Myanmar · 1 Days · 6 Moments · February 2017

look!'s Tour durch Myanmar


28 February 2017

Beach, Baby! Nach einer actionreichen Woche freute ich mich auf einen nicht überfüllten Strand, den Ngapali Beach, wo sich mein Tagesablauf wie folgt wiederholte: Zecherln in den Sand stecken, Tigerprawns essen (pssst! noch sehr günstig) und – Sie haben es erraten – mit einem Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang genießen. Myanmar, ich komme wieder!
Inlesee. Der auf 900 Metern im Norden des Landes liegende Bergsee ist ein Naturparadies. Das Leben spielt sich auf dem Wasser ab. Ganze Dörfer, auf Pfählen gebaut, fädeln sich entlang großer und kleiner Kanäle oder der berühmter schwimmender Gärten. Tipp: Unbedingt in einem Stelzenbungalow- Hotel mit eigener Terrasse wohnen. Atemberaubender Sunset.
Gaumenfreuden. Das kulinarische Angebot ist reichhaltig, die Karte bietet in jeder Region Spezialitäten aus den Nachbarländern China und Thailand und Currys aus Myanmar (ohne Kokosmilch). Besonders geliebt habe ich die Shan-Nudelsuppe – eine klare Brühe mit Reisnudeln, Shrimps, Huhn oder Schwein. Sie ist eine Spezialität der Volksgruppe im Norden des Landes. Typisch Burma-Küche sind die vielen kleinen Töpfchen voll kleingeschnittenem Fleisch (Ziege war besonders lecker, es gibt aber auch Schwein und Huhn) und getrockneten, gepökelten Fischchen, serviert mit Gemüse – beispielsweise Teeblattsalat, Mini- Auberginen, Kürbisse sowie Bohnen und Erbsen aller Art. Und Fisch. Sowohl aus dem Meer als auch aus dem Inlesee. Letzterer erinnert ein wenig an unseren Karpfen. Ein Nationalgericht sind Vermicellli – gebratene Reisnudeln mit Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch oder Gemüse.
Es empfiehlt sich, einen privaten Reiseguide zu engagieren, denn nur so erfährt man viel über Land, Leute und Sehenswürdigkeiten. Dieser reist auch mit einem mit. Wir kommen nach Bagan, wo es nach einem aufregenden Besuch auf dem Markt zu ein paar der 3.000 erhaltenen Tempel geht. Nang führt mich zurück in die „Bagan-Zeit“, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert ihre Hochblüte hatte. 4.000 Gedenkstätten waren es anno dazumal auf 27.000 Quadratmetern. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Bagan auf der Handelsstrecke zwischen China und Indien lag und es steuerliche Erleichterungen für Geschäftsleute gab, wenn sie eine Pagode stifteten. Die eindrucksvollste Art, diese Mystik zu erleben, ist bestimmt eine Fahrt mit dem Ballon (ich empfehle das Unternehmen „Oriental Balloon“), die kostengünstigere Variante ist per Pferde-Beachkutsche. Unbedingt einen Sunset auf einer Pagode erleben. Dieses romantische Erlebnis vergisst man nie.
Yangon. Die ehemalige Hauptstadt Myanmars ist der ideale Start für den Entdeckungstrip. Pagoden und Klöster reihen sich dicht an dicht an Kolonialhäuser, die noch aus der Zeit der Engländer stammen. Sie zogen 1947 ab. Auch ein Blick auf den 70 Meter langen, liegenden Buddha ist ein Erlebnis. Das Leben der Bevölkerung dreht sich größtenteils tatsächlich um ihn. Einheimische spenden fast bei jeder Buddha-Gedenkstätte. Meine Reiseführerin Nang macht mich mit den Bräuchen bekannt. Jeder Wochentag hat ein göttliches Symbol, wobei der Mittwoch doppelt zählt, weil die Woche der Buddhisten aus acht Tagen besteht. Wer wie ich an einem Sonntag geboren ist, schüttet nun also über den Garuda (eine Art Fantasievogel) so viele Häferln voll Weihwasser über den Altar, so alt er ist. Plus eines mehr, das bringt dann doppelt Glück.
Mingalaba. Mingalaba ist das Wort, das man von früh bis spät unentwegt hört. Es heißt „Guten Tag“, man kann es aber durchaus auch am Abend zum Gruße rufen. Freundlich sind sie alle, egal ob Marktstandler, Kellner, Fahrer oder Mönche. Sie prägen vor allem das Bild von Myanmar, das sich dem Touristen bietet.