Japan · 52 Days · 374 Moments · October 2017

Pilgerweg der 88 Tempel in Japan


25 November 2017

Kansai Airport In 13 h bin ich zurück in Deutschland

24 November 2017

Ein Urlaub in Japan wäre nicht komplett ohne einen Besuch in der Karaoke Bar. In diesem Fall ein Couchsurfer Event mit einer guten Mischung von Japanern und Besuchern wie uns.
Am Ende des Tales wartete der Mino-O Wasserfall. Leider war auch dieser Weg durch den Taifun in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb mussten wir mit dem Taxi zum anderen Ende des Tales fahren. Aber ich finde die Fahrt hat sich gelohnt.
Letzter Ausflug nach Mino-O. Ein kleines Tal mit herrlichen Herbstlaub.
Ok, totaler Overload. Wer etwas aus Japan mitgebracht haben möchte (nur legale Sachen und was in einen Koffer passt) bitte hier vermerken. Möglichst genau bitte, ich kenne mich mit dem ganzen Manga Zeug nicht aus.

23 November 2017

Sushi und Bier und gratis ne ganze Bar, die sich nur für uns interessiert. Die Großeltern waren neugierig, der Schwiegersohn und die Kellnerin mussten übersetzen. Ein sehr witziger Abend.
Als Ersatz haben wir uns dann noch einen sehr ungewöhnlichen Tempel angesehen. Dieser Tempel ist zwar auch über 1000 Jahre alt, das Eingangstor wurde jedoch durch einen modernen Architekten erbaut. Torwächter trifft Neuzeit sozusagen.
Letzter großer Tempel auf meiner Reise. Leider machen die hier schon um 16 Uhr die Türen zu.
Tennoji Park in Osaka
Das alte Zentrum Shinsekai mit kleinen Gassen und kleinsten Bars in denen das Essen noch vor deiner Nase zubereitet wird.
Auch wieder ein Shinto Shrine

22 November 2017

Der krönende Abschluss eines Touritages
Im Eulen-Cafe Wata-Wata Über den Sinn eines solchen Cafés kann man natürlich streiten, aber wo kann man sonst Hedwig streicheln und Evil-Owl erschrecken?
Lecker Essen mit unserem Student-Guide. Das Essen heißt Okonomiyaki, eine Art Omlett mit verschiedenen Toppings. Das Omlett wird fertig gekocht serviert und kommt dann auf die heiße Platte in der Tischmitte und bleibt so wunderbar warm.
Kasuga-Taisha Schrein Erichtet im 8. Jahrhundert als Einladung an die Götter nach Nara zu kommen. Der Legende nach, kam der Gott auf einem weißen Hirsch angeritten. Seitdem kümmern sich die Einwohner von Nara liebevoll um die Hirsche. Der Wald hinter dem Shrine ist heilig und wurde seit 1000 Jahren von keinem Menschen betreten.
Weg zum Shinto Shrine
Spaziergang durch den Park.
Todajii Tempel Der größte sitzende Buddha der Welt.
Rehe!!!!
Kofukuji Tempel
Heute geht es nach Nara. Ehemalige Hauptstadt von Japan, Weltkulturerbe, aber vor allem der Ort, wo Rehe gestreichelt und gefüttert werden können! Auf unserem Streifzug haben wir eine Japanische Architekturstudentin kennen gelernt, die sich als kostenloser Guide angeboten hat. Durch sie haben wir wirklich tolle Details erfahren und sie konnte nebenbei ihr Englisch verbessern.

21 November 2017

Tokugawa Mausoleum
Nyoindo Das letzte erhaltene Frauenkloster. Da Frauen lange Zeit der Zugang zum Koyasan verwehrt wurde entstanden mehrere Frauenklöster vor dem Eingang zum heiligen Bereich.
Kleine Wanderung zur Bergspitze Benten-Dake
Dai-mon Tor Das Eingangstor zum Koyasan Bereich. 25,1 Meter hoch hat es kaum aufs Bild gepasst.
Noch so ein Tempel
Shinto Shrine im Herbstlaub
Danjo Garan Haupttempel Kon-Do und die Pagode Konpon Daito
Danjo Garan - der heiligste Tempel-Komplex auf dem Berg Das Eingangstor Chu-Mon
Joki-in Tempel
Shinto Shrine
Haupttempel Kongobuji.
Heute schauen wir uns noch ein bisschen in Koyasan um. Das Wetter ist mittlerweile besser geworden. Sonnenschein bei kuscheligen 4 Grad plus.
Letzte Impressionen der schönen Tempelanlage.

20 November 2017

Abendessen und Frühstück wurde direkt im Zimmer serviert, von einer reizenden Japanerin und in mehreren Gängen zelebriert. Anschließend wurde unser Bett vorbereitet. Doch wir hatten noch eine letzte religiöse Sache gebucht. Das abschreiben einer Sutra auf kostbares Papier ist eine typische Art, einem Wunsch Kraft zu verleihen. Anschließend wird dieses rituell verbrannt. Garnicht so einfach mit diesem Kalligraphistift die Kanjis nachzumalen. Nach 1 1/2 Stunden war ich fertig und bereit für‘s Bett
Shukubo im Fukuchiin-Tempel. War eigentlich klar, dass wir nicht die einzigen Touristen sein würden aber gleich 30 Chinesen, 8 Franzosen und mehrere europäische Paare? Echt jetzt?
Unterwegs zur Unterkunft.
Die dritte Brücke Gobyo no hashi führt letztendlich zur Erleuchtung und zum Mausoleum von Kobo Daishi. Fotografieren leider verboten.
Die zweite Brücke Nakano Hashi steht für die innere Reinheit.
Der Weg nach der ersten Brücke Ichinohashi führt in das Reich der Toten.
Also meine Pilgerzeit ist definitiv vorbei und mein Körper wieder auf normalen Rhythmus eingestellt. Heute habe ich tatsächlich einen Wecker gebraucht um rechtzeitig aufzustehen. Vorbei die Zeit mit 5 Uhr morgens wach sein. Heute geht es zum Kōyasan, einem heiligen Berg mit über 100 Tempeln. Kobo Daishi die letzte Aufwartung machen. Pilger fahren nach ihrer Pilgerreise dorthin um ihm von ihrer erfolgreichen Reise zu erzählen. Fahrzeit wenn alles gut geht 3 h. Die Seilbahn auf den Berg ist leider nach dem schweren Taifun im Oktober außer Betrieb und es fahren Ersatzbusse vom Bahnhof.

19 November 2017

Langsam schon mal wieder an das europäische Essen gewöhnen.
Namba Parks
Unterwegs in Osaka. Wir haben quasi den ganzen Nachmittag gebraucht uns nächstes Ziel zu organisieren. Die Fahrt nach Koyasan, dem Ort, an dem Kobo Daishi begraben liegt. Aber nach vier Touriinfos und zwei Bahnhofschaltern war vom Zugticket bis zur Unterkunft alles erledigt. In der einen Touriinfo waren alle vier Angestellten nur mit uns beschäftigt. Wahnsinn!
Ich hätte ja soviel in diesem Shop kaufen können.
Katzencafe Oder besser gesagt ein Besuch in der ‚Neco Republic‘. Eine Mischung aus Katzenasyl und Streichelzoo. Total lieb gemacht. Auf drei Etagen verteilt konnte man mit den Katzen spielen, schlafen oder arbeiten.
Mittagssnack
Cosplay Laden

18 November 2017

Die Rock Rock Bar hat ihren Namen alle Ehre gemacht. Anscheinend hatte der Besitzer des Ladens Geburtstag und viele Stammgäste waren da. Oder der Mann ist einfach wahnsinnig beliebt. Wie der abgefeiert wurde, unglaublich. Es gab Champagner, Poole Dancerin und jede Menge Geburtstagskuchen und Geburtstagsliedständchen. Als um halb 3 die ersten in der Ecke geschlafen haben, haben auch wir den Rückweg angetreten.
Willkommen auf 20 qm wohnen in einer japanischen Großstadt. Die Unterkunft heißt Long Stay Osaka und ist ein ganzes Appartement im Ausgehviertel rund um den Bahnhof Namba. Zumindestens für zwei Nächte wird das hier unsere Basisstation.
Einmal Abschied nehmen von dieser superlieben Familie, die uns auch noch ein Mittagessen gekocht hätten. Für uns heißt es runter von der Insel Shikoku, auf geht es nach Osaka mit dem Bus. Gerade mal drei Stunden Fahrt. Dazwischen liegen allerdings Welten. Wo kommen nur diese ganzen Menschen plötzlich her!!!
Naruto Whirlpools Ein Naturschauspiel, dass sich bei jeder Ebbe und Flut abspielt. Durch das Abfließen des Wassers entstehen große Wirbel, wohl die weltgrößten. Für Taiko war nur wichtig, wie toll man die Gänge entlangtoben konnte.

17 November 2017

Als Dankeschön wollten wir Kumiko, Takuya und den kleinen Sohn Taiku zum Essen einladen. Running-Sushi gibt es also definitiv auch in Japan und es war der Hammer. An deinem Tisch läuft das Sushi vorbei, Wasser und Tee ist kostenlos und am Display kannst du jederzeit etwas zusätzliches bestellen wie Suppe oder Dessert oder einfach vegetarisch für Sue. Das kam dann oben drüber auf einem Laufband direkt aus der Küche angeflogen. Und übelst günstig 3900¥ für vier Personen plus Kind, das sind weniger als 10€ pro Person.
Awa-Odori Ein Tanz, für den Tokushima in ganz Japan bekannt ist und auf den sie dort mächtig stolz sind. War auf jeden Fall witzig und sehr interaktiv. Denn nachdem der Tanz kurz erklärt und vorgeführt wurde mussten quasi alle Zuschauer (80% Taiwanesen) und natürlich auch wir auf die Bühne und mitmachen.
Indigo-Färberei Hier durften wir selbst etwas färben. Musste allerdings schnell gehen, für 14 Uhr war eine große Gruppe angekündigt. Und wirklich haben gefühlt hundert Japaner die Werkstatt gestürmt als wir gerade beim trocken Bügeln waren.
Heute haben wir uns mit Kumiko getroffen, Japanerin und Couchsurfer. Sie und ihre Familie hatten mir schon Anfang Oktober angeboten bei Ihnen zu übernachten. Leider lag Naruto Town nicht direkt auf der Pilgerstrecke. Aber jetzt hat es geklappt. Kumiko hat Sue und mich an einem Bahnhof getroffen und wir haben eine richtige schöne Sightseeingtour gemacht.
Mein Morgen-Kaffee
Tempel Nr. 6 am Morgen

16 November 2017

Wir schlafen heute in der Tempelunterkunft von Tempel Nr. 6. Das war zwar heute morgen nicht unbedingt unser Ziel, aber alles hat darauf hin gearbeitet, dass wir hier landen. Unser eigentliches Ziel bei Tempel Nr. 2 gab es garnicht, obwohl es im Reiseführer stand. Beim Henro Haus ist keiner ans Telefon gegangen und an der Tür hing ein Schild: Erst ab vier Uhr gesetzt. Also sind wir vorher noch zu Tempel Nr. 1, 500 m entfernt. Dort haben wir Paul wieder getroffen. Hab ich den schon mal erwähnt? Wir sind uns ca. 4 mal an unterschiedlichen Punkten über den Weg gelaufen. Er hat auf das wiederholte Anraten von Sue im Tempel Nr. 6 reserviert und, da er japanisch kann, auch für uns angerufen. Dann haben wir uns ein Taxi geteilt und hier sind wir nun alle.
Endlich ist der Kreis geschlossen. Tempel Nr. 1, wo alles begann. Und mein Guidebook macht sich erneut auf den Weg um die Insel. Denn wo für uns die Reise endet, beginnt sie für einen Pilger aus Tschechien. Wir sind mit ihm ins Gespräch gekommen und er war dankbar für alle Tipps, die wir spontan weiter geben konnten. Da ich es nicht mehr brauche, habe ich ihm meinen Reiseführer überlassen. Krass, wieviel man auf dem Weg gelernt hat. Was einem alles jetzt so vertraut und alltäglich ist, wo doch vor 6 Wochen alles so neu war.
Shinto Shrine
Sightseeing Hikesa

15 November 2017

Heißes Bad in mit grünen Tee versetzten Wasser und eine Klimaanlage die mein Zimmer mollig warm werden lässt. Hier gefällt es mir :-)
Endlich heißer Tee und eine Udon-Suppe. Mittlerweile habe ich alle dicken Klamotten an, die ich mitgebracht habe. Ganz schön kalt auf so einem Berg.
So sehen erfolgreiche Pilger aus.
Tempel No. 88
Die letzten 1,2 km zum Tempel
Der letzte Henro-korogashi Vorgänger behaupten, auf diesen Weg teilweise auf allen vieren gekrochen zu sein. Und tatsächlich war das letzte Stück zum Berggipfel eher eine Klettertour als ein Wanderpfad. Aber die Aussicht war es wert!
Die letzte Etappe zum Tempel 88
Maeyama Ohenro Kōryū Salon Ein Museum und Treffpunkt für Shikoku Pilger. Hier haben wir schon mal unsere Urkunde bekommen. Das Museum zeigt die Geschichte des Pilgerweges. Manche der ausgestellten Objekte sind über 500 Jahre alt.
No. 87 Nagaoji

14 November 2017

So, morgen stehen die letzten zwei Tempel auf der Tagesordnung. Wir fahren mit dem Zug zur Nr. 87, dann können wir hoffentlich noch ca. 5 km mit dem Bus fahren. Der Rest wird gelaufen. Noch ein letztes Mal von 0 auf 740 m. Der Weg zur 88 hoch soll nochmal richtig knackig sein. Sue und ich sind heute Abend nochmal das Gepäck durchgegangen, ob nicht doch das eine oder andere unnütze Ding noch weg kann.
Entspannen im Busshōzan Onsen. Ich glaube ich bin 30 Minuten mit dem Zug gefahren, 10 Minuten gelaufen und war gerade mal 20 Minuten im Onsen. Aber danach war ich entspannt und mir war wieder warm. Und dank des Tagestickets war die Fahrt umsonst. Die letzten paar Tage ist es ganz schön kühl geworden. Ich weiß, kein Vergleich zu Deutschland, aber die ersten Tage mit 17-19 Grad fühlen sich echt kalt an. Gerade wenn es auch noch regnet und man ständig auf Bergen unterwegs ist.
Ganz entspannt mit Shuttlebus und Bahn zurück zum Hotel.
No. 84 Yashimaji
Kaffeestop in einem entzückenden Laden auf dem Weg zum nächsten Tempel. Das Geschäft ist uns schon auf dem Hinweg aufgefallen, aber da war die Motivation den Hügel hoch zu steigen noch zu groß. Der Laden ist halb Café, halb Verkaufsraum für Ukulelen, die der Mann selbst herstellt. Die Frau ist Hauptberuflich Übersetzerin, halb Ladenbetreiberin, und halb kreativer Kopf, die bastelt, malt, designed und was weiß ich was noch. Beide sprechen gut englisch, haben in Deutschland und Holland gelebt und kommen eigentlich aus Tokio. Wir haben dort so lange Kaffee getrunken und Geschenke erhalten, bis der Regen aufgehört hat. Voller Tatendrang sind wir dann gleich noch zum nächsten Tempel gelaufen.
No. 85 Yakuriji
No. 86 Shidoji Nicht wundern. Bilder werden nachgeliefert. Ich hatte vergessen mich um neuen Speicherplatz in meinem Handy zu kümmern. Außerdem hat es geregnet. Da hab ich sowieso keine Lust zu knipsen. Der Tempel war wunderschön, wenn es nur nicht so nass gewesen wäre.
Heute war ein Regentag. Deshalb haben wir uns ein Tagesticket für die Privatbahn gekauft und sind mit dem Zug zu den Tempeln gefahren. Und weil es sonst langweilig wäre, sind wir zur höchsten Nummer zuerst gefahren und haben uns dann Stück für Stück zurück gearbeitet.

13 November 2017

Wenn man schon früh mit dem Taxi zum Bahnhof fährt kann man am Nachmittag auch mit dem Fahrradservice zum Restaurant gebracht werden.
Der Weg zum Bahnhof
Meinem Karma hat das Schummeln irgendwie nicht gut getan. Am Tempel 82 hat mein Handy plötzlich gestreikt und wollte keine Fotos mehr machen. Es gab weit und breit keinen Getränkeautomaten, so dass ich mir Wasser aus dem Brunnen abfüllen musste. Und irgendwie sind mir selbst die paar Pilger dort mega auf die Nerven gegangen.
No. 82 Negoroji
Ich muss zugeben für den Weg haben wir ein bisschen geschummelt. Zum nächsten Tempel haben wir uns von einem Auto-Pilger mitnehmen lassen. Ein alter Mann mit großen schwarzen Auto und Lederausstattung hatte das zweifelhafte Vergnügen uns mitzunehmen. War fast wie Limousine fahren. Sue hat uns die Mitfahrgelegenheit organisiert, ich glaube ich hätte nach dem ersten der mich nicht versteht schon aufgegeben. Aber sie blieb so lange dran, bis sie einen Pilger und den ganzen Touris gefunden hatte.
No. 81 Shiromineji Es war ein herrlicher sonniger Tag und deshalb waren wahrscheinlich mehr Foto-Touristen als Pilger bei den Tempeln. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Sue und ich waren für den ein oder anderen auch ein beliebtes Motiv.
No. 80 Kokubunji

12 November 2017

Udon Noodles
Ritsurin Garden
Künstlerviertel und Einkaufsmeile
Hafengegend von Takamatsu
Takumatsu Castle
Day-off in Takamatsu Sue geht es leider nicht so gut. Deswegen lassen wir es heute mal ruhig angehen.

11 November 2017

Ōkura Hotel in Takamatsu Basiscamp für die nächsten zwei Tage. Mal zur Abwechslung wieder ein Bett, ein Bad, ein Kühlschrank für mich alleine. Und eine tolle Aussicht aus dem 8. Stock.
Teil 4 Das ganze Gelände war wie ein Abenteuerspielplatz. Ganz viele Familien im schicken Anzug oder Kimono.
Teil 3 Na, wer findet das ‚Fruchtbarkeitssymbol‘?
Teil 2
Tamura Jinja Fast wären wir nicht hingegangen. Zu dem kleinen Shrine in der Nähe des Tempels. Teil 1
No. 83 Ichinomiyaji
Willkommen in Takamatsu!
No. 79 Tennōji Anscheinend waren wir um halb neun noch zu früh. Das Wasser im Waschbecken war abgelassen und die Tempel sahen irgendwie noch geschlossen aus. Die Glocke war nicht bedienbar und die Glockenschnüre an den Tempeln fehlten auch. Wir haben echt an uns gezweifelt, ob wir am richtigen Tempel stehen. Da ging es aber nicht nur uns so. Für die Kalligraphie musste man erst mit einer großen Handglocke läuten, wenn man das Büro dafür erstmal auf diesem verwinkelten Gelände gefunden hat. Aber die Dame dort war super lieb und hat uns kleine Kuchen geschenkt.
Übernachtung in einem Henro Haus kurz hinter Tempel 78. Sue hatte die Empfehlung von einem anderen Pilger, sonst hätte ich da glaube ich nicht angehalten. In diesem Fall war die Übernachtung quasi privat bei einem älteren Ehepaar. Der Mann war super lieb, hat uns Tee gekocht und Bilder und Andenken an frühere Pilger gezeigt. Geschlafen haben wir in einem typisch japanischen Zimmer auf bequemen Futon-Betten. Das mega reichhaltige Frühstück war dann noch der krönende Abschluss.

10 November 2017

Der Shinto-Schrein zum heiligen Hamster. Oder was auch immer der Nager darstellen soll.
No. 78 Gōshōji
Schaufensterbummel.
Erst einmal vom Essen erholen.
Chinesisches Essen in Japan. Irgendwie seltsam unpassend. Und erstaunlich anders im Geschmack. Wir hatten aber auch erst nach dem bestellen gemerkt, dass wir in einem chinesischen Restaurant sitzen. Das eine Bild zeigt das Speiseangebot in der Auslage, das andere ist das Essen dazu. Irgendwie praktisch, wenn man die Speisekarte nicht lesen kann.
Marugame Castle
No. 77 Dōryūji
No. 76 Konzōji
Hier Bilder unserer Unterkunft. Oder besser des Flüchtlingsheim-Wohncontainers. Für die Geräuschkulisse drum herum (Zug, bellender Hund um 3 Uhr nachts) waren die Wände einfach zu dünn. Und ich habe 12 Übernachtungsgäste gezählt, die sich eine Dusche, eine Toilette und eine Spüle zum Zähneputzen teilen. Und kalt war es in der Nacht. Definitiv nicht das Highlight meiner Reise.

9 November 2017

Kotohira Town Durch die sehr touristische Stadt geschlendert, Kaffee getrunken, Snacks gegessen und die Sehenswürdigkeiten angeschaut. Eine alte Holzbrücke -Saya-bashi- , den höchsten Leuchtturm aus Holz uvm. Zum Schluss sind wir in einen Onsen gegangen, haben uns dort mit einem Salzpeeling verwöhnt und das warme Wasser unsere Muskeln entspannen lassen. Danach ging es entspannt zurück zu unserer Unterkunft.
Kotohiragū Hierher kommen die Seefahrer um für eine sichere Überfahrt zu beten. Das Meer kann man von hier aus übrigens nicht sehen.
Heute keine weiteren Tempel. Dafür 758 Stufen zum größten Shinto-Schrein auf Shikoku.
No. 75 Zentsūji
Ok, nach 11 Stunden durchschlafen geht es schon etwas besser. Wir hatten im Tempel eine schöne Morgenzermonie mit einem süßen alten Priester und vielen Mönchen. Darunter auch zwei Frauen. Es waren viele Pilger anwesend und wir haben alle zusammen die Heart Sutra gesprochen. Etwas, dass man als Pilger bei jedem Tempel macht. Und heute haben wir uns auch von Bill getrennt. Der ist sowieso in Gedanken schon halb zu Hause. Hat seinen Flug nach vorne verlegt um für Thanksgiving zu Hause zu sein und will den Pilgerweg noch schnell durchziehen. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, unser Tempo war am Ende einfach zu unterschiedlich. Sue bleibt mir aber erhalten und wir fahren jetzt erstmal mit der Geschwindigkeit runter. Passend dazu ist unsere nächste Unterkunft auch nur 3,5 km entfernt, Mikasa-sukasa. Den Namen unbedingt laut vorlesen, dann wisst hier, warum ich da einfach hin musste.

8 November 2017

Müde, kaputt und vollkommen überanstrengt. Die Strecke war ingesamt ca. 18 km, viel mehr als ich mit Gepäck mir geschworen hatte zu laufen. Dazu kam noch, dass Bill eine unglaubliche Geschwindigkeit an den Tag gelegt hatte. Ich hatte zwar an Tempel 71 vorgeschlagen uns zu trennen, aber ich hätte besser drauf bestehen sollen alleine zu laufen. Die Quittung war, dass mir abends schlecht war. So schlecht, dass ich kaum etwas gegessen habe, um 18 Uhr mit glühenden Gesicht aber am ganzen Körper frierend im Bett lag. Zu schwach zum Zähne putzen, viel zu fertig für ein Bad im Onsen, auf das ich mich so gefreut hatte.
No. 74 Kōyamaji
No. 73 Shusshakaji
No. 72 Mandaraji
Das Highlight des Tages!
No. 71 Iyadaniji Wieder ein wunderschöner Bergtempel. Und hier hatte es endlich mit regnen aufgehört.
No. 70 Motoyamaji Leider wurde die riesige Pagode gerade renoviert. Aber dafür konnte man sich die Metallspitze mal aus der Nähe ansehen. Und unser Name steht jetzt auf einem der Dachziegel, die später wieder die Pagode zieren werden.
Ok, heute ist mal wieder ein Regentag. Frühstück ist hier erst um 7 Uhr. Das heißt etwas länger schlafen, noch gemütlich Haare waschen und dann geht es los zum nächsten Tempelmarathon. Das Ziel ist die Nr. 75, wo wir auch übernachten.

7 November 2017

No. 69 Kannonji
No. 68 Jinnein
Garnicht so einfach hier die richtigen Tempel zu finden.
Kotohiki Park Angeblich vor vielen hundert Jahren zu ehren eines Herrschers in nur einer Nacht in den Sand gezeichnet wird der Umriss einer Riesenmünze zweimal im Jahr von freiwilligen Helfern erneuert.
No. 67 Daikōji
Osettai von netten Bio-Bauern. Die Mandarinen waren der Hammer
Teil 2
No. 66 Unpenji Ein wunderschöner Bergtempel mit perfekten Herbstfarben im Morgenlicht. Wenn ich gekonnt hätte, ich hätte mich hier sofort als Mönch eingeschrieben.
Ropeway! Die einfachste Art einen Tempel zu besuchen.

6 November 2017

Kann sich sehen lassen. Irgendwie bekommt man auf dieser Seite der Insel weniger Fisch, dafür mehr Fleisch zu essen.
Heute sehe ich Sue und Bill wieder. Wir schlafen im selben Ryokan in Kan-onji und laufen morgen wieder gemeinsam zum nächsten Tempel. Jetzt bin ich müde von der vielen Sonne und dem heißen Bad und bin auf das Abendessen gespannt.
No. 65 Sankakuji
Auf dem Weg zum Tempel. Die Jungs wohnen in der Gegend und sind mit Tüten unterwegs den Wald von Müll befreien.
Noriko hat Hannah und mich mit dem Auto zum Bahnhof gebracht. Hannah fährt heute um 06:24 Uhr mit dem Zug zur Schule und kommt nach Sport und Zusatzunterricht heute um 22 Uhr nach Hause. Also ich möchte bitte nicht tauschen. Aber hier in Japan ist das ganz normal. Deshalb schlafen hier auch so viele Kids im Zug.

5 November 2017

Darf ich vorstellen: Richard aus England, seine Frau Noriko und Hannah die 14-jährige Tochter. Richard lebt mittlerweile seit 25 Jahren in Japan, arbeitet natürlich als Englischlehrer und baut sein eigenes Gemüse an. Noriko hat für uns gekocht. Omlette mit Shrimps und Gemüse, sehr lecker.
Tempel No. 64 die Zweite. Hier treffe ich meinen Couchsurfer.
Shinto-Temple Also ich sehe keinen Unterschied zwischen Buddhismus und Naturreligion. Dieser Tempel ist dem größten Berg der Insel Ishizuchi gewidmet.
Tor zu einem Shinto-Schrein
Kaffee im ‚Gelato Vita‘ Sogar mit Minieis als Beilage.
No. 64 Maegamiji Ziel des heutigen Tages erreicht. Na ich laufe mal noch bis in die nächste Stadt bzw. eine Zughaltestelle weiter.
Meine Begleitung für ca. 1 km
No. 63 Kichinōji Wer es schafft mit seinem Pilgerstab mit geschlossenen Augen vom Haupttempel bis zu dem Stein zu laufen und das Loch zu treffen, dessen Wunsch geht in Erfüllung. Schade, dass das keiner versucht hat während ich da war.
No. 62 Hōjuji
Nochmal Tempel No. 61 Kōonji Jetzt weiß ich auch warum der Bau so groß war. Es gab nochmal sowas wie einen Raum für Gottesdienste
Nach so vielen Tagen mit Begleitung ziehe ich heute mal alleine los. Ich habe heute Abend die Möglichkeit bei einem Couchsurfer zu übernachten. Deshalb werde ich die nächsten Tempel mal ganz ruhig angehen.

4 November 2017

Wie man aus einem Berg kleine Schottersteine macht. Echt gruselig wenn man so darüber nachdenkt.
No. 60 Yokomineji
No. 61 Kōonji Mal ein etwas anderer Tempel.

3 November 2017

Business Ryokan Komatsu
No. 59 Kokubunji
No. 58 Senyūji
No. 57 Eifukuji
No. 56 Taisanji

2 November 2017

Der erste Eindruck von Imabari war echt enttäuschend. Doch am Abend sind wir nochmal raus und haben ein Restaurant gesucht. Dabei haben wir die schön beleuchtete Einkaufsmeile gefunden und waren echt japanisch Essen. Kein englisches Menü, keine Spur von Englischkenntnissen. Aber super lecker Essen von einem echt einschüchternd grimmig schauenden Koch. Doch obwohl es nichts vegetarisches auf der Karte gab, hat er eine Sache nach der anderen für Sue gezaubert. Und beim Abschlussbild hat dann auch der Koch gelächelt.
Ist zwar kein Starbucks Kaffee, dafür authentisch.
No. 55 Nankōbō
No. 54 Enmeiji
Sen Guesthouse Zumindestens eine Nacht durfte ich hier verbringen.

1 November 2017

Weiß nicht mehr wie der Laden heißt wo wir zu Abend gegessen haben. Auf jeden Fall wird es langsam Zeit für Weihnachten
Nur noch ein kurzes Stück, dann haben wir es für heute geschafft.
Ein Höhlengang direkt neben dem Tempel.
Dann sollte jeder von uns so eine Art Zepter in die Hand nehmen und an die Brust halten. Die hatte ich auch schon in groß an den Tempeln fotografiert. Alle drei waren über eine Schnur verbunden, die wiederum zu dem Buddha führte. Dann führte uns der Priester abwechselnd in japanisch und englisch durch das Ritual. Im Grunde geht es darum sich von allem schlechten zu befreien und Platz zu schaffen für Kūkai und für die Erleuchtung und sich in der Zukunft gute Taten vorzunehmen und im buddhistischen Sinne zu handeln. Danach ging es wieder durch einen dunklen Gang zurück in die Realität. Das Ritual findet wohl nur einmal im Jahr statt. Und die japanische Dame geht schon seit vielen Jahren jedes Mal hin. War auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und ein passender Schritt auf unserem Pilgerweg.
Heute haben Susanne und ich an einem buddhistischen Ritual teilgenommen. Im Tempel wies ein Schild in Englisch auf ein spezielles Ritual hin, dass dieser Tempel anbietet. Beginn 15:30 Uhr und es war gerade 10 Minuten vor halb. Eine japanische Frau stand auch schon an und hat gemeint, wir sollten das mitmachen. Als es losging waren da vielleicht so 20 Leute, wir die einzigen Ausländer. Wir wurden in Dreiergruppen aufgeteilt und wurden nach und nach in den Haupttempel geführt. Die Stimme des Priesters wurde sogar über Lautsprecher nach draußen übertragen. Wir bekamen jeder einen Zettel mit Sutren und ein Armband. Als wir an der Reihe waren ging es erst einmal durch einen dunklen Gang. Dann kam man in den mit Kerzen beleuchteten Tempel. Dort saß ein Mönch in der Ecke und hat die ganze Zeit gesungen. Vor der großen Buddhastatue saß der Priester. Wir haben auf drei Hockern Platz genommen und eine Art Krone aus Stoff wurde uns ausgesetzt.
No. 51 Ishiteji Letzter Tempel und auch der verrückteste. Aber dazu morgen mehr. Bin jetzt müde und morgen geht es wieder früh weiter.
No. 50 Hantaji Ab hier wurde es langsam anstrengend. Meine Füße taten weh und es war viel wärmer als angekündigt. Durchhalten!
No. 49 Jōdoji
No. 48 Sairinji
Monjuin Tempel Der gehört nicht zu den 88 Tempeln. Aber ein Typ aus der Bar gestern hat uns die Geschichte dazu erzählt, also mussten wir hier mal kurz stoppen. Und zwar: Als Kūkai, der große Buddhist, dessen Fußstapfen dieser Pilgerweg folgt, etwas von dem reichen Mann Emon Saburō wollte, hat der ihm die Hilfe verweigert. Kūkai hat sieben Mal gefragt und ist jedes Mal abgewiesen worden. Daraufhin sind die sieben Kinder des Mannes gestorben und er hat erkannt, wie falsch sein Verhalten war. Also hat sich der Mann aufgemacht und Kūkai gesucht. Er war quasi der erste Pilger auf Kūkai s Spuren. An dem Ort wo dieser Tempel steht hat er ihn wohl gefunden und um Verzeihung gebeten.
No. 47 Yasakaji
No. 46 Jōruriji Mit bloßen Füßen in die Fußstapfen zu treten soll bei wunden Füßen helfen. Leider sind wir gerade mal 300 Meter gelaufen.
Tempelmarathon. Heute geht es von Tempel 46 - 51. Also einmal mit dem Bus zurück und ab hier wird gelaufen bis wir in der Unterkunft sind.

31 October 2017

Halloween auf Japanisch. Wie Susanne so schön sagte der absolute Kifferladen. War nich schön da 😉
Abendessen in einem Udon-Restaurant. Das sind die dickeren Weizennudeln in einer Fischsuppe. Total lecker. Als Vorspeise konnte man sich kleine Stücke Tofu, Hühnchenspieß oder Rübenstücke aus einer dunklen Soße fischen.
Weil‘s gestern so schön war musste ich Susanne und Bill auf jeden Fall den Ausblick vom Castle aus zeigen. Heute mit herrlichen Sonnenuntergang.
Der Weg zurück war echt verrückt. Wir standen an der Bushaltestelle als ein Auto neben uns anhält und eine junge Europäerin uns anlächelt. Susanne aus Österreich hat Bill wieder erkannt. Ein japanischer Auto-Henro hat sie seit dem Morgen ab Tempel Nr. 40 mitgenommen. Und ab hier auch uns. Bill hat einfach gefragt und 3 Minuten später saßen wir zu viert im Auto auf dem Weg zu Tempel Nr. 46. Ging um einiges schneller und billiger als mit dem Bus. Am Tempel haben wir drei uns von dem netten Mann verabschiedet und den Bus zurück zur Unterkunft genommen. Die anderen Tempel laufen wir dann ganz Pilgermäßig ab morgen.
Café Kuma Mal wieder warten auf den Bus zurück nach Matsuyama.
Warten auf den Bus zurück nach Kuma.
No. 45 Iwayaji
Mit dem Bus von Tempel No. 44 zur 45 gefahren. Ein bisschen den Berg hoch musste man allerdings schon noch laufen.
No. 44 Daihōji
Der Weg von Kuma zum Tempel.
Sightseeing Hotspots von Matsuyama

30 October 2017

Sitze gerade sehr satt und zufrieden bei einem Schlaf-Bier in meiner Unterkunft. Ach ja, Wifi gibt es nur in der Lobby. Dafür bin ich heute der einzige Gast! War gerade in einem schönen japanischen Restaurant mit Ralf und Bill essen. Mit Bill war ich verabredet um unsere Tour morgen zu planen und Ralf hab ich einfach mitgebracht. Und was war, die beiden kannten sich! Sind sich wohl auch schon zweimal am Bahnhof begegnet. Gibt leider kein Foto, hab ich vergessen, aber mein Essen war echt lecker. Reis mit einer Soyasoße+rohes Ei Mischung und rohen Fisch. Fischsuppe, gebackenes Gemüse und verschiedene kleine Beilagen. Nicht ganz günstig, aber jeden Yen Wert.
Dogo Onsen Öffentliches und sehr altes Badehaus.
Matsuyama Castle Der Blick war so unglaublich spektakulär und alleine schon den Weg wert.
Da ich meine für den Tag geplanten Tempel schon durch habe folgt für den Rest des Tages Sightseeing. Auf dem Weg zum Tempel ist mir Ralf über den Weg gelaufen, der Radfahrer von Tempel 38. Zusammen sind wir zur Burg von Matsuyama.
No. 53 Enmyōji
Anscheinend steht gerade die Reisernte an.