Germany, Japan · 23 Days · 14 Moments · May 2018

Nippon Neugier | 日本の好奇心


27 May 2018

Das große Finale: Tokyo! Die letzten 6 Tage unserer Reise verbrachten wir in der größten Stadt der Welt. So konnten wir in Ruhe das Pflichtprogramm wie den Skytree, die Shibuya-Kreuzung oder den Tsukiji Fischmarkt absolvieren, hatten aber auch noch genügend Zeit für Shopping in Shinjuku, einen Drink in der New York Bar oder ein Baseballspiel der Yomiuri Giants. Ein würdiger Abschluss am letzten Abend war eine Metro-Fahrt während der Rush Hour, die einen daran erinnerte, dass es Zuause auch ganz schön ist.

25 May 2018

Im Surfer-Städtchen Kamakura setzten wir mit dem Fahrrad unsere Jagd nach einem Blick auf den Fuji fort. An den Stränden von Yuigahama, Zushi und Hayama hätte man theoretisch einen sehr guten Blick auf den höchsten Berg Japans - praktisch war es leider zu bewölkt. In der kalten Jahreszeit wäre die Sicht zwar klarer, aber die Temperatur eben auch niedriger. Unsere vorletzte Station Yokohama gehört schon zum Ballungsgebiet von Tokyo und ist mit 3,7 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Japans. Um die Superlativen weiterzuführen, ging es im schnellsten Aufzug Japans mit 12,5 Meter pro Sekunde auf den Landmark Tower. Dort ist es dann passiert: mit viel Phantasie ließ sich die Kontur eines relativ großen Berges erkennen. Außerdem war der China Town District eine besondere kulinarische Erfahrung.

22 May 2018

Fun Fact #5: Anscheinend kommt die deutsche Ess- und Trinkkultur in Japan ziemlich gut an. Vor allem die Bratwurst und das bayerische Bier scheint ein Dauerbrenner zu sein.
Von Miyajima aus ist Hiroshima nur einen Katzensprung entfernt, deshalb statteten wir dem Atomic Bomb Dome und dem Peace Memorial Museum einen Besuch ab. Dann kam wieder der Shinkansen zum Einsatz - fast 900km in unter 4,5 Stunden für einen Overnight-Stop in Tokyo. Hier haben wir es uns nicht nehmen lassen die Nacht in einem Kapselhotel zu verbringen, praktisch! Am nächsten Morgen ging es weiter in die steilen Hänge der Erholungsregion Hakone für noch mehr Onsen, Schwefelfelder und eine Bootstour über den Ashi-See - man fühlte sich fast wie auf dem Chiemsee. Dass jeder im Hotel mit gratis Leih-Yukata herumlief, trug noch mehr zur Entspannung bei. Leider reichte die minimale Chance nicht um einen ersten Blick auf den Fuji zu erhaschen, aber wir haben ja noch ein paar Versuche.

20 May 2018

Nächster Stopp war Kurashiki mit seiner historischen Altstadt und Handwerkskunst. Verkleidete Kinder verteilten dort mit roten Fächern leichte Kläpse auf den Kopf. Noch googeln wir den genauen Grund dafür, wir hoffen aber mal dass es Glück bringen soll. Dann war es soweit: der vorab besorgte Japan Rail Pass wurde gezückt und zum ersten Mal mit dem Schnellzug Shinkansen gefahren. In 20 Minuten legten wir so 100 Kilometer zurück - alter Schwede! Ziel war die Insel Miyajima mit seinem riesigen Otorii am Itsukushima-Schrein der direkt ins Wasser gebaut wurde. Außerdem hat die Insel den Mount Misen zu bieten. Trotz lauernder Gefahr in Form von Giftschlangen konnten wir ihn erfolgreich erklimmen. Belohnung für die Strapazen war ein atemberaubender Rundumblick auf die umliegenden Inseln.
Fun Fact #4: Wie man sich sicherlich denken kann, fällt in japanischen Großstädten alles etwas kleiner aus als in Europa. Das betrifft aber vor allem Hotelzimmer und Autos - beide sind gefühlt mehr hoch als breit.

17 May 2018

Über Kōbe ging es weiter in den Westen des Landes. Was hier natürlich nicht fehlen durfte war eine Kostprobe vom weltbesten Rind. Nach einem Besuch im Museum über das verheerende Erdbeben 1995, bot uns Abends der Harbour Walk einen Panoramablick über den Hafen auf den Port Tower. Himeji hingegen ist bekannt für seine beeindruckende weiße Burg und den direkt anliegenden Koko-en Garten. Abends wurde dann zum ersten Mal der hoteleigene Onsen getestet. Wie in Japan üblich, nackt und nach Geschlechtern getrennt.
Fun Fact #3: Eigentlich wird den Deutschen oder den Engländern eine Vorliebe für das Schlange stehen zugeschrieben, aber die Japaner haben es perfektioniert. Sei es vor dem vollen Restaurant, an der Bushaltestelle oder am Bahnsteig. Letzteres sehr gerne auch strikt getrennt nach Tür. Was komisch aussieht macht es in der Praxis aber tatsächlich um einiges angenehmer.

15 May 2018

Im Gegensatz zu Nara empfing uns Kyoto mit purem Sonnenschein. Im Vergleich zu Osaka spürt man hier noch mehr das traditionelle Japan: Geishas, Rikschas und natürlich noch mehr Tempel - gleichbedeutend mit mehr Touristen aus aller Welt. Wir bezogen unser Guesthouse mit Futonbetten, starteten gemütlich mit dem Nishiki Markt und erklommen anschließend den Shintō-Schrein Fushimi Inari-Taisha mit seinen tausenden scharlachroten Torii. Für die beiden nächsten Tage standen der Arashiyama Bamboo Forest, der Affenberg Iwatayama, der goldene Pavillion im Tempel Kinkaku-ji und die Burganlage Nijō auf dem Programm.
Fun Fact #2: In Japan werden sehr oft Automaten eingesetzt. Meistens kommt man damit auch sehr gut zurecht, aber ab und sucht man die helfende Englisch-Taste vergebens. Das galt auch für den letzten Besuch beim Geldautomaten oder das heutige Bestellen im Ramen-Laden. Dort wusste man sich aber zu helfen.

13 May 2018

Wettertechnisch zeigte sich Nara leider nicht von seiner besten Seite, aber die in der ganzen Stadt frei umherlaufenden Rehe hoben die Stimmung enorm. Auch der Nara Park war mit dem Tōdai-ji Tempel inklusive riesiger Buddha Statue sehr beeindruckend - und überdacht.

12 May 2018

Fun Fact #1: Die Richtung der Sitze am Bahnsteig zeigt seit neuestem parallel zum Gleis, da der übermüdete Japaner wohl gerne einmal im Halbschlaf die Richtung verwechselt.
Hallo Japan, hallo Osaka! Der Jetlag war relativ schnell überwunden und so konnte das Sightseeing direkt losgehen. Bezeichnungen wie Tsūtenkaku, Kaiyūkan, Dōtonbori und Glico Man stehen dabei für einen Aussichtsturm, eines der weltgrößten Aquarien, ein Szeneviertel und eine riesige LED-Werbetafel die in Osaka als Selfie-Motiv Nummer 1 gilt. Morgen geht es weiter in die alte Haupstadt Nara.

9 May 2018

Die Energie-Tanks sind leer, dafür aber die Rucksäcke und Akkus voll. Morgen geht es, nach einem obligatorischen Airbräu-Weißbier, über Peking nach Osaka - unsere erste Station in Japan.