Myanmar · 4 Days · 17 Moments · March 2017

Redwheresoever ~Myanmar~


6 March 2017

Myanmar <3

3 March 2017

Diese Bilder in meinem Kopf werde ich nie vergessen...
Sonnenuntergang bei einem Tempel. Die Mönche sind ganz aufgeregt über die "fremden Besucher" und machen Selfies mit uns.
Märchenhaft...
Motorbike-Tour Mit herrlichem Fahrtwind in den Haaren über rote Sandstraßen durch die majestätische Kulisse fliegen... Ich glaube, ich muss mir zuhause auch ein Motorbike anlegen.
Verrückter Vogel, Tempelbewacher.
Wir fragen die Einheimischen, ob es in Ordnung ist, hier zu schwimmen; als sie lachend bejahen, springen wir hinein. Wie wundervoll es ist! Wir schwimmen über den süßen See, das Wasser ist klar, ein paar Fische knabbern an uns. Hinter dem Sonnensee beginnt der zweite Höhlenberg, durch den wir einfach hindurchschwimmen. Samtig schwarz, stilleschluckend und beinahe gespenstisch schön mutet das an! Auf der anderen Seite finden wir noch eine wunderschöne, versteckte Lagune, umgeben von herrlich wilder Natur und einer Bergkulisse, die an 'Avatar' erinnert.
Passiert im Leben nicht oft genau das, was man sich wünscht...? Es hat 38° an diesem Tag, wir sind weit vom Meer, aber eine Abkühlung wäre schön. Als wir uns dem Höhlenausgang auf der anderen Seite nähern, flüstere ich noch: "Stellt euch vor, auf der anderen Seite wäre ein versteckter See!" ...und nun seht, was wir dort gefunden haben :)
Die Höhlen von Suddan. Wir haben nur eine grobe Idee von der Umgebung, fahren darauflos, und finden herrliche Landschaften! Zum Beispiel die Höhlen von Suddan, die wir besuchen. Ein riesiger Höhlenberg, durch den man unterirdisch wandern kann; mysteriöse Steintempel, unterirdische Gewässer und Brücken darüber, fantastische Ausformungen der Natur!
Hpa-An Kaum in der Stadt angekommen, marschiere ich drauflos, voller Freude da zu sein, aber ohne Plan wo ich hinmöchte. Ich lasse mich von meiner Intuition leiten - und wieder habe ich herrlich Glück: Ich treffe mitten auf der Straße ein paar liebe Leute, die mir einerseits ein schönes Guesthouse zeigen können und andererseits gerade Motorbikes ausgeliehen haben und mich einladen mitzukommen, um die wunderschöne Gegend zu erkunden. Aber klar doch!
So wundervoll friedlich! Wir kommen an vielen Fischerdörfern vorbei; überall laufen die Kinder zum Ufer um uns begeistert zu winken. Auch die Erwachsenen lassen ihre Fischerarbeit für einen Moment ruhen, halten inne und zeigen uns ihr strahlendes Lächeln. So viel Friede und Harmonie...!
Ich beschließe mit dem Boot nach Hpa-An zu fahren; drei Stunden lang geht es mit diesem winzigen Boot flussaufwärts.
Morgengrauen in Malawyne. Frühstück auf der Terasse des Kolonialzeit-Gästehauses. Auch George Orwell verbrachte Zeit in diesem Örtchen; sein Buch "Burmesische Tage" ist Zeuge davon. Zufällig habe ich es vor ein paar Tagem in einem Buchladen entdeckt und natürlich mitgenommen.

2 March 2017

"You have a beautiful shadow." Natürlich konnte ich trotz der abenteuerlichen Fahrt nicht gleich schlafen gehen, in Malawyne angekommen beziehe ich nur kurz mein süßes Gästehaus im Kolonialstil und gehe dann erste Eindrücke sammeln. Ich finde mich kurz darauf auf einem belebten Nachtmarkt wieder; überall riecht es unglaublich gut, junge und alte Leute aus Myanmar sitzen und essen und haben eine gute Zeit - und kein einziger Westler! Als Fremdländer ist man eine richtige Attraktion, die Leute kommen her, grüßen und heißen mich willkommen. Und wie diese Menschen lächeln können...! Bald habe ich ein paar unglaublich süße Kids an meinem Rockzipfel, ich spiele mit ihnen, bringe ihnen englische Lieder bei und albere mit ihnen herum - die Zeit vergeht wie im Flug. Viel burmesisches Lächeln, ältere Leute die stehen bleiben und mir sagen, dass ich einen schönen Schatten habe. Wie wundervoll fröhlich und dankbar diese Kinder sind, dass man sich mit ihnen beschäftigt! Glück pur.
In einem Taxi geht es von der Grenze nach Malawyne, einem kleinen Örtchen. Schon bald erinnern mich Landschaft und Vegetation an Ghana: Auf einer Dirt-Road geht es quer durch den Busch ins Landesinnere. Und diese "Straße" hat es in sich! Holprig ist die Untertreibung des Jahres, man hielt sich die ganze Fahrt über fest, um nicht durch die Gegend geworfen zu werden. Höhepunkt war wohl, wie wir mit diesem stinknornalen Taxi einfach quer durch einen kleinen Fluss fuhren... Irgendwo im Nirgendwo hielten wir, ein Restaurant tauchte aus dem Nichts auf und wir konnten was essen. Shan-Noodels, Myanmar Style!
Mit einer Handvoll Reisenden gemeinsam, die das Tagespensum an Touristen darstellen, überquere ich also die Grenze. Augenblicklich ist klar: Diese zwei Länder trennt viel mehr, als nur der Zeitunterschied. Alles hier ist anders! Die Farben haben sich verändert, die Straßen, die Gerüche, die Schrift, die Sprache - und insbesondere die Menschen! Sie sehen anders aus, tragen Sarong, kauen Bettelnuss und erinnern mich an meine Zeit in Indien. Sie starren mich an, im ersten Moment weiß ich nicht, in welcher Weise (indisch-oh-gott-eine-frau oder freundlich-neugierig), doch überall her winken sie und rufen 'Willkommen' in Burmesisch - das erste Wort, das ich in Myanmar lerne - schön, nicht? :) Die Menschen sind total neugierig auf westliche Leute und wollen ständig mit einem interagieren. Sanft geht die goldene Sonne über den rotdunstenen Sand-Straßen unter, was für ein Willkommen!
Willkommen in Myanmar! Mein Visum habe ich ja glücklicherweise schon in Bangkok beantragt, an der Thaigrenze in Mae Sot angekommen trennen mich noch einige Kilometer von Myanmar. Es geht eine ganze Weile durch Niemandsland, schließlich überquere ich eine Brücke, bewege mich eine halbe Stunde in der Zeit zurück - und komme endlich im ersehnten Myanmar an.