Thailand · 1 Days · 5 Moments · March 2017

look!'s Tour durch Thailand


1 March 2017

Zwei Tage lassen wir das Glück in Chiang Mai fließen. Dann transformieren wir es zu unserer dritten Spa- Destination, dem prachtvollen Hyatt Regency mit The Barai Spa in Hua Hin. Das Hyatt in Hua Hin verfügt nicht nur über spezielle prachtvolle Spa Suites – man residiert in über 100 m2 großen, architektonisch herausragenden Suiten mit eigenem Garten und Pool an der Beachfront –, sondern auch über das schönste Spa, das die nicht unverwöhnte Autorin jemals betreten hat. The Barai ist eine Welt für sich, wer sie betritt, ist für immer verdorben, was durchschnittliche Spa-Standards betrifft. Deshalb verfliegen die sechs Treatment-Stunden im Spa wie Minuten. Aber vielleicht ist das auch Buddha zu verdanken, der lehrt, dass die Zeit gar nicht existiert und das Leben aus Lernen und Fühlen besteht. Insofern kann ich eigentlich hier bleiben ...
Am nächsten Morgen fühlen wir uns leicht, beschwingt und von Buddhas Glückszuwendungen durchflutet. Der Glaube vermag Berge zu versetzen ... und wir freuen uns auf den zweistündigen Flug nach Chiang Mai, wo der nächste vielversprechende Wellness-Tempel wartet. Die im Vergleich zu Bangkok beschauliche Stadt im Norden vermittelt intensiv das Gefühl des ursprünglichen Thailands. Rund eine Stunde dauert die Fahrt mit dem Auto zum Oasis Spa Chiang Mai. Und dort steigen wir, wie alle Touristen, sofort auf den Drahtesel um. Die Zeit bis zum Beginn des ersten Treatments wird allerdings knapp, schließlich sind wir nicht zum Vergnügen hier, sondern um die thailändische Spa-Kultur zu erforschen.
Royal Thai Touch. Mmmh! Eineinhalb Stunden vom Zentrum Bangkoks entfernt, tauchen wir ein in die Welt des Phothalai Leisure Parks, einer gigantisch großen und dennoch friedvoll ruhigen Wellness-Anlage mit luxuriösem Spa und angeschlossenem Golfplatz. Angeboten werden hier Seelenund Körpernahrung vom Feinsten. Neben traditionellen thailändischen Blitz-Kochkursen, wo der Erholungssuchende lernt, seine persönliche „Creamy Tom Yum Goong“-Suppe zu präparieren und fachgerecht mit Kräutern und natürlich viel frischem Chili zu würzen, warten bestens geschulte Therapeuten darauf, die Seele ihrer Klienten zu entstressen. Wir entscheiden uns für die „Royal Thai Touch“-Massage, eines von über 100 angebotenen Treatments. Und schweben die kommenden vier Stunden im siebenten Himmel. Eigentlich wollen wir von dieser mit allen Herrlichkeiten ausgestatteten Oase der Stille gar nicht mehr weg. Allein die Aussicht auf weiteren Seelenbalsam in einem anderen Spa-Hotspot des Landes motiviert ...
Der Königspalast und der Königstempel, ein 20 Hektar großes, prachtvolles Areal im Zentrum der Stadt, wo das religiöse Herz des Landes schlägt. Nicht korrekt gekleidete Touristen (Shorts, kurze Röcke, schulterfreie Tops) werden nur eingelassen, wenn sie sich an der Kassa angemessene Kleidungsstücke kaufen. Das gilt übrigens für alle Tempelanlagen des Landes – Buddha ist großzügig, aber kleinlich, wenn es um leger gekleidete Touris geht. Apropos großzügig: In Bangkok hat man das Gefühl, dass die Menschen entweder mit Buddha kommunizieren oder – essen. Foodcenter mit Dutzenden kleinen Garküchen, die ihr vielfältiges Angebot an Gerichten frisch zubereiten, findet man auf allen Märkten, in allen Einkaufscentern und nahezu in jeder Straße. Eine Reise durch Thailand wäre unvollständig, würde man sich beim Essen nur auf die Restaurants beschränken.
Die Landung in Bangkok ist brandheiß. Gefühlte 50 Grad, tatsächlich sind es nur schwache 38. Gewöhnlich beginnen und enden alle Wege der Thailand-Reisenden in Bangkok, der aufregenden Metropole, die von Widersprüchen geprägt ist: futuristische Hochhäuser, schnurgerade, endlos lange Schnellstraßen, dahinter und davor aber schmale Gassen mit einfachen Holzhäusern und unzählige Tempelanlagen. Die zeitlose Ruhe und Bescheidenheit vermitteln. Und Glück. Das ist es nämlich, was mir in Thailand zuallererst aufgefallen ist. Hätte das Glück einen fixen Wohnort, müsste es wohl Thailand sein. Nirgendwo auf der Welt strahlen die Menschen solch innere Zufriedenheit aus wie hier. Buddha ist allgegenwärtig und wird großzügig konsultiert. Für Danksagungen, aber noch öfter für Wünsche aller Art. Als Konsulent bei Familien- und Ehe-Streitigkeiten ist er oberste Instanz. Und hilft immer. Punkt.