Asia · 52 Days · 90 Moments · March 2019

9 May 2019

Nachts in Saigon angekommen, stelle ich fest, dass das Hostel super nah an meinem aller ersten ist. Der Tag startet sehr früh. Ich frühstücke und gehe zum Markt. Hier besorge ich noch ein paar Kleinigkeiten und treffe mich mit Dagny. Sie habe ich vor 4 Wochen in Hanoi am Flughafen kennen gelernt und wir waren ein paar Tage zusammen unterwegs. Da wir genau gleich viel Zeit hatten und die gleichen Städte auf der Liste, habe ich mich getrennt und den Ha Giang Loop gemacht. So war ich stets ein paar Tage hinter ihr. Ich bin froh so entschieden zu haben, da wir eine gute Zeit zusammen hatten, ich aber nicht die ganze Zeit mit der gleichen Person verbringen wollte. Wir gehen ins Café Apartment House. In den alten Wohnungen sind nun illegalerweise Cafés und Geschäfte. Es wird wohl geduldet. Es ist spannend, sich über unsere Erlebnisse auszutauschen. Wir essen und trinken einen Kokosnusscafe und ich verbringe perfekte letzte Stunden, bevor ich den Bus zum Flughafen nehme.

8 May 2019

Nach den Sanddünen halten wir in einem Fischerdorf, oder zumindest wird das vom Hostel so angeworben. In der Realität ist ein ziemlich unschönes Stück Strand mit ein paar Hütten. Wir bleiben also nur ein paar Minuten und fahren weiter zum Fairy-Stream. Dies ist ein brauner Bach, durch den man läuft, entlang von weiteren Dünen und Felsen. Für kleines Geld kann man sogar eine Python halten. Während wir dies tun, kommt mir der Gedanke, dass diese hier wahrscheinlich nicht so wirklich viel Freiraum haben, die ganze Aktion also eigentlich nicht so toll ist. Trotzdem fühlt es sich total spannend an. Bei jeder kleinsten Bewegung spürt man jeden Muskel der Schlange. Als sie sich komplett um mich schmiegt, wird mir bewusst, wie stark dieses Tier ist. Nach der Tour lege ich mich nochmal etwas schlafen, leihe einen Roller, mit dem ich ein paar Märkte abklapper. Leider erfolglos, da diese nicht sonderlich schön sind. Nach einem letzten Strandbesuch geht es mit dem Bus nach Saigon.
Mal wieder startet der Tag extrem früh. Um 03:45 klingelt der Wecker, da wir eine Sunrise-Tour in den Sand-Dünen Mui Ne‘s gebucht haben. Ich hatte etwa 3 Stunden Schlaf und frage mich, wieso wir das Ganze tun. Als ich aus dem Zimmer komme und sehe, dass es immer noch aus Eimern gießt, wird meine Laune nicht besser. Die Tour bei strömendem Regen und Blitzen klingt alles andere als schön. Wir werden verspätet abgeholt und unser Jeep-Fahrer fährt super langsam, was glaube ich keine Vorsicht wegen des Unwetters ist. Auf einmal bleibt er stehen. Wir haben einen platten Reifen. Wir wechseln das Auto, fahren weiter und der Regen wird endlich weniger. An den weißen Sanddünen angekommen, scheint die Sonne! Damit hätte ich nie gerechnet. Sanddünen ist ein untertriebener Ausdruck, finde ich. Es ist eher wüstengleich. Wir haben Zeit, das Ganze auf uns wirken zu lassen und fahren weiter zu den roten Sanddünen. Nicht so groß und ruhig, da direkt an einer großen Straße gelegen. Trotzdem schön!

4 May 2019

An meinem letzten Tag in Hoi An habe ich nichts großartiges gemacht. Mit Emily aus England und noch einer, dessen Name ich leider vergessen habe aus Deutschland gehen wir mittags Chicken Rice essen, da das hier wohl auch ein typisches Gericht ist. Es war lecker, aber nicht spektakulär. Reis und Hühnchen eben. Danach habe ich mir wieder ein Rad geliehen, mit dem ich zum Strand gefahren bin, um mich mit Femke und Iris zu treffen. Da die beiden eine gratis Radtour durch Hoi An mit ihrem Hostel machen, fahren sie wieder, kurz nachdem ich angekommen bin. Am Strand lerne ich ein Pärchen aus Polen kennen. Beide leben mittlerweile in London. Auch ich bleibe aber nicht zu lange, da ich im frühen Abend vom Bus nach Da Lat abgeholt werde. Im Hostel kochen wir noch alle zusammen für das Family Dinner, welches stattfindet, wenn ich schon weg bin. Als der Bus kommt, stellen sich alle, die beim kochen halfen vor das Hostel um zum Abschied zu winken. Dies war definitiv mein Lieblings Hostel!

3 May 2019

Zum Abendessen wollte ich mich eigentlich nur mit Femke und Iris treffen, die mittlerweile auch in Hoi An angekommen sind. Emily (England) schließt sich an und während wir noch etwas in der Lobby warten, wird die Gruppe größer und größer, bis wir auf einmal 14 Leute sind. Wir gehen in ein Restaurant, welches vom Hostel empfohlen wurde. Sobald wir ankommen, wird der Tisch vollgestellt mit diversen Speisen, sodass wir selber Springrolls zusammenstellen können. Es gibt Fleischspieße, Salat, vietnamesische Pancakes, Sprossen, Soßen, etc. Nach dem Essen teilen wir uns auf und ich schlendere mit Denice, Femke und Iris noch über den Nachtmarkt. Ich kaufe Ohrringe und gehe mit Denice noch etwas trinken. Chris aus dem Kochkurs, hatte dort eine kleine Quietscheente dabei. Auf dem Heimweg sehe ich diese auf einmal auf der Straße liegen und melde mich bei ihm. Er freut sich riesig darüber! Er und seine Mitbewohner hatten 1000St. bestellt, um zu feiern, in London eine Badewanne zu haben.
Eigentlich wollte ich tauchen gehen, da es hier möglich ist, zwei Schnupper-Tauchgänge ohne Tauchschein zu machen. Da es damals in Ägypten am Druckausgleich scheiterte, dachte ich, ich versuche es nochmal. Leider sind jedoch alle Tauchlehrer für den nächsten Tag ausgebucht. Also buche ich einen Platz auf dem Schnorchelboot. Im Bus dorthin sitzt hinter mir ein Pärchen, welches eine Mischung aus Deutsch, Italienisch und Englisch spricht. Andrea war ihr Vermieter beim Auslandssemester in Palermo, Julia ist für einige Monate in Vietnam, um ihre Bachelorarbeit über vietnamesische Kunst zu schreiben. Wir fahren zwei tolle Schorchelspots an. Beim ersten sehe ich riesige, knallblaue Seesterne, einen gigantischen Fischschwarm, größer als der wegweisende Schwarm bei Findet Nemo, verschiedenste Fische, Korallenriffe uvm. Zum Mittagessen fahren wir zum Strand. Hier haben wir noch ein bisschen Zeit uns zu sonnen, bevor es im Nachmittag zurück geht. Ein entspannter, toller Tag!

2 May 2019

Abends komme ich pünktlich zum Family Dinner wieder ins Hostel. Dachte ich. Ich habe nicht mitbekommen, dass es heute schon um 17:00 anfängt, da alle zusammen kochten. Glücklicherweise kann ich trotzdem noch dazu stoßen. Wir machen Springrolls, es gibt köstliches Essen! Wieder stelle ich fest, wie toll die Stimmung hier im Hostel ist. Nach dem Essen löst sich die Runde langsam auf. Joost (Holland), ein Kanadier und ich verquatschen und komplett und spielen den ganzen Abend Würfelspiele und Karten. Wir verstehen und super, lachen viel und spielen bis in die Nacht. Als die anderen vom Feiern zurück kommen, beenden auch wir den Abend.
Nach dem Kochkurs gehe ich beim Schneider vorbei. Der Badeanzug ist leider noch nicht passend, hier und da werden also nochmal Markierungen gesetzt und ich kann ihn am Abend abholen. Ich laufe durch die Altstadt, gewinne einen Eindruck von Hoi An. Ich verstehe immer mehr, weshalb so viele Leute länger hier bleiben. Alle sind entspannt. Es gibt wenig Sehenswürdigkeiten, die Leute die hier sind, sind also nicht da um bestimmte Orte abzuklappern, sondern um einfach ungezwungen eine gute Zeit zu haben. Während ich rumlaufe fällt mir ein, dass Siggi mir in Kambodscha von einem Fotografie Museum erzählt hat. Im Precious Heritage Museum hängt je ein Portrait einer/s Angehörigen der 54 ethnischen Minderheiten Vietnams. Daneben eine Puppe mit der trad. Bekleidung und ein Aufsteller mit kurzem Text des Fotografen über ein besonderes Erlebnis oder anderen Infos bezüglich der portraitierten Person. Die Fotos sind toll und ich bin beeindruckt. Etwa 5J. hat es gedauert alle Gruppen aufzusuchen.
Das Wichtigste habe ich fast vergessen. Bevor wir beginnen zu kochen, lernen wir, frisches Reispapier herzustellen. Hierfür muss der Reis erst einmal aus der Schale befreit werden. Dafür wird er in einem riesigen Mörser gestampft und danach auf verschiedene Arten gesiebt. Durchs einfache schütteln werden Kleinteile ausgesiebt, durch das Werfen wirf die Schale vom Korn getrennt, etc. Der Reis wird dann einige Zeit im Wasser aufgeweicht und in einen Mörser gegeben. Durch das Drehen wird Reismilch herausgepresst. Über heißes Wasser wird dann ein Baumwolltuch gespannt. Mit einer Kelle wird hierauf eine Art Crêpe aus Reismilch geformt. Man wartet einige Zeit, befeuchtet einen Bambusstab mit heißem Wasser und schiebt diesen unter das Reispapier - fertig! Ziemlich simpel eigentlich!
Wir kommen am “Küchenstudio” an, was ein überdachter Bambussteg ist. Für jeden sind Gewürze, Kochbesteck und eine kleine Gasherdplatte bereit gestellt. Lili, unsere Lehrerin spricht ganz gutes Englisch, kocht die Sachen vor, erklärt worauf wir achten sollen und im Anschluss machen wir es nach. Wir starten mit der Brühe für die Pho-Suppe, machen zwei verschiedene Arten von Spring Rolls, traditionelle Vietnamesische Rice-Pancakes und Fried Noodles. Durchgehend wird uns ein super leckerer Passionsfruchtsaft nachgeschenkt. Es geht alles extrem schnell, simpel und schmeckt hervorragend! Ich freue mich, dass wir ein Rezeptheft erhalten, sodass ich die Sachen nach kochen kann, sobald ich zuhause bin. Gegen 14:00 fahren wir zurück und ich mache mich pappsatt auf zum Schneider um meinen Badeanzug anzuprobieren.
Der Tag beginnt mal wieder recht früh für mich. Um 08:00 werde ich abgeholt, da ich mich für einen Kochkurs angemeldet habe. Während ich auf den Bus zu laufe, sehe ich nur Vietnamesen dort drin sitzen, entdecke beim einsteigen jedoch Chris aus England. Wir fahren zum Markt, hier wechseln wir die Gruppe und sind nun zu acht, mehr oder weniger gleich alt und alle englisch sprachig unterwegs. Auf dem Markt kaufen wir alles nötige für den Tag ein und wechseln auf ein Boot mit dem wir eine Weile fahren. Auf dem Wasser entdecken wir immer mehr Leute in kleinen „Bambus-Schüssel-Booten“. Auch wir bekommen je zu zweit eines zugeteilt. Eine ältere Dame fährt uns durch den Palmenwald, hält zwischendurch zum Krabbenangeln an und schenkt und einen Blumenring, den sie aus Palmblättern gebastelt hat. Die Art, sich auf einem schüsselrunden Boot mit nur einem Paddel fortzubewegen erschließt sich mir nicht so ganz, aber irgendwie funktioniert es!

1 May 2019

Im Hostel treffe ich auf einmal Madlene (DE), die ich schon in Ninh Binh kennen gelernt habe. Sie schließt sich für das Abendessen an und wir treffen uns mit Denice (Holland, Phong Nha) und Cao Lau, ein Nationalgericht aus Hoi An zu essen. Der Geschmack erinnert an Khao Soi in Thailand, was mir schon super geschmeckt hat. Nach dem Essen gehts zum Hostel zurück, da es hier um 19:00 ein gratis Bier für jeden gibt. Das lassen wir und nicht zwei Mal sagen. Wir verquatschen uns mit den Anderen, spielen Karten (Pferderennen) und wollen noch zum Nachtmarkt. Hier wurden uns unterschiedliche Schließungszeiten gesagt, wir kommen also an, als die Stände gerade alle abbauen. Also laufen wir zu einer Neon-Party, die in Alex‘ Hostel stattfindet. Diese neigt sich aber auch dem Ende und ist nicht so richtig spektakulär.. also endet der Abend, der trotzdem super schön war früher als geplant.
Hoi An selber hat kein riesiges Angebot, aber es ist einfach eine entspannte Stimmung hier. Also die perfekte Stadt für einen meiner letzten Stopps der Reise. Die Stadt ist bekannt für die vielen Schneider, die sich hier aneinander reihen. Nach dem Frühstück gehe ich los, um mich etwas inspirieren zu lassen, finde aber nicht den perfekten Stoff und merke auch, dass es nicht viel Sinn macht, sich ein simples Kleid machen zu lassen, was ich mir auch selber nähen könnte. Etwas figurbetontes möchte ich aber auch nicht. Ich entschließe mich also einen Badeanzug machen zu lassen, zeige Wunschfotos, werde vermessen und kann ihn morgen Mittag abholen. Hier gibt es drei Orte ab denen es besonders gutes Banh Mi geben soll (vietnamesisches Sandwich), probiere also eines mit Avocado bei Phi. Super lecker, jedoch schmeckt ich von der Avocado nicht viel. Ich hole Alex (Nähe Muc) am Hostel ab, wir leihen Räder und fahren zum Strand. Da die Ferien endlich vorbei sind ist es hier ziemlich ruhig.

30 April 2019

Ich halte an diversen Aussichtspunkten, esse am höchsten Punkt zu Mittag und lande während der Rushhour in Da Nang, einer Stadt vor Hoi An. Die Straßen sind völlig überfüllt aber ich finde mich in dem Vietnamesischen Verkehr mittlerweile gut zurecht! Tatsächlich ist es so, wie alle sagen. Es ist übersichtlicher mitten drin zu stecken, als von außen darauf zu schauen. Bis um 18:00 kann ich den Roller zurück geben und komme noch gerade rechtzeitig angefahren, als sie dabei sind langsam aufzuräumen um zu schließen. Ich habe einen langen, sehr schönen Tag hinter mir und habe immer mehr und mehr Spaß daran Motorrad/Roller zu fahren. Ich laufe etwa 35 Minuten zum Love.ly Hostel, wo ich gerade pünktlich für’s Family Dinner ankomme. Dir Stimmung ist herzlich, ich springe unter die Dusche und esse mit netten Leuten zu Abend. Kurz danach kommt Ly, die Besitzerin zu mir, da sie mich versehentlich ins falsche Zimmer gesteckt hat. Ich wechsle also und verquatsche mich im neuen Dorm mit Alex.
Nach einer Weile fahre ich an einem kleinen Haus vorbei und sehe, dass hier einige Leute halten, die wahrscheinlich auch den Hai Van Pass zwischen Hue und Hoi An fahren. Ich lege also auch einen Halt ein und lerne eine 4er Gruppe aus Polen kennen. Ich schließe mich an und wir fahren zusammen zu den Elephant Springs. Ich habe davon noch nichts gehört und stelle mir eine gemütliche Quelle vor, wo wir etwas schwimmen und uns ausruhen können. Dies ist leider das komplette Gegenteil. Wegen der Ferien ist der Bär los. Hunderte von Rollern und Autos stehen hier schon am Eingang. Wir schlängeln uns mit den Rollern hindurch und hören schon aus der Ferne laute Musik und Menschenmassen. Es ist alles andere als entspannt hier. Also bleiben wir nicht lange und kühlen und ab. Um aus dem Getümmel zu kommen brauchen wir ewig. Es geht weder vor noch zurück, da jeder versucht sich durch zu quetschen. Nach kurzer Zeit trennen sich unsere Routen und ich fahre allein weiter.
Beim Frühstück verquatsche ich mich total mit Julia aus Deutschland. Da sie Richtung Norden reist und noch am Anfang ihrer Reise steht, hat sie einige Fragen und freut sich über Tipps. Es ist schön zu merken, dass ich Laura ganz am Anfang auch mit Fragen gelöchert habe und all diese mittlerweile selber beantworten kann. Zur Krönung stellen wir fest, dass sie aus Dingden kommt und aufs Georgs gegangen ist. Etwas verspätet, gegen 10:00 hole ich mein Motorrad ab. Beim Verleih laden Sie mir eine Karte aufs Handy, die mich über schöne Stopps nach Hoi An leitet. Das Motorrad ist ziemlich neu, es macht also richtig Spaß damit zu fahren. Da ich alleine unterwegs bin, kann ich mein Tempo selber bestimmen und halten, wo es mir gerade passt. Entlang der Straßen auf denen der geerntete Reis getrocknet wird, durch kleine Dörfer, über einen Markt auf dem ich für vier Bananen etwa 20ct bezahle, einem Kilometer langen Friedhof mit gigantisch großen Gräbern.

29 April 2019

Den Tag beende ich mit dem Besuch eines stillgelegten Wasserparks. Am Eingang sehe ich Absperrungen und Warnschilder, will also schon umdrehen und nach einem verborgenen Eingang suchen, als die Wachen, die eigentlich dafür sorgen sollen, dass niemand herein geht mich ansprechen, 20k Dong als Eintritt fordern und mich reinlassen. Ich habe ein kleines Schwimmbad erwartet, aber das hier ist riesig! Rutschen, ein besteigbarer Drachenkopf, aufgebrochene Aquarien, etc. stehen verwildert herum. 2004 errichtet, bis 2011 genutzt, steht der Wasserpark nun da. Niemand weiß so recht, weshalb er aufgegeben wurde, will aber auch nicht dafür zahlen das Gelände wieder zu nutzen. Die Abendsonne tunkt all dies in ein super schönes Licht. Als sich der Himmel plötzlich verändert und eine Gewitterstimmung aufkommt, fühlt es sich noch spannender an, hier zu sein. Zurück am Hostel kümmere ich mich um meine Uni Bewerbung und gehe recht früh schlafen, da ich morgen eine lange Motorradfahrt vor mir habe.
Zum Mittagessen fahre ich zu einem Restaurant, welches für Bun Bo Hue, eine Nudelsuppe bekannt ist. Hier sitzen nur Einheimische, was in der Regel ein gutes Zeichen ist. Ohne dass ich bestelle, wird mir Salat, die Suppe und ein Tellerchen mit Limetten und Chili hingestellt. Ich glaube es sind Rindfleischstücke und eine Art Wurst darin. Mir schmeckts! Weiter geht’s zum Grab eines Kaisers. Davon gibt es einige in Hue. Da ich aber nicht viel Zeit habe fahre ich bloß zum Khai Dinh Grab und habe hier denke ich die richtige Wahl getroffen. Es ist ziemlich beeindruckend, was hier für ein Gebäude steht, “nur” um jemandem zu Gedenken und ihn zu begraben. Die Hitze ist ziemlich unerträglich, daher bleibe ich nicht lange.
In der ehemaligen Haupt- und Kaiserstadt, Hue angekommen, mache ich mir einen Plan für den Tag. Beim Frühstück treffe ich leider niemanden, also mache ich mich alleine auf den Weg. Da ich morgen den Hai Van Pass nach Hoi An fahren möchte, reserviere ich mir erstmal ein Motorrad. Danach leihe ich mir einen Roller für den Tag und mache mich auf den Weg zur Kaiserstadt. Tuan, ein Freund aus München, ist halb Vietnamese und hat mir ein paar Sachen empfohlen. Ich spaziere etwa 2h über das Gelände. Es ist wunderschön! Die Tempel stehen zur willkommenen Abwechslung nicht im Fokus und obwohl unfassbar viele Touristen unterwegs sind, fühlt es sich recht ruhig an. Es verläuft sich gut, da die gesamte Fläche von 2,5km Mauer umrandet ist. Hier lerne ich einen Herren kennen, der in Bochum Geoinformatik lehrt und mich dafür begeistern möchte. Jährlich findet eine Tagung statt, bei der sich Geodäten aus aller Welt treffen. Dieses Jahr in Vietnam, nächstes in Amsterdam, darauf folgend in Ghana.

28 April 2019

Die Anderen fahren nun einen Loop durch den Nationalpark, den wir gestern schon zu Großteilen gemacht haben. Ich fahre also ab in Richtung Paradise-Cave. Da aktuell Ferien in sind, sind extrem viele Vietnamesen unterwegs. Spannend zu sehen, da man von den wohlhabenden Vietnamesen normalerweise kaum etwas mitbekommt. Ich laufe eine ganze Weile den Berg hinauf, um zum Eingang zu kommen. Die kühle Höhle ist also ein gutes Ziel, um dies bei der Hitze vor Augen zu halten. Diese wurde erst 2005 entdeckt und von da an 5 Jahre lang erforscht. Sie ist 31km lang, wobei der begehbare Teil nur etwa 1km lang ist. Ich stelle mir vor, wie aufregend es sein muss, als erste Person eine Höhle wie diese zu entdecken! Während die Sonne langsam untergeht, vervollständige ich den Loop und treffe die Anderen im Hostel. Es gibt ein gratis BBQ, bevor ich den Bus nach Hue nehme.
Am letzten Tag in Phong Nha mieten wir wieder Roller und fahren zum Duck Stop. Wir heißt Sanne, Matt, Femke, Iris und ich. Eine verrückte und ziemlich witzige Erfahrung! Wir füttern die Enten, werden zum “Duck Leader”, werfen sie Richtung Wasser und erhalten eine Fußmassage. Wir sollen die Füße mit den Unterseiten aneinander halten. Da es dann aussieht wie eine Schüssel, fangen die Enten an hineinzupicken. Im Anschluss gibt es Reis-Pfannkuchen zu Mittag und ich bin verliebt. Der knusprige Pfannkuchen erinnert an Kartoffelpuffer und wird auf Reispapier gelegt. Hinzu kommen Sprossen, gehobelte Möhren, etwas Salat und Erdnuss-Soße. Das Ganze wird eingerollt und schmeckt unglaublich gut!

27 April 2019

Das Central Backpacker Hostel hier ist super! Es sind total nette Leute hier und die Stimmung ist auch richtig gut. Da es von 19:00-20:00 Freibier gibt, trinken wir das ein oder andere Bierchen und gehen abends noch in zwei Bars, spielen Bierpong und Billiard.
Phong Nha ist berühmt für seine verschiedenen Höhlen. Also kaufen wir ein Ticket für den „Dark Cave”, da dieser am abwechslungsreichsten klingt. Wir müssen alles draußen lassen und nur Schwimmsachen anbehalten. Wie im Klettergarten wird uns ein Trapez umgeschnallt und wir rutschen an einer Zipline über einen Fluss. Auf der anderen Seite schwimmen wir dann durchs leuchtend blaue Wasser in Richtung Höhle, erhalten einen Helm inklusive Stirnlampe und laufen los. Ziemlich beeindruckend, wie riesig es hier ist. Wir laufen durchs Wasser und schmale Felsspalten, bis wir am vor einem Wasserbecken landen. Hier ist ein Schlammbad. Wir reiben uns ein und machen uns nach einigen Minuten wieder auf den Rückweg, da es hier im inneren doch ziemlich kalt ist. Zurück geht es mit dem Kajak. Zum Schluss gibt es noch eine Zipline, an der man sich fest hält und ins Wasser fallen lässt. Zurück in Hostel bemerke ich, dass ich meine Kette, die ich in Thailand hab machen lassen, verloren habe.
Iris meldet sich nach einer Weile. Ihr Bus ist mehr als drei Stunden nach meinem gestartet und sie mussten in einer Stadt in der Nähe den Bus wechseln. Sie kommen daher erst später an. Ich lerne Sanne aus Holland kennen, wir mieten uns Roller und starten den Tag im botanischen Garten. Auch Helena aus Estland schließt sich an. Wir wandern durch den Jungle, sehen einen Affen und gehen im Wasserfall schwimmen. Bedingt durch die Ferien in Vietnam, sind fast nur Einheimische unterwegs. Für diese sind drei blonde Mädchen eine Attraktion. Ich glaube, dass wir immer wieder fotografiert werden, nicht so angenehm. Der Weg lohnt sich mal wieder und wir werden mit einer tollen Aussicht belohnt.
Ich kam heute um 05:00 in Hostelnähe an und es gab einen Warteraum, in dem ich schlafen konnte. Femke und Iris, die noch auf ihren Bus warten mussten, sind nun, um 08:30 immer noch nicht da. Beim Frühstück erzählt mir jemand, dass heute Nacht extreme Stürme gewütet haben. Hoffentlich ist alles okay bei den beiden und es klärt sich demnächst.

26 April 2019

Iris und Femke waren letzte Nacht in einem anderen Hostel, auch Miresa und Alex sind gestern abgereist. Deshalb schlafe ich aus, frühstücke ausgiebig und verbringe einige Stunden im Liegestuhl in der Sonne. Ich versuche das Reisetagebuch aufzuarbeiten, da ich hier etwas hinterher hänge. Die Zeichenbegrenzung pro Eintrag schränkt mich etwas ein 😄 Da ich mich bis 01.05. für einen Studiengang bewerben möchte, es hier jedoch kein Computer Café o.Ä. gibt, darf ich netterweise am Laptop der Mitarbeiterin arbeiten. Die Tastatur sieht aus wie unsere, spuckt aber verrückte Sonderzeichen aus. Ich gewöhne mich recht schnell daran. Ich lasse mir die Nägel machen, gehe was essen, telefoniere und gehe zurück zum Hostel. Hier lerne ich zwei Jungs aus Australien und England (Jersey) kennen, mit denen ich quatsche, bis ich abgeholt werde. Als wir warten, suchen sie eine Person, die nach Phong Nha fährt um einen Bus zu füllen. Ich dachte, dass dieser in den Norden geht. Mal sehen, wo ich lande.

25 April 2019

Als mit den Bussen alles geklärt war, bin ich zu den Mua Caves gefahren und in der Mittagshitze über 500 Stufen auf den Berg gestiegen. Ich setze mich ein bisschen ans Wasser, genieße es runter zu kommen und mache mich auf den Weg Ty abzuholen, da wir die Trang An Bootstour machen wollen. Google Maps führt mich über einen verwilderten, sehr schmalen Weg, über den man so gerade allein laufen kann. Gut, dass ich hier häufig Roller fahre und das mittlerweile kein so großes Problem mehr ist. Wir können uns zwischen drei Routen entscheiden. Sie unterscheiden sich nur durch die Anzahl der angefahrenen Tempel und Höhlen. Unsere Tour führt durch eine 1km lange Höhle, entlang zweier Tempel und dem Kong-Filmset. Es ist angenehm auf dem Boot, da es so ruhig ist. Abends gehen wir im gleichen Restaurant essen, wo ich die letzten Abende schon mit den Holländern waren. Diese sind auch da und wir essen gemeinsam. Ich bringe Ty nach Ninh Binh zum Bus, da er nach Hue weiter fährt.
Gerade sitze ich verzweifelt in einem Reisebüro. Ich möchte heute Abend nach Phong Nha fahren. Da aber Ferien sind, ist alles für die nächsten zwei Tage ausgebucht. Ich sitze also womöglich noch zwei weitere Tage hier fest. Die Dame hier hat mir vorgeschlagen einen kleinen Umweg einzulegen, da für eine andere Strecke Busse verfügbar sind. Auf die Frage nach Preisen und Abfahrtszeiten reagiert sie nicht richtig und schaut lieber Fotos von Shampoo auf dem Handy an. Ich bin genervt und gestresst. Hoffentlich findet sich doch noch irgendeine Möglichkeit, heute zu fahren. Nachtrag: Es gibt keine Möglichkeit, hier weg zu kommen. Kein Zug, kein Bus, nichts. Also bleibe ich bis morgen Abend, fahre dann weiter nach Phong Nha und zahle fast das doppelte des normalen Ticket-Preises. Nervig, aber immerhin eine Möglichkeit. Dir Reisebüros waren teilweise für die nächsten 6 Tage ausgebucht.

24 April 2019

Ty und ich wollen wandern gehen, fahren also etwa 50km mit dem Roller in den Cuc Phuong Nationalpark. Zu Beginn erhalten wir eine kleine Führung durch das Schildkröten- und Affen-Preservation-Center. Hier werden Tiere gehalten, die bei der Entdeckung illegalen Handels beschlagnahmt werden. Den Schildkröten wird nachgesagt, dass sie ein langes Leben bewirken und aus den Affen wird Medizin gemacht. Die erste Station für die Tiere ist ein normales Gehege, um sie wieder aufzupäppeln. Danach geht es in die “Semi-Natur”. Ein Riesen Gebiet, in dem die Tiere komplett eigenständig leben, sich ernähren, etc. Sie sind jedoch gechipt, um ihre Gänge nachvollziehen zu können. So kann nachvollzogen werden, ob sie wieder in die Natur gelassen werden können. Bei den Affen beträgt der Aufenthalt in der ersten Station 2-3J. und in der zweiten bis zu 10J. Das Ganze wird gefördert vom Zoo Leipzig.

23 April 2019

Da man nach 16:00 nicht mehr von der Insel weg kommt, haben wir am Hafen versucht, Leute zu finden, die uns mit ihrem Boot an Land bringen. Da sie aber rund 200€ dafür haben wollen, geht es erst am nächsten Tag mit dem Bus weiter nach Ninh Binh/Tam Coc. Ich komme mit Miresa am Hostel an. Es ist wunderschön in den Reisfeldern mit Blick auf die Berge gelegen. Da es schon Nachmittag ist, lohnt es sich nicht mehr irgendwohin zu fahren. Um einen Roller/Rad zu mieten, müsste ich obwohl es nur für ein paar Stunden ist, den ganzen Tagespreis zahlen. Ich laufe gehe also einfach etwas spazieren und entdecke einen Tempel in einer Höhle. Abends kommen auch die anderen drei an und wir gehen zusammen essen. Es ist irre günstig und total lecker.

22 April 2019

Der Grund, weshalb ich nach Cat Ba gereist bin ist die Halong Bay. Der Sage nach hat ein Drache Perlen ins Meer gespeit und daraus sind diese Berge entstanden. Allein die Halong Bay besteht aus etwa 1900 Inseln. Ty und ich haben die Tour zum Glück zusammen gebucht, denn neben uns sind hier nur Familien und Paare. Wir starten mit dem Boot an Fischerdörfern vorbei in die Lan Ha Bay. Diese ist nicht so touristisch und dennoch wunderschön. Wir steigen um in Kajaks und paddeln etwas durch die Gegend. Durch Höhlen und Buchten. Danach erhalten wir einen kleinen Einblick in eine Fischzucht. Die Fische die hier gehalten werden, werden mit Hühnchen gefüttert und der schwerste von ihnen wiegt etwa 80kg. Nun geht es in die Halong Bay. Wir essen vorzüglich und haben Zeit schwimmen zu gehen. Auf dem Weg zur Monkey Island lege ich mich in die Sonne und genieße es mich in der Hitze zu braten. Erinnerungen an Segelurlaube in Kroatien kommen hoch.

21 April 2019

Ty hat einen Roller gemietet und wir machen uns auf den Weg in den Nationalpark. Bis zum Aussichtspunkt wandern wir anstelle von 1h (angegeben) nur etwa 25 Minuten. Verschwitzt und erschöpft, da es ziemlich steil war und wir teilweise klettern mussten, kommen wir oben an. Die Sicht ist, obwohl es etwas bewölkt ist ziemlich gut! Der nächste Halt ist eine Tropfsteinhöhle. Auf dem Rückweg fahren wir zufällig an einem Hospital Cave vorbei. Wir halten an und sehen ein Krankenhaus, welches zum Schutz vor Bomben in den Felsen gebaut wurde (1963-65). Es wurden drei Etagen samt Swimming-Pool und Kino eingebaut. Wie sich es anhören muss, wenn im Hall Patienten schreien will ich mir gar nicht vorstellen. Wir fahren weiter zum Cannon Fort Aussichtspunkt. Die Sicht schürt die Vorfreude auf morgen! Danach fahren wir noch kurz an den angeblich schönsten Strand Cat Ba’s, das Wasser ist aber leider extrem verdreckt.
Ich nehme den Bus nach Cat Ba. Ständig steigen Leute aus und ein, weshalb ich ziemlich unruhig schlafe. Ich habe Angst meinen Halt zu verpassen, da ich die Owrganisation in Vietnam noch nicht so ganz durchblicke. Um etwa 02:00 nachts halten wir an einem Busparkplatz und erstmal hier. Immer noch ohne Info über den weiteren Verlauf. Gegen 06:00 müssen wir aus dem Bus und fahren mit einem Taxi zu einem kleinen Geschäft. Die Rucksäcke sind provisorisch aufs Dach gebunden, halten aber. Von da aus geht es weiter mit dem Bus, anschließend auf die Fähre und wieder weiter mit einem Bus. Ich bin zum Glück nicht alleine. Ich schließe mich mit ein paar Holländerinnen zusammen und laufe zum Hostel, da im Taxi nicht ausreichend Platz ist. Cat Ba ist erstmal nicht schön, ich erhasche aber schon ein paar Blicke aufs Meer, das sieht traumhaft aus! Gleich fahre ich mit Ty aus Deutschland, den ich während des Loops kennen gelernt habe in einen Nationalpark. Morgen steht dann die Halong Bay Tour an.

19 April 2019

Wir halten wieder und wieder an und genießen den Ausblick. Es ist wunderschön zu sehen, wie die Einheimischen in Tracht von der Ernte zurück laufen. An einer Stelle sitzen drei Kinder, denen wir Traubenzucker schenken. Die drei sind völlig verunsichert, als sie es uns aber auch essen sehen, freuen sie sich über die Süßigkeit. An anderer Stelle stehen Kinder an der Straße, die einschlagen wollen. Wir bleiben stehen, bis wir verstehen warum. Sie sehen, dass ich etwas in der Hosentasche habe und stecken gierig ihre 4 kleinen Hände hinein. Traurig stellen sie fest, dass es nur Müll ist. Wir bleiben auf einem ziemlich hohen Berg, um uns den Sonnenuntergang anzusehen und Zeit zu nehmen, die Aussicht wirken zu lassen. Danach sind es noch etwa 10 Minuten bis zum Hostel. Abends bin ich echt kaputt, es war ein langer Tag. Im Hostel werden für uns extra Moskito-Netze und Ventilatoren angebracht. Das ist in der Hütte ohne Fenster und richtiges Dach ziemlich willkommen!
Tag 3 des Ha Giang Loops und eine Aussicht schöner als die andere. Nachdem der Tag mit verschimmeltem Brot im Hostel losging, konnte es auch fast nur besser werden. Aber das habe ich nicht erwartet. Den ersten Halt machen wir beim Skywalk. Der Weg ist etwa 50cm breit, für beide Richtungen wohlgemerkt! Rechts die Felswand, links der Abgrund. Wir stellen also die Roller ab und laufen den Weg. Die Sicht ist unfassbar, zig Schmetterlinge flattern durch die Luft. Wir klettern auf einen Felsen, um die beste Aussicht zu haben. Die Berge hier sind viel felsiger, als an den ersten beiden Tagen. Das liegt wohl daran, dass diese Berge während der Steinzeit noch unter Wasser standen. Jeany und Alli sind vorgefahren, also verbringen wir den Tag zu dritt. Ab Meo Vac geht es über den M-Pass mit stellenweisen sehr steinigen Straßen nach Mau Due. Als mein Kennzeichen fast abfällt, hält ein Vietnamese, ohne dass ich frage und hilft mit einem Draht, der auf der Straße lag. Unfassbar nett

16 April 2019

Mit dem Nachtbus fuhr ich von Sa Pa nach Ha Giang. Nachts um drei werde ich wach gerüttelt und halb aus dem Bus geworfen. Ein Hostel, welches mir empfohlen wurde, ist zum Glück gleich um die Ecke und ein paar Andere müssen in die gleiche Richtung. Bei der Ankunft ist alles dunkel. Doch kein 24/7 Check-in? Doch, ich muss bloß anrufen und kurz darauf kommt jemand um mir die Tür zu öffnen. Ich bin hier um den Ha Giang Loop zu fahren. Eine 4-tägige „Motorrad“-Route durch die Region. Da das Wetter immer noch ziemlich schlecht ist pausiere ich einen Tag und starte erst morgen. Morgens lerne ich eine Gruppe kennen, bei der ich mich für die Route anschließe. Malin, Jeanyve und Bella aus Schweden leben derzeit in Bangkok und Alli aus Kanada reist seit Koh Tao mit den Dreien. Wir fahren heute nur in die Stadt, lernen mit den Rollern umzugehen und erledigen was für die Uni bzw. Ich informiere mich über weitere Studiengänge. Abends wird ein super leckeres Family-Dinner vom Hostel angeboten.

14 April 2019

Während der Wanderung ist die Sicht leider nicht gut, was nicht so schlimm ist, da es mit dem ganzen Nebel etwas mystisches hat. Chi Chi ist 27J. hat sich durch das Sprechen mit Touristen Englisch beigebracht und nun verstehe ich auch, wieso sie immer telefonieren oder anhand von Sprachnachrichten kommunizieren wollte. Sie kann weder schreiben noch lesen. Auch kein vietnamesisch, wie ich nach kurzer Zeit feststelle. In ihrem Dorf wird man nicht verheiratet, aber der Mann sucht sich die Frau aus. Sie hat häufiger die Männer abgelehnt und spät, mit 21 geheiratet. Für mich klingt das eher nach dem kleinsten Übel, als nach verliebt sein, aber sie sagt, sie sei glücklich. Ihre Kinder sind 3 und 5 Jahre alt und gehen gerne zur Schule. Ich traue mich nicht nach Verhütungsmethoden zu fragen, lese aber im Internet, dass Frauen in Vietnam durchschnittlich 2,5x abtreiben und dass dies bis zur 22. SW erlaubt ist. Wer weiß, wo hier die Dunkelziffer liegt.
Ich habe unfassbar viel gutes über Sapa gehört. Eine Region im Norden Vietnams. Hier buchen wir einen Homestay (2T1N bei einer Familie), den mir Siggi (Lettland - Siem Reap) empfohlen hat. Wir kommen morgens um 04:30 an und dürfen eigentlich bis 06:00 im Bus schlafen. Das passt scheinbar nicht allen, also wird um 05:20 jede vorhandene Lampe im Bus angeschaltet und wir rausgeworfen. Zum Glück ist Chi Chi, unsere Gastmama schon da und empfängt uns. Der Plan für heute ist, etwa 5h hoch in die Berge, zu ihrer Hütte zu wandern. Ihr Mann holt unsere Rucksäcke ab und wir stärken uns mit einem Frühstück. Da das Wetter nicht gut ist, haben wir erst noch Zeit auf den Markt zu gehen. Der Gemüseteil ähnelt erstmal unseren Märkten, doch dann erreichen wir den Fleischmarkt. Fisch werden vor unseren Augen umgetötet und ausgenommen. Toten Hühnern werden die Krallen abgezogen, etc. Wir sehen Pansen, Schweineköpfe und es werden sogar ganze Hunde zum Essen verkauft. Die Fotos lasse ich besser weg.

13 April 2019

Wir probieren Rice-Cake in Chilisauce auf dem Abendmarkt, bevor wir zum duschen ins Hostel zurück gehen. Frisch geduscht ist der Gedanke, eine 10-stündige Busfahrt vor sich zu haben gar nicht mehr so schlimm. Die Rechnung haben wir aber ohne das Nachtleben Hanois gemacht. In der Nähe unseres Hostels geraten wir in eine Menschenmasse, die gebannt auf eine Heineken-Bühne starrt. Mit unseren Rucksäcken versuchen wir uns durch zu drängen, doch es wird immer voller. Solch eine geladene Menschenmenge habe ich selten erlebt, nicht einmal auf Konzerten, oder Ähnlichem. Der Besitzer einer Bar schubst uns in die Masse, da wir in seinen Bereich gedrängt wurden. Auf einmal geht Musik an, eine Gruppe fängt an zu tanzen. Vielleicht eine berühmte Girlband? Silbernes Konfetti wird geschossen und klebt an uns von Kopf bis Fuß. Wir drehen um und versuchen einen anderen Weg zu gehen. Das klappt etwas besser. Wir kommen zum Glück trotzdem pünktlich zum Bus
Zum Glück ist der Check-Out im Hostel erst um 12:00, so haben wir nochmal Zeit uns hinzulegen und etwas zu schlafen. Nach unserem “Mittagsschlaf” geht’s in Richtung Frauen Museum. Hier geht es um vietnamesische Frauen in der Familie, der Geschichte und Mode. Wir lernen, dass die Verlobung größer gefeiert wird als die Hochzeit, über die drei Hauptverpflichtungen während des Kriegs (sich um den Mann kümmern, um die Familie und jederzeit kampfbereit sein), dass die Straßenverkäufe, die Gang und Gäbe sind eigentlich illegal sind und über verschiedene Stick- und Färbetechniken. Leider ist es nicht ganz einfach, alles nachzuvollziehen, da es zwischen den ethnischen Minderheiten noch gewaltige Unterschiede gibt.
Der Weg zum Ho Chi Minh Mausoleum führt wieder entlang der Zugtrasse durch die Häuser. Wir setzen uns hin und nehmen uns die Zeit, herauszufinden was mit Dagnys Kreditkarte los ist. Schon am Flughafen konnte sie nur wenig Geld abheben und jetzt geht gar nichts mehr. Ich finde heraus, dass sie eine Prepaid-Karte mit kleinem Kreditrahmen hat. Da Wochenende ist, lässt sich gerade nicht viel machen. Sie überweist mir das Geld und ich hebe es für sie ab. Der Weg führt uns entlang einiger Streetart-Werke. Diese zeigen Situationen und Szenen aus vergangenen Zeiten in Hanoi. Das Ho Chi Minh Mausoleum ist bereits geschlossen, also können wir es nur von außen ansehen, was völlig okay ist, da wir nach dem langen Tag total kaputt sind.
Der Tag startet extrem früh, gegen 04:30, da wir gerne einen Großmarkt für Blumen, Obst, Gemüse und Fleisch besuchen wollen. Auf dem Weg dorthin sehen wir Hanoi ohne jegliche Touristen. Das Fleisch wird auf der Straße präpariert, die Ware für den Tag angeliefert. Es ist nicht richtig schön all das mit anzusehen, aber spannend! Am Markt angekommen, merken wir schnell, dass wir kaum eine Chance haben, hier rein zu kommen. Alle quetschen sich mit Rollern, Karren und Körben auf das Gelände. Wir kommen nicht einmal zu Fuß mehr als 5 Meter weit und geben auf. Wir wollen die Einheimischen auch nicht nerven. Also fahren wir mit einem Rollertaxi zum Blumenmarkt. Der Fahrer nimmt uns beide auf einem Roller mit, für uns komisch, hier total normal. Wir sind noch nicht ganz wach und lassen uns etwas abziehen. Er verdoppelt den in der App angegebenen Preis fast, da wir ja zu zweit sind. Dieser gilt jedoch eigentlich pro Fahrt, nicht pro Person. Beim nächsten Mal sind wir schlauer.
Der Blumenmarkt ist hier schon in den Endzügen, wir schauen uns also etwas um und fahren weiter in einen Park. Ich habe gelesen, dass man die Vietnamesen morgens im Park beim Tai Chi antreffen kann. Und so ist es. Kaum kommen wir an, sehen wir Gruppen die Tai Chi, Lachyoga, Partnertanzkurse, und Zumba machen. Es ist irre viel los und es kommen immer und immer mehr Leute und Gruppen hinzu. Wir gesellen uns bei einer Zumba Gruppe dazu und kommen ganz schön ins Schwitzen. Nach etwa 45 Min. Workout, schlendern wir zum Hostel und machen noch Halt bei einem Tempel auf einer Insel am Hoan Kiem See. Überall sind trainierende Sport-Gruppen. Es ist fast traurig zu sehen, wie schön die Stimmung morgens ist und wie sich diese verändert, sobald der Touristen Ansturm los geht.

12 April 2019

Für Hanoi haben wir uns einige Sachen vorgenommen und laufen große Teile der Stadt ab. Wir sehen einige Tempel, die teilweise in Hinterhöfen versteckt sind, die Kathedrale, die leider geschlossen ist, den Literatur Tempel und setzen uns mit unserer ersten Mangosteen in den Park. Hier sehen wir einige Leute Fuß-Badminton (Jianzi) spielen. Zwei Französinnen hatten mir in Chiang Mai erzählt, dass es einen Zug gibt, der durch eine Gasse zwischen den Häusern fährt. Es ist so eng, dass die Restaurants ihre Tische auf die Schienen stellen. Das müssen wir sehen. Während wir essen, werden wir aufgescheucht, die Tische werden binnen Sekunden weg geräumt und wir stellen uns eng an die Hauswände. Ein ziemlich langer Zug rattert vorbei und wenige Minuten später steht die Bestuhlung wieder und es ist als wäre nichts gewesen. Auf dem Rückweg halten wir im Notes-Café. Hier gibt es zu jeder Bestellung einen Notiz-Zettel mit einer netten Botschaft darauf. Die kompletten Wände sind damit plakatiert.

11 April 2019

Nach dem Abendessen laufen wir noch etwa durch Hanoi und probieren Früchte, deren Namen wir leider nicht kennen. Der Markt, der durch die gesamte Altstadt verläuft, beginnt erst morgen. Hierfür werden am Wochenende einige Straßen für jegliche Fahrzeuge gesperrt. Ich bin gespannt wie und ob dies durchgesetzt wird.
Wir suchen den Bus Richtung Innenstadt, was nicht ganz so einfach ist und fahren etwa 1h lang ins Zentrum. Es ist extrem schwül und nicht sonderlich angenehm. Trotzdem ist der erste Eindruck mega! In Hanoi sind die Geschäfte nach Straßen aufgeteilt. Während auf der einen ein Laden neben dem nächsten Haushaltsgeräte verkauft, starten wir zufällig auf einer Obst- und Gemüsestraße. Die Roller rasen vollbeladen, hupend durcheinander und schaffen es, keine Unfälle zu bauen. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben gehen wir also los ins Pateta, ein Banh Mi Restaurant, von dem Dagny gelesen hatte. Banh Mi ist ein vietnamesisches Baguette mit Gurken, Salat, wahlweise Ei, Fleisch oÄ, etc. Wir sitzen auf dem Balkon, haben einen guten Überblick über die Straße und planen die nächsten Tage. Leider ist das Wetter für die nächsten Tage ziemlich schlecht angesagt. Schade, da die Natur im Norden ein Traum sein soll. Wir planen hin und her und beschließen, zwei volle Tage hier zu bleiben.
Gerade lande ich in Hanoi. Netterweise hat mir ein Mädchen aus meinem Hostel ihre noch gültige SIM-Karte geschenkt, was den Start einfacher macht. Während ich also auf die Einreise warte, kann ich schon mein Hostel buchen, etc. Ich musste entscheiden, ob ich das Neujahrsfest Songkhran in Thailand feiere oder dies auslasse, nach Vietnam gehe und dafür 4 Wochen Zeit habe, in den Süden zu reisen. Ich habe mich für Vietnam entscheiden, da ich davon so unfassbar viel gutes gehört und auf Fotos gesehen habe. Nach gut 3 Wochen, die ich jetzt unterwegs bin, starte ich also mit dem eigentlich geplanten Land. Im Flugzeug lerne ich Harry kennen. Er unterrichtet Englisch in Hanoi und ist seit September hier. Alle 3 Monate muss er einmal nach Thailand fliegen, um wieder ein neues Visum für Vietnam zu bekommen. Eigentlich wollte er mich auf dem Roller mit in die Stadt nehmen, ist bei der Einreise aber schneller als ich. Am Kofferband lerne ich aber Dagny aus DE kennen und schließe mich ihr an.
Ich komme in Chiang Mai an und habe auf der furchtbaren Fahrt kein Hostel raussuchen können. Also laufe ich erstmal los und buche kurzerhand ein nahegelegenes online. Da ich am nächsten Tag gleich wieder abreise, habe ich keine hohen Ansprüche. Im Zimmer lerne ich zwei Französinnen kennen, mit denen ich auf einem Streetfoodmarkt etwas essen gehe. Am nächsten Morgen geht’s auf zum Flughafen. Ich bekomme die Info, dass der Bus alle halbe Stunde kommt. Man aber nicht weiß, wann das ist und auch die Haltestelle nicht sicher ist. Ich soll vor dem Hostel warten und dem Bus hinterher rennen, wenn ich ihn sehe. Alles natürlich ohne Garantie auf Erfolg. Während ich also warte, sehe ich, dass jemand seinen Rucksack in ein Taxi schmeißt. Ich gesell mich dazu und lerne Byron kennen. Er ist nach einem Skiurlaub in Kanada in Thailand gelandet, da die Flüge hierhin günstiger waren, als die nach Hause. Netterweise lädt er mich auf die Fahrt ein, ich komme also einfach und günstig zum Flughafen!

10 April 2019

Der letzte Tag in Pai. Sophie und ich haben noch ein paar Sachen auf der Liste, die wir sehen und machen wollen. So beginnt der Tag für uns mit einer Thai-Massage, die nach einigen Nächten auf weniger bequemen Matratzen ziemlich schmerzhaft ist. Danach fahren wir zu einem anderen Wasserfall, den wir nicht auf Anhieb finden. Wir landen bei einem Holz-Tempel und einem Bambussteg mitten im nichts. Nicht geplant, trotzdem schön! Wir drehen um und verstehen schnell, wieso wir den Wasserfall übersehen haben. Hier stehen kaum Roller, wir hören kein Wasser. Er ist komplett ausgetrocknet. Schade, wir hatten uns auf eine Abkühlung an diesem super heißen Tag gefreut.. Wir bleiben also nicht lange und fahren zur WWII Memorial Bridge. Diese wurde im Krieg genutzt um Güter nach Thailand zu transportieren. Um mich von den anderen beiden zu verabschieden, fahren wir in deren Hostel und gehen schwimmen, bevor ich los muss. Hier treffe ich zufällig auch Bas und Eva aus Chiang Mai.

9 April 2019

Wir sind recht spät dran, daher ist’s auch am Wasserfall ziemlich ruhig. Wir sehen ein paar Thai-Kinder, die vom Felsen ins Wasser springen und diese auch als Rutsche nutzen. Nach einiger Zeit trauen auch wir uns. Das Problem ist nun, von unten wieder hoch zu klettern. Die Felsen sind am “Ausstieg” ziemlich nass und rutschig. Nachdem Sophie ein paar Mal ausgerutscht ist, helfen zum Glück ein paar Leute sie raus zu ziehen. Da treffe ich auch zwei spanische Mädels wieder, die ich schon in Kambodscha auf der Insel gesehen habe. Es fühlt sich alles an, wie ein kleines Dorf. Kurz bevor wir uns wieder auf den Weg zu einem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang machen wollen, kommt eines der Mädels auf mich zu. Sie hat die Kontrolle über den Roller verloren, ist gegen meinen geprallt und mein Spiegel ist rausgebrochen. Halb so schlimm, ich freu mich, dass sie so ehrlich ist! Abends treffen wir uns wieder mit Georgina und Markus und gehen in die Paradise Bar.
Wir gehen im Om Garden Café frühstücken und besorgen einen zweiten Roller für Sophie. Sie ist gestern Probe gefahren und auch auf den Geschmack gekommen. Um Pai gibt es verschiedene Hot Springs. Die wohl interessanteste ist weiter außerhalb und etwas teurer. Hier hat das Wasser um die 80*, man könnte also ein Ei darin kochen (das ist mittlerweile verboten). Wir suchen uns eine andere Stelle aus und fahren dort hin. Leider haben wir einen fast leeren Roller gemietet, versuchen unser Glück also an einem Tankautomaten. Mit Erfolg! Dort angekommen stellen wir fest, dass auch hier die Preise angehoben wurden und wir fast genau so viel zahlen, wie für die heiße Quelle. Es lohnt sich trotzdem. Ein Wasserbecken irgendwo im nirgendwo. Hier sind einige Einheimische und wenige Touristen. Das Wasser hat die Temperatur einer lauwarmen Badewanne. Wir verbringen hier etwas Zeit und fahren anschließend zu einem Wasserfall. Unterwegs essen wir in einem super entspannten, abgelegenen Hostel.
Ich glaube Pai ist ein Ort, an den viele Leute nur zum entspannen kommen. Es ist nicht der Ort um große Bekanntschaften zu machen, deshalb sind Sophie und ich froh, zusammen hier zu sein. Nach dem Einchecken ziehen wir los, um mir einen Roller zu mieten. Alle Sehenswürdigkeiten sind weiter außerhalb, daher sind wir darauf angewiesen. Für 2,80€/24h leihen wir einen Roller und machen uns auf zum Sunset-Point. Unterwegs kaufen wir etwas zum Essen und essen dies auf einer Bank am Pai Canyon. Die Atmosphäre ist total angenehm. Die Grillen, etc. sind unfassbar laut, hinter uns spielt jemand Musik auf der Gitarre und wir quatschen schön. Wir fahren wieder zurück in die Stadt, bringen den Roller weg, gehen was trinken und treffen uns mit Georgina und Markus (Bangkok). Die Bars schließen recht früh, also macht sich ganz Pai auf in Richtung eines einzigen Clubs. Wir feiern alle noch etwas und müssen anschließend in die gleiche Richtung zurück.

8 April 2019

Meine Überlegung war es, mit dem Roller von Chiang Mai nach Pai, einem Hippie-Ort im Norden Thailands zu fahren, da ich viel schönes darüber gehört habe. Nachdem ich mich länger damit auseinandergesetzt habe, stelle ich jedoch fest, dass es nicht die beste Idee ist, eine Strecke von 130km mit 762 Kurven ungeübt zu fahren. Also buche ich den Bus. Zum Glück bekomme ich von einem Mädchen aus den USA eine Tablette gegen Reiseübelkeit, die mich ziemlich müde macht. Ich schlafe also die komplette Zeit und bekomme nichts von der rasanten Fahrt mit. In Pai angekommen treffe ich mich mit Sophie (Bangkok, Chiang Mai), da wir uns ein Bett im gleichen Hostel gebucht haben. Der erste Eindruck von Pai ist super entspannt, mir gefällt es auf Anhieb do gut, dass ich gleich bei der Ankunft auf zwei Nächte verlängere. Eigentlich wollte ich nicht so lang in Thailand bleiben, da die Zeit in Vietnam davon rennt, aber dies ist der falsche Ort um zu hetzen.
Jo, der Besitzer des Hostels „Family Home 2“ und ich, bei meiner Abreise aus Chiang Mai

7 April 2019

Im Anschluss dazu gehen wir ins Schlammbad, bis wir von Kopf bis Fuß mit Schlamm bedeckt sind und gehen zu letzt noch im letzten Becken schwimmen. Hier spielen wir weiter mit den Elefanten, tauchen durch natürliche „Tunnel“ unter Wasser und ein wundervoller Tag neigt sich dem Ende zu. Wir können noch gar nicht richtig glauben, was wir hier heute erlebt haben. Netterweise hat unser Guide den Tag mit einer wasserdichten Kamera verfolgt und all die Fotos auf Facebook hochgeladen. https://www.facebook.com/201404723552008/posts/839369173088890?sfns=mo Am Abend steht ein BBQ im Hostel an. Jo hat mitbekommen, dass Tara, ein Mädchen aus Kanada Geburtstag hat und kurzerhand einen Grill-Abend organisiert, an dem wir gratis essen dürfen. Jack, der mittlerweile auch in Chiang Mai angekommen ist, kommt auch dazu und wir verbringen einen entspannten Abend im Hostel. Im Anschluss schlendern wir noch über den Nachtmarkt.
Leider habe ich den Namen unseres Guides vergessen, aber er hat uns super durch den Tag gebracht. Er erzählte, dass die Elefanten von Betreibern abgekauft wurden, die diese nicht artgerecht gehalten haben. Das heißt, sie wurden in Käfige gesperrt und zur Belustigung der Touristen, d. h. zum reiten herausgeholt. Das Geld, welches wir heute zahlen, wird in die Pflege und Medizin gesteckt. Zusätzlich erhalten die vorherigen Besitzer einen Teil. Es wurde ein Vertrag abgeschlossen, dass sie keine neue Elefanten kaufen, die missbraucht werden und dafür einen Teil des Profits erhalten. 2 ausgewachsene und 3 etwa 4 J. alte Tiere sind hier nun zuhause. Schon zu Beginn sind wir erstaunt, wie riesig das Areal ist. Was wir gar nicht sehen können ist, dass es hinter dem Wald nochmal in gleicher Größe weiter geht. Wir erhalten einen Beutel mit Bananen, füttern die Elefanten und streicheln diese auch das erste Mal. Sie sind irre zutraulich und setzen trotzdem ihren eigenen Kopf durch.
Im Anschluss machen sich die Elefanten eigenständig auf den Weg in den hinteren Teil des Areals. Schon jetzt stelle ich positiv überrascht fest, dass sie hier weder gescheucht, noch dazu angestiftet werden. In einer Art Teich wird weiter gefressen und sich mit Wasser abgekühlt. Wir lassen ihnen ihren Freiraum und beobachten aus der Nähe. Nach etwa einer Stunde tritt der erste Elefant schon problemlos den Rückweg über einen extrem schmalen Pfad an. Ich bin überrascht, wie sie bergauf und -ab über Wurzeln „balancieren“. Für Georgina und mich gibt es Mittagessen und frische Ananas. Auch wir schlagen und nun den Bauch mit köstlichem Essen voll und machen einen Mittagsschlaf in der Hitze. Als wir wieder aufwachen machen wir Medizin. Aus Reissaat, Wurzeln, Rohrzucker, Bananen und sauren Schoten wird ein Brei hergestellt, aus dem wir 5 Bälle formen. Ein faserig geschlagener Ast dient als Shampoo, da er in der Kombination mit Wasser aufschäumt.
Heute steht die Elefanten-Tour an, auf die ich mich schon seit Tagen freue. Nachdem ich verschiedenste Angebote verglichen habe, entschlossen Georgina, die ich auch in Bangkok kennen gelernt habe, und ich uns dazu die Ganztagestour von Into the Wild zu buchen. Wichtig war uns, dass die Elefanten nicht geritten werden und möglichst natürlich gehalten werden. Der Tag ist schmerzhaft fürs Portemonnaie, aber jeden Cent wert! Ich warte morgens darauf, abgeholt zu werden und vermute schon, dass wir eine recht große Gruppe sind, da der Bus nicht pünktlich kommt. Als ich dann jedoch abgeholt werde und nur Georgina im Wagen sitzt, wird mir gesagt, dass wir nur zu zweit sind. Mega! Nach etwa 2,5h Fahrt über kurvige und extrem holprige Straßen in die letzte Ecke Thailands, kommen wir an und sind schnell überzeugt, über die richtige Organisation gebucht zu haben. Bei der Ankunft sehen wir die Halbtagsgruppe mit den Elefanten Baden und spielen.

6 April 2019

Es ist super schön, dass viele Leute, die ich bisher kennen gelernt habe, eine ähnliche Route haben. Abends treffe ich mich also mit Sophie, die ich in Bangkok kennen gelernt habe und wir gehen zusammen auf den Samstagsmarkt, der direkt neben meinem Hostel beginnt. Wir essen Khao Soi, eine typische Nord-Thailändische Suppe mit Kokosmilch und knusprigen Nudeln. Es schmeckt richtig gut! Der Markt hier ist nicht so touristisch. Es werden andere Sachen angeboten, als auf den anderen Märkten. Wir lassen uns also ewig treiben. Um 11:00 bauen viele Stände schon ab, was mir ganz gut passt, da es am nächsten Morgen wieder früh raus geht.
Der letzte Stop der Tour ist der höchste Berg Thailands (2565 ü NN) und darauf folgend das eigentliche Ziel des Ausflugs: die Tempel des Königs und der Königin. Ich genieße die frische Bergluft und niedrigere Temperaturen. Man gewöhnt sich so an die Hitze, dass wir uns bei 25 Grad im Schatten eine Jacke wünschen. Leider haben wir durch den Smog keine tolle Sicht, aber es lohnt sich trotzdem! Viele Tempel in Thailand sehen sich sehr ähnlich. Hier werde ich eher an eine Disney Landschaft erinnert. Zwei besondere Tempel, die Dekorationen im Inneren eher reduziert gehalten, dazu ein Blumengarten mit kleiner Holzbrücke. Wir haben ausreichend Zeit uns alles anzusehen, bevor wir wieder zurück fahren.
Der Weg geht weiter durch den Park, an Wasserfällen, Blumen- und Erdbeerplantagen vorbei. Die Reisfelder wurden leider bereits geerntet und angebrannt, um sie auf die nächste Saison vorzubereiten. Das ist auch der Grund, weshalb der Smog im Norden Thailands aktuell so ein großes Problem ist. Einige Leute hatten mir sogar davon abgeraten, nach Chiang Mai zu fahren. Ich wollte es mir trotzdem mal anschauen und finde es absolut auszuhalten. An einem Wasserfall halten wir an und gehen im ziemlich kalten Wasser schwimmen. Eine sehr willkommene Abkühlung während der Wanderung. Weiter geht’s, an Mango-, Tee-, Avocadobäumen und Kaffeesträuchern vorbei, bis zu einer kleinen Hütte, in der der Kaffee frisch gemahlen und aufgekocht wird. Leider nicht mein Geschmack, aber der Geruch macht auch was her.
Um 07:00 morgens werde ich abgeholt. Wir machen uns auf dem Weg zum Doi Inthanon Nationalpark. Unsere Gruppe besteht aus 8 Leuten, in der ich zuerst mit Abstand die jüngste bin. Wir holen noch Lucy und Andy aus Kanada ab, mit denen ich mich super verstehe. Ich hatte Fotos des Nationalparks im Hostel hängen sehen und darauf hin die Tour gebucht. Angekommen, werden wir von einer Einheimischen empfangen, da die Wanderung nicht nur von unserem Tourguide geführt werden darf. So werden Arbeitsplätze geschaffen. Wir laufen etwa 2,5h durch den Jungle. Unser Tourguide Jack zeigt uns verschiedene Pflanzen und erklärt deren Bedeutung. So sehen wir zwei für uns identisch aussehende Bäume, von denen der eine hoch giftig ist, der andere jedoch rund 2l Trinkwasser spendet, wenn er richtig aufgeschnitten wird. Ein anderer Baum wirkt blutstillend. Er erklärt auch, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir eine Schlange uns angreift. Den Rucksack fallen lassen und wegrennen ist die Anweisung.

5 April 2019

In Chiang Mai übernachte ich im Family Home 2. Da ich morgens um 6 ankomme, ist hier noch nichts los. Zum Glück kann ich schon einchecken und mich ein paar Stunden ausruhen. Als ich mittags aufwache, ist gerade eine Gruppe für eine Wasserfalltour aufgebrochen. Dies habe ich also verpasst und mache mich selber auf den Weg in die Stadt. Chiang Mai gefällt mir richtig gut! Es sind nicht so viele Touristen unterwegs. Ich gehe recht früh zurück zum Hostel, um meine Tour für den nächsten Tag zu buchen. In meinem Zimmer lerne ich Eva aus Österreich kennen. Wir treffen uns mit Yannik (einem Bekannten von ihr) und gehen auf einen Nachtmarkt, probieren die Stinkfrucht Durian, essen Khao Soi (Nationalgericht Chiang Mais) und gehen anschließend Billiard spielen.

4 April 2019

Tag 4 Bangkok Wat Pho (Declining Buddha), Wat Arun Der letzte Tag in Bangkok, wieder gefüllt mit der Besichtigung von Tempeln. Ich buche ein Rollertaxi zum Busbahnhof, der ziemlich weit außerhalb ist. Würde ich mit dem Bus oÄ fahren, müsste ich Stunden vorher aufbrechen, da der Abendverkehr unzumutbar ist. Ich werde also abgeholt und sitze samt Rucksack für etwa 45 auf dem Roller und werde zwischen Bussen und Autos hindurch geschleust. An der angegebenen Adresse angekommen, ist leider nur ein alter, ungenutzter Bahnhof. Mein Fahrer und ich kommunizieren via Google Translator und er bringt mich netterweise zu einem Bahnhof, an dem wir bereits vorbei gefahren waren. Dieser ist glücklicherweise der richtige. Nach etwa 11h Fahrt komme ich in Chiang Mai, im Norden Thailands an.

3 April 2019

Der Plan für den Abend war eigentlich zu einem Thai Boxkampf zu gehen, aber leider sind wir zu spät zurück am Hostel. Also machen wir uns stattdessen mit der Gruppe vom Vorabend auf den Weg zu einer Rooftopbar, um uns von dort aus den Sonnenuntergang anzusehen. Der Verkehr Bangkoks macht uns leider einen Strich durch die Rechnung. Wir brauchen wir 3km über eine Stunde, bis wir uns dazu entschließen, die letzten 10min zu laufen, da keine Besserung in Sicht ist. Der Blick über Bangkok - unbezahlbar! Das Bier mit 6€ auch fast. Um das Portemonnaie wieder zu schonen gehen wir also zum Neon-Nachtmarkt, etwas essen und schlendern.
Tag 3 in Bangkok Der Grand Palace

2 April 2019

Tag 2 in Bangkok Da leider die ganze Gruppe von gestern Abend heute abreist, mache ich mich alleine auf den Weg, Bangkok zu erkunden. Das Nationalmuseum ist leider geschlossen, also laufe ich einfach mal drauf los. Mich sprechen verschiedenste Leute an, die vorgeben, tolle Tipps zu haben, mich aber eigentlich nur zu überteuerten TukTuk Fahrten überreden wollen. Ich entdecke einen Amulett-Markt, die Uni, fahre ein paar Stationen mit der Fähre und erhalte einen ganz guten Überblick über Bangkok. Der für den Abend geplante Pad Thai Kochkurs im Hostel wurde leider gestrichen, was ich erfahre, als ich dort ankomme. Also treffe ich mich mit Jack, der heute auch angekommen ist. Wir essen Pad Thai nach den Rezepten einer Sterneköchin, treffen nette Leute im Garten des Hostels und gehen alle zusammen zur Khaosan Road.

1 April 2019

Im Hostel angekommen lerne ich Greg aus England kennen. Wir machen uns auf dem Weg zum golden Hill, schlendern durch Bangkok und treffen uns zum Abendessen mit Claire aus dem Bus. Unsere Hostels sind zufällig nur wenige Minuten voneinander entfernt. Nach dem Essen gehen wir auf die Dachterrasse ihres Hostels (Warm White Hostel) und haben einen super lustigen Abend über den Dächern Bangkoks.
Nachts nehme ich den Bus nach Bangkok. Ich werde von einem Wagen mit Gitterbänken abgeholt und der Fahrer rast über die Schotterwege Kambodschas. Im nächsten Hostel sammeln wir Claire aus Kanada ein, ich freue mich also nicht mehr alleine fahren zu müssen. Wir sind etwa 13,5h unterwegs, bis wir in Bangkok ankommen. Ich habe mein Visum in der Tasche und bin gespannt auf Bangkok. Es ist viel sauberer als die anderen Städte bisher. Mein Hostel (Back Home Backpackers) wirkt sehr familiär.

30 March 2019

Das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt! Wir sind pünktlich zum Sonnenaufgang am ersten und wichtigsten Tempel, Angkor Wat angekommen. Menschenmassen strömen auf das Gelände. Während wir den Tempel bestaunen, fällt mir auf einmal ein bekanntes Gesicht auf. Raphael, mit dem ich seit der 5. In einer Klasse war, steht direkt neben mir. Er reist durch Asien und fährt die Tempel mit dem Fahrrad ab. Schon um 05:30 ist es irre heiß und dies ist mit Sicherheit einer der heißesten Tage, die ich bisher erlebt habe. Wir besichtigen Angkor Wat, Angkor Thom, xxx und sehen sogar ein paar Affen. Leider ist das Englisch unseres Tourguides kaum zu verstehen, weshalb ich mich nochmal genauer einlesen muss. Mittags schauen Jack und ich uns die Stadt ein bisschen an und abends gehen wir zu siebt essen (Jack, Siggi, Meiken, Alonzo, Anne und Ramses). Wir haben einen super witzigen Abend, probieren getrocknete Würmer, Schlange und Echse. Ein toller Abend, der auf der Pub Street endet!

29 March 2019

Zum Abendessen gehen Jack, Laura, Rowen und ich zum Nachtmarkt um die Ecke. Da ich leider nicht richtig fit bin, gehen wir zurück zum Hostel. Laura, mit der ich fast die komplette Zeit von Stunde 1 an verbracht habe, fährt leider mit dem Nachtbus schon jetzt weiter nach Bangkok. Morgen klingelt um 04:20 Uhr der Wecker. Ich mache einen Ausflug nach Angkor Wat und wollen den Sonnenaufgang am Tempel sehen. Ich bin total gespannt und freue mich sehr darauf!
12 Stunden Busfahrt sind überstanden und waren mehr oder weniger erholsam. Jeder hat ein eigenes kleines Bett, was etwa so hart ist wie ein Teppich. Leider können wir erst um 14:00 einchecken, müssen also noch ein paar Stunden im der Lobby warten. Glücklicherweise stehen hier riesige Sofas und wir können nochmal schlafen. Für den Tag ist abgesehen vom Nacht Markt noch nichts geplant. Morgen werde ich mir entweder die Tempel um Angkor Wat oder eine schwimmende Stadt anschauen. Nach Siem Reap geht’s voraussichtlich weiter nach Bangkok.

28 March 2019

Heute ging es leider um 15:15 Uhr mit der Fähre wieder zurück nach Sihanoukville. Von hieraus nehmen wir den Nachtbus nach Siem Riep. Den letzten Tag nutze ich nochmal und melde mich mit Tilly aus England beim Schorchel und Angel Trip an. Wir fahren mit zwei Booten und ca. 30 Leuten in eine andere Bucht, sehen Korallen, riesige Seeigel und Fische. Einen Fisch fange ich nicht, aber nach der Angelstation fahren wir noch zur Clearwater Bay. Hier ist es noch paradiesischer. Klares Wasser und weißer Sand. Bis ich hiervon die Fotos bekomme, wird es wohl noch etwas dauern.

27 March 2019

Im Monkey Hostel hat sich eine super tolle Gruppe ergeben. Leider passen unsere Routen kaum zueinander.

26 March 2019

Laura und ich haben vorerst zwei Nächte im Mad Monkey Hostel gebucht. Wir fahren erst mit der Fähre nach Koh Rong Samloem und werden dort vom Hostelboot abgeholt und in die private Bucht gebracht. Eine riesige Bucht mit 3 Stränden und ewig langem Pier mit Bar, etc. Die Hütten in denen wir unterkommen haben teilweise nicht einmal Türen, sie sind an der Front komplett offen. In meinem Zimmer angekommen treffe ich zufällig Jack, wir haben uns vor zwei Tagen in Phnom Penh kennen gelernt, waren auch da im gleichen Zimmer. Ich verlängere auf 3 Nächte, da das Hostel wunderschön und die Leute unglaublich nett sind. Es gibt kein Netz und kein WLAN, alle sind also noch viel kommunikativer. Wir sind eine Gruppe mit ein paar Leuten aus Holland und England. Es gibt eine Feuershow am Strand, wir sehen leuchtenden Plankton im Meer und schauen uns schwimmend den Sonnenuntergang an. Das Leben könnte definitiv schlimmer sein!

25 March 2019

Ankunft im Paradies

24 March 2019

Wir besuchen ein Kriegsmuseum und die “Killing Fields”. Es herrscht ziemlich bedrückende Stimmung, doch das heftigste ist wohl, dass wir in der Schule nichts über den Vietnam Krieg, die Besetzung Kambodschas oder ähnliche Ereignisse in Südostasien gelernt haben. Es ist etwa 40J. her, dass ein Viertel der Kambodschaner auf den Killing Fields ermordet wurde.

23 March 2019

An der Grenze hat alles geklappt. Nach etwa 1,5h warten haben wir alle ein Visum bekommen und dürfen nach Kambodscha einreisen. Anstelle von 6h haben wir jedoch 8h gebraucht. Unseren Plan noch heute die Killing Fields (die KZ’s von Vietnam) zu besichtigen, verschieben wir also auf morgen. Der erste Eindruck von Kambodscha: es wird extrem viel gebaut, reich und arm greifen ineinander; komisch zu sehen, wie direkt neben einem Luxushotel eine Familie auf dem Boden sitzt und mit den Händen isst. Wir entspannen am Pool und planen weiter. Leider passen die Fahrtzeiten der Busse nicht ganz zu unseren Plänen, also verlängern wir erstmal um eine Nacht im Billabong Hostel.
Planung der nächsten Tage während der Busfahrt nach Phnom Penh - Kambodscha Das Visum für Kambodscha besorgt die Busorganisation. Hoffentlich. Wir geben 35$ und unseren Reisepass aus der Hand und hoffen, dass alles klappt :)

22 March 2019

Free Walking Tour durch Ho Chi Minh City, danach der Besuch des Kriegsmuseums.

21 March 2019

Abendessen beim Mexikaner
Morgens lerne ich Laura aus Augsburg kennen, da wir beide noch zimmerlos in der Lobby schlafen mussten. Mittags fahren wir zu den Cu Chi Tunneln. Auf dem Weg sehen wir eine kleine Manufaktur. Hier werden Teller mit gebrochenen Eierschalen und Muschelteilen von Menschen mit Behinderung verziert. Weiter geht’s zu den Tunneln. Ein Urwald mit gigantischem Tunnelsystem und ausgeklügelten Schutztechniken, um die Amerikaner hinters Licht zu führen. Zwischen Kamin und Küche liegen 300m Abzug, um bei aufsteigenden Rauch nicht zu verraten, wo die Küche liegt. Sandalen wurden teils verkehrt herum angezogen, um mit falschen Fußabdrücken zu verwirren. Zum Abschluss laufen wir durch einen 60m langen Tunnel, der für Touristen vergrößert würde - wir können gebückt so gerade durch laufen. Schon das ziemlich beängstigend - es fühlt sich an, als würde der Tunnel kleiner werden. Die Original Tunnel waren jedoch sogar nur so hoch, dass gekrabbelt/gekrochen werden musste.
Erstes Frühstück im Vietnam Backpacker Hostel.

20 March 2019

In Peking angekommen, werde ich am Flughafen überraschender Weise abgeholt. Sharon aus Holland und ich lassen uns durch den Flughafen führen, geben Fingerabdrücke und werden an jeder Station fotografiert. Wir erhalten unser Transit-Visum. Keiner redet richtig mit uns. Während wir auf den Bus warten, erfahren wir, dass wir in ein gratis Hotel gefahren werden. Dort gibt es Frühstück und aus einem Power-Nap wird ein 5h-Schlaf. Wir fahren wieder zum Flughafen, Sharon fliegt nach Seoul. Ich merke, dass ich meine Kreditkartenpin nicht habe, bin also vorerst aufgeschmissen. Gleich mache ich mich auf den Weg ins Zentrum, um wenigstens ein bisschen was von Peking zu sehen. Auf der Suche nach einem Tempel laufe ich durch einen Park, umgeben von neuen Gerüchen, Kulturen und Architektur. Auf dem Rückweg laufe ich durch ein kleines Viertel mit schönen Bars, Cafés, Geschäften von kleinen Schmuckdesigner, etc. Im Dunkeln bin ich etwas vorsichtig und mache mich auf den Weg zurück zum Flughafen

19 March 2019

Der erste lange Flug. Neben mir sitzt Kim, ein Historiker aus Dänemark, der nach China eingeflogen wird, um alt britische Dokumente zu begutachten. Es gibt Hähnchen, Kartoffelpüree und Möhrchen mit Blumenkohl und Brokkoli.