Around The World · 365 Days · 112 Moments · October 2017

☀️follow the sun follow my heart❤️


22 September 2018

Für mich stand am Lake Wanaka ganze Zeit der Roys Peak fest, doch Stefan ist auf den Mt Isthmus Peak gestoßen, der sich wesentlich spannender anhörte. Daher klingelt der Wecker heute mal wieder im Dunkeln. Der Weg teilt uns schnell mit worum es heute geht: den Gipfel zwischen den Seen erklimmen, von 350m auf 1386m innerhalb 8km. Nach jeder Kurve erhoffen wir uns Erbarmen, und irgendwann dann auch den Gipfel! Wir starteten als einziges, doch nach einigen kleinen Päuschen, holen uns die nächsten Wanderer ziemlich schnell ein. Das spornt uns an und nach 3,5h erreichen wir als erste den Gipfel. Ich genoss die Landschaft, die so sehr aussieht wie gemalt, dass sie schon unreal aussieht! Die klare Schneegrenze, die azurblauen Seen, umhüllt von getupften Wattewolken und glitzerndem Sonnenschein. Stefan hat tapfer durchgehalten, hat oben etwas gefröstelt und böse Magenschmerzen zu Beginn des Abstiegs. Den Weg mit diesem Ausblick konnte ich erst jetzt wahrnehmen, wirken lassen und genießen.🖼

6 August 2018

Genau heute in 10 Wochen werde ich Neuseeland verlassen. Das mag sich für jemanden lang anhören aber ich weiß, wie verdammt schnell mir diese Zeit zwischen den Händen gleiten wird. Natürlich wäre es wünschenswert, es gäbe nicht diesen vorgegeben Zeitpunkt, an dem mein Visum ausläuft. Doch wenn ich am 15.10.2018 mein Gepäck aufgebe, um in den Flieger zu steigen, werde ich noch so viel mehr mitnehmen als das. Hier habe ich unerwartetes erlebt, neues erkundet und facettenreich dazu gelernt. Und all das aus eigenem Willen und eigener Kraft. Dabei wurde ich von neuen Bekanntschaften begleitet und hatte immer die Unterstützung von Zuhause. Für all das bin ich so dankbar und es erfüllt mich mit so viel Glück, weshalb ich mich freue auf die nächsten 10 abenteuerlichen, turbulenten und emotionalen Wochen freue. Das Neuseeland mir fürs erste die Tür verschließt, heißt, dass ich mir eine neue Tür öffne, hinter der sich alles Mögliche verbergen könnte. Auf dem Schild steht diesmal „Bula Fiji“🇫🇯

25 July 2018

Am nächsten Tag geht es direkt weiter nach Rotorua, wo die Erde dampft und brodelt. Hier gibt es unzählige heiße Quellen, die Besucher und damit leider auch Diebe anlocken. Daher parke ich mein Auto an einem Attraktionspark, schlüpfe in den Bikini und latsche 5min zurück, wo ein heißes Bad auf mich wartet! Außer mir ist in der Früh nur ein deutsches Paar dort und es dauert nicht lang bis wir im Gespräch sind. „Was finden alle an Queenstown? Wir haben schließlich den Bodensee, der ist doch das gleiche.“ Ehh, nein und auch nicht fast. (Zum Vergleich Foto8) Sie ziehen weiter und April aus Australien kommt. Wir quatschen und plötzlich ist es fast 14 Uhr und meine Haut ganz schrumpelig. Ich halte nur noch fix für die Rainbow Mountains(4,5) und eine heiße Dusche. Tja, meine Haare riechen trotzdem noch nach Schwefel. Weiter geht es nach Gisborne, wo ich dort stehe, wo ich mit Marc letztes Jahr Weihnachten mit Bescherung gefeiert habe. Vielleicht auch mit deshalb mein Lieblingsort...🌋

24 July 2018

Morgens erhasche ich doch tatsächlich einen Blick auf die Spitze des Mt Taranakis, die ich im Januar erklommen hatte. Ich mache mich auf zu einem See, um von dort die Sicht zu genießen. 20min später: Pustekuchen! Wieder 20min später: Pfannkuchen! Und der Anblick war jetzt auch nicht schlecht, meine Campingküche macht sich! (Sorry für den nicht-Fokus) Das Ziel danach lautete Gisborne: 550km-8,5h Fahrt. Ja, „New Zealands roads are different“ Nach durchschnittlich jeder zweiten Kurve, komme ich erneut ins Staunen. Dieses Land hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Gewaltige Steinformationen, weite klare Aussichten oder mystische Verborgenheiten und alles ausgemalt in den verschiedensten Grüntönen. Ich weiß, wieso das meine Lieblingsfarbe ist! Ich stoppe, vertrete mir im Dschungel die Beine, um einen 2000j. Totara anzusehen. Ich entscheide mich für einen anderen Weg und lande zur Dämmerung an meinen Stellplatz am Lake Taupo, der sich mal wieder in einen pastellfarbenen Schleier hüllt.?

23 July 2018

In New Plymouth fahre ich zu einem Campingsplatz direkt am Meer, wo ich im Januar mit Till schon mal für Tage geblieben war. Ich richte mich weiter in meinem Auto ein, fülle meinen Bewegungsspeicher, da mir morgen ein langer Tag im Auto bevorsteht und steige für den Sonnenuntergang auf den Mt Paritutu und gucke bloß nicht nach unten. Nachdem ich heute schon an die 10 Regenbögen gesehen habe ist dieser Sonnenaufgang auch noch spektakulär, denn zwischen zwei Regenfällen scheint sich direkt vor mir echt das Himmelstor zu erkennen geben! Anschließend folgt eine eiskalte, nur sekundenlange Stranddusche, ohje ohje. Am Ende dieses Tages kann ich durch meinem Panoramadach noch den Sternenhimmel beobachtet und höre die Wellen rauschen. Es war ein wunderwunderschöner Tag heute und ich dachte die ganze Zeit, wie schön das Leben mein Leben ist und dass das alles Gründe zu bleiben sind.🎇
Mein Wecker weckt mich aus meiner etwas unheimlichen Nacht, um den Sonnenaufgang zu sehen. Doch leider ist der Lookout so zugewuchert und ich sehe fast nichts. Ich setze meinen Weg nach New Plymouth fort. Da ich gerade alleine unterwegs bin, ist es gar nicht so einfach Fotos zu machen und so drehe ich nach einer Kurve dann doch noch mal um, um das morgendliche Neuseeland einzufangen. Ich steige aus und genau 2m neben mir ist im Zaun ein Zicklein eingeklemmt. Um es nicht unnötig zu verängstigen, habe ich davon kein Foto gemacht sondern es schnell befreit. Dafür habe ich dann nicht angehalten, um nach dem Goldtopf am Ende des Regenbogens zu graben, obwohl ich ihm erstaunlich nah war. Der nächste Stop folgt bei den „Three sisters and the elephant“. Die Gezeiten sind diesmal mit mir und ich kann etliche Höhlen und Felstransformationen erkunden. Auf den elephant hatte ich dann leider nicht geachtet, doch es ist ein Fels mit zwei Löchern, sodass er wie der seitliche Umriss aussieht.🐏

21 July 2018

Erfolgreiche Autobesichtigung✔️ Zusage für Freiwilligenarbeit im Yogazentrum✔️ 5 Wochen bis Stefans Ankunft✔️ Zutaten für Glühwein eingekauft✔️ Gute Laune✔️

9 June 2018

Nach einer kurzen Nacht geprägt von Alpträumen, im Schlaf sprechenden Kindern nebenan und frühem Gerenne im Flur, machte ich mich heute morgen mit der zweiten Fuhre auf zum Rugbyspiel der Kids. So wie es in Deutschland mit dem Fußball abläuft, passiert es hier mit Rugby. Genau so! Celia sagte mir schon am Donnerstag, dass mir mal Schafe oder Kühe auf dem Weg begegnen und wie ich mich dann verhalten soll. Ja, am Freitag waren da dann auch direkt zwei Schafe und eine Kuh, doch heute morgen gerieten wir in einen echten neuseeländischen traffic jam. Dank Gastvater John weiß ich jetzt auch: Einfach ganz ruhig dran vorbeigefahren. Dann gab es Rugby, eine zweite vielversprechende Autobesichtigung, Mittag in der Mall, passende „Farmgirl“ Gummistiefel für mich, Abendessen, was zu 90% aus dem eigenem Garten stammt, und ein gemeinsamer Filmeabend auf dem Sofa. Ja, ich fühle mich hier sehr willkommen und wohl und bin überzeugt, dass die Dinge sich so fügen sollten, wie sie es jetzt getan haben.🤼

6 June 2018

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.“ Nachdem ich vor genau einer Woche entschieden hatte, meine Gastfamilie zu verlassen, war ich heute mit meiner neuen Gastmutter in Christchurch verabredet. Celia sammelte mich am Busbahnhof ein und wir fuhren zuerst zu meiner alten Gastfamilie, wo ich in all der Aufregung meine Kopfhörer liegen lassen, die ich abholte. Die Gastmutter hatte mich überall blockiert, sodass ich sie auf Umwegen kontaktierte und heute schickte sie ihre Mutter vor, die keine Miene verzog und mir „eine nette Reise wünschte“, wofür ich mich natürlich freundlich bedankte. Wir führen nach Darfield, sammelten die Kids ein, überbrückten die Zeit bis zum Rugbytraining im Café mit Heißgetränken und lecker Kuchen. Abseits vom Schuss angekommen (Jaa, ich habe hier kein Netz) kochte Hugo, ein Wwoofer aus China, für uns mit Gemüse aus dem Garten und anschließend saßen wir noch zusammen mit Wein vorm Ofen. Ach, ich fühle mich richtig gut mit diesen Entscheidungen!🚪

2 June 2018

Nachdem ich im Laufe meiner Reise mittlerweile 10 erfolglose Anfragen auf Couchsurfing verschickt habe, sagte mir Benjamin am Donnerstag doch unerwartet zu. Da ich es erst am frühen Abend gesehen und das Hostel bereits hatte, machte ich mich erst gestern Abend zu ihm auf. Ich war sehr aufgeregt und wusste ja auch nicht, wie Couchsurfing so abläuft. Nach dem 2. Klopfen öffnete er, zeigte mir knapp das Gästezimmer, telefonierte dann eine ganze Weile und ich saß verloren rum. Dann spricht er mich an, auf Englisch (laut Profil spricht er fließend deutsch). Ich bin völlig perplex, doch nach 5Min. wechseln wir doch noch ins deutsche. Er ist Lehrer an einer Waldorfschule und schreibt gerade Zwischenberichte, ist sehr beschäftigt und ich hänge rum. Eine Autobesichtigung hatte ich, doch der TÜV ist im Juli fällig und könnte eine teure Überraschung werden. Nach einem verregneten, grauen Tag ist der Nachmittag ein echtes Spektakel. Ich bin gefangen von der minütlich wechselnden Aussicht.🛋

31 May 2018

Gestern bin ich ohne Vorwarnung eingeschlafen, wie ich heute morgen feststelle und bis auf die neuen Halsschmerzen fühle ich mich, noch nicht topfit, aber wesentlich besser. Ich verlängere das Hostel und werde von dem angenehmen 6er-Zimmer, was ich mir mit 3 deutschen Jungs geteilt hatte, in ein 4er-female verschoben. Es gibt immer wieder Frauenzimmer, jedoch keine Männerzimmer. Das ist sexistisch! Nun, ich starte weitere 2 Versuche bei Couchsurfing, verabrede mich für eine Autobesichtigung am Samstagmorgen, antworte einer interessierten Gastmutter von einer Farm, verfasse Facebookposts, um meine überschüssigen AUS-Briefmarken in NZ zu tauschen, stöbere nach Jobs und telefoniere dann direkt mit der Gastmutter. 20min, denn sie ist sehr nett. Ich erzähle ihr von meinen Bedenken, schlecht behandelt zu werden. Doch sie war auch schon Au-pair und versteht mich. Ich möchte mich verwöhnen, doch bei Cheesemongers ist schon alles ausverkauft. Das gehts halt in den Supermarkt, der hat eh Kekse.?

30 May 2018

Worst day ever! Ich habe miserabel geschlafen, gefroren, geschwitzt, wirres Zeug geträumt. Als ich aufstehe, fühle ich mich gar nicht gut. Mir ist ganz schwummerig, schlecht, alles tut weh, sogar meine Augen! Meine Gastmutter meint, ich könne gar nicht krank sein. Die anderen sind es ja auch nicht. So quäle ich mich die ersten beiden Stunden durch und lege mich wieder hin. Sie kommt wieder, sagt, ich hätte nicht lang und gründlich genug geputzt und soll weiter machen. Marc hat ein offenes Ohr für mich und ich verspreche ihm und mir zu gehen. Ich fühle mich hier nicht familiär, eher wie eine Angestellte. Darüber ist die Gastmutter gar nicht erfreut. Sie ist auch nicht zufrieden mit mir, also ist es doch für alle besser ich gehe. Ich soll mein Bett abziehen und saugen. Ich brauche nichts mehr machen, kriege dafür etwas weniger Geld. Dann soll ich doch noch das Badezimmer putzen, mir klopf mein Herz bis zum Hals und sage Nein. Sie schreit mich an und ich lege einen filmreifen Abgang hin💔

22 May 2018

Das Einzige, was gleich bleibt, ist die Veränderung!💫

20 May 2018

Wenn Tauchen, dann doch wohl im Great Barrier Reef. Nachdem ich mich durch zig Touren geklickt und mich bis auf einem Reisebüro gut vor den Verkaufsmaschen gedrückt habe, stand ich heute morgen um 7 am Boot. Das Wetter seht ihr selbst. Der Regenwald hat seinen Namen eben nicht irgendwoher. Es soll heute rough und Rocky werden - Aha, ok! Nach 30min war ich es dann, die als erste ein goldenes Ticket bekam. „You’re definitely not the first one” Heute schon und auch die letzte und zwischendurch immer vorn dabei, wie sich rausstellst. Reisetabletten, Wasser, trockenes Brot, Banane: Nichts blieb drin. So ging ich da, kotzend, weinend, 6h lang und wollte wirklich zu meiner Mama und in MEIN Bett. Das Schnorcheln habe ausprobiert und natürlich Regenbogenfische, bunte Korallen und eine Schildkröte einen Meter neben mir gesehen. Doch meine Wohlbefinden hielt nicht lange durch und der Tauchgang fiel für mich aus. Ich hab’s überlebt und was mich nicht umbringt, das macht mich nur stärker🤮

15 May 2018

Es gibt ganz große Neuigkeiten, die ihr bald erfahren werden... aber nicht von mir💑

10 May 2018

Rainbow Beach und das Mädchen in Freiheit Nachdem ich heute ein paar KFZ-Handgriffe erledigte (Jaha! Batterie abklemmen, Radio entsperren, gestern Öl nachfüllen, ok dabei wollten uns zwei israelische Backpacker wirklich gern helfen, wobei sie uns bei allem gehelfen hätten damit wir mit ihnen campen), lief der Van wieder einwandfrei! Es ging direkt nach Rainbow Beach an den Rainbow Beach. Der Parkplatz lag total komfortabel, es gab moderne Toiletten, Waschbecken, Wasserspender inkl. Trinknapf und eine Dusche. Was zuhause so selbstverständlich ist, habe ich richtig zu schätzen gelernt. Man solle am Strand tief graben, heißt es. Wir waren skeptisch und fanden nur grauen und schwarzen Sand. Ein Blick bei Google verrät: Es geht um die Dünen! Ein Mädchen war in den Regenbogen verliebt, doch ein Mann hielt das Mädchen gefangen. Immer wenn sie versuchte zu fliegen, holte er sie mit dem Boomerang zurück. Doch eines Tages sperrte sich der Regenbogen dazwischen und zerfiel dabei auf dem Strand.🌈

9 May 2018

Heute morgen tat die Sonne so als wäre nichts gewesen und wir starteten einen zweiten Versuch bei den Glasshouse Mountains, wo es Frühstück mit einer beeindruckenden Aussicht gab.(1) Anschließend liefen wir noch den „Lookout Circuit“, der jedoch nur einmal durch den Wald drum herum führte und somit nicht das bot, was er versprach. Weiter ging es nach Noosa, wo wir ganz entspannt das Auto parken konnten und pünktlich in der Mittagssonne den 6km langen Coastal Walk durch den Noosa Nationalpark starteten. Der Weg war bis auf ein paar anstrengende Treppen ganz entspannt in Flipflops zu laufen und zwischendurch konnten man immer wieder ein Stück im Wasser laufen. Leider konnten wir keine Tiere entdecken, doch dafür boten die Wellen an den Felsen eine gewaltige Show!(4) Am Ende angekommen, führen wir mit dem Bus zurück und für mich ging es nach langer Zeit (2 Monate) endlich mal wieder ins Meer. Das Wasser ist hier echt warm (18-20 Grad)und auch hier waren die Wellen heute echt mitreißend.🌊

8 May 2018

Und Brisbane empfängt mich, wie Sydney auch, mit Regen. Doch ich finde es nicht so dramatisch, denn Brisbane stand eigentlich nicht auf meiner Reiseroute. Auf Melbourne hatte ich mich in Australien allgemein am meisten gefreut. Sydney wollte ich natürlich bei der Gelegenheit auch mal sehen. Und Brisbane hat mich nicht gereizt. In Anbetracht der festgelegten Zeit und der langen Strecke fiel sie daher aus. ABER Cristina wollte sich gern Brisbane anschauen. Petrus hat daher einen Kompromiss für uns vorgesehen und so betrieben wir heute wieder Hop-on-hop-off-Asiaten-Tourismus. Die Pools im Stadtpark direkt am Flussufer erinnern an Clubanlage aus dem Urlaub. Es ging weiter nördlich Zu den Glasshouse Mountains, doch statt eines “Scenic Lookout” verstecken sich die Berge in den Wolken. Das Wetter sollte nicht besser werden und so entschieden wir uns zum nächsten Stellplatz zu fahren und es uns gemütlich zu machen. Zufällig hatten wir heute morgen schon TimTams und Bananabread gekauft.🌧

3 May 2018

Apropos Oper: Nach meiner Tour gestern habe ich mir ein ermäßigtes Ticket für den heutigen Abend gekauft. Riccardo Muti Australian World Orchester. Mal schauen was mein Rucksack so operntaugliches hergibt und die Frage: Glitzer-Flipflops, Sneaker oder Wanderschuhe? Nicht schick aber selten geht es dann in zerknitterter Baumwoll-halb-Tshirt-halb-Bluse, ausgewaschener „schwarzer“ Jeans und rosa Turnschuhen, die die Spuren von der letzten durchtanzten Nacht nicht versuchten zu verstecken. Wenigstens farblich abgestimmt! Zu meinem Glück sind Sneaker und Jutebeutel ja mittlerweile gesellschaftlich etabliert und so fiel ich wenigstens nicht negativ auf. Passend dazu gabs auf dem Hinweg noch Baguette+Tzaziki in der Bahn und was zu Trinken aus dem Trinkbrunnen. Richtig Opern-Like! Während des Konzerts habe ich die einzelnen Klänge, verschiedenen Spielweisen und den Dirigent beobachtet und konnte mich von der Musik tragen lassen. Die Dame neben mir hatte etwas mehr Ahnung und war begeistert.🎶
Heute ging es mit den Öffis nochmal raus an einen der bekanntesten Strände Sydneys: Bondi Beach. Hier warten die Surfer auf die richtige Welle, die Skater üben immer wieder den gleichen Flip und am Strand wird mit Smartphone gechillt. Die Promenade ist verziert mit vielen verschiedenen Graffitis und Malereien und das ist das einzige was hier was her macht, denn zum Verweilen lädt mich dieser Ort keineswegs ein. Ein Strand in der Großstadt eben, umgeben von teuren Parkplätzen, Lärm und Trubel. Wir laufen den Coastal Track bis zum Coogge Beach entlang der Klippen Sydneys, die auch Utzon mit dem steilen Abhang Richtung Wasser im Bau der Oper aufgegriffen hat. Um 19Uhr beginnt die Vorstellung in der Oper, daher haben wir heute nicht ewig Zeit. Es geht zurück in den Stadtteil Drummoyne, wo Steves Schwester Tina wohnt. Dort dürfen wir zurzeit auf der Einfahrt stehen und haben einen Schlüssel, um Badezimmer und Küche zu nutzen. Camping in Städten ist nämlich meist schwierig oder sehr teuer.🔛

1 May 2018

Es entstand die Idee eines Opernhauses und es gab zuerst wieder einen internationalen Wettbewerb, den 1957 der Däne Jørn Utzon mit seinem Entwurf gewann. Der Bau begann 1959, doch die Segel waren architektonisches Neuland und so brauchte es Jahre, um die richtige Statik auszurechnen. Wie beim Brückenbau, wurden Stahlseile in den einzelnen Pfeiler verbaut. Der Bau wurde immer länger und teurer. (Das kam mir direkt bekannt vor!) Nach dem Regierungswechsel wurde Utzon der Geldhahn zugedreht, es zum Stillstand der Baustelle und der Architekt drohte zu kündigen. Die Regierung zeigte sich wenig beeindruckt und so verließ Utzon die Baustelle 1966. Ein Architektenteam versuchte seine Ideen zu Ende zu bringen und die Oper wurde statt 1966 dann 1973 am Australia Day (26.1.) von Queen Elisabeth II eröffnet und kostete statt $7mil über $100mil. Die Segel sitzen auf einem Podest, das den Gast aus dem Alltag heraushebt, wie die Maja-Tempel. Zum Wasser geht es steil runter, so wie Klippen vorort.🏙
In der Stadt geht es immer wieder vorbei an dem Kontrast zwischen kleinen, schnuckeligen Häuschen und ehrfürchtigen Wolkenkratzern. In die National Library of New South Wales, eine Bücherei mit besonderem Flair. Vorbei am Krankenhaus, welches typisch ungesundes Essen anbietet. Durch eine Demo vor dem Parlament. Hin zum Rathaus, wo uns ein Backpacker für eine Organisation um Spenden bittet. Ehm, wir sind Backpacker?!Sydney erinnert mich mit seinen englischen Bauten an London und besticht gleichzeitig durch die moderne, kühle Skyline. Zum Mittag gönnen wir uns Pancakes in The Rocks, ich nutze die Gelegenheit hier und probiere die Crêpes-Variante mit Fisch und Meeresfrüchten. Wahrscheinlich werde ich zukünftig einmal in Monat an die Nord- oder Ostsee fahren, um auch in Deutschland wieder Fisch essen zu können. Ich lerne, dass Pancakes hier wirklich Kuchen aus der Pfanne sind und mich an Butterkuchenboden erinnern. Der nette Herr spielte extra mein Lieblingsstück “Comptine d'un autre été”?
Nachdem dem die Gürtelschnalle meines Backpacks und damit das Fundament meines momentanen Zuhauses(!) still und heimlich während unseres Roadtrips gebrochen war, pflegte ich einen beinahe unendlichen E-Mail-Verkehr mit dem australischen Deuter Händler. Heute empfing ich dann ENDLICH meine neue Gürtelschnalle. (Das Büro sitzt in Sydney, die erste Schnalle nach Melbourne wurde losgeschickt als ich schon auf Tasmanien war und kam angeblich bei der Unterkunft auch nicht an. Ich erklärte ihm, dass ich rumreise und es wahrscheinlich einfacher wäre, ich hole sie mir in Sydney ab. Nein, nein, ich solle mir keinen Aufwand machen und ihm einfach eine Adresse nennen, wo er nochmal was hinschickt. Hachja, witzig! Als Wiedergutmachung gab es noch zwei nicht abgestempelte Briefmarken on Top) Der nächste wichtige Punkt auf der Tagesordnung: Führung durch das Opernhaus um 11 auf... deutsch! Ich wollte von der ganzen Sache ja wenigstens ansatzweise was verstehen.🎒

27 April 2018

Zuletzt geht es noch zum War Memorial auf die anderes Seite der Stadt, das wie der Name schon sagt, an Kriege erinnert. Gerade endet eine Zeremonie und leider schließt damit das Gebäude auch die Tore. Somit bleibt mir für heute der Blick einmal durch die Stadt rüber auf das Parlament. Hier treiben sich mal wieder Dutzende Kakadus rum, die wahnsinnig laut sind und viel Bewegung ins Bild bringen. Mir ist schnell aufgefallen, dass die Australier an alles und jeden gedenken. In jeder kleinen Ortschaft sieht man ein Denkmal und jede Bank/ Baum/ Stein ist in Gedenken erbaut worden.
Anschließend geht es in die National Art Gallery pf Australia. Ebenfalls kostenloser Eintritt. Das finde ich total super, denn so hat hier jeder, unabhängig vom Einkommen, Zugang zu Bildung und man entscheidet sich auch viel öfter mal dazu ins Museum oder die Kunstausstellung zu gehen. Ich meine, wie oft habe ich das bitte in Deutschland gemacht?! Viel Zeit zum ausgiebigen Betrachten und Wirkenlassen blieb heute leider nicht. Es gab eine Aboriginal-Ausstellung(5-10) und mir war schon aufgefallen, dass die Aborigines viel mit Punkten malen. Hier bestanden ganze Bilder nur aus unzähligen Punkten. Bild 9 hat mich besonderes lange beschäftigt, denn alle Aussagen sind für mich als weiße junge Frau aus Mitteleuropa selbstverständlich. Andererseits habe ich mich auch dabei erwischt, wie ich die angesprochene Zustände für ungewöhnlich finde und dann auch mal hinguckt habe.🇦🇺
Das Parlament erinnert an ein Gebäude aus einem Science-Fiction-Film und ist für Besucher geöffnet, wie die Bücherei nebenan. Außer das man eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie am Flughafen, passiert. Mehrmals am Tag wird eine kostenlose Tour angeboten, welche wir mitmachen. Ich erinnere mich an meinen Berlin Aufenthalt mit Mama, bei dem vor dem Reichstag standen und nicht reindurften, da man alles vorher buchen musste. Heute war alles ganz unkompliziert , selbst das Parken in der Tiefgarage war für 2h umsonst. Ich muss zugeben, bei der Tour habe ich nicht alles verstanden. Es gibt Bilder im Haus, damit man sich wohl fühlt. Die große Halle kann man sogar für private Veranstaltungen mieten. Hinten hängt ein großer Wandteppich, während das Originalbild im Flur hängt, und die Weber haben hier die Sternschnuppe hinzugefügt. Es gibt das Parlament(blau) und den Senat(rot), um die Gewaltenteilung zu sichern. Der große Stuhl im Senat gehört der Queen, der daneben für die Königsfamilie.🇦🇺
Heute steht Kultur auf dem Plan, nur Kultur! Canberra, die Hauptstadt Australiens, ist für mich ein Muss. Da sie im Landesinneren liegt, wird sie von Reisenden eher ausgelassen. Hier wird es übrigens „Känbra“ ausgesprochen. Die Australier behalten eben gerne die halben Wörter im Mund. Nun, nachdem sich Sydney und Melbourne nicht einigen konnten, welche der beiden Städte Hauptstadt wird, wurde 1908 dafür Canberra gegründet. Es gab dann einen internationalen Städtebauwettbewerb und 1913 begannen die Bauarbeiten. 1927 erhielt Canberra den Status der Hauptstadt. Und so künstlich wie sie entstanden ist, sieht sie eben auch aus und fühlt sie sich an. Gefrühstückt haben wir am Lake Burley Griffin, der Teil eines Flusses ist, welcher die Stadt in zwei gleich große Hälften teilt, und hier natürlich künstlich gestaut wurde. Mich erinnert der Blick an den Maschsee. Die Stadt ist total modern, symmetrisch und steril. Ich empfinde es hier sehr bedrückend, ich denke, weil alles so unnatürlich ist.🇦

26 April 2018

Es ist goldener Herbst und ich genieße die bunten Laubbäume. Die Kälte habe ich mittlerweile schon richtig lieb gewonnen, denn man kann sie so gemütlich machen und ich freue mich schon auf die Winter in Deutschland.(noch!) Heute geht es auf den Mt Buffalo (1.723m) und ich habe mal so gar keine Lust zu wandern. Doch er meint es gut mit mir und man kann bis nach oben fahren. Der Ausblick-Rundweg ist nur 2,5km und recht easy. Links sieht man Victoria und hinten rechts schon New South Wales. Der Blick erinnert echt an die Alpen und der steile Abhang lässt meine Füße kribbeln. Wir entscheiden uns noch den Lake Catani auf dem Berg anzuschauen. Auch hier kann man bis 10m ranfahren und ich fühle mich wie ein asiatischer Tourist. Ganz nach meinem Geschmack heute! Die Mittagssonne verwandelt die Wasseroberfläche in ein glitzerndes Windspiel. Wir verlassen die Great Alpine Road und steuern Canberra an. Unterwegs wird an der Shell warm, unbegrenzt und kostenlos geduscht. Ein Traum von Dusche!🍂

25 April 2018

Ich plumpse aus dem Van und werde mit einem fröhlichen „Good morning!” von einem Australier begrüßt. Er dreht eine kurze Runde mit seinem Hund auf dem Jetty (dt.Steg) während ich mich anziehe und ihn danach auf dem Rückweg von der Toilette an gleicher Stelle treffe. Ein älterer Herr vom Land und ich verstehe ihn echt gut. Sowas kam noch nicht häufig vor. Er erzählt von seinem Haus, das gestern verkaufte Elternhaus nebenan, seinen Enkelkindern und den Aschestreuungen seiner Angehörigen rundherum. Er gibt mir viele Wegbeschreibungen, freut sich über den gestrigen Aufenthalt auf dem Mt Oberon und empfiehlt zuletzt noch einen Ort und eine Bäckerei auf unserem Weg, auf die auch seine deutsche Frau schwört. Die Begegnung war total schön und der Herr strahlte sehr viel Wärme aus. Es ist Anzac-Day und die Bäckerei daher geschlossen. Nach einem kurzen Schlenker zum Lakes Entrance, wo das Meer künstlich mit den Seen verbunden wurde, gehts auf die Great Alpine Road.👴🏻

15 April 2018

Da liege ich nun zum zweiten Mal: in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, bei fremden Menschen. Die Zeit in Tasmanien ist vorüber. Mit der Fähre geht es, diesmal nicht ganz so stark, aber immer noch zu schunkelig, zurück nach Melbourne. Mich beeindruckt, wie der Kapitän dieses riesen Schiff im Hafen Devenports wendet. In der Bass-Straße passen wir die Spirit of Tasmania I.(6) Begleitet von Möwen, empfängt Melbourne mich mit einer leuchtenden Skyline und die Wolkenkratzer blinken, um Flugzeuge zu warnen. Hier werden direkt Erinnerungen wach, ich denke an Stefan. Auf Melbourne hatte ich mit mich am meisten gefreut und uns beiden hat diese Stadt sehr gefallen. Nun habe ich noch eine Woche hier, bevor ich mich mit Ronny nach Cairns starte. Daher hatte ich mich (erfolgreich) auf Gumtree, dem australischen eBay Kleinanzeigen, als Kurzzeit-Au-pair inseriert. Tamsin und Steve holen mich mit Hunter am Fährterminal ab. Die beiden sind total nett und das Appartement super eingerichtet. G8🌃

11 April 2018

Heute habe ich Dinge nicht gesehen, die ich gerne sehen wollte und ich habe Dinge gesehen, die ich nicht sehen wollte.⛰🦊

25 March 2018

👇Nachtrag zum 25.02.2018
👇Nachtrag zum 24.02.2018

25 February 2018

Auf der zweiten Fahrt unterhalte ich mich mit dem super freundlichen Busfahrer, der von seiner verflossenen deutschen Liebe schwärmt. Auch in diesem Bus gibt es einen USB-Port, an einer Tankstelle ist mir das schon begegnet. Sehr modern und total komfortabel. Um 22 Uhr komme ich am Flughafen an, der Flieger startet um 6:30 Uhr. Ich nutze die Dusche dort, esse mein Abendessen, packe Gepäck und Handgepäck hin und her, kann kurz surfen und schreibe Karten. Von 2-4 Uhr wird es etwas ruhiger im Flughafen, dann geht der Check-In schon los. Langeweile hatte ich keine Minute. Auf dem Weg in die Sicherheitszone erfasste mich Wehmut. Nach 4 Monaten und 8 Tagen Neuseeland zu verlassen, löste etwas in mir aus. Ich fühlte Verbundenheit und auch etwas wie Heimat. Im Flieger sitze ich neben einem typisch deutschen Pärchen, die eine Pauschalreise machen. Ich helfe ihnen bei der Kommunikation mit den Stewardessen, sie teilen ihr Frühstück mit mir und ich schließe nach 25h endlich mal die Augen.💤

24 February 2018

Sightseeingtour durch Neuseeland Der Wecker für 07:00 Uhr war im 14-Bett-Zimmer gar nicht nötig, denn ich war eben nicht die erste, die aufstehen musste. Immer bemüht so leise wie es eben geht, ziehe ich mich um, wasche Gesicht und Zähne am Gemeinschaftswaschbecken auf dem Flur, mache meinen Rucki startklar und checke aus. Zum Bahnhof sind es ca. 2km. Ich entscheide mich für den längeren Weg am Hafen entlang, genieße die Sonne und begrüße mich mit anderen Backpackern. „Bringing Kiwis together“. Der Intercity ist sowas wie die Deutsche Bahn, denn Personenzüge gibt es kaum. Mich bringt er zum Auckland Airport, 800km, 12h. Doch ich freue mich schon auf unbegrenztes Wifi und USB-Port. Entlang der Küste, durch den Tongariro Nationalpark, den Lake Taupo hoch, umgeben von Hobbithügeln, mit Stopp in Hamilton, wo gerade ein Nightmarket ist und es frittiertes Eis gibt. In Auckland steige ich um, buche dabei fix noch meinen Rückflug in 3 Monaten von Cairns nach Christchurch.🚌

14 February 2018

Great Lake Taupo💦

10 February 2018

👇Nachtrag zum 20.-22.12.17

9 February 2018

Nächster Stopp: Australien bitte!🇦🇺 Wie alles begann: Marc erzählte mir hier, dass Laura und Malte gerade planen, Miri und Sören, die 2 Tage nach mir aufbrachen, in Australien zu besuchen. Das ist ja direkt um die Ecke, dachte ich. Und wie oft wird sich diese Gelegenheit im Leben nochmal ergeben? Wahrscheinlich nie! Kurzerhand kontaktiere ich die Bande und konfrontierte Stefan mit den Tatsachen. Spontan klappt es, wie die Vergangenheit gerade hier schon so oft bewiesen hat, halt doch am besten! Der Plan ist, die Küste von Adelaide bis Melbourne entlang zu fahren und für uns dazu stoßenden einen Campervan zu mieten. Mama saß mal wieder (direkt) an der Quelle und hatte damit auch gleichzeitig ein absolut perfektes Geburtstagsgeschenk für uns! Nach langem hin-und-her-Überlegen habe ich mich für ein Tourist-Visa (3 Monate) entschieden und fliege jetzt von der Nordinsel ab.🇦🇺

8 February 2018

👇Nachtrag zum 5.11.17
👇Nachtrag zum 15.11.17
👇Nachtrag zum 14.11.17
🇳🇿💬Neuseeländische Türschlösser werden andersherum verriegelt.💡

7 February 2018

Seit Tagen stelle ich mir die Frage: Wo fange ich jetzt an?💭

3 February 2018

Marc hatte den Kontakt zu Danny und Vedat hergestellt, die ebenfalls aus Winsen kommen und dem ein oder anderen von euch ja auch bekannt sind. Die beiden kamen am 31.1.17 in Auckland an und waren an unserem Auto interessiert. Außerdem bot ich Ihnen an, sich ein bisschen über Neuseeland auszutauschen. Wir trafen uns noch direkt am Abend, doch ich hatte das Gefühl, ihnen ein normaleres Auto reicht. Eins kam zum anderen, Till und ich zogen heimlich mit in ihr Hostelzimmer, schliefen auf dem Boden und wir verbrachten die nächsten Tage ganz entspannt zusammen in Auckland, aßen Burger, schauten den Fischmarkt an und tranken Biere. Die beiden machten einen echten Glücksgriff mit einem non Self-contained Auto. Am Tag des Check-outs fuhren wir nochmal gemeinsam nach Pihia. Statt Sonnenschein begrüßten uns dort Sirenen, die Unwetter ankündigen. Die Wassermassen aus den Bergen rissen dabei den Strand mit, der zusehends weiter abbrach und begruben dabei das Quad der Rettungsschwimmer.🏩

24 January 2018

Auf dem zweiten höchsten Punkt aß ich dann mein Mittagessen. Dafür hatte ich mir am Abend zuvor eine große Portion Nudeln gekocht. Außerdem hatte ich Banane, Müsliriegel (mit extra Protein und Kaffeeextrakt) und ein bisschen Whittaker’s-Schokolade in der All Blacks Power-Edition mit. Auf der gesamten Strecke kann man kein Wasser auffüllen, das heißt, ich hatte auch eine 2,25l Flasche Wasser dabei. Oben wurde es dabei zwischenzeitlich durch den Wind und die verschwitzte Kleidung ganz schön frisch. Jetzt begann der ca. 4h Rückweg. Dabei reichte die Sicht bis zum Lake Taupo, dem größten See Neuseelands. (1: über meiner linken Hand) Der Weg ging dann in ganz breiten Schlangenlinien und Treppen wieder runter. Zum Ende wurden die Füße dann doch langsam platt und die Oberschenkel müde. Am lang ersehnten Endpunkt angekommen, war ich echt richtig, richtig stolz auf mich und dieser Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt! Am Auto ging es dann in die Flipflops und entspannt Richtung New Plymouth.🥇
Das Tongariro Alpine Crossing ist 19,4km lang und der höchste Punkt des Weges liegt bei 1.882m. Der Weg startet westlich des Tongariro Nationalparks und führt zuerst vorbei am Mt Ngaurohoe (2.291m), einem aktiven Vulkan. Dies ist der Schicksalsberg, eng. Mt Doom, aus Herr der Ringe, in den Frodo in Mordor am Ende den Ring wirft. Der Vulkan ist überwiegend schwarz, wird weiter oben rostrot und dann gelb und aschgrau. An einer kleinen Stelle qualmt es sogar. Der härteste Abschnitt des Weges ist geschafft und es geht erstmal durch ein Tal, das total ebenerdig und gelb ist. Dann geht es nochmal ein Stück aufwärts, teilweise mit in den Felsen befestigten Stahlketten und -seilen, entlang des Mt Tongariro, einer Ansammlung von Vulkankegeln. Dort liegen auch die kleineren Emerald Lakes (dt. Smaragdgrüne Seen) und der größere Blue Lake. Die Farben der Seen sind so krass und wunderschön. Hier qualmt es ordentlich und riecht nach Schwefel, an dessen Geruch ich mich mittlerweile gewöhnt habe.🌋
Anfangs fühlte es sich wie ein entspannter Spaziergang an, der Weg war fest, die Steigung gering. Das tagelange Warten auf gutes Wetter wurde belohnt, denn der Himmel war klar und die Sicht und der Ausblick waren wunderschön. Doch die Sonne knallte natürlich mal wieder ganz schön Nach 1h ging es dann doch schnell steil bergauf. Der Trampelpfad wurde immer öfter durch Treppen ersetzt und es war echt anstrengend. Zwischendurch war ich so fertig, dass ich nicht mehr reden und denken konnte. Ich trank viel, stärkte mich mit einer Banane und machte Verschnaufpausen. Zwischenzeitlich hatte ich echt bedenken, dass ich gleich umkippe, vom Helikopter abgeholt werden muss oder einfach umdrehe, weil es so hart ist. Mein Gesicht hatte mittlerweile die Farbe meines Tshirts angenommen. Immer wieder schaute ich um mich und sah so viele verschiedene Menschen: jung und alt, klein und groß, dünn und dick. Das motivierte mich, denn ich dachte: Wenn die das alle können, schaffe ich das auch!🍌
Der Wecker klingelte schon um 5:30 Uhr, denn nach 10 Tagen warten auf gutes Wetter, war heute ENDLICH das Tongariro Alpine Crossing angesagt! Diese Tageswanderung hat einen Start- und einen Endpunkt, zwischen denen Shuttle fahren, die 35$/p.P. kosten. Für die Wanderung braucht man 6-8h. Am Startpunkt darf man jedoch nur 4h parken, am Endpunkt darf man hingegen unbegrenzt stehen. Wie man es dreht und wendet, man ist gezwungen, das Auto zu Beginn am Endpunkt abzustellen und sich mit dem Shuttle zum Start bringen zu lassen. Backpacker-Spartipp: Ich setze Till am Start ab, fuhr zum Endpunkt, parkte dort und fuhr mit dem gebuchten Shuttle wieder zum Start, wo Till auf mich wartete. So brauchten wir nur ein Ticket! Jetzt hieß einfach nur noch gehen...🚶‍♀️

20 January 2018

Am heutigen Morgen wurde ich von Schritten wach, welche neben dem Auto durch den Kiesstrand wanderten, begleitet von angenehmem Wellenrauschen. Der Himmel war blau und die Sonne putzmunter. Nach einem (unbeabsichtigten veganen) Frühstück am Strand ging es danach gleich ins Meer. Das war ein total schöner Start in den Tag! Nach den täglichen organisatorischen Campingangelegenheiten ging es zurück nach Napier. Diese Stadt wurde 1931 von einem Erdbeben zerstört und anschließend im Art-decó Stil wieder aufgebaut, für den sie heute bekannt ist. Die Stadt ist wie eine Zeitreise zurück in die goldenen 20er/ 30er und ich fühle mich wie im Film “Der große Gatsby”. Im Park steht ein Glockenspiel, welches glücklicherweise gerade erklingt und ganz passend zu unserem Weihnachtsessen am 26.12. an genau diesem Platz noch “Morgen kommt der Weihnachtsmann” spielt. Später ging es, vorbei an Heidekraut, auf zur Westküste, wobei wir dann während der Fahrt die Route erst einmal nur nach Rotorua umlegten.👒

8 January 2018

🇳🇿💬Das Leitungswasser ist hier generell trinkbar, hat jedoch den typisch chlorigen oder auch mal moderigen Beigeschmack. Ist es mal nicht trinkbar, warnen Schilder davor, das Wasser zu trinken. See- und Flusswasser sollte abgekocht werden.💡

4 January 2018

In Queenstown am Lake Wakatipu mit meinem wundervollen Marc❤️

22 December 2017

Marc: Das Wetter hat uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass das schwimmen wortwörtlich ins Wasser gefallen ist. Als nächstes waren wir in Dargaville und Nadine zeigte mir die Farm auf der Sie gearbeitet hat. Anschließend ging es weiter zum Moriwai Beach, um uns eine riesige Kolonie von Tölpeln anzusehen. Das nächste Ziel war Auckland, wo wir vor 3 Tagen gestartet sind. Nach einem kurzen Christmas Shopping führte uns unser Weg nach Thames um unser Nachtlager aufzuschlagen.🦆

21 December 2017

Marc: Am nächsten Tag nahmen wir die lange Strecke zum Cape Reinga auf uns. Bei bestem Wetter konnten wir den atemberaubenden Ausblick vom nördlichsten Punkt Neuseelands genießen. Auf dem Weg Richtung Süden machten wir Halt an der größten Düne im Land und fühlten uns plötzlich wie in der Wüste. Nach einer kräftezehrenden Wanderung über den heißen Sand ging es weiter zu den Kai Iwi lakes an denen wir die Nacht auf dem ersten gebührenpflichtigen Campingplatz mit warmer Dusche verbrachten und am nächsten Tag ein wenig baden wollten.☄️

20 December 2017

Marc: Das nächste Abenteuer wartete bei den Rainbow falls. Hier sind wir über glitschige und moosbedeckte Felsen hinter den Wasserfall geklettert. Nach kurzem Aufenthalt ging es schon weiter Zu einer eher einsamen Bucht in den Bay of Islands, an der wir unser Abendessen genießen. An der felsigen Küste entlang sind wir an noch einsamere Buchten geklettert und hatten einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang. Die Flut hat uns beinah unseren Rückweg versperrt, aber mit nassen Füßen traten wir dann die Fahrt zu unserem Camping Platz im Raterae forest an.🍕
Marc: Sooo, die ersten drei vollen Tage unseres gemeinsamen Urlaubes sind um. Nachdem Nadine mich am Dienstag vom Flughafen abgeholt hat, sind wir erstmal einkaufen gegangen und anschließend auf einen Night market in Auckland. Dann begann die Reise in den Norden zu den Waipu Caves. Nach mehrstündiger Fährt sind wir am späten Abend angekommen und verbringen unsere erste Nacht auf einem Self Contained Campingplatz vor der Höhle. Am nächsten Morgen ging es direkt in die Höhlen, mit Taschenlampe bewaffnet und größtenteils barfuß kämpften wir uns den Weg durch die stockdunklen, teilweise extrem niedrigen Gänge und durch kniehohe Gewässer. Doch die Anstrengungen wurden belohnt durch zahlreiche Glühwürmchen, die die Höhle in einen Sternenhimmel verwandelten.🐛

8 December 2017

👇Nachtrag zum 11.11.17

7 December 2017

👇Nachtrag zum 10.11.17

6 December 2017

👇Nachtrag zum 7.11.17

5 December 2017

🇳🇿💬Die Benutzung der Toiletten an Tankstellen ist hier selbstverständlich und kostenfrei, egal ob am Highway oder auf dem Land.💡

4 December 2017

Huhu ihr Lieben, die letzten Wochen war ich selten am Handy, denn ich schätze meine Zeit hier sehr und gestalte und genieße sie demnach. Mir geht es nach wie vor sehr gut! Seit gestern Abend bin ich wieder in Auckland und wohne hier nun bis zum 19.12. als Au-pair in einer Gastfamilie mit 3 Kindern. Bis jetzt fühle ich mich wohl hier und es tut mir wahnsinnig gut, mich mal wieder in einem Haus mit eigenem Zimmer und einem richtigen Bett aufzuhalten. Hier möchte ich das Wlan nutzen und eure Nachrichten beantworten und einige Beiträge nachträglich verfassen. Unterwegs muss ich mir nämlich mein Datenvolumen gut einteilen, da anders als in Deutschland ist man hier nach Verbrauch dann wirklich offline.📝

16 November 2017

❗️Nachtrag zum 6.11.17

15 November 2017

Nach tagelangen Pflanzen sortieren, wagten Till und ich uns heute das erste Mal auf den Planter. Das heißt, wir sitzen hinter dem Traktor auf einem Pflug-ähnlichen Anhänger, fahren damit dicht über dem Boden den präparierten Acker entlang und stecken die sortieren Pflanzen in die Erde. Die Zeit geht zwar schnell um, da eine Bahn eine knappe Stunde in Anspruch nimmt, allerdings ging die Arbeit auch echt auf die Arme und ich musste mich dabei so konzentrieren, dass ich mich nebenbei nicht unterhalten konnte. Ob es so gesund ist, dass die in Pestiziden getränkten Pflanzen direkt auf meinen Beinen lagen, beantwortet sich wahrscheinlich auch von selbst. In der Mittagspause trafen wir, auf dem Weg zur Toilette, unseren Boss. Ich erzählte ihm von unserem ersten Tag auf dem Planter und dass ich morgen definitiv wieder zum “sorten” gehe. Wir haben hier wirklich Glück mit ihm, denn er meint, wir könnten auch sofort wieder ins Zelt gehen. Gesagt, getan. Und die Dusche lohnte sich heute richtig!🚜
🇳🇿💬Kiwis (die Vögel) sind nachtaktiv.💡

14 November 2017

👇Nachtrag zum 4.11.17
7:30Uhr: Wecker, umziehen, Auto verlassen, Haare kämmen, Zopf binden und Spange rein. Zahnbürste an, auf zur Dusche, dort Mund spülen und Gesicht waschen, hoffen, dabei noch niemanden über den Weg zu laufen. Zurück zum Auto, Handy und Kopfhörer einstecken, Trinkflasche schnappen, Gemeinschaftszelt ansteuern und nochmal die letzte Ruhe vor dem Sturm genießen. Dann: K.I.Z. abprallen lassen, Schlauberger-Sprüche übers „planten“ überhören, an morgendlichen Diskussionen und Zickereien vorbeischleichen. Wasser und Tee auffüllen und ab zum „Sorter-Zelt“. So sieht meine momentane, mittlerweile optimierte, Morgenroutine aus und ich merke, dass ich mit den festen Zeiten total gut zurechtkomme. Geschminkt habe ich mich bisher an nur einen Tag in Auckland und ich bin gespannt, wie ich es damit wohl zuhause handhaben werde. Der Vorteil ist, dass man hier dauerhaft schön gebräunt ist und damit generell schon mal besser aussieht!⏰

12 November 2017

Von unserem „Zuhause“ sind zwei Felsen zu sehen, zu denen wir heute aufbrechen. Das Wetter spielt mit und wir starten mit dem kleineren. Über den Zaun geht es über eine Wiese bis es dann doch noch steil und eng wird. Etwas anstrengend, aber absolut machbar. Die Aussicht ist herrlich und ich kann sogar die sich bewegenden Schatten der Wolken auf der Erde beobachten. Auf Umwegen geht es dann zum anderen Felsen. Der Track ist steiler und es gibt Stahlketten, an denen man sich hochziehen muss/kann. Der höchste Berg Neuseelands ist der Mt Cook auf der Südinsel mit 3724m. Momentan befinden wir uns noch in der Diskussion, ob wir die mehrtägige Tour auf uns nehmen werden. Das entspannte an unserer momentanen Unterkunft ist die Möglichkeit Lebensmittel zu kühlen und komfortabel und etwas abwechslungsreicher zu kochen. Lecker Kochen und gutes Essen sind mit die Dinge, die mir hier am meisten fehlen. Doch darauf hatte ich mich schon eingestellt.⛰
🇳🇿💬1858 wurde das australische Possum für den Fellhandel importiert. Da das Possum hier keine natürlichen Feinde hat, gibt es mittlerweile 30 Millionen Exemplare davon und gilt als Plage.💡

11 November 2017

Neben unserer Unterkunft befindet sich vorne an der Straße noch eine weitere, öffentliche Unterkunft. Dort ist ein Hof der Farm mit Aufenthaltsraum, auf dem man als Arbeiter wie auch als Reisender übernachten kann. Dort wohnen ebenfalls nochmal an die 10 Arbeiter, die gestern Abend zu uns rüber kommen. Auch der Holländer kam mit einer Deutschen wieder zurück von Campingplatz zu uns. Somit war das Zelt auf jeden Fall gut besucht. Heute schlafen wir ausgiebig aus. Da die meisten unterwegs sind, genießen wir den ruhigen Tag. Dies ist echt entspannend, da wir hier echt 24/7 auf dem Feld in dem Zelt oder in den Autos aufeinander hocken und man selten mal für sich sein kann. Zum Nachmittag hin entscheiden wir uns noch zu den Wairua Falls. Dort war es leider ziemlich vermüllt. Durch das Gebüsch finden wir einen Weg nach unten zum Wasser. Der Platz wirkt total verlassen und durch den Schrott war es für mich echt unheimlich, sodass ich lieber schnell unseren Standort verschicke.☠️
🇳🇿💬Der Kiwi hat hier so einen hohen Stellenwert, dass die Neuseeländer ihren eigenen Spitznamen nach ihm benannt haben. Es gibt hier auch eine Kiwibank oder die Rentenkasse “KiwiSaver”.💡

10 November 2017

Die Arbeitstage sind im Endeffekt alle gleich. Wir freuen uns über starke Pflanzen, schimpfen über schlechte Körbe. Dabei versuchen wir uns die Zeit so unterhaltsam und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Die Birne wird dann früher oder später doch matschig dabei. Neben dem Feld hat unser Boss, Kevin, ein Zelt aufgestellt, indem wir für eine Miete wohnen können. Darin gibt es Strom, fließend warm und kalt Wasser, eine kalte Waschmaschine, eine provisorische Küche mit Kühlkombi, Mikrowelle und Wasserkocher, und einiges zum Wohlfühlen. Geschlafen wird in unseren Autos auf der dahinter liegenden Wiese. Kevin ist echt total um unser Wohlbefinden bemüht und baut uns z.B. draußen auch noch eine Wäscheleine. In dem Zelt wohnen in der Nacht nach unserer Ankunft 14 Deutsche und 1 Niederländer, wobei der mit 3 Deutschen am Tag darauf auf den Campingplatz zieht. Mit der Zeit finden wir in der Gruppe immer mehr zusammen. Das Wochenende ist frei und am Freitag wird gemeinsam geschikkert.⛺
🇳🇿💬Das Wort „Kiwi“ hat hier 3 Bedeutungen: 🥝1. Die Kiwi ist die Frucht, die hier massenhaft angebaut wird. 👫2. Ein Kiwi ist ein Mensch, der aus Neuseeland stammt. 🐦3. Der Kiwi ist ein flugunfähiger Vogel, der das Nationaltier Neuseelands ist.💡

7 November 2017

Nach dem ersten vollen Arbeitstag, heißt es heute schon um 13 Uhr „Feierabend und morgen frei!“ Da es sich hier auf dem Feld letzte Nacht stark abgekühlt hat, habe ich total gefroren und schlecht geschlafen. Ich fühlte mich überhaupt nicht gut und so kam der frühe Feierabend echt wie gerufen für mich! Im Sorter-Zelt gibt es ca 20 Arbeiter, 9 Personen sind am Planter beschäftigt und dann gibt es noch ein paar Traktorfahrer. Sorten an sich ist nicht anstrengend, nur nicht ganz so bequem, was auf den Rücken/ Nacken geht oder, je nach Position, mal die Beine/ Füße einschlafen lässt. Nebenbei kann man sich dafür unterhalten, Musik hören oder die Gedanken kreisen lassen. Das anstrengendste am Tag ist für tatsächlich, die ganze Zeit von anderen Gesprächen und immer wiederkehrenden Themen umgeben zu sein, denen ich mich dort nur mithilfe von Musik entziehen kann. Abends sitzen wir noch mit einigen anderen deutschen zusammen und lassen den Abend mit ein bisschen Bier und Wein ausklingen.🍠
🇳🇿💬Die Landessprache ist Englisch.💡

6 November 2017

Um 8:00 Uhr startet der Arbeitstag für uns in dem Zelt auf dem Feld nebenan. Unsere Namen werden in ein Heft geschrieben, um unsere Arbeitszeiten festzuhalten. Es folgt eine 3-Minütliche Einweisung: Auf dem Feld werden die Pflanzen oberhalb der Erde abgeschnitten und in Körbe gesteckt. Wir nehmen uns einer dieser Körbe aus der Zeltmitte und sortieren sie dann nach dem Motto: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen!“ Die Pflanzen, die lang und stark genug sind, werden gekürzt und die unteren Blätter entfernt. Die anderen kommen auf den Grünabfall. Die Guten werden in einem Korb gesammelt. Der volle Korb wird dann in ein Chemiebad getaucht und fertig in die Zeltmitte gestellt. Regelmäßig werden dann die Körbe zum Acker gefahren, um dort die Stecklinge wieder einzupflanzen. Der Sortier-Arbeitstag sieht so aus: 8:00-10:00 sortieren 10:00-10:15 „Raucher“Pause 10:15-12:00 sortieren 12:00-12:30 Mittagspause 12:30-15:00 sortieren 15:00-15:15 „Raucher“Pause 15:00-17:00 sortieren?
🇳🇿💬Bezahlt wird hier in Neuseeland Dollar. (1 NZ$ = ~0,60 €)💡

5 November 2017

Bei Facebook gibt es die Gruppe “NEUSEELAND - Work and Travel - Backpacker”. Dort habe ich schon vor der Reise viele Infos, Tipps und Tricks gesammelt. Hier vor Ort ist die Gruppe für allerlei Angelegenheiten nützlich, wie Jobsuche, Mitfahrgelegenheit, An- und Verkauf verschiedenster Dinge undundund. Am 30.10.17 hatte ich Annikas Beitrag gelesen. Ich habe schon mit den Gedanken gespielt, meine Erfahrungen und Qualifikation zu nutzen und hier als Au-pair zu arbeiten. Allerdings suchen die Familien für längerfristige Zeit und ich möchte nicht so viel Zeit an einem und demselben Ort verbringen. Diese Gelegenheit bot sich daher für mich ideal an. Ich schrieb Annika, die mir die Kontaktdaten der Gastmutter gab und so hielt ich auf dem Weg zur Farm in Auckland an, um Jennie und Yannick sowie Oscar und Lili zu treffen, Sophia schlief gerade. Jennie verabschiedete mich mit den Worten, mich gern dort zu haben und nachdem ich eine Nacht drüber schlief, sagte ich Montagabend zu.👨‍👩‍👧‍👦
🇳🇿💬Eine Autoversicherung ist hier keine Pflicht.💡

4 November 2017

Von nun an führt unser Weg wieder Richtung Auckland, da sich unsere Arbeitsstelle nördlich davon befindet. Wir sind beide noch nicht fit und steuern einen Stellplatz direkt am Fluss an. Es ist sehr idyllisch und es befindet sich hier eine Wassersportstrecke. Die Sonne scheint, doch wir katern und verbringen unseren Tag mit Schlafen. Auch Wein ist hier natürlich teuer (ab 5€/Flasche), kommt überwiegen aus Neuseeland, Australien und Südafrika. Unter Backpackern wird wohl gerne Wein aus 3L-Kanistern getrunken, wie wir gestern erfahren haben. In den Orten gibt extra die Liquer-Shops, die mit einem Getränkemarkt vergleichbar sind. Später überkommt uns der Heißhunger und wir überlegen in den nächst größeren Ort mit Stellplatz zu fahren. Das wäre wiederum eine Stunde entfernt und da unser Ausblick aus dem Van echt wunderbar ist, entscheiden wir die Nacht hier zu bleiben, um auch so in den neuen Tag starten zu können.🙈🙉🙊
In der Campingküche haben wir gestern das deutsche Geschwisterpaar getroffen, die zeitgleich mit uns ein Auto gekauft haben. Die beiden hatten ziemlich Pech mit ihrem Auto, sodass sie es sogar umtauschen mussten. Wir haben uns über unsere Reiserouten ausgetauscht und es gab (zu viel) Wein. Jetzt haben wir einen Kater...🙈🙉🙊
🇳🇿💬Da Neuseeland auf der Südhalbkugel liegt, verlaufen die Jahreszeiten hier genau gegensätzlich zur Nordhalbkugel.💡

3 November 2017

Im Kuirau Park mitten in Rotorua kann man sich einige Quellen anschauen. In verschieden großen Tümpeln steigen Blubberblasen und Dampf auf. An einer kleinen Stelle können wir das Wasser anfassen und es ist lauwarm. Es ist schon ein erstaunliches Phänomen, dass da mitten in der Stadt einfach Luft aufsteigt. Der Park ist nicht so besonders schön. Das Wasser ist wohl sehr gut für die Haut, das Fußbecken ist bei dem Wetter jedoch nicht so einladend. Nun geht es schon raus auf den Campingplatz. Die App „Campermate“ ist hier sehr bekannt. Man kann damit nach verschiedensten Kategorien, wie Stellplatz, Campingplatz, öffentliches WC, Tankstelle Mülleimer, usw., suchen. Die nutzen wir immer, wenn wir unterwegs sind. Wir schauen, wie die die Campingküche ausgestattet ist und holen uns daraufhin noch eine TK-Pizza und Wein. Die Pizza muss auch mal sein, schmeckt aber leider nicht so lecker. Wir treffen das Geschwisterpaar vom Autokauf wieder und verbringen den Abend noch gemeinsam in der Küche.🍕
In Rotorua stinkt es teilweise unerträglich. Bevor wir uns die Quellen anschauen, geht es in den Government-Garden direkt neben unserem Stellplatz. Eine kleine nette Parkanlage, die aber nicht so besonders ist. Ein Schild warnt davor, die Wege zu verlassen, und das Geäst hat eine ungewöhnliche Farbe. Auf Foto 3 kann ich auf den gegenüber liegenden Berg schauen, auf dem hier und da Dampf aufsteigt. Hier ist Frühling und es blühen gerade die Vergiss-mein-nicht. Der Baum auf Foto 5 sieht aus wie ein Rhododendron und der Baum auf Foto 8 hatte eine ganz glatte Rinde und eine außergewöhnliche Maserung. Wir fahren zur Post und beantragen die Steuernummer, was hier übrigens keine 5 min. gedauert hat. Das Wetter ist nicht so prall, daher wollen wir heute nur noch in den Stadtpark, um schon mal ein paar Quellen zu sehen.(Fotos im folgenden Beitrag) Danach gehts schon auf den Campingplatz. Die richtigen Quellen und Geysire liegen außerhalb der Stadt und stehen für morgen auf dem Programm.🌺
🇳🇿💬Neuseeland ist Mitglied des Staatenbündnis „Commonwealth of Nations“.💡

2 November 2017

Die letzten beiden Nächte hatten wir einen netten Australier als Nachbarn, der nun schon seit 7 Jahren hier lebt. Er legt Karten auf einem Gibsy-Markt und ich konnte mich ein paar Mal gut mit ihm unterhalten. Nachmittags geht es zur Bank. Wir müssen länger warten und bekommen einen Kaffeegutschein für ein Café nebenan. Für mich gibt eine heiße Schokolade „Turkish delight“.(1) Diese süßlich-würzige Geschmacksrichtung ist hier wohl beliebt, denn ich habe sie schon öfter beim Einkauf gesehen. Die Beraterin hat uns alles total unkompliziert und gut verständlich erklärt. Ein Konto haben wir endlich und es geht weiter zur Post, um unsere Steuernummer zu beantragen. Aufgrund der Uhrzeit können unsere Unterlagen erst morgen bearbeiten werden. Für uns geht es jetzt eine Stunde weiter nach Rotorua.(2,3) Diese Stadt wurde auf einem Vulkan gebaut, daher gibt es hier überall Thermalquellen und es riecht unangenehm nach Schwefel. Da wir sehr zentral stehen, sichere ich meinen Rucksack gut am Sitz.💳
🇳🇿💬Obwohl Auckland mit ~418.000 Einwohnern die größte Stadt Neuseelands ist, ist Wellington mit ~405.000 die Hauptstadt und damit die südlichste Hauptstadt der Welt.💡

1 November 2017

Da wir auf unseren Banktermin morgen warten, bleiben wir auf unserem Stellplatz. Der Tag startet mit einer echt kalten Dusche am Strand. In jedem Ort und an Einkaufszentren gibt es öffentliche Toiletten, die meist ausgeschildert sind und auch viel benutzt werden. In Strandnähe gibt es dann oft zusätzlich eine Dusche. Wir gehen in die Bücherei, denn eine deutsche Backpackerin hatte mir erzählt, man könne dort die Steckdosen nutzen. Mit den Büchereien verhält es sich hier genau wie mit den Toiletten. Wir laden unsere Geräte auf, ich nutze den PC und wir suchen weiter nach Jobs. In einer Facebook-Gruppe hatte ich eine interessante Anzeige gefunden, wo wir anrufen. Da niemand abhebt, schreiben wir erstmal eine SMS. Wir schlendern noch ein wenig durchs Einkaufszentrum und ich höre das erste Weihnachtslied, doch weihnachtlich fühlt es sich nicht an. Wir rufen nochmal an. Diesmal mit Erfolg und wir können am Sonntag auf die Farm kommen, Montag soll es dann losgehen. „THE KIDS FOUND A JOB!“💼
🇳🇿💬Die Neuseeländer sind ca. zu: 74 % europäischer Abstammung, 15 % Maori (einheimische Polynesier), 7 % Pazifik-Insulaner (zugewanderte Polynesier), 12 % Asiaten, 1 % Sonstige. (Mehrfachnennung war bei Volkszählung 2013 möglich) Die Wachstumsrate beträgt 1,9 %.💡

31 October 2017

Heute verlassen wir unseren schönen Stellplatz und setzen unseren Weg nach Tauranga, eine etwas größere Stadt, fort. Der Nachbar gab uns einen Tipp, wo wir günstig Gaskartuschen bekommen. An der Tankstelle gibt es das erste Eis. Die Auswahl ist etwas anders und wird von mir zuverlässig durchprobiert werden.(1: Cornetto crumble cappuccino) Am Bankschalter erkundigen wir uns nach unserer Kontoeröffnung und bekommen einen Termin mit einem Berater für übermorgen. Nebenan gehen wir mal einkaufen. Wir schauen immer, was sich gut zubereiten lässt und probieren aus. Lebensmittel sind hier nicht so günstig wie in Deutschland und die deutschen Preise lernte ich schon nach dem ersten Einkauf in Auckland mal wirklich zu schätzen. Einkaufszentren und Supermärkte erinnern hier an die USA. (Warenangebot, Verpackung, Kassiervorgang) Am Hotspots suchen wir nochmals nach Jobs, schicken einige Bewerbungen ab und suchen uns wieder einen Stellplatz an der Küste, wo wir dann unseren ersten NZ-Vino trinken.?
🇳🇿💬Die Ureinwohner Neuseelands sind die Māori.💡

30 October 2017

Die Sonne knallt aufs Deck unseres Khaans. Frostbeule Till, der sich über offene Fenster nachts beschwert, öffnet zum ersten Mal freiwillig sogar noch ein Fenster, da uns die Hitze im Auto nicht mehr schlafen ließ. Wir waren topmotiviert und verpassten Khaani und unseren Rucksäcken einen kleinen Frühjahrsputz. Danach fühlten wir uns gleich wieder ein bisschen heimeliger. Zum Frühstück gab es leckere Pancakes mit Blick auf den Ozean. Danach tobte Till mehr und ich weniger auf dem Parcous, bevor es an den Strand und ins Meer ging. Der erste Moment ist noch etwas kalt, aber dann ist es erstaunlich angenehm. Wir baden (zu viel) Sonne, suchen Muscheln, tollen rum und plaudern. Ich entdecke die andere Seite eures Mondes.(7) Es kommen neue (einheimische) Nachbarn auf den Stellplatz und irgendwie werde ich seit Beginn der Reise immer angesprochen, wenn Till gerade nicht da ist. Die Menschen sind immer total nett und aufgeschlossen. Ein Abendspaziergang rundete diesen fantastischen Tag ab!☀️
🇳🇿💬 Neuseeland zählt ungefähr 4,7 mio. Einwohner.💡

29 October 2017

Der Hot Water Beach und die Glühwürmchen gestern haben mich total geflasht. Das Launometer war ganz oben. Wir haben schon recht schnell festgestellt, dass auch hier das Wetter da viel mit reinspielt. Den Campingplatz müssen wir natürlich leider wieder vormittags räumen. Meine Zeit im Waschraum liegt nun noch bei 30 min. Es geht wieder zum Hahai Beach. (Der von vorgestern, nahe des Cathedral Cove) Die Sonne lässt sich mal ein wenig blicken und wir lassen am Strand ein wenig die Seele baumeln. Doch ein Schauer vertreibt uns am Ende wieder. Wir wollen weiter nach Thauranga in die Bay of Plenty, doch das ist wieder ein Stück. Daher fahren wir erstmal nur bis zu einem Stellplatz nach Whangamata, der richtig Charme hat. Er befindet sich in einem kleinen Örtchen und liegt direkt hinter den Dünen mit einem Toilettenhäuschen, einer Außendusche und einem kleinem Parcous-Park für Erwachsene. Unter der Außendusche betrug meine Duschzeit übrigens noch nicht mal eine Minute. (Ohne Haare)🌾
🇳🇿💬Neuseeland besteht aus den beiden Hauptinseln, der Nord- und der größeren Südinsel, und über 700 kleineren Inseln rund herum.💡

28 October 2017

Das Wetter war immer noch durchwachsen und motivierte mich überhaupt nicht.(1) Es geht erstmal zum Hotspot. Wir suchen uns die nächste Bankfiliale raus, denn wir warten immer noch auf die Kontoeröffnung und können dann auch erst unsere Steuernummer holen. Da Samstag ist, wird das heute nichts mehr. Die erste Bewerbung ist trotzdem schon mal raus. Wir gönnen uns einen gehobenen Campingplatz direkt am Hot Water Beach und müssen das erste mal, seitdem wir auf Achse sind, Wäsche waschen. Die Küche dort ist gut ausgestattet, so können wir mal ordentlich kochen. Danach gehts noch zum Hot Water Beach, es ist Ebbe und die beste Zeit. Unter dem Strand befindet sich heißes Gestein, in das Grundwasser sickert und erhitzt wieder aufsteigt. Hier wird schon fleißig geschaufelt, denn man stößt, je nach Stelle, auf bis zu 65°C heißes Wasser. Rein ins frische Meer und ab in die heiße Grube. Das war echt krass! Teilweise tat es sogar schon weh.(2,3) Auf dem Rückweg entdeckten wir noch Glühwürmchen.(4)🔥
🇳🇿💬In Neuseeland herrscht Linksverkehr.💡

27 October 2017

Wir haben uns noch ein wenig am Cooks Beach umgeschaut(1), bevor es zum Cathedral Cove ging, das ganz oben auf meiner Liste steht. Die Temperaturen sind angenehm, aber der ständige Regen und der graue Himmel ziehen mich echt runter. Wir parkten das Auto und es ging am Hahei Beach entlang. Hier wagte Till den ersten Sprung ins Meer.(2-4) Zum Cathedral Cove war es nochmal eine ganze Ecke und der Regen setzte mal wieder zuverlässig ein. Auf dem Weg durch die Berge hatten wir einen tollen Ausblick, zumindest über das, was man witterungsbedingt noch erkennen konnte.(5-7) Cathedral Cove ist besonders anzusehen und hier komme ich definitiv nochmal bei schönem Wetter hin.(8,9) Auf dem Rückweg regneten wir dann echt bis auf die letzte Textilfaser, die wir anhatten, durch. Foto 6 ist noch nichts dagegen. Am Auto zogen wir uns direkt etwas trockenes an und verließen den Campervan für heute nicht mehr. Gute Unterhaltung gab es dann mit einem Spiel, das Björn mir zum Abschied geschenkt hatte.(10)💧

26 October 2017

Das spannendste heute war die Frage, ob wir es mit dem Tank noch bis Coromandel schaffen oder auf der Landstraße liegen bleiben. (Ja, und wir haben das Auto ordentlich angefeuert) Das erste Mal geweckt, hat uns ein Ranger, da ein Nachweis für unseren „Self-contained“ Status in der Windschutzscheibe fehlt. Er war sehr nett, drückte ein Auge zu und erklärte uns, wie wir uns den besorgen. Am Stellplatz stand ein interessanter Baum und das fließend Wasser habe ich noch genutzt, um unseren Innenraum etwas auf Vordermann zu bringen, so fühlt sich das Auto nach und nach wenigstens entfernt nach „Zuhause“ an. Los ging es nach Coromandel, um in der Bibliothek eben diesen Nachweis auszudrucken. Die hatte zu, also ging es direkt weiter nach Whitianga. Hier waren wir erfolgreicher, schlenderten noch etwas durch die Läden und die Sonne kam endlich durch. Unterwegs sahen wir ein halbwildes Schaf und einen Kiesabbau(?).(2,3) Danach ging es schon zum Stellplatz an einer Bucht in Cooks Beach.(4-7)🌦

25 October 2017

Der Blick morgens aus unserem Campervan war herrlich(1,2) und der Campingplatz tat mal richtig gut! Diese Aussage an sich klingt schon echt ungewöhnlich. Nun ja, nach meiner 45-minütigen Von-Kopf-bis-Fuß Spa-Behandlung (ja, noch muss die sein) im Waschraum fühlte ich mich richtig, richtig gut! Leider mussten wir schon vormittags wieder auschecken und konnten das nette, komfortable Plätzchen nicht länger auskosten. Nach einem spontanen Halt am Haruru-Wasserfall(4,5), ging es zur Bay of Islands. Hier kann man für viel Geld einmal durchs „Hole in the rock“ schippern, wovon uns unser Airbnb-Gastgeber abriet. Ansonsten erinnert dieses Örtchen an eine typische Urlaubspromenade.(6) Damit hatten wir den Norden der Nordinsel soweit abgeklappert und es ging Richtung Süden, leider direkt während der Rushhour durch Auckland.(7) Wir haben uns einen netten Stellplatz direkt an der Küste ausgesucht, es gab ein spartanisches Glasnudel-Curry und ich schlafe gleich mit Wellenrauschen im Hintergrund ein?

24 October 2017

Heute ging es die Westküste hoch zum 90-Mile-Beach, der genau genommen „nur“ 88 km zur nördlichen Spitze der Nordinsel verläuft. Dieser Strand kann mit Allradantrieb und auf eigene Gefahr als Straße genutzt werden. Da wir den Tidestand nicht rausfinden könnten und keine anderen Autos in Sicht waren, sind wir außen herum gefahren.(1,2) Weiter ging zum nördlichsten Punkt, dem Cape Reinga. Die Landschaft auf dem Weg sieht hier überall recht ähnlich aus: Wiesen, Berge, Wälder, Kühe und Schafe.(3) Am Cape Reinga genieße ich einen beeindruckenden Ausblick und das Gefühl, einmal ganz im Norden gewesen sein. Hinter mir kommt dann halt echt nur noch Wasser.(4-8) Nun geht es die Ostküste wieder runter und wir gönnen uns heute den ersten richtigen Campingplatz, yeiii! Damit haben wir sogar einen richtigen Glücksgriff gemacht, denn die Anlage am Fluss lädt direkt zum Verweilen ein. Doch am Abend bekommt nur noch unser Geschirr eine Grundreinigung und wir Sandwiches aus dem Sandwichmaker.🔚

23 October 2017

Am Montag war das Wetter immer noch nicht viel besser und motivierte mich nicht wirklich. Daher gammelten wir noch einzige Zeit im Auto, bis wir uns aufrafften.(1) Heute standen die großen Kauri-Bäume auf dem Plan. Dafür ging es in den Waipoua Forest. Auch wenn die Strecken nicht besonders lang sind, braucht man hier viel mehr Zeit dafür, denn die Straßen gehen auf-ab und rechts-links entlang. Unterwegs gab es einiges zu entdecken, z.B. einen matschigen Fluss und die tiefhängenden Wolken.(2,3) Dieser Wald wirkt wie der Dschungel. Bevor man reingeht, muss man eine Schuhwaschstraße (abgießen, schrubben und einseifen/desinfizieren) passieren, um die Verbreitung eines, für die Bäume gefährlichen, Pilzes zu verhindern.(4) Dann diese Bäume, die sind einfach unglaublich! Und unbeschreiblich, das müsst ihr wirklich mit eigenen Augen gesehen haben. (7: „Four sisters“) (8,10: zweitgrößter Kauri) Danach fuhren wir schon zu unserem, nicht ganz so schönem, nächsten Stellplatz.🌳

22 October 2017

Morgens stelle ich sofort fest, dass mein Schlafsack eine Nummer kleiner, als auf der Umverpackung von Decathlon angegeben, ist und somit nicht ganz passt. Beim Blick aus dem Auto freue ich mich darüber, wo wir gelandet waren. Dominik hatte uns noch Brot mitgegeben, das unser Frühstück wurde. Wir machten uns auf den Weg, die Gegend zu erkunden. Die Insel ist wirklich so grün und die Pflanzen sind extrem kräftig hier.(3) Der Strand besteht aus schwarzem Vulkansand und es war ganz schön windig dort.(4,5) Leider spielte das Wetter noch nicht mit, denn der Ausblick war nicht weit und die Wolken fingen an sich abzuregnen. Durchnässt am Auto angekommen, werden wir angesprochen, das der eigentliche Stellplatz eine Einfahrt weiter ist. Wir hatten Glück, denn Wildcamping kostet $200. Es geht weiter nach Bethells Beach, wo wir unsere Schuhe ausziehen, um alles erkunden zu können.(7,8) Danach peilen wir schon unseren Stellplatz an und es gibt das erste Mal seit 2 Tagen eine warme Mahlzeit.(9)🍝

21 October 2017

Am Samstag hieß es, alles wieder in den Rucksack zupacken und unser Nest zu verlassen. Mit der Bahn ging es ein weiteres Mal nach Takanini, um unseren Khaan zu bezahlen und abzuholen. Neuseeländischen TÜV hat er schon und unsere Zulassung holten wir mit Willy, dem deutschen Backpacker, bei der Post. Das alles hat halt auch „nur“ 4 Stunden gedauert. Als wir endlich auf der linken Straßenseite losfahren durften, holten wir uns bei Warehouse (vergleichbar mit Primark) die nötigste Ausrüstung und peilten die nächste Tankstelle an, um das Auto einmal vollzutrinken und komplett auszusaugen. Mittlerweile war es dunkel und wir wollten raus aus Auckland auf einen Campingplatz. Am ersten Kreisel baute ich gleich schon fast einen Unfall. Bei der Adresse angekommen, war die Schranke schon zu. Wir mussten nochmal weiter und waren in den Waitakere Ranges gelandet, wo es echt eng und steil wurde. Dann die Erleichterung: Am nächsten Stellplatz standen noch andere Vans und wir schlugen unser Lager auf⬅
Eine kleine Info für euch zwischendurch: Ich habe nun schon zwei Rückmeldungen, dass sich dieses Online-Reisetagebuch auch ohne App auf dem PC anschauen lässt. So hatte ich mir das ursprünglich auch vorgestellt gehabt. Dazu gebt ihr diesen Link ein: https://journi.app.link/6WiZEuttoH Wer die App nun schon hat, kann sich hier ja auch mal umgucken und ausprobieren. Klappt echt super unkompliziert!

20 October 2017

Um 5:15Uhr klingelt unser Wecker, denn wir wollen uns heute den Sonnenaufgang über Auckland auf dem 2km entfernten Mount Eden anschauen. Der Mount Eden ist ein 196m hoher ruhender Vulkan, in dessen Mitte sich ein 50m tiefer Krater befindet.(1) Leider ist es so bewölkt, dass wir nur einzelne Sonnenstrahlen zwischen den Wolken zusehen bekommen. Dafür zeigt eine Plattform verschiedene interessante Entfernungen an.(3) Gegen Mittag gehts mit dem Zug etwas raus aus dem Stadtzentrum zu einem zweiten Autohändler. Wieder werden wir glücklicherweise von einem deutschen Backpacker beraten und werden diesmal fündig. Es wird ein alter Toyota Estima mit 274.xxx km, Automatikgetriebe, zwei Dachfenstern und Self-Contained Zulassung. Abholung morgen. Es geht wieder zurück Richtung Stadt, das Wetter ist mittlerweile sonniger und ich bin immer wieder über die Vegetation hier verblüfft.(6) Wieder zurück nutzen wir noch unsere komfortable Unterkunft, um schon mal Wäsche zu waschen. “THE KIDS FOUND A CAR!“⏰

19 October 2017

Heute steuern wir den ersten Autohändler an. Die Sonne knallt schon ganz schön, nur der Wind ist noch kühl. Es gibt hier öffentliche Trinkwasserspender, doch das Wasser hat auch hier einen chlorigen Beigeschmack. Im Land gibt es einen riesigen Markt an Campervans. Doch trotz Beratung eines deutschen Backpackers war hier noch nicht der Richtige dabei. Wir marschieren weiter Richtung Stadtgetümmel. Entlang der großen Queen St kommen wir am Rathaus vorbei, mit Blick auf den Skytower im Hintergrund. (3) Bei Dominos legen wir ein Päuschen ein und es gibt eine gute $5 Pizza. Das mit dem Englisch klappt so semi-erfolgreich, aber bei weitem besser als gedacht! (5: Beck statt Bach) Danach gehts runter zum Hafen, wo viel bebaut wird und der mich an die Hamburger Hafencity erinnert. Hier liegt richtig Asche und beim Blick auf die Gäste in den anliegenden Bars fühle ich mich echt wie bei Gossip Girl. Wir tanken noch ordentlich Sonne und beobachten das Geschehen, bevor es wieder zurück geht.🛥

18 October 2017

Vom Muriwai-Beach geht es weiter in den Biergarten der Hallertau Brewery. (Benannt nach: Die Hallertau ist eine Kulturlandschaft in der Mitte Bayerns. Sie ist mit 2.400 km² das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Hier werden rund 86 % der deutschen und 34 % der weltweiten Hopfenernte produziert (Stand 2016)) Leckeres Craftbier und ein paar Snacks laden zum Verweilen und guten Gesprächen mit Dominik ein. Leicht angeheitert mixte er uns dann zuhause noch einen Negroni, bestehend aus Gin+Aperol+Campari und damit so überhaupt nicht mein Fall. Bei gutem Wetter chillten wir dann bis in die Abendstunden gemeinsam auf dem Balkon. Dann ging es nochmal los zum Thai-Imbiss, der zwar ganz gut schmeckte, aber meinem Magen war immer noch nicht so richtig nach Essen, daher ließ ich die Portion nach 3 Löffeln einpacken. Essen einzupacken ist hier nicht ungewöhnlich, generell wird eher asiatisch gegessen als amerikanisch/ europäisch. Mein Resultat: Ab jetzt wieder europäisches Essen!🍻
Am nächsten Morgen gab es Dominiks leckeres selbst gebackenes Brot und die erste Kiwi im Land der Kiwis. Auf Foto 2 seht ihr unser Zimmer mit eigenem zugehörigen Bad, das an diesem Vormittag sogar von einem Reinigungsservice wieder schick gemacht wurde. Wenig später lud Dominik uns dazu ein, einen Halbtagesausflug mit ihm zu machen und somit ging es knapp 50 km nordwestlich raus aus Auckland. Muriwai-Beach befindet sich am Ende eines 50 km langen Strandes. Aus dem Auto ausgestiegen mit Sicht auf die beeindruckende Küste, realisiere ich zum ersten Mal so richtig: Ich bin in Neuseeland! Eine Maori-Tradition ist das Körbeflechten aus Bast, daher hinterlassen sie hier und da im Lande geflochtene Blätter in Büschen. (Foto 6) Bekannt ist der Muriwai-Beach für die dort ansässige Tölpel-Kolonie, die mittlerweile an die tausend Vögel umfasst und von Jahr zu Jahr größer wird. (Zoomt mal Foto 8)🦆

17 October 2017

Aus dem Flughafen raus, finden wir sofort unseren Shuttle in Richtung Stadt. Und meine erste Erkenntnis: Die Busfahrer hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit! Von sowas lässt sich in Celle noch nicht einmal träumen. Die Busfahrt nutzen wir gleich dazu, erste Eindrücke von der Stadt zu sammeln und steigen daher erst auf dem Rückweg zum Flughafen wieder aus. Auckland ist echt hügelig, wie ihr eventuell auf Foto 4 erkennen könnt. Unsere Unterkunft finden wir dann fußläufig auf Anhieb und unsere Gastgeber, Dominik aus der Nähe von Düsseldorf und Nhikita aus Indien, sind super offen und gastfreundlich. Nach einer ausgiebigen Dusche und einem Powernap, gehen die beiden mit uns einkaufen. Wieder zurück gibt es erstmal ein Krombacher und abends Indisches Curry. Doch das Abendessen habe ich noch nicht wirklich runter bekommen...🏠
Ankunft am Auckland-Airport am 17.10.2017 um 8:15 Uhr, Ortszeit. Nach Verlassen des Fliegers werden wir mit musikalischer Untermalung an einem Maori-Tor Willkommen geheißen. Die Passkontrolle haben wir erfolgreich passiert, auch unser Gepäck kam recht schnell und unversehrt. Nun steht noch die Biological-Security bevor. Neuseeland hat außergewöhnlich strenge Einfuhrbestimmungen, um die eigene Flora und Fauna zu schützen, und wir sind unsere Arrival-Card dreimal haargenau durchgegangen, um auch wirklich alles zu bedenken. Nicht deklariertes Gepäck, was gegen die Einfuhrbestimmungen verstößt, wird mit 400 NZ$ (ca. 260€) bestraft. Somit kann ein einziger Apfel eben mal ganz schön teuer werden. Jedes Kreuz auf der Arrival-Card wird durchgesprochen, doch es sieht gut aus. Es darf alles mit rein, sogar die geliebte Toblerone mit Milch, Honig und Nüssen. Danach folgt die nächste Erleichterung: Taschenmesser und Batterien sind auch mit am Start!🛬
Weitere 8h später landeten wir recht schunkelig in Hongkong. Ein unwohles Gefühl im Bauch und die sichtbaren Unterschiede zur Heimat, brachten uns ein erstes Reisetief. Da uns hier 5h Aufenthalt bevorstanden, legten wir in einer ruhigen Ecke unsere Beine hoch und motivierten uns wieder gegenseitig. Auf Foto 2 seht ihr einen Doppeldecker von Thai Airways und auf Foto 3 die endlos lange Passagierschlange dazu. Der Flughafen ist recht weitläufig, daher nutzen wir die letzte Stunde, um uns noch ein wenig umzugucken. Hier gibt es kochendes Wasser direkt aus dem Trinkwasserspender und deutsche Süßigkeiten zu Wucherpreisen. Mit dem internen Shuttle ging es dann unterirdisch zu unserem Gate und mal wieder mit dem Last Call in den Flieger. Im Flieger stellen wir sofort fest, dass wir leider mit jedem Flieger gedowngradet wurden. Nun nochmal 10:30h durchhalten, letzte Station: Auckland!🏁

16 October 2017

Im Etihad-Dreamliner (mit eigenem Fernseher, Konsole, Ladeanschlüssen) ging es 6:30h Richtung Abu Dhabi. Da meine Nebenhöhlen dicht sind, war die Landung, ohne zu übertreiben, die absolute Hölle für mich. Die Schmerzen waren so krass, dass ich mein Gesicht keinen Millimeter mehr bewegen konnte und ernsthafte überlegt habe, ob ich gerade eine Hirnblutung hätte. An der Passagieranzahl gemessen, ist dies der drittgrößte Flughafen der Welt. Dort hatten wir 90 min. Zeit zum Umsteigen. Wie ihr auf Foto 3 seht, waren wir da definitiv nicht die Einzigen und der Security-Check brauchte seine Zeit. Ohne Zwischenstopp am Trinkwasserspender oder auf der Toilette schafften es noch pünktlich zum Final Call in den nächsten Flieger Richtung Hong Kong.⏱

15 October 2017

Nach nicht mal drei Stunden Schlaf, ging es heute um 5:00 Uhr mit dem mit 15 kg bepackten Rucksack los zum Flughafen Düsseldorf. Laura, Marc und Tills Bruder Malte haben uns ganz lieb begleitet, unterstützt und verabschiedet. Alles hat einwandfrei geklappt und ich glaube, ich habe noch nie ohne eine sportliche Aktivität so heftig geschwitzt wie heute. Ich bin gespannt, ob mein Taschenmesser und die Batterien bis zum Ziel mitdürfen. Jetzt sitzen wir im Flieger, der um 11:30 Uhr abhebt.🛫