Europe, Africa · 14 Days · 40 Moments · July 2017

Afrika 2017


15 July 2017

Mit einem A320-200 von SAA flog ich Samstag wieder nach Jo'burg. Knapp zwei Stunden Flugzeit und die eine Stunde Zeitverschiebung in Namibia war wieder eingeholt. Dann ging's auch gleich mit einem A340-600 von SAA die Nacht über zurück nach Frankfurt. Schon schade wie dumm einige "Mitbürger" sind, für manche Deutsche kann man sich leider nur noch schämen. Sonntag Früh kam ich um halb 7 am Fraport an.

14 July 2017

So, Freitag Abend mit einigen aus der Gruppe (Hedhwig, Karel, Levy, Rodney & Ben) nochmal richtig schön einen drauf gemacht. Im Joker's hatten wir Pizzen, Chips, ein paar Beertower und Black Widow Shots bevor es dann ab auf die Tanzfläche ging. Als einziger Weißer in der Disko fiel ich sowieso schon etwas auf, da konnte ich auch noch meine Tanzkünste zeigen. Ein gelungener Abschluss meiner Afrikareise! Achja, meinen Reisepass mit neuem Visum habe ich am letzten Trainingstag auch zurück bekommen.

13 July 2017

Donnerstag gab's mittags Pizza 🍕 von Pizza Inn und abends Prawn Salad im Protea Hotel Fürstenhof. Namibia ist seit 1990 unabhängig von South Africa. Es gibt hier allerdings noch so eine Art Mischwährung. Man kann sowohl mit namibischen Dollars als auch südafrikanischen Rand bezahlen. Der Wechselkurs ist 1:1.

12 July 2017

Dank der Leute und den Unterhaltungen hier tauche ich immer mehr in Namibia ein. Mittwoch Mittag hatte ich einen der besten und größten Fische überhaupt bisher: Angelfish (Brama Brama) von JC's Fish Barbecue (man beachte die Eichhörnchen), dazu Gingerbeer. Namibia befindet sich auf der Westseite von Afrika, durch den kalten Atlantikstrom ist es an der Küste zwar zu kalt zum Baden dafür sind die Gewässer reich an Nährstoffen und somit Fischen. Abends gab's im News Cafe in einer Shoppingmall einen tollen Big Beef Burger. Wirklich witzig sind die vielen deutschen Namen hier, v.a. auch bei den Straßen. Die Straße zur Mall die kurz nach dem riesigen Sitz des namibischen Präsidenten kam heißt beispielsweise "Kleine Kuppe". 😉

11 July 2017

Neben offiziellen Taxis mit vorheriger Bestellung kommt man in Windhoek am Billigsten und Schnellsten mit Shared Taxis voran, die man einfach an der Straße heranwinkt. Dienstag musste ich mein Business Visa neu beantragen, da man hier persönliche Kontakte zur Immigration hat sieht's wohl wieder gut aus. Wenn ich das Land ansonsten Mittwoch nicht verlasse wäre die Alternative namibisches Gefängnis... 😬 Die Schulung hier ist chaotisch, zu viele Leute mit zu wenig Kenntnissen, verschiedenste Hardware und auch das Internet ist selbst beim größten Anbieter mehr als unterirdisch langsam. Schlaucht schon ganz schön, aber außer arbeiten kann ich hier eh nicht viel machen. Das Essen ist hier allerdings genial, mittags Burger im Bushhouse am Olympic Pool und abends Schnitzel in Joe's Beerhouse. Absolut weiter zu empfehlen!

10 July 2017

Windhoek hat auf den ersten Blick nicht wirklich viel zu bieten. Es ist vorwiegend Ausgangspunkt für Touren im Umland, ich glaub hier ist anscheinend echt der "Windhund" verreckt. Bei meinem kleinen Erkundungsgang gab's Rump Steak und Windhoek Lager, das wurde nach dem Reinheitsgebot gebraut. Tagsüber ist es sicher, bei Dunkelheit sollte man hier aber nicht mehr auf die Straße gehen.
Bei strahlendem Sonnenschein flog ich Montag Morgen mit einer Embraer von Airlink nach Windhoek in die Hauptstadt Namibias. Der Flug ging entlang der Westküste Afrikas und bot bei klaren Himmel atemberaubende Ausblicke. Leider wurde mein Business Visa hier nicht voll akzeptiert, sodasss ich erst mal nur bis Mittwoch geduldet bin. Der Flughafen liegt hier ca. 40 Minuten außerhalb, ein Shuttle brachte mich vorbei an wilder Natur zum Hotel ins City Center.

9 July 2017

Da am Montag die Tour von G Adventures startet, war im "Once in Cape Town" und der Bar "Truly Yours" nebenan die Hölle los. Bevor ich dort mit einigen Schweizern und Brasilianern meinen letzten Abend in Kapstadt feierte, war ich noch mit sechs Mädels aus dem B.I.G. Backpackers Hostel auf ein paar Cocktails im "Café Caprice" in Camps Bay verabredet.
Als Abschluss im Weingut "Uityk" noch MCC, so heißt der Champagner hier. Anschließend weitere vier Weine. Unser fabulous Guide hatte bei einem Quiz noch eine Flasche Rotwein spendiert, so war unsere Gruppe aus 4x 🇨🇦, 1x 🇫🇷, 1x 🇬🇧, 2x 🇺🇸 und 1x 🇩🇪 auch noch bei der Rückfahrt nach Cape Town gut versorgt. 🍷
Bei "Mitre's Edge" wurden zu den Weinen passende Käsesorten serviert.
Nächster Stopp der Tour mit den Hidden Champions von Stellenbosch war das Weingut "Middelvlei". Schon geil wenn man den Wein direkt ausm Fass zapfen kann. Der Pinotage dort ist vom Feinsten. Danach gab's in toller Atmosphäre Mittagessen.
Weiter zum Weingut "Lovane". Dort war zu den Weinen passende Schokolade vorbereitet.
An meinem letzten Tag in Kapstadt hat's leider geregnet. Zum Glück hatte ich schon die Weintour mit "Wine Flies" gebucht, das Beste was man bei dem Wetter machen kann. Erste Station mit fünf Weinen (ältester von 2007) und Fleischbeilagen (u.a. Kudu Wurst) war das Weingut "Vergenoegd" in Stellenbosch. Sehr amüsant war die "Duck Parade".

8 July 2017

Da ich ja zwangsweise ins Party Hostel "Once in Cape Town" in der Kloof Street umsiedeln musste, dort abends ein paar Wein und Party mit den Locals. Zuvor Pizza und tolle Unterhaltung beim Italiener nebenan mit einem sehr sympathischen Pärchen aus der Schweiz 🇨🇭.
Zum Abschluss der "Lucky and Lost" Tour noch Winetasting von vier Weinen in den Cape Town Vineyards.
Mittagessen gab's dann am Cape Point Visitor's Center. Danach der knapp einstündige und v.a. windige Coastal Walk zum Kap der guten Hoffnung. Am südwestlichsten Punkt Afrikas treffen atlantischer und indischer Ozean aufeinander.
Ein Besuch bei den Brillenpinguinen am Boulders Beach bei Sam's Town.
Anschließend ein kurzer Stopp beim Sharkspotter an der False Bay. U.a. liegt da Muizenberg. Die Bucht heißt so weil sie früher von den Seefahrern oft mit der eigentlichen Cape Bay verwechselt wurde.
Erster Halt Samstag Früh bei der "Lucky and Lost" Tour war Bo-Kaap, ein buntes Township unterhalb vom Signal Hill.
Das B.I.G. Backpacker Hostel in der Nähe der Waterfront ist wirklich top und wurde 2017 sowie 2016 zum Besten Hostel Afrikas gewählt. Viele tolle Leute dort und auch die Angestellten sind wahnsinnig hilfsbereit. Schade das ich es nach 2 Tagen schon wieder verlassen muss. Einen Haken hat das Ganze aber: Dort wird kein Alkohol verkauft.

7 July 2017

Zum Dinner dann mit zwei Brasilianern aus meinem Zimmer und Ann-Sophie einer französischen Ärztin, die in La Reunion lebt, in die Long Street. Anschließend auf ein paar Bier ins Beerhouse. Dort haben sie 99 verschiedene Flaschenbiere, u.a. auch Erdinger und Paulaner. In der Long Street soll es viele Taschendiebe geben.
Nachmittags dann zu den Surfern an den Muizenberg Beach. Nach der Kalk Bay habe ich noch einen kurzen Stopp bei den bunten Umkleidekabinen am St. James Beach eingelegt.
Mit einem Guide von Baz Bus und 2x 🇨🇦, 2x 🇳🇱 sowie 1x 🇩🇰 sind wir bei Sonnenaufgang an der Lower Cablecar Station gestartet um den Tafelberg auf der 2,5 stündigen "Platteklip Gorge" Route zu besteigen. Beim Aufstieg hatten wir Nebel, am Gipfel über dem "Pfeifenrauch" war es sehr windig und beim Abstieg vom Table Mountain klarte es auf, so das man einen tollen Blick über die Cape Bay hatte.

6 July 2017

Am First Thursday werden entlang der Bree Street verschiedene kulturelle Veranstaltungen geboten. Mit ein paar anderen Leuten aus dem Hostel starteten wir in einer Kunstgalerie bevor ich mit einem Pärchen aus Bremen noch ein paar Bier im "Love Thy Neighbour" hatte.
Auf dem Weg vom B.I.G. Backpackers Hostel zur V&A Waterfront kommt man direkt beim ehemaligen WM Stadion von Kapstadt vorbei. Am Jetty 1 an der Waterfront befindet sich das Nelson Mandela Gateway, das als Zwischenlager vor der eigentlichen Gefängnisinsel Robben Island diente. Später noch einen geilen Burger bei Hudsons'.
So, weiter geht die Party! Gut das hier Uber funktioniert, danach 2h Flug mit einem A340-300 von SAA nach Kapstadt inkl. Bremslandung auf verkürzter Landebahn. Die lange Bahn war aufgrund von Beschädigung kurzfristig außer Betrieb. Ging aber alles gut! Direkt nach dem Flughafen fängt schon ein Township an, anschließend bunte Häuser und ein erster Blick auf den Tafelberg.
Sabine, eine Krankenschwester aus Holland, hatte zufällig auch das Curiocity Hostel in Jo'burg gebucht. Nach 7,5 Monaten Weltreise geht ihr Trip nun zu Ende. So gingen wir an ihrem letzten Abend im Pata Pata nochmal richtig gut südafrikanisch essen (Steaks, Buffalo Wings & Prawns) und anschließend auf einen Absackercocktail (Gin mit Ananassaft und Minze). Die Fox Street hier gilt als sichere Straße und wird 24h bewacht. Von der Benutzung der Parallelstraße, der Comissioner Street, wird ausdrücklich abgeraten 🔪💸🔫 Bevor's auch für mich weiter geht, noch super Frühstück im Hostel.

5 July 2017

Auf der Rückfahrt nach Johannesburg legten wir noch einen Stopp bei den "Three Rondavels" am Blyde River Canyon ein. Nach dem Grand Canyon (USA) und dem Fish River Canyon in Namibia ist das der drittgrößte Canyon der Welt und die Aussicht ziemlich beeindruckend. Perfekt geeignet für das obligatorische Jumping Picture...
Zum Abschluss im Treehouse Camp war noch ein früher aber kurzer Bushwalk angesagt.
Natürlich mussten wir den Independence Day am 4. Juli mit unseren Amerikanern in der Gruppe entsprechend feiern. Courtney aus Cincinatti steuerte eine passende Rede dazu bei. Weitere Highlights waren u.a. Michael Jackson, Miley Cyrus, Katie Perry oder 99 Luftballons. Als Dank brachten wir unseren englischsprachigen Freunden so tolle Sachen wie "Sauf mas aus", "Oachkatzlschwoaf" oder "What?!? Now I believe it" bei. Auch die english tea time kam gut an. Es wurde spät...
Die letzten zwei Tage habe ich hier in einem absolut geilen Baumhaus mit Blick auf eine Flussmündung geschlafen. Im Gegensatz zum vorherigen Camp gibt's hier keinen Zaun und schon der Weg zu den abgelegenen Unterkünften war aufregend. Offene Duschen und Toiletten am Boden verstehen sich von selbst..

4 July 2017

Tagsüber war es hier bisher immer etwas windig, aber immerhin T-Shirt Wetter. In der Nacht kühlt es dagegen bis auf ca. 5 Grad stark runter, was wir auf der frühen Fahrt ins Innere des Kruger Parks im offenen Safariwagen deutlich zu spüren bekamen. Die Tiere im Park selbst waren aufgrund der Dürre allerdings relativ gut zu erkennen und interessant zu beobachten.

3 July 2017

Später noch ein lustiger Game Drive mit Shannon und Nick, der während der Fahrt mit seinem Elefantenstock vorne dran auf dem Frontsitz saß und für uns die Fährten der Tiere las. Anschließend wurden wir in unser neues Camp weiter im Busch gebracht, wo wir den Tag bis zur Sperrstunde um 10 an der Bar ausklingen ließen.
Nach dem Frühstück verbrachten wir die Zeit bis zum Mittagessen in unserem Camp im Balule-Gebiet am West Gate vom Kruger Park. Das Camp ist von einem Elektrozaun umgeben, denn alles außen rum ist "Danger Zone"...
Beim Buschwalk ging ein Guide als Späher voraus, der andere mit Gewehr bewaffnet mit uns hinterher. Schon ein spannendes Gefühl da so frei draußen rum zu laufen. Nach einer Lehrstunde über Termiten, stand noch Inhalieren von brennender Elefantenscheiße (Ja, wirklich!) und Weitspucken mit Ausscheidungen von Giraffen auf dem Programm. Am Wasser trafen wir auf Flusspferde angegriffen wurden wir aber nicht.
Früh um kurz nach 6 erwarteten uns auf dem Weg zur Buschwanderung schon neun Löwen auf der Straße. Und auch ein Leopard schlief noch auf dem Baum. Nach Aussagen der Guides hatten wir sehr viel Glück um das zu sehen und waren das Tagesgespräch im Camp. Schon beeindruckend wie nah die Tiere ans Auto kommen. Auch der Sonnenaufgang überm Busch ein unvergessliches Erlebnis.

2 July 2017

Für die 🐒 im Buschcamp am Greater Kruger Nationalpark blieb nicht viel Zeit. Kurz vor Sonnenuntergang ging's gleich auf Safari. Neben ein paar Elefanten beim Fressen sowie vereinzelten Impalas und Steinböcken war die Ausbeute etwas mager. Beim gegrillten Abendessen und Bier mitten im Busch danach, hatten wir mit Hyänen und dem sehr gefährlichem Honigdachs dafür umso mehr Besucher. Vor der ersten Nacht in meiner Lodge erfuhr ich von Matthias aus München sehr interessante Geschichten. Bei G&T an der Bar erzählte er von seinen Abenteuern als Wassertechniker in Entwicklungsländern auf der ganzen Welt. Eins ist klar, nach Lybien treibt's mich jetzt nicht mehr...
Kaum am O R Tambo Airport angekommen, brachte uns ein Shuttle von Viva Safaris in kleiner Gruppe (2x 🇺🇸, 2x 🇬🇧, 1x 🇳🇱, 1x 🇦🇺 und 3x 🇩🇪) Richtung Norden. Da man ansonsten meist nur vertrocknetes bzw. verbranntes Land sah, war das Highlight der Fahrt ein Stopp an einer Raststation. An deren Wasserloch waren viele Antilopen, Büffel und auch Nashörner zu sehen.

1 July 2017

Mit einem A340-600 von South African Airways gings die Nacht über nach Johannesburg. Das Bord Entertainment bei SAA steht nur bei Reiseflughöhe zur Verfügung und leider ist auch die Qualität der Touchscreens nicht wirklich gut. Dafür entschädigen aber gutes Essen, südafrikanische Rotweine, Amarula und Gin Tonic mit Tanqueray. Kurz nach Sonnenaufgang in Jo'burg angekommen hatte es 9 Grad. Zeitverschiebung zu Deutschland ist hier keine.
So, dieses Mal wars sogar schon vorher spannend. Mein Reisepass mit dem Visum für Namibia kam von der Botschaft aus Berlin erst knappe 6 Stunden vor Abflug per Einschreiben zurück. Danach ab nach Frankfurt, auch trotz verspäteter Züge wegen Entschärfung einer Fliegerbombe zum Glück noch rechtzeitig geschafft. Allerdings kann ich auf solche Art von Nervenkitzel auch gerne verzichten...