Panama, Colombia · 22 Days · 19 Moments · April 2017

Panama / Kolumbien


4 May 2017

Am heutigen Geburtstag von Robin trennen sich unsere Wege. Für mich gehts nach einem letzten kurzen Spaziergang in Medellin nach drei Wochen in Panama und Kolumbien via Bogota und Frankfurt zurück in die Schweiz. Drei wunderbare, ereignisreiche Wochen waren es. Viele Eindrücke über Land und Leute habe ich gewonnen - und nicht zuletzt gabs mit Robin, Nicole und Dominic so einiges zu lachen. ¡Gracias por todo y buen viaje! ¡Hasta pronto! Saludos

3 May 2017

Nach einem eher gemütlichen Dienstag steht am Mittwoch ein Tagesausflug ins rund zwei Stunden entfernte Guatapé auf dem Programm. Bevor wir aber das kleine, schmucke Städtchen besuchen gehts 3km vor Guatapé hoch hinauf. Rund 700 schmale Stufen erklimmen wir rauf auf den 'El Peñon', einen 220m hochragenden Monolithen. Die Aussicht von oben soll atemberaubend sein. Leider spielt das Wetter nicht mit - den Aufstieg beginnen wir bei leichtem Regen - oben angekommen Starkregen - unten angekommen Sonnenschein. Trotzdem lässt uns der Ausblick erahnen wie traumhaft das wohl bei Sonnenschein sein muss. Rundumblick auf kleine Inseln mit Ferienhäusern - ein Paradies.

1 May 2017

Zum Abschluss der Tour bringt uns Hector zur Comuna 13 und erzählt uns dabei die berührende Geschichte hinter dem Bau der Rolltreppe inmitten der Wohngegend. Dieser Ort galt einst als einer der gefährlichsten und unkontrollierbarsten der ganzen Welt. Heute, durch die Unterstützung der Regierung und deren Infrastrukturprojekte ist die Gegend genauso sicher wie die meisten in Medellin. Die Leute hier in diesem Quartier sind sichtlich stolz auf "ihre" Rolltreppe und erfreuen sich der Touristen. Das unser Guide Hector, welcher oft sogar zweimal am Tag mit Touristen vorbeischaut, an jeder Ecke begrüsst wird und für einen kurzen Handschlag und einen Schwatz innehält, zeigt die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen. Selbst den Graffitikünstler Chota.13 dürfen Robin und ich heute kennenlernen. Seine Werke schmücken die Wände entlang des Aufstiegs.
Am heutigen 1. Mai buchen wir eine vierstündige Stadttour in Medellin. Dies kann zweifelsfrei zu den Highlights meiner Reise gezählt werden. Hector, ein Kolumbianer in den Fünfziger, nimmt uns mit auf eine Entdeckungstour und zeigt nicht nur die verschiedenen Facetten von Medellin, sondern versorgt uns auch mit unzähligen wertvollen und sehr interessanten Informationen. Unser erster Stopp bringt uns auf den 'Cerro Nutibara', einen 80m hohen Hügel. Die Aussicht ist einzigartig und zeigt uns die Ausdehnung der Stadt in aller Deutlichkeit. Im Stadtzentrum gehen wir über den 'Plazoleta de las Escultaras', welcher 23 Bronzeskulpturen des renommierten Künstlers Fernando Botero beherbergt. 1995 hatte an diesem Ort die Guerillabewegung eine Bombe unter einer Skulptur versteckt, welche bei der Detonation während dem Musikfestival 30 Menschenleben kostete und deren weitere 200 Personen zum Teil schwer verletzte. Heute steht neben der zerfetzten Statue eine neue unversehrte Skulptur.

30 April 2017

Nach den paar Tagen abseits der Grossstädte kommt für uns Medellin wie gewünscht. Angekommen aus Santa Marta am Samstagabend geniessen wir die ersten beiden Tagen die Möglichkeiten der unzähligen trendigen Restaurants und Bars in El Poblado. Die Heimatstadt des skrupellosen Drogenboss Pablo Escobar hat wie viele wissen eine bemerkenswerte Veränderung hinter sich. Gewalt und Armut hielten Touristen lange fern. Die Mordrate war eine der höchsten der Welt. In den vergangenen Jahren und insbesondere nach dem Tod von Pablo Escobar hat sich die Stadt jedoch generalüberholt und gilt mit seinen vielen Infrastrukturprojekten zu den fortschrittlichsten und lebenswertesten Städte in Südamerika. Das Klima ist das ganze Jahr über mild und es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Die letzten paar Tage meiner Reise verbringen wir in Medellin, der mit rund 4 Millionen Einwohner zweitgrössten Stadt in Kolumbien. Wir entschliessen uns diesmal gegen ein AirBnB und wohnen in einem Hostel in El Poblado. Wobei Hostel wohl eher die falsche Bezeichnung ist. Die Unterkunft ist modern, hat Doppelzimmer, liegt in einem eher ruhigen Teil von El Poblado und ist doch sehr nah zum Parque Lleras, welcher umgeben von Bars und Restaurants ist.

29 April 2017

Frühmorgens gehts bereits wieder zurück in Richtung Santa Marta, wo wir vor zwei Tagen unsere Reise gestartet haben. Unser Tagesziel ist dann schlussendlich das 1300km entfernte Medellin im Landesinnern von Kolumbien. Aber alles der Reihe nach. Zuerst überqueren wir die Bucht 'Bahia Hondita' zu Wasser, nehmen den Jeep zurück durch die Wüste, wechseln in Riohacha in den Bus nach Santa Marta, nehmen ein Taxi, steigen um 21.15 Uhr am Aeropuerto Simon Bolivar in Santa Marta in den Flieger, landen eine Stunde später in Medellin und nehmen wiederum ein Taxi zu unserem Hostel. Und obwohl heute Schweizer Planung auf kolumbianische Durchführung traf, hat alles genauso geklappt wie geplant. Wermutstropfen: kurz vor Santa Marta trennen sich die Wege von Nicole und Dominic mit unseren. Sie werden als nächstes den Tayrona Nationalpark besuchen. An dieser Stelle ein herzliches ¡muchas gracias y buen viaje!

28 April 2017

Bewegten wir uns an Tag eins noch auf leicht touristischen Pfaden, geht's am zweiten Tag quer durch die Wüste. Diese Durchquerung mit unzähligen Abzweigungen und unebenen, zum Teil steinigen, zum Teil sandigen Wegen ist ohne lokalen Guide nicht machbar. Die Region um Punta Gallinas ist folgedessen vom Tourismus noch kaum berührt. Bevor wir aber ebendiesen Punkt, den nördlichsten Punkt in Südamerika erreichen, gleiten wir bei einem Zwischenhalt zur Abkühlung eine Sanddüne hinab ins Meer. Eine Bemerkungen am Rande: Wir hatten auch heute eine kleine Panne und mussten mit Pferdestärke sowie Muskelkraft rausgezogen resp. gestossen werden.

27 April 2017

Wir verlassen Santa Marta bereits wieder und starten in Riohacha zu einer dreitägigen Tour, welche uns durch die Wüste 'La Guajira' zum nördlichsten Punkt von Südamerika bringen soll. Cabo de la Vela heisst das Ziel des ersten Tages und befindet sich an der nordwestlichen Küste der Guajira-Halbinsel. Irgendwo unterwegs wollte dann der Tank nicht mehr. Glücklicherweise war dies nur einige Kilometer vor dem Tagesziel und wir wurden innerhalb weniger Minuten von einem Ersatzjeep abgeholt. Am Kap angekommen genossen wir den Sonnenuntergang und legten uns nicht allzu viel später in einem Strandhaus schlafen.

26 April 2017

Da Santa Marta als Stadt an und für sich wenig zu bieten hat und eher als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge bekannt ist, entscheiden auch wir uns für einen Ausflug. Der Jeep bringt uns in 45 Minuten in das idyllische Bergdorf Minca, wo wir so auch etwas der Hitze von Santa Marta entkommen können. In Minca stärken wir uns zuerst mit einem Mittagessen auf einer Terasse mit Ausblick und Vogelbeobachtung. Danach mieten wir Mountainbikes und erklimmen während rund 60 Minuten Meter um Meter auf holprigem Terrain. Wir wären gerne noch ein wenig weiter gefahren, einsetzender Starkregen zwingt uns dann aber leider zur Umkehr. Die folgende Abfahrt ist ein absolutes Highlight. Wir brausen bei Regen mit guter Geschwindigkeit auf nicht asphaltiertem Untergrund Minca entgegen. Durchnässt und voll Dreck erreichen wir schliesslich Minca, setzen uns hinten auf einen Jeep und fahren zurück nach Santa Marta.

25 April 2017

Am heutigen Reisetag verlassen wir Cartagena und reisen im Bus entlang der karibischen Küste ins 250km entfernte Santa Marta. Unsere Unterkunft mit dem klangvollen Namen "Casa Magdalena" ist eine Oase inmitten der Stadt und da Cedric der Gastgeber ursprünglich aus Paris kommt, mischt sich mit Schweizerdeutsch und Spanisch nun zusätzlich Französisch. Ziemlich lustig, wenn man sich während der Unterhaltung mit Cedric dann beim kolumbianischen Küchenpersonal mit einem "Merci beaucoup" bedankt.

22 April 2017

Nach fünf Tagen auf dem Schiff verbringen wir nun deren drei in Cartagena und betreten somit kolumbianisches Festland. Die wundervolle Kolonialstadt mit ihrem ummauerten Stadtkern bietet einiges und zieht mich sofort in seinen Bann. Schmucke Kaffees, karibisches Flair, was will man mehr. Überdies treffen wir in Cartagena meinen sehr guten Freund Dominic und seine Freundin Nicole mit welchen wir die nächsten paar Tage gemeinsam reisen werden.

17 April 2017

Für die Überfahrt von Panama nach Kolumbien haben wir uns für einen fünftägigen Segelturn entschieden. Mit acht weiteren Personen sowie dem australischen Captain Paul und seiner Freundin Sindri verliessen wir am Montagabend den Hafen in Portobelo (Panama). Drei Tage verbrachten wir auf den im Karibischen Meer liegenden San-Blas-Inseln. Die Inselgruppe umfasst 365 Inseln, welche von den Kuna's, einem indigenen Volk Panamas, bewohnt und verwaltet wird. Die meisten Inseln sind jedoch unbewohnt. Man fühlte sich angekommen im Paradies. Die letzten 36 Stunden der Überfahrt segelten wir dann ununterbrochen in Richtung Cartagena (Kolumbien). Dabei durfte ich während einiger Zeit selber das Steuer in die Hand nehmen.

16 April 2017

Bis plötzlich Mario, mit seinem uralten Pickup vor uns stoppte und uns "mitnahm". Während 45 Minuten haben wir beide Blut geschwitzt und fragten uns, ob Mario einen Sehtest bestehen würde, das Steuerrad mit der Achse verbunden ist oder die Bremsen funktionsfähig sind. Ehrlich gesagt war uns beiden nicht wirklich wohl. Angekommen in Portobelo wich die Anspannung dann einem kleinen 'Hüngerchen'. Nach dem kurzen Briefing von unserem morgendlichen Start der fünftägigen Bootstour nach Kolumbien genossen wir dann noch den Sonnenuntergang von der Terasse unserer Unterkunft.
Am heutigen Reisetag stand der Transfer von Panama City nach Portobelo an der Karibikküste an. Als wir heute morgen erwachten, hätten sowohl Robin als auch ich nicht im entferntesten damit gerechnet, dass dies zum Abenteuer werden würde. Aber alles der Reihe nach: Aufgrund der nicht wirklich guten Bewertungen entschieden wir uns gegen den Panoramazug entlang des Panamakanals und nahmen deshalb den Bus in Richtung Colon. Für alle diejenigen, welche Colon bereits einmal gegoogelt haben, wissen, dass dies für Touristen nicht wirklich ein 'place to be' ist. Glücklicherweise muss (bzw. eher darf) man aber als Reisender nach Portobelo den Bus in Sabanitas (etwas vor Colon) wechseln. Dort warteten wir dann top motiviert (zumindest Robin) auf den Bus.

15 April 2017

Da unsere AirBnB Unterkunft leider über Ostern bereits vergeben war, mussten wir für die letzte Nacht in Panama City noch kurz in ein anderes Appartement wechseln. Zuerst genossen wir aber noch einmal ein Frühstück auf dem Balkon (heute einmal mit Bild) sowie die morgendliche Abkühlung im Pool. Am letzten Abend in Panama Stadt genossen wir dann noch das eine oder andere Bier in 'Casco Viejo'. Kleines Detail am Rande: Falls es in unsere Unterkunft einmal brennen sollte und der Feuerlöscher benötigt wird, muss zuerst der Wifi-Router ausgesteckt werden.

14 April 2017

Heute nahmen wir uns vor den 'Hausberg' von Panama Stadt zu erklimmen. Bevor wir uns aber aufmachten gab's nach dem Frühstück eine kurze Abkühlung im hauseigenen Pool. Zurück zum Hügel: Der Ancon Hill ist heute ein Naturschutzgebiet und diente früher als Observationspunkt. Obwohl wir nur den letzten Teil (also etwa 45 Minuten) zu Fuss unterwegs waren, war auch dies bei den herrschenden Temperaturen ziemlich anstregend. Zuoberst wurden wir aber mit einer super Aussicht auf alle Stadtteile entschädigt. Anschliessend nahmen wir es dann etwas gemütlicher im modernen 'Punta Paitilla', welches wegen den vielen Hochhäusern den inoffiziellen Namen 'Dubai von Lateinamerika' trägt.

13 April 2017

Der zweite Tag in Panama Stadt war geprägt von etlichen Highlights. Zuerst gab's ein Frühstück bei uns auf dem Balkon, was bei den morgendlichen 30 Grad bereits ziemlich schweisstreibend ist. Danach gings zum weltberühmten Panamakanal, wo wir die Schleuse 'Miraflores' besuchten und so vieles über dieses imposante und sehr eindrücklicke Bauwerk erfahren konnten. Am Nachmittag schlenderten wir durch die Alstadt 'Casco Viejo', welche sinngemäss ein Gegensatz zum sonst modernen Panama Stadt ist.

12 April 2017

Angekommen um 18 Uhr Ortszeit in Panama City beginnt es sogleich einzudunkeln. Darum gehts nach dem anstrengenden Reisetag nur noch schnell was essen und dann lassen wir den Abend gemütlich ausklingen - die Aussicht vom 18. Stock unseres Appartements ist ja auch nicht schlecht.