Germany, Costa Rica, Panama · 59 Days · 154 Moments · January 2019

Meine Reise nach Costa Rica


11 March 2019

Gegen 19 Uhr erreichte unser Taxi Terminal M. Nach vielen Muchas Gracias und ehrenvollen 25$ rannten wir in den Flughafen rein. Nachdem wir uns kurz und trotzdem schmerzvoll verabschiedeten, rannte Petar zur Sicherheitskontrolle. Doch er benötigte das ausgedruckte Ticket, welches er nur am Check In Schalter bekommen könnte. Immer noch abgehetzt stellten wir uns ins er Schlange an. Doch immer mehr und mehr Leute, die offensichtlich auch noch Amsterdam fliegen wollten, reihten sich hinter und nacheinander ein. Uns viel ein Brocken voller Anspannung ab, jeder schien kein vor knapp einzuchecken und trotzdem dabei die Ruhe selbst zu sein. Wie entspannten langsam und nachdem Petar sein Ticket hatte, nahmen wir uns noch 10min Zeit uns zu verabschieden. Froh alles geschafft zu haben, lief er durch die Sicherheitskontrolle, während ich mich ins Restaurant hinsetzte, eine Stück Lasagne aß und Petar von oben zu winkte. Zu wissen, dass wir uns in 5 Wochen schon wieder sehen, beruhigte mich sehr.
Bedrückt und freudlos über die Abreise kuschelte ich mich an Petar und wenn er nicht gerade eingenickt war, schauten wir unsere Serie weiter. Die Busfahrt zog sich wie Kaugummi. Dazu geringen wir in einen üblen Stau. Wir bemerkten, dass es ziemlich eng für Petar wurde, seinen Flug zu erwischen. Die letzten zwei Stunden Busfahrt waren sehr angespannt und still. Wir beide hofften einfach nur, dass der Bus endlich voran kam. Wir errichten die Busstation in San José nicht wie geplant um 15.30 Uhr, sondern um 18 Uhr. Völlig gestresst und in großer Hektik holte Petar unsere Taschen und Koffer aus dem Bus, während ich zu einem Taxi lief und auf meinem schlechten spanisch zu verstehen gab, dass wir zum Flughafen müssen aber RAPDIO! Dabei handelte ich noch die Fahrtkosten auf 25$ runter. Unsere Hektik übertrug sich auf unseren Taxifahrer. Er heizte durch den Stau der Rushhour und bahnte sich den Weg frei zum Flughafen.
Nun ist es soweit. Heute endet meine Reise und den Sack meiner gesammelten Abenteuer in Costa Rica schließe ich jetzt auch zu. Auch wenn ich an und an Tiefs hatte, mich unwohl gefühlt habe oder einfach nur starkes Heimweh hatte, war es eine tolle und unvergessliche Zeit mit tollen Menschen, die ich so nie kenne gelernt hätte. Nun werde ich Costa Rica in schöner Erinnerung halten und bin mir sicher, dass ich häufig an dieses zweimonatige Erlebnis zurück denken werde. Nun aber zurück zum Tag der Abreise. Petar und ich trafen uns um kurz vor 11 Uhr mit Ari an der bunten Busstation, denn auch ihre Reise ist nun vorbei. Plötzlich überraschte uns Delia, die mit dem Rad angeradelt kam. Ich freute mich sehr, dass die liebe Maus uns noch einmal Tschüss sagen wollte. Auch sie werd ich sehr vermissen und ist der kurzen Zeit eine gute Freundin für mich geworden. Ein Abschiedsfoto, ganz viele Küsschen und Umarmungen dann stiegen wir auch schon in dem Bus nach San José.

10 March 2019

Als die Sonne sich hinter den Wolken verzog, fuhren wir zurück ins Hostel, duschten und packten unseren Koffer. Am Abend führte mich Petar in die KOKI BEACH Bar aus. Ein sehr romantisch und gemütliches Restaurant. Dort bestellte sich Petar einen riesen Hummer und ich mir ein Steak. Unser Essen war muy rico. Petar, der vorher noch nie Hummer gegessen hatte, war auch hin und weg von seinem Essen. Sein Hummer schmeckte mir auch sehr gut aber mein Steak war auch perfekt und so mampften wir wunschlos glücklich im Kerzenschein und mit chilliger Musik unser feines Essen. Es war ein schöner Abschluss von unserer gemeinsamen Zeit in Costa Rica. Später liefen wir noch rüber zum Hot Rocks. Dort traf ich ein letztes Mal auf Paula, Denise, Justin und den Rest. Auch unterhielt ich mich Phillip und einem weiteren Dude aus dem Rescue Centre. Nach der Feuershow nahm ich von allen Abschied und lief betrübt zum Hostel. Die Vorstellung dass meine Reise in Costa Rica nun endet, macht mich wirklich traurig.
Nachdem sowohl Petar als auch ich in Läden gefragt hatten, kaufte ein Fahrrad Laden mein Fahrrad für 30$ ab und schraubte direkt die verrosteten Teile ab. Immer noch nicht wirklich glücklich darüber, nur 30$ erhalten zu haben, kauften Petar und ich die Bustickets für die Fahrt nach San José für den nächsten Tag. Danke schrieb ich Beate eine SMS, in der ich schilderte wie sehr ich mich ärgere. Kurze Zeit später kam eine SMS zurück, in welcher sie mir anbot das Fahrrad abzuholen und es mir für 70$ zu verkaufen. Mist, nun war es zu spät... Meine genervte Laune trainierte ich mir im Gym weg und zog mit Petar zusammen das Pamela Ralf Workout durch. Mach unserem letzten Mal Gymtime in Costa Rica fuhren wir zum Cocles und tranken in einer Reggae Bar einen Smoothie und Petar aß noch einen Burger - as always. Als wir im Anschluss an den Strand schlenderten trafen wir auf Justin, Katja und auch Alina, die wieder nach Puerto Viejo zurück gekommen war. Wir quatschten und hüpften in die Wellen.

7 March 2019

Donnerstag, mein letzter Tag in Costa Rica. Ich erachte schon mit einem leichten Druck Gefühl auf der Brust, denn mir war bewusst, dass die aufregende und tolle Zeit Zeit in Costa Rica nun vorbei ist. Gerade zum Ende hin habe ich noch super nette Menschen wie Delia, Marie kenne gelernt und habe verstärkt was mit Shefali gemacht. Mein letzter Tag begann dazu auch noch stressig. Um 8 Uhr radelten Petar und und ich zum Casa, um mein Fahrrad an Santos oder an Sie zu verkaufen. So hatte ich es mir Beate abgemacht. Doch als ich ankam, war Beate nicht mehr vor Ort und hatte anscheinend den anderen erzählt, sie würde keine Fahrräder ankaufen. Der Knüller kam aber noch, als ich Santos auf den Fahrrad Ankauf ansprach. Er schien von nichts zu wissen, lachte nur und verneinte meine Anfrage. Ich fuhr Wut entbrannt zurück ins Hostel und überlegte, wie ich nun wenigstens einen Teil des Geldes für das Fahrrad wieder bekommen konnte.

6 March 2019

Meine Freude über die sehr liebe Geste von Mama konnte Petar auf einem Bild festhalten. Während wir einen unappetitlichen Melonensaft tranken und Marie und Delia lange hungrig auf ihren Burger warten mussten, kam die „Magicball Frau“ auf uns zu und bot ihre Leckereien an. Kurzerhand lag auch schon ein Magic Ball vor unserer Nase. Den teilten wir ritterlich unter uns auf, indem Marie mit ihrer Kreditkarte 4 gleich große Stückchen abschnitt. Nachdem die Mädels gegessen hatten, chillten wir uns an den Playa negra. Deli und ich machten noch einen Abstecher zum Supermarkt, in welchem wir, von Maries Dreistigkeit beeinflusst, Nüsse und eine Schoko Riegel in Delias Tasche verschwinden ließen. Ein bisschen stolz über unseren Mut, den wir Schisser hervor gebracht hatten, setzten wir uns zu den anderen, mampften unsere Snacks und spielten UNO bis die Sonne unterging. Zurück im Hostel aß Petar seine zwei pappigen Burger, währenddessen ich mir Avocado mit Rührei und Zucchini mit Aubergine anbriet.
Am Mittwoch wachten Petar und ich bereits um 5.40 Uhr in der Früh auf. Nochmal einzuschlafen war aufgrund der Hitze nicht unmöglich, so schauten wir unsere Netflix Folge und buzelten noch, bis uns der Hunger aus dem Bett zog. Wir frühstückten mein heiß geliebtes Müsli und fuhren, nachdem sich Petar für den Tag ein Fahrrad ausgeliehen hatte, zum Sport. Dort powerten wir zwei uns richtig aus bis die Schweißtropfen eine Pfütze unter uns bildeten. Erschöpft aber beflügelt vom Sport legten wir noch eine Cardio Einheit zum Casa Caribe hin, wo das Paket von Mama aus Deutschland auf mich wartete. Voller Freude und Neugier auf den Inhalt des Pakets fuhren wir hastig zurück. Doch auf unserem Rückweg kamen uns Marie und Delia entgegen. Wir entschieden uns zusammen ins Hot Rocks zu fahren und einen Snack bzw. einen Smoothie zu uns zunehmen. Während wir auf unsere Bestellung warteten, öffnete ich das Paket, in welchem sich zwei große Packungen Beef Jerky, eine liebe Karte und ein T-Shirt befanden.

5 March 2019

Im Hostel wieder eingecheckt legte sich Petar, nachdem ich ihm mit Medikamenten aus meiner gut ausgestatteten Medizintasche versorgt hatte, schlafen. Ich zog los und gab unsere schmutzige Wäsche in einem Café zum Waschen ab, hob Geld ab und kaufte was zum Futtern ein. Nachdem ich alles erledigt hatte, ruhte ich mich neben Petar aus und fuhr anschließend voller Motivation zum Caribean Fitness Centre, wo ich mich richtig auspowerte. Petar hingegen war fürs Sporteln noch zu geschwächt und legte sich in der Zeit am Playa Negra hin. Dort schauten wir uns noch nach meinem intensiven Workout den Sonnenuntergang an und gingen anschließend im Hot Rocks Abendessen. Petar verspürte endlich wieder Hunger. Doch das Ambiente wurde von einer Amateur Puppenspielerin zerstört, die lauthals ins Mikro schrie und versuchte Fabelwesen zu synchronisieren. Petar und ich schauten uns verstört an, ließen es uns aber nicht nehmen, in Ruhe zu essen. Zurück im Hostel schliefen wir direkt bei unserer Serie ein.
Dienstag mussten wir leider schon um 7 Uhr aus unserem verträumten Baumhaus aus checken, da unser Transfer zurück nach Puerto Viejo um 8.30 Uhr an der Bootsanlegerstelle Taxi 25 auf uns wartete. Petar ging es leider immer noch nicht besser, er hatte keinen Appetit und immer noch mit seiner Übelkeit zu kämpfen. Trotzdem gingen wir noch einmal zu dem All you can eat Breakfast. Ich nahm mir erneut reichlich Rührei und schlemmte mein Obst, während Petar versuchte einen Pancake essen. Um 8.30 Uhr fuhren wir mit dem Speedboat zum Festland und holten uns die nötigen Stempel ab. Im Vergleich zur Anreise klappte diesmal alles problemlos und zügig. Zusammen mit einer deutschen 4er Gruppe ging es mit dem Shuttle hinter der Grenze weiter zum Pagalú Hostel. Auf der Fahrt unterhielten wir uns nett mit den Leuten und gaben Ihnen ein paar Tipps für Puerto Viejo. Als wir gegen 12 Uhr das Pagalú Hostel erreichten, versuchte die 4er Gruppe in unserem Hostel ein freies Zimmer zu bekommen - ohne Erfolg.

4 March 2019

Auf einmal wurde Petar von Übelkeit übermannt und als wir nach langem hin und her ein Restaurant ausgesucht hatten mit dem ich zufrieden war, übergab sich Petar mehrere Male. Das Essen, welches wir uns teilen wollten, blieb von ihm größtenteils unangetastet. Petars Abneigung zu Essen hatte ich noch nie richtig erlebt, es schien ihm wirklich nicht gut zu gehen. So fuhren wir fix zurück in unser Baumhaus, wo Petar nachdem er sich erneut übergeben musste direkt einschlief. In der Nacht lagen wir beide die meiste Zeit lang wach und ihm von seiner Übelkeit abzulenken, laß ich ihm unsere Horoskope vor und erzählte von meiner neuen Serie. Die nächste Folge schaute er dann aufmerksam mit mir zusammen weiter. Als wir endlich gegen 5 Uhr eingeschlafen waren, dauerte es keine 30min bis auch schon der Wecker klingelte.
Montag gestaltete sich zu unserem Lazy Day. Wir schliefen gemütlich aus, hörten dem Plätschern des Regens zu und nahmen ein sehr leckeres Frühstück von der „NOMAD Speisekarte“ an. Ich schlürfte meinen Haferflocken Müsli, während Petar sehr leckere Zimt Waffeln aß. Natürlich alles selbst zubereitet. Diese schleckten so gut, dass wir direkt noch eine Portion bestellten. Mit vollgegessen Bäuchen butzelten wir weiter in unserem kleinen Baumhaus. Zum Strand zu gehen fiel aufgrund des Regens weg, doch das störte uns nicht. Wir spielten UNO und ich schrieb Tagebuch. Am Nachmittag Namen wir noch einen kleinen Snack ein und fuhren gegen 16 Uhr aus unserem verträumten Dschungelreich ins Zentrum. Wir liefen an den verwahrlosten Karnevalsbuden vorbei und holten uns ein Eis. Petars Augen waren wieder größer als sein Magen und so wurden die 2 riesen Kugeln eine Challenge. Wir stöberten durch weitere kleine Läden, probierten hier und da eine Anziehsache an.

3 March 2019

Die Nomad Tree Lodge besteht aus sieben kleinen und gemütlich eingerichteten Baumhäusern, die mitten im Wald verteilt stehen und nur durch Holzwege und Treppen miteinander verbunden sind. Im Zentrum der Baumhäuser befindet sich das Main House mit angrenzendem Pool. Im Main House hat man die Möglichkeit selbst kochen oder Snacks und Getränke an der Bar zu kaufen. Die Nomad Tree Lodge versprühte ein sehr gemütliches Ambiente, gerade auch durch das Wohnen mitten im Wald mit der angenehmen Beschallung der Waldbewohner. Die drei Volontäre, die zusammen die Lodge managten, waren sehr gastfreundlich und wirkten direkt kumpelhaft auf uns. Petar und ich zogen uns zurück und ruhten uns von unserem abenteuerlustigen Tag aus. Am Abend bereiteten wir im Main House unser Abendessen zu. Doch leider schmeckte weder Petars Reispfanne mit Meerestieren sonderlich gut noch mein Salat. Müde vom Tag verkrochen wir uns ins unser süßes Baumhaus und hörten dem Plätschern des Regens zu, bis wir einschliefen.
Wir checkten ein, stellten unsere Sachen ab und verschnauften kurz. Dann fuhren wir erneut mit dem Quad in die Stadt. Auf einer Kreuzung, stoppte uns eine streng blickende Polizistin und bat Petar sich einen Alkoholtest zu unterziehen. Als dieser wie erwarten negativ ausfiel, düsten wir weiter zum Supermarkt und kauften Lebensmittel fürs Kochen am Abend ein. Wir setzten uns in ein kleines Café und nahmen einen Snack zu uns. Während ich mir eine Smoothie Bowl schmecken ließ, schlemmte Petar wieder einmal Burger. Im Anschluss fuhren wir ein letztes Mal mit viel Speed durch die Straßen und haben unseren Quad ab. Wir hatten einen abenteuerlichen, aufregenden Tag mit viel Spaß und Nervenkitzel. Das Quad fahren mit Petar war auf jeden Fall ein Highlight meiner vielseitigen Reise. Wir schlenderten mit unseren Tüten voll mit Lebensmitteln am Playa Buff entlang zu unserer Unterkunft. Dort angekommen, ließen wir noch einmal die traumhafte Location auf uns wirken.
Auf dem Rückweg irrten wie eine Zeit lang im Dschungel herum. Immer wieder fuhren wir dieselbe Stelle an, obwohl wir stets dem sogenannten „Monkey Trail“ folgten. Da es jedoch keine richtige Ausschilderung gab und ich mich langsam sorgte nicht mehr heraus zu finden, nahmen wir die gleiche Route wir auf den Hinweg, den „Jungle Trail“. Wir heizten erneut durch den dichten Dschungel. Die Trampelpfade schienen durch das Versperren der schiefen Bäume und den sperrigen Wurzeln unbezwingbar, aber wir machten uns die Wege mit viel Speed und körperlichen Einsatz begehbar. Das letzte Stück raste ich wieder quietsch vergnügt zum Treffpunkt der Flying Pirates. Wir tauschten unserem „Jungle Quad“ gegen einen „City Quad“ und düsten direkt weiter auf der Schnellstraße entlang in Richtung Zentrum. Dort holten wir aus dem Hostel del Mar unsere Rucksäcke ab und fuhren zu unserer neuen Unterkunft zum Paki Point hin. Dort warteten verräumte Baumhaus Bungalows, genannt Normad, auf uns. Aber dazu später...
Unsere Tour startete an der Küste entlang des Playa Buffs und zog sich durch den Dschungel. Das Quad zu fahren war Abenteuer pur! Auch ich setzte mich bald ans „Steuer“ und brauste über die Küste. Anfangs noch zögerlich doch mit der Zeit drückte ich immer kräftiger das Gaspedal durch. Es machte so Spaß! Dazu auch noch der tolle Ausblick aufs Meer mit seinem goldenen Strand und den mystischen Dschungel mit seinen giftgrünen Pflanzen. Die Dschungelroute war jedoch nicht leicht zu befahren. Ab und an verabschiedete sich der Motor, wenn man auf eine große Wurzel aufprallte. Auch drehten die Räder oft durch, da die Wege sehr uneben, matschig und verwachsen waren. Wir fuhren durch einen meterhohen Sumpf hindurch und über steile Hänge, bei denen Petar den Quad mir Bravour drüber steuerte. Die Zeit verging wie im Fluge und bald hatten wir auch schon den hinweg der Strecke gemeistert. Wir machten eine kleine Pause an der „Blue Lagoon“. Wir hüpften ins Wasser und wuschen den Schlamm von uns ab.
Es folgte eine kurze Einführung, bei dem der Pirat alias Chef uns die private Route entlang des Playa Buffs aufzeigte und uns auf so manchen schlammigen und unübersichtlichen Dschungelpfad vorbereite. Nachdem jeder einen Helm bekam, wurde abschließend noch auf die „Wall auf Pain“ hingewiesen. Dort waren Leute verewigt, die aufgrund ihres dummen Verhaltens, skurrile Unfälle verursacht und sich dadurch böse Verletzungen zu gezogen hatten. Eingeschüchtert über die schmerzhaft klingenden Verletzungen schaute ich mir auch noch die „Wall auf Shame“ an, wo Leute aufgelistet waren, die die Frechheit besessen hatten, abzuhauen ohne bezahlt zu haben. Nachdem wir uns alle diese Einträge amüsiert hatten, ging es auch schon auf die Quads. Ein Guide zeigte Petar auf wie er den Quad zum Laufen brachte und die Schaltung bzw. der Rückwärtsgang funktionierte. Ich setzte mich hinter Petar auf den Sitz, schlang meine Hände um ihn und schon brausten wir mit lautem Knarren los.
Sonntag früh erwachten wir mit Blick auf das ruhige Meer. Nachdem wir mit unserem Trinkwasser die Zähne geputzt und die Katzenwäsche erledigt hatten, ging es zu „El Pirate“, wo wir für 7$ ein All you can eat Frühstücks Buffet auf uns wartete. Genau das richtige für Petar, welcher sich vor den erstaunten Augen der Anderen einen Stapel aus Pfannkuchen auftat. Nachdem Petar über 15 Pfannkuchen gemampft hatte, aber auch ich meinen Bauch mit Rührei und Müsli vollgeschlagen hatte, gingen wir zu dem Stand der „Flying Pirates“. Dieses Unternehmen bot Quadtouren über der Isla Colon an und wir hatten bereits gestern einen Quad für den folgenden ganzen Tag reserviert. Am Stand angekommen holte uns der Chef von Flying Pirates ab, der mit seinem hinkenden Holzbein und seinem harschen Auftreten einen waschechten Piraten verkörperte. Er fuhr uns in seinem abgewracktem Van zu seinem Hauptsitz, wo neben einem ebenfalls deutschem Pärchen noch ein Kanadier Couple und ein Renter Pärchen auf uns warteten.

2 March 2019

Aufgrund eines Karnevalszug, den man sich nur kostenpflichtig anschauen konnte, setzten wir uns in ein kleines Restaurant, welches uns Felix empfahl. Während ich as Always einen Salat bestellte, aß der Rest Burger. Wir quatschten noch eine Weile und brachten die angeschlagene Marie zurück zum Hostel. Felix, Petar und ich gingen zu den Anderen in die Bar zurück. Langsam füllte es sich und laute spanische Musik schallte uns entgegen. Aber auch Petar und ich konnten nicht mit den trinkwilligen Mädels mithalten und so begaben wir uns nach 2h zurück im unser Hostel. Ich hatte mich trotzdem gefreut die Mädels und Felix wieder gesehen und den Gossip vom Filthy Friday erzählt bekommen zu haben. Zu unserer Freude gab es dann auch noch für einen kurzen Zeitraum Wasser im Hostel, sodass wir geduscht und gepflegt ins Bett fallen konnten.
Auf den Bocas der Toro angekommen, genauer auf der Hauptinsel „Isla Colon“ liefen wir zum „Hostal dem Mar“ und checkten ein. Unser kleines Zimmer schien sauber und ordentlich. Wir hatten einen traumhaften Ausblick auf Meer. Doch dann schilderte uns die Host Mutter, dass aktuell kein Wasser zur Verfügung stehe auf der gesamten Insel. Sie gab uns einen 3L Kanister mit ollem Wasser mit aufs Zimmer. Oh no dachten wir, kein Hände waschen, kein Abduschen und kein Spülen, was ich erst nach meinem Toilettengang bemerkte. Leicht verzweifelt schlenderten wir durch die Stadt und holten uns Snacks, welche wir anschließend auf unserer Terrasse in Hängematten mit Blick aufs Meer schlemmten. Danach legten wir einen Nap ein, aus welchem ich nur schwer wieder hoch kam. Doch wir waren um 19 Uhr mit Ari, Marie, Denise, Delia und Felix im Restaurant „Barcos hundidos“ verabredet. Vor Ort war recht wenig los und so zogen Felix, Marie, ich und Petar, der sich noch fix einen Burger reinzog, los ins Zentrum.
Entnervt aber auch glücklich über den Ausreisestempel traten wir aus der Tür und liefen an der wartenden Menschenschlange vorbei, die nun drei mal so groß war, wie zuvor. Mit mitleidigen Blicken zogen wir vorbei, überquerten die Brücke und setzten Fuß auf Panamaischem Boden. Ich erinnerte mich an das kleine Häuschen, in welchem man das Touristenvisum ausfüllen musste. Dieser Akt verlief fix und wir gingen weiter zu Einwanderungsbehörde, an welcher wir uns ohne Anzustehen den Einwanderungsstempel abholten. Nun sollte es eigentlich mit dem Bus weiter nach Chinganola gehen, doch der Typ von der Behörde meinte, dieser würde heute nicht fahren. Also Namen wir mit 3 anderen Backpackern einen Transport nach Almirante. Nach rasenden und daher ängstlichen 1 1/2 h kamen wir an der Taxibootsanlegerstelle an. Wir gerieten mitten in hektischen und lauten Trubel, als wir in das kleine Haus eintraten, um die Tickets für die Überfahrt zu kaufen. Ich war müde, gestresst und wollte nur endlich ankommen.
Am Samstag ging es früh bei Sonnenaufgang raus raus den Federn, denn Panama wartete auf uns. Wir nahmen den frühesten Bus um 6.30 Uhr nach Sixaola und zahlten an dem mir schon vom letzten Mal bekannten Kiosk die Gebühr für die Ausreise auf Cista Rica. Bis hier hin war alles einfach und problemlos. Doch das änderte sich, als wir die lange Schlange vor der „Migration Station“ sahen. Mitten in der prallen Sonne warten entnervte Leute darauf, dass es voran ging. Schnell bemerkten wir, dass die Schlange sich überhaupt nicht vorerst bewegte. Während Petar mit seinem Sonnenbrand im Schatten wartete, hielt ich die Stellung in der Menschenschlange. Doch in der Sonne war das Warten kaum zu ertragen und so stellten sich viele Menschen unters Dach und die Schlange wurde total unübersichtlich. Nachdem wir über 2h gewartet und einige Ticos sich noch vor gedrängelt hatten, erhielten wir endlich unseren Stempel.

1 March 2019

Wir wollten Dollar für Panama abheben, doch dies gestaltete sich zu einer langwierigen und nervigen Prozedur. Kein Automat konnte Dollar ausgeben , doch das bemerkten wir erst, nachdem wir länger als 1h in einer Schlange gewartet hatten. Also stellten wir uns in der überfüllten Bank an und wartete erneut über 2h bis wir endlich unsere blöden Dollar für die Reise nach Panama in der Hand hielten. Leicht abgehetzt ging es ins nahegelegene Gym. Endlich wieder Pumpen! Wir trainierten 1 1/2h bis wir wieder zurück fahren mussten, da Petars Zeit für den Fahrradverleih endete. Wir packten unsere Taschen für Panama und schlenderten ins Hot Rocks, wo wir billig und lecker aßen. Dort gesellten sich Helena, Linda und Charlotte zu uns. Doch Letztere war sehr müde und nicht sehr gesprächig. Mit den anderen beiden quatschte ich noch über den Abend im Lazy moin und hörte gebannt dem Gossip zu. Gegen 22 Uhr brachen wir auf und ich musste mich nun auch von den drei lieb gewonnenen Mädels verabschieden.
Freitag morgen schliefen wir für Costa ricanische Verhältnisse lange bis 8 Uhr morgens aus. Anschließend frühstückten wir unser Müsli und planten unsere Selbstanreise nach Panama. Nachdem wir uns genug Traveler Videos auf YouTube angeschaut hatten, ging es zum Strand. Doch in der prallen Sonne, ließ es sich nicht lange aushalten. Als dann endlich die verkaterten Bilbos Helena und Linda zu und an den Strand kamen, brachen wir auch schon auf und fuhren zum Tattoo laden, wo Shefali schon auf mich wartete. Wir ließen uns beide das gleiche Henna Tattoo in Form Einer Welle mit unseren Initialen stechen, was eher mehr als Spaß angesehen werden sollte. Dann folgte der traurige Abschied, aber ich hoffe stark, dass ich sie in Deutschland, genauer in Hagen oder Wuppertal, wieder treffen werde. Für Petar und mich ging es anschließend weiter zur Bank.

28 February 2019

Nachdem wir zuhause einen Powernap gehalten hatten, ging es wieder wie gestern in das Restaurant „Bikinis“ und wir teilten uns eine Sushi Platte, da unser Hunger nicht so groß war. Im Anschluss trafen wir uns mit dem Großteil der Casa Leute im Lazy Mon. Auch Shefali war an ihrem letzten Abend gekommen. Sich Petar verstand sich zu meiner Freude sehr gut mit ihr. Wir holten uns einen Ladys Drink und gingen auf die Tanzfläche. Auch mit Helena, Charlotte und Linda hatte ich mit dem Spiel „wenn ich du wäre“ großen Spaß am Abend. So musste Linda ganz dreist jemand wildfremden nach einem Bier fragen (sie bekam es sogar ausgegeben) oder Helena den Anmachspruch bringen „Are you from Tennessee? Bc you are the only ten I see“. Doch gegen 2 Uhr siegte die Müdigkeit und zufrieden alle mal wieder gesehen zu haben, ging ich mit Petar nach Hause.
Nach einer Weile bemerkte man, wie stark die Sonne auf unsere Schultern knallte. Vorallem der aus Deutschland importierte Petar war dem Costa Ricanischen Wetter nicht gewappnet und holte sich einen stechenden Sonnenbrand. Wir entschieden nach langem hin und her die eigentlich geplante 9km Strecke zu canceln und stattdessen die verkürzte 6km Route weiterzulaufen. Der Weg führte über einen langen Holzweg, der ca. einen Meter über dem Dschungelboden befestigt war. Wir verspürten eine mystische und tropische Atmosphäre, während wir einsam umringt vom Dschungel und seinen Mitbewohnern die restlichen 2,5 KM den Holzweg folgten. Man hätte das Gefühl langsam vom Dschungel verschlungen zu werden. Nach einiger Zeit lichtete sich der Dschungel und wir nährten uns einer Straße und einem kleinen Kiosk. Cahuita war ein wirklich schöner Ausflug. Wir setzten uns mit einer Cola (Zero) am Kiosk hin und während wir auf den nächsten Bus zurück nach Puerto Viejo warteten, begutachteten wir unsere Fotos.
Wir liefen los in die Dschungelweg rein und hielten Ausschau nach Tieren. Schon am Eingang sichteten wir einen großen Leguan, Cahuita schien vielversprechend zu sein. Ab und an hefteten wir uns an geführte Touren, um versteckte und gut getarnte Tiere durch die Hilfe der Guides zu finden. Unser Wanderweg führte weiter durch den Dschungel und an auch an Strandwegen vorbei. Wir traten über weißen, weichen Sand bis hin über Korallen und kleinen Krebsen in Schneckenhäusern. Die Natur mit ihren kräftigen grün der Blätter, das Raschen der Tiere in den Bäumen und das dazugehörige sonnige und warme Wetter bot uns ein einzigartiges Wandererlebnis. Vorallem Petar war hin und weg von Cahuita und konnte gar nicht genug Fotos schießen um die Aussicht festzuhalten. Leider konnte sein Wunsch Faultiere aus der Nähe zu sehen, nicht erfüllt werden. Jedoch sahen wir viele Affen, einen Tucan, kleine Echsen und eine Waschbären Familie, die uns über den Weg lief.
Unsere erste Übernachtung im Hostel Pagalú war ohne das Geschrei der Brüllaffen für mich sehr ruhig doch auch sehr kurz, da Petar schon um 5 Uhr morgens wach war und nicht mehr einschlafen konnte. Wir setzten uns gegen 7.30 Uhr in den Frühstücksbereich und ließen uns das Müsli schmecken. Gegen 8.30 Uhr nahmen wir den Bus nach Cahuita, in welchem Charlotte schon auf uns wartete. Vorab gab es eine kleine Verwirrung mit den Bustickets, da der Ticketschalter keine mehr ausgeben konnte und der Busfahrer nur widerwillig und völlig entnervt Tickets verteilte. Nachdem wir endlich mit unseren Tickets neben Charlotte im Bus saßen, ging es nach Cahuita. Wir stiegen ausversehen eine Station zu früh aus, da wir weder die richtige Bushaltestelle noch den Weg zum Eingang des Nationalparks wussten. Daher vertrauten wir den Leuten vor uns, die uns tatsächlich gezielt zum Eingang führten. Man hatte die Wahl zwischen einer kleinen Spende oder freiem Eintritt. Wir spendeten großzügig 2$ und zogen los.

27 February 2019

Gegen 19 Uhr gingen Petar und ich ins „Bikini“. Ein ungezwungenes und nettes Restaurant mit einer deutschen Inhaberin. Sie erzählte uns, sie arbeite schon 12 Jahre hier und so schien es mir auch, da jeder 2. Tico sie mit vielen Küsschen und großer Freude begrüßte. Da der Laden voll war, spielten wir Uno und schlürften in Ruhe unseren leckeren Smoothie, während wir geduldig auf unser Essen warteten. Es schmeckte uns sehr gut, da werden wir sicherlich nochmal wiederkommen. Zuhause zurück schlief Petar aufgrund seines Jetlags direkt ein.
Am Mittwoch war endlich der heiß ersehnte Tag gekommen, an dem Petar zu mir kommen würde. Am Morgen packte ich noch die restlichen Sachen ein, legte ein kurzes Workout hin und schrieb etwas Liebes in die Tagebücher von Paula und Marie. Gegen 10 Ihr radelte ich zur bunten Busstation und wartete ungeduldig auf Petar. Die Freude war riesig, als er nach einer Weile aus dem Bus stieg. Nach unserem emotionalen Wiedersehen, bezogen wir unser Zimmer im Pagalú Hostel. Nachdem wir in dem netten, ruhigen Hostel eingecheckt hatten, zeigte ich Petar das Zentrum von Puerto Viejo und unsere Stammbars. Während wir Rumschlenderten trafen wir viele aus dem Casa Caribe. Wir setzten uns ins „Nema“ und aßen einen Snack, als es anfing zu regnen. Wir flitzten in den nächsten Supermarkt, kauften ein paar Sachen ein und fuhren im Anschluss mit Taxi Viktor ins Casa, um dort meinen Koffer abzuholen. Ich stellte Petar meinen Leuten vor und nach kurzen Quatschen nahm uns Leo Loco netterweise zurück in die Stadt.
Schließlich lag es an mir den Joint zu bauen. Ich benötigte nur zwei Anläufe bis ich einen halbwegs rauchbarer Joint in der Hand hielt. Wir versteckten uns hinterm Haus und rauchten diesen. Um Wenig Aufmerksamkeit zu erzeugen, setzten wir uns wieder in Lindas und Helenas Zimmer. Wir quatschten und ich spürte nur ein sanftes High sein, da ich auch nur wenig gezogen hatte. Ich lachte einige Male über und mit Linda. Auch Felix war seit Tagen mal wieder luftig drauf. Helena ebenso, obwohl ihr Freund an diesem Tag noch mit ihr Schluss gemacht hatte. Charlotte hingegen legte sich wieder wortlos aber zufrieden ins Bett. Wir quatschten noch eine Weile, bis ich mich auch gegen 22 Uhr ins Bett legte und endlich mal durchschlafen konnte.

26 February 2019

Der Dienstagmorgen war zwar wieder regnerisch, aber auch sehr entspannt. Ich frühstückte ausgiebig und machte ich wieder ganz fleißig mein Workout. Gegen Mittag legte sich der Regen sodass ich mit Charlotte, Linda, Helena, Marie und Paula in Regenjacken eingehüllt in die Stadt fuhr. Die anderen bestellten sich in der Bakery ein Teilchen, doch ich war noch satt vom Frühstück. Im Anschluss bummelten wir durch ein paar Läden. Ich kaufte mir einen Bronze farbenen Bikini, Helena ein Shot Glas und Charlotte und Linda jeweils ein T-Shirt. Zurück im Casa packte ich mit einem traurigen Gefühl im Bauch meinen Koffer. Helena und Felix überredeten mich Pablo aus dem Wild Life Projekt anzuschreiben und zu fragen, wo man hier Gras kaufen kann. Er empfahl uns einen Heini, direkt an der Surfstation. Tatsächlich hatten Helena und Felix was von ihm bekommen. Nach dem Abendessen verkrochen wir uns ins Zimmer. Felix schnippelte mit einer Nagelschere in Helenas neu gekauften Schnapsglas das Gras klein.

25 February 2019

Das Plätschern des Regens im Hintergrund erzeugte gemütliche Stimmung. Nachdem wir drei Mädels den Film mit viel Gegickel zu Ende geschaut hatten, fieberten wir aufs Abendessen hin. Um 20 Uhr fuhren Denise, Charlotte, Felix, Sarah, Lisa, ich und 3 weitere Mädels zum Beerpong Tournament ins Selinas. Denise und meine Motivation weg zu gehen, war sehr gering. Und nach langem hin und her überlegen, beschlossen wir mitzukommen, aber in ranzigen Pullis und ungeschminkt bzw ungestyled. Eine gute Entscheidung, denn Denise und ich, die ein Beerpong Team zusammen bildeten, schlugen Gegner um Gegner. Wir bezwangen sogar Gruppe „Sid“ ,bestehend aus Helena und Charlotte. Auch Ansehen hatten wir uns schon erspielt. Doch leider verloren wir im Finale gegen zwei jung aussehende und nicht BH tragende Mädels. Sehr schade und ärgerlich, da wir mit vollem Einsatz und Eifer dabei waren. Nach der knappen Niederlage ging es gegen 22.30 Uhr zurück ins Casa und ich legte mich direkt schlafen.
Den ganzen langen Montag schütterte es aus Eimern. Schon am Morgen plätscherten die dicken Wassertropfen auf Pflanzen und Dächer. Da ich ab heute nicht mehr im Rescue Center arbeite, schlenderte ich gemütlich zum Frühstück und ließ mir viel Zeit, machte anschließend in der Lounge mit Anny zusammen ein straffes Pamela Ralf Workout und genoss, in einem Stuhl vor der Zimmertür 4 sitzend, die Ruhe. Gegen 12.30 Uhr trafen Delia und Denise mit triefend nasser Kleidung im Casa ein. Während sich Delia Trockene Kleidung anzog, stapfen Denise und ich in schnieken Regencapes zum Supermarkt, um Snacks zu kaufen. Mit der Aufschrift „Sachenlotto“ auf dem knallgelben Cape, catchte ich beim Schlendern durch die Regale den ein oder anderen beschmunzelnden Blick. Nachdem wir Äpfel, Kekse Nüsse und Cola Zero gekauft hatten, flitzten wir im strömenden Regen zurück. Denise, Demo und ich verkrochen uns in mein Bett und schauten „Kindsköpfe 2“ auf meinem Handy.

24 February 2019

Der Regen prasselte genau ins Gesicht, sodass wir in gebückter Haltung und mit Sonnenbrillen über das Wasser rasten. Einzig und allein der Bootsfahrer bliebt trocken, hingegen einige von uns bis auf die Unterhose durchnässt waren. Nachdem wir wieder den Bootsanliegersteg in Moín andockten, versuchte uns ein unheimlich wirkender schwarzer Typ zu überreden, in seinem Touristen Bus mitzufahren. Ich war stark dagegen, da einerseits das auswärtige Amt vor Raubüberfällen bei Touristenbussen in Tortuguero warnt und andererseits der Fahrer sehr unheimlich wirkte und er den Fahrpreis sogar runter handelte. Doch die anderen wollten seine Dienstleistung in Anspruch nehmen in den Bus ein. Ich sah noch wie ein Tourguide ihm Geld zu steckte, dann ging die Fahrt auch schon los. Delia, die neben mir saß war auch unruhig, vor allem, als sie unter sich eine Machete fand. Wie safeten die für alle Fälle. Doch der Busfahrer fuhr uns wirklich nach Puerto Viejo. Ich war froh als wir am Cocles ausstiegen.
Doch das einzige was wir sahen, neben kleinen am Baum springenden Äffchen, waren Tatzenabdrücke eines Jaguars im Sand. Der Rezeptionist hatte uns schon von Jaguaren im Dschungel erzählt. So schauten wir alle nochmal genauer in Büsche und lauschten den Geräuschen des Dschungels, in der Hoffnung auf einen Jaguar aufmerksam zu werden. Doch leider sagen wir nada. Kein Tier zeigte sich uns und so kehrten Delia, Ari und ich von Hunger getrieben und betrübt darüber, keine Tiere gesehen zu haben, zurück zum Hostel. Auch die anderen kehrten wenig später zurück und wir trafen uns zum Frühstück. Die Rückfahrt auf dem Boot wurde zu einem weiteren Abenteuer. Als wir mitten auf dem Wasser fuhren, fing es auf einmal stark an zu regnen. Der Bootsführer steuerte unser Schiff and Ufer, wo wir unter geschützt von den riesen Dschungelblättern Capes aus einer Klappe unter den Sitzen hervor holten. In regenabweisenden Capes ging es weiter.
Sonntagfrüh klingelte um 5.20 Uhr mein Wecker. Obwohl wir uns alle gestern artig gegen 21 Uhr völlig übermüdet ins Bett gelegt hatten, schlief ich unruhig und wachte öfter auf. Ich war dementsprechend ziemlich verbutzelt, als es hieß aufzustehen. Wir liefen kurz vor 6 Uhr zum Eingang des Nationalparks und zählten 15$ Einlass pro Person, was sehr happig war. Nachdem wir den Eingang passiert hatten, tauschten wir in den Dschungelweg hinein. Von dichten großen Pflanzen umgeben, folgen wir dem Weg, bis dieser sich gabelte und wir und planlos den schöner wirkenden Pfad weiter liefen. Bis jetzt weiß ich nicht, ob das der falsche Weg war, denn die Nummerierung des Rundgangs startete bei 38. Doch bis zum „Endpunkt“ Nummer 60 liefen wir trotzdem 2h, was uns komisch erschien, da uns gesagt wurde, dass der ganze Rundgang ca. 2 1/2h in Anspruch nehmen würde. Wie liefen weiter, suchten vergeblich nach einem Dschungelmitbewohner.

23 February 2019

Im Anschluss setzten wir uns mit einem Vino an den Strand und schauten zufrieden und müde vom Essen ins Meer, wo die Sonne hinter den Wolken verschwand. Wir verweilten noch eine Weile und gingen dann zurück auf die kleine „Hauptstraße“. Dort buchten Charlotte, Lind sind Paula eine Kajaktour für den nächsten Morgen. Der Rest entschied sich auf Sparflamme zu leben und für 15$ den Nationalpark ohne Guide zu durchlaufen. Im Nachhinein hätte ich nicht an den 10$ sparen sollen, doch ich hatte die Kosten für Tortuguero falsch kalkuliert und so schloss mich dem billigsten Ausflug an. Am Peer trafen wir alle wieder zusammen, schauten in den schönen Abendhimmel und quatschten miteinander. Um 19 Uhr gingen wir Verfressenen erneut zu dem Restaurant, wo wir schon mittags uns den Bauch vollgeschlagen hatten. Diesmal alle zusammen zu 13 Personen. Ich bestellte mir einem Garnelen Salat. Jedoch war ich und auch Felix enttäuscht vom Essen. Wir hatten aufgrund des leckeren Mittagessens mehr erhofft.
Paula, Hannah und Thorid entschieden in das überteuerte Buddha Café zu gehen, während Felix, Delia, Marie, Ari und ich in ein billigeres Restaurant stapften. Wir trafen die richtige Entscheidung. Ich teilte mir mit Ari eine Art Pizza, bestehend aus einem Kochbananenboden, mit Bohnenmus, Fleisch, Gemüse und Avocado als Toppings. Wir kamen gar nicht klar wie lecker es schmeckte und freuten uns wie Kleinkinder über dieses leckere und günstige Essen. Dazu bestellten wir uns einen Mango Smoothie der ebenfalls richtig lecker und fruchtig schmeckte. Ich war rundum zufrieden. Unsere Zufriedenheit wurde von einem unglaublich süßen Welpen, der uns auf der Straße hinter rannte, nochmal gesteigert. Wir machten Fotos und spielten mit dem niedlichen Kerl, der immer nach allem schnappen wollte. Wie konnten uns nur schwer von ihm wieder los reißen.
Doch meine Konzentration und Aufmerksamkeit schwand mit jeder Minute auf dem Boot. Ich nickte immer wieder kurz weg, egal wie sehr ich mich zusammen reißen wollte. Zum Glück war ich nicht die einzige, die mit zwei geschlossenen Augen die Bootstour mitverfolgte. Als wir endlich Tortuguero erreichten, checkten wir in unserem süßen Hostel ein. Der Rezeptionist verkörperte einen deutschen ausgeflippten Hippie-Lifestyle lebenden Auswanderer. Mit nur einer bunten Socke am Fuß, durchgetretenen Latschen und völlig zerzaustem langen Haar hieß er uns Willkommen und klärte uns verwirrt über die Regeln und Angebote des Hauses auf. Anschließend bezogen wir unser 10 Bett Zimmer mit eigener Küche und zwei kleinen Bädern. Wir waren zu 8. und hatten das Zimmer für uns allein. Die restlichen 5 Mädels, die sich später zu unserem Trip angeschlossen hatten, wohnten direkt neben unserem Hostel. Von Hunger geleitet stellten wir unsere Rucksäcke ab und gingen in die Stadt, auf der Suche nach leckerem Essen.
Samstag früh stand der große Abschied an. Ich war traurig, als ich mich von Corinna und Domi verabschieden musste, aber noch mal mehr traurig, als ich meinem verteilten Compañero Tim „Tschüss“ sagen musste. Der Abschied fiel recht knapp aus, da ich mit einer großen Gruppe von 13 Leuten den Bus nach Tortuguero bekommen musste. Nach Costa ricanischer Verspätung kam endlich der Bus und fuhr uns bis nach Limón. Dort angekommen waren wir froh direkt einem Taxifahrer über den Weg zu laufen, der uns aus dem für Touristen gefährlichen Ort nach Moín fuhr. An einer Bootsanlegerstelle ließ uns das Taxi raus und sofort wurden wir zu einem Boot hingewiesen. Die 70$ für Hin und Rückfahrt waren zwar sehr üppig, doch der problemlose uns sichere Transport war es wert. 4h fuhren wir übers Wasser und hielten hier und da für Kaimane, Dreifinger Faultiere, verschiedene Vogelarten und Krokodilen an, die ich am Interessantesten fand.

22 February 2019

Nachdem wir rumgeschlendert waren, stießen die Anderen wieder hinzu um in Läden zu stöbern. Doch ich hatte so keine Lust mit dieser Gruppe weiter zu chillen, sodass ich mit erneuerter schlechten Laune ins Casa fuhr. Ich telefonierte mit Petar, duschte und packte meinen Rucksack für Tortuguero. Am Abend regnete es stark und so fiel die geplante Poolparty, welche für das Geburtstagskind Clara gedacht war, wortwörtlich ins Wasser. So hockten wir im Casa, quatschten und lauschten noch einer Weile dem Platzregen, bis ich übermüdet ins Bett fiel.
Ich erwachte am Freitagmorgen um 6 Uhr völlig verklatscht. Da ich nicht mehr schlafen konnte ging ich zum Frühstück und döste in der Hängematte weiter. Gegen 9 Uhr erwachten auch die Partymäuse Tim, Ari, Felix und Delia, welche alle samt Arbeit bzw. Sprachschule schwänzten. Nach einem kurzen Workout kamen wir gegen 12 Uhr auch mal zu Potte und fuhren zum Strand. Doch heute war ich sehr unentschlossen. Da es Corinnas und Dominics letzter Tag war, entschied ich mich mit ihnen in der Stadt zu treffen um zu bummeln und Bilder von der kleinen Innenstadt zu knipsen. Doch die Anwesenheit von ein paar schweigenden und fresse ziehenden Mädels, mit denen Corinna und Domi essen waren, vermieste mir die Laune. Ich war froh, als jeder sich kurz aufteilte und ich entnervt mit Corinna, Dominic und Paula die Schmuckstände abklappern konnte. Mir gefiel ein goldenes Armband sehr gut, doch der stolze Preis von 13.000 Colones hielt mich zurück. Vielleicht kaufe ich es nächste Woche...
Also sammelten wir schnell, paar verwelkte Blumen ein und gingen zurück zum Bungalow. Wir nahmen einen warme Dusche und legten uns erneut ins Bett zum butzlen. Um 18 Uhr versammelten wir uns alle vor der Veranda. Manuela machte mit und eine einstündige Nachtwanderung. Mit Taschenlampen, Stirnlampen und in in den dreckigen Boots stapften wir durch das Schwarz des Dschungels. Von Überall vernahm man verschiedenste Laute und Geräusche. Wir sahen verschiedenste Frösche, wie den „Red eyed leaf frog“, den „Web footed frog“ oder den „Crownded frog“. Als kleiner Naturbursche habe ich die Namen der Frösche direkt nach der Tour im Bestimmungsbuch nachgeschlagen. Folgende Dschungelmitbewohner haben wir gesehen: ein Kinkajoo, ein Gürteltier, einen Basilisk, Wasserschildkröten, einen Tausendfüßler, die „Yellow blunt headed vinesnake“, eine Viper, Eidechsen, einen Aal sowie Scorpion Spider und die Bullet Ameisen. Letztere können durch ihren Stich Schmerzen wie die Waffenschusses verursachen.

21 February 2019

Auch am Mittwoch war ich aufgrund der schlaflosen Nacht müde und schleppte mich zum Frühstück. Rice and Beans ließ ich weg, die konnte ich nicht mehr sehen. Nach dem Frühstück wurde ich mit Corinna zugeteilt den Fluss von Blättern zu befreien. Sinn hinter dieser sinnlos erscheinen Arbeit war, dass die Blätter das eh schon rar vorhandene Wasser verunreinigen. Daher rechten wir jedes Blatt mit einem Rechen an die Seite. Doch als schon ein leichter Windzug neue Blätter in den Fluss wirbelte, beschlossen wir die Arbeit niederzulegen. Halbherzig kehrten wir noch einen Dschungelweg und sortieren nach deutscher Ordnung Gummistiefel nach ihrer Größe. Danach kochte sich Corinna Nudeln und wir legten uns in Bett uns hörten TKKG. Nach unserem Nap, ging es weiter mit „Früchte sammeln“. Mit einer Machete und einer Tüte bewaffnet stapften wie zwei Fruit Ninjas durch Bächer und Dschungelwege, in der Hoffnung Früchte, Nüsse oder Blüten zu finden. Doch unserer Suche blieb erfolglos und der Beutel leer.
Donnerstag stand nach unserem Rice and Beans Frühstück die Abreise aus La Ceiba an. Um 9 Uhr pickte uns Taxi Viktor auf uns fuhr uns zurück ins Casa. Dort packte ich fix meine komme Dschungelkleidung aus und kramte meine Strandsachen zusammen, da mich der verpeilte Tim bereits seit 7 Uhr an der bunten Busstation erwartete. Wir machten unsere Erledigungen, wie Geld abheben und Guthaben aufladen. Dann beschloss sich Tim auf meinen Rat hin, die Haare abzurasieren. Nachdem wir noch mit Anderen ein paar Stunden am Strand gelegen hatten, ging es heim zum Abendessen. An diesem Abend hatte einen einen sehr großen Hänger und war froh , dass ich Petar zum Telefonieren erreichen konnte. Später um 23 Ihr fuhren wir ins Lazy Mon. Ich spielte mit Tim gegen Sarah und Andrea Bierpong und obwohl es anfangs sehr schlecht für uns aussah, gewannen wir die Runde. Während die meisten von uns betrunken waren, nahm ich ein paar Züge eines Joints. Ich lachte viel und fühlte mich den Abend über unbeschwert.

20 February 2019

Unentspannt war ebenfalls die Situation als ich mich für einen Nap ins Bett legen wollte und ich über mir eine dicke Spinne außerhalb des Moskitonetzes sah. Angeekelt rief ich Ashley, die sie mit einem Besen raus scheuchte. Auch als ich duschen gehen wollte, zeigte sich mir ein Dschungel Mitbewohner. Ein Skorpion hockte links neben dem Waschbecken. Mit einem Satz war ich draußen. Ashley, die wie Dr. BOB 2.0 agierte, setzte ihn in einem Glas in die Natur zurück. Ein bisschen fühlte ich mich schon wie im Dschungelcamp...
Unsere Arbeit war damit getan. Wir gingen zurück zum Haus, spielten Uno und passten auf, dass uns keiner beim Nichtstun erwischte. Nachmittags ging ich dann mit Dominik und den zwei Langzeit Volontären Manuela und Jordan in den Wald zu den Affen. Wir durchquerten über eine halbe Stunde lang den Dschungel, stiegen über hohe Wurzeln bis hin durch tiefen Matsch, bis wir an dem Treffpunkt ankamen. Wir nahmen den Platz der vorherigen Gruppe ein und achteten darauf, dass die Affen in den Bäumen blieben. Eine sehr chillige, aber auch langweilige Schicht. Manuela zeigte uns ein Kartenspiel, von welchem Dominik und ich richtig süchtig wurden. So vergingen die 3h doch recht fix und um 15 Uhr gingen machten wir uns mit klein Gilbert auf Manuelas Schulter und Bella auf Jordans Rücken auf den Heimweg. Aufgrund meines Magen-Darm Infekts war der Rücklauf ein Wettlauf gegen die Zeit. Ich ich schaffte es gerade noch rechtzeitig. Ein sehr unentspannter Rückgang.

19 February 2019

Ich erwachte am Dienstagmorgen in der Früh und wanderte auf den Berg hinter unserem Haus und stieg auf die Aussichtsplattform. Ich schrieb kurz meinen Liebsten und genoss das Alleinsein mit der Aussicht. Danach ging es wieder zurück und nach unseren Rice and Baens zum Frühstück wurden die Schichten zugeteilt. Am Vormittag sollte ich mit Dominik den steinernen Hauptweg mit einem Besen, der Stahlborsten besaß, von Grünzeug und Schmutz befreien. Eine höchst anstrengende und unnötige Arbeit. La Ceiba verspricht einzigartige Erlebnisse beim Auswildern der Tiere und was machte ich stattdessen? Ich schrubbte unaufhörlich und leider mit wenig Erfolg Steinplatten. Erwachest wurde die ohnehin schon mühevolle Arbeit durch die Hitze der Sonne und der neugierigen Papageien, die sich immer wieder auf Domis Schultet setzten und an seinem Bayern Trikot pickten. Wir hatten gerade mal drei Platten halbwegs sauber geschrubbt, als die Köchin aufgrund der Wasserknappheit den Wasserschlauch zudrehte.

18 February 2019

Nachdem wir den Affenkäfig undekoriert hatten und wir schließlich auch Sophie mit der neuen Anordnung der Stämme zufrieden stellen könnten, setzte ich mich auf die Aussichtsplattform und genoss die Aussicht auf die dichten Blätterdächer. Diese schöne Aussicht und dann dazu auch noch Netz; super! Ich verweilte eine Weile, bis ich wieder zu unserem Haus zurück ging und aus den ätzenden Gummistiefeln Ausstieg. Aua, meine aufgekratzten Mückenstiche bluteten stark und die Wunde sah tiefer als vorher aus. Mit mehreren Pflastern gewappnet gingen wir ins erstaunt zum Abendessen. Rice and beans and a spanish Totilla. Einfaches, ungesalzenes Essen. Nicht ganz zufrieden gestellt hinsichtlich meines Appetits gingen wir wieder zu den Anderen zurück und spielten mehrere Runden Werwolf zusammen. Es wurde ein kurzer Spielabend. Gegen 21 Uhr legte ich mich völlig müde ins Bett und schlief rasch ein. Die Nacht jedoch schlief ich sehr unruhig und wachte mehrmals auf.
Aber dafür waren die Zimmer und auch unsere Chill Lounge mit offener Küche sehr sauber. Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, erklärte uns Paul, dass nur kaum Tiere derzeit in La Ceiba zum Auswildern seien. Für die Arbeitszeiten seien somit blöderweise mehr Putzarbeit und wie er sagte „unnessary stuff” vorgesehen. Na toll, außer 3 Affen täglich in den Wald zu tun, haben wir sonst keine Kontakt zu Tieren. Echt schade und auch ärgerlich für den Preis, den wir für die Woche in La Ceiba gezahlt haben. Nachmittags sammelte uns Margan, die Frau von Paul, ein und führte Corinna, Sophie, Philip und mich zum leeren Affenkäfig. Enrichment stand auf dem Plan. Die anderen trugen die schweren Stämme aus dem Käfig, während ich unten das verfaulte Essen und den Poo von den Tieren aufsammelte. Nach gründlichem Desinfizieren ordneten wir die Stämme neu an, wobei die übermotivierte Sophie den Schein-Architekten rausließ. Corinna und ich standen wie Falschgeld rum, packten aber stets mit an.
Montag ging es nach La Ceiba mit Corinna und Dominik. Vorher mussten wir jedoch noch die Morgenschicht im Rescue Centre mitarbeiten. Ich war sehr dankbar, dass ich netterweise mit Corinna in die Laundry gesteckt wurde. Wir weichten Decken ein und wringten sie halbherzig aus. Später schoss ich fix noch Fotos vom Center, denn so schnell komme ich nun nicht mehr zu meiner Arbeitsstelle. Auch von Rafi und Rico machte ich ein paar süße Videos und Fotos als Erinnerung. Gegen 10 Uhr holte uns der wie Indianer Jones aussehende „Paul“ ab und fuhr mit uns nach la ceiba, ein netzloses, romantisches Gebiet mitten im Dschungel. Über eine kleine Stahlbrücke hinweg führte ein schmaler Pflasterweg zu unserem Bungalow. Unser Zuhause für die nächsten drei Tage. Corinna und ich ergatterten eines der größten Zimmer, die jedoch genau an die Toiletten angrenzten. Da die Wände zu den nächsten Zimmern nicht bis zur Decke hochgezogen sind, hört man alles ganz deutlich, auch den Toilettengang.

17 February 2019

Auf einmal wurde die ironische Frage in die Gruppe geworden, wer denn nun eine Runde Tequila ausgeben muss. Alle legten seinen Finger an dir Nase. Shefali war gerade unaufmerksam und die letzte, die ihren Finger auf die Nase legte. Und tatsächlich ging meine Ehrenfrau und kehrte mit 7 Shots zurück. Wir staunten über diesen großzügigen Move und nachdem wir uns den Shot schmecken ließen, erfolgte erneut die Frage. Diesmal war Tim Bummelletzter. Auch er war gezwungen, nach Shefalis Heldentat, Shots zu holen. So kam auch Tim kurzerhand mit Jägermeister Shots zurück. Ich übergab meinen der Gruppe, den mein Bauch rumorte wieder. Doch nun waren wir wach und motiviert und so musste schließlich auch Luka Shots holen. Somit wurde der Abend unerwartet länger und lustiger als angenommen. Gegen 0.30 Uhr fuhren Tim und ich mit dem Taxi wieder heim und warteten in der „Common area“ auf Felix und Helena, die sich jedoch längst im Pool zusammen amüsierten...
Sonntag ging es mir schon besser. Trotzdem aß ich nur recht wenig, um meinen Magen nicht zu reizen. Vormittags plante ich mit Petar zusammen unseren Trip nach Panama. Da es wieder ein heißer Tag war, ging es direkt zum Strand mit Felix, Tim, Hannah und Paula. Ich quatschte mir Tim über Gott und die Welt und hüpfte ins Wasser. Später gesellte sich auch Luka zu uns. Gegen 18 Uhr fuhren Tim, Luka und ich mit Viktor Taxi in die Stadt. Helena und Felix waren schon mit dem Fahrrad vorgefahren. Wir irrten eine Weile umher bis sie schließlich das Restaurant etwas außerhalb der Stadt fanden. Dort warteten bereits Justin, Shefali, Helena und Felix auf uns. Während die Anderen eine wirklich leckere Pizza aßen und Luka seine Pasta, schaute ich etwa enttäuscht über meinen keine lieblosen Salat und dem extra Schälchen eingelegten Pulled Pork. Anschließend gingen wir ins Lazy Mon. Erschöpft und müde vom Strandtag setzten wir uns an einem Tisch.

16 February 2019

Samstag - endlich entspannen! Heute stand Strandtag auf dem Plan. Doch schon beim Aufwachen verspürte ich eine leichte Übelkeit, die nach dem Frühstück deutlich intensiver wurde. Schließlich wurde mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste. Ich war leicht traurig, dass keiner mir half sondern alle nur fragten „hast du gemotzt?“, doch die Sorge nach einem Magen Darm Virus scheint im Casa recht groß zu sein. Nachdem ich mich mehrmals übergeben hatte, ging es mit etwas besser und ich beschloss mit an den Strand zu fahren. Ich legte mich in den Schatten und ruhte mich aus. Luka brachte mir eine Cola Zero, die mir gut tat. Ich genoss das Rauschen des Meeres und konzentriere mich darauf, die immer wieder neu aufkommende Übelkeit in Griff zu bekommen. Ich unterhielt mich viel mit Helena und Luka und knobelte an Texträtseln. Zuhause legte ich mich um 20.30 Uhr auch schon ins Bett, während die anderen los in die Stadt zogen. In großer Sehnsucht nach meinen Liebsten schlief ich rasch ein.

15 February 2019

Ein nettes Beisammensein. Später gingen wir Drei erneut zum Tattoo Store. Dort ließ sich Tim seinen geliebten Wal auf den Oberschenkel stechen. Dafür zog er ohne Vorwarnung seine Shorts bis zu den Knien runter und stand so vor der verwirrten Tätowiererin, als würde er auf was warten. Luka und ich, die genau hinter ihm saßen prusteten vor Lachen los. Ich musste mich beruhigen, denn mit flossen schon die Tränen vor Lachen. Diese weirde Situation werde ich nie vergessen und bleibt ein Highlight. Min gut, nachdem Tim in Unterhose sein Hanna Tattoo aufgemalt bekommen hatte, war ich an der Reihe. Ich ließ mir eine Unalome in Kombi einer Lotus Blüte auf der rechten Rippenseite aufmalen. Tim und ich waren zufrieden mit dem Ergebnis. Doch die anstehenden Vorkehrungen zur Pflege waren aufgrund unserer starken Müdigkeit ätzend. Im Casa zurück hielten wir uns gegenseitig wach, damit die Tinte einziehen konnte. Um 1.20 Uhr stellten wir uns einen Wecker und wuschen völlig verschlafen die Kruste ab.
Nachdem wir ein paar Mini Fische und andere kleiner Lebewesen eingefangen hatten, war ich froh dass wir aus der prallen Sonne zurück zum Center gingen. Dort verbrachte ich die restliche Arbeitszeit damit, meinen Gürtel zu suchen, den mir einer der Affen bei unserer Rangelei entrissen hatte. Pablo hatte ihn zurück genommen und irgendwohin deponiert, doch er hielt eine Führung. So streunerte ich eine ganze Weile durch die Gehege, bis ich meinen Gürtel in der Laundry fand. Meine Arbeitsmoral war wieder sehr niedrig, das fiel auch Steven auf, der mich vergeblich mit „Vamos vamos Mareike“ motivieren wollte. Völlig erschöpft von dem ereignisreichen Arbeitstag ging es um 20 Uhr mit Tim, der bereits am schlafen war, zum Tattoo Store. Wir wollten uns ein Hanna Tattoo „stechen lassen“. Auch Luka stieß dazu, doch die Tätowiererin war noch beschäftigt. Daher setzten wir uns solange ins Hot Rocks, wo wir Justin, Shefali und die anderen aus der Gastfamilie trafen.
Doch davon ließen sich die Affen nicht beeinflussen. Sie zerrten an mir, ich beschloss den Wald schleunigst zu verlassen. Mit schnellem Herzschlag lief ich zurück ins Center und nahm mir eine kurze Auszeit um Runterkommen. Ich entschied mich anschließend dem Schlangenmann Diego anzuschließen, der vorhatte, für die Baby Kaimane kleine Fische angeln zu gehen. Ich nahm Charlotte für den Girlpower mit und so zogen wir mit einem Kescher, einer Machte und einem Eimer gefüllt mit Wasser in den Wald. Diego immer vorneweg. Die Vorstellung vom entspannten Angeln am Strand zerplatze sofort, als ich durch Tümpel und hohe Gräser stapfen musste, um an einem kleinen Bach zu gelangen. Durch meine Zecken Phobie wirkte ich sicher unmotiviert, ängstlich und bockig. Ich schaute nach jedem Schritt an meinen Beinen herunter und verlor fast den Anschluss zu Chralotte und Diego. Als wir endlich am kleinen Bach angelangt waren, machte das Fischen mit dem Kescher doch recht Spaß. Gekonnt sah es jedoch nicht aus
Nach einer Weile brachte uns Helena die zwei Kapuziner Affen Rollo (männlich) und Nimba (weiblich) vorbei. Nun war es aus mit der Ruhe. Neugierig sprangen sie auf mit auf und ab, ließen sich kraulen und schauten neugierig in meine Taschen und sogar in meinen Ausschnitt. Rollo und ich schienen uns gut zu verstehen, er verteidigte mich sogar als ein Brüllaffe sich mir nährte. Doch als Nimba mein Handy entdecke und ich laut „nein“ sagte, wodurch du einen Affen sofort aggressiv machst, fauchte sich mich mit gefletschten Zähnen an, klammerte sich an mich, zog mir wild an den Haaren. Ich versuchte gelassen zu bleiben und sie nicht zu beachten, doch als sie mir vors Gesicht sprang, war beides nicht mehr möglich. Auch Rollo kam auf mich zu, um seine Artgenossin zu verteidigen. Pablo kam auf mich zu um mir zu helfen. Er umklammerte mich und versuchte dir Affen zu beruhigen. Pablo wollte Ihnen zeigen, dass die Affen kein Recht haben mich zu verletzten und schimpfte mit Ihnen.
Freitag, mein letzter Arbeitstag. Direkt in der ersten Schicht ging ich mehr oder weniger freiwillig mit den Affen in den Wald. Doch auch während der Wanderung in den Wald war ich unschlüssig, ob ich diese Schicht wirklich annehmen wollte. Schon Tage zuvor wurden die weibliche Volontäre von Affenweibchen attackiert und sogar gebissen. Aber nachdem Narea mit ihrem „Life is so beautiful“ auf mich einredete, entschied ich mich wenigstens mal mitzugehen. So stapfte ich hinter Pablo, Jakob und Ted hinterher, die jeweils mit zwei Affen bepackt waren. Im Wald setzten wir uns bei einer kleinen Lichtung hin und ließen die Affen die Gegend erkunden. Ich hielt einwenig Abstand von den drei männlichen Volontären, denn wie mir gesagt wurde, könnten die Affenweibchen eifersüchtig auf mich werden und mich beißen. Alles schien friedlich, Babetta, vor welcher ich mich hüten sollte, verschwand in den Bäumen. Ich quatschte mit den ä Volontären auf schlechtem Englisch, was aber nicht weiter schlimm war.

14 February 2019

Um 14.30 Uhr fuhren Charlotte und ich heimlich heim. Dort legten wir ein kurzes Workout hin. Anschließend traf ich mich Helena am Strand, endlich wieder Sonne tanken! Doch ich konnte mich nur kurz Sonnen, denn gegen 16.30 Uhr fuhr ich mit Corinna zum Tattoo Studio. Sie und Lena ließen sich ein kleines Tattoo an der Leiste stechen. Corinna eine Welle und Lena „GILRPOWER“. Als mehr Schaulustige eintrafen, beschloss ich nach Hause zu fahren um noch rechtzeitig zum Abendessen anzukommen. Um 21.30 Uhr fuhren wir ins Tasty, wo ein Quiz Abend stattfand. Da ich den Ablauf des Quizes nicht verstand, setzte ich mich mit meiner Cola Zero zu den Jungs und Helena an den Tisch. Später ging es weiter zum Lazy Mon, wo deutlich mehr Stimmung war. Helena und ich zogen erst zwei Ticos im Bierpong ab, dann auch noch Bene, Yannik und Luka. Nach diesem Triumph ging es auf die Tanzfläche. Ein wirklich schöner und lustiger Abend, vor allem als Paula ihr erstes Mal kiffte und dafür mehrer Anläufe benötigte.
Am Donnerstag durfte ich mir meine Schichten im Rescue Centre aussuchen, da ich nur noch 2 volle Tage arbeite. Nachdem ich in der ersten „Putzschicht“ dem Gardening zugeteilt wurde, trug ich mich bei „Foodplates und Leaves“ für die Mittagschicht ein. Zusammen mit Corinna fütterte ich Mama Mia und ABBA im Aguti Gehege, gingen dann weiter in das „Behinderten-Gehege“ und schließlich suchten wir die drei rum laufenden Faultiere im Center. Die eigentlich entspannte Arbeit dauerte seine Zeit, da die Faultiere entweder beim Fressen einschliefen oder nicht zu schnell zu finden waren und sich in Reifen verstecken. Nachdem wir die Suche nach den restlichen frei rumlaufen Faultieren Aufgaben, mussten wir Hibiskus sammeln gehen. Auf unserer Suche in den Büschen, fanden wir Teile von einerSchlangenhaut. Mit größerer Vorsicht schnitten wir ein paar Blätter ab und dekorieren damit anschließend die Gehege. In der Nachmittagsschicht setzte ich mich in die Laundry und relaxte.

13 February 2019

Eine total unnötige Arbeit, denn das Grün ging einfach nicht ab. So beschlossen Corinna und ich gegen 14.20 Uhr heimlich abzuhauen und ins Hot Rocks zu fahren, um das Spiel Dortmund gegen Tottenham zu sehen. Wir tranken jeder einen Smoothie, Tim und Felix ihr Bier und schauten uns die 3:0 Niederlage für Dortmund an einem kleinen Fernseher an. Danach ging es kurz zum Tätowierer, denn Lena und Corinna haben vor sich ein Tattoo stechen zu lassen. Es wurde fix ein Termin für morgen 17 Uhr ausgemacht und schon radelten wir zurück ins Casa. Nachdem ich mir mir Lena ein paar smarte tattoos im Internet angeschaut hatte, gab es Abendessen. Danach folgte nur ein ruhiger kurzer Abend. Ich war Mega müde und freute mich auf mein Bett. Ich schrieb noch einwenig Tagebuch, damit Petar weiterlesen konnte, dann schlief ich auch schon ein.
Doch er versuchte mich zu beißen und krallte sich in meinen Haaren fest. So ließ ich alles über mich ergehen. Leicht genervt und immer in der Angst, er könne erneut laufen lassen, lief ich mit ihm weiter herum. Oli war auch das einzige Affen Baby ohne Windel. Grund dafür war, dass er nicht an Durchfall litt, wie die anderen Äffchen. So die Erklärung nach meiner Nachfrage und versteckten Bitte nach der fehlenden Windel. Jedoch war Oli ein ruhiges Affen Baby. Rafi hingegen, ein anderes Äffchen Baby, erforderte starke Nerven. Er biss der Volontärin immer wieder in dir Nase, zog den Mundschutz ab und kletterte über ihren ganzen Körper, wobei er immer versuchte auszubüxen. Ich war im Nachhinein dankbar Oli bekommen zu haben, aber auch dankbar als ich ihn nach 3h Leihmutter spielen für seinen Mittagsschlaf abgeben durfte. In der letzten Schicht teilte ich mich freiwillig in das „Green Team“ ein und durfte zusammen mit Corinna und Michael die Zäune von grünem Dreck weg schrubben.
Mittwoch ging es wieder ganz vernünftig zur Arbeit. Zunächst wurde ich in der Küche eingeteilt. Das Abwaschen stellte sich als umständlich heraus, da es kein Wasser zum Spülen gab. So rannten zwei von uns mit Krügen für die Pferde gedacht zu einem Gartenschlauch und befühlten diese. Mit dem Wasser aus den Krügen abzuwaschen stellte sich als äußert kompliziert heraus. Doch wir hatten Glück, denn nach einer Weile sprang das Wasser aus dem Hahn wieder an. Ich schnappte mir das Handtuch und trocknete ab, bis ein Mädel von der Nursery kam und mir den Babyaffen Oli auf den Kopf setzte. Ich zog einen Mundschutz und Handschuhe an und lief mit klein Oli auf dem Kopf im Center umher. Erst fand ich den kleinen Racker echt niedlich, doch als mein Rücken auf einmal wärmer wurde und mir bewusst wurde, dass er gerade Pipi gemacht hatte, nahm seine Cuteness rapide ab. Nachdem er dann auch noch seine Häufchen über mir fallen ließ, versuchte ich ihn am Schwanz hochzuheben.

12 February 2019

Ein Tag am Strand im Schatten war genau das was ich gebraucht hatte. Nachdem Workout zuhause und dem Abendessen, Skypte ich noch eine ganze Weile lang mit Leonie. Oh wie ich gute Gespräche vermisst habe. Der restliche Abend verlief ruhig und entspannt, Elli und Laura packten für ihre Abreise am nächsten Tag und ein anderer Großteil schrieb Tagebuch oder chillte in der Lounge. Ich versuchte mich an mein Tagebuch, gab aber aufgrund meiner großen Müdigkeit fix auf.
Dieser Dienstag wurde mein Schwänzertag. Ich brauchte einfach mal mehr Schlaf und Erholung. Auch Corinna beschloss aufgrund von „Bauchweh“ nicht zur Arbeit zu gehen. Während sie vormittags mit Lena und Jana in die Stadt fuhr um bummeln zu gehen, setze ich mich zu Ole, nutze das WLAN und schmauchte mir weitere Aktivitäten für die gemeinsame Zeit mit Petar an. Besonders weit kam ich trotzdem nicht. Gegen 11 Uhr fuhr ich mit Tim an den Strand, wo wir uns mit Luka trafen. Die Wellen waren extrem wild heute, denn sie klatschten sowohl von vorne als auch nochmal von hingen zusammen. Überall standen rote Fähnchen am Strand, doch Wellenreiter zu spielen machte mir trotzdem großen Spaß. Nachdem Tim nach Hause fuhr, um sein Handy zu holen, quatschte ich mit Luka, der mir noch spannenden Gossip vom Filthy Friday erzählte. Sehr spannend was noch alles abging. Nach einer Zeit stießen auch Katja, Justin, Clara, die weibliche Luka, Corinna und Lisa dazu.

11 February 2019

Wir unterhielten uns nett mit denen und waren überrascht, dass sie echt so spontan nach Puerto Viejo gereist waren. Als zum Bierpong aufgerufen wurde, bildete ich mir Felix das Team „Schmetterlinge“. Wir lieferten uns mit den zwei neuen Mädels aus dem Casa ein Kopf an Kopf Rennen, doch mit meinem Treffer in den letzten Becher, galt der Sieg uns. In der nächsten Runde spielten wir gegen Momo und Pia, mussten uns aber leider geschlagen geben, nachdem der Ball gegen meine Brust in den Becher absprang. Eine unglückliche Niederlage. Doch trotzdem war es ein lustiger und entspannter Abend, mit netten Unterhaltungen und lustigen Fauxpas, z.B. als Tim straight zu Bene meinte, dass manche denken er sei dumm. Die verdutzten Gesichter danach und sein Gesicht, nachdem er realisierte, was er gerade gesagt hatte, waren zu gut. Als wir nach Hause fuhren merkte ich jedoch wie schlapp und kaputt ich war. Mir fielen im Bett direkt die Augen zu.
Nachdem ich das nervige Faultier Baby namens „Rocky“ über 10 mal aufgesammelt hatte, reichte es mir. Ich hing es, als gerade keiner schaute, an den Ständer des Sonnenschirms. Zack, jetzt hing es da! Wer nicht hören will muss fühlen und das würde dem kleinen auch bewusst. Es hing ganz artig am Sonnenschirm und schlief ein. Die Tour Guides jedoch dachten Rocky sei ein Wunderfaultier und könne nun zu den älteren ins Gehege quartiert werden, aufgrund der frühen Kletterkünste. Ich hielt mich zurück und war froh als mich jemand von der Schicht ablöste, denn ich hatte arg Kopfschmerzen und Schwindel. Ich beschloss nach Hause zu gehen und erstmal eine Runde bei einer spannenden Folge TKKG zu schlafen. Nachdem ich entspannt gebutzelt hatte, ging es mir deutlich besser und ich beschloss mit ins Selinas zu kommen. Auf dem Weg zur Bar fuhren wir mit 19 Personen im Taxi Viktor und brachen somit den Rekord. Im Selinas angekommen trafen wir Luka, Yannik und Bene.
Völlig übermüdet ging es am Montag auf Arbeit. Dort spornte uns Narea an, aufgrund der knappen Anzahl an Volontären (9 Personen) doch bitte 200% heute zu geben. Ganz kritisch, bei meiner Montags Mood. Bei meiner ersten Aufgabe, zusammen mit Corinna den Vogelkäfig sauber zu machen, gab ich 20%. Anschließend wurde ich blöderweise zu den Baby Sloths geschickt und saß auf dem Präsentierteller für die Touris. Ich musste mich zusammen reißen, wach zu bleiben und keine Fresse zu ziehen, da ich locker auf jedem 2. Bild der begeisterten Touris abgelichtet wurde. Während ich verträumt auf meinem Gartenstuhl saß, wollte immer wider ein „Baby Baby Sloth“ ausbüchsen, neugierig die Umgebung erkunden und Erde fressen. Meine einzige Aufgabe für diese Schicht wurde anstrengender als gedacht. Immer wieder sammelte ich das Faultier Baby mit einer Decke ein. Dabei musste ich aufpassen dass es mich nicht biss.

10 February 2019

Der Sonntag war ziemlich unspektakulär. Gegen 11 Uhr fuhren wir zurück auf die Hauptinsel und warteten auf unseren Transfer. Nachdem wir uns fix den Ausreisestempel abgeholt hatten, ging es auch schon weiter. An der Grenze angekommen, warteten wir einer Ewigkeit in einer großen Schlange für den Einreisestempel in Costa Rica. Nach circa 2 Stunden Warten, hatte jeder seinen Stempel und es ging weiter nach Hause. Gegen 16.30 Uhr waren wir wieder im Casa Caribe. Ich packte meine Sachen aus, ging hoch zu Ole und legte mich gemütlich in seine Hängematte. Nachdem Abendessen ging es für alle Panama Leute recht früh ins Bett, denn der nicht vorhanden gewesene Schlaf der letzten Nächte musste dringend nachgeholt werden.

9 February 2019

Wir liegen wie Freaks mit dem Papageien auf der Schulter umher und versuchten den Besitzer ausfindig zu machen. Bryan oder wie der Typ hieß (not sure) gab ihm schließlich an einem Mann ab. Wir gingen ins Selinas, wo der Rest unserer Truppe gegessen hatte und auf uns wartete. Wir setzten uns mit Bene, Yannik und Luka zusammen und quatschten. Während die anderen völlig müde gegen 22 Uhr nach Hause fuhren, pumpte ich Tim mit Bier auf, damit er noch mit mir und den Jungs Billard spielen konnte. Doch mal merke uns allen den Schlafmangel an und gegen 24 Uhr nahmen auch Tim und ich ein Boot nach Hause.
Nachdem wirklich schönen Ausflug, wurden wir wieder an unserem Hostel abgesetzt. Doch Zeit zum duschen und relaxen war nicht. Nachdem ich mir wenigstens fix trockene Sachen angezogen hatte, ging es zum Tattoo Studio auf die Hauptinsel. Dort wollten Tim, Charlotte und ich zuschauen, wie sich Yannik und Bene ihr Tattoo stechen ließen. Und in diesem Tattoo Studio erblickte Tim die Vorlage eines Mandala Waals und schwärmt seit jeher davon, sich genau dieses Muster auf den Oberschenkel stechen zu lassen. Nachdem wir eine Weile zugeschaut haben, gingen wir 3 weiter durch die Straßen und suchten nach einem netten, kleinen Lokal mit Landestypischen Essen. Nachdem wir sehr wählerisch waren, fanden wir doch ein einfach gehaltenes „Restaurant“, doch die panierten Yuka, das Hähnchen und die Kochbananen schmeckten sehr gut. Dort trafen wir auf „Bryan“, einem Traveller, den Clara gestern angequatscht hatte. Mit ihm zogen wir weiter und fanden auf unserem Weg ins Selinas einen geschwächten Papagei.
Weiter ging es zu einem Spot, an welchem man gut Schnorcheln konnte. Ein weiteres Highlight für mich, denn ich hab noch nie vorher geschnorchelt. Mit einer viel zu großen Taucherbrille und befestigtem Schnorchel sprang ich vom Boot ins Meer. Die ersten Minuten war ich noch damit beschäftigt kein Wasser zu schlucken, aber irgendwann hatte ich dann den Dreh raus und erkundete die Unterwasserwelt mit ihren Riesen Korallen und kleine Fischen. Oft wollte ich den Fischen tiefer in Meer hinein folgen, schluckte aber dabei wieder Salzwasser ein. Nun gut also zügelte ich meine Neugier und schnorchelte mir oberflächlich entlang. Leider war das Wasser nicht ganz so klar, doch ich hatte trotzdem Spaß dabei, die Zebrafische zu verfolgen. Nachdem Schnorcheln ging es zu einem überteuerten Restaurant am Peer. Während Tim noch seinen Schlaf vom Filthy Friday nachholte, aßen die anderen ihr Essen und ich trank meinen Smoothie. Gegen 17 Uhr fuhren wir wieder in einem Affenzahn nach Hause.
Bevor wir die Insel erreichen konnten, wurden wir von einer Art Bootspolizei, die mir nicht ganz seriös schien, angehalten. Unser Guide zeigte ein Blatt Papier, während die „Polizisten“ Fotos von uns machten. Danach könnten wir endlich an dem wunderschönen Strand der Insel anlegen. Völlig fasziniert liefen wir alle direkt los und machten Fotos. Ich weiß gar nicht wie ich den Anblick beschreiben soll, daher lasse ich einfach meine Fotos sprechen. Charlotte und ich schotteten wir uns einwenig von den Anderen ab und suchten gute Spots für schöne Fotos aus, was angesichts dem schillernden türkis farbenen Meer und dem weißen sauberen Sand mit seinen majestätisch wirkenden Palmen überall perfekt schien. Nachdem das kleine Shooting im Kasten war, ging es zurück zum Rest, wo sich auch Bene und Yannik dazu gesellt hatten. Doch lange verweilen könnten wir nicht, die Zeit war schon vorbei und es ging weiter. Schade, denn diese „Attraktion“ war die beste der ganzen Bootstour.
Samstag trafen wir uns alle verklatscht um 8 Uhr beim Frühstück. Mit viel Gelächter erzählte jeder von Gestern und was er noch so mitbekommen hatte. Ach schön, Gossip am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Um 9.30 Uhr pünktlich trafen wir an einer Bootsanlegerstelle, von wo aus unserer Tour los gehen sollte. Zusammen mit einem Typen, den Tim angelacht hatte und einem Ami Ehepaar, setzten wir uns ins Boot und fuhren raus aufs Meer. Zunächst fuhren wir zu einem Spot, an welchem man Delfine sehen konnte. Und tatsächlich erhaschten wir genau vor unseren Boot zwei Delfine und ein Baby Delfin. Immer wieder sprangen sie kurz aus dem Wasser und tauchten sofort wieder ab. Ich war auch ganz aufgeregt und quietschte vergnügt, sobald sich ein Delfin zeigte. Der nächste größere Anlaufpunkt war eine eine traumhafte Insel mit weißem Sand und Türkis blauem Meer. Schon auf der Hinfahrt zur Insel staunten alle über diesen Anblick.

8 February 2019

Den restlichen Abend tanzten wir in einer großen Runde, Luka und ich immer hydrated mit unseren Wasserflaschen in der Hand. Völlig verschwitzt aufgrund der crazy Tanzmoves fielen Charlotte und ich gegen 22.30 Uhr ins Bett. Doch meinem geliebten Schlaf sollte ich noch lange nicht bekommen dürfen. Nachdem die völlig besoffene Luka rein stolperte und sich nicht von ihren Lachflashes beruhigen konnte, trotteten auch noch die Koks-Amis mit anderen Männern ins Zimmer uns zogen sich die ein oder andere Line. Dabei waren sie viel zu gesellig, was mir kurzzeitig auch bisschen Angst machte. Nachdem die sich endlich verzogen hatten, war Tim das nächste Problem. Er hatte so viel getrunken, dass er weder gerade stehen noch richtig reden konnte. Ich glaube er wusste auch nicht mehr was er tat, denn seien Anhänglichkeiten waren strange. Doch er schaffte es trotzdem noch völlig besoffen mit einem Girl nachts auf die Hauptinsel zu fahren, obwohl wir ihn bereits ins Bett geschickt hatten.
Während die anderen Mädels mit irgendwelchen Typen am quatschen waren und Tim mega besoffen immer mal wieder verloren ging, unterhielt ich mich mit Luka. Plötzlich deutete er aufgeregt auf eine Person. Dort dass sein „Idol“ Eli Olson, welcher anscheinend zu den weltbesten Surfern zählt. Ich ermutigte Luka einfach ihn einfach anzusprechen. Nach langem Zögern tat er es und ging zu ihm. Ich musste lachen als er mit einem riesen Lächeln zurück kam und aufgeregt von deren Unterhaltung berichtete. Irgendwann wurde die weibliche Luka aufmerksam auf ihn, zog ihn mit auf die Tanzfläche und packte ihn an ihre Hüften. Der männliche Luka schaute mich völlig überfordert und hilflos an. Ich hingegen schaute mir diese peinliche Situation mit einem Schmunzeln an. Nachdem sie versuchte ihn irgendwo hin zu führen, er aber abblockte, gab sie es (vorerst) auf und verzog sich.
Nach der großen Party auf der 2. Insel wurde beim letzten Stop erstmal was gegessen, Bierpong gespielt und mit neuen Leuten gequatscht. Natürlich wurde auch weiterhin viel getanzt, aber ich entschied mich erstmal einen Gang runter zu fahren und stellte mich mit Charlotte und Tim an die Seite. Wir sahen Luka dabei zu, wie sie völlig ernst und konzentriert unaufhörliche Back Flips machte. Während sie in ihrem besoffenen Film war und immer wieder mit neuen blauen Flecken aus dem Wasser stieg, bemerkte ich hinter mir einen Typen der seinen Brokkoli nicht gegessen hatte. Da dieser durch seinen dunklen Teint nicht deutsch aussah, sagte ich laut zu Tim und Charlotte, wie man seinen Brokkoli nicht aufessen könne. Dummerweise war er deutsch und verstand was ich gesagt hatte. Er schmunzelte nur und bat mir seinen Brokkoli an. Charlotte und ich stürzen uns sofort über das bisschen Gemüse. So lernten wir den männlichen Luka kennen. Auch ein netter und entspannter Typ, wie sich noch herausstellte.
Good vibes everywhere. Auch tequila everywhere. Denn ein Mann ging alle 15min rum und schüttete jedem Tequila in den Mund. Nachdem ich noch ein paar Tequila Shots trank (einen mit den bekoksten Amis aus unserem Zimmer) war ich auch blau wie das Meer. Tim, der sich mit Bene und Yannik angefreundet hatte, brachte die beiden mit in die Runde ein und ich stellte fest, dass sie echt in Ordnung und zugleich auch ganz lustig drauf waren. Zwar bekam ich von Yannik einen schmerzhaften Brandy an mein Ohrläppchen, doch er entschuldigte sich 100mal, erkundigte sich jede 5min nach meinem Befinden und versprach mir immer zu spendieren, sodass ich es ihm nicht übel nahm. Ich wollte eh nur weiter tanzen und zur Abkühlung ins blaue Meer springen. Diese Party war perfekt, ich lachte viel und verstand mich mit allen aus der Gruppe super gut, plus die Location war der Hammer. Die Zeit verflog wie im Fluge und schon ging es 17 Uhr weiter zum letzten Stop, zu unserem Party Hostel „Aqua Lounge“.
Der Reihe nach stiegen wir in das Speedboat ein, jedoch wurde genau hinter mir gestoppt, da das bot nun voll war. Na super, ich durfte allein ohne den Rest der Gruppe weiter fahren. Doch so lernte ich auf den Weg hin zur nächsten Insel David, einen türkisch aussehenden Deutschen kennen, der in Begleitung mit zwei Belgiern war. Mit denen quatschte ich während der Fahrt fröhlich angeheitert, sodass ich ganz vergaß dass der Rest der Truppe noch fehlte. Am 2. Spot angekommen, warteten sie noch mit mir zusammen auf den Rest meiner Leute. Als diese auch die Location erreicht hatten, tanzten wir alle zusammen zu House, EDM und Chart Musik. Alles war für mich perfekt. Diese Location war aufgebaut wie ein langer Steg mit zwei kleine Hütten, unter denen die Bars und ein Dj Pult aufgebaut waren. Auch die Möglichkeit einfach ins Meer zu springen aufgrund der brennenden Sonne und sich dann in eine Hängematte zu lenzen, war Mega nice. Alle tanzten, alle tranken und alle waren gut drauf.
Mit einer 50:50 Mische Cola Light und Vodka setzte ich mich mit Paula und Hannah an die Bootsanlegestelle und beobachte die sich füllende Menschenmenge. Ein lustiger Anblick, wie jeder in den verschieden farbigen Party T-Shirts und ihrem Getränk in der Hand sich umschauten und mit Leuten aus anderen Nationen ins Gespräch kamen. Bei meiner Nachfrage nach einem „Lighter“ lernte ich Bene und Yannik kennten. Zwei Deutsche völlig zerstreute Jungs. Bis dato war mein Eindruck von den beiden eher negativ und dümmlich. Dieser Eindruck sollte sich jedoch ändern. Nachdem wir unser Getränk leer getrunken hatten, stieg die Lust zu tanzen. So haben wir als relativ große Gruppe den Anstoß zum Tanzen. Auf einmal tanzten mehr und mehr Leute. Die Stimmung für die weiteren Partyinsel war gut, ich schon leicht angetrunken. Gegen kurz vor zwei verkündete der DJ die Weiterfahrt zum nächsten Stop, den geilsten der gesamten Bocas del Toru Partytour.
Meine Nacht in dem 12 Betten Zimmer war sehr kurz und eher ungemütlich. Der Raum war stickig, die Türen so undicht dass man alles von draußen hörte und unsere Room Mates sehr nervig und zugleich sehr bekokst. Nachdem ich wie eine Eule die Nacht wach gelegen hatte, setzte ich mich um 10 Uhr morgens mir unseren Pancakes und Kaffee an den Peer und genoss die Ruhe vor dem Sturm. Denn heute stand FILTHY FRIDAY an, quasi Ballermann in Panama. Mein erster Tequila Shot um 11 Uhr morgens, den mit Tim ausgeben musste, da ich einen Bottle Flip geschafft hatte, wärmte direkt meinen Körper; ich war ready! Wir zogen mit unseren grauen „Filthy Friday“ T-Shirts los zum ersten Stop auf die Hauptinsel. Dort ging es direkt zu Bar auf eine neue Runde Tequila. Anschließend ließen wir uns alle einen abwaschbares Tattoo ankleben. Charlotte klebte sich das dicke schwarze „Filthy“ mitten über die Augenbraue, sag sehr gefährlich aus.

7 February 2019

Ich war froh als ich endlich nun den Stempel für Panama besaß und die Einreise und Ausreise Tortour nun erstmal vorbei war. Wir verabschiedeten uns vom kleinen Mann, ohne welchen wir total aufgeschmissen gewesen wären und setzten uns in einen anderen Shuttle für die Weiterfahrt. Das letzte Stück fuhren wir mit einem Speeboat „Taxi25“ zu den Bocas del Toru hin zu unserem Partyhostel „Aqua Lounge“. Völlig verklatscht von der langen Anreise und zerstubbelt von der aufregenden Speedboat Fahrt, brachten wir unsere Sachen aufs 12 Betten- Zimmer. Luka und Clara buchten auf der Hauptinsel noch die Touren für Freitag und Samstag, danach aßen wir alle zusammen in unserem Hostel. Den restlichen Abend saßen wir auf der großen Terrasse direkt am Peer und hörten der Live Musik zu, während wir den schönen Ausblick auf die Hauptinsel genossen.
Nachdem alle nach einer unverständlich langen Zeit bezahlt hatten, ging es zu Fuß weiter zu einem kleine Gebäude direkt vor „der Brücke“. Auch hier mussten wir in der Schlange eine Weile warten, bis jeder einzelt in das Gebäude eintreten und sich ein oder zwei Fragen unterstellen durfte, um den blöden Ausreisestempel in seinem Pass zu bekommen. Weiter ging es danach mit dem ganzen Hab und Gut über die Brücke, rüber nach Panama. Wir fühlten uns wie Immigranten, die mir ihrem wenigen Gepäck in ein neues Freundes Land einreisen wollten. Der kleine Mann, der uns auf unserer „Einwanderung“ begleitete, führte uns zu einem schon leicht eingefallen Häuschen. Aha, hier wurde also dann das Touristenvisum für Panama beantragt. Nachdem wir 8 zusammen gequetscht an einem Klapptisch den Bogen ausfüllten und leicht überfordert mit den fragwürdigen geforderten Angaben waren, ging es weiter den Einreisestempel abholen.
Donnerstag früh ging ich leicht beschämt aufgrund des gestrigen Abends zum Frühstück. Die Leute, die nicht in den Geschmack de Magic Balls gekommen waren, schauten uns leicht verurteilt an, so war jeden falls mein Befinden. Ich war froh, dass ich nun für den Rest der Woche frei habe und es später nach Panama ging. So wartete ich bis der Ansturm am Frühstückstisch vorbei war und setzte mich den Anderen gemütlich an den Tisch und ließ Revue passieren. Wir lachten über unser komisches Verhalten, an die Gesprächsthemen konnte sich leider keiner mehr dran erinnern. Nachdem ich mich traurigerweise von Berry verabschieden musste, die ihre Zeit hier leider nun vorbei ist, ging es für mich und Luka, Clara, Charlotte, Hannah, Paula, Jana, Tim und mich auf nach Panama 🇵🇦! Voller Vorfreude auf das verlängerte Wochenende stiegen wir in unserem Shuttle und fuhren bis zur Grenze. Dort wies uns ein kleiner Mann auf einen kleinen übersehbaren Kiosk hin, bei welchem man 8$ Ausreisegebühr zahlen musste

6 February 2019

Wir spekulierten über Gott und die Welt, konnten aber unsere Gespräche nicht weiter ausführen, weil wir alles vergaßen was wir vor einer Minute von uns gegeben hatten. Allein diese Situation brachte uns immer wieder zum lachen. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern über was wir alles geredet haben, doch ich wusste dass Felix immer wieder das Wort „ahnte“ aufgreifte. „Ich ahnte deine Situation“ im Sinne von „ich habe deine Situation verstanden bzw. Auch so erlebt“. Ganz komisch, auch nüchtern betrachtet. Nachdem wir 4h völlig verklatscht zusammen hockten und uns positives vibes gaben, ließ die Wirkung langsam nach. Leicht erleichtert und beschämt über dieses offensichtliche Verhalten der Anderen gegenüber, gingen wir ins Bett. Im Nachhinein betrachtet der lustigste Abend bis jetzt. Ich hab lange nicht mehr so viel und lange gelacht, doch meine kurzen Angstzustände haben mich dennoch gestresst und ich war froh als ich wieder klar im Kopf war. Nächstes mal gibt es nur 1/4 Magic Ball.
Ich war völlig überrascht, wie unterschiedlich das Zeug auf die Anderen angeschlagen ist. Während Lena, Corinna und Jana eher gechillt waren, bekamen Berry und ich aber auch Helena, Linda und Felix die überlisten Lachkicks. Berry und ich aber auch immer kurze Angstzustände, bei denen wir uns gegenseitig versuchten zu beruhigen und „positive vibes“ einredeten. Am schlimmsten war der Moment, als ich mir wie Berry auf einer Bühne vor kam und die anderen vor uns saßen und uns wie Zuschauer betrachteten. Da war der Zeitpunkt gekommen mal kurz zu chillen. Ich verkoch mich mit Felix, Justin, Tim, Berry, Linda, Helena und Berry auf die Couch. Wir quatschten und lachten auf einmal wieder, bekamen uns gar nicht mehr ein. Kurz durchatmen sonst muss ich schnell aufs Klo sprinten vor lachen. In dieser Situation befand ich mich vor lachen sehr sehr oft.
Beim Abendessen kam plötzlich der große unerwartete Lachflash bei mir. Neben mir Felix, der überhaupt nicht verwand warum Berry und ich die ganze Zeit über alles lachten. Mir kamen sogar schon die Tränen vor lachen. Das Zeug zeigte Wirkung... nachdem ich 15min durchgemacht hatte, schlugen die Bad Vibes an. Mir wurde bewusst, dass ich ziemlich dicht war. Oh Gott, jetzt noch abspülen. Eine Schwere machte sich auf meiner Brust breit und ich war sehr erleichtert als Berry mit ihre aktuelle Situation schilderte, die 1:1 mit meiner vergleichbar war. Eine die meine plötzlich aufkommenden sorgen verstand, war sehr hilfreich. So wagten wir uns zum Abspülen. Doch bei unserem völlig verklatschten Verhalten, z.B. dass wir einen Teller ewig spülten aber die Seife vergaßen, entlarvten wir uns selber. Nachdem ich mit Vivien über meine unausgewaschene Schale diskutierte, sie aber glaube ich nur total irritiere, verkroch ich mich den restlichen „Magic Ball Members“ in der Lounge.
Bei meiner Bemutterung fiel mir auf dass klein Crag schon deutlich aktiver, frecher und mutiger rum tapste. Es erkundete aufgeregt sein kleines Klettergerüst und als ich es zurück holen wollte, wehrte es sich. Auch kleine Zähnchen hatte es mittlerweile bekommen und biss immer wieder in meinem Finger oder in die Decke und in seinen Teddy. Um 15.30 Uhr ging es auch für allein Crag schlafen und ich hatte Feierabend. Zuhause im Casa warteten 8 Magic Balls, die Tim für die Gruppe gekauft hatte, auf uns. In den Magic Balls befinden sich jeweils 0,5 Gramm Weed, weshalb Corinna, Lena, Jana, Paula, Linda, Helena, Berry, Charlotte, Marie und ich nur eine Hälfte nahmen. Die übermotivierten Jungs (Tim, Justin und Dominik) aßen jeder direkt einen ganzen Ball. Nun gut, da hatten sie sich überschätzt, wie sich später noch herausstellen sollte. Der Magic Ball schmeckte wirklich lecker, nur ganz leicht nach Gras, sodass ich nicht mit Greiner grossen Wirkung rechnete. Völlig falsch gedacht.
Am Mittwoch morgen ging es mit neuer Energie zur Arbeit. In meiner ersten Schicht durfte ich mit Drei weigern Volontären die Gehe der Faultiere säubern, ihre Schlafplätze desinfizieren und neue Blätter um die Äste wickeln. Anschließend wurde ich dem Sloths Garden zugeteilt. Während ich ein Faultier nicht aus dem Auge verlieren durfte, da es Richtung Straße kletterte, musste ich gleichzeitig aufpassen, dass das freche Eichhörnchen mich nicht von hinten anspringt und attackiert. Dann noch einen auf cool zu machen, als die Touristen ganz aufgeregt Fotos von den Faultieren und den Vögeln knipsten, fiel mir wirklich nicht leicht. Zum Glück kehrte das Faultier zurück aufs Dach und das Eichhörnchen hüpfte auch davon, nachdem ich es mit einem Besen von mit verscheuchte. Ich entspannte in meinem Plastikstuhl und hörte den jeweiligen Tour Guides bei ihren Erzählungen zu. Nach einer frühen Ablösung, durfte ich wieder die Leihmutter für das Kinkajoo Baby spielen.

5 February 2019

Daher rannte ich nur nur dem Ameisenbär hinterher um ihm die Schälchen zu entreißen, die für die anderen Mitbewohner des Käfigs gedacht waren. Ich war froh und dankbar, dass Corinna mir hilf und wir ein gutes Teamwork gegen den Ameisenbär bildeten. Nach unserer Pause, würde ich keiner Schicht zugeteilt. So half ich Corinna, Laura und einem dänischen Dude bei den Food Plates und Sloths Leaves, wobei ich mit dem Wassersportes mehr Spaß hatte, Leute nass zu machen als die Blätter zu befeuchten. Mit dieser guten Arbeitsmoral endete mein Arbeitstag. Am Abend quatschte und lachte ich noch in einer netten Runde (Berry, Felix und Tim) über Berry’s Malur beim Surfen. Danach viel ich vollkommen müde und kaputt ins Bett.
Am Dienstag kam ich nur schwer aus dem Bett. Mit großer Müdigkeit und leider ohne Kaffee ging es wie gewohnt zum Rescue Centre. Dort musste ich ich mit den „Neuen“ von dieser Woche den Garten rechen. Nach halbherziger Arbeit, wartete ich auf die nächste Schichtzuteilung. Ich glaube durch den Zuwachs an weiteren Volontären wusste Narea nicht wohin mit all den Helfern und Helferinnen. So stecke sie Corinna und mich zu Aloe, dem Aguti Baby. Mit aufkommenden leichten Kopfschmerzen setzte ich mich in den Käfig, als ich bemerkte, dass sich neben den zwei schlafenden Faultieren und auch der freche und ADHS angeknackste Ameisenbär im Käfig aufhielt. So wurde die 3,5 h Schicht nicht so entspannt wie erhofft. Während ich aufpassen musste, dass der Ameisenbär den Faultieren nicht ihr Futter, also ihre gekochten Eier auffraß, musste ich auch ein Auge auf das Aguti werfen. Dieses war zu ängstlich seine Milch zu trinken, da in seinem Nacken der Ameisenbär schon nach der Milch geierte.

4 February 2019

Der Montag der 2. Arbeitswoche entwickelte sich zu einem dankbaren Arbeitstag. Nachdem ich in der Früh „nur“ die Terrasse fegen musste, ging es mittags mit Ellen und Corinna in den Wald. Mal wieder auf die Raccoons aufpassen. Und nachdem das Einfangen in den Tragekäfig beim letzten Mal eher semi gut geklappt hatte, lief es diesmal besser. Wir fingen alle drei Waschbären ohne Nareas Hilfe ein, auch wenn es seine Zeit in Anspruch nahm. Entspannt legten wir uns auf die Picknickdecke und dösten und der Mittagssonne. Eine bessere Schichtzuteilung hätten wir nicht bekommen können. Auch die letzte Schicht „Baby Sloths“ gefiel mir. Ich setzte mich für die restlichen 2,5h in den Baby Sloths Garten und beobachtete die kleinen Racker, die neugierig und aktiver den je ihre Umgebung erkundeten. Feierabend! Müde durch das viele Sitzen und Liegen in der prallen Sonne, schleppte ich mich nach dem Abendessen ins Selinas zum Bierpong. Doch die Leistung von letzter Woche waren nicht erneut abrufbar.

3 February 2019

Um 16.30 Uhr ging es in eine Bar, Super Bowl gucken Patriots vs. Rams. Wir hatten einen Platz für 10 Leute reserviert. Im Endeffekt waren wir über 17 Leute durch Maries zu sozialer Ader, nicht nein sagen zu können und dem Drang jeden zu integrieren. Völlig genervt klärte ich mir ihr, den Kellnern und den Leuten, die nun doch nicht mitkommen konnte, die Situation. Noch leicht verärgert, dass ich alles koordinieren musste, fing Super Bowl an. Meine genevte Laune legte sich nachdem wir nun alle einen Platz hatten und unser Essen schlemmten, welches by the way viel zu teuer für die Menge her war. Während des Spiels versuchte ich die Regeln zu verstehen, doch ich musste mich immer an „Kenner“ Lena richten, die sich mit dieser Sportart anscheinend wirklich auskennt. Nachdem Spiel, welches sich durch nur einen Touchdown zu einem sehr lowen Spiel entpuppte, zahlten wir unseren jeweiligen Verzehr. Es entwickelte sich zu einer schwierigen Aufgabe und ich war froh, als wir endlich im Casa waren
Und so brutzelte ich in der Sonne und sprang mutig wie ein Ritter in die großen Wellen. Ich hatte mit den anderen viel Vergnügen, auch wenn die Wellen fast jedesmal die Bikini Teile vom Körper rissen. Während der gesamten Zeit am Strand hielten wir akribisch Ausschau nach der Magic Ball Lady. Wir wollten in einer großen Gruppe die „Dinger“ auf ihren Geschmack testen, doch obwohl sie sonst 3 mal am Tag einen voll labert, kam sie genau heute zu unserer Enttäuschung nicht vorbei. Naja dann hoffentlich die Tage! So kaufte ich mit stattdessen eine frische Kokosnuss und schlürfte sie genüsslich. Immer wieder lecker! Als sich der Strandtag dem Ende neigte und ich langsam aufbrechen wollte, bemerkte ich wie rot ich eigentlich doch war. Ich sah im Gesicht aus wie eine Tomate und auch meine Schultern waren rot. Aua, trotz mehrfachen Eincremens hatte ich einen Sonnenbrand bekommen. Ich weiß nicht wann ich zuletzt Sonnenbrand hatte. Zuhause cremte ich mich Maries Aloe Vera passte ordentlich ein.
Am Sonntag stand ich ganz früh um 5 Uhr morgens auf, um zusammen mit Paula, Charlotte, Marie, Jana, Linda, Berry und Helena den Sonnenaufgang am Strand bewundern zu können. Mit Stirnlampen gegen die Dunkelheit gewappnet, düsten wir fix zu unserem Strand. Am Strand stellten wir fest, dass es sehr bewölkt war und wir den Sonnenaufgang nicht so deutlich wie erhofft sehen konnten. Trotzdem empfand ich es als sehr schön, früh gemütlich zusammen und noch leicht verbutzelt dem Rauschen des Meeres zu lauschen. Ganz entspannen konnten wir aufgrund der Vorgeschichte von Überfällen am Strand nicht und da wir mutterseelenallein am Strand saßen, hatte Berry für alle Fälle die Vergewaltigungspfeife stets griffbereit. Nach einer Weile des Relaxen radelten wir wieder ins Casa, denn der Hunger war wie immer groß. Nach dem ausgiebigen Frühstück und dem Workout mit Corinna führen wir gemütlich zum Strand. Das Wetter war perfekt für einen Strandtag und ich freute mich endlich mal wieder Sonnen zu können.

2 February 2019

Nachdem der freaky Guide uns noch die Röstmaschinen gezeigt hatte, gab es wieder Schokolade zum Naschen. Diesmal flüssig vom Löffel. Mit leichten Bauchschmerzen fuhren wir in der Dämmerung nach Hause und kamen gerade noch rechtzeitig zum Abendessen. Wir chillten noch zusammen in der Lounge und entschieden uns zuhause zu bleiben, da wir uns am nächsten morgen den Sonnenaufgang anschauen wollten.
1. „Felipe“: nussig 2. „Severo“: erdig 3. „Raul“: mundiger, fruchtiger 4. „Miguel“: Cremiger, nicht so bitter , dominant, caramel Nach dem Schokoladen Tasting ging es mit einem kleinem Shot weiter, der aber überhaupt nicht mein Fall war. Warme Schokolade mit Pfeffer und noch weitern Zutaten, die ich nicht zuordnen konnte. Pfui, ich gab den Shot Justin, der diesen wiederum feierte. Weiter ging es zur letzten Tasting Station. Auf einem Tisch stand eine kleine Schüssel mit Schokoladen Krümeln und Weitere mit Gewürzen, wie Curry, Zimt etc., aber auch Kokussnussraspeln, gehacktem Knochblauch, Pfefferminz und Bärlauch. Mein Fazit, nachdem ich die schrägsten Mischungen ausprobiert hatte; Schoko mit Knoblauch schmeckt echt lecker. Wir schossen noch ein paar Bilder von unserer Gruppe, im Hintergrund die wunderschönen Aussicht, danach gingen wir weiter. Doch wir hatten langsam keine Lust mehr, denn wir befürchteten nicht rechtzeitig zum Abendessen im Casa zu sein.
Wir baten den Mann ein Gruppenfoto von uns zu schießen. Während wir brav in die Kamera Lächeln wollten schrie er plötzlich mit starkem sächsischen Akzent „na jetzt denkt mal an alle an Sex“. Aufgrund dieses unerwartet lustigen Ausrufs von gerade IHM wurde es doch ein reales Spassbild. Wie sich auf unserer weiteren Tour noch herausstellte, war der Typ nicht nur lustig, sondern auch korrekt und ein Schoko Liebhaber. Wir errichten eine Plattform, auf welcher wir eine schöne Aussicht auf Puerto Viejo hatten. An diesem schönen Ort fand das schoko tasting statt, sich welches alle schon gewartet haben. So cool und relaxed der Guide auch war, er redete zu viel und zu wirr. Wir wollten doch nur Schokolade testen. Jeder von uns probierte 5 Schokoladenstücke, die alle 72% Kakao und 18% Zucker als Zutaten beinhalteten und sich nur in der Kakaobohne unterschieden. Zusammen mit dem Sachsen-Heini stellte ich folgenden Geschmackstest fest:
Der innere Aufbau der Kakaobohne sah anders aus aller erwartet. Unter der gelben Schale der Kakaobohne kam eine Art weißer Strunk hervor. Dieser war von der Konsistenz her glitschig und schmeckte überraschend süß nach Mango. Die eigentliche Kakaobohne versteckte sich eingehüllt in der weißen Schutzhülle, sah lila aus und schmeckte trocken bitter. Also noch nicht wirklich lecker, da die Bohnen noch geröstet werden müssen. Ein interessanter Zwischenstopp auf unserer Kakaotour. Nachdem ich über den Aufbau der Kakaobohne Bescheid wusste, ging weiter einen steilen Weg entlang. Auf unserer Wanderung lernten wir ein Pärchen kennen, von denen der Mann sehr stark sächselte, worüber ich sehr schmunzeln musste. Der Typ sah aus wie der übelste Spießer. Durch seine Nickelbrille erschienene seine Augen noch größer, was im Kontrast zu dem sehr schmalen Mund leicht dümmlich wirkte. Aber wieder einmal wurde mir aufgezeigt, dass mich mein erster Eindruck trügte.
Nachdem ich nach gründlicher Untersuchung festgestellt habe, dass mir die 82%ige am besten schmeckt, holte uns unser Guide Oscar, gebürtig aus Nicaragua, ab und startete unserer Tour. Angesehenen von unseren Leuten, schlossen sich noch weitere Kakao interessierte Touristen an, darunter zwei deutsche Paare. Die Tour begann recht langweilig. Oscar, bei dem ich immer noch nicht weiß, ob er stoned war wegen der uns rum führte, erzähle uns auf spanisch und auf englisch über die geschichtliche Entwicklung der Kakaobohne. Doch dadurch, dass er immer zwischen den zwei sprachen switchte, vergaß er im englischen die Hälfte und teilweise fehlte der Zusammenhang. Nun gut, nach seinen verwirrenden, teilweise zusammenhangslosen Spanglishen Erzählungen wanderten wir ein Stück weiter in den Dschungel rein, bis zu einer Raststelle. Vor uns lag ein Berg von geöffneten Kakaobohnen. Unser Guide öffnete eine reife Kakaobohne und zeigte uns deren inneren Aufbau.
Am Samstag morgen ging es um 8 Uhr zum Strand, denn die „Surf Competition Pro 2019“ wurde am Cocles Beach in Puerto Viejo ausgetragen. Leider spielte das Wetter für dieses Event nicht mit und so saßen wir in einer großen Gruppe und ließen den Nieselregen über uns ergehen. Während mir als Wuppertaler Mädel der leichte Regen überhaupt nichts ausmachte, radelten ein paar ins Casa zurück. Ich schaute weiter den Surfern zu, die wie Wellenreiter mit ihren Surboards über die Wellen glitten. Um 14 Uhr nahmen Ellen, Laura, Jana, Paula, Corinna, Justin, Dominik, Tim und ich an einer Schokotour direkt neben dem Tasty Teil. Während wir auf unseren Guide warteten, probierte ich mit Ellen und Domenik in einer Kühlkammer verschiedene Schokoladensorten mit unterschiedlichen Kakaoanteilen aus. Ich bin ein Fan von Zartbitter Schokoalde, aber auch mir war die 100%ige Kakao Schokolade zu bitter und zu intensiv.

1 February 2019

In der letzten Schicht passte ich auf das kleine Kinkajoo Baby auf. Ich wusste nicht was für ein kleines Wesen mich erwartete, denn von einem Kinkajoo hatte ich noch nie gehört, geschweige es gesehen. Eine Volontärin übergab mir eine Decke samst Kinkajoo Baby. Ich setzte mich in den Schatten und ließ das Tierchen geschützt von einer Decke und seinem Teddy auf die Wiese. Es krabbelte quiekend hervor und bei diesem extrem niedlichen Anblick hätte ich auch fast gequiekt. ES WAR SO NIEDLICH. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das nur ein paar Wochen alte Kinkajoo Baby klammerte sich mit seinen kleinen Krallen an mir fest und suchte Schutz, da es sehr aufgewühlt und nervös war. Ich versuchte ihm soviel Geborgenheit und Schutz wie möglich zu bieten. Nach einer Weile schien es sich sicher bei mir zu fühlen und so schlief es zwischendurch immer mal wieder mit einem Lächeln ein, um danach mit neuer Energie die „Mareike“ zu erkunden und an mir hochzukraxeln. Es war eine sehr kurzweilige Schicht.
Jetzt seien die drei Kinder-Waschbären außer Rand und Band und auch Narea konnte sie nach langer Zeit nur mit Mühe, viel Fauchen und Kratzen einfangen. So stiefelten wir mit einem US Mädel in den Wald. Als wir ein schönes Plätzchen gefunden hatten, ließen wir die drei Waschbären frei. Diese liefen sofort in einen Bambusbaum. Die Aufgabe „aufpassen“ wandelte sich eher in „suchen“ um. Da es ein Ding der Unmöglichkeit war, alle drei Waschbären im Auge zubehalten, legten wir uns stattdessen auf eine Picknickdecke und schauten in den giftgrünen Wald. Ein paar Sonnenstrahlen durchdrangen die dichten Baumkronen. Ein sehr schöner Anblick. Ab und an ließen sich die kleinen Racker wieder blicken. Locken konnte man sie auch mit einem Planschbecken und natürlich Essen. Nachdem wir über 3h im Wald saßen, löste uns die nächste Schicht ab. Endlich Pause! Mit Stolz kann ich behaupten, dass wir keinen der Drei verloren haben. Im Gegensatz zu Ellen, die eine Suchaktion mit der Managerin starten musste.
Heute stand der letzte Arbeitstag für diese Woche vor der Tür. Nachdem ich in meiner ersten Schicht zusammen mit Corinna und Laura den Garten kehren musste und ich erneut das Engagement und die Hilfsbereitschaft der anderen Volontäre in Anspruch nahm, durfte ich mit den Waschbären in den Wald gehen. Diese Aufgabe klang leichter als getan. Corinna und ich versuchten die drei frechen, kleinen Waschbären in den tragbaren Käfig zu locken. Doch die drei wollten nicht. Hatten wir einen im Käfig, büxte er direkt wieder aus sobald wir die Klappe für den zweiten Waschbären leicht öffneten. Während wir 20min versuchten, die Waschbären von unseren Schuhen abzuschütteln und in den kleine Käfig zu locken, kam völlig genervt hinzu. Sie schnauzte uns in ihrem gebrochenen Englisch an, dass wir sie aggressiv gemacht hätten, da wir die Waschbären auf die falsche Art und Weise in die Box gelockt hätten.

31 January 2019

In der 12.30 Uhr Schicht stellte ich mich erneut freiwillig mit Elli zusammen in die Küche. Doch das Abspülen nahm kein Ende. Immer nachdem ich den letzten Teller gespült hatte, kam eine neue Ladung. So spülte ich 3h lang ununterbrochen bis meine Hände ganz schrumpelig wurden. 15.10 Uhr konnte ich endlich Feierabend machen. Zusammen mit Corinna radelten wir ins Casa Caribe zurück und legten ein straffes Bauchworkout in der Lounge ein. Nachdem Abendessen bereiteten wir uns mit Flunky Ball und Bierpong auf unsere Bartour vor. Im Playa 506 angekommen, schallte es mir sehr laute Livemusik entgegen. An sich eine schöne von Hippies besuchte bar, doch man wurde eher müde, als dass man Lust aufs Feiern bekam. Gegen 23 Uhr fuhren wir weiter ins Lazy Mon. Meiner Meinung nach die beste Bar bis jetzt. Es gab auf der einen ruhigen Seite Tischtennis, Billard & Bierpong-Bereiche und auf der wilden Seite eine Tanzfläche, auf welcher Flammenwerfer eine grandiose aber auch gefährliche Show ablieferten.
Nach einiger Zeit der Langeweile, füttere ich zusammen mit einer älteren Volontärin die Faultiere, obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre. Aber Faultieren füttern gehört zu meinem Lieblingsaufgaben. Nach der Fütterung trat ein anderes Mädchen in den Käfig und legte genervt den Ameisenbär von ihren Schultern ab. Sie raunte nur entgegen, dass das Tier sie stressen würde und mich evtl kratzen könnte und ging wieder. Ich war mit dieser Situation und mit diesem Tier vollkommen überfordert. Ich wollte nicht dass es an mir rum springt, da ich nicht wusste wie ich mich verhalten sollte. Ich hatte doch bisher nur schlafende Faultiere und ein schüchternstes Aguti. Und nun gaben die mir ohne Einweisung einen Hyperaktiven Ameisenbär. Ich war erleichtert, als eine Oma Volontärin mit mir tauschen wollte, da sie eh nichts zu tun hatte. Ich verschwand fix bei Corinna in der Küche und räumte mir anschließend eine Stunde Mittagspause ein.
Auch der Donnerstag verlief im Jaguar Rescue Centre eher schleppend. Da ich nun meine Spucktests hinter mir habe, könnten Corinna und ich das erste mal pünktlich erscheinen. So bekamen wir noch die Besprechung am Morgen mit, bei welcher ich aber aus Müdigkeit nur körperlich anwesend war. Bei der ersten Schicht, bis ca. 9 Uhr meldete mich freiwillig für „Laundry“. So verschwand ich ans andere Ende des Centers, steckte meine Kopfhörer rein und weichte die „Monkey Blankets“ und die „Nursery Clothes“ ein und fring sie anschließend in den dazu gehörigen Eimern wieder auf. Ein bisschen Training für die arme am Morgen! In der zweiten Schicht würde ich erneut dem Aguti „Aloe“ zugeteilt. Ohh nöö. Narena bat mich jedoch das Aguti in einen anderen Käfig zusammen mit den Faultieren und einem Ameisenbär zu bringen, da es in ihrem eigentlich Gehege zu laut sei. So saß ich diesmal in einem anderen Käfig, mit Aloe und zwei Faultieren aber ohne Ameisenbär.

30 January 2019

Total müde vom vielen Beobachten und Aufpassen auf die Tiere, freute ich mich auf das Abendessen im Casa Caribe. Doch vor und auch während des Abendessens verschwanden neben Dominik, der sich bereits über Nacht übergeben musste, auch Helena und Jana in ihre Zimmer und gingen den restlichen Abend über der Toilette. Sofort brach der Placebo Effekt aus und wir alle vermuteten das ein Magen Darm Virus herumgehen könnte. Über jedes kleines Symptom, ob Bauchkrummeln oder Fingerzucken, wurde seine Besorgnis geäußert. Zur Prävention tranken wir alle artig einen heißen Tuttifrutti Tee, bevor wir uns ins Bett legten.
Corinna die hinter mir im Käfig auf einen Tucan aufpassen musste, wollte nur mal kurz Augen schließen. Doch sie schlief ein und wurde zu ihrer Peinlichkeit von „höher gestellten Volontären“ sprich geweckt. Doch ich muss sie vertiefen, über 3h in einem Käfig hocken macht einfach müde... Daher ging auch ich aus meiner Schicht müde in die Pause, nachdem ich lange auf eine Ablösung wartete. Nach meiner Pause wurde ich den Sloths Babys zugeteilt und auch wenn es wieder stilles Dasitzen beinhaltete freute ich mich sehr über diese Schichtzuteilung. An meinem Platz, gab es drei Krabbelgruppen. Die Baby Baby Baby Sloths, die Baby Baby Sloths und die Baby Sloths. Die Künste Gruppe von denen ist gerade mal ein paar Wochen bis zu 2 Monaten alt. CUTENESS OVERLOADED! Die Racker schauten neugierig umher und posierten für meine Bilder. Ich war hin und weg von den Kleinen! Die Zeit verging dadurch wie im Flug. Feierabend für mich, Schlafenszeit für die baby Sloths.
Am Mittwochmorgen radelte ich erneut mit Corinna in die Bioklinik nach Puerto Viejo rein und gab meinen Spucktest No. 2 ab. Ich zahlte erneut 11000 Colones und hoffe nun eine E-Mail in drei Tagen zu erhalten, in dem mein Testergebnis steht. Erleichtert dieses Thema „Tuberkulose“ nun halbwegs abgeschlossen zu haben, ging es zur Arbeit im Jaguar Rescue Centre. Corinna und ich mussten erneut in der Küche aushelfen, anschließend ging es in der Mittagsschicht zu einem Aguti namens Aloe. Ich fühle mich unwohl in dem Käfig zu sitzen, weil ich eher aussah wie die Attraktion und nicht das schüchterne und kleine Aguti. Um meine Ruhe vor den Touris zu haben, setzte ich mich mit einem Gartenstuhl genau verwinkelt in eine Ecke des Käfigs und spielte am Handy. Ab und zu ließ ich das Aguti an meinen Fingern knabbern und sogar 1-2 mal auf meinen Schoß springen. Doch die Krallen katzten und das Aguti wurde mir zu aufdringlich, so ließ ich es irgendwann nicht mehr hoch auf meinen Schoß.

29 January 2019

Nachdem auch die letzte Schicht für diesen Dienstag vorbei war, sollte ich die großen, schweren und sich agressiven Faultiere vom Fach holen. Mit der Haltung „ja mach mal“ würde ich total verunsichert. Und so war ich dankbar, dass die übermotivierte Volontärin Kimberly das für mich erledigte. Dass sie sich dann fühlte, weil sie so mutig und stark gewesen ist, war mir dann auch egal. Ich war erschöpft und froh nach Hause radeln zu können. Im Casa Caribe spielten Corinna, Berry, Tim, Dominik und ich eine oder zwei runden Bierpong. Es war ein sehr lustiger Abend, zufrieden ging ich gegen 21.30 Uhr ins Bett.
Der grüne Papagei machte sich bei mir direkt nach den ersten fünf Minuten beliebt, als er ungeniert auf meine Hand kackte. Ab diesem Zeitpunkt achtete ich darauf, nicht mehr zufällig unter ihm zu sitzen. Während ich aus aufkommender Langweile die Blätter mir Wasser bespritzte, kümmerte sich Laura um den blinden Papagei und spielte mit ihm. Nach einiger Zeit der Annäherung saß er sogar auf ihrer Schulter, aber ich hielt weiterhin Abstand zu den Vögeln. Glaube diese Tiere werden nie meine Favorits. Ich kümmerte mich lieber um das Füttern der Tiere. Während die Faultiere kopfüber ihre Möhren und gekochten Eier aßen, hackte der grüne Papagei an einem Maiskolben und pickte die Sonnenblumenkerne aus einem Napf, welchem ich Ihnen hinhielt. Auf einmal kam aus einer Ecke ein Eichhörnchen gerannt und versuchte dem Papagei sein Essen zu klauen. Da ich ihn unmittelbarer Nähe des Kampfes war, lief ich die Schale fallen und dürfte noch mal neue Nahrung besorgen.
Am Dienstagmorgen radelte ich zusammen mit Corinna zur Bioklinik und gab einen Becher mit meiner Spucke ab, welcher mich 11000 Colones kostete. Angekommen im Jaguar Rescue Centre wurden Corinna und ich für den Rest der ersten Schicht der Küche zugeteilt. Nachdem wir uns mit spülen und abtrocknen abwechselten, ging es direkt zur nächsten Schicht über. Laundry stand auf dem Plan. Laura, Betty, die etwas komisch ist und ich erhielten die Aufgabe 3,5h lang die Decken von den Baby Affen, der Nursery und den Faultieren mit einer Flüssigkeit in Tonnen einzuweichen und diese anschließend ausgewrungen in die jeweils richtigen Behälter zu zuordnen. Ich empfand die Schicht als ein gutes Armworkout, mit den beiden Mädels konnte ich allerdings nicht viel anfangen. In der Nachmittagsschicht wurde ich erneut mit Laura in den Sloths Garden geschickt. Neben sechs schlafenden Faultieren, davon drei auf dem Dach, befanden sich ebenfalls ein blinder Blackberry und ein grüner Papagei im Gehege.

28 January 2019

Eine Stärkung tat gut, denn um 20 Uhr ging es zum Bierpong Turnier ins Selinas. Viktor holte uns ab und transportierte 17 Personen zum Selinas. Ein neuer Rekord an Leuten im Auto von Viktor. In der Bar angekommen, bildete ich mit Berry das Team „Germanwings“. Unseren ersten Gegner waren Jana, Gloria und Pia. Mit leichten Anfangsschwierigkeiten gewannen Berry und ich das Match. Auch unseren nächsten Gegner, zwei Kerle aus Dänemark konnten uns nicht die Stirn bieten. Und so kam es dass wir im Finale standen und gegen Paula, Charlotte und Marie spielten. Doch mit einer besseren Treffsicherheit und Verstand setzten wir uns als Sieger durch und so gewannen wir das Bierpong Tunier! Als Gewinn, dürften wir an einem Rad drehen und erhielten ein Dessert für jeden aufs Haus. Meinen Bananen Kuchen mit Vanille Eis ließ ich mir richtig gut schmecken und teilte sogar, wie es sich für einen fairen Sieger gehört. Nach diesem Triumph fuhr ich nach Hause, denn wenn es am schönsten ist soll man aufhören.
Ich klärte einer Mitarbeiterin über meinen verkürzten Aufenthalt auf, äußerte meinen Wunsch zusammen mit Corinna und Domenik nach la Ceiba gehen zu können und beichtete schließlich auch, dass ich keinen Tuberkulose Nachweis gemacht hatte. Ich habe gehofft, dass das Costa-ricanische Lebensmotto „Pura Vida“ Auswirkungen auf die Dringlichkeit dieses Tests hat. Leider redeten die Mitarbeiter eindringlich auf mich ein den Test so schnell wie möglich zu erledigen. Und so fahre ich morgen früh mit Corinna und den darauf folgenden Morgen mit Dominik in die Stadt und gebe zwei mal ein Töpfchen mit meiner Spucke ab. Nach den vielen Eindrücken im Jaguar Rescue Centre, fuhren Dominik, Corinna und ich nach Puerto Viejo rein und luden unser Handy, kauften Bier und Dominik hebte Geld an, um seine Schulden bei den einzelnen Leuten begleichen zu können. Nachdem alles erledigt war, fuhren wir zurück ins Casa Caribe für das heiss ersehnte Abendessen.
Heute begann mein erster Arbeitstag im Jaguar Rescue Centre. Gegen 11 Uhr fuhr ich zusammen mit Ellen und ihrer Freundin Laura zu dem nicht weit entfernen Centre. Dort angekommen, führte uns eine übermotivierte und enthusiastische Volunteer namens Anna rum und zeigte uns die einzelnen Pflegestationen. In unserer Volunteer Gruppe befand sich noch eine weitere Deutsche, ein Däne, eine 40-jährige Französin und eine niedliche Österreicherin. Während unserer Besichtigung kraxelten Äffchen über unsere Köpfe, ein Weisswedelhirsch mit hängender Zunge kam sehr zutraulich auf uns zu und sah uns mit seinen tief braunen Augen neugierig an und auch einen Nasenbär entdeckte ich im Baum. Der Rest der Tierchen ruhten in ihrem Gehege oder in ihren Körbchen, wie zum Beispiel die Faultierkinder auf den Fotos. Nach unserer Rundtour klärte ich Orgastischeres ab.

27 January 2019

Während die anderen fleißig Gemüse schnibbelten, telefonierte ich fix mit Petar. Zu schade, dass die meiste Arbeit nach meinem Telefonat schon erledigt wurde. Das Essen konnte serviert werden. Wir schlugen alle ordentlich zu und teilten die empfohlenen 12 Portionen unter uns 8 brüderlich auf. Um Geschirr zu sparen, gabs als Nachtisch ein Stück Ananas auf die Hand. Nach dem Abwasch setzten wir uns mit dem Bierchen auf einen Vorsprung von unserem Bungalow, starten in den klaren und mit Sternen übersäten Himmel. Es entstand eine angenehme und gemütliche Deep Talk Runde. Während die Anderen kaputt vom Tag um 21.30 Uhr im Bett gingen, entscheiden Berry, Paula, Dominik und ich uns in die Bar Amigos zu gehen. Völlig verranzt, in den schmutzigen Nike’s liefen wir in die 250 Meter entfernte Bar. Nachdem wir einwenig Eintritt zahlten, betraten wir den Party Schuppen von Monteverde. Die Bar Amigos teilte sich in Tanzfläche mit DJ Pult und Restaurant auf.
Nach langer Zeit wurde mir mal wieder schlecht während einer Autofahrt. ich nahm sogar ein Reisekaugummi von Jana. Unser Fahrer heizte entlang der Serpentinen über Schlaglöcher und auch ein Stau hielt ihn nicht auf. Er führt über Wiesen entlang, am Stau vorbei und lenkte danach wieder auf die asphaltierte Straße. Ich war froh, also wir eine Pause einlegten und ich mal kurz durchatmen konnte. Bevor die Fahrt weiter gehen konnte, laufen Berry und ich uns zusammen ein Hähnchen mit Salat und tortillas für nur 2000 Colones. Einen saftigen Schnapper, diesen ließen wir uns auf der Rückfahrt ordentlich schmecken. Einfach war es aufgrund des wilden Fahrstils jedoch nicht, glaube ein bisschen Hühnchen liegt noch neben dem Sitz. Nachdem wir statt angesetzten 8 Stunden, innerhalb von 6 Stunden wieder zuhause waren, ging es erstmal in den Pool. Es folgte ein entspannter Abend in der Lounge. Doch meine Mündigkeit von der Heimfahrt war sehr groß und so ging ich gegen 21 Uhr zu Bett.
Sonntag stand die Heimfahrt bevor. Laut dem mir geschickten Dokument sollten wir 9 Uhr von einem Shuttle am Casa Tranquilo abgeholt werden. Da aber Berry und ich uns gegenseitig in unserem wirklich gemütlichem Doppelbett die Decken wegzogen und auch Elli um 7.30 Uhr wach wie eine Eule im Bett saß, beschlossen wir früher als mit den Anderen verabredet zum Frühstück zu gehen. Zum Glück zog uns der Hunger so früh zum Frühstück, denn um kurz nach 8 Uhr stand ein Shuttle abholbereit vor dem Hostel. Während der Rest der Truppe langsam zum Frühstück schlenderte, zeigte mir der Fahrer seine Abholzeit: 8 Uhr, 8 Chicas , Drop off to Casa Caribe. Oh Shit, innerhalb von 10 Minuten mussten wir unsere Sachen zusammen packen und Abfahrtsbereit sein. Natürlich war „Mentschel“ on Time, während die Anderen rum bamperten. Zum Frühstücken war für die anderen nun leider keine Zeit mehr. Und so ging es nach einer halben Stunde Verspätung, laut des Plans vom Fahrer, in einem Affenzahn Richtung Puerto Viejo.
Gegen 1 Uhr beschlossen wie den Heimweg anzutreten. Die 250 Meter rannten wir völlig vermummt in unserem Hoodies und Ellen mit Haaren unter der Cap,mit großem Abstand zu den dunklen Gassen, die Straße entlang. Dominik, der einzige junge in der Gruppe, lief ganz hinten. Der Feigling. Doch ich lief neben Paula, die ihr Schweizer Taschenmesser aufgeklappt und jeder Zeit einsatzbereit in der Hand hielt. Nach unserer kurzen Sprinteinheit kamen mit mit viel Gelächter im Casa Tranquilo an. Wir sahen mit Sicherheit aus wie total große Freaks! Müde und glücklich über den schönen Tag und den lustigen Abend fiel ich ins Bett.

26 January 2019

So konnte man direkt nach einem leckeren Abendessen das Tanzbein schwingen. Wir setzten uns erstmal in den ruhigeren Restaurant-Teil und holten uns ein Bier (ich eine Cola Zero). Gegen 22.30 Uhr trauten sich dann die ersten Ticos auf die Bühne und auch Paula, Ellen und ich standen auf und gingen auf die Tanzfläche. Nach und nach füllte es m sich und auf einmal tanzten Mädels aus Manchester mit uns. Ihre Twerk Moves waren etwas verstörend, aber auch lustig. Nun kamen auch Dominik und Berry zu uns. Es wurden die Dance Moves ausgepackt, es war sehr lustig. Ein Smirnhoff Apfel gönnte ich mir noch auf der Tanzfläche, während die anderen bei ihrem 4. Bier waren. Die Stimmung war locker und verrückt. Vor dem Club hielt man noch mit dem ein oder anderen Touri einen netten smalltalk, bevor es wieder auf die Tanzfläche ging und wir zu den Bravo Hits 2010 tanzten.
Nach jeder Brücke durchquerte man anschließend ein Stück Dschungel, bevor sich dieser lichtete und man zur nächsten Brücke gelangte. Auf den Brücken erhielt man eine atemberaubende Aussicht über all die Baumkronen des Nebelwaldes. Umgeben von Grün, inmitten von Grün. Ich genoss diesen Rundgang sehr, gerade weil ich solch eine Aussicht auf solch eine Natur noch nie gesehen habe. Ich knipste fröhlich von allem und jedem Bilder, doch jede Brücke sah gleich aus. Außer Brücke Nummer 4. Diese war mit Abstand die längste und höchste Brücke. Von dieser konnte man über einen Großteil des Nebelwaldes schauen. Einfach schön. Diese Tour, die circa 1,5h dauerte würde ich glatt noch einmal machen. Nachdem der Shuttle uns wieder im Casa Tranquilo absetzte, liefen wir fix zu dem nächst gelegenen Supermarkt und kauften Nudeln, Pesto, Tomatensoße und eine Ananas für den Nachtisch ein. Achja und das gute Imperial Bier. Da der Hunger wie immer sehr groß war, legten wir direkt mit dem kochen los.
Ich entgegnete dem Hostelvater, dass alles gebucht sei und wir Lust auf unsere Tour haben und er nun bitte 8 Betten für uns zur Verfügung stellen sollte, schließlich haben wir diese vorab gebucht. Und so bekamen wir ein kleines Bungalow für unsere Gruppe allein. Dieses nette, bunte Häuschen besaß zwei 4er Zimmer, ein WC und einen kleinen Duschraum. Auch von innen gefielen uns die Zimmer sehr. Alles war mit Holz verkleidet, die Räume waren sauber und es gab warmes Wasser. Luxus! Ich bezog ein Zimmer mit Paula, Ellen und Berry, mit welcher ich in einem Doppelbett schlief. Wir quatschten kurz über dir weirder Situation vom pessimistischen Gastvater, doch kurz darauf wartete schon unten ein Shuttle auf uns. Los ging es nach Abgangares zu den Hängebrücken. Problemlos konnten wir unseren Rundgang starteten, nachdem ich nur aufgrund er Voranmeldung meinen Namen nennen musste. Unserer Rundgang beinhaltete 9 Brücken mit je verschiedenen Längen und Höhen.
Am Samstagfrüh ging die Reise nach Monteverde weiter, zuvor bekam jeder noch eine sehr kleine Portion zum Frühstück. Nach der „Stärkung“ fuhren wir zunächst mit einem Touristenbus in Richtung Westen. Zu unserer Überraschung ging das letzte Stück Strecke mit einem Boot weiter. Dadurch wurde es eine kurzfristige Fahrt nach Monteverde. Angekommen in unserem nett ausschauenden Hostel, begrüßte uns ein pessimistischer Hostelvater. Er sprach gebrochen Deutsch und äußerte sich meist mit dem Satz „Alles scheisse“. Damit meinte er die die von ihm erst falsch zugeteilten Zimmer und das Missverständnis der Bezahlung. Wir dachten, dadurch dass wir Janas Kreditkartennummer bei booking.com angeben mussten, wäre der Betrag Beitritts abgebucht worden. Doch es stellte sich heraus, dass die Bezahlung vor Ort stattfand. Nachdem jeder 12$ zahlen musste, sah es bei dem ein oder anderen mit dem Taschengeld recht mau aus. Nachdem er uns auch noch unsere Brückentour schlecht reden wollte, reichte es mir.

25 January 2019

Nachdem wir nach dem Essen noch fix Bier und Kekse im Supermarkt gekauft hatten, setzten wir uns im Hostel nahe der Gemeinschaftsküche auf Schaukelstühlen zusammen. Mit kühlen Imperial Bierchen und netten sowie lustigen Gesprächen war das ein geselliges und schönes Beisammensein unter uns acht Personen. zwischendurch bot uns eine Iranerin die Hälfte ihrer Ananas an, da sie zu sagt für den Rest war. Natürlich nahmen wir Verfressenen das Angebot sofort an und zusammen mit Berry schälten wir die Annas und hielten mit der Iranerin einen netten Smalltalk. Die Ananas schmeckte so saftig, hmm lecker. Nach und nach ging dann jeder zu Bett. Berry und ich waren die Letzten und so unterhielten wir uns noch über die Situation und die Leuten aus dem Praktikawelten Haus und ich bemerke, dass man mir ihr nicht nur albern sein sondern auch ernst und Deep reden konnte. Gegen 23 Uhr gingen wir auch hoch zu unserem Betten und ich schlief das erste mal in einem richtigen Hostel. Sehr aufregend für mich.
Wir fanden einen ruhigen und nicht so voll besetzten Teil der Thermalquellen und gingen aufgeteilt in zwei Gruppen nacheinander ins Wasser. Die andere Gruppe passte in diesem Zeitraum auf Taschen und Wertgegenstände auf. So konnte man total entspannt in den warm angenehmen Fluss steigen und den Ausblick genießen. Als dann noch ein Kolibri vor uns vorbei flog, war der Moment für mich perfekt. Die Stunde ging viel zu schnell um, es war einfach sehr entspannt, auch mit den drei Mädels Paula, Ellen und Berry. Ellen nahm direkt ein großes Stück Gestein aus dem Fluss als Andenken mit. Gegen 16 Uhr ging es wieder zurück in unser Hostel. Wir duschten uns, obwohl ich das Gefühl hatte ich sei sauberer geworden durch das warme Wasser der Hot Springs. Danach gingen wir in die kleine belebte Innenstadt von La Fortuna zu einem Restaurant und stillten unseren sehr sehr großen Hunger. Leider war das Essen wenig und nicht besonders lecker, doch das kleine Kätzchen im Restaurant machte es wieder gut.
Freitag früh um 7 Uhr wurde unsere Gruppe, bestehend aus Berry, Ellen, Jana, Corinna, Domenik, Lena, Paula und ich von einem Shuttle abgeholt und los ging es Richtung La Fortuna. Die 6h Fahrt verging wie im Fluge, ich hörte Musik, schrieb Tagebuch und schaute aus dem Fenster in das weite Grüne. Diese Aussicht in die pure Natur ist einfach so schön. Das Shuttle ließ und in La Fortuna bei unserem Hostel „Chazo Inn“ raus. Ein nettes, kleines und dazu rosanes(!) Hostel. Wir bezogen fix unsere winzigen 6er-Zimmer und fuhren anschließend mit dem Taxi weiter zu den heißen Thermalquellen in Tabacón. Nachdem wir ein paar Minuten einem Schleichweg folgten, lichtete sich im dichten Dschungel ein Fluss, wir standen direkt vor den Thermalquellen. In diesen, auch „Hot Springs“ genannt, badeten bereits einige Leute, lasen Bücher oder genossen diesen besonderen Flair im warmen Fluss mitten im Dschungel baden zu können.

24 January 2019

Der Donnerstagmorgen begann mit der Erkenntnis, dass ich gar keinen Tuberkulose Nachweis besitze für mein Wildlife Projekt... Ganz aufgewühlt ging ich mit dem loco Leo aus der Sprachschule zu einer Farmacia. Ein Mann, der nicht wirklich wie ein Arzt aussah oder wirkte, bombardierte mich mit spanischen Fachwörtern zu. Auch Leo konnte mir nicht vieles ins Englische übersetzen. Völlig verzweifelt versuchte der „Arzt“ mit wilder Gestikulation mein großes Fragezeichen im Gesicht zu lösen. Fazit nach mehren runden Pantomime: Ich muss an zwei Tagen hintereinander um 6 Uhr morgens eine Spuckprobe abgeben. Die Auswertung benötigt dann 3 Tage. Da jedoch am nächsten Tag schon der Trip nach La Fortuna und Monteverde geplant war, kann ich den Tuberkulose Test nicht rechtzeitig bis Montag durchführen und habe demnach auch die ersten Tage keinen Nachweis. Auf dem Rückweg zur Sprachschule lief mir die ein oder andere Träne runter, weil ohne Nachweis kein Arbeiten mit Kinderäffchen.
Aber erstmal abwarten, wie streng die Leute das aus dem Wild Life Centre sehen. Bei einer anderen Teilnehmerin hieß es auch „ahh mañana mañana“. Nachdem Ana mit den verschiedensten Lebensmitteln in der Tasche verkündete, dass wir jetzt zusammen kochen, verbesserte sich meine Laune. Auf dem Plan stand „Empanadas con Pollo o Queso“. Dafür kneteten wir Wasser mit einem Fertigteig zusammen, schnibbelten Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch in kleine Stücke und gaben frische Limetten dazu. Fertig war der Dip. Für die Empanadas kneteten wir kleine Teigkugeln aus, sodass sie aussahen wie Minipizzen. Gefüllt wurden die Teigtaschen mit Bohnenmus und Käse oder mit Spicy Chicken. Dann klappten wir die Empanadas zu und ließen sie in der Pfanne mit viel Öl brutzeln. Die ersten Empanadas sahen zwar aus wie ein Unfall aber nach und nach bekamen wir den Dreh raus. Nachdem wir für eine Fußballmannschaft gekocht hatten, setzten wir uns mit dem anderen Kurs in die Sonne und schlemmten genüsslich unser Essen.

23 January 2019

Dieser Mittwoch war aus Wettersicht der schlechteste der vergangen Tage. Es regnete den ganzen Vormittag stark, doch ich lag in meiner Hängematte und lauschte entspannt dem Plätschern des Regens auf die Blätter im Dschungel. Bei Ole buchten Jana und ich Hostels für unseren Wochenendtrip nach La Foruna und Monetverde und aßen einen Bananenmuffin. Nachdem wir völlig müde durch die drückende Luftfeuchtigkeit des regnerischen Tags aus der Sprachschule nach Hause fuhren, wartete ein Polizist auf uns, der uns über die Sicherheitsvorkehrungen und die Sicherheitslage in Costa Rica aufklärte. Fazit: Safe ist es eher da, wo das Bier teurer ist. Danach gab es erstmal Essen gegen den Hambre. Jetzt wo wir ganze 40 Leute sind, ist das Essen knapp und selten gibt es Nachschlag, demnach stürzten wir und alle wie Hyänen auf die Essensausgabe. Den restlichen Abend saßen wir in der Lounge, quatschten und ich zeigte Justin mit leichter Gehässigkeit wie das „Bite Away Gerät“ funktioniert.

22 January 2019

Auch der Dienstagmorgen verlief entspannt. Nachdem wir unsere Klamotten bei Ole abgeholt hatten, gingen wir durch ein paar Läden in der Innenstadt und legten uns anschließend an den Strand. Während wir gemütlich dösten, überraschte uns eine Mega Welle und floss über unsere Handtücher und Klamotten. Im letzten Moment konnte ich noch meine Rucksack hochreißen, der Rest war klitschnass und voller Sand. Da ich nicht im Bikini in der Sprachschule sitzen durfte, zog ich das sandige, nasse Tshirt an und bekam von Leo, dem Tico muy loco, eine Shorts. Zusammen mit Ana und Leo studierten wir den Song von Enrique Iglesias „Duele El Corazon“ ein, denn am Abend sollte im Casa Caribe ein Karaoke Abend stattfinden. Um unseren Scham zu mindern, kauften wir uns Tequila und Limetten und tranken uns Mut an. Nach ein paar Shots lockerte sich die Stimmung und nachdem jede Gruppe sein Lied gesungen hatte, ging es mit Makarena und co weiter. Es war ein netter und lustiger Abend beisammen!

21 January 2019

Montag, diese Woche hat meine Spanischgruppe spät Unterricht, heißt von 13-17 Uhr. Zusammen mit Jana und Lena ging ich vormittags ganz gemütlich zu Ole. Ein Deutscher, der nach Costa Rica ausgewandert ist und nun für ein paar Colones unserer Wäsche wäscht. Bei Ole verweilten wir noch kurz und nutzen das freie WLAN. Dann ging es zu Ana in die Sprachschule. Zusammen gingen wir zu einer Eisdiele und ich aß das beste Eis, dass ich je gegessen habe. Natürlich probierte ich bei jedem mal und war von jeder Eissporte verzückt! Mein Pistazien Eis schlemmerte ich genüsslich am Strand und genoss die Abendsonne. Nach der Sprachschule entschieden wir im Casa Caribe spontan zu dem Beerpong Abend ins Selinas zu gehen. Auch wenn der Abend nicht gerade aufregend war, gewann ich jedoch eine wichtige Erkenntnis: ich bin ein Beerpong Ass. Während Luka und Alina aus meinem Team keinen Becher trafen, bewies ich Treffsicherheit und haute 4 Becher weg und traf 2 mal hintereinander den entscheidenen Cup.

20 January 2019

Sonntag wurde zu unserem Chillertag. Ich stand gegen 9 Uhr auf. Ein Wunder, dass ich trotz der heißen und lauten Bedingungen so lange schlafen konnte. Danach schlenderten wir gemächlich zum Strand. Während der Zeit am Strand führten wir in unserer Runde einen Deep Talk und Domenik erzähle über den Tod seiner Mom. Es entstand eine bedrückende Stimmung, jedoch teilten nach und nach auch Jana, Luka und Marie ihre Familendramen, bei denen es sich meist um Alkoholabhängige in der Familie handelte. Ich war erschüttert, dass so viele von den Leuten mit denen ich angereist war, solche Probleme in ihrer Familie besitzen. Nochmal mehr schätzte ich meine starke Familie, auf die ich sehr stolz und zugleich dankbar bin, dass sie mich in den verschiedensten Lebenssituationen so unterstützen konnten. Noch leicht betrübt gingen wir nach Hause und lernten vor Ort die „Neuen“ kennen. Abends spielten wir zusammen mit den „Alten“ (Leonie, Alina) ein paar Runden Arschloch. Ein war ein geselliger Abend!

19 January 2019

Am Abend stand Party auf dem Programm. Wir machten uns gering, naja hier bedeutete „fertig machen“ seine Wimpern zu Tuschen und ein Paar Ohrringe anzuziehen. Ging also recht fix. Als wir Ready waren, bemerkten wir, dass wir uns eingesperrt hatten - zu dem Gelächter der Anderen. Nach 20 min und mit viel Gezerre schloss uns die eine Teamerin vor Ort wieder auf. So nun konnte es dann auch mal los gehen. Zuerst gingen wir ins Selinas, doch bemerkten schnell, dass da nicht der Bär steppte. Dort lernten wir José und Felipé kennen, zwei Ticos, die uns das Salsa Brava empfiehlten. Also riefen wir Taxi Viktor an und er fuhr uns zu dieser genannten Bar. Die Bar lag direkt am Strand. Überall tümmelten sich Leute, ob am Lagerfeuer am Strand oder an der Bar. Vor Ort quatschten wir noch ein bisschen mit den Ticos, doch Alina und ich failten mit unserem Englisch. "We eat rice and bones“ und "I lay on the ground on the Pool" - unsere Kommunikation wurde dadurch leicht erschwert.
Samstag früh ging unserer Bus um 8 Uhr mach Manzanilla, ein Naturschutzgebiet. Angekommen in dem Dorf irrten wir in der prallen Hitze eine Zeit lang rum, bis wir über eine Brücke liefen, der als Eingang des Naturschutzgebietes diente. Das Naturschutzgebiet ging entlang des Strands, welcher verwinkelt von vielen Palmen und Hohen Pflanzen noch schöner aussah, als der Cocles Beach bei uns in Puerto Viejo. Links von uns der märchenhafte Strand und rechts von uns Dschungel - einfach traumhaft schön. Wir entscheiden uns für den Trampelpfad, der tiefer in den Dschungel führte. Die Lichtstrahlen die durch das dichte Pflanzendach durchdrungen, gaben dem Dschungel etwas mystisches. Doch je tiefer wir in den Dschungel gingen, desto unheimlicher empfand ich diese Einsamkeit in dem verwinkelten Dschungel. So beschlossen Jana, Lena und ich zurück zum Strandweg zu gehen. Wir schossen noch die ein oder anderen Fotos von einander und genossen die Aussicht aufs Meer. Um 14 Uhr fuhren wir wieder zurück.

18 January 2019

Weiter ging unsere Tour zu einem Wasserfall. Als wir zu Fuß weiter zum Wasserfall gingen, bemerkten wir, dass uns drei Polizeitrucks folgten. Zuerst belächelten wir diese komische Situation, doch als die uns auch über Bächer und Wege in ihren Trucks verflogen und schließlich auch noch aussteigen und in ihrer vollen Rüstung samt Gewehr hinter uns her liefen, kam doch ein Unwohlsein in uns hoch. Später wurde uns erklärt, dass wir für unseren Ausflug zum Waserfall Polizeischutz bekamen! So richtig wohler fühlte ich mich bei der Präsenz von 12 Polizisten im Nacken nicht. es schien ja somit ein gefährlicher Weg zu sein, bei welchem öfters Touris überfallen werden. Mit geladener Waffe stapfte ein Teil der Gruppe hinter einem der zahlreichen Polizisten her. Nachdem wir einen verwucherten Trampelpfad durchquert hatten, standen wir vor dem Wasserfall. Sofort kletterten wir über die Felsen, zogen unseren Bikini an und hüpften ins Wasser und unter den Wasserfall. Herrlich!
Am Freitag stand Programm auf unserem Tagesplan. Zunächst ging es mit einem Transporter zu einem Recycling Hof. Ob sie dazu viel Bock hatten? Nein, aber mal den großen Maschinen zugucken ist bestimmt in Ordnung... dachten wir! Sobald wie aus unserem Transporter ausgestiegen waren, wurden wir in 4er Gruppen aufgeteilt und Handschuhe ausgeteilt. Eh bitte was? Und so packten wir mit voller Motivation in die Müllbeutel und sortierten Glasflaschen nach ihrer Farbe aus und trennten Plastik von Restmüll. Eine stinkende, schmutzige und harte Arbeit, da wir in der prallen Sonne standen. Lustig war es trotzdem, weil keiner mit solch einer Tätigkeit gerechnet hatte. Zusammen mit Shefali, Corinna und Jana sortierten wir so Müllsack für Müllsack aus. Ich weiß nicht ob wir für diesen Job zu unqualifiziert waren, jedenfalls wurden wir zur anderen Station zugeteilt: Pappe einem Mann geben, der es zerschreddet. Dieser Aufgabe waren wir gewachsen und nach einer weiteren Stunde wurden wir „entlassen“.

17 January 2019

Der Donnerstag begann wieder mit der Sprachschule. Leider hat sich immer noch nichts daran geändert, dass ich der Dummi in der guten Gruppe bin 😂 aber einfach immer nett lächeln und nicken. Nachmittags ging es wieder an den Strand, diesmal u.a. auch mit Berry, Laura und Helena. Auch nett und lustig, aber die bilden auch ihren imaginären Zaun um ihre Gruppe. Die Stelle am Strand gefiel mir bis jetzt am Besten : viel Publikum, Musik und ein besetztes Volleyballfeld. „Pura Vida“ Vibes waren da. Gegen 17 Uhr fuhren wir zur Casa Caribe zurück, wo wir an einer Yoga Stunde teilnahmen. Fazit dieser Yoga Stunde: ich bin echt nicht so gelenkig, das viele „Oooohm“ war sehr belustigend und die innere Mitte such ich immer noch. Doch trotzdem tat mir es gut und der Stille der Natur zu lauschen war faszinierend. Mit geschlossenen Augen dem Zwitschern, Quarken und zirpen der Dschungelmitbewohner zu lauschen hat was sehr entspanntes. Heute war der erste Tag, an welchem es mir abends besser ging!

16 January 2019

Der Mittwoch war dementsprechend sehr ruhig. Ich verbrachte nach der Sprachschule zusammen mit Marie, Paula und Jana Zeit am Strand. Gaaanz entspannt. Dabei erledigte ich meine Hausaufgaben, bräunte mich und Skypte mit Petar. Ein entspannter Mittwoch...
Eine 1/2 h ca. nachdem wir zurück gefahren sind, ereignete sich ein tragischer Vorfall. Dieser wurde mir am nächsten Morgen von den restlichen Leuten, die noch in der Bar vor Ort waren, erzählt. Es gab eine Schießerei mitten in der Tasty Bar. Laut den Anderen hat ein Mann eine Waffe gezogen und auf einen anderen Typen gezielt. Dann habe sich der Vater von dem Typen, auf welchen gezielt wurde vorgestellt und seine Waffe gezogen und auf den Mann mit der Zuvor gezogenen Waffe geschossen. 5 Schüsse ins Gesicht. Unvorstellbar was für eine Panik entstanden sein muss. Die restlichen von unseren Leuten versteckten sich auf der Toilette und warteten solange voller Angst, bis die Polizei die Situation halbwegs unter Griff hatte und sie rausführen, wo zum Glück Taxi Viktor bereits auf sie wartete. Den ganzen Mittwoch lang wurde darüber geredet und die Stimmung war dementsprechend niedergeschmettert und eine Schwere lag in der Luft. Die Ticos hingegen nahmen es mit einer unheimlichen Gelassenheit

15 January 2019

Später tanzte ich noch mit ein paar anderen Leuten, u.a. Alina, Shefali und Helena, während die anderen aus „meiner gezwungen Gruppe“ immer noch nicht so richtig locker werden konnten. Luka hoppte immer von einem zum anderen und wollte glaube ich so viel Connecten wie es nur ging. Gegen 24 Uhr war die Bar Tasty Mega voll, viele Ticos füllten nun auch den Laden und das Ambiente veränderte sich leicht. Überall roch am Gras und die Blicke von den Einheimischen begaben mich zu nerven. Ich beschloss mit den anderen zurück zu fahren, Berry Hannah und paar weitere wollten noch bleiben. So so setzte ich mich als 13. Frau noch mit ins Auto, eine sehr kluge Entscheidung wie sich später noch herausstellen sollte.
Nachdem ich ausgestiegen war, begrüßten mich direkt zwei Brasilianerinnen. Über diese Offenheit war selbst ich verwundert. Vor der Bar tummelten sich bereits ein paar Leute, auch diese begrüßten mich herzlich und umarmten mich sogar teilweise. Es stellte sich heraus, dass es Deutsche und Schweizer waren, die ebenfalls mit einer Organisation nach Costa Rica gereist waren und einen Teil meine Leute durch die Arbeit im wild Life Projekt schon kannten. Na da lerne ich zum Glück nach andere Leute kennen!! Ich schaute zu meiner Gruppe hinüber, die verloren und ohne Mimik an einem Tisch saßen und beschloss mich nicht zu denen zu setzen, sondern mit Shefali vor der Bar sich unter das Getümmel mitzumischen. Do you habe a lighter for me? Of course, where Are you from? So kam ich mit ein paar Leuten sehr schnell ins Smalltalk :-) Ab 22 Uhr gab es kostenlose Getränke für die Ladies. Ich holte mit zwei Tequila die echt lecker waren, dazu auch noch gratis: ¡Eso es Perfecto!
Unser Plan für Dienstagabend schien zunächst vielversprechend. Wir wollten in die „Tasty Bar“, nicht weit von unsere Unterkunft gehen und die Happy Hour von 22-23 Uhr, bei welcher die Girls freien Alkohol bekommen, ausnutzen. Während das Zimmer 8 damit beschäftigt war ihr Klo zu entpömpeln, machten wir uns halbwegs, für Dschungel Verhältnisse, zurecht. Also Augenbrauen nachmalen genauer gesagt. Gegen 21.30 Uhr man Taxi Viktor die erste Truppe bestehend aus 13 Leuten runter zur Bar. Das Auto beinhalte 5 Sitze und einen kleinen mit Kissen gemütlich gemachten Kofferraum, der aber durch die Vielzahl an Leuten die sich reinquetschten alles andere als gemütlich nun war. So fuhren wir in einem bis zum Anschlag gefüllten Taxi zur Bar.
Dienstag, der Morgen begann wie auch schon am Tag zuvor um 6.30 Uhr. Um 7 Uhr ging es zum Frühstück und ich aß mein Müsli mit schön reifen saftigen Früchten! Hmm lecker! Anschließend fuhren wir mit unseren gestern abgekauften Fahrrädern zur Sprachschule. Die für 80$ gekauften und sehr rostigen Räder machen den „Schulweg“ auf dem ganzen Schotter zu einer richtig Cardio Einheit. Besser ist’s! Nach den 4h Spanischunterricht, bei welchem ich auf Grund der heiklen Diskussion über Abtreibung Solo en español entendido nicht viel verstand, war ich erleichtert als es dann wieder zum „Cocles Beach“ ging. Auf dem Weg zum Strand schnitt mir ein Tico mit seiner Machete eine Kokosnuss ganz frisch vor meinen Augen auf. Ja nun war ich angekommen! Vor mir das stechend blaue Meer, eingerahmt von vielen Palmen mit ihren grünen Palmendach, dem weißen Strand und nun der süße frische sagt der Kokussnuss. Ich verweilte so einen Augenblick und genoss diese Vibes, bevor wir weiter zum Strand-Hotspot fuhren.

14 January 2019

Doch ich konnte mit meiner neuen SIM Karte nun endlich schrieben, Instagram und Snapchat abchecken. Nachdem wir unseren Rundgang in Puerto Viejo angeschlossen hatten, ging es zurück in die Sprachschule, wo Ana mit der Auswertung unserer Tests auf uns wartete. Ich hatte es einfach voller Verblüffung in die gute Gruppe zusammen mit Jana, Helena, Berry, Laura und Marie geschafft. Aber ob das so gut war? Porque hablo español UN POCO! Nachdem wir nun wussten in welchen Gruppen wir zugeteilt worden waren, ging es vamos a la playa. Schließlich muss ich ordentlich vorlegen bevor Petar kommt! Danach aßen wir noch einen typischen Landessnack : Banana Chips mit Avocado Abends im Casa Caribe gab es Abendessen, danach spielte ich mit Alina, Sarah und weiteren Mädels aus der Gruppe, die eine Woche zuvor angereist waren „Halligalli“.
Meine erste Nacht in Puerto Viejo schlief ich trotz des Geschreis der Brüllaffen und den angenehmen Geräuschen der restlichen Tiere recht gut. Ich war aber auch sehr fertig von dem Flug , der 4 ständigen Fahrerei am nächsten Tag in der Früh und den Schlag an neuen Eindrücken und Menschen. Mein Tag startete 7.30 Uhr als wir „Erstlinge“ mit einem Transporter in die Stadt zur Sprachschule gefahren worden. Eine liebe Tica namens „Ana“ führe mit uns einen Test durch, um zwei Gruppen, bestehend aus Anfängern und Fortgeschrittenen zu bilden. Danach nahm uns Fabio mit in die Stadt und ich kaufte mir endlich eine SIM Karte und damit erhielt ich den Zugang zum Internet! Ich hatte Glück, denn in der Stadt scheint vieles begrenzt zu sein. Neben dem sperrigen Angebot von nur zwei Fahrrädern, welches für 12 Leute, die eins benötigten echt mies war, waren auch die SIM Karten der guten Anbieter knapp begrenzt auf 4 Stück.

13 January 2019

Die 4 stündige Busfahrt am Sonntag verging wie im Flug. Okay ab und zu sind meine Guggeln zugefallen aber größtenteils war es die Aussicht, die mich so faszinierte, dass ich die Zeit vergaß. Als wir zum Praktikawelten Haus ankamen, war mir mulmig zu Mute. Die bereits vor uns eingezogenen Mitbewohner vom La Casa Caribe musterten uns nur komisch und verschwanden dann auch direkt in ihren Gruppen. Mir war direkt bewusst, dass sich die Bildung der Gruppen automatisch nach der gemeinsamen Anreise richtet. Na toll! Also war ich an Domenik, Corinna, Paula, Luka, Lena, Jana und Marie gebunden. Nicht gerade meine 1. Wahl 🤫 Laura, Berry, Linda und Helena, die auch mit uns am selben Tag angereist waren bildeten ebenfalls ihre eigene Gruppe. „Was ein Pech“ dachte ich nur. Auch Leonie Preuß, mit der ich vorher über Instagram geschrieben hatte, schien in ihrer lockeren lustigen Gruppe fest verankert zu sein. Doch das schlimmste kam ja noch: KEIN INTERNET! Keine Aufmunternde Worte von meinen Lieben.
Am Flughafen sammelte mich Hjalmar ein, mein Gastvater für die eine Nacht. Zusammen mit einem Weiteren Mädchen namens Paula fuhren wir zu ihrem Haus. Dort wartete Marianela, die Gastmutter schon auf uns und drei weitere Voluntäre namens Domenik (Friedmann 2.0), Corinna und Jana. „Komische Leute“, dachte ich zuerst. Aber naja, erstmal schlafen denn 4h später sollte es auch schon weiter gehen nach Puerto Viejo.

12 January 2019

Als wir landeten, irrten wir zusammen durch den nicht ganz so übersichtlichen Flughafen hin zur Gepäck Ausgabe. Während ich die nette Marianne die ganze Zeit verrückte machte, dass ich Angst habe, dass mein Koffer nicht mit transportiert werden könne, hielt sie in einer Art wie sie Oma Annelies an den Tag legen könnte, ganz aufgeregt und Aussicht nach meinem Koffer, obwohl sie längst ihren vom Band genommen hatte. Nachdem mein Koffer als einer der letzten über das Band lief und ich ihn mit großer Erleichterung an mich nahm, gingen wir zwei weiter. Nochmal eine Kontrolle? Hmm komisch diese Latinos. Naja gut, nochmal Koffer durch checken lassen. Ich war clean aber die unscheinbare Marianne weniger. Der Mann von der Security wollte ihren Koffer öffnen. Doch da er nur spanisch sprechen konnte und wir nichts kapierten und wohl sehr vertrauenswürdig aussahen, gab er es auf und Marianna kam mit ihren heimlich mitgenommen 70 LED‘s davon. Warum sie diese bei sich hatte ? Es bleibt ein Rätsel.
Nachdem ich 4h am Flughafen von Panamá die Zeit totgeschlagene habe, indem ich einen Brief von Meinem Schatz gelesen und unter Tränen mit ihm auch noch telefoniert hatte, startete nun der letzte Flug nach San José. Wie auch beim Flug davor, war mein zugeteilter Platz der Hinterste an den Toiletten. Ich frage mich echt was sich der Mann hinter dem Schalter am Düsseldorfer Flughafen dabei gedacht hat, der Blödmann.. Aber auf diesem Kurzstreckenflug stellte dies kein Problem dar. Neben mir setzte sich eine ältere Dame hin, welche noch mein Buddy für die Arrival Zone in San José werden sollte. Unsere kurzweilige Freundschaft begann, als wir während des Fluges das Customs Declaration Sheet ausfüllen mussten. „Däklaräschen ah ne da seh isch ja nischt“ kam es von rechts . Die ältere Dame namens Marianne war durch und durch Sächsin. Ich verstand ebenso wenig doch ihr sächsisches Englisch war Grottig. Also machten wir Team Work und füllten Das Formular so gut es ging aus.
Uff... das war mein erster Gedanke als ich das Flugzeug nach Amsterdam betrat. Die Boing verfügte neben den typischen Linken und Rechten Sitzreihen noch einen Mittelrang. Ich suchte meinen Platz und war zunächst entsetzt, als sch herausstellte, dass sich dieser in der letzten Reihe am Gang direkt neben den Toiletten befand. Neben mir ein unangenehm riechender und nicht gerade sympathisch aussehender Typ. Oh Gott.. Ich hatte Glück, dass ein älterer Mann freiwillig gern Nähe der Toilette sitzen wollte. Ich kommunizierte mit der Stewardess, dass ich sofort bereit wäre meinen Sitzplatz zu wechseln. Und so saß ich nun auf der rechten Seite zusammen mit zwei sehr freundlichen Schwedinnen. Mit meinem und ihrem nicht ganz so high performten Englisch tauschten wir uns über unsere Reisen aus. Durch den Smalltalk und der Möglichkeit Filme zu schauen (Die Unglaublichen 2, Family Guy) verging der 10,5h Flug Recht fix und ich war bereit auf den letzten Flug nach San José
Meine Reise geht los... Nach einem rührenden Abschied von meinem Favourits trat ich meinen 1. Flug nach Amsterdam an. Als Abschiedsgeschenk und symbolisches Andenken erhielt ich passend zu meiner Reise ein Armband von Kseni, Anastasija, Pia, Teresa und Lea. Im Cityhopper saß ich neben einem netten Mann, wie hieß er noch gleich? Ronald? Mit seiner Hilfe und die, der schnell kennen gelernten Arbeitskollegen suchte ich mein Gate. So irrte ich nicht lange rum und verabschiedete mich freundlich, als deren Weg nach Las Vegas weiter ging und meiner nach Panama City.