Germany, Qatar, Namibia · 29 Days · 79 Moments · February 2017

Claudia und Marcus in Namibia


4 March 2017

Nach 5386 km und 10 x tanken geben wir heute unseren HILUX am Flughafen ab. Insgesamt haben wir 427 Liter Diesel verbraucht. Ganz zum Schluss erzählt uns der nette Mensch von Bidvest dass unser Auto zwei Tanks hat. Nicht weiter interessant könnte man denken und deswegen wurde uns diese Information auch nicht von Anfang an gegeben. Wir haben uns allerdings 3 Wochen lang gewundert warum die Tankanzeige nicht funktioniert und deshalb immer mal wieder mal zur Sicherheit getankt. Blöd ist halt dass die Anzeige erst dann losläuft, wenn der erste Tank leer ist. Soweit haben wir es aber nie kommen lassen. Wer steht schon gerne ohne Sprit auf der Sandpiste zwischen Sesriem und Solitaire? So sind sie, die Jungs von Bidvest... wieder was gelernt...

3 March 2017

AfriCat hat sich ganz dem Schutz der großen Katzen , aber auch der Information, Aufklärung und Bildung, verschrieben. Im Informationszentrum sind auch oft Schulklassen zu Gast. Die Tiere hier auf der Farm sind überwiegend Waisen (wenn der Farmer dann die Geparden-Mama erschossen hat), werden gehegt und gepflegt. Richtig ausgewildert werden können Leoparden leider nicht, aber bei Geparden kann das klappen.
Den letzten Abend in Waterberg haben wir wieder in netter und angeregter Gesprächsrunde verbracht. Heute geht es zurück in Richtung Windhoek, aber zuvor legen wir noch einen kleinen Zwischenstopp auf der Farm Okonjima beim Projekt „AfriCat“ ein. Wir haben die 11-Uhr-Tour gebucht, zweimal am Tag werden nämlich die Leoparden gefüttert, das schauen wir uns aus nächster Nähe an. Anschließend fahren wir noch durchs Cheetha-Gelände und können drei dieser wunderschönen Katzen ganz nah sehen.

2 March 2017

Angekommen auf der Waterberg Guest Farm, wurden wir sehr nett empfangen und entspannen den Rest des Nachmittags. Das Abendessen verbringendes wir mit zwei anderen deutschen Paaren und dem Lodge-Gastgeberpaar (etwa so in unserem Alter). Hier bekommen wir wieder ganz andere Einblicke zu den Themen Land & Leute, Kultur, Politik und Geschichte. Der Vater von Harry ist nicht nur in dritter Generation Farmer in Namibia, sondern auch Historiker. So hat er ein Buch geschrieben, in dem er viele Quellen und Fakten zusammengetragen hat, die sich mit dem Hereroaufstand und der sogenannten Schlacht am Waterberg befassen. Die Geschichtsschreibung ist sich bis heute nicht darüber klar, ob es sich bei den nachfolgenden Ereignissen um einen Völkermord an den Herero durch die deutsche Kolonialmacht handelte. In jedem Fall ein sehr interessantes Thema, mit dem wir uns bislang nicht wirklich auseinandergesetzt hatten.

1 March 2017

Morgens brachen wir in Richtung Waterberg Plateau auf. Unterwegs wollten wir uns eigentlich noch den zweitgrößten Meteorit der Welt anschauen, aber leider regnete es wie aus Kübeln. Unser größtes Highlight heute war, dass wir einen fahrenden Zug sahen. Dazu muss erklärt werden, dass es einige Bahnstrecken in Namibia gibt (diese waren auch oft unsere „Begleiter“ neben den Pads), die jedoch fast ausschließlich für den Güterverkehr benutzt werden und das auch vorwiegend nachts und eigentlich nur in Schrittgeschwindigkeit…. Und ein lustiger Spruch unserer Museumsführerin in Lüderitz: wahrscheinlich ist der Berliner Flughafen eher fertig als die Renovierung der Bahnstrecke Windhoek – Lüderitz. Nun fuhren wir heute also mal wieder an einer Bahnstrecke entlang und Marcus meinte gerade, dass es unwahrscheinlicher sei, einen Zug zu sehen als einen Elefanten….. und schon rauschte der Zug vorbei…..

28 February 2017

Am späten Nachmittag machten wir noch einen Game-Drive auf dem Gelände, leider fing es wieder an, zu regnen und die Tiere hatten anscheinend auch nicht so viel Lust, sich zu zeigen. Eine Wart-Hog-Familie konnten wir aber wenigstens beobachten. Der Kudu an unserem heimischen Wasserloch war abends auch nicht da (ob es daran lag, dass es Kudu-Steak zu essen gab?).
Löwe – das war da Stichwort…. Riesiges Glück, die Löwin lag im Gras, wir entdeckten sie… und das stand sie auch noch auf und kam immer näher…. Eine ca. fünfjährige Dame, wie wir später erfuhren… ein tolles Erlebnis, so eine große Katze aus der Nähe zu beobachten!
Sogar Schildkröten sind uns heute über den Weg gelaufen, obwohl es die, laut Parkplan, gar nicht gibt?! Zum Thema "Elefanten-Suche": kaum zu glauben, wie viel Dung Sie hinterlassen und doch sind sie nicht zu sehen! Sogar Pilze wachsen darauf. Dann fuhren wir wieder zurück nach Onguma, in unseren „eigenen“ Park, vor dem Tor kamen auf einmal zwei Buntböcke von hinten angaloppiert, der Wächter schloss schnell das Tor wieder; sie waren von der Nachbarfarm und wenn sie nach Onguma hinein gelaufen wären, hätten sie als Löwenfutter geendet.
Ein paar Giraffen haben für uns auf der Straße posiert.
Ein letzter Tag im Etosha-Park, der Hauptauftrag lautet: Elefanten suchen! Um es vorweg zu nehmen, leider erfolglos. Da gerade Regenzeit ist (und davon in diesem Jahr jede Menge), finden die Tiere überall genügend Wasser und sind somit nicht darauf angewiesen, an die Wasserlöcher zu kommen, an denen die Touristen stehen. Aber dafür ist alles grün und blühend.

27 February 2017

Angekommen in unserer heutigen Unterkunft (Onguma Etosha Aoba Lodge), erfuhren wir, dass wir ein Upgrade bekommen haben: somit residieren wir nun in einer Bush-Suite, sehr schön!
Landschaftlich wird auch viel geboten, vor allem der Himmel zeigt schöne Lichteffekte. An einer Stelle kann man ein Stück in die Pfanne hinausfahren, da sind wir dann auch mal (verbotenerweise) aus dem Auto gestiegen.
Und wieder geht es in den Etosha-Park, die „Einreise“ ist heute einfacher, da unser Permit für drei Tage gilt. Wir fahren nach Osten in Richtung Lindequist-Gate. Heute haben wir einige Tiere ziemlich direkt vor der Nase bzw. vor der Kameralinse. Der Schakal liefert uns eine echte Show, aber auch die Kudus können hübsch posieren.

26 February 2017

Das heutige Highlight war der Löwe – er lag zwar ziemlich weit entfernt, faul unter einem Baum, aber gut, dass wir ein neues Objektiv für unsere Kamera haben!
Etosha wir kommen! Nachdem unsere Pässe gecheckt wurden und wir zum tausendsten Mal unser Autokennzeichen eingetragen hatten, ging es endlich zum eigentlichen Ziel der Reise. Der Name Etosha kommt aus der Ovambo-Sprache und bedeutet „großer weißer Platz“. Damit ist die Etosha-Pfanne gemeint, ca. 130 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 70 Kilometer, eine sogenannte Salzpfanne. Aktuell ist sie zwar immer noch überwiegend weiß, aber auch ziemlich grün und an vielen Stellen mit Wasser gefüllt, denn es hat auch heute ziemlich geregnet. Nachtrag zum Morgen: der Manager kam und meinte, wir hätten einen platten Reifen, scheint wohl über Nacht die Luft rausgegangen zu sein. Kein Problem, während wir frühstückten, wechselte ein netter Angestellter das Rad.

25 February 2017

Der Sonnenuntergangshimmel war dann doch noch ganz schön und der Weißwein samt Snacks und lustigen Geschichten vom Guide waren prima….
Highlight der Rundfahrt: erst trafen wir das Black Rhino (Spitzmaulnashorn) und dann das White Rhino (Breitmaulnashorn) samt Nachwuchs – und wir waren ziemlich nah dran…
Dann machten wir uns auf den Game-Drive übers Gelände (30 Hektar hat der Park insgesamt). Zwischendurch regnete es wie aus Kübeln, aber es waren Regencapes an Bord. Ab jetzt werden wir wohl nur noch Tierfotos zeigen…. Neu in unserer Tiersammlung: Wasserbock, Schakal….
Über Kamanjab ging es nach Outjo, wo wir in einer deutschen Bäckerei noch einen Kaffee und ein leckeres Stück Torte genossen. Gegen Nachmittag erreichten wir das Anderssons Camp, im Ongava Reserve (grenzt direkt an den Etosha National Park). Diese Art von Zelten hat nicht viel mit Pfadfindern zu tun…..

24 February 2017

Endlich können wir von einer Autopanne berichten - allerdings nicht mit unserem Auto, sondern mit dem Safari-Mobil. Die Batterie war wohl ein wenig schwach, beim ersten Stopp reichte es, das wir den Wagen anschoben.... beim zweiten Mal waren diverse Fachkräfte nötig....
Nach sieben Stunden Geschüttel und Gestaube endlich ein Hinweis: das andere Auto hat die Fährte aufgenommen, wir schnell hin (schnell heißt in diesem Fall: ca. 20 Minuten fahren und dann noch 40 Minuten laufen – in brütender Hitze, über Stock und Stein, an dornigen Büschen vorbei, zum Schluss noch auf einen riesigen Steinhaufen geklettert….. und da waren sie: 9 Elefanten (Weibchen und Junge), die gemächlich hintereinander her liefen. Wir waren maximal 50 Meter entfernt, und ganz ohne Zaun. Müde, aber glücklich kamen wir nach 9 Stunden wieder zurück in unsere tolle Lodge. Marcus hat sich noch eine Massage (im Massagesalon mit Wahnsinns Aussicht) gegönnt.
Leider versteckten sich die Elefanten ziemlich gut – allerdings muss man auch erwähnen, dass wir noch nie so viel Elefanten-Dung in Augenschein genommen haben (wir können nun unterscheiden zwischen: mindestens zwei Wochen alt, ungefähr drei Tage, könnte von gestern sein….). Unterwegs kamen wir auch immer an „Farmen“ der Darmara vorbei (sind aus unserer Sicht eher Hütten, die ganz vereinzelt stehen, also keine Dörfer im klassischen Sinn) – dort fragten unsere Guides immer, wie es denn so geht und ob sie vielleicht irgendwann und irgendwo Elefanten gesehen haben. Von den Gesprächen haben wir natürlich nicht wirklich viel verstanden, aber die Art und Weise, wie die kurzen Unterhaltungen geführt wurden, war großartig und könnte in jeden Sketch von Badesalz eingebaut werden.
Gestern hatten wir ein „unfreiwilliges“ Candlelight-Dinner – es gab zwar Strom, aber in der gesamten Lodge gab es kein Licht. Kein Problem für uns, denn nun kamen endlich unsere drei Taschenlampen zum Einsatz (müssen somit nicht auf die Liste mit den Dingen, die wir nicht brauchen). Der Sternenhimmel ist hier einfach gigantisch, man sieht so viele, dass man gar keine Sternbilder erkennt (wir zumindest nicht). Heute sind wir wieder früh aufgestanden, denn um 7.00 Uhr ging es los mit dem „Elefant-Tracking“. Wir saßen mit einem Fahrer und einem „Spurensucher“ in einem typischen Safari-Auto. Wir fuhren und fuhren, über Stock und Stein, durch Büsche, ausgetrocknete Flussbetten – so ein Off-Road hatten wir auch noch nicht.

23 February 2017

Und nun sind wir endlich am Gipfel angekommen- ob es der Gipfel unserer Reise ist, wissen wir noch nicht....aber immerhin liegt die Grootbeg-Lodge 1.600 Meter hoch und man hat einen phantastischen Ausblick. Bei der Lodge handelt es sich um eine Art Genossenschaft. Das Land, auf dem sie liegt, war ursprünglich von den südafrikanischen Besatzern als Homeland für die Damara ausgewiesen worden und diese wurde hierher zwangsumgesiedelt. Vor etwa 10 Jahren eröffnete das Hotel, es wird ausschließlich von Damars geführt, die mit den Erlösen die umliegenden Dörfer unterstützen. Aus unserer Sicht ein sehr gelungenes Projekt.
Unterwegs besuchten wir das "Living Museum" der Damara. Und weil heute im fernen Deutschland Weiberfastnacht ist, habe ich mich gleich mal schminken lassen (okay, war die Sonnencreme der Damara, aber geht auch als Clowns-Punkte durch, oder?). Im kleinen Freilichtmuseum zeigten uns die Damara, wie sie früher gejagt haben, wie die Pfeile geschmiedet wurden, wie Leder gegerbt wurde und vieles mehr.... ein klassischer Stammestanz gehörte natürlich auch dazu.
Der erste Blick aus dem Fenster: die Impalas grasen friedlich auf der Weide. Gestern Abend waren wir mit unseren Gastgebern alleine und wir kamen sehr intensiv miteinander ins Gespräch, nun verstehen wir die Menschen hier vielleicht ein bisschen besser. Nach einem guten Frühstück sind wir in Richtung Grootberg losgefahren, eine ziemlich weite Strecke. Der erste Teil war geprägt von saftig grünen und blühenden Wiesen. Dann ging es wieder auf den Gravelpad in die Wüste und ins Gebirge. Giraffen trafen wir ( diesmal wirklich ohne Zaun!), von den Elefanten sahen wir bislang leider nur das Warnschild.

22 February 2017

Nachtrag zu gestern: wir waren bei „African Leather“, dort werden seit 80 Jahren die berühmten „Vellies“ hergestellt (Schuhe aus Kudu-Leder). In der „Fabrik“ sind 8 Arbeiter beschäftigt, die pro Tag 22 Paar Schuhe anfertigen – ein Großteil davon ist Handarbeit. Tja, da haben wir mal so richtig geshoppt und uns jeder ein Paar gekauft. Das tolle ist, dass das Leder total weich ist und sich dem Fuß anpasst, man kann sogar ohne Socken damit prima wandern (habe ich heute gleich ausprobiert).
Bei der Fahrt über das Farmgelände begegneten uns noch Affen, ein Kudu, ein lustiges Hörnchen (leider haben wir den Namen nicht herausbekommen) und zum guten Schluss stand die Giraffe einfach so am Wegesrand.
Dann ging es weiter zum „Elefants Head“ und zur „Bulls Party“, riesige Gesteinsformationen, sehr beeindruckend – und wir waren mal wieder ganz allein unterwegs.
Heute erst gemeinsames Frühstück mit unseren Gastgebern und dem anderen Paar, interessante Gespräche, mir neuem Blickwinkel auf das Thema Apartheid. So richtig leicht haben es weiße Farmer in diesem Land auch nicht. Anschließend sind wir zur „Ameib Farm“ gefahren und haben uns dort die Philips-Höhle angeschaut. Der Weg dort hin war ein wenig beschwerlich, eher ein Klettersteig und die Sonne hat ganz gut gebrannt, aber oben angekommen, präsentierten sich uns zwei prähistorische Malereien: ein weißer Elefant und eine rote Antilope.

21 February 2017

Unterwegs haben wir ein paar Tiere getroffen, u.a. Eine Säbelantilope, die kannten wir bislang noch nicht. Die beiden Farm-Hunde waren natürlich auf unserer Mini-Safari dabei. Abends wurde das Lagerfeuer angezündet, ein paar Oryx-Steaks aufgelegt... es gab leckeres Essen und eine angeregte Gesprächsrunde.
Über Termitenhügel haben wir interessante Dinge erfahren: die Spitze zeigt immer nach Norden; wenn die Königin stirbt, verlassen alle anderen den Hügel; dann nutzt das Warzenschwein den Bau als Wohnung (es gräbt mit seinem Hinterteil ein Loch, das so breit ist, dass es hineinpasst, außerdem geht es immer rückwärts in den Bau, damit es bei Gefahr schnell vorwärts wieder raus kann); da das Loch nun groß genug ist, kann es von weiteren Tieren als Wohnung genutzt werden (z.B. von Leoparden oder Geparden)..... also, eine tolle Sache, so ein Termitenhügel!
Heute ist die Fahrtstrecke nicht so lang. Wir fahren ins Erongo-Gebirge, genauer auf die „Onduruquea Guestfarm". Die Farm ist seh schön angelegt und wir haben das beste Zimmer, mit direktem Blick auf das, nachts beleuchtete, Wasserloch (welches allerdings gerade die Tiere nur anlockt, weil es dort auch Salz zum lecken gibt). Außer uns ist noch ein Paar aus Lüneburg hier und wir gehen gemeinsam mit dem Pächter (Großvater kam vor dem ersten Weltkrieg aus Deutschland hier her) auf die Pirsch. Das Allradfahrzeug hat bestimmt schon jede Menge mitgemacht und von den oberen Sitzen sieht man prima. Anfang des Jahres hat es den ersten richtigen Regen seit fünf Jahren gegeben und nun ist alles total grün, es wächst und blüht. Allerdings war die Dürre für viele Tiere zu lang und sie haben, trotz Zufütterung, nicht überlebt.

20 February 2017

Nachmittags machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch Swakopmund, es ist wirklich eine durch und durch deutsche Stadt. An der Kristall-Galerie heben wir noch schnell einen Cache. Abends gehen wir zur Abwechslung mal Pizza essen.
Eine riesige Austernbank gibt es auch – und so wurden natürlich die leckeren Schalentiere ganz frisch serviert. Überhaupt war das kulinarische Angebot an Bord super: als Warm-Up gab es „namibischen Kaffee“ (Sherry) und zu den Austern Sekt. Und dann kletterte noch die Robbe ins Boot: Marcus streichelt sie, Claudia fotografiert!
Dann sahen wir aus der Ferne eine ganze Gruppe Flamingos und arbeiteten uns so langsam in Richtung Robbenkolonie vor (rund 60.000 Robben leben hier in der Bucht). Die machen ganz schönen Krach und riechen ein wenig streng. Einen großen Mondfisch konnten wir auch beobachten (fotografieren ließ er sich leider nicht).
Heute hatten wir mal ein ganz anderes Programm: natürlich wie immer ein leckeres Frühstück – dann den Fleecepulli angezogen und auf unseren Shuttlebus gewartet, der uns nach Walvisbay gebracht hat. Der Fahrer, namens Pietter, war auch der Skipper des Katamarans, auf dem wir die folgenden drei Stunden durch die Bucht geschippert sind. Die ersten Tiere, die wir trafen, waren Pelikane (ganz schön große Schnäbel!).

19 February 2017

Das „Cornerstone Guesthouse“ ist eine wunderbare Unterkunft, mit allem, was man sich wünscht (sogar „richtiges Kaffeepulver“, anstatt dem obligatorischen Nescafé-Tütchen).
Die Fahrt geht durch den Naukluft-Naturpark – die letzten 60 Kilometer dort kann man gar nicht beschreiben.... totale Wüste, weit und breit gar nichts... dann kommen wir so langsam Richtung Zivilisation. Neben der Düne Nummer 7 erklimmen Einheimische die hohen Sandberge im Wettlauf. Zwei Ecken weiter treffen wir noch ein paar Flamingos...., ein Kleinflugzeug landet fast auf unserem Autodach... und schon sind wir ins Swakopmund. Die Neubausiedlung scheint ähnlich trist wie die in Deutschland.
Wir stehen früh auf und genießen unser, selbst zubereitetes, Frühstück, dann noch schnell gespült (werden wir wohl in den nächsten beiden Wochen nicht mehr tun) und ab in Richtung Swakopmund. Der erste Teil der ca. 350 Kilometer langen Strecke ist ganz abwechslungsreich. Wir kehren für einen Cappuccino im „Solitaire“ ein – eine Tankstelle mit einem Laden und einem Café, mitten im Nichts. Auch hier sind wieder Autowracks dekoriert. Den besten Apfelkuchen von ganz Namibia soll es hier auch geben, er sah auch sehr gut aus, aber wir waren von Frühstück noch so satt und hatten auch noch ein paar Oryx-Steaks in der Tupperdose. Highlight des Tages: Giraffen in freier Wildbahn! Später erfahren wir, dass es in dem ganzen Gebiet nur 6 Stück gibt – und wir haben sie alle auf einmal gesehen!

18 February 2017

Abends haben wir unser erstes „Braai“ selbst zubereitet (Braai heißt in Afrikaans braten – und so nennt man das Grillen hier). Ganz praktisch, man konnte eine Box mit Geschirr, Besteck und sonstigen Küchenutensilien ausleihen. Dann haben wir einen „Einkaufszettel“ ausgefüllt und alle Zutaten wurden uns gegen Abend geliefert. Irgendwie hatten wir die Mengen ein wenig unterschätzt und somit war der Picknick-Korb für den nächsten Tag auch schon gefüllt. Die Zutaten fürs Frühstück haben wir uns auch gleich mitbringen lassen. Ein wunderbarer Sonnenuntergang vollendete unser Dinner (in der Ferne blitzte und donnerte es schon wieder). Als es dunkel wurde, schaute noch ein kleiner Wüstenfuchs bei uns vorbei (ein Fotodokument gibt es davon leider nicht).
P.S: mein Leben lang habe ich geglaubt, dass es tagsüber in der Wüste ganz heiß und nachts ganz kalt ist..... wer zum Teufel hat das behauptet? Für hier und jetzt kann ich das jedenfalls nicht bestätigen, auch heute Nacht waren wir froh, eine Klimaanlage zu haben.
Dann ging es nochmal 25 Kilometer weiter – davon waren die letzten 5 Kilometer nur mit einem Allradfahrzeug machbar, aber das haben wir ja (endlich kommt 4x4 so richtig zum Einsatz) und Marcus fährt als wenn es um die Camel-Trophy geht! Etwas mehr als einen Kilometer mussten wir noch laufen, um dann im „Dead Vlei“ zu landen – stimmt, die Bäume sehen eher tot aus, irre Kulisse. Im Hintergrund sieht man die höchste Düne (ca. 300 Meter hoch) – deren Besteigung verschieben wir auf den nächsten Namibia-Besuch. Mittlerweile ist das Thermometer auf 41 Grad gestiegen.
Kleiner Nachtrag von gestern: den Abendessenstisch haben wir ein wenig fluchtartig verlassen, weil es geregnet hat – und das mitten in der Wüste! Ein riesiges Gewitter gab es anschließend auch noch – und wir mitten drin! Um 5.45 Uhr stehen wir am Frühstücksbüffet (eher Massenabfertigung in der Nachbarlodge), um 6.30 Uhr stehen wir vor dem Gate zum „Sossussvlei“ (ein Stau in Namibia, kaum zu glauben!). Und dann fahren wir ca. 45 Kilometer, um die erste riesige Sanddüne zu erklimmen (sie heißt auch „Düne 45“, weil sie eben bei diesem Kilometer steht). 170 Meter ist die gute – und das Stapfen durch den feinen Quarzsand, steil bergauf ist nicht unanstrengend, aber die Aussicht ist grandios. Gut das wir so früh unterwegs sind, denn langsam wird es warm.

17 February 2017

Gegen 16 Uhr erreichen wir Sesriem und beziehen unser Quartier für die nächsten beiden Nächte: im Desert Quiver Camp haben wir ein kleines Selbstversorgerhäuschen – im Gegensatz zu den Pfadfinderlagern jedoch echter Luxus (sogar mit Klimaanlage – ach ja, Nachtrag zu gestern: in unserem Schrank lagen zwei herzallerliebste Wärmflaschen, keine Ahnung, zu welcher Jahreszeit man die hier braucht, aktuell jedenfalls nicht).
Die heutige Etappe ging fast die ganze Zeit durch „unterschiedliche Wüsten“, auf der einen Seite grüne Hügel, der Boden mit gelben Blüten übersät, auf der anderen Seite roter, gelber, orangener, beiger Sand in einem abwechslungsreichen Farbenspiel. Das Gewitter ging zwar in Sichtweite runter, aber wir haben keinen Regen abbekommen. Nun merkt man auch langsam die Wüstentemperaturen, 38 Grad.... schön warm....
Mitten in der Wüste mussten wir noch eine kleine Burgbesichtigung einschieben: da hat sich ein reicher Deutscher 1909 einen Traum erfüllt (wohl auch, um seine amerikanische Frau zu beeindrucken) und Duwisib bauen lassen. Heute ist es ein Museum, in dem man aber auch übernachten kann (das sind tatsächlich Gästezimmer auf den Fotos!).
Heute waren wir die ersten am riesigen Frühstücksbüffet (7.00 Uhr!) und haben uns dann direkt auf den Weg nach Sesriem gemacht. Die knapp 400 Kilometer führten über mehr oder weniger gute Gravelpads, wenn wir unterwegs 10 Autos gesehen haben, war es viel (und nur eins davon hatte eine Reifenpanne – zum Glück nicht unseres).

16 February 2017

Lüderitz selbst ist nicht wirklich spannend, ein paar nette Häuschen im deutschen Stil, ein schönes Garten-Café mit leckerem Kuchen. An dieser Stelle einen Gruß an Franziska S.: Der „Rock Shandy“ schmeckt suuuuper!
Der nächste Stopp war am Diaz Point, Leuchtturm, Meer und ganz viel Wind. Von der Griffith Bay aus hatten wir eine tolle Sicht auf Lüderitz.
Ungefähr 15 Kilometer vor Lüderitz liegt Kolmannskuppe, eine Stadt, die in den 1920er Jahren ihre Blütezeit im Diamantenrausch erlebte. Viele Deutsche lebten hier und wurden von der Minengesellschaft gut versorgt (es gab eine Eisfabrik, Schule und Kindergarten, Kegelbahn und Turnhalle, ein großes Hospital mit dem ersten Röntgengerät in Süd-Westafrika (da war jedoch nicht nur für die Erhaltung der Gesundheit! Sondern eher, um nachzuschauen, ob die Arbeiter nicht etwa Diamanten verschluckt und somit hinausschmuggeln wollten). In den 50er Jahren wurde die Stadt „aufgegeben“, seit dem erobert sich die Wüste alle zurück und man kann heute eine tolle Führung mit Gisela durch die Geisterstadt machen.
Wir fahren Richtung Lüderitz, 120 Kilometer entfernt. Unterwegs können wir die Wildpferde der Namib beobachten, davon gibt es ca. 200-300, sie können bis zu 6 Tage ohne Wasser auskommen („normale“ Pferde nur bis zu drei Tagen). Auf dem Rückweg trafen wir noch ein Pferd direkt am Straßenrand, es schien nicht so „wild“ zu sein, sondern war eher wild darauf, unser Auto näher zu betrachten. Gruß an Norbert: wir denken, es war das Pferd in der Wüste, das Ahnung von Autos hatte!

15 February 2017

In Aus beziehen wir unser schönes Zimmer im Desert Horse Inn, eine tolle Anlage am Rande der Namib-Wüste. Das Dinner ist super lecker.
Heute ist unsere Strecke vom Roadhouse bis nach Aus, ca. 300 Kilometer. Unterwegs treffen wir noch ein paar Oryxe und kehren im Seeheim-Hotel zu Apfelkuchen und Cappuccino ein. Welch ein Zufall, hier finden wir auch unseren ersten Cache in Namibia (direkt über der Theke und der netten Bedienung haben wir gleich mal erklären können, welch wertvollen Schatz sie beherbergt).

14 February 2017

Die Strecke an Tag 4
Leckeres Abendessen im Roadhouse, sozusagen mitten in der Werkstatt.
Von hier aus machten wir einen Abstecher zum „Fish River Canyon“, der zweitgrößte Canyon der Welt (161 Kilometer lang)... ohne Worte, atemberaubende Aussicht, totale Stille und wir beide allein auf weiter Flur...
Dann erreichten wir den Gondwana-Park... da fuhren wir so durch die Wüste und schon waren rechts und links des „Pads“ (Schotterpiste) jede Menge Wildtiere zu sehen: Oryx, Zebras, Strauße.... mitten im Nichts tauchte unsere heutige Station auf: das Roadhouse, eine Tankstelle, eine Lodge, ein Pool mitten in der Wüste, jede Menge Autowracks...
Nun geht es in Richtung „Fish River Canyon“. Die geteerte Straße verlassen wir bald – zum Glück ist so wenig Verkehr, dass wir nicht den Staub anderer schlucken müssen. Kleiner Stopp an einem weiteren Staudamm, wo es ganz zufällig eine Destillerie gibt, so dass wir schon am Vormittag den einheimischen Gin testen müssen (mit Teufelskralle, einem Gewächs aus der Kalahari, das gegen alles hilft).
Heute starteten wir den Tag mit einem großartigen Frühstück (so viele Dinge habe ich selten auf einem Tisch stehen sehen, und alles frisch und selbstgemacht. Ein kleiner Abstecher noch in die „Stadt“ (eher übertriebener Ausdruck, obwohl es dort 22.000 Einwohner gibt).

13 February 2017

Die Strecke an Tag 4
Zum Sonnenuntergang schauten wir im Köcherbaum-Wald vorbei, sehr faszinierende Gewächse. Vorher trafen wir aber noch einen Geparden im Gehege....
Am späten Nachmittag fuhren wir zum „Playground of the giants“; eigentlich kann man gar nicht so richtig beschreiben, wie es dort aussieht: ein riesiges Feld mit unglaublich vielen Steinbrocken (vulkanischer Ursprung), ca. 5 Kilometer lang... nun, ein paar Tierchen haben wir dort auch getroffen.....
Die heutige Etappe führt uns nach Keetmanshoop. In Mariental halten wir kurz zum tanken, ansonsten eher eine langweilige, etwas eintönige Fahrerei – ach ja, einem Dromedar sind wir unterwegs noch begegnet- warum auch immer es hier wohnt.... in Keetmanshoop wohnen wir in der Pension Gessert – selten so viel Kitsch und Stehrumchen gesehen, aber mit viel Liebe gemacht.
Kleine Anmerkung zwischendurch: A) wenn unter den Fotos mehrere Punkte sind, heißt das, dass sich dort auch mehrere Bilder dahinter verbergen (einfach wischen oder klicken 😄) B) dank viel gut gemeinter Ratschläge und Hinweisen in der Reiseliteratur sind bereits jetzt schon folgende Sachen im Koffer ziemlich überflüssig: dünne Daunenjacke und Fleecepullis (wir freuen uns, wenn es nachts auf 20 Grad abkühlt und nutzen fleißig die Klimaanlage), Sonnencreme (vergessen diese ständig zu benutzen, daher haben wir schon ein wenig Farbe bekommen), Regenjacke (ja, es hat auch schon geregnet, aber da lag die Jacke im Auto), Selfie-Stick (vergessen wir auch immer, aber der Arm ist noch lang genug) ... mal sehen, was sich noch in die Aufzählung einreiht😎

12 February 2017

Die Strecke an Tag 2
Den Abschluss der Tour bildete ein Sonnenuntergang, samt Sundowner (Marcus entdeckt die Malaria-Prophylaxe Gin-Tonic für sich).
Die nächste Tour schloss sich gleich an: Cheetah-Feeding (zu deutsch: Marcus füttert den Gepard, Claudia fotografiert.
„Game-Drive“, das Abenteuer beginnt, unsere erste richtige Safari-Tour, auf dem 12.000 Hektar großen Farmgelände. Es ist gar nicht zu beschreiben, wie schön es war.... gesehen haben wir: Oryx, Springboek, Gnus, Giraffen, Webervögel (mit riesigen Nestern), Erdhörnchen, Strauße.... fast zwei Stunden waren wir überall ganz nah dran....
Die letzten 30 Kilometer fuhren wir auf der Schotterpiste und erreichten gegen Nachmittag die Bagatelle Game Ranch. Ein afrikanischer Traum in Dosen! Wir bekamen, warum auch immer, ein Upgrade in ein „Dune Chalet“, ein traumhaftes Häuschen mit einem noch traumhafteren Ausblick. Die Badewanne haben wir zwar nicht benutzt, aber den tollen Ausblick gab es ja auch nebenan auf der Terrasse.
Den Hardap-Staudamm haben wir uns auch angeschaut, ein riesiger See (auch mit Wassersportmöglichkeiten).
Am „Tropic of Capricorn“ haben wir natürlich den Foto-Stopp eingelegt, der südliche Wendekreis des Steinbocks.
Heute haben wir Windhoek verlassen. Auf der asphaltierten Straße kann man locker mit 120 durch die Landschaft gleiten, der Verkehr ist nicht weiter erwähnenswert. Kleiner Zwischenstopp in Rehoboth, am Oanob Staudamm – hier lernen wir, dass man in Namibia durchaus Wassersport betreiben kann (Wasser-Ski, Banana-Boot, Angeln). Kleiner Abstecher in den Supermarkt, und weiter ging’s.

11 February 2017

Die Strecke an Tag 1
Um 10.30 Uhr Ortszeit sind wir in Windhoek gelandet. Leider mussten wir uns ein wenig länger am Zoll aufhalten und konnten am Ende die Sachen für die Zahnarztpraxis nicht einführen. Mit der Übernahme unseres Mietwagens hat aber alles geklappt und nun cruisen wir mit einem, doch recht großen Pick-Up durch die Gegend. Vorne hat man eher nicht so viel Platz, aber hinten würde das Elefantenbaby hineingehen. Unser Hotel ist sehr nett. Nachmittags waren wir in der Stadt - leider trafen wir nur ein paar andere verirrte Touristen, denn Samstag Nachmittag sind alle Geschäfte zu und die Einheimischen schauen zu Hause wahrscheinlich Bundesliga. Tja, es regnet auch leise vor sich hin, dafür ist alles schön grün. Gleich gehen wir essen, in Joes Bierbar soll es lustig zugehen.
Anflug auf Windhoek, unser Auto... die Rundreise hat begonnen
Zwischenstopp in Doha - Zeit für den ersten Cocktail in diesem Urlaub

4 February 2017

Wir haben unsere Reise über ELEFANT-TOURS.DE gebucht und sind gespannt, ob alles so gut klappt, wie es sich anhört. Namibia ist eines der faszinierendsten Länder des südlichen Afrika. Trotz seiner Größe ist das Land das mit am dünnsten besiedelten Afrikas. Es ist viermal so groß wie Großbritannien, hat aber nur 1,83 Millionen Einwohner. Der Grund dafür ist schnell ersichtlich, denn Namibia ist das trockenste Land südlich der Sahara. Die Wüste Namib, der Fish River Canyon, der Etosha Nationalpark und nicht zuletzt die Tatsache,dass Namibia eine ehemalige deutsche Kolonie ist und diese Periode bis heute Spuren hinterlassen hat, machen dieses Land zu einem sehr interessanten und abwechslungsreichen Reiseziel.
Am Freitag, 10.02.2017 geht es los in Richtung Namibia. Wir freuen uns riesig!