Europe, Asia · 29 Days · 24 Moments · March 2017

Oskars Indonesien-Reise zum Erwachsen werden


17 April 2017

In dieser ausgesprochen gemütlichen Atmosphäre mit dieser leckeren Darbietung der ausgelesenen Köstlichkeiten haben wir unser letztes original indonesisches Essen zu uns genommen. Oskar hatte Hühnchen, ich war heute nicht auf Hühnchen und habe irgendetwas Undefinierbares ausprobiert. Ein wenig grummelt mir die Plautze. Aber bald gibt es ja wieder typisch deutsche Küche. Bis gleich in Berlin.
Nun ist unsere schöne Indonesienzeit vorbei. Wir sitzen gerade noch im Hostel Six Degrees und warten auf unser Taxi zum Airport. Vorher werden wir noch klassisch indonesisch an einer Straßengarküche essen gehen. Der Flug startet in 4,5 Stunden. Indonesien ist so groß und vielseitig, dass sich ein Wiederkommen auf jeden Fall lohnen würde. Wir sind schon ganz schön traurig das die Zeit vorbei ist. Aber im Herzen bleibt uns Indonesien erhalten. Terima kasih banyak!!! Noch ein paar Fotos von den unzähligen die wir unterwegs gemacht haben. Wir freuen uns auf zu Hause und unsere liebe Familie.

16 April 2017

Gestern waren wir natürlich noch richtig lange surfen. Danach ein letztes Mal essen mit Meeresrauschen im Hintergrund. Heute morgen hatten wir ja unseren aufregenden Flug. Mitten in der Pampa ringsherum Dschungel ein Airport. Wir haben den Film "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" nachempfunden. Wir sind uns nicht ganz einig wer Bud Spencer und wer Terence Hill ist. Die Maschine war doch nicht die kleinste, insgesamt waren wir 9 Personen plus zwei Piloten. Zwischen meinem Kopf und dem Dach passte keine Briefmarke mehr, war gemütlich eng. Unterwegs konnten wir am Horizont den höchsten (3078 m) Vulkan von Java, den Cereme sehen. Direkt unter uns war der 2167 m hohe Galunggung. Hier konnte man schön den Krater sehen. Wobei die südliche Seite bei einem Ausbruch komplett eingebrochen ist. Wir sind gut in Jakarta angekommen und tingeln nachher noch etwas durch die Stadt und morgen Abend geht es zurück nach Berlin. Mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge.

13 April 2017

KLM hat mir an meinen Geburtstag dieses schöne Gedeck hingestellt. Warum komme ich jetzt darauf? Der Besitzer unseres Hotels ein 65 jähriger Australier bringt uns am Sonntag früh zu dem kleinen Airport. Er erzählte sofort wenn wir Glück haben fliegen wir mit dem guten Piloten, der andere ist manchmal etwas hektisch. Aber ganz wichtig die Mechaniker haben eine europäische Ausbildung. Auch die Turbulenzen über den Bergen kann man gut spüren in diesem kleinen Flugzeug. Aber es ist eine super Airline. Äh warum erzählt er uns das, sollen wir keinen Schock kriegen am Sonntagmorgen, naja jetzt sind wir schon etwas gespannt. Auf jeden Fall wollten die schon im Vorfeld die kompletten Gewichte (Körper und gesamtes Gepäck) wissen. Wahrscheinlich kriegen wir bei Susi-Air vorher einen kleinen Schnaps ob Geburtstag oder nicht. Gestern Abend war Oskar mit 20 Indonesier im Pool baden. Die haben heute Feiertag und machen verlängertes WE. Am Strand war es heute noch voller.
Heute haben wir eine 3 stündige Bodyraftingtour durch den Green Canyon gemacht. Das war der absolute Wahnsinn, dit war richtig geil. Wir waren mit zwei Indonesier aus Jakarta und den beiden Guides für drei Stunden die besten Freunde der Welt. Eine super emotionale Mischung von Adrenalin, über totale Begeisterung von der Natur, bis hin zu totaler Dankbarkeit für dieses wunderschöne Erlebnis. Wir sind von bis zu 10 m hohen Felsen gesprungen, wurden vom Druck des Wasserfalls unter Wasser gedrückt, haben Höhlen mit Fledermäusen gesehen, sind von Strömungen mitgerissen worden, .... Die Schluchten über uns waren teilweise mehr als 80 m hoch, alles war megagrün bewachsen oben in den Bäumen waren Affen, einfach nur Hammer. Danach waren wir alle zusammen essen und es gab ne fette Abschiedsumarmung. Wir sind unglaublich geflasht.
Hier noch ein paar Fotos ohne unsere besten Freunde.

12 April 2017

Jetzt ratet mal was wir heute gemacht haben? Surfen, surfen und nochmal surfen. Dafür eine kleine Wissensanekdote: Aufmerksame Mitleser werden sich schon gefragt haben, was das für große Betonhäuser bei dem 14. gepostet Moment sind (jetzt nochmal). Hier werden Schwalbennester geerntet. Eigentlich Salanganen, eine Mauerseglerart die besonders in Borneo und Thailand verbreitet ist. Diese Häuser sind teilweise drei bis viermal höher als die Wohnhäuser. Die Nester werden im Dunkeln nur mit kleinen Lichtern geklaut. Die Vögel bauen dann einfach neue. Der größte Abnehmer ist China. Bei guter Qualität bringt ein Kilogramm bis zu 2.000 Dollar. Es ist der gallertartige Speichel der Vögel, der eiweißreich ist, stärkend und aphrodisierend wirken soll. Die Chinesen machen dann Schwalbennestsuppe daraus. Da es geschmackslos ist wird meistens noch Fleischbrühe dazugegeben. Oskar hat eine andere Lieblingsspeise gefunden, das Clubsandwich. Gebratener Kochschinken, Ei, Salat ... das in zwei Etagen.

11 April 2017

Ja heute surfen wir wieder den ganzen Tag. Deshalb eine kleine Anekdote von unserem Dschungeltrip. Die Indonesier in Borneo sind äußerst reinlich, d.h. jeden Tag wird mit einem Eimer und Flusswasser geduscht (ersten beiden Fotos). An Anlegestellen wird die Dusche dort gemacht. Auf dem dritten Foto seht ihr den Mechaniker und Oskar am Fluss duschen. Der Mechaniker beobachtet die ganze Zeit die Wasseroberfläche und die gegenüberliegen Schilfkant. Irgendwann springt er ins Wasser, nach drei vier Sprüngen wagt auch Oskar einen Sprung. Jedenfalls artet die ganze Sache zu einem kleinen Sprungkontest aus. Auch Procke macht mit. Trotzdem beobachtet der Mechaniker vor jedem Sprung die Wasseroberfläche. Es hat super Spaß gemacht und wir fahren mit dem Boot weiter. Wir sitzen ruhig auf dem Boot als Hektik aufkommt. Wir sehen nur 100 Meter nach unserer Badestelle ein richtig fettes Krokodil, welches ca. 4m lang ist. Unser Guide sagte, selbst er sieht so große Krokodile selten. Puh das war knapp.

10 April 2017

Ja heute Vormittag waren wir surfen und heute Nachmittag waren wir surfen. Den Sonnenuntergang haben wir im Wasser erlebt. Als wir aus dem Wasser rausgekommen sind war es schon dunkel. Zwischendurch die Kiemen voll gehauen und ein Schlückchen Wasser getrunken. Unsere Arme fühlen sich an wir Arnold Schwarzenegger seine. Paddeln, paddeln und wieder paddeln. Eine Abwechslung gab es doch heute noch. Wir haben uns entschieden von einem kleinen Flughafen hier ganz in der Nähe den Rückflug am Sonntag nach Jakarta zu buchen. Hier fliegen nur kleine 4- oder 6-Personen-Flieger. Flugzeit etwas mehr als eine Stunde. Alternativ wären es 12 bis 14 Stunden mit dem Bus gewesen oder 10 Stunden mit dem Taxi. Naja da gab es nicht viel zu überlegen. Zumal wir für diese Nummer zu zweit nur ca. 150 Euro bezahlen. Mal sehen was das für eine Klappermühle ist. Kleiner Nachtrag: Oskar ist der Aktive mit dem blauen Surfbrett.

9 April 2017

Der Tipp von Dominik war sehr gut (wurde auch vom Reisepapst Frank bestätigt). Batu Karas ist eine kleine indonesische Perle. Nach mehreren Unterkunftsanfragen hier vor Ort haben wir dann ein kleines feines Hotel gefunden. Herrlicher Blick von der Terrasse und einem kleinen Pool. Alles Nebensache jetzt wird gesurft. Runter zum Strand und die erste Stunde mit Surflehrer abgerissen. Natürlich schön das Face und die Wade verbruzzelt. Ein Tipp vom Surflehrer war so schnell wie möglich über den Sand zu rennen. Ich dachte so schlimm wird es schon nicht sein, jetzt brennen meine Sohlen immer noch. Kurze Mittagspause und den Magen mit Migoreng (indonesisches Nudelgericht) voll gehauen und wieder raus aufs Wasser, diesmal gut mit Sonnencreme einbalsamiert. Die Wellen sind für uns Anfänger perfekt, nur leider war es heute sehr voll. Am Wochenende sind halt auch viele Einheimische hier. Wir hatten beide heute unsere ersten erfolgreichen Wellenritte.
Die 10 h Anfahrt nach Batu Karas sind überstanden. Unterwegs haben wir gedacht, das muss eine Perle von Ort sein. Wobei die Busfahrt an sich schon ein Erlebnis war. An den Haltepunkten haben sich immer 6 bis 8 Verkäufer (zusätzl. noch ab und zu eine kleine Band) durch den Bus gequetscht und wollten den Reisenden etwas verkaufen. Frittierte Snacks,Reis,Suppe,Hüte,Handyakkus einfach alles was man so gebrauchen kann auf dieser Fahrt. Ganz wichtig auch Gebetskarten und Glückwünsche. Den Sinn der Karten und Wünsche versteht man erst, wenn man mal mit so einem Bus mitgefahren ist und dieser immer wieder die langsamen LKW's in den Kurven überholt. Dieses Manöver des Öfteren mit scharfen Bremsungen abbrechen muss weil hinter der Kurve doch noch Gegenverkehr kommt. Die letzten 45 min sind wir jeweils hinten auf ein Motorrad mitgefahren. Die Krönung war die Hängebrücke zum Schluss. So vertrauenserweckend, dass selbst die Einheimischen nur einzeln rüberfahren. Jetzt ist Sonnenaufgang, herrlich.

8 April 2017

Jetzt sind wir in der Stadt Bandung auf Java angekommen und haben gleich einen Bus nach Batu Karas erwischt. Von allen Städten die wir bisher gesehen haben ist Bandung die vollste. Es ist kaum vorstellbar wieviel Menschen, Roller, Autos, LKW's und Busse durch so enge Straßen passen. Google sagt wir brauchen für 184 km 6,5 Stunden, Wahnsinn. Für die ersten 3 km ist schon eine halbe Stunde drauf gegangen. Dadurch das die Stadt auf ca. 700 m Höhe liegt ist es nicht ganz so warm hier. Wer den Film Trainspotting 1 kennt und noch weiß wie Spud auf dem dreckigsten Klo Englands einen rausgedrückt hat, kann mit mir mitfühlen was ich gerade am Busbahnhofsklo durchmachen musste. Ich musste zum Glück nur pinkeln. Nach dem ich mich gelöst habe huschte trotzdem ein zufriedenes Lächeln über mein Gesicht. Beim Rausgehen musste ich für dieses feine Etablissement noch etwas bezahlen. Nächste Ziel ist das Meer, wir sind gespannt.

7 April 2017

Nach dem wir aus dem Dschungel wieder zurück in Kumai angekommen sind, haben wir mit unserem Guide und dem Kapitän noch eine Motorrollertour nach Pangkalabun gemacht. Beide waren noch nie in ihrem Leben in einem Fastfoodladen wie Mc Donalds oder KFC. Wir hatten von dem Bootsessen schon leichte Magenprobleme, also ab zu KFC. Danach haben wir beide noch nach Hause gebracht. Wir sind durch die kleinsten Gassen (man könnte auch Slums sagen) von Kumai gefahren. Trotz der Armut und des wahnsinnigen Drecks überall sind die Leute in Ihren kleinen Bretterbuden sehr reinlich. Schuhe ausziehen, Hände waschen und innen ist es sehr sauber. Heute Morgen sind wir mit einer kleinen Propellermaschine nach Banjarmasin weitergeflogen. Jetzt hängen wir hier fest und warten auf unseren Flug zurück nach Java.

5 April 2017

Wir sind aus dem Dschungel zurück und uns geht es gut. Wir waren natürlich total gespannt ob wir Orang Utans sehen und was uns noch so alles begegnet. Wir sind drei versch. Stellen angefahren und jedesmal weit in den Dschungel vorgedrungen um die Affen zu finden. Unterwegs haben wir Nasenaffen, Silberaffen, Makaken, Krokodile, Vogelspinnen und dann auch ganz nah eine Orang Utan Mutter mit Baby gesehen. Die Orang Utan Mutter ist nur mit uns drei (der Guide und wir zwei) zusammen ca. 500 m am Boden mitgelaufen. Gestern sind wir ca. 10 km in den Dschungel gewandert und dann mit einem typischen indon. Holzboot durch einen kleinen Seitenfluss zurück gepaddelt. Wir haben das Flussleben mit Mensch und Tier total genossen.

3 April 2017

Wir starten in den Dschungel, mit einem herrlichen Boot ganz für uns allein (plus einen Guide, eine Köchin, einen Mechaniker und dem Kapitän). Wir melden uns in vier Tagen wieder.

2 April 2017

Majid konnte sich noch an Mr. Frank, den alten Reisepapst erinnern. Wir waren vom frühen Aufstehen und unsere aufregenden Flugreise jetzt wahnsinnig hungrig. Majid und Liesa hatten auch Hunger. Also zusammen zu Majids Schwägerin und lecker Hühnchen, Fisch und in Bananenblätter gegrillter Reis gegessen. Dazu eine frische Kokosnuss, herrlich. Alles wurde mit den Fingern gegessen. Majid hat Oskar gezeigt, wie man richtig mit den Fingern isst. Gerade ist eine Engländerin von der Bootstour zurückgekommen, die war wahnsinnig geflasht. Jetzt sind wir noch mehr gespannt was uns erwartet.
Cool jetzt ist es geschafft. Das erste große Ziel Borneo (Kalimantan, so sagen es die Indonesier) ist erreicht. Nachdem die alte Mühle uns mit kuriosen Geräuschen und einigen Turbulenzen die ca. 700 km übers Meer gebracht hat, wurden wir gleich am Flughafen von Majid und Liesa abgeholt. Im Hotel kurz über die mögliche Bootstour gequatscht und den Preis ausgehandelt. Morgen geht es ab in den Dschungel.

1 April 2017

Die erste Nacht in Jakarta war bei mir vom Jetlag bestimmt. Ich bin dann ca. 4 Uhr Ortszeit eingeschlafen. Oskar hat friedlich geschnarcht. Der Tag heute war als Chilltag geplant. Oberstes Ziel waren die Tickets für den Inlandflug. Als erstes wollten wir dies mit einem Reisebüro machen. Adresse rausgesucht und mit einem Bentor (Moped-Rikscha) in die Moped-Auto-Schlange reingedrückt. Adresse richtig, Reisebüro nicht mehr da. Ach Mist dann doch zum Airport. Der Taxifahrer musste dreimal fragen wo es die kleinen Fluggesellschaften gibt. Erste kleine Fluggesellschaft hat keinen Platz mehr für morgen. Wieder Mist! Es fliegen nicht alle direkt nach Pangkalabuun. Nicht aufgeben, weiter suchen. Okki hatte schon leichte Nervosität gepaart mit Hunger. Dann noch zwei Plätze bei Trigana Air ergattert. Natürlich haben die für uns Weißbrote und den letzten Plätzen noch einen schönen Aufschlag raufgehauen. Dann wollten wir zur Abkühlung in den Waterboom Wasserpark fahren. Fällt aus wegen Starkregen.

31 March 2017

Jetzt sind wir in unserem Hostel und chillen. Auf der Taxifahrt vom Airport zum Hostel haben von den ca. 9 Millionen Einwohnern schon gefühlt 4 Millionen davon mit dem Roller fahren sehen. In diese Matratze hat der Reisepapst auch schon ein scheues Püpschen gedrückt. Wir haben uns für klassisches indonesisches Essen entschieden, Burger und Pommes.
In Malaysia hatten wir noch einen kurzen Zwischenstopp. Also kurz mal raus frische Luft schnappen. Okki mit Jacke und Pullover. Sofort lief das Wasser am Körper runter (30 Grad). Danach mussten wir kurz Trockendusche im Parfümladen machen.

30 March 2017

Oskar ist im Moment mega glücklich. Filme, Spiele, Serien, Hörspiele das komplette Multimediapaket, alles hochaktuell.
Jetzt sind wir am Flughafen Tegel und haben 20 Stunden vor der Brust. Erst nach Amsterdam und dann Jakarta, wie können es noch gar nicht glauben. Der Clanchef zockt.

23 March 2017

Jetzt ist es nur noch eine Woche. Die Ankunft in Jakarta ist im Hostel Six Degrees eingebongt. Nach der ersten Woche im Dschungel lassen wir uns vom Universum treiben. Die Vorfreude ist jetzt schon riesig.

20 March 2017

Nach intensiven Gesprächen mit Frank Petzke dem alten Reisepapst haben wir uns für eine Reise in den Dschungel von Borneo entschieden. Letzte Abstimmungen im noch kühlen Berlin heben die Vorfreude.