKW und einem Auto begegnet. Diese langsame Fahrt hat aber dazu geführt, dass s wir erst um 19:30 Uhr am Platz ankamen. Nach dem Essen war es etwas zu spät zum Baden. Wir wollen aber morgen früh baden gehen und anschließend versuchen, bis nach Perpignan zu kommen - von hier 700 km. Nach Hause sind es über 2000. Der Campingplatz hat sich mal wieder als grüne Hölle rausgestellt. Durch ein scharfes Bremsmanöver auf der Autobahn ist eine Schublade rausgefallen und ein Schrank aufgegangen.

11 July 2018

Wir sind schließlich zurück auf die Fähre und zurück nach Spanien / Tarifa. Wir haben noch die Altstadt in Tarifa durchstreift. Dort gibt es viele tolle Geschäfte und Kneipen. Es war viel los, außerdem hat England gegen Kroatien verloren. Wir haben noch Paella gegessen, sogar auf meinen Wunsch ohne Erbsen. Hat gut geschmeckt. Um 23 Uhr haben wir den letzten Bus zurück zum Campingplatz genommen. Damit war wieder mal ein spannender Tag vorüber. Am Hafen von Tarifa lagen zwei Schlauchboote, die Polizei, ein Bus und eine Menge fabiger Menschen. Wir vermuten Flüchtlinge die übers Meer gekommen sind.
Wir haben noch länger mit ihm gesprochen. Er spricht sehr gut Englisch. Wir sind wieder zurück zum Treffen mit dem Reiseführer. Dort auf dem Platz wurden wir förmlich überrannt von den fliegenden Händlern. Wir haben auf dem Weg zum Bus doch irgendwann was gekauft, weil es immer billiger wurde: einen Gürtel und eine Handtasche aus tollem Leder. Und fast im Bus habe ich dann doch noch eine weitere Druse für 5 € gekauft. Irinas Handtasche hat am Ende 10 € gekostet. Als wir alleine unterwegs waren, haben uns die fliegenden Händler nicht behelligt. Erst in der Touristengruppe waren wir wohl Frischfleisch für sie. Das nächste Mal wollen wir auf jeden Fall alleine gehen. Wir haben uns alleine nie unsicher gefühlt, sondern eher freundlich willkommen. Unsicher sind nur die offenen Strom-Verkabelungen. Da nicht dran greifen!
Danach sind wir vom Reiseführer zur Medina geführt worden. Das ist so zu sagen der Bereich, wo es hunderte Händler gibt. Auch fliegende. Anschließend sind wird noch mit zum Gewürzkundevortrag gegangen. Das war aber eher eine Verkaufsveranstatung, wo alles das Doppelte kostet. Das hätten wir uns sparen sollen. Danach sind wir auf eigene Faust in die Medina. Auch mit springendem GPS. Unser Ziel war ein Laden, wo der einzige Geocache (Tradi) in Tanger ist, den wollten wir natürlich loggen. Wir sind dann starrend auf unsere Handies doch wohl am richtigen Laden angekommen. Uns hat ein freundlicher Verkäufer angesprochen und sagte: "I think you are searching in the right place." Da war uns klar, wir haben den Laden gefunden! Der Hint war: In einem Kästchen. Nur der ganze Laden wimmelt nur so von Kästchen und Boxen. Irgendwann hat er uns etwas geholfen und wir haben die Box gefunden. Der Verkäufer war sehr nett und wir haben auch ein paar Dinge bei ihm gekauft, die sowieso geplant waren.
Im Restaurant waren Musiker und es war schon alles vorbereitet und gedeckt für uns. Wir haben erst mal ein Bier getrunken. Das Essen war recht gut. Erst gab es eine Suppe, dann gegrillte Fleisch-Spieße. Darauf folgte Couscous mit Hühnchen und als Nachtisch gab es ein Blätterteig-Gebäck mit Honig. Außerdem süßen Tee mit frischer Minze, der super lecker war.
An jeder Ecke wird was gekocht, verkauft oder hergestellt.
Nach der Fahrt mit dem Bus haben wir dann in die Khasba besichtigt. Hier wurde es sehr eng. Ohne Führer wäre die Orientierung wirklich schwer. Die Karte zeigt nur ungefähr die Gassen, das GPS hat praktisch keinen Empfang und springt umher, sodass du plötzlich glaubst, ein paar Gassen weiter zu sein. Wir haben das Khasba Museum besichtigt und sind dann weiter durch die Gassen spaziert.
Unsere ersten Stopps mit dem Bus waren Cap Spartel, die Kamele und drr Blick auf fantastische Strände. Hier kann man auch im Bikini neben Frauen im Anzug baden. Marokko ist sehr offen. 60% der Bevölkerung stammt von Berbern ab und nicht von Arabern. Die haben erst ab dem 7. Jh. den muslimischen Glauben nach Marokko gebracht. Die Herkules-Höhle war auch interessant, weil sie durch die Wellen vom Meer ausgewaschen wurde.
Schon wieder in ein anderes Land. Heute stand Marokko auf dem Programm. Von Tarifa aus kann man einen Tagesausflug für 26 € hin und zurück mit einer super schnellen Katamaran-Fähre nach Tanger machen. Wir haben uns für eine geführte Tour für 66 € entschieden, da wir auch unbedingt die Khasba (Altstadt innerhalb der Stadtmauer) sehen wollten. Da haben wir uns lieber einer Touristengruppe und Ali, unserem Führer anvertraut. Für die 66 Euro gab es die Fährverbindung, Stadtrundfahrt, auch durch die Außenbereiche, den Königs-Sommersitz, den Palast vom König von Saudi-Arabien, Cap Spartel, Fotos mit Kamelen bzw reiten, Hercules-Höhle besichtigen, typisch marokkanisches Mittagessen, Besuch der Khasba, das Museum und natürlich die Medina. Der Reisepass wurde schon auf dem Schiff gestempelt.

10 July 2018

Heute haben wir den Tag zum Ausruhen genutzt. Wir sind am Nachmittag in das benachbarte Bolonia gefahren. Eine alte Römerstadt, die noch komplett in allen Umrissen erhalten ist. Es wurde nichts darüber gebaut. Es ist noch alles von den Grundrissen erhalten. Therme, Fischfabrik, Tempel und Theater, Stadtmauer und Tore. Die Straßen sind durch Erdbeben stark beschädigt und deshalb so wellig. Ich glaube, sie sind immer noch besser als die spanischen heute 😂.

9 July 2018

Am Nachmittag hatten wir noch das Glück (als wir aus dem Stollen kamen) gesehen zu haben, dass die Landebahn wieder gesperrt wurde. Demnach musste ein Flugzeug im Anflug sein und siehe da: kurze Zeit später konnten wir es schon entdecken. Bei der Landung muss das Flugzeug extrem stark abbremsen, mit Gegenschub, weil die Landebahn sehr kurz ist. Es kommt erst direkt vor dem Ende zum Stehen. Danach wird die Straße wieder freigegeben und Autos und Fußgänger können passieren. Unser Mini-Reiseführer im Taxi hat uns noch erzählt, dass der Flughafen nur von speziell ausgebildeten Piloten angeflogen werden darf - wegen der Kürze der Bahn und den extremen Seitenwinden. Nach der Besichtigung der The great siege tunnels sind wir dann zu Fuß über die castle steps zurück in die Stadt.
Von oben hat man eine tollen Überblick auf die Straße von Gibraltar. Ca. 300 Schiffe passieren sie am Tag. Der Fuß des Berges wächst und wird immer größer. Alles was man an Häusern sieht, einschließlich Flughafen, wurde und wird immer noch aufgeschüttet. Mittlerweile hat Gibraltar 35000 Einwohner. Man kann auch mehrere Stollen besichtigen, die ab 1782 wegen einer großen Belagerung gebaut wurden. Die haben große Löcher für Kanonen. In einem Raum gab es 8 Kanonen. Möchte nicht wissen, wie laut das war, wenn die abgefeuert wurden. Insgesamt sind jetzt ca 50 km Stollen im Fels. Die meisten wurden im zweiten Weltkrieg erbaut. Damals waren 16000 Mann Besatzung am Fels und für die wurden für 1 Jahr Vorräte gehalten.
So haben wir dann doch die St. Michael's Höhle besucht (war sehr schön kühl). Dies ist eine von 200 Höhlen im Kalkfelsen von Gibraltar. Diese hier wurde im zweiten Weltkrieg als Lazarett ausgebaut. Heute dient sie als Konzertsaal und die Tropfsteine werden toll beleuchtet.
Die Affen standen natürlich auch auf dem Programm. Die einzige Stelle in Europa, wo es wildlebende Affen gibt. Es gibt 3 verschiedene Sippen mit insgesamt 280 Tieren. Wenn die sich begegnen, gibt es böse Kämpfe hat der Fahrer berichtet. Man sollte auf keinen Fall Essbares dabei haben. Die springen auf den Rucksack und machen den auf. Auch im Souvenirshop klauen sie das Eis aus dem Kühlschrank. Sehr schlau und süß, aber sie können auch sehr böse beißen. Zu uns waren die Affen sehr friedlich. Sie kennen die Taxifahrer scheinbar und klettern teilweise ins Fahrerhaus, weil die Fahrer Leckerlies dabei haben.
Ursprünglich wollten wir mit der Seilbahn hinauf auf den Berg fahren. Leider war die Wartezeit sehr lange. Ca. 1 bis 1,5 h hätten wir in direkter Sonne anstehen müssen. So haben wir uns dann entschlossen, mit einer Taxi-Tour hinauf zu fahren. Die ist leider nur 1,5 Stunden und auf eine feste Stecke limitiert. Preis ist gleich bei 8 Fahrgästen. Nachteil: Man ist nicht so flexibel. Vorteil: Man muss nicht stundenlang in der Hitze laufen und man hat seinen Reiseführer dabei. Somit haben wir alle Sehenswürdigkeiten bequem im Auto zurückgelegt.
In der Stadt wimmelt es nur so von alten Festungsanlagen. Überall sind historische Kanonen und Verteidigungsanlagen zu sehen. Immerhin ist der kleine Felsen schon seit fast 2000 Jahren umkämpft. Erst von den Mauren besetzt, dann von Spanien und seit 1700 von den Engländern. An einem Durchgang von einer Stadtmauer haben wir einen Wachposten entdeckt, der von 1704 bis 1963 durchgängig besetzt war.
Man kann dan zu Fuß durch den Tunnel gehen, der früher der einzige Zugang zur Stadt war. In Gibraltar fühlt man sich plötzlich wie in einer wunderbaren anderen Welt. Es wirkt so süß und beschaulich wie eine englische Kleinstadt. Alles ist sauber, gepflegt und grün. Komplettes Gegenteil zu den spanischen Städten, wo es so viele ungepflegte oder verfallene Häuser gibt. Es wimmelt nur so von Pubs und Geschäften. Es gibt sehr viele Mode, Schmuck, Uhren, Alkohol und Parfüm-Geschäfte. Gibraltar ist zollfrei und somit ist alles sehr günstig. Die offizielle Währung ist englische Pfund. Es kann aber auch problemlos mit Euro bezahlt werden. Wir haben für eine Flasche Bombay-Gin 13 Euro bezahlt. Bei Weinquelle Lühmann (günstigster Onlineshop in DE) kostet sie 26,50, also mehr als das Doppelte. Bevor wir uns hinauf auf den Felsen begeben haben, gab's erst mal traditionelles Fisch und Chips in einem Pub. Also perfekt englisches Flair, aber ohne Regenwetter und alle sprechen Englisch 😀
Um nach Gibraltar auf dem Landweg zu gelangen, muss man die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar passieren. Dies geht nur mit einem Reisepass. Personalausweis wird nicht akzeptiert, obwohl Gibraltar offiziell zu Großbritannien gehört. Täglich passieren ca. 12000 Menschen diese Grenze, um in Gibraltar zu arbeiten. Nachdem man man durch die Passkontrolle durch ist, führt die Straße direkt über das Rollfeld vom Flughafen. Wenn eine Maschine startet oder landet, wird der ganze Verkehr angehalten. Wenn alle Fahrzeuge und Personen die Startbahn überquert haben, wird noch schnell alles mit einer Kehrmaschine gereinigt. Dann kann eine Maschine landen oder starten. Da wir noch in La Línea in Spanien geparkt haben, mussten wir zu Fuß die Startbahn überqueren. Direkt als wir dIe Startbahn überqueren wollten, wurde alles angehalten wegen eines Starts. Wir konnten das Schauspiel mit erleben. Pro Tag gibt es 6 Starts/Landungen. Das ist natürlich viel spannender, als einen Bahnübergang zu überqeren.
Heute sind wir ins 50 km entfernte Gibraltar gefahren. Auf dem Weg haben wir an der Straße von Gibraltar, die von Tarifa bis Gibraltar geht, tolle Sicht auf Afrika bei Morgenstimmung gehabt.

8 July 2018

Am Nachmittag sind wir nach Tarifa an den Hafen gefahren. Dort ist die engste Stelle zwischen Europa und Afrika. Afrika ist nur 14 km entfernt. Man kann die Berge und auch den Hafen und die Häuser von Tanger sehen. Auf einer Promenade zu einer kleinen Insel kann man auf der eine Seite im Mittelmeer baden und auf der anderen Seite im Atlantik. An dieser südlichsten Stelle vom europäischen Festland gab es natürlich einen Cache. Wir haben dann auch noch die Fähre gesehen die wir die nächsten Tage noch nutzen wollen. Überfahrten dauern nur 35 Minuten.
Wir haben heute leider bei uns an der Wohwagentür Einbruchspuren entdeckt. Wir hatten seit Frankreich schon Probleme mit dem Schloss von innen, um die Tür zu öffnen. Da haben wir erst Dethleffs und die Qualität vermutet. Mit einem Trick lässt sie sich noch öffnen. Von außen ist alles in Ordnung. Wir haben heute eine Stelle entdeckt, wo jemand versucht hat, den ganzen Türrahmen auszuhebeln. Wahrscheinlich hat der Depp erst oben am Schloss versucht, zu öffnen und hat dabei die Schließmechanik beschädigt. Wir haben versucht, es zeitlich einzugrenzen: Es war wohl auf einer Autobahnraststätte in Frankreich. Kurz danach hat das Problem mit der Tür begonnen. Den Riss duch das Aushebeln vermuten wir ist erst mit der Zeit größer geworden durch Hitze. Anhand der Fotos sehen wir, dast er schon länger existiert hat. Also schon mindestens auf den letzten 3 Campingplätzen. Was ein Glück war die Tür stabil genug und sie sind nicht rein gekommen. Den Schaden sollte ja die Versicherung übernehmen.
Wir sind heute nach Tarifa weitergezogen und haben einen sehr schönen Campingplatz gefunden. Viel ruhiger als der letzte Platz, direkt am Meer. Hier ist auch ein ganz anderes Publikum. Wir haben schon ein Paar aus Gibraltar kennengelernt. Sie sind mit einem nagelneuen Marco Polo da. Erste Ausfahrt. Sein Händler hatte wohl noch nie so ein Auto verkauft. Auf jeden Fall hat er ihm das Auto ohne Einführung übergeben und im Auto ging garnichts. Weder Strom, noch Kühlschrank oder das Tableau von der Standheizung. Wir haben dann festgestellt, dass die zwei vom Werk mitgelieferten 50a Sicherungen an der zweiten Batterie nicht gesteckt waren. Wir haben sie dann im Handschuhfach eingepackt gefunden. Die sind nicht gesteckt, damit sich die Batterie nicht während des Transports entleert. Das sollte der Händler natürlich einbauen. Wir sind noch an den Strand gegangen und haben einen Kaffee in einer netten Bar getrunken. Den verdreckten Tümpel mit 🐢 haben wir noch entdeckt. Wie viel zählst du?

7 July 2018

Wir sind dann nach Cadiz hineingefahren - auf der anderen Seite der Bucht. Cadiz ist die älteste Stadt in Europa und wurde von Herakles und den Phoeniziern gegründet. Zigmal wurde die Stadt von Hannibal, Karthagern, Römern, Westgoten, Wikinger, Mauren und schließlich von Christen erobert. Also eine sehr bewegte Geschichte. Viel zu sehen von der Geschichte gibt es nicht. Außer einer Festung, 100 Wehrtürmen in der Altstadt und ein römisches Amphitheater aus dem ersten Jahrhundert ist nichts erhalten. Es gibt aber ein großes Kreuzfahrt-Terminal und noch zwei über 150 Meter hohe Strommasten, die die Bucht überspannen, zu sehen. Wir haben es nicht in die Altstadt geschafft, weil wir uns am Nachmittag mit Kalle und seiner Familie (Astrid und Nina) am Strand verabredet haben, die gerade in Cadiz Urlaub machen. Wir haben den ganzen Nachmittag in zwei verschiedenen Strandbars verbracht und haben noch zusammen gegessen.
Heute vormittag sind wir nach El Puerto de Santa Maria gefahren. Von hier hat Columbus seine zweite Expedition nach Amerika gestartet, er wird hier aber nur mit einem unspektakulären Brunnenmosaik gewürdigt. Die Katedrale war interessant, weil mehrere Storchennester mit einigen Jungvögeln auf dem Dach zu sehen waren. Insgesamt dürften ca. 20 Störche da gewesen sein. Gleichzeitig war auch noch eine Hochzeit zugange und wir haben die schicken spanischen Damen bewundert. Wir sind dann noch zur Stierkampf-Arena gegangen und haben sie zumindest von außen gesehen. Von da aus sind wir zur Osborn-Sherry - Distille spaziert. Das ist einer der größten Sherry Produzenten. In Santa Maria haben mehrere Sherry Hersteller ihren Stammsitz.

6 July 2018

Animiert durch einen Cache besuchen wir die kleine Stadt Santa Lucia mit ihrem Acueducto. Was die Römer alles hinbekommen haben! Wir verfolgen den Lauf des Wassers und im Bassin belohnen wir uns mit einer Abkühlung.
Wir besuchen die mittelalterliche Stadt Vejer de la Frontera, die hoch oben am Berg liegt. Sehr enge Gassen, wenn überhaupt nur eingeschränkt befahrbar. Wir haben am Plaza de España (mit dem Brunnen) Tapas im Restaurant Trafalgar gegessen und dann später in einem kleinen Restaurant Kaffee bestellt. Marcus hat auf der Karte den traditionellen Nachtisch Milchreis mit Safran bestellt (kalt). Wir haben uns mit Translator-App beim Koch informiert, wodurch der leicht bittere Geschmack kommt. Zitronenschale ist das Geheimnis. Hat super geschmeckt, sodass noch ne zweite Portion her musste. Zu dem tollen Dessert gab es noch eine wahnsinns Aussicht über den Ort.
Heute waren wir kurz in Conil auf dem Markt. Irina und ich haben uns jeweils schöne Lederhandtaschen gekauft. Dann wollten wir an den Trafalga Leuchtturm. Dort hat der Englische Lord Nelson 1805 die spanische Amanda in einer Seeschlacht versenkt. Die Statur von Lord Nelson am Trafalga Square in London ist übrigens genauso hoch wie sein Schiff lang war (62m) . Leider wäre der Weg zum Leuchturm wegen gesperrter Straße doch sehr weit durch die Dünen gewesen. Bei der Hitze heute ohne viel Wind und ohne Schatten war uns das zu viel. Wir sind dann nach Verjer gefahren. Ein kleines mittelalterliches Dorf mit kleinen Gassen und vielen netten Restaurants, Sherry Bars, Geschäften und Künstler Ateliers.

5 July 2018

Heute haben wir den Tag am Strand verbracht. Einfach nur baden und in der Sonne liegen. Wir haben uns eine ruhige Stelle mit Steilküste gesucht. Direkt oben drüber war ein Cafe, wo wir dann auf dem Heimweg Espresso getrunken haben. Der rote Schirm ist unserer ⛱️

4 July 2018

Gerade noch einen Abend Spaziergang gemacht.
Auf dem Weg sehen wie viele Kilometer ein betoniertes Bewässerungssystem, Wahnsinn! Woher das Wasser kommt, habe ich nicht rausfinden können. Wir haben riesige Felder mit Sonnenblumen gesehen. Jetzt haben wir wieder einen schöneren Platz gefunden und fühlen uns wohler.
Heute sind wir in der Nähn von Cadiz angekommen. Wir machen heute nicht viel. Einfach mal ausspannen und am Pool liegen. Morgen geht's an den Strand. Campingplatz ganz schön.

3 July 2018

Wir haben beschlossen, auf keinen Fall länger auf diesem Platz zu bleiben und sind dann gleich nach Portugal zum Abendessen gefahren. Die erste Stadt hat sich gleich als Touristenmagnet erwiesen und nicht als kleine Stadt mit süßen Bars und Restaurants. Wir haben dann nach längerem Suchen zwischen Burger und Pizzaläden ein kleines Restaurant gefunden. Wir haben hervorragend gegrillte Sardinen gegessen. Das war sehr gut und sehr günstig (Espresso 70 ct). Der nette Kellner wollte unbedingt noch, dass wir so Mini-Schnecken probieren. Man muss die Schnecke mit den Zähnen am Kopf hinter den Fühlern aus dem Haus ziehen. Die Leute essen ganze Berge, da sie so klein sind. Es ist quasi Massenmord. Ich habe ein paar höflicherweise gegessen. Irina wollte sie nicht probieren. Auf dem Rückweg sind wir am Strand gelaufen. Interessant war, dass neben vielen Mietschirmen mit Liegen noch zahlreiche Fischerboote mit deren Zubehör-Häusern existieren. Ein großer Kontrast zu den Hotelburgen.
Kein Himmel zu sehen, kein Grün. Das ist so entfernt von unserer Vorstellung von campen und Freiheit. Zusätzlich ist für diesen Preis auf den Toiletten Toilettenpapier noch Seife zu sehen und spülen darf man nur mit kaltem Wasser. Wir sind dann so schnell wie möglich an den Strand direkt hinter dem Platz geflüchtet. Der helle Sandstrand ist sehr schön und sauber. Das Wasser ist mit den hohen Wellen traumhaft. Typisch Atlantik!
Nachdem wir die Kathedrale hinter uns gelassen hatten, sind wir per Taxi zurück zum Stellplatz gefahren. Wir brachen jetzt Richtung Huelva kurz vor die Grenze nach Portugal auf. An der Atlantikküste sollen die Stände besonders schön sein. Hier wollten wir ein paar Tage bleiben und auch einen Abstecher ins 50 km entfernte Portugal zum Essen und Cachen machen. Leider gab es bis auf einen Campingplatz nur Plätze mit sehr schlechten Bewertungen. Also haben wir uns für den Platz mit den besten Bewertungen entschieden. Von außen war der Eingangsbereich sehr gepflegt angelegt. Wir haben dann für 43, 50 Euro / Nacht eingecheckt. Uns wurde eine Platznummer zugeteilt und wir konnten den Platz beziehen. Als wir dann den Platz gesehen haben, war es das Schrecklichste, was wir jemals erlebt haben. Jeder Platz ist quasi eine Gefängniszelle. Wir sind eingemauert und der Platz ist mit grünen Plastikplanen abgedeckt. Das Einfahren auf den Platz war trotz Mover wegen der hohen Kanten schwer.
Die Besteigung des Turms war eine tolle Erfahrung. Der Turm hat keine Treppen, sondern es gibt jeweils 4 Rampen für einen Ebene. Der Turm hat eine sehr große Grundfläche. Insgesamt führen 34 Ebenen zu den Glocken hinauf. Man steht dann direkt unter den 12 Glocken. Wir sind sehr erschrocken, als eine plötzlich geschlagen hat - gutes Timing! Es war sehr laut. Jetzt bleibt noch die Frage, warum Rampen statt Stufen gebaut wurden? Der Muezin musste ja mehrfach täglich hoch in den Turm, um das Gebet auszurufen. Statt zu laufen, als war es ihm so möglich, zu Pferde hinauf zu reiten. Das war natürlich sehr bequem. Die letzten Stufen schaffte er dann wohl so. 😄 Das letzte Foto zeigt eine Rampe.
Die Kathedrale ist wirklich beeindruckend! Mir kamen die Tränen in die Augen obgleich des Anblicks. Die Kathedrale wurde von den Mauren ursprünglich als Moschee erbaut. Der Turm diente als Minarett. Nach dem Fall der Stadt an die Christen wurde die Moschee in eine Kirche umgebaut. Überall lassen sich aber noch Ornamente mit orientalischem Muster erkennen. Die Hufeisenbögen sind typische Elemente der maurischen Architektur. In der Kathedrale ist auch der Leichnam von Christoph Columbus bestattet. Er fuhr von Sevilla erst den Fluss hinunter bis zum Meer, um dann nach Indien aufzubrechen. Mausoleum siehe letztes Bild.
Heute morgen sind wir mit der Kutsche zur Kathedrale gefahren! Eine tolle Fahrt an den 1929 zur Expo entstandenen Gebäude Lateinamerikas vorbei. Happy!

2 July 2018

Nachdem ich rasiert war (21:20), haben wir uns dann eine schöne Tapas-Bar gesucht und das Nachtleben genossen.
Ich habe mir dann noch einen Traum erfüllt. Nachdem wir schon auf der Hinfahrt Rossini's Oper "Der Barbier von Sevilla" gehört haben, suchten wir einen Barbier, der mich rasieren sollte. Wir haben einen kleinen traditionellen Laden gefunden und ich wurde ganz klassisch mit Messer rasiert. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Die Rasur hat 40 Minuten gedauert. Irina hat aufgepasst, dass nichts passiert. Auch als Beobachterin waren die einzelnen rituellen Schritten interessant anzusehen.
Leider hätte man am Palast sehr lange anstehen müssen für ein Ticket. Die Kathedrale war auch schon um 17 Uhr geschlossen. So sind wir durch Sevilla geschlendert, um tolle Gebäude - teilweise mit Geschäften drin - zu entdecken. Ein Highlight ist die Universität, sie ist eine ehemalige gigantische Tabakfabrik. Hier spielt Prosper Merimees Geschichte Carmen, auf der Bizets Oper beruht. Leider habe ich davon gar keine Fotos mit dem Handy gemacht, aber Irina!.
Wir sind über den Fluss Guadalquivir gelaufen, am Aquarium entlang zum Plaza España. Der Plaza España liegt inmitten eines sehr großen Parks. Das Gebäude wurde anlässlich einer Art Weltausstellung für Ibero-Amerikanische Länder 1929 gebaut. Es gibt noch viele andere sehr schöne Gebäude wie z.b. den Argentinischen Palast in dem Park. Anschließend sind wir weiter in die Stadt gegangen zum historischen Königspalast Alcazares und Kathedrale.
Wir sind nun endlich auf dem Weg nach Sevilla. Wir haben ca. 180 km Autobahn zurückgelegt. Die Landschaft ist sehr eintönig hier. Die komplette Strecke nur Olivenbäume so weit das Auge reicht. Aber was uns fasziniert hat war, dass auf der kompletten Strecke blühende Oleander den Mittelstreifen aufgereiht waren. Zig Tausende dürften es gewesen sein. Jeder so 2.80 bis 3 Meter hoch. Einer schöner als der andere. Nur einer davon im Garten wäre ein Traum. Wir sind dann nach einer Odyssee mit Navi zu einem Stellplatz in die City am Hafen gefahren. Von hier aus konnten wir in wenigen Minuten zu Fuß schon den Park mit dem Plaza de España erreichen.

1 July 2018

España gegen Russland. VIVA 🇪🇸 🇪🇸 🇪🇸 🇪🇸 🇪🇸 🇪🇸 🇪🇸 🇪🇸
Blick aus der Bustür. Jetzt erst mal Spaghetti am Strand kochen. Zum Nachtisch gibt's Espresso.

30 June 2018

Baden bei Sonnenuntergang an der Bucht.
Wir besuchen Iznajar. Die Stadt besteht aus steilsten Straßen und einer schönen Kirche.
Eindrücke vom Platz am Embalse de Iznajar und unmittelbare Umgebung. Es ist ein natürlicher Sandstrand am Ufer des größten andalusischen Süßwasserreservoirs. Es sind nur drei Wohnwagen da und wir wurden äußerst freundlich und umfassend willkommen geheißen. Man beachte, wo Marcus wendet :-).

29 June 2018

Am letzten Abend in Granada haben wir nochmal das Restaurant vom Campingplatz probiert. Es wurde schon bei Google in den Bewertungen empfohlen. Wir haben eine Steak-Platte bestellt. 900-1000g für zwei Personen. Das Ganze für sage und schreibe 41,90 Euro inkl. Beilagen und Brot. Es kam auch noch mit Gussteller, aber auf dem man es noch nachbraten konnte. Insgesamt waren es 5 verschiedene Steaks. Salat Mista für 5,70 Euro für zwei. Das Bier kostet 2 Euro und schmeckt super. Das Fleisch war sehr gut medium gebraten und als Beigabe gutes Flockensalz!
Heute haben wir den ganzen Tag nur die Alhambra besucht. Eine sehr große Wehranlage mit Gärten und insgesamt 4 Palästen aus verschiedenen Epochen. Das Highlight der Paläste ist der Palast der maurischen Nasriden Herrscher. Dieser ist so beeindruckend, dass ihn der christliche Eroberer Karl VI verschonte und direkt nebenan seinen eigenen Palast baute. Wohnen wollte er aber lieber in dem Palast der Nassriden. Der Nasriden Palast besticht durch beeindruckende Muster alle in Stein gehauen. Nichts ist bemalt. Die Muster sind so flilgran, dass sie feiner sind als der kleinen Finger.

28 June 2018

Als Höhepunkt der Altstadt ist die Kathedrale zu nennen mit gigantischen Ausmaßen und der gespiegelten Orgel mit je 4000 Pfeifen. Die Orgel ist jeweils nach vorne und hinten gebaut und gleich zweimal gespiegelt aufgebaut.
Nächster Punkt war dann der Besuch der Altstadt von Granada. Wir haben dort auch Tapas gegessen. Interessant waren die mit Sonnenschutz überdachten Straßen und die immerwährende Berieselung durch Wasserdampf in den Restaurants. Das ist sehr angenehm bei der Hitze.
Wir haben heute einen Tag mit Kultur-Flash verbracht. Nach den einsamen Wasserfällen und Stränden haben wir heute den ersten Tag in Granada verbracht. Erst waren wir in einem Kloster außerhalb des Zentrums. So wie es von außen unscheinbar ist, so toll ist es innen. Spektakuläre Altare, Säulen und verzierte Decken. Und immer wieder findet sich Bruno aus Köln wieder, der den Kartäuser Orden gegründet hat. Die Fotos sind teilweise Panorama-Aufnahmen vom Boden bis zu den Decken.
Ein paar Impressionen vom Campingplatz.

27 June 2018

Wir erreichen gegen 14 Uhr einen sehr schönen Platz mit einer Schweizerin am Empfang, die natürlich sehr gut deutsch spricht. Der Platz ist sehr gepflegt. Es gibt freies WLAN und sogar kleine Waschbecken an jedem Stellplatz. Wir werden hier mindestens 3 Nächte bleiben und heute mal nach Granada reinfahren. Morgen haben wir Alhambra-Tickets gebucht. Der Campingplatz liegt direkt oberhalb eines Stausees sehr schön gelegen. Wir haben dann endlich mal englischsprachige Touristen kennengelernt. Ein nettes Paar aus Irland, dessen männliche Hälfte mit uns das schreckliche Fußballspiel Südkorea gegen Deutschland geschaut hat. Letztes Bild: Blick mit der Liegewiese des Pools und den Stausee.
Wir fahren durch teilweise wüstenartige Landschaften mit riesigen Plastik-Gewächshäusern und sogar Golf-Ressorts. Die unglaubliche Wasserverschwendung und Umweltverschmutzung durch abgerissene Plastikfolien sind schlimm. Aber wir wollen ja das ganze Jahr Tomaten usw. im Supermarkt. Unser Route führte auch an Gaudux vorbei. Dieses ist eine Stadt, wo immer noch viele Leute in Höhlen leben. Man sieht von der Straße aus aktuelle neue Gebäude die direkt an bzw. in den Fels gebaut sind. Das scheint sehr gut vor der Hitze zu schützen. Kurz vor Granada hat uns Google und auch das Navi vom Auto durch ein sehr enges Dorf geschickt, um uns dann noch über eine einsprurige Passstraße zu unserem neuen Campingplatz zu führen. Irina hatte Angst, dass wir stecken bleiben oder den Wohnwagen beschädigen.Die Leute im Dorf haben dort mit offenen Mund gestanden und sich gewundert.... Die Passstraße war auf jeden Fall beeindruckend. Wir sind dann endlich gegen 14 Uhr auf den Campingplatz.
Tür auf - und Sonnenaufgang. So macht aufstehen Spaß. Wir haben kurz am Meer gefrühstückt. Irina hat noch ne kleine Cache-Runde gemacht. Dann sind wir Richtung Granada aufgebrochen.

26 June 2018

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Wir sind heute von den Bergen Kataloniens runter nach Andalusien gefahren - vorbei an Valencia, das schreckliche Benidorm und Alicante mit kilometerlangen Hotel- und Hochhäuserburgen mit Ferienwohnungen. Total überfüllt und verbaut. Wir verbringen den Abend lieber am einsamen Strand mit schwimmen. Jetzt essen wir erstmal Käseplatte und Baguette. Dann vielleicht nochmal, wenn die Sonne unter gegangen ist, ins Wasser gehen. Freu mich schon aufs Frühstück beim Sonnenaufgang, wenn man vom Meeresrauschen geweckt wird. Morgen fahren wir für mindestens zwei Nächte nach Granada und wollen die Alhambra besichtigen.

25 June 2018

Nach dem Durchschwimmen des ersten Beckens konnte man zum nächste Becken mit dem Wasserfall klettern. Dann hatten wir endlich den Wasserfall erreicht. Der Clou dabei war, dass das Wasser des Wasserfalls lauwarm war. Man kam sich vor wie unter einer Dusche. Das Wasser fließt oberhalb des Wasserfalls eine längere Strecke flach über Felsen. Dabei scheint es sich so zu erwärmen. Wir waren insgesamt 6 Stunden unterwegs. Wir haben nur einmal ein Pärchen getroffen. Sonst waren wir die ganze Zeit einsam unterwegs.
Nach nochmal einem anstrengenden Umweg mit wieder rauf und runter haben wir dann endlich unser Ziel erreicht. Wir haben dann erst mal gegessen (leckeren selbstgemachten Nudelsalat) und getrunken. Wir haben eine tolle Fels-Formation vorgefunden mit verschiedenen Strudelbecken. Der Wasserfall war nur duch schwimmen durch das erste Becken zu erreichen.
Als wir endlich an dem Zusammenfluss der beiden Flüsse ankamen, wo wir eigentlich vor hatten, den Fluss zu überqueren, war eine Querung leider nicht möglich. Der Weg hatte uns schätzungsweise 150 Meter oberhalb des Flusses geführt. Unten nur Felsen und Macchie, es war unmöglich, durchzukommen. Somit mussten wir nochmal einen Umweg von ca. 2,5 km machen - durch zum Teil zugewachsene Wege.
Der Weg wurde immer anstrengender. Aber gespickt mit Orchideen, anderen Blumen und fast Wäldern von Thymian und besonders Rosmarin. Teilweise war der Weg so zugewachsen wie man es sich im Urwald vorstellt.
Der Weg wurde immer abenteuerlicher. Wir mussten auch oft mehrere 100 Meter hoch, um dann wieder zum Wasser zu kommen. Zeichendurch luden immer wieder kleine Wasserfälle und Strudelbecken zum Planschen und Schwimmen ein. Wir haben es aber auf den dem Weg zum Wasserfall nur einmal zur Abkühlung genossen, weil wir noch einige beschwerliche Kilometer vor uns hatten.
Wir haben ja gestern den Zustieg zu den Wasserfällen wegen der Steilheit des Abstiegs auf heute verschoben. Eine neue nicht so gefährliche Route sollte her. Wir haben uns dann heute mittag von La Febro auf gemacht über eine längere aber nicht so steile Strecke. Die Strecke war super spannend und mit sehr viel Abwechslung garniert. Entlanghangeln an Felsen, durchqueren von Wäldern. Natürlich durften auch die ständige Überquerung des Flusses nicht fehlen.

24 June 2018

Nach dem Rückweg war es ziemlich warm. Im Auto 49 Grad. Kühlschrank 4,6 Grad. Perfekt gekühlter Apfelwein zur Erfrischung parat. Grundsätzlich ist das Klima aber hier ist sehr angenehm. Wir haben eigentlich so 25 Grad, leichten Wind und natürlich den ganzen Tag Sonne Wir sind hier aber auch über 1000 Meter hoch.
Innen und die Terrasse vom Restaurant. Wir haben eine spanische Platte und lokal angebaute (Berg)-Oliven gegessen. Unglaublich der Ausblick!
Wir sind dann zum nahe gelegenen Städtchen gelaufen was sich als tolle Alternative herausstellte. SIURANA ist ein kleines Dorf und war die letzte muslimische (maurische) Enklave in Spanien. Jetzt gibt es süße kleine Restaurants und einen kleinen Laden, der Oliven und Öl aus dem Ort verkauft. Das Highlight für uns war das Restaurant, das auf der Bergspitze in den Fels gebaut wurde.
Eigentlich hatten wir geplant, heute zum Wasserfall schwimmen zu gehen. Auf der Karte sah es nach einem 10-Minuten-Spaziergang aus. Als wir ankamen, stellte sich das Gelände als atemberaubend dar. Allerdings wäre der Weg tiefer als weit gewesen. Das wäre am Nachmittag nur mit Badeschuhen etwas heftig geworden. Letztes Foto: Weg zum Wasserfall. Bild 8: Einer der zahlreichen Wasserfälle unten im Tal.

23 June 2018

In dem kleinen Dorf am Platz ist heute San Joan Fest. Feuerwerk und Lagerfeuer in der Altstadt. Bild 2 zeigt die verrückten Spanier, die gerade einen Pylone vor der Kirche in die Luft jagen. Sehr laute Böller 😀 - die haben vor allem Marcus gefallen. Wir haben leider das eigentliche Spektakel verpasst, weil wir natürlich das Fußballspiel gesehen haben. Es war wohl eine Hexe da, die um das Feuer getanzt ist und auch drüber gesprungen ist. Letztes Foto ist aus dem Netz und zeigt, wie es wohl aussah.
2:1 Endstand 🇩🇪
Irma in Katalonien nur unter spanischen Freunden.
Riesige Paellapfanne (geht mit über den Bauchbabel) , toller Pool, Sonnenschein
Unser erster Anlaufpunkt in Katalonien ist ein schöner terrassiert angelegter Campingplatz. Heute Abend wird es erst ein Grillfest geben und danach eine Poolparty mit Show. Grillen beginnt um 22:00 und die Poolparty um 23 Uhr. Hier gehen die Uhren anders :-) Von hier aus wollen wir morgen eine Wanderung zu Wasserfällen und spektakulären Bassins und Höhlen machen, wo wir schwimmen wollen, wenn das Wasser nicht zu kalt ist (Kommentar Irina).
Erster Blick aufs Meer.
Route zum ersten Ziel in Katalonien
Morgens 6 Uhr dreißig Uhr in Frankreich Croissant Zeit

22 June 2018

Abendspaziergang durch Le Caylar direkt am Rasthof - eine süße mittelalterliche Stadt mit Roc-Castel. Ein Cache muss natürlich sein!
Jetzt haben wir doch noch kurzfristig den Plan geändert und sind nicht auf den uns gut bekannten Campingplatz bei Perpignan gefahren. Wir bleiben jetzt direkt an der Autobahn auf einer Raststätte wo wir eigentlich nur unser Abendpicknik mit Baguette, die Butter und Käse aus der Auvergne machen wollten. Hier ist es so schön in der Sonne zu sitzen. Fahren dann morgen bis nach Katalonien wo wir tolle Schluchten und Badestellen mit Wasserfällen besuchen wollen.
Überquerung des Viaduct de Milleu. Das Viadukt ist mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und bei einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 m das höchste Bauwerk Frankreichs. Maut war 15,20
Nach dem Einkauf jetzt noch ein Kaffee. Dann weiter Richtung Küste.
Das Tollste an dieser Raststätte ist zum einen der Ausblick auf die Vulkane. Und andererseits die super Käse- und Wurstauswahl mit Spezialitäten hier aus der Auvergne.
Aire de Volcanes: Überraschender Weise kommen wir an unserer Lieblingsraststätte vorbei und genießen bei Cappuccino und Pain au Chocolat den Blick auf die Auvergne. Auf dem dritten Foto sieht man eine Grafik der Vulkankegel. Die Vulkane der Auvergne sind bekannt durch die Werbung von Volvic. Wir haben vor einigen Jahren schon mal die Auvergne länger besucht. Wirklich eine Reise wert. Auch besonders die Käse und Wurst spezialitäten.
Brotzeit am Wegesrand. Wir genießen die französische Landschaft auf der Landstraße.
Das erste Französische Baguette war unsers :-)
Nachdem wir bei Freiburg auf einem ruhigen Parkplatz geschlafen haben sind wir gleich los gefahren. Unser erstes Frühstück haben wir bei lecker Cappuccino und Croissant auf einer Raststätte in Frankreich genossen. Marcus fand die Ausstellung und Auswahl der Peugot-Mühlen und die Sportwagen megaaaa.

21 June 2018

ANDALUSIEN WIR KOMMEN! Alles gepackt und abfahrbereit. Abfahrt gegen 19:55 Uhr! Kein Stau auf der A5 Richtung Freiburg. Wir sind gespannt, welche Abenteuer auf uns warten.

20 June 2018

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