France, Spain, Portugal · 57 Days · 56 Moments · August 2018

Mit dem Wohnmobil nach Spanien und Portugal


21 October 2018

Sonntag, 21.10.2018 9 Wochen - 9 qm! Wir sind wieder in Frankfurt eingelaufen. Wir haben viel gesehen und keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Die Leute, die wir trafen, waren bis auf wenige Ausnahmen, nett und hilfsbereit. Wir waren häufig gut und günstig essen. Besonders wohlschmeckend waren die fangfrischen Fische. Diese Reise konnten wir natürlich nur machen, weil wir einen Housesitter hatten, der sich um Pflanzen und Post kümmerte. Liebe Kim, liebe Petra, vielen Dank! Wir haben das WoMo ausgeräumt und einen Berg Schmutzwäsche gewaschen und einen Stapel Briefe gelesen. Unser Zierapfelbaum im Garten biegt sich unter der Last bis zum Boden. Zur Zeit reinigen wir das WoMo innen und aussen vom Staub der Straßen und Strände. Noch einen kurzen Auszug aus unserer Buchführung: Strecke : 7400 km Tanken Diesel : 1300 Euro Mautgebühren : 135 Euro Campingplätze : 190 Euro Vielen Dank an alle, die uns auf unserer Reise begleitet haben. Fühlt Euch umarmt!

19 October 2018

Freitag, 19.10.2018 Heute Morgen wurden wir von zwei älteren, französischen Anglern geweckt. Sie hatten ihre Autos vor und hinter dem WoMo geparkt und sich dann sehr laut unterhalten. Wieso parken die blöden Deutschen mit ihrem WoMo an unserem Stausee? Nach dem Frühstück, als der Nebel sich langsam vom Wasser des Sees trennte, sind wir Richtung Mulhouse aufgebrochen. Wir stehen auf einem Stellplatz im Breisgau bei einem Restaurant, der bei einem Essen im Gasthaus kostenlos ist. Nach Ankunft sind wir zu einer Wanderung in die Weinberge aufgebrochen und haben die herbstliche Abendsonne genossen. Morgen werden wir zu unseren Enkelkindern nach Straßburg fahren. Der Kreis schließt sich.

18 October 2018

Donnerstag, 18.10.2018 Bei herrlichem Herbstwetter sind wir in der Nähe von Montceau les Mines an einem Stausee gestrandet. Das erste Foto zeigt den Blick aus dem WoMo. Da wir heute früher als sonst auf unserem Übernachtungsplatz ankamen, sind wir noch um den halben See gewandert. Wenn mich meine wenigen Französischkenntnisse nicht im Stich lassen, wird aus diesem Stausee Trinkwasser gewonnen. Da es hier keinerlei Infrastruktur gibt, mussten wir uns heute Abend wieder selbst versorgen.

17 October 2018

Mittwoch, 17.10.2018 Bei idealem Reisewetter, es war leicht bewölkt und eine angenehme Temperatur um die 20 Grad, sind wir heute morgen etwas verspätet aufgebrochen. Unsere Diagonalroute führte uns um Bordeaux, wobei uns Renate geschickt über die Rocade geleitet hat. Heute Abend werden wir uns einen Wein mit selbigem Namen gönnen. Unser Reiseführer empfahl uns, an einer alten Brücke an einem Fluss in der Nähe von Bellac, ziemlich ruhige und schattige Parkplätze. Wir hatten große Probleme, diese Brücke zu finden und suchten dann auch vergeblich die Parkplätze. So haben wir uns dann einfach an die alte Straße gestellt, die zur alten Brücke führte und die jetzt für den Verkehr gesperrt ist. Da wir im Niemandsland stehen, mussten wir kochen, trinken wie beschrieben selbigen Wein und hoffen nun auf eine ruhige Nacht.

16 October 2018

Dienstag, 16.10.2018 Weiter ging es Richtung Frankfurt. Wir hatten gerade bei Biarritz die Grenze passiert, als die Ölkontrollleuchte blinkte. Auf dem nächsten Parkplatz wurde der Ölstand kontrolliert, alles im grünen Bereich! Etwas später dann die nächste Kontrollleuchte: Einspritzpumpe keine Leistung! Der Motor zeigte aber keinen Leistungsverlust. Wir haben dann eine Werkstatt in Biarritz angefahren und man war der Ansicht, dass wir möglicherweise minderwertigen Diesel getankt haben. Man fand keinerlei Fehler. Die Fehlercodes wurden dann zurück gesetzt, mit dem Hinweis, dass wir alles beobachten sollen. Kurz entschlossen sind wir dann zwischen Biarritz und Bordeaux an den Atlantik gefahren und haben einen Stellplatz direkt hinter den Dünen gefunden. Gegen Abend sind wir am Strand bis zum nächsten Ort gelaufen und haben alte Bunker mit schönen Graffitis bewundert. Zum ersten Mal durften wir mit Hund in einer Gaststätte mit Meerblick essen. Bis dato mussten wir immer draußen sitzen.

15 October 2018

Montag, 14.10.2018 Auf unserem einsamen Übernachtungsplatz: Renate hatte sich gerade in die Waagrechte begeben, als Ero mit lautem Gebell und sehr wütend zur Tür des WoMo sprang. Renate öffnete dann das Fenster im Alkoven und sah in der Dunkelheit und im Nebel helle große Tiere um das WoMo stehen. Wir dachten zuerst an große Hirsche oder Elche. Mit Hilfe der Taschenlampe konnte ich Pferde erkennen, die um das Wohnmobil standen. In der Nacht wurden wir nochmals von Geräuschen und Ero geweckt. Am Morgen (Nebel und nur 12 Grad im WoMo) stand die Pferdeherde noch am Wohnmobil und Irgendetwas hatte den Mülleimer durchwühlt. Dann sind wir weiter gefahren, an Madrid und einem Training von Real ;-)) vorbei zum nächsten Übernachtungsplatz in der der Nähe von Guadalix de la Sierra, ca. 40 km hinter Madrid. Dieser war direkt neben der Autobahn und einfach zu laut (Foto). Also sind wir auf einer ziemlich leeren Autobahn weiter bis Burgos gefahren und stehen dort auf dem offiziellem Stellplatz.

14 October 2018

Sonntag, 13.10.2018 Heute Morgen, nach einem letzten Strandspaziergang am Atlantik, sind wir Richtung Frankfurt aufgebrochen. Unsere Diagonalroute führte uns durch Andalusien, über Huelva, Sevilla und Córdoba. Alles Städte, in denen man ein paar Tage verweilen sollte, weil sie so viel Sehenswertes aufweisen können. Vielleicht im nächsten Jahr! In der Mitte der Autobahn blühen weißer und rosa Oleander. Rechts und links sehen wir riesige Olivenbaumplantagen. Wir durchfahren das größte Olivenanbaugebiet der Welt (60 Mill. Olivenbäume), die Straße der Oliven, wie sie auch genannt wird. Unser erster Übernachtungsplatz führt uns in 861 m Höhe in die Collado de los Jardines, einen Nationalpark. Auf der steilen Bergstraße überquerten Rehe und Hirsche die Straße und blieben für einen Augenblick wie erstarrt stehen, als wir mit dem Wohnmobil anrollten. So einsam und kühl ist es hier.

13 October 2018

Samstag, 12.10.2018 Wir sind etwas früher aufgebrochen, um den südwestlichsten Punkt Europas anzusteuern. Fim do mundo- Das Ende der Welt. Solche extremen Punkte der Erde haben stets einen besonderen Platz in der Mythologie. In der römischen Zeit pflegten auf dem Plateau nachts die Götter zu ruhen. Im 4. Jhd. lief hier ein führerloses Schiff mit dem heiligen Vinzent, nachdem er den Märtyrertod gestorben war, aufs Riff. Zwei Raben haben diese Reliquie bewacht, die 1173 dann in Lissabon eintraf. Er wurde dann zum Schutzheiligen der Hauptstadt. Um dem Orkan Leslie zu entfliehen sind wir dann weiter an die Ost- Algarve gefahren. Viele, von unserem Reiseführer empfohlene Plätze haben inzwischen ein absolutes Übernachtungsverbot für WoMo. Wir mussten lange suchen bis wir einen in Monta Rota gefunden haben. Bis dato sind wir von Leslie verschont geblieben und nun erwarten wir heute Nacht die Ausläufer. Morgen geht es Richtung Heimat.

12 October 2018

Freitag, 12.10.2018 Wir haben den "Hochsicherheitstrakt" verlassen, die Ausweise durften wir behalten, und sind auf Straßen, teilweise ohne Teerbelag, weiter Richtung Süden gerollt. Wir stehen auf einem schattenlosen Parkplatz in Carrapateira am Meer. Ich weiß nicht, warum hier so viele WoMo stehen. Wir haben am Nachmittag den Strand erkundet und waren am Abend in der Nähe, in einem Restaurant hoch über dem Meer essen. Probleme kann uns der Hurrikan Leslie bereiten, der morgen hier auf die Küste treffen soll.

11 October 2018

Donnerstag, 11.10.2018 Heute morgen haben wir etwas länger geschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir die Rückfahrt geplant. Wir sind etwa 2800 km von Frankfurt entfernt und werden die Diagonalroute durch Spanien wählen, über Sevilla, Córdoba, Madrid, Burgos bis San Sebastian. Wir werden jetzt noch zwei Tage an der Atlantikküste verbringen und dann die Heimreise antreten. Am Nachmittag sind wir zum Strand gegangen und ich wollte mich unbedingt in die Wellen stürzen, aber das brausende Meer, mit der Unberechenbarkeit der Strömungen, hat mein Vorhaben vereitelt. So war ich nur "künstlerisch" tätig und habe unsere Namen in der harten Kruste der Sandklippen verewigt.

10 October 2018

Mittwoch, 10.10.2018 Heute Morgen waren wir etwas erschlagen von der gestrigen Stadtbesichtigung. Wir sind nach dem Frühstück dem Maat (s. Vortag) auf das Dach gestiegen und bei bewölktem Himmel, idealen Reisewetter, gen Süden aufgebrochen. Vorbei an Portugals größten Oliven- und Weinanbaugebieten, sind wir in der Nähe von Melides auf einem Campingplatz, gesichert wie Stammheim, gestrandet. Der Wind und das Wasser haben bizarre Formen in die Sandsteilküste geformt. Jetzt steht etwas Erholung an und die Rückreise muss geplant werden.

9 October 2018

Dienstag, 09.10.2018 Heute Morgen bei unserem Gassiggang haben wir uns das Maat angesehen. Das Museum für Kunst, Architektur und Technologie wurde 2017 fertiggestellt. Entworfen von der britischen Architektin Amanda Levente. Die Fassade besteht aus 14936 teilweise dreidimensionalen Kacheln. Anschließend sind wir mit dem Zug nach Lissabon gefahren. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten erlaufen und die Stadt auf uns wirken lassen. Ich fand es an vielen Stellen wieder zu hektisch, Straßenbahnen, Busse, Taxen, hunderte Tuk Tuks und viel zu viele Touristen. Den Abend haben wir in einer kleinen Kneipe in einer engen Seitenstraße ausklingen lassen, wo wir mit einem Portugiesen ins Gespräch kamen, der in Frankfurt- Sachsenhausen aufgewachsen ist.

8 October 2018

Montag, 08.10.2018 Über Mafra mit seinem Klosterpalast (40.000 qm Gesamtfläche , 900 Säle), erbaut von Baumeistern aus Regensburg (1717-1730), sind wir bis nach Sintra gefahren. Dort wollten wir uns noch ein paar Paläste ansehen und dann morgens mit dem Zug nach Lissabon fahren. Die Parkplätze waren absolut voll, das hatten wir noch nirgends erlebt. Wir wurden auf einen WoMo-Parkplatz außerhalb der Stadt an einer vielbefahrenen Straße verwiesen, der 20 Euro kosten sollte. Soviel waren uns die Schlösser dann doch nicht wert, denn der Hund darf sowieso nirgends mit rein. Kurz entschlossen sind wir dann nach Belem, einem Vorort von Lissabon gefahren und stehen am Fluss Rio Tejo. Die Sehenswürdigkeiten dieser alten Vorstadt haben wir am Spätnachmittag erlaufen und waren abends wieder Fisch essen. Morgen früh geht es mit dem Vorort- Zug von Belem nach Lissabon.

7 October 2018

Sonntag, 07.10.2018 Ruhetag - Faulenzia! Wir sind auf den Klippen stehen geblieben und haben den Tag in Ruhe begonnen. Gegen Mittag sind wir bei ziemlich starkem Wind auf dem Dünenwanderweg nach Porto Novo gewandert. Dort gibt es drei Hotels und ein paar Häuser. Auf den Liegestühlen vor dem Hotel haben wir eine längere Pause eingelegt. Auf dem Rückweg bemerkten wir eine kleine Madonnen-Statur, die auf einem Felsvorsprung stand. Den späten Nachmittag verbrachten wir mit der Planung unserer Anreise nach Lissabon. Mit Hund ist es gar nicht so einfach, denn öffentliche und private Verkehrsmittel, wie Bus, Straßenbahn usw. dürfen Hunde in Portugal nicht benutzen. Wir werden nun eine staatliche Bahnstation vor Lissabon anfahren und versuchen, mit dem Zug die Innenstadt zu erreichen. Hoffen wir das Beste!

6 October 2018

Samstag, 06.10.2018 Renate hatte heute das Bedürfnis nach Leuchtturm und felsiger Küste aus Kalkgestein. So stoppten wir in Peniche am Leuchtturm und starteten einen kleinen Rundgang. Etwas später wurde auch mein Kindheitstraum erfüllt: Mit Renate, Hund und Wohnmobil auf einer Klippe zu stehen und unter uns das tosende Meer zu hören. ;-)) Wir haben dann den Abstieg gewagt und sind wieder auf einen menschenleeren Strand gestoßen. Am späten Abend im Wohnmobil, das sich sanft wie ein Piratenschiff im Wind wiegt, konnten wir bei einem Glas Wein die untergehende Sonne und die vom Wind zerrissenen Wolken beobachten. Genießen wir die Naturgewalten und lassen uns durch das sanfte Schaukeln in den Schlaf wiegen.

4 October 2018

Freitag, 05.10.2018 Gestern Abend, beim letzten Gassigang mit Ero, wunderte ich mich, dass zu dieser späten Stunde noch sehr viele Jugendliche mit Autos nach Parkplätzen suchten. Kaum hatten wir uns in die Horizontale begeben, war klar, warum. In der Nähe war eine Openair-Veranstaltung und die laute Musik begleitete uns bis ca. 4 Uhr durch den Schlaf. Heute sind wir in Tomar, um uns den Convento de Cristo anzusehen. Der sechszehnseitige Bau der Templerkirche erfolgte 1162 nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem. Vorher sind wir durch die Stadt geschlendert, vorbei am Rathaus und der Kirche São João Baptista. Die Rua Dr. J. Jacinto führte uns durch das ehemalige Judenviertel. Die alte Synagoge, 1450 erbaut, war eingerüstet. Sie wird zur Zeit restauriert. 1496 mussten die Juden Portugal verlassen oder sich taufen lassen. Die Synagoge wurde dann Gefängnis, christliche Kapelle, Scheune, Weinlager und soll nun ein Museum werden. Abends waren wir gut essen, Octopus in Reis.
Donnerstag, 04.10.2018 Wir stehen in Coimbra, die seit 1307 Universitätsstadt ist. Es ist die älteste Portugals. In vorgeschichtlicher Zeit lebten hier die "Aeminiumer" so nannten sie die Römer. Später kamen dann die Mauren und noch später die Spanier. Im 12. Jhd. war die Stadt gar Hauptstadt des neuen portugiesischen Königreichs. Wir sind durch das ehemalige arabische Stadttor, zum Kern der Altstadt geschlendert und haben uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesehen. In den schmalen Gassen gibt es noch viele kleine Läden und es erklingt leise Fadomusik. Der Brunnen Fonte dos Amores (Brunnen der Liebenden) erzählt von einer tragischen Liebesgeschichte. Der Thronfolger hatte eine Hofdame heimlich geheiratet und sie hatten 4 Kinder. Der König hat sie wegen Hochverrats, als der Thronfolger die Stadt kurz verließ, an diesem Brunnen erhängen lassen. Morgen ist hier in Portugal "Tag der Republik". 1910 endete die Monarchie mit einer endgültigen Trennung von Staat und Kirche.

3 October 2018

Mittwoch, 03.10.2018 Ich hatte genug von langen Sandstränden. Wir sind ins Landesinnere nach Mata Nacional do Buçaco gefahren. Dort gründeten 1628 Karmelitermönche im Wald von Buçaco ein Kloster und widmeten sich der Pflege verschiedener Gehölze, die portugiesische Seefahrer aus aller Welt mitbrachten. Das 400 ha große Gelände umschlossen sie mit einer 5 km langen 9-torigen Mauer. Vor der Porta de Sula, wo auch der Obelisk der Schlacht von 1810 steht, Wellington siegte hier gegen Napoleons Truppen, haben wir unseren Spaziergang durch den verwunschenen Wald begonnen. Das Kloster wurde 1834 aufgelöst und der Wald unter königlichen Schutz gestellt. 1888 - 1907 ließ Carlos der I. ein Prunkschloss im neomanuelinschen Stil bauen. Seit 1910, nach Ausrufen der Republik, beherbergt das Schloss ein 5 * Palasthotel. Das Schloss hat prächtige Arkaden und Azulejobilder. Im Wald gibt es eine schöne treppenartige Brunnenanlage und mehrere kleine Seen.

2 October 2018

Dienstag, 02.10.2018 Schmerzen! Alles tut weh! Die "Ausgrabungen" am WoMo haben den "alten Mann" geschafft. Wir haben heute den See umrundet und im Schatten am Meer gesessen. Links von uns standen mehrere 100 Möwen am Strand und warteten, auf was? Die Architektur in diesen kleinen Ferienorten ist eine Katastrophe, nach dem Motto: Jeder baut, wie er will! Am Abend waren wir wieder essen. Es gab frischen Fisch, Octopus und Gambas, sehr gut und preiswert.

1 October 2018

Montag, 01.10.2018 Heute war Aktion angesagt. Wir sind auf den Campingplatz Municipal in Praia de Mira gefahren. Ein großer schöner Platz zu einem sehr günstigen Nachsaison-Preis (11 €). Wir wollten heute alles: Schatten, W-Lan und Fernsehempfang. Nachdem wir den entsprechenden Platz gefunden hatten, bin ich rückwärts darauf gefahren. Kaum hatten die Vorderräder den befestigten Weg verlassen, haben sie sich in dem feinen losen Sand bis etwa zur Hälfte eingebuddelt. Wir steckten fest! Mit Hilfe von Schaufel, Wagenheber und einigen Brettern, die Renate besorgte, haben wir nach ca. 2 Std. das Wohnmobil frei bekommen. Die Attraktion in diesem Ort ist ein kleiner See, der nur durch einen schmalen Landstreifen vom Ozean getrennt ist. Viele Restaurants haben schon geschlossen bzw. keine Tische mehr außen stehen. Heute wurden wir wegen unserem Hund sogar von einer Terrasse verwiesen. Für uns unverständlich. Foto: Denkmal für die Fischer und dahinter eine Holzkirche im traditionellen Stil

30 September 2018

Sonntag, 30.09.2018 Heute Morgen sind wir vom Geschrei der Möwen geweckt worden. Beim Blick aus dem Fenster der Schlafkoje sah ich, dass sie über dem Platz neben uns kreisten. Nach der Morgentoilette gingen Ero und ich nachsehen. Auf dem Platz standen die Frauen der Fischer und verkauften den frühmorgens gefangenen Fisch. Immer wieder kamen Autos mit Fischkisten, die dann versteigert wurden. Es herrschte reges Treiben auf dem Platz. Ich hätte gerne welchen gekauft, aber im Wohnmobil ausnehmen und säubern, da fehlt es einfach an Wasser und der Geruch stört dann auch. Es herrschte wieder mystisches Wetter, wie Renate meint und so bin ich mit Ero am Mittag zu einer Wanderung durch den Kiefernwald aufgebrochen. Unterwegs haben wir ein verfallenes Haus gesehen, im Garten blühten die Kakteen und waren voller Früchte.

29 September 2018

Samstag, 29.09.2018 Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Unterwegs haben wir unsere Gasflasche und den Proviant aufgefüllt. Wir stehen jetzt auf einem Parkplatz mit ca. 50 weiteren Wohnmobilen direkt hinter den Dünen. Nebelschwaden waberten noch über den Strand und sorgten für ein mystisches Empfinden. Sie lösten sich erst nachmittags gegen 15 Uhr auf. In Furadouro soll laut Reiseführer das Strandleben pulsieren. Das haben wir heute nicht so erlebt, aber es ist ja auch schon Ende September. Am Abend haben wir nach einem Strandspaziergang in dem kleinen Ort in einem der drei Restaurants wieder frischen, gegrillten Fisch gegessen. Die Preise sind sehr moderat. Für eine Flasche Wein der Region (Wino Tinto) der uns gut schmeckte, haben wir 6,80 Euro in der Gaststätte bezahlt.

28 September 2018

Freitag, 28.09.2018 Wir stehen ca. 2.5 km entfernt von der Altstadt Portos, am Douroufer. Porto war lange Zeit gleichbedeutend mit Industrie, Bauboom und Verkehrschaos. Vieles hat sich verändert, die Stadt ist grüner, ruhiger und sauberer geworden. Es wurde sehr viel renoviert und restauriert. Renate ist der Ansicht, dass genau diese Mischung, dieser morbide Charme und die vielen Sehenswürdigkeiten die Stadt einzigartig machen. Ich empfand die Stadt zu unruhig. Wir sind am Flussufer entlang auf einem Holzsteg zur Altstadt gelaufen. Vorbei an einer kleinen Werft, in der alte Boote, die früher Portweine transportierten, jetzt für die Touristen restauriert werden. Bei der zweistöckigen Dourobrücke, Ponte Dom Luis I, geplant von einem Schüler Eiffels, haben wir den Fluss überquert. Flussabwärts steht die neun Jahre ältere Eisenbahnbrücke des Meisters. Wir sind dann lange durch die Stadt gebummelt und haben den Tag in einer der zahlreichen Bars am Flussufer ausklingen lassen.

27 September 2018

Donnerstag, 27.09.2018 Heute Morgen haben wir den Markt besucht. Dort wurde alles Mögliche angeboten: Kleidung, Schuhe, Korbwaren, Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Blumen, Vögel, Enten, Hühner, Tonwaren, regionale Produkte, usw. und immer wieder den Hahn in allen Variationen und Materialien (Renate am Miederwaren-Stand). Da es wieder sehr heiß war, haben Ero und ich nach einer Stunde den Schatten aufgesucht und Renate ist noch weiter stöbern gewesen, aber außer etwas Obst hat sie nichts gekauft. Am Nachmittag sind wird dann Richtung Porto aufgebrochen und stehen auf einem Campingplatz in Angeiras, ca. 15 km vor Porto. Abends sind wir in das kleine Dorf gegangen, in dem immer noch viele Menschen vom Fischfang leben. Am Strand entlang gibt es einen Holzsteg, der zum portugiesischem Jakobsweg gehört. Dort gibt es auch einige Restaurants, wo auf qualmenden Grills der frische Fisch gebraten wird. In einem davon haben wir dann wieder vorzüglich gegessen.

26 September 2018

Mittwoch 26.09.2018 Nach einer ruhigen Nacht sind wir nochmals zum Baden an den Rio Lima gegangen, da wir den Campingplatz erst um 15 Uhr räumen mussten und es sehr warm war. Unsere Weiterfahrt ging nach Barcelos, denn dort ist immer donnerstags Markttag. Laut Reiseführer findet hier der größte Markt Portugals statt, eine Attraktion. Es wird empfohlen, dass man schon am Abend zuvor in die Stadt einrollt. Bei unserer Ankunft standen schon 35 WoMo, u. a. viele Franzosen, dicht gedrängt auf dem empfohlenen Parkplatz. Am Abend bummelten wir durch das Städtchen mit der Symbolfigur Portugals, einem Hahn, den man in allen Variationen kaufen und bestaunen kann. Kurz die Geschichte dazu: Ein unschuldig Verurteilter bekommt eine letzte Bitte gewährt. Der Richter aß gerade ein Grillhähnchen und der Verurteilte beteuerte seine Unschuld und rief: Es werde eher der gebratene Hahn krähen, als dass er ein Dieb sei. Prompt stieß das Tier ein kräftiges "Kikeriki" aus und der Unschuldige war frei.

25 September 2018

Dienstag, 25.09.2018 Da wieder einmal Ver- und Entsorgung anstand und unser Reiseführer den Campingplatz Ambos-os-Rios mit Restaurant empfahl, haben wir diesen angefahren. Die Gelegenheit habe ich genutzt und wieder einmal gewaschen. Bei 30° trocknete die Wäsche im Nu. Der Campingplatz liegt im Parque National da Peneda in einem Kieferwald auf einer Halbinsel an einem Fluss. Auf diesem Platz kann man Tipis oder Bungalows, die auf Stelzen stehen, mieten. Nach getaner Arbeit sind wir zum Fluss gegangen und haben gebadet und auch Ero versuchte wieder einmal schwimmen zu lernen. Er schwimmt wie Renate, mit den Vorderpfoten macht er Schwimmbewegungen und läuft auf den Hinterpfoten auf dem Grund des Gewässers. Sobald er keinen Grund mehr unter den Pfoten hat, kehrt er um. Das Essen am Abend im Restaurant war, wie im Reiseführer beschrieben, sehr reichhaltig und gut.

24 September 2018

Montag, 24.09.2018 Wir sind ins Landesinnere aufgebrochen und in Ponte da Barca gestrandet. Wir stehen am Rio Tamente auf einem großen Parkplatz mit vielen Schattenbäumen. Über eine kleine Brücke bei einer Mühle erreicht man eine Bogenbrücke. Sie stammt aus dem 15. Jhd. und gilt als eine der ältesten Brücken Portugals. Die Altstadt mit schönen Granithäusern schließt sich unmittelbar an. Hier in der Gegend wird Wein angebaut. Renate war in einem Laden mit großer Auslage älterer Weine, die leider nicht zu bezahlen waren. Wir haben aber einige Weinbauern gesehen, die ihre Trauben zu einer Kooperative fuhren. Da es sehr heiß war, haben wir die Stadtbesichtigung abgebrochen, um uns im Fluss abzukühlen. Am Abend waren wir dann traditionell, mit Vorspeise und Hauptgericht, preiswert essen.

23 September 2018

Sonntag, 23.09.2018 Bergfest! Wir sind jetzt 4 Wochen unterwegs! Heute war Strandtag angesagt. Um den Strand zu erreichen, geht man durch eigenen kleinen Kiefernwald und hinter den Dünen beginnt dann der endlose Strand. Wir hatten uns ein schönes, für ein paar Stunden auch noch schattiges und windgeschütztes Plätzchen gesucht. Bei unserem Abendspaziergang am Strand und dem Sonnenuntergang entstand auch das typische Postkartenfoto.

22 September 2018

Samstag, 22.09.2018 Heute Morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht und wollten eigentlich einen Strandtag einlegen. Doch gegen 12 Uhr zogen Nebelschwaden über den Atlantik, sodass wir kurzfristig umdisponierten. Wir haben uns einen MG -Midget ausgeliehen ;-)) und sind zur kubischen Wallfahrtskirche von Santa Luzia beim Städtchen Viana do Castelo gefahren. In der Kirche fand gerade eine Trauung statt. Nach der Hochzeit wurde das Paar mit einer Kutsche abgeholt und eine Gesellschaft, die mit einem Reisebus unterwegs war, tanzte und musizierte für das Brautpaar. Der Blick von dort oben auf die Stadt, den Rio Lima und das Meer ist grandios. Wir hatten vor, die Stadt zu besichtigen, aber der schattenlose Parkplatz an der Eiffelbrücke hat uns abgeschreckt, da inzwischen die Sonne wieder erbarmungslos schien. Schatten unter Bäumen haben wir am Praia do Rodanho, nicht weit entfernt, gefunden. Hier gibt es einen kilometerlangen Sandstrand und viele Kite- Surfer.

21 September 2018

Freitag, 21.09.2018 Heute Morgen sind wir bei leichtem Nieselregen aufgebrochen und haben noch im Lidl Proviant gefasst. Es war das richtige Wetter, um eine längere Autofahrt in Angriff zu nehmen. Wir sind auf der Autopista dell´ Atlantico nach Portugal aufgebrochen. Wir haben Santiago de Compostela tangential umfahren, da wir ja selbst nicht gepilgert sind. Unterwegs sind uns immer wieder Pilger begegnet. Kirchen haben wir gestern genügend gesehen. Gegen 17.00 Uhr sind wir auf unserem Stellplatz kurz hinter der Grenze, direkt am Meer angekommen. Da in Portugal die Uhren um eine Stunde zurück gestellt werden, hatten wir noch Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang am Strand. Dabei haben wir eine alte Burgruine entdeckt. Im Hintergrund des Strandfotos sieht man das Städtchen Âncora.

20 September 2018

Donnerstag, 20.09.2018 Heute war Kultur angesagt, in der größten Stadt Galiciens "A CORUÑA". In der Nähe unseres Parkplatzes lag das Castillo de San Anton. Am Ende des Hafenbeckens lagen drei riesige Kreuzfahrtschiffe, größer als die Häuser in der näheren Umgebung. Wir sind durch die Altstadt mit ihren gepflasterten Straßen gebummelt und haben die beschaulichen Plätze mit ihren Kirchen und Klöstern bewundert. Am Plaza de Maria Pita bewunderten wir den dreitürmigen Palast. Maria Pita war ein resolutes Weib und gilt als Heldin, da sie einem Fahnenträger der englischen Flotte unter Francis Drake, bei dessen Eroberung der Stadt, die Fahne entriss. Durch ihr mutiges Handeln hat sie dazu beigetragen, die Eroberer in die Flucht zu schlagen. Da wieder einmal Ver- und Entsorgung nötig waren, sind wir in der Nähe von A CORUÑA einen Stellplatz mit einer Gaststätte angefahren. Dort waren wir sehr gut essen und werden hoffentlich eine ruhige Nacht verbringen.

19 September 2018

Mittwoch, 19.09.2018 Heute Morgen, ich war gerade mit Ero unterwegs und Renate war mit ihrer Morgentoilette beschäftigt, stand die Polizei plötzlich vor der Tür. Sie haben die Personalien von Renate aufgenommen und das WoMo fotografiert. Dort wo wir standen, war das Übernachten verboten. Auf einen Tipp der Surfer-Freaks sind wir dann zum Playa de Noniñus in die Nähe von Ferrol gefahren. Dort soll es morgens und abends Delphine zu sehen geben. Hunde dürfen hier, wie fast überall, nicht an den Strand und so sind Ero und ich am Küstenweg entlang gewandert und Renate hatte einen Strand -Nachmittag. Wir haben am Abend das Meer mit dem Feldstecher abgesucht, aber leider keine Delphine, sondern nur schwarze Punkte der Neoprenanzüge der Surfer gesehen. In der Strandkneipe "mussten" wir Hamburger essen (es gab nur Fastfood) und als der Strand sich leerte, haben wir noch einen tollen Sonnenuntergang erlebt.

18 September 2018

Dienstag, 18.09.2018 Heute war Wandertag angesagt. Wir sind auf dem Küstenwanderweg "Camino Natural" von unserem Stellplatz Esteiro nach Ladrido gewandert. Tief unter uns wurden wir vom brausenden und tobenden Atlantik begleitet. Der Wind und das Meer haben bizarre Felsformationen geformt. Kurz vor Ladrido, in einem drei-Häuser-Ort, haben wir sehr seltsame kleine Bauwerke gesehen. Die aufgesetzten Steine verengten sich trichterförmig nach innen. Wir sind der Ansicht, dass dort früher etwas getrocknet wurde (Fisch, Kräuter, Fleisch, u.ä. ?). Nach unserer Rückkehr haben Renate und Ero sich im kleinen Fluss abgekühlt.

17 September 2018

Montag, 17.09.2018 Wir haben den Campingplatz heute Morgen verlassen und ich bin dem Wegweiser zur Autobahn gefolgt. Dieser direkte Weg führte uns auf eine Straße mit sehr starkem Gefälle und wurde dann sehr eng, da auf der rechten Seite Autos parkten. Renate musste mich mit sehr viel Fingerspitzengefühl die ganze Straße hinunter durchlotsen. Das Wohnmobil hätte nicht 10 cm breiter sein dürfen. Auch ein Umdrehen war nicht mehr möglich. Wir haben es gemeistert und sind nun am nördlichsten Punkt der Küste angelangt. Der Strand ist einfach herrlich und fast menschenleer. Renate glaubt, dass so das Paradies aussehen muss. Wir stehen auf einer Wiese unter uralten Kiefern mit ein paar jungen Surfer in Kleintransportern, ein bisschen Hippie-Feeling. Ein Holzsteg führt in ca. 100 m direkt zum Strand. Ein kleiner Fluss, der höchstens kniehohes Wasser führt und ins Meer fließt hat es Ero besonders angetan. So ausgelassen haben wir ihn noch nie im Wasser rumtoben sehen.

16 September 2018

Sonntag, 16.09.2018 Heute war Sightseeingtour bei trübem Wetter angesagt. Nach dem Frühstück sind wir nach Luarca aufgebrochen, einem kleinen Badeort mit altem Stadtkern. Als wir unten am Strand ankamen, sprach uns eine Polizistin an und machte uns darauf aufmerksam, dass Hunde an der Strandpromenade verboten sind. Das war lächerlich, denn bei diesem Wetter war fast niemand dort unterwegs. Lustig sahen die bunten Umziehkabinen am Strand aus. Sehenswert war eine weiße Kirche und der Friedhof über den Dächern der Stadt. In der Kirche war u. a. eine Marienstatur, die eine Nachbildung des "Turiner Leichentuchs" in den Händen hält. Bekannt ist auch das Wandmosaik "Mesa mareantes". Dort werden Szenen des Ortes in verschiedenen Epochen dargestellt. Am besten hat mir das Mosaik mit der winkenden Frau mit Hund gefallen. Hätte ich in dieser Epoche gelebt, dann hätte mir Renate bestimmt auch zum Abschied zugewunken, wenn ich zu einem großen Abenteuer aufgebrochen wäre.

15 September 2018

Samstag, 15.09.2018 Luxus pur! Heute und morgen wollen wir etwas genießen und haben zum ersten Mal überhaupt einen Campingplatz mit kleinem Pool und empfohlener Gaststätte, südlich von Luarca angefahren. Der Campingplatz liegt an einer Steilküste, etwa 50 m über dem Meeresspiegel, sodass Badefreuden wohl eher im Pool stattfinden. Der Platz ist großzügig mit Parzellen, die durch hohe Hecken und Bäume unterteilt sind, angelegt und schon ziemlich leer. Ero und ich haben die kleine Bucht erwandert, die zum Baden nicht gerade einlädt. Für die Bio- und Geologen unter Euch: Auf den Fotos sind uns unbekannte Blumen und Gesteinsformationen zu sehen. Das Wetter ist wunderbar, nicht mehr ganz so heiß, aber Sonne pur. Gegessen haben wir heute einheimische Gerichte: einen Eintopf aus weißen Bohnen mit drei verschiedenen Würstchen und einen Gemüseeintopf mit Kalbfleisch.

14 September 2018

Freitag, 14.09.2018 Heute stand Proviant fassen als erstes auf dem Programm. In Gijón haben wir in einem großen Supermarkt unsere Vorräte aufgefüllt. Ein wenig weiter die Küstenstraße entlang in Candás, haben wir die Ver- und Entsorgung des WoMo's erledigt. Dieser Stellplatz war aber weit außerhalb des Ortes und auch sehr begrenzt. Wir haben uns dann für das kleine Fischerdorf Cudillero entschieden und stehen dort am Hafen. Der kleine Ort darf nur von einheimischen Pkws angefahren werden. Nach unserer Ankunft sind wir auf der Kaimauer entlang geschlendert und haben anschließend den Ort erkundet. Der krönende Abschluss war ein Abendessen, Paella mit Meerestieren, das sehr gemundet hat.

13 September 2018

Donnerstag, 13.09.2018 Wir sind in "unserem Eukalyptuswäldchen" stehen geblieben und es war faulenzia angesagt. Die Flüssigkeitsstände im Motorraum wurden von mir überprüft und nachgefüllt. Auch kleinere Reparaturen, die immer wieder einmal im und am WoMo anfallen, habe ich erledigt. Am späten Nachmittag sind Ero und ich zu einem kleinen Abenteuer aufgebrochen. Da wieder Ebbe war, sind wir durch das Becken bis zur Flussmündung gelaufen und dabei häufig bis zu den Knöcheln im Schlick eingesunken. Kleine Krebse huschten vor uns hin und her und versteckten sich unter Steinen. Zur Zeit sind die Wellen im Atlantik bis ca. 1.50 m hoch und draußen haben wieder die Surfer gewartet, die dann in kunstvollen Kurven zum Strand gesurft sind. Renate lag im Halbschatten und hat gelesen.

12 September 2018

Mittwoch, 12.09.2018 Nach unserem Aufbruch heute Morgen hatte unser "Privatstrand" kein Wasser mehr. Ero suchte es verzweifelt, obwohl ich ihm das mit Ebbe und Flut erklärt hatte. Es war furchtbar schwül und diesig. Wir sind zum Kap bei Tazones gefahren. Am Ortseingang gibt es einen großen Parkplatz, der bei unserer Ankunft fast leer war. Wir sind dann durch das Fischerdörfchen gebummelt und zum Leuchtturm, einen steilen Küstenweg hoch, gewandert. Nach unserer Rückkehr waren die vielen Kneipen des kleinen Ortes total voll. Wir haben aber noch einen Platz gefunden, eine Flasche Sidra getrunken und Doraden gegessen. Der Ort ist bekannt für seine leckeren, frischen Fischgerichte und seine Hummer-Spezialitäten. Wir sind dann weiter in Richtung Gijon gefahren und hatten einen schönen Platz an der Playa de España gefunden. Draußen am Strand warteten die Surfer auf die nächste große Welle. Leider sind wir dort vertrieben worden. So sind wir zurück zu unserem letzten Privatstrand gefahren.

11 September 2018

Dienstag, 11.09.2018 Wir haben heute morgen unseren Stellplatz in Cóbreces mit einem letzten Blick auf den Strand verlassen. Leider kann man dort mit dem Wohnmobil nicht stehen. Der Parkplatz wird in der Höhe durch eine Schranke begrenzt. Einige Straßen waren durch die Spanienrundfahrt (Radrennen) gesperrt und wir haben einige Teams vorbei fahren sehen. Wir sind weiter in Richtung Oviedo/ Gijón gefahren und haben uns mehrere Plätze angesehen. Entweder war dort das Übernachten verboten, oder es standen schon viele Wohnmobile und Pkw dicht gedrängt dort. Bei Villaviciosa stehen wir am Playa El Puntal am Rande eines Eukalyptuswäldchen neben einem Fluss, der ins Meer mündet und einen kleinen Strand vorweist.

10 September 2018

Montag, 10.09.2018 Wir sind heute über Gasteiz, Bilbao, Santander nach Cóbreces, in der Provinz Cantabria eingerollt. Unterwegs gab es Probleme mit Ero. Bei einer Autobahnauffahrt bin ich vielleicht zu schnell über ein Metallgitter gefahren. Die Geräusche, die dabei entstanden, haben sich wie Maschinengewehrsalven angehört. Ero hatte daraufhin solche Angst und zitterte so stark, dass ich dachte, er würde einen Herzkasper bekommen. Nach einer Pause mit beruhigenden Worten ging es dann weiter. Nach kurzer Zeit ging das Zittern wieder los. Beim nächsten Parkplatz hat er sich dann nach einer längeren Pause beruhigt. Dort stand ein junger engl. Motorradfahrer, der Probleme mit seinem Handy hatte und uns um Hilfe bat. Nach unserer Ankunft gegen 17 Uhr, haben wir sofort die Rucksäcke gepackt und die Schönheit der Gegend genossen: Alles so grün und dann endlich der Atlantik! Das erinnert mich an Schottland. Spät am Abend haben wir in einer Gaststätte im Ort gut und preiswert gegessen.

9 September 2018

Sonntag,09.09.2018 Wir sind in der Königsstadt eingerollt und stehen auf dem offiziellen Stellplatz, für 10 Euro pro Tag. Hier am Hl. Firminus können junge Männer während des Encierros, bei dem Kampfstiere durch die engen Straßen zur Arena getrieben werden, ihren Angebeteten (die vom sicheren Balkon aus zuschauen) ihren Mut beweisen: Wer sich einem Stier in den Weg stellt, ist der Tapferste - oder im schlimmsten Fall tot! Ich bin froh, dass Renate niemanden mit Balkon hier kennt. Leider konnte man die Arena nicht von innen besichtigen. Sonntag, Siesta! Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten, Stadtfestung, Bürgermeisteramt, Kathedrale, Stierkampfarena und viele gastronomische Einrichtungen. In den Straßen fand gerade ein mittelalterliches Fest statt mit vielen Verkaufsständen und allerhand Klamauk. Interessant ist es, was die Spanier um die Mittagszeit machen. Sie sitzen in den vielen Bars und Cafés auf den Plätzen und lassen sich es beim Wein gut gehen.

8 September 2018

Samstag, 08.09.2018 Gestern Abend sind wir durch das kleine Dörfchen zu den Geier- und Kletterfelsen gegangen. Ich dachte, diese wären riesig, aber ihre Höhe beträgt nur geschätze 100 m. Anschließend waren wir in einer Gaststätte gut und preiswert essen: Eine Gemüsecremesuppe, Lammfleisch mit einer großen Kartoffel, garniert mit Kräuterbutter, alles mit viel Knoblauch, hinterher Melone und zwei große Bier für insgesamt 28 Euro und alles sehr lecker. Wir nähern uns der ehemaligen Königsstadt Navarras (Pamplona) und unserer Reiseführer empfahl uns einen schönen Stellplatz an einem Stausee. Leider ist auch hier die Trockenheit unübersehbar. Ero und ich mussten weit bis zum Wasser laufen und sind dann bis zu den Knöcheln im Schlamm eingesunken. Eine schöne Sauerei! Wir stehen nun einsam auf einem Bade-und Picknickplatz am Rio Irati. Bei Ankunft haben wir uns in das kalte Wasser gestürzt und wieder eine Dusche im WoMo gespart.

7 September 2018

Freitag, 07.09.2018 Heute haben wir uns aufgeteilt, da Ero nicht in die Burg durfte. Ich bin mit Ero zu einer 2-stündigen Wanderung aufgebrochen und Renate hat die Burg besichtigt. Bei unserer Wanderung ging es wieder steil bergauf durch Kiefernwälder, wo eine gespenstige Stille herrschte. Die dicken Mauern der Burg und die verzweigten Räumlichkeiten waren beeindruckend, vor allem die integrierte Kirche St. Peter mit ihren zwei Kuppeln. Nur in zwei Räumen waren Kamine zu erkennen, es muss furchtbar kalt und zügig gewesen sein. Am späten Nachmittag sind wir weiter nach Riglos zu den Felsen der Gänsegeier gefahren. Am Ortseingang wurden wir schon von der "Geierwally" begrüßt. Sie kurven im Aufwind, ohne Flügelschlag, mühelos schwebend empor. Sie kehren dann zu ihren Horsten zurück, die man an den weißen Kotstreifen in den Felswänden erkennt. Begehrt sind diese senkrechten Wände auch für Kletterer. Die Naturschützer bedauern dieses, da die Brutpaare zurück gehen.

6 September 2018

Donnerstag, 06.09.2018 Nach abenteuerlicher Fahrt durch die Pyrenäen haben wir zufällig Torreciudad entdeckt. Dieser Marienwallfahrtsort liegt in Aragonien, oberhalb des Stausees Embalse de El Grado. Der Gründer des Opus Dei, Josemaria Escriva errichtete das Bauwerk, das 1975 eingeweiht wurde. Im Kirchenschiff befindet sich ein Alabasteraltar mit Szenen aus dem Marienleben. Gegen 17.00 Uhr haben wir dann das Castillo de Loarre bei Huesca erreicht. Die Burg wurde vom 11. bis 13. Jahrhundert errichtet und ist ein geschütztes Baudenkmal. Der König von Aragonien, Sancho Ramirez ließ diese Burg erbauen. Er gründete ein Augustiner-Chorherrenstift. Die einschiffige Kirche mit überkuppelter Apsis und romanischer Krypta ist der ältesteTeil der Anlage. Ein doppelter Mauerring mit acht Rundtürmen umgibt die Anlage. Am Abend spazierten wir im großen Bogen um die Burg und die Nacht verbringen wir hier. Im Fernsehen läuft das Fußballspiel Frankreich gegen Deutschland und ein Glas Wein gehört dazu.

5 September 2018

Mittwoch, 05.09.2018 Mit dem Rauschen des Noguera de Tor sind wir aufgebrochen, um laut Reiseführer, die schönsten romanischen Kirchen (11.-12. Jahrhundert) der Pyrenäen anzusehen. Drei Kirchen lagen auf unserem Weg und für den Eintritt sollte man jeweils 2,50 Euro pro Person bezahlen. Es hat mich geärgert, dass man für ein Haus Gottes Eintritt verlangt und so die Touristen abzockt. Als das Rauschen des Flusses in ein Gemurmel überging, hatten wir auch unser Ziel, das Skigebiet Boí Taüll Resort erreicht: www. boitaullresort.com Auf dem Rückweg, bergab vorbei an einer Ziegenherde, begleitete uns jetzt der Fluss auf der anderen Seite. Bei einer Pause haben wir uns im Fluss erfrischt. Die Gegend ist wunderschön und vor allem ist alles noch so kräftig grün.

4 September 2018

Dienstag, 04.09.2018 Nach unseren anstrengenden Wanderungen war heute etwas Entspannung angesagt. Es wurde wieder einmal Zeit, eine Ent- und Versorgung des WoMo's vorzunehmen und unser Proviant musste aufgefüllt werden. Wir sind nach Barruera zu einem Stellplatz in der Nähe des Nationalparks d' Aigües Tortes gefahren. Bei unserer Ankunft war der Platz ziemlich leer. Ansonsten haben wir heute gefaulenzt und am Spätnachmittag einen kurzen Spaziergang in das nahe Barruera gemacht. Gegen Abend begann es zu regnen. Der Stellplatz füllte sich merklich und wir wurden beidseitig "belagert".

3 September 2018

Montag, 03.09.2018 Wir sind auf dem Parkplatz stehen geblieben und wollten noch einen schönen Tag hier verbringen. An vielen Bächen entlang, die sich ununterbrochen verzweigten und die wir oft durchqueren mussten und über große Gesteinsbrocken, sind wir zu zwei Wasserfällen gewandert. Wir haben auch dieses Mal einige Höhenmeter überwunden. Für die Leserinnen des Blogs anbei zwei erotische Fotos beim Testen der Wassertemperatur. Ich schätze so ca. 6°! Auf dem Rückweg zogen plötzlich dunkle Wolken auf und es regnete ein paar Tropfen. Wir sind dann etwas schneller gelaufen, weil es in der Ferne grummelte, aber das Gewitter erreichte uns nicht. Kochen mussten wir wieder selbst, da es in der Hütte nur Kleinigkeiten gibt, die uns nicht zusprachen. Also gab es Chili und Brot, das uns der Hüttenwirt auf Anfrage schenkte.

2 September 2018

Sonntag, 02.09.2018 Wir sind heute über den Col-de-Portet, wo noch die Spuren (Schriften mit Herzchen u.a.) von der letzten Tour de France auf den Straßen zu sehen waren, über den Tunnel von Vielha (5 km lang), nach Spanien eingereist. Wir stehen auf einem Parkplatz kurz hinter dem Tunnel in 1550 Höhe. Hier ist die Übernachtung eigentlich verboten und wir hoffen, daß wir nicht vertrieben werden. Von diesem Parkplatz gehen sehr viele Wanderwege in die Pyrenäen ab. Wir haben uns den zum Refugio Besiberri, der in 2220 m Höhe endet, ausgesucht. Unterwegs gab es mehrere sehr schöne Wasserfälle und zwei Seen. Leider mussten wir bei 1950 Höhenmetern abbrechen, da der gesamte Weg sehr steil anstieg und ausschließlich über große Steine und Geröll führte. Da merkt man das Alter! Gegen 17.30 Uhr waren wir wieder am Wohnmobil. Dort gibt es eine Hütte für Wanderer zum Übernachten. Wir haben zwei kühle Blonde getrunken und unsere Füße im Gletscherfluss abgekühlt (ca. 12 Grad Wassertemperatur).

1 September 2018

Samstag, 01.09.2018 Um ca. 14.00 sind wir heute in Luchon, in der Nähe der spanischen Grenze, angekommen. Luchon, ist ein von grandioser Gebirgslandschaft umgebener Kurort, wo die Pyrenäen ihre majestätische Pracht entfalten. Hier erheben sich 13 der bekanntesten Gipfel, darunter der Aneto, mit 3 404 m die höchste Erhebung der Pyrenäenkette. Dieser Thermalbadeort, hat schon viele Persönlichkeiten angezogen. Zu den zahlreichen illustren Kurgästen gehörte schon Kardinal Richelieu, später folgten Kaiser Napoléon III. und Schriftsteller, wie Alexandre Dumas. Wir stehen auf einem Parkplatz neben einem Segelflugplatz am Rande der Pyrenäen und konnten das Starten und Landen der kleinen Segler beobachten. Der Parklatz ist mit französischen Wohnmobilen total belegt und es findet ein reger Austausch zwischen den Leuten, die in unserem Alter sind, statt. Wir fragen uns, ob sie hier Ihren Urlaub verbringen und kuren wollen. Morgen werden wir die Überquerung der Pyrenäen angehen. "Eviva España

31 August 2018

Freitag, 31.08.2018 Das fünfstündige "Rumgegurke " gestern war für Renate, im hinteren Bereich des Wohnmobils, etwas zu viel. Um wieder einmal "Urlaubsfeeling" zu bekommen, sind wir zum Lac de Bellevue nach Lise-sur-Tarn gefahren, nur ca. 120 km entfernt vom letzten Standort. Leider kann man in dem kleinen See nicht baden. Wir genießen aber die Ruhe auf der Liegewiese im Baumschatten.

30 August 2018

Donnerstag, 30.08.2018 Wir stehen auf einem Wohnmobil-Stellplatz in Onet-le-Chateau, einem Vorort von Rodez. Die Fahrt hierher war etwas abenteuerlich. Wir haben uns mehrmals verfahren und sind dann über kleine Mittelgebirgsdörfer, auf sehr engen Straßen mit einer Stunde Verspätung angekommen. Der Stellplatz liegt an einem sehr großen, schönen Park. Nach unserer Ankunft sind wir ca. eine Stunde durch den Park gelaufen und in der Stadt Rodez gelandet. Außer einer schönen Kirche hat die Stadt nichts zu bieten. Sie ist schmutzig, viele Geschäfte und Häuser stehen leer, alles ist vermüllt. Uns sind auch viele Menschen, jung und alt, mit Alkoholproblemen begegnet. Wir sind aber Spanien wieder ein Stück näher gekommen.

29 August 2018

Mittwoch, 29.08.2018 Als ich heute morgen mit Ero im Städtchen Baquett holte, gab es dort einen kleinen Bauernmarkt mit regionalen Produkten. Bevor wir zu unserer Wanderung an der Loire aufgebrochen sind, war der Gang zum Bauernmarkt unumgänglich. Der Metzger hatte mindestens 10 unterschiedliche Bratwürste in der Auslage. Einige mussten mit und werden heute Abend gebraten werden. Auch einige steinharte, getrocknete Salamiwürste mit Nüssen, Champignons, Tomaten und Ziegenkäse wurden im Rucksack verstaut. Auf unserer Wanderung entlang der Loire sind dann Ero und ich bei Niedrigwasser bis zur Mitte des Flusses gewatet. Den späten Nachmittag haben wir lesend oder dösend vor dem Wohnmobil mit Blick auf den Fluss verbracht. Das Wetter war herrlich, nicht mehr ganz so heiß und leichter Wind. Nachtrag: Alle Würstchen haben herrlich gemundet.

28 August 2018

Dienstag, 28.08.2018 Heute haben wir den Franzosen zwei Schnippchen geschlagen. Wir haben die kostenpflichtige Autobahn gemieden und sind auf den Nationalstraßen gefahren. Die Fahrt dauerte etwas länger, dafür haben wir mehr gesehen. Die nicht kostenpflichtigen Tangentialen um die großen Städte haben wir natürlich benutzt. Wir stehen in Retournac direkt an der Loire in der Nähe von St. Etienne auf einem ehemaligem Camping Municipal unter einem großen Baum. Die Stromversorgung und der Wasseranschluss funktionieren noch und der Platz ist weitläufig und sehr schön. Hier gehen auch einige Wanderwege ab und so haben wir uns entschlossen, noch einen Tag zu bleiben, zumal das Wetter noch super ist. Wir genießen das Urlaubsfeeling.

27 August 2018

Montag 27.08.2018 Am Nachmittag sind wir dann auf der Autobahn, Richtung Mühlhausen, Besacon, Lyon, weitergefahren. Bei Poligny haben wir die Autobahn verlassen und sind nach "Site de Bäume-Les-Messieurs" gefahren. In einem Talkessel gibt es einen Karstkatarakt und eine Grotte zu bestaunen. Leider ist auch der Karstkatarakt von der Wasserknappheit betroffen. Auf Postkarten kann man erkennen, welches Naturschauspiel sonst zu sehen ist. Hier auf dem Parkplatz werden wir die Nacht verbringen.

26 August 2018

Sonntag 26.08.2018 Kein schöner Urlaubsbeginn! Wir sind um 14.00 Uhr in Frankfurt abgefahren. Nach ca. 1 Std. hatten wir ein technisches Problem mit dem Navi. Dieses konnte auf Anhieb nicht gelöst werden. Wir entschieden uns für die Rückfahrt. Zuhause angekommen wurde das Problem scheinbar gelöst und eine Alternative, sollte es nochmals auftreten, ausgedacht. Nächste Abfahrt dann um 18.00 Uhr und tatsächlich, nach ca. 1 Std. ging es wieder von vorne los. Jetzt konnte die Alternative greifen und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. Kurz vor Baden Baden, es wurde dunkel und ich habe das Licht eingeschaltet, leuchtete eine Warnlampe an den Armaturen auf. Auf der Raststätte konnte dann der Wackelkontakt in der Rückleuchte beseitigt werden. Um ca. 21.30 haben wir dann unsere erste Übernachtungsstätte im "Nirgendwo", direkt am Rhein neben einem Wildgehege erreicht. Nach dem Abendessen hatten wir eine geruhsame Nacht. Am nächsten Morgen sind wir dann zu einer Wanderung aufgebrochen.