Germany · 3 Days · 13 Moments · June 2018

...mit dem Fahrrad nach Berlin...


15 June 2018

Angekommen!
Das war jedoch gar nicht so einfach, da mein Rad nicht in den Aufzug passte. Also: Treppe Runter, andere Seite wieder hoch. Das war jedoch so schwer, dass ich sehr lange brauchte und den Zug verpasste. Also, wieder zurück, Treppe runter, andere Seite wieder hoch; auf den nächsten Zug warten. Dann fuhr ich mit dem Zug zum Berliner Hauptbahnhof, stieg in die S-Bahn und fuhr nach Bernau. Von dort hat BearBell mit abgeholt. Ich war am Ende meiner Kräfte, hatte starke Knieschmerzen, zwei Schürfwunden am Knie links, eine an der Arminnenseite links. Mein Knie wurde auch schnell etwas dick.
Heute nahm meine Radtour ein plötzliches Ende. Ich war gerade kurz vor Brandenburg an der Havel, als ich auf einer langen Gerade unkonzentriert war und träumte. Ich fuhr zu nah an den Gehweg, kam mit beiden Reifen parallel dagegen und kam nicht mehr weg. Ich stürzte. Also fuhr ich noch weiter bis zum Bahnhof von Brandenburg, kaufte mir ein Ticket und wollte in einen Zug steigen, der mich nach Berlin bringen sollte.

14 June 2018

Die nächste Nacht verbrachte ich in der „Pension Landhäußer“; eine etwas altbackene, in die Jahre gekommene Pension. Leider war das Bett nicht so bequem wie davor die Nacht, es war unglaublich hell (man könnte bald meinen, es wäre gar nicht Nacht geworden) und ziemlich laut (direkt an einer Tankstelle und großen Straße). Im Allgemeinen war ich dort jedoch gut versorgt! Alles war sehr sauber! Das Frühstück war sehr lecker und reichhaltig; das Persona sehr freundlich und zuvorkommend!
Unterwegs kam ich an eine Milchtankstelle! Eine wundervolle Idee, frische Milch „an den Mann zu bekommen“! 1 Liter für 1 Euro! Ich habe mir da auch etwas Milch abgezapft und muss sagen, es war unglaublich lecker! Super Idee! Ich wünsche mir mehr davon!
In Tangermünde war ich dann wieder Fit und musste mich zwischen „kurzer Strecke, viel Autoverkehr“ und „längerer Strecke, Elberadweg“ entscheiden. Ich entschied mich für die 10km mehr und fuhr einen kleinen Teil Richtung Süden, westlich der Elbe, den Elberadweg entlang. In „Ferchland“ musste ich dann die Motorfähre nutzen, um ans östliche Ufer zu gelangen. Dort fuhr ich den „ELBEa“ (Elberadweg alternative) Richtung Norden, um nach Jerichow zu kommen.
Ich bin wieder einen Teil der Strecke mit dem Zug gefahren, da mich der Radweg direkt durch einen winzig-kleinen Bahnhof „Miesterhorst“ geführt hat und ich sowieso dringend eine Pause nötig hatte. Da ich nicht genau wusste, wie lange mein Akku hält, bin ich 30km ohne Unterstützung gefahren. Das hat meine Knie sehr belastet. Daher habe ich entschieden, mein Ausruhpause IN den Zug zu verlegen und so trotzdem weiter zu kommen. Ich bin dann über Stendal nach Tangermünde gefahren.
Auf dem ersten Bild sieht man in der Ferne die 4 Schornsteine von VW. Ansonsten gibt es viel Landschaft und schöne Bahnübergänge.
Heute morgen wollte ich um 8:30 Uhr los. Das hab ich aber nicht geschafft, weil ich lieber eine halbe Stunde länger geschlafen habe. So bin ich um 7:15 aufgestanden; bin Frühstücken gegangen und hab dann meinen ganzen Kram zusammen gepackt. Um kurz nach 9:00 Uhr bin ich dann los. Ich habe wirklich gut geschlafen. Da war sehr schön in der Jugendherberge, auch wenn sehr, sehr viele Schulklassen da waren. Leider sieht die DJH von außen aus, wie ein Gefängnis 😂

13 June 2018

Der Weg von Peine nach Wolfsburg war stellenweise sehr beschwerlich. In Peine selber musste ich erstmal den richtigen Weg finden, was mich ca. 20 Minuten kostete. Unterwegs waren die Wege oft eng und mit schlechtem Untergrund versehen, was viel Konzentration forderte. Ab der Schleuse kurz vor Wolfsburg wurde es deutlich besser. Ich legte heute 55,97km in ca 4 Stunden (Reine Fahrtzeit 02:49:18 std.) bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,83 km/h zurück. Es hat sehr viel Spaß gemacht!
So... los geht’s! Ich sitze gerade in der Westfalenbahn WFB95831 und bin mit meinem Fahrrad auf dem Weg nach Peine. Von dort geht es weiter nach Wolfsburg, wo ich in einer Jugendherberge übernachten werde. Eigentlich wollte ich die erste Etappe von Bielefeld nach Hannover fahren, aber leider habe ich in Hannover keine Kostengünstige Unterkunft bekommen (CeBit). Deswegen musste ich umplanen.