Mexico · 95 Days · 28 Moments · August 2018

Mexiko Blog


4 days ago

Heute haben wir bei einem anderen Projekt mitgeholfen, welches Häuser baut, die fast ausschließlich aus nachhaltigen Ressourcen gebaut werden. Dabei werden die Wände mit einer speziellen Masse aus Erde, Lehm, Sand und Stroh gestopft. Diese Bauweise entspricht der, der indigenen Bevölkerung von Chiapas.

4 November 2018

Seit Mittwoch bin ich in Oaxaca-Stadt. Wir sind 12 Stunden mit dem Bus durch die Berge gefahren, bis wir endlich da waren. Finja, eine alte Schulfreundin und auch Freiwillige, die in Mexiko-City lebt habe ich dort auch getroffen. Vom 31. Oktober bis zum 2. November sind in ganz Mexiko die „Días de los muertos”, also Tage der Toten und hier in Oaxaca werden diese besonders groß gefeiert. Dabei wird traditionell an die Verstorbenen gedacht. Auf den Friedhöfen, aber auch in der Stadt gibt es große Altars, die die Verbindung zu den Toten aufbauen soll. Dies ist nur an diesen drei Tagen im Jahr möglich. Jeder schminkt oder verkleidet sich und nachts zieht man dann tanzend durch die Straßen.

2 November 2018

-Monte Albán Heute sind wir zu den Maya-Ruinen in Oaxaca gefahren. Vor 1500 Jahren war„Monte Albán“ hier in der Region die Hauptstadt der Zapoteken.

28 October 2018

-El Chiflón Heute sind wir zu einem anderen kleineren Canyon gefahren. War zwar ne lange Fahrt aber hat sich gelohnt. Der Weg führt an 4 Wasserfällen vorbei bis man am Ende beim Größten ankommt.

27 October 2018

Die Migranten-Karawane, die aus Mittelamerika hoch nach Nordamerika zieht, ist diese Woche auch hier durch meine Region gekommen San Cristóbal liegt zwar nicht auf ihrer Route, aber etwas weiter süd-westlich an der Küste ist der Kern der Karawane von ca. 7.000 Menschen vorbei gezogen. Meine Mitbewohnerin war die letzten Tage vor Ort. Sie arbeitet in einer Menschenrechtbeobachtungs-Organisation. Sie erzählte, dass dieser Kern meist ohne Probleme an den Militär-Stützpunkten durchkommt. Nur die kleinen Gruppen, die danach kommen bekommen oft Probleme und werden nicht durchgelassen. Das Militär begründet ihr Verhalten damit, dass sie die Anweisung bekommen haben, den Kern durchzulassen. In ihren Augen gehören die Langsameren nicht dazu. Die Kirche hilft hier oft den Migranten und versorgt sie mit Essen und Medikamenten. Das löst Konflikte und Rassismus in der Bevölkerung aus, da sie sich vernachlässigt fühlen. Der Großteil läuft die Route, manche springen aber auch auf Lkw‘s.

21 October 2018

Heute haben wir 4 Voluntarios den “Cañón del Sumidero” besichtigt. Per Bus sind wir von unseren 2600 Höhenmetern auf 300 gefahren. Beim Aussteigen begrüßten uns 34 Grad und Palmen. Krass, dass 2000 Meter 15 Grad Unterschied machen... Wir haben dann eine geführte Tour per Boot in den Canyon gemacht und haben unter anderem Krokodile, Affen, Pelikane, Höhlen und Wasserfälle gesehen. Das war schon gigantisch wie links und rechts die Wände bis zu 1000 Meter in die Höhe ragten. Aber leider sah man auch wieder die Schattenseite... obwohl es ein Naturschutzgebiet ist, ist der Fluss voller Müll. Überall treiben Plastiktüten / Flaschen und bilden schon eigene Inseln auf dem See. Vor Ort gibt es zwar eine Organisation, die mit speziellen Booten versucht den Fluss zu säubern aber es wird einfach zu schnell neuer Müll angeschwemmt... Generell ist Müll ein riesen Problem hier. Man bekommt überall Plastiktüten und viele schmeißen ihren Müll auf die Straße oder verbrennen ihn im Garten.

17 October 2018

2 Monate sind jetzt schon rum. Die Tage verfliegen immer schneller... Mittlerweile habe ich mich richtig eingelebt und fühle mich ganz wohl hier. Im Alltag komme ich mit meinem Spanisch auch schon deutlich weiter und generell ist alles viel entspannter, als am Anfang. Den Kulturschock habe ich überwunden und für mich hat sich das Leben hier so normalisiert, dass ich gar keinen großen Unterschied mehr zur „deutschen Lebensweise“ merke. Ich habe mich einfach schon so an die andere Kultur, die Kinderarbeit, das Klima und die mexikanische Unpünktlichkeit gewöhnt. Auch so selbstständig zu sein ist eigentlich ganz cool und macht Spaß. Nur mit den Mahlzeiten habe ich noch ein paar Schwierigkeiten... seit meiner Lebensmittelvergiftung koche ich lieber selbst und das ist manchmal ganz schön schwer nicht immer nur Nudeln zu kochen, sondern auch mal ein bisschen zu variieren. Aber die Chefkoch App hilft mir da schon gut weiter

10 October 2018

Langsam wird’s hier auch kälter. Tagsüber ballert die Sonne noch so, dass man in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs sein kann. Sobald sie untergeht fällt es dann auf 10* runter... Trotz der Kälte lassen meine Freunde und ich oft den Tag mit nem Bierchen auf unserem Dach ausklingen.

4 October 2018

So bin jetzt wieder raus!! Die Zeit im Krankenhaus war eigentlich ganz entspannt. Da es ein privates Krankenhaus war, gab es nur 10 Zimmer und dafür 10 Krankenschwestern, die rund um die Uhr für einen sorgten. Schlafen war ein bisschen umständlich, da immer ein Zugang in meiner Hand steckte, durch den insgesamt 6 Liter Elektrolyt-Lösung geflossen sind...dazu bekam ich noch alle 6 Stunden eine Antibiotika-Spritze, was auch in der Nacht echt genervt hat. Einmal haben sie die falsch gesetzt und in meinen Muskel gespritzt, was, wenn ich das richtig verstanden habe, eine chemische Reaktion in meinem Muskel auslöste... jetzt kann ich meinen Arm noch nicht wieder vollständig bewegen. Ich muss noch eine Woche Antibiotika Tabletten schlucken und danach sollte ich wieder topfit sein. Und so schlimm war’s jetzt nicht, dafür musste ich nicht arbeiten und bin auch noch ne Woche krank geschrieben... bereuen tu ich’s nicht, war ne coole Erfahrung 😉 Das war der Innenhof vom Krankenhaus:

1 October 2018

Wurde heute ins Krankenhaus eingeliefert... Anscheinend habe ich eine starke Lebensmittelvergiftung. Ich werde jetzt 3 Tage hier am Tropf liegen und Antibiotika bekommen. Aber heute haben mich schon viele besucht und ich habe ein eigenes Zimmer.

27 September 2018

Heute haben wir in unserer Organisation einen Kinoabend veranstaltet. Dies lief in Kooperation mit einer Schule etwas außerhalb von San Cristóbal, in der die Kinder aus sehr armen Verhältnissen kommen. Viele von ihnen müssen zusätzlich auf der Straße arbeiten, um die Familie zu unterstützen. Ich habe mich mit einem kleinen Jungen unterhalten, der gerade mal 7 Jahre alt war und jeden Morgen in die Stadt fährt um zu arbeiten. Nachmittags kommt er dann zurück und nimmt am Unterricht teil. Dies ist Alltag für viele von ihnen. Trotzdem sind sie froh, dass sie überhaupt zur Schule gehen. Um so mehr haben sie sich über den Abend gefreut. Dazu haben wir Freiwillige noch Popcorn und Crêpes gemacht.

21 September 2018

Regenzeit kann aber auch schön sein

16 September 2018

Jetzt im September ist die Regenzeit am Stärksten. Jeden Tag regnet es dann für ca. 2 Stunden extrem doll und die Straßen überfluten, da es hier keine Gullys gibt. Bei manchen Nachbarn wurden schon die Häuser überflutet, obwohl die Bürgersteige hier extra höher sind (30-40cm). Heute war es besonders stark... dazu kam noch Hagel und ein Stromausfall.

13 September 2018

Endlich hab ich hier auch ein Fahrrad! Generell wird man als Weißer bei den Preisen oft abgezogen, von daher hab ich einen Mexikaner in den Fahrradladen geschickt und der konnte es für 50€ kaufen (ich hätte 70€ zahlen müssen). Jetzt fühle ich mich auch nachts sicherer. Tagsüber ist es für mich dafür eher gefährlicher. Fahrradfahrer haben hier eigentlich keine Rechte auf der Straße. Dazu kommt noch mein Fahrstil, der auch nicht gerade der sicherste ist... Ampeln gibt es ca. 10 Stück in der ganzen Stadt und rechts vor links kennt man hier auch nicht. Irgendwie klappt’s aber auch ohne Regeln... fahren macht trotzdem Spaß und meistens bin ich eh schneller als die Autos im Stadtverkehr.

10 September 2018

Als ich das erste Mal in mein Zimmer kam, war das schon ein kleiner Schock... Da befand sich nur ein Schreibtisch und eine Matratze, die nichtmal Kissen & Bettbezug hatte. Dazu kamen noch die hässlichen Wände... Mein Vermieter ist aber ganz offen und somit konnte ich das Zimmer komplett umgestalten. Die Wände musste ich 3 mal streichen und es sieht immer noch nicht gut aus aber irgendwann hatte ich keinen Bock mehr. Vom Markt habe ich mir dann ganz viele Obstkisten (für 10 Cent / Kiste) gekauft, gewaschen und dann als Regale benutzt. Das Bettgestell hat mir ein Tischler für nur 30€ extra angefertigt und sogar bis nach Hause geliefert mit einem uralten Pickup, wo die Fuß Fläche beim Fahrersitz ein großes Loch war und nur mit Karton bedeckt wurde... war eine witzige Fahrt. Jetzt fühle mich aber pudelwohl hier!

2 September 2018

Obwohl ich in einer nicht so schönen Gegend wohne, fühle ich mich generell tagsüber und nachts (auch wenn ich alleine unterwegs bin) sicher. Man sieht oft schwer bewaffnete Polizei, besonders im Zentrum und an den großen Straßen. Ab und zu sieht man auch wohlhabende Männer / Familien, die private bewaffnete Security an ihrer Seite haben. Trotzdem bekommt man leider auch die Schattenseiten von Mexiko mit... Heute Morgen haben zwei andere Freiwillige einen toten Mann auf der Straße gefunden. Der ganze Bürgersteig war voll mit Blut und am Kopf hatte er eine dicke Platzwunde. Wahrscheinlich wurde er totgeschlagen. Der Mord muss wohl kurz bevor die Beiden kamen stattgefunden haben. Die Polizei kam dann auch kurz danach, leistete aber keine erste Hilfe. Vermutlich, da der Mann einer der indigenen Bevölkerung war. Hier in Mexiko haben die Indigenen kein gutes Ansehen. Das hat mich heute schon zum nachdenken gebracht, da ich davor die Situation und Sicherheitslage unterschätzt habe.

28 August 2018

Unsere Hundegang die täglich zu meinem Projekt kommt um gefüttert zu werden. Solche Rudel gibts überall in der Stadt

26 August 2018

In den 19. Geburtstag rein gefeiert! Feiern ist hier zwar ganz anders, als in Deutschland aber trotzdem war‘s ganz witzig. Danke für den Kuchen Insa & Andrea 😋

23 August 2018

Jetzt arbeite ich schon seit 4 Tagen in meinem Projekt „Moxviquil“. Allgemein ist das ein ökologisches Projekt, in dem Erwachsene & Kinder in speziellen Kursen über Themen wie Umweltschutz, nachhaltige Agrarwirtschaft, Wasserversorgung und Stromgewinnung lernen. Dazu gehört ein Reservat mit 230 Hektar Wald, durch den es einen geführten Weg gibt. Unterwegs sieht man alte Maja-Ruinen, Höhlen und man hat oft einen super Ausblick auf die Stadt. Zu meinen Aufgaben gehört der Bau einer Bio-Toilette, Dachrinnen und Wassertanks für Schulen in abgelegenen Dörfern zu installieren. In diesen Dörfern gibt es oft kein fließendes Wasser & Strom.

22 August 2018

20 August 2018

So langsam lebe ich mich hier in Mexiko ein. Den Jetlag habe ich fast komplett überwunden, jetzt schaffe ich schon bis 23:30 Uhr aufzubleiben. Vor 3 Tagen habe ich es nichtmal bis 20 Uhr geschafft... Generell komme ich bisher sehr gut zurecht. Ich kenne mich schon gut in der Stadt aus und habe schon viel erkundet. Besonders auffällig sind die VW-Käfer, die durch die ganze Stadt fahren. Die wurden in Mexiko noch ungefähr bis 2005 produziert. Ca. jedes 7. Auto ist ein Käfer. Da ich in der Nähe vom Markt wohne, probiere ich jeden Tag neue Früchte, aber auch unbekanntes Essen von den Verkäufern auf der Straße. Das ist auch alles echt lecker, nur macht mein Magen das leider nicht so gut mit, wie erhofft... da muss der aber durch, der wird sich schon dran gewöhnen müssen 😁

17 August 2018

Das Haus, indem ich wohne ist recht groß. Insgesamt lebe ich mit 5 anderen Leuten auf 2 Stockwerken. Ich lebe hier wie in einer Wg. Der Eigentümer (manche von euch kenne ihn als den „Indianer“, ist er aber anscheinend gar nicht) habe ich noch nicht kennen gelernt, da er Schauspieler beim Theater ist und gerade in einer anderen Stadt ist. Dafür hat mich Monse (1. Foto, rechts) von der Jugendherberge abgeholt und mich den anderen vorgestellt. Wir haben direkt Empanadas gekocht, die aus Maismehl und Bohnenmus bestehen. Monse wohnt mit mir in dem Haus und ist auch eine Freiwillige von Weltwärts, die seit 1 Jahr in San Cristóbal lebt und nun für ein weiters Jahr verlängert hat. Sie ist Mega offen und hat mich direkt durchs Viertel geführt und mir viele Tipps gegeben.
San Cristóbal de las Casas - schöne bunte Innenstadt mit vielen kleinen Bars, Restaurants und anderen Läden. Überall gibt es kleine Stände die frische Früchte für nichtmal 50 Cent anbieten. Es gibt auch viele Früchte, die man so in Deutschland nicht kaufen kann, wie zB die Tuna-Frucht. Keine Ahnung wie und wo die wächst, ist aber super lecker! Man wird aber auch schnell auf die Schattenseite der Stadt aufmerksam... Überall laufen kleine Kinder (manchmal 4 Jährige) herum und wollen einem Armbänder oder ähnliches verkaufen. Auch in den Supermärkten packen Kinder deinen Einkauf in Tüten oder wollen dir beim tragen helfen. Straßenhunde sieht man ständig. Kaum ist man aus dem Touristen Viertel raus, sieht man oft Mütter mit ihren Kindern am Straßenrand, die selbst gemachten Schmuck verkaufen oder betteln. Etwas abseits vom Zentrum sieht man auf den umliegenden Hügeln die „Favelas de San Cristóbal“ in der Mord, Gewalt, Drogen- und Waffenhandel Alltag ist.
Neue Nummer: ‭+52 19671366686‬

16 August 2018

Nach 29 Stunden von Tür zu Tür endlich im Hostel angekommen. Der Flug nach Mexiko City hat sich dann doch ganz schön gezogen, da ich auch nicht schlafen konnte aber eure ganzen Briefe haben mich auch lange unterhalten! Danke dafür 😋 Unseren Anschlussflug hätten wir dann fast verpasst weil 2 Gepäckstücke nicht angekommen sind, hat sich später dann aber alles erledigt und sind noch gerade so in den Flieger gekommen. Bei Nacht aus dem Flugzeug sieht man erst recht wie riesig Mexiko City ist. Das kommt aber leider auf den Bildern nicht gut rüber. Zufällig hab ich dann noch Finja am Flughafen getroffen, die mit einer anderen Verbindung nach City geflogen ist. Die Regenzeit machte sich in City direkt bemerkbar und wurden mit einem starken Gewitter begrüßt. Dann mussten wir nochmal 2 Stunden mit dem Bus fahren, bis wir dann im Hostel angekommen. Jetzt ist es der morgen danach und wir erkunden erstmal die Stadt San Cristóbal, in der ich das nächste Jahr leben werde...
Nach einer kurzen Nacht endlich am Frankfurter Flughafen angekommen. Der Abschied war schwer, jedoch wurde ich mit offenen Armen von meinen anderen Freiwilligen empfangen und somit gut abgelenkt. Der Flieger ist n richtig dicker Brummer mit massig Beinfreiheit, 3 Fenstern an meinem Platz, eigenem Kissen + Pyjama und Begrüßungsgetränk. So halte ich den 12 Stunden Flug bestimmt super durch

13 August 2018

Letzte Vorbereitungen laufen bevor das Abschiedstreffen mit meinen Freunden beginnt. Danke für‘s Kochen Mama! ♥️

10 August 2018

Hey Leute, in diesem Blog versuche ich mindestens wöchentlich Updates von mir und meinen Erfahrungen während meines Auslandsjahres in Mexiko zu geben.